Profil für Michael Collin > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Michael Collin
Top-Rezensenten Rang: 1.037
Hilfreiche Bewertungen: 433

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Michael Collin
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20
pixel
Secret Avengers: Bd. 1: Der Preis des Überlebens
Secret Avengers: Bd. 1: Der Preis des Überlebens
von Nick Spencer
  Broschiert
Preis: EUR 12,99

2.0 von 5 Sternen Schwacher Plot und mittelmäßige Artwork - mehr Ärger als Freude, 6. August 2014
Heft Secret Avengers 1:
SHIELD will eine besondere Eingreiftruppe für streng geheime Regierungseinsätze aufstellen. Nach Erledigung der Einsätze oder falls etwas schief läuft, sorgen Implantate dafür, dass die Erinnerungen an die Mission bei den Agenten gelöscht werden. Die ersten beiden Avengers, die in das Projekt reinrutschen, sind Hawkeye und Black Widow. Sie sollen dafür sorgen, dass ein Magier nicht die Al Kaida bei einem Attentat auf den amerikanischen Präsidenten unterstützt.
Die erste Mission in Budapest hat erzählerisch kaum Substanz, was auch daran liegt, dass auf wenigen Seiten auch die Grundidee der Secret Avengers erst einmal transportiert werden soll.
Die deutsche Übersetzung klingt gelegentlich sehr hölzern, und das korrespondiert leider damit, dass auch Clint und Natascha auf vielen Panels sonderbar verrenkte, der Situation vollkommen unangemessene Körperhaltungen einnehmen. Luke Ross weiß offenbar nicht, wie er die Panels gestalten soll, in denen die Helden in einem Besprechungsraum sitzen und eingewiesen werden in das Projekt. Mich erinnern die Körperhaltungen an die kleinen Plastik-Cowboyfiguren, die ich als Kind hatte: es war einfach zu ärgerlich, dass die dynamische Pose, die zum Erschießen des Indianers gerade gut war, auch beibehalten wurde, wenn sich der Cowboy mit seinem Kumpel unterhielt. Da brauchte es Fantasie, um darüber hinweg zu sehen. Ross kann die Panel frei gestalten, aber die unangemessenen stereotypen Haltungen und die mal übersteigerte, mal unpassende Mimik der Figuren bleiben.
Fazit für Heft 1: schwache Story, bestenfalls mittelprächtige Artwork, und die Idee eines besonderen Einsatzkommandos ist auch nicht neu (siehe z.B. X-Force; DC war mit dem Suicide Squat deutlich innovativer).
Ich hoffe auf Besserung, wobei ich jetzt schon gespannt bin, wie man den Hulk in eine geheime (!) Operation einbinden will.
Was außerdem verwundert: Dass Bruce Banner, Clint Barton und Natasha Romanova einverstanden damit sind, dass in ihrem Gedächtnis rumgepfuscht wird (wie auch immer eine einzelne Erinnerung überhaupt gelöscht werden soll); dass die Direktorin von SHIELD 19 Jahre jung ist (was immerhin Anlaß zu einem kleinen Witz bietet).

Heft 2:
Die Rekrutierung von Taskmaster (optisch der Schrecken aller unter-zehn-Jährigen); ein bißchen Mad Scientist Charm bei AIM; insgesamt langweilig.
Wie schon zuvor der verzweifelte Versuch, fehlenden Inhalt durch Sprünge in der Erzählung zu kaschieren. Wirr, aber nicht komplex.

Heft drei versucht, den größeren Zusammenhang herzustellen und hat sogar einige charmante Panels. Der „Besuch“ von AIM ist allerdings sinnbefreit und die Figuren bewegen sich weiter wie Schmierenkomödianten mit völlig überzogenen Gesten. Auch wer gerade nicht gebraucht wird, steht trotzdem sinn- und reglos im Bild herum.
Die letzten Worte eines Sterbenden Senators: „Heh…das hat man nun davon.“
Immerhin: gelegentlich blitzen Ansätze von Ironie auf, und auch Kritik am amerikanischen Militarismus.

In den letzten beiden Heften kommt immerhin so viel Zug in den Kamin, dass dem Band die 1-Stern-Bewertung erspart bleibt, wenn auch nur knapp.


Grindhouse: Doors Open at Midnight Volume 1 - Double Feature
Grindhouse: Doors Open at Midnight Volume 1 - Double Feature
von Alex De Campi
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

3.0 von 5 Sternen Trash / Exploitation Double Feature als Mitternachtsvorstellung, 2. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein Trash / Exploitation Double Feature als Mitternachtsvorstellung - ein witziges Konzept; zwei Horror- /SciFi-ComicFilme zum Preis einer Vorstellung. Wie bei manchem Film aus den legendären Hammer Studios hat der Inhalt aber leider Probleme, die Erwartungen zu erfüllen, die die Plakate beim Zuschauer geweckt haben.
Kurz und knackig erzählt BEE WIXENS FROM MARS die Story einer Invasion außerirdischer Horrorinsekten, die ausgerechnet in den Südstaaten die künftige Weltherrschaft antreten wollen.
Die zweite Story heißt PRISONSHIP ANTARES. Wer fliegt als Freiwilliger zu fernen Planeten, um dort eine Kolonie zu gründen, wenn es keinen Weg zurück gibt? Eine SF-Variation von "Frauenknast" inklusive sadistischer Wärterin.
Beide Stories zeichnen sich durch die explizite Darstellung von Sex & Gewalt aus, was den Verkauf anheizt. Aber die Lektüre hat mich nicht zufrieden gestellt. Allzu schnell sind die zwei Stories durchgelesen und zuende, bevor sie richtig begonnen haben. Sex und Gewalt also, dazu fließt das Blut in Strömen und es gibt keine Verschnaufpausen, bis alles durchgestanden ist.
Allzu empfindlich und korrekt sollte man nicht sein, wenn man das Grindhouse Double Feature in die Hand nimmt, es ist kein Comic für Kinder und jugendliche Leser. Wer Spaß am klischeehaften Genre hat, wird hier leidlich unterhalten.


The Black Beetle Volume 1: No Way Out
The Black Beetle Volume 1: No Way Out
von Francesco Francavilla
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,33

5.0 von 5 Sternen Black Beetle - ein waschechter Noir Pulp-Held, bestens in Szene gesetzt, 31. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da sitze ich also breit grinsend auf dem Sofa, in der festen Überzeugung, 14,- Euro noch nie besser angelegt zu haben. Familie und Freunde meiden mich momentan, da jeder, der ins Zimmer kommt, aufgefordert wird, zumindest ein Panel oder eine der fantastischen Splash-Pages zu bestaunen. Begeisterung will geteilt sein, kann offenbar unbeteiligte "Opfer" aber auch nerven.

Francavilla ist eine Ausnahmeerscheinung, ein Comic-Genie. Den BLACK BEETLE hat er selbst erfunden und entwickelt, ebenso die Story. Auch für die Artwork zeichnet Francavilla komplett alleine verantwortlich.

An diesem Band stimmt für mich einfach alles: ein Held, der Batman nicht ganz unähnlich ist, aber ganz dem Pulp Noir verhaftet; eine Abenteuergeschichte im Stile der 40er Jahre, stilecht und kompromisslos erzählt; und die Artwork, die die Handlung perfekt in Szene setzt.
Jedes Panel reinster Kult, scheinbar mühelos aufs Papier gebrachte aufregende Seitengestaltung, massig Coverseiten und Splash-Pages, die man eigentlich unverzichtbar als Poster an der Wand bräuchte.
Kein Panel ist überflüssig und ich bewundere die unglaubliche Ökonomie, mit der Francavilla erzählt und auf einer einzigen Seite die perfekte Überleitung zwischen zwei Actionszenen schafft. Rhythmus und Dramaturgie sind perfekt, einerseits fliege ich beim Lesen über die Seiten, dann wieder verweile ich auf einer der Splashpages und kann mich nicht satt sehen daran.
Habe ich schon erwähnt, dass Francavilla ein Genie ist?

Francavilla hat mich dieses Jahr schon einmal über alle Maßen begeistert mit AFTERLIFE WITH ARCHIE, und ich werde mir als nächstes wohl seinen Batman-Run zulegen.

Einen vergleichbar wichtigen Platz auf dem Olymp der Pulp und Noir Comics haben Dave Stevens mit seinem ROCKETEER und Darwyn Cookes mit PARKER, und wer sie mochte, wird auch den BLACK BEETLE lieben.


Die Blutlinie (Smoky Barrett 1)
Die Blutlinie (Smoky Barrett 1)
Wird angeboten von Audible GmbH

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Smoky Barrett - härter als das Schweigen der Lämmer? Nein, nur reiner Frauenhass, 31. Juli 2014
Bei über 5000 Ratings bei Goodreads im Schnitt 4,1 Sterne: das muss doch was sein?
Ja, auf jeden Fall Geschmackssache.

Die höchstbegabte FBI-Agentin Smoky Barrett ist taffer als Clarice Starling und obwohl ihr Körper mit Narben überzogen ist nicht weniger attraktiv als Jodie Foster - so will es McFadyen.
Nachdem Smoky Kind und Mann verloren hat und selbst Opfer eines psychopathischen Vergewaltigers wurde, muss sie sich in der BLUTLINIE mächtig am Riemen reißen, um nach ihrer Auszeit zurück in den Dienst zu finden und den Mord an ihrer Freundin Annie aufzuklären, die das Schicksal mit einem noch brutaleren Psychopathen bedacht hat.
Zu Beginn aufs Höchste dosiert zelebriert McFadyen die Pathetik der Härte, dann kann er endlich bei den Beschreibungen des Mordes an Annie übergehen in die Rhetorik des Grauens. Beispiel: Wer den "schwarzen Zug" besteigt - sich also in die Welt des psychopathischen Killers hineinversetzt -, der erlebt einen "Klimawandel der Seele". OmG!

Gar nicht widerlich genug kann es McFadyen bei der detaillierten Beschreibung des unbeschreiblichen Martyriums der Opfer zugehen, denn die Konkurrenz auf dem Thriller Markt ist hart. Ich weiß nicht, ob es später spannend wird, einstweilen findet der Autor nur Raum für Perversionen und Pseudoforensik.

Sprachlich auf vorsichtig ausgedrückt nicht besonders hohem Niveau beschreibt der Autor Smoky und ihr Team auf eine Weise, die in jeder Hinsicht, also für den Leser wie für die Figuren, verzweifelt genannt werden darf. Mit Abstand am Schlimmsten allerdings ist, dass die Charaktere und ihr Handeln psychologisch extrem unglaubwürdig sind. McFadyen geht es nur um Horror, nicht um Glaubwürdigkeit. Ein Trauma jagt das andere, und es ist nicht leicht, sich immer noch schlimmere Wendungen auszudenken. McFadyen setzt immer noch einen drauf, allerdings nicht qualitativ, sondern nur quantitativ.

Ungefähr gegen Hälfte des Hörbuches habe ich jegliches Interesse an Smoky und ihren Kollegen verloren.

Prädikat: besonders ungenießbar - und aus!

(Der Fairness halber sei noch erwähnt, dass ich das Hörbuch gekauft habe, weil ich Franziska Pigulla gerne zuhöre. Sie spricht auch diesen Roman ganz hervorragend und enttäuscht - im Gegensatz zum Inhalt - nicht.)

OK, nach fünf Tagen Abstand bedarf es doch noch einer Klarstellung. Was also stört mich so an der BLUTLINIE?
Natürlich will ich McFadyen nicht unterstellen, dass er pervers veranlagt ist, er bedient ein Genre, das boomt und von dem der Leser offenbar eine immer härtere Gangart erwartet. Andererseits ist er für das verantwortlich, was der da zu Papier bringt, und es geht ausschließlich um fast lustvoll dargestellte sexuelle Gewalt und Perversion. Unterwäsche, Höschen und BH, werden am Fließband zerrissen, die Narben, die Smoky von ihrem Peiniger davongetragen hat und die ihr Gesicht, ihren Hals und ihren Körper überziehen, werden beim Sex als Charaktermerkmal bezeichnet, aus dem Smokys Stärke erkennbar sei. Geht's noch?
Es wird nicht einfach vergewaltigt und gemordet, die Opfer werden nicht nur zerstückelt, sondern mit einem fast wohligen Schauer beschreibt McFadyen, wie sie ausgeweidet werden. In einem Einmachglas sollen sich die Sexualorgane einer Frau befinden. Und immer wieder Gewalt, Gewalt, Gewalt. Tierquälerei, Sadismus, Mord. Frauenfeindlichkeit ist die Grundlage, auf der alles Exzesse gedeihen.
Ich frage mich, wie sich Franziska Pigulla gefühlt hat, als sie diesen widerwärtigen Text vorgelesen hat.
Denn noch einmal ganz deutlich: was Fadyen hier geschrieben hat, hat nichts mit Spannung zu tun. Im Gegenteil, ohne die Gewaltexzesse wäre die Handlung langweilig, ja es bliebe nicht einmal etwas von ihr übrig.
Wer kann die Lektüre geniessen? In einigen Rezensionen wurde geschrieben, die Figuren seien psychologisch glaubwürdig und gut gezeichnet. Sorry, aber das ist einfach nicht zutreffend und soll möglicherweise nur Rechtfertigung dafür sein, dass die BLUTLINIE eine Saite zum Klingen bringt, die den Leser dazu treibt, den ganzen Roman zu lessen, aller Widerwärtigkeiten zum Trotz.
Im ANTON REISER gibt es eine wunderbare Stelle, wo Anton zwei sich gegenüberliegen feindliche Heere, bestehend aus Eicheln und Haselnüssen (oder so ähnlich) aufbaut und dann genüsslich mit einem Hammer beliebig mal auf die eine, dann wieder auf die andere Seite eindrischt. Es bereit Anton, der es im Leben schwer genug hat, offensichtlich eine nicht unerhebliche Genugtuung, selber einmal in die Rolle des blindwütigen Schicksals zu schlüpfen. Auf diese eine Passage kommen fünfzig Autoren in der Qualität eines McFadyen!


A Brief History of Superheroes
A Brief History of Superheroes
von Brian J. Robb
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,03

4.0 von 5 Sternen Gut lesbare Geschichte der Superheldencomics von den Anfängen bis heute, 30. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Brief History of Superheroes (Taschenbuch)
Runningpress unterhält die Serie "A Brief History of", die sehr breit gefächert ist, das Spektrum reicht von popkulturellen Themen über Autorenporträts bis hin zu Geschichtsepochen und Kultur.
Brian J. Robb hat Biographien über etliche Hollywood-Stars, die Geschichte des Films und über Science Fiction geschrieben.
Entsprechend hatte ich keine allzu hohen Erwartungen an A BRIEF GUIDE TO SUPERHEROES, denn mit allzu viel Leidenschaft und Insiderwissen war nicht zu rechnen.
Mit knapp 300 Seiten hat Robb nun nicht wirklich eine "kurze" Geschichte der Superhelden abgeliefert und nicht nur wer sich bislang mit der Geschichte der Superhelden und der Publikationsgeschichte der Comics ab den 30er Jahren nicht tiefergehend beschäftigt hat, wird hier recht umfassend informiert.
In erster Linie ist der Guide eine Fleißarbeit, was das Buch aber nicht schmälern soll. Es handelt sich nicht um die schwärmerische Ausarbeitung eines Aficionados, sondern um eine tatsächlich sachliche Abhandlung, die sich bemüht, alle Aspekte des Themas abzudecken, von den Ursprüngen der Superheroes über die Verleger, über die Epochen, Krisen (Wertham und der Comic Code) und Erfolge bis hin zu den jüngsten Verfilmungen.
Schwerpunkte liegen auf den Veröffentlichungen von Marvel und DC, was bei der marktbeherrschenden Stellung dieser beiden Verlage nicht verwundern sollte. Die Publikationen kleinerer oder gar der independent Verlage finden wenig Berücksichtung, insofern ist ist eben eine "brief history".
Ein Register am Ende des Buches läßt es zu, die HISTORY lexikalisch zu benutzen; genauso gut kann man aber auch einzelne Kapitel lesen, die einen gerade besonders interessieren, z.B. "Superheroes Versus the Comics Code" oder "Superheroes Deconstructed".
Ein kleines Manko ist das komplette Fehlen von Illustrationen, aber ansonsten hat mich A BRIEF HISTORY OF SUPERHEROES positiv überrascht.


Rat Queens, Volume 1: Sass and Sorcery
Rat Queens, Volume 1: Sass and Sorcery
von Kurtis J. Wiebe
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,05

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Diese Damen wissen, wie man ein Fass aufmacht, 28. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"These women know how to party. They swear, experiment with drugs, talk openly about their sexual misadventures...oh, and they beat the living crap out of everyone in sight. Think Sex & The City meets Lord of the Rings. Yes, it's that weird. And yes, it's that awesome."
So befindet Man Cave Daily, und dem ist wenig hinzuzufügen. Herrlich all die mega frechen Anspielungen auf Popkultur und andere Comics. Überzeugend die vier saufenden, prügelnden, illegale Substanzen konsumierenden Ladies, die fast nur das Eine im Sinn haben. Wunderbare Unterhaltung!


Black Science, Volume 1: How to Fall Forever
Black Science, Volume 1: How to Fall Forever
von Rick Remender
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,59

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine fantastisch spannende Odyssee durch mehrere Dimensionen, 27. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Grant McKay und einige andere Wissenschaftlter haben das Unglaubliche vollbracht: mittels des "Pillar", einer Maschine nicht unähnlich der Zeitmaschine von Wells, können Reisen in andere Dimensionen, die wie Zwiebelschalen übereinander liegen, unternommen werden. Man erhofft sich von diesen Reisen Lösungen für Probleme zu finden, die in unserer Welt (noch) nicht möglich sind.
Es dauert ein wenig, bis der Leser sich das zusammenbuchstabiert hat, denn Remender legt mit einer irrsinnigen Verfolgungsjagd los, die McKay und sein Team über mehrere surreale Dimensionen treibt, ohne dass das Team oder der Leser Zeit zum Luftholen fänden.
Die Spannung bleibt durchgängig hoch, es gibt Konkurrenzen und Spannungen im Team der Dimensionauten, Sabotage und persönliche Konflikte; Liebe und Heldenmut, Verrat und Feigheit machen die Dynamik aus.
Grant McKay ist eher ein Antiheld, ein Verweigerer, der zur Introvertiertheit neigt und es mit sich und seinem Leben nicht leicht hat. Zu Beginn haben mich seine selbstquälerischen Nabelschauen etwas genervt, aber schließlich wird aus McKay doch ein (im Rahmen des UnMöglichen) glaubwürdiger Charakter, der sehr viel vielschichtiger und sympathischer ist als Heath Huston, Remenders dauerbetrunkener Fear Agent.

Die Zeichnungen, die hinsichtlich der Darstellung der Figuren eher Cartoon als Realismus sind, haben mir zum größten Teil sehr gut gefallen, auch wenn die Figuren auf einigen Panels etwas liebevoller hätten gestaltet werden können. Grellbunt wird die Atemlosigkeit der Verfolgungsjagd orchestriert, die Atmosphäre ist surreal und bedrohlich. Die Artwork versetzt den Leser tatsächlich in andere Dimensionen und läßt ihn staunen wie weiland die Cover der SciFi-Taschenbücher in den 60er und 70er Jahren, die oftmals das Beste am ganzen Buch waren. Aber natürlich haben wir es bei dieser Artwork mit einer sehr viel moderneren Variante zu tun.

BLACK SCIENCE fügt sich wunderbar in die ungewöhnlich breite Palette innovativer und lesenswerter Comics, die Image auch als preisgünstige Paperbacks veröffentlicht.


Dead Boy Detectives Vol. 1: Schoolboy Terrors
Dead Boy Detectives Vol. 1: Schoolboy Terrors
von Toby Litt
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,74

4.0 von 5 Sternen From the pages of the Sandman..., 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zwei Schüler müssen an ihrer ehemaligen englischen Schule ein attraktives Mädchen retten. Problem: die beiden Schüler sind schon lange tot, nur ihre Geister sind noch als "Detektive" unter uns. Aber auch der fiese Schulleiter und seine Bullies sind schon lange tot...
Stimmungsvoll, witzig, ansprechende Artwork: die DEAD BOY DETECTIVES haben durchaus Kult-Faktor und machen Spaß!


Guardians of the Galaxy/All-New X-Men: The Trial of Jean Grey
Guardians of the Galaxy/All-New X-Men: The Trial of Jean Grey
von Marvel Comics
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,95

5.0 von 5 Sternen Jetzt wird es galaktisch: Jean Grey steht vor einem interstellaren Tribunal, 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nachdem die X-Men in ihre Zukunft gereist sind, nimmt die Handlung nun galaktische Maßstäbe an. Jean Grey soll vor einem interstellaren Tribunal für die Zerstörung gehört (und verurteilt) werden, die sie unter dem Einfluß der Dark Phoenix verursacht hat. Die X-Men alleine könnten Jean nicht retten, aber zum Glück kommt es zum Team-up mit den Guardians of the Galaxy...

Im Zuge des Crossovers geschieht so einiges und Cyclops und Jean erfahren Dinge, die für den weiteren Gang der Handlung die Weichen stellen.

Nicht alles an den hier versammelten fünf Heften hat mir gefallen, und trotzdem gibt es die verdiente Höchstbewertung. Zu meckern gibt es ja leider immer etwas und noch nie habe ich fünf Hefte in Serie gelesen und war schlichtweg nur begeistert; Aber entscheidend ist doch, dass hier die tollen Momente alle Vorbehalte deutlich in den Schatten stellen.

Zum einen ist die großartige Artwork zu nennen, die das intergalaktische Abenteuer stimmungsvoll gekonnt in Szene setzt und mit allergroßartigsten Panels und Splash-Pages aufwarten kann.

Und inhaltlich wird die X-Men Sage nicht nur spannend weiter gestrickt, neben den bedeutsamen und großen Momenten findet sich auch viel Raum für Humor und tiefen Emotionen.

Ich habe mich bestens unterhalten und bin gespannt, wie es weiter geht.


The Encyclopedia of New York City
The Encyclopedia of New York City
von Kenneth T. Jackson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 47,48

5.0 von 5 Sternen Wann immer ich etwas über NY wissen möchte..., 20. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was macht eine 1540 Seiten Enzyklopädie im "gelesen"-Regal? Sie hat sich den Platz inzwischen verdient. Natürlich habe ich sie nicht von A-Z durchgelesen, aber im Laufe der Jahre immer wieder zur Hand genommen, wenn ich ein Buch gelesen habe, was in New York angesiedelt ist, oder einen Film gesehen habe. Oder einfach so etwas wissen wollte.
Wie bei allen guten Enzyklopädien will man nur kurz etwas nachschlagen und kommt von einem Artikl zum nächsten, so, wie es der jüngeren Generation vermutlich beim Googlen oder Surfen im WWW geht.
Die Encyclopedia of New York City verträgt sich übrigens auch hervorragend mit meinem katastrophal schlechten Gedächtnis, etliche Artikel habe ich bestimmt schon mehrfach gelesen und immer wieder erfreut Neues gelernt (und wieder vergessen).
Gibt es an ihr etwas, was ich vermisse? Höchstens, dass bei solch einem Monster von Buch (natürlich nur, was den Umfang betrifft) kein Platz für eine Straßenkarte war. Der Vollständigkeit wegen wäre es eine nette Ergänzung gewesen, auch wenn eine Map vielleicht nicht im engeren Sinne in eine Enzyklopädie gehört. Aber ansonsten ist man nicht nur von der Fülle der Informationen erschlagen, sondern viel mehr von der Tatsache, wie unglaublich viel Kultur- und Zeitgeschichte in New York steckt.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11-20