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Rezensionen verfasst von
Walter Cronkite "Walter Cronkite"

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Bosch Professional GSB 18-2-Li Akku-Schlagbohrschrauber, 2x1,5 Ah Akku, Schrauberbit, 10 mm Bohrfutter, 1,4 kg inklusiv Akku, 18 V, L-Boxx, 06019D2300
Bosch Professional GSB 18-2-Li Akku-Schlagbohrschrauber, 2x1,5 Ah Akku, Schrauberbit, 10 mm Bohrfutter, 1,4 kg inklusiv Akku, 18 V, L-Boxx, 06019D2300
Preis: EUR 179,00

4.0 von 5 Sternen Schrauben, Holz bohren top - Beton bohren Flop, 27. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Maschine ist Ersatz für eine uralte PSR 14,4 von 1999. Die hätte durchaus noch ihren Dienst verrichtet, aber Kohlenwechsel ist nicht vorgesehen.

Die GSR 18-2 ist leicht, gut ausbalanciert und hat genügend Drehmoment für die allermeisten Arbeiten, die bis jetzt angefallen sind. Schwachpunkt ist eindeutig das Schlagbohren in Beton. Indiskutabel. Denn in der Zeit, die ich mit dieser Maschine brauche, um eine 2 mm Mulde mit 8 mm Betonbohrer zu erhalten, habe ich mit Bohrhammer 12 mm SDS ein Loch von 60 mm Tiefe gebohrt. Mit der Hilti geht es dann sogar noch besser (20 mm SDS 60 mm Tiefe). Weiches Material bringt dann akzeptable Ergebnisse. Fazit: für schnelles und präzises Bohren doch die Bohrhammer Variante. Tadellos aber ist die GSR beim Schrauben und Bohren in Holz.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 19, 2015 10:11 AM MEST


Metabo BAS 260 Swift Bandsäge
Metabo BAS 260 Swift Bandsäge
Preis: EUR 276,90

4.0 von 5 Sternen Ein Jahr Gebrauch: Inzwischen problemlos, 26. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Metabo BAS 260 Swift Bandsäge (Werkzeug)
Erfahrungsbericht nach 12 Monaten Nutzung.

Die Bandsäge hat einen unentdeckten Transportschaden: die Abdeckung des Elektromotors ist an einer der Verschraubungen eingerissen. Ansonsten wirkt das Gerät tatsächlich neu und ist offensichtlich keine Retoure, die weitergeschickt wird. Nach Reklamation bei amazon gibt es einen weiteren substantiellen Rabatt. Aufbau und Montage auf einem stabilen Arbeitstisch gestalten sich einfach. Die Montage- / Bedienungsanleitung ist dabei nur bedingt hilfreich. Vieles erklärt sich auch intuitiv. Allerdings sind die Empfehlungen von Metabo, was Justierung und Einrichtung der Säge angeht unbedingt (und im mm-Bereich) ernstzunehmen. Zu Anfang srpingt schon nach kurzen Anlauf, auch ohne Last, der Treibriemen von der Motorantriebswelle. Da es an der Keilriemenspannung nicht liegen kann, wird die Hotline von Metabo kontaktiert. Allerdings stellt sich sehr schnell die Frage, wer hier kompetent ist. Technische Hilfestellung gibt es jedenfalls nicht. Und der Verweis auf die Bedienungsanleitung zeugt nicht von Kompetenz. Des Rätsels Lösung: Die Antriebswelle hatte sich (Transport, schlechte Montage im Werk?) um etwa 5 mm verschoben. Der Keilriemen läuft dadurch schief und springt ab. Seit der Korrektur arbeitet die Säge absolut problemlos.

Nadelholz bis 100 mm (gerade, schräge Schnitte) kein Problem. Vibriert die Maschinet ist die Schnittkante leicht wellig: ist dies abgestellt (schwerer Tisch und massive Schrauben) gibt es glatte Schnitte. Buche / Eiche gehen ebenfalls bis 100 mm, aber sehr viel langsamer. Schon wenig Druck überfordert den Motor. Sogar dünne Metallprofile und Aluminium (massiv 30 mm) stellen kein Problem dar, dito Kupferrohr. Kreisschnitte lassen sich mit dem schmalen Band sicher sägen. Der Parallelanschlag lässt sich für problemfreies Sägen nicht sicher fixieren. Man muss also am Ende vom Tisch mit Schraubzwinge nachhelfen. Es empfiehlt sich unbedingt eine Staubabsaugung. Leider erwähnt die Bedienungsanleitung nur mögliche Adapter für Fremdsysteme (Bosch) ohne zu verweisen, wo sie zu finden wären (oder etwa eine Teilenummer) , auch hier erweist sich die Hotline von Metabo als Totalausfall (man sollte also von einer Coldline reden). Aber: in den Tiefen der Zubehörliste von Metabo findet sich dann der passende Adapter (der dann auch noch zwei verschiedene Durchmesser hat und dadurch flexibel ist).

Fazit: ist die Säge sauber eingerichtet, steht stabil auf einem schweren Tisch und hat eine Staubabsaugung lassen sich sehr präzise Schnitte vornehmen (Materialien s.o.). Den Tisch der Metabo hätte ich mir erweiterbar gewünscht, auch wäre ein Ausleger mit 35 – 50 cm (statt 25) optimal.

Säge: 85 von 100
Bedienungsanleitung: 60 von 100
Hotline: 5 von 100
Vielseitigkeit: 90 von 100
Haltbarkeit vom Band: 85 von 100


Die Freihandelslüge: Warum TTIP nur den Konzernen nützt - und uns allen schadet
Die Freihandelslüge: Warum TTIP nur den Konzernen nützt - und uns allen schadet
von Thilo Bode
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellente Streitschrift, 14. Mai 2015
Thilo Bodes Streitschrift hat ein eindeutiges Fazit: Es gilt, TTIP zu verhindern. Inzwischen existieren einige seriöse Rezensionen und mindestens einem Argument kann ich mich vollumfänglich anschließen: Während es etliche Publikationen gibt, die mehr oder weniger überzeugend gegen TTIP argumentieren, gibt es nicht eine einzige Schrift, die pro TTIP argumentiert. Das hat seine Gründe. Und diese Gründe, Fakten gegen TTIP legt Bode überzeugen d dar. Eine kleine Einschränkung, die Bode nicht anzulasten ist, sei dennoch angemerkt: TTIP wird im Großen und Ganzen im Arkanum verhandelt. Und so ist Bode als jemand, dem man aus nachvollziehbaren Gründen den Zutritt zum Arkanum verweigert, auf die verfügbaren Quellen angewiesen. Aber: deren Gehalt reicht allemal aus. Um TTIP zu entlarven. Und dies gelingt Bode. Also: wirklich Neues präsentiert Bode natürlich nicht. Aber was und wie er es präsentiert, das hat es in sich. Nicht nur dass das berühmt-berüchtigte „Chlor Hühnchen“ verblasst, ja nicht einmal die inzwischen in Verruf geratenen Schiedsgerichte (von denen auch, oder sogar) der Bundeskanzler Österreichs sagt, sie seien eine Gefahr für die Demokratie, sind es, welche die größte Sprengkraft entfalten. Nein, folgt man Bode, so geht die größte Gefahr aus von der verpflichtenden wechelseitigen Konsultationspflicht im Zuge eine Gesetzgebungsverfahrens. Und die Priorisierung von Lobbyisten. Im Kern würde dies nämlich bedeuten, dass für die EU der Gesetzgebungsstand, im besten Falle, auf den gegenwärtigen Status eingefroren wäre. Großkonzerne bräuchten überhaupt keine Schiedsgerichte mehr, um Gesetzgebung im egoistischen Eigeninteresse zu beeinflussen. Diese Konsultationspflicht erledigt alles. Auch die parlamentarische Demokratie.

Zurück zu Bode: Am besten wird Bode (Foodwatch) auf dem ihm eigenen Territorium: Nahrungsmittelindustrie. Und schon diese wenigen Seiten genügen, um entschieden gegen TTIP zu sein. Der Rest seiner Argumetation vervollständigt dies nur.


Hitlers Helferinnen: Deutsche Frauen im Holocaust
Hitlers Helferinnen: Deutsche Frauen im Holocaust
von Wendy Lower
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,90

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ärgerlich, 28. April 2015
Den Hype über dieses Buch, ausgelöst durch eine enthusiastische Bewertung der New York Times kann ich nicht nachvollziehen. Ich selbst wurde aufmerksam auf dieses Buch durch eine überschwängliche Rezension beim Deutschlandfunk (Politische Literatur) derzufolge jetzt die Geschichte umgeschrieben werden muss. Wahrscheinlich hat Wendy Lower in bester Absicht geschrieben, aber für welche Zielgruppe, mit welcher Absicht? Wiederholt mache ich die Erfahrung, dass einem breiten Publikum eine Schrift als "wissenschaftlich" oder als "Studie" offeriert wird, bei der festzuhalten ist, dass sie wissenschaftlichen Standards nicht entspricht und keine "Gnade" finden würde. Es stellt sich ernsthaft die Frage, wofür Lower ein Stipendium der DFG erhalten hat und ob Andreas Wirsching vom IFZ mit diesem Buch glücklich sein kann. Warum diese Fundamentalkritik?

Lower schreibt in einem emotionalisierten, Betroffenheit suggerierenden, moralisierenden und anklagenden Stil, selten nur argumentiert sie stringent. Es fehlt für ihren selbstgesetzten Anspruch jede eigene Theorie oder Forschungshypothese. Ja nicht einmal den Minimalanspruch, die Biographien der auf Seite 8 und 9 im Kurzportrait vorgestellten Personen nachzuzeichnen oder vielleicht auch ethnologisch, soziologisch einzuordnen (was ja immerhin eine wissenschaftliche Leistung wäre) kommt zustande. Zerstückelte Lebensläufe, kein Konzept, viele überflüssige Details und teilweise abenteuerliche Behauptungen prägen den Text. Dafür operiert sie durchgängig mit „hätte, könnte, wenn, vielleicht, etc.“. Der Konjunkiv und das Konditionale sind Hauptwerkzeuge. Das ist sogar für ein populärwissenschaftliches Buch zuwenig. Der behauptete „Wendepunkt für die Frauengeschichte wie für die Geschichte des Holocaust“ (Timothy Snyder auf dem Einband) mutet an wie ein (unfreiwilliger) Sarkasmus. Es mag sein, dass dieser Text in den USA in den Geschichtswissenschaften durchgehen kann, in Europa, in Deutschland zumal wäre er noch nicht einmal als Hausarbeit für ein Proseminar akzeptiert worden! Gewünscht hätte ich mir wenigstens ein sorgfältig ausgearbeitetes Literaturverzeichnis. Fehlanzeige.

„Ad Fontes“ das ist immer noch der Goldstandard in der Geschichtswissenschaft. Wenn nun Lower an zentralen Stellen ihrer Darstellung (Argumentation lässt sich ja schlecht sagen) sich auf Kempowskis „Echolot“ bezieht, so ist das keine Quelle und schon garnicht eine gut (von ihr!) überprüfte. Dabei schätze ich das „Echolot“ sehr. Aber es ist keine zitationsfähige Quelle für die eigene Darstellung in diesem Zusammenhang. Nein, die Geschichte muss nach diesem Buch nicht umgeschrieben werden.

Um abschließend etwas Positives zu sagen: Lower hat sicher einen ersten Schritt getan, die Rolle von Frauen im Naziregime abseits der bekannten Lagerscherginnnen a`la Ilse Koch zu beleuchten. Und sensibilisiert für das Thema. Mehr aber auch nicht.


Sco-Mule
Sco-Mule
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vielseitigkeit pur, 16. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Sco-Mule (Audio CD)
Wer HOT RATS von Zappa kennt und schätzt, wird auch diese Konzertkompilation aus 1999 mögen. Anklänge an die Jan Hammer Group oder an Jeff Beck mit BLOW BY Blow zeigen, wie vielseitig und virtuos Haynes und Scofield sind. Von heute aus betrachtet hat Jazzrock sicher etwas Patina angesetzt, aber die Stücke die GM hier bieten, sind so zeitlos wie kreativ. Bei oberflächlichem Hören mag sich schnell Langeweile einstellen, konzentriert und aufmerksam verfolgt, erschließt sich die Komplexität der Arrangements, womöglich auch dem Jazzer Scofield geschuldet (Streichquartette von Bach oder Beethoven sind ja auch nicht als Hintergrundmusik geeignet). Die Zusammenarbeit von GM und Scofield dauert ja immer noch an: so touren sie leider nur in den USA dieses Frühjahr 2015. Die anschließende Europa Tour ist dann leider ohne Scofield.

Der Sound dieser CD ist im direkten Vergleich zu „Dark Side...“ um Klassen besser. Wenn Eddie Kramer im Interview mit harmony central (Feb. 2015) beklagt, dass heute nur noch Pegel Maximierung angesagt ist: bei dieser Scheibe trifft das nicht zu. Hier gibt es noch Dynamik. Klasse.


Geschichte des Westens: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall
Geschichte des Westens: Vom Kalten Krieg zum Mauerfall
von Heinrich August Winkler
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Handbuch, 29. Dezember 2014
Noch vor wenigen Jahrzehnten hätte es als unwisenschaftlich gegolten, ja als an der Grenze zur Unseriosität, die unmittelbare Zeitgeschichte zum Gegenstand einer geschichtswissenschaftlichen Untersuchung zu machen. Wesentlicher Grund ist der Umstand, dass in den Giftschränken nicht nur der ehemaligen Sowjetunion, Chinas oder etwa Japans, sondern auch der USA, Großbritanniens oder auch des Vatikan etliche Dokumente archiviert sein dürften, die niemals, oder vielleicht in 50 oder 100 Jahren, das Licht der Öffentlichkeit erblicken werden. Und somit jede Geschichtsschreibung der letzten 50 Jahre unter dem Vorbehalt der Vorläufigkeit und des Hypothetischen zu bewerten ist. Tauchen also zentrale Dokumente auf, die eine Neubewertung erzwingen, steht jeder als Depp da, der vorher mit Überzeugung etwas anderes dargestellt und argumentativ vertreten hat (Man denke nur an die Urkunde der sog. „Konstaninische Schenkung“, die bekanntlich eine Fälschung ist, aber den Verlauf der Geschichte maßgeblich beeinflußte). Als Historiker muß man sich dieser Gefahr immer bewußt sein, und sie gebührend berücksichtigen.

Winkler macht dies, und deshalb ist dieser dritte Band, wiewohl mehr als Chronik zu lesen, denn als historische Analyse, wertvoll. In der ihm eigenen Systematik ist er der akribische Chronist einer Zeit, für die es noch überreichlich Zeitzeugen gibt. Was diesen Band dazu prädestiniert, als Handbuch zu gelten, mit dessen Hilfe die Ereignisse dieser Jahre (1945-1990) aus einer eher konservativen Perspektive heraus nacherzählt werden. Eben: Bis neue Dokumente aus den besagten Giftschränken veröffentlicht werden (was beim Vatikan auch schon mal 500 Jahre dauern kann).

Augenscheinlich hat Winkler keine Quellen verarbeitet, dafür aber ein Quantum an Literatur, das imponiert (die aktuellsten Verweise stammen immerhin aus 2013). Leider ist das Literaturverzeichnis (mithin integraler Bestandteil einer wisenschaftlichen Publikation) C.H.Beck typisch verunglückt. Leider lässt mit dieser Literatursystematik nur sehr mühsam und aufwändig arbeiten. Aber es spart vielleicht 50 Seiten, denn verlagstechnisch sollte es keine Schwierigkeit darstellen, ein alphabetisches und geordnetes (Quellen, Biographien, Sekundärliteratur) Verzeichnis zu erstellen.

Dennoch: dieser Band ist jedem Interesierten zu empfehlen.


Dark Side of the Mule (Deluxe Edition)
Dark Side of the Mule (Deluxe Edition)
Preis: EUR 18,99

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Konzert: Klasse - Sound: mässig, 22. Dezember 2014
GM sind die Live Band. Stolze 1766 Konzerte seit 1995. Und zweimal im Jahr servieren GM ein Menu der Extraklasse: Halloween und Silvester. Dieses Konzert ist die souveräne und würdige Hommage an Pink Floyd. GM zeigen ihre ganze Bandbreite, es rockt was die PA hergibt. Schon im set 1 gibt es klasse Versionen von McLaughlins „Eternitys Breath“ oder „St. Stephen“ von Jerry Garcia. Dann wird es richtig gut: Die Highlights von „Wish You Were Here“ und „Dark Side“ und mit „One Of These Days“ oder „Fearless“ von "Meddle" zeigen GM, dass sie diesen Klassikern neues Leben einhauchen können. Auch „Bad Little Doggie“ mal ganz anders: die Speed Variante. Das gesamte Konzert ist ungetrübte Freude, ja, wäre da nicht die schwankende Soundqualität: etliche Songs klingen topfig, undifferenziert, verhangen. Eine mässige Abmischung, vor allem beim ersten set. Später wird es besser (könnte sein, dass erst zum set 2 der Soundcheck beendet war). Dass dieser Sound nicht Standard ist für GM wissen Fans, wenn sie z.B. die deutlich älteren Aufnahmen von „Mulennium“ oder von der, leider sündteuren 4-CD Box „With A Little Help...“ hören (auf der noch erhältlichen Box fehlen (leider): „3rd Stone from the Sun“ oder „Spanish Moon“. Dort ist der Sound klar besser. Sogar die Aufnahme vom 31.10.2012 (GM spielen einen Großteil von Electric Ladyland - zu hören auf muletracks) klingt besser.

Die DVD der Deluxe Version zeigt das ganze Konzert mit insgesamt guter Bildqualität (besser sieht man vor Ort auch nicht), mit den genannten Einschränkungen beim Sound (der 5.1 Mix ist eher als Scherz zu betrachten - DTS wäre vielleicht besser gewesen). Beeindruckend ist, wie Haynes die verschiedenen Klampfen meistert: egal ob Gibson, Fender, 6 oder 12 Saiten. Klasse!


Das Kapital im 21. Jahrhundert
Das Kapital im 21. Jahrhundert
von Piketty, Thomas
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lichtblick, 27. November 2014
Über Piketty's Kapital ist nun schon so viel geschrieben worden. Nicht sehr originell, sind es vor allem Anhänger der Chicago Schule (Friedman und Co.), die darüber lästern und es in der Luft zerreißen. Dabei hat Piketty in seinem Buch nicht mehr und nicht weniger geleistet, als auf der Grundlage einer ungeheuren Datenfülle (eine solche zu verarbeiten ist, btw, bekanntlich unter der Würde der Chicago Schule) zu belegen, nicht nur dass es Ungleichheit gibt (das wäre banal), sondern er belegt, dass die Dynamik des herrschenden Wirtschaftsmodells (sollte man sagen: Ideologie) zwingend zu immer mehr Ungleichheit führt. Und, wenig überraschend: es sind die USA, welche die Nation mit der am stärksten ausgeprägten Diskrepanz sind. Ein Umstand, der vehement von den Neoliberalen (Hayek, Friedman) bestritten wird. Die lächerliche These des „trickle down“ glaubt ohnehin keiner mehr. Handelt es sich doch um ein push up!

Das Kapital erfordert Aufmerksamkeit. Erst ab Kaptel 10, nach rund 500 Seiten hat Piketty das Feld soweit ausgerollt und bereitet, dass er eigene Thesen präsentiert. Der Leser ist gefordert, die Datenfülle über die gesamteZeit präsent zu halten, denn erst allmählich, wie bei einem großen Puzzle ergibt sich das Bild. Und es kommen noch gut 300 Seiten, die es in sich haben. Wer es sich hier zu einfach macht, verliert den Anschluß und handelt sich Probleme ein, der Thematik zu folgen. Piketty plädiert für eine Veränderung jetzt, da er befürchtet, dass die Fortführung des bestehenden Modells zu globalen Unruhen führen könnte. Wer die letzten Jahre aufmerksam beobachtet hat, ahnt, dass Piketty ähnlich wie andere Mahner (Krugman, Stiglitz, Otte, Vogl) Recht haben. Aber: Kassandra ist noch nie gehört worden. Das ist ihr Schicksal.

Das Kapital ist uneingeschränkt zu empfehlen.


Breaking Bad - Die finale Season (3 Discs)
Breaking Bad - Die finale Season (3 Discs)
DVD ~ Bryan Cranston
Preis: EUR 14,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subversiv und sarkastisch, 14. Januar 2014
Eine Serie, die ständig zwischen subversiv und sarkastisch changierte, findet hier ihren folgerichtigen und würdigen Abschluss. Ein hochqualifizierter Unternehmer entdeckt, gezwungen durch gesellschaftliche Bedingungen, eine Marktlücke, die er mit allerhöchster Qualität bedienen kann. Marktbereinigung und Konkurrenzkampf folgen strikt marktwirtschaftlichen, liberal-kapitalistischen Regeln und führen allmählich über ein Oligopol zu einem, wenn auch regional begrenzten Monopol. Am Ende wird Kasse gemacht. Dabei folgt alles dem bekannten american way of (success) life: mit der Zeit übernimmt die Gier das Heft des Handelns und frisst das Hirn.

Mögen zu Beginn noch nachvollziehbare Gründe stehen, am Ende ist es reine Gier nach Reichtum und Macht. Breaking Bad verschafft tiefe Einblicke in die amerikanische Seele und in die Struktur und Funktionsweise vor allem des amerikanischen Gesundheitssystems, das mit das teuerste der Welt ist. Und so wird aus der Not die Geschäftsidee geboren. Was sich daraus entwickelte, konnte man über 5 Staffeln verfolgen. Walter White und Jessie verändern sich gegenläufig: Walter wird ein Gangster ohne, Jessie einer mit Gewissen. Aber auch Anwälte und andere Berufsgruppen kommen nicht gut (um nicht zu sagen: realistisch) weg. „It's the money“. Breaking Bad gilt zu Recht als eine der (vielleicht die) beste Serie bis dato. So subversiv und kreativ kann Film sein. Und wer nicht (nur auf arte) nicht länger warten will, wird hier bestens bedient.

Die Videoqualität ist schon auf DVD hervorragend. Mehr braucht es nicht.


Eric Burdon - The Lost Broadcasts
Eric Burdon - The Lost Broadcasts
DVD ~ Eric Burdon
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloses Dokument, 13. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Eric Burdon - The Lost Broadcasts (DVD)
Es handelt sich um die einzige (!!!) Live Aufnahme dieser legendären Band, kurz bevor die Formation wegen Unvereinbartkeiten platzte. Und es lohnt sich!

Kurz vor dem offiziellen Release des zweiten und letzten Burdon & War Albums (Black Man's Burdon) zeichnet Radio Bremen diesen Auftritt auf.

Und man erlebt eine Gruppe in wahrer Spielfreude. Der Congaspieler trohnt wie ein Buddha und trommelt wie ein Gott. War konnten spielen, ein erdiger, souliger Blues und ein gut aufgelegter Burdon, der nicht so wie später maniriert seine Songs runter wurstelt (Hörprobe dafür: die Albert Hall Reunion 2008 - schrecklich) sondern den Blues singt. Und da konnte ein Weißer den schwarzen Blues singen. "Paint it Black" als opener ist ein schnell gespielter Rock Blues mit einer Conga die alle anderen Soloinstrumente vergessen lässt. Und "Tobacco Road" ist mehr ein virtuoses Instrumental mit, na ja, Textpassagen aus dem Original Song. Schade. Eigentlich kann er es ja. "Bare Back Ride" ist noch mal Spielfreude pur. Und "Spill The Wine", es war eben der Hit.

Von heute aus betrachtet hat jede schlechte Schülerband besseres Equipment, aber was für eine Musik kommt dabei zustande: ein Evergreen. Zeitlos und nicht nur für Fans. Schade nur, dass es nicht als CD erhältlich ist. Als Video bietet es den Standard der späten 60er Jahre, aber es kommt ja auch auf die Musik an. Und die haben die Techniker von RB sauber aufgezeichnet, man hört wirklich alle Stimmen und Nuancen. Am Besten nicht hinsehen und nur genießen.

Schade dass es für "Mother Earth" oder "Sun/Moon" nicht mehr gereicht hat.


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