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Rezensionen verfasst von
Andreas Meissner "antek55" (Kandern)
(REAL NAME)   

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Geist Gottes: Ein Buch über Heiligkeit, Kraft und Gottes Gegenwart
Geist Gottes: Ein Buch über Heiligkeit, Kraft und Gottes Gegenwart
von Leo Bigger
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gottes Geist im Alltag - einfach spannend!, 18. März 2015
Wenn ein Mann, der nicht nur eine Kirche (ICF) gegründet hat, sondern auch eine ganze Bewegung anführt, ein Buch über den Heiligen Geist schreibt - dann ist man gespannt, welcher Geistes-Richtung er sich anschließt, deren es ja so viele im breiten christlichen Spektrum gibt.

Leo Bigger schafft es - mit seinem Ghostwriter Nicu Bachmann - ein ausgeglichenes Buch zum Thema, nein zur Person des Heiligen Geistes zu erarbeiten. Er benutzt als Erklärungsmotiv die sprichwörtliche biblische Taube.

Obwohl es im Inhaltsverzeichnis um acht Eigenschaften des Heiligen Geistes geht, habe ich den Eindruck, dass sich Bigger dann doch an zwei Seilen durchs Thema bewegt: Einmal schreibt er über die neun Gaben des Geistes (1. Kor. 12) und zum anderen über die neun Früchte des Geistes (Gal. 5), die dieser in jedem Gläubigen hervorbringen möchte.

Beim Lesen erkenne ich viel Bekanntes aus der Bibel. Aber dazu kommen die Erlebnisse von Leo und Susanna Bigger, die oft umrahmend die jeweiligen Botschaften illustrieren. Und - ehrlich gesagt - das macht dieses Buch so lesenswert: Biblische Wahrheiten werden wie festzementiert durch praktische Erfahrungen aus dem Alltag eines turbulenten Lebens. Da wird nichts beschönigt. Da erzählt der Autor auch von Versagen, Enttäuschungen, schweren Zeiten. Aber auch vom übernatürlichen Eingreifen des allmächtigen Gottes und dem Fürsprecher und Tröster. Mehr als einmal wurden mir die Augen feucht beim Lesen - wenn das nicht ein Qualitätsmerkmal für dieses Buch ist!

Spannend und hilfreich sind die jeweiligen praktischen Exkursionen in die Tiefe des jeweiligen Stichwortes. Zum Beispiel, wozu prophetische Rede auch heute noch dient und wie ermutigt Menschen werden, wenn ihnen "wieder die Krone aufgesetzt wird".

Das Magazinformat ist beim Lesen nicht immer leicht zu handeln, bietet aber für die grafische Gestaltung sehr originelle und abwechslungsreiche Möglichkeiten, die Texte aufzulockern. Die Gestaltung passt, wie ich finde, zum Autor.

Zum Schluss: Ich habe mir viele Geschichten und Merksätze beim Lesen angestrichen und werde die Lektüre sicher wiederholen. (Was ich von manch anderen Büchern nicht so sagen kann...:-))


Bedingungslos geliebt: Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater
Bedingungslos geliebt: Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater
von Timothy Keller
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Verloren? - Aber der Vater wartet..., 15. März 2015
So ein Buchtitel macht neugierig: Gibt es sie - die bedingungslose Liebe?
Der Untertitel (Von zwei verlorenen Söhnen und einem liebenden Vater) machte dann auch klar, dass es um die altbekannte biblische Erzählung geht, die allgemein die Geschichte "vom verlorenen Sohn" genannt wird.

Und dazu sollte noch ein neues Buch auf den Markt kommen und auch lesbar sein? Mit dieser Erwartung begann ich das neue Werk von Timothy Keller zu lesen.

Und hatte - ehrlich gesagt - etwas Mühe, in seinen Schreibstil hineinzukommen. Aber das lag wohl an meinen Vorstellungen des Themas. Und wie anders der Autor da heran ging...

Nur gut, dass ich dann am Lesen dran geblieben bin - denn die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Söhnen und wie der Vater im Gleichnis mit ihnen umgegangen ist, das wurde immer spannender (obwohl ich wohl schon gefühlt `zig Predigten zu diesem Thema gehört habe). Noch spannender wurde es, wenn der US-amerikanische Pastor dieses Gleichnis auf das Verhältnis von Gott, dem Vater zu einzelnen Menschen anwandte.

Irgendwie gehören wir wohl alle zu einer Sorte der Menschen, die kein wirklich gutes Verhältnis zu Gott festhalten konnten: Entweder zeigt sich das in offener Abkehr von ihm und einem selbstbestimmten Lebensweg - oder wir meinen durch eigene Anstrengungen und Einhaltung von religiösen Regeln das Wohlgefallen Gottes zu erarbeiten.

Dabei geht es Gott immer um Freiwilligkeit. Um Gnade. Um in die Tiefe gehenden Frieden und Absättigung unserer menschlichen Bedürfnisse.

Der Autor schafft es, die wirklichen Absichten des himmlischen Vaters aufzuzeigen und Wege aufzuzeigen, wie wir - nicht nur theoretisch - weit näher an ihn herankommen können, als wir bisher geglaubt haben.
So ging es mir jedenfalls beim Lesen. Die Themen, dass die Menschheit auf der Suche nach einem wirklichen Zuhause ist und dass das Festmahl des Vaters mit Liebe vorbereitet ist, die werde ich sicher noch einmal lesen.

Alles in allem ein echt zu empfehlendes Buch, was meine Sichtweise über Gottes Vaterliebe noch einmal vertieft hat.


Gott? Gefällt mir!: Gebete 2.0
Gott? Gefällt mir!: Gebete 2.0
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Hilfreiche Texte cool gestylt, 11. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Gott? Gefällt mir!: Gebete 2.0 (Broschiert)
Dieses kleine Buch ist interessant, nicht nur wegen seiner Entstehungsgeschichte - das per Internet entstanden ist.
Die Facebook-Seite “Ein Gebet” hatte ihre 12.000 Fans eingeladen, ein gemeinsames Gebetsbuch zu entwickeln.
Alle Interessierten konnten die Themen der Buchkapitel, die Formulierungen der Titel, Innen- und Außengestaltung mit bestimmen und eigene Texte bereitstellen.
Im Buch schreiben ganz verschiedene Menschen über ihren Glauben, ihre erwartete Hilfen von “oben”, aber auch über offene Fragen.
Und jeder Text ist anders, je nach Schreiber.
Beim ersten Durchblättern blieb ich an manchen Texten hängen. Und einige werde ich immer wieder lesen.
Die coole Aufmachung und Gestaltung sind sehr ansprechend gemacht.
Ein Andachts-, Mitbet- und Medidationsbüchlein, welches sich lohnt, im Haus zu haben...


Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist: Wahre Heilungsgeschichten
Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist: Wahre Heilungsgeschichten
von Thomas Penzel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunder gibt es heute noch!, 26. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer nicht an Wunder glaubt...
…ist kein Realist.

Mir gefällt dieser kernige Ausspruch, der David Ben-Gurion zugeschrieben wird, dem ersten Premierminister des neu gegründeten Staates Israel.

Unter diesem Titel hat Thomas Penzel als Herausgeber ein Buch kreiert, welches 30 verschiedene Berichte über Krankenheilungen beinhaltet. Nein, nicht im vorigen Jahrhundert. Nein – auch keine Storys aus Amerika, weit weg von unserem Alltag. Sondern erst vor kurzem passiert, ganz in der Nachbarschaft.

Wunder im Alltag
Wunder kennen wir Christen aus der Bibel. In alten Zeiten. Etwa bei Mose, wie sich das Rote Meer teilt. Oder bei Josua, bei denen damals die dicken Mauern der Stadt Jericho einfielen. Weil Gott übernatürlich eingriff.

Die Bibel ist voller Wundererzählungen. Aber was ist mit unserer Zeit? Ist es derselbe Wunder-Gott, der uns auch heute noch überraschen kann?

Im vorliegenden Buch wird genau darüber berichtet, wie der Allmächtige unsere Grenzen überwindet, sich erbitten lässt, Überraschungen erleben lässt.

Dranbleiben
Im Buch erzählen Menschen in unterschiedlichen Krankheitssituationen, wie Gott eingreift, bzw. wie sie für Andere gebetet haben – und das Unmögliche geschieht.

Da ist der junge Mann, von dem keiner weiter wusste, dass am nächsten Tag seine Hand amputiert werden sollte, aber durch ein Gebet auf der Strasse wurde er geheilt und vor dem Verlust bewahrt.

Ein ehemaliger Offizier der NVA war an einer chronischen Leukämie erkrankt. Während einer Veranstaltung liess er für sich und seine Gene beten – und tatsächlich, nach einiger Zeit bestätigte der Arzt, dass keine Krebszellen mehr im Blut seien.

Und manchmal geschahen sie eben auch nicht, diese spontanen, sichtbaren Heilungen. Dann mussten die Beter bzw. die Kranken einfach “dranbleiben”: Am Beten. Am Glauben. An Gott. Und erlebten später diese Wunder – äußerlich oder innerlich.

Prinzipien
Zwischen den echt berührenden Erzählungen schafft es der Herausgeber, durch eingestreute Impulse grundsätzliche Prinzipien der Bibel klar herauszuarbeiten. Solche Fragen: “Werden immer solche Gebete für Kranke erhört?” Oder auch: “Hängt die Heilung von meinem Glauben ab? Oder von dem des Beters?”

Und sollte der Geheilte doch noch zum Arzt gehen? Geht es hier um Glauben versus Schulmedizin?

Mut machen
Mir haben die Erlebnisse aus dem realen Alltag Mut gemacht, am Thema weiter dran zu bleiben. Nicht “aufzugeben”, wenn Gott nicht nach meinen verkürzten Vorstellungen handelt. Das Leben mit Jesus ist selten auf eine “Formel” zu bringen: Wenn ich so und so bete, dann tut Gott dies oder das. Man kann Gott nicht in eine Box sperren.

Aber die Geschichten haben wieder neue Begeisterung geweckt, Gott viel mehr als bisher zuzutrauen. Und auch meine Theologie zu überprüfen, denn Krankheit kommt nicht von Gott.

Und da ist da noch der Auftrag, den Jesus seinen Jüngern, also auch uns, gab, nicht nur Menschen zu Jüngern zu machen, sondern auch zu heilen und vieles andere…

Ein spannendes Buch über einen spannenden Gott. Echt zu empfehlen!


Der uralte Gebetskämpfer: Erzählt von Sadhu Sundar Singh
Der uralte Gebetskämpfer: Erzählt von Sadhu Sundar Singh
von Bernhard Koch
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast unglaublich, aber spannend, mit/für Gott zu leben, 17. April 2014
Wir bekamen dieses Buch kürzlich von Freunden geschenkt. Vorab: Es ist relativ schnell durchgelesen (knapp 100 Seiten).

Und zeigt eine geistliche Welt auf, die im Allgemeinen nicht im Focus unseres Christenlebens steht.
Bernhard Koch als Herausgeber greift die Erzählung von Sadhu Sundar Singh, einer der einflussreichsten indischen Christen des 20. Jahrhunderts über eine faszinierende Gestalt - den Maharischi vom Kailas - der als Einsiedler in den Bergen und Höhlen des Himalaja lebt.

Singh erzählt, wie er diesen uralten Mann fast zufällig im Gebirge findet. Es entsteht eine längere Unterhaltung, in der der Maharischi (=grosser indischer Weiser) aus seinem sehr, sehr langen Leben erzählt. Wie er in einer moslemischen Familie in Ägypten aufwuchs, später immer auf der Suche nach dem Frieden für seine Seele war und durch einen christlichen Missionar sein Seelenheil in Jesus fand.

Später zog er sich mehr und mehr von der Welt zurück, um als Einsiedler Gott zu dienen und in der Fürbitte für Menschen, Regionen und Länder einzustehen. Da er im Lauf der Jahre körperlich immer hinfälliger wurde, bekam er die Fähigkeit "im Geiste" andere Stätten aufzusuchen, um danach konkret für deren Anforderungen vor Gott einzustehen. Er ist ein Gebetskämpfer für die weltweite Gemeinde Christi.

Darüber hinaus erlebt er - für uns aufgeklärte Mitteleuropäer fast unglaublich - spezielle Begegnungen mit und in der Himmelswelt. Sicher begegnen wir heutzutage kaum Menschen, die ihr ganzes Leben total Gott weihen und mit ihm so eng verbunden leben, dass ihnen die eigenen irdischen Interessen immer belangloser werden.

Dieser alte Maharischi vom Kailas erzählt Begegnungen mit Engeln, Gott, Jesus und Austausch über viele interessante theologische Fragen.

Auch wenn der Leser nicht alles nachvollziehen kann, was da berichtet wird, weitet die Erzählung über diesen Weisen doch erheblich unseren geistlichen Horizont, zumal die Art der göttlichen Begegnungen auch schon bei biblischen Gestalten berichtet wird (im Buch gibt es immer auch die Verweise auf die entsprechenden Bibelstellen).

Ein ungewöhnliches, aber spannendes Buch über ein ungewöhnliches Thema!


Löwenherz: Ein Buch über Mut, Entschlossenheit und Stärke
Löwenherz: Ein Buch über Mut, Entschlossenheit und Stärke
von Leo Bigger
  Broschiert

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inspirierend und mutmachend, 25. Mai 2013
Leo Bigger – Senior Pastor von ICF Zürich und von ICF Movement mit 37 Locations in sieben Ländern – hat wieder ein neues Buch geschrieben. Und Nicu Bachmann war ihm als Ghostwriter behilflich.

Es ist ein “buntes” Buch. Grossformatiger als gewöhnlich. Durch viele Fotos, Grafiken, Zeichnungen, Einschübe aufgelockert. Und es macht Spass, die einzelnen Botschaften auf den Seiten zu entdecken.

Zum Inhalt: Leo Bigger arbeitet die Parallelen zwischen den Eigenschaften von Löwen und Christen heraus. Er schreibt über Jesus, der in der Bibel ebenfalls als Löwe bezeichnet wird. Und so entwickelt der Schweizer Pastor, Ehemann und Vater viele anregende, inspirierende Gedanken und Themen, um mit dem Leser in verschiedenen Lebensbereichen weiter zu kommen.

Er beschäftigt sich mit der eigenen Identität, die uns oft verloren gegangen ist. Er schreibt über die Einzigartigkeit jedes Menschen. Oder das von Gott mitgegebene Potenzial nutzen zu lernen. Bigger macht sich auch Gedanken darüber, aus Fehlern zu lernen. Oder auch, wie wichtig authentisches Leben ist. Und wie wohltuend und erfrischend im Alltag es sein kann, dem Gegenüber Ehre und Respekt zu erweisen.

Wer den Autor bisher nicht kannte – in diesem Buch lernt er Einiges aus dessen bisherigen Leben kennen. Ob es Kindheitserlebnisse sind, Erfahrungen als junger Mann, wichtige Stationen als (Ehe)Mann und Christ – Bigger versteht es, den Leser in seine Gedankenwelt und Überzeugungen mit hineinzunehmen. Und dabei geht er ziemlich schonungslos auch mit eigenen Fehlern und Versagen um. Hut ab!

Die 160 grossformatigen Seiten enthalten eine Fülle Zitaten, biblische Vergleiche, Anregungen, Geschichten aus dem Leben anderer Zeitgenossen und interessante grafische Umsetzung der Hauptgedanken. Allerdings war das Format für mich etwas unhandlich, was aber durch die Vielfalt der Gestaltung wieder wett gemacht wurde.

Ein Buch, welches Mut macht, sich selbst und Andere wieder neu aus der Sicht des Schöpfers anzuschauen, einen authentischen Lebensstil zu suchen und/oder zu pflegen, auf neue Entdeckungsreise zu gehen, was Gott noch alles als Überraschungen im (Glaubens-)Leben bereithält. Und es weckt Löwen-Eigenschaften im Leser, wenn dieser es zulässt…


Ich mache dir eine Tür auf: Unterwegs zu den Quellen Gottes. Mein Jahr in der Bethel Church in Redding (Kalifornien).
Ich mache dir eine Tür auf: Unterwegs zu den Quellen Gottes. Mein Jahr in der Bethel Church in Redding (Kalifornien).
von Heidi Gneiting
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Studienreise nach Redding, 11. Mai 2013
Kürzlich sah ich es bei einer Konferenz auf einem Büchertisch von Gloryworld-Medien, das neue Buch von Heidi Gneiting “Ich mache dir eine Tür auf”.

Ein runder Button auf dem Titelbild machte mich dann neugierig: Dort hiess es: “Mein Jahr in der Bethel Church in Redding (Kalifornien)”. Heidi Gneiting hatte zusammen mit ihrem Mann die Möglichkeit, zehn Monate von Deutschland in die USA zu gehen, um die BSSM (“Bethel School of Supernatural Ministry”) in diesem Zeitraum zu absolvieren.

Und genau darüber, wie sie als Deutsche im amerikanischen Kulturkreis eine neue Art, christlichen Glauben zu leben und zu erleben lernt – darüber schreibt sie dieses interessante, spannende und herausfordernde Buch.

Bezeichnend sind die Schwierigkeiten, der ein ausländischer Student an einer (nur) englischsprachigen Schule ausgesetzt ist: Verständnisfragen und Sich-Zurechtfinden im Alltag, Hausaufgaben bis in die Nacht hinein, Wohnung finden und die multikulturellen Herausforderungen durch die Mitstudenten. Wobei alle diese Segmente andererseits auch eine grosse Bereicherung darstellen.

Aber am eindrücklichsten ist für die Autorin der praktizierte christliche Lebensstil, der sowohl in der Bethel-Church als auch in ihrer Schule erlebbar war und ist. Sie nennen es das “Gesetz der Ehre”- und leben es auch. Diese gegenseitige Wertschätzung und Ermutigung. Unter den Studenten, gegenüber den Lehrern und Gästen…

Die Autorin schildert auch ungefärbt die Schwierigkeiten, mit denen sie viel und oft zu tun hatten. Sie nennt das “die Riesen” – aber erzählt auch, wie Gott ihnen zur rechten Zeit zur Hilfe kam, Lösungen schickte.

Immer wieder nimmt sie die Leser in ihren Schulalltag hinein, den erlebten Wundern und Heilungen, den kreativen Elementen von Anbetungsformen, die Art, wie die Healing Rooms Neues bewirken und sie selber immer wieder von diesem Dienst angezogen wird.

Spannend auch ihre Erzählung, wenn sie mit einer grösseren Gruppe einen Wochen-Missionseinsatz in Mexiko durchführen – auch das gehört zur Ausbildung und zum Erfahrungsschatz, den sie wieder nach Deutschland zurücknimmt. Ja – das ist eigentlich das Mutmachende am Buch: Das Konzept aus Kalifornien ist auch im heimischen Umfeld lebbar. Weil derselbe Gott präsent ist und weiter Grosses wirkt. Eben auch, weil er auch immer wieder eine Tür aufmacht…

Wer sich für einen christlichen Lebensstil interessiert, der neue Erfahrungen mit Gott beinhaltet, sollte dieses mutmachende Buch lesen und verinnerlichen. Reich Gottes äussert sich nicht (nur) in bekannten Formen und Strukturen, sondern im spannenden und überraschenden Wirken des Heiligen Geistes.


Vater-Sehnsucht
Vater-Sehnsucht
von Michael Stahl
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,00

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sag mal wieder: "Ich liebe dich!", 3. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Vater-Sehnsucht (Taschenbuch)
Es ist ein kleines, handliches Buch. Und liest sich gut. Ich hatte es in kurzer Zeit durchgelesen.

Michael Stahl, selbst Vater zweier Kinder, schreibt über ein sehr aktuelles Thema. Aus persönlichem Erleben weiß er, wie man sich fühlt, wenn der eigene Vater sein Kind bewußt verletzt, ablehnt oder Schmerzen zufügt. Diese schlimmen Erfahrungen gingen Jahre mit ihm mit, bis es zu einer Aussprache und zu einem ganz neuen Verhältnis der Generationen kam. In den Zeiten des Nicht-Verstehens, der Schmerzen und der Ohnmacht hätte er sich nicht vorstellen können, dass sein Vater und er einmal richtige Freunde werden würden.

Aber Stahl weiß auch von der anderen Rolle zu berichten, selbst Vater zu sein. Und bei allem guten Wollen gibt es Versagen, Ängste, Vernachlässigungen. Irgendwie kommt er an seinen Sohn nicht wirklich heran. Bis es ihm über den Weg der Versöhnung gelingt, das Herz seines Sohnes wieder zu bekommen.

Später unternimmt Stahl vieler Bemühungen, auch anderen Menschen seine eigene Geschichte zu erzählen. Dazu aufzufordern, den Weg der Versöhnung zu beschreiten, Vergebung zuzulassen. Immer wieder fordert er seine Zuhörer in Schulen, Gefängnissen, Heimen und Gemeinden auf, endlich mal wieder diese verändernden Worte zum Vater (und zur Mutter) zu sagen: "Ich liebe dich von ganzem Herzen!"
Und erlebt dabei echte Wunder. Wie Kinder neu auf ihre Eltern zugehen, Eltern sich neu den Kindern zuwenden. Tränen fliessen. Ein Neuanfang gemacht wird.

Mich als Leser haben die - echten - Geschichten aus dem Leben stark berührt. Das Buch motiviert, die eigene Motivation, ob als Kind, ob als Vater, neu zu hinterfragen. Und immer wieder gelingende Beziehungen zu pflegen, denn unzählige Menschen leiden in der heutigen Gesellschaft eben daran, dass es diese Vaterbeziehungen oft nicht gibt.

Natürlich erzählt der Autor auch vom Vater im Himmel und seiner Sehnsucht nach Beziehungen zu menschlichen Söhnen und Töchtern.

Überhaupt ist der christliche Glaube die Basis seines Lebens geworden - und das will Michael Stahl auch möglichst vielen Menschen weitergeben - das, was ihm selbst Kraft und Frieden gebracht hat. Dem Buch merkt man diesen missionarischen Zug und den werbenden Erzählstil auch an, was Stahl im Leben am Herzen liegt.

Der Autor war ein bekannter Bodyguard und ist jetzt als Fachlehrer für Selbstverteidigung und Gewaltpräventionsberater tätig.


Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen
Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen
von Joachim Gauck
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Freiheit - sein Lebensthema, 2. Mai 2013
Eigentlich hatte ich erwartet, dass sich das Buch eines Theologen schwieriger liest. Aber nach kurzer Zeit hat mich der Erzählerstil, die pointierte Schreibweise und die speziellen Themen dermassen gepackt, dass ich es in einem Rutsch durchlesen musste...

Die genauen Kindsheitserinnerungen erstaunen, lassen sich aber wohl erklären durch Familie und Zeitgenossen, wie er auf Seite 346 bei "Dank" erwähnt. Das macht das Lesen interessant und gibt Einblicke in seine mecklenburgische Herkunft, über seine ganzen Wurzeln.

Wenn vom Vater und dessen Verschleppung in einen sowjetischen Gulag die Rede ist, versteht man auch mehr und mehr die kritische Haltung der ganzen Familie zur sozialialistischen DDR. Und ihre Konsequenz, solange der Mann und Vater nicht aus der Gefangenschaft zurück ist, diesem Staat nicht blind zu folgen. Das hatte natürlich Konsequenzen.

Als einer, der ebenfalls durch den sozialistischen Alltag als Kind geprägt und wie Gaucks Kinder Außenseiter war, weil weder Pionier- noch FDJ-Mitglied, konnte ich diese Schilderungen sehr gut nachempfinden. Mehr noch, sie brachten alte Erinnerungen an den Unrechtsstaat hoch...
Gauck schildert die verschiedenen Lebensabschnitte gut nachvollziehbar. Einen großen Augenmerk richtet er auf die dialektische Auseinandersetzung ethischer und politischer Fragen, die dem Leser gut erklären, wie der Alltag im real existierenden Sozialimus funktionierte.

Seine spätere theologische Ausbildung, erste Wirkungsstätten, Familiengründung und das Kommen der vier Kinder, all das kann man buchstäblich mit-erleben.

Und auch der innere und äussere Kampf mit einem System, dem er immer - auf seine Weise, aber deutlich erkennbar - Widerstand geleistet hat. Man geht als Leser förmlich jeden Schritt, besonders im Jahr 1989, dem Jahr der Wende, mit. Und freut sich, dass endlich die langersehnte Freiheit - ein Lebensthema von Gauck - Einzug hält. Anders, als gedacht, aber sie kommt.

Natürlich hat im letzten Drittel auch die "Gauckbehörde", die ja mit ihm ihren Anfang nahm, ihren Platz. Wie er die Herausforderungen des Anfangs, den schwierigen Umgang mit Täter und Opfern schildert und selber seine neue Aufgabe findet, ist faszinierend geschildert und philosophisch-intellektuell untermauert. Spannend zu lesen!

Für mich ein Nachteil: Der Zerbruch seiner Ehe wird nicht erhellend genug geschildert - da bleibt die Persönlichkeit des Autors weitgehendst im Dunkeln.

Das Buch ist besonders wertvoll für die "Nachwendegeneration" und auch für "Wessis", um die Strukturen, Denkweisen und Mechanismen des ostdeutschen Staates, der sich DDR nannte, zu begreifen oder nachzuvollziehen. Dies ist Gauck vollumfänglich gelungen.

Ein Buch, das sich zu lesen lohnt!


Der Junge, der aus dem Himmel zurückkehrte: Eine wahre Geschichte.
Der Junge, der aus dem Himmel zurückkehrte: Eine wahre Geschichte.
von Kevin Malarkey
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Leben zwischen zwei Welten, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn man ein Buch mit so einem Titel kauft, muss man auf Einiges gefasst sein. Und das bekommt man dann auch…

Nach einem tragischen Unfall, bei dem der Vater von Alex weitgehendst bewahrt bleibt, muss die ganze Familie (das jüngste von vier Kindern war gerade zwei Tage alt), schwere Monate durchleben, denn Ales ist schwer verletzt und liegt im Koma.

Der Vater, der aus seiner Sicht die Geschehnisse schildert, muss sich mit Selbstvorwürfen herumschlagen. Zwar hilft ihm sein christlicher Glaube und die unwahrscheinliche Hilfsbereitschaft seiner Kirche, aber mit der Schuldfrage muss er alleine fertig werden.

Sehr detailliert wird die grosse Belastung, die die ganze Familie erfasst, geschildert. Wie geht man mit diesem Dauerstress um? Auch dann, wenn die Ehe bröckelt, weil die Kraft einfach fehlt, den Partner durchzutragen? Diese Emotionen werden sehr ehrlich aufgezeigt.

Kevin Malarkey erlebt einerseits tiefes Leid, andererseits auch die Solidargemeinschaft vieler Christen. Nicht nur im direkten Umfeld, sondern weltweit. Was im Buch an Anteilnahme und praktischer Hilfe geschildert wird, und wie Riesensummen, die die Familie natürlich schuldenmässig stark belasten, durch Gottes Ideen abgezahlt werden, ist allein das Buch Wert.

Aber dann beginnt Alex aus dem Koma zu erwachen. Schrittweise kann er sich, erst durch Zeichen, dann durch andere Artikulationen verständlich machen. Was die Familie dann nach und nach erfährt, ist erstaunlich: Alex berichtet, dass er zwischenzeitlich im Himmel war. Von dort aus konnte er nach dem Unfall die Geschehnisse verfolgen, hat aber gleichzeitig grossartige Erlebnisse mit Engeln, Jesus, dem Tempel Gottes und vielem mehr.

Parallel dazu erleben Menschen im Umfeld der Familie auch übernatürliche Dinge, werden ermutigt durch das Schicksal der Familie Malarkey. Selbst der skeptische Vater hat dann “seine” Engelsbegegnung…

Tiefe Gefühle, schicksalhafte Fragen, Grenzbereiche von Not und Tod – aber auch ermutigende Erlebnisse nehmen den Leser mit ins dramatische Geschehen. Und gut nachvollziehbar erlebt man den – für diese Familie – normalen Wechsel zwischen dem Leben hier und den Jenseits, was für Alex oft schwer zu beschreiben, aber völlig reales Erleben war.

Ein Kritikpunkt würde ich allerdings noch anfügen: Es hätte nicht des (zusätzlichen) missionarischen Eifers des Autors gebraucht, die Leser zu agitieren – seine/ihre Lebensgeschichte und das einfache Zeugnis hätte allzumal ausgereicht, das grossartige Handeln Gottes zu transferieren. Nun ja, es ist sein erstes Buch, vielleicht ändert sich das beim nächsten…:-)


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