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Rezensionen verfasst von
Mona "monikafranke2"

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Das Seil: Roman
Das Seil: Roman
von Stefan aus dem Siepen
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

5.0 von 5 Sternen Das Seil ohne Ende, 22. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Seil: Roman (Taschenbuch)
Die geschilderten Bauern haben schlussendlich ihr Dorf aufgegeben.
Ihre Frauen haben schlussendlich ihr Dorf verlassen, um woanders neu anzufangen.
Dieses Drama begegnet den Bauern, als sie ein verlassenes Dorf finden.
Es werden immer wieder Dörfer verlassen werden wegen des Seiles.
Wir verlassen ständig Vertrautes,um uns zu entwickeln.
Ohne Katastrophen, Leid und Hoffnung kann Neues aber nicht entstehen.


Der Schneeleopard
Der Schneeleopard
von Tschingis Aitmatow
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,95

5.0 von 5 Sternen Herausfordende Weltsicht, 17. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Schneeleopard (Taschenbuch)
Wie werden aktuelle politische Problem gelöst? Arsen Samantschin hat zwischen drei Möglichkeiten zu wählen:
Geht er auf die Forderung seines Freundes, die Prinzen als Geisel zu nehmen nicht ein und arbeitet mit der Jagdgesellschaft,
bekommt jeder höchstens nur ein wenig ab von dem Lohn, die die Prinzen bezahlen. Und Samantschin kann seine Elesa
lieben. Diese Liebe ist aber eine narzißtische Liebe, ohne Tiefgang und Erfahrung. Und die Prinzen töten die Schneeleoprden, derAusverkauf der Natur geht weiter bis zum bitteren Ende.
Samantschin wählt den Weg des Wiederstandes: Beeinflusst durch seine Geliebte wendet er sich gegen alle zum Schutz der Tiere. Das Ergebnis ist Hass und Zerstörung von allen Seiten, den Tieren ist nicht geholfen, der Leopard und der Held sterben schließlich. Niemand hat etwas davon, bis auf den Ruhm, den Samantschin durch seine Tat erlangen könnte. Seine Geliebte verzweifelt, sein Freund trauert.
Der dritte Weg ist der " illegale" der Geiselnahme. Die Prinzen, die in dem Buch als weltoffen dargestellt werden, brauchen nicht zu töten, die Eltern können locker die Geldsumme herbeischaffen, Jäger und Treiber haben Geld und auch Samantschin erhält seinen Anteil, kann endlich die Opernsängerin Aidana für sich gewinnen und seine Oper realisieren.. Der Schneeleopard wird nicht gejagt, auch kann Samantschin seiner Familie mit Geld helfen. Durch seine Vermittlung
mit der Öffentlichkeit kann auch die Welt für die Probleme der Bergbewohner sensibilisiert werden." Die Zukunft gehört den jungen Männern", sagt Aitmatow. "Taschafgahn wird König der Jagd." Man kann es auch so interpretieren, dass er der Jägerkönig ist, den die Ewige Braut verzweifelt sucht. Auch wird der Weg der Geiselnahme als traditionell erwähnt.
Doch ist dies ein Weg der Gewalt.
Am Ende des Buches wird gefragt, ob getötet wird oder nicht, ob man Pazifist ist, was man tun kann in einer
kriegerischen Welt. Auch geht es dort um Schicksalsweissagungen, die den Menschen von vornherein festlegen.
Ist eine Handlung frei oder nicht? Hat Samantschin zum Schluss frei gehandelt? Was hat ihn zu seiner Tat bewogen?
In dem Buch geht es um die Auseinandersetzung mit den schwierigen Gegebenheiten und ihren Lösungsmöglichkeiten,
wobei keine einen Anspruch auf Richtigkeit hat.


Die Stadt der Blinden
Die Stadt der Blinden
von José Saramago
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Verdammt zum Blindsein, 26. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Blinden (Taschenbuch)
Das Buch "Die Stadt der Blinden" erinnert mich ein wenig an "Die Wand" von Haushofer.Beide Hauptdarstellerinnen ähneln sich
insofern, dass sie darauf bemüht sind in ihrer schwierigen Situation die naheliegendsten Dinge zu tun ohne moralische
Bedenken, obwohl sie durchaus ethisches Bewusstsein haben (hier Tote begraben,dort die Katze füttern, im einen Fall unsinnig,
im anderen Fall Hilfe für eine fremde Art). Haushofers Heldin ringt mit ihrer Gebundenheit zu Lebewesen, deren Tod sie
schwächt, sie spürt am Ende, dass sie nicht festhalten darf, sondern loslassen muss, um weiter zu machen. Sie lebt mehr
und mehr im Hier und Jetzt.
Auch Saramagos Heldin macht ähnliche Erfahrungen, es geht um das Überleben, sie kümmert sich um ihren Mann und ihre
Freunde, hilft so viel sie kann, schreckt auch vor Mord nicht zurück. Saramago verurteilt in seinem Roman niemanden,
auch nicht die Unterdrücker im Schlafsaal, er beschreibt den Schrecken und das Grauen, Kampf, Lust, Egoismus, aber
für den Leser ist dies nachvollziehbar, da es immer Menschen gibt, die andere ausbeuten und solche, die helfen.
Am Ende des Buches, als ihre Freunde wieder sehen können, fällt die Frau des Arztes in eine tiefe Traurigkeit.
Sie wird wieder einsam sein. Im Unglück war das Glück verborgen, dass Menschen sich ohne Vorurteile lieben können; sie
leben in einfachster Weise zusammen,sie essen, sie schlafen, ruhen sich aus, erzählen.
Als die Heldin den anderen sagt, dass sie ein neues Leben führen werden, auf dem Land,zu Pflanzen, Früchten, Tieren, um zu
überleben,weigert sich der erste Blinde in seinen Gedanken, sich darauf einzulassen. Er möchte seine Wohnung nicht
aufgeben, seine Heimat, Hab und Gut, seine Gewohnheiten. In diesem Moment kann er wieder sehen. Er verweigert sich
sozusagen dem "Paradies", er spaltet wieder, verlässt, geht in die Konvention.
Die junge Blinde möchte wieder zu ihren Eltern, aus der Liebe zu dem Alten wird wohl nichts werden. Der Arzt wird
wieder operieren, sie sehen wieder. Die Frau des Arztes hat Angst, dass sie nun dran ist mit dem Blindsein. Sie
sagt aber auch: " Ich glaube nicht, dass wir erblindet sind, ich glaube, wir sind blind, Blinde, die sehen, Blinde, die
sehend nicht sehen". Sie kann weiterhin sehen, ist dazu verdammt, die Blindheit ihrer Mitmenschen zu erleben.
Es könnte eine christliche Botschaft von Jesus erahnt werden,dieser empfiehlt, alle Fesseln ( auch der Eltern!) zu
lösen und mit ihm zu gehen, um frei und liebend zu leben.
Doch die blinden Menschen umwickelten die Augen ihre Heiligen und Gott in der Kirche mit Tüchern, ihre Götzen sind wie sie, blind.
Leider erfährt man in dem Roman zuweilen eine Abwertung der Tiere.Tiere sind organisiert, schlachten sich nicht
gegenseitig ab, beuten sich nicht aus. Auch ist es eigentlich ein Segen, dass Hunde und Raben tote Menschen
verzehren.In der Natur werden Krankheitserreger schnell beseitigt.


Geh, wohin dein Herz dich trägt
Geh, wohin dein Herz dich trägt
von Susanna Tamaro
  Gebundene Ausgabe

28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fast ein hartes Buch, 20. Juli 2004
Ich erlebe diese Aufzeichnungen der Grossmutter als ungeschminkt, offen,egoistisch ( Was sie auch zugibt, sie habe drei Leben zerstört, selbst die Amsel stirbt im Verlauf der Erzählung), ignorant gegenüber ihrer Tochter und auch Enkelin.Sie kann die Lebensart und Motivationen ihrer Mitmenschen nicht annehmen,verstrickt sich in Weisheitsgedanken, worüber sie selber eigentlich ständig stolpert. Die Nouvelle cuisine beispielsweise der Enkelin stößt bei Olga nur auf Ablehnung, spätestens in ihren Aufzeichnungen müßte ihr eigentlich aufgehen, dass sie sich von Vorurteilen und Rechthaberei noch nicht befreit hat. Das verwirrt und verärgert in diesem Buch und die ganzen vermeintlichen Weisheiten entpuppen sich als Lüge, da sie ihr Herz eben nicht öffnen kann, es aber ihrer Enkelin rät. Dadurch kann die Geschichte inkonsequent wirken. Man kann das Ganze aber auch anders lesen: Im Grunde ist es ein hervorragendes Psychogramm unserer Elterngeneration ( mir kommt das Ganze nicht fremd vor), die gravierende Fehler machte, diese erkennt, aber nicht in der Lage ist, sich zu öffnen und sich der neuen Generation wohlwollend zu zeigen. Sie beharrt auf ihre Erkentnisse und kann auch nur aus ihrer " Gefangenschaft" ihre Gedanken weitergeben. Ich denke das Buch ist eine Abrechnung an diese Generation, aber auch eine Liebeserklärung,da die Autorin sie in ihrer ganzen Schwäche zeigt und nicht verurteilt. Sich von dem Herzen leiten zu lassen ist vielleicht hier einfach leben, auch mit Niederlagen, aber begreifen, im hier und jetzt zu sein, mehr auch nicht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 17, 2012 4:06 PM CET


Schmetterlingsfrauen: Ein Selbsthilfebuch für Frauen mit multipler Persönlichkeit
Schmetterlingsfrauen: Ein Selbsthilfebuch für Frauen mit multipler Persönlichkeit
von Sabine Marya
  Taschenbuch

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat mich doch beunruhigt, 10. Oktober 2003
Ich war neugierig auf dieses Buch und wollte Ratschläge suchen, besser mit den Problemen umzugehen. Es fängt auch gut an, und es versucht einem von der Schuld, von dem Stigma des krankhaften zu befreien. Als ich las, welche schlimmen Auswirkungen Medikamente jeglicher Art hätten, bekam ich es mit der Angst zu tun. Wenn man irgendwann doch auf diese angewiesen wäre,was dann? Es gäbe also keine Hoffnung. Vielleicht ist es tatsächlich so wie beschrieben, doch diese Offenheit macht einem keinen Mut.Man muß schon eine gewisse Stärke mitbringen, um dieses Buch in seiner Schärfe zu verkraften.


Malina. Roman
Malina. Roman
von Ingeborg Bachmann
  Taschenbuch

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch des machtvollen Ich, 9. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Malina. Roman (Taschenbuch)
Es ist ein erstaunliches Ich, ganz anders als man es sonst in Erzählungen gewohnt ist.Im ersten Moment erscheint es ausgeliefert, abhängig von seiner Liebe. Je mehr man liest, umso deutlicher wird es, daß es sich der Welt, gerade so wie sie sich ihm erscheint bemächtigt. Auch der Kampf mit schlechten Erinnerungen wird meines erachtens gewonnen, wenn auch mit Verlusten. "Es wird nämlich so enden, daß ich über alles verfügen kann", sagt zum Schluß das Ich. Es werden verschiedene Anteile erprobt, gelebt, im Briefeschreiben ist es eine "Unbekannte", die vielleicht irgendwann gelebt werden möchte. "Nicht eine Formel hat die Sonne und die anderen Sterne bewegt, ich allein habe sie, solange Ivan näher war, zu bewegen vermocht, nicht nur für mich, nicht nur für ihn, auch für die anderen..." Man erkennt sich darin wieder, wie Welterlebnis von unseren Befindlichkeiten abhängig ist und wir verschonen auch die anderen nicht. Manchmal muß man auch einen Teil von sich zum Verschwinden bringen, um sich weiterentwickeln zu können.


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