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Rezensionen verfasst von
Thomas Nehlert "thomasnehlert" (Berlin)
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McNamara Racing: Der Weg von Lenggries nach Indianapolis
McNamara Racing: Der Weg von Lenggries nach Indianapolis
von VIEW GmbH
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Deutsch-amerikanische Motorsportgeschichte, 18. April 2015
Im Jahre 1968 gründete der damals 30 Jahre alte Offizier der US-Streitkräfte Francis E. McNamara zusammen mit seiner ein Jahr jüngeren Ehefrau Bonnie im bayerischen Lenggries die Rennwagenschmiede McNamara Racing. Bis 1971 war das Unternehmen in vielen Rennklassen aktiv, vornehmlich in der Formel V, der Formel 3 und auch bei den Indycars. Hinzu kamen einige Tourenwagen-Einsätze und die Beteiligung an dem Formel 1 Projekt von STP-March bei einigen europäischen Grands Prix. Die Liste der Rennfahrer, die für McNamara ins Lenkrad griffen, ist lang und voller Prominenz: Mario Andretti, Niki Lauda, Dr. Helmut Marko, Peter Arundell, Helmuth Koinigg, Jochen Mass, Gerhard Pankl, Werner Riedl, Rolf Stommelen und last but not least Rainer Braun - lange Zeit Deutschlands Nummer Eins unter den Rennstreckenkommentatoren. Mit dem viel zu frühen und plötzlichen Tod von Bonnie McNamara im Jahr 1971 endete faktisch die Geschichte von McNamara Racing.

Der Chirurg und Leiter einer renommierten Klinik in Holzkirchen Prof. Dr. Peter Schroeder hat sich des Themas "McNamara Racing" mit diesem Buch angenommen. Peter Schroeder war anlässlich der Recherchen zu seinem hoch geschätzten Buch über das Wallberg-Rennen in einer Kleinanzeige auf einen McNamara-Monoposto, einen McNamara Sebring Mk. III mit BMW-Motor, gestoßen, den er sich interessehalber angeschaut hatte. Fortan kam er von der McNamara-Historie nicht mehr los. In mühevoller Kleinarbeit trug er Dokumente, Fotos und Geschichten zusammen. Er sprach mit den beteiligten Mitarbeitern, Technikern und Ingenieuren sowie mit zahlreichen Rennfahrern, unter anderem auch mit Mario Andretti, der sich auskunftsfreudig zeigte und neben Jochen Mass auch gleich ein Vorwort für Schroeders Buch beisteuerte. Schließlich gelang es dem Autor sogar, den lange Zeit unauffindbaren Francis McNamara selbst zu kontaktieren und dazu zu bewegen, weitere Erkenntnisse aus erster Hand zu vermitteln.

Herausgekommen ist ein ganz ungewöhnliches Motorsportbuch. McNamara - anders als Lotus oder Brabham, ganz anders als Porsche oder Ferrari - wird selbst manchem Autosportfreund kaum ein Begriff sein. Nach der Lektüre dieses Werks weiß der Leser nicht nur in der Sache Bescheid, sondern er hat auch eine überaus spannende und abwechslungsreiche Geschichte nachvollzogen. Peter Schroeder beschränkt sich nämlich nicht auf eine Wiedergabe der Fakten und Entwicklungen; vielmehr verpackt er einen Großteil des Geschehens in teils spannungsgeladene, teils unterhaltsame Dialoge, die auf den recherchierten Tatsachen beruhen, stets authentisch wirken und dem Leser die bei manchem Fachbuch ermüdende und nüchterne Darstellungsweise ersparen. Das ist einfach ein „Fachbuch in Fiction-Form“, das auch dem nicht unbedingt motorsportlich vorgebildeten oder interessierten Leser allein durch seine Erzählform gefallen wird. Hier zeigt es sich, wie erfrischend es ist, wenn ein Autor sich erst in der Arbeit am Buch höchste Sachkompetenz verschafft und das Buch selbst mit reiner Begeisterung für das Thema und als willkommenen Ausgleich zum von höchster Verantwortung geprägten Hauptberuf verfasst.

Der chronologisch in zehn Kapiteln geordnete Band ist mit 198 Abbildungen reichhaltig illustriert. Neben vielen erstmals veröffentlichten Schwarzweißfotos findet man die Reproduktionen von Originaldokumenten und Konstruktionszeichnungen. Die Bildwiedergabe auf gutem Mattglanzpapier ist ebenso überzeugend wie das Layout und die haptische Gestaltung des handlichen Buchs. Als Kritikpunkt bleibt nur eine Kleinigkeit: Die Auflistung aller McNamara-Fahrzeuge nach den Namen der Fahrer in alphabetischer Reihenfolge erscheint unpraktisch; hier wäre eine Aufzählung nach den Typen in zeitlicher Folge von der Systematik her besser gewesen.


Mille Miglia - 1000 Miles of Passion
Mille Miglia - 1000 Miles of Passion
von René Staud
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 79,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Italienische Momente, 28. März 2015
Die historische Mille Miglia zählt zweifellos zu den weltweit attraktivsten Oldtimer-Veranstaltungen. Die Organisation "The Classic Car Trust" hat im teNeues Verlag dieses opulente Werk mit Impressionen von der Mitte Mai 2014 ausgetragenen Ausgabe herausgebracht.

Knappe Texte in Englisch, Deutsch und Italienisch geben den über 200 Fotos den Rahmen und liefern dem Leser die nötigsten Informationen. Das Buch lebt aber zweifellos von den herrlichen Aufnahmen, zum weitaus größten Teil im großen Doppelseitenformat in brillanter Reproduktion. Die Ablichtungen stammen überwiegend aus den Archiven von René Staud und Julien Mahiels und vermitteln hautnahe Eindrücke von den faszinierenden Sportwagen, den stimmungsvollen Landschaften der Toskana und der Emiglia und von den lebendigen weltberühmten Städten Brescia, Rom, Siena und Florenz. Der Band ist chronologisch im Ablauf des viertägigen Events geordnet. Er konzentriert sich auf die Wiedergabe des einzigartigen Ambiente und der sprühenden Begeisterung der Teilnehmer und Zuschauer und verzichtet gänzlich auf die Beschreibung technischer Details oder die Auflistung einzelner Ergebnisse.

Überaus interessant ist das letzte Kapitel des Buchs, das die ursprüngliche Mille Miglia von 1927 bis 1957 zum Thema hat. Wenn auch insoweit nicht bis ins Detail gegangen wird, so erhält der Leser sowohl durch den Text als auch durch die zeitgenössischen Fotos einen informativen Überblick über dieses einst große auf öffentlichen Straßen ausgetragene und überaus gefährliche Langstreckenrennen für Sportwagen, das durch so prägnante Fahrernamen wie Campari, Nuvolari, Caracciola, Varzi, Ascari, Moss und Taruffi geprägt worden war.


Das Phänomen NASCAR 2
Das Phänomen NASCAR 2
von Pete Fink
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Boogity, boogity, boogity - let's go racing, boys and Danica . . .", 16. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Das Phänomen NASCAR 2 (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Schlachtruf begleitet Darrell Waltrip im US-Fernsehen regelmäßig die Starts der Rennen im NASCAR Sprint Cup . Und genau mit diesen Begeisterungsruf möchte man auch das neue NASCAR-Buch von Pete Fink willkommen heißen. Als 2012 Pete Finks Buch "Das Phänomen NASCAR" erschien, war dies das seit Jahrzehnten erste deutschsprachige Buch über Amerikas wichtigste Rennserie. Schnell wurde Finks Band zum Standardwerk. Wer sich über NASCAR informieren wollte, kam an dieser Quelle der Erkenntnis nicht vorbei.

Nun hat Fink nachgelegt - und wie! Hatte er mit Band 1 die NASCAR-Geschichte bis zum Ende der Saison 2011 spannend dokumentiert, so schließt das neue Buch nahtlos an den ersten Band an. Der Leser wird durch die Saisons 2012 bis 2014 geführt und erfährt wieder unzählige Details und Hintergrundgeschichten bis hin zum aktuellen Titelgewinn Kevin Harvicks. Einzelne Kapitel widmen sich Danica Patrick, Brad Keselowski, Mark Martin und natürlich Jimmie „Sixpack“ Johnson. Fink schreibt auch über die vielversprechenden Nachwuchstalente, die Nationwide Series - die nun Xfinity Series heißt - als zweiter Liga und die Camping World Truck Series. Ausführlich wird auch auf die technischen Aspekte wie das Gen6 Car eingegangen. Ebenso fehlt es nicht an einer in die Tiefe gehenden Darstellung des nicht ganz unumstrittenen neuen Chase-Formats.

Von ganz besonderem Reiz ist das Kapitel über die Entwicklung der NASCAR-Übertragungen im deutschsprachigen Fernsehen. Für viele Leser der Höhepunkt dürften aber 30 Seiten mit wertvollen Tipps und Ratschlägen für Reisen in die USA zu den NASCAR-Rennen sein. Hier hat der Münchner Autor viel Wissen und Erfahrung zusammengetragen, so dass einem Ausflug zu einem oder mehreren Stock Car Rennen kaum noch etwas im Wege stehen sollte; denn so sehr die Live-Übertragungen auf MotorvisionTV mit den „Fabulous Four“ - Pete Fink, Mario Fritzsche, Stefan Heinrich und Lenz Leberkern - auch Kult sind, nichts kann das unmittelbare Erlebnis eines NASCAR-Rennens vor Ort ersetzen.
Abgerundet wird das Buch durch einen 32seitigen Bildteil mit rund 60 Fotos, der insbesondere die aktuelle NASCAR-Szene beleuchtet.

Pete Fink erklärt, dass dies nun erst einmal sein letztes NASCAR-Buch sein soll. So gelungen wie dieses Werk ist, "frägt" man sich aber (um mal mit Pete zu sprechen), ob nicht spätestens zum nächsten Vertragsabschluss von Motorvision Ende 2017 "Das Phänomen NASCAR 3" überfällig sein dürfte !


auto motor und sport Edition - 40 Jahre VW Golf
auto motor und sport Edition - 40 Jahre VW Golf
Preis: EUR 7,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Evolution eines Bestsellers, 8. März 2015
40 Jahre ist der VW Golf alt. Dieses Sonderheft der Redaktion von "auto motor und sport" lässt alle sieben Generationen in 25 Testberichten des Stuttgarter Auto-Magazins Revue passieren. Dabei finden sowohl die meistverkauften Varianten bis zum GTI als auch die vereinzelten Exoten wie der Golf II 1.8 syncro, der Golf IV R32, der Golf II Country oder der Golf IV V5 Berücksichtigung. Dazu kommen ein so genanntes "Generationentreffen", eine knappe Übersicht über die Motorsporteinsätze des Golf und eine Darstellung teilweise verwunderlicher Eigenumbauten des Golf. Das alles ist informativ und abwechslungsreich und verdeutlicht die doch bemerkenswerte Entwicklung vom Golf I des Jahres 1974 bis zum aktuellen Golf VII.


Details: Legendäre Sportwagen ganz nah / Legendary sports cars up close
Details: Legendäre Sportwagen ganz nah / Legendary sports cars up close
von Wilfried Müller
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 99,90

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ferrari und Porsche, Ford und Chaparral, von Sebring nach Le Mans - die Sportwagenrennen 1965 bis 1969, 1. März 2015
Wer sich heute an die großen Zeiten der Sportwagen-Weltmeisterschaft erinnert, denkt zumeist an die Gruppe C der 1980er Jahre mit den Porsche 956/962, den Sauber-Mercedes und Jaguar oder an den legendären Kampf der Porsche 917 gegen die Ferrari 512 Anfang der 1970er Jahre. Dabei gab es zuvor eine Epoche, die in ihrer Vielfalt und in der Bedeutung einer großen Auseinandersetzung der Marken alle anderen Zeitabschnitte übertraf: Zwischen 1965 und 1969 führte der amerikanische Marktriese Ford einen erbitterten Kampf gegen die italienische Edelschmiede Ferrari, nachdem sich Enzo Ferrari nach zunächst aussichtsreichen Verhandlungen schlussendlich doch geweigert hatte, sein Lebenswerk in die Hände Henry Fords und seines Unternehmens zu legen.

Diese spannende Zeit der Sportwagenrennen spiegelt der vorliegende gewichtige Band aus dem Verlag McKlein Publishing wider. Auf 365 Fotografien, teilweise im gigantischen Doppelseitenformat, findet man alle wichtigen Teilnehmer der Langstreckenrennen jener Zeit, darunter natürlich auch die unvergessenen Kombattanten von Ferrari und Ford - vom 250 LM bis zum 330 P4 und 312P, vom Ford Cobra Daytona Coupé und dem GT 40 über den Mk. IV bis zum Mirage. Großen Raum nehmen auch die Prototypen von Porsche ein, mit denen sich das Zuffenhausener Unternehmen vom beachteten Klassensieger zum gefürchteten Dominator entwickelte - vom 1964 erschienenen 904 bis zum 1969 präsentierten 917. Dazu gesellen sich noch zahlreiche Fahrzeuge von Chaparral, Alfa Romeo, Abarth, Matra und Alpine sowie so exotische Typen wie der turbinengetriebene Howmet TX und der Serenissima Torpedo. Und es ist viel mehr als eine bloße Ergänzung, dass auch wichtige Prototypen der damaligen Europa-Bergmeisterschaft Berücksichtigung finden: die faszinierenden Leichtbau-Spyder von Porsche als Lieblingskinder Ferdinand Piechs, der Ferrari 212E, mit dem Peter Schetty 1969 die Meisterschaft holte, und auch der bildschöne BMW Monti mit dem aufwendigen Apfelbeck-Motor.

Es sind durchweg begeisternde Fotos aus mehreren namhaften Archiven, zuvorderst aus dem unerschöpflichen Reservoir von McKlein. Mich persönlich haben die Aufnahmen aus den Le-Mans-Hauptquartieren von Ford, Ferrari und Porsche in den Bann gezogen: Wenn man sich wirklich etwas Zeit nimmt, entdeckt man auf diesen großen Ablichtungen zahlreiche interessante Details, die wundervolle Erinnerungen an diese Zeit vor 50 Jahren wecken. Die Auswahl der Motive, dem Titel des Buchs entsprechend auf die technischen Details der ausnahmslos schönen Sportwagen konzentriert, ist genauso brillant wie ihre Reproduktion auf hochwertigem Mattglanzpapier. Lange nicht mehr habe ich so begeistert und so zeitintensiv Fotos aus dieser Ära betrachtet!

Der Illustration stehen die Texte von Wilfried Müller in nichts nach. Der Autor hat es verstanden, in relativ knappen Texten unter hervorragender Schwerpunktsetzung alle wesentlichen Fakten und Entwicklungen zu den gezeigten Rennwagen wiederzugeben. Dabei vernachlässigt er auch die interessanten Hintergrundgeschichten nicht, so dass sich der Inhalt nicht nur höchst informativ darstellt, sondern auch spannend liest.

Nach Jahren von 1965 bis 1969 und innerhalb der Jahre alphabetisch nach Marken geordnet, werden über 50 Sportwagen und Prototypen gezeigt und beschrieben. Das über 3,5 kg schwere Werk ist in einem sehr gelungenen Layout gestaltet und wird von einem soliden Schuber geschützt. Für mich ist dieses prächtige Buch einer der Favoriten für den diesjährigen Autobuch-Preis des ADAC in der Rubrik „Motorsport“.


Porsche 918 Spyder
Porsche 918 Spyder
von Delius Klasing Verlag Gmbh
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 98,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Porträt eines visionären Sportwagens der Superlative, 30. Januar 2015
Rezension bezieht sich auf: Porsche 918 Spyder (Gebundene Ausgabe)
Nur 918 Kunden werden stolze Eigentümer eines Exemplars dieses rund eine dreiviertel Million Euro teuren Supersportwagens von Porsche sein. Kaum ein anderes Automobil verkörpert so konsequent die Vision eines Sportwagens der Zukunft wie dieses Juwel aus Zuffenhausen.

In drei Druckwerken wird der 918 Spyder hier auf eindrucksvolle Weise in deutscher und englischer Sprache präsentiert. Die beiden jeweils 64 Seiten starken Booklets von Klaus-Achim Peitzmeier und Jürgen Pander beschreiben die Entwicklung und die wesentlichen technischen Details des Fahrzeugs. Sie stellen jedoch eigentlich nur das informative Beiwerk zu dem wunderschönen Bildband im großen Format dar.

117 Fotos zeigen den 918 an verschiedenen Orten. Das beginnt mit Abbildungen des Chassis im Porsche-Museum und mit Aufnahmen von der Produktion in Zuffenhausen. Besonders gelungen wird der Technologieträger in den Kontext der motorsportlichen Aktivitäten Porsches gestellt: So betrachtet man den 918 zusammen mit dem 956/007 auf dem Nürburgring, auf dem Stefan Bellof mit dem Gruppe C Renner einst die legendäre Zeit von 6:11,13 in den Asphalt brannte; man sieht, wie Walter Röhrl mit dem 918 über den Red Bull Ring in Spielberg fährt, und kann den 918 auf der Rennstrecke von Indianapolis mit dem 962 vergleichen. Und natürlich darf auch eine Präsentation des 918 auf der Rennstrecke von Le Mans nicht fehlen, wo Porsche nicht weniger als 16 Siege feiern konnte. Schließlich steuert Mark Webber als aktueller Porsche-Werksfahrer den 918 über den Rundkurs von Le Castellet, und der Leser bekommt die Möglichkeit, den Spyder auf der Fahrt über mehrere, landschaftlich höchst eindrucksvolle Schweizer Bergpässe zu verfolgen, wobei sich dieses Fahrzeug der Moderne in Gesellschaft eines viele Erinnerungen weckenden 906 befindet. Ein optisches Highlight der besonderen Art ist die illustrative Dokumentation einer Ausfahrt von sieben Porsche 918 über die Bergpässe der Dolomiten.

Dieser großartige Band mit den Fotos von Stefan Bogner verbindet die Faszination eines 887 PS starken Traumautos mit nicht weniger eindrucksvollen Impressionen begeisternder Rennstrecken und Landschaften. Die Fotos sind in der Motivgestaltung und der Reproduktion auf hochwertigem und haptisch ungewöhnlichem Papier dem hohen Anspruch dieses Buchs und des dargestellten Sportwagens angemessen.


Porsche 911: Das Sportwagenideal
Porsche 911: Das Sportwagenideal
von Serge Bellu
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Illustrierte Chronologie eines Klassikers, 24. Januar 2015
Chronologisch beschreibt Serge Bellu die Entwicklung des Porsche 911 vom ersten Typ 901 des Jahres 1963 bis zum Typ 991 RSR von 2014. Bemerkenswert sind dabei die bis zum neuen Targa und GT3 reichende Aktualität des Buchs und der Umstand, dass auch die Motorsporthistorie des Porsche 911 sowohl in den sehr knappen Texten als auch den gut reproduzierten 235 Fotos Berücksichtigung findet. Die Typen-Fotos stammen aus dem Werksarchiv, was angesichts der Qualität der offiziellen Porsche-Bilder kein Nachteil ist. Dieses attraktiv gestaltete Buch ist sicherlich weniger eine detaillierte technische Darstellung als ein informativer Katalog über 50 Jahre Porsche 911.


A History of East Tennessee Auto Racing: The Thrill of the Mountains
A History of East Tennessee Auto Racing: The Thrill of the Mountains
von David McGee
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,50

4.0 von 5 Sternen The Thrill of Speed in Tennessee, 27. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jeder NASCAR Fan kennt das legendäre Short Track Oval in Bristol, Tennessee, auf dem der Sprint Cup zweimal jährlich seine Galavorstellungen gibt. Wie viel mehr Motorsport aber im Osten Tennessees beheimatet ist, verdeutlicht dieses preiswerte Taschenbuch von David McGee, das einen durch die Geschichte der Oval-Rennen in diesem Teil der USA führt. Auf 224 Seiten erfährt der Leser von den Anfängen auf den Dirt Tracks in den 1910er und 1920er Jahren und von der Entwicklung bis in die Gegenwart. Nicht weniger als 43 Rundkurse stellt der Autor vor, nicht alle davon sind noch in Betrieb. In 28 Kapiteln findet man Details zu den Karrieren von Rennfahrern, die trotz ihrer beachtlichen regionalen Erfolge hier doch weitgehend unbekannt sein dürften: Jimmie Warden, Ed Harvey, Joe Lee Johnson, Herman "Turtle" Beam und Scott Bloomquist seien hier nur beispielhaft erwähnt. Zugleich erhält man einen lockeren Einblick in die große Vielfalt der Rennklassen und Rennstrecken innerhalb und unterhalb der Organisation von NASCAR. Das Buch ist mit 69 Schwarzweiß- und 28 Farbfotos ausreichend illustriert und stellt sich als reizvolle Ergänzung der Literatur über den Stock Car Sport dar.


HANS HEYER: RENNSPORT AM LIMIT
HANS HEYER: RENNSPORT AM LIMIT
von Michael Behrndt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Kart über die Tourenwagen und Sport-Prototypen bis zum Truck – eine einzigartige Karriere, 26. Dezember 2014
Hans Heyer ist zweifellos einer der vielseitigsten und farbigsten Rennfahrer, die der deutsche Motorsport je hervorgebracht hat. Es war deshalb an der Zeit, seine Biografie zu verfassen. Ein schöner Anlass für Robert Weber mit seinem neugegründeten Sportfahrer Verlag in Düren, sich dieses interessanten Themas anzunehmen.

Grundlage für die von den renommierten Autoren Michael Behrndt und Uwe Mahla verfassten Texte waren die ausführlichen Notizen, die sich Hans Heyer während seiner Laufbahn gemacht hatte. Aufbauend auf diesen detaillierten Aufzeichnungen beschreiben sie das Leben und die Karriere des Rennfahrers mit dem unverwechselbaren Hut Station für Station.

Sie beginnen nach einem Vorwort von Erich Zakowski mit der überaus erfolgreichen Karriere Heyers als Kart-Fahrer, gehen anschließend aber nicht streng chronologisch vor, sondern ordnen das Geschehen nach den Automobilmarken, für die Heyer gefahren ist, sei es in privaten oder in Werksmannschaften: BMW, AMG-Mercedes, Porsche, Zakspeed Ford, Lancia, Jaguar, Toyota. Allein diese Aufzählung macht deutlich, wie vielseitig Hans Heyer war. Mit den Fahrzeugen von Zakspeed, den legendären Escort und Capri, prägte er für mehrere Jahre die unvergessliche Deutsche Rennsport Meisterschaft, mit dem begeisternden Mercedes-Benz 300 SEL 6.3. - der so genannten "Roten Sau" - bestritt er zusammen mit Clemens Schickentanz 1971 die 24 Stunden von Spa für AMG, auf den Porsche 911 Carrera RSR trat er für die Teams von Kremer und Loos an. Stets in Erinnerung bleiben auch seine Einsätze für Lancia, sei es national oder international. Und wie er den spektakulären Unfall in einem Lancia Beta Montecarlo Turbo 1980 am Nürnberger Norisring heil überstehen konnte, bleibt den Zuschauern dieses Rennens bis heute ein Rätsel. Für den trickreichen Tom Walkinshaw bestritt er mit einem Jaguar XJR-6 Rennen der Gruppe C, was ihn nicht davon abhielt, hin und wieder in dieser verbrauchsorientierten Prototypen-Formel auch mit einem Porsche 956 anzutreten. Der Start des in Mönchengladbach geborenen Rennfahrers bei der Dakar-Rallye 1986 mit einem Truck von MAN wird ebenso dokumentiert wie sein Gastspiel im Renault 5 Cup 1982. Und auch der Fortsetzung des Motorsports in der Familie Heyer durch den Sohn Kenneth, der zur Freude des Vaters ebenfalls mitten in einer schon jetzt erfolgreichen Rennfahrer-Laufbahn steht, wird ein Kapitel gewidmet.

Das Buch beschränkt sich nicht auf die reine Rennsportlaufbahn Heyers, sondern berichtet auch ausführlich über sein parallel laufendes Berufsleben als erfolgreicher Unternehmer mit nicht weniger als sechs aus Familienbesitz hervorgegangenen Firmen der Bau-, Baustoff- und Immobilienbranche. Und Heyer erlaubt in diesem Band auch einen Blick in sein familiäres Privatleben und auf seine Kontakte zu den Fußballern von Borussia Mönchengladbach. Hoch interessant sind auch seine Ausführungen über ein gutes Dutzend Teamchefs, für die er im Laufe seiner Karriere tätig war.

Die große Stärke dieses beeindruckenden Buchs liegt in einer extrem hohen Authentizität, die schon allein durch die Wiedergabe von Heyers Original-Notizen gewährleistet ist. Unzählige Anekdoten und Hintergrundgeschichten führen den Leser ganz nah und unverfälscht an das Motorsportgeschehen mehrerer Jahrzehnte heran. Einige Wegbegleiter wie Hans-Joachim Stuck, Hans-Werner Aufrecht und Erich Zakowski äußern sich über Hans Heyer und runden das Bild eines ungewöhnlichen und höchst geradlinigen Charakters ab. Den Abschluss des Buchs bildet eine ausführliche Ergebnisliste.

Der Band ist mit über 400 Fotografien reichhaltig und hervorragend illustriert. Die zum Teil großformatigen Fotos stammen überwiegend aus dem gigantischen Archiv von Ferdi Kräling, was eine Garantie für beste Qualität ist. Aber auch Hans Heyer hat aus seinem Privatarchiv viele Bilder beigesteuert, so dass nicht nur die textliche sondern auch die illustrative Gestaltung dieses bestens verarbeiteten Buchs ziemlich einzigartig ist. Der Sportfahrer Verlag setzt mit diesem Erstlingswerk ein deutliches Ausrufungszeichen auf dem hart umkämpften Markt der Motorsportliteratur, und das auch noch zu einem „Kampfpreis“ im wahrsten Sinne des Wortes.


Links+Rechts der Autobahn 2015: Der Autobahn-Guide
Links+Rechts der Autobahn 2015: Der Autobahn-Guide
von Ali Aksoy
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hilfreiche Informationen für den Autobahn-Reisenden, 25. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Seit 54 Jahren gibt es nun schon dieses handliche Kompendium über Quartiere an der Autobahn. Wer hat nicht schon einmal auf einer Reise oder einem Ausflug kurzentschlossen eine Unterkunft in der Nähe der Autobahn gesucht? Diese 468 Seiten umfangreiche Broschüre hilft. Alle deutschen Autobahnen sind erfasst, unzählige Hotels, Gaststätten und Pensionen sowie auch die Tankstellen findet man mühelos heraus; die wesentlichen Daten der jeweiligen Unterkünfte dürften einen zumeist zu einer Unterkunft führen, die den eigenen Vorstellungen entspricht. Neben Deutschland dient der Band auch als Wegweiser in 24 europäischen Ländern. Hinzu kommen knappe touristische Informationen. Das Kartenmaterial ist hilfreich, insbesondere auch die schematisierten Übersichtskarten mit sämtlichen Bezeichnungen der Autobahn-Abfahrten.Wenige Quartiere sind sogar auf kleinen Fotos abgebildet; insoweit wäre eine Ausweitung des Bildmaterials nicht schlecht, würde aber wahrscheinlich den Rahmen dieses Autobahn-Guides sprengen.


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