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Rezensionen verfasst von
Dr. Franz J. Giessibl (Friedberg, Bavaria, Germany)
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Beute (Prey)
Beute (Prey)
von Michael Crichton
  Gebundene Ausgabe

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als Thriller passabel, als Nano-Info mangelhaft!, 18. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Beute (Prey) (Gebundene Ausgabe)
Crichton versteht sich darauf, uns in Höchstspannung zu versetzen. Seine Themen sind dabei mehr (Airframe, The Rising Sun) oder weniger (Jurassic Parc) an die Realität angelehnt. Mit "Beute" hat er aber einen extrem weiten Sprung ins Reich der Fabel getan.
Dabei ist die Story durchaus packend: Der arbeitslose Informatiker/Biologe Jack hatte früher für Xymos, den Arbeitgeber seiner Frau am Betriebssystem von Nanorobotern programmiert. Sein Job war es, den Nanorobotern Schwarmverhalten und Evolutionsfähigkeit zu geben. Die Nanoschwärme entwickeln verblüffende Fähigkeiten, sie entkommen aus der Fabrik, pflanzen sich fort und ändern sogar ihre Energiequelle von Licht auf Biomasse (Hasen, Koyoten, Menschen...). Ausserdem schlüpfen sie in die Identitäten ihrer Schöpfer (einschliesslich Jacks Frau) und übernehmen die Kontrolle. Was könnte grässlicher sein?
Am Ende siegt das Gute, damit verspricht das Buch auch als Film ein Kassenschlager zu werden. Interessant und treffend fand ich einige Details aus der High-Tech Atmosphäre Kaliforniens:
-die Headhunterin, die kettenrauchend im Cafe ihr Notebook zuklappt und Jack bedeutet, wenn er nicht ein bisschen mobil wäre und aus Kalifornien an die Ostküste zieht, wär das nix mit dem neuen Job;
-Jacks Schwester, die ihn als Psychologin ("psychologists can never fix themselves") über seine Eheperspektive berät und ihn übergangsweise in der politisch korrekten Hausmannphase unterstützt.
Sachlichere Informationen findet man z.B. in Google unter 'There is plenty of room at the bottom', 'Millipede' oder auch in Eric Drexlers Buch 'Engines of Creation' [z.T. auch sehr spekulativ].
1 Punkte für Thema nano, 5 Punkte für High-Tech Thriller


Marathon-Training
Marathon-Training
von Manfred Steffny
  Gebundene Ausgabe

42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilfreich und motivierend!, 23. September 2002
Rezension bezieht sich auf: Marathon-Training (Gebundene Ausgabe)
Könnte ich die 42,195 km schaffen? Welche Zeit wäre für mich drin und was muss ich dazu tun?
Wer Antwort auf diese Fragen sucht, ist mit Steffny's Marathontraining sicher gut bedient.
Mich hat dieses Buch in mehreren Stadien einer "Marathonkarriere" begleitet - vom ersten Mal 1990 bis heute. Normalerweise laufen Marathonläufer im Training nie die ganzen 42 km. Deshalb ist es für jeden Anfänger eine wichtige Frage, ob man die ganze Strecke schaffen kann und mit welchem Tempo man sie angehen soll. Steffny liefert nach einer motivierenden Einleitung detaillierte Pläne für's "erste Mal". Ausgehend von der aktuellen persönlichen 10 km Bestzeit kann man nach einer einfachen Faustformel (10km x 4,66) die realistisch erreichbare Marathonzeit berechnen. Für diese erreichbare Marathonzeit werden in 8 Kapiteln beschriebene Trainingspläne (24 Wochenplan für blutige Anfänger, So läuft man unter 4 h, 3:30 h Läufer sammeln Rennen, So läuft man unter 3 h etc.) angegeben.
Diese Pläne haben von Anfang an hervorragend funktioniert (6 mal gestartet - die gelaufene Zeit lag 5 mal innerhalb 5 Minuten exakt bei der nach Steffny vorhergesagten Endzeit, der einmalige Ausreisser war durch extrem heisses Klima bedingt).
Die Kapitel für eine Laufzeit unter 3h kann ich nicht beurteilen.
Auch Kapitel über Ernährung während des Trainings und vor, während und nach dem Marathonlauf fehlen nicht.
Das Buch hat sich als ein zuverlässiger, exakter, unterstützender und sehr motivierender Begleiter für das Abenteuer Marathon erwiesen.


Mein langer Lauf zu mir selbst.
Mein langer Lauf zu mir selbst.
von Joschka Fischer
  Gebundene Ausgabe

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Motivierend und amüsant!, 10. November 1999
Joschka Fischer beschreibt in seinem Buch authentisch seine Transformation vom dickbäuchigen Endvierziger zum athlethischen "Mann in den besten Jahren". Die Sätze sind im Buch genau so lang wie die, die man im Parlament von ihm zu Hören gewohnt ist. Dass man deshalb manche Sätze zweimal lesen muss, tut dem Lesevergnügen und der Motivation keinen Abbruch - ich habe das Buch gestern mitternachts angefangen und nicht mehr weggelegt, bis ich um zwei Uhr damit fertig war.
Seine Geschichte über mentale Barrieren und deren Überwindung hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem Film "Forrest Gump". Besonders gefällt mir an Fischers erfolgreichem Marathonprogramm, dass er ja als Aussenminister beliebig viele Ausreden hätte, die Disziplin zum Training nicht aufbringen zu müssen.
Manfred Steffny, der Fischer beim Training zum ersten Marathon gecoacht hat, wird angemessen gewürdigt. Auch mir hat Steffnys Buch "Marathontraining" bei der Bewältigung der 42.195km hervorragende Dienste geleistet.
Ein Buch, das Mut macht. Unbedingt lesen!


Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen
Die Logik des Mißlingens. Strategisches Denken in komplexen Situationen
von Dietrich Dörner
  Taschenbuch

45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Murphy's Law vielfältig demonstriert - super!, 21. September 1999
Dietrich Dörner beschreibt in seinem Buch, wie nach menschlichem Ermessen gut geplante Projekte doch am Ende den Bach hinunter gehen. Die Vielzahl von Beispielen, angefangen von der Wasserversorgung eines Dorfes in Afrika über die Fauna und Flora eines Gartenteichs erläutert glasklar die Problematik, Prozesse mit vielen Eingangsparametern unter Kontrolle zu halten. Auch das Experiment, bei dem Probanden durch die Drehung eines Steuerrades einen bestimmten (zeitverzögert eintretenden) Ist-Zustand erzeugen sollten, fand ich sehr erhellend.
Fünf Punkte würde ich geben, wenn die folgenden Dinge korrigiert wären:
1) Die Grafiken sind sehr lieblos gestaltet und deshalb schwer zu lesen. Bei einem Buch dieser Auflage wäre der Aufwand des Autors, die Bilder lesbarer zu gestalten sicher zu rechtfertigen.
2) Die Schlussfolgerung aus den Beobachtungen ist nicht klar gezogen. Was also lernen wir daraus und wie machen wir es besser?
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 14, 2009 4:41 PM MEST


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