Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16
Profil für Plattenfreak > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Plattenfreak
Top-Rezensenten Rang: 7.873
Hilfreiche Bewertungen: 521

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Plattenfreak "angu" (Österreich)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10
pixel
In Cinema
In Cinema
Preis: EUR 19,51

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Crossover-Jazz mit Tiefenwirkung, 12. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: In Cinema (Audio CD)
In der Regel finde ich allzu bildhafte Beschreibungen für Musik ziemlich klischeehaft. Da wird dann schnell z. B. Musik aus Skandinavien mit Etiketten wie "nordische Weiten", "Eismeer" oder ähnlich Plattem versehen. Also werde ich es vermeiden.
Es ist aber nicht leicht: denn die finnische Band "Oddarrang" malt Bilder mit ihrer Musik. Kann man es Jazz nennen? Wenn man mit Jazz Blues-Form, Synkopierung und Improvisation meint, dann eher nicht. Sieht man Jazz aber weiter - als Haltung, in der Musiker ihre Grenzen erweitern und individuellen klanglichen Ausdruck suchen, dann ist das schon Jazz. Und zwar jener, der sich nicht mehr um Konventionen und Genres kümmert, sondern lustvoll in allen Ecken und Enden der Musik sucht, Einflüsse aufnimmt und verarbeitet.

"In Cinema" ist der passende Titel für dieses Werk. Der Musik geht in die Breite; die Hauptinstrumente Cello, Posaune, Schlagzeug, Bass und Gitarre (ergänzt um ökonomisch eingesetzte Elektronik), walzen Stücke aus, die sich in meistens langsam aufbauen. So beginnt das Album mit "Introduction" mit Ambientklängen, nach und nach steigen andere Instrumente ein, die angezerrte Gitarre, die Posaune mit getragenen Melodien. Im zweiten Stück "Self Portrait" bricht dann gegen Ende die Gruppe in härteren Rock aus. Etliche Nummern bauen sich aus repetetiven Figuren auf, steigern sich zu mal verhaltenen, mal wilden Höhepunkten und schwellen dann wieder ab. Der Höhepunkt sind die letzten beiden Titel "Journey" und "Quiet Steps": Das erste beginnt mit einem sich wiederholdenden Gitarrenton, der nach und nach durch andere Instrumente und Harmonien erweitert wird, unterlegt durch einen markanten E-Bass. Nach vier Minuten kommt es beinahe zum Stillstand, Klavier und Schlagzeug langsam ein. Posaune und Cello spielen eine Melodie, sensibel akzentuiert. 3 Minuten später ein Gitarren-Bass-Stakkato, das sich zu einer wüsten Sound-Orgie steigert. Einfach grandios! "Quiet Steps" schließlich lässt die Platte mit fast sakral anmutenden Akkorden würdevoll und gemessen ausklingen.

Die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation sind auf "In Cinema" nicht leicht zu finden, man erkennt jedoch, wie sich die Gruppe in die Musik hineintastet. So etwas im Konzert zu erleben, ist sicher ein großes Ereignis.
Wie ist "In Cinema" im Koordinatensystem verschiedener Musiker und Richtungen zu verorten?
Für mich bewegt es sich, wie schon erwähnt, im Quadrat zwischen Jazz, Rock, Filmmusik und Ambient – auch etwas Minimal Music spielt hinein. Die hymnischen und langsamen Posaunenmelodien erinnern etwas an die Nils Landgrens Duo-Aufnahmen mit Esbjörn Svensson (auch schon lang her), die leicht angerauhten Gitarrenklänge an Eivind Aarset und sogar Mike Oldfield blitzt kurz auf. Als ergänzendes Werk würde sich Nils Petter Molvaers letzte Platten "Switch" geradezu zwingend anbieten.

In einer Zeit, in der Festtags-Horror-Musik Menschen zum Kaufen animieren soll, in der "atemloser" Techno-Schlager scheinbar das Größte ist und ein sonnenbebrillter Volks-Musiker auf Metal macht, ist "In Cinema" eine wirkliche Wohltat: Es gibt noch schöne Musik im wahrsten Sinn. Aufmerksam hören und genießen!


Trialogue [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Trialogue [Vinyl LP] [Vinyl LP]
Wird angeboten von ImLaden
Preis: EUR 17,54

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bedeutung der "3" ..., 5. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Trialogue [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
Drei Musiker veröffentlichen eine Platte mit dem Titel "Trialogue", das Cover bildet drei weiße, gezeichnete Vögel auf dunkel-violettem Hintergrund ab, die Musiker stehen für 3 verschiedene Zugänge zum Jazz ...
Bugge Wesseltoft: ein versierter Pianist, Keyboarder und Elektroniker mit Sinn fürs Lyrische, der zwischen Jarrett und House pendeln kann. Dan Berglund: Bassist des legendären Esbjörn Svensson Trios, Spezialist für warme, zupackende und holzige Basstöne, jedoch auch für metal-gefärbte Soli mit gestrichenem Kontrabass, durch Gitarren-Verzerrer gejagt. Henrik Schwarz: Spezialist für Musik aus dem Laptop, die jedoch nicht kalt und steril klingt, sondern seelenvoll und verfremdend zugleich.
Diese 3 treffen auf "Trialogue" zusammen. Wesseltofts Klavier mal mit repetitiven Figuren, mal mit ohrwurmverdächtigen Akkordprogressionen. Berglunds Bass, akustisch, warm, spielt sich nicht sehr oft in den Vordergrund. Schwarz sorgt für dezente Beats und Rhythmusmuster und modifiziert die Sounds der beiden anderen Musiker, indem er Störgeräusche, Klirren und Rückkopplungen geschickt platziert.
Diese Platte soll man am Stück hören. Besonders hervorzuheben: "Valiant", "Movement Seventeen", "Take A Quick Break", "This is my Day" und "Round Midnight": So hat man diesen Monk-Standard noch nie gehört!


Slowly Rolling Camera
Slowly Rolling Camera
Preis: EUR 19,51

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jazzelektroniktriphopsoulpopwasweißich!, 16. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Slowly Rolling Camera (Audio CD)
Mit Genres ist das so eine Sache: Einerseits mag ich Genrebezeichnungen nicht wirklich, da Musik damit in Schubladen gesteckt wird, andererseits sind sie wieder hilfreich, um etwas Neues in Vergleich mit Bekanntem zu setzen.
So bleiben diesem grandiosen Album Vergleiche und Genre-Zuweisungen nicht erspart. Stilistisch bewegen sich Slowly Rolling Camera zwischen Soul, Trip Hop, Jazz und Breitwand-Pop. Meistens kommen diese Elemente in den Stücken gleichzeitig vor, mit Gewichtsverschiebungen natürlich. Die Rhythmen sind (oder wirken) zumindest meist live gespielt, sie rollen eher langsam aber massiv vorwärts und treiben getragene Melodien, die von Streichern und Klavier getragen werden. Als Klammer dient zumeist die sehr soulige Stimme der Sängerin Dionne Bennett. Gelegentlich sind auch Saxofonsoli zu hören. Besonders schön kommt der gezupfte Kontrabass zur Geltung, der etliche Nummern vor einem elektronischen Hintergrund einführt.
Direkte Anspieltipps möchte ich nicht abgeben, da man so ein Album am besten von Anfang bis zum Schluss hört.
Diese Art elektronische Musik, die stark vom Jazz beeinflusst ist, ist zur Zeit nicht allzu häufig zu hören. Aber ich finde, dass sie sehr gut zu folgenden Alben passt: "Two Pages" von 4hero, "Nuspirit Helsinki" vom gleichnamigen finnischen Kollektiv, "In Between" von Jazzanova, sowie "Archipelago" und "Night Walks" von Hidden Orchestra. Von der Ferne grüßen noch Massive Attack und Alpha. Auf jeden Fall ist "Slowly Rolling Camera" eine Bereicherung für die eigene, feine Musiksammlung!


Drum Lesson Vol 1 (15 Tracks)
Drum Lesson Vol 1 (15 Tracks)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief in der Jazztradition?, 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Drum Lesson Vol 1 (15 Tracks) (Audio CD)
Ein Album, das elektronische Musik (z. B. von Kraftwerk bis Daft Punk) in Jazz umsetzt, soll in der Tradition stehen?
Ja, und zwar ganz tief. Von Anfang an nahm der Jazz populäre Musik außerhalb des Genres auf und interpretierte ihn neu. "Summertime", der wohl bekannteste Jazzstandard aller Zeiten ist eine Arie aus der Gershwin-Oper "Porgy and Bess", viele andere sogenannte Standards sind Schlager und Musical-Nummern, und in den letzten zwei Jahrzehnten wurde es zusehends üblich, Rock- und Pop-Stücke in einen Jazzkontext zu stellen. Deshalb ist es logisch, dass auch ursprünglich für den Club gemachte Musik aufgenommen wird. Das ist z. B. auch mit dem Projekt "Re:Jazz" geschehen und es wird hier ebenfalls genial umgesetzt.
Im Unterschied zu "Re:Jazz" wird hier konsequent auf Vokalisten und Gast-Instrumentalisten verzichtet. Die Basis ist ein Piano-Trio, das durch einen Percussionisten ergänzt wird. Melodien und Rhythmen werden eher kurz aufgegriffen und in energiegeladenen Jazz transformiert. Dem ist nichts hinzufügen. Der Rest muss "erhört" werden.


Groß in Fahrt: Roman
Groß in Fahrt: Roman
von Alois Brandstetter
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Ein wahres Bildungsbuch, 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Groß in Fahrt: Roman (Taschenbuch)
Groß in Fahrt ist hier auf jedenfall der Autor, der scheint mir, mit dem Ich-Erzähler identifiziert werden kann. Die literarische Gattungsbezeichnung "Roman" führt augenzwinkernd in die Irre, denn es handelt sich hier um einen knapp 200-seitigen Monolog, in dem der Erzähler vordergründig von seinem Bruder Franz, dem Fahrer von politischen Größen und späteren Rettungsfahrer erzählt. Wer eine Abrechnung mit dem Rettungswesen à la "Zu Lasten der Briefträger" erwartet hat, dessen Erwartungen werden hier nicht erfüllt. Statt dessen werden hier Gedanken über Gott, die Welt und auch die Sprache ausgebreitet, die geschickt mit humanistischer Bildung verwoben werden. Nicht alles ist brillant, aber sprachlich sehr ansprechend, gerade für Freunde der Wörter.
Ich verstehe das Buch auch als Plädoyer für eine umfassende Allgemein- und gegen eine vor allem wirtschaftlich nutzenorientierte Fachbildung, wenn diese die zuerst erwähnte zu ersetzen droht. Und mir gefiel, dass sich der Leser zusätzlich zum Vergnügen literarisch mit Fremdwörtern auseinandersetzen kann, ohne mein Ansicht nach fragwürdige Rhetorik-Ratgeber dazu zu verwenden (Siehe "How to use Fremdwörter, without sich zu flambieren").
In jedem Fall ein nettes Buch für einen oder zwei ruhige Nachmittage.


4
4
Preis: EUR 14,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neues Meisterwerk elektronischer Musik, 11. April 2014
Rezension bezieht sich auf: 4 (Audio CD)
War "Satta" aus dem Jahr 2001 beinahe ein Downbeat-Klassiker (die dazwischen liegenden beiden Alben kenne ich nicht), ist "4" eine bemerkenswerte Öffnung zu neuen Ufern. Das darf man ruhig wörtlich nehmen, wenn man das tolle Cover-Kunstwerk betrachtet. Aus den Titeln der einzelnen Stücke lässt sich das Thema "Arktis/Norden" ableiten. So wie das Artwork ist auch die Musik des Albums in Grau gehalten, allerdings nicht langweilig oder eisig, sondern warm und in ganz verschiedenen Tönen. Aus verschiedenen elektronischen und traditionellen Zutaten ergibt sich ein vielfältiges Klangbild. Der erste Track (mit dem Trompeter Markus Stockhausen) erinnert an manches aus dem Werk von Nils-Petter Molvaer. Es gibt Bezugspunkte zu Minimal Techno, Ambient und Dub. Dem ganzen Werk liegt meiner Ansicht nach der Geist des Jazz zugrunde. Die Rhythmen bewegen sich im Mid-Tempo und gelegentlich bleibt die Musik förmlich stehen und wirkt fast frei improvisiert. Eine Platte dieser Art muss man am Stück hören - und das am besten hintereinander. Elektronikkünstler des Jahres 2014 müssen sich also ordentlich anstrengen, um in diesem Jahr etwas ähnlich Gutes zu produzieren. Es sei ihnen gewünscht.


Baader und Herold: Beschreibung eines Kampfes
Baader und Herold: Beschreibung eines Kampfes
von Dorothea Hauser
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes Menschen- und Zeitportrait, 28. Februar 2014
In den letzten Jahren habe ich, ausgelöst durch den Film "Todesspiel" viel über den deutschen Terrorismus der 1970er-Jahre gelesen, gehört und gesehen. Angefangen mit dem Buch "Der Baader Meinhof Komplex" bis hin zum Briefwechsel von Julia Albrecht und Corinna Ponte in "Patentöchter". Und obwohl "Baader und Herold" schon etwas älter ist, ist es bis jetzt das letzte Buch in einer längeren Reihe.
Der Autorin ist es gelungen, eine interessante Doppelbiografie zweiter Antipoden der Auseinandersetzung der extremen Linken und der Staatsgewalt zu schreiben. Sie verzichtet auf platte Klischees und die Auswalzung schon zur Folklore gewordener Ereignisse dieser Zeit und schildert vor allem auch das Aufwachsen und den Werdegang der beiden Männer klug und verständnisvoll. Baader ist mehr als nur der gewaltbereite Macho – und Herold mehr als nur der eiskalte Vertreter des "Überwachungsstaats". Gerade die Person Herold geht ja in den bisherigen historischen und journalistischen Behandlungen des Themas eher unter.
Dorothea Hauser geht auch auf das persönliche Umfeld der Protagonisten ein, ohne sich jedoch in zu vielen Nebensträngen zu verheddern. (Das unterscheidet sie erfrischend von der Biografie Heinrichs VIII. von Sabine Appel. Aber das nur nebenbei.).
Lediglich der Untertitel "Beschreibung eines Kampfes" ist etwas missverständlich. Denn einen direkten Kampf zwischen Horst Herold und Andreas Baader - im Sinn eines Duells - scheint es so nicht gegeben zu haben. Gerade auch deswegen, da ja Andreas Baader relativ früh in Haft kam, obwohl er ja zusammen mit Gudrun Ensslin und anderen die Aktivitäten der Gruppe beeinflusste und zum Teil auch steuerte. Aber es war eigentlich immer der Kampf einer politisch verblendeten Gruppe gegen den deutschen Staat und dessen Exekutivorgane. Trotzdem möchte ich mich an diesem Untertitel nicht aufhängen.
Ein wirklich lesenswertes Buch, auch noch über 15 Jahre nach seinem Erscheinen!


Die Sonne war der ganze Himmel: Roman
Die Sonne war der ganze Himmel: Roman
von Kevin Powers
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schuld - und keine Sühne ..., 1. Februar 2014
Im Geschichtsunterricht lernt man, das Staaten Kriege führen. Das klingt merkwürdig distanziert, fast harmlos. Dabei geht unter, dass diese Kriege nicht von abstrakten Gebilden, sondern von vielen vielen Individuen geführt werden, die aus ganz verschiedenen Motiven in den Streitkräften dienen: Patriotismus, Pragmatismus, Zwang, Lust an Disziplin, vielleicht auch am Töten. Viele dieser Männer und Frauen wissen offensichtlich ganz und gar nicht, worauf sie sich damit eingelassen haben.
Als jemand, der den Wehrdienst verweigert hat, habe ich eigentlich keinen gedanklichen und gefühlsmäßigen Bezug zum Thema Patriotismus, Militär oder gar Krieg. Umso erschütternder fand ich dieses Buch, da er einen Krieg behandelt, der zeitlich ganz nah ist - und der als mehr oder weniger als Bürgerkrieg weitergeführt wird.
Aufbauend auf seinen Erfahrungen im Irakkrieg erzählt der Autor aus der Ich-Perspektive die Geschichte eines Einsatzes der US-Streitkräfte, der in den Nachrichten wohl kaum eine Minute - oder gar keiner Meldung - wert sein würde. In zwei Handlungssträngen verbindet er die Kampfhandlungen, seine Gedankengänge und die emotionale Leere und den fehlenden Bezug zum "normalen" Leben eines Heimgekehrten, der sich schuldig fühlt, obwohl er sich eigentlich als Held empfinden müsste. Zwischen den Zeilen taucht für mich immer wieder die Frage auf, welche Menschen es sind, die von anderen Menschen verlangen, für vermeintlich "höhere" Ziele Schuld auf sich zu laden.
Die Sprache des Buches ist in den Schilderungen lakonisch, in den inneren Monologen manchmal poetisch und wirkt nicht aufgesetzt oder moralisierend. Als Symbol für die Grauen des Krieges dienen vor allem die Zerstörung der Natur, der Bäume und Gärten und der Tiere. Wo so etwas geschieht, ist die Zerstörung von Menschen nicht fern.


Das Britische Empire: Geschichte eines Weltreichs (Beck's Historische Bibliothek)
Das Britische Empire: Geschichte eines Weltreichs (Beck's Historische Bibliothek)
von Peter Wende
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Einführung ins britische Zeitalter, 19. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Peter Wendes Darstellung des britischen Weltreichs wendet sich an den Leser, der nicht aus dem britisch beeinflussten Kulturkreis stammt.
Er gliedert das britische Empire in ein frühes und ein spätes. Zu Beginn führt er aus, wie es kam, dass England von Europa ab- und den Ozeanen zuwandte. Und am Ende beschreibt er den stetigen Auflösungsprozess des Empires bis hin zum Commonwealth.
Wende arbeitet deutlich heraus, dass dem Empire kein durchdachter Plan zugrunde lag. Verschiedene Interessen, allem voran der Handel, führten dazu, dass verschiedenste Formen der Kolonisation und Unterwerfung am Ende ein Weltreich bildeten, das ein Viertel der Erde beherrschte.
Der Autor bemüht sich um eine klare und logische Darstellung der britischen Kolonialpolitik und der verschiedenen Wechselwirkungen zwischen den Kolonien und dem Mutterland.
Zu kurz gekommen sind dabei die Darstellung der handelnden Personen und der Kulturgeschichte des Empires. So bleibt das Buch leider etwas trocken. Trotzdem ist es sehr lesenswert und lädt zum Weiterlesen ein.


AOR
AOR
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Unverschämtheit ..., 14. September 2013
Rezension bezieht sich auf: AOR (Audio CD)
... so ein tolles Album zu produzieren. Ed Motta serviert uns keine Bossa-Nova-Rhythmen, auch nichts Afro-Brasilianisches, sondern astreinen US-amerikanischen Westküsten-Sound der späten 70er-Jahre. Andere Zeit, anderer Ort. Die Eckpunkte des musikalischen Koordinatensystems: Irgendwo zwischen Steely Dan, Earth, Wind & Fire, Toto und Incognito (!) ab den 2000ern. Incognito waren ab diesem Zeitpunkt auch ziemlich auf den Jazz-Funk dieser Periode geeicht. Ebenfalls vorhanden: Spurenelemente aus der Funk-Phase von Herbie Hancock. Der Titel "AOR" ist Programm, auch wenn es sich eigentlich nicht um Rockmusik handelt.

"AOR" weist für mich keinen einzigen Durchhänger auf. Alle 9 Titel (inklusive einer netten Radio-Jingle) sind minutiös und liebevoll gemacht. Die Stücke bewegen sich im Midtempo-Bereich, klingend federnd und warm. Die Zutaten: viel Fender-Rhodes-Piano, elastische, manchmal geslappte Bässe, jazzig arrangierte Bläsersätze, süße Gitarren-Licks und Ed Mottos Soulstimme, deren Phrasierung seine Bewunderung für Donald Fagen von Steely Dan erkennen lässt.

Einzelne Stücke hervorzuheben, wäre müßig. Schon die Einleitung "Playthings Of Luv" legt eine hohe Latte vor. "Lost In The Night" ist unheimlich cool, und verführt zum Kopfnicken. "Dondi" – ein echter Ohrwurm, "Dried Flowers" mit seinem Vibraphon-Solo und seinen andeutungsweisen Big-Band-Sounds nähert sich am meistem den Jazz.

Normalerweise verwende ich solche Bilder nicht gerne: Aber es wird schwer fallen, im kommenden Winter diese Musik im Auto zu hören, ohne die Ellbogen aus dem Fenster zu halten ...


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10