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Rezensionen verfasst von
Nastro_Adhesivo

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Rock'n'roll Party (Honoring Les Paul)
Rock'n'roll Party (Honoring Les Paul)
Preis: EUR 8,99

5 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig bis zum Abwinken, 28. März 2011
Zu Lebzeiten hat sich Jeff Beck nicht gemeinsam mit Les Paul auf die Bühne getraut, wohlahnend, daß er nur neben anderen Popmusikern wie SRV oder E.Clapton bestehen kann, aber nicht neben der Musikalität und Persönlichkeit eines Les Paul.
Nun rattert er die Nummern des verstorbenen Meisters runter, ohne ihnen etwas Neues oder Originelles abzugewinnen, bunt umkränzt mit alten Rockabilly - Nummern aus der Mottenkiste und obendrein noch die Anfängerübungsnummer "Apache", das jeder E-Gitarrenneuling nach einiger Zeit mit stolzgeschwellter Brust vortragen kann.
Der einzige Musiker, der "Apache" nach Hank Marvin verzaubern konnte, war Danny Gatton auf seinem Live - Album, das kurz vor seinem Tode eingespielt wurde; bei ihm klingt es böse, aggressiv.
Aber um Danny Gatton hat Jeff B. auch immer einen Bogen gemacht, er wußte weshalb, Gatton hätte ihn nicht einmal zu sich auf die Bühne gelassen...

So ändert der jahrzehntelang von tausenden von Fans vergötterte Jeff als Abklatschepigone; niemals hat er sich an den Jazz getraut, niemals kongeniale Musiker neben sich gehabt, an denen er sich wirklich mal hätte messen lassen müssen.

Mal sehen, womit er die Menschheit demnächst beglückt, vermutlich mit "Tom Dooley"....
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 19, 2012 3:35 PM CET


Les Paul - Chasing Sound: The Les Paul Story
Les Paul - Chasing Sound: The Les Paul Story
DVD ~ Les Paul
Preis: EUR 14,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hinreißender Film über einen der interessantesten Musiker des vergangenen Jahrhunderts, 19. Februar 2011
Dieser Film steht in einem äußerst preiswerten Preis-/Leistungsverhältnis.
Zuerst werden einem ca. 120 Minuten Rückblick auf Les Paul`'s Leben geboten, immer wieder unterbrochen von Interviews mit dem alten Herrn, als er neunzig Jahre alt war und von Auftritten im Iridium - Club, wo er mit vielen Veteranen, u.a. mit Tommy Emmanuel auftritt, aber auch mit jungen Musikern, die seine Enkel sein könnten.
Als Bonus gibt es einige Musikfilme aus der "Listerine-Werbung", wo er gemeinsam mit Mary Ford seine bekanntesten Hits spielt.
Über den Einblick in ein langes Leben eines der einflußreichsten und technisch versiertesten Gitarristen, der mit der Entwicklung der Solid-Body-Gitarre und der "Erfindung" des Multitrackverfahrens Musikgeschichte geschrieben hat, kommt der aufmerksame Zuschauer zu weiteren Erkenntnissen:

weshalb gibt es so viele gute Musiker, von denen doch nur ein Bruchteil berühmt wird? Man muß dem Publikum eben etwas bieten, was einen aus der Konkurrenz heraushebt. Bei Les Paul war das zum einen der vorher nie dagewesene Sound, aber ebenso die kongeniale Zusammenarbeit mit seiner Frau, Mary Ford.
Les erzählt, daß er einmal von Miles Davis gefragt wurde, wie man populär wird und Les hat ihm geantwortet, daß man eben die Musik spielen müsse, die das Publikum hören möchte!
Mit Mary Ford hat er ein breites Publikum angesprochen, ihre Lieder waren jeder Altersstufe zugänglich, während Les mit seinen Gitarrentracks die Brücke sowohl den "Allerweltskonsumenten" als auch zum Jazz- und Gitarrenfreund schlug.
Ihre Schallplatten haben sich ca. 20 millionenmal verkauft.

Ein harter Knochen war er auch, als bei einem Autounfall mit Anfang dreißig sein rechter Arm in großer Gefahr war (die Ärzte waren drauf und dran ihn zu amputieren) ließ Les den doch geretteten, aber künftig steifen Arm von den Ärzten so fixieren, daß er künftig weiterhin Gitarre spielen könne. Das hat sichtlich funktioniert!

Lustig auch die Stelle, als Jeff Beck, ca. 25 Jahre jünger und zehn Jahre älter aussehen als der ewig gut aufgelegte Les Paul, gesteht, daß er mehr Licks von Les gestohlen hat als er jemals zugeben möchte.

An Les ist wohl kein Gitarrist mit E-Gitarre wirklich vorbeigekommen.
In den siebziger Jahren sind zwei Alben entstanden, die der Meister gemeinsam mit Chet Atkins eingespielt hat, ein unglaublicher Genuߎ, die beiden zusammen zu hören.
Chet war auch eine Legende, aber wenn man die beiden vergleicht, spürt man, daß er immer eine Nummer zu brav war, ihm hat so das gewisse Etwas gefehlt, was Les ausgezeichnet hat.

Wie auch immer, man kaufe sich diese phantastische DVD, da gibt es für jeden genug zu entdecken, aus welchem Blickwinkel auch immer.


Play
Play
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 36,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Lauf der Welt..., 9. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Play (Audio CD)
So ist das, da hat die Welt einen Gitarristen aufzuweisen, der über so ein unglaubliches Rhythmusgefühl verfügt, so unerwartete harmonische Wendungen spielt und über all dem auch wirklich etwas zu sagen hat, also mit seinem Instrument Geschichten erzählen kann, was so vielen Fricklern ihr Leben lang verwehrt bleibt; ein dänischer Charlie Byrd, nur auf der Telecaster und?
Niemand kennt ihn, die Welt hört nicht zu.
So ist das eben.


Anthology
Anthology
Wird angeboten von musikdrehscheibe
Preis: EUR 20,67

1 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gott erbarm, 28. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Anthology (Audio CD)
Wozu mußte man sich eigentlich diese Platten kaufen, man hätte den daraus zu erzielenden Effekt auch billiger haben können:

immer schön regelmäßig mit dem Kopf gegen eine Betonmauer schlagen und anschließend unterm Schneidbrenner abkühlen.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 25, 2014 10:04 AM MEST


Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs]
Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs]
DVD ~ Brian Large
Wird angeboten von medienprofi
Preis: EUR 35,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Genuß!, 21. Januar 2011
An dieser Inszenierung hätte Richard Wagner sicher seine Freude gehabt:
die Bühnenbilder sind stimmig und überzeugend, so die Kirche/Singschule wirkt weit und schützend zugleich; der Platz vor Hans Sachsens Haus ist atmosphärisch beeindruckend und bietet den Sängern eine eindrucksvolle Kulisse, die ihr Singen und Handeln hervorragend unterstreicht; Sachsens' Stube ist so wie man sich ein gotisches Zimmer vorstellen möchte und die bunte Szene auf dem Volksfest ist ein einziger Augenschmaus voller verrückter und bunter Regieeinfälle.
Jede Person ist hervorragend besetzt, Wolfgang Brendel ist allein schon hervorragend, wie er am Morgen in seiner Stube sitzt und schweigt; man könnte meinen, er sei Albrecht Dürers "Melancholie" nachempfunden, man möchte diesem Manne eine Stunde nur beim Grübeln zuschauen; überhaupt, er hat "Präsens", während der Sachs aus der Wagnerinszenierung "einfach nur als einer unter vielen auf der Bühne ist", verfügt Brendel über platzgreifende Ausstrahlung; niemand verfügt hier über so viel Ausdruckskraft und natürliche Autorität, genau das wird ja auch von der Rolle erwartet.
Die Meister spiegeln die ganze Palette von bürgerlichen Figuren wider, der strenge, der pflichtbewußte, der etwas schlichte, der gesetzte Charakter, alle sind sie anwesend.
Was für ein wundervoller Beckmesser! Sich selbstüberschätzend, etwas zwergengiftig, doch leicht einzuwickeln und doch bedauernswert, hervorragend dargestellt. Und dann erst der David, der fränkische Lehrbub, wie man ihn sich nicht besser wünschen könnte, etwas frech, doch seine Grenzen kennend; im Gegensatz zu der Wagner-Inszenierung fürchtet er sich tatsächlich am Morgen vor Hans Sachs und wie leicht und glaubwürdig fällt diese Furcht dann von ihm.
Auch Gösta Winberg gibt einen wirklich glaubwürdigen Ritter Stolzing ab.

Aber Wolfgang Brendel ist wie eine phantastische Klammer, er hält die Inszenierung zusammen, alles läuft immer wieder auf ihn zu, er verkörpert die Pole, die Autoriät, die Sehnsucht, die Weisheit, die Alltagsklugheit und die Dichtkunst.

Wenn man ihm zuhört und - schaut, bekommt man eine leise Ahnung, daß R. Wagner hier seine Idealfigur entwickelt haben mochte.

Vielen Dank Herr Brendel, daß Sie sie so hervorragend entwickelt und verkörpert haben.


Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs]
Wagner, Richard - Die Meistersinger von Nürnberg [2 DVDs]
DVD ~ Siegfried Jerusalem
Preis: EUR 19,36

2 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ein schlechter Witz, 21. Januar 2011
den einen Zusatzstern gibts für die wenigstens traditionelle Inszenierung, aber das wars dann auch schon:

Hermann Prey ist ein glänzender, kraftvoller Sänger und ein markanter Mann, aber in der Rolle des Beckmesser so "gut" aufgehoben, als ließe man Hans Sachs von Otto Walkes verkörpern, eine Katastrophe! Das vielschichtige dieses Charakters, das unterwürfige, das drohende, das leicht lächerliche, dann doch wieder menschlich rührende geht ihm völlig ab, er dräut nur während der gesamten Inszenierung vor sich hin und spielt die Rolle völlig kaputt!
Eigentlich sind alle Sänger als Schauspieler für ihre Rollen komplette Fehlbesetzungen, aber wirklich jeder wirkt hier (vielleicht mit Ausnahme der Lene) wie nur zufällig in die Inszenierung hineingeraten:
die Meister allesamt öde und blutleer, besonders der bohnenstangenlange, vollbärtige Hans Sachs, für den Otto W. vielleicht wirklich die bessere Wahl gewesen wäre; der David ist hier ein Scherzbold, der nichts ernst nimmt; die größte Enttäuschung aber ist Siegfried Jerusalem, der hier völlig wie gelähmt wirkt und immer nur wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend herumsteht.

Die Kirche im ersten Akt wirkt beengend und bedrückend, der Platz zwischen Sachsens und Pogners Haus zerrissen, Sachsens Stube steril und künstlich; da reißt die nette Idee der Tanzlinde in der Schlußszene auch nichts mehr raus.

Man langweilt sich und ärgert sich über diese verquere Inszenierung und Richard Wagner hätte sein Söhnchen dafür geschwind übers Knie gelegt.
Habe das Teil anschließend sofort wieder verkauft.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 4, 2012 2:01 PM MEST


1000 Orte, die man knicken kann
1000 Orte, die man knicken kann
von Dietmar Bittrich
  Taschenbuch

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Reisespiegel für Lemminge, 17. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: 1000 Orte, die man knicken kann (Taschenbuch)
Das Buch ist eine Persiflage ähnlich wie das "Molwanien-Buch", nur daß es real existierende Orte aufs Korn nimmt und diese so schildert, wie sie sich in Wirklichkeit für die meisten Touristen, wenn diese ehrlich wären, darstellen:

Laut, schmutzig, voller Nepp und immens anstrengend; letzters insbesonders, weil Otto Normalo niemals in seiner Freizeit beispielsweise ein Museum besuchen würde (es sei denn, es trifft den Nerv seines Spezialinteresses, ein Bierseidelmuseum beispielsweise), aber in Paris latscht er pflichtbewußt in den Louvre, um sich dort von der Menge an Barockschinken und ägyptischer Kleinkunst vorbeitreiben zu lassen, von der nichts weiß und nichts versteht.
Hinzu kommt, daß die Zeiten des echten Reisens längst vorbei sind, wir leben im Zeitalter des Massentourismus und das bedeutet, daß sowohl Macchu Picchu als auch das Taj Mahal und London hoffnungslos von den Lemmingen der modernen Wanderströme überlaufen sind, überall schlichte Gruppen, die sich gegenseitig mit ihrem "Händie" fotografieren und dabei Hot-Dogs essen.
Der wahre Jet-Set zieht sich in seine Luxusherbergen in St. Moritz oder den Appalachen zurück und überläßt die Welt der Masse Mensch.
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Dieses Sterne - System bei Amazon ist anstrengend, was gibt man so einem Buch?
Seinen Zweck hat es erreicht, dafür müßte man fünf Sterne geben, doch wollen wir diese nicht doch für höhere Zwecke und edlere Ansprüche reservieren.

Wie auch immer, ein nettes Büchlein.


Faust (4 DVDs)
Faust (4 DVDs)
DVD ~ Bruno Ganz

13 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Zeitgeistgeplänkel, 14. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Faust (4 DVDs) (DVD)
Zum Glück haben wir die DVD nur ausgeliehen...
Bruno Ganz überzeugt, der Schauspieler des älteren Teufels auch; weshalb ab der Hexenküche der Jüngere ranmuß, entzieht sich dem Verständnis des Betrachters; jedenfalls wird er lasziv und pöbelhaft gespielt.
Der verjüngte Faust ist ein allglatter Schönling, an dem sofort das Interesse des Begleiters abgleitet, ein eindimenionaler Charakter, der genauso gut in Turnschuhen in der Pizzeria um die Ecke sitzen und Cappu schlürfen könnte, man würde ihn nicht einmal wahrnehmen.
Dann das "Gretchen", die Schauspielerin in ihrer pampig - zeitgeistverhafteten Art (über ihre Attraktivität könnte man auch noch ein Wort verlieren, aber da schweigt des Sängers Höflichkeit) könnte einem auch im Supermarkt gegenübersitzen und einen anpatzen:
"Ham'se 'ne Deutschlandcard?"
Sie ist weder sittsam, noch bescheiden, noch ein verführbares Kind, sie wirkt wie eine links-grüne Allerweltstussi, die beim Castor das Gleisbett wegschottern könnte.

Einen Punkt für die hübschen Kostüme.


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