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Rezensionen verfasst von
R. Funk
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TomTom Start 25 M Europe Traffic, Navigationsgerät (Free Lifetime Maps, 13cm (5 Zoll) Display, TMC, Fahrspurassistent, Parkassistent, IQ Routes, Europa 45
TomTom Start 25 M Europe Traffic, Navigationsgerät (Free Lifetime Maps, 13cm (5 Zoll) Display, TMC, Fahrspurassistent, Parkassistent, IQ Routes, Europa 45
Preis: EUR 120,00

27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Software-Schrott, 2. Mai 2015
Das Vorgängermodell des TomTom Start 50 habe ich bewusst gewählt, weil es noch nicht die unterirdische Menüführung der neueren Modelle besitzt. Trotzdem: ein glatter Reinfall. Zunächst die Frage, mit welcher Software dieses Gerät verwaltet wird. Laut Eingabe der Typbezeichnung bzw. Seriennummer wäre es MyDrive Connect. Ist dies installiert und das Gerät verbunden, kommt zunächst die Meldung, dass dieses Gerät nicht mit MyDrive Connect kompatibel ist. Man solle TomTom Home installieren. Also, auch das. Aber diese Software erkennt das Start 25 M nicht. Erneuter Versuch mit MyDrive Connect und die Meldung ignorieren. Konto einrichten, anmelden. Verbindung schlägt fehl. Man solle es später nochmals versuchen. Das tue ich im Verlauf von fünf Stunden mehrmals. Klappt nicht. Die Support-Seite verrät in holprigem Deutsch, dass es Probleme zwischen 17 und 7 Uhr geben würde. Man solle es außerhalb dieser Zeit versuchen. Auch das. Es geht auch um 9 und um 11 und um 15 Uhr nicht. Die Support-Seite meint, es könnte auch mit der Einstellung der Antiviren-Software oder mit der Firewall oder was weiß ich zu tun haben.
Jetzt reicht's, ich bin Kunde und kein Software-Ingenieur. An meinen Sicherheitseinstellungen werde ich nicht herumfummeln. Das ist mir dieser dämliche Kasten nicht wert. Also zurück damit und eine andere Marke ausprobieren.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 15, 2015 12:54 PM MEST


Top Qualität - Flagge BAYERN MIT LÖWENWAPPEN Bavaria Löwe Fahne, 90 x 150 cm, EXTREM REIßFEST, Keine BILLIG-CHINAWARE, Stoffgewicht ca. 100 g/m², sehr robust, extra starke Messing-Ösen - mehrfach umlaufend genäht, ideal als Hissflagge Hissfahne für Innen/Außen, für Haus, Garten zur Deko
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Wird angeboten von Traumpreisfabrik
Preis: EUR 17,45

1.0 von 5 Sternen Keine billige Chinaware?, 21. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zugegeben: der Stoff ist etwas dicker als bei einer billigen 6-Euro-Fahne. Aber die Verarbeitung der Nähte und Ösen ist im Vergleich dazu grottenschlecht. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt auf keinen Fall. Die Haltbarkeit schätze ich wie bei einer Billigfahne ein.


Spider Woman's Daughter (Leaphorn and Chee)
Spider Woman's Daughter (Leaphorn and Chee)
von Anne Hillerman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,53

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein echter Hillerman!, 14. Januar 2014
Am besten führt man sich vor der Lektüre noch einmal "A Thief Of Time" zu Gemüte, eines der besten Leaphorn & Chee mysteries von Vater Tony. Denn hier schlummern die "ghosts of the pasts", die Anne Hillerman in ihrem ersten Roman wieder zum Leben erweckt, in Person von Maxie Davis und der "hyphenated woman" Dr. Eleanor Friedman-Bernal. Natürlich geht es dabei wieder um den Chaco Canyon, die Anasazi und deren Töpfereien sowie um kriminelle Machenschaften, denen der pensionierte Leaphorn auf die Schliche zu kommen drohte. Mehr soll zur Handlung nicht verraten werden.

Anne Hillerman gelingt es, in bestem Hillerman-Stil die Geschichte der Navajo Cops spannungsreich fortzusetzen. Allerdings rückt bei ihr mehr "spider woman's daughter", nämlich Bernie Manuelito in den Vordergrund, weshalb die Bezeichnung "a Leaphorn & Chee novel" nicht mehr ganz korrekt ist. Das tut der Spannung keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil! Obwohl Bernie gezwungenermaßen "off duty" ist, trägt sie zur Lösung des Falls entscheidend bei.

Für jeden Tony-Hillerman-Fan ist diese Fortsetzung durch seine Tochter Anne eine freudige Überraschung. Mein einziger Kritikpunkt ist Annes Hang zu Abkürzungen. Einem Nicht-Amerikaner sind diese nicht ohne weiteres geläufig.

Bevor andere Leser lange herumrätseln, was gemeint sein könnte, hier das Ergebnis meiner Nachforschungen:
BLT = sandwich with bacon, lettuce & tomatoes
PI = private investigator
GED = general education diploma
AA = alcoholics anonymous
DWI = driving while intoxicated

Ansonsten ist dieses Buch "a must read". Und die Story hoffentlich "to be continued"!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 11, 2015 8:39 PM MEST


Homeland - Season 2 [Blu-ray]
Homeland - Season 2 [Blu-ray]
DVD ~ Claire Danes
Preis: EUR 14,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannung und Schwächen, 4. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Homeland - Season 2 [Blu-ray] (Blu-ray)
Auch die 2. Staffel fesselt durch eine rasante Handlung, die viele überraschende Wendungen birgt und am Ende in ein unerwartetes Inferno mündet. Auch die Nebenhandlungsstränge, wie bspw. der von Finn Walden und Dana verursachte tödliche Autounfall, vermitteln einen Eindruck, wie das offizielle Washington tickt. Die schauspielerischen Leistungen bewegen sich durchgehend auf hohem Niveau. Kritiker, denen manche Charaktere "nervig" erscheinen, sollten sich überlegen, wie der Serienverlauf wohl ohne diese "Nervigkeit" aussehen würde.
Es gibt aber auch einige Schwächen, ja sogar gravierende Fehler. Dass sich eine CIA-Agentin in das Objekt ihrer Überwachung verliebt: Tja, wo die Liebe hinfällt! Ein bisschen Sex gehört immer dazu. Dass diese Agentin auch psychische Probleme hat: Soll's geben! Dass aber die attraktive und modische Roja Hammad für die islamischen Fundis arbeitet: Da wird es grenzwertig! Und dass Brody per SMS direkt aus einem wohl abgeschirmten situation room der CIA Abu Nazir vor der gezielten Tötung warnen kann: Unglaubwürdig! Dass die amerikanischen Datensammel-Freaks überhaupt nicht auf die Idee kommen, Brody's Handy, mit dem er regelmäßig mit Abu Nazir und Roja kommuniziert, zu überwachen: Das kann ja wohl nicht wahr sein!
Aber der gravierendste Fehler offenbart wieder einmal Amerikas Unkenntnis über die Welt im Allgemeinen und den Nahen Osten im Besonderen: Al Qaeda will sich für israelische Bombenangriffe auf die iranischen Atomanlagen rächen. Um zu wissen, dass Sunniten und Schiiten sich spinnefeind sind, muss man nicht einmal Scholl-Latour gelesen haben. Dazu genügt Karl May!
Trotzdem: Spannung pur, wenn auch manchmal an der Realität vorbeigehend!


Homer und seine Zeit (Beck'sche Reihe)
Homer und seine Zeit (Beck'sche Reihe)
von Barbara Patzek
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wer war Homer - und wenn ja, wie viele?, 18. April 2010
Um gleich von vornherein ein mögliches Missverständnis auszuräumen: dieses Werk will weder die Historie der griechischen Frühzeit (mykenische Kultur) noch die Archäologie in Zusammenhang mit der Troia-Frage behandeln.

Der Titel des vorliegenden Buches lautet "Homer und seine Zeit", weshalb es der Historikerin Patzek in erster Linie um die Interpretation des Textes vor dem historischen Hintergrund des späten 8. und frühen 7. Jahrhunderts v. Chr., der Zeit der homerischen Gesellschaft geht, einer Zeit des Übergangs ("Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen"), in der die homerischen Epen für das Publikum noch "archaisch genug" waren, um glaubwürdig zu sein und "modern genug", um verstanden zu werden.

Über Homer selbst weiß man fast nichts. Ilias und Odyssee sind Teil des troischen Sagenkreises. Beide Werke wurden in klassischer Zeit als Werke Homers aus diesem Sagenkreis herausgesondert. Die Legende spricht von einem blinden, armen Wandersänger. Homer galt im Athen des 5. Jahrhunderts v. Chr. als Begründer der griechischen Religion und Geschichtsschreibung. Heute geht man davon aus, dass Ilias und Odyssee von verschiedenen Dichtern stammen.

In der kurzen Übergangsperiode zur Zeit Homers entwickelte sich die Frühform der Polis (griechische Stadtstaaten), in der man von der Viehzucht zum Ackerbau überging und sich von individuellen Heldentaten abkehrte, um sich in die Gesellschaftsschichten zu integrieren.

In den homerischen Epen gibt es eine Reihe von Beispielen (hier sind nur einige genannt), die eher auf die homerische Gegenwart als auf die Frühzeit hinweisen: Die Abläufe der Volksversammlung und die Beschreibung der sozialen Kompetenz des verschollenen Herrschers durch Mentor (Odyssee, 2. Gesang), die gastfreundliche Aufnahme des Odysseus bei den Phäaken und die Architektur und Ausstattung des Palastes von Alkinoos (Odyssee, 7. bis 9. Gesang), die Rolle der vom Volk geachteten Sänger als Teil des städtischen Gemeinschaftslebens (Odyssee, 8. Gesang), das gesellschaftliche Zeremoniell der Aristokratie bei gemeinsamen Mahlzeiten (Ilias, 11. Gesang), die Verpflichtung der Heerführer zur Konfliktvermeidung (Ilias, 3. Gesang) und der sportliche Wettkampf als reglementierter Kampf um die Ehre (Ilias, 23. Gesang).

Selbst die vielzitierten Heeresaufstellungen der Griechen und der Verbündeten Troias (Ilias, 2. Gesang) weisen Völkernamen und Herrschaftsgebiete aus, welche eher in die Zeit des 8. und 7. Jahrhunderts v. Chr. gehören als in die mykenische Zeit.

Wenn man beim Lesen auf diese und ähnliche Details achtet, versteht man Ilias und Odyssee nicht nur als mythologische, welterklärende Heldensagen, sondern auch als Beschreibung der homerischen Gesellschaft. Homer nahm gegenwärtige Gesellschaftsnormen, Baustile, Waffen etc. und "archaisierte" seine Dichtungen durch ein heroisches Geschehen, das die Vergangenheit als "mythische Steigerung und Vergrößerung der eigenen geschichtlichen Gegenwart des jeweiligen Dichters" erscheinen lässt (Patzek, S.70).

Das einzige Manko an diesem Buch ist die manchmal fehlende Distanz der Verfasserin zur damaligen Epoche. Als Beispiel sei die von ihr als "frauenfeindlich" eingestufte Rede des Freiers Antinoos auf der Volksversammlung im 2. Gesang der Odyssee genannt (Seite 93). Patzek führt eine moralische Bewertung nach heutigen Maßstäben durch, obwohl sich ein Historiker immer die Frage stellen muss, ob eine vergangene Gesellschaft in der Lage war, so zu agieren, wie wir es in der Gegenwart erwarten würden.

Trotzdem eröffnet dieses Buch einen zusätzlichen, alternativen Blick auf die homerischen Epen. Es trägt wesentlich zum besseren Verständnis der Gesellschaft in der Entstehungszeit der abendländischen Kultur bei.


Eine Wienerin in New York: Die Erinnerungen der Schwester Sigmund Freuds
Eine Wienerin in New York: Die Erinnerungen der Schwester Sigmund Freuds
von Anna Freud-Bernays
  Gebundene Ausgabe

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessantes Zeitdokument, 10. April 2010
Wer sich durch die Lektüre dieses Buches Aufschlüsse über Leben und Arbeit Sigmund Freuds erhofft, muss enttäuscht werden. Denn außer einem zwanzigseitigen Anhang mit dem Titel "Mein Bruder Sigmund Freud", der sich schwerpunktmäßig auf Kindheit und Jugend des Psychoanalytikers konzentriert, lässt sich Anna Freud-Bernays kaum über ihren Bruder aus. Wie man aus dem Nachwort des Herausgebers erfährt, war das Verhältnis der Geschwister eher distanziert, was auch in den Vorbehalten Sigmunds gegenüber Annas Mann begründet sein mochte.

Es lag auch gar nicht in der Absicht der Autorin, vom Bekanntheitsgrad ihres Bruders oder dem ihres Sohnes Edward Bernays, der als Begründer der Public Relations gilt, zu zehren. Sie schilderte ihre bürgerlich geprägte Kindheit und Jugend in Wien. Mit ihrem Mann Eli Bernays und den Kindern wanderte sie als Vierunddreißigjährige nach Amerika aus, nachdem Eli in Österreich finanziellen Schiffbruch erlitten hatte und - was nicht Anna sondern der Herausgeber im Nachwort erwähnt - der Alimente für mehrere nichtehelicher Kinder entgehen wollte.

Anna schildert das Leben ihrer Familie zwischen den Welten Europas und Amerikas im ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Niederschrift ihrer Erinnerungen in den frühen Dreißiger Jahren, weshalb die Zeit des Nationalsozialismus ausgespart blieb. Die vier jüngeren Schwestern sollten später in Theresienstadt und Treblinka umkommen.

Die Anfänge in Amerika waren zunächst schwierig. Nach einigen Jahren brachte es Eli im Getreidehandel zu Wohlstand, welcher Basis für ein kultiviertes, großbürgerliches Leben wurde, zu dem zahlreiche Reisen, aber auch krankheitsbedingte Kuraufenthalte in Amerika und in Europa gehörten. Der Kontakt mit der "Alten Welt" riss nie ab. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs und insbesondere der Kriegseintritt der USA brachten die Pazifistin in Zwiespalt, der auch die Kinder, die in deutscher Atmosphäre, gepaart mit amerikanischem Patriotismus aufwuchsen, erfasste.

Das Buch ist kein bedeutendes Werk. Die Erstauflage war entsprechend gering. Doch handelt es sich um ein interessantes Dokument einer Zeit, in der transkontinentale Reisen noch per Schiff bewältigt wurden, die Telegrafie als fortschrittliches Kommunikationsmittel galt und sich das Familienleben nicht vor dem Fernsehgerät abspielte, sondern von Gesellschaften und Vortragsabenden geprägt war.

Lange nach dem Tod Elis im Jahre 1923 starb Anna Freud-Bernays 1955 im 97. Lebensjahr.


Der Weg in den neuen Kalten Krieg. Eine Chronik
Der Weg in den neuen Kalten Krieg. Eine Chronik
von Peter Scholl-Latour
  Gebundene Ausgabe

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Welcher Kalte Krieg?, 24. Dezember 2009
Wer mit dem Begriff "Kalter Krieg" eine potenzielle militärische Konfrontation zweier Machtblöcke assoziiert wird von PSL im Prolog dieses Buches eines Besseren belehrt: "Dieser jetzige Kalte Krieg ist multipolar, besser gesagt, multilateral geworden ..."

Deshalb führt dieser Band in Form von Reportagen, Kommentaren und Interviews aus den Jahren 2001 bis 2008 kreuz und quer durch das bekannte "PSL-Universum". Hier werden die "heißen Kriege" im Irak und Afghanistan mit dem kurzen, fast schon vergessenen Ossetienkonflikt, der mittlerweile abgeblasenen Installation einer Raketenabwehr in Polen und dem Atomkonflikt mit Iran und Nordkorea vermengt. Dazu gesellen sich die Brennpunkte Balkan, Ukraine, Naher Osten, Kongo, Sudan/Darfur, Somalia, Kenia, Indonesien usw. Ergänzende Themen sind der abgelehnte Lissabonvertrag, die Osterweiterung der EU, das "Mädchen" als Kanzlerin, der Schwarze Mann im Weißen Haus, die Finanzkrise und die globale Erwärmung.

Was ist jetzt eigentlich mit dem "neue Kalten Krieg" gemeint? Irgendwie alles und nichts! Die naheliegende Erklärung: Weihnachten stand vor der Tür. Wie jedes Jahr musste ein neuer PSL erscheinen. Da kein Manuskript für ein in sich geschlossenes Thema vorlag, wurden verschiedene Texte aus acht Jahren zusammengestellt. Es fehlte nur noch ein Titel. Da es gerade Spannungen zwischen den USA und Rußland gab (Ossetien, Raketenabwehr) lag die Idee mit dem "Kalten Krieg" nahe.

Immer wieder erschreckend sind PSLs Ansichten zur Demokratie ("Stimmzettelfetischismus") und seine Sympathie für den "aufgeklärten Despotismus", in dem nicht lange gefackelt wird, sondern wie in China einfach mal 20 Leute erschossen werden (so PSL unlängst bei Sandra Maischberger). Mao Zedong hat bei PSL den Status einer "großen Gestalt unserer Zeit". Außerdem sei die EU ein "Sauhaufen", De Gaulle ("vive la France") eine "große Erscheinung" und eine Art "Neo-Karolingisches Reich" erstrebenswert ...

Dass der "greise König der Unken" immer Recht hat, kann man auch nicht behaupten. So schildert er im Jahr 2002 Putin als dem Westen zugewandt, dem die Ost-Erweiterung der NATO gleichgültig erscheint (S. 58 - 59). Vier Jahre später sieht PSL "Rußland im Zangengriff".

Insgesamt gesehen hat dieses Sammelsurium einen zweiten Stern nur deshalb verdient, weil die Reportagen von einem fundierten Hintergrundwissen über die lokalen Verhältnisse zeugen. Schade, dass daraus kein geschlossenes Konzept, das dem Titel gerecht wird, entstanden ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 2, 2012 8:02 PM MEST


The Woman in White (World Classics)
The Woman in White (World Classics)
von Wilkie Collins
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,99

5.0 von 5 Sternen Page-turner, 6. Dezember 2009
Wilkie Collins steht zusammen mit Emile Gaboriau und Arthur Conan Doyle in der direkten Nachfolge Edgar Allen Poes, der mit mit seiner Erzählung "The Murders in the Rue Morgue" das Krimi-Genre begründete. Die frühe Phase dieses neuen Genres war von der "mystery novel", (im Deutschen nicht ganz zutreffend mit "Dektivroman" übersetzt) geprägt, welche sich auf die Aufdeckung des Verbrechens und die Überführung des Täters konzentrierte. Der Ermittler war nicht notwendigerweise ein Detektiv. Er konnte genauso gut eine Privatperson sein wie im vorliegenden Roman Walter Hartwright oder Marian Halcombe.

Eine brutalere Variante der Detektiverzählung, bei der nicht durch intelligente Kombinatorik sondern durch rüden Einsatz die Wahrheit ans Licht kommt, kam erst viel später durch Raymond Chandler und Dashiel Hammet auf. Auf die Form des Thrillers, die sich weniger auf die Aufklärung sondern mehr auf die action-geladene Verbrecherjagd konzentriert, soll hier nicht eingegangen werden. Dies sollte man berücksichtigen, um das Werk von Wilkie Collins besser einordnen zu können.

Wilkie Collins konzipierte seine "Frau in Weiß" im Jahr 1860 als Fortsetzungsgeschichte in einem Wochenmagazin, bei der er die Leser auf die Folter spann, indem er immer auf dem Höhepunkt einer Szene abbrach. Der Roman wurde eine litararische Sensation, in deren Folge schon damals "Merchandisingartikel" wie Mützen, Parfüms und Toilettenartikel aller Art vermarktet wurden.

Die Geschichte wird von verschiedenen Erzählern weitergesponnen, ähnlich einer Gerichtsverhandlung, bei der mehrere Zeugen vernommen werden. Die Geschichte lebt vom Gegensatz ihrer Charaktere. Da ist zum einen die schwache und unschuldige Laura, die in die Fänge der Bösewichter gerät und zum anderen ihre Halbschwester Marian Halcombe, eine starke, selbstbewusste, im heutigen Sinne fast moderne, emanzipierte Frau. Auch die beiden Schurken sind höchst unterschiedlich. Der finanziell klamme Sir Percival Glyde ist leicht durchschaubar. Er besitzt zwar gute Manieren, vergißt diese allerdings sehr schnell. Er ist nervös und unbeherrscht. Weitaus gefährlicher und in sich widersprüchlicher ist Count Fosco: korpulent und doch irgendwie anziehend, unterhaltsam, paternalistisch, zynisch und hinterhältig. Collins konnte sich einen derartigen Charakter offensichtlich nur als Ausländer vorstellen. Dagegen wirkt Walter Hartwright, der Haupterzähler, zunächst etwas hilflos. Er gewinnt im letzten Drittel des Romans jedoch enorm an Stärke. Seine Hartnäckigkeit wird beiden Schurken zum Verhängnis.

Die Handlung umfasst alle Zutaten einer Sensationsgeschichte: Mord, Intrigen, vertauschte Identitäten, nächtliche Friedhöfe, Irrenanstalten und tödliche Geheimnisse. Man sollte den Roman im englischen Original lesen, trotz oder sogar wegen seiner sprachlichen Eigentümlichkeiten des Viktorianischen Zeitalters.

In den siebziger Jahren brachte Herbert Asmodi "Die Frau in Weiß" in einer exzellenten Verfilmung als Dreiteiler ins Fernsehen. Was damals als "Plüschkrimi" tituliert wurde, ist jetzt als DVD in der Reihe "Straßenfeger" erhältlich.


Woman in White (Tales of Mystery & the Supernatural)
Woman in White (Tales of Mystery & the Supernatural)
von Wilkie Collins
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,00

5.0 von 5 Sternen Page-turner, 6. Dezember 2009
Wilkie Collins steht zusammen mit Emile Gaboriau und Arthur Conan Doyle in der direkten Nachfolge Edgar Allen Poes, der mit mit seiner Erzählung "The Murders in the Rue Morgue" das Krimi-Genre begründete. Die frühe Phase dieses neuen Genres war von der "mystery novel", (im Deutschen nicht ganz zutreffend mit "Dektivroman" übersetzt) geprägt, welche sich auf die Aufdeckung des Verbrechens und die Überführung des Täters konzentrierte. Der Ermittler war nicht notwendigerweise ein Detektiv. Er konnte genauso gut eine Privatperson sein wie im vorliegenden Roman Walter Hartwright oder Marian Halcombe.

Eine brutalere Variante der Detektiverzählung, bei der nicht durch intelligente Kombinatorik sondern durch rüden Einsatz die Wahrheit ans Licht kommt, kam erst viel später durch Raymond Chandler und Dashiel Hammet auf. Auf die Form des Thrillers, die sich weniger auf die Aufklärung sondern mehr auf die action-geladene Verbrecherjagd konzentriert, soll hier nicht eingegangen werden. Dies sollte man berücksichtigen, um das Werk von Wilkie Collins besser einordnen zu können.

Wilkie Collins konzipierte seine "Frau in Weiß" im Jahr 1860 als Fortsetzungsgeschichte in einem Wochenmagazin, bei der er die Leser auf die Folter spann, indem er immer auf dem Höhepunkt einer Szene abbrach. Der Roman wurde eine litararische Sensation, in deren Folge schon damals "Merchandisingartikel" wie Mützen, Parfüms und Toilettenartikel aller Art vermarktet wurden.

Die Geschichte wird von verschiedenen Erzählern weitergesponnen, ähnlich einer Gerichtsverhandlung, bei der mehrere Zeugen vernommen werden. Die Geschichte lebt vom Gegensatz ihrer Charaktere. Da ist zum einen die schwache und unschuldige Laura, die in die Fänge der Bösewichter gerät und zum anderen ihre Halbschwester Marian Halcombe, eine starke, selbstbewusste, im heutigen Sinne fast moderne, emanzipierte Frau. Auch die beiden Schurken sind höchst unterschiedlich. Der finanziell klamme Sir Percival Glyde ist leicht durchschaubar. Er besitzt zwar gute Manieren, vergißt diese allerdings sehr schnell. Er ist nervös und unbeherrscht. Weitaus gefährlicher und in sich widersprüchlicher ist Count Fosco: korpulent und doch irgendwie anziehend, unterhaltsam, paternalistisch, zynisch und hinterhältig. Collins konnte sich einen derartigen Charakter offensichtlich nur als Ausländer vorstellen. Dagegen wirkt Walter Hartwright, der Haupterzähler, zunächst etwas hilflos. Er gewinnt im letzten Drittel des Romans jedoch enorm an Stärke. Seine Hartnäckigkeit wird beiden Schurken zum Verhängnis.

Die Handlung umfasst alle Zutaten einer Sensationsgeschichte: Mord, Intrigen, vertauschte Identitäten, nächtliche Friedhöfe, Irrenanstalten und tödliche Geheimnisse. Man sollte den Roman im englischen Original lesen, trotz oder sogar wegen seiner sprachlichen Eigentümlichkeiten des Viktorianischen Zeitalters.

In den siebziger Jahren brachte Herbert Asmodi "Die Frau in Weiß" in einer exzellenten Verfilmung als Dreiteiler ins Fernsehen. Was damals als "Plüschkrimi" tituliert wurde, ist jetzt als DVD in der Reihe "Straßenfeger" erhältlich.


The Woman in White (Penguin Classics)
The Woman in White (Penguin Classics)
von Matthew Sweet
  Taschenbuch
Preis: EUR 5,99

5.0 von 5 Sternen Page-turner, 6. Dezember 2009
Wilkie Collins steht zusammen mit Emile Gaboriau und Arthur Conan Doyle in der direkten Nachfolge Edgar Allen Poes, der mit mit seiner Erzählung "The Murders in the Rue Morgue" das Krimi-Genre begründete. Die frühe Phase dieses neuen Genres war von der "mystery novel", (im Deutschen nicht ganz zutreffend mit "Dektivroman" übersetzt) geprägt, welche sich auf die Aufdeckung des Verbrechens und die Überführung des Täters konzentrierte. Der Ermittler war nicht notwendigerweise ein Detektiv. Er konnte genauso gut eine Privatperson sein wie im vorliegenden Roman Walter Hartwright oder Marian Halcombe.

Eine brutalere Variante der Detektiverzählung, bei der nicht durch intelligente Kombinatorik sondern durch rüden Einsatz die Wahrheit ans Licht kommt, kam erst viel später durch Raymond Chandler und Dashiel Hammet auf. Auf die Form des Thrillers, die sich weniger auf die Aufklärung sondern mehr auf die action-geladene Verbrecherjagd konzentriert, soll hier nicht eingegangen werden. Dies sollte man berücksichtigen, um das Werk von Wilkie Collins besser einordnen zu können.

Wilkie Collins konzipierte seine "Frau in Weiß" im Jahr 1860 als Fortsetzungsgeschichte in einem Wochenmagazin, bei der er die Leser auf die Folter spann, indem er immer auf dem Höhepunkt einer Szene abbrach. Der Roman wurde eine litararische Sensation, in deren Folge schon damals "Merchandisingartikel" wie Mützen, Parfüms und Toilettenartikel aller Art vermarktet wurden.

Die Geschichte wird von verschiedenen Erzählern weitergesponnen, ähnlich einer Gerichtsverhandlung, bei der mehrere Zeugen vernommen werden. Die Geschichte lebt vom Gegensatz ihrer Charaktere. Da ist zum einen die schwache und unschuldige Laura, die in die Fänge der Bösewichter gerät und zum anderen ihre Halbschwester Marian Halcombe, eine starke, selbstbewusste, im heutigen Sinne fast moderne, emanzipierte Frau. Auch die beiden Schurken sind höchst unterschiedlich. Der finanziell klamme Sir Percival Glyde ist leicht durchschaubar. Er besitzt zwar gute Manieren, vergißt diese allerdings sehr schnell. Er ist nervös und unbeherrscht. Weitaus gefährlicher und in sich widersprüchlicher ist Count Fosco: korpulent und doch irgendwie anziehend, unterhaltsam, paternalistisch, zynisch und hinterhältig. Collins konnte sich einen derartigen Charakter offensichtlich nur als Ausländer vorstellen. Dagegen wirkt Walter Hartwright, der Haupterzähler, zunächst etwas hilflos. Er gewinnt im letzten Drittel des Romans jedoch enorm an Stärke. Seine Hartnäckigkeit wird beiden Schurken zum Verhängnis.

Die Handlung umfasst alle Zutaten einer Sensationsgeschichte: Mord, Intrigen, vertauschte Identitäten, nächtliche Friedhöfe, Irrenanstalten und tödliche Geheimnisse. Man sollte den Roman im englischen Original lesen, trotz oder sogar wegen seiner sprachlichen Eigentümlichkeiten des Viktorianischen Zeitalters.

In den siebziger Jahren brachte Herbert Asmodi "Die Frau in Weiß" in einer exzellenten Verfilmung als Dreiteiler ins Fernsehen. Was damals als "Plüschkrimi" tituliert wurde, ist jetzt als DVD in der Reihe "Straßenfeger" erhältlich.


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