Profil für Julia > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Julia
Top-Rezensenten Rang: 11.436
Hilfreiche Bewertungen: 60

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Julia

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
pixel
Ich und die Menschen: Roman
Ich und die Menschen: Roman
von Matt Haig
  Broschiert
Preis: EUR 14,90

5.0 von 5 Sternen Ein toller Roman über eine total verrückte Spezies, 23. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich und die Menschen: Roman (Broschiert)
Ich habe dieses Buch gekauft, da mich das Cover sofort begeistert hat. Ich finde, an diesem Cover stimmt einfach alles, was man nur selten über Bücher sagen kann. Das es dann auch noch von einem Alien handelt, der in einen Menschenkörper fährt, war dann, für mich persönlich nur noch die Sahnehaube auf dem Schokoladeneis ;)
Die Darstellung von Andrew Martin, beziehungsweise den Alien in ihm ist einfach großartig. Seine anfängliche Verwirrung und Abscheu gegenüber Menschen lässt den Leser das eine oder andere Mal laut auflachen, aber garantiert sehr oft grinsen. Warum tragen Menschen Kleidung, wenn die doch nur beengend sind? Was hat es mit Radgeberzeitschriften auf sich und wie verdammt nochmal funktionieren eigentlich Beziehungen?
Wie der Alien-Andrew alles als merkwürdig empfindet, was für uns vollkommen normal ist, lässt einen darüber hinaus, das eine oder andere Mal nachdenklich werden. Der Autor setzt uns hier selbst einen Spiegel vor die viel zu große Nase, der im ersten Teil ein sehr kritisches Bild des Menschen zurückwirft. Wie weit sind Konventionen nützlich oder eigentlich doch nur hinderlich?
Aus der anfänglich lustigen Figur wird mit der Zeit ein wirklich liebenswerte Person, der man von Herzen ein Happy End wünscht. Denn Andrew, genau wie dem Leser wird klar, dass abgesehen von unseren vielen unnötigen Regeln und komischen Eigenheiten, der Mensch doch gar nicht so schrecklich ist, wie man aus der Ferne betrachtet vielleicht denken könnte.
Die anderen beiden Hauptpersonen Gulliver und Isobel sind ebenfalls wirklich realitätsnahe und charmante Figuren. Auch wenn ich zu Beginn meine Schwierigkeiten mit dem pubertären Gulliver hatte, wurde er im Laufe des Buches immer sympathischer. Der eigentliche Held ist jedoch der Familienhund Newton, der sich schnell mit dem neuen Andrew verbündet.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt, weshalb man hautnah an der Unverständnis Andrew teilhat, die sich langsam zu echten Gefühlen entwickelt, mit denen man einfach mitfühlen muss. Der Schreibstil selbst ist flüssig, angenehm zu lesen und sowohl spannend, als auch unglaublich lustig. Manchmal gab es die eine oder andere schwierige Stelle, doch sollte man sich davon nicht abhalten lassen und einfach weiter lesen. Die Geschichte ist, obwohl sie relativ oberflächlich und einfach erscheint, sehr spannend und vom beginn bis zur letzten Seite wirklich fesselnd. Der Autor schafft es eine beinahe märchenhafte, philosophische Geschichte um den Alien Andrew zu bauen, die so schön ist, wie das Cover selbst.

Fazit:

Dieses Buch ist eines meiner Schmuckstücke dieses Jahres, da darin einfach alles stimmt. Der Schreibstil ist genauso angenehm, wie die Geschichte und der Autor schafft es hier, dem Menschen auf sehr schöne Art und Weise deutlich zu machen, warum wir im Grunde eine liebenswerte und bewundernswerte Spezies sind. Dies ist gerade in Zeiten wie diesen, in denen man beim Nachrichten schauen sich kopfschüttelnd fragt, was uns eigentlich das Recht gibt auf diesem Planeten zu wandeln, ein wirklich wichtiges Statement. Alleine wegen Andrews 97 Ratschläge, an die man sich wirklich halten sollte, ist dieses Buch eine echte Kaufempfehlung!


Psycho [Blu-ray]
Psycho [Blu-ray]
DVD ~ Anthony Perkins
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnder Film und tolle Qualität, 4. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Psycho [Blu-ray] (Blu-ray)
Über den Film braucht man ja nichts sagen, da er zu einem absoluten Klassiker gehört.
An der Bluray selbst ist nichts zu bemängeln. Die Qualität ist gut, die Verpackung stabil nur mehr Extras und ein Booklet hätten ruhig dabei sein können.
Alles in allem eine solide Bluray.


Vktech Vintage-Stil Rund Unisex Wolle Hut Mütze Billycock Schwarz
Vktech Vintage-Stil Rund Unisex Wolle Hut Mütze Billycock Schwarz
Wird angeboten von vktech
Preis: EUR 5,49

5.0 von 5 Sternen Toller Hut, 4. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich lieben diesen Hut, da er super aussieht und einfach zu allem passt.
Eigentlich sieht man mich gar nicht mehr ohne.
Wirklich ein tolles Produkt zu einem unschlagbaren Preis :)


Silber - Das zweite Buch der Träume: Roman
Silber - Das zweite Buch der Träume: Roman
Preis: EUR 17,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nur ein Zwischenband, 4. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Inhalt:
Wie auch bereits im ersten Teil sind die Personen in diesem Buch wieder durchgehend wunderbar gestaltet und entweder total liebenswürdig oder halt total hassenswert. Dies gilt besonders für Livs neu dazugewonnene Großmutter, die nicht nur Vorurteile gegen Amerikaner, sondern auch gegen Deutsche hegt und Liv und ihre Schwester Mia deshalb doppelt hasst. So toll Livs Familie, insbesondere Grayson (Team Grayson!), Mia und Lottie dargestellt sind, so sehr hatte ich manchmal Probleme mit Liv selbst. Manche ihrer Handlungen und Gefühle kann ich einfach nicht nachvollziehen, geschweige denn verstehen. Generell ist sie eine wirklich schöne Hauptperson, aber teilweise hat sie mich einfach nur genervt. In einem Moment tut sie etwas aus Überzeugung, nur um sofort einzuknicken, wenn Kritik hagelt, statt, wie ihre, mir deutlich sympathischere, Schwester für das einzustehen was sie tut. Henry ist eine Figur mit der ich schon im ersten Buch wenig anfangen konnte und mir in diesem teilweise richtig unsympathisch wurde. Dies wurde dadurch verstärkt, dass scheinbar alles versucht wurde ihn besonders nett und liebenswert rüberbringen zu wollen, was bei mir jedoch eher den gegenteiligen Effekt hatte.
Dieses Buch schließt sich direkt an den Vorgänger an, hat jedoch deutlich an Fahrt verloren. Während das erste Band von dem Ungewissen, der Träume und der Geheimnisse gelebt hat, geht dies in diesem komplett verloren. Das Träumen ist einfach nichts besonderes mehr und leider wird es versäumt nun eine spannende Story darum herum aufzubauen. Stattdessen finden wir hier ein zweiten Band, der sich auch ab der ersten Seite wie einer anfühlt. Ein Zwischending um die spannende Einleitung mit dem fulminanten Schluss zu verbinden. Das mag für eine Fortsetzungsgeschichte eigentlich ok sein, aber hat mich doch sehr enttäuscht. Die Geschichte dümpelt einfach so vor sich herum. Die Überraschungen sind allenfalls mittelmäßig und selten überraschend. Zum Ende hin war ich dann doch kurz gefesselt, doch war das ,,große“ Finale und die Aufklärung im Vergleich zum ersten Buch wirklich nicht nennenswert. Das fand ich sehr sehr schade, da Kerstin Gier Saphirblau sehr gut gelungen war, weshalb ich nur noch größere Erwartungen hatte. Diese wurden leider enttäuscht.
Der Schreibstil ist wie gewohnt grandios. Die Autorin schafft es einfach den Leser mit ihrer witzigen, einzigartigen Art zu fesseln. Die verschiedenen Traumwelten sind fantasievoll und einzigartig gestaltet, wie bereits im ersten Band, jedoch hätten sie, meiner Meinung nach, ruhig noch mehr Zeit dort verbringen können.
Ein besonderes Highlight ist mal wieder das grüne Cover, welches Livs Traumtür zeigt. Sie ist schön verschlungen und detailreich (und erinnert mich einfach an die TARDIS, sorry ich bin geschädigt) Aber auch der schwarze Buchrücken ist noch einmal mit einem Schneeleoparden verziert und selbst auf den Seiten findet sich mitunter Dekoration. Das Buch ist so aufwendig und mit so viel Liebe gestaltet, dass alleine das Blättern und Ansehen eine reine Freude ist.

Fazit:
Es scheint jetzt vielleicht so, als würde ich kein gutes Haar an diesem Buch lassen und es stimmt, ich habe eine Menge Kritikpunkte. Dies liegt vor allem daran, dass Kerstin Gier mich mit ihren anderen Büchern, vor allem der Edelstein-Trilogie, verwöhnt hat und ich deshalb sehr enttäuscht bin, dass dieses Buch nicht geschafft hat mich zu überzeugen. Natürlich ist der zweite Band immer der schwächste, dennoch wünscht man sich doch eine zum ersten Teil vergleichbar gute Geschichte. Ich habe, trotz meiner Kritiken, das Buch an einem Wochenende durchgelesen (für den ersten Teil habe ich nur einen Tag gebraucht) und war wieder gefesselt von Kerstin Giers Schreibstil. Ihre Beschreibungen und Darstellungen sind toll und sie schafft es wirklich einen zu fesseln. Es hat trotz allem Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich freue mich auf Band drei, dessen Story dann hoffentlich die Schwächen des zweiten Bandes vergessen lassen.


Die Flüsse von London: Roman
Die Flüsse von London: Roman
von Ben Aaronovitch
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3.0 von 5 Sternen Ein trotteliger Zauberlehrling und die magische Welt Londons, 20. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Flüsse von London: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte dreht sich hier um Constabler Peter Grant, bei dem sich nicht nur der Leser wunder, wie er Polizist werden konnte, weshalb man ihn am liebsten auch hinter einen Schreibtisch arbeiten lassen würde. Er ist ein naiver Tollpatsch, was ihm seine Arbeit erschwert, aber ihn vor allem sympathisch macht. Welcher andere würde auch einfach mal so einen Geist als Zeugen befragen, als wäre es das normalste der Welt. So geschieht es auch, dass er doch nicht hinter einem Schreibtisch, sondern als Zauberlehrling endet, bei dem einzigen anderen Magier in London. Thomas Nightingale bietet einen angenehmen Kontrast zu Peter und ist deshalb ebenso liebenswert wie er. Er ist ein älterer Mann mit Stock und Anzug, also genau so, wie man sich einen englischen Gentleman vorstellt. Er ist sehr weise und wird zu einer Art Vaterfigur für Peter. Aber natürlich birgt auch er ein Geheimnis, das aber wenig überraschend ist. Die Kombination aus diesen passt einfach, was diesem Buch auch einen gewissen Reiz verleiht. Man kann sich die beiden richtig gut in einem Film oder einer Serie vorstellen.
Der Rahmen der alle Handlung bildet hier die Enthauptung eines Mannes, doch werden hier noch viel mehr Geschichten in eineinader verflochten. So muss Peter nicht nur den Umgang mit Magie lernen, was den einen oder anderen Lacher bereithält, sondern muss sich auch noch mit den beiden rivalisierenden Familien der Themsegottheiten herumschlagen, die schon sehr nervig sein können. Leider verliert sich die Geschichte zeitweise in der Vielzahl von Handlungen und wirkt dadurch manchmal wirklich langatmig. Besonders die Geschichte um die Themsegötter hemmt die Spannung des eigentlichen Mordes, der viel zu lange nur im Hintergrund dahinplätschert. Zum Ende hin wird dies wieder besser und auch der Lesefluss steigt deutlich an.
Besonders gut gefallen hat mir aber dennoch die Mischung aus Fantasy und Krimi, da es sich hier nicht um die üblichen Fantasyfiguren handelt, die man so schon tausendmal erlebt hat. (Nagut so neue sind Geister jetzt nun auch nicht) Es wirkt erfrischend anders. Außerdem ist London genau die richtige Stadt für eine solche Geschichte, da man ihr diese mystische zweite Welt absolut abkauft.
Der Schreibstil ist wirklich angenehm und vor allem sehr lustig. Der Autor schafft es den Leser zu begeistern und in diese bunte, magische Welt hineinzuziehen.

Fazit:
Ich bin ein großer Fan von Urban-Fantasy, Krimis und alles Britische, weshalb ich dieses Buch einfach lesen musste. Leider muss ich vielen Kritikern des Buches in einem Punkt zustimmen, da es sich zur Mitte hin leider tatsächlich selbst in der Geschichte verliert. Zum Ende wird dies aber besser, weshalb man das Buch auf keinen Fall in der Mitte abbrechen sollte, Meine Hoffnungen liegen in den folgenden Bänden, die ich definitiv auch lesen werde, da Ben Aaronovitch einen angenehmen Schreibstil und wirklich gute Ideen hat.


Wo immer du bist
Wo immer du bist
von Cylin Busby
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch mit fadem Beigeschmack, 17. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Wo immer du bist (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte dreht sich um West, der nach einem Unfall im Krankenhaus liegt. Er kann nichts anderes tun, als zu liegen und mit den Augen zu zwinkern. Er kann sich weder bewegen noch sprechen, oder in irgendeiner Weise mit seinem Umfeld kommunizieren. Das klingt nach einer sehr langweiligen Hauptperson, doch so ist es nicht. Ich fand West von Beginn an sehr sympathisch. Er beschäftigt sich in den wachen Phasen stark mit sich selbst, mit seinen Erinnerungen und Gedanken und vor allem mit vielen Fragen. Immer wieder hat er Albträume und scheinbare Visionen oder Wahnvorstellungen. Diese Kombination funktioniert so gut, dass man richtig in die Geschichte hineingezogen wird. Man fiebert mit West mit und versucht das Rätsel zu lösen. Olivia ist lustig, verrückt und manchmal etwas gemein und die einzige die mit West kommunizieren kann. Dabei tun sie das ganz normal mit Blinzeln und Schreibtafeln und nicht in einer übernatürlichen Art und Weise, wie man vielleicht vermuten könnte. Dies gibt der ganzen Geschichte einen realistischen Aspekt der mir sehr gut gefallen hat. Natürlich spürt man, dass auch mit Olivia etwas nicht stimmt, was jedoch sehr vorhersehbar war. Die Liebesgeschichte von Olivia und West fand ich leider nur wenig überzeugend. Dadurch, dass er sich nicht bewegen oder kommunizieren kann, sich diese aber in kürzester Zeit entwickeln muss, um spannend zu bleiben, wirkt sie sehr aufgezwungen. Auf der einen Seite findet er sie doof, auf der nächsten Seite sind sie bereits Freunde und nur wenige Seiten später ist er verliebt in sie.
Die Geschichte ist, davon abgesehen, überraschenderweise sehr spannend aufgebaut. Dies liegt zum einen an den sich zuspitzenden Albträumen und zum anderen zu der in gewisser Weise ablaufende Zeit. In Kombination mit dem wirklich angenehmen Schreibstil und den wenigen Seiten lässt sich das Buch in kurzer Zeit durchlesen. Dennoch schafft es das Buch nachdenklich zu stimmen, da es ein schwieriges Thema anschneidet, weshalb man es auch nach den 240 Seiten nicht einfach weglegen und ein neues greifen kann.
Besonders gut gefallen hat mir außerdem das Cover. Es zeigt ein Mädchen, dass sich unter Wasser befindet und an die Oberfläche schaut, diese aber nicht erreicht. Selten hat mich ein Cover so berührt. Es zeigt sehr gut den Inhalt des Buches ohne dabei zu viel zu verraten.
Nun möchte ich kurz auf den Punkt kommen, der mich an diesem Buch am meisten störte und Achtung ab hier beginnt ein kleiner Spoiler!
Denn das Ende hat mir leider gar nicht gefallen. Es war schon früh klar, wohin die Geschichte zwischen Olivia und West führen wird und aus diesem Grund war ich wenig überrascht. Während mir die Erklärungen der Albträume und Visionen wieder ganz gut gefallen haben, fand ich das Ende von Olivia wenig überzeugend, ja sogar ziemlich schlecht. West gesamte Handlungen und Gedanken wirken mit einem Mal absolut befremdlich und so auch sein Umgang mit Olivia. Das fand ich sehr schade, da der Rest der Geschichte wirklich schön und spannend war. Doch dieses Ende fand ich extrem unbefriedigend und dies schlägt sich leider sehr auf den Gesamteindruck des Buches nieder.

Fazit:
Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen. Dies liegt zum einen an der größtenteils überzeugenden Story, aber auch an die Art der Erzählung. Man glaubt West seine Verzweiflung und fühlt mit ihm mit. Außerdem stellt es ein paar wichtige Fragen. Leider bietet das Buch keine Überraschungen oder bemerkenswerte Wendungen. Deshalb würde ich dieses Buch zwar schon empfehlen, aber nur für eine Ein- oder Zweitages Lektüre. Es ist schön geschrieben und zeitweise wirklich spannend, aber wenn man etwas Tiefgehendes lesen möchte, sollte man nach einem anderen Buch greifen.


Gold in Tüten: Krimikomödie
Gold in Tüten: Krimikomödie
Preis: EUR 1,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Krimikomödie, 5. Juni 2014
Inhalt:

Die beiden Lehrlinge des kleinen Supermarkts finden eines Tages 50 Kilo Koks in den Orangenkisten. Was macht man nun damit?
Natürlich, man lässt diese zu erst einmal verschwinden und versucht sie dann zu verkaufen. Damit lässt sich doch eine Menge Kohle verdienen. Doch zum einen Leben die Jungs in einer eher kleinen Stadt und zum anderen haben sie keine Ahnung von dem Geschäft. Zur gleichen Zeit setzt der Mafiaboss alles daran sein verlorengegangenes Koks wieder zu finden und dabei ist ihm jedes Mittel Recht!
Ein witziger Krimi, na das klingt doch schon mal spannend und wahrlich, diese Lektüre zaubert dir automatisch ein Lächeln ins Gesicht ohne dabei an Spannung zu verlieren. Von Beginn wird man von diesem Krimi gefesselt. Man fiebert sowohl mit den beide Lehrlingen mit, welche wirklich fahrlässig mit dem gefundenen Koks umgehen, als auch mit Luisa, die nach diesem sucht.
Der Autorin ist es wirklich hervorragend gelungen, die verschiedenen Handlungsstränge so aufzubauen, dass sie spannend und zugleich amüsant sind. Die Personen sind alle doch irgendwie klischeehaft, aber das dürfen sie auch, denn dies unterstreicht nur den komödiantischen Aspekt dieser Geschichte. Die beiden schwulen Gangster sind genauso überzeichnet, wie der Mafiaboss aus einem Film hätte entspringen können. Besonders gut gefallen haben mir aber dennoch die beiden Lehrlinge, die sich genauso verhalten, wie man es von Jugendlichen erwartet, sich dabei aber so dämlich anstellen, dass man als Leser aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus kommt. Aber auch Luisa, die angesetzt wurde, um das Koks wieder zu beschaffen, war, wie eigentlich alle anderen auch, eine spannende und witzige Figur. Sie ist cool, intelligent. sexy und weiß das auch ganz genau.
Auch sonst gibt es keinen Charakter, den man nervig findet, oder dem man so gar nichts abgewinnen konnte. Die Geschichte selbst wirkt zu Beginn an für einen Krimi relativ simpel, um sich dann zum Ende hin immer weiter aufzubauen, dennoch ist sie zu jeder Zeit spannend, wodurch die viel zu wenigen Seiten nur so dahinfliegen.
Die ganze Story ist von Beginn bis zum Ende schlüssig und gut durchdacht. Dies ist auch dem Schreibstil zu schulden, der wirklich flüssig und angenehm zu lesen ist. Mit ihrer bildlichen Darstellung hat es die Autorin geschafft, dass vor dem geistigen Auge des Lesern das Buch tatsächlich wie ein Film ensteht.

Fazit:

Ich als Fan von Krimis und Thriller kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Mit seinen fast 150 Seiten ist es genau richtig für eine Lektüre zwischendurch, von der man gut unterhalten wird und sehr viel zum Schmunzeln hat. Diesmal muss ich der Beschreibung oben vollkommen Recht geben: Dies wäre ein wirklich toller und lustiger Film. So eine Krimikomödie funktioniert wirklich besser, als ich gedacht hätte und ich freue mich auf weitere Werke dieses Genre.


Sterben kann ich morgen noch: Roman
Sterben kann ich morgen noch: Roman
Preis: EUR 4,99

3.0 von 5 Sternen Wenn das Ende immer näher kommt, 19. Mai 2014
Was würdest du mit dem Rest deines Lebens anfangen, wenn das Ende erschreckend nahe ist?

Inhalt:

Für mich ist es nicht einfach, eine Rezension für dieses Buch zu verfassen, deshalb hat das auch etwas länger gedauert, da ich das ganze Buch sehr schwierig fand. Ich habe mich bei bloggdeinbuch.de dafür beworben, da ich die Beschreibung und vor allem das Cover sehr ansprechend fand. Ich hatte gehofft eine lustige und emotionale Geschichte, ähnlich wie der Hundertjährige der aus dem Fenster stieg und verschwand zu lesen. Jedoch ist dieses Buch ganz anders.
Aber beginne ich von Vorne und somit auch mit meinem größten Kritikpunkt: Die Personen. Selten habe ich eine Figur in einem Buch erlebt, der mich weniger interessierte als Michael / Mike. Er wird auf den ersten Seiten vorgestellt, jedoch so emotionslos und langweilig, dass man diese Einführung auch hätte sein lassen können. Auch im Verlauf des Buches wurde ich nicht warm mit ihm. Mit dem Auftauchen Sallys wurde dies auch nicht besser. Obwohl sie doch ganz cool und lustig ist, nimmt man ihr und Michael die plötzliche Verliebtheit einfach nicht ab. Weshalb dieser Handlungsstrang auch vollkommen uninteressant für mich war.
Frank Logan jedoch bildete den genauen Gegensatz zu Sally und Michael. Er war eine unglaublich spannende Persönlichkeit. Er ist schwer krank und möchte seinen letzten Wunsch erfüllen, immer mit der Angst, dass er sein Ziel vielleicht nicht mehr erreichen kann. Er ist zickig, anstrengend, wütend und gleichzeitig unglaublich liebenswert und bewunderungswürdig.
Die Geschichte selbst war sehr interessant und spannend. Logan trägt die Geschichte mit seiner tödlichen Krankheit, aber auch die anderen Handlungsstränge waren sehr gut erzählt. Zwar kam zwischenzeitlich immer mal wieder kleine Durststrecken auf, in denen nicht viel passierte, aber im Großen und Ganzen, insbesondere zum Ende hin, ist dies ein wirklich mitreißender Roman.
Leider ist dies ein viel zu ernstes Buch. Der Humor fehlt vollkommen. Nun kann man sagen, dass dies nun einmal ein sehr ernstes Thema behandelt, jedoch hätte es dem Roman keineswegs geschadet, wenn es zwischenzeitlich mehr zum Schmunzeln gegeben hätte. Frank Logans Figur ist so exzentrisch angelegt, dass es durchaus zu ihm und somit zum ganzen Buch gepasst hätte. Dies hätte dann auch über einige eher schlechte Passagen hinweggeholfen.
Ich hätte mir persönlich außerdem gewünscht, dass man noch mehr über die Geschichte Amerikas und der Indianer lernt. Vieles wurde angerissen oder angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt. Das fand ich schade, da ich als Laie, eigentlich überhaupt kein Wissen über die verschiedenen Ereignisse der amerikanischen Geschichte. Darüber dann nachzuforschen ist lästig und stört den Lesefluss.

Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, aber nachdem man sich daran gewöhnt hatte, durchaus angenehm. Er ist sehr distanziert und wirkt dadurch leider auch emotionslos. Dennoch und dies hat mich persönlich sehr überrascht, war ich am Ende dann doch sehr berührt und habe auch geweint.

Fazit:

Zu Beginn des Buches war ich nicht überzeugt, da der Schreibstil mir zu kalt und distanziert war und ich die Hauptperson von Anfang an nicht mochte. Diese Kombination bringt mich normalerweise dazu, ein Buch wegzulegen. Als jedoch Frank Logan auftauchte, dessen Figur einfach so gut herausgearbeitet und spannend war, musste ich es einfach weiterlesen. Ich habe mich nie sonderlich für Amerika interessiert und das wird dieses Buch nicht ändern, dennoch fand ich, es als Roadtrip eines sterbenden Mannes bemerkenswert. Der Autor schafft es diesen schrulligen Mann so darzustellen, dass man ihn mag, man jedoch nicht weiß warum. Genauso wie es auch Michael erging. Für Menschen, die gerne Western lesen und sich mit Amerika und deren dessen Geschichte auseinandergesetzt haben oder wollen, ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen.
Allen anderen würde ich es allerdings nicht empfehlen.


Schattenmädchen: Das Geheimnis einer Familie
Schattenmädchen: Das Geheimnis einer Familie
von Laila el Omari
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

4.0 von 5 Sternen Eine spannende Geschichte mit einigen kleinen Schwächen, 13. Mai 2014
Inhalt:
Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen die 16-jährige Maya und der etwas ältere Adrian. Maya ist ein sympathisches, jedoch auch sehr eintöniges Mädchen. Richtig warm bin ich nicht mit ihr geworden, was auch an ihrer eher blassen Darstellung lag. Obwohl die Geschichte die meiste Zeit aus ihrer Perspektive dargestellt wurde, bekommt man keinen Zugang zu ihren Gefühlen und gerade zum Ende hin, konnte ich ihre Handlungen gar nicht mehr nachvollziehen. Ähnlich liegt es bei Adrian, obwohl dieser viele spannende Facetten besitzt, die man bei anderen männlichen Nebenfiguren in anderen Büchern vermisst. Nichtsdestotrotz bleibt er sehr oberflächlich. Leider wird man von beiden nicht wirklich eingenommen. Auch die anderen Personen, gerade Mayas Großmutter und ihre Mutter könnten geradewegs aus Downton Abbey gekommen sein, so klischeehaft ist ihre Darstellung. Viel anregender fand ich Mayas große Schwester Irene, die einen viel stilleren Charakter besitzt, weshalb sie viel rätselhafter wirkt und deren Geheimnis viel interessanter war, als das der anderen Personen.
Die Geschichte dagegen ist wirklich extrem spannend. Die Geschehnisse und Handlungsstränge sind gut und sinnvoll aufgebaut. Man fiebert mit Maya mit und überlegt selbst, welches dunkle Familiengeheimnis nur dahinter stecken kann. Jedes Detail ,das sie entdecken, führt einen tiefer in die Vergangenheit. Außerdem hat die Autorin einen wirklich angenehmen und einnehmenden Schreibstil, der einen tief in das Buch eintauchen lässt. Sie lässt Ceylon und die Teeplantagen auf denen Maya lebt vor dem geistigen Auge erscheinen. Man kann beinahe die nassen Teepflanzen nach dem Regen riechen. Die Beschreibungen sind so passend und detailliert, dass man einen wirklich schönen Eindruck von der Zeit bekommt, von den Familienverhältnissen, der Lebensweise und der Position der Frau. Man kann sich richtig in das Leben dieser Familie hineinversetzen, was mir sehr gut gefallen hat. So fliegen die Seiten auch nur so dahin.
Generell würde ich jedoch sagen, dass dieses Buch zu kurz ist. Es hätte ruhig noch 100 Seiten mehr vertragen können, um einerseits tiefer in Mayas Gefühlswelt eindringen zu können, aber auch um die Suche und um das Geheimnis weiter zuspitzen zu können. Gerade zum Ende hin werden die unterschiedlichen Stränge und Probleme doch etwas schnell aufgeklärt, was, trotz der wirklich grandiosen Auflösung, einen faden Beigeschmack hinterlässt. Dies hätte ruhig noch etwas detailreicher ausgeschmückt werden können.

Fazit:
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, obwohl ich sonst kein großer Leser von historischen Romanen bin. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und hat ein wirklich gutes und plausibles Ende. Leider bleiben die Hauptpersonen doch recht blass, doch die wunderschöne Darstellung von Ceylon und der damaligen Zeit machen dieses Manko wieder wett. Ich kann dieses Buch doch guten Gewissens jedem weiterempfehlen, auch an jene, die sonst zu alt für Jugendbücher sind.


In einer anderen Welt
In einer anderen Welt
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Ein magischer Jugendroman, 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: In einer anderen Welt (Kindle Edition)
Inhalt:
Die Geschichte spielt in Wales im Jahr 1979. Wie bereits ihr Vater es vor Jahren getan hat, so ist auch die 15jährige Morwenna vor ihrer grausamen Mutter geflohen, die und da ist Mor ganz sicher, eine Hexe ist.
Nun sucht Morwenna bei genau diesem und seinen drei merkwürdigen Schwestern Zuflucht vor ihrer Mutter, doch wird sie weit entfernt auf ein Internat geschickt. Für Morwenna, die eine sehr fröhliche, magische Kindheit hatte, kommt dies einer Beschneidung ihrer Persönlichkeit gleich. Sie fühlt sich eingeengt und vollkommen allein. Sie versteht die dort herrschenden Regeln nicht und gewinnt so keine Freunde.
Nur die Bücher in der Schulbibliothek und später in der Stadtbibliothek geben ihr Rückhalt und Zuversicht, während sie sich nach der Unbeschwertheit ihrer Kindheit sehnt. Nach den Feen, der Freiheit zu Rennen, den magischen Landschaften und ihrer verstorbenen Zwillingsschwester.
Da dieser Roman in Tagebuchform geschrieben wurde, wird man intensiv in Morwennas Gefühlswelt hineingezogen, welche eine der sympatischsten und stärksten Heldinnen ist, die mir bis bisher begegnet sind. Dementsprechend fallen die anderen Figuren aber leider eher weniger auf, beziehungsweise werden nur durch Morwennas subjektive Sicht dargestellt. So bleibt ihr Vater ein fremder für sich und ihre Mutter stellt sie als böse Hexe dar, woran sie auch bis zum äußersten glaubt. Genauso, wie an die Feen, die sie immer wieder auf gefährliche Missionen schicken.
In wie fern das zutrifft ist dem Leser selbst zu glauben überlassen.
Dieses Buch ist ins einer Grundform eine Geschichte über das Leben eines sich verstoßen fühlenden, jungen Mädchens auf dem Weg zum Erwachsenwerden und ihren Umgang mit den damit verbundenen Problemen. Darüber hinaus ist ein ein außergewöhnlicher Fantasy-Roman, der mit den bekannten Motiven dieses Genres spielt und, ähnlich wie in dem Film Pans Labyrinth, damit eine neue Ebene der Dinge erschafft. Sicherlich kann man viel der Magie mit der sich Mor umgibt logisch erklären und es als Schutzmechanismus eines kleinen Mädchens halten, welches mit großen familiären Tragödien zu kämpfen hat, doch gleichzeitig kann man, genau wie Morwenna, diese akzeptieren und sich hinein ziehen lassen in dieses mystische Reich. Dies wird auch verdeutlicht durch scheinbar Außenstehende, die jedoch, da sie zu glauben bereit sind, von Morwenna in die Magie einführen lassen können. Die Autorin überschreitet also die Grenze zwischen Realität und Magischem und zeigt damit auf, dass jeder wenigsten ein Stück von der Magie erleben kann, wenn man auch bereit ist zu sehen und zu glauben.
Dieses Buch hat neben diesen beiden bereits sehr interessanten Ebenen jedoch noch eine dritte zu bieten. Es handelt sich hierbei um eine Abhandlung, aus Morwennas Sicht, der damals zeitgenössischen Science Fiction – und Fantasy-Romanen. Falls man bis dahin geglaubt hatte, man kenne bereits doch einige Romane, so belehrt ein dieses Buch eines Besseren.
Es lohnt sich also immer einen Zettel und einen Stift bei sich zu haben, um die ganzen Autoren und Titel aufzuschreiben, welche man unbedingt noch lesen muss.
Der Schreibstil wirkt zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, was auch der zu Beginn sehr langsamen und ruhigen Geschichte zu schulden ist. Die Tagebuchform und die Erzählweise von Morwenna wirken zuerst eher dem Lesefluss hinderlich und haben mir zumindest Probleme bereitet. Doch je weiter man in dem Buch voranschreitet über spannender und einnehmender wird es. Dies liegt nicht wirklich an der plötzlich rasanter werdenden Handlung, denn eigentlich dümpelt diese weiter vor sich hin. Stattdessen wird man immer tiefer in Morwennas Gefühlswelt hineingezogen und während die ersten Seiten noch wie ein Kampf wirken, fliegen die letzten nur so dahin.

Fazit:
Ich habe mich für dieses Buch entschieden, da ich schon viel positives über Jo Walton gelesen habe und die Review über dieses Buch sehr spannend klang. Als ich damit begonnen hatte, traf es jedoch nicht das, was ich erwartet hätte. Dies ist für mich jedoch kein negativer Faktor, denn es hat mich dennoch begeistert. Selten hatte ich einen so außergewöhnlichen Roman in der Hand, den man nur schwerlich in ein Genre pressen kann. Genau das ist auch der Grund, weshalb es viele wohl nach den ersten Seiten enttäuscht beiseite legen. Dieses Buch ist halt, wie man aus meiner Rezension bereits schon entnehmen kann, kein gewöhnlicher Fantasy-Roman, sondern zeigt viel mehr die Wichtigkeit des Lesens und der eigenen Fantasie auf, welche in der Zeit des Fernsehens, der Smartphones und der Computer gerne vergessen wird. Ich würde dieses Buch jedem begeisterten Leser empfehlen.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7