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Rezensionen verfasst von
Lian Ye "l1an"
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24 - Season 4 (7 DVDs)
24 - Season 4 (7 DVDs)
DVD ~ Kiefer Sutherland
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 24,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stagnation auf hohem Niveau, 27. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: 24 - Season 4 (7 DVDs) (DVD)
24, die vierte. Eine Serie, die 2001 unter höchst widrigen Bedingungen entstand, da man aus Angst vor einem Flop nur 10 Folgen gedreht hatte, und nun als eine DER Thriller-Serien gilt. Inzwischen ist in den USA bereits die 5. Staffel ausgestrahlt worden, und zwar enorm erfolgreich. Ich möchte nicht zuviel verraten außer dass es wieder ein Erlebnis ist..und die 6. Staffel ist bereits sicher. Season 4 spielt wenige Monate nach den Geschehnissen zur 3. Staffel. Jack Bauer führt ein geregeltes Leben, an seiner Seite hat er wieder eine Frau, es geht ihm richtig gut. Und dann bricht wieder ein verdammt langer Tag an...

Die Staffel fängt ruhig an, lässt sich Zeit für die Einführung von neuen Charakteren(z.B. Audrey Raines), dann aber steigt der Adrenalinspiegel wieder in bekannte 24-Höhen. Die ersten Folgen sind enorm nervenaufreibend und erstklassig umgesetzt, das bekannte 24-Feeling kommt wieder auf: Action, Intrigen, Härte. Dann jedoch kommt wieder ein Einbruch wie man es auch aus den vorherigen Staffeln kennt: Die Drehbuchautoren haben einfach übertrieben, was die Ausmaßen der Bedrohungen anging. Und auch die Anzahl war weit über dem Durchschnitt, weswegen auch kein roter Faden zu finden war. Erst die letzten 6 Folgen fanden wieder zu alter Stärke zurück, das Finale stellt alles bisherige in den Schatten( außer das von Season 5 ). Jede Menge Wendungen, Schockeffekte bescheren Herzrasen. Doch aufgrund des schwachen Mittelteils hat man viel Kredit verspielt.

Die Darsteller agieren alle auf hohem Niveau. Kiefer Sutherland zeigt wieder eine beeindruckende Leistung, seine Präsenz ist allgegenwärtig, man kann sich ein 24 ohne ihn nicht vorstellen. Und das ist das größte Kompliment das man einem Seriendarsteller machen kann. Seine Kollegen machen ihren Job gut und führen die Handlung weiter, ohne jedoch aus seinem Schatten heraustreten zu können. Auch altbekannte Gesichter(Tony, Michelle, Palmer, Novick) sind wieder von der Partie und tun dem ganzen seehr gut. Man merkt immer wieder, dass sie ein eingespieltes Team waren/sind.

Das Thema Folter wurde hier viel angesprochen, doch für mich war das eher en Tropfen auf dem heißen Stein. Schließlich wird Folter in der Serie nicht unterstüzt oder beschönigt, man zeigt sie, wie sie nun mal sind: Brutal, moralisch verwerflich und mit teils schlimmen Auswirkungen auf die Mitmenschen.

Alles in allem war die vierte Staffel eine gelungen Weiterführung des 24 Universums, doch ein merklichen Fortschritt konnte man leider nicht entdecken. Dennoch ist die Serie unbedingt zu empfehlen, denn derart gelungene Unterhaltung gibt es wahrlich zu selten


Fantastic Four (Premium Edition) [2 DVDs]
Fantastic Four (Premium Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Ioan Gruffudd
Preis: EUR 18,97

11 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leichtes Popcornkino, 6. November 2005
Eins klar vorweg: Dieser Film ist für jemanden, der eine tiefgründige Story, vielschichtige Charaktere und ihre Entwicklung bei einem Film für das Wichtigste hält, nicht zu empfehlen. "F4" ist ganz klar ein Popcornstreifen im klassischen Sinne. Also dünne und leicht durchschaubare Handlung, einseitige Charaktere und dazu CGI Effekte, Action und Oneliner satt.Der Film will unterhalten und mehr auch nicht.
Das Drehbuch hätte von jedem 10 Klässler verfasst werden können, aber wie schon oben gesagt: Das war eh Nebensache also halte ich mich nicht damit auf.
An der Crew und Cast gibts nicht viel zu meckern. Alba und co. müssen alle nicht unbedingt Glanzleistungen hnlegen, da das Drehbuch ihnen keine komplexe, sondern mit lauten Klischees beladenen Charaktere hergibt. Am meisten kann Alba(aber nur durch ihren Latexanzug), Julian McMahon und Michael Chiklis überzeugen. Dass Chiklis aber eigentlich hier sein Talent verheizt, sieht man an der Serie "The shield".Hier aber ist eh nicht Schauspielkunst gefragt also kann die insgesamt schwachen Leistungen verschmerzen. Die Oneliner und Wortgefechte sind durchaus witzig( weder schmutig noch zynisch) und regen zum Schmunzeln an, aber nicht mehr.Nun kommt man zum wichtigsten Bestandteil des Films: Effekte und Action. Also zu letzterem ist zu sagen, dass man gar nicht so viel davon sieht. Auch ist sie gar nicht so rasant und spektakulär geraten, wie man es erwartet hätte.Und das Wort Härte wollen wir ganz aus dem Spiel lassen. Die Effekte zeigen im Film starke Unterschiede auf. Während Captain Fantastic wirklich sehr schlecht wegkommt und er wirklich wie billiges Knetgummi aussieht, ist der "Lightning Torch" sehr ansehlich.Insgesamt sind die Effekte ordentlich, aber vom Hocker reißen sie vielleicht jemanden, der 10 Jahren kein Kino besucht hat. Und genau das ist der größte Schwachpunkt des Filmes und nicht die kaum vorhandene Story, die Klischees um die Charaktere und deren schwaches Spiel. Wenn bei einem reinen Popcornfilm nicht mal die Effekte und die Action überragend sind, dann kann man wirklich nur von einem besseren B-Movie reden. Dass er dennoch seine 3 Sterne bekommt, hängt an seinem Unterhaltungswert( am nächsen Tag hat man ihn wieder vergessen) und seiner Art, sich selbst nicht ernst zu nehmen. Im Vergleich mit den Spiderman und X-Men Filmen geht er baden, und ein Vergleich zu dem neuen Primus "Batman Begins" wäre nicht mal angebracht, da dieser in eienr anderen Liga spielt und komplett anders ist. "F4" dagegen ist der durchaus unterhaltende und netter Beweis, dass Hollywood keine Ideen mehr hat und vollkommen zu Recht in einer tiefen Krise steckt


Batman Begins (Special Edition, 2 DVDs)
Batman Begins (Special Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Christian Bale
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 10,80

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Comic Verfilmung der letzten Jahrzehnte, 21. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Batman Begins (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Man hatte ihn für tot erklärt: Batman, der geflügelte Rächer von Gotham City, der auch the „Dark Knight" genannt wurde. Tim Burton machte aus ihm in „Batman" und „Batman Returns" eine Franchise-Figur für Warner Bros. ,die mehr als 600Mio Dollar einspielte. Doch damit begann damals das Anfang vom Ende. Joel Schumacher übernahm den Regiestuhl und vernachlässigte so ziemlich alles, was die Faszination des Batman ausmachte. Sein „Batman Forever" und „Batman und Robin" waren quietschbunte, inhaltsleere Actioner und hatten nichts mehr zu tun mit dem düsteren Leben von dem innerlich zerrissenen Helden Bruce Wayne/Batman. Fans und Kritiker auf der ganzen Welt waren enttäuscht, Batman verlor seine Daseinsberechtigung auf der Leinwand: Batman war tot. Als spätestens im Sommer 2004 bekannt wurde, dass die Franchise neu gestartet werden sollte, war die Spannung groß und die Erwartungen auch. Und die Fans sollten nicht enttäuscht werden: „Batman Begins" belebt die Franchise neu, und das als beste „Batman" Verfilmung aller Zeiten und vielleicht sogar als beste Comic Verfilmung der letzten Jahre!
Dabei wurde wirklich alles richtig gemacht, von der Story über die Action bis hin zu den Figuren. Regisseur Christopher Nolan und Drehbuchautor David Goyer schaffen es, Batman die alte Faszination zurückzugeben, und wie ! Sie konzentrierten sich nicht wie andere Comic-Adaptionen auf Action und Effekte, sondern richtigerweise auf die Story und den Charakter Bruce Wayne. Man erfährt Schritt für Schritt, wie aus dem von Schuld -und Rachegefühlen gequälten jungen Wayne ein Mann wurde, der nach einer 18 Jahre langen Abstinenz zurück in seine nun verkommene und von Korruption beherrschte Heimatstadt Gotham kommt und sich nach und nach in Batman verwandelt. Selten wurde einer Comic Verfilmung soviel Handlung und psychologischen Tiefgang gegönnt, und das ist die große Stärke von „Batman Begins".
Dabei konzentriert sich alles auf Bruce Wayne, der vom relativ unbekannten Christian Bale gespielt wird. Um es mit einem Wort zu sagen : Er ist die Idealbesetzung! Mit großer Präsenz und viel Charisma schafft er es, den schwierigen Charakter des Bruce Wayne jederzeit glaubwürdig zu präsentieren. Hinzu kommen sein Wandlungsfähigkeit von Batman über Bruce Wayne über den gespielten Playboy und sein enorm durchtrainierter Zustand. Heraus kommt der beste Batman Darsteller aller Zeiten. Insgesamt ist der Cast einfach gigantisch und keiner, wirklich keiner enttäuscht. Am meisten lassen sich Caine, Wilkinson und Oldman loben, aber auch Freeman, Murphy und Watanabe sind trotz der eher wenigen Auftritte eine echte Bereicherung. Und wer jetzt denkt, dass Katie Holmes, die den meisten Leuten aus „Dawsons Creek" bekannt ist, eine Ausnahme ist, der täuscht sich. Auch sie spielt sehr solide die moralische Instanz, die Bruce Wayne nicht die Grenzen von Gut und Böse überschreiten lässt.
Bei aller Genialität der Schauspieler und der Story kommt auch die Action kein bisschen zu kurz. Die Kämpfe sind schnell geschnitten, vor allem realistisch und hart, aber nie langweilig, sondern kraftvoll und rasant. Keine technische Spielereien oder Drahtseilakrobatik, sondern realistische Nahkämpfe mit Härte und Eleganz. Und das neue Batmobil zeigt in den wahrscheinlich coolsten Verfolgungsjagden des Jahres, dass es absolut die richtige Wahl war. Mit derart viel Power ist selten ein Gefährt durch eine Straßen-(und Dach!!) Jagd gebrettert. Man kann meinen, dass „Batman Begins" zu ernst oder zu wenig comic-haft ist, aber gerade diese düstere und wenig auf „Popcorn-Kino" gelegte Interpretation von Batman trifft die Ader des „Dark Knight". Für mich ist „Batman Begins" dank großartiger Story, genialen Schauspielern und adrenalinfördernder Action die beste Comic-Verfilmung der letzten Jahrzehnte und einer der besten Filme dieses Jahres.


Batman Begins (Special Edition, 2 DVDs)
Batman Begins (Special Edition, 2 DVDs)
DVD ~ Christian Bale
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 10,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Comic Verfilmung der letzten Jahrzehnte, 17. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Batman Begins (Special Edition, 2 DVDs) (DVD)
Man hatte ihn für tot erklärt: Batman, der geflügelte Rächer von Gotham City, der auch the „Dark Knight" genannt wurde. Tim Burton machte aus ihm in „Batman" und „Batman Returns" eine Franchise-Figur für Warner Bros. ,die mehr als 600Mio Dollar einspielte. Doch damit begann damals das Anfang vom Ende. Joel Schumacher übernahm den Regiestuhl und vernachlässigte so ziemlich alles, was die Faszination des Batman ausmachte. Sein „Batman Forever" und „Batman und Robin" waren quietschbunte, inhaltsleere Actioner und hatten nichts mehr zu tun mit dem düsteren Leben von dem innerlich zerrissenen Helden Bruce Wayne/Batman. Fans und Kritiker auf der ganzen Welt waren enttäuscht, Batman verlor seine Daseinsberechtigung auf der Leinwand: Batman war tot. Als spätestens im Sommer 2004 bekannt wurde, dass die Franchise neu gestartet werden sollte, war die Spannung groß und die Erwartungen auch. Und die Fans sollten nicht enttäuscht werden: „Batman Begins" belebt die Franchise neu, und das als beste „Batman" Verfilmung aller Zeiten und vielleicht sogar als beste Comic Verfilmung der letzten Jahre!
Dabei wurde wirklich alles richtig gemacht, von der Story über die Action bis hin zu den Figuren. Regisseur Christopher Nolan und Drehbuchautor David Goyer schaffen es, Batman die alte Faszination zurückzugeben, und wie ! Sie konzentrierten sich nicht wie andere Comic-Adaptionen auf Action und Effekte, sondern richtigerweise auf die Story und den Charakter Bruce Wayne. Man erfährt Schritt für Schritt, wie aus dem von Schuld -und Rachegefühlen gequälten jungen Wayne ein Mann wurde, der nach einer 18 Jahre langen Abstinenz zurück in seine nun verkommene und von Korruption beherrschte Heimatstadt Gotham kommt und sich nach und nach in Batman verwandelt. Selten wurde einer Comic Verfilmung soviel Handlung und psychologischen Tiefgang gegönnt, und das ist die große Stärke von „Batman Begins".
Dabei konzentriert sich alles auf Bruce Wayne, der vom relativ unbekannten Christian Bale gespielt wird. Um es mit einem Wort zu sagen : Er ist die Idealbesetzung! Mit großer Präsenz und viel Charisma schafft er es, den schwierigen Charakter des Bruce Wayne jederzeit glaubwürdig zu präsentieren. Hinzu kommen sein Wandlungsfähigkeit von Batman über Bruce Wayne über den gespielten Playboy und sein enorm durchtrainierter Zustand. Heraus kommt der beste Batman Darsteller aller Zeiten. Insgesamt ist der Cast einfach gigantisch und keiner, wirklich keiner enttäuscht. Am meisten lassen sich Caine, Wilkinson und Oldman loben, aber auch Freeman, Murphy und Watanabe sind trotz der eher wenigen Auftritte eine echte Bereicherung. Und wer jetzt denkt, dass Katie Holmes, die den meisten Leuten aus „Dawsons Creek" bekannt ist, eine Ausnahme ist, der täuscht sich. Auch sie spielt sehr solide die moralische Instanz, die Bruce Wayne nicht die Grenzen von Gut und Böse überschreiten lässt.
Bei aller Genialität der Schauspieler und der Story kommt auch die Action kein bisschen zu kurz. Die Kämpfe sind schnell geschnitten, vor allem realistisch und hart, aber nie langweilig, sondern kraftvoll und rasant. Keine technische Spielereien oder Drahtseilakrobatik, sondern realistische Nahkämpfe mit Härte und Eleganz. Und das neue Batmobil zeigt in den wahrscheinlich coolsten Verfolgungsjagden des Jahres, dass es absolut die richtige Wahl war. Mit derart viel Power ist selten ein Gefährt durch eine Straßen-(und Dach!!) Jagd gebrettert. Man kann meinen, dass „Batman Begins" zu ernst oder zu wenig comic-haft ist, aber gerade diese düstere und wenig auf „Popcorn-Kino" gelegte Interpretation von Batman trifft die Ader des „Dark Knight". Für mich ist „Batman Begins" dank großartiger Story, genialen Schauspielern und adrenalinfördernder Action die beste Comic-Verfilmung der letzten Jahrzehnte und einer der besten Filme dieses Jahres.


Königreich der Himmel (Special Edition, 2 DVDs) [Deluxe Edition]
Königreich der Himmel (Special Edition, 2 DVDs) [Deluxe Edition]
DVD ~ Orlando Bloom
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 24,90

4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein zweiter Geniestreich, 4. Juni 2005
Mit "Gladiator" war Ridley Scott im Jahr 2000 eine grandiose Wiederbelebung der Sandalenfilme gelungen. Epische Schlachten, nervenzerreibende Kämpfe und ein Russel Crowe zusammen mit Joaquin Phoenix in Hochform ließen "Gladiator" zu einem der besten Filme der modernen Zeit werden. Nun kehrt Scott zu seinen Wurzeln zurück und dreht für ein enorm hohes Budget "Königreich der Himmel", eine Geschichte über die Wirren der Kreuzzüge. Und wieder scheint es zunächst so auszusehen, als könnte Scott sein Meisterstück wiederholen...
Doch leider gelingt es dem Großmeister diesmal nicht, seine Brillanz in Szene zu setzen. Das fängt bei der Story an, die doch sehr einfach gestrickt ist. Das war zwar bei Gladiator nicht anders, doch bei dem wirkte alles gewaltiger, intensiver und einfach gesagt : einfach anziehender. Ein weiterer Schwachpunkt der Story ist die anscheinend heilige Gütigkeit der Kreuzritter, die in Wahrheit längt nicht sooooo edel waren, sondern für zahlreiche Massaker verantwortlich waren. Dieses Bemühen um Schönmalerei ist einerseits sehr unpassend und verhindert andererseits, dass der Film durch eine dreckigere Seite mehr Realität und Tiefe an Inhalt gewinnt. Doch der größte Schwachpunkt des Filmes sind die Schauspieler. Orlando Bloom, der seine erste große Hauptrolle spielt, kann einfach nicht an die Klasse eines Russel Crowe herankommen. Bloom bemüht sich zwar sichtlich, schafft es aber nicht den Helden glaubwürdig und sympathisch darzustellen und macht den Charakter längst nicht so intressant wie es Crowe es damals tat.Teils hängt es an seinen mangelnden Fähigkeiten, teils aber auch am Drehbuch, das bei den Charakterentwicklungen geschludert hat. Eva Green spielt ganz passabel, ohne groß aufzufallen und Liam Neeson ist wie immer sehr überzeugend, hat aber wenig Leinwandzeit, um dem Film mehr Klasse zu verleihen. Edward Norton darf hier mit Maske rumlaufen, auch ihm wurde nicht genügend Raum gelassen, um sein großes Können zu demonstrieren. Hier macht es sich bemerkbar, wie wertvoll ein Joaquin Phoenix und wie wichtig eine Präsenz wie die eines Crowe doch war. Insgesamt bleibt der Cast nur ein Schatten von dem in "Gladiator". Und dennoch, trotz fehlender Klasse bei den Schauspielern und schwachem Handlungstrang, ist "Königreich der Himmel" ein sehenswürdiger Film. Weil eben Ridley Scott ein Genie in Sachen epische Darstellung ist. Er schafft es, ästhetische und berauschende Bilder mit der Brutalität und Blutrünstigkeit der Schlachten einen Mix zu kombinieren, der ein wahres Fest für die Augen ist. Genau wie bei "Gladiator" wirken die Kämpfe bombastisch und sind höchst dramatisch inszeneirt worden. Die Ausstattung ist äußerst realistisch anzuschauen und insgesamt Mit diesen Bildern kann Scott zwar die Schwächen des Filmes zwar halbwegs kaschieren, sie aber keineswegs völlig verschwinden lassen, da sie zu offensichtlich sind. "Königreich der Himmel" ist ein epischer Historienfilm, der durch seine atemberaubenden Bildern ein sehenswerter Film ist, aber durch eine schwache Besetzung und Handlung an Wert einbüßt. Dennoch sollte jeder, der sich für Historienfilme interessiert, sich den Film anschauen.


Blade: Trinity (2 - Disc Edition) [2 DVDs]
Blade: Trinity (2 - Disc Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Wesley Snipes
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 11,85

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 4. Juni 2005
Comicverfilmungen sind zurzeit groß im Kommen und die Blade Trilogie darf sich hierbei ruhig zu den Vorreitern neben Superman und Batman zählen. 1998 kam der erste "Blade" heraus und wurde sofort ein großer Erfog. 2002 folgte der zweite Streich, dem auch Erfolg bescherrt wurde und nun kommt 2005 der Abschluss der Reihe. Und man muss leider sagen, dass dies nicht als krönender Abschlus gelungen ist. Dabei offenbart der Film keine großartige Schwächen, alles ist solide umgesetzt, aber halt nicht mehr. Zu der Schauspielerleistung ist nicht viel zu sagen, handelt es sich hierbei doch um einen Vollblut-Actioner. Wesley Snipes schien diesmal nicht ganz motiviert zu sein, denn seiner Performance fehlt es diesmal an Biss, was die letzten beiden Teile auszeichnete. Dafür springt Jessica Biel in die Bresche. Sie gibt als Amazone wirklich mächtig Gas und tuschiert das müde Spiel von Snipes. Ryan Reynolds als Sidekick ist für den komischen Teil des Filmes zuständig und dies ist genau das Problem. "Blade" ist düster, knallhart und brutal. Da erscheint es doch unpassend, wenn auf einmal lockere Sprüche geklopft werden, selbst wenn sie für Lacher sorgen. Die eisnt dunkle Atmosphäre wird dadurch enorm gestört. Und ja der Erzfeind Draco ist zwar nicht soo blutleer, wie viele ihn beschrieben hatten, ist aber dennoch blass geblieben. Gegen einen Deacon Frost aus dem ersten Film kann er bei weitem nicht anstinken. Überhaupt kann "Blade Trinity" nicht gegen seine Vorgänger antreten, wobei der erste Film ihn sogar um Längen schlägt. Alles, was das Blade-Universum ausgemacht hat, vermisst man bei diesem Film. Diese rauhe Gewalt, die Brutalität, den düstren Look und die Tragik von Blades Leben, das alles kommt in diesem Film nicht vor! Sicherlich ist die Action ganz ansehlich, aber ihr fehlt es an der erbarmungslosen und dreckigen Härte, wie er die beiden vorherigen Filme auszeichnete. Auch wird wesentlich weniger Blut verspritzt. Insgesamt wirkt der Film deutlich jugendfreundlicher und weniger düster als seine Vogänger. Doch genau dieser neue Look ist das Hauptproblem des Films, da er einfach nicht zu Blade passt. Wer unkompliziertes Popcorn Kino mit viel Action gern sieht, wird den Film sicherlich mögen. Aber Blade-Fans dürfen mit dieser Umsetzung weit hinter ihrem Erwartungshorizont bleiben


24 - Season 3 (7 DVDs)
24 - Season 3 (7 DVDs)
DVD ~ Kiefer Sutherland
Wird angeboten von media-summits
Preis: EUR 9,49

57 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jack is back ! Und er wird immer besser, 4. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: 24 - Season 3 (7 DVDs) (DVD)
Schon bei der 1. Staffel der damals von dem Aufbau her revolutionären Serie "24" waren sich viele einig, dass die Serie ein TV Juwel war und in Sachen Schauspielerleistung, Spannung und Action nicht zu übertreffen sein wird. Zwar hatte die Serie auch einige Schwachstellen(die Kim-Story), aber alles in allem war "24" atemberaubend gut gemacht. Die 2. Staffel belehrte dann allen Sequel-Zweiflern eines besseren. Die Spannung war kaum auszuhalten, die Action furios und knallhart, die Story voller Wendungen und Kniffe. Dazu ein Kiefer Sutherland, der mächtig aufdreht, man denke nur an das Verhör einer ehemaligen Freundin...Schwachpunkt war wieder die Kim-Story, die aber aufgrund des grandiosen Gesamteindrucks nicht weiter ins Gewicht fällt
Und nun Season 3. Alles beginnt etwas langsamer, ruhiger als in den beiden vorherigen Seasons und doch spürt man vom 1. Moment an eine bedrückende Spannung. Die Story lässt sich mehr Zeit für die Charaktere, das erscheint zwar vielleicht langatmig, lässt die Serie aber mehr Tiefe gewinnen. Die Spannung und die Action kommen langsam, aber dann gewaltig! Am Anfang lässt sich noch gar nicht erahnen, wie weit die Dimensionen der Story sich entfalten würden. Spätestens ab der 15. Folge ist die Spannung unerträglich. Und überraschende Wendungen sorgen immer wieder dafür, dass sie nicht ablässt. Dazu kommen noch Schockmomente und wirklich harte Szenen dafür, dass man nach jeder Folge erst mal das Geschehene verdauen muss, da die Härte manchmal an die Schmerzgrenze trifft. Die Action geriet diesmal bodenständiger, verliert aber in keiner Szene an Wucht und Explosivität. Und auch die Schauspieler wurden wieder exzellent ausgewählt. Reiko Aylesworth und Carlos Bernard haben diesmal einige starke Szenen, Jacks neuer Partner passt sich auch gut rein und die beiden Salazars überzeugen auch. Sogar Elisha Cuthbert, deren Kim-Story der Schwachpunkt der beiden vorherigen Staffeln war, dient diesmal nicht bloß als Eyecandy, sondern fügt sich gut ins Ensemble ein. Über allem steht wieder einmal Kiefer Sutherland. Seine Darstellung des innerlich zerrissenen Helden Jack Bauer ist grandios. Mal eiskalt und mal hitzig, er spielt Bauer nicht, er ist Bauer! Knallhart, seine Vorgehensweise und doch so verletzlich im Inneren. Der Mann macht aus einer sehr guten Serie eine herausragende. Doch leider, trotz dieser Klasse und dem Ausmergeln der frühen Schwachpunkte kann man wieder einen Wehrmutstropfen finden. Die Palmer-Story, so gut sie auch gespielt ist, fängt wirklich langatmig an und gewinnt erst nach einiger Zeit, stark zu werden. Gegen Ende ist sie genauso spannend wie die anderen Schauplätze. Alles in allem ist die 3. Staffel von 24 die zurzeit beste Serie im TV. Und News zufolge sollen Staffel 5 und 6 bereits beschlossen sein. Zudem kommt bald die 4. Staffel, die sogar noch die 3. toppen soll, ins Fernsehen. Freuen wir uns auch packende Action mit Jack Bauer auch in Zukunft


Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (2 DVDs)
Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith (2 DVDs)
DVD ~ Ewan McGregor
Wird angeboten von Bookman
Preis: EUR 12,56

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der beste Star Wars Film...nach Episode IV bis VI, 1. Juni 2005
Nach den völlig verkorksten Episode I, der mit der Nervensäge schlechthin Jar Jar(naja außer Daniel K. vlt noch) und einer quasi nicht vorhandenen Story kräftig Minuspunkte einhandelte, und Episode II, der mit einem deplatzierten Hayden Christensen und seiner alles andere als überzeugende Liebesstory wieder nicht voll überzeugen konnte, kommt nun Episode III. Und George Lucas kündigte großes Kino an: Geniale Effekte, düstere und mitreißende Story und viel viel Action, als einfach gesagt: der beste Star Wars Film überhaupt. Und man muss sagen, dass Episode III seine beiden Vorgänger toppt...aber doch hinter den alten Filmen zurückbleibt.
Die Probleme fangen gleich mit dem Drehbuch und die Dialoge an. Es hat den Anschein, als wäre der Inhalt, der eben bei diesem Teil die wichtigste von allen ist, auf das Minimum beschränkt worden. Viele der entscheidenden Szenen wirken hölzern und zu knapp und das liegt auf keinen Fall an den Darstellern. Diese werden nur schlicht unterfordert ! Ich muss sicherlich nicht die Klasse eines McGregors oder Portmans erläutern, doch eben diese Klasse können sie nicht einsetzen, da ihnen kein Spielraum geboten wird...der wird für die Action gebraucht. Ich mag zwar auch viele Duelle und viel Action, doch hier stimmt die Proportion zwischen Action-und Erzählszenen nicht mehr. Die Wandlng zu Vader, der eigentliche Kern des Filmes, wirkt an vielen Stellen unglaubwürdig und viel zu schnell. Man kann nicht voll nachziehen, wieso Anakin die Jedis verrät. Da gäbe es viele bessere Alternativen zum Albtraum( wie z.B. eine Padme, die von schweren Krankheiten heimgesucht wird usw.) Insbesonders die entscheidende Szene von Windus Tod führt zu Stirnrunzeln. Weitere Beispiele, welche die unrealistischen Charakterentwicklungen fortsetzen, wären die Brutalität von Windu, der normalerweise vor Weisheit trieft, und das Desinteresse von Obi Wan an Padmes schweres Schicksal, obwohl er der Menschenfreund Nr. 1 ist. Auch die teiweise extrem schwachen Dialoge stachen negativ heraus, es sei nur die Balkonszene zwischen Padme und Anakin genannt. Der Film verliert genau wegen diese übertriebene Konzentration auf die Actinszenen und die Vernachlässigung der Story an Wert.
Zu den Schauspielern muss man nicht viel sagen. Manche sind total unterfordert(McGregor, Portman, Jackson), manche mühen sich ab..bleiben aber nur Durchschnitt(Christensen), manche bleibt keine Zeit was zu zeigen(Lee) und über andere lässt sich streiten ob overacted oder genial(Diarmid). In dem Film hätte selbst der beste(schlechteste) Schauspieler nicht viel Unterschied ausgemacht, da das Drehbuch jegliches Spiel eingrenzt. Aber Lucas'Wahn für animierte Darsteller ist wieder mal in die Hose geraten. General Grievous, ein an Asthma leidender(Erklärung siehe Clone Wars)Androide, besitzt einfach keinerlei Charisma, Ausstrahlung und Flair. Und Jar Jar Binks lebt noch immer...
Die Technik war immer schon ausschlagegebend für Star Wars, doch diesmal war sie eher ein Stolperstein. Am Anfang und beim Endkampf kam man sich vor wie in einem Videospiel, besonders letzteres enttäuschte, da dem Zweikampf jegliche Wucht oder Emotion fehlt.
Und dennoch, trotz dieser gravierenden Fehlern, hat der Film 4 Punkte verdient. Weil er eben doch die alten Star Wars Tugenden aufgreift. Gleich am Anfang hat R2D2 einige tolle Szenen, die Wandlung war trotz allem dramatisch geraten, vor und nach dem Endkampf gab es einige sehr starke Szenen( die tränen von Vader) und das Ende rundet das ganze doch gut ab. Es kam doch das Star Wars Feeling auf, obwohl viel Einfaches falsch gemacht wurde. Ich wurde jedenfalls sehr gut unterhalten, ein wirklich tief sitzender Eindruck entstand auch so, wobei leider eben soviel Potential verspielt wurde. Falls Lucas noch einmal ein Star Wars Film drehen sollte, dann sollte er mehr Geld für ein Drehbuch ausgeben, den Chrarakteren mehr Beachtung schenken und weniger am PC sitzen( Bsp. Batman Begins). Dann kann man wieder die alte Begeisterung spüren, die Star Wars mal erzeugt hatte.


Die Bourne Verschwörung [VHS]
Die Bourne Verschwörung [VHS]
VHS
Wird angeboten von cook29
Preis: EUR 9,97

1 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Top Thriller trotz verschenktem Potential, 6. November 2004
Als im Jahre 2001 mit "Die Bourne Identität" die zweite Verfilmung der Roman-Trillogie von Robert Ludlum in den Kinos anlief, hatte eigentlich keiner damit gerechnet, dass dieser Thriller ein großer Erfolg werden würde. Die Zweifel fingen schon bei der Besetzung an, da man dachte, dass der als Sonnyboy bekannte Matt Damon nicht die Leinwandpräsenz eines Action-Heldens hätte. Auch das im Vergleich zu Hollywood etwas magere Budget war ein Grund zum Grübeln. Doch man täuschte sich. Matt Damon agierte souverän, ebenso Franka Potente und aus "Bourne Identität" wurde ein schneller, intelligenter Thriller, der mehr als 130 Mio Dollar weltweit einspielen konnte.Man hat 3 Jahre auf die Fortsetzung warten müssen und ich muss sagen: Nicht umsonst. Mit einem weitaus größeren Budget(65 Mio.) und einem neuen Regisseur(Paul Greengrass)ausgestattet, eroberte "Die Bourne Verschwörung" den Kino Thron im Sturm. Doch diesmal sprangen leider einige Kritikpunkte offensichtlich ins Auge. Das fängt an bei der Story, die trotz der großen Unterschiede zum Buch sehr interessant ist, aber dessen Potential längst nicht ausgeschöpft wird. Das strapaziert vor allem den Spannungsbogen. Hinzu kommt wieder ein Manko des 1. Filmes: Die feinen Nebenrollen, die aber zu kurz kommen. Franka Potentes Rolle der selbstbewussten und starken Marie findet schnell ein Ende, der intelligenten und verletzlichen Rolle Julia Stiles wird auch zu wenig Spielraum eingeräumt und der brillante Brian Cox bekommt ebenso kaum Freiheiten. Doch der größte Kritikpunkt,an dem sich wohl noch einige Debatten auslassen werden, ist die Kameraführung während den Action-Szenen. So sehr ich rasante Fahrten und schnelle Schnitte mag, man sollte damit nicht übertreiben. Gerade in einem Nahkampf wirkt so eine Optik störend, da man nur schwer etwas erkennen kann. Auch bei Verfolgungsjagden ist diese pseudo-authentische Art der Kameraführung für die Übersicht des Zuschauers fatal. Regisseur Paul Greengrass, der vorher Dokus gedreht hatte, hätte nicht diesen Wackel-Stil übernehmen sollen, da man aufgrund der schlechten Übersicht das Gefühl hat, zu wenig Action(1-2 Schusswechsel oder Kämpfe mehr hätten nicht geschadet) gesehen zu haben. Die war auch der entscheidende Faktor, wieso "Bourne Verschwörung" stark an Qualität einbüsst. Dafür spielt Matt Damon erstklassig, ihm scheint die Rolle des eiskalten und doch verletzlichen Racheegels wie auf den Leib geschnitten zu sein. Seine Mimik ist zu jeder Situation passend und verleiht dem Charakter Bourne besondere Tiefe. Gepaart mit der atemberaubenden Rasanz der Handlung, angereichert mit zahlreichen Hetzjagden und Enthüllungen quer durch Europa ezeugt der Film einen authentischen und gehetzten Eindruck, der maßgeblich an der dichten Atmosphäre beteiligt ist. Zu erwähnen sei noch der harte Showdown und das eigenwillige, aber hochdramatische Ende, das nochmals die ganze Tragik um Jason Bourne zeigt. So bleibt der Film wieder ein guter Action-Thriller mit einem hervoragend aufgelegten Matt Damon, der aber durch Wackel-Optik und den bereits genannten anderen Schwächen nicht zum Überflieger, den er hätte sein können, wurde. Für den letzten Teil "Bourne Ultimatum" wünsche ich mir mehr Story mit konsequenter Beteiligung der Nebendarsteller, gelungene Kamerafahrten und die eine oder andere Action Szene mehr. Dann kann Jason Bournes ganz sicher in einem Atemzug mit James Bond genannt werden.


Langenscheidt Frau-Deutsch/Deutsch-Frau: Schnelle Hilfe für den ratlosen Mann (Langenscheidt ...-Deutsch)
Langenscheidt Frau-Deutsch/Deutsch-Frau: Schnelle Hilfe für den ratlosen Mann (Langenscheidt ...-Deutsch)
von Mario Barth
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ansichtssache, 22. Oktober 2004
Wer Marco Barth kennt, der sollte wissen, dass dieses Buch nicht wirklich mit Sachkompetenz und wissenschaftlich erwiesene Fakten protzen kann. Viel mehr ist es eine Ansammlung von vielen Vorurteilen und Klischees, die vielleicht in gewissen Situationen eintreten. Sicherlich kann ich als männlicher Betrachter nicht beurteilen, wie oft solche Phänomene auftreten, bei denen tatsächlich das Wörterbuch mit den tatsächlichen Gedanken übereinstimmt, aber von einer Sicherheit wie beim richtigen Duden kann bestimmt keine Rede sein. Das Buch ist sicherlich ironisch und witzig gemeint, aber je mehr Klischees sich aufstappeln, desto weniger Verständnis kann Frau zeigen. Irgendwann ist halt das Fass mal voll und die größtenteils als indirekt frauenfeindlich zu deutenden Bemerkungen gehen auf die Nerven. Es ist Ansichtssache des Käufers, ob das Buch jetzt vor Witz strotzt oder absolut chauvinistischer Schrott ist. Aber ein Schmunzeln wird es sicherlich jedem abgewinnen


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