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Earshot At -. Magazin "(Earshot.at)"
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Keep Your Dream Alive (CD+Dvd)
Keep Your Dream Alive (CD+Dvd)
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen MASTERPLAN sind auch live eine Wucht, 20. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: Keep Your Dream Alive (CD+Dvd) (Audio CD)
Der Ex-HELLOWEEN Gitarrist Roland Grapow hatte es in den letzten Jahren mit seiner Band MASTERPLAN nicht immer leicht. Nach nur zwei Alben stieg Gesangswunder Jorn Lande aus und wurde kurzzeitig durch Mike DiMeo (Ex-RIOT) ersetzt, ehe Jorn doch nochmal für „Time To Be King“ zurückkehrte. Aber auch das sollte nicht lange währen und so stand beim aktuellen Werk „Novum Initium“ Rick Altz (Ex-THUNDERSTONE) hinter dem Mikro. Zwar machtn Mike und Rick jeweils eine sehr gut Figur, an die Glanztaten des selbstbetitelten Debüt und Meisterwerk „Masterplan“ wollten man nie wieder heranreichen. Nichts desto trotz sind MASTERPLAN auch heute noch ein Garant für intensive Live-Shows. Egal ob vor 150 Leuten im kleinen Club in Wien oder auf großen Festivals wie vor zwei Jahren am Masters Of Rock vor tausenden Fans.

Genau die zuletzt erwähnte Show liegt uns jetzt als DVD/BluRay in Händen. Das MoR bietet sich immer wieder gerne für Live-Mitschnitte an, da der Veranstalter selbst sowieso mitfilmt. Das ist ein immenser Vorteil für so manche Band. Und auch wenn „Keep Your Dream Alive“ der Truppe mehr als gerecht wird – ich war bei der genialen Show damals selbst live dabei – wäre eine Clubshow für MASTEPRLAN als DVD-Mitschnitt vielleicht doch die bessere Wahl gewesen. Aber dazu mehr.

Die Show wurde ziemlich gut eingefangen. Die intensive Stimmung, die lauten Fanchöre sowie das ganze Drumherum wird auf „Keep Your Dream Alive“ wunderbar wiedergegeben. Rick ist in Bestform und intoniert sowohl seine eigenen Tracks vom neuen Album ebenso wie die Klassiker wie „Enlighten Me“, „Spirit Never Dies“ oder „Heroes“ bei dem Roland selbst den Part des eigentlichen Gastsängers Michael Kiske live übernimmt. So führt die Band, die offensichtlich damals bei bester Laune war, souverän durch die Diskografie und lässt kein Highlight aus. Der Sound ist bombastisch und das Bildmaterial wie vom MoR gewohnt in bester Qualität. Einzig fehlt mir hier die visuelle Komponente, die zu MASTERPLAN einfach perfekt gepasst hätte. Auf Visuals, Monitore, Pyros oder sonstigen Klimbim sucht man nämlich leider vergebens. Da das aber Jammern auf höchstem Niveau ist, kann ich jedem Fan der Band diesen Release wärmstens ans Herz legen.

Ein paar Boni hat die DVD/BluRay-Variante auch noch zu bieten, nämlich ein paar weitere Live-Songs aus Wacken und Asien sowie einige offizielle Videos, die das Package wunderbar abrunden.


The Mystery Of Time
The Mystery Of Time
Preis: EUR 9,69

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider der Tiefpunkt dieses genialen Projekts, 20. Januar 2016
Rezension bezieht sich auf: The Mystery Of Time (MP3-Download)
Mittlerweile sind zwölf Jahre ins Land gezogen, seitdem EDGUY Frontmann Tobias Sammet mit AVANATASIAs „The Metal Opera“ für Aufsehen sorgte. Mit Stars wie Michael Kiske, David DeFeis, Sharon den Adel, Timo Tolkki oder Kai Hansen scharte er eine wahre Riege an Metalstars um sich und bot mit „The Metal Opera“ zwei Meisterwerke, die heute noch ihresgleichen suchen. Danach war erst mal Schicht, denn erst 2008 raffte sich Tobi wieder auf und spielte mit alten und neuen Helden „The Scarecrow“ ein. Der Stil hat sich drastisch geändert, doch konnte er mit dem einen oder anderen Song schnell neue Fans gewinnen, die auch mit dem Doppelschlag „Angel Of Babylon“ und „The Wicked Symphony“, die im direkten Vergleich mit dem Vorgänger etwas abfielen, Gefallen fanden. Die dazugehörigen Tourneen waren natürlich auch einzigartige Events mit großem Staraufgebot. Danach verkündete Tobias, dass jetzt Schluss sei.

Aber denkste – 2013 meldet er sich mit „A Mystery Of Time“ zurück und eine umfangreiche Tour dazu ist auch geplant. Dieses Mal ging der Meister die Sache aber etwas anders an, was man alleine schon an den Gästen sieht. Von den bisherigen Weggefährten sind neben Michael Kiske, Cloudy Yang und Bob Catley am Micro nur Sasha Paeth und Oliver Hartmann an den Gitarren übrig geblieben. Die restliche Mannschaft wurde neu besetzt und das eher mit Musikern des klassischen Rock- und Metal-Sektors. Mit Biff Byford (SAXON), Ronnie Atkins (PRETTY MAIDS), Eric Martin (MR. BIG), Joe Lynn Turner (Ex-RAINBOW) ist das LineUp auch eher schmal ausgefallen. An der Gitarre sind noch Gastbeiträge von Bruce Kulick (Ex-KISS) und AYREON-Mastermind Arjen Anthony Lucassen zu hören. Außerdem ist es zum ersten Mal ein echtes Orchester mit eingebunden worden, was einen gelungenen Sound verspricht.

So nun aber zur Musik. Traurig, aber „Mystery Of Time“ nervt mich schon nach kurzer Zeit. So ideenlos und uninspiriert hat Tobi ja noch nie gearbeitet. Alle Songs, sogar die 10-Minüter gehen nach „Schema F“ vor und klingen so, als würde man alles nur schon zu gut kennen. Aber da gibt es dann doch hier und da gute Momente. Der Opener „Spectres“ kommt mit einem enorm spannenden Intro daher, verfällt aber schnell in die mittlerweile zu typische EDGUY- / AVANTASIA-Rhythmik. Und sobald Tobi zu singen anfängt, wird plötzlich alles auf ein Minimum reduziert und das interessanterweise in fast jedem Song - Musicus MEtallus Iterruptus sozusagen. Das macht das Ganze natürlich sehr vorhersehbar. Melodien und Riffs sind alle bereits schon so oder so ähnlich auf den drei letzten Alben präsentiert worden und die mehrstimmigen Refrains, die schön ins Ohr gehen sind poppiger denn je. Dafür punkten Gesangsstars wie Michi Kiske beim flotten „Where Clock Hands Freeze“, bei dem aber der Vergleich mit alten HELLOWEEN mehr als nur weit her geholt ist, oder Ronnie Atkins bei „Invoke The Machine“. Auch "The Watchmakers Dream" mit Arjen Lucassen an der Gitarre und Joe Lynn Turner am Gesang hat durchaus seine guten Momente. Leider gibt es auch nicht wirklich viele dynamische Duetts zu hören, wie damals mit Klaus Meine. Irgendwie werden die Talente nicht immer richtig eingesetzt, da Biff, Ronnie und Bob doch eine sehr ähnliche Tonlage haben, geht da schon einiges unter. Nett ist dafür aber die Idee, dass man hier und da mal eine Melodie einbaut, die leicht in Richtung „Metal Opera“ deuten soll.

Spätestens bei dem vierten Track „Sleepwalking“ bin ich schon gewillt das Album rauszunehmen. Dieses Ö3 Pop-Söngchen ist ja wohl alles andere als gelungen. Mit „Black Orchid“ hat man einen netten düsteren Stampfer geschaffen und „Whats Left Of Me“ ist eine nette Rock-Ballade, während „Dweller In A Dream“ es auch auf ein EDGUY Album schaffen könnte. „The Great Mystery“ lässt zum Schluss in seinen zehn Minuten wirkliche Highlights vermissen. Zu weichgespült und emotionsarm plätschert der Song an einem vorbei.

Schade, aber „The Mystery Of Time“ klingt einfach wie eine B-Sides-Collection der drei vergangenen Alben. Alles schon gehört, nur besser. Große Highlights wie „The Toy Master“, „Promised Land“ oder „State Of Matter“ sucht man ebenfalls vergebens (die "Metal Opera" lasse ich hier bewusst außen vor). Ich würde das Album nicht als schlecht bezeichnen, doch im direkten Vergleich zur bisherigen Diskografie ist das der absolute Tiefpunkt dieses eigentlich genialen Projektes.


Zeller 18122 Medizinschrank, Metall / 30 x 12 x 60, weiß
Zeller 18122 Medizinschrank, Metall / 30 x 12 x 60, weiß
Preis: EUR 42,40

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Zwei Mal beschädigt und offensichtlich gebraucht geliefert, 20. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Lack abgeplatzt, zerkratzt und die Packung war offensichtlich bereits geöffnet.
In der ersten Lieferung war sogar Ziegelstaub, während in der zweiten die Glastüre schief eingebaut war.


Sign of the Witch
Sign of the Witch
Preis: EUR 18,56

5.0 von 5 Sternen Ein starker Vorbote, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Sign of the Witch (Audio CD)
Wie auch schon vor dem letzten Album „The Mouths Of Madness“ veröffentlichen die Doom Rocker ORCHID gut zwei Jahre nachher erstmal „nur“ eine EP mit vier Tracks. „Sign Of The Witch“ heißt das Teil und will mit seiner verrückten Artwork gleich mal Augenkrebs verursachen.

Musikalisch geht es sofort los, wie man es sich von ORCHID wünscht und erhofft. Das ruhige „Helicopters“ kommt mit minimalistischer Instrumentierung aus, weiß aber wann es richtig ausbrechen muss. Dennoch stiehlt hier definitiv Frontmann Theo Mindell mit seiner ganz eigenen und ausdrucksstarken Stimme dem Rest der Truppe mühelos die Show. Dass das ganze verdammt Retro klingt, muss ich wohl nicht dazu sagen. Mit „John The Tiger“ wird es eine gute Spur psychedelischer, dennoch gibt es ein BLACK SABBATH Signature Riff noch serviert, ehe man wieder umschwenkt und mit Fuzz-Riffing und wummerndem Bass Lust auf mehr macht. Mit 70s Doom Riff geht es im Titeltrack wunderbar und einen Zacken flotter zur Sache. Das Teil ist vollgeladen mit Groove, Blues, Psych und tonnenweise Hooks. Dass das Spaß macht ohne Ende ist dabei nur logisch, ehe „Strange Winds“ seinem Namen gerecht wird und ganz andere Klänge anschlägt. Ruhig, bedrohlich, atmosphärisch und wie auf einem Trip verzaubert man schnell und langhaltig. Ein wahres Erlebnis dieses Stück.

ORCHID haben bisher noch nie enttäuscht und liefern trotz des vermeintlich limitiert wirkenden Genres immer wieder Überraschungen und so manch Schmankerl. Wer die vorherigen Veröffentlichungen der Kalifornier schon mochte, wird auch „Sign Of The Witch“ in sein Regal stellen müssen.


Supreme Chaos
Supreme Chaos
Preis: EUR 17,99

3.0 von 5 Sternen Pfarrer im Moshpit, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Supreme Chaos (Audio CD)
Die Herren von WAR OF AGES konnten im Vorprogramm von UNEARTH im vergangenen Herbst durchaus überzeugen. Ihr Mix aus Metalcore und der NWOAHM machte Spaß, ging gut ins Ohr und hatte trotzdem die nötige Würze. Grund genug sich die neue Platte „Supreme Chaos“ näher anzusehen. Mag sein, dass WAR OF AGES nicht die einzigen sind, aber jedenfalls die einzig mir bekannten christlichen Metalcore'ler. Da man aber nicht mit Gospel-Chören oder irgendwelchen Predigten im Sound der Amis erwarten kann, bleibt dieses Detail nur für Lyric-interessierte Mosher von Belang.

„Supreme Chaos“ ist schon das sechste Album der Truppe in nur zehn Jahren und man hört dem Quintett auch sofort die Erfahrung in den kompakten und durchdachten Songs an. Dankenswert ist auch, dass sich WOA nie in Breakdown-Overkills verstricken oder gar andere Metalcore-Eskapaden exzessive übertreiben. Dafür ist so manch Song dann doch etwas weichgespült und zu Melodie-orientiert für den einen oder anderen Fan härterer Klänge, die sich außerdem an so manch elektronischen Element stören könnten. Diese wiederrum bringen der Band dann doch einen ganz eigenen Anstrich. Das Niveau von ALL THAT REMAINS, KILLSWITCH ENGAGE oder eben UNEARTH, die allesamt irgendwo im Bandsound auftauchen, mag man zwar auch nie erreichen, doch die zehn Kompositionen sind verdammt anständig und überraschen immer wieder mit gelungenen Melodien, coolen Doppel-Leads und anständigen Speed-Attacken. Chef-Prediger Leroy Hamp weiß sein Organ auch vielseitig zu verwenden und überzeugt sowohl in den aggressiven als auch den cleanen Parts. Bei letzteren wird er auch gerne mal mehrstimmig unterstützt, was für die Live-Situation natürlich von Vorteil sein kann.

Wer auf kompromissbereiten, melodischen und oftmals verspielten Metalcore steht, der macht mit WAR OF AGES definitiv nichts falsch, so richtig herausstechen wollen die Amis trotz halbwegs eigenem Bandsound und ausgefeilten Songs dann aber doch noch nicht.


Culling the Weak (Digipak)
Culling the Weak (Digipak)
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Der Schütze trifft noch nicht ganz, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Culling the Weak (Digipak) (Audio CD)
Die drei Jungspunde der kalifornischen Rocker ARCHER, durften bereits im Vorprogramm von DORO und ZAKK WYLDE ihr Können beweisen, ehe sie mit dem Debüt „Culling The Weak“ weltweit auf sich aufmerksam machen wollten.

Das Debüt tönt grundsolide im guten alten Rock, der zwar Nostalgie hervorruft, dennoch auch dank druckvollem Sound modern genug klingt, um nicht als retro durchzugehen. Verantwortlich dafür war natürlich kein Amateur, denn Mike Clink arbeitete bereits mit GUNS N'ROSES, UFO und MEGADETH zusammen.

Amerikanischer Alternative Rock/Metal, der groovt, erdig rockt und auch mal leicht hymnisch daher kommt. Die Stimme von Dylan Rose, der auch die Gitarre bedient, passt super zum Gesamtsound und die Rhythmusfraktion drückt souverän nach vorne. Zwar geht der knackige Titeltrack gut ins Ohr, „Dawn Of Delution“ überzeugt durch die ausgefallene Gitarrenarbeit und das abschließende melancholisch angehauchte „My Atrocity“ hat auch seinen Charme, aber was ARCHER noch fehlt, ist der eine oder andere Kracher, der sofort zündet.

Zwar machen die Jungs aus Santa Cruz auf ihrem Debüt nicht sonderlich etwas falsch, aber so richtig zünden will das überaus solide Werk noch nicht.


Genexus
Genexus
Preis: EUR 15,58

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mensch und Maschine harmonieren wieder, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Genexus (Audio CD)
Dino Cazares und seine FEAR FACTORY stecken trotz ihrer kreativen Schaffenspause von 2005 bis 2010 irgendwie in der Krise. Klar „Transgression“ war verdammt gewöhnungsbedürftig und eine Pause war sicher nicht der größte Fehler doch das Comeback „Mechanize“ und dessen Nachfolger „The Industrialist“ wollten in ihrer Sterilität nicht wirklich überzeugen oder gar hängen bleiben.

Gut, FEAR FACTORY wollen bis zu einem gewissen Grad steril und trostlos klingen, das gibt ja das Konzept der Band auch her, doch ein Gene Hoglan, der eine echte Maschine an den Drums ist, ist da schon zu viel des Guten – vom Drum-Computer auf dem letzten Werk spreche ich gar nicht erst. Die Grätsche zwischen mechanischem Konzept und organischem Sound, die ihre Werke „Soul Of A New Machine“ und „Demanufacture“ zu den Klassikern, denen die Amis bis heute nachlaufen und auch nie wieder erreichen werden, wollte einfach nicht mehr aufkommen.

Das nunmehr zehnte Werk von FEAR FACOTRY zeigt aber sogleich, dass Cazares und Fronter Bell dieser Umstand mittlerweile bewusst worden ist. Dass der Opener „Autonomous Combat System“ nach dystopischem Intro in Sachen Rhythmik an den Klassiker „Self Bias Resistor“ angelehnt ist, kann kein Zufall sein. Dass hier noch Samples, die an den Terminator-Soundtrack erinnern, dazu kommt, bringt dem Song dann doch die eigene Note. Burton brüllt sich in bekannter Manier durch den Song und Drummer Mike Heller hat den Sound der Band absolut verstanden und schafft es nun somit mühelos, dass die Angstfabrik zwar nach sich selbst klingt, aber dennoch klar macht, dass man es hier mit einem echten Drummer zu tun hat. Dieses kleine Detail wirkt auf „Genexus“ wirklich Wunder. „Anodized“ und „Dielectric“ machen nicht viel anders als der erste Song, gehen aber gut ins Ohr und bieten dem FEAR FACTORY Fan alles, was die Band in den letzten Jahren groß gemacht hat. Das Gefühl, vieles davon von der Truppe bereits gehört zu haben, mag zwar selten weichen, wie auch beim Einstiegs-Gebrüll bei „Soul Hacker“, die Tracks machen endlich mal wieder Spaß.

Natürlich bietet Burton C. Bell wieder ein Konzept, dass Mensch und Maschine näher beleuchtet. Es geht um eine Zukunft, die in gewisser Weise schon da ist, in der die Maschine immer menschlicher wird und der Mensch immer mehr zur Maschine. Außerdem kommt die persönliche Note dazu, denn Bell behandelt die große Frage: „Wer bin ich?“.

„Promotech“ kommt mit interessanten Synthies und Cyber-Rhythmik daher und geht gut ins Ohr, während sich der Mann am Mikro erneut die Seele aus dem Leib brüllt. Die cleanen Vocals sind in jedem Refrain zu finden, klingen solide, hat man aber bereits besser gehört. Komplette Aussetzer dahingehend, wie man sie leider live schon öfter erlebt hat, bleiben aber aus. Richtig aggressiv kommt der Titeltrack, der sich unaufhaltsam nach vorne wälzt, daher, etwas tiefgründiger tönt hingegen „Battle For Utopia“, während „Expiration Date“ die experimentelle Seite von FEAR FACTORY aus dem Cryo-Schank holt und in knapp neun Minuten ein ganz eigenes, wenn auch sehr ruhiges Hörerlebnis verspricht. Wir nicht jedem FF-Fan gefallen, funktioniert auf „Genexus“ jedoch wunderbar.

„Genexus“ ist zwar kein Meisterwerk, aber der längst überfällige Befreiungsschlag, der FEAR FACTORY endlich wieder in passender Form zeigt. Hier treffen alte Elemente auf neue Ideen und Experimente ohne jemals daneben zu treten. Vielleicht mag die Abwechslung etwas zu Gunsten des Fanservices in den Hintergrund gestellt werden, aber hier dürfen Bell und Cazares definitiv neu ansetzten. Definitiv das beste Werk seit „Archtype“, wenn nicht sogar mehr, aber das wird die Zeit zeigen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 7, 2016 6:27 PM MEST


Echoes of a Lost Paradise
Echoes of a Lost Paradise
Preis: EUR 17,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teutonen-Heavy Metaller auf dem Vormarsch, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Echoes of a Lost Paradise (Audio CD)
Die Münchner Heavy Metaller STORMHAMMER kann man gut und gerne als alte Hasen bezeichnen, doch obwohl die Männer bereits seit über 20 Jahren aktiv sind, wollte der Durchbruch noch nicht wirklich stattfinden. Vielleicht mag es an den Umbenennungen in den frühen Tagen liegen, den langen Pausen zwischen den jeweiligen Veröffentlichungen, den unzähligen LineUp Änderungen oder eine Mischung aus allem, aber STORMHAMMER sind nach wie vor nicht viel aus dem Untergrund gekommen.

Mit neuem Fronter in Form von Jürgen Dachl (Ex-FLOOD OF AGES, Ex-DIABOLOS DUST) und dem fünften Album „Echoes Of A Lost Paradise“ startet man einen erneuten Versuch dies zu ändern. Rauer, harter, aber dennoch dem Fantasy-Genre nicht abgeneigter Heavy Metal der Marke GRAVE DIGGER, REBELLION, STORMWARRIOR und Co. erwartet uns hier. Da ist natürlich auch der Teutonen-Anstrich nicht abzusprechen. Mag es an Jürgens Vocallines liegen, aber alte BLIND GUARDIAN fallen mir schon beim Opener „Glory Halls Of Valhalla“ ein. Da der Mann dank DIABOLOS DUST eine thrashige Vergangenheit mitbringt, kann man sich natürlich vorstellen, dass der Münchner der Truppe nochmal einen schlagkräftigen Bums mitgibt und rau aber auch teils gefühlvoll eigentlich recht gut zum Gesamtsound passt. Trotz der Rohheit und Härte von „Echoes Of A Lost Paradise“ sind STORMHAMMER durchaus als verspielt zu bezeichnen, so werden die Songs auch an der 6-Minuten Grenze nicht langatmig, die Riffs und Soli sind energiegeladen und die Songstrukturen nicht immer ganz simpel. Der nötige Schuss Power Metal, natürlich auch der deutschen Prägung macht natürlich zudem Spaß. Woran es STORMHAMMER nach wie vor mangelt ist aber das gewisse Etwas oder der eine oder andere Hit, der sie aus der Masse herausreißt. Nichts desto trotz finden sich ein paar Perlen wir das flotte und ungestüme „Fast Life“ oder das straighte „Black Clouds“, aber auch die ruhigeren Nummern wie „Into Darkest Void“ oder „The Ocean“ haben ihre Momente, auch wenn Jürgen hier noch etwas limitiert erscheint.

STORMHAMMER sind auf dem Vormarsch und liefern mit „Echoes Of A Lost Paradise“ ein nettes Comeback ab, dass hoffen lässt, dass die Truppe, wenn nicht wieder zu viel Zeit vergeht, durchaus noch ihren Sound ausbauen und sich einen Platz neben den genannten Größen erarbeiten können. Spaß macht dieses Album auf jeden Fall bereits.


Hibria (European Edition)
Hibria (European Edition)
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Brasilianische Power und Energie, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: Hibria (European Edition) (MP3-Download)
Gut zwei Jahre nach „Silent Revenge“ gibt es nach dem zwischenzeitlich veröffentlichten Best-Of bereits Nachschlag von HIBRIA in Form des selbstbetitlten fünften Werkes. Ein Album nach der Band zu nennen, hat meist einen besonderen Grund, wenn man mal der Band nicht unterstellen will einfallslos zu sein. So erklären HIBRIA den Umstand, dass ihr fünftes Album das erste ist, das man endlich ohne LineUp Änderungen zum vorhergehenden Werk zustande brachte und seinen Sound nun endgültig gefunden habe.

Dabei machen die Süd-Amerikaner auch wirklich da weiter, wo sie mit SILENT REVENGE aufgehört haben. Flotten, verspielten Power Metal der brasilianischen Prägung, wo nicht selten Namen wie SHAMAN, ANGRA oder AGE OF ARTEMIS in den Sinn kommen, doch HIBRIA setzen trotz einiger Spielereien die europäische Direktheit des Genres immer wieder ein und liefern somit ein kurzweiliges Erlebnis mit mitsingbaren Refrains, einprägsamen Melodien und viel Doublebass. Aber auch einen Schuss Thrash verträgt das Album ganz gut, so kommt „Tightrope“ etwas aggressiver daher als die ersten beiden Songs, die in erster Linie gut ins Ohr gehen wollten. Stimmakrobat Iurai Sanson gibt sich reichlich Mühe Abwechslung ins Geschehen zu bringen, kann aber seine Herkunft zu keiner Sekunde verheimlichen, was aber definitiv nicht als Kritik gesehen werden sollte. Auch die Gitarristen Abel und Renato toben sich immer wieder aus, liefern sich Solo-Duelle, experimentieren herum und schrecken auch vor akustischen Zwischenspielen nicht zurück. „Life“ hingegen nimmt trotz seiner kurzen Spielzeit schon fast progressive Züge an. Ruhiger Einstieg, bombastische Keyboards und rockige Elemente lassen den Track schnell zur Perle werden. Im Anschluss bringt „Ghosts“ SYMPHONY X-artiges Riffing mit und „Legacy“ thrasht erneut alles nieder, will aber nicht immer so ganz mit den hohen Gesängen harmonieren.

Aber egal ob das episch tönende „Ashamed“ mit merkwürdigem Mittelteil, das flotte „Church“ oder das dynamische Finale in Form von „Words“, HIBRIA bieten einiges, das es zu entdecken gilt und liefern mit diesem Album ihr wohl abwechslungsreichstes und ausgereiftestes Werk, das Fans des Süd-Amerikanischen Power Metals, aber auch Anhänger der europäischen Gattung durchaus munden sollte. Spaß macht das Teil so oder so.


A Bit Closer to Heaven
A Bit Closer to Heaven
Preis: EUR 18,99

4.0 von 5 Sternen Die neue Generation der Metal Oper?, 27. August 2015
Rezension bezieht sich auf: A Bit Closer to Heaven (Audio CD)
NERGARD schickt sich an den Metal Opern wie AVANTASIA, AINA oder AYREON Konkurrenz zu machen. Der junge norwegische Gitarrist Andreas Nergard hat sich dazu zahlreiche Sänger und Musiker eingeladen – wie es sich eben für eine Metal Oper gehört und so manch Perle geschrieben. „A Bit Closer To Heaven“ ist dabei schon der zweite Versuch.

Zwar kann NERGARD nicht auf Größen wie Michael Kiske, Bruce Dickinson oder James LaBrie zurückgreifen – da ist das Budget womöglich noch zu schmal, aber mit Nils K. Rue (PAGANS MIND), Elize Ryd (AMARANTHE), Michael Eriksen (CIRCUS MAXIMUS) oder Ralf Scheepers (Ex-GAMMA RAY, PRIMAL FEAR) hat er dennoch ein paar verdammt talentierte und bekannte Sänger für sein ambitioniertes Projekt finden können. Letztgenannter sticht auch sofort beim 8-minütigen Epos „Light And Shadows“ mit seinem markanten Organ heraus. Das Riffing ist eher rockig gehalten, doch der Song geht gut nach vorne, ist dynamisch und bietet so manch eingängige Passage. Dennoch ist das folgende „Fall From Grace“ mit seiner lockeren Einfachheit und dem poppigen Refrain fast eine Erleichterung im Gegensatz dazu. Andreas beweist jetzt schon ein gutes Gespür für Melodien, Hooks und eingängige Refrains, die schnell haften bleiben. Das Songmaterial bleibt trotzdem stets spannend und dank progressivem Anstrich auch nur selten vorhersehbar. NERGARD kommt auf acht Sänger an der Zahl und bietet außerdem einige Gastsoli von Mitgliedern von PAGANS MIND, TELLUIS REQUIEM oder WITHEM. Auch wenn das Songmaterial großteils irgendwo zwischen Melodic Rock, Metal und bombastisch angehauchtem AOR schwankt, driftet er auch immer mal gern in romantisch-verträumte Gefilde wie in „On Through The Night“ oder dem finalen „When All I Want Is You“, was dem Ganzen einen großen Schub in Sachen Abwechslung gibt. Highlights sind dennoch eher die eingängigen Rocker wie „Help Me Through The Night“ oder das progressive Titelstück.

NERGARD ist ein talentiertes und ambitioniertes Projekt, das auch abgesehen von den Namen leben kann und Freunde von Metal Opern sicher viel Spaß bereiten wird. Mit den ganz Großen spielt man hier noch nicht ganz mit, dafür hebt man sich stilistisch aber von den genannten Vorreitern auch deutlich ab.


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