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Rezensionen verfasst von
Ursula Baumgartner

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Der aufgeklärte Gott: Wie die Religion zur Vernunft kam
Der aufgeklärte Gott: Wie die Religion zur Vernunft kam
von Alexander Kissler
  Taschenbuch

16 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kehrt die Religion zurück oder war sie niemals weg?, 1. Juni 2008
Das Buch "Der aufgeklärte Gott" von Alexander Kissler begibt sich mitten in die breite Diskussion um die Religion: Ist sie zurück oder war sie niemals weg? Wie nähern sich die Menschen heute der Religion an? Kissler ist davon überzeugt, dass die Religion keine bloße Gefühlssache, nichts "Softes", ist. Über Religion kann und muss verhandelt und sie muss geprüft werden. Dies ist ein objektiver Prozess, dem sich die Religion ruhig stellen kann, ist sie doch etwas Objektives, worüber wir Standpunkte beziehen und Argumente austauschen können. Dies ist ein rationaler Prozess. Verliert man diesen rationalen Zugang zur Religion, verliert man die Religion selbst. Religion als bloßes Gefühl gibt es nicht, dies wäre vielmehr ein persönliches Urteil, ein Geschmacksurteil, über Metaphysisches. Das Abgleiten der Religion ins Subjektive hat ihr selbst und der menschlichen Gesellschaft mehr geschadet als genutzt. Hier hätte der "neue Atheismus" recht, rein subjektive Religion wird zu gefährlicher Ideologie des eigenen Interesses. Doch leider kann der "neue Atheismus" seinem Gefängnis des Subjektivismus nicht entkommen, da er Religion nicht als objektivierbar begreift. So gleicht die oft aggressive Auseinandersetzung "neuer Atheisten" mit der Religion einem Kampf gegen Windmühlen. Wer allerdings eine neue Sicht von Religion erhalten möchte, dem sei Kisslers "Der aufgeklärte Gott" wärmstens empfohlen.


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