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Earshot At -. Magazin "(Earshot.at)"
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Unum
Unum
Preis: EUR 19,95

4.0 von 5 Sternen Bombastischer Folk Power Metal mit sympathischen Ecken und Kanten, 4. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Unum (Audio CD)
Mit ihrem Zweitling „The Bivouac“ konnten mich die aus Pisa stammenden Jungs von VEXILLUM und ihrem Mix aus Power Metal, Folklore und keltischen Einflüssen schon beeindrucken. Gut zwei Jahre später wollen diese mit dem Nachfolger „Unum“ und einem groß angelegten Konzept sowie einigen namhaften Gästen einen drauf legen.

Schon beim Vorgänger musste ich hier und da an BLIND GUARDIAN, ORDEN OGAN, FREEDOM CALL oder sogar AVANTASIA denken. Da trifft es sich gerade wegen letzterem, dass man zum Konzept verschiedene Charaktere austüftelte. Den Hauptprotagonisten mimt dabei natürlich Fronter Dario Valessi, während Maxi Nil (JADED STAR), Hansi Kürsch (BLIND GUARDIAN), Chris Bay (FREEDOM CALL) und Mark Boals (ROYAL HUNT / IRON MASK) als starke Verstärkung das Werk nochmals aufwerten und nicht passender gewählt sein könnten.

Zuvor geht es aber ganz ohne Gast mit dem 7-Minüter „The Departure: Blow Away The Ashes“ los. Der Song zeigt sich gleich umfangreich, erzählerisch und ebenso abwechslungsreich. Da passiert gleich richtig viel und VEXILLUM können gleich viele ihrer Trademarks zeigen. Flotter Power Metal mit Folk-Elementen wie sie auch ELVENKING verwenden, machen hier unheimlich Spaß und zeigen das songwriterische Können der Italiener. Da bekommt man natürlich schnell Lust auf mehr. „The Jester: Over The Clouds“ beginnt mit Melodien, die perfekt zum Titel passen und entführt mit flottem Spiel und eingängigem Riffing über die Wolken und in eine fantastische Welt, während Chris Bay im verdammt starken Refrain sein unverkennbares Organ zur Geltung kommen lassen darf. „The Sentenced: Fire And Blood“ hat man wahrscheinlich nicht zufällig auf Hansi Kürsch zugeschnitten und erinnert etwas vom Riffing her an seine Truppe. Das Ding ist dynamisch, hektisch und flott ausgefallen, macht aber eine Menge Spaß. Dementsprechend brauchen einige der Tracks aber auch etwas um vollends zu zünden. Man merkt schon einen Sprung im Songwriting der Südländer, wobei mir bald aufgefallen ist, dass die Produktion beim Vorgänger saftiger und transparenter ausgefallen ist. Nicht dass „Unum“ dünn tönt, doch für die vielen Spuren und Elemente die hier verwendet werden, wäre schon etwas mehr Investition kein Fehler gewesen, auch wenn ein Budget von BLIND GUARDIAN wie es auf ihrem aktuellen Werk vorhanden ist, wohl utopisch ist. Aber das soll nicht zu sehr stören.

Es folgen weitere Tracks voller Power, Folk, Chöre etwas Bombast und natürlich noch gute Beiträge von Mark Boals und Maxi Nil, die mit Dario super harmonieren. Aber auch hier muss nochmal der Mix erwähnt werden, denn die Sänger stehen oft zu sehr im Hintergrund und Darios Gesang, der doch sehr durch die Nase geht, ist sicher nicht jedermanns Sache. Ist man durch die dramatische Story, die mit „The True Beginning: Standing As One“ ihren dramatischen Höhepunkt mit allen genannten Protagonisten darstellt, liefern VEXILLUM noch zwei Bonustracks. Zum einen wäre da SLADEs „Run Runaway“ sowie ein weiteres Cover von TAZENDA aus Italien, welche natürlich auch mit reichlich Folk-Elementen ausgestattet worden sind.

„Unum“ hat viele Ecken und Kanten, was im Bereich des bombastischen Konzept-Power Metal eher unüblich ist, aber genau das macht die Truppe auch irgendwie sympathisch. Wer haargenaue Perfektion will, der hat sowieso die neue BG-Platte sowie alle AVANTASIA-Werke im Schrank. So bringen VEXILLUM frischen Wind ins Genre und sind etwas mehr als nur ein Geheimtipp.


Torture Tactics
Torture Tactics
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Knüppeltruppe und Nackenbrecher im Anmarsch, 4. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Torture Tactics (Audio CD)
Es darf wieder geknüppelt werden! THE RESISTANCE, das neue Betätigungsfeld des ehemaligen IN FLAMES-Gründers Jesper Strömblad und Marco Aro, der seit kurzem auch wieder für THE HAUNTED brüllt, veröffentlicht nach einer starken EP und einem ebenso fetten Debüt mit „Torture Tactics“ die nächste Veröffentlichung. Leider handelt es sich nicht um ein weiteres Full-Length Album, sondern um ein sogenanntes Mini-Album, das aber mit zehn Tracks und knapp 30 Minuten doch sehr lohnenswert ist, vor allem, wenn man die inkludierte erste EP „Rise From Treason“ noch nicht sein Eigen nennt.

Erneut knüppeln sich die schwedischen Herren gekonnt durch ihr fett produziertes Material und sorgen nicht selten für offene Münder. Die Mischung aus ganz alten Schweden-Death Stahl, etwas Thrash, eine Prise Hardcore und pure Aggressivität macht sofort Laune zum Moshen und Abgehen. Jesper beherrscht das Riffen wie eh und je und unterstreicht mit seinem Schaffen in THE RESISTANCE, warum er eigentlich bei IN FLAMES das Handtuch geworfen hat. Melodien sind mehr als Mangelware, hier regieren groovende, markerschütternde Riffs, die an Bands wie DISMEMBER oder ENTOMBED erinnern, während Chris Barkensjö (NIGHTRAGE, Ex-CARNAL FORGE) in die Felle haut als gäbe es kein Morgen. Die Beats sind fett, variantenreich und drücken gewaltig nach vorne. Dazu passt das kauzige Organ von Brüllwürfel Maroc Aro, der seit kurzen zum zweiten Male Peter Dolving bei THE HAUNTED ersetzte, natürlich perfekt ins Bild. Dass es die Truppe erst seit 2011 gibt und Jesper immer noch mit privaten Problemen zu kämpfen hat, merkt man bei den kompakten Nummern zu keiner Sekunde, egal ob man gut vier Minuten Vollstoff gibt, oder in knapp 90 Sekunden wie in der Knüppelorgie „The Burning“ bereits alles gesagt hat, THE RESISTANCE liefern hier nur Volltreffer. Wer doch noch Melodien sucht, der wird beim atmosphärischen Instrumental „Dying Words“, das doch eine Spur an die großartige Göteborg-Melo-Death Schule der 90er erinnert und auf „Face To Face“, das der erwähnten EP entnommen wurde, fündig. Zwar gibt es dazu ein eigenes Review, doch erwähnt sei, dass das Material qualitativ gleichwertig ist, nur im Sound kleine Unterschiede zu erkennen sind, die aber weder positiv, noch negativ zu werten sind. Auch die abschließenden vier Songs hauen rein, als gäbe es kein Morgen.

THE RESISTANCE sind eine der Neuentdeckungen am Extreme Metal-Sektor der letzten Jahre und räumen mal eben das Feld mit „Torture Tacticts“ mühelos und nackenbrechend von hinten auf. Bitte mehr davon!


The Order of Things
The Order of Things
Preis: EUR 16,99

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber schmalzig geht es zu, 4. März 2015
Rezension bezieht sich auf: The Order of Things (Audio CD)
In letzter Zeit fiel ALL THAT REMAINS eher mit unsinnigen Aussagen ihres Fronter Phil Labonte, denn mit qualitativ hochwertigen Alben auf. Seit „Overcome“ stand sowieso ein Umbruch bei den einstigen Vorreitern der amerikanischen Metalcore-Szene an. Statt ein zweites knallhartes „The Fall Of Ideals“, das von Fans und Kritikern gleichermaßen geliebt wurde, rauszuballern, frönt man seit dem Nachfolger konsequent und von Album zu Album immer mehr den poppig-eingängigen Momenten. Die brutalen Songs und Parts verkamen dabei immer mehr zum Alibi. Nichtsdestotrotz konnte so einiges Überzeugen, die Billboard-Charts überschlugen sich und neue Fans wurden gewonnen – zumindest in den Staaten geht es Phil und seinen Jungs richtig gut.

Nach „A War You Cannot Win“, das mit „Stand Up“ und „What If I Was Nothing“ richtige Hits hatte, aber über die ganze Distanz dann doch nicht so wirklich überzeugen wollte, konnte man gespannt sein, was die Herren aus Springfield, Massachusetts auf ihrem nunmehr siebten Werk „The Order Of Things“ zu bieten haben.

Die beiden Opener und zugleich ersten veröffentlichten Songs „This Probably Won't End Well“ und „No Knock“ könnten verschiedener nicht sein. Während der erst genannte keine Überraschung als gewählte Single darstellt, verspielt daherkommt und zuckersüß ins Ohr geht, kommt der zweite verdammt heftig daher und lässt an alte Tage denken, wobei das Teil dann doch irgendwie gezwungen und nach Alibi-Song tönt. Da war man doch schon mal kreativer. Hätte man aus beiden Songs einen gemacht, wäre wohl der perfekte Hit gelungen. Mit „Divide“ sieht man dann, dass die Hauptmarschrichtung natürlich wieder die Mainstream-Metalcore-Schiene ohne viele Growls und mit Ohrwurmrefrains und -eingängen, fast klebrig poppigen Melodien ist.

Philip zeigt dennoch eine große Bandbreite an Stimmlagen und bekommt hier und da weibliche Unterstützung. Etwas härter und flotter geht es wieder bei „The Greatest Generation“ zu, doch Fans der ersten Tage werden dennoch zu meckern haben. Schlecht ist hier bei weitem nichts, ALL THAT REMAINS überzeugten schon früher mit guten Melodien und cleanen Vocals, doch wenn die hier Rücken an Rücken rausgefeuert werden, sehnt man sich schon nach alter Dynamik und der schönen Grätsche aus Härte und Eingängigkeit, die „The Order Of Things“ definitiv abgeht. „For You“ ist das perfekte Beispiel: Die Akustikballade überzeugt und macht Spaß, doch danach müsste einfach mal wieder aufs Gas getreten werden. Das anschließende „A Reason For Me To Fight“ gehört zu den besten Songs des Albums, hat zwar genügend knackige Riffs und ein paar fette Knüppel-Beats, doch auch hier ist der Schmalz einfach zu dick aufgetragen. Dass die Produktion heute auch viel glatt gebügelter als früher ist, unterstreicht das Ganze natürlich.

So liefern ALL THAT REMAINS mit „The Order Of Things“ erneut ein wirklich anständiges Album ab, doch Fans die bei „Overcome“ schon ausgestiegen sind, werden hier definitiv keine Freude haben und sich noch länger ob eines passenden Nachfolgers zu „The Fall Of Ideals“ gedulden müssen. Dass das aber wohl nicht so schnell passieren wird zeigt Phil mit dem Song „Tru Kvlt Metal“ mit dem er, wie er selbst sagte, diesen Fans den Vogel zeigen wollte. Das Album hat bei Leibe keine schlechten Songs zu bieten, doch fehlen hier sowohl die im letzten Review schon erwähnten großen Nummern á la „Six“, „This Calling“ oder „The Deepest Gray“, sowie die erwähnte Dynamik und das gewisse Etwas, das ATR damals groß machte. Schade, so haben Bands wie KILLSWITCH ENGAGE, DEVILDRIVER oder LAMB OF GOD dank mehr Konsequenz heute dennoch weiterhin die Nase vorn – vor allem in Europa.


Crush the Sublime Gods (Limited Edition)
Crush the Sublime Gods (Limited Edition)
Preis: EUR 17,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einmal gepflegt Ausrasten rät der Herr Doktor, 4. März 2015
Obwohl erst 2007 gegründet, schmeißen die Skelett-maskierten Thrash-Maniacs von DR. LIVING DEAD! aus Schweden ihr bereits fünftes Werk raus. „Crush The Sublime Gods“ heißt das Teil und verspricht erneut einen thrashend Whirlwind, der Nacken bricht und einen wahren Sturm an Riffs und Beats beinhaltet. Dabei hat sich aber im Camp der Skelett-Knallköpfe aus Schweden einiges getan – neuer Drummer namens Dr. Slam, der auch unter dem Namen Staffan Lundholm für CHAINSAW und BIBLEBLACK tätig ist und ein neuer Mann am Mikro mit dem schönen Synonym Dr. Mania.

Und dennoch oder gerade deswegen gehts bald richtig rund, denn nach dem interessanten Intro „Final Broadcast“ gibt es mal so richtig auf die Zwölf. Der geneigte Metalhead im Moshpit weiß gar nicht in welche Richtung er moshen soll – links, rechts, vor, zurück, rauf oder doch runter? Egal, Hauptsache Ausrasten ist hier die Devise. Nach kurzem Gestampfe geht die Sause beim Titeltrack so richtig los. Die Einflüsse sind gar mannigfaltig. Da treiben es EXODUS und MEGADETH mit ANTHRAX, gehen METALLICA mit KREATOR auf ein Bier und lassen es sowieso mit ANNIHILATOR, OVERKILL und den SUICIDAL TENDENCIES krachen. Verschnaufpausen gönnen einem die vier Schädel-Doktoren sowieso selten und so wird gemosht ohne Ende. Gerade in den cleanen Parts kommen einem ANTHRAX und Joey Belladonna in den Sinn, wobei der Fronter auch noch einige andere Facetten und Stilistiken aufzeigt und sich immer gut an das geordnete Thrash-Chaos anpasst und das Ganze sogar eingängig macht. Neu ist hier auch nicht viel, doch die Old-School Thrash-Sause macht einfach Spaß, ist partytauglich und über die ganze Dreiviertelstunde spannend und frisch genug um zu überzeugen. Das eine oder andere Experiment wie „Another Life“ oder das Instrumental „Salvation“ sorgen für Abwechslung, wodurch sich Speed-Granaten wie „Triggerkiller“ natürlich umso mehr hervorheben.

DR. LIVING DEAD!'s fünftes Werk „Crush The Sublime Gods“ bietet alles was der Thrash-Fan zum gepflegten Ausrasten und Abreagieren braucht. Sollte in jedem gut sortierten Medizinschränkchen stehen um etwaige Wehwehchen zu lindern.


From Beyond
From Beyond
Preis: EUR 14,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Power-Riffwunder aus dem Norden mit neuen Seiten, 4. März 2015
Rezension bezieht sich auf: From Beyond (Audio CD)
Retro-Heavy Metal Bands, vor allem jene die sich der NWOBHM der 80er verschrieben haben, gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer, doch so wie bei jeder Welle und in jedem Genre stechen die einen oder anderen Perlen ganz besonders heraus. In diesem Falle passierte das auch bei den jungen Energiebündeln ENFORCER aus Schweden, die mich mit ihrem letzten Output „Death By Fire“ dank Elan und Power die sie eben mit dem Retro-Touch kombinierten, ein kleines Meisterwerk zauberten.

Natürlich war ich gespannt auf den Nachfolger, der nun mit „From Beyond“ nun erscheint und seinem Vorgänger das Wasser reichen kann. Wie der zahmere Titel erahnen lässt, gehen es ENFORCER auf dieser Platte im Großen und Ganzen etwas ruhiger an, doch keine Angst - schon die beiden Opener „Destroyer“ und „Undying Evil“ legen die bekannte Spritzigkeit an den Tag. Während der erste Track kompromisslos nach vorne geht und zum Moshen und Mitgrölen einlädt, tönt das zweite Stück rockiger, hymnischer und natürlich auch verdammt eingängig. Eine wahre Live-Hymne, ehe man mit dem Titeltrack düstere, fast schon melancholische Töne anschlägt. Ein zähflüssiger Einstieg und galoppierende Rhythmik machen es aber verdammt spannend. Der Refrain geht dann unter die Haut und zeigt die Band von einer weniger gewohnten, aber erfreulich frischen Seite. Olof Wikstrand zeigt sich stimmlich von seiner besten Seite und überzeugt mit gelungenen Vocallines.

Natürlich sind ENFORCER noch von der NWOBHM geprägt und hauen immer mal wieder Maiden-Leads raus und auch das eine oder andere JUDAS PRIEST-Zitat ist zu entdecken, doch die Schweden erwähnen dieses Mal auch Einflüsse aus dem Ostblock wie CREDO, MAGNIT, POKOLGEP und KAT, was den düsteren Charakter erklären mag. Es macht auch erneut Spaß den Jungs beim Riffen zuzuhören, denn ENFORCER schütteln geile Riffs, Leads und vor allem nicht enden zu scheinende Play-Along-Soli raus, in denen man nur so schwelgen möchte und wie gehabt so manch eiserne Jungfrau herauszuhören ist. Neben weiteren UpTempo-Krachern wie dem fröhlichen „One With Fire“, dem rauen „Hell Will Follow“ oder dem verspielten Instrumental sind definitiv noch das 6-minütige Mini-Epos „Below The Slumber“, bei dem Olof wirklich alles gibt und mit Kreisch-Sprach-Gesang für Gänsehaut sorgt und das unverschämt eingängige „The Banshee“ mehr als nur Anspieltipps.

„From Beyond“ kann das Niveau des Vorgängers locker halten und toppt dieses Dank mehr Abwechslung, Mut zu Experimenten und zehn grandiosen Songs ohne großartige Schwächen, sogar um ein Stück. Das Ding macht auch nach unzähligen Umläufen noch eine Menge Spaß und macht schon Lust auf weitere Live-Auftritte der Riffwunder aus dem Norden!


Morning Star Rise
Morning Star Rise
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sludge-Monster in Sicht, 24. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Morning Star Rise (Audio CD)
Fett aber rumpelig dröhnt und drückt der Sound von THE HOUSE OF CAPRICORN aus den Boxen. Und bereits bei den ersten Klängen vom dritten Album „Morning Star Rise“ des Neuseeländer Trios möchte man meinen, diese hätten als MASTODON-Cover Band ihre ersten Gehversuche gestartet. Der Sound drückt ebenso wie die der erwähnte Helden aus den Staaten, doch die CAPRICORNs klingen weniger modern als ihre vermeintlichen Vorbilder es heute tun, jedoch klingt der Sänger so dermaßen nach Troy Sanders, dass es schon unheimlich ist.

Was jetzt womöglich negativ klingt, ist gar nicht so gemeint, denn so sehr sich die selbsternannten Apocalyptic Devil Rocker nach MASTODON anhören, sie haben durchaus ihren ganz eigenen Charme und bieten so manch Genre-Schmankerl, das man so vielleicht gar nicht erwartet hat. Das flotte Doom-Rock-Geknüppel „Our Shrouded King“ oder „Ashlands“ stechen alsbald als Highlights hervor, sind aber nicht gerade leichte Kost. Eine breite Masse wollen die Inselbewohner aber sowieso nicht ansprechen und fühlen sich sicher im düsteren Club am wohlsten, denn da kann sich der Sound von THE HOUSE OF CAPRICORN sicher am besten entfalten. Aber unterschätzt „Morning Star Rise“ auch auf der heimischen Anlage nicht, denn die Kombination aus druckvoller Heavyness, zähflüssiger Doomigkeit und hypnotisierender Eingängigkeit funktioniert auch hier wunderbar. „Ivory Crown“ will mit seinem eigenwilligen Chor im Refrain laut aufgedreht werden und das neunminütige Epos „Dragon Of Revelation“ will erforscht werden, vermag es aber alsbald den aufmerksamen Zuhörer zu vereinnahmen. Ganz großes Kino!

THE HOUSE OF CAPRICORN sind eine wahre Bereicherung des Sludge/Doom-Sektors, wissen wir man tonnenschwere Musik zum Liebhaben schreibt, können ebenso aber auch rocken – und genau die Mischung könnte dieser Band noch zu Ruhm verhelfen. Wie einst die mächtigen MASTODON.


Milking the Stars: A Re-Imagining of Last Patrol
Milking the Stars: A Re-Imagining of Last Patrol
Preis: EUR 12,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen MONSTER MAGNET auf 60er Trip, 24. November 2014
Dave Wyndorf und sein monströser Magnet schickt sich an, die Sterne zu melken und das im guten alten Stil der drogenverschobenen Realität der 60er. Klingt komisch, ist aber so. Das neueste Album der Amis mit dem Titel „Milking The Stars: A Reimaging Of Last Patrol“ ist noch nicht der Nachfolger zu „Last Patrol“ sondern eine Art „What If“, wie Wyndorf es selbst nannte. Was wäre, hätte er so manch Song des letzten Albums bereits in den 60ern geschrieben.

Somit regiert hier eine Mischung aus den typischen MONSTER MAGNET Trademarks, Fuzzrock, Psychedelic und viel Experimentierfreude á la TRUCKFIGHTERS und Konsorten. Bereits das ausschweifende instrumentale Halbintro „Let The Circus Burn“ zeigt wo die Reise hingeht. Das Ding klingt nicht retro, sondern als wäre es tatsächlich vor vier, fünf Dekaden geboren. Der Sound ist authentischer als man es für möglich hält und auch ansonsten stimmt alles. Die abgefahrenen Orgelklänge, der wummernde Bass, die sterilen Drums und das alt klingende Riffing. „Mindless Ones '68“ zeigt den Track in neuem Gewand und das steht ihm. Ebenso wie die Re-Interpretationen von „Hallelujah“, das verdammt fuzzig ausgefallen ist und „The Duke“. Neben den neu aufgenommenen Stücken, finden sich mit dem Titeltrack, „Goliath Returns“ und dem bereits erwähnten „Let The Circus Burn“ auch drei neue Songs, die sich stilistisch perfekt einreihen und qualitativ auch sehr hochwertig und abwechslungsreich erscheinen.

Natürlich würde ich es nicht gut heißen, wenn MONSTER MAGNET nun nur noch Alben dieser Stilrichtung auf den Markt werfen würden, doch was da geboten wird, funktioniert und macht tierisch Spaß. Aber Dave entwarnte bereits, denn „Milking The Stars“ ist ein reines Experiment, doch das ist geglückt und sollte Fans der Band gleichermaßen wie Retro-Freaks Freude bringen. Natürlich können wir auch gespannt sein, ob die Band den einen oder anderen Song dieses Werkes auch live präsentiert. Wer zur Special Edition greift, bekommt noch zwei Live-Tracks geboten, bei dem bereits der neue Bassist Chris Kosnik zu hören ist.


Vices.Virtues.Visions.
Vices.Virtues.Visions.
Preis: EUR 17,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die nächste Death-Pop Romanze, 24. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Vices.Virtues.Visions. (Audio CD)
Die Modern Metaller RAUNCHY haben schon eine bewegte Vergangenheit mit einigen Hochs und Tiefs hinter sich. Zuletzt wurde es aber leider recht ruhig um die Truppe, die seit 2010 und dem starken Release „A Discord Electric“ nichts mehr von sich hören ließ. Doch jetzt sind sie mit dem siebten Werk „Vices. Virtues. Visions.“ und neuem Sänger zurück. Der seit 2004 frontende Kaspar Thomsen verließ nämlich im vergangen Jahr die Band und wurde durch Mike Semesky (INTERVALS) ersetzt.

Doch alles ist beim alten im Hause RAUNCHY. Mike ist abwechslungsreich, punktet sowohl in den aggressiven Shouts sowie bei den zahlreichen cleanen Passagen. Auf dem ersten Blick fällt auf, dass RAUNCHY wieder etwas verstärkt auf elektronische und industrielle Elemente setzen, lassen aber den Härtegrad nicht aus den Augen und geben auch mal gut Gas. „Eyes Of A Storm“ und „Truth Taker“ zeigen zu Beginn schön, dass die Dänen es verstehen, elektronische Elemente und poppige Melodien mit aggressivem Neo-Thrash Metal zu paaren. Während die Strophen meist die brutale Seite offenbaren, setzt man bei Refrains auf eingängige, oftmals tanzbare Melodien, die sich schnell im Ohr festsetzen, aber nie nervig oder zu aufdringlich wirken. „Digital Dreamer“ überrascht dann mit einer Industrial-Breitseite und erinnert vom Gesang und der Rhythmik her stark an Peter Tägtgrens PAIN. RAUNCHY versuchen auch eine ausgewogene Mischung zu finden, denn während „The Castaway Crown“ mit hüpfenden Drums und einem dezenten Synthie-Overkill Disco-Flair erzeugen, holen sie im nächsten Moment wieder die Keule raus und knüppeln was das Zeug hält. Auch „Anesthesia Throne“ geht gut nach vorne und wartet mit starker Gitarrenarbeit von Tilsted und Christensen auf, ehe man bei „Luxuria“ electro-rockig zum Hüpfen animiert. „I, Avarice“ lässt sich nochmal etwas von PAIN inspirieren und „Frozen Earth“ geht gut ins Ohr, ehe man mit zwei Songs, die über sieben Minuten kommen, das Album abschließt. „Clarity“ und „The Singularity Heart“ sind dementsprechend vielschichtig sowie vielseitig und zeigen das songwriterische Können der Band auf.

Es ist schön, dass RAUNCHY trotz längerer Pause und neuem Sänger noch nach sich selbst klingen und auch heute noch die Mischung aus Metal, Electro und Pop gut im Griff haben. Vielleicht driftet man das eine oder andere Mal zu sehr in Pop-Gefilde ab, versöhnt dann aber wieder mit fetten Metal-Attacken. Fans von MNEMIC, EMERGENCY GATE oder auch FEAR FACTORY (sofern man die softeren Momente mag), können hier gerne reinhören.


Stormborn (Digipak)
Stormborn (Digipak)
Preis: EUR 17,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sturmgeborene Schweden im Anflug, 24. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Stormborn (Digipak) (Audio CD)
BLOODBOUND waren und sind eine der unterbewertesten Power Metal Sensationen der letzten Jahre. Das mag vielleicht daran liegen, dass man schon einige Sängerwechsel hinnehmen musste und der Verlust eines Urban Breed (SERIOUS BLACK, Ex-PYRAMAZE, TAD MOROSE) derer es gleich zwei gab und Michael Bormann (POWERWORLD, Ex-BONFIRE, SILENT FORCE) musste natürlich erst mal verkraftet werden. Mit Jungspund Patrik Johansson fand man aber dann doch Ersatz und so erscheint mit „Stormborn“ das dritte von insgesamt sechs Alben mit ihm am Mikro. Auch ansonsten konnte man seit dem letzten Werk endlich mal das LineUp zusammen halten. Dazu kommt noch, dass sich kein einziges BLOODBOUND Album gleicht. Auch wenn immer wieder Trademarks zu finden sind, so waren Kurkorrekturen stets vorprogrammiert. Sei es das MAIDEN/HELLOWEEN-orientierte „Nosferatu“, das sehr moderne „Tabula Rasa“ oder das True Metal-lastige „In The Name Of Metal“ – jedes Werk hatte seine eigene Richtung.

Auch „Stormborn“ geht neue Wege ohne die Vergangenheit zu vernachlässigen. BLOODBOUND setzen dieses Mal nämlich verstärkt auf Bombast und Pathos. Dabei machen sie auch dieses Mal keinen Hehl um ihre Idole, wobei statt IRON MAIDEN, HELLOWEEN oder HAMMERFALL ganz andere und viel jüngere Bands Pate standen. Mit dem Intro „Bloodtale“ machen es die Schweden schon recht spannend und steigen in das flotte „Satanic Panic“ ein. Der Refrain ist flott, erinnert vom Riffing her an PRIEST, Patrik kreischt so hoch wie nie, während der Refrain eingängig und bombastisch daher kommt von POWERWOLF inspiriert sein könnte – was auch dem Text nach nahe liegt. Im Anschluss begrüßt uns dann niemand geringeres als SABATON in „Iron Throne“. Die ebenfalls schnelle Nummer geht gut von der Hand, bohrt sich schnell ins Ohr und kommt mit einprägsamen Keyboards daher, die eben von den genannten Landskollegen und deren Song „Lion Of The North“ stammen könnte, dennoch hinterlassen BLOODBOUND ihre ganz eigene Handschrift. Später gibt es noch ein Wiedersehen mit den Kriegsfetischisten, denn der Gänsehautstampfer „When The Kingdom Will Fall“ trägt ebenso die SABATONische Handschrift, bringt aber auch einen Schuss BATTLE BEAST mit ein.

Versteht mich nicht falsch, die genannten Einflüsse sind absolut nicht als Kritik zu werten, denn BLOODBOUND borgen sich hier und da Elemente und Trademarks bekannter Kollegen, weben diese aber gekonnt und auf höchstem Niveau in ihren eigenen Sound mit ein. Dazu kommen noch ein paar starke Ideen, die immer wieder für Staunen sorgen, denn der Power Metal Kracher „Nightmares From The Grave“ überrascht mit grandiosem Kinderchor, der Titeltrack entpuppt sich als marschierende Hymne und „Raise The Dead“ erinnert stark an die Anfangstage der Truppe. Auch True Metal á la HAMMERFALL bzw. DREAM EVIL wird wieder zelebriert, denn mit „Made Of Metal“ hält man das True-Banner verdammt hoch und so zeigt auch Patrik seine Vielseitigkeit. Schwache Songs? Fehlanzeige, hier ist jeder Song ein Volltreffer und so kann man auch den symphonischen UpTempo Kracher „Blood Of My Blood“, das eindringliche „Seven Hells“ und das RHAPSODY-artige „When All Lights Fail“ getrost als Anspieltipp empfehlen.

Klar, BLOODBOUND klauen wo sie können, doch die Vielfalt, der Spielspaß und das hohe Niveau entschuldigen das gleich mehrfach, denn wie man so schön sagt: „Besser gut geklaut, als schlecht erfunden“ – und so bieten die Herren das beste Album der Ära Johanson, klingen so fokussiert und eingespielt wie nie und machen den etwas abfallenden Vorgänger mühelos wett. Ganz großes Kino was die Schweden hier abliefern.


Grand Morbid Funeral
Grand Morbid Funeral
Preis: EUR 18,98

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungenes Blutbad, 24. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Grand Morbid Funeral (Audio CD)
Lange war es ruhig um die Death Metal Über-Supergroup BLOODBATH, doch nach dem Sänger hin und her – Åkerfeldt (OPETH) raus, Tägtgren (HYPOCRISY, PAIN) rein, Tägtgren raus, Åkerfeldt wieder rein, Åkerfeldt wieder raus, melden sich die blutbadenden Herren aus Schweden wieder mit einem Knall zurück. Denn mit der Ankündigung, den Engländer Nick Holmes (PARADISE LOST) in die eigenen Reihen aufgenommen zu haben, zauberten sie nicht wenigen Fans ein Grinsen ins Gesicht. Nachdem Nick ja bei seiner Stammband heutzutage eher weniger grunzt, war es natürlich interessant zu hören, was der Mann bei BLOODBATH so zum Besten geben wird.

Und was soll man sagen – sie haben es immer noch drauf. Renkse (KATATONIA), Nyström (KATATONIA), Axenrot (OPETH, WITCHERY) und Eriksson (21 LUCIFERS) haben es erneut geschafft – auch das vierte Werk „Grand Morbid Funeral“ ist ein Death Metal Brecher vor dem Herren und überzeugt mit geballter Wucht und einem Mix aus brutalen Stampfern und kompromisslosen Death-Attacken. Das Riffing ist seit dem Debüt „Resurrection Through Carnage“ unverkennbar, sägend, aber dennoch dezent melodisch, die Rhythmik drückt wie eh und je und Nick Holmes reiht sich nahtlos in die Riege grandioser Grunzer ein und passt sich seinen Vorgängern gut an, bringt aber seine eigene Note mit rein. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass es sich die Instrumental-Fraktion nicht nehmen ließ und etwas PARADISE LOST Zauber, wenn auch nur ganz dezent miteinwebt. Auffällig ist jedoch, dass „Grand Morbid Funeral“ weniger zugänglich und um einen guten Tick schwermütiger als seine Vorgänger daher kommt, darum sucht man zunächst auch potentielle Klassiker wie „Eaten“ oder „Outnumbering The Day“ vergeblich, doch nach mehreren Durchläufen lernt man Chaos-Granaten wie „Anne“, das sägende „Let The Stillborn Come To Me“ oder Knüppelorgien á la „Famine Of God's Word“ schnell lieben. Zwischendurch wird natürlich auch wie gehabt gegroovt wie Sau.

„Grand Morbid Funeral“ ist zwar nicht so eingängig wie zum Beispiel „Nightmares Made Flesh“, weiß sich aber dank Qualität und etwas mehr Tiefe zu behaupten und reiht sich somit nahtlos in die Riege der Meisterwerke dieser Ausnahmeband ein. Nick Holmes als neuer Fronter ist nicht nur eine Überraschung, sondern auch ein mehr als eine Bereicherung für BLOODBATH und sollte jeden Fan zufriedenstellen. Ein heißer Anwärter für den Kampf um das Death Metal Werk des Jahres.


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