Profil für KriegdieKrise > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von KriegdieKrise
Top-Rezensenten Rang: 31.634
Hilfreiche Bewertungen: 147

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
KriegdieKrise

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
The Adventures of Rain Dance Maggie (Limitierte Edition inkl. Aufkleber)
The Adventures of Rain Dance Maggie (Limitierte Edition inkl. Aufkleber)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wo ist john?, 22. August 2011
Macht es jetzt wirklich sinn, dieses eine lied als gradmesser für das erwartete album zu nehmen? Fanden wir "dani california", die erste single aus stadium arcadium, denn etwa einen hammer song? Nicht wirklich. Trotzdem schwelen viele ängste bei rhcp fans mit, seitdem fusicante die band verlassen hat. Die frage, die im raume steht "wieviel einfluss hatte dieser mann den wirklich auf das song-writing" wird bald beantwortet werden. Nicht wenige unter den fans befürchten nun das kreative fiasko, denn man kann es drehen und wenden wie man will: unter frusicante hat die band sich deutlich weiterentwickelt, weg von einer spassigen funk-rock richtung, hin zu einer melodiösen rock-band, die im stande war auch mal wirklich evergreens abzuliefern. Nicht dass die peppers, dabei auf ihre wurzeln gepfiffen hätten. Funk fand immer noch statt, aber den löwenanteil an den neueren produktionen hatten doch ganz klar songs, die näher bei den beatles, als bei george clinton (nein, kein verwandter eines ehemaligen us-präsidenten) lagen. Nun also diese "rain-dance-maggie". Ja und unter berücksichtigung der genannten band-entwicklung möchte man gerne ein paar zeilen mehr schreiben, als bei anderen singles, denn jetzt ist fusicante nicht mehr da und die rhcp werden nun genauer ins korn genommen. Vom gitarren-spiel her, vermisst man fusicante auf diesem song zumindest keine minute. Tatsächlich gibt der neue gitarist alles, um genauso zu klingen wie er. Durchaus erfolgreich. Aber eine etwas größere eigene note hätte man sich doch schon gewüscht.und dann der song selbst: klingt wie ein bonus track auf stadium arcadium. Will heißen, haut genau in die musikalische kerbe, die die peppers in den letzten jahren eingeschlagen haben. Ein kleiner melodischer rocksong, dem allerdings das gewisse etwas fehlt. Und genau das ist der punkt, der mich wuschig macht. Wenn das nun also die marschrichtung der neuen peppers ist, wird man zu dem ergebnis kommen, dass frusicante wohl doch das zünglein an der waage war, der somit in der lage war, auch wirklich große songs abzuliefern. Genau das ist "maggie" leider nicht. Mein trost, meine hoffnung: dani california war das auch nicht. Trotzdem harre ich dem neuen album nun leider doch mit einem eher un guten gefühl entgegen.


The Suburbs
The Suburbs
Preis: EUR 7,99

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 5 Sterne sind noch zu wenig, 17. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: The Suburbs (Audio CD)
mehr oder minder zufällig bin ich auf AF gestoßen. in diversen Rezas wurde immer mal wieder querverwiesen, von einer tollen indie-band war die rede, und eine Superlative jagte die nächste. in der annahme dass es sich um eine eher Gitarren-orientierte band handelte, habe ich mal auf volles Risiko runtergelassen und war doch erstmal schwer irritiert, denn der Sound hatte so ziemlich garnichts mit meinen Erwartungen zu tun. da tummeln sich allerhand Instrumente, wie geigen, piano oder mittelalterliches, eine weibliche piepsstimme singt gerne mal im Hintergrund (oder auch im Vordergrund), die Songs allesamt in Moll, schwer melancholisch und gen ende der meisten Songs, läuft die Musik ein wenig aus dem ruder, wird mal orchestral, mal pompös oder alles zusammen. es hat mich einige anläufe zu erkennen, bis ich begriff was ich da vor mir hatte. je mehr ich Suburbs hörte, desto mehr schienen mich die Songs förmlich aufzusaugen. dass man eine platte immer und immer wieder hören möchte, ist selten aber auch nichts wirklich neues. bei AF jedoch betrat ich diesbzgl. eine neue Dimension. Suburbs will ständig von Anfang bis ende gehört werden. bitte keine zufallswiedergabe, denn hier gibt es einen eigenen spanungsbogen und man nimmt sich einfach selbst ein bisschen das vergnügen, wenn man einzelne Songs durcheinander hört. wenn Suburbs ein buch wäre, dann wäre das der perfekte Roman, die Vorgänger Alben sind Bücher mit perfekten Kurzgeschichten. der opener allein ist schon eine traumhaft traurige Ouvertüre, ready to Start, modern man und rococo ergaben in ihrer Reihenfolge zusammen mit the Suburbs schon ein Song-quartet von so berauschender Qualität, dass man es kaum noch steigern könnte. kann man aber, denn danach folgen ja noch 12 Songs, darunter dann noch ein lupenreiner Pop-Song (sprawl II), der eine derart süchtigmachende hookline hat, dass man kaum glaubt es hier mit einer "indie-band" zu tun zu haben. Suburbs: ein Album von beängstigender Perfektion, dass traumhafte Melodien und eine noch traumhaftere Stimmung vermittelt. granz großes Kino, für mich das beste was ich seit jahren genießen durfte.


Flamingo (Ltd.Deluxe Edt.)
Flamingo (Ltd.Deluxe Edt.)
Preis: EUR 14,99

24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wen juckt schon die Vergangenheit..., 14. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Flamingo (Ltd.Deluxe Edt.) (Audio CD)
Die Sache ist doch so: wenn man einfach die ersten beiden Werke der Killers ausblendet, so als ob sie niemals stattgefunden hätten, käme man zu dem Schluss dass diese Band eine ausgezeichnete Pop-Band wäre, die hochqualitative Songs produzieren, gekonnt mit 80er Einflüssen jonglieren, den Mainstream dominieren, dabei aber ihre Identität nie verraten und nicht austauschbar klingen. Und welche Pop-Band kann das in diesen Jahren schon von sich behaupten? Unter diesem Blickwinkel betrachtet wirkt auch das Solo-Werk von BF wie eine Fortschreibung der "Day&Age" Periode. Tolle Melodien, die im Besten Falle so klingen, als ob sich U2 und Queen zu einer Pop-Band verbrüdert hätten. BF hat Talent und davon reichlich. Man ahnt, dass er kurz er davor steht DEN großen Song oder DIE große Platte abzuliefern, er scheint - ob mit den Killers oder Solo - mit jeder Platte diesem Ziel einen Schritt näher zu kommen. Crossfire, Only the young sind wirklich nur eine handbreit entfernt von Pop-Evergreens. Summa summarum:für jeden der es poppiger mag und dem Bryan Adams und Ronan Keating zu käsig sind, ist Flamigo ein Must-have!

Ich mag aber keinen Pop! Und ich kann nunmal die Vergangenheit nicht ausblenden! Tatsächlich spielt sich bei mir nach jedem Hören eines neueren Killers/Flowers-Song ein kleiner Film im Kopf ab, der diese Songs in ein Killers-Format aus Hot Fuzz- oder Sam`s Town- Zeiten transformieren möchte. Das ist noch nichtmal schwierig, denn das Songwriting selbst hat seit Gründertagen nicht nachgelassen, ist m.E. sogar besser geworden. Man hat sich nur aus bestimmten Gründen (finanzieller Natur?) dazu entschieden, irgendwann mal sämtliche Ecken und Kanten abzuschleifen, den Drive rauszunehmen und Gitarren in die 2. und 3. Reihe zu verbannen. Flowers/Killers haben sich also weiterentwickelt, allerdings in eine Richtung, die mir persönlich nicht (mehr) gefällt. Trotzdem muss man anerkennen, dass hier ein großes Talent am Werke ist.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 21, 2012 4:51 PM MEST


Hurley
Hurley
Preis: EUR 8,97

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Weezer reloaded, 14. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Hurley (Audio CD)
Mitten im größten Fussball-WM Getümmel kam die Nachricht, dass Weezer eine inoffizielle Hymne für ihr US Team veröffentlichen. Ein paar Tage später flogen die US-Boys sang- und klanglos raus, an Weezer wird's aber kaum gelegen haben, den der Song war mehr als ein vitales Comeback-Zeichen. Klar, das Wort "Comeback" klingt in diesem Zusammenhang blödsinnig, denn in den letzten 3 Jahren veröffentlichten Weezer nun insgesamt 3 Alben, allerdings waren "Red Album" und "Raditude" von stark schwankender Qualität. Stand bei "Red" noch das rumexperimentieren mit verschiedenen Stilen im Vordergrund, so war Raditude dann ein völliger Tiefpunkt in der nun schon knapp 20 jährigen Bandhistorie und an Flachheit kaum mehr zu überbieten. Die besagte US Hymne "Represent" wirkte wie ein Befreiungsschlag und erinnerte an die die wirklich guten alten Zeiten: scheppernd, hymnisch und ein Refrain, der vom ersten Hören an dauerhaft im Gehör blieb. So liebt man die Weezer Boys. Mit entsprechendem Optimismus legt man nun "Hurley" auf den Plattenteller und das Ergebnis fällt wieder mal zweischneidig aus. Die Power und Energie von "Represent" konnte konserviert werden und das ist nach den mauen inflationären Veröffentlichungen der letzten Jahre wirklich ein Schritt nach vorne, keine Frage. Da wird die Gitarre ordentlich verzerrt, ein Keyboard oder auch mal ein Glockenspielchen leisten dezent im Hintergrund ihre Dienste und erinnern entfernt an "Pinkerton" Zeiten und es wird ordentlich ge "oooh-oooh"t wie zu seligen "Buddy-Holly"-Zeiten. Diese Basics sind seit Bandbeginn immer schon die halbe Miete gewesen, aber eben nur die halbe. Denn hapern tut es leider immer noch an den guten alten catchy Melodien. Hier geben sich Weezer zwar wieder deutlich mehr Mühe als bspw. noch auf "Raditude", zu Höchstleistungen will es aber nicht (mehr) reichen. Das Ganze klingt locker aus dem Ärmel geschüttelt und sehr souverän, aber leider auch nicht immer zu Ende gedacht und oft skizzenhaft. Im Vergleich dazu ist "Pork and Beans" vom Red Album fast schon eine hochmathematische Doktorarbeit, wo an jedem Detail gefeilt und gewurstelt wurde bis das Ergebnis perfekt war (dieser detailversessene Ansatz zieht sich dann über die fast ganze Platte, allerdings mit sehr wechselhaftem Erfolg). Zurück zu "Hurley": Weezer peilten die eigene Neuerfindung durch "Back-to-the-roots" an und haben gut daran getan. Der inflationäre Output der letzten Monate mag aber vielleicht ein Grund dafür sein, dass die Qualität der Melodien dem eigenen Anspruch noch immer ein wenig hinterherhinkt. Ggf. wäre mal ein-zwei Jahre Pause für alle Beteiligten wirklich mal notwendig um auch wieder zündende Song-Ideen zu gebären. Fazit: Es geht wieder aufwärts, aber bis zur Spitze ist noch ordentlich Luft.


Terminator - Die Erlösung
Terminator - Die Erlösung
DVD ~ Christian Bale
Preis: EUR 4,99

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zerstörung eines Mythos, 24. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Terminator - Die Erlösung (DVD)
lag teil 3 schon hinter den erwartungen, konnte aber immerhin noch mit arnie, einer gehörigen portion augenzwinkern und auchmal dem ein oder anderen spannungsmoment glänzen, so wirkt teil 4 als das eigentliche desaster der serie. nur dass wir uns richtig verstehen: wäre t4 ein stand-alone film, könnte man man sich sicherlich an den berauschenden action szenen ergötzen, das set-design loben und sich alles in allem gefällig unterhalten lassen. aber da waren halt noch die 2 eckpfeiler der t-mythologie: teil 1 und 2 und die kann man bei seiner bewertung nun mal nicht außer acht lassen, zumal t4 ja irgendwo storytechnisch "anknüpfen" möchte. und da wären wir dann auch schon bei punkt 1: welche story? aus unerfindlichen gründen haben sich die drehbuchautoren entschlossen, der eigentlichen hauptfigur john connor nicht so viel raum zu geben, wie angemessen. also entwarf man einen für das storytelling völlig unnötigen nebenplot rund um einen "terminator mit herz"...es spricht für die talente der script-writer, dass ausgerechnet dieser an sich überflüssige plot mehr überzeugt als die stoy um john connor. das rettet den film aber nicht: die schauspielierischen leistungen sind auf unterstem niveau, ein hochangesehener und durchaus mal etwas launischer TOP-mime christian bale spielt wie auf auto-pilot, andere prominente namen liefern ihr soll und das wars. bei dem drehbuch allerdings auch kein wunder. ja über das drehbuch könnte man hier seiten füllen: dialoge unter soap-niveau und logik-löcher, die selbst bei dem inflationären geballer schlicht unhaltbar sind...das gesamte potential der bisherigen t-filme wird zugunten einer reinen technik-show verschenkt. diese ist immerhin halbwegs state of the art und hübsch anzusehen, kann den negativen gesamteindruck des filmes aber auch nicht retten.
eine sinnlose materialschlacht, die einen tolle filmreihe (hoffentlich nicht) zu grabe trägt.


Happy in Galoshes
Happy in Galoshes
Wird angeboten von la-era
Preis: EUR 7,77

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bowie lässt grüßen, 22. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Happy in Galoshes (Audio CD)
Entgegen den Kritiken der hiesigen Musikpresse, muss man Scottys neues Album ein dickes Lob aussprechen. Das Ganze wirkt wesentlich stringenter als sein erster Solo-Versuch, abwechslungsreicher als die Tage mit den STP und über die Velvet Revolver Zeit wollen wir mal besser den Mantel des Schweigens ausbreiten.
Auf CD 1 gibt es ein paar ganz vorzügliche Glam-Rocknummern, bei denen Weilands Vorbild Herr David Bowie mehr als einmal um die Ecke lugt. Nicht umsonst wird prompt "Fame" gecovert. Allerdings fehlt öfter der letzte Schliff in den Refrains, was die Freude aber nur unmerklich trübt. CD 2 gehts eine ganze Ecke ruhiger und gefühlvoller an. Durchaus mit dem Hang auch mal technisch etwas zu experimentieren, jedoch immer im Dienste des Songs. Für mich fast die stärkere CD. Alles in allem eine runde Sache!


Kein Titel verfügbar

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn das Zuschauen weh tut..., 7. April 2009
Dies ist kein Horrorfilm. Auch kein Drama. Und erst recht kein Thriller. Vielleicht ist er aber doch alles zusammen? Er ist in der ersten Hälfte explizit gewalttätig und zeigefreudig, dafür in der zweiten Hälfte einfach nur brutal und äußerst niederschmetternd. Manch einer sagt, die die zweite Hälfte des Films ist "schlimmer" als die erste, obwohl ab dem Mitteilteil kaum Blut fließt.
Man könnte endlos weitermachen mit diesen sich teilweise widersprechenden Aussagen und alle haben irgendwie Ihre Berechtigung. Die Story von Rache, Folter und deren Motiven spricht natürlich zu einem großen Teil das Horror Publikum an, da er Teil der Marketingkampagne ist, die gerade franz. Brachialfilme (High Tension und Konsorten) pusht. Man tut Martyrs damit aber unrecht, denn geschickt überwindet der Regisseur Genregrenzen um eine (und das ist wohl DAS k.o. kriterium für einen Horrorfilm) sehr beunruhigende Geschichte zu erzählen.
Klar: das Maß an gezeigter Gewalt ist extrem (aber für manchen Hardcore Freak halt nicht hoch genug) und möglicherweise lenkt die ein oder andere überzogene Brutalität von der Story ab, die Martyrs erzählen will. Das soll aber nicht ins Gewicht fallen.
Martyrs hat das Zeug Menschen in den Schlaf zu verfolgen und dort für wirklich unangenehme Träume zu sorgen.
Ein Klassiker.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 18, 2009 1:23 PM MEST


Day & Age
Day & Age
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 5,49

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mach mal langsam, Brandon!, 27. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Day & Age (Audio CD)
Mann muss schon ein gehörige Portion Humor mitbringen um die Irrungen und Wirrungen dieser Band nach zu vollziehen. Von Anfang an positionierten sich The Killers als Band mit dem Anspruch die Weltherrschaft zu übernehmen. In einer Liga mit U2 wolle man spielen, Stadien sollten gefüllt werden und als beste Band der Welt wollte man gelten. Ziemlich große Töne für eine Band, die sich aus dem luftleeren Raum in Las Vegas quasi selbst zusammen gecastet hatte. Eindrucksvoll haben The Killers dann Ihre Agenda umgesetzt: das Debut ein tanzbarer Kracher mit großem Hit-Output, die Folgeplatte mit deutlicherem Rock-Einschlag und konsistenter (lt. Killers auch als Konzeptalbum geplant) als sein Vorgänger. Dabei immer höchst glamourös und auf hohem Qualitätsniveau. Alles richtig gemacht - könnte man sagen. Statt sich aber auf seinen Erfolgen auszuruhen legte die Band dann nochmal ein paar Gänge zu: 1 Jahr später eine B-Sides Kollektion, die bei anderen Bands von Quantität und Qualität her locker für 2 reguläre Alben gereicht hätte und wieder ein Jahr später dann "Day and Age".

The Killers wollen beweisen, dass sie eigentlich alles können. Dabei lassen sie keine Pause zu und drücken aufs Gaspedal wo es nur geht. 4 Alben in relativ kurzer Zeit, dazu posaunt Bandleader Flowers ohne Unterlass hinaus, dass er mit seiner Band ganz nach oben will. Die Frage ist erlaubt, ob sich die Herren da selbst noch ganz ernst nehmen oder nicht einfach ihren nun etablierten Star-Status dazu nutzen Ihr Blatt aufs Äußerste auszureizen. Denn im Ernst: welche Band schafft es wirklich jedes Jahr eine Weihnachtssingle rauszuhauen hierzu noch Akteure wie die Pet Shop Boys oder gar den unsäglichen Elton John zu verpflichten und last but not least ein reines Pop-Album wie Day and Age auf den Markt zu bringen ohne sich bei der Fan Base lächerlich zu machen? Alles ist mögllich in der Welt der Killers und die Absatzzahlen rechtfertigen offenbar jede noch so sinnvolle oder sinnlose "Weiterentwicklung". Man schließt nun nichts mehr aus: Vielleicht mal ein Duett mit Dj Ötzi oder eine Rap Einlage von George W. Bush..erlaubt ist was Spass macht und sich verkauft. Und hier beweisen The Killers immer den richtigen Riecher.

Day and Age ist ein Faustschlag ins Gesicht eines jeden der seine Killers immer als reine Indie-Band (miss)verstand. Dabei war aufgrund des ganzen Gehabes von Herrn Flowers schon früh absehbar, dass The Killers alles sein wollten bloss keine Indie Band, denn Indie hieß halt irgendwie auch immer = nicht so viel Geld verdienen. Da sind The Killers anders getaktet und Day and Age macht dies nun auch den letzten "Indie-Fans" bewußt. Musikalische Qualität war eh nie das Thema. Nach wie vor schüttelt Flowers seine hitverdächtigen Melodien (Human, Spaceman) ohne Mühe aus dem Ärmel. Das Ganze aber nun im Gewand des lupenreinen Pops, was auf einen Schlag noch mehr Mainstream-Hörer ansprechen wird. Fan Base wieder vergrößert, Ziel erreicht. Keiner (oder noch zuwenige) da, die auf den Tisch hauen und sagen "so geht's nun wirklich nicht". Ein "Club-Tropicana" Lalala-Song (Joyride) einfach mal mitverkauft ohne dass es wirklich peinlich wird. Klar ist auch: hätte die Band bei den gleichen Songs einfach seine Gitarren mal wieder aus dem Schrank geholt, wäre auch dieses Album ein echter Evergreen. Aber das ist offensichtlich nicht gewollt. So können die Herren noch ewig weitermachen, auch wenn sich so nach und nach die Fans der "Frühzeit" so langsam verabschieden. So lange immer neue Hörerschichten erobert werden und der Cashflow stimmt heißt die Devise offensichtlich: weitermachen.

Ich bin noch mit an Bord, hege aber doch den inständigen Wunsch, dass die Killers mal eine kurze Atempause einlegen und sich auf ihre alten Tugenden zurück besinnen. Denn so langsam greift hier einfach der völlige Wahnsinn um sich und wenn ich die neusten Ankündigungen höre (ein Cover-Album ist in Kürze geplant mit Songs u.a. von Rod Stewart und Genesis!!!) hege ich die Befürchtung, dass die Killers nun völlig von der Rolle sind. Spätestens wenn die nächste Weihnachssingle dann mit Beyonce aufgenommen wurde, bin ich weg!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 5, 2009 9:13 PM CET


Wahn
Wahn
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe

27 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wer noch Platz im Regal hat..., 11. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Wahn (Gebundene Ausgabe)
Eins vorneweg: ich habe sie ALLE gelesen. Die Kurzgeschichten, die "fachlichen" Abhandlungen, den Tunklem Turm und natürlich all die anderen Wälzer die uns King in den letzten 25 Jahren beschert hat. Ich bin ausnahmslos Fan und was mich wie einen Junkie immer wieder zum Kauf bewegt ist schlichtweg seine begnadete Schreibe. Man halt eben NICHT das Gefühl in einen der typischen Horrorschinken amerikanischer Prägung gelandet zu sein, da King es mit seinem unnachahmlichen Stil immer wieder schafft, seine Figuren komplex und nachvollziehbar zu beschreiben ohne dabei aber in irgendwelcher pseudokünstlerischen Sosse abzudriften. Man hat das Gefühl es mit "lebendigen" Menschen zu tun haben die dann eben in tiefe dunkle Löcher fallen. Chapeau!
Nun ist es nicht gerade neu zu behaupten, dass der künstlerische Höhepunkt von King seit langem überschritten zu sein scheint und ich muss mich dem mit Einschränkungen leider anschließen. Als (vielleicht einziger, zumindest scheint es mir so) fand ich den Abschluss des Dunklen Turms herausragend, weil King - entgegen seiner sonstigen Gepflogenheiten - die Kaltschnäuzigkeit hatte einiger seiner Lieblingsfiguren über den Jordan zu schicken und eben nicht jede Handlungsaktion bis aufs I-Tüpfelchen ausbreiten wollte. Dieser vgl. neue, kompromisslose und direktere Stil gefiel mir sehr, denn seine vorigen Werke waren doch mehr und mehr von einer gewissen Geschwätzigkeit sowie zu einem Hang wirklich immer alles erklären zu wollen, geprägt. Die besten Werke von King waren dann auch meist die in denen der Meister die richtige Balance zwischen Charakterzeichnung, einer mitreißeneden Handlung, Schock und "wirklichen" Überraschungen bot. "Wahn" setzt sich diesbzgl. zwischen alle Stühle. War "Puls" noch ein kompromissloser, kleiner fast schon trashiger Reißer (den ich sehr, sehr unterhaltsam fand), kam mit "Love" dann wohl die Kehrtwende. Auf einmal hatte man das Gefühl, dass King nun in der ganz großen Liga der amerikanischen Literaten mitspielen wollte. M.E. war das Ergebnis hier schon misslungen, weil schlichtweg langweilig. "Wahn" möchte darüberhinaus aber auch wieder ein echter Horror-Reißer sein ohne dabei neu entdeckten literarischen Ambitionen zu verschweigen. Haut nicht hin. Sorry.
Hat man in der ersten Hälte des Buches noch ein gutes Gefühl was Spannungsaufbau, Charakterzeichnungen usw. angeht, wird man in Hälte 2 dann nur noch enttäuscht. Auf den ersten 400 Seiten hat King eigentlich alle Trümpfe in der Hand: man hat das Gefühl dass King einen durchaus in eine "Friedhof-derKuscheltiere" artige Stimmung versetzen könnte und den ein oder anderen Knalleffekt aus dem Ärmel zaubert. Dem ist nicht so. Die Spannungsfäden der ersten Hälfte des Buches münden in einen lari-fari "Fluch-der Karibik"-ähnliche Horrorstory. Wieder mal lässt King seine Figuren auch den letztn Anflug von Spannung zu Tode disktutieren. Es wird einem seitenweise erklärt und erklärt so dass auch der letzte Eumel Bescheid weiß, warum dieses Geschehen ach so fürchterlich sein muss. King überrennt einen kein einziges Mal, schockt nicht und die "Gruselgeschichte" wirkt wie ein notwendiges Anhängsel um sich mal wieder bei seinem Stammpublikum anzubiedern.
Sorry, aber er es schaut mittlerweile so aus, dass wir von King keine fiesen kleinen dreckigen Gemeinheiten mehr erwarten können, wie er sie uns z.Bsp. noch in "Misery" präsentierte oder gar in seinen vorzüglichen Kurzgeschichten. Im Regal passt daher "Wahn" - nicht nur aufgrund der Chronologie - am besten zu "Love".
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 24, 2011 10:48 AM CET


Der Buick
Der Buick
von Stephen King
  Gebundene Ausgabe

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Belanglos, 1. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Der Buick (Gebundene Ausgabe)
Als King-Fan (der immerhin fast Alles gelesen hat), muss ich nach der Lektüre dieses Buches konstaniert feststellen: S.K. will nicht mehr. Er lässt es duch seine Zeilen recht unverblümt verlauten: Wer hier einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluss oder eine Pointe erwartet, wird enttäuscht sein. Es gibt einfach keinen.
Voller Erwartungen schiesst man auch hier wieder mühelos duch ca. 500 Seiten (bei welchem Autor ist das schon der Fall?). Ein mysteriöses Auto steht im Mittelpunkt (allein dieser Umstand sollte dem erfahrenen King-Leser schon zu denken geben), dass in Erzählungen der Hauptprotagonisten als Tor in eine andere Welt dargestellt wird.
Das Ganze wirkt durch die Erzählstruktur sehr episodenhaft, fast schon wie eine Kurzgeschichtensammlung. Allein, rechte Spannung will nicht aufkommen. Vielzusehr achtet S.K. auf die (zu) ausführliche Beschreibung seiner Hauptpersonen und deren Entwicklung. Was ja an für sich ein lobenswerter Ansatz für einen Autor ist, nur erwarten wir bei der Lektüre eines Kings Überaschungen. Und die bleiben aus.
Ich will nicht näher auf die Alien-Ansätze des Buches eingehen (Der ein oder andere will jes ja noch lesen).
Mir erscheinen die ganzen Horror-Zutaten von S.K. in seinen aktuelleren Werken wie die letzten Zugeständnisse an seine Fans, die nun mal Horror von ihm erwarten, auch wenn es den Meister selbst vielleicht schon zu anderen Ufern zieht.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4