Profil für Sagitarius > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Sagitarius
Top-Rezensenten Rang: 6.666
Hilfreiche Bewertungen: 392

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Sagitarius "on Earth" (Deutschland)

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4
pixel
EVGA GeForce GTX 980 04G-P4-2983-KR Superclocked
EVGA GeForce GTX 980 04G-P4-2983-KR Superclocked
Preis: EUR 555,95

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lauter als erwartet, 25. März 2015
Ich habe die Grafikkarten evga GTX 980 (04G-P4-2983-KR) und msi GTX 980 Gaming 4G (V317-008R) gekauft und beide ausprobiert, da ich besonders viel Wert auf Geräuschkulisse und Energieeffizienz lege.

Bitte beachten Sie, bevor Sie weiterlesen: hier geht es hauptsächlich um die Lautstärke der Grafikkarten. Ich gehe auch auf Stromverbrauch, Support, Geschwindigkeit, Produktwertigkeit, usw. ein, allerdings ist der Hauptfokus in der Geräuschkulisse.
Wenn das für Sie uninteressant ist, sind Sie vorgewarnt, bevor Sie sich am Ende über die Lektüre ärgern und mir dann irgendwelche Postings schreiben, warum ich mich so auf die Lautstärke konzentriere, oder dass solche Karten natürlich laut sein müssen. Ich weiß, dass diese Grafikkarten ab einer bestimmten Leistungserbringung laut sein müssen, es geht nur darum, welcher lauter ist. Für Menschen, die besonderen Wert auf die Geräuschkulisse legen und noch nicht wissen, welcher Karte die nehmen sollen, kann diese Rezension etwas helfen. Außerdem sind ca. 600 EUR für eine Grafikkarte nicht „Peanuts“, daher soll es gut überlegt sein.

Da ich bei dieser Rezension auf beide Grafikkarten gleich eingehe (direkter Vergleich), werde ich es auch auf beide Produktseiten veröffentlichen. Daher bitte nicht wundern, wenn jemand es zweimal findet.

Ich upgrade von eine ATI Radeon HD6850 (SCS3). Das ist eine komplette Passivkarte ohne irgendwelche Lüfter. Da die Maximalauflösung bereits bei 2560x1600 liegt, kann sich einer vorstellen, wie sehr diese bei einem Spiel mit einer Auflösung von 2560x1440 in die Knie ging. Bei z. B. COH2 macht sich das besonders bemerkbar.

Wie die »Reise« begonnen hat... Vor einiger Zeit habe ich über die neuen GTX 980 gelesen (eher durch Zufall) und da dachte ich mir, „das ist es“.

- Wenig Stromverbrauch im Idle-Betrieb und auch unter Volllast
- Leise im Office-Betrieb (meine Nutzung= 90% Office / 10% Games, aber wenn Games dann mit guter Grafikauflösung)
- Genug Power um dann und wann mal ein paar Games zu spielen und auch Freude an der Grafikauflösung zu haben
- Nicht zu teuer war eine Prämisse, aber den Wunsch konnte ich mir leider nicht erfüllen :-(
- Kein ATI mehr (wollte einfach mal was anderes ausprobieren)
- Und nebenbei noch ein bisschen gut für die Zukunft gewappnet sein (z. B. nächste Generation DirectX und genug Power für noch möglichst viele Jahre)

Ich kaufe nicht ständig neue Produkte, sondern warte ab, bis ich ein auf meiner Bedürfnisse passendes Teil finde, welches sich auch als langjähriger Begleiter eignet. Damit versuche ich anschließend, so lange wie möglich auszukommen.

Nun ja, meiner Meinung nach vereinte sich „fast“ alles in diesen Grafikkarten. Nun noch die Beste »für meine Bedürfnisse« rauspicken!

Also mehreren Wochen mich informiert. Insbesondere der Beitrag von CB (Computer Base) war sehr interessant. Da werden 10 GTX-Grafikkarten miteinander verglichen. Mich interessierten insbesondere die o. g. Grafikkarten, wobei evga aufgrund des himmlischen Supports, Stromverbrauchs und Mehrgeschwindigkeit an 1. Stelle kam.

Und so bestellte ich mir zuerst die evga und hatte Glück, dass ich noch kostenlos die Garantie auf insgesamt 5 Jahre verlängern konnte. Klasse Sache, was wiederum für den klasse Support und die gute Qualität spricht. Und wo wir beim Support sind, sogar auf den Karton steht in Englisch, dass im Falle eines Produktfehlers, man sich »nicht« an den Händler wenden soll, sondern direkt an der Fa. evga (haben Niederlassung in DE). Kenne es so, dass die Hersteller erstmal versuchen dies auf die Händler abzuwälzen.

Die Karte war äußerst gut und sicher verpackt. Dabei waren Werbemittel von evga, die Grafikkarte, 2 Stromadapter für die Grafikkarte, ein DVI-Adapter, Handbuch und CD. Schon die Verpackung und die Art der Verpackung suggerierten, dass man da was Gutes gekauft hat.

Die Karte ist von der Verarbeitung her tadellos. Alles einwandfrei. Also direkt in meinem Rechner eingebaut und gestartet. Keine Probleme. Noch den Treiber von nvidia installiert und schon ging es los.

Die Karte gibt im Leerlauf keine Geräusche von sich oder Sonstiges, sondern verhält sich absolut ruhig. Also mal ein paar Spiele (Men of war, Warhammer Retribution, Rome II) laufen lassen :-) nach dem Motto: »Mal schauen, was die so kann«.

Die Karte ist angenehm flott, und alle Spiele ließen sich einwandfrei in höchsten Bildqualitätstuffen spielen. Dann habe ich Company of heroes 2 (anspruchsvolles Spiel) etwas länger gespielt, so als Test. Ohne Hintergrundmusik, nur mit normalen Spielgeräuschen und Dialoge (so wie immer). Die Karte läuft nach ca. 30 Sekunden irgendwann an, und ich höre die Lüfter leise drehen. Die Sinfonie steigerte sich weiter ... Und plötzlich denke ich: Wow, was ist das? Das will ja gar nicht aufhören.
Da haben sich die Lüfter mal so richtig gemeldet. Was mich allerdings am meisten störte, war die Tonfrequenz der Lüfter, ich vergleiche es irgendwie mit leicht hochfrequenten Windturbinen. Es ist ein etwas hoher Ton und nervte mich mächtig.
Bis ca. 1400-1500 Umdrehungen ist der Ton noch zu ertragen, sowohl von der Lautstärke her als auch von der Tonfrequenz. Aber nach 1500 Umdrehungen (und die sind mit der Karte bei aktuellen Games schnell erreicht) geht der Ton in so eine Art Hochton mit Steigerungspotenzial (übertrieben gesagt). Mich hat es massig gestört. Beim Spielen (und ich habe es mehrmals an verschiedenen Tagen ausprobiert) habe ich es direkt raus gehört und es störte mich als Hintergrundgeräusch. Das war nicht das, was ich von einer Grafikkarte GTX 980 und den Aussagen im Internet erwartet hatte!

Mein PC ist nicht gedämmt, allerdings ist die Belüftung gut positioniert. Alle Lüfter (4x 92mm, 2x 120mm, 1x 140mm) samt Kühlkörper sind von Noctua und dabei noch gedrosselt (laufen alle mit ca. 500 Umdrehungen, wenn temperaturmäßig notwendig drehen die auch höher, was bisher nie vorgekommen ist, da kein Overclocking). Meine CPU hat im Idle 32 Grad. Also habe ich im Office-Betrieb einen sehr leisen PC. Und dass man die Lüfter einer Grafikkarte bei Maximalleistung hören muss, ist mir auch klar. Aber nicht so. Sorry, das ging nicht.

Also habe ich die MSI GTX 980 Gaming 4G bestellt.
Die Verpackung ist von außen ordentlich und sicher, nur kommt die Wertigkeit wie bei der evga nicht so richtig beim Kunden rüber. An Zugaben ist fast das Gleiche drin wie bei der evga (ein Stromadapter weniger und kein Werbematerial wie Aufkleber, Sticker, usw.). Bei evga hatte ich das Gefühl, dass ich für das Geld mehr bekommen würde. Aber nun ja, ist nur die Verpackung, also weiter.

Grafikkarte macht von der Verarbeitung her einen sehr guten Eindruck. Nichts zu beanstanden.

Also schnell eingebaut und ausprobiert. Von der Geschwindigkeit her ist es etwas langsamer als die evga, was auch zu erwarten war. Die ist nicht so hoch getaktet, hat allerdings im Bedarfsfall mehr Übertaktungspotenzial als die evga, da zwei 4-Pin-Stromadapteranschlüsse vorhanden sind, bei der evga sind es zwei 3-Pin-Anschlüsse. Wer sich für die Geschwindigkeit mehr interessiert, unten sind mehr Ergebnisse im direkten Vergleich.

Gleiches Szenario wie mit evga durchgespielt und auch hier hört man die Lüfter anlaufen wie bei der evga (kein großer Unterschied im Niedrigdrehzahlbereich). Und irgendwann erreichen die Lüfter den kritischen Zustand der evga, aber wo bleiben die Turbinen? Keine Turbinen. Die Karte bleibt definitiv leiser als die evga. Ich habe die bis 1700 Umdrehungen hochgejagt und natürlich werden die Lüfter lauter, aber nie so störend wie bei der evga. Es ist einfach ein anderer Ton, eher ein tieferer Ton. Bei 1700 Umdrehungen empfand ich die Lautstärke der msi ungefähr so laut wie bei der evga bei 1400-1500 Umdrehungen. Mit dieser Geräuschkulisse kann ich leben, zumal es ja nur bei Games ist.

Am Ende war ich schon enttäuscht, da die evga mich zu Beginn mehr angesprochen hatte. Super freundlicher und engagierter Support, Produktwertigkeit ist gegeben, Vertrauen meinerseits im Unternehmen, 5 Jahre Garantie... Aber die Turbinen, das ging gar nicht.

Hier mache ich nochmal eine kurze Gegenüberstellung der beiden Grafikkarten:

SUPPORT
- EVGA: Super, super Support. 5 Jahre Garantie sprechen für sich, auf Wunsch und Zuzahlung sogar 10 Jahre. Habe 2 x dort angerufen, beide Male sehr freundlich und gut beraten. Immer wieder.
- MSI: 2 Jahre Garantie. Vom MSI-Support erwarte ich nicht viel, möchte es allerdings auch nicht schlecht reden. Wenn Karte defekt ist, holen die es zuhause ab und wenn repariert senden die es wieder zurück. Nett, kommt allerdings im Vergleich zu evga eher wie ein Lückenfühler daher.

VERARBEITUNG
- EVGA: Sehr gut verarbeitet, Karte war einwandfrei. 5 Sterne. Kanten sauber verarbeitet, usw.
- MSI: Auch 5 Sterne, klasse Verarbeitung. Nichts hinzuzufügen oder zu beanstanden.

KARTENGRÖSSE
- EVGA: Kleiner als die von MSI. Geht eher in die Länge. Gute Form, sollte weniger Schwierigkeiten wegen Platzprobleme im Gehäuse machen als die MSI. Benötigt 2 Slotplätze.
- MSI: Größer als die EVGA. Höher und länger. Unbedingt auf Herstellerseite die Abmessungen entnehmen und prüfen. Kann eng werden. Benötigt auch 2 Slots.

ÜBERTAKTUNGSPOTENZIALL
- EVGA: Kann natürlich auch noch etwas übertaktet werden. Ist allerdings durch das lediglich Vorhandensein von nur 2x 3-PIN-Stromanschlüsse limitiert. Mit Tool PrecisionX einfach und sicher zu übertakten. Nachteil: Einstellungen bleiben nicht auf der Karte gespeichert, man muss das Tool im Hintergrund laufen lassen.
- MSI: Kann höher als die EVGA übertaktet werden, Limitierung ist lediglich die Kühlung. Durch die 2x 4-PIN-Stromanschlüsse offen für mehr „Party“. Durch Tool MSI-Afterburner (eines der angesagtesten Overclockingtools im Netz) einfach zu übertakten. Auch muss das Tool im Hintergrund laufen, sonst werden Einstellungen nicht übernommen.
Ich selbst overclocke nicht, weiß es nur vom Testen und habe es im Zuge von Informationseinholung erfahren.

LÜFTER & GERÄUSCHKULISSE
- EVGA: Die beiden Lüfter haben ein Durchmesser von 92 mm. Ab ca. 1500 Umdrehungen geben die Lüfter einen für mich unangenehmen lauten hochfrequenten Ton von sich. Beim Spielen nervt das, im Office Betrieb laufen die nicht (erst ab 60 Grad). Beide Lüfter laufen gemeinsam an und gehen gemeinsam wieder aus. Sobald die Temperatur unter 60 Grad sinkt, gehen die Lüfter schnell aus. Sehr praktisch. Lüfter lassen sich auch selbst regeln (eigene Temperatur-/Umdrehungskurve erstellen). Allerdings muss das Programm PrecisonX immer im Hintergrund laufen (kann in der Taskleiste als Symbol minimiert werden). Ich hatte eine Kurve, wo die Lüfter erst ab 80 Grad über 30 % an Umdrehungen Fahrt aufnahmen. Dadurch war es nicht so laut, allerdings war es eine Notlösung, denn die 80 Grad sind schnell erreicht (höhere Temperaturen nicht gesund für die Karte) und das Tool muss im Hintergrund aktiv sein. Gäbe es nicht die MSI-Karte, hätte ich vielleicht diesen Kompromiss in Kauf genommen.
- MSI: Die Lüfter haben je ein Durchmesser von 100 mm, was für die angenehmere Geräuschkulisse spricht. Super Arbeit MSI. Da habt Ihr was Feines hergezaubert. Ab 60 Grad laufen die Lüfter an, allerdings unabhängig voneinander. Davon abhängig was gerade mehr beansprucht wird (GPU oder Speicher) geht der entsprechende Lüfter an. Es kann sein, dass nur ein Lüfter läuft. Wenn die Temperatur unter 60 Grad fällt, laufen die Lüfter hier nach, d. h. die gehen nicht direkt aus wie bei der EVGA, sondern erst dann, wenn die Temperatur von 50 Grad erreicht ist. Und dabei geht nur der Lüfter von der GPU aus, der anderer läuft noch ca. 20-30 Sekunden nach, bis eine bestimmte Temperatur erreicht ist (über Tools ist diese Temperatur nicht mess- und darstellbar, zumindest nicht das ich wüsste). Allerdings laufen die bis 50 Grad mit niedrigeren Umdrehungen und ich höre die kaum. Manche User stören sich daran, habe ich im Internet gelesen, dass die nicht direkt ausgehen (wie bei der EVGA). Ich finde es ganz OK, diese weiteren 30-60 Sekunden zu investieren, um die Hardware wieder auf „Temperatur“ zu bringen. Vielleicht wird MSI das mit ein Bios ändern, wenn nicht kann ich damit gut leben. Erst ab ca. 1700 Umdrehungen werden die Lüfter klar „hörbarer“, allerdings fallen die nicht unangenehm auf. Hört sich an wie die von evga bei 1500 Umdrehungen. Auch hier wie bei evga, lassen sich mit Tools die Lüfter kontrollieren. Mit MSI-Afterburner kann man Temperaturkurven erstellen und die Lüfter unter Kontrolle bringen, allerdings kann damit nur der GPU-Lüfter angesteuert werden (nicht Speicher-Lüfter). Mit dem Tool MSI-Fan Controll können beide Lüfter manuell gesteuert werden, allerdings fehlen hier die Temperaturkurven. Da muss MSI nacharbeiten.

GESCHWINDIGKEIT
- EVGA: Ganz klar hat diese Karte die Nase vorn, weil die einfach höher getaktet ist. Weiter unten sind meine Ergebnisse dargestellt.
- MSI: Etwas weniger Frames, dafür mehr Ruhe in der Kiste. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was wichtiger ist. Ich kann auf die paar Frames verzichten und notfalls könnte ich ggfls. die Karte leicht übertakten und schon wäre die MSI im Vorteil. Wie hoch die Lüfter dann drehen, müsste man schauen.

STROMVERBRAUCH
- EVGA: Benötigt weniger Strom. Die Karte ist im Grunde für diese Leistung gebaut worden plus ein bisschen „Tuning-Feeling“, damit man das Gefühl hat noch ein bisschen mehr herausgeholt zu haben (Jäger-Instinkt). Im Office- und Idle-Betrieb benötigt die Karte bei mir 7 Watt weniger als die MSI. Das ist dem Umstand geschuldet, dass die evga lediglich insgesamt 6-Strom-PIN-Anschlüsse hat. Unter Last verbraucht die Karte ca. 4 Watt mehr als die MSI.
- MSI: In meinen Augen eine echte Übertaktungs-Grafikkarte mit genug Potenzial. Die Stromversorgung für dieses Vorhaben ist vorhanden. Davon abhängig, wie weit man geht, müsste man über eine bessere Kühlung nachdenken. Benötigt etwas mehr Strom im Office- und Idle-Betrieb, da insgesamt 8-Strom-PIN-Anschlüsse vorhanden sind (macht bei mir bei 10 Stunden/Nutzung am Tag, was sicherlich übertrieben ist, ca. 7 EUR im Jahr und damit kann leben, weil mehr Ruhe in der „Kiste“ ist). Unter Last verbraucht die Karte bei mir weniger Strom, was mich wundert, weil auf den Artikel von CB müsste die MSI etwas mehr verbraucht.

FIEPEN
- EVGA: Ganz selten hatte ich mal geringfügiges Spulenfiepen. Es war nie beim Office-Betrieb oder beim Spielen, sondern nur bei bestimmten Benchmarks und nur absolut minimal (musste nah dran gehen). Empfand ich als nicht störend, zumal es vielleicht 2 Mal waren
- MSI: Noch nicht so lange im Gebrauch, allerdings bisher absolut kein Spulenfiepen. Hoffe es bleibt so.

BILDQUALITÄT UND STABILITÄT
- EVGA: Super, alles bestens. Nichts zu meckern. War auch nicht anders zu erwarten. Im Office-Betrieb keine Treiber-Abstürze oder Sonstiges. Die Games laufen zuverlässig, so wie es soll. Auch im Office-Betrieb geht das Codieren von Filmen mit Hilfe der GPU rasend schnell. Wahnsinn! Auch mit Photoshop ist das Arbeiten angenehmer.
- MSI: Genau das Gleiche wie bei evga. Karte läuft auch äußerst zuverlässig und stabil und die Bildqualität ist einwandfrei. Games spiele ich nur mit „Ultras“, sprich, mit den höchsten Einstellungen. Alles läuft flüssig und gut.

Wer sich noch eingehender mit der Thematik „Lüftergeräusche“ beschäftigen möchte, sollte sich auf CB (computer base) umschauen. Dort ist wie o. g. ein Artikel über 10 GTX980-Karten und es gibt Videos, wo man sich die Karten im Leerlauf und unter Last anhören kann. Ich kann bestätigen, dass der Ton-Unterschied zwischen der evga- und der msi-Grafikkarte in dem Video so stimmt. Ich wollte es zuerst nicht glauben, daher habe ich mir die evga zuerst gekauft.

Die Palit Super Jetstream war auch interessant für mich, da auch besonders leise. Allerdings
- war der Stromverbrauch unter Last wieder nicht so attraktiv
- nur mini-Displayports vorhanden (kein normaler Display-Port)
- die Größe hat mich etwas abgeschreckt (3 Slots werden benötigt)
- und in Konkurrenz mit MSI die fehlende Möglichkeit, dass die Lüfter voneinander getrennt geregelt werden können

Wer sich für den Vergleich von CB der 10 GTX980-Grafikkarten interessiert, hier ist die Adresse: ***.computerbase.de/2014-11/geforce-gtx-980-test-vergleich-round-up (bitte die Sternchen durch www ersetzen, da der Link sonst von Amazon gelöscht wird).

Alles Weitere wie Anschlussvielfalt, die Clocks, Abmessungen, usw. der beiden Karten kann von den Hersteller-Seiten entnommen werden.

Hier nun meine Ergebnisse im direkten Vergleich.

Geschwindigkeit

Geeks3D GPUTest 0.5.0 (Ergebnisse in FPS)
- Furmark (2560x1440 fullscreen, 4x MSAA)= evga: 65 / msi: 62
- Tessmark x64/x64 (2560x1440 fullscreen, 4x MSAA)= evga: 259 / msi: 246
- Tessmark x8/x8 (2560x1440 fullscreen)= evga: 1152 / 1099
- PixMark Piano (2560x1440 fullscreen) = evga: 16 / 15

Company of heroes 2 (Benchmark im Programm selbst)
- 1920x1080 (Einstellungen alle auf maximal) = evga: 55 / msi: 49
- 2560x1440 (Einstellungen alle auf maximal) = evga: 52 / msi: 46

STROMVERBRAUCH
- Idle (Steckdose PC ohne Monitor)= evga: 56 W / msi: 63
- GPU ausgelastet (Steckdose PC ohne Monitor)= evga: 255 / msi: 251

LAUTSTÄRKE (gemessen mit Samsung S4, was anderes habe ich nicht ;-)
- Idle (PC im Leerlauf, alles kühl und nicht gestresst)= evga: 30 db / msi: 30 db
- Stresstest Pixmark Piano (8x MSAA, 1024x640, 4 Minuten)= evga: 38 db / msi: 38 db
- Stresstest Pixmark Piano (8x MSAA, 2560x1440, 6 Minuten)= evga: 47 db / msi: 42 db

Wer vielleicht noch wissen möchte, welche Hardware-Konstellation ich habe, hier die Eckdaten:

- Motherboard: Intel DZ77GA-70K
- CPU: Intel Xeon QuadCore E3-1230 v2 (3500 MHz)
- Samsung SSD 850 pro 256 GB
- 16 GB DDR3-1600 Dual Channel (Corsair Vengeance)
- MSI GTX980 Gaming 4G

Wie man sehen kann, habe ich mich schweren Herzens für die MSI entschieden.
Die 04G-P4-2983-KR von EVGA ist eine klasse Grafikkarte, die lediglich ein besseres Lüfterkonzept vertragen könnte. Das spiegelt meine Meinung und mein Lautstärkeempfinden wider.
Auch das Unternehmen hat mich überzeugt (klasse Support, Qualitätsbewusstsein, Kundenfreundlichkeit). In Zukunft werde ich mich bei Bedarf nach Produkten von EVGA umschauen und denen eine weitere Chance geben. Weiter so Jungs.

Die Karte von MSI ist einfach gelungen. Die haben ein intelligentes Lüfterkonzept entwickelt und jede Menge Overclocking-Potenzial ermöglicht. Die löchrige manuelle Lüfterregelung ist für manche User ärgerlich, allerdings gehe ich davon aus, dass MSI zügig nachliefern wird. Ich bin sehr zufrieden mit der Karte und für Menschen, die auf eine geringe Grafikkarten-Geräuschkulisse Wert legen, kann ich diese wärmstens empfehlen.

Meiner Meinung nach unterschieden sich die Nichtreferenz-Karten GTX 980 sich in dem Punkt voneinander, dass die Hersteller hauptsächlich basierend auf das von denen neu entwickelte Lüftungskonzept die Leistung der Grafikkarten konzeptionieren. D. h. wie viel Overclocking verträgt mein Lüftungskonzept?


MSI V317-008R NVIDIA GeForce GTX980 Gaming Grafikkarte (PCI-e, 4GB GDDR5 HDMI, DVI, DisplayPort, 1 GPU)
MSI V317-008R NVIDIA GeForce GTX980 Gaming Grafikkarte (PCI-e, 4GB GDDR5 HDMI, DVI, DisplayPort, 1 GPU)
Preis: EUR 562,99

14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gut gemacht MSI, 25. März 2015
Ich habe die Grafikkarten evga GTX 980 (04G-P4-2983-KR) und msi GTX 980 Gaming 4G (V317-008R) gekauft und beide ausprobiert, da ich besonders viel Wert auf Geräuschkulisse und Energieeffizienz lege.

Bitte beachten Sie, bevor Sie weiterlesen: hier geht es hauptsächlich um die Lautstärke der Grafikkarten. Ich gehe auch auf Stromverbrauch, Support, Geschwindigkeit, Produktwertigkeit, usw. ein, allerdings ist der Hauptfokus in der Geräuschkulisse.
Wenn das für Sie uninteressant ist, sind Sie vorgewarnt, bevor Sie sich am Ende über die Lektüre ärgern und mir dann irgendwelche Postings schreiben, warum ich mich so auf die Lautstärke konzentriere, oder dass solche Karten natürlich laut sein müssen. Ich weiß, dass diese Grafikkarten ab einer bestimmten Leistungserbringung laut sein müssen, es geht nur darum, welcher lauter ist. Für Menschen, die besonderen Wert auf die Geräuschkulisse legen und noch nicht wissen, welcher Karte die nehmen sollen, kann diese Rezension etwas helfen. Außerdem sind ca. 600 EUR für eine Grafikkarte nicht „Peanuts“, daher soll es gut überlegt sein.

Da ich bei dieser Rezension auf beide Grafikkarten gleich eingehe (direkter Vergleich), werde ich es auch auf beide Produktseiten veröffentlichen. Daher bitte nicht wundern, wenn jemand es zweimal findet.

Ich upgrade von eine ATI Radeon HD6850 (SCS3). Das ist eine komplette Passivkarte ohne irgendwelche Lüfter. Da die Maximalauflösung bereits bei 2560x1600 liegt, kann sich einer vorstellen, wie sehr diese bei einem Spiel mit einer Auflösung von 2560x1440 in die Knie ging. Bei z. B. COH2 macht sich das besonders bemerkbar.

Wie die »Reise« begonnen hat... Vor einiger Zeit habe ich über die neuen GTX 980 gelesen (eher durch Zufall) und da dachte ich mir, „das ist es“.

- Wenig Stromverbrauch im Idle-Betrieb und auch unter Volllast
- Leise im Office-Betrieb (meine Nutzung= 90% Office / 10% Games, aber wenn Games dann mit guter Grafikauflösung)
- Genug Power um dann und wann mal ein paar Games zu spielen und auch Freude an der Grafikauflösung zu haben
- Nicht zu teuer war eine Prämisse, aber den Wunsch konnte ich mir leider nicht erfüllen :-(
- Kein ATI mehr (wollte einfach mal was anderes ausprobieren)
- Und nebenbei noch ein bisschen gut für die Zukunft gewappnet sein (z. B. nächste Generation DirectX und genug Power für noch möglichst viele Jahre)

Ich kaufe nicht ständig neue Produkte, sondern warte ab, bis ich ein auf meiner Bedürfnisse passendes Teil finde, welches sich auch als langjähriger Begleiter eignet. Damit versuche ich anschließend, so lange wie möglich auszukommen.

Nun ja, meiner Meinung nach vereinte sich „fast“ alles in diesen Grafikkarten. Nun noch die Beste »für meine Bedürfnisse« rauspicken!

Also mehreren Wochen mich informiert. Insbesondere der Beitrag von CB (Computer Base) war sehr interessant. Da werden 10 GTX-Grafikkarten miteinander verglichen. Mich interessierten insbesondere die o. g. Grafikkarten, wobei evga aufgrund des himmlischen Supports, Stromverbrauchs und Mehrgeschwindigkeit an 1. Stelle kam.

Und so bestellte ich mir zuerst die evga und hatte Glück, dass ich noch kostenlos die Garantie auf insgesamt 5 Jahre verlängern konnte. Klasse Sache, was wiederum für den klasse Support und die gute Qualität spricht. Und wo wir beim Support sind, sogar auf den Karton steht in Englisch, dass im Falle eines Produktfehlers, man sich »nicht« an den Händler wenden soll, sondern direkt an der Fa. evga (haben Niederlassung in DE). Kenne es so, dass die Hersteller erstmal versuchen dies auf die Händler abzuwälzen.

Die Karte war äußerst gut und sicher verpackt. Dabei waren Werbemittel von evga, die Grafikkarte, 2 Stromadapter für die Grafikkarte, ein DVI-Adapter, Handbuch und CD. Schon die Verpackung und die Art der Verpackung suggerierten, dass man da was Gutes gekauft hat.

Die Karte ist von der Verarbeitung her tadellos. Alles einwandfrei. Also direkt in meinem Rechner eingebaut und gestartet. Keine Probleme. Noch den Treiber von nvidia installiert und schon ging es los.

Die Karte gibt im Leerlauf keine Geräusche von sich oder Sonstiges, sondern verhält sich absolut ruhig. Also mal ein paar Spiele (Men of war, Warhammer Retribution, Rome II) laufen lassen :-) nach dem Motto: »Mal schauen, was die so kann«.

Die Karte ist angenehm flott, und alle Spiele ließen sich einwandfrei in höchsten Bildqualitätstuffen spielen. Dann habe ich Company of heroes 2 (anspruchsvolles Spiel) etwas länger gespielt, so als Test. Ohne Hintergrundmusik, nur mit normalen Spielgeräuschen und Dialoge (so wie immer). Die Karte läuft nach ca. 30 Sekunden irgendwann an, und ich höre die Lüfter leise drehen. Die Sinfonie steigerte sich weiter ... Und plötzlich denke ich: Wow, was ist das? Das will ja gar nicht aufhören.
Da haben sich die Lüfter mal so richtig gemeldet. Was mich allerdings am meisten störte, war die Tonfrequenz der Lüfter, ich vergleiche es irgendwie mit leicht hochfrequenten Windturbinen. Es ist ein etwas hoher Ton und nervte mich mächtig.
Bis ca. 1400-1500 Umdrehungen ist der Ton noch zu ertragen, sowohl von der Lautstärke her als auch von der Tonfrequenz. Aber nach 1500 Umdrehungen (und die sind mit der Karte bei aktuellen Games schnell erreicht) geht der Ton in so eine Art Hochton mit Steigerungspotenzial (übertrieben gesagt). Mich hat es massig gestört. Beim Spielen (und ich habe es mehrmals an verschiedenen Tagen ausprobiert) habe ich es direkt raus gehört und es störte mich als Hintergrundgeräusch. Das war nicht das, was ich von einer Grafikkarte GTX 980 und den Aussagen im Internet erwartet hatte!

Mein PC ist nicht gedämmt, allerdings ist die Belüftung gut positioniert. Alle Lüfter (4x 92mm, 2x 120mm, 1x 140mm) samt Kühlkörper sind von Noctua und dabei noch gedrosselt (laufen alle mit ca. 500 Umdrehungen, wenn temperaturmäßig notwendig drehen die auch höher, was bisher nie vorgekommen ist, da kein Overclocking). Meine CPU hat im Idle 32 Grad. Also habe ich im Office-Betrieb einen sehr leisen PC. Und dass man die Lüfter einer Grafikkarte bei Maximalleistung hören muss, ist mir auch klar. Aber nicht so. Sorry, das ging nicht.

Also habe ich die MSI GTX 980 Gaming 4G bestellt.
Die Verpackung ist von außen ordentlich und sicher, nur kommt die Wertigkeit wie bei der evga nicht so richtig beim Kunden rüber. An Zugaben ist fast das Gleiche drin wie bei der evga (ein Stromadapter weniger und kein Werbematerial wie Aufkleber, Sticker, usw.). Bei evga hatte ich das Gefühl, dass ich für das Geld mehr bekommen würde. Aber nun ja, ist nur die Verpackung, also weiter.

Grafikkarte macht von der Verarbeitung her einen sehr guten Eindruck. Nichts zu beanstanden.

Also schnell eingebaut und ausprobiert. Von der Geschwindigkeit her ist es etwas langsamer als die evga, was auch zu erwarten war. Die ist nicht so hoch getaktet, hat allerdings im Bedarfsfall mehr Übertaktungspotenzial als die evga, da zwei 4-Pin-Stromadapteranschlüsse vorhanden sind, bei der evga sind es zwei 3-Pin-Anschlüsse. Wer sich für die Geschwindigkeit mehr interessiert, unten sind mehr Ergebnisse im direkten Vergleich.

Gleiches Szenario wie mit evga durchgespielt und auch hier hört man die Lüfter anlaufen wie bei der evga (kein großer Unterschied im Niedrigdrehzahlbereich). Und irgendwann erreichen die Lüfter den kritischen Zustand der evga, aber wo bleiben die Turbinen? Keine Turbinen. Die Karte bleibt definitiv leiser als die evga. Ich habe die bis 1700 Umdrehungen hochgejagt und natürlich werden die Lüfter lauter, aber nie so störend wie bei der evga. Es ist einfach ein anderer Ton, eher ein tieferer Ton. Bei 1700 Umdrehungen empfand ich die Lautstärke der msi ungefähr so laut wie bei der evga bei 1400-1500 Umdrehungen. Mit dieser Geräuschkulisse kann ich leben, zumal es ja nur bei Games ist.

Am Ende war ich schon enttäuscht, da die evga mich zu Beginn mehr angesprochen hatte. Super freundlicher und engagierter Support, Produktwertigkeit ist gegeben, Vertrauen meinerseits im Unternehmen, 5 Jahre Garantie... Aber die Turbinen, das ging gar nicht.

Hier mache ich nochmal eine kurze Gegenüberstellung der beiden Grafikkarten:

SUPPORT
- EVGA: Super, super Support. 5 Jahre Garantie sprechen für sich, auf Wunsch und Zuzahlung sogar 10 Jahre. Habe 2 x dort angerufen, beide Male sehr freundlich und gut beraten. Immer wieder.
- MSI: 2 Jahre Garantie. Vom MSI-Support erwarte ich nicht viel, möchte es allerdings auch nicht schlecht reden. Wenn Karte defekt ist, holen die es zuhause ab und wenn repariert senden die es wieder zurück. Nett, kommt allerdings im Vergleich zu evga eher wie ein Lückenfühler daher.

VERARBEITUNG
- EVGA: Sehr gut verarbeitet, Karte war einwandfrei. 5 Sterne. Kanten sauber verarbeitet, usw.
- MSI: Auch 5 Sterne, klasse Verarbeitung. Nichts hinzuzufügen oder zu beanstanden.

KARTENGRÖSSE
- EVGA: Kleiner als die von MSI. Geht eher in die Länge. Gute Form, sollte weniger Schwierigkeiten wegen Platzprobleme im Gehäuse machen als die MSI. Benötigt 2 Slotplätze.
- MSI: Größer als die EVGA. Höher und länger. Unbedingt auf Herstellerseite die Abmessungen entnehmen und prüfen. Kann eng werden. Benötigt auch 2 Slots.

ÜBERTAKTUNGSPOTENZIALL
- EVGA: Kann natürlich auch noch etwas übertaktet werden. Ist allerdings durch das lediglich Vorhandensein von nur 2x 3-PIN-Stromanschlüsse limitiert. Mit Tool PrecisionX einfach und sicher zu übertakten. Nachteil: Einstellungen bleiben nicht auf der Karte gespeichert, man muss das Tool im Hintergrund laufen lassen.
- MSI: Kann höher als die EVGA übertaktet werden, Limitierung ist lediglich die Kühlung. Durch die 2x 4-PIN-Stromanschlüsse offen für mehr „Party“. Durch Tool MSI-Afterburner (eines der angesagtesten Overclockingtools im Netz) einfach zu übertakten. Auch muss das Tool im Hintergrund laufen, sonst werden Einstellungen nicht übernommen.
Ich selbst overclocke nicht, weiß es nur vom Testen und habe es im Zuge von Informationseinholung erfahren.

LÜFTER & GERÄUSCHKULISSE
- EVGA: Die beiden Lüfter haben ein Durchmesser von 92 mm. Ab ca. 1500 Umdrehungen geben die Lüfter einen für mich unangenehmen lauten hochfrequenten Ton von sich. Beim Spielen nervt das, im Office Betrieb laufen die nicht (erst ab 60 Grad). Beide Lüfter laufen gemeinsam an und gehen gemeinsam wieder aus. Sobald die Temperatur unter 60 Grad sinkt, gehen die Lüfter schnell aus. Sehr praktisch. Lüfter lassen sich auch selbst regeln (eigene Temperatur-/Umdrehungskurve erstellen). Allerdings muss das Programm PrecisonX immer im Hintergrund laufen (kann in der Taskleiste als Symbol minimiert werden). Ich hatte eine Kurve, wo die Lüfter erst ab 80 Grad über 30 % an Umdrehungen Fahrt aufnahmen. Dadurch war es nicht so laut, allerdings war es eine Notlösung, denn die 80 Grad sind schnell erreicht (höhere Temperaturen nicht gesund für die Karte) und das Tool muss im Hintergrund aktiv sein. Gäbe es nicht die MSI-Karte, hätte ich vielleicht diesen Kompromiss in Kauf genommen.
- MSI: Die Lüfter haben je ein Durchmesser von 100 mm, was für die angenehmere Geräuschkulisse spricht. Super Arbeit MSI. Da habt Ihr was Feines hergezaubert. Ab 60 Grad laufen die Lüfter an, allerdings unabhängig voneinander. Davon abhängig was gerade mehr beansprucht wird (GPU oder Speicher) geht der entsprechende Lüfter an. Es kann sein, dass nur ein Lüfter läuft. Wenn die Temperatur unter 60 Grad fällt, laufen die Lüfter hier nach, d. h. die gehen nicht direkt aus wie bei der EVGA, sondern erst dann, wenn die Temperatur von 50 Grad erreicht ist. Und dabei geht nur der Lüfter von der GPU aus, der anderer läuft noch ca. 20-30 Sekunden nach, bis eine bestimmte Temperatur erreicht ist (über Tools ist diese Temperatur nicht mess- und darstellbar, zumindest nicht das ich wüsste). Allerdings laufen die bis 50 Grad mit niedrigeren Umdrehungen und ich höre die kaum. Manche User stören sich daran, habe ich im Internet gelesen, dass die nicht direkt ausgehen (wie bei der EVGA). Ich finde es ganz OK, diese weiteren 30-60 Sekunden zu investieren, um die Hardware wieder auf „Temperatur“ zu bringen. Vielleicht wird MSI das mit ein Bios ändern, wenn nicht kann ich damit gut leben. Erst ab ca. 1700 Umdrehungen werden die Lüfter klar „hörbarer“, allerdings fallen die nicht unangenehm auf. Hört sich an wie die von evga bei 1500 Umdrehungen. Auch hier wie bei evga, lassen sich mit Tools die Lüfter kontrollieren. Mit MSI-Afterburner kann man Temperaturkurven erstellen und die Lüfter unter Kontrolle bringen, allerdings kann damit nur der GPU-Lüfter angesteuert werden (nicht Speicher-Lüfter). Mit dem Tool MSI-Fan Controll können beide Lüfter manuell gesteuert werden, allerdings fehlen hier die Temperaturkurven. Da muss MSI nacharbeiten.

GESCHWINDIGKEIT
- EVGA: Ganz klar hat diese Karte die Nase vorn, weil die einfach höher getaktet ist. Weiter unten sind meine Ergebnisse dargestellt.
- MSI: Etwas weniger Frames, dafür mehr Ruhe in der Kiste. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was wichtiger ist. Ich kann auf die paar Frames verzichten und notfalls könnte ich ggfls. die Karte leicht übertakten und schon wäre die MSI im Vorteil. Wie hoch die Lüfter dann drehen, müsste man schauen.

STROMVERBRAUCH
- EVGA: Benötigt weniger Strom. Die Karte ist im Grunde für diese Leistung gebaut worden plus ein bisschen „Tuning-Feeling“, damit man das Gefühl hat noch ein bisschen mehr herausgeholt zu haben (Jäger-Instinkt). Im Office- und Idle-Betrieb benötigt die Karte bei mir 7 Watt weniger als die MSI. Das ist dem Umstand geschuldet, dass die evga lediglich insgesamt 6-Strom-PIN-Anschlüsse hat. Unter Last verbraucht die Karte ca. 4 Watt mehr als die MSI.
- MSI: In meinen Augen eine echte Übertaktungs-Grafikkarte mit genug Potenzial. Die Stromversorgung für dieses Vorhaben ist vorhanden. Davon abhängig, wie weit man geht, müsste man über eine bessere Kühlung nachdenken. Benötigt etwas mehr Strom im Office- und Idle-Betrieb, da insgesamt 8-Strom-PIN-Anschlüsse vorhanden sind (macht bei mir bei 10 Stunden/Nutzung am Tag, was sicherlich übertrieben ist, ca. 7 EUR im Jahr und damit kann leben, weil mehr Ruhe in der „Kiste“ ist). Unter Last verbraucht die Karte bei mir weniger Strom, was mich wundert, weil auf den Artikel von CB müsste die MSI etwas mehr verbraucht.

FIEPEN
- EVGA: Ganz selten hatte ich mal geringfügiges Spulenfiepen. Es war nie beim Office-Betrieb oder beim Spielen, sondern nur bei bestimmten Benchmarks und nur absolut minimal (musste nah dran gehen). Empfand ich als nicht störend, zumal es vielleicht 2 Mal waren
- MSI: Noch nicht so lange im Gebrauch, allerdings bisher absolut kein Spulenfiepen. Hoffe es bleibt so.

BILDQUALITÄT UND STABILITÄT
- EVGA: Super, alles bestens. Nichts zu meckern. War auch nicht anders zu erwarten. Im Office-Betrieb keine Treiber-Abstürze oder Sonstiges. Die Games laufen zuverlässig, so wie es soll. Auch im Office-Betrieb geht das Codieren von Filmen mit Hilfe der GPU rasend schnell. Wahnsinn! Auch mit Photoshop ist das Arbeiten angenehmer.
- MSI: Genau das Gleiche wie bei evga. Karte läuft auch äußerst zuverlässig und stabil und die Bildqualität ist einwandfrei. Games spiele ich nur mit „Ultras“, sprich, mit den höchsten Einstellungen. Alles läuft flüssig und gut.

Wer sich noch eingehender mit der Thematik „Lüftergeräusche“ beschäftigen möchte, sollte sich auf CB (computer base) umschauen. Dort ist wie o. g. ein Artikel über 10 GTX980-Karten und es gibt Videos, wo man sich die Karten im Leerlauf und unter Last anhören kann. Ich kann bestätigen, dass der Ton-Unterschied zwischen der evga- und der msi-Grafikkarte in dem Video so stimmt. Ich wollte es zuerst nicht glauben, daher habe ich mir die evga zuerst gekauft.

Die Palit Super Jetstream war auch interessant für mich, da auch besonders leise. Allerdings
- war der Stromverbrauch unter Last wieder nicht so attraktiv
- nur mini-Displayports vorhanden (kein normaler Display-Port)
- die Größe hat mich etwas abgeschreckt (3 Slots werden benötigt)
- und in Konkurrenz mit MSI die fehlende Möglichkeit, dass die Lüfter voneinander getrennt geregelt werden können

Wer sich für den Vergleich von CB der 10 GTX980-Grafikkarten interessiert, hier ist die Adresse: ***.computerbase.de/2014-11/geforce-gtx-980-test-vergleich-round-up (bitte die Sternchen durch www ersetzen, da der Link sonst von Amazon gelöscht wird).

Alles Weitere wie Anschlussvielfalt, die Clocks, Abmessungen, usw. der beiden Karten kann von den Hersteller-Seiten entnommen werden.

Hier nun meine Ergebnisse im direkten Vergleich.

Geschwindigkeit

Geeks3D GPUTest 0.5.0 (Ergebnisse in FPS)
- Furmark (2560x1440 fullscreen, 4x MSAA)= evga: 65 / msi: 62
- Tessmark x64/x64 (2560x1440 fullscreen, 4x MSAA)= evga: 259 / msi: 246
- Tessmark x8/x8 (2560x1440 fullscreen)= evga: 1152 / 1099
- PixMark Piano (2560x1440 fullscreen) = evga: 16 / 15

Company of heroes 2 (Benchmark im Programm selbst)
- 1920x1080 (Einstellungen alle auf maximal) = evga: 55 / msi: 49
- 2560x1440 (Einstellungen alle auf maximal) = evga: 52 / msi: 46

STROMVERBRAUCH
- Idle (Steckdose PC ohne Monitor)= evga: 56 W / msi: 63
- GPU ausgelastet (Steckdose PC ohne Monitor)= evga: 255 / msi: 251

LAUTSTÄRKE (gemessen mit Samsung S4, was anderes habe ich nicht ;-)
- Idle (PC im Leerlauf, alles kühl und nicht gestresst)= evga: 30 db / msi: 30 db
- Stresstest Pixmark Piano (8x MSAA, 1024x640, 4 Minuten)= evga: 38 db / msi: 38 db
- Stresstest Pixmark Piano (8x MSAA, 2560x1440, 6 Minuten)= evga: 47 db / msi: 42 db

Wer vielleicht noch wissen möchte, welche Hardware-Konstellation ich habe, hier die Eckdaten:

- Motherboard: Intel DZ77GA-70K
- CPU: Intel Xeon QuadCore E3-1230 v2 (3500 MHz)
- Samsung SSD 850 pro 256 GB
- 16 GB DDR3-1600 Dual Channel (Corsair Vengeance)
- MSI GTX980 Gaming 4G

Wie man sehen kann, habe ich mich schweren Herzens für die MSI entschieden.
Die 04G-P4-2983-KR von EVGA ist eine klasse Grafikkarte, die lediglich ein besseres Lüfterkonzept vertragen könnte. Das spiegelt meine Meinung und mein Lautstärkeempfinden wider.
Auch das Unternehmen hat mich überzeugt (klasse Support, Qualitätsbewusstsein, Kundenfreundlichkeit). In Zukunft werde ich mich bei Bedarf nach Produkten von EVGA umschauen und denen eine weitere Chance geben. Weiter so Jungs.

Die Karte von MSI ist einfach gelungen. Die haben ein intelligentes Lüfterkonzept entwickelt und jede Menge Overclocking-Potenzial ermöglicht. Die löchrige manuelle Lüfterregelung ist für manche User ärgerlich, allerdings gehe ich davon aus, dass MSI zügig nachliefern wird. Ich bin sehr zufrieden mit der Karte und für Menschen, die auf eine geringe Grafikkarten-Geräuschkulisse Wert legen, kann ich diese wärmstens empfehlen.

Meiner Meinung nach unterschieden sich die Nichtreferenz-Karten GTX 980 sich in dem Punkt voneinander, dass die Hersteller hauptsächlich basierend auf das von denen neu entwickelte Lüftungskonzept die Leistung der Grafikkarten konzeptionieren. D. h. wie viel Overclocking verträgt mein Lüftungskonzept?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 15, 2015 10:40 PM MEST


Fantec 3DS4600 Media-Player (3D 3D Frame-Packing, eSATA, Full-HD, Kartenleser, USB 3.0)
Fantec 3DS4600 Media-Player (3D 3D Frame-Packing, eSATA, Full-HD, Kartenleser, USB 3.0)
Wird angeboten von vollfarbdrucker-de Ihre Office Experten
Preis: EUR 138,08

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hardware nach ca. 28 Monate defekt, Firmware schlecht, 31. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Gerät sieht wertig aus und äußerst gut verarbeitet. Auch optisch macht es meiner Meinung nach was her.

Mein Gerät habe ich August 2012 gekauft und bisher oft genutzt. Ich nutze es um Musik zu hören (MP3 und Radio) und insbesondere um Videos zu schauen.

3D ist klasse und bisher klappte es so gut wie immer reibungslos. Die Videoqualität ist für meine Ansprüche sehr gut, sowie der Sound.

Soweit war ich zufrieden (nicht total happy, sondern einfach nur ZUFRIEDEN). Warum? Weil ich eine ältere Firmware-Version nutzen MUSSTE, da die Aktuelleren beim Starten der Box extrem lange gebraucht haben. Dies habe ich auch im Forum angesprochen (und andere User), was die Moderatoren eiskalt beiseite »gewischt« haben. Aussage: bist du nicht zufrieden dann behalte die ältere Firmware-Version. Und das tat ich auch. Nebeneffekt: bestimmte Funktionalitäten der Box waren nicht mehr gegeben. YouTube ginge nicht mehr in meine Version und viele Podcasts auch nicht mehr. Da ich nicht aktualisieren wollte/konnte, musste ich also darauf verzichten. Auch neuere Features wie einen Film direkt aus den Ordner heraus mit der Playtaste starten ohne in den Ordner rein gehen zu müssen (was ich angeregt hatte) konnte ich nicht nutzen, da ich sonst mit den Nachteil leben müsste, dass meine Box anstatt 30 Sekunden, nun 90 Sekunden zum Starten bräuchte. Und da ich die Box öfters am Tag einschalte, was das für mich ein KO-Kriterium. Also habe ich 2 Jahre lang mit einer älteren Firmware-Version leben müssen.
Das ist für mich nicht das Schlimmste. Schlimmer ist folgende Situation: Seit ca. 4 Wochen habe ich das Problem, dass wenn ich über LAN auf meine FritzBox Inhalte ansteuere, der Zugriff extrem lange dauert. Früher waren es ca. 5 Sekunden, inzwischen sind es ca. 25 Sekunden. Anfangs war es so, dass wenn ich die Box aus- und wieder eingeschaltet habe, ging wieder alles wie vorher. Inzwischen nicht mehr, es dauert so gut wie immer, ewig lange. Ich habe es auch schon ohne USB-Platten versucht, das Problem besteht weiterhin.
Ärgerlich ist dabei die Tatsache, dass die Box jetzt etwas über 2 Jahre alt ist und ich somit keine Gewährleistung mehr habe. Damals hat mir die Box ca. 185 Euro gekostet!

Also dachte ich, versuche es doch mal mit einer aktuelleren Firmware und sollte die Firmware das nicht »heilen«, dann kann ich ja wieder zurückgehen (so wie damals). Pustekuchen!
Das Problem mit den langen Netzwerkzugriffszeiten besteht weiterhin, dafür startet die neue Version merkwürdigerweise schneller (obwohl keine Hinweise in den Changelogs zu finden waren), aber dafür habe ich jetzt ein anderes Riesenproblem.
Der Gesamtlautstärkepegel der Stimmen ist leiser geworden. Wenn ich nun ein Film angucke, kann ich die Stimmen kaum verstehen und in den Actionszenen ist es dann laut. Den Nachtmodus habe ich bereits eingeschaltet, bringt aber in den aktuelleren Version kaum was (ob mit oder ohne). Ergebnis: ich muss die Gesamtlautstärke erhöhen um was von den Dialogen zu verstehen. Wenn dann eine Actionszene kommt, dann ist es extrem laut und ich muss mit der Fernbedienung leiser machen.

Also dachte ich mir, was soll es, gehst du wieder zurück auf Version 9239 und verzichtest weiterhin auf neue Features (traurig aber wahr). Da der Download-Link im Forum tot war, habe ich die Moderatoren gebeten, mir einen Link zu senden oder sonst wie mir zu helfen an dieser Firmware zu kommen. Antwort? »Also definitiv nein, falls eine Privatperson da noch etwas hat und sich mit dir per PN in Kontakt setzen möchte nur zu, aber hier geht das nicht mehr.«

Klasse, einfach so mal eben im Regen stehen gelassen. Zurzeit ist mein Spaß-Faktor mit dieser Box gleich null. Nicht nur dass die Zugriffe übers Netzwerk weiterhin extrem langsam sind und ich weiterhin auf Fehlersuche gehen muss, sondern beim Anschauen von Filmen macht es mir keinen Spaß ständig mit der Fernbedienung laut und leise zu stellen.

Das Hauptproblem dieses Players ist meiner Meinung nach die Firmware und die Support-Politik und Umgangston vom Hersteller-Support-Board. Sowas habe ich bisher noch nicht erlebt. Es herrscht dort ein strenger Umgangston und da werden Kunden mal eben so im Regen stehen gelassen.
In der Urlaubszeit (habe es letzten Weihnachten erlebt) wenn ein Moderator Urlaub macht, können keine Postings aufgeben werden, das Forum macht gemeinsam mit dem Moderator Urlaub und existiert wochenlang lediglich in eine Lese-Funktion. Habe ich bisher noch nicht erlebt.

Da ich größten Wert auf Support lege, ist das für mich ein Grund keine Geräte mehr von Fantec zu kaufen. Schließlich lebt so ein Gerät nicht nur von der Hardware, sondern insbesondere auch von der Software.

Also Hardware hui, Software und Support pfui.

Edit 04.12.14
Heute habe ich endgültig festgestellt, dass die Hardware defekt ist. Wenn ich die Box einschalte, dann läuft entweder alles einwandfrei und flüssig oder die Box läuft sehr langsam. Das starten eines Films über USB-Platte dauert normalerweise ca. 2 Sekunden, dann benötigt es ca. 8 Sekunden. Das starten eines Films übers Netzwerk braucht dann anstatt 3 Sekunden, ca. 20 Sekunden.

Habe schon mehrere Versionen von diesen löchrigen Firmwares, wo irgendwas grundsäztlich nicht vernünftig läuft, ausprobiert. Es hilft nichts, auch nicht reseten der Box. Ist defekt und Gewährleistung seit ca. 4 Monate vorbei. Einmal Fantec, nie wieder Fantec. Zumal die Box auch nicht wenig gekostet hat.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2015 7:27 PM CET


Corsair Raptor Series K50 Schwarz Gaming Keyboard (CH-9000007-DE)
Corsair Raptor Series K50 Schwarz Gaming Keyboard (CH-9000007-DE)
Wird angeboten von BoraComputer
Preis: EUR 69,32

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich eine gefunden!, 19. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach einer langen Odyssee habe ich also doch eine Tastatur entdeckt, die meinen Bedürfnissen erfüllt.

Folgende Tastaturen habe ich dabei ausprobiert:

• Perixx PX-1100
• Perixx PX-3000
• Roccat Isku FX Multicolor Gaming
• SteelSeries Apex Gaming
• Logitech G510
• Logitech G510s
• Logitech G710+

Keine davon kam in Frage, weil es meistens gravierende Fehler waren. Ohne näher darauf einzugehen, es handelte sich um Probleme wie:

• Mangelhafte Treiber
• Unregelmäßige Beleuchtung
• Schlecht lesbare Tastenbeschriftung (futuristische Schriftart)
• Unkomfortable Handballenauflage (Handschmerzen)
• BIOS-Inkompatibilitäten (kein Anmelden in Windows möglich)
• Beleuchtung zu übertrieben und störend im Alltag
• Zu lauter Tastenanschlag für Office

*****VERARBEITUNG
Diese Tastatur ist hervorragend verarbeitet. Der Kabel zum Anschließen am PC ist genug lang (ca. 2 Meter) und sehr robust mit einer Netzummantelung versehen. Am Ende sind zwei USB-Anschlüsse vorhanden, also darauf achten, dass am PC auch genügend USB-Steckplätze vorhanden sind. Ein Stecker ist für die eigentliche Tastatur und ein Stecker für den USB-Anschluss auf der Rückseite.

Der hintere Teil der Tastatur (also dort, wo sich das Logo und die Multimedia-Tasten befinden) ist in Alu gehalten und sieht außerordentlich wertig aus. Der Rest in Kunststoff gehalten, auch die Handballenauflage.

Die Handballenauflage hat eine angenehme weiche gummiartige Oberfläche und fühlt sich angenehm an. Was mich allerdings dabei stört, ist, dass die etwas zu kurz geraten ist. Auf den Bildern sieht die etwas größer aus. Die Handballenauflage ist nicht nur etwas kurz geraten, sondern »etwas« zu sehr gewölbt, was die Wirkung hat, dass die dadurch noch kürzer in der Handhabung ist. Dazu kommt noch, dass die etwas höher stehen könnte, weil die konstruktionsbedingt etwas mehr in der Neigung nach unten abfällt, als es sein müsste. Und mir ist es lieber, dass meine Hände etwas höher liegen, da ich etwas kurze Finger habe. Also habe ich einfach unterhalb der Auflage Gummis reingestopft (zwischen Auflage und Tastatur, da dort ein Spalt ist, daher haben die Gummis kein Kontakt mit der Tischfläche, so dass die Tastatur weiterhin frei hin und her bewegt werden kann), und dadurch bleibt die Handballenauflage jetzt ca. 3-4 mm höher, was sich bei mir bemerkbar macht. Was noch dazu kommt, die Oberfläche ist im Neuzustand leicht rutschig, womit ich mich anfangs schwergetan habe. Seitdem ich »Trick Nr. 17« anwende, ist es OK. Bitte das nicht allzu eng sehen, da es ja wirklich auf jeden Einzelnen ankommt. Fingerlänge, Abstand zur Tastatur, sonstige Gewohnheiten, usw. Da spielen viele Faktoren eine Rolle und man sollte es einfach ausprobieren.

Allgemein würde ich behaupten, dass lediglich die Roccat und die SteelSeries von der »Verarbeitung« her an dieser Tastatur herankommen. Obwohl diese Tastatur, für mein Qualitätsempfinden, von allen Ausprobierten die am besten Verarbeitete ist.

*****TIPPGEFÜHL UND HAPTIK
Ich bin ein 10-Finger-Schreiber. Vorher hatte ich die Logitech Illuminated (war mal ein Geschenk), und diese hatte im Gegensatz zu dieser Tastatur einen sehr kurzen Druckpunkt und die Tasten waren dabei auch schwergängiger.
Die K50 von Corsair würde ich folgendermaßen bezeichnen: Der Anschlag ist ähnlich einer mechanischen Tastatur ohne die lauten Tastengeräusche.
Der Druckpunkt ist vielleicht minimal kürzer und die Tasten hört man auch etwas mehr als die von meine Logitech Illuminated Keyboard, aber im Vergleich zur Logitech G710+ (mechanische Tastatur) um Längen leiserer.
Es wäre mir lieber, wenn die Tasten ein Tick leiser wären, allerdings ist das Schreibgefühl so klasse, dass ich die nicht mehr hergeben möchte. Und viel Auswahl hatte ich nicht mehr, da ich unbedingt eine Tastatur mir mehreren frei programmierbaren Sondertasten haben wollte.

Ich kann mit dieser Tastatur ganz klar schneller als mit der Illuminated Keyboard schreiben. Anfangs störte mich etwas der leichtgängige Druckpunkt, jetzt bin ich froh drum. Manchmal wundere ich mich selbst, wie schnell die Finger über die Tasten huschen ...

Die Tasten sitzen gleich stramm. Mir ist keine Taste aufgefallen, die sich wesentlich von den anderen diesbezüglich unterscheidet. Hervorragend. Auch sitzen die Tasten fest und haben eine gute und homogene Straffheit.

Meine Nutzung mit dieser Tastatur ist 10 % Games und 90 % Office, mit viel Textverarbeitung. Die Sondertasten nutze ich für immer wiederkehrende Befehle.

Vom Schreibgefühl war die Roccat Isku FX für mich etwas angenehmer zum Schreiben. Aber leider gab es da Inkompatibilitäten mit meinem Bios und ich konnte damit den Rechner nicht starten, da eine Passwort-Eingabe im Bios nicht möglich war (SATA-Passwort).

In der Summe bin ich äußerst zufrieden mit der Tastatur und bin der Meinung, wenn man sich daran gewöhnt hat, macht Tippen so richtig Spaß. Sowohl von der Lautstärke her als auch vom Druckpunkt und Anschlagtiefe. Das Gesamtpaket beim Schreiben ist für mich stimmig.

Die Multimediatasten sind gut zu bedienen und mir ist nichts Negatives aufgefallen. Der Lautstärkerädchen hat keine Rasterung, allerdings ist es nicht allzu leichtgängig (wie bei der G510 und G510s) und man findet schnell die gewünschte Einstellung. Die Tasten haben einen etwas kürzeren Druckpunkt als die Schreibtasten und soweit ist alles super. Komm gut damit zurecht.

Oben sind noch weitere Tasten für die Profile, Sperrung der Windows-Taste beim Spielen, Beleuchtungsstärke und LED‘s für NUM-Taste, usw. Auch hier ist der Druckpunkt gut und die sitzen stramm.

*****BELEUCHTUNG und TASTENBEZEICHNUNGEN
Die Beleuchtung ist bei Tastaturen ein Thema, was nicht »ohne« ist. Ich habe kaum eine ausprobiert, wo es nicht hier oder da mangelte. Von der Beleuchtungsqualität und Beleuchtungskonzept her war für mich die SteelSeries Apex das Maß aller Dinge.

Viele Tastaturen haben eine Unregelmäßigkeit in der Beleuchtung, wo man die Tasten im wahrsten Sinne des Wortes »suchen« muss, wenn man mal zur Tastatur schaut. Da sind manchmal Zeichen, Buchstaben oder Ziffern kaum lesbar.

Diese Tastatur hat eine gute Tastenbeleuchtung. Ich schreibe bewusst »gut« und nicht »sehr gut«. Warum?
In der Zahlenreihe oben sind die Sonderzeichen noch gut lesbar, allerdings ist die Beleuchtung bei den einen oder anderen Sonderzeichen (nicht allen) etwas abgehackt.
Bei den restlichen Tasten ist es auch so, allerdings fällt es etwas weniger auf.
Was meine ich mit abgehackt? Alles ist lesbar, allerdings ist die Zeichenbeleuchtung nicht schön »regelmäßig«. Innerhalb des Zeichens ist ein Teil heller und ein Teil dunkler, allerdings minimal. Ist im Grund ein kleiner Schönheitsfehler, da es mich im Alltag in keinster Weise stört. Ich finde schnell die gesuchten Tasten und muss nicht »suchen«.

Dazu möchte ich noch Folgendes erwähnen: Ich habe an der Tastatur hinten die Füße nicht hochgeklappt, sondern die liegt bei mir flach auf den Tisch. Wenn die Füße aufgestellt werden (was ja viele machen), fällt dies weniger auf. Dann wirken die Tasten »etwas« regelmäßiger beleuchtet. Also kommt dieser Effekt etwas auf den Betrachtungswinkel an.

Die Helligkeit der gesamten Tastatur kann in 3 Helligkeitsstufen geregelt werden, oder komplett ausgeschaltet werden. Auch können die Farben frei ausgewählt werden (RGB-Farbraum). Spielereien wie Blinken und Beleuchtungszyklen können auch eingestellt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, für jedes gespeicherte Profil eine andere Farbe zu wählen (nur im Hardware-Modus getestet).

Die Tasten für die Profilauswahl und Makroaufnahme sind beleuchtet. Bei der Profilauswahl allerdings nur die Taste mit dem aktiven Profil. Wenn ich ein anderes Profil im Dunkeln aussuchen möchte, muss ich mich herantasten, da ich die Tasten nicht sehen kann. Das Gleiche gilt für die Windows-Sperrtaste. Es wäre klasse gewesen, wenn die nur ganz leicht beleuchtet wären, oder im deaktivierten Zustand nur der äußere Ring schwach leuchten würde, dann könnte man die Tasten auch im Dunkeln finden. Allerdings stört mich das nicht sonderlich, schließlich ist es schon jammern auf hohem Niveau. Wenn ich mir überlege was für böse Überraschungen ich mit den o. g. Tastaturen erlebt habe, sind das hier wirklich Kleinigkeiten.

Die Tastenbeschriftung ist in eine serifenlose Arial-Ähnliche Schriftart gehalten. Die Tasten sind auch auf die Schnelle sehr gut erkennbar und im Allgemeinen nutzerfreundlich. Auch die Größe der Tastenbeschriftung ist sehr angenehm und gut lesbar. Nicht zu klein, nicht zu groß. Einfach klasse! Auch Beschriftung der Sondertasten ist sehr schnell erkennbar. Was ich hier vermisse: Bei den Sondertasten handelt es ich um ein Block mit insgesamt 18 Tasten. Wenn ich meine Hand darauf liegen habe, muss ich fast jedes Mal dahin schauen um zu wissen, wo sich welche Taste befindet.
Hätten die Tasten eine kleine Erhebung, wie die F- und die G-Tasten, beispielsweise G5 und G14, hätte man ein Orientierungspunkt, was man mit den Fingern ertasten könnte und wäre nicht gezwungen, jedes Mal auf die Tasten zu schauen.

*****TREIBER
Der Treiber dieser Tastatur ist nicht einfach einzurichten und ich habe mehrere Stunden gebraucht, um dahinter zu kommen, wie alles einzustellen ist.
Was Treiber im Zusammenspiel mit Einstellmöglichkeiten betrifft (nicht Treiber-Stabilität!) ist Logitech für mich einfach das Beste, was ich hatte. So viele anwenderfreundliche Einstellmöglichkeiten wie Kopieren, Einfügen, Lautstärke, Lautstärke stumm, Ordner öffnen, Programme starten, Minimieren, Schließen, Fenster rechts oder links anordnen und viel mehr. Daran kommt kein anderer Hersteller.

Die gesamten Einstellungen in der Treiber-Software von Corsair zu machen halte ich für sehr unlogisch und äußerst userunfreundlich.
Auch um »überhaupt« die Makrofunktionen zu nutzen, habe ich lange gegrübelt. Die Jungs von Corsair täten gut daran, sich mal von einem Unternehmen beraten zu lassen, was Anwendungsfreundlichkeit, Verständnis von Funktionen seitens von Kunden, Software-Logik, usw. betrifft. Da geht sicherlich noch Einiges.

Und nun rein informativ noch, was Installation von Firmware und Treiber angeht:
Es liegt in der Verpackung keine CD bei und man muss auf die Homepage von Corsair gehen und das Installationspaket laden. Da sind zwei Dateien zum Installieren. Einmal muss eine Anwendung in Windows installiert werden, um die Firmware auf der Tastatur selbst zu aktualisieren (es sei denn natürlich die Firmware ist bereits aktuell). Wahrscheinlich muss man bei der nächsten Aktualisierung der Firmware, wieder eine neue Anwendung installieren, welche wiederum die nächsten Aktualisierungsdateien mit sich bringt. Nicht elegant gelöst ...
Ich kenne es so, dass sowas einfach nur über eine Exe-Datei erledigt wird, die auch nicht installiert werden muss. Danach Exe-Datei löschen und Firmware ist drauf. Aber das empfinde ich nicht unbedingt als störend.
Dann liegt noch eine zweite Installationsdatei anbei, die eigentliche Software für das Betriebssystem, wo man die ganzen Einstellungen der Tastatur mit erledigt. Das ist quasi die Anwendersoftware.

Diese Maus hat ein Software- und ein Hardware-Modus. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Wenn man sich die Treiberdatei aus der Hersteller-Homepage lädt, ist in der Zip-Datei ein Handbuch bei, wo das erklärt wird. Ich werde jetzt nicht alles aufführen, den sonst würde es den Rahmen sprengen.
Ich benutze den Hardware-Modus, da in den Software-Modus manche Tastenkombinationen beim Spielen nicht erkannt werden. Im Hardware-Modus läuft alles einwandfrei. Ein weiterer Vorteil vom Hardware-Modus: Wenn die K50 einmal eingestellt wurde, kann der Treiber komplett ausgeschaltet werden und die Profile können in der Tastatur mit Tastenklicks aufgerufen werden (oben in der Tastatur können 3 Profile über Tasten aufgerufen werden, über den Software-Modus können mehr Profile eingestellt werden).

Weiterer Vorteil: Es laufen keine Treiber im Hintergrund (Entlastung für Win und gleichzeitig Minimierung von Kompatibilitätsproblemen). Wenn ich den Treiber benötige, rufe ich diesen über eine von mir erstellte Batch-Datei, nehme die notwendigen Einstellungen vor, übertrage diese an der Tastatur und danach werden alle Corsair-Anwendungen wieder geschlossen (Eingabemaske und Treiber) und die K50 läuft einwandfrei.
Wenn es jemand mit der Batch-Datei interessiert, einfach ein kurzer Kommentar auf diese Rezension ;-)
Dass ich ohne Treiber die Tastatur nutzen kann, empfinde ich als Vorteil, wenn auch mit einer geringen Gewichtung. Weniger Treiber, weniger Konfliktmöglichkeiten.

Was mir bei den Treiber-Einstellungen aufgefallen ist:
- Schließen-Befehl ist direkt im Treiber integriert und kann ausgewählt werden.
- Minimieren-Befehl muss über Makro-Aufnahme programmiert werden. Hier ist nichts bereits vorprogrammiert. Ein ungeübter User muss hierzu erstmal den Shortcut in Erfahrung bringen (es gibt ja zwei, eins taugt nicht viel, da von vielen Programmen nicht vernünftig umgesetzt wird, das ist ALT+Leertaste+N). Der Shortcut Win+Pfeiltaste unten funktioniert einwandfrei mit allen Fenstern. Dieser kann auch als Makro aufgenommen werden.
- Programme starten (in meinem Fall E-Mail) ist möglich und hat auch normal funktioniert, allerdings unverständlicherweise nur im Software-Modus. Da ich den Hardware-Modus nutze, geht es bei mir nicht (Problem ist Corsair bekannt).
- Ordner öffnen habe ich nicht einstellen können. Meiner Meinung ist das nicht möglich oder zumindest habe ich die Möglichkeit nicht gefunden.
- Fenster rechts oder links anordnen geht über Makroaufnahme (Win-Taste + Pfeil rechts oder links). Funktioniert einwandfrei.
- Vorwärts und zurück auch einwandfrei. Ist im Treiber bereits enthalten und kann einfach ausgewählt werden.
- Passwörter mit Keepass einfügen ist kein Problem. Das habe ich auf die Radtaste gesetzt. Einfach über Makroaufnahme einstellen.

Hier alle Basisbefehle, die bereits im Treiber integriert sind: Kopieren, Einfügen, Ausschneiden, alles markieren, Suchen, neu, Drucken, Speichern, Tastenanschlag (nur einzelne Tasten), Fenster schließen, PC sperren, Explorer öffnen, Ausführen, Desktop anzeigen, Anwendung starten (nur Software-Modus).

Fast alles Andere kann dann über die Makrofunktion »aufgenommen werden«.

Was ich jedoch nicht geschafft habe (ist ein Fehler im Treiber), und das könnte für manche wichtig sein: Über die Tastatur-Makro-Aufnahmetaste können keine Tasten programmiert werden. Man muss in den Treiber reingehen und dort mit der Maus auf der Taste MR klicken, dann die zu programmierende Tasten klicken und anschließend den gewünschten Befehl tippen. Zum Schluss nochmal die MR-Taste klicken und fertig ist die Sache.
NUR, wie gesagt, das geht nicht direkt über Tastatur (also z. B. mitten in einem Spiel, sog. »on the fly«). Vielleicht ist der Fehler inzwischen behoben ... Wenn es wichtig ist, am besten vorher bei Corsair nachfragen.

*****FAZIT
Ich bin mit der Tastatur äußerst zufrieden, und nachdem ich viele ausprobiert habe, froh, doch eine gefunden zu haben, die meine Bedürfnisse vollends erfüllt. Bei Amazon waren keine Rezensionen diesbezüglich, allerdings war ich neugierig. Man kann es schon als ein »Verzweiflungsakt« bezeichnen. Und ich wurde nicht enttäuscht! Habe unmittelbar danach noch die Maus M95 (auch von Corsair) gekauft, und auch damit bin ich sehr zufrieden. Ich habe Corsair früher mit Arbeitsspeicher und Festplatten in Verbindung gebracht und mir was nicht klar, dass die auf einen so hohen Qualitätslevel auch Tastaturen und Mäuse produzieren. Ich habe auf »meinen Weg« viele PC-Mäuse und Tastaturen ausprobiert, allerdings spielen sehr wenige Hersteller auf diesem Qualitätsniveau mit.

Aufgrund der minimal kurz geratenen Handballenauflage (für meine Bedürfnisse) und der teilweise löchrigen Software ziehe ich 1 Stern ab. Für den Rest gibt es 4 »goldene« Sterne :-)

Update 19.09.14
Bin nach wie vor sehr zufrieden. An der Qualität nichts zu bemängeln und funktioniert wie am ersten Tag.
Makros im Alltag sehr nützlich.
Kommentar Kommentare (12) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 26, 2014 7:38 PM CET


Logitech Gaming Keyboard G510s (QWERTZ, deutsches Tastaturlayout)
Logitech Gaming Keyboard G510s (QWERTZ, deutsches Tastaturlayout)
Preis: EUR 99,00

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mangelhafte Tastenbeleuchtung u. Beschriftung und massives Treiberproblem, 1. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe die G510 und die G510s bei mir zuhause gehabt und beide ausprobiert. Diese Rezension bezieht sich auf die G510s.

Material und Verarbeitung sind meiner Meinung nach einwandfrei. Alles gut verarbeitet, keine scharte Kanten, Tasten sauber verarbeitet, Kabel zum Anschließen stabil.

Was Schreibkomfort betrifft, war diese Tastatur für mich (inzwischen ca. 7 Stück ausprobiert) eines der komfortabelsten beim Schreiben.

Dies liegt zum einen in den für mich sehr angenehm Tastendruck samt entsprechende Lautstärke (etwas dumpf und nicht allzu laut) und zum Anderen an der klasse Handballenauflage. Wie gerne habe ich meine Hände draufliegen gehabt!

Die Größe war ideal und auch die Oberfläche. Zurzeit teste ich die Corsair K50, die so weit »gut im Rennen« liegt, allerdings ist die Handballenauflage etwas kurz geraten und rutschig. Meine Hände gleiten ständig nach unten ... vielleicht ist es Gewohnheitssache :-)

Das Display war für mich nicht vordergründig und unwichtig. Ich hatte die Prozessor- und Speicherauslastung dort sichtbar, habe dies allerdings kaum wahrgenommen. Die Displayqualität ist in monochrom gehalten (kommt mir zumindest so vor) und die Farbgebung ändert sich quasi entsprechend der Tastaturbeleuchtung. Das Display ist festmontiert und kann nicht verstellt werden.

Kopfhörer und Mikro habe ich nicht genutzt. Wenn man das braucht, ist es gut zu haben.

Die Erreichbarkeit der G-Tasten fand ich angenehm und gut. Auch dass die in Blöcken unterteilt sind. Die Corsair K50 (die ich zurzeit teste) hat alle Tasten zusammen, was wegen der blinden Auffindbarkeit der Tasten unvorteilhaft ist. Dafür ist die Tastatur allerdings angenehm kleiner als die G510s geraten :-)

Die Treibereinstellungen sind für mich die »Referenz« unter allen Herstellern von PC-Mäusen und Tastaturen. Einfach klasse, was da alles eingestellt werden kann. Ordner öffnen, Programme starten, Fenster schließen und minimieren, Lautstärke regeln, usw. Wenn es jemand interessiert, einfach bei Amazon die Logitech Maus G600 suchen (neues Modell) und dort unter Kundenbilder schauen. Da habe ich quasi alle Fenster von den Treibereinstellungen als Screenshot hochgeladen.

Nur leider gibt es in der Software ein Fehler, dass inzwischen (laut Logitech-Forum) ca. 2 Jahren alt ist und weiterhin besteht. Und ich habe dafür echt kein Verständnis ... In den PC-Mäusen gibt es da keine Probleme, auch die Tastatur G710+ zeigte keinerlei Probleme, nur die G510 und die G510s, zwei gut verkaufte Gamer-Tastaturen. Worum geht es genau?
Sie installieren den Treiber und treffen alle Einstellungen so wie Sie es gerne hätten. Angenommen Sie speichern ein Profil für Windows (Programme starten und sonstige Makros wie Textblöcke, usw. und Farbton) und ein Profil für Spiele. Standardmäßig soll der Profil Windows aktiviert sein (kann ja so eingestellt werden). Wenn Sie aber Windows in den Ruhezustand versetzen und wieder hochfahren, dann vergisst die Tastatur das eingestellte Profil und ist in eine Art »Blindflug« UND schlimmer noch, Sie können nicht in den Treiber gehen und das Profil wieder aktivieren, weil die Tastatur einfach nicht darauf reagiert. Es muss tatsächlich der Treiber beendet und dann wieder neu gestartet werden. Erst dann reagiert die Tastatur wie immer und das Standard-Profil ist automatisch wieder in der Tastatur aktiv.
Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie das Profil direkt auf die Tastatur speichern (Hardwaremodus) oder in den Treiber (Softwaremodus). Es geht einfach nicht.
Ist einfach nicht schön, und was ich am ärgerlichsten finde, Logitech weiß seit Jahren davon!

Was mich weiterhin gestört hat, ist die Tastenbeschriftung und die Tastenbeleuchtung.

Die Tastenbeleuchtung könnte aufgrund des Preises gleichmäßiger ausfallen. Auch wenn es sich um keinen großen Patzer handelt, in Anbetracht des hohen Anschaffungspreises, sollte es einwandfrei sein. Dem ist es nicht so, denn manche Tasten sind nicht gleichmäßig beleuchtet, sondern es sieht so aus, als ob die von innen leicht verdreckt wären. Das Weiß an manchen Tasten (wenn weiß eingestellt ist, sonst entsprechend der Farbe) ist nicht überall an den Zeichen in der gleichen Stärke sichtbar, sondern teilweise heller und teilweise dunkler.

Dazu kommt noch die Tastenbeschriftung, die für mich stellenweise unbrauchbar war. Was meine ich damit? Irgend so ein »Produkt-Designer« kam auf die glorreiche Idee, die Schriftart der Tasten modern und pfiffig zu gestalten. Dazu kann ich nur eins sagen: Hat das keiner Mal wg. Lesbarkeit getestet? Unglaublich ... Die Beschriftung ist in eine futuristische Schriftart gehalten und insbesondere die Zahlenreihe mit den Sonderzeichen war eine Katastrophe. Manchen Zeichen wie »§«, »$« oder ganz schlimm »&« konnten kaum gelesen werden.
Weiterhin waren die Tasten für »,« und ».« Absolut identisch. Ich habe minutenlang mir die Tasten angeschaut und immer wieder gefragt, ob das ein Fehler in der Tastatur war (gleiche Taste zweimal eingebaut) oder ob es so gewollt war. Bei beiden Tasten sah ich nur die Zeichen »:« und ».« . Und ich konnte nun wirklich kein Unterschied feststellen. Aber auch andere Tasten waren dermaßen schwierig zu »entschlüsseln«, dass die G510s meiner Meinung kapput »designt« worden ist. Ich habe auch die G510 testweise zuhause gehabt und was die Beschriftung betrifft, sind da Welten dazwischen. Die G510 hat eine lesbare Schriftart, so wie man es kennt.

Das ist auch schon alles, was es meiner Meinung nach zu bemängeln gibt.

Ich vergebe dieser Tastatur 2.5 Sterne, da dieses Treiberproblem vorhanden ist und die Tasten echt nicht gut lesbar sind. Auch die Ausleuchtung ist nicht ganz gut.
Da die Vergabe von 2.5 Sterne nicht möglich ist, wäre meine Tendenz eher Richtung 3 als 2 Sterne.
Da Logitech allerdings seit fast 2 Jahren von der Treiber-Problematik informiert ist und nicht reagiert (und das in dieser Preisklasse), sind es nur 2 Sterne.
Man stelle sich vor, alles ist wunderbar eingerichtet und man meldet sich in Windows an (aus dem Ruhezustand, Standby weiß ich leider nicht) und plötzlich sind die eigenen Einstellungen nicht mehr vorhanden (G-Tasten und Beleuchtung) und man muss den Treiber beenden und neu starten. Jedes Mal wenn der Rechner gestartet wird, und das ist bei mir am Tag 2-3 Mal im Durchschnitt!

Außerdem ist diese Tastatur gegenüber der G510 ein Rückschritt in Sachen Gleichmäßigkeit der Beleuchtung und insbesondere was die Tastenbeschriftung betrifft. Schade.


Perixx PX-1100, Beleuchtete Tastatur - USB-Kabel - Beleuchtung in 3 Farben - Helligkeitsregler - Lebensdauer 20 Mio Anschläge - QWERTZ - Gummierung schwarz
Perixx PX-1100, Beleuchtete Tastatur - USB-Kabel - Beleuchtung in 3 Farben - Helligkeitsregler - Lebensdauer 20 Mio Anschläge - QWERTZ - Gummierung schwarz
Wird angeboten von heute-kaufen
Preis: EUR 45,20

32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz gut, allerdings etwas "zu bunt", 1. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Tastatur habe ich auf meine Test-Odyssee auch ausprobieren können ;-)
Insgesamt 3 Tage habe ich damit gearbeitet.

Material und Verarbeitung sind einwandfrei. Die Tasten sind sauber verarbeitet, keine scharfen Kanten, alle Abschlüsse sauber verarbeitet. Auch fand ich, dass die Tastatur dazu noch gut aussieht. Es sieht irgendwie wertig aus, allerdings sind da Bereiche in Klavierlack-Optik vorhanden, die für Fingerabdrücke anfällig sind.

Die Tastaturbeleuchtung kann in den Farben blau, rot und rosa eingestellt werden. Dies geht alles ohne Treiber, einfach über einem Knopf für die Farbwahl und ein Drehregler für die Leuchtstärke. Sehr praktisch!

Den Tastendruck empfand ich als gut und angenehm. Der Tastendruck hört sich dumpf an (nicht nach Klackern), was ich als angenehm empfinde.
Auch ist der Tastendruck angenehm weich und fest. Im Vergleich zu der Tastatur von Perrixx mit der Modellbezeichnung PX-3000 empfand ich diese als angenehmer.

Die seitliche Beleuchtung ist nett, allerdings für mich nicht notwendig gewesen.

Super fand ich, dass die Handballenauflage rausgezogen werden und demnach verlängert werden könnte. Hier gibt es, wenn ich mich recht erinnere, 3 Positionen. Einmal ganz drin und zwei weiteren Einstellungen, wenn die rausgezogen ist. Super Idee.

Für Gamer können keine Tasten programmiert werden. Es handelt sich demnach quasi um eine Standard-Tastatur mit beleuchteten Tasten und Multimedia-Tasten.
Auch die Multimedia-Tasten funktionierten alle einwandfrei.

Der Kabel für den Anschluss an den Computer ist stabil und lang genug (ich meine 1.80 Meter).

Warum habe ich die Tastatur nicht behalten: ganz einfach, weil mir die Beleuchtung »zu bunt« war. Was meine ich damit?

Bei dieser Tastatur sind nicht nur die Zahlen, Buchstaben und Zeichen an den Tasten beleuchtet, sondern auch die Zwischenräume zwischen den Tasten. Das war mir ja von vorneherein klar (durch die Bilder), nur möchte man es ja trotzdem ausprobieren. Manchmal sieht etwas auf den Bildern ja ganz anders aus.
Dabei habe ich festgestellt, dass die Beleuchtung der Tastenzwischenräume heller ist, als die Beleuchtung der Tasten selbst (es ist nicht so wie auf den Bildern, die Tasten sind schwächer beleuchtet als die Zwischenräume). Obwohl ich mit 10 Fingern schreibe, doch schaue ich schon mal öfters auf die Tasten. Beispielsweise starte ich Programme grundsätzlich über »Launchy« mit den Shortcut Win+Y gefolgt von den ersten Buchstaben des Programms. Dafür schaue ich auf die Tastatur. Aber auch in anderen Gelegenheiten.
Und da empfand ich es als unangenehm, da ja alles beleuchtet ist und die Tastenbeleuchtung selbst ist in der Gesamtkonstellation eher in den Hintergrund geraten ist und demnach nicht so sehr auffällt. Es ist einfach alles nur hell.
Und meine Logitech Illuminated Keyboard (die ersetzt werden soll) sind lediglich die Tastenbeschriftungen beleuchtet, um genauer zu sein, die Buchstaben, Zahlen und Zeichen. Mehr nicht, und das macht die Sache für mich äußerst angenehm :-)

Was mich weiter gestört hat und weiterhin ein Grund für den Rückversand war, unterhalb der Leertaste schien das Licht besonders stark. Wenn ich im Dunkeln vor den Monitor sitze oder beim Spielen, nehme ich das mit meinen Augen immer war, da es schon fast grell ist und durch den Winkel dies unangenehm »ins Auge fällt«.
Als Notlösung (es gibt ja keine perfekte Tastatur) habe ich dann nur die blaue Beleuchtung gewählt, da es vom Farbton her am dunkelsten ist. Nur, um die Tastenbeschreibungen ordentlich erkennen zu können, müsste ich die Beleuchtung quasi auf Maximum drehen und das störte mich. Würde ich die Leuchtstärke herunterregeln, dann war es mir zu dunkel und die Tasten waren nicht so komfortabel sichtbar.
Es gibt bereits ein Rezensent hier bei Amazon, der dieser Thematik auch benannt hat.
Dann habe ich mit den Gedanken gespielt, die Tasten zu entfernen und im unteren Bereich (also unterhalb der Taste) eine schwarze Folie aufzukleben. Allerdings habe ich mich dann dagegen entschieden. Entweder es passt oder nicht.

Aus diesen Gründen habe ich die Tastatur zurückgesendet.
Bis auf diesen o. g. 2 Punkten, war die Tastatur einwandfrei, insbesondere in Anbetracht des Preises. Es ist auf jeden Fall ein Versuch wert, und wenn es doch stört, kann man es zurücksenden.

Die vier Stern hat die meiner Meinung nach allemal verdient.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 13, 2014 12:54 PM MEST


Roccat Isku FX Multicolor Gaming Tastatur schwarz
Roccat Isku FX Multicolor Gaming Tastatur schwarz
Preis: EUR 99,00

3.0 von 5 Sternen Problem mit BIOS, 29. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe letzte Woche die Tastatur direkt bei Amazon gekauft und war anfangs begeistert davon. Leider nur anfangs. Und wie so oft, scheitert es an der Software/Firmware/Treiber. Genau weiß ich leider noch nicht.

Die Verarbeitung ist sehr gut. Alles einwandfrei soweit. Die Handballenauflage ist fest integriert und sehr gut von der Größe und Oberfläche her. Für mich eines der besten Handballenauflagen von allen Tastaturen, die ich bisher ausprobiert habe. Das waren bisher Logitech G510, G510s, Isku FX, Steelseries Apex, Perixx PX-1100 und PX-3000. Meine bisherige Tastatur war die Logitech Illuminated Keyboard und zurzeit teste ich die PX-1100.

Auch der Tastenanschlag war von allen Tastaturen für mich am besten und angenehmsten. Einfach klasse.

Der Kabel ist hochwertig, Tastenbeleuchtung so weit auch OK. Bei alten Chargen gab es wohl heftige Probleme, weil teilweise Tasten nicht komplett beleuchtet waren. Das ist hiermit »größtenteils« behoben. Warum größtenteils? Weil teilweise einige Tasten »leicht« noch nicht richtig beleuchtet sind. Insbesondere die Zahlenreihe. Allerdings ist das so minimal, dass es gar nicht ins Gewicht fällt. Ich konnte alles ablesen und diesbezüglich empfand ich alles so weit als OK.

Treibersoftware habe ich nur kurz installiert und soweit scheint alles OK zu sein und ordentlich zu funktionieren. Umfangreiche Sachen habe ich nicht getestet. Warum? Weil ich nach ca. 3 Stunden die Entscheidung getroffen hatte, die Tastatur zurückzusenden.

Warum? Weil die für mich absolut unbrauchbar ist.
Mein Windows ist auf eine Samsung SSD die Hardware-Verschlüsselung ermöglicht (840 pro). Mein Motherboard (Intel DZ77GA-70K) unterstützt weiterhin auch die Setzung eines Passworts für die SSD für eben diese Verschlüsselung (nicht jedes Board ermöglicht dies). D. h., wenn ich mein Rechner einschalte, kommt unmittelbar nach den BIOS-Post-Meldungen die Passwort-Abfrage, damit ich überhaupt das System starten kann. Es ist eine BIOS-Passwortabfrage.
Wenn ich dann dort irgendeine Taste drücke, dann setzt die Tastatur mehrere Tastenschläge um (welche kann ich nicht erkennen, da nur Sternchen sichtbar). Wenn ich wieder irgendeine Taste drücke, werden wieder mehrere Zeichen eingegeben. Was ist das Ergebnis davon? Ich kann mein System nicht starten, und benötige dafür eine zweite Tastatur. Wenn ich im Bios bin, ist das Gleiche. Die Tastatur macht da heftige Probleme. Da ich mein System grundsätzlich nur in den Ruhezustand versetze (und das manchmal mehrmals am Tag), müsste ich zwei Tastaturen haben. Eine um das System zu starten und diese Tastatur um unter Windows zu arbeiten. Für mich undenkbar.

Also habe ich mich bei Google auf die Suche gemacht und auf die Schnelle ca. 4 Berichte von Usern gefunden, die mit dieser Tastatur auch Probleme im Bios haben. Ich vermute Mal, die Tastatur wird wahrscheinlich nicht mit allen Mainboards Probleme verursachen, sondern nur mit bestimmte Mainboards. Der Support vom Hersteller teilte mir mit, dass die Tastatur sehr wahrscheinlich nicht mit dem BIOS harmoniert.
Daher bewerte ich die Tastatur mit 3 Sternen, weil einfach fast alles stimmt, nur ich die Tastatur so nicht benutzen kann. Eine erhebliche Einschränkung! Und das ist die erste Tastatur, die bisher so ein Verhalten zeigt, ich hatte noch nie solche Einschränkungen mit einer Tastatur.

Ich kann nur empfehlen die Tastatur auszuprobieren, und wenn ihr Glück habt kaufen. Aber bedenkt, ob der nächster Mainboard damit wohl auch kompatibel ist? Sonst einfach nur eine Ersatztastatur zur Hand, wenn ihr nur zwischendurch mal in den Bios müsst. Ich leider muss jeden Tag mehrmals im Bios Eingaben machen (Passwort zum Entsperren).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 1, 2013 12:03 AM CET


SteelSeries Apex Gaming Tastatur schwarz
SteelSeries Apex Gaming Tastatur schwarz
Preis: EUR 96,85

17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht zufrieden, 29. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe letzte Woche diese Tastatur erhalten und inzwischen auch wieder zurückgesendet.

Warum?

Als ich bei Amazon die Tastatur gesehen habe, war ich erstmal sehr angetan davon. »Was für ein klasse Konzept«, habe ich gedacht. Die Anordnung der Tasten, Beleuchtung, Leertaste, usw. An sich, intelligent durchdacht ...

Beim Auspacken macht die Tastatur einen sehr wertigen Eindruck. Die Verarbeitung sieht »erstmal« einwandfrei aus (siehe gleich unten Grund 1), die Tasten machen von der Verarbeitung her einen guten Eindruck und auch die Beschriftung hat mir gefallen. Alle Symbole, Zahlen und Buchstaben sind gut lesbar. Das kann ich nicht von allen Tastaturen behaupten, z. B. bei der Logitech G510s war es nicht so, da ich z. B. die Sonderzeichen kaum erkennen konnte (waren in irgendeine futuristische Schriftart gehalten) und die Tasten für Komma und Punkt waren nahezu identisch. Auch wenn ich mit 10 Finger schreibe, manchmal schaue ich schon auf die Tasten und da möchte ich auch alles schnell erkennen können.
Bei der Apex ist die Beschriftung einwandfrei. Alles gut lesbar.

Kabel ist OK (macht einen stabilen Eindruck). Klasse finde ich auch die Beleuchtung (was mich auch angelockt hat). Sehr gut durchdacht, da findet man die Tasten intuitiv schnell.

Die Höhenverstellung ist gewöhnungsbedürftig aber eigentlich gut durchdacht. Die hinteren Tastaturfüße sind jeweils in der Form eines Kunststoffstopfens, der sich abnehmen lässt. An der Stelle steckt man dann einen anderen Stopfen aus Gummi (ist im Lieferumfang enthalten), welcher höher ist. Schon ist die Tastatur höher und immer noch sehr stabil und rutschfest auf den Schreibtisch. Durch die Gummierung ist eine Standhaftigkeit auch gewährleistet, also kein Rutschen. Insgesamt hat die Tastatur zwei Höhenverstellmöglichkeiten.

Was Treiber betrifft, kann ich nichts dazu schreiben, weil ich gar nicht dazu gekommen bin, die Tastatur weiter auszuprobieren. Warum:

3 Gründe, die in der Summe die Tastatur »für mich« unbrauchbar machen und inakzeptabel sind.

Grund 1: Die Tastatur ist bisher die Einzige gewesen, die nicht gerade auf den Tisch liegt. Habe es an mehreren Oberflächen ausprobiert und immer wieder wackelt diese. Ist einfach verzogen. Beim Tippen wackelt diese auch immer wieder hin und her. Ich vermute, es handelt sich um einen Herstellungsfehler, vielleicht sogar einmalig, da man hier sonst nichts darüber liest.

Grund 2: Die Handballenauflage ist störend. Warum: entweder keine oder eine richtige Handballenauflage. Wenn ich schreibe (10-Finger) dann liegen meine Handkanten genau an der Kante der Handballenauflage und das schmerzt auf Dauer. Wenn jemand nicht mit 10 Finger schreibt, kann das vielleicht OK sein. Beim Schreiben mit 10 Finger liegen die Hände allerdings auf der Handballenauflage (zumindest bei mir :-) und bei diese Tastatur dann eben bedingt durch die Länge der Handballenauflagen (etwas kürzer geraten) genau an der »Kante« der Handballenauflage die nicht abgerundet ist, sondern eine harte Kante hat. Äußerst unangenehm und meine Meinung nach ein Designfehler. Die Handballenauflage kann man auch nicht entnehmen, da fest mit Tastatur verankert.

Grund 3: Der Tastaturanschlag empfand ich als äußerst unangenehm. Das ist natürlich subjektiv, ich versuche das Schreibgefühl auf den Tasten mit Wörtern zu beschreiben:
- Harter Tastenanschlag (kaum Federung beim Drücken auf der Taste) und nach dem Drücken auf der Taste ist es, als ob man auf der Unterseite der Tastatur mit der soeben gedrückte Taste hart landet.
- Die Tasten sind beim drauf Drücken etwas beweglicher als, was ich bisher kenne. Also, als ob die »leicht« lockerer sind. Bitte nicht falsch verstehen, es ist nicht so, dass die Tasten locker sind. Nur beim Drücken entsteht irgendwie das Gefühl, als ob die nicht so stramm sitzen würden.
- Die Lautstärke ist für mein Empfinden unangenehm. Hört sich nicht gedämpft an, sondern eher nach Klackern.
Schade, so eine Tastatur hat meiner Meinung nach einen besseren Druckpunkt und ein besseres Schreibgefühl verdient.
Ich hatte hier die Roccat Isku FX, die ein klasse Tastenanschlag hatte (nur leider Treiberprobleme). Oder die Logitech G510, auch hier einen besseren Tastenanschlag. Sogar die Perixx PX-1100, die Einiges weniger kostet.

In der Summe waren es für mich unüberwindbare Nachteile, die im Alltag die Arbeit beim Schreiben verbittern würden (80% Office/ 20% Games). Vom Ansatz her, finde ich die Tastatur klasse und ich hoffe, der Hersteller bleibt dabei und arbeitet noch noch daran.
Dann würde ich sofort meine Logitech Illuminated Keyboard verkaufen und diese kaufen. Dass die Tastatur verzogen ist, ist sicherlich eine Ausnahme (einzelner Produktionsfehler) und macht mir weniger Sorgen (fließt auch nur geringfügig in der Bewertung), aber der Rest sind NoGo's und für mich nicht akzeptabel. Schreiben geht bei mir nur mit Handschmerzen (Handballenauflage), also unbrauchbar.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 20, 2014 12:09 AM MEST


Kein Titel verfügbar

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erwartungen nicht erfüllt, 25. Oktober 2013
Inzwischen nutze ich diesen Stuhl (Nietzsche-WL in schwarz) seit fast genau 1 Jahr und möchte gerne auch meine Erfahrungen dazu wiedergeben.

MATERIALIEN, MECHANIK, AUFBAU-----------------------------------
-Der Stuhl kam in Einzelteile geliefert. Den Aufbau empfand ich als äußerst angenehm und einfach. In ca. 10 Minuten war der Stuhl aufgebaut.
Ich denke, sowohl männliche als auch weibliche Zeitgenossen werden hier keine Schwierigkeiten haben. Auch habe ich aufgrund der Verpackung alles heil geliefert bekommen (keine Kratzer oder Ähnliches). Weiterhin lässt sich alles ohne großen Kraftaufwand montieren, sehr angenehm!

-Die Verarbeitung ist einwandfrei. Die Polster sind ordentlich verarbeitet, alles gut. Auch die Kunststoffteile sind gut verarbeitet und haben keine mangelhaft verarbeitete Ecken oder Kanten. Da wo es glatt sein soll, ist es auch glatt.

-Die Metallteile sind ordentlich verarbeitet. Die Anschlüsse an den Kunststoffteilen sind sehr gut gelungen. Alles gut.

-Der »Stuhllift« geht einwandfrei, auch hier keine Beanstandungen.

-Was mich nach ca. 4 Wochen etwas gestört hat, waren die Knarz- und Knirschgeräusche, die mit der Zeit zugenommen haben. Das ist noch immer so, allerdings habe ich mich daran gewöhnt. Sicherlich liegt es daran, dass hier so »einige« mechanische Teile arbeiten. Allerdings hat die Funktionstüchtigkeit der Teile nicht darunter gelitten, d. h., der Stuhl funktioniert nach wie vor einwandfrei. Es geht einfach nur um die Geräusche.

-Die »Gelenke« des Stuhls sind nach 1 Jahr alle noch einwandfrei und funktionieren reibungslos. Auch hier, bisher keine Beanstandung.

-Von der Verarbeitung her finde ich, dass der Hersteller so gut wie alles richtig gemacht hat.

AUSSEHEN, MATERIAL, SITZKOMFORT----------------------------------
-Die ARMLEHNEN sind aus hartem Kunststoff und lassen sich nicht durch weichere oder gepolsterte austauschen (Update 05.12.13: Hersteller hat Produktlinie diesbezüglich geändert, jetzt höhenverstellbar und gepolstert. Bild von alte Produktlinie siehe hier: ***.dropbox.com/s/cyohcwi6xqyyrvn/nietzsche.jpg - Bitte die Sternchen durch "w" erstzen). Die sind leicht nach unten abgeschrägt und dadurch liegt der Arm bei mir quasi in eine Linie mit der Computermaus. Hier mal ein Kompliment an Haratech für die tolle Telefonberatung, es hat einfach gepasst.
Ich habe allerdings nach ca. 1 Jahr Probleme mit der rechten Armlehne (bin Rechtshändler). Wenn ich lange im PC arbeite, und die PC-Maus viel Hin und Her bewege, reibt mein Armgelenk (zwischen Unter- und Oberarm) ja oft an der Lehne. Durch diese Reibung ist dieser Stelle an meinem Arm errötet und schmerzt auch zunehmend.
Inzwischen habe ich es so gelöst, dass ich über die Armlehne ein Handtuch gefaltet drübergelegt habe und nun geht es. Sieht nicht gut aus, aber die Schmerzen lassen nach. Nach einem Anruf bei Haratech teilte man mir mit, dass es keine gepolsterte Armlehnen zum Nachkaufen gibt. Lösungsvorschlag: Kaufen Sie beim Obi Filzmatte und tackern Sie das an der Armlehne ... bei einem Stuhl für 579 €!!! Das werde ich mir genau überlegen.

-Die geteilten SITZPOLSTER waren für mich anfangs ungewohnt (irgendwie ein Gefühl von Schwimmen), inzwischen möchte ich nichts anderes mehr haben.
Bevor ich den Stuhl gekauft habe, bin ich nach langen Sitzungen am PC gebückt aufgestanden, mit Rückenschmerzen im unteren Bereich. Seitdem ich den Stuhl habe, nicht mehr. Nur wenn ich lange in einem »normalen« Stuhl sitze habe ich noch Schmerzen und da freue ich mich dann auf den Nietzsche-WL :-) Also die Grundlogik scheint ja (zumindest bei mir) zu funktionieren.
Angenehm ist, dass wenn ich mein Körpergewicht durch die Sitzposition auf dem Stuhl verlagere, der Stuhl quasi mitarbeitet. Dadurch entsteht praktisch kaum der Druck auf einen Punkt, sondern der Druck verteilt sich besser über beiden Sitzhälften.
Einfaches Prinzip und große Wirkung! Das ist auch der Hauptgrund, dass ich den Stuhl bisher behalten habe.

-Das Gleiche kann ich nicht über die geteilte RÜCKENLEHNE behaupten. Damit kam ich von Anfang an nicht zurecht. Das hat zwei Gründe:
GRUND 1: Wenn ich in dem Stuhl sitze, habe ich gerne Rückenkontakt. Dies ist mir mit dieser Rückenlehne nicht »so richtig« gelungen (zur Info, bin 1.70 Meter). Irgendwie kommt es mir vor, als ob ich kein richtiger Rückhalt hätte. Ich habe diverse Einstellungen ausprobiert, also gesamter Rückenteil mehr nach vorn, usw. Nichts hat geholfen.
GRUND 2: Das war auch der problematische Punkt. Wenn ich autogenes Training mache, dann sitze ich aufrecht leicht nach hinten geneigt (ca. 30°) mit Rückenkontakt auf der ganzen Rückenlehne.
Das ist anders, als wenn ich am PC sitze, da wie bereits oben gesagt, wenn ich die PC-Maus in der Hand halte, ganz leicht nach vorne in eine quasi absolute aufrechte Haltung falle (meiner Meinung nach natürliche Haltung). Bei Autogenes Training ist es nicht so, da sitze ich auch aufrecht aber mit einer leichten Neigung nach hinten (lasse mich quasi fallen), um überhaupt an der Kopfstütze zu kommen (vielleicht 30° Neigung). UND IN DIESE HALTUNG hat der obere Bereich der Rückenlehne gegen den oberen Bereich meines Schulterblatts gedrückt. Das war äußerst unangenehm und wurde zunehmend schlimmer.
Dies liegt darin begründet, dass die Rückenteile (wie auch die Gesäßteile) ziemlich hart sind. Und bei mir hat die obere Rundung des Rückenteils heftig gegen mein Schulterblatt gedrückt. Nach ein paar Wochen habe ich die freundliche Geschäftsführerin kontaktiert, die mir auch direkt die Teile kostenlos ausgetauscht hat (schlimmer war die rechte Schulter). Nachdem ich es ausgetauscht habe, war es etwas besser, aber es schmerzte immer noch.
Es war etwas besser, da die Rückenlehne leicht etwas höher war als die Alte und daher der unmittelbare Kontakt des Schulterblatts direkt mit der Kante der Lehne nicht »ganz« gegeben war. Trotzdem waren die Schmerzen noch vorhanden (Problem war damit nicht gelöst), so dass ich erneut den Service von Haratech bemühen müsste.
Dies war allerdings nach den 14 Tagen Umtauschrecht. Ich wurde nicht im Stich gelassen, und mir wurde angeboten, den kompletten Rückenteil mit dem von dem Modell »Zenon« auszutauschen. Da besteht der Rückenteil aus einem Stück.
Seitdem habe ich diesbezüglich keine Probleme mehr, da die Lehne oben etwas nach hinten abgeschrägt ist. Auch das Problem mit dem »fast komplett fehlenden« Rückenhalt ist nicht mehr da, da die Lehne sich im unteren Bereich etwas mehr nach innen wölbt und der Rücken demnach früher Kontakt findet und also Haltung hat.

Weiter zum Thema RÜCKENLEHNE. Diese kann nicht so »richtig« aufrecht eingestellt werden, so dass ich am PC sitze und keinen kompletten Rückenhalt habe, quasi rechtwinklig.
Es gibt eine Maximaleinstellung (diesbezüglich habe ich auch mit Haratech telefoniert) und da ist Schluss. Und bei dieser Maximaleinstellung ist ein »gerades Sitzen mit einem gesamten Rückenhalt« nicht möglich, ich würde sagen ca. 10°-15° Neigung bleiben immer drin. Dadurch kann ich ja gar nicht überall Rückenkontakt haben (auch nicht wenn gewünscht), sondern nur in den unteren Bereich findet der feste Rückenkontakt statt (bei Rückenteil Zenon) oder mit den originalen Rückenteilen vom Nietzsche-WL-Modell habe ich einen schwammigen Rückenkontakt.
Wie bereits oben gesagt, mit der Rückenlehne vom Modell »Zenon« habe ich im Beckenbereich ein Rückenhaltepunkt von ca. 7 cm (wo mein Rücken also anliegt), und der Rest des Rückenbereichs liegt nur ganz leicht auf. Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt und »komme damit zurecht« in der Weise, dass ich leicht nach hinten sitze gemäß Natur des Stuhls (ca. 10°) und es nun kein Störfaktor mehr darstellt.
Auch muss ich aufgrund des Umtausches damit leben, dass mein Stuhl nun im Gesäßbereich zwei Teile in eine PVC-Kunstleder-Optik hat und der Rückenteil ist in Polyestergewebe gehalten. Nicht schön, aber wenigstens für mich gut ;-)

Nach hinten kann die Rückenlehne gekippt werden und das ist auch einwandfrei.
Was an der Rückenlehne meiner Meinung nach »noch« verbesserungswürdig wäre, ist der nötige Kraftaufwand, bis diese nach hinten kippt. Was meine ich damit? Der Stuhl hat zwei mögliche Einstellungen für das Kippen der Rückenlehne: einmal kann es gesperrt werden (dann immer vertikal) oder man nimmt die Sperre raus. Wenn man die Sperre raus nimmt, gibt es irgendwo ein Druckpunkt, dass bei Überschreitung bewirkt, dass die ganze Lehne langsam nach hinten kippt, was ja sinnvoll ist. Nur hat dieser Druckpunkt einen sehr geringen Widerstand, so dass bei einem minimalen Druck die Lehne bereits beginnt nachzugeben. Das bewirkt Folgendes bei mir: wenn ich die Sperre rausnehme und am PC sitze, habe ich ja gerne Rückenkontakt. Beim »leicht stärkeren« Anlehnen an dem Stuhl mit dem Rücken gibt die Rückenlehne direkt nach und ich beginne nach hinten zu kippen. Daher habe ich die Sperre einfach aktiviert. Wenn ich mal z. B. eine Fernsehsendung schauen möchte, dann nehme ich die Sperre einfach raus. Das ist kein Fehler des Stuhls, könnte meiner Meinung nach allerdings etwas besser gelöst worden sein, insbesondere unter Beachtung dessen, dass dieser Stuhl ja »intelligent« durchdacht ist.

Der gesamte RÜCKENTEIL SAMT RÜCKENLEHNE hat 2 Löcher und kann demnach um 2 Positionen (insgesamt ca. 5-6 cm nach vorne oder hinten) komplett »horizontal« eingestellt werden (wg. Rückenkontakt). Als ich das gesehen habe, habe ich gedacht: »wow, das ist ja klasse, Rückenhalt ist gewährleistet«. Dem war es leider nicht so.
Wie bereits geschrieben, mit den Original-Rückenlehnen (sind ja 2 Stück) ging ein richtiges Anlehnen für mich nicht so recht (irgendwie schwammig ...). Und mit dem Rückenteil des Modells Zenon geht es besser (fester Rückenhalt), allerdings nur in einem Bereich von ca. 7 cm der Rückenlehne. Mit dem Rest bekomme ich nur dann Kontakt mit dem gesamten Rücken, wenn ich mit dem Körper einfach nach hinten etwas kippe (ohne mit dem gesamten Rückenteil des Stuhls nach hinten zu kippen, also mit Sperre für Rückenteil drin), also einfach nur den Körper auf die ganze Fläche fallen lasse. NUR dann sitze ich nicht mehr aufrecht, sondern leicht nach hinten um ca. 30° geneigt (meine Haltung für autogenes Training, aber nicht möglich für PC-Arbeit).
Was auch klasse ist, dass der Rückenteil in den gesamten Einstellwinkel auch »festgeklemmt« werden kann, also der gesamte Rückenteil samt Rückenlehne kennt nicht nur 2 Positionen (aufrecht und geneigt um ca. 90°), sondern kann dazwischen auch fest eingerastet werden. Damit kann man sich also sein Lieblingswinkel fest einstellen.

Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken, schließlich schreibe ich das für Sie, lieber Leser/-in. So wie ich mich auch gerne bei Amazon vorher über Produkte erkundige, so versuche ich Ihnen auch »verständlich« zu helfen :-)

Ein für mich weiterer Nachteil der RÜCKENLEHNE (hier des Modells Zenon) ist, dass diese mit zwei großen Schrauben an dem Rückenteil befestigt wird. Diese Schrauben werden über den Rückenteil des Stuhls (großes Kunststoff-Element) geführt und dann in die gepolsterte Rückenlehne, wo der Rücken anliegt, und dann werden die Schrauben angezogen. In dem Rückenteil sind dafür ja 2 Löcher vorhanden, die allerdings nicht ganz klein sind, sondern etwas breiter als normal. Damit kann ich die Rückenlehne entweder ganz fest anziehen (dann ist diese auch schwergängiger und für mich etwas zu fest für den Rücken) oder etwas locker lassen (dann reagiert die Rückenlehne schneller und leichter auf Bewegungen). Ich habe die zweite Variante ausgesucht, da ich es weicher mag. Wenn ich es allerdings so belasse, dann passiert, dass sich die gesamte Rückenlehne mit der Zeit durch meine Bewegungen nach rechts oder links verschiebt und nicht mehr mittig sitzt. Die Maximalverschiebung betrifft ca. 1-2 cm. Wenn ich mich dann nach hinten lehne, merke ich sofort, dass die Lehne an eine bestimmte Stelle etwas mehr im Rücken drückt als eine andere Stelle (Wölbung hat sich ja um ca. 1-2 cm verschoben). Also wieder manuell nachjustieren, damit in 1 Tag das Gleiche passiert. Nun habe ich mir geholfen, dass ich jeweils in dem rechten und linken Loch jeweils im Außenbereich Hartkunststoff eingeführt habe, damit kein Spiel nach rechts und links mehr möglich ist und die Rückenlehne so in den Rückenteil immer zentriert sitzt. Das fließt allerdings nicht in die Bewertung, da der Rückenteil zum Modell Zenon gehört und nicht zum Nietzsche-WL. Also nur rein informativ.

-Die OBERFLÄCHE besteht laut Hersteller aus Kunstleder, sieht allerdings eher nach PVC aus und leicht angeraut, indem in der Oberfläche ein leichtes Karomuster ca. 1 Millimeter eingeschnitten worden ist.
Das ist angenehmer, als wenn es ganz glatt wäre, obwohl es subjektiv gemeint ist. Wenn ich längere Zeit auf den Stuhl sitze, so schwitzen die Kontaktkörperbereiche ohnehin. Auch konnte ich die Aussage »atmungsaktiven Lüftungsöffnungen« nie ganz nachvollziehen, da das Material eher nach »dicht« aussieht. Nirgendswo sehe ich irgendwelche Öffnungen und auch sieht und fühlt sich das Material nicht nach atmungsaktiv, sondern sieht nach »dicht« aus.
Ich kann zumindest mit Shorts nicht auf den Stuhl sitzen, da nach ein paar Minuten die Haut regelrecht an dem Material klebt und wenn ich eine Hose anhabe (meistens der Fall), dann merke ich nach ca. 4 Stunden, wie es ganz schön warm in den Kontaktbereich wird und die Hose an den Körperteilen klebt.
Wie gesagt, die Lüftungsöffnungen kann ich nicht sehen, nachvollziehen und auch nicht spüren. Zu Beginn war ich etwas enttäuscht, da ich etwas wirklich »Atmungsaktives« erwartet hatte und mich hier nicht vom Gegenteil überzeugen konnte. Damit kann ich allerdings leben. Das Material sieht zumindest sehr robust aus und ich halte es zumindest augenscheinlich für sehr langlebig.

-HÄRTE der Körperkontakt-Teile. Hier muss ich entschieden sagen, dieser Stuhl ist einfach hart. Wenn es auch Matratzen mit Härtegrade gibt oder Ähnliches, gäbe es eine Skala von 1 für weich und 5 für hart, würde ich sagen, liegt der Stuhl zwischen 4-5. Wenn ich die Armlehnen mitberücksichtige, dann würde ich sagen 5. Wie gesagt, die Armlehnen sind aus absolut hartem Kunststoff und die Gesäß- und Rückenteile sind für sich auch schon hart. Ich beziehe mich hierbei insgesamt auf den Stuhl Nietzsche-WL im Original-Zustand. Daher habe ich ja die Rückenteile einmal durch gleiche ausgetauscht bekommen und später den Rückenteil vom Zenon als Austausch erhalten. Der Rückenteil vom Zenon ist im Allgemeinen genau so hart. Ich denke, dass der Hersteller konsequent in seinem Programm diese »harte Linie« verfolgt. Ich habe mich daran gewöhnt und es gibt schon mal den einen oder anderen Tag, wo es »leicht« hier oder da drückt, aber sonst hat sich mein Körper daran gewöhnt. Wo es schlimmer ist: Wenn ich mal eine lange PC-Sitzung habe (so 4-5 Stunden am Stück), dann beginnt irgendwann Mal das Gesäß an zu schmerzen und dann MUSS ich aufstehen, weil es einfach nicht mehr geht (Rücken schmerzt dabei nicht).

-Was AUSSEHEN betrifft, als meine Familienangehörigen und Bekannte den Stuhl gesehen haben, fiel der erste Vergleich einheitlich: Wow, du hast ein Gynäkologen-Stuhl gekauft. Nun ja, ich fand und finde nach wie vor den Stuhl auf seine Art schön und habe mich daher nie daran gestört. Hier also für mich alles OK. Aussehen ist ehe eine sehr subjektive Angelegenheit.

-Der KLEIDERBÜGEL auf der Rückseite habe ich abgemacht, da ich nie irgendwas dort aufhängen brauche und dadurch die Optik mir besser gefallen hat. Ansonsten macht es sicherlich Sinn, wenn man es benötigt. Schön, dass es dabei ist.

-Die ROLLEN des Stuhls sind einwandfrei und der rollt bei mir ohne Beanstandung. Ich habe Laminat und darauf eine Kunststoff-Matte gelegt. Darauf nutze ich den Stuhl und wie gesagt, alles klasse.

-Die KOPFSTÜTZE ist, wie bereits jemand schon geschrieben hat, nicht so richtig zu gebrauchen. Ich finde es äußerst schade.
Wenn ich normal am PC sitze und den Kopf anlehnen möchte (z. B. um etwas zu lesen oder sogar ein Video zu schauen) dann muss ich mich schon teilweise nach hinten lehnen (ca. 30°) und habe keinen direkten Sichtkontakt mit »Geradeaus-Blick« auf den Monitor mehr, sondern ist der Kopf und die Augenäpfel in eine leicht unnatürliche Position. Ein paar Minuten so zu sitzen ist OK, längere Zeit bekomme ich Druck in den Augen, da ich ja die Augäpfel nicht geradeaus habe, sondern leicht nach unten schaue. Auch wird der Abstand zum Monitor etwas zu groß und mein Hals ist nicht gerade und der Kopf fällt nach hinten. Hierfür ist die Kopfstütze nicht komfortabel. Ideal wäre es, wenn ich aus der PC-Haltung heraus einfach den Kopf direkt an der Kopfstütze lehnen könnte. Dann hätte ich eine quasi rechtwinklige Position auf den Bildschirm zu schauen.
So macht die Kopfstütze bei mir nur bei autogenes Training Sinn, da ich mich ohnehin leicht nach hinten fallen lasse (sitze nicht ganz rechtwinklig) und so der Kopf richtig aufgenommen wird. Schade, nur halb funktionell.

Weiterhin weist die Kopfstütze ein Merkmal auf, welches ich auch mit dem Service besprochen habe und sich nicht beheben lässt. Die Kopfstütze kann ja vertikal verstellt werden, also die gesamte »Halterung« der Kopfstütze wird nach oben oder unten gezogen und mit einer Schraube fixiert. ABER die Stütze selbst kann dann nochmal nach oben oder unten gekippt werden (klasse!) und hat dabei eine »ganz leichte« Rasterung, die allerdings nicht haltbar ist. D. h., es kann keine Haltung fest eingestellt werden und der Mechanismus ist auch etwas zu leichtgängig. Wenn ich also autogenes Training mache (nur dann nutze ich ja die Kopfstütze hauptsächlich), muss ich jedes Mal kurz per Hand den Winkel der Stütze mit der Hand kurz kontrollieren und nachjustieren, da sich diese oft leicht verstellt. Ist nur ein kurzer Griff, aber müsste nicht sein. Wenn ich doch den Stuhl einmal nach meinen Bedürfnissen eingestellt habe, sollte es auch gut sein. Also wäre es gut, wenn es noch parallel zu der vorhandenen Möglichkeit noch die Option der festen Einrasterung gäbe. Das ist allerdings schon meckern auf hohem Niveau!
Nach Anruf mit Kundenservice wurde mir mitgeteilt, dass dies nicht änderbar wäre und auch kein Fehler darstellt.

-Die HÖHENVERSTELLUNG des Stuhls ist so, wie es sein sollte, hier ist alles OK. Ich habe es natürlich auch einmal auf meine Höhe gestellt und gut ist. Ich konnte hier keine Nachteile erkennen, alles leichtgängig und sehr gut.

-Die ARMLEHNEN sind nicht höhenverstellbar, was ich sehr schade finde. Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass in so einem Preisbereich dies nicht mit drin ist. Allerdings war mir das von vorneherein klar und ich habe mich darauf eingelassen, daher werde ich dies bei meiner Bewertung nicht berücksichtigen. Außerdem hatte ich noch das Glück, dass die Höhe der Armlehnen ganz gut zu mir passt. Sonst wäre der Stuhl direkt wieder zurückgegangen. (Update 05.12.13: Hersteller hat Produktlinie diesbezüglich geändert, jetzt höhenverstellbar und gepolstert. Bild von alte Produktlinie siehe hier: ***.dropbox.com/s/cyohcwi6xqyyrvn/nietzsche.jpg - Bitte die Sternchen durch "w" erstzen)

KUNDENSERVICE---------------------------------
Sehr guter Kundenservice. Auch ich hatte direkten Kontakt mit der Geschäftsführerin und alle meine Fragen wurden ordnungsgemäß und geduldig beantwortet. Email-Kontakt wird da nicht allzu sehr bevorzugt, lieber direkt anrufen. Sie geht auch auf die Fragen gut ein und ist äußerst freundlich. Das war mit einem Grund für den Kauf des Stuhls. Auch ich gehöre zu der Käuferschicht, die nach wie vor großen Wert auf Kundenservice legt. Sowohl vor als auch nach dem Kauf. Auch zahle ich für ein Produkt etwas mehr, wenn ich dann später nicht im Regen gelassen werde. Und hier stimmt der Service allemal. Absolut!
Auch war man mir gegenüber sehr entgegenkommend und hat mir sogar nach der 14-tägigen Widerrufsfrist die Rückenlehne (mit der vom Stuhl Zenon) »kostenlos« ausgetauscht. Sowas kenne ich grundsätzlich nur von Amazon (wenn überhaupt). Falls jemand also hier mal diesen Stuhl testen möchte, er wird einen sehr guten Kundenservice bekommen (zumindest basierend auf meinen Erfahrungen). Hier 5 Sterne.

FAZIT--------------------------------------
Meine Meinung zu diesem Produkt im Ergebnis: Ich würde den Stuhl nicht wieder kaufen und würde mir stattdessen einen suchen, der »mehr« meinen Bedürfnissen entspricht. Warum: weil ich 579 Euro dafür bezahlt habe und für diesen Preis schon was erwarte, was nicht mit so vielen »Kinderkrankheiten« oder »Unzulänglichkeiten« versehen ist. In der Summe stimmt meiner Meinung nach das Preis-Leistungs-Verhältnis so nicht.
Zumal ich nun mein Stuhl versuchen muss gebraucht weiter zu verkaufen und mir einen neuen Stuhl kaufen werde. Das mit der Armlehne ist ein KO-Kriterium geworden, zumal ich auch keine ordentliche Lösung dafür habe, den das Handtuch sieht irgendwie doof aus und rutscht ständig. Wenn ich nicht viel am PC sitzen muss, ist das Problem nicht so akut, wenn sich allerdings die »Schichten« verlängern (wie letzter Zeit), dann meldet sich schnell der Ellenbogen wieder.

Auch sieht mein Stuhl nach »halbe / halbe« aus. Nicht Fisch, nicht Fleisch, Rückenteil aus Polyestergewebe und Gesäßteil aus PVC-Kunstleder, kein Augenschmaus.
Für den Preis kann es meiner Meinung nach nicht sein, auch wenn ich damit leben kann.

Der Gesäßbereich dieses Stuhls erfüllt meiner Meinung nach seiner Funktion vollends und hilft ungemein. Wenn das für jemand sehr wichtig ist, er keine Alternative kennt und mit den o. g. Punkten leben kann, dann Zuschlagen!
Ich werde mich jetzt neu orientieren müssen und werde mich demnach auf die Suche machen. Zuerst sind die Fachgeschäfte dran, mit Probesitzen unter Beachtung der jetzigen Nachteile meines Stuhls UND insbesondere mit dem Augenmerk auf Entlastung des Beckenbereichs. Mal schauen, ob ich fündig werde, andernfalls muss ich eine andere Lösung für die Armlehne finden und den Stuhl doch behalten.

Dem Hersteller in Korea kann ich nur empfehlen diese klasse Idee (des quasi fast vollkommen beweglichen Stuhls) weiterzuverfolgen, aber unbedingt diese Kinderkrankheiten auszumerzen. Das Makro-Prinzip ist wunderbar und gut umgesetzt, aber größtenteils ist die Umsetzung im Mikro-Bereich nicht konsequent und kundenfreundlich vollzogen worden. Hier ist meiner Meinung nach noch viel Denk- und Kleinarbeit vonnöten.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 5, 2013 11:53 PM CET


Corsair Gaming M95 Schwarz MMO Laser Gaming Maus (CH-9000025-EU)
Corsair Gaming M95 Schwarz MMO Laser Gaming Maus (CH-9000025-EU)
Preis: EUR 69,90

29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, allerdings nicht ohne Bedenken, 17. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
HARDWARE======================================
Haptik, Verarbeitung, Äußerlichkeiten
- Super Verarbeitung. In dieser Hinsicht eines der besten PC-Mäuse, die mir unter die Hände gekommen ist.
- Tastendruck hervorragend (auch seitlichen Tasten fand ich vom Druckpunkt her nicht unangenehm). Nicht zu laut, nicht zu schwammig, einfach nur genau richtig.
Die Problematik, dass die Tasten nur mit erhöhtem Kraftaufwand zu betätigen wären, kann ich nicht nachvollziehen. Alle in der Nähe meines Daumens befindlichen Tasten lassen sich mit normalem Kraftaufwand betätigen. Hier konnte ich keinerlei Nachteile feststellen. Mit den Daumen kann ich, ohne die Hand umzulegen, 5 Tasten erreichen, die restlichen 4 Tasten nur, wenn ich die Hand umlege. Das ist allerdings OK so, weil dafür sind die 5 Tasten nun wirklich blind zu bedienen. Um alle Tasten mit den Daumen erreichen zu können, könnte dieses Konzept von Corsair (was die einzigartige Tastenanordnung betrifft) nicht realisiert werden. Dann müssten die Tasten kleiner sein, was die intuitive Bedienung erschweren würde. Ich finde die Tasten mit den Daumen äußerst angenehm zu finden und habe mich bisher ganz selten verklickt. Bei der Naga oder der G600 ist mir das öfters passiert.
Ich habe einfach auf den hinteren Tasten Funktionen gelegt, die seltener benötigt werden.
- Das Mausrad ist ein Zwei-Wege-Scrollrad, mit der Option auch nochmal angeklickt zu werden. Also drei Funktionen erfüllt das Scrollrad. Die Rasterung ist eines der Besten, die mir bisher unter die Hände gekommen ist, es macht einfach Spaß »an dem Rad zu drehen«. Perfekt!
- Alle Nähte und Übergänge einfach spitzenmäßig verarbeitet.
- Der Kabel ist mit Textil ummantelt und macht einen stabilen und wertigen Eindruck. Auch der USB-Anschluss ist sauber verarbeitet. Die Kabel-Länge müsste ca. 2 Meter sein.
- Dazu sieht die Maus sehr edel aus. Ein echter Blickfang, zumal es irgendwie »Wertigkeit« ausstrahlt.
- Weiterhin macht es einfach so richtig Spaß die Maus in der Hand zu nehmen. Die Hand liegt entspannt (habe eher kleinere Hände), keine Schmerzen im Handgelenk.
-Die Maus gleitet hervorragend über die Tischplatte.
- Nun ja, meiner Meinung nach können Logitech, Razer, Roccat oder Sharkoon im Vergleich dazu alle einpacken. IN DER SUMME ist diese Maus in DIESER KATEGORIE nicht zu schlagen.
- Ich habe die »weiße« und die »schwarze« Version ausprobiert. In der weißen Version ist die Oberfläche glatt und in »glossy« gehalten. Die Hand bleibt regelrecht »drauf kleben«. In der schwarzen Version ist die Oberfläche nicht ganz so glatt und diese fühlt sich für mich angenehmer an.
- Es gibt bei dieser Maus anscheinend eine ganze Reihe fehlerhafte Produktionsreihen. Die erste Maus in weiß war einwandfrei. Bei der schwarze Maus klappte es erst ab der 3. Maus. Es ging immer um die seitlichen Daumentasten... Entweder war teilweise kein Klickpunkt vorhanden (Taste ließ sich ohne Widerstand drücken) oder die waren so lose eingearbeitet, dass bei einen Druck auf der Taste diese lose an den Finger kleben blieb, als ob die nicht ganz fest in Ihrem Platz sitzen würde. Ich hoffe, ich konnte mich so richtig ausdrücken (am Ende der Rezension gehe ich nochmal darauf ein). Also gibt es hier Fertigungstoleranzen die etwas zu »großzügig« sind. Am besten ausprobieren, bis ihr die Richtige erwischt habt. Bei mir war es beim 3. Mal, alle Tasten sind nun einwandfrei.

Im Allgemeinen ist die Verarbeitung einfach nur klasse und hervorragend. Das ist meine teils objektive und subjektive Meinung, wie auch der Rest der Rezension :-)

Reaktionsverhalten
- Habe die Maus ca. 3 Stunden getestet und es blieben keinerlei Wünsche offen.
- Die Abtastung habe ich in verschiedenen Stufen ausprobiert, habe DPI‘s von 600 bis 5900 ausprobiert (mehr nutze ich nicht), und der Zeiger läuft flüssig und sauber. Alles super.
- Ein sehr interessantes Feature, was leider bisher nur bei Corsair anzutreffen ist (Vergleich Razer, Sharkoon, Roccat, Logitech), ist die Möglichkeit, dass man gerade Linien auch gerade Zeichen kann. Das heißt, der Mauszeiger ist bei geraden Linien intoleranter gegenüber leichten Verwacklungen. Das kann z. B. bei Photoshop bei Freistellungen oder bei CorelDraw im Freihandmodus durchaus sinnvoll und hilfreich sein. Klasse Idee. Das kann einfach ein- oder ausgeschaltet werden (über Treiber), oder man erzeugt ein Profil für Bildbearbeitung mit diesen Feature eingeschaltet.
- Die Maus gleitet hervorragend über die Tischplatte und der Mauszeiger geht immer schön mit. Auch hier, alles richtig gemacht. Mir ist in keinster Weise was Negatives aufgefallen.

SOFTWARE========================================
Und nun das leidige Thema Treiber und Tasteneinstellungen bei Computermäusen. Schon bei der Naga 2014 von Razer habe ich eine wahrliche Enttäuschung erlebt. Die Corsair ist da auch nicht fehlerfrei und schwächelt auch in diesen Punkt.

Hierzu möchte ich kurz noch was anmerken: Ich habe zuerst diese Maus in weiß bestellt und innerhalb von ca. 3 Stunden war die wieder im Karton und ging zurück an Amazon. Ich konnte die Maus nicht einstellen, weil die Treiber-Software so unlogisch war und viele Funktionen einfach gefehlt haben.

Bis ich später auf der Suche nach eine Tastatur auf die K50 von Corsair gestoßen bin und so angetan von der Tastatur war, dass ich mich im Zuge dessen noch eingehender mit der Software beschäftigt habe.
Nach ca. 6 Stunden konnte ich mit dem Treiber umgehen. Also habe ich einfach die Maus nochmal bestellt (Treiber von Tastatur ist vom Aufbau und Funktionalität identisch mit von Maus), nur diesmal in Schwarz. Inzwischen kann ich mit diesem Treiber umgehen und die für mich wesentlichen und fehlenden Funktionen habe ich über Fremdtools realisiert. Aber einfach war es nicht und ich halte die Software nicht für anwenderfreundlich. Das Gute ist aber: Wenn einmal verstanden und eingestellt, ist alles erstmal OK :-)

-Erst habe ich versucht, die Tastenbelegungen und sonstigen Einstellungen der Maus über Software-Profile (Hardware-Profile auch möglich) zu realisieren.
Wenn jemand mit der Thematik Hard- oder Software-Profile nichts anfangen kann, einfach auf die Seite von Corsair gehen, den Treiber herunterladen und dort ist im Handbuch genau spezifiziert, was Vor- bzw. Nachteile von der jeweiligen Methode sind.
-Hier die Shortcuts, welche ich immer wieder nutze:
»Schließen« (ALT+F4)
»Minimieren« (Win+Pfeil unten)
»Bestimmte Ordner öffnen« (über Pfad)
»Musikwiedergabe starten und pausieren« (meistens in Treiber integriert und kann ausgewählt werden)
»E-Mail-Programm öffnen« (Pfad zum Programm eingeben)
»Fenster rechts über die Hälfte der Bildschirmfläche anordnen« (Win+Pfeil rechts)
»Fenster links über die Hälfte der Bildschirmfläche anordnen« (Win+Pfeil links)
»Vorwärts« (in Treiber meistens bereits integriert)
»Zurück« (in Treiber meistens bereits integriert)
»Stummschaltung« (in Treiber meistens bereits integriert)
»Passwörter einfügen mit Keepass« (STRG+ALT+A)

Diese Funktionen sind für meine Office-Nutzung am PC sinnvoll und erleichtern mir den Alltag bei der Erledigung meine Aufgaben ungemein. Insbesondere »Schließen« und »Minimieren«, da spare ich mir sehr viele »Mauswege«, da man ja jedes Mal den X bzw. den - oben im Fenster rechts ansteuern und zielen muss. Einfach mitten im Fenster auf entsprechende Taste klicken, und schon ist das Fenster zu oder minimiert. Komfortabel! Wenn ich auf einem fremden PC sitze um dort was zu machen merke ich, wie lästig es ist, jedes Mal dies mit der Maus anzusteuern.

Was mir bei der Software aufgefallen ist:
- Schließen-Befehl ist direkt im Treiber integriert und kann ausgewählt werden.
- Minimieren-Befehl muss über Makro-Aufnahme programmiert werden. Hier ist nichts bereits vorprogrammiert. Ein ungeübter User muss hierzu erstmal den Shortcut in Erfahrung bringen (es gibt ja zwei, eins taugt nicht viel, da von vielen Programmen nicht vernünftig umgesetzt wird, das ist ALT+Leertaste+N). Der Shortcut Win+Pfeiltaste unten funktioniert einwandfrei mit allen Fenstern. Dieser kann auch als Makro aufgenommen werden.
- Musikwiedergabe konnte ich nicht programmieren und ist leider nicht im Treiber integriert. Ich kenne kein übergreifender Windows-Shortcut dafür (außer für den Windows-Mediaplayer, was hier kein Sinn macht, da ich Foobar2000 oder MusicBee nutze).
Hier fehlt sowohl »Play/Pause«, »Stummschaltung«, »laut/leise«, »Springen vorwärts/rückwärts«, usw. Also nichts »an Board«.
Logitech ist, was Media-Funktionen betrifft, ein wahres Eldorado (fast alles schon im Treiber integriert)! Einfach nur die Funktion auswählen. So geht einfach und kundenfreundlich, basta.
Wie ich mir geholfen habe: Im Musikplayer ein globaler Shortcut für »Play/Pause« und mit dem kostenlosen Tool »Autohotkey« ein Shortcut für Stummschaltung. Auf den Rest habe ich verzichtet bzw. mache es über die Tastatur.
- Programme starten (in meinem Fall E-Mail) ist möglich und hat auch normal funktioniert, allerdings unverständlicherweise nur im Software-Modus.
- Ordner öffnen habe ich nicht einstellen können. Meiner Meinung ist das nicht möglich oder zumindest habe ich die Möglichkeit nicht gefunden.
- Fenster rechts oder links anordnen geht über Makroaufnahme (Win-Taste + Pfeil rechts oder links). Funktioniert einwandfrei.
- Vorwärts und zurück auch einwandfrei. Ist im Treiber bereits enthalten und kann einfach ausgewählt werden.
- Passwörter mit Keepass einfügen ist kein Problem. Das habe ich auf die Radtaste gesetzt. Einfach über Makroaufnahme einstellen.

Die gesamten Einstellungen in der Treiber-Software von Corsair zu machen halte ich für sehr unlogisch und äußerst userunfreundlich. Obwohl ich mich mit Windows gut auskenne, musste ich erstmal lange grübeln, wie ich ein in der Software erstellter Profil auf die Maus übertrage. Und suchen muss man, das ist schon mal eine Warnung ;-)

Auch um »überhaupt« die Makrofunktionen zu nutzen, habe ich lange gegrübelt. Die Jungs von Corsair täten gut daran, sich mal von einem Unternehmen beraten zu lassen, was Anwendungsfreundlichkeit, Verständnis von Funktionen seitens von Kunden, Software-Logik, usw. betrifft. Da geht sicherlich noch Einiges.

Ich benutze den Hardware-Modus, da in den Software-Modus manche Tastenkombinationen beim Spielen nicht erkannt werden. Im Hardware-Modus läuft alles einwandfrei. Ein weiterer Vorteil vom Hardware-Modus: wenn die M95 einmal eingestellt wurde, kann der Treiber komplett ausgeschaltet werden und die Profile können in der Maus mit Tastenklicks aufgerufen werden. Ich benutze dafür die zwei kleinen Pfeiltasten neben der linke Maustaste. Dafür kann ich jederzeit zwischen 6 Profile wechseln. Weiterer Vorteil: Es laufen keine Treiber im Hintergrund (Entlastung für Win und gleichzeitig Minimierung von Kompatibilitätsproblemen). Wenn ich den Treiber benötige, rufe ich diesen über eine von mir erstellte Batch-Datei, nehme die notwendigen Einstellungen vor, übertrage diese an der Maus und danach werden alle Corsair-Anwendungen wieder geschlossen (Eingabemaske und Treiber) und die M95 läuft einwandfrei. Wenn es jemand interessiert, einfach ein kurzer Kommentar auf diese Rezension, sonst sprengt dies hier der Rahmen ;-)

Und nun rein informativ noch, was Installation von Firmware und Treiber angeht:
Es liegt in der Verpackung keine CD bei und man muss auf die Homepage von Corsair gehen und das Installationspaket laden. Da sind zwei Dateien zum Installieren. Einmal muss eine Anwendung in Windows installiert werden, um die Firmware auf der Maus selbst zu aktualisieren (es sei denn natürlich die Firmware ist bereits aktuell). Wahrscheinlich muss man bei der nächsten Aktualisierung der Firmware wieder eine neue Anwendung installieren, welche wiederum die nächsten Aktualisierungsdateien mit sich bringt. Nicht elegant gelöst ... Ich kenne es so, dass sowas einfach nur über eine Exe-Datei erledigt wird, die auch nicht installiert werden muss. Danach Exe-Datei löschen und Firmware ist drauf. Aber das empfinde ich nicht unbedingt als störend.
Dann liegt noch eine zweite Installationsdatei anbei, die eigentliche Software für das Betriebssystem, wo man die ganzen Einstellungen der Maus mit erledigt. Das ist quasi die Anwendersoftware.

Ich habe die Maus kurz in Spiele angetestet und kann nichts Negatives berichten. Zum Programmieren von einfachen Tastenschlägen dürfte es keine Probleme geben. Bei mir ging alles (Ziffern, Buchstaben, Leertaste, usw.) im Hardware-Modus, im Software-Modus wurden ein paar Tastenschläge nicht richtig erkannt.

Dass es softwaremäßig besser geht, zeigt Logitech. Meine Revolution MX kann alle oben erwähnten Funktionen und noch viel mehr. Was Funktionen betrifft, ist Logitech treibermäßig für mich das Maß alle Mäuse. Absolut flexibel in den Einstellungen, da fehlt mir absolut nichts. Eine wahre Fundgrube!
Von der Verarbeitung finde ich die Corsair M95 um Einiges besser als andere Mäuse. Was allerdings Software angeht, liegt hier sehr viel Verbesserungspotenzial.

Wenn es jemand interessiert, wie eine ordentliche, flexible und umfangreiche Treiber-Software für eine Maus aussieht, kann sich gerne die »Kundenproduktbilder« zu der Logitech G600 anschauen. Ich habe die Bilder von meinen Treiber-Einstellungen hochgeladen, damit man sich ein Bild davon machen kann. Hier der Link: Logitech G600 Optische MMO-Gaming-Maus schnurgebunden (USB, 20 Tasten, 8200 dpi) schwarz

ZUSAMMENFASSUNG===============================
Der Hardware vergebe ich 4 Sterne. Warum, wenn es doch 5 Sterne verdient hätte? Weil anscheinend viele fehlerhafte M95 im Umlauf sind, was für mich an mangelnde Fertigungskontrolle liegt. Es kann nicht sein, dass der Kunde die fehlerhafte Ware raussuchen muss, insbesondere in Anbetracht dessen, dass diese Maus ca. 85 Euro kostet.

Die Software erfüllt größtenteils ihren Zweck, ist allerdings alles andere als kundenfreundlich. Die Lernphase kann Stunden dauern und Einiges an Denkarbeit (davon abhängig wie fortgeschritten jemand mit Computer-Anwendungen ist).
Weiterhin vermisse ich auch hier grundlegende und grundsätzliche Funktionen, wie Stummschaltung, Läutstärke und Play/Pause sowie einfache Windows-Funktionen (z. B. Minimieren oder Ordner öffnen). Teilweise können diese Funktionen nur über Fremdtools realisiert werden, was sicherlich vielen ungeübten Anwendern definitiv überfordern wird. Weiterer Nachteil und für mich unverständlich: Wenn jemand diese Maus in Kombination mit einer Tastatur von Corsair benutzt, muss er insgesamt 4 Anwendungen installieren. 2 Mal Tool für Firmware-Update (jeweils Maus und Tastatur) und 2 Mal die eigentliche Treiber-Software (jeweils Maus und Tastatur). Es gibt kein Universal-Treiber.
In der Summe sind 2 Sterne für die Software das höchste der Gefühle, insbesondere in Anbetracht des Preises für diese PC-Maus.

4 + 2 = 6 : 2 = 3

Bisher habe ich die Revolution MX benutzt (ca. 5 Jahre) und im Zuge der Neuanschaffung einer PC-Maus Folgendes ausprobiert:
- Genius Gila 8200 dpi 12 Tasten-Maus
- Revoltec RE122 Fightmouse Elite
- Perixx MX-2000B
- Trust 18101 GXT33
- Logitech G600
- Sharkoon Drakonia black 8200dpi
- Razer Naga Gaming Maus 8200dpi
- Logitech G602
- Logitech G700s
- Logitech G9x
- Roccat Kone XTD Max

Diese PC-Mäuse waren für mich nicht in Ordnung. Die Gründe waren verschieden, wie beispielsweise:
1. Lagen nicht gut in der Hand. Entweder unangenehmes Gefühl oder Gelenkschmerzen.
2. Mehrere wesentliche Tasten waren sehr schlecht erreichbar.
3. Tasten waren nicht intuitiv erreichbar, ständig Falschklicks.
4. Verarbeitung war minderwertig.
5. Datenschutzpolitik des Unternehmens war nicht akzeptabel.
6. Wichtige Funktionen im Treiber waren nicht vorhanden und auch nicht möglich.
7. Im UEFI-Bios nicht zu gebrauchen, daher müsste dafür eine Reserve-Maus vorhanden sein

Obwohl ich dieser Maus 3 Sterne vergebe (für mich gleichgestellt mit der Note »Befriedigend«), ist es von allen Computer-Mäuse diejenige, die meine Ansprüche was Hardware UND Software am nahesten kommt.
Es gab nur eine Maus, welche ich gegenüber der M95 favorisieren würde. Das war die G600 von Logitech. Nicht »ganz« so gut wie die M95 verarbeitet, und lag auch nicht so angenehm in der Hand, dafür stimmte das Gesamtpaket (insbesondere in Anbetracht von Software). Leider hatte ich mit der G600 so heftige Handgelenk-Schmerzen, welche über ein Zeitraum von 2 Wochen nicht nachgelassen haben, dass ich es schweren Herzens zurücksenden musste.

Die M95 war also für mich die 2. Wahl und ich kann es weiter empfehlen. Was jedoch zu beachten ist:
- Sich vorher überlegen, ob die o. g. fehlenden Software-Funktionen notwendig sind und ob man bereit ist, diese sich selbst zu »basteln«. Mir war es wert.
- Beim Kauf darauf achten, dass alle Daumen-Tasten ordentlich funktionieren. Damit ist gemeint:
1. Ist überall der Klickpunkt vorhanden? Also wenn die Taste eingedrückt wird, macht es der übliche Klick? Bei meiner Erste gab es eine Taste ohne den Klick. Die ließ sich »klicklos« einfach drücken.
2. Sitzen die Tasten auch stramm und nicht zu schwammig? Bei der zweiten Bestellung war überall der »Klickpunkt« vorhanden, allerdings saß eine Daumen-Taste dermaßen locker, dass beim Loslassen nach dem Klick, diese »irgendwie« an den Finger kleben blieb und ich sogar hören konnte, wie die sich in der Fassung bewegte.

Wenn man endlich eine ordentlich Verarbeitete erwischt hat UND sich in der Software "durchgelernt" hat, wird man Spaß an der PC-Maus haben :-)
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 21, 2015 6:09 PM MEST


Seite: 1 | 2 | 3 | 4