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Raumzeitreisender (Station to Station to Ahaus)
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Stress: Ein Lebensmittel
Stress: Ein Lebensmittel
von Urs Willmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4.0 von 5 Sternen Stress und seine Bedeutung, 1. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Stress: Ein Lebensmittel (Gebundene Ausgabe)
"Ohne Stress wäre unsere Spezies nie entstanden, und es gibt kaum einen Bereich des Lebens, in dem Stress nicht in Erscheinung tritt." (10)

Das Ziel des Buches besteht darin, die Sicht auf das Phänomen Stress zu verändern. "Er macht uns gesund, glücklich und stark, er verlängert das Leben." (37) Autor Urs Willmann stellt Untersuchungsergebnisse und Erfahrungsberichte vor, die veranschaulichen, welche Bedeutung Stress für den einzelnen Menschen und die Entwicklung der Menschheit hat.

Die Leser erfahren, warum Glücksspieler nicht überzeugend bluffen können, wenn sie sichtbar vor Stress frösteln (89), dass Schüchternheit keine psychische Störung ist (128) und welchen Einfluss Männerschweiß auf die Empfindlichkeit von Schmerz hat. (134) Der Autor erläutert die Aufgaben von Botenstoffen, beschreibt psychische und physische Reaktionen auf Stress und stellt einen Zusammenhang her zwischen dem Verhalten in Stresssituationen und der Evolution.

Angst und Stress stehen in engem Zusammenhang. Beide Zustände können Euphorie auslösen, wie der Autor anhand zahlreicher Beispiele deutlich macht. Auf Adrenalin folgt als Belohnung Endorphin und das führt zur Euphorie und manchmal zur Sucht. Natürlicher und auch künstlicher Rausch ist auch in der Tierwelt bekannt, wie der Autor nicht nur am Beispiel tasmanischer Känguruhs (170) deutlich macht.

In "Zumutungen" untersucht Willmann menschliche Abgründe und liefert Erklärungsansätze für das Böse im Menschen. Der Körper honoriert, was dem eigenen Überleben hilft und das ist ein zweischneidiges Schwert. "In der Geschichte der Menschheit wurden Dominanz, Macht und Aggressivität immer durch eine Endorphinausschüttung im Gehirn belohnt." (203) Die Erregung durch das Böse ist physiologisch nicht von einer (positiven) Stressreaktion zu unterscheiden.

Welche Schlussfolgerungen für den Alltag können aus den Untersuchungen des Phänomens Stress gezogen werden? Willmann gibt hierzu, unterstützt von dem Mediziner und ehemaligen Leistungssportler Thomas Wessinghage, den er interviewt hat, aufschlussreiche Antworten. Es ist ein Mythos, dass Manager den größten Stress haben. Ob man sich gestresst fühlt, korreliert mit dem Grad der Autonomie, der sich bei einer Verkäuferin an der Kaufhauskasse oder bei einem Arbeiter am Fließband auf einem niedrigen Level befindet.

Entspannung ist auf verschiedenen Wegen möglich und hängt davon ab, was für ein Typ man ist. Umgekehrt sind herausfordernde Tätigkeiten auch im Alter sinnvoll, um Demenz vorzubeugen. Die Einsichten und Rezepte im Buch sind nicht spektakulär, wenngleich die These "Stress macht glücklich" provokativ wirkt. Willmann untermauert seine These durch Erkenntnisse aus Psychologie, Hirnforschung und Medizin. Entstanden ist ein verständlich aufbereitetes Buch, welches aktuelle Erkenntnisse zusammenfasst und insgesamt lesenswert ist.


Glück: Ein Tatsachenroman
Glück: Ein Tatsachenroman
von Robert Kisch
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen Perspektivwechsel in Richtung Glück, 29. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Glück: Ein Tatsachenroman (Broschiert)
"Streng genommen gibt es unentwegt solche Momente, denke ich, von denen jeder einzelne das Potenzial in sich trägt, Glück zu machen." (219)

Autor Robert Kisch erzählt seine Geschichte, er ist Protagonist und Ich-Erzähler. Ob bzw. inwieweit es sich um einen Tatsachenroman handelt, ist für den Leser nicht verifizierbar. Die geistige Entwicklung des Protagonisten einschließlich seiner Ängste und Sorgen ist glaubhaft dargestellt.

Das Buch besteht aus mehreren Teilen mit auffallend kurzen Kapiteln. Überschriften wie "Ich und du", "Geist und Wahrheit" oder "Leben und Tod" deuten bereits darauf hin, dass der Autor hier einen Selbstfindungsprozess beschreibt. Protagonist Kisch wird im Möbelhaus gekündigt, ist desillusioniert und begibt sich auf eine Pilgerreise durch Deutschland.

Er beobachtet sein Umfeld und ist nachdenklich. Auf seiner Reise trifft er Menschen, die ihm Erkenntnis und Orientierung bieten. Es handelt sich nicht um eine utopische Reise wie die des Ibn Fattuma in dem gleichnamigen Meisterwerk von Nagib Machfus und auch nicht um einen Lebenskünstler, wie er in Büchern von Wilhelm Genazino zelebriert wird. Robert Kisch geht seinen eigenen Weg.

Auf seiner Tour durch Themen der Hirnforschung, der Grundlagenphysik, der Philosophie, des Taoismus und der Betriebswirtschaft reflektiert Kisch sein eigenes Leben. Er erkennt bei seinen Streifzügen durch Wissenschaft und Alltag, dass es manchmal die einfachen Dinge im Leben sind, die Glück produzieren. Manchmal reicht ein einfaches "Danke" aus.

Die Botschaft ist angekommen. Die Verpackung ist anders als bei Coelhos "Der Alchimist" oder bei Kerkelings "Ich bin dann mal weg" und gerade dadurch lesenswert. Robert Kisch hat seinen Weg in Richtung Glück gefunden, ohne dass dieser Weg sentimental oder kitschig wirkt.


Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich
Hoffnung Mensch: Eine bessere Welt ist möglich
von Michael Schmidt-Salomon
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen Ein reifes Werk eines bekannten Aufklärers, 23. April 2016
"Denn so seltsam es auch klingen mag: Von seiner Veranlagung her ist der Mensch das mitfühlendste, klügste, phantasiebegabteste, humorvollste Tier auf dem gesamten Planeten." (8)

Gegen die Ungerechtigkeit der Welt manifestierte sich im Laufe der Menschheitsgeschichte die Religion. Kern aller Religionen ist der Glaube an ein (gerechtes) Jenseits. Michael Schmidt-Salomon, bekannt dafür, den Menschen (supranaturalistische) Illusionen zu rauben, legt mit "Hoffnung Mensch" ein Werk vor, welches auf dem evolutionären Humanismus gründet und unabhängig von jeglichen Gottesbildern von dem Glauben getragen wird, dass sich die Menschheit positiv weiterentwickeln wird.

Auf acht Kapitel verteilt schlägt Schmidt-Salomon einen weiten Bogen durch die Menschheitsgeschichte und analysiert die Rolle und die Entwicklung des Menschen aus verschiedenen Perspektiven. Dabei glänzt er mit einem fundierten Wissen über naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Zusammenhänge, die in dieser komprimierten und auch anschaulichen Form auf dem Büchermarkt ihresgleichen suchen.

"Während traditionelle Weltanschauungen nur solche empirischen Befunde gelten ließen, die den jeweiligen Vorstellungen entsprachen, lässt der evolutionäre Humanismus nur solche Vorstellungen gelten, die empirischen Befunden entsprechen." (94) Nach traditionellen Vorstellungen handelt es sich bei empirischer Forschung und religiöser Weltanschauung um zwei getrennte Gebiete. Der evolutionäre Humanismus setzt dagegen auf die Einheit des Wissens.

Ob Mendel sorgfältig gearbeitet hat, wie der Autor schreibt (131), oder im Sinne seiner eigenen Theorie gemogelt hat, dürfte hier unerheblich sein. Die Ausführungen zu emergenten Phänomenen sind lesenswert, auch wenn Schmidt-Salomon - wie andere Autoren auch - nur den Rahmen abstecken kann, innerhalb dessen Bewusstsein erklärt werden muss. Was Bewusstsein im eigentlichen Sinne ist, liegt außerhalb unserer Erkenntnisfähigkeit.

Spannend wird es, wenn Schmidt-Salomon menschliche Eigenschaften bei Schimpansen und Bonobos beschreibt, einen Zusammenhang zwischen Schönheit und sexueller Auslese herstellt und die Entwicklung der Empathie und der Ethik aus dem Blickwinkel der Evolution erläutert. Dummerweise sind Empathie und Grausamkeit unheilvoll miteinander verknüpft. Dennoch sind in der kulturellen Entwicklung positive Akzente zu finden bis hin zur Forderung nach Grundrechten für Menschenaffen.

In seinem Resümee in den Kapiteln 7 und 8 beschreibt Schmidt-Salomon Krisen der Menschheit und Wege zu deren Beseitigung. Entgegen Huntingtons pessimistischem Ansatz in "Kampf der Kulturen" definiert Schmidt-Salomon personale Identitäten nicht nur über Rasse und Religion, sondern über eine Vielzahl von Kriterien, die erstgenannte Kriterien in den Hintergrund treten lassen. Auf diese Weise erhöhen sich die Gemeinsamkeiten unabhängig von Rasse und Religion. Zudem sind kulturelle Traditionen inhomogen und wandlungsfähig.

Ob es im Lager der religiös denkenden Menschen eine "bedeutsame Kurskorrektur" gegeben hat, vermag ich zu bezweifeln und auch die "humanistische Weltperspektive" erscheint mir im Hinblick auf die derzeitige reale Situation auf der Erde noch in weiter Ferne. (303) Vielleicht muss der zeitliche Rahmen erweitert werden, um zu solchen Ergebnissen zu gelangen. Der Sinn des Lebens ist subjektiv, ob es daneben noch einen objektiven Sinn gibt, kann niemand beantworten.

Schmidt-Salomon vermittelt Hoffnung in einem Maße, wie es der Rahmen des evolutionären Humanismus zulässt. Religionen mit einer jenseitigen Hoffnung werden dadurch nicht außer Kraft gesetzt. Sie werden infrage gestellt, aber in einer Welt voller Ungerechtigkeiten auf unbestimmte Zeit als Glaubensmodelle bestehen bleiben. In der Summe handelt es sich um ein aufklärendes und im Kern positives Buch.


Tod eines Bodengutachters: Ein Baustellenkrimi
Tod eines Bodengutachters: Ein Baustellenkrimi
von Andreas Belke
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krimi im Milieu einer Großbaustelle, 17. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Protagonist Adrian Beermann, von Beruf Bauingenieur, wird von seinem Gronauer Architekturbüro als Bauleiter auf einer Großbaustelle im Osten von Berlin eingesetzt. Was als Karrieresprung gedacht ist, entpuppt sich in menschlicher und fachlicher Hinsicht als außergewöhnliches Abenteuer. Ein Bodengutachter wird tot aufgefunden. Die Indizien sprechen für Mord.

Damit ist der Rahmen abgesteckt für einen Krimi in einem Milieu, welches in der Presse eher durch Schmiergeldzahlungen von sich Reden macht und weniger durch skrupellose Gewalt. Der Autor ist selbst Bauingenieur, insofern erwarten die Leser realistische Beschreibungen der Abläufe auf einer Großbaustelle.

Wenn es in einer Baugrube nach Mottenkugeln riecht, wird es gefährlich. "Ja, das sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und die sind, ... , sehr giftig." (10) An dieser Stelle stellt sich für die Leser die Frage, ob es sich um einen berechenbaren Krimi handelt, ohne Überraschungen und Wendungen. Die Frage kann, im Interesse potenzieller Leser, hier nicht direkt beantwortet werden.

Autor Andreas Belke versteht es, markante Charaktere zu entwickeln, die dem Roman Leben einhauchen. Das Beziehungsgeflecht zwischen Geldgebern, Planungsbüros, Baufirmen, Politik, Marketing und Behörden stellt er überzeugend dar. Er suggeriert, dass Geld viele Wege eröffnet und auch Hindernisse beseitigt. Lediglich das Verhältnis zur Kripo bzw. die Arbeit der Kripo fand ich schwach dargestellt.

Dagegen sind im persönlichen Umfeld der Baufachleute Überraschungen zu erwarten. Manchmal trügt der Schein und Beziehungen sind ganz anders als erwartet. Der Roman ist chronologisch aufgebaut und beschreibt einen Zeitraum von ca. 2 Monaten. Er spielt im Jahre 1994 und Hinterlassenschaften der ehemaligen DDR spielen eine Rolle. Insgesamt handelt es sich um einen unterhaltsamen Krimi, den man - einmal angelesen - nur ungern zur Seite legt.


David Bowie - Die Biografie
David Bowie - Die Biografie
von Marc Spitz
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

2.0 von 5 Sternen Eine umfangreiche Datensammlung über Bowie, 15. April 2016
Rezension bezieht sich auf: David Bowie - Die Biografie (Broschiert)
David Bowie zählt zu den kreativsten Künstlern der letzten Jahrzehnte mit einem hoch entwickelten Gespür dafür, ob ein Wandel in der Luft liegt und welcher Stil im Entstehen begriffen ist. Ist es Autor Marc Spitz gelungen, seinen Lebensweg überzeugend abzubilden? Hat er es geschafft, den Menschen hinter den Masken zu zeigen?

Marc Spitz hat eine Fleißarbeit abgeliefert. Sein Buch ist informativ und umfangreich. Spitz zeichnet Bowies Lebensgeschichte nach, widmet seiner Jugendzeit viele Seiten und erläutert seine Alben und Filme. Aber das Buch ist auch zäh, langatmig und trocken. Es strahlt nicht die Kreativität und Lebendigkeit Bowies aus. Vielleicht liegt das daran, dass Bowie selbst nicht zu Wort kommt.

Während ich "Broken Music" von Sting und "Life" von Keith Richards verschlungen habe, musste ich mich durch dieses Buch - immerhin über einen meiner Lieblingskünstler - mühsam durch kämpfen. Es ist eine prosaisch aufbereitete Datensammlung, die den Leser nicht fesselt. Vielleicht hätten Interviews mit Bowie integriert werden müssen. Spitz hat zwar die eine oder andere Maske Bowies gelüftet, aber nicht den Menschen Bowie in seinem Kern erreicht.


Kants Welt: Eine Biographie
Kants Welt: Eine Biographie
von Manfred Geier
  Taschenbuch
Preis: EUR 11,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?, 26. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Kants Welt: Eine Biographie (Taschenbuch)
Immanuel Kant gilt als einer der am meisten diskutierten Philosophen der Menschheitsgeschichte. Wer als Philosoph ernst genommen werden will, muss seine eigenen Thesen in Beziehung setzen zum systematisch aufgebauten Gedankengebäude von Kant. Das Gesamtwerk von Kant umfasst ca. fünftausend Seiten und ist eine Herausforderung für seine Nachfolger. Nietzsche nannte Kant den "großen Chinesen aus Königsberg".

Manfred Geier setzt sich in "Kants Welt" primär mit dessen Lebensgeschichte auseinander. Der Fokus liegt nicht auf dem Inhalt seiner Theorien. Das Buch ist chronologisch aufgebaut. Im Anhang befinden sich ein tabellarischer Lebenslauf, Fußnoten zum Inhalt, Literaturangaben, ein Bildnachweis sowie ein Index über Personen, die mit Kant in Verbindung gebracht werden.

Autor Geier beschreibt Kant als wahren Aufklärer, der sich in jungen Jahren trotz magerer Kenntnisse in Mathematik und Naturwissenschaft nicht scheute, sich mit geistigen Größen wie Newton und Leibniz anzulegen, in späteren Jahren ein neues philosophisches Gedankengebäude errichtete und im fortgeschrittenen Alter mit dem von Friedrich Wilhelm II protegierten Johann Christoph Wöllner, Verwalter der Zensurbehörde, aneinandergeriet.

In der Biographie wird deutlich, dass Kant, der seine Eltern früh verloren hat, in ärmlichen Verhältnissen lebte, ein politisch orientierter Mensch und insbesondere ein kritischer Denker und Aufklärer war. Seine großen Werke entstanden im fortgeschrittenen Alter. Zum Inhalt seiner Werke hätte ich gern mehr gelesen und auf dreihundert Seiten wäre das auch möglich gewesen. Dennoch zeichnet Manfred Geier in seinem durchweg verständlichen Buch ein Bild von Kant, welches der Leser nach der Lektüre plastisch vor Augen hat.


Ein ganzes Leben: Roman
Ein ganzes Leben: Roman
von Robert Seethaler
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geschichte eines Lebens - Geschichte des Lebens, 6. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Ein ganzes Leben: Roman (Taschenbuch)
"Wo wollen Sie denn eigentlich genau hin?", fragte der Mann. ... "Ich weiß es nicht", sagte er [Andreas Egger] und schüttelte langsam und immer wieder den Kopf. "Ich weiß es einfach nicht." (182/183)

Autor Robert Seethaler verrät im Klappentext viel über die Handlung, insbesondere nennt er wichtige Abschnitte im Leben des Bergbauern Andreas Egger. Daher kann der Fokus des Buches nicht auf dem "was" liegen, sondern eher auf dem "wie". Es geht um eine Gesamtschau auf ein hartes entbehrungsreiches, aber letztlich glückliches Leben.

Die Beschreibungen des rauen Lebens in den Bergen erinnern an "Schlafes Bruder" von Robert Schneider. Es handelt sich um eine Erzählung aus der Perspektive eines neutralen Erzählers mit wenig wörtlicher Rede. Die Geschichte ist nicht streng chronologisch aufgebaut, sondern angereichert mit Retrospektiven und Prospektiven.

Wir wissen nicht, wo wir herkommen, wir wissen nicht, wo wir hingehen und dazwischen liegt ein Leben, welches uns manchmal in Staunen versetzt, manchmal verwirrt, welches wir aber schicksalhaft mit all seinen emotionalen Momenten annehmen. In Eggers Leben spiegelt sich diese Ur-Philosophie des Seins wider.


The Circle
The Circle
von Dave Eggers
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,20

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Büchse der Pandora, 4. März 2016
Rezension bezieht sich auf: The Circle (Taschenbuch)
"Du sitzt mit drei Menschen an einem Tisch, die dich alle anschauen und versuchen, mit dir zu reden, und du starrst auf ein Display und suchst nach wildfremden Leuten in Dubai." (298)

Das sind Erfahrungen, die in der heutigen Zeit jeder macht. Internet, soziale Netzwerke, Blogs, Online-Chat, Twitter, Foren, E-Mails, Webcams und Onlinegeschäfte bestimmen den Alltag. Wie wäre es, wenn diese Dienste aller zusammengeführt werden, jeder eine eindeutige Identität erhält und die Anonymität aufgehoben wird? Mittels weltweit verteilter Kameras kann aufgrund der biometrischen Merkmale jeder Mensch jederzeit und überall ausfindig gemacht werden. Sämtliche Datenbanken stehen zur Verfügung.

Das ist eine Vision, die Dave Eggers in seinem Roman "Der Circle" beschreibt. Der Internetkonzern Circle vereinigt die wichtigsten Onlinedienste und ist mächtiger als jeder Staat. Protagonistin Mae bearbeitet Kundenanfragen beim Circle, für sie handelt es sich um einen Traumjob. Sie wird im Zuge ihrer beruflichen Entwicklung zur transparenten Persönlichkeit und damit zur Werbeikone des Konzerns.

Eggers macht in diesem Roman deutlich, was es heißt, die Privatsphäre aufzugeben. Protagonistin Mae, farblos und naiv, passt in diese Rolle. Ihr fehlt jegliche Distanz zu ihrer Tätigkeit und den Machenschaften des Konzerns. Dieser erinnert hinsichtlich seiner Arbeitsbedingungen und sozialen Aktivitäten stark an Google, so wie Gerald Reischl ihn in "Die Google Falle" beschreibt. Die Auswertemöglichkeiten gehen über das hinaus, was Stephan Baker realistisch in "Die Numerati" ausführt.

Aber der Circle ist umfassender. Reischl und Baker beschreiben Facetten aus der Welt der Möglichkeiten, die in dem vorliegenden Roman perfektioniert werden. Leider ist die Realität nicht weit von diesem Überwachungsstaat entfernt. Nach Orwell und Huxley hat Eggers einen Zukunftsroman geschrieben, der im Hinblick darauf, was NSA und andere Geheimdienste heute treiben, in Teilbereichen bereits Realität ist. Erstaunlicherweise werden heute auch intime Daten von vielen Menschen freiwillig veröffentlicht.

Der Roman ist nicht so düster wie "1984" und besitzt auch nicht die Tiefe von "Schöne neue Welt". Er ist eher eintönig und vorhersehbar. Dennoch handelt es sich um ein wichtiges Thema, welches in die Medien gehört, denn die Büchse der Pandora ist geöffnet.


Im Recht: Einlassungen von Deutschlands bekanntestem Strafrichter
Im Recht: Einlassungen von Deutschlands bekanntestem Strafrichter
von Thomas Fischer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reflexionen über Strafrecht und Gesellschaft, 2. März 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Es scheint mir nachgerade unerträglich, wie das Rechtssystem sich von der Zivilgesellschaft abschottet und sich für seine Machtsprüche auf vorgeblich neutrale Positionen bezieht, die in Wahrheit oft nicht mehr sind als begriffliche Zirkelschlüsse und aufgeblasen verklausulierte Interessen." (13)

Thomas Fischer stellt in seinem Buch Facetten des Strafrechts vor und erläutert, wie der Rechtsstaat im Inneren funktioniert. Dabei steht die "Vermittlung von Sachkenntnis" (8) im Fokus und nicht die Aufarbeitung von Justizskandalen. Es handelt sich um ein aufklärendes aber auch kritisches Buch. Im Vorwort setzt sich Fischer ausführlich mit der Frage auseinander, ob er als Bundesrichter ein Buch über die "praktische Verwirklichung des Rechts" (9) schreiben darf. Genau diese Perspektive macht das Buch interessant.

Die Texte sind in anderer Reihenfolge bereits im Rahmen der Kolumne "Fischer im Recht" auf [...] erschienen.

Recht und Politik

Der Autor sinniert über ein Bürgerstrafrecht für diejenigen, die innerhalb der vorhandenen staatlichen Gemeinschaft leben wollen und ein Feindstrafrecht für diejenigen, die die Rechtsordnung als solche ablehnen. Ist ein Feindstrafrecht überhaupt zulässig? "Nach allem, was wir wissen, hat sich unser Staat im "Krieg gegen den Terror" wissentlich an Aktivitäten beteiligt, die in unserem Recht nur schwerlich eine Rechtfertigung finden: an Entführungen, an Folterungen, an Ermordungen." (23/24) Ist das der Preis für den Selbsterhalt?

Fischer relativiert die Gefahren des islamisch geprägten Terrorismus. "Mir persönlich freilich erscheinen die meisten der fusselbärtigen, bleichen Welteroberer [Stichwort: Sauerland-Gruppe] in der konkreten Begegnung immer noch weniger bedrohlich als mancher tätowierte original deutsche Outlaw, dem nur noch exzessive Gewalt als zuverlässiger Beweis der Potenz erscheint." (34) Damit setzt er einen Kontrapunkt gegenüber der in Deutschland gefühlten Gefahr durch islamistische Terroristen. Zudem sieht er den Auslöser für Konflikte nicht in den unterschiedlichen Religionen, sondern primär in der Verteilungsungerechtigkeit. (41) Damit bezieht er Position konträr zu Huntingtons "Kampf der Kulturen".

Es gibt nicht nur den islamistischen Terror, sondern auch Terror durch rechte Gruppierungen. Der Autor lamentiert über viele Seiten über das Mord-Trio im NSU-Prozess. Am Ende des Kapitels stellt er die entscheidenden Fragen: "Was hat der Geheimdienst unseres Staats mit diesen Machenschaften zu tun? Wie viel Unterstützung erhielten und erhalten die klammheimlichen und öffentlichen Freunde des Holocaust aus Steuermitteln?" (58)

Fischer legt ein Plädoyer gegen die Todesstrafe ab. "Denn der Staat darf sich nicht der Körper und der Persönlichkeit seiner Bürger bemächtigen und sie zum öffentlichen Zweck benutzen und zerstören. Der Mensch darf nicht zum bloßen Objekt der Abschreckung, Beruhigung oder Belustigung gemacht werden." (65) Das Ziel muss darin bestehen, (auch die staatlich verordnete) Gewalt zu begrenzen.

Beim Thema Flüchtlingspolitik fordert der Autor die Leser heraus. Der Beitrag ist provozierend und extrem zynisch. Fischer geht mit der Realpolitik hart ins Gericht, mit seiner Zynik spiegelt er diese. Im Mittelmeer ertrinken jedes Jahr tausende von Flüchtlingen und die berechtigte Frage lautet, wer trägt die Verantwortung?

Recht und Freiheit

Anhand mehrerer Fallbeispiele macht Fischer deutlich, wie schmal der Grat ist zwischen Zufall und Schuld. Wer Schuld hat, wird zur Verantwortung gezogen. Es handelt sich um eine hauchdünne, in ihrer Wirkung aber sehr harten Grenze. "Wir sollten uns klarmachen, wie unbarmherzig sie ist. Und wie viel Nachdenken und Gefühl sie von Richtern fordert, die darüber zu entscheiden haben, ob ein Ereignis Zufall gewesen ist oder Schuld, Unglück oder Versagen." (99) Unabhängig von der juristischen Perspektive, die Fischer erläutert, gibt es die Perspektive der Neurobiologie (Wolf Singer, Gerhard Roth), die hinsichtlich Verantwortung und freiem Willen zu anderen Ergebnissen kommt. Das Thema ist umstritten.

Fischer begründet, auch anhand der historischen Entwicklung, warum Blasphemie im Zeitalter der Aufklärung kein Straftatbestand sein kann. "Im irdischen Strafrecht geht es nicht um Gott, sondern um die Menschen." (104) "Würde man den Tatbestand des Paragrafen 166 des Strafgesetzbuchs ernst nehmen, müssten ständig Prozesse wegen Beschimpfung der Botschaften von fünfzig Religionen oder ihrer Einrichtungen und Gebräuche geführt werden." (108)

Auch hinsichtlich der Bewertung von Verletzungen der Ehre gilt heute ein anderer Maßstab. "Lange Zeit galt die Ehre als das neben dem Leben wichtigste Gut, ihre Verletzung infamer als Raub, Betrug, Diebstahl oder Körperverletzung." (117) Heute wird der Anzeigeerstatter von genervten Polizeibeamten nach Hause geschickt und zur Zurücknahme der Anzeige gedrängt. "Da kommt sowieso nichts raus", ist die Meinung vieler Polizeibeamter. (119) Anders sieht es aus, wenn gegen Polizeibeamte der Mittelfinger erhoben wird ... (128)

Fischer geht mit seiner eigenen Zunft, im Hinblick auf die NS-Zeit, hart ins Gericht. "Die deutsche Justiz, bis zum Bundesgerichtshof durchseucht von Nazis, hielt das Strafrecht aus der Aufarbeitung heraus, indem sie die überwältigende Anzahl der eigenhändigen Mörder kurzerhand zu Gehilfen der Haupttäter erklärte." (136)

Recht und Gesetzgebung

Der Autor beschreibt im Zusammenhang mit Diebstahl und Raub einen gesetzlichen Wirrwarr, der zu unauflösbaren Widersprüchen führt und damit eine Entscheidungsfindung erschwert. Aufschlussreich ist, wie die Justiz mit derartigen Fallkonstellationen umgeht. Sie kommen einfach nicht mehr vor. (182) In seinem Schlussplädoyer beweist der Autor Humor: "Denn das sind wir dem Räuber doch schuldig, dass wir ihn nach Gesetzen verurteilen, die wir wenigstens selbst verstehen." (185)

Wie entsteht der Wirrwarr in den Gesetzen? Fischer erläutert theoretische Grundlagen der Gesetzgebung und der Anwendung von Gesetzen ("Keine Strafe ohne Gesetz" (195)) und erklärt das schwierige Verhältnis von Ministerialbeamten und Politikern. "Wer alles im Griff haben und beherrschen will, versucht sich in einer Partei nach oben zu boxen und gleichzeitig staats- und verwaltungsrechtlich abzusichern. Das ist die hohe Schule." (194)

Am Beispiel des Sexualstrafrechts erläutert Fischer, wie die Anhörung von Sachverständigen praktisch funktioniert. "Eine Sachverständigen-Anhörung in einem Ausschuss des Deutschen Bundestags hat mit kritischem Sachverstand bloß am Rande und mit objektiver Wissenschaft fast nichts zu tun." (204) Wer im Interesse der Opfer strafrechtliche Grenzen verschiebt, verschiebt auch die Grenze der Freiheit der Opfer selbst.

Recht und Richter

Wie wird man Jurist? Fischer plaudert aus dem Nähkästchen über das Studium, über "Erste Prüfung" und "Zweite Staatsprüfung" und warum Gespräche zwischen Juristen und anderen Berufsgruppen so schwierig sind. Dabei gilt, anders als in Philosophie und Physik, "Jura ist nicht ein Fach der Welt-Erkenntnis, sondern eines der Lebenswelt-Beherrschung." (243) Die Ausbildung zum Juristen bedarf einer Reform, diese ist jedoch kaum zu erwarten. Es wird viel auswendig gelernt und die Prüfungsreife erlangen die Studenten durch gewerbliche Repetitoren. Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Studenten auf dem Weg zum Richteramt einen Erziehungsprozess durchlaufen. "Überforderung, Demoralisierung, Demütigung sind Teil der Ausbildung." (257) Fischer ermöglicht den Lesern einen Blick hinter die Fassaden der juristischen Fakultäten.

Fischer beschäftigt sich mit der Wahrheit im Strafprozess. Was ist Wahrheit? Im Strafprozess wird eine Wirklichkeit rekonstruiert und mit Beweisen unterfüttert. Bei diesem zentralen Thema hätte ich es begrüßt, wenn der Autor Quervergleiche zur Denkweise in Philosophie, Mathematik und Naturwissenschaft gezogen hätte.

Welchen Wert haben Geständnisse, welchen Wert Indizien? Fischer rückt Indizienprozesse, entgegen landläufiger Meinung, ins rechte Licht. "Tatsächlich ist das Geständnis heute - zu Recht - theoretisch kaum etwas wert; faktisch gilt es - zu Unrecht! - weiterhin als Königsweg des Beweises." (317)

Fazit

Thomas Fischer klärt nicht nur über juristische Fragestellungen auf, sondern er klärt weise auf. Der Leser muss nicht seine Meinung vertreten, es bedarf aber intensiver Auseinandersetzung mit den behandelten Themen, seinen Stellungnahmen etwas entgegen zu setzen. Es ist kein staubtrockenes dogmatisches Lehrbuch, sondern ein Buch, welches unterhaltsam zu differenziertem Denken anregt. Im Fokus steht nicht das Strafrecht im engeren Sinne, sondern eher die Eingliederung des Rechts in Gesellschaft und Politik. Fischer versteht es, schwierige Sachverhalte verständlich zu vermitteln. Das Buch bietet Orientierung und ist sehr zu empfehlen.


Superkids: Warum der Erziehungsehrgeiz unsere Familien unglücklich macht
Superkids: Warum der Erziehungsehrgeiz unsere Familien unglücklich macht
von Prof. Dr. Michael Schulte-Markwort
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kinder im Optimierungskarussell, 2. März 2016
"Ich möchte aufzeigen, dass Bemühungen und Fürsorge um Kinder nicht im Optimierungswahn enden müssen, auch wenn es bisweilen ausweglos erscheint, sich den wahnhaften Bestrebungen zu widersetzen." (89)

Damit beschreibt Michael Schulte-Markwort, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit langjähriger Berufserfahrung, treffend den Spagat zwischen Fürsorge und Kontrolle, zwischen Forderung und Förderung, zwischen unbeschwerter Kindheit und realen gesellschaftlichen Lebensbedingungen.

Es geht nicht darum, aus dem Karussell auszusteigen, sondern eher darum, das Tempo zu regulieren. Der Autor beschreibt, wie Familien Einfluss nehmen können auf die Steuerung des Karussells. Zu diesem Zweck untersucht er die Situation der Kinder und der Eltern, beschreibt die familiäre Wirklichkeit und die gesellschaftlichen Zwänge, um im letzten Hauptkapitel das Handwerkszeug für den eigenen Weg vorzustellen.

Schulte-Markwort stellt zahlreiche Fallbeispiele vor. Dadurch werden die Ausführungen lebendiger und greifbarer. Denn viele Begriffe sind relativ und in abstrakten Beschreibungen nur schwer zu deuten. Was für den einen Forderung ist, ist für den anderen Überforderung, was für den einen Fürsorge ist, ist für den anderen Kontrolle. Die Beispiele tragen dazu bei, einen gesunden Mittelweg zu finden.

Auffallend sind die überwiegenden Fälle aus Akademikerfamilien, in denen die Hauptsorge zu sein scheint, die Kinder zum Abitur zu führen. Was ist mit Arbeiterfamilien, was mit Hauptschülern, Förderschülern, Realschülern? Haben die keine Probleme oder sind die Eltern weniger ehrgeizig oder sind die sowieso schon durchs Raster gefallen? Das Thema kommt zu kurz. Der Autor blendet Teile der gesellschaftlichen Realität aus oder wird mit Teilen der gesellschaftlichen Realität beruflich nicht konfrontiert.

Schulte-Markwort kritisiert die gute alte Zeit, dargestellt am Beispiel Bullerbü (248), und relativiert die Smartphone-Abhängigkeit als Randerscheinung (104). Es bedarf der genauen Analyse, ob die Gefahr durch die Beatles-Manie vergleichbar ist mit der heutigen Gefahr durch die Cybertechnik. So ist (nicht nur) Hirnforscher Manfred Spitzer davon überzeugt, dass die heutige Jugend zunehmend unter Empathieverlust leidet. Man muss nicht die Meinung von Spitzer vertreten, sollte argumentativ dann aber mehr zu bieten haben als den Vergleich mit den Beatles oder den alten Griechen.

Die kritischen Anmerkungen sollen nicht den Eindruck entstehen lassen, dass Schulte-Markwort polarisiert. Er argumentiert ausgewogen unter Hinzunahme verschiedener Perspektiven und findet, belegt anhand zahlreicher Fallbeschreibungen, Lösungen, mit denen alle Beteiligten leben können. Insbesondere analysiert er die Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten und entwickelt angemessene Gegenmaßnahmen.

"Wenn dieses Buch Ihnen neue Perspektiven vermitteln kann, Denk- und Erlebnisstrukturen ermöglicht, mit denen Sie Ihre Situation zu Hause anders verstehen und angehen können, ist alles gewonnen, was mir am Herzen liegt." (21) Dem ist nichts hinzuzufügen.


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