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Rezensionen verfasst von
Plattenfreak "angu" (Österreich)

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Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 13,19

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neues Meisterwerk elektronischer Musik, 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 4 (Audio CD)
War "Satta" aus dem Jahr 2001 beinahe ein Downbeat-Klassiker (die dazwischen liegenden beiden Alben kenne ich nicht), ist "4" eine bemerkenswerte Öffnung zu neuen Ufern. Das darf man ruhig wörtlich nehmen, wenn man das tolle Cover-Kunstwerk betrachtet. Aus den Titeln der einzelnen Stücke lässt sich das Thema "Arktis/Norden" ableiten. So wie das Artwork ist auch die Musik des Albums in Grau gehalten, allerdings nicht langweilig oder eisig, sondern warm und in ganz verschiedenen Tönen. Aus verschiedenen elektronischen und traditionellen Zutaten ergibt sich ein vielfältiges Klangbild. Der erste Track (mit dem Trompeter Markus Stockhausen) erinnert an manches aus dem Werk von Nils-Petter Molvaer. Es gibt Bezugspunkte zu Minimal Techno, Ambient und Dub. Dem ganzen Werk liegt meiner Ansicht nach der Geist des Jazz zugrunde. Die Rhythmen bewegen sich im Mid-Tempo und gelegentlich bleibt die Musik förmlich stehen und wirkt fast frei improvisiert. Eine Platte dieser Art muss man am Stück hören - und das am besten hintereinander. Elektronikkünstler des Jahres 2014 müssen sich also ordentlich anstrengen, um in diesem Jahr etwas ähnlich Gutes zu produzieren. Es sei ihnen gewünscht.


Baader und Herold: Beschreibung eines Kampfes
Baader und Herold: Beschreibung eines Kampfes
von Dorothea Hauser
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Gelungenes Menschen- und Zeitportrait, 28. Februar 2014
In den letzten Jahren habe ich, ausgelöst durch den Film "Todesspiel" viel über den deutschen Terrorismus der 1970er-Jahre gelesen, gehört und gesehen. Angefangen mit dem Buch "Der Baader Meinhof Komplex" bis hin zum Briefwechsel von Julia Albrecht und Corinna Ponte in "Patentöchter". Und obwohl "Baader und Herold" schon etwas älter ist, ist es bis jetzt das letzte Buch in einer längeren Reihe.
Der Autorin ist es gelungen, eine interessante Doppelbiografie zweiter Antipoden der Auseinandersetzung der extremen Linken und der Staatsgewalt zu schreiben. Sie verzichtet auf platte Klischees und die Auswalzung schon zur Folklore gewordener Ereignisse dieser Zeit und schildert vor allem auch das Aufwachsen und den Werdegang der beiden Männer klug und verständnisvoll. Baader ist mehr als nur der gewaltbereite Macho – und Herold mehr als nur der eiskalte Vertreter des "Überwachungsstaats". Gerade die Person Herold geht ja in den bisherigen historischen und journalistischen Behandlungen des Themas eher unter.
Dorothea Hauser geht auch auf das persönliche Umfeld der Protagonisten ein, ohne sich jedoch in zu vielen Nebensträngen zu verheddern. (Das unterscheidet sie erfrischend von der Biografie Heinrichs VIII. von Sabine Appel. Aber das nur nebenbei.).
Lediglich der Untertitel "Beschreibung eines Kampfes" ist etwas missverständlich. Denn einen direkten Kampf zwischen Horst Herold und Andreas Baader - im Sinn eines Duells - scheint es so nicht gegeben zu haben. Gerade auch deswegen, da ja Andreas Baader relativ früh in Haft kam, obwohl er ja zusammen mit Gudrun Ensslin und anderen die Aktivitäten der Gruppe beeinflusste und zum Teil auch steuerte. Aber es war eigentlich immer der Kampf einer politisch verblendeten Gruppe gegen den deutschen Staat und dessen Exekutivorgane. Trotzdem möchte ich mich an diesem Untertitel nicht aufhängen.
Ein wirklich lesenswertes Buch, auch noch über 15 Jahre nach seinem Erscheinen!


Die Sonne war der ganze Himmel: Roman
Die Sonne war der ganze Himmel: Roman
von Kevin Powers
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

5.0 von 5 Sternen Schuld - und keine Sühne ..., 1. Februar 2014
Im Geschichtsunterricht lernt man, das Staaten Kriege führen. Das klingt merkwürdig distanziert, fast harmlos. Dabei geht unter, dass diese Kriege nicht von abstrakten Gebilden, sondern von vielen vielen Individuen geführt werden, die aus ganz verschiedenen Motiven in den Streitkräften dienen: Patriotismus, Pragmatismus, Zwang, Lust an Disziplin, vielleicht auch am Töten. Viele dieser Männer und Frauen wissen offensichtlich ganz und gar nicht, worauf sie sich damit eingelassen haben.
Als jemand, der den Wehrdienst verweigert hat, habe ich eigentlich keinen gedanklichen und gefühlsmäßigen Bezug zum Thema Patriotismus, Militär oder gar Krieg. Umso erschütternder fand ich dieses Buch, da er einen Krieg behandelt, der zeitlich ganz nah ist - und der als mehr oder weniger als Bürgerkrieg weitergeführt wird.
Aufbauend auf seinen Erfahrungen im Irakkrieg erzählt der Autor aus der Ich-Perspektive die Geschichte eines Einsatzes der US-Streitkräfte, der in den Nachrichten wohl kaum eine Minute - oder gar keiner Meldung - wert sein würde. In zwei Handlungssträngen verbindet er die Kampfhandlungen, seine Gedankengänge und die emotionale Leere und den fehlenden Bezug zum "normalen" Leben eines Heimgekehrten, der sich schuldig fühlt, obwohl er sich eigentlich als Held empfinden müsste. Zwischen den Zeilen taucht für mich immer wieder die Frage auf, welche Menschen es sind, die von anderen Menschen verlangen, für vermeintlich "höhere" Ziele Schuld auf sich zu laden.
Die Sprache des Buches ist in den Schilderungen lakonisch, in den inneren Monologen manchmal poetisch und wirkt nicht aufgesetzt oder moralisierend. Als Symbol für die Grauen des Krieges dienen vor allem die Zerstörung der Natur, der Bäume und Gärten und der Tiere. Wo so etwas geschieht, ist die Zerstörung von Menschen nicht fern.


Das Britische Empire: Geschichte eines Weltreichs
Das Britische Empire: Geschichte eines Weltreichs
von Peter Wende
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Einführung ins britische Zeitalter, 19. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Peter Wendes Darstellung des britischen Weltreichs wendet sich an den Leser, der nicht aus dem britisch beeinflussten Kulturkreis stammt.
Er gliedert das britische Empire in ein frühes und ein spätes. Zu Beginn führt er aus, wie es kam, dass England von Europa ab- und den Ozeanen zuwandte. Und am Ende beschreibt er den stetigen Auflösungsprozess des Empires bis hin zum Commonwealth.
Wende arbeitet deutlich heraus, dass dem Empire kein durchdachter Plan zugrunde lag. Verschiedene Interessen, allem voran der Handel, führten dazu, dass verschiedenste Formen der Kolonisation und Unterwerfung am Ende ein Weltreich bildeten, das ein Viertel der Erde beherrschte.
Der Autor bemüht sich um eine klare und logische Darstellung der britischen Kolonialpolitik und der verschiedenen Wechselwirkungen zwischen den Kolonien und dem Mutterland.
Zu kurz gekommen sind dabei die Darstellung der handelnden Personen und der Kulturgeschichte des Empires. So bleibt das Buch leider etwas trocken. Trotzdem ist es sehr lesenswert und lädt zum Weiterlesen ein.


AOR
AOR
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 13,87

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Unverschämtheit ..., 14. September 2013
Rezension bezieht sich auf: AOR (Audio CD)
... so ein tolles Album zu produzieren. Ed Motta serviert uns keine Bossa-Nova-Rhythmen, auch nichts Afro-Brasilianisches, sondern astreinen US-amerikanischen Westküsten-Sound der späten 70er-Jahre. Andere Zeit, anderer Ort. Die Eckpunkte des musikalischen Koordinatensystems: Irgendwo zwischen Steely Dan, Earth, Wind & Fire, Toto und Incognito (!) ab den 2000ern. Incognito waren ab diesem Zeitpunkt auch ziemlich auf den Jazz-Funk dieser Periode geeicht. Ebenfalls vorhanden: Spurenelemente aus der Funk-Phase von Herbie Hancock. Der Titel "AOR" ist Programm, auch wenn es sich eigentlich nicht um Rockmusik handelt.

"AOR" weist für mich keinen einzigen Durchhänger auf. Alle 9 Titel (inklusive einer netten Radio-Jingle) sind minutiös und liebevoll gemacht. Die Stücke bewegen sich im Midtempo-Bereich, klingend federnd und warm. Die Zutaten: viel Fender-Rhodes-Piano, elastische, manchmal geslappte Bässe, jazzig arrangierte Bläsersätze, süße Gitarren-Licks und Ed Mottos Soulstimme, deren Phrasierung seine Bewunderung für Donald Fagen von Steely Dan erkennen lässt.

Einzelne Stücke hervorzuheben, wäre müßig. Schon die Einleitung "Playthings Of Luv" legt eine hohe Latte vor. "Lost In The Night" ist unheimlich cool, und verführt zum Kopfnicken. "Dondi" – ein echter Ohrwurm, "Dried Flowers" mit seinem Vibraphon-Solo und seinen andeutungsweisen Big-Band-Sounds nähert sich am meistem den Jazz.

Normalerweise verwende ich solche Bilder nicht gerne: Aber es wird schwer fallen, im kommenden Winter diese Musik im Auto zu hören, ohne die Ellbogen aus dem Fenster zu halten ...


Die wahren Entdecker der Neuen Welt: Von den Wikingern bis zu den Pilgervätern
Die wahren Entdecker der Neuen Welt: Von den Wikingern bis zu den Pilgervätern
von Tony Horwitz
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterhafter Geschichts- und Reisebericht, 29. Juli 2013
Nachdem ich bereits Cook: Die Entdeckung eines Entdeckers mit großer Begeisterung gelesen (und rezensiert) habe, ging ich mit entsprechenden Erwartungen an Tony Horwitz' Bearbeitung der Entdeckungsgeschichte Nordamerikas. Ich wurde nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil.

So wie sich der Autor der Person Cook, seiner Zeit und seinen Reisen widmet, so nähert er sich auch der Zeit zwischen ca. 1000 und 1620 n. Chr. Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass Kolumbus' Entdeckung Amerikas und die Landung der "Mayflower" zwei zentrale Daten der Gründungsmythologie der USA darstellen. Auch wenn in unserem (österreichischen) Schulunterricht das Jahr 1620 nicht erwähnt wurde (oder ich mich nicht mehr erinnern kann), lernten wir doch in etwa: "1492 entdeckte Kolumbus Amerika, die Spanier kolonisierten Mittel- und Südamerika, die Briten Nordamerika". Diese Darstellung kommt bei weitem nicht an die Wirklichkeit heran.

So muss es auch Tony Horwitz gegangen sein. Er beginnt mit den wenigen Jahrzehnten, in denen Wikinger von Island und Grönland aus Neufundland fanden und dort auch Siedlungen gründeten, die jedoch wieder aufgegeben wurden. Er setzt mit Kolumbus' Entdeckungsfahrten fort und beschreibt die vielen Reisen, die die Spanier in das Gebiet der heutigen USA führten. Auch französische Hugenotten spielen eine gewisse Rolle (z. B. in Florida), bis schließlich die Briten 1585 ihre erste Kolonie, Roanoke vor der Küste des heutigen North Carolina gründeten. Er führt den Bogen über die Siedlung in Jamestown, Virignia bis ins Jahr 1620 und beschreibt die sonderbaren Umstände, die dazu führten, dass die Pilgerväter von der "Mayflower" schließlich in Neuengland landeten. Und was es mit einem kartoffelförmigen, gespaltenen Stein zu tun hat, der geradezu mythischen Ruf besitzt und doch auch belächelt wird.

Tony Horwitz Methode, sich diesen Epochen zu nähern ist die selbe, mit der er sich der Person James Cook genähert hat: Er studiert, recherchiert, nimmt Kontakt zu Experten und interessierten Laien auf. Er bereist das Land auf den Spuren der handelnden Personen, sucht nach den Überrresten geschichtlicher Ereignisse und malt auch ein lebendiges Bild der Gegenwart.

Besonders interessant sind seine Unterhaltungen mit Einheimischen, Historikern, Archäologen, Museumsleitern und anderen Personen. Im Gespräch mit diesen Menschen treten auch die verschiedenen Blickwinkel zu Tage, aus denen man Ereignisse und Personen der Geschichte betrachten kann. Und er zeigt auch die wichtige Rolle der Erinnerungskultur auf, die ihre eigenen Mythen schafft, die am Ende oft beständiger sind als Fakten (auch wenn diese bekannt sind). Horwitz bleibt dabei möglichst diesen Fakten verpflichtet, ist aber nicht besserwisserisch oder belehrend, sondern arbeitet die vielen neuen und (mir) unbekannten Aspekte der Entdeckungsgeschichte mit Humor und Gelehrsamkeit auf. Und am Ende erkennt er auch die Kraft der Mythen an - wenn auch nur widerstrebend.

Wem "Cook" gefallen hat, der könnte dieses Buch ebenfalls lieben. Es sorgt für Stunden spannender und erhellender Lektüre.


Can't Go Back (Special Edition)
Can't Go Back (Special Edition)
Preis: EUR 19,96

5.0 von 5 Sternen Einfach gut - mehr kann man eigentlich nicht sagen ..., 22. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Can't Go Back (Special Edition) (Audio CD)
Gleich vorweg: Außer "Twist In My Sobriety" (das nach so vielen Jahren immer noch wunderbar ist), kannte ich von Tanita Tikaram bis vor 2 Tagen nichts, obwohl sie immer wieder Alben veröffentlicht hat. Eine gute Freundin brachte uns auf "Can't Go Back". Ich habe in dieses Album kurz reingehört und bin sehr angetan davon. Neben dem Rock-infizierten Eröffnungsstück "All Things To You" und ein ein einigen Liedern mit dezenten elektronischen Elementen (z. B. "Rock 'n Roll") handelt es sich um meistens langsamere, akustische Perlen. Ihre Stimme ist nach wie vor angenehm dunkel. Und doch hat sie sich im Lauf der Jahre verändert: Manchmal erinnert sie an die tiefen Stimmlagen von Annie Lennox, nur mit mehr Gefühl und ein klein wenig zerbrechlicher. Konsequent verweigert sich die Sängerin auch jeder Anbiederung an Zeitgeistiges. Das sichert ihr zwar keinen Platz in den Hitparaden, aber einen in Herz, Hirn und Bauch jedes Musikfreundes. Obwohl im Grundton eher leise, ist die Musik auf dem Album keineswegs langweilig. Und beim mehrfachen Hören erschließen sich viele liebevoll angelegte Details. Meine Tipps: "Make The Day" (frisst sich sofort im Gehörgang fest), "Can't Go Back" (wunderbare Melodie) und "If The Wolrd Should Want For Love", dessen Feingeistikgeit an manches der Kings Of Convenience erinnert.


Let Love Rule-20th Anniversary - 2 CD
Let Love Rule-20th Anniversary - 2 CD
Preis: EUR 13,41

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von den Sechzigern in die Neunziger in einer knappen Stunde, 6. Juni 2013
Als "Let Love Rule" 1989 veröffentlicht wurde, wusste ich damals noch nichts davon. Zu dieser Zeit war ich als Teenager noch zu sehr im Mainstream-Pop/Rock gefangen, als dass mir so etwas gefallen hätte. Und irgendwie passte dieses Album im doppelten Sinn auch nicht in diese Zeit.
Erstens waren die mittleren bis späten 80er-Jahre die hohe Zeit der digitalen, kalten und sterilen Synthesizer-Klänge und Samples (der Yamaha DX-7 hatte sich virusgleich in der Musikindustrie ausgebreitet). Das Debut von Lenny Kravitz jedoch setzte ganz auf solides Handwerk, Pop auf Originalinstrumenten gewissermaßen. Die Hauptzutaten: Gitarre, Bass, Schlagzeug. Dazu kamen Klavier (akustisch und elektrisch), echte Streicher ("I Build This Garden For Us"), Orgel und Saxophon. Die Musik - ein Gemisch aus Rock, Funk, Soul und viel Blues - klang direkt und roh, ein Verweis auf längst vergangene Zeiten, auf Beatles, Jimi Hendrix, James Brown und all die anderen Toten.
Zweitens nahm "Let Love Rule" die in den Neunzigern staffindende musikalische Hinwendung zu den Sechzigern vorweg. Je mehr Zeit also verging, desto besser passte es in den alternativen Mainstream, der dann auch noch die Popwelt infizierte (siehe Madonnas "Beautiful Stranger für den "Austin Powers 2"-Soundtrack). Lenny Kravitz' Nachfolgeralben perfektionierten und erweiterten diesen Retro-Stil noch.

Nun zu den Titeln: Grundsätzlich finde ich keine Lückenfüller auf der Platte, wohl aber einige Höhepunkte. Der erste ist das Titelstück: Beim ersten Hören noch eher unspektakulär, gewinnt es von Mal zu Mal. "Freedom Train" besticht durch sein Stakkato-Riff und zitiert sogar irgendwie elektronische Rhythmik. Der Saxophon-Part von Karl Denson gegen Ende setzt noch das i-Tüpfelchen auf. Nach "I Bulid This Garden For Us" (tolle und abwechslungsreiche Rock-Nummer mit Streichquartett und Gospel-Einsprengsel) kommt mein Favorit: "Fear": Funk-Rock, sehr cool, mit Metalriff im Refrain - eindeutig der beste Song des Albums. Zwei langsamere Stücke dürfen auch nicht fehlen: "Does Anybody Know ..." und "Rosemary". Der Song "Empty Hands" erinnert mich immer wieder an eine Art Western ...

Die Jubiläums-Version wartet darüber noch mit Demostücken, Bonus-Tracks und Live-Aufnahmen auf. Obwohl die Live-Aufnahmen nicht optimal klingen, wird der Hörer duch ihre Dynamik und Energie mehr als entschädigt. Hier ragt vor allem "Fear" heraus: 13 Minuten pure Kraft und Improvisationsfreude. So sollen Live-Versionen klingen.

"Let Love Rule" ist bereits ein Klassiker der Rockmusik. Er sollte in keinem gut sortierten Platten- oder CD-Regal fehlen.


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Preis: EUR 189,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gut für Smartphone-Einsteiger, 31. Mai 2013
Das One SV ist mein erstes Smartphone überhaupt. Nach monatelanger Suche und vielen Recherchen habe ich mich relativ rasch dafür entschieden und wurde nicht enttäuscht. Das Stück sieht gut aus und wirkt hochwertig, obwohl es zum Teil aus Kunststoff besteht. (Damit das so bleibt, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Displayschutzfolie und eine Hülle für die Rückseiten bzw. die Ränder.) Als relativ konventioneller Benutzer (hauptsächlich telefonieren, SMS schreiben, etwas mailen, ein bisschen surfen und ganz wenig spielen), finde ich die Leistung vollkommen in Ordnung. Die Reaktionen des Touchscreens sind präzise, die Farbdarstellung des Displays angenehm neutral und die Rechnergeschwindigkeit wirklich ausreichend. (Manchmal hat man den Eindruck, als würden Smartphones so beurteilt, als wären sie Hochleistungsrechner, aber das sind sie nun mal nicht.).
Positiv überrascht bin ich über die Möglichkeiten der Internet-Nutzung. Die Geschwindigkeit ist selbst im 3G-Netz wirklich nicht zu bemängeln und auch als WLAN-Hotspot funktioniert das Telefon in Verbindung mit einem Notebook klaglos. Natürlich sind der Freude beim Surfen durch die Größe des Displays gewisse Grenzen gesetzt, aber für den Alltagsgebrauch im Netz ist das One SV voll und ganz tauglich.
Noch ein Wort zum Akku: Die Laufzeit ist mit etwa 2 Tagen im allgemeinen Mittelfeld. Wenn man das HTC One SV hauptsächlich zum Telefonieren verwendet, geht das schon mal 3 bis 4 Tage lang. Außerdem gibt es jede Menge Einstellmöglichkeiten, mit denen man den Energieverbrauch optimieren kann.

Etwas aber fehlt mir noch: Die Software von HTC (oder ist es Android) gibt mir leider nicht die Möglichkeit, verschiedene Soundprofile zu erstellen, obwohl das scheinbar laut Bedienungsanleitung so vorgesehen ist. Für weiterführende Kommentare bin ich dankbar.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 1, 2013 11:27 AM MEST


A Physical Presence
A Physical Presence
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jazz-Funk in Bestform!, 30. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Physical Presence (Audio CD)
Dank moderner Soundtechnologie ist es heute möglich, den Studioklang eines Künstlers beinahe 1:1 auf die Bühne zu bringen. Dadurch klingen Live-Alben leider ziemlich steril, vor allem dann, wenn sich die gespielten Stücke nicht von denen auf den Studiverionen unterscheiden ...

"A Physical Presence" ist das absolute Gegenteil davon. Die Stücke werden zu interessanten Versionen ausgebaut und die Stimmung im Publikum ist gut zu sprüren. Trotz allem ist die Klangqualität hervorragend, druckvoll und luftig zugleich. Schon der Beginn ist erwähnenswert. Der Basslauf von "Hot Water" wird als schnelle, hypnotische Keyboard-Sequenz interpretiert. (Ob Mike Lindup das wohl live gespielt hat? Wenn ja, höchsten Respekt vor diesen präzisen Fingern.) Nach und nach steigen die anderen Instrumente ein und mit "Almost there" beginnt das Musikerlebnis ...
Das erste Highlight der Platte ist "Kansas City Milkman", mit einem längeren Mittelteil, der im Original so nicht vorkommt: Krys Marchs Saxophon und Kings wendiges Bassspiel verleihen dieser Nummer eine ganz neue Note. Später dann mein persönlicher Favorit auf der CD: "Foundation & Empire". Nach einem ruhigen, jazzigen Einstieg nimmt das Stück Fahrt auf, steigert sich in eine rasante Funk-Jazz-Improvisation und endet wieder mit einem langsamen und stimmungsvollen Gitarrensolo – fast 9 Minuten pure Musikalität.
Die damaligen Hits der Band, "The Chinese Way", "The Sun goes down", "Hot Water", "The Chant has begun" interpretiert die Band voller Kraft. Auch ein neues Stück darf nicht fehlen: "Follow me". Es hat seinen Weg auf kein Studioalbum von Level 42 gefunden. Schade eigentlich, denn es ist sehr gelungen, etwas rockiger als die anderen Nummern.
Schließlich auch noch das unvermeidliche "Love Games", das mit dem Bass-Motiv aus "Dune Tune" und einer daraus abgeleiteten Improvisation beginnt. Hier darf Mark King einmal mehr zeigen, was er mit seinem "Donnerdaumen" (die Bezeichnung stammt nicht von mir) drauf hat. Als Schlusspunkt spielt Level 42 "88" aus den frühen Tagen der Band: über 12 Minuten Jazz-Funk vom Feinsten, mit einer abschließenden Präsentation der Band.

Für jeden Fan von Level 42 ist "A Physical Presence" ein unverzichtbar. Dieses Tondokument zeigt, was in dieser Band steckt, besonders dann, wenn man "nur" ihre pop-orientierte Seite ab "World Machine" kennt. Sehr positiv auch: die remasterte Version beinhaltet auf den beiden CDs Stücke, die auf der alten, einfachen CD-Version fehlten.


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