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Rezensionen verfasst von
Pepe4711 (Winterthur, Schweiz)

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Drei auf dem Eis
Drei auf dem Eis
von Tim Krabbé
  Gebundene Ausgabe

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zugefrorene Kanäle, wärmende Liebe ..., 25. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Drei auf dem Eis (Gebundene Ausgabe)
Pieter verbringt mit seinem Sohn Wouter die Winterferien in Israel, und während hier die Sonne brennt, denkt er sehnsüchtig an die zugefrorenen Kanäle in Holland, auf denen er stundenlang und völlig schwerelos mit seinen Schlittschuhen dahingleiten könnte. Sein Sohn erkundigt sich bei diversen Computerläden nach einem Computerspiel, in dem Jesus die Hauptrolle spielt, und als er feststellen muss, dass Jesus in keinem Spiel eine (Haupt-)Rolle spielt, beschliesst er, später einmal ein erfolgreiches Jesus-Computerspiel zu programmieren (ein Spiel mit 12 Leveln, denn Jesus hat gemäss seines Vaters ungefähr 12 Wunder vollbracht).
Wieder zu Hause, zieht Pieter gleich seine Schlittschuhe an, verbringt den halben Tag auf dem Eis und erinnert sich daran, wie er mit seiner Frau Elleke vor 10 Jahren auf dem Eis Schlittschuh gelaufen war (sie damals mit Wouter schwanger; heute leben sie getrennt). Wieder zu Hause, ruft seine Frau Elleke an, und sie möchte ihn besuchen, um zu dritt Schlittschuh zu laufen.
Auf dem Eis bekommt er von seiner Frau ein Geschenk (er hat leider nichts für sie), und plötzlich wird ihm bewusst, dass sie genau vor 10 Jahren geheiratet haben. Ist dieser gemeinse Ausflug von Elleke geplant, oder ist er nur eine Verkettung von glücklichen Umständen? Ist für Elleke eine gemeinsame Zukunft, ein Neustart denkbar?
Feiner Humor, zarte Melancholie, leise Hoffnung, wehmütiges Zurückdenken zeichnen dieses schmale Büchlein aus ... ein Tim Krabbé von seiner besten Seite.


A Long Way Down: Roman
A Long Way Down: Roman
von Nick Hornby
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Martin, Maureen, Jess und JJ warten 90 Tage., 22. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: A Long Way Down: Roman (Gebundene Ausgabe)
Martin stutzt den Maschendraht auf dem Dach eines Hochhauses zurück (dieser soll Lebensmüde vom Springen abhalten), klettert schliesslich mit einer mitgebrachten Leiter über den Zaun und setzt sich auf die Brüstung, schaut in die Tiefe und wartet auf einen günstigen Zeitpunkt. Maureen kommt hinzu, und sie will sich ebenfalls in den Tod stürzen, aber sie wartet taktvoll im Hintergrund darauf, dass Martin endlich seine Tat vollbringt. Martin will aber nicht, dass ihm jemand dabei zusieht, und so überlässt er Maureen den Vortritt, kletter deshalb über den Zaun zurück aufs Dach (und hat dabei plötzlich weiche Knie und Höhenangst). Jess kommt hinzu, und sie will sich ebenfalls in die Tiefe stürzen, aber Martin hindert sie daran (d.h. er setzt sich auf ihren Kopf), und während sich die drei beschimpfen, kommt ein vierter dazu: JJ, der eigentlich Pizzas austragen sollte, aber hierher gekommen ist, um sich seine Absprungsrampe anzusehen (die zwei heissen Pizzas, die er dabei hat, verputzen sie später auf dem Dach).
Alle vier haben ihre Probleme: Martin (ca. 40) hat unwissentlich mit einer gutentwickelten Minderjährigen geschlafen und war deswegen im Gefängnis (heute ist er seinen Job als Fersehmoderator los, und die Leute pöbeln ihn auf der Strasse an), Maureen (ca. 50) pflegt seit Jahren ihren schwerstbehinderten Sohn und ist völlig ausgelaugt, Jess (ca. 18) vermisst ihre verschollene Schwester und JJ (ca. 22) seine Freundin und Musikband. -- Die vier einigen sich darauf, nochmals 90 Tage bis zu ihrem endgültigen Sprung zu warten, und in der Zwischenzeit helfen sie sich gegenseitig (d.h. sie streiten viel, trinken Kaffee).
Nick Hornby lässt seine Protagonisten in der Ich-Form erzählen (jeder erzählt abwechselnd aus seiner Warte), und er trifft dabei hervorragend den Ton der verschiedenen Personen (ganz grob: Martin = herablassend, Maureen = zurückhaltend, Jess = unkontrolliert, JJ = sozial). Das Buch ist trotz des tristen Themas überhaupt nicht schwer verdaulich, im Gegenteil: Hornby erzählt witzig, feurig, kurzweilig -- und er sagt uns: Redet miteinander, streitet miteinander, und es wird euch besser gehen (Hornby hat übrigens selbst ein behindertes Kind: nachzulesen im Vorwort von "Speaking with the Angel").


Die Hintergründe zu den Helsinki-Roccamatios
Die Hintergründe zu den Helsinki-Roccamatios
von Yann Martel
  Gebundene Ausgabe

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lungenenzündung, Violine, Todeszelle, Spiegelmaschine., 10. Juni 2005
In der ersten Geschichte erzählt uns Martel von einem jungen Aids-Kranken (angesteckt durch eine Bluttransfusion), der von seinem Freund auf seinem letzten Lebensabschnitt begleitet wird. Die beiden Freunde erzählen sich abwechselnd die Geschichte einer finnischen Familie und lassen sich dabei von den Ereignissen des 20. Jahrhunderts inspirieren, und während die finnische Familie von Schicksalsschlägen heimgesucht und von freudigen Ereignissen überrascht wird, kann der Leser den traurigen Verfall des Aids-Kranken mitverfolgen.
Die zweite Geschichte handelt von einem Vietnam-Veteran, der seinen Lebensunterhalt als Putzmann verdient und viele Stücke komponiert hat, und obwohl die "dissonante Violine" bei der Uraufführung gänzlich misslingt, sind die Zuhörer ergriffen.
In "1096 Arten zu sterben" beschreibt der Direktor einer Strafvollzugsanstalt den Tod (durch Erhängen) eines jungen Mannes. Einmal stirbt der junge Mann ängstlich, ein anderes Mal gefasst, einmal bringt er sich selbst um, einmal erliegt er eines natürliches Todes, einmal schreibt er seiner Mutter einen langen Brief, einmal redet er die ganze Nacht mit einem Priester -- allen Varianten enden mit dem Tod.
Im "Spiegel für die Ewigkeit" zeigt die Grossmutter ihrem Enkel, wie man früher Spiegel fabriziert hat, und während der Spiegel entsteht, redet die Grossmutter auf ihren Enkel ein. Sie redet und redet, und der Enkel schweift mit den Gedanken ab, verflucht dieses Materiallager in Grossmutters Wohnung, wünscht sich ein kleines Feuer herbei, das all den Müll verschlingt. Und plötzlich sagt die Grossmutter: "UND ENDE." Der Spiegel ist fertig. Und als der Enkel genau hinschaut, sind im Spiegel all die gesprochenen Worte sichtbar.
Die Themen in diesem Buch sind sehr originell und einzigartig, Yann Martel selbst ein sehr feinfühliger, verständnisvoller, humorvoller Autor und hervorragender Erzähler. Ein überaus erfreuliches Leseerlebnis für anspruchsvolle Bücherfreunde.


Reibereien
Reibereien
von Philippe Djian
  Gebundene Ausgabe

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fünf Abschnitte im Leben eines Mannes., 26. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Reibereien (Gebundene Ausgabe)
Der 11-jährige Knabe leidet unter der Abwesenheit des Vaters, als 22-jähriger geniesst er das Leben als Unterhosen-Präsentator und verflucht den Beinahe-Ehemann seiner Mutter, als 32-jähriger ist er mit einer Frau verheiratet, die ihm mächtig auf den Wecker geht, die ein Kind von ihm erwartet und ihn mit einer anderen Frau erwischt, als 40-jähriger kümmert er sich kaum um seine 8-jährige Tocher und sorgt dafür, dass sich der aktuelle Freund seiner Mutter zu Tode säuft, und mit seinen 53 Jahren liebt seine Tochter einen Mann um die Sechzig und heiratet schliesslich einen jungen Möchtegern-Künstler.
Der Vater des Protagonisten war ein Krimineller, und vermutlich ist der Protagnost selbst auch einer (Djian deutet nur an), jedenfalls scheint er nie unter Geldknappheit zu leiden, und auch bei den Frauen kommt er gut an (sein Bett ist selten leer) -- ein Buch von Djian eben.
Die ersten drei Episoden sind sehr feinfühlig und knapp geschrieben (= ausgezeichnet, hervorragend), bei den letzten beiden Episoden wird Djian etwas schlampig, langatmig, langweilig, und auch das Selbstmitleid kommt (mal wieder) nicht zu kurz. -- In den letzten Jahren hat Djian für mich nur noch unbedeutende, langweilige, ärgerliche Bücher geschrieben, mit "Reibereien" scheint Djian auf dem Weg zur Besserung ...


Die Feuerwehrfrau
Die Feuerwehrfrau
von Ludovic Roubaudi
  Gebundene Ausgabe

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Kommandantin und die Männer, 28. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Feuerwehrfrau (Gebundene Ausgabe)
Feuerwehrmänner bei der Arbeit: Mal kippt ein Viehtransporter um und spuckt ein paar Kühe auf die Autobahn, mal belästigt eine Python eine Frau und frisst deren Hund, mal taucht in der U-Bahn ein blutiger Fuss auf und ein Stöhnen führt zum Besitzer ... nicht gerade angenehm, was ein Feuerwehrmann so alles erlebt, und der Grosse (= Ich-Person) vergisst manchmal zu atmen.
Der Grosse, Malavoie, Alex, Enzian usw. sind dicke Freunde, aber dann wird plötzlich der alte Kommandant durch eine Komandantin ersetzt, und die Freundschaft leidet darunter. -- Eine Frau als Chefin? Für echte Männer ist dieser Zustand inakzeptabel (sagt Malavoie), und wer nicht dieser Meinung ist, ist ein Weich-Ei, einer vom anderen Ufer ... Um Malavoie davon zu überzeugen, dass die Grenzen zwischen Mann und Frau nicht immer klar gezogen sind, verbringen die ehemaligen Freunde einen lustigen Abend mit Kai und Ken (= zwei hübsche Transvestiten). Anfangs läuft alles gut, aber irgendwann gleitet die Situation aus dem Ruder. Ohrfeigen, Nasenbluten sind die Folge ...
Die Kommandantin ist ein unglaublich guter Feuerwehrmann (das sehen die Männer bald ein), und kaum wird sie von ihren Leuten akzeptiert, ist die letzte Seite dieses Buches auch schon gelesen. -- Roubaudi versteht es, den Leser zu erheitern, zu fesseln und zu überraschen. Viele Beschreibungen sind herrlich (z.B. Kühe, U-Bahn, Schwelbrand, Ken und Kai, Python, Flötengesicht im Tanzlokal), der Humor knochentrocken (und deshalb so erfrischend). -- Aber: Das Buch hört zu abrupt auf, der Schluss ist unglaubwürdig, er schwächelt stark. Roubaudi war wohl plötzlich in Eile (schade, ein besserer Schluss hätte dieses Buch zu einer Perle gemacht).


Schiffbruch mit Tiger: Roman
Schiffbruch mit Tiger: Roman
von Yann Martel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pi ist Richard Parker ist der Jüngling ist der Tiger ..., 16. Februar 2005
Pi, Sohn eines Zoodirektors, rettet sich nach dem Unterganges eines Schiffes auf ein Boot, und darauf befinden sich ein verletztes Zebra, ein Orang-Utan, eine Hyäne und ein Tiger. Die Hyäne frisst das Zebra (bei lebendigem Leibe) und erledigt den Orang-Utan. Der Tiger (= Richard Parker) leidet an Übelkeit und schaut dem Treiben der Hyäne zunächst nur teilnahmslos zu, um sie schliesslich mit einem einzigen Prankenhieb zu erledigen. Jetzt endlich ist Ruhe auf dem Boot eingekehrt, und Pi verwendet seine Intelligenz, um den Tiger zu beherrschen (was ihm auch gelingt). Für Wochen treiben sie durch den Ozean, essen Zwieback, Fisch und Schildkröte, trinken Regenwasser, entsalztes Meerwasser und Wasser aus der Dose. Sie leiden Hunger und Durst, die Sonne verbrennt ihre Haut, das Salzwasser nagt an ihren Körpern. Pi hat Angst, gibt auf, fasst neuen Mut, ist zuversichtlich, verliert den Mut, rafft sich wieder auf ... ein ständiges Auf und Ab.
Eines Tages gelangen sie zu einer seltsamen (schwimmenden) Insel, auf der unzählige Erdmännchen leben. Pi und Richard Parker essen sich satt, ruhen sich aus und kommen zu neuen Kräften, und irgendwann entdeckt Pi 32 Zähne, die ihm einen gehörigen Schreck einjagen. Pi und der Tiger steigen wieder ins Boot, und endlich werden sie an die mexikanische Küste gespült, und Richard Parker verschwindet grusslos im Dschungel (ohne sich noch einmal nach Pi umzudrehen). Pi verdankt Richard Parker das Leben, denn ohne den Tiger hätte Pi die lange Bootsfahrt nicht überlebt (sagt Pi).
Im letzten Teil des Buches wird Pi von zwei Japanern zum Schiffsunglück befragt, und natürlich glauben sie seine Geschichte nicht. Endlich, völlig entnervt, erzählt ihnen Pi die Wahrheit, und uns wird plötzlich klar: In einem Jüngling kann auch einer Tiger stecken. Die Wahrheit ist so schauerlich, dass die beiden Japaner doch lieber das Märchen glauben.
Dieses Buch ist mit Humor geschrieben, es ist packend, wortgewaltig, einzigartig, grandios, umwerfend, ausgesprochen lesenswert! -- Hoffentlich komme ich eines Tages dahinter, was uns der Autor Yann Martel mit der schwimmenden Insel, den Erdmännchen und den Zähnen im Baum sagen wollte ...


Skorpione im eigenen Saft
Skorpione im eigenen Saft
von Juan Bas
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Feinschmecker, ein Koch, ein Mörder, ein Taxi ..., 19. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Skorpione im eigenen Saft (Gebundene Ausgabe)
Pacho, ein junger Mann (ca. 35), fett und faul, Feinschmecker und Sohn von Beruf, Comicliebhaber (v.a. Tim und Struppi) und von der Gesellschaft belächelt, trifft beim Versaufen seines letzten Geldes den unangenehmen Kerl Antontxu (Säufer, Schläger und raffinierter Koch mit kranker Leber), der bald sein Leben massgeblich verändert. Zusammen eröffnen sie ein Lokal der gehobenen Klasse (Antontxu kocht, und Pacho ist für die Dekoration zuständig), und bald gehen bei ihnen die Schickimickis ein und aus.
Im 2. Teil des Buches liest Pacho einen langen Brief, in dem ihm Antontxu aus seiner Vergangenheit erzählt. Antontxu war ETA-Mitglied und Francos Vorkoster (wie sein Vater), und bei einem missglückten Mordanschlag fällt Antonxtu für Jahre in ein Halbkoma (d.h. er kann sich nicht bewegen, hört aber alles). Er schwört Rache, und nach seinem Erwachen bringt er diverse Menschen um. Von Kopfschüssen und vergifteten Austern ist die Rede, von scheinheiligen Priestern und hinterhältigen Onkeln, von fetten Frauen und einer tödlichen Diät. -- Am Schluss, Pacho fährt im Taxi zum Krankenhaus, tritt er mit Antonxtu die letzte Reise an, und die Geschichte wird wunderbar surrealistisch.
Juan Bas schreibt humorig, selbstironisch und packend, und er versteht es, den Leser bis zum Schluss zu fesseln. -- Ein höchst erfreuliches Buch!


Meine weissen Nächte
Meine weissen Nächte
von Lena Gorelik
  Gebundene Ausgabe

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jan (die Liebe), Ilja (das Knistern), 16. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Meine weissen Nächte (Gebundene Ausgabe)
Anja, ein 11-jähriges russisches Mädchen, kommt mit der ganzen Familie nach Deutschland, lernt hier die Sprache und die Mentalität der Deutschen kennen, kommt bald in der Fremde zurecht und integriert sich bestens. -- Im Wohnheim lernt sie Ilja kennen, und er wird ihr erster Freund.
Jahre später, Anja studiert inzwischen an der Universität und hat Jan als Freund (= ein nüchterner, seriöser, intelligenter, grossherziger Mensch), begegnet sie wieder ihrem Ex-Freund Ilja (= ein gutaussehender, wohlriechender, lebenslustiger Charmeur), und Anja wird unruhig und weiss plötzlich nicht mehr, wohin sie gehört ...
Lena Gorelik erzählt in Rückblenden viel über Russland (Sankt Petersburg) und die Russen, über die Anfangszeit in Deutschland (im Wohnheim) -- und sie tut es ohne ein Jammern. Ihr Stil ist sauber und brav (aber auch unmutig und für mich deshalb reizlos), ihre Anschauungen sind ein wenig naiv, aber das Buch ist ehrlich und sympathisch (und für eine 23-jährige Autorin durchaus ansehnlich).


Am Ende des Winters: Erzählungen
Am Ende des Winters: Erzählungen
von Olivier Adam
  Gebundene Ausgabe

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kalte Nächte, warmer Kaffee ..., 26. September 2004
Ein Mann (in Paris) hält seinen Job im Supermarkt nicht mehr aus, und eines Tages -- der Psychologe hält ihn für einen Simulanten, und seine Frau hat gerade alle Bierflaschen weggeworfen -- beschliesst er unterzutauchen. Er beschafft sich mit seiner EC-Karte so viel Geld wie möglich und reist nach Portugal, mietet sich in einer Pension ein und trifft eine junge Frau. -- Eine alleinerziehende Mutter arbeitet am 24. Dez. bis nach Mitternacht (zu Hause warten die beiden Töchter auf sie und auf das Christkind), und bei der Heimkehr fährt sie mit ihrem Wagen in den Graben und bekommt von einem Lastwagenfahrer eine warmen Kaffee zu trinken. -- Ein Vater stirbt, ein Lehrer kann nicht mehr arbeiten, eine Krankenschwester kaut schwer am Tod ihres Kindes, einer kommt aus dem Gefängniss und sieht einen fremden Kerl an der Seite seiner Freundin ...
Olivier Adam schreibt sehr gefühlvoll, sein Stil ist zeitlos modern und wohltuend knapp, und er bringt seinen Figuren viel Verständnis entgegen. Seine Geschichten sind alle in der Ichform erzählt, und er scheut sich nicht davor, in die Rolle einer Frau zu schlüpfen. Adam ist erst 30 (Jahrgang 1974), sein Ton lässt aber auf eine sehr reife, abgeklärte Person schliessen. Von diesem Autor werden wir (hoffentlich) noch viele eindrückliche Bücher zu lesen bekommen -- ich freue mich darauf.


Duden - Die Deutsche Rechtschreibung 3.0
Duden - Die Deutsche Rechtschreibung 3.0

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich ohne Kopierschutz!, 22. September 2004
Für jeden PC-Vielschreiber ist die PC-Bibliothek von Duden ein MUSS! Nie mehr in Büchern blättern, kein langes Suchen, sondern mit der PC-Bibliothek die gesuchten Wörter schnell finden. Mit Hilfe der schreibtoleranten Suche werden sogar Wörter gefunden, bei denen man die genaue Schreibweise nicht kennt. Und die Volltextsuche durchkämmt den gesamten Inhalt aller installierten Bücher (Platzhalter und Wort-Verküpfungen sind ebenfalls möglich etc.). -- Ich kenne nichts besseres.
Aber das schönste: Die neuste Version (3.0, Rev. 6) von PC-Bibliothek kennt keinen Schreibschutz mehr! (Früher musste man beim Start immer wieder irgendeine Original-CD einlegen, was vor allem unterwegs sehr unpraktisch war.) -- Um den Schreibschutz loszuwerden, zuerst die alte Applikation deinstallieren (inkl. Bücher), anschliessend die neue Software installieren, alle Bücher wieder hinzufügen, und ab jetzt fragt PC-Bibliothek nicht mehr nach CDs. -- Danke, Duden-Verlag, Ihre Software ist unschlagbar geworden!


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