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Rezensionen verfasst von
Michael Collin
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Cemetery Girl: Book One: The Pretenders (The Cemetery Girl Trilogy, Band 1)
Cemetery Girl: Book One: The Pretenders (The Cemetery Girl Trilogy, Band 1)
von Charlaine Harris
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 15,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut lesbar und nett anzuschauen, 12. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine junge Frau wird nachts von einem Mann über die Mauer des Dunhill Cemetary geworfen, im Glauben, dass sie tot ist. Das ist sie glücklicherweise nicht, aber sie hat ihr Gedächtnis verloren und weiß weder, wer sie ist, noch warum sie getötet werden sollte. Inspiriert durch Grabinschriften nennt sie sich fortan Calexa Rose Dunhill und kann die Geister der Toten sehen, wenn diese bei Beisetzungen ihre Körper verlassen. Doch dann beobachtet sie einen Mord auf dem Friedhof...

Erfreulich, dass es sich um keinen Horrorschocker handelt, sondern eher um eine fast klassische Geistergeschichte, ich fühlte mich ein wenig an Niffeneggers HER FEARFUL SYMMETRY erinnert. Aber trotz der positiven und oft gefühlvollen Grundstimmung wird die Geschichte recht lahm und ohne große Überraschungen erzählt. Ich hätte mir etwas mehr Zug im Kamin und die ein oder andere pfiffige Idee gewünscht. Routiniert erzählt, nicht mehr und nicht weniger.

Ähnlich gemischte Gefühle hat die Artwork hervorgerufen. Keine Frage, dass Don Kramer ein guter Zeichner ist. Aber warum wirken viele Panels hingehuscht oder regelrecht schludrig? Oft gibt er sich keine Mühe mit dem Gesichtsausdruck, Proportionen und Perspektiven sind gelegentlich nicht stimmig, und wie auf der inhaltlichen Ebene vermisse ich auch auf der künstlerischen die kleinen Überraschungen, die den Unterschied zwischen ordentlichen und herausragenden Panels machen.

CEMETARY GIRL ist gut lesbar und nett anzuschauen, eine Fleißarbeit, der zum Besonderen aber sowohl inhaltlich wie künstlerisch einiges fehlt.


Hawkeye - Volume 1: My Life As A Weapon (Marvel Now)
Hawkeye - Volume 1: My Life As A Weapon (Marvel Now)
von Matt Fraction
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hawkeye - großartig erzählt und tolle Artwork, 11. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Fünf Sterne, eindeutig - und nicht, weil alle anderen auch schwärmen, sondern weil dieser Comicband es wirklich, wirklich verdient!

Clint Barton gehört zu den Avengers, aber eigentlich nicht tatsächlich. Ich meine, was hat er mit Thor, Captain America, dem Hulk oder Iron Man gemeinsam? Er hat keine Superkräfte, keine irrsinnige technische Ausrüstung, er ist weder Gott noch Monster. Er ist ein verdammt guter Bogenschütze, der seine Kindheit elternlos auf Jahrmarktsplätzen verbracht und Schießen gelernt hat. Gutaussehend, ja, aber nicht vom Glück verfolgt. Wen wunderts da, dass in jeder der Stories immer wieder sein Lieblingssatz vorkommt: "Okay" - "This looks bad". Und dann kommt es schlimmer. Sympathisch, eigensinnig, kriegt er die Kurve meist erst kurz vor der Katastrophe und ähnelt einem Philip Marlow, der auch ständig verbeult durch seine Abenteuer läuft, bis am Ende dann doch noch alles gut wird. Aber was heißt schon gut?
Jedenfalls also Clint Barton, ein eigensinniger und gerade deshalb liebenswerter Typ. Unterstützt wird er von Kate Bishop, eine junge Frau, die wie Clint selbst als Hawkeye ihren Platz im Marveluniversum hat und nicht schlechter mit dem Bogen umgeht als Clint. Und der kann ihre Unterstützung mehr als gut gebrauchen. Ein tolles Team die beiden, fast möchte man ihnen etwas mehr Romantik wünschen, aber dafür ist keine Zeit.

Matt Fraction, der die Stories geschrieben hat, ist bereits mit dem Eisner Award ausgezeichnet worden. Ich habe bislang noch nichts von ihm gelesen, aber so, wie er hier erzählt, hat er den Preis verdient. Witzig, anspielungsreich, verschachtelt und mit coolen Pointen - in den meisten Comics suche ich diese Qualität vergeblich.
Die Zeichnungen von David Aja wirken auf den ersten Blick etwas simpel, im Stil vielleicht ein wenig vergleichbar mit Brubaker, aber noch reduzierter; doch schnell merkt man, dass sie komplexer sind, als auf den ersten Blick zu vermuten ist. Viele Gags und Anspielungen verstecken sich als Details. Javier Pulidos Stil passt gut zu Ajas, während Alan Davis buntere und detailreichere Panels vorlegt, die nicht minder großartig sind.

Mich hat dieser Band absolut begeistert, und das, obwohl ich den neuen Comics, z.B. eben denen aus der "Marvel Now!"-Reihe, skeptisch gegenüber stehe.


Tarzan/John Carter: Warlords of Mars # 1
Tarzan/John Carter: Warlords of Mars # 1
von Simon Revelstroke Bruce Jones
  Comic

3.0 von 5 Sternen Mäßig inspiriertes Burroughs-Crossover, 11. Januar 2014
Die Kombi aus zwei Kult-Helden macht noch kein Oberkult-Adventure. Artwork ist OK, die Handlung wenig inspiriert. Tarzan gelangt unter vergleichbaren Umständen nach Barsoom wie John Carter. Die grausame Purid Mos nimmt ihn gefangen und will ihn als Superwaffe gegen Carter einsetzen. Naja...


Masters of Science Fiction, Vol. Three:  Robert Sheckley
Masters of Science Fiction, Vol. Three: Robert Sheckley
von Robert Sheckley
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Sheckleys frühe Stories in einer verbesserungswürdigen Edition, 11. Januar 2014
Optisch fallen spontan zwei Dinge an diesem Buch auf: die Aufmachung ist sehr ansprechend, es wurde ein passendes Cover gewählt, und das ordentliche Papier und die Schriftart machen das Lesen angenehm.
Allerdings wird der gute erste Eindruck auch sofort etwas geschmälert durch eine Nachlässigkeit, die dem Herausgeber hätte auffallen müssen, wenn er den Serientitel "Masters of Science Fiction" ernst nähme: auf dem hinteren Umschlag wird Sheckleys Geburtsjahr mit 1931 angegeben, auf Seite 1 mit 1928 (was korrekt ist).
Der Band enthält 17 klassische SF-Stories von Sheckley, es gibt aber weder weitere Infos über Leben und Werk von Sheckley noch findet man Nachweise zu den Erstveröffentlichungen der Stories. Letzteres hätte ich bei einem Taschenbuch, das 17 $ kostet, mindestens erwartet. Ich habe das jeweilige Veröffentlichungsjahr recherchiert
([...]) und dabei festgestellt, dass alles Stories aus dem Zeitraum 1952-1954 stammen (das Gros aus 1953). Es handelt sich also um keinen "Best of" Band, sondern um eine Sammlung einiger der frühesten Sheckley-Stories, die qualitativ sicherlich nicht den Höhepunkt seines Schaffens darstellen. Insgesamt hat Sheckley im Laufe der Jahrzehnte übrigens über 250 Stories geschrieben! Ich habe es nicht nachgeprüft, könnte mir aber vorstellen, dass die Rechte an diesen frühen Stories inzwischen günstig zu haben waren und deswegen kein Querschnitt durch Sheckleys schaffen geboten wurde.

Zum Inhalt:
SEVENTH VICTIM (1953) eröffnet den Reigen, und diese Erzählung ist allemal lesenswert. Kurz und böse ist sie die Essenz, die Sheckley ein Jahrzehnt später dann mit dem Roman zum Film "Das 10. Opfer" verwässert hat.
Es folgen DIPLOMATIC IMMUNITY (1953) und ONE MAN'S POISON (1953), die beide typisch für die frühen Mainstream-SF-Erzählungen sind und heute nicht mehr wirklich punkten können. DIPLOMATIC IMMUNITY wirkt eher wie der Auftakt zu einem Roman als wie eine Story, und ONE MAN'S POISON basiert auf einer eher schwachen Idee, die nicht sehr überzeugend ausgearbeitet wurde. Die Titelstory THE PERFECT WOMAN (1953/54) ist sehr kurz und könnte ein Vorläufer der "Stepford Wives" sein. Niemand in einer Beziehung sollte zugeben, dass er die Story lustig findet - es sei denn, er wollte sich sowieso gerade trennen.
COST OF LIVING (1952) schildert die Zukunft als Leben im ungebremsten Konsumrausch, in dem die Eltern Schulden aufnehmen, für die noch die Enkel bezahlen müssen. In gewisser Weise aktueller denn je, und trotz des lakonischen Stils wuchtig. WHAT A MAN BELIEVES (1953) erforscht im Stile der Twilight Zone-Stories kammerspielartig, was uns nach dem Tode erwartet. WHAT GOES UP (1953) ist eine eher langatmige und langweilige Story über einen Glücksritter, der auf einer Welt mit sonderbaren statistischen Eigenarten ein Vermögen am Börsenmarkt machen will. WARRIOR RACE (1952) ist eine kurze skurrile Geschichteüber die Bandbreite von Sitten und Gebräuchen im Universum. WRITING CLASS (1952) ist - ja, was? Keine Story, und auch keine Anleitung, wie man SF schreibt. Dieser Text ist definitiv überflüssig und zum Glück nur 4 Seiten lang. Es folgt FINAL EXAMINATION (1952), eine etwas längere und klassische SF-Story, bei der (endlich) deutlich mehr Zug im Kamin ist als bei den vorausgegangenen Stories. Die Ausgangssituation, dass in kürzester Zeit die Sterne der Milchstraße am Firmament verschwinden, ist natürlich nicht haltbar, schließlich braucht das Licht ja sehr unterschiedliche viele Lichtjahre bis zur Erde und entsprechend müsste dieser Prozess also über Jahre und nicht über Tage gehen, aber man versteht ja, was gemeint ist, und die Idee eines Jüngstens Gerichts wird schon greifbar. Dabei erzählt Sheckley endlich einmal witzig und aus der Ich-Perspektive, was der Story gut tut. Die Frage ist: was tut man, wenn das Ende der Welt unmittelbar bevorsteht (Ray Bradbury hat hierzu eine wunderbare Story geschrieben), und schlimmer noch, was, wenn sich das erwartete Ende dann um 10 Jahre verschiebt? Eine sehr zynische Geschichte, die Kapitalismuskritik und die Angst vor einem neuen Weltkrieg verbindet. Auch wenn der Erzählrhythmus sehr ungleichmäßig ist, auf alle Fälle eines der Glanzstücke der Sammlung.
Nach SEVENTH VICTIM und COST OF LIVING wird mit FINAL EXAMINATION spätestens klar, dass Sheckley bei allem Witz und aller Ironie auch ein Gesellschaftskritiker war, der mit den Zeitströmungen der 50er Jahre (Ende des Krieges, erblühende Wirtschaft) nicht immer konform ging.
SPECIALIST (1953) ist eine ausgefallene Story, in der ein Mensch auf Außerirdische trifft, die wirklich fremdartig sind, und Teil ihrer Crew wird. Selten war das Fremde fremder (Stanley G. Weinbaum hatte ein ähnlich gutes Händchen dafür), leider zieht sich die Story etwas in die Länge. Auch in dieser Story stellt Sheckley die Frage, was es braucht, damit der Mensch auf Kriege verzichten kann - auch wenn die Antwort nicht ganz ernst gemeint ist.
BESIDE STILL WATERS (1953) ist die kurze und melancholische Robinson Crusoe-artige Geschichte eines Einsiedlers, der seinen Lebensabend alleine mit einem Roboter auf einem winzigen Asteroiden verbringt. Ein wenig hat sie mich mit ihrer Melancholie an Bradbury erinnert.
RESTRICTED AREA (1953) ist eine der etwas längeren Stories, leider aber doch etwas substanzlos und nicht wirklich witzig.

Auf die übrigen Stories will ich nicht näher eingehen, sie passen inhaltlich zu den vorgenannten.

Fazit: Dieser Band ist für Liebhaber klassischer SF-Stories ein Leckerbissen, allerdings hätte sich der Herausgeber des Bandes deutlich mehr ins Zeug legen können. 4 Sterne für die Stories, 2 für die Edition.


Gotham City Sirens: Strange Fruit
Gotham City Sirens: Strange Fruit
von Tony Bedard
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,15

4.0 von 5 Sternen Drei Sirenen - was für eine Wohngemeinschaft!, 10. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was für eine Wohngemeinschaft! Gothams nicht gerade für ihre Gesetzestreue berüchtigten Damen Catwoman, Poison Ivy und Harley Quinn haben gemeinsam Quartier bezogen. Da ist die Überraschung auch nicht groß, dass es nicht lange ruhig um die drei hübschen Sirenen bleibt.
Der Band versammelte die GOTHAM CITY SIRENS #14-19, die sich zu zwei Stories zusammenfügen.
In der ersten gerät Poison Ivy in den Bann eines Pflanzenaliens, das nichts weniger als die Invasion unseres schönen Planeten beabsichtigt; in der zweiten Geschichte soll Catwoman mit perfiden Mitteln dazu gebracht werden, das Geheimnis von Batmans Identität preisgeben.
Die Plots sind spannend und gut erzählt, allerdings enden die Stories für meinen Geschmack etwas abrupt. Anders als bei den Herren Superhelden wird die Kommunikation zwischen unseren Heldinnen häufiger thematisiert, was dazu beiträgt, den Stories einen gewissen Tiefgang zu verleihen. Apropos Heldinnen: dass die drei eher zu den Bösewichten als zu den Heldinnen zu zählen sind, können sie in diesen Abenteuern nicht unter Beweis stellen, sondern müssen sich vielmehr als Team gegen mächtige, außenstehende Feinde positionieren.
Persönlich hätte ich mir gewünscht, das Catwoman etwas mehr brillieren kann, denn entgegen ihrem exzentrischen Naturell wirkt sie in diesem Team fast schon zurückhaltend. Dafür war ich angenehm von Harley Quinn überrascht, die weitestgehend alleine für die Spaßabteilung zuständig ist und uns ein paar coole Situationen und Sprüche beschert.
Spannende Stories,exzentrisch-charismatische Sirenen, was bleibt zu erwähnen? Natürlich, die Artwork; Die Panels sind toll gezeichnet und machen richtig Spaß, Hut ab, Mr. Guinaldo! Da wünscht man sich gleich mehr von den Girls zu hören und zu sehen, und eben das bescherte mir dann den großen Downer:
Die Hefte sowie die Sammelbände sind inzwischen größtenteils vergriffen und werden zu heftig überzogenen Liebhaberpreisen gehandelt. Aber als geduldiger Sammler sollte da noch was gehen, wenn man nichts überstürzt.


Avengers: Kree/Skrull War (New Edition)
Avengers: Kree/Skrull War (New Edition)
von Roy Thomas
  Taschenbuch
Preis: EUR 18,10

4.0 von 5 Sternen Ein Klassiker unter den intergalaktischen Kriegen, 9. Januar 2014
Die Zeichnungen und die Kolorierung stellen für mich einen Marvel-Höhepunkt dar. Das waren die Avengers und so sahen sie aus, als ich Anfang der 70er aufhörte, Comics zu lesen. Kurzum, klassisch in ihrer überbordenden Fantastik und herrlich grellbunt. Es macht auch heute noch riesigen Spaß, sich die irrwitzigen Panels anzuschauen. Aber wenn die Story auch intergalaktisch und episch ist, ist sie leider doch recht wirr erzählt, und was die Damen und Herren Superhelden hier in wörtlicher Rede von sich geben ist oft eine mittlere Katastrohe.
Fazit: Artwork 5 Sterne, Inhalt leider nur 2 Sterne mamximal. Weil es toll ist, den gesamten Zyklus noch einmal wiederlesen zu können, aufgerundete 4 Sterne.


Mighty Samson Archives Volume 1 (Dark Horse Archives)
Mighty Samson Archives Volume 1 (Dark Horse Archives)
von Otto Binder
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 37,20

3.0 von 5 Sternen Witziger, unbeschwerter Retro-Spaß, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Zeichnungen im ersten Archivband von Mighty Samson sind recht einfach gehalten, man sollte sich da von der tollen Cover-Art nicht täuschen lassen. Und ähnlich einfach gestrickt und heiterkeitserregend sind die Geschichten, die Otto Binder seinen Helden im postapokalyptischen New York erleben lässt. Die Menschheit ist nach einem verheerenden Atomkrieg kulturell und technisch ins Zeitalter der Höhlenmenschen zurückgefallen, dafür hat es Riesenwuchs und Kreuzungen zwischen allen möglichen Tierrassen gegeben. Man kann bei Mighty Samson alles Mögliche erwarten, nur keine Logik oder Glaubwürdigkeit. Es sind wild draufloserzählte Geschichtchen, die man gerne seinen nicht mehr allzu jungen (Enkel)Kindern vorlesen würde, um zu zeigen, wie in den prähistorischen 60er Jahren des letzten Jahrtausends Unterhaltung aussehen konnte. Und doch, und doch… so ganz ohne Charme sind die Storys nicht. Manches ist so absurd, dass es schon wieder lustig ist, und manches kleine Detail verleitet tatsächlich auch heute noch zum vom Autoren beabsichtigten Schmunzeln. Ein cooler Retro-Spaß, allerdings sind die Archivbände dafür doch fast schon etwas teuer. Aber egal, soviel kostet eben die Reise mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit…


Kirby: King of Comics
Kirby: King of Comics
von Mark Evanier
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 20,95

5.0 von 5 Sternen Eine Liebeserklärung an den King, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kirby: King of Comics (Gebundene Ausgabe)
Lange, bevor sein Name Legende wurde und er von Stan Lee den Beinamen "King of Comics" zuerkannt bekam, über 20 Jahre vor der Geburt der Fantastic Four, begann der aus dem New Yorker Ghetto stammende Jack Kirby - diesen Namen nahm er später erst an - damit, unter unzähligen Künstlernamen für alle möglichen Zeitungen Comic Strips zu zeichnen. Er war unglaublich produktiv, vor allem aber auch innovativ. Er war es, der zum ersten Mal die klassischen dreiteiligen Strips graphisch durch ein riesiges WOW in der Mitte auflockerte. Als Ende der 30er Jahre die Comicbooks auf den Markt kamen, sah er seine Chance, für die unglaubliche Arbeitsmenge, die er täglich ablieferte, auch etwas Geld zu sehen, um seine Familie zu ernähren. Außerdem boten sich plötzlich auch künstlerisch ganz andere Möglichkeiten. Im Laufe der Jahre hat Kirby viele Verleger reich gemacht und Comicgeschichte geschrieben. Er hat mit fast allen zusammen gearbeitet, die Rang und Namen im Comicuniversum haben.

Mich beeindruckt immer aufs Neue die irrwitzige Dynamik, mit der Kirbys Figuren sich bewegen, und der schier grenzenlose Einfallsreichtum, mit dem er den staunenden Leser in fernste Galaxien und andere Dimensionen entführt.

Evaniers Biographie KIRBY: KING OF COMICS ist von Bewunderung und Zuneigung zu Kirby geprägt. Wir erfahren genug aus Kirbys Leben und Schaffen, um eine gute Vorstellung davon zu bekommen, aber es handelt sich natürlich nicht um einen dickleibigen Wälzer, der alle Fragen beantwortet und verschiedene Blickwinkel einnimmt.
Das Buch ist großformatig und viele Skizzen des Meisters werden ganzseitig abgebildet, wodurch diese noch sehr viel beeindruckender wirken. Es sind auch etliche Strips und ganze Comicseiten abgebildet und in zwei Fällen sogar ganze Storys.
Am meisten hat mich die Story beeindruckt, in der Kirby sein Leben als Jugendlicher im Ghetto beschreibt. Zwischen Achtung vor der Mutter und Bandenkrieg auf der Straße wird ein irrwitziger Bogen gespannt, der ähnlich den New Yorker Stories von Eisner ein einzigartiges Lokalkolorit enthält und den Leser in eine Welt entführt, die es seit 70 Jahren so nicht mehr gibt.

KIRBY: KING OF COMICS ist eine Liebeserklärung an Kirbys Werk und bei dem mehr als angemessenen Anschaffungspreis fast schon Pflichtlektüre für alle, die sich für die Entwicklung der Superhelden-Comics interessieren.


Wonder Woman: Odyssey Vol. 1 (Wonder Woman (DC Comics Hardcover))
Wonder Woman: Odyssey Vol. 1 (Wonder Woman (DC Comics Hardcover))
von J. Michael Straczynski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,01

3.0 von 5 Sternen Odyssey 1 - nicht schlecht; leider aber auch nicht wirklich gut, 4. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Werde ich konservativ? Vielleicht eine nicht ganz unbegründete Befürchtung, denn ich kann nur sagen, dass mir die klassische Wonder Woman besser gefallen hat und dieser Neustart mich nicht wirklich überzeugt. Dabei muss man natürlich zugeben, dass der herkömmliche Dress von Wonder Woman nicht nur veraltet war - welche Frau trägt eigentlich über Jahre und Jahrzehnte dieselben Klamotten -, sondern auch unpraktisch als Berufskleidung, um Bösewichten den Hintern zu versohlen. Das neue Outfit wäre also dran gewesen. Die Artwork ist für mich OK, die Story auch, aber leider geht es nicht darüber hinaus. Bleibt die bange Frage, ob ich trotzdem Band 2 lesen muss, um zu wissen, wie die Odyssee ausgeht.


Ich bin die Nacht: Thriller
Ich bin die Nacht: Thriller
von Ethan Cross
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blutig, pathetisch, und leider zum Ende (zu) sehr konstruiert: ICH BIN DIE NACHT, 2. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich bin die Nacht: Thriller (Taschenbuch)
Marcus ist ein Ex-Cop, der sich über das Gesetzt gestellt und einen Vergewaltiger erschossen hat, der aufgrund seines Einflusses andernfalls nicht bestraft worden wäre. Ackerman Jr. ist ein durchgeknallter Serienkiller, der von seinem skrupellosen Vater zum Töten konditioniert wurde. ICH BIN DIE NACHT ist im Kern die Geschichte davon, wie Marcus und Ackerman Jr. den Kampf gegeneinander als ihre Bestimmung erkennen.
Begriffe wie Schicksal, Bestimmung oder Vergebung verleihen ICH BIN DIE NACHT immer wieder einen pathetischen Tonfall, der nicht selten ans schwer Erträgliche grenzt. Der Schreibstil schwankt zwischen lesbar und Groschenroman. Allerdings, und hier punktet ICH BIN DIE NACHT, muss festgestellt werden, dass sich dieser Thriller schnell liest und spannend geschrieben ist. Allerdings muss der Leser eine gute Portion an Perversion und Gewalt einstecken können, wenn er sich darauf einläßt.
Auf den letzten gut 50 Seiten legt Ethan Cross dann auf die irrwitzige Handlung noch einen drauf und überrascht den Leser mit einem Plot-Twist, der so frag- wie unglaubwürdig ist. Ich nehme an, dass er damit den Weg zu einer Fortsetzung bahnen möchte, sich aber nach meinem Dafürhalten vergaloppiert hat. Als Leser habe ich mich nach den Ausführungen des Sheriffs auf den Arm genommen gefühlt. Ohne die letzte Wendung wäre es mir leichter gefallen, den 3. Stern zu vergeben.
Fazit: spannender, unterhaltsamer Thriller, der sprachlich und inhaltlich leider reichlich Potential verschenkt.


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