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Rezensionen verfasst von
Amazon-Kunde "Dr. Oliver Everling" (Frankfurt am Main)

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Sony Mobile Bluetooth Lautsprecher mit Magnetic Charging Pad
Sony Mobile Bluetooth Lautsprecher mit Magnetic Charging Pad
Preis: EUR 108,26

5.0 von 5 Sternen Noch weitere Pluspunkte, 11. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lautsprecher und Ladestation lassen sich gleichermaßen mit meinem Sony Xperia Z3 Tablet Compact wie auch mit meinem Sony Xperia Z ultra nutzen. Im Unterschied zu anderen Ladestationen zerkratzt dieses nicht die Rückseite des Smartphones. Besonders cool: Von der Sony SmartWatch 3 aus kann man Lautstärke und Titelauswahl steuern und braucht dazu weder das Handy, noch den Lautsprecher zu berühren. Freisprechen mit der Telefonfunktion geht so perfekt, dass kein Anrufer den Unterschied bemerkt.


Die große Geldschmelze: Wie Politik und Notenbanken unser Geld ruinieren
Die große Geldschmelze: Wie Politik und Notenbanken unser Geld ruinieren
von Hanno Beck
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Löschen mit Benzin - Geldkrisen mit Geld bekämpfen, 11. April 2015
Selten kann eine Buchempfehlung so deutlich ausgesprochen werden wie bei diesem Titel: “Die große Geldschmelze: Wie Politik und Notenbanken unser Geld ruinieren”. Das Buch ist nicht nur ein Ritterschlag für die Autoren Dr. Hanno Beck und Prof. Dr. Aloys Prinz von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, sondern auch für die Jury des Deutschen Finanzbuchpreis. Die Jury stellte mit der Wahl dieses Buches für den Deutschen Finanzbuchpreis nicht nur zum fünften Mal ihre Kompetenz unter Beweis, Bücher auszuzeichnen, die Privatanlegern einen praktischen Mehrwert bei allen Fragen rund um die Geldanlage, den Vermögensaufbau, die Wertpapierauswahl und die Zusammensetzung des eigenen Depots bieten, sondern auch ihren Mut, den Scheinwerfer auf ein für Politik und Banken unangenehmes Thema zu schwenken.

Obwohl sich am Thema der Finanzkrise schon viele Autoren versucht haben, kommt erst mit diesem Buch eine sorgfältig recherchierte Aufarbeitung in den Buchhandel, die die Gratwanderung zwischen Allgemeinverständlichkeit auf der einen Seite und fachlicher Unangreifbarkeit auf der anderen Seite überzeugend bewältigt. “Dieses Buch ist der Versuch,” schreiben die Beck und Prinz bescheiden, “ohne Fachchinesisch, Imponiervokabular und Verschwörungstheorien zu erklären, was in den vergangenen Jahren passiert ist und welche Folgen das haben könnte.”

Der Titel ist nicht nur als Ratgeber für irritierte Anleger, sondern auch als unterhaltsame Lektüre hervorragend geschrieben. “Die Notenbanken stehen vor dem, was wir”, schreiben Beck und Prinz, “das Balu-Dilemma nennen: Hat man den Tiger erst einmal beim Schwanz gepackt (also die Finanzmärkte mit billigem Geld gerettet), ist es extrem schwierig, den Tiger wieder loszulassen (die überschüssige Geldmenge wieder einzusammeln), ohne dabei zu Schaden zu kommen.”

Während in vielen anderen Ratgebern zum Thema Geld die Segnungen der Sachwertanlage oder des Goldes angepriesen werden, um dem angeblich bevorstehenden Zusammenbruch zu entkommen, legen Beck und Prinz nüchtern dar, welches die realistischen Optionen des Anlegers – je nach Lebensalter usw. – heute sind. Somit schließt das Buch mit einer Reihe praktisch umsetzbarer Regeln, die es für jeden Sparer lesenswert machen.


Der große Schulden-Bumerang: Ein Banker bricht das Schweigen
Der große Schulden-Bumerang: Ein Banker bricht das Schweigen
Preis: EUR 15,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Bumerang trifft alle, 3. März 2015
Ein Buchtitel wie "Der große Schuldenbumerang - Ein Banker bricht das Schweigen" von Wolfgang Schröter unter Mitarbeit von Jens Schadendorf vermag das Interesse von jedem zu wecken, der vom Geschäft mit Schulden betroffen ist oder damit sein Geld verdient. Wer auch heute noch von Krise spricht, gilt als Stimmungskiller und Vernichter von guten Geschäften, ist sich Schröter schon in seinem Vorwort bewusst. "Dass viele das Krisengerede nicht mehr hören können, ist indes sehr verständlich", schreibt Schröter verständnisvoll. Die Krise sei aber nie lediglich eine des Bank- oder Finanzsystems oder von "teuflischen US-Hypothekenpapieren" gewesen, sondern zuallererst eine internationale Schuldenkrise. Daher befasst sich Schröter mit dem Teufelskreis des explosionsartigen Schuldenwachstums. Schröter maßt sich nicht an, eine allumfassende Erklärung zu liefern. "Schuldenberge sind von Menschen gemacht. Nur wir also können sie wieder abtragen."

Schröter sieht im Kern des Problems die alarmierende Entwicklung der Staatsverschuldung, im Verschuldungsgrad der öffentlichen Haushalte. Die Aufblähung der Zentralbankbilanzen und die zügellose Geldschöpfung sind Konsequenz der Tatsache, dass Zentralbanken "zu den wichtigsten Versicherern der Märkte geworden" sind, wie Schröter bemerkt.

Bank- und Staatsschulden seien in eine gefährliche, wechselseitige Abhängigkeit geraten. Gefährliche Abhängigkeitskonstellationen seien auch jenseits der Euro-Währungsraumes zu sehen, nun auch in China, wo auch mit billigen Krediten das Wirtschaftswachstum angefeuert werde. Schröter zerstreut die Hoffnung, Deutschland könne wenigstens im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern gewinnen: "Der temporäre - und sehr relative - Gewinnerstatus darf unseren Blick aber nicht trüben."

Schröter bewegt sich in seiner Argumentation nicht lediglich auf der Makroebene, sondern geht auch detailreich auf Einzelheiten einzelner Krisenentwicklungen ein. In seiner Analyse nimmt er praktisch "alle" mit in die Pflicht: Politik, Banken, Unternehmen, Haushalte. Mühelos gehen Schröter aufgrund seiner langjährigen Bankerfahrungen die vielen Elemente aus der Feder, die seine Darstellungen prägnant abrunden.

Während sich manche Autoren aus den Hochschulen offenbar zieren, ihre teils wissenschaftlich hoch geehrten Kollegen allzu hart anzufassen, legt Schröter schonungslos dar, wie oft theoretische Modelle versagten und sich ihre irrigen Annahmen in der Praxis als verhängnisvoll erwiesen. So liest sich ein Abschnitt seines Buches wie ein "Who is who" der Nobelpreisträger - mit herben Offenlegungen, wie es um die praktische Relevanz ihrer Theorie bestellt ist.

Schröter kommt mehrfach auf Ratingagenturen zu sprechen. Er zeigt insbesondere auf, wie erst durch staatliche Eingriffe in das Geschäft der Ratingagenturen die Fehlentwicklungen möglich wurden. In der "guten" Absicht des Staates, mehr Sicherheit durch Verpflichtung auf Mindestratings zu schaffen, korrumpierten die USA das im Anlegerinteresse auf Unabhängigkeit gerichtete Geschäftsmodell der führenden Ratingagenturen und stürzten sie in Interessenkonflikte mit den allseits bekannten Folgen.

Die kleine Gruppe US-amerikanischer Ratingagenturen waren in der Finanzkrise willkommene Buhmänner für tausende Banken, institutionelle Investoren, Unternehmen, Politiker usw., zumal sie die allerersten Überbringer der schlechten Nachrichten waren. Daher ist verständlich, dass sich Schröter mit den erhobenen Vorwürfen gegen die schnell erkorenen Sündenböcke befasst, wenn auch das vermeintliche Versagen der Ratingagenturen vor dem Hintergrund der tieferen, im Geldsystem begründeten Ursachen der Krise verblasst.

Wer zu diesem Buch von Schröter greift, darf nicht auf ein Buch hoffen, bei dem sich der Leser genüsslich zurücklehnen und sich über "Nieten in Nadelstreifen" amüsieren kann. Denn höchst wahrscheinlich gehört fast jeder Leser zu einer der Gruppen, die Schröter mit für die Krise verantwortlich macht. Mindestens dürfte jeder Leser zur "allgemeinen Öffentlichkeit" gehören: "Trotz der immensen Bedeutungszunahme von Geld, Kredit und Schulden haben es insbesondere wir Deutschen in den letzten Jahrzehnten beharrlich abgelehnt, uns mit wichtigen finanziellen Grundfragen, etwa zu Zins, Vermögensbildung und Verschuldung, wirklich ernsthaft auseinanderzusetzen. Ebenso lange haben wir nicht darauf gedrungen, diese Themen endlich in den Kern des Bildungskanons an unseren Schulen aufzunehmen."

Das Buch von Schröter grenzt sich von einer Reihe anderer Bücher ab, die teils schon kurz nach Ausbruch der Finanzkrise veröffentlicht wurden, denn diese wurden oft von Autoren verfasst, die die (Leser-) Gunst der Stunde nutzten und als geübte Schreiber schnell Papier zu beschriften vermochten. Schröter dagegen befasst sich mit Akribie mit seinen Praxiserfahrungen und lässt den Leser sachlich, aber nicht ohne persönliche Wertung, daran teilhaben.

Ein Buchtitel wie "Der große Schuldenbumerang - Ein Banker bricht das Schweigen" von Wolfgang Schröter unter Mitarbeit von Jens Schadendorf vermag das Interesse von jedem zu wecken, der vom Geschäft mit Schulden betroffen ist oder damit sein Geld verdient. Wer auch heute noch von Krise spricht, gilt als Stimmungskiller und Vernichter von guten Geschäften, ist sich Schröter schon in seinem Vorwort bewusst. "Dass viele das Krisengerede nicht mehr hören können, ist indes sehr verständlich", schreibt Schröter verständnisvoll. Die Krise sei aber nie lediglich eine des Bank- oder Finanzsystems oder von "teuflischen US-Hypothekenpapieren" gewesen, sondern zuallererst eine internationale Schuldenkrise. Daher befasst sich Schröter mit dem Teufelskreis des explosionsartigen Schuldenwachstums. Schröter maßt sich nicht an, eine allumfassende Erklärung zu liefern. "Schuldenberge sind von Menschen gemacht. Nur wir also können sie wieder abtragen."

Schröter sieht im Kern des Problems die alarmierende Entwicklung der Staatsverschuldung, im Verschuldungsgrad der öffentlichen Haushalte. Die Aufblähung der Zentralbankbilanzen und die zügellose Geldschöpfung sind Konsequenz der Tatsache, dass Zentralbanken "zu den wichtigsten Versicherern der Märkte geworden" sind, wie Schröter bemerkt.

Bank- und Staatsschulden seien in eine gefährliche, wechselseitige Abhängigkeit geraten. Gefährliche Abhängigkeitskonstellationen seien auch jenseits der Euro-Währungsraumes zu sehen, nun auch in China, wo auch mit billigen Krediten das Wirtschaftswachstum angefeuert werde. Schröter zerstreut die Hoffnung, Deutschland könne wenigstens im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern gewinnen: "Der temporäre - und sehr relative - Gewinnerstatus darf unseren Blick aber nicht trüben."

Schröter bewegt sich in seiner Argumentation nicht lediglich auf der Makroebene, sondern geht auch detailreich auf Einzelheiten einzelner Krisenentwicklungen ein. In seiner Analyse nimmt er praktisch "alle" mit in die Pflicht: Politik, Banken, Unternehmen, Haushalte. Mühelos gehen Schröter aufgrund seiner langjährigen Bankerfahrungen die vielen Elemente aus der Feder, die seine Darstellungen prägnant abrunden.

Während sich manche Autoren aus den Hochschulen offenbar zieren, ihre teils wissenschaftlich hoch geehrten Kollegen allzu hart anzufassen, legt Schröter schonungslos dar, wie oft theoretische Modelle versagten und sich ihre irrigen Annahmen in der Praxis als verhängnisvoll erwiesen. So liest sich ein Abschnitt seines Buches wie ein "Who is who" der Nobelpreisträger - mit herben Offenlegungen, wie es um die praktische Relevanz ihrer Theorie bestellt ist.

Schröter kommt mehrfach auf Ratingagenturen zu sprechen. Er zeigt insbesondere auf, wie erst durch staatliche Eingriffe in das Geschäft der Ratingagenturen die Fehlentwicklungen möglich wurden. In der "guten" Absicht des Staates, mehr Sicherheit durch Verpflichtung auf Mindestratings zu schaffen, korrumpierten die USA das im Anlegerinteresse auf Unabhängigkeit gerichtete Geschäftsmodell der führenden Ratingagenturen und stürzten sie in Interessenkonflikte mit den allseits bekannten Folgen.

Die kleine Gruppe US-amerikanischer Ratingagenturen waren in der Finanzkrise willkommene Buhmänner für tausende Banken, institutionelle Investoren, Unternehmen, Politiker usw., zumal sie die allerersten Überbringer der schlechten Nachrichten waren. Daher ist verständlich, dass sich Schröter mit den erhobenen Vorwürfen gegen die schnell erkorenen Sündenböcke befasst, wenn auch das vermeintliche Versagen der Ratingagenturen vor dem Hintergrund der tieferen, im Geldsystem begründeten Ursachen der Krise verblasst.

Wer zu diesem Buch von Schröter greift, darf nicht auf ein Buch hoffen, bei dem sich der Leser genüsslich zurücklehnen und sich über "Nieten in Nadelstreifen" amüsieren kann. Denn höchst wahrscheinlich gehört fast jeder Leser zu einer der Gruppen, die Schröter mit für die Krise verantwortlich macht. Mindestens dürfte jeder Leser zur "allgemeinen Öffentlichkeit" gehören: "Trotz der immensen Bedeutungszunahme von Geld, Kredit und Schulden haben es insbesondere wir Deutschen in den letzten Jahrzehnten beharrlich abgelehnt, uns mit wichtigen finanziellen Grundfragen, etwa zu Zins, Vermögensbildung und Verschuldung, wirklich ernsthaft auseinanderzusetzen. Ebenso lange haben wir nicht darauf gedrungen, diese Themen endlich in den Kern des Bildungskanons an unseren Schulen aufzunehmen."

Das Buch von Schröter grenzt sich von einer Reihe anderer Bücher ab, die teils schon kurz nach Ausbruch der Finanzkrise veröffentlicht wurden, denn diese wurden oft von Autoren verfasst, die die (Leser-) Gunst der Stunde nutzten und als geübte Schreiber schnell Papier zu beschriften vermochten. Schröter dagegen befasst sich mit Akribie mit seinen Praxiserfahrungen und lässt den Leser sachlich, aber nicht ohne persönliche Wertung, daran teilhaben.


Steuerung von Versicherungsunternehmen: Grundlagen, Prozesse, Praxisbeispiele
Steuerung von Versicherungsunternehmen: Grundlagen, Prozesse, Praxisbeispiele
von Torsten Hallmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 99,95

5.0 von 5 Sternen Gesetzgeber steuert mit, 4. Januar 2015
Die Beurteilung des Managements von Versicherungsunternehmen spielt in der Analyse von Ratingagenturen eine immer größere Rolle. Einerseits zeigt die Entwicklung der Versicherungswirtschaft, dass rein quantitative Betrachtungen nicht ausreichen, um existentielle Gefährdungen von Versicherungsunternehmen richtig einzuschätzen, andererseits haben sich auch die analytische Möglichkeiten, Methoden und Informationsquellen, deutlich erweitert, um auch Strategie und Management kritisch zu hinterfragen und im Rating einer vergleichenden Beurteilung zuzuführen.

Das Buch von Torsten Hallmann, Achim Junglas, Wilhelm Kichner und Marc Wiegang (Hrsg.) kommt daher jedem zu Hilfe, der sich verantwortlich mit dieser komplexen Thematik befassen will. Das Buch liegt nun bei Schäffer Poeschel in der zweiten, überarbeiteten Auflage vor.

"Nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts", zitieren die Herausgeber den Alt-Bundespräsidenten Walter Scheel. Daher muss der weiteren Integration des Risikos in die Steuerung höchste Bedeutung zukommen. Das Rating von Versicherungsunternehmen ist dabei der Versuch, durch eine Gesamtschau der Risiken die Ausfallbedrohung von Gläubigern zu beurteilen.

"Der Regulator will die Versicherungsunternehmen zu einer professionellen wert- und risikoorientierten Steuerung zwingen", fassen die Herausgeber ihre Beobachtungen zur Verdrängung der Rolle der Gewinn- und Verlustrechnung zugunsten der Bilanz als primärem Instrument der Gewinnermittlung zusammen.

Indem das Buch allen wesentlichen Themenfelder wie der informatorischen Grundlagen der Steuerung, der operativen Steuerung, der strategischen Steuerung, der Steuerung der versicherungsspezifischen Prozesse und der Steuerung der Risiken im Versicherungsunternehmen nachgeht, liefert es dem Leser einen Komplettüberblick, wie er sonst kaum in einem anderen Titel auf ähnlichem Niveau in deutscher Sprache geboten wird.

Während vor Jahrzehnten noch versicherungsmathematische Modellierungen usw. im Vordergrund ähnlicher Bücher standen, zeigt sich an diesem aktuellen Titel, wie der Gesetzgeber nicht nur durch weitreichende Regulierung marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen der Versicherungswirtschaft aufhebt, sondern auch Gestaltungsmöglichkeiten einschränkt. Die Steuerung von Versicherungsunternehmen hat immer mehr einheitlichen Mustern zu entsprechen.

Die Folge ist eine zunehmende Verantwortung des Gesetzgebers für das von Versicherungsunternehmen eingegangene Risiko. Die Versicherungswirtschaft ist - im Vergleich zu anderen Branchen - schon seit vielen Jahren in ihren Konzernspitzen und Vorständen überproportional von Juristen geführt. Die Aufsicht und Regulierung der Versicherungsunternehmen soll die Funktionsfähigkeit des Versicherungswesens sichern, Risiken begrenzen und letztlich auch den Steuerzahler vor kostspieligen Rettungsaktionen bewahren. Die überbordende Regulierung der Versicherungswirtschaft entpuppt sich für den Gesetzgeber als Bumerang, wenn sich im Krisenfall die gesetzlichen Vorgaben als untauglich erweisen oder sogar krisenursächlich sind.

Das Buch geht nicht der Frage nach, ob in Parlamenten und Ministerien die besseren Manager von Versicherungsunternehmen sitzen, sondern zeigt Konsequenzen der geltenden Rechnungslegungsstandards und von Solvency II auf. Das Buch erlaubt u.a. tiefe Einblicke in die Steuerung der Produktentwicklungsprozesse, der Vertriebsprozesse, der Underwriting-Prozesse, der Betriebsprozesse, der Schadenbearbeitungsprozesse und der Kapitalanlageprozesse.

Der Leser erfährt mehr über Risikomanagement und Solvency II, Risikomodelle und Kapitaladäquanz, Asset Liability Management, Steuerung der versicherungstechnischen Risiken, Steuerung der Kapitalanlagerisiken, Unternehmenssteuerung und Personalführung sowie über die Aufbauorganisation der Steuerung von Versicherungsunternehmen. Wer auf dem Wissen aus diesem Titel aufbauend mehr darüber erfahren will, wie sich die Steuerung von Versicherungsunternehmen im Credit Rating auswirkt und welche Rückkopplung sich aus dem Rating wiederum für die Steuerung ergibt, kann zu weiteren Buchtiteln greifen, z.B. "Versicherungsrating" vom Springer Gabler Verlag.


IFRS und HGB im Vergleich: Synoptische Darstellung für den Einzel- und Konzernabschluss
IFRS und HGB im Vergleich: Synoptische Darstellung für den Einzel- und Konzernabschluss
von Sven Hayn
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,95

5.0 von 5 Sternen Credit Rating setzt IFRS und HGB Vergleich voraus, 4. Januar 2015
Solange es parallel unterschiedliche Anforderungen an Einzel- und Konzernabschlüsse gibt, wird es einen Bedarf am Vergleich der Rechnungslegungsysteme geben. Kaum erstaunlich daher, dass dieses Buch von Sven Hayn und Georg Graf Waldersee nun schon in der 8. Auflage vorliegt: [...] im Vergleich: Synoptische Darstellung für den Einzel- und Konzernabschluss[...]

Zur Geburtsstunde der IFRS war es eine verbreitete Hoffnung, dass sich mit "Internationalen" Rechnungslegungsstandards die Unterschiede der Rechnungslegung auch über den Atlantik hinweg einebnen und damit einen besseren Vergleich der Unternehmen erlauben würde. Leider bleibt dies zurzeit noch bloßes Zukunftsszenario, denn für US-amerikanische Unternehmen gelten nach wie vor andere Maßstäbe. Immerhin finden sich Anwendungsmöglichkeiten für IFRS inzwischen in mehr als 100 Ländern.

Der Leser findet in diesem Buch nicht nur Gegenüberstellungen der Regelungen, sondern auch eine Einführung und Darstellung des Übergangs auf internationale Rechnungslegungsstandards. Weitere Kapitel befassen sich mit dem Konvergenzprojekt zur Bilanzierung von Leasingverhältnissen, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, einer Vielzahl von Einzelthemen, konzernspezifischen Themen, Abschlussbestandteilen sowie Zwischenberichterstattung.

Das Buch ist aufgrund ausführlicher Erläuterungen streckenweise nicht nur aufgrund der Einführung auch als Lesebuch geeignet, um sich mit wichtigen Teilgebieten der komplexen Materie vertraut zu machen. Die Stärke des Titels liegt jedoch zweifellos in seiner Qualität als Nachschlagewerk, denn die Mitarbeiter dieses Werkes haben sich dem strengen Korsett einer tabellarischen Gegenüberstellung unterworfen.

Indem Kriterien, HGB, aktuell anzuwendende IFRS und gegebenenfalls Neuregelung tabellarisch zusammengefügt werden, bleiben die Autoren äußerst diszipliniert beim jeweiligen Thema und verfallen nicht der Versuchung, der Fülle der in der Literatur aufgeworfenen theoretischen Aspekte nachzugeben oder jede Wunschvorstellung zu dokumentieren, die in sonstigen Fachbeiträgen vielleicht formuliert werden.

An der 8., grundlegend überarbeiteten Auflage haben wieder eine Vielzahl von Experten mitgewirkt, insbesondere aus dem Hause der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Das Buch ist für Wissenschaft und Praxis gleichermaßen interessant, da es wie sonst kaum ein anderer Titel in deutscher Sprache auf gebotenem fachlichem Niveau zuverlässig erlaubt, den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von IFRS und HGB nachzugehen.

Für internationale Ratingagenturen stellt es eine ungeheure Herausforderung dar, die in unterschiedlichen Jurisdiktionen tätigen Einzelunternehmen und Konzerne hinsichtlich ihrer Ausfallrisiken zu vergleichen. Die Versuche der Wirtschaftsprüfung, auf einheitliche Standards hinzuwirken, sind deshalb für Ratingagenturen von elementarer Bedeutung. Mithin ist das Buch auch jedem Ratinganalysten zu empfehlen, der einen schnellen Zugriff auf Antworten zu maßgeblichen Einzelfragen sucht.


Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden: . . . Und Welche Rolle Der Staat Und Unser Papiergeld Dabei Spielen
Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden: . . . Und Welche Rolle Der Staat Und Unser Papiergeld Dabei Spielen
von Philipp Bagus
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kurzweiliger Schreck ungedeckten Geldes, 17. Oktober 2014
Wem die Lektüre der Werke von Ludwig von Mises und daraus selbst die Konsequenzen abzuleiten zu mühsam erscheint, findet mit dem Buch von Andreas Marquart und Philipp Bagus eine kurzweilige Alternative, die zugleich pointiert auf heutige Probleme unseres ausufernden Schuldensystems fokussiert ist: Das Buch stützt sich im wesentlichen auf das wissenschaftlich tiefe und breite Fundament der Österreichischen Schule.

Das Buch stützt sich somit auf gesicherte Erkenntnisse. Da diese schon vor Jahrzehnten formuliert und immer wieder kritisch hinterfragt und diskutiert wurden, liegt der Wert dieses neuen Buches daher weniger in neuen Thesen und Theorien, sondern in den praktischen Denkanstößen, den vielen Beispielen aus der Praxis sowie der aufrüttelnden, manchen auch provozierenden Sprache.

"Wenn Sie nun erwarten," leiten die Autoren in ihr Buch ein, "dass dieses Buch eine Hetzschrift gegen die 'bösen' Reichen und Unternehmer ist, die ihre armen Arbeitnehmer ausbeuten und die man mit Gesetzen zwingen muss, höhere Löhne oder Mindestlöhne zu zahlen, dann täuschen Sie sich."

Die Autoren gehen vielmehr bis an die historischen Quellen des Geldes zurück und stellen fest, "dass dieses Geld irgendwann einmal nicht Geld, sondern einfach nur Ware war. Und weil diese Ware häufig gehandelt wurde, genau wie in unserer Geschichte, wurde diese Ware plötzlich zu Geld oder Warengeld, ganz ohne staatliche Autorität."

Nicht nur in der Politik, sondern auch wer Volks- oder Betriebswirtschaftslehre studiert, wird kaum je ernsthaft hinterfragt, ob es nicht bessere Alternativen zu "der" Notebank gibt, sondern meist nur die Funktionen einer Notenbank aufgezählt. "Bei jedem anderen Produkt würden sich die Verbraucher über die Monopolstellung eines Produzenten beklagen. Bei unserem Geld tut das niemand. Warum nicht? Mal ganz ehrlich, haben Sie sich jemals gefragt, warum der Staat für unser Geld zuständig ist?"

Die Autoren rütteln an Glaubenssätze, die heutzutage im deutschen Staatsfernsehen - ARD, ZDF usw. - praktisch als Wahrheiten präsentiert werden: Inflation ist nach "offizieller" Ansicht unabdingbar, es "drohe" die Deflation. Tatsächlich muss es erstaunen, wie viele Menschen diesen Lehren bedingungslos folgen, obwohl sie zu Hause im Haushalt wohl kaum etwas anderes als Klagen über Teuerungen und das knappe Haushaltsgeld hören. "Also, wir haben nichts gegen fallende Preise. Und Sie? Die Notenbank scheint aber etwas dagegen zu haben. Warum? Weil in einem Papiergeldsystem fallende Preise sich zerstörerisch auswirken."

Was sich wie ein Scherz liest, ist bittere Wahrheit: "Wir überlassen unser Geldwesen also Menschen, die scheinbar nicht einmal in der Lage sind, einen Flughafen fristgerecht fertigzustellen. Aber beim Thema Geld kennen die sich ja sicher aus. Zugegebenermaßen ist das Funktionieren unseres modernen Geldsystems alles andere als trivial."

Die Darstellungen von Marquart und Bagus lassen Zweifel daran aufkommen, ob die Monopolisierung der Geldschöpfung in der Hand von sehr wenigen Menschen wirtschaftlich begründet und gerecht ist. "Dürfen Sie Geld am Computer schaffen und anderen auf ihren Konten gutschreiben und dafür Zinsen kassieren? Nein, aber die Banken dürfen’s. Wieso dürfen die das und wir nicht?"

Die Autoren zeigen auf, wie schon durch Wortwahl und Definitionen der "Schwarze Peter" der Finanz- und Wirtschaftskrisen Menschen zugeschoben wird, die dafür letztlich nicht verantwortlich sind: "Durch die Definition der Inflation als Teuerung wird von den Gründen abgelenkt. Man kann den Schwarzen Peter dann viel leichter anderen zuspielen. Dann war es eben der böse kapitalistische Eisverkäufer oder die raffgierige Erdölindustrie, die die Preise erhöht haben, um sich zu bereichern."

Vor dem Hintergrund der aktuellen "Verwunderung" über die "mangelnde" Inflation trotz ungeheurer Geldmengenvermehrungen sind auch die Nachweise der Autoren zu folgender Überlegung wichtig: "Inflation als Teuerung zu bezeichnen ist so, als ob man ein Symptom einer Krankheit mit seiner Ursache verwechselt. Aber nicht das Fieber ist die Krankheitsursache, sondern die Viren im Körper. Genauso ist der Preisanstieg nur eine Folge der Geldmengenausweitung. Er ist noch nicht einmal eine notwendige Folge."

"Fallende Preise sind das natürliche Ergebnis von Wirtschaftswachstum. Eine wirklich demokratische Art, den Produktivitätsfortschritt der breiten Bevölkerungsmasse zugutekommen zu lassen." Warum auch die heutige Bundesregierung sich nach Kräften dieser Wohlstandssteigerung trotz umgekehrter Lippenbekenntnisse entgegenstellt, macht das Buch von Marquart und Bagus klar.

Im Kern leidet unser Finanzsystem demnach an den Verlockungen des Goldschürfens: Wer als erster das Gold findet und in Umlauf bringt, genießt bei (noch) niedrigen Preisen einen Wohlstandsvorteil, da das zusätzliche Gold nur langsam auch Preisanpassungen in der gesamten Volkswirtschaft zur Folge hat. Im Unterschied zum Goldschürfen ist die heutige Produktion von Geld jedoch gänzlich mühe- und nahezu kostenlos, denn sie erfolgt tagtäglich per Mausklick. Diese Verlockung ist es, denen Regierungen auf allen Kontinenten verfallen sind.

Im Mittelpunkt des Buches steht mithin der Cantillon-Effekt. Wer zuerst an billige Kredite kommt, profitiert von den niedrigen Preisen für Sachwerte (vor allem Aktien und Immobilien). Dagegen ist der gewöhnliche Sparer im Nachteil, weil er außer Haus und Hof keine Sachwerte hat, die er beleihen könnte. Zudem steigen die Preise für Sachwerte schneller als die Zinseinnahmen auf Sparguthaben. Diesen Prozess erläutern die beiden Autoren aus Sicht der österreichischen Schule der Nationalökonomie und beleuten die Rolle des staatlichen Notenbankmonopols in Verbindung mit dem Fiat-Geldsystem.

Empfehlung für Wissen und gute Unterhaltung zugleich.


Geht's noch?: Impulse für Lebensqualität und Gelassenheit im Alltag und Beruf
Geht's noch?: Impulse für Lebensqualität und Gelassenheit im Alltag und Beruf
von Dirk Rauh
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 28,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dann geht es wieder, 17. Oktober 2014
Die wuchernden Literatur zur Lebenshilfe, zum Selbstmanagement, zur Persönlichkeitsentwicklung und zur Kommunikation muss zu denken geben: Entweder ist das Mitteilungsbedürfnis von Autoren und Experten gestiegen, so dass sich das steigende Angebot vielleicht auch ein Stück weit seine Nachfrage schafft, oder es suchen tätsächlich immer mehr Menschen nach neuen Prioritäten, so dass die steigende Nachfrage das Angebot an einschlägigen Büchern wachsen lässt.
Das Buch “Geht’s noch?: Impulse für Lebensqualität und Gelassenheit im Alltag und Beruf” stößt in dieses Marktsegment. Der Autor, Dirk Rauh, geboren 1965 und aufgewachsen in einer schwäbischen Kleinstadt tritt nach Fachhochschulreife mit integrierter Lehre ein BWL Studium und die Selbstständigkeit im Vertrieb an. Nach mehrjährigem USA-Aufenthalt mit prägenden Seminaren und Fortbildungen im Bereich Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung etabliert er sich als Trainer und Seminaranbieter im Bereich Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung und NLP, ab 2001 mit der Entwicklung des Seminarkonzeptes „E-in-sich-T.”
Die zunehmende Regulierung des Finanzsektors, die in den zahlreichen EU-Verordnungen und Richtlinien erst ihren Anfang genommen hat und sich durch zahlreiche gesetzliche Reparaturarbeiten noch über Jahre anhalten wird, sichert Trainern und Autoren wie Dirk Rauh noch für viele Jahre Kundschaft. Wer über viele Jahre hinweg widersprüchliche Regeln anwenden muss und in Banken oder sonstigen Organisationen tätig ist, die nur durch ständig neue staatliche Eingriffe am Leben erhalten werden, oder wem bewusst wird, dass die Geldschwemme der Zentralbanken heutige Probleme lediglich auf die Zukunft vertagt, dem stellt sich möglicherweise hin und wieder die Frage des Autors dieses Buches: “Geht’s noch?”
Wie sollen es beispielsweise Ratinganalysten mit ihrem Gewissen vereinbaren, wenn sie aufgrund aller Fakten Anlass für die Herabstufung des Länderratings sehen, aber aufgrund der EU-Verordnung über Ratingagenturen unter Androhung hoher Strafen dazu gezwungen werden, mit einem besseren Rating für Staatsanleihen Sparer zumindest vorübergehend über die wirkliche Situation der Staatsverschuldung zu täuschen? Zugleich werden Politiker nicht müde, vom Versagen der Ratingagenturen zu reden und die Überbringer der schlechten Nachrichten zu strafen, so dass die Widersprüche perpetuiert werden.
“Querdenken, die Richtung oder das Tempo mal wechseln, Prioritäten setzen: Das kann lebensverändernd sein”, sagt Rauh und zeigt Schritte zu Veränderungen, zu mehr Gelassenheit und Zufriedenheit auf. Kreative Impulse setzt Rauh beim Leser schon dadurch, dass er seine Botschaften im wahrsten Sinne des Wortes auch farbig transportiert und nicht nur auf Worte, sondern auch auf intuitive Wahrnehmung und Verständnis des Lesers setzt.
Die Gliederung seines neuen Buches ist einfach und prägnant: Müll, Weltmacht, Illusion, Garantie, EinsichT, Jetzt, Wert-voll. Wie schon das Inhaltsverzeichnis zeigt, reiht sich Rauh nicht in die Reihe der Gurus, die durch Glauben an esoterische Kräfte wundersame Heilung versprechen. Vielmehr gibt das Buch nach seinen eigenen Worten “Anstöße zum Experimentieren, zum Staunen, zum Denken, zum Fühlen, zum Verändern und sicherlich genug zum Schmunzeln über die Ver-rückt-heiten des Lebens”.
Rauh hilft ganz praktisch, wieder Klarheit im Kopf zu erlangen. So verbirgt sich im Kapitel “Müll” die Aufforderung, sich von den vielen überflüssigen Dingen zu verabschieden, unter anderem auch von sinnentleerten Meetings oder Veranstaltungen. Seine Formulierungen werden manchen Studenten des Steuerrechts an die Vorlesungen eines in Deutschland führenden Steuerexperten erinnern, Prof. Dr. Klaus Tipke (Steuerrecht): Denn schon Tipke sprach auch regelmäßig vom abzubauenden “Wissensmüll” , der tagtäglich die Finanzbehörden, Gerichte, Steuerberatungsgesellschaften, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bis hin zu Hochschulen verlasse bzw. von diesen verbreitet werde und mehr verneble, als den Blick aufs Wesentliche freimache.


Endlich läuft der Laden: Mit Begeisterung zum Erfolg
Endlich läuft der Laden: Mit Begeisterung zum Erfolg
von Wolfgang Allgäuer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weg zum besseren Rating, 17. Oktober 2014
“Endlich läuft der Laden”, welcher Unternehmer würde sich das nicht wünschen? So lautet der Titel des Buches von Wolfgang Allgäuer aus dem orell füssli Verlag, Freiburg (ISBN 978-3-280-05561-8). Der Untertitel verrät die wichigste Zutat: “Mit Begeisterung zum Erfolg.” Wer nun das Buch mit einem kurzen Gedanken (“kenne ich schon”) gleich zur Seite legen will, sollte doch innehalten und einen Blick in die weiterführenden Kapitel wagen. Zwar scheint es auf den ersten Blick so, als würde hier wieder einmal ein erfolgreicher Unternehmer (“vom Tischlerlehrling zum Küchen-König”) seine Lebensweisheiten zum Besten geben. In diesem Buch steckt aber mehr als nur die Erfahrungen aus “Allgäuer Küchen”.
Allgäuer rechnet zunächst mit den Motivationstheoretikern ab, die Selbst- und Mitarbeitermotivation davon abhängig machen wollen, welcher Bonus gezahlt oder welcher Dienstwagenstellplatz gewährt wird. Allgäuer ordnet dem Begriff “Motivation” praktisch all das zu, was nur zum Entzünden eines Strohfeuers, nicht aber auf Dauer als Antrieb unternehmerischen Handelns geeignet ist.
“Holz” spielt für den gelernten Tischler auch in seinem Buch eine große Rolle. Als Metapher taucht es immer wieder auf. Das Buch gliedert sich in vier Teile: Die Feuerstelle, das Brennmaterial, der Zündfunke und das Feuer. Zum Brennmaterial gehören fünf “Holzscheite”: Träume, Werte, Talente, Energiequellen und Antriebe. Zündfunken werden durch Ziele, Mission und Vision gegeben. Schließlich “läuft der Laden”, “das Feuer brennt”.
So, wie beim Wort “Leitfaden” kaum noch jemand an Ariadne aus der griechischen Mythologie denkt, könnte sich die Metaphorik von Allgäuer in den Gedanken vieler Unternehmer verankern, die ihre “Läden” zum Laufen bringen. Das Buch von Allgäuer ist selbstredend nicht “wissenschaftlich”, sondern der Autor setzt auf das intuitive Verständnis des Lesers.
Dies gelingt Allgäuer wesentlich überzeugender als manch anderem Motivationstrainer, der sich als Buchautor versucht. Allgäuer kommt mit geschliffenen Formulierungen, die seine schon vier Jahre währende Übung als “Trainer für Begeisterung und Unternehmenserfolg” erkennen lässt, nachdem er sich aus dem operativen Geschäft der “Allgäuer Küchen” und der Franchise-Marke “olina” zurückzog.
Das Buch ist übersät mit praktischen “Übungen”. Hier hat es der Leser selbst in der Hand, weitere Ideen zu entwickeln, beispielsweise Ziele und Bedürfnisse zu formulieren. Allgäuer fordert aber nicht plump dazu auf, etwa die wichtigsten Aufgaben auszudenken, niederzuschreiben und anzugehen, sondern arbeitet jenseits von Binsenweisheiten mit nützlichen Tipps und Hinweisen zu fast jeder vorgeschlagenen Übung. So bleibt der Nutzwert für den Leser nicht aus.
Aus 200 Seiten gelingt es Allgäuer, jedem Leser einen konkreten Nutezn dadurch zu bieten, dass er nicht etwa nur seine eigene Erfolgsgeschichte zur Schau stellt, sondern stets an den Erfahrungen, Erlebnissen, Zielen und Visionen des Lesers selbst anknüpft. Allgäuer widersteht der Versuchung, von sich selbst auf andere zu schließen, wenn es um Grundfragen geht, und stellt vielmehr Methodenwissen zur Verfügung, das einem breiten Spektrum von Unternehmern erlaubt, mit dem Buch zu arbeiten. Hierzu zählt Allgäuer explizit auch Handwerker, Freiberufler und sonstige wirtschaftlich Selbständige wie auch Angestellte in entsprechenden Funktionen.


Nicht mit unserem Geld!: Die Krise unseres Geldsystems und die Folgen für uns alle
Nicht mit unserem Geld!: Die Krise unseres Geldsystems und die Folgen für uns alle
Preis: EUR 15,99

20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jetzt ist der Leser dran, 13. September 2014
"Nicht mit unserem Geld!" Kaum könnte der Titel eines packenden Buches besser gewählt sein, um in vier Worten zu umreißen, worum es Frank Schäffler geht. "Die Krise unseres Geldsystems und die Folgen für uns alle", so auch der Untertitel dieses neuen Buches, lässt die Finanzmärkte nicht los. Wie die Krise des Geldsystems die Finanzmärkte, so lässt dieses Buch seine Leser nicht los: Frank Schäffler ist es wie kaum einem anderen gelungen, die Dramatik des Untergangs unserer einstigen Wertordnung nachzuzeichnen,

Schon heute führt das Buch von Frank Schäffler mit seinem Buch als "Beststeller Nr. 1" den amazon Verkaufsrang unter den volkswirtschaftlichen Büchern an. Von keinem anderen kann der Kampf um den Erhalt des Wertes unseres Geldes besser nachgezeichnet und der Blick nach vorne geworfen werden als von dem, der direkt in die politischen Entscheidungsprozesse in Berlin involviert war und in seiner Partei weiterhin ist. Frank Schäffler initiierte den viel beachteten Mitgliederentscheid in der FDP zum "Eurorettungsschirm", der offiziell mit dem Euphemismus "European Stability Mechanism" (ESM) bezeichnet wird. Der Mitgliederentscheid, der parteiintern nur vergleichsweise knapp am Führungsbonus der inzwischen weitgehend erneuerten Parteispitze scheiterte, war der markante Höhepunkt einer Diskussion, die wegen angeblicher Alternativlosigkeit immer wieder verhindert werden sollte.

Das Buch von Frank Schäffler ist einerseits von historischer Bedeutung, andererseits ein wichtiger Beitrag, die Trendwende zu schaffen. Vermutlich werden spätere Generationen kopfschüttelnd aus diesem Buch zur Kenntnis nehmen, wie Bundestagsabgeordnete als Europa-Gegner diffamiert wurden, die sich - im Gegenteil - um die Schaffung eines tragfähigen Rahmens für ein einiges Europa bemühten. Frank Schäffler dokumentiert detailliert die Abfolge der "Einschläge": Vom Schwarzen Montag bis zur Dotcom-Blase und wie die Gier zunächst das Hirn der Banker und dann das der Politiker "frisst".

Billiges Geld führt zu Interventionismus, in die Schuldenwirtschaft, zu Zentralismus, zur Kungelwirtschaft, zu ständigen Steuererhöhungen, fördert den Überwachungsstaat, enteignet den Sparer und gefährdet Demokratie und Freiheit, macht Frank Schäffler klar.

Am Vorabend der nächsten Krise zeigt Frank Schäffler auf, woher die nächsten Einschläge kommen: Aus der Peripherie, von den Anleihemärkten und erneut von den Immobilienmärkten. Die volkswirtschaftlichen Fehlsteuerungswirkungen zu niedriger Zinsen machen sich nicht nur darin bemerkbar, dass die Staaten zu ihrer Politik überbordender Verschuldung zurückkehren, sondern auch darin, dass Banken ohne eigenes Geld grenzenlos Staatsanleihen kaufen und auch sonst Investoren ausbleibende Zinserträge durch Eingehen höherer Risiken auszugleichen suchen.

Frank Schäffler gibt konkrete Beispiele, wie etwa die Möbelindustrie plötzlich als Kreditnehmer wieder von Banken hoffiert werde, denn diese bemühen sich, von den neuen Blasenbildungen zu profitieren: Wenn absehbar ist, dass billiges Geld Immobilienfinanzierungen möglich macht, bedarf es keiner hellseherischen Fähigkeiten, um auch steigende Nachfrage nach allen verbundenen Dienstleistungen und nach Möbeln vorauszusehen.

"Blasen führen nur zu einer Scheinnachfrage. Investitionen, mit denen diese Scheinnachfrage bedient werden soll, müssen sich als schlecht erweisen", schreibt Frank Schäffler und zeigt, was das bedeutet: "Immenser Wohlstand wird vernichtet. Wir könnten alle viel reicher sein, wenn es keine Blasen gäbe. Jede Blase bedeutet Vernichtung von Kapital, von Zeit und Arbeitskraft."

Im Grund sei es ein Verbrechen, so Frank Schäffler: "Für dieses Zerstörungswerk der Blasen ist die Geldpolitik verantwortlich." Daher dämpft Frank Schäffler die Freude über die Beschäftigungseffekte, die man durch die Politik des lockeren Geldes zu erzielen glaubt. Die durch Blasenbildung bewirkte Beschäftigung, also Arbeit, führt nicht zu einem Vermögenszuwachs. "Es macht keinen Unterschied," so Frank Schäffler, "ob Sie für Blasen arbeiten oder in der Sonne liegen. Doch die falsche Geldpolitik sorgt dafür, dass Sie Überstunden machen, statt sich zu bräunen."

Für einen Politiker erfreulich konkret widmet sich Frank Schäffler mit den Fragen danach, "was jetzt zu tun ist". Er ruft zu mehr Mut zur Freiheit auf und erteilt dem Bevormundungsstaat eine Absage, zeigt den Weg zu mehr Vielfalt statt Einfalt ebenso auf wie den zu mehr Marktwirtschaft statt Planwirtschaft.

Wer in Sorge um die "soziale Gerechtigkeit" der von Frank Schäffler skizzierten Trendwende entgegensteht, findet in seinem Buch Anleitung, einige grundlegende Fragen zu überdenken: "Was soll daran ungerecht sein," fragt Frank Schäffler, "dass jemand investiert und Arbeitsplätze schafft. Was soll daran schlimm sein, dass jemand zu Lebzeiten Vermögen bildet und es bei seinem Ableben an seine Kinder weiterreicht. Dafür macht man es doch!"

Ein wichtiges Element eines einigen Europas wird ein freier Währungswettbewerb sein. Nur das staatliche Zwangsgeldmonopol schafft die Abhängigkeit aller Menschen der Eurozone und sogar darüber hinaus von den Entscheidungen nur weniger (Geld-) Politiker. "Die Entnationalisierung des Geldes bedeutet auch eine Entpolitisierung", argumentiert Frank Schäffler. "Von einzelnen Währungen wird nicht mehr das Wohl und Wehe ganzer Volkswirtschaften abhängen."

Das Buch von Frank Schäffler erlaubt nicht eine Lektüre wie die Bücher manch anderer Politiker, bei denen es sich der Leser einfach machen soll, indem er nur seine Stimme abgibt und jede Lösung der Probleme den gewählten Politiker überlassen soll. Frank Schäffler schreibt vielmehr: "Jetzt sind Sie dran!" Und zeigt auf, was zu tun ist.


Tischpolster Tischdeckenunterlage Tischschoner Meterware weiß in 138cm breit
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Wird angeboten von Schöner-Leben-Shop
Preis: EUR 9,95

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4.0 von 5 Sternen Rutschfest, 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Tischdeckenunterlage erfüllt wunderbar ihren Zweck. Statt des hübschen Musters wäre es aber zweckmäßiger, eine Linienführung als Hilfe fürs Zuschneiden zu haben. Da eine Tischdeckenunterlage eben unter der Tischdecke liegt, kommt es doch auf Verzierungen nicht an!


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