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5.0 von 5 Sternen
Top Gerät für viele Einsatzbereich, 26. September 2008
Nach langer Überlegung habe ich mir den Oregon 300 zugelegt und bin nach mittlerweile 4 Wochen Nutzung noch immer von diesem kleinen Wunderding begeistert. Was dieses Gerät an Funktionen hat lässt sich nicht innerhalb einer Stunde erlernen - na ja, für das Autofahren besucht man auch erst eine Fahrschule.
Das Einschalten funktioniert mit dem einzigen Bedienknopf auf der rechten Seite (zugleich die Taste für die Beleuchtung), alle sonstigen Funktionen werden direkt am Display über das Touchscreen vorgenommen. Manch einer mag denken, ein Touchscreen hat im Outdoor Bereich wegen des Schmutzes nichts zu suchen. Funktioniert jedoch einwandfrei. Ich selbst wasche das Display bei Verschmutzung mit reichlich Wasser ab und wische nicht trocken darüber - soll man ja bei der Sonnebrille auch so handhaben. Da wir gerade bei Wasser sind: Bisher einwandfreie Funktion, selbst eine Regenfahrt auf dem Fahrrad schon problemlos bestanden.
Hardware
Das Gerät selbst liegt aufgrund seiner Form gut in der Hand. Zusätzliche habe ich den Kfz-Kit, einen Fahrradhalter und einen Brustgurt zur Herzfrequenzmessung (ja, richtig gelesen, und genau deshalb fiel meine Entscheidung u. a. auf den Oregon 300).
Für die Navigation im Fahrzeug reicht mir das Gerät zusammen mit der Straßenkarte von Europa vollkommen aus, auch wenn keine Sprachansagen erfolgen. Sicherlich gibt es hierfür bessere Geräte. Ich weiß wo ich bin, sehe die Route auf dem Display, bei einer Abbiegung erhalte ich einen Piepton vorab.
Fahrradhalterung:
Das Gerät sitzt satt in der Halterung. Selbst bei grobem Einsatz und heftigen Schlägen auf dem MTB sitzt das Gerät sicher. Die Halterung kann sowohl am Lenker als auch am Vorbau einfach mit Kabelbindern montiert werden, egal welchen Durchmesser das Rohr hat.
Brustgurt:
Beim ersten mal ist eine Koppelung mit dem Gerät notwendig, dann funktioniert die Übertragung der Herzfrequenz zum Gerät einwandfrei (digital codiert). Sogar aus bis zu 5 Meter Entfernung absolut zuverlässig. Lediglich die breite und starre Plastikform des Brustgurtes scheint mir etwas überholt, da sollte eine Weiterentwicklung stattfinden. Trägt sich trotzdem relativ angenehm.
Batterien:
Mit zwei herkömmlichen AA Batterien ist der Oregon betriebsfähig. Garmin selbst empfiehlt hochwertige NiMH Batterien oder Lithium Batterien. Bei ersteren verwende ich Sony mit 2700 mAh, hiermit erreich ich Laufzeiten von 10 - 12 Stunden. Mit den Lithiums schaffe ich etwas mehr als 20 Stunden. Diese sind jedoch relativ teuer. Besser das Geld in einen zweiten oder dritten Satz NiMH Akkus investieren.
Speicher:
Intern können 850 MB an Karten gespeichert werden. Zusätzlichen können MicroSD Karten bis zu einer Größe von 4 GB eingelegt werden. Karten sind vorprogrammiert erhältlich oder man kauft sich die DVD und hat die Software dann zugleich am PC und im Gerät. Wer mit dem PC auf Kriegsfuß steht kauft sich am besten die MicroSD Karten, bringt sich dann aber meines erachtens um vielfältige Möglichkeiten der GPS-Navigation.
Software
Jetzt kommen wir zum eigentlichen, der GPS-Navigation. Die Positionsbestimmung erfolgt innerhalb weniger Sekunden, selbst im Wald hatte ich noch nie einen Aussetzer (was anscheinend bei älteren Geräten die Regel zu sein scheint).
Die Kartendarstellung zum Autofahren ist einwandfrei. Ist eine Route aktiviert, zoomt die Karte bei erreichen eines Abbiegepunktes automatisch größer, danach wieder auf die Übersicht. Für meine Outdoor Anwendungen habe ich zusätzliche die Topographische Karte. Und diese Darstellung ist einfach super. Wie auf einer Papierkarte erfolgt eine plastische Darstellung des Geländes, Hügel und Berge werden mit Schattierungen dargestellt. Man braucht eigentlich schon fast gar nicht mehr die dargestellten Höhenlinien, um erkennen zu kennen wo es runter und rauf geht. Einziges Manko hier: Scheint die Sonne voll auf das Display ist alles bestens, super ablesbar. Bei stark bewölktem Himmel bzw. in der Dämmerung geht ohne Hintergrundbeleuchtung nicht mehr viel. Abhilfe: Folgt man einem Track, diesen in einer hellen Farbe darstellen, z. B. rot oder pink. Der hebt sich gut von der Karte ab.
Neben der normalen Karte gibt es noch eine 3D Kartendarstellung. Für mich selbst uninteressant, da ich mich anhand der Karte bereits gut orientieren kann. Zudem dauert der Kartenaufbau etwas und dürfte wohl auch ziemlich viel an Strom verbrauchen. Für manch einen mag dies aber eine interessante Funktion sein.
Auf den meisten Seiten können Datenfelder beliebig dargestellt und ausgetauscht werden. Das heißt, ich kann frei wählen was ich z. B. auf der Kartenseite oder Reisedatenseite angezeigt haben möchte von insgesamt 44 verschiedenen Datenfeldern: Km, Uhrzeit, Stoppuhr, Herzfrequenz, Höhenmeter, Höhe, GPS, Geschwindigkeit, ... Da ist für jedem das richtige dabei.
Wie bei einem iPhone kann durch ziehen des Fingers über das Display weitergeblättert werden, oder ganz herkömmliche über dargestellte Pfeiltasten auf dem Display.
Der barometrische Höhenmesser liefert ein Höhenprofil auf der entsprechenden Seite, bei Auswertungen stimmen die Höhenmeter exakt mit meinem Fahrradtacho überein - der hat wohl bald ausgedient. Den alles was dieser kann, funktioniert auch mit dem Oregon.
Seit einem aufgespielten Update ist das Höhenprofil auch zoombar. Hier wurden auch einige Übersetzungsfehler korrigiert. Ein paar wenige sind noch vorhanden, denke aber die gehören mit dem nächsten Update auch der Vergangenheit an.
Tracks / Touren
Auf der Trackseite (Trackmanager) können mehrere Tracks (Touren) abgespeichert werden. Hiervon können dann mehrere gleichzeitig auf der Kartenseite dargestellt werden, zudem in unterschiedlichen Farben. Oftmals habe ich für eine längere Tour eine kürzere Alternative vorhanden. Sehe somit jederzeit, wann und wo ich aus der original Tour aussteigen kann. Touren lassen sich in beliebiger Länge aufzeichnen und abspeichern bzw. zum PC für eine weitere Bearbeitung oder Darstellung übertragen. Sogar der Austausch per Funk zu einem identischen Gerät soll möglich sein, sofern das Gerät über dieselbe Technik verfügt.
Profile
Für verschiedene Anwendungen können unterschiedliche Benutzerprofile angelegt werden und dann nach Bedarf ausgewählt werden, z. B. für Geocaching, Fahrzeug, Sport, Marine und Outdoor. Natürlich können hier auch andere Spezifizierungen erfolgen, wie z. B. für Gleitschirm.
Geocaching
Geocaching hat sich zu einem neuen Hobby meiner Tochter entwickelt. Seitdem wir das erste mal gemeinsam zu einem Schatz unterwegs waren ist sie nicht mehr zu halten. Ist aber auch eine super Funktion: Schatz" unter geocaching.de auswählen und auf das Gerät übertragen. Da ich mich hier registriert habe werden auch die Beschreibung auf das Gerät mit übertragen, eine feine Sache.
Fazit
Vielseitiges Gerät, robust und wasserdicht. Gerät hat seinen Preis, den es aber aufgrund der vielen Funktionen wert ist.