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NSA
NSA
von James Bamford
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen NSA - Edward Snowden lässt grüßen, 12. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: NSA (Gebundene Ausgabe)
Im Januar 2013 habe ich hier das Taschenbuch eines "Economic Hit Man" rezensiert und auch kurz dieses Buch zitiert. Nun, ich hatte es veliehen, natürlich nicht wieder erhalten und habe es daher kürzlich zusammen mit dem "Mossad"-Buch gebraucht gekauft. Soweit die Vorgeschichte.
Alle drei Büchern behandeln die - überwiegend kriminellen - Methoden der jüdischen und US-amerikanischen Geheimdienste. Beim Lesen dieses Buches - bevor es mir abhanden kam - dachte ich bei mir, wenn nur die Hälfte davon stimmt, was der Journalist da geschrieben hat, dann haben wir eine Krake vor uns, die sich (miit Wissen der US-Regierung vermutlich) über alles hinwegsetzt, was Recht, Moral und andere hehre Grundsätze für eine zivilisierte Nation vorgeben.
Dann kam im Sommer 2013 Edward Snowden und siehe da, es war schlimmer, was er auf den Tisch der Weltpresse legte.
Die NSA entpuppte sich als ein Schwarzes Loch, das alles aufsaugt, was greifbar ist, ohne Rücksicht auf Gesetze und Ländergrenzen. Begründet wird das mit Terrorismusabwehr. Es wird dabei wohl übersehen, dass die größten Terroristen im Umfeld der amerikanischen Regierung zu suchen und zu finden sind. Wie anders ist das zu erklären, dass Drohnen in der Gegend herumfliegen und Menschen töten mit der Unterschrift des US-Präsidenten, ohne "fairen Prozess" wie sonst in den USA immer betont wird? In Guantanamo werden Personen jahrelang ohne Prozess festgehalten, ohne Anklage, sie werden gefoltert und erniedrigt ("Waterboarding") und ein Senator verstieg sich zu der Aussage, Edward Snowden könne zurückkommen, er würde nicht gefoltert und einen fairen Prozess erhalten. Wie edel.
Zurück zum Buch: In einer akribischen Arbeit hat es der Autor verstanden, die NSA bis ins Detail zu enttarnen und ihre Fähigkeiten und Methoden aufzuzeigen. Mein Taschenbuch stammt aus der 3. Auflage 2001 und Edward Snowden hat uns 2013 gezeigt, dass seither die Methoden und Möglichkeiten in technischer Hinsicht ausgeweitet worden sind (jeder in Europa ist potenzieller Terrorist, wie die Überwachung des Handys der Bundeskanzlerin zeigt) und es werden Abermilliarden in dieses weltweite Überwachungssystem gesteckt.
Das Buch versteht sich als Sach- und Enthüllungsbuch. Diesen Zweck erfüllt es zweifellos. Stilistisch ist es kein Meisterwerk, das ist solche Literatur selten. Es will aber vor der totalen und durch nichts gerechtfetigten Totalüberwachung warnen. Das sollten wir anerkennen.


Der Mossad. Ein Ex-Agent enthüllt Aktionen und Methoden des israelischen Geheimdienstes.
Der Mossad. Ein Ex-Agent enthüllt Aktionen und Methoden des israelischen Geheimdienstes.
von Victor Ostrovsky
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen Tiefe Einblicke in einen Staat im Staat, 12. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Rezension ist im Zusammenhang mit meinen anderen beiden zu sehen, die thematisch eng verbunden sind: Einmal James Bamfords "NSA" und dann John Perkins' "Economic Hit Man", das ich im Januar 2013 besprochen habe.
Vorliegendes Taschenbuch habe ich gebraucht gekauft und die Lektüre ist jedem politisch und gesellschaftlich interessierten Zeitgenossen dringend empfohlen. Vom Schreibstil her betrachtet ist es sicherlich kein Meisterwerk, häufig werden recht deutliche und derbe Ausdrücke verwendet, das mag vielleicht die Authenzität steigern, dem empfindlicheren Zeitgenossen dagegen ist es oft starker Tobak, der geboten wird.
Zum Buch: Der höchste Souverän im Staat ist nach der herrschenden Staatsrechtslehre das Volk bzw. der Bürger. Er/Sie hat folglich das Recht, über alle Vorgänge den Staat betreffend informiert zu werden und nach dem Kenntnisstand Entscheidunge zu treffen. So weit die Theorie. Spätestens seit Machiavelli wissen wir aber, dass Theorie und Praxis zwei Dinge sind. In einer Welt des Misstrauens und der wirtschaftlichen und poltisch-kulturellen Konkurrenz zwischen den Ländern gibt es Geheimdienste, und das nicht erst heute, sondern das war schon bei den Babyloniern und Ägyptern üblich. Vertrauen ist gut, Kontrolle (bzw. Spionage) ist besser.
Der Geheimdienst Israels, der Mossad, hat es verstanden, sich einen phänomenalen Ruf aufzubauen. Das wohl auch deshalb, um andere Ländern einzuschüchtern und die eigenen Leute selbstbewusst zu machen. Ob dieser Ruf gerechtfertigt ist oder nicht,mag jeder Leser nach der Lektüre selbst entscheiden; Ich persönlich neige zur zweiten Alternative.
Der Autor durchlief als junger Offizier die Tretmühle der Ausbildung und verlor dabei nie den wachen Verstand eines kritischen Bürgers; anders ausgedrückt, er widerstand den vielfältigen Methoden der Gehirnwäsche. Akribisch lässt er den Leser an der Ausbildung teilhaben und vergisst auch nicht die Spannungen zwischen den Rekruten zu erwähnen. Nebenbei - und das erfährt der Leser erst gegen Ende des Buches - verstand es der Autor, für sein Buch Dokumente aus dem Mossad-Verwaltungsbereich nach außen zu schmuggeln, deren Inhalte und Erkenntnisse er dann zusammen mit seinem Co-Autor, einem kanadischen Journalisten, in sein Buch hat einfließen lassen. Am Ende des Buches finden sich einige Dokumente, ferner - für andere Geheimdienste sehr interessant - ein Organisationsschema des Mossad, ferner die Namen der Verantwortlichen und ein Glossar, in dem die hebräischen Begriffe erläutert werden.
Es ist das Werk eines Aussteigers aus einem menschenverachtenden und höchst kriminellen System. Der Autor lässt an vielen Stellen seine moralisch-ethischen Bedenken über die Methoden und Grundsätze des Mossad durchblicken und er verdient Lob dafür, dass er den Mut besessen hat, gegen massiven Druck das Buch zu veröffentlichen; immerhin hatte er zu diesem Zeitpunkt schon Familie und ein tödlicher Unfall ist schnell herbeigezaubert.
Die ersten Rezensionen hier sind über 10 Jahre alt, sie haben aber nichts an Aktualität eingebüßt, wenn man bedenkt, was im Sommer 2013 hinsichtlich der amerikanischen Dienste alles ans Tageslicht kam. Die Personen, die aus Gewissensgründen aus diesen verbrecherischen Systemen aussteigen und von ihren Heimatländern verfolgt werden, verdienen Lob und Unterstützung.


Nikon D7100 SLR-Digitalkamera (24 Megapixel, 8 cm (3,2 Zoll) TFT-Monitor, Full-HD-Video) nur Gehäuse schwarz
Nikon D7100 SLR-Digitalkamera (24 Megapixel, 8 cm (3,2 Zoll) TFT-Monitor, Full-HD-Video) nur Gehäuse schwarz
Wird angeboten von Wembley Electronics
Preis: EUR 939,00

47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenz in Foto und Video, 9. Dezember 2013
Ich bin mir nicht klar ob Nikon weiß, was es da auf den Markt gebracht hat. Die Kunden dieser Firma werden manchmal sehr strapaziert, wenn es darum geht, Neues zu bringen.
Der Reihe nach: Die Kamera habe ich gekauft, als meine Tochter eine neue Lumix brauchte, also nicht hier bei den Amazonen, sondern im Fachhandel. Ich hatte zuvor die D700, die jetzt verkauft ist, und davor die Fuji S3 und die Nikon D200, diese dient noch als Backup, bzw. die Tochter nutzt sie. Und davor hatte ich incl. der F5 weitgehend alle wichtigen Modelle aus der Zeit des Films sowie die entsprechenden Objektive, meist Festbrennweiten. Diese Kameras stehen jetzt in der Vitrine als Reminiszenz an vergangene Epochen. Dies wird vorausgeschickt, um Nörglern, die sich auch hier im Forum herumtreiben sollen, den fachlichen Zahn zu ziehen.
Bei der Digitalfotografie muss man etwas umdenken. Man hat zwar einen Fotoapparat, aber auch als Basis einen leistungsfähigen Computer in der Hand. So ist das Handbuch der D7100 mit 350 Seiten um einiges dicker als das der D700, und das mit Recht. Man sollte sich auch als alter Hase damit auseinandersetzen. So erfährt man viele Dinge, die sonst erst einmal in den Tiefen der Möglichkeiten und der Menülisten verschwinden.
Das Gehäuse der Kamera ist solide, ich vermisse einen Schutz des Displays hinten. Bei der D700 war er dabei, diente aber mehr dem Transportschutz. Einige Bedienungselemente sind gegenüber den "Profimodellen" abgespeckt (AF, AF-Messfelder etwa), in der Praxis macht das aber keinen großen Unterschied. Der Sensor hat das kleine APS-Format, das ist etwas größer als das halbe Kleinbildformat von 24x36 mm. Auf dieser Fläche hat der Sensor-Hersteller Toshiba 24 Mio Pixelchen untergebracht. Rechnet man das auf Kleinbild hoch, wären das über 50 Mio. Pixel, ziemlich viel Holz. Der Sensor verzichtet ferner auf ein Tiefpassfilter, so dass sich einerseits die Empfindlichkeit und andererseits die Schärfe erhöhen, und zwar gewaltig. Der gleiche Sensor wird auch in anderen Kameras eingebaut, etwa Nikon D5200, Sony und wohl auch Pentax. Auch im Rolls Royce ist ein fetter 12-Zylinder Motor von BMW eingebaut und es steht RR drauf. Jetzt aber nur noch 8 Zylinder, die tun es auch. Das dazu, dass über die Herkunft der Sensoren gestritten wird. Man lässt eben wonanders herstellen.
Über die Bedienung braucht man nicht viel zu sagen: Für Nikonianer eingängig, für Neulinge sollte eine kleine Lernphase für die überwältigenden Möglichkeiten drin sein. Vor allem seien die Kapitel über die Menüs empfohlen, im Handbuch ab Seite 217 nachzulesen. Insgesamt finde ich die Haptik gelungen.
Die Bildqualität ist sehr beeindruckend. Ich habe Vergleichsbilder mit einer anderen guten Kamera gesehen, das sah dann ungefähr so aus, als ob über den Bildern der Kamera mit Tiefpassfilter ein kleiner Schleier läge. Bei der D7100 war alles glasklar. Als Nachteil des fehlenden Tiefpassfillters wird angeführt, dass bei schrägen Linien ein Treppcheneffekt entstehen könnte. Da viele meiner Bilder schräge Linien aufweisen (Boot), müsste das zu sehen sein. Das ist nicht der Fall. Ich habe für die komplette Verwandtschaft gerade Bildkalender herstellen lassen, A3 quer, da hätten schon Treppchen zu sehen sein müssen, nichts war. Auch auf unserem LED_Fernseher (117 cm Diagonale) ist der Effekt nicht auszumachen. Berücksichtigt man ferner, das die Kamera eine Blendendynamik von 11,4 Stufen hat, dürfte sich ein Einwand hinsichtlich der abgelieferten Bildqualität erübrigen: Bildschärfe und Dynamik sind Spitze. Allerdings habe ich auch die Festbrennweiten, die das vom Sensor Gelieferte (zum Teil) umsetzen können. Zum Vergleich: der hochgelobte Kodachrome 25 als Maß aller Dinge über Jahrzehnte hinweg brachte es auf max. 7 Blendenstufen. Das nur dazu, um einen Vergleich zum Film herzustellen und die heutige Qualität der Digitalkameras in eine Relation zum Film zu setzen.
Was ist nun besser: Sensor oder Objektive? Es wurde hier auch schon die förderliche Blende bemüht, die allerdings auf dem hier zu diskutierenden Niveau nicht so sehr die große Rolle spielt. Rechnen wir ein wenig: Der Sensor hat die Pixelmaße 6000x4000. In der Bildhöhe von ca. 15,6 mm ergibt das pro mm eine theoretische Auflösung von rund 124 Linienpaaren (lp/mm). Das in Profikreisen als bestes Normalobjektiv auf dem Weltmarkt angebotene Objektiv ist das Zeiss 1,4/55 mm Otus, das in den Anschlüssen für Canon und Nikon angeboten wird. Der seltsame Name Otus kommt aus dem Tierreich und meint die Grppe der Zwergohreulen. Witzig. Soll wohl heißen, das Objektiv ist scharf und kann in der Nacht sehen oder so ähnlich. Dieses Superobjektiv ist super in Auflösung und Preis. Letzteres lassen wir aus Höflichkeitsgründen hier aber weg. Dieses Objektiv kann bei Blende 4 und 5,6 etwa 53 lp/mm auflösen (bei hohem Kontrast, versteht sich). Damit wäre geklärt, was "besser" ist, auch unter dem Aspekt, dass durch die Kameraelektronik noch Verluste zu verzeichnen sind. Das heißt im Klartext, dass Kameras dieses Kalibers für die nächsten Jahre seitens der Objektivhersteller nichts zu fürchten haben. Es ist also noch viel Luft vorhanden und eine Steigerung der Auflösung bei den Sensoren scheint daher überflüssig. Das ebenfalls überragende Zeiss APO Macro 100 mm bringt es auf knapp 48 lp/mm. So betrachtet, ist ein Sensor (oder eine Kamera) mit diesen Werten (APS mit 24 MP ohne Tiefpassfilter) totaler Overkill, wenn noch nicht einmal die besten verfügbaren Objektive ach nur annähernd das vorgegebene Potenzial ausschöpfen können. Auch das zunehmende Rauschen bei höheren Empfindlichkeiten ist nicht so dramatisch wie oft dargestellt. Früher war beim Diafilm normalerweise bei 27 DIN bzw. 400 ASA/ISO Schluss, nur einige Spezial (SW)-Filme boten etwas mehr bei erheblichem "Grieseln", heute Rauschen genannt. Das heißt nichts anderes, als dass die Digitaltechnik Grenzen niedergerissen hat, die mit Filmmaterial nie zu erreichen waren.
Der eigentliche Clou dieser Kamera steckt aber in den Videofähigkeiten. Ich habe mich kürzlich mit einem Kameramann des NDR unterhalten, als er bei einer Veranstaltung in unserer Werft einige Szenen drehte. Seine Ausstattung lag bei 50000 € (Gehäuse Sony, WW-Zoom dazu). Er meinte, dass eine wachsende Konkurrenz, vor allem damals aus der Canon-Ecke, den Herstellern dieser großen Videokameras das Leben immer schwerer machte. In der Tat: Es wurden schon einige Kinofilme mit der Canon EOS 5 gedreht, ferner viele Fernseh-Werbefilmchen. Hier betritt nun die D7100 die Bühne. Die Luminanzauflösung verglichen mit der von der Canon 5D ist gleich, die Chrominanz ist besser, auch die Bildschärfe. Ferner bietet die D7100 einen cleanen HDMI-Output ohne die üblichen Overlays. Die Modi sind mit 1080/24p, 1080/25p und 1080/30 mit den zugehörigen interlaced-Formaten 50i und 60i weitgehend auf der Höhe der Zeit. Nur die manuellen Einstellmöglichkeiten sind z.B. bei der Panasonic GH3 besser gelöst, da bietet die D7100 nicht so viel. Bei der Panasonic ist zu beachten, dass sie den noch kleineren 4/3-Sensor besitzt und die Objektivauswahl begrenzt ist. Außerdem halte ich die Preise für recht selbstbewusst. Als Systeme sind Canon, Nikon, Pentax und Sony billiger. Diese Videofähigkeiten waren es im Verbund mit dem weggelassenen Tiefpassfilter, die bei mir zum Verkauf der D700 geführt haben.
Die Videos, die ich seither mit der D7100 gedreht habe, schlagen meine (damals teure) HDV Videokamera um Längen. Zu beachten ist aber, dass die Bedienung der D7100 als Videokamera umständlich ist. Canon hat da mittlerweile ein ganzes System aufgebaut, um dieses Manko zu beseitigen. Vielleicht überwindet Nikon seine angeborene Trägheit und zieht gleich.
Die einzelne Video-Szene kann 20 Minuten lang sein, dann ist Schluss. Die nächste Szene kann wieder 20 Minuten lang sein, usw. Gespeichert wird entweder auf die SD-Karte oder außerhalb über den HDMI-Output. Da gibt es ja einige (Profi)Geräte, die das können. Zu nennen wäre hier das Atomos Ninja2, das eine 4:2:2 Speicherung bietet. Beides zusammen (innen und außen gleichzeitig) als full-HD zu speichern geht nicht, es liegt dann eine reduzierte Auflösung an. Ein Problem bereiten dann höchstens noch die Schnittprogramme, ich habe noch keines gefunden, das alles ohne Abstürze verarbeiten kann. Das ist aber eine andere Geschichte.
Die Kamera ist auch für zarte Damenhände gut geeignet: Sie ist nicht zu groß, nicht klobig und bietet eine sehr solide Verarbeitungsqualität in einem noch leichten Gehäuse. Auch der Sucher ist für das APS-Format recht groß und für mich als Brillenträger sind auch die Einblendungen am unteren Bildrand gut zu überblicken.
Zusammenfassung:
1. Wer noch keine derartige Kamera hat, findet im Nikon-System die breiteste Angebotspalette am Markt. Das betrifft neben den Kameras vor allem das gesamte Systemzubehör und auch die Kompatibilität zu älteren Objektiven und Zubehör bis zu den Anfängen der Spiegelreflexfotografie nach dem Krieg bei eingeschränktem Komfort, versteht sich. Das Bajonett wurde nie geändert, immer nur weiter entwickelt. Ich erinnere hier an das -leider mittlerweile eingestellte - Medical Objektiv, das seiner Zeit weit voraus war und auch heute noch, nach 40 Jahren, benutzt werden kann.
2. Die Kamera ist solide gebaut, relativ klein und besitzt ein recht großes rückwärtiges Display, das leider nicht weiter geschützt ist.
3. Die Möglichkeiten der Feineinstellungen sind derartig vielfältig, dass das Studium des Handbuches dringend empfohlen wird. Gut für die längeren Winterabende.
4. Wer die mögliche Bildqualität ausnutzen will, sollte die besten verfügbaren Festbrennweiten benutzen. Ich habe mir einige Leitz-Objektive angeschafft und das Bajonett ausgewechselt, so dass ich diese Prachtstücke mit Blendenvorwahl bzw. Arbeitsblende benutzen kann. Zoomobjektive können das Potential der Kamera nicht ausschöpfen.
5. Die Videoqualitäten sind ebenfalls beeindruckend. Leider werden deren Möglichkeiten im Handbuch sträflich vernachlässigt. Auf den Seiten 161 ff. wird knapp das Kapitel Video abgehandelt. Das ist schade. Die Möglichkeiten, die hier geboten werden, muss man sich im Austausch mit Anderen in den entsprechenden Foren aneignen. Mit einem externen Aufnahmegerät lässt sich ein cleaner HD -Stream aufzeichnen und weiterverarbeiten. Zwar sind die Vorgaben der Rundfunkanstalten (Rotbuch) noch auf die teuren Sonys etc. abgestimmt (so etwa um die Seite 110 herum wird es für uns interessant), aber Kameras wie D7100 und Canon 5D bzw. GH3 kratzen da schon mächtig an diesen Anforderungen.
6. Verwendet werden zwei SD-Karten. Man sollte gute nehmen: Klasse 10 ist vor allem dann sinnvoll, wenn man auch Filme drehen will. Das ist eine kleine Zahl in einem Kreis auf der Vorderseite der Speicherkarte aufgedruckt. Es gibt Klasse 4, 6 und 10. Der Aufpreis gegenüber den anderen ist gering.
7. Die Akkulaufzeit wurde gegenüber der D700 verlängert, das ist mein subjektiver Eindruck. Die Anschaffung eines Zusatzhandgriffes mit zweiter Batterie kann so unterbleiben. Aus Gründen des Umweltschutzes in Japan (ja, richtig gelesen, auch das gibt es, man mag es kaum glauben) wurde der "Inhalt" der Akkus geändert.
8. Der eingebaute Blitz klappt hoch aus und schattet selbst das voluminöse 17-35/2,8 nicht ab (ja, ich gebe zu: Ich habe auch einige Zoom-Objektive), aber nur dann, wenn die Sonnenblende nicht drauf ist. Der "Rote-Augen-Effekt" wird dadurch reduziert. Der Blitz kann auch als Master für weitere Blitzgeräte dienen. Die Reichweite beträgt bei 100 ISO so um die 3 bis 5 Meter, je nach verwendeter Technik (Blitzen auf den 2. Vorhang oder längere Belichtungszeiten usw.). Für die Geburtstagsfeier von Oma Tilda reicht das aus. Aber wir blitzen ja nie direkt ...
9. Anschließen lassen sich viele Geräte: GPS-Tracker, für diejenigen, die nicht wissen wo sie waren, externes HDMI-Gerät uvm.
10. Wer in das Nikon-System einsteigen will, findet in dieser Kamera im APS- Format die Spitzenkamera. Abgespeckte Versionen sind die D5300 und D3200. Darüber befinden sich die Vollformat (also Kleinbildgröße)Kameras D610 und die beiden D800. Für Reporter gibt es dann noch die D4.
11. Bei den Objektiven ist es so wie bei den anderen Herstellern: Es gibt eine Linie für den "Konsumenten", also eine preiswertere Linie, meist Zoomobjektive mit durchschnittlicher mechanischer und optischer Qualität, und eine "Profi-Linie", die mechanisch weit besser sind und optisch auch überzeugen. Dazu kommen noch Fremdhersteller wie Zeiss, Tokina, Sigma, Tamron und Walimex als mögliche Alternativen dazu.
12. Auch die externen Blitzgeräte sind Spitze. Ich habe verschiedene Modelle von Nikon und Metz bis zum Metz 70. Am besten harmoniert die Kamera mit dem eigenen System, die Fremdhersteller können (bzw. dürfen ?) nicht alle Möglichkeiten des Systems ausschöpfen.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 10, 2013 7:41 PM CET


Südsee
Südsee
von Rosemarie Schyma
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Kompakt und kompetent, 9. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Südsee (Broschiert)
Das Reiseziel Südsee dürfte bei vielen Reisewilligen an vorderster Stelle stehen. Kleine Inselchen, von Korallenriffen umgebene noch kleinere Inseln mit schönen Frauen, dazu blaues Meer; was will man mehr (Reim war beabsichtigt)?!
Diesem Traum stehen in der Praxis einige nicht zu vernachlässigende Faktoren entgegen: Das Reiseziel ist viel zu groß, um es auf einen kleinen Nenner zu bringen und die Entfernungen von Mitteleuropa aus sind das weiteste, was die Erde zu bieten hat. Wer da hin will, hat mit etlichen Tagen Anmarsch (und Rückflug) zu kämpfen. Ein kleiner Tipp am Anfang: Man möge Flüge buchen, die nicht über die USA führen, dort kennt man keinen Transit, also Einreiseprozedur, dann wieder Asreiseprozedur. Die Art und Weise, wie das manchmal geschieht, ist sehr grenzwertig, das ist meine persönliche Erfahrung und das muss man sich dort nicht antun.-
Zum Reiseführer: Wie erwähnt, handelt es sich um ein riesiges Reisegebiet, rein geographisch gesehen. Sieht man sich die besprochene Landmasse an, dann ist es fast so wie die Nadel im Heuhaufen. Die Autorin und ihr Team haben in einer bemerkenswerten Kleinarbeit diesen Aspekt herausgearbeitet und verdienen schon auf Grund dieser Tatsache großes Lob. Am Anfang stehen einige Kapitel zur Vorabinformation, als da sind Natur und Umwelt, Wirtschaft, Soziales und Politik, Geschichte, Gesellschaft und Alltagskultur, Kunst und Kultur, Essen und Trinken sowie Wissenswertes für Reise. Danach folgen die einzelnen Inselgruppen wie etwa Fidschi, Tonga, Samoa usw. Eingetret in diese größeren Abschnitte sind Einzelthemen, wie etwa das Klima (S. 20), Kokospalme (S. 26), Fa'a - die samoanische Lebensweise (S. 250) und anderes mehr. All das ist sehr informativ. Gerade die politischen Umwälzungen in dieser Region finden auch ihren Platz bis zur Drucklegung des Buches. Einen breiten Raum nehmen neben den Sehenswürdigkeiten auch die Unterkünfte ein, die nach einem festen Schema von Top bis bürgerlich geordnet sind. Insgesamt werden die einzelnen Rubriken nach einem festen Schema, das auch durchgehalten wird, angearbeitet.
Persönlich hätte ich doch für eine Folgeauflage einige Änderungswünsche. So sind die Karten für die einzelnen Inseln nicht immer dort, wo sie hingehören, nämlich in den betreffenden Fließtext. Die Fotos, die das Leben dort zeigen, sind nicht immer auf der Höhe was die Technik angeht; soll heißen, leicht farbstichige und weniger scharfe Aufnahmen. Die Digitalkameras lassen grüßen. Positiv hervorzuheben sind die Karten vor der Umschlagseite 3, die alle Inseln in einem ordentlichen Maßstab zeigen. Wenn man bedenkt, dass die Seekarten dieser Gebiete - wir fahren mit dem eigenen Segelschiff da hin - aus dem Jahre 1950 stammen, auch die Karten der englischen Admiralität - dann gewinnt dieser Reiseführer noch an Wert. Als Alternative zu diesem DuMont Buch wären aus meiner Sicht prinzipiell die APA Guides zu nennen, aber über die Südsee ist mir kein derartiges Buch bekannt.


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Preis: EUR 369,90

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 1. Dezember 2013
Wir haben von diesem Typ 2 Geräte, eines davon ist die etwas einfachere Version ohne "FW", also ohne Mehrfacheinzug beim Kopieren und LAN. Für beide Drucker gelten die gleichen Erfahrungen. Beide benutzen auch die gleichen Tonerpatronen. Gekauft haben ich einen beim örtlichen Händler, weil ich sofort ein Gerät brauchte und das andere (mit FW) als Vorführgerät, angeblich nur 50 Probeblätter gedruckt.
Eines der Geräte ist dafür gedacht, demnächst auf einer Segelyacht mit uns um die Welt zu fahren und die nötigen Ausdrucke beim Zoll, Hafenbehörde etc. zu bewerkstelligen. Farbe sollte es auch können, damit wir den Kinderchen in der Südsee mal ein schönes Foto ausdrucken und einlaminieren können. Geschenke erhalten die Freundschaft.
Beide Geräte haben wir (ohne FW) ca. 3 Jahre und mit FW wohl 2 Jahre.
Die Installation dauerte eine Weile, verlief aber problemlos, sowohl was Win XP als auch Win 7 angeht. Die Textausdrucke in der Normaleinstellung - 600 dpi - sind über jeden Zweifel erhaben und meist nicht nötig. 300 dpi tun es auch. Eine Verbesserung der Ausdruckksqualität kann man durch Verwendung von hochwertigem Papier als die im Supermarkt üblicherweise angebotene Kopierpapier mit 80 g/m2 erreichen; nimmt man 90 oder 100 g - Papier, dann ist im sw-Druck eine wirklich überaus gute Druckqualität erreichbar.
Der Mehrfacheinzug beim "FW" für das Kopieren funktioniert auch gut, das Einziehen von mehreren Seiten auf einmal kam sehr selten vor. Insgesamt ist diese Funktion sehr nützlich. Wir haben mehrere dicke wissenschaftliche Arbeiten mit z.T. über 600 Seiten mit beiden Druckern ausgedruckt, ohne Probleme.
Warum dann nur 3 Sterne?
Das Einschalten ist etwas für verspielte Naturen oder auf den amerikanischen Markt bezogen: es leuchten etliche LEDs auf, ein Piepton ertönt, das Gerät rappelt, um dann nach etlichen Sekunden sich auszuschalten (so mein Eindruck, weil auch alle Lämpchen wieder abgeschaltet werden) und nach einigen Sekunden wieder einzuschalten. Lustig, wenn man das zum ersten Mal sieht; nervend, wenn es dauernd passiert.
Ein kleines Display mit 2 kurzen Zeilen ist auch vorhanden, es soll den Betriebszustand anzeigen. Da das Display in LCD-Technik eingebaut ist, kann man es nur ablesen, wenn die Nase (und die Augen) gerade über dem Display stehen, sonst nicht. Eine anwenderfreundlichere Ausstattung mit einem LED-Display hätte in der Herstellung 5 Pfennig, oh Pardon, Cent (wenn überhaupt) mehr gekostet und man hätte eine weitaus bessere Ablesemöglichkeit.
Für das Ausschalten benötigt man Hände eines Gorilla: erst muss man den Ausschaltknopf drücken, dann in 18,5 cm Entfernung die mittlere Menütaste für 3 bzw. 4 Sekunden. Für zierliche Frauenhände, wie gesagt, umständlich.
Die Tonerkartuschen sind im Gerät übereinander angeordnet. Die versprochenen Seiten werden bei weitem nicht erreicht, auch wenn man als Norm den sog. "Dr.Grauert-Brief" heranzieht, der eine definierte Anzahl von Zeichen pro Seite vorsieht (ich meine, um die 3000) bei einem Schwärzungsgrad von 5 %. Das dürfte auch einem normalen Geschäftsbrief knapp entsprechen. Was mir besonders negativ aufgefallen ist, und zwar bei beiden Druckern gleichermaßen: Die Tonerkartuschen sind nicht besonders dicht. Das soll heißen, dass an der Vorderseite der Walzen bei den Farbkartuschen immer ein Häufchen des farbigen Toners liegt, dann auf die darunter liegende Kartusche fällt und so vor allem die Farbausdrucke verfälscht, und zwar teilweise gewaltig. Zur Entschuldigung für Samsung muss ich aber anmerken, dass wir aufbereitete - und zertifizierte -Ersatzpatronen verwenden, weil die Originalpatronen ca. 35 % teurer sind. Einmal war es so schlimm, dass die Patronen ausgetauscht werden mussten (auf Kulanz). Größere Farbflächen sind meist nicht einheitlich eingefärbt, sondern streifig (Grund s. o.).
Ferner ist es wohl so, dass auch beim normalen sw-Druck Farbe mit im Spiel ist: obwohl bei beiden Drucker kaum in Farbe gedruckt wird, ist auf einmal die gelbe Patrone leer, dann kurz danach die anderen beiden. Weiter negativ ist auch, dass in diesem Fall - fast Leerstand bei einer Farb-Patrone - der Drucker seinen Dienst einstellt, obwohl noch schwarzer Toner vorhanden ist und die rote Warnlampe heftig blinkt. Das ist nicht gerade nachvollziehbar. Es müsste eine Option vorhanden sein, bei Nichtgebrauch die farbige Option lahmzulegen. Vielleicht ist so etwas möglich, habe es noch nicht getestet. Von da her sind die Betriebskosten hoch.
Umständlich ist auch die Scanoption. Als solche funktioniert sie anstandslos, nur die Software ist umständlich zu handhaben und die angebotenen Speicheroptionen entsprechen nicht dem aktuellen Stand: so fehlt etwa Open Office als Text, bei den Grafiken ist BMP voreingestellt. Für eine anständige Komprimierung der Grafiken ist ein Bildbearbeitungsprogramm wie Gimp oder Photoshop nötig.
Das Papierfach ist unten mittig angeordnet und schabt über die Schreibtisch- Unterlage beim Herausziehen. Einige Millimeter weiter oben hätte nicht schaden können, ist wohl konstruktiv so ohne weiteres nicht machbar, weil das Gerät dann noch höher ausfiele (40 cm). Sehr empfindlich sind beide Geräte beim Einzug des Papieres: Weder darf zu viel noch zu dünnes Papier eingelegt werden. Sinnvoll ist es jedenfalls, den Stapel vorher "aufzuschütteln", wie es die Schriftsetzer früher mal gelernt haben, aber heute kann ja jeder selbst am Computer Layouter spielen (aber das ist eine andere Geschichte). Auch dürfen keine Eselsohren vorne vorhanden sein, Papierstau wäre die Folge. Weiter treten Papierstaus trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch ab und zu auf und nerven dann schon. Vorgegeben ist die maximale Qualität von 150 g/m2. Dummerweise hatte ich mal mehr drin, 220 g waren es wohl und das führte zu einer Gesamtblockade des Systems. Für die anschließende "Herausfieselung" der Papierbrocken sind die Walzen von vorne und hinten gut zugänglich. Umgehen kann man das Problem, indem etwa Visitenkarten auf 100 g gedruckt und anschließend einlaminiert werden, dann erhält man schön stabile Karten.
Insgesamt scheint mir der Tonerverbrauch besonders bei den Farben recht hoch, vor allem, wenn man sie wie in unserem Fall eigentlich seltenst benutzt,weiter stört mich die hohe Empfindlichkeit des Systems beim Papiereinzug. So gesehen, sind die Unterhaltskosten durchh die Beimischung von Farbe beim normalen Textdruck nicht besonders niedrig. Wenn ich aber hier die Kritiken über Tintenstrahldrucker lese, nehme ich doch eines der Geräte auf unsere Reise mit und werde vorher noch etliche Tonerkartuschen einkaufen, vor allem auch, weil man so einen Drucker einige Wochen ausschalten kann, ohne dass etwas verstopft oder eintrocknet und das Gerät zerstört. Die Verarbeitungsqualität ist für heutige Verhältnisse gut und gibt keinen Anlass zur Kritik.


Reeds Aberdeen Global Asset Management Nautical Almanac 2013 (Reed's Almanac)
Reeds Aberdeen Global Asset Management Nautical Almanac 2013 (Reed's Almanac)
von Andy Du Port
  Broschiert
Preis: EUR 46,95

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenz, 9. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der "Reeds Nautical Almanach 2013" ist ein englisches Werk, das alles Wissenswerte über die Segelreviere zwischen der Nordspitze Dänemarks bis Gibraltar beinhaltet. In diesem Werk steckt sehr viel Arbeit und viel Erfahrung über die Bedürfnisse der Segler. Diese Rezension ist im Zusammenhang mit dem Hafenhandbuch "Nordsee" zu sehen, das ich vorhin bewertet habe. Der Reeds umfasst über 1000 Seiten im Format 19 x 26 cm. So entsteht ein erhebliches Kampfgewicht, mit dem man die Schwiegermutter ... naja, ein Scherz.
Das Opus ist in 9 Hauptkapitel gegliedert, die teilweise weiter aufgeteilt sind. So besteht das Kapitel 1 aus "Referenzen" wörtlich übersetzt, ich würde eher sagen Defintionen. Darunter befindet sich auch eine Tabelle der wichtigsten seemännischen Begriffe in Englisch, Deutsch, Niederländisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch. Die Seiten der Kapitel sind am Rand unterschiedlich farbig markiert, so dass man diese schnell findet. Weiter geht es mit "Regularien", "Navigation", "Tiden", "Kommunikation", "Wetter", "Sicherheit", "Erste Hilfe" und dann folgt über fast 900 Seiten der Bereich "Häfen, Küsten und Tiden", gefolgt vom abschließenden Index. Die jeweiliegn Kapitel sind sehr ausführlich gehalten, kompetent geschrieben und mit zahlreichen Grafiken untermauert. In den allgemeinen teilen erfährt man - als Auffrischung - alles Wissenswerte, was zur Segelei gehört, eine Art Lehrbuch eben, das ist auch der Sinn eines Almanachs. Die Hafenpläne sind deteillierter als die des Hafenhandbuches des BSH. Zahlreiche Tidentabellen ergänzen das Werk, ferner finden sich Entfernungstabellen und kleine Karten mit den Tidenströmen (stündlich, von HW-5 bis HW+6). Dass mein Lieblingshäfelchen Honfleur auch mit einem kleinen Plan vertreten ist, freut mich und sei mir als persönliche Anmerkung erlaubt.
Ich halte das Werk aus meiner Sicht für perfekt. Jeder, der einigermaßen der englsichen Sprache mächtig ist, kommt damit zurecht. Da es keine 6 Punkte gibt, kann man "nur" 5 vergeben.


Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia
Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia
von John Perkins
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bemerkenswerte Bekenntnisse eines Aussteigers, 9. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zum Inhalt des Buches ist in diesem Forum schon genug ausgeführt worden, ich will das Ganze nur etwas abrunden. Der Autor hat den Mut besessen, aus einer kriminellen Organisation im Dienste der US-Regierung auszusteigen. Dafür verdient er großes Lob, denn es könnte auch sein, dass er einen tödlichen Unfall erleidet oder verschwindet. Das Buch reiht sich ein in eine immer größer werdende Anzahl von Populärliteratur, die sich kritisch mit den USA auseinandersetzt. Ich zähle dazu auch das Werk über die NSA, die ohne jede Kontrolle die ganze Welt ausspioniert und deren Haushaltsplan nicht im Haushaltsplan der USA auftaucht. So viel zur Demokratie in den USA und der Rolle des Parlaments. Der Name des Autors zur NSA ist mir entfallen, ich habe das Buch ausgeliehen und nicht wieder erhalten (wie üblich, möchte man sagen). Die Geschichte der USA ist eine Geschichte der Gewalt und eines krankhaften Nationalismus. Das lässt sich belegen an der Vernichtung der Indianerstämme (was in Hollywood-Western auch noch verherrlicht wird), der Sklaverei bis ins 19. Jhd., erheblichen Rassenproblemen bis in die heutigen Tage hinein (selbst erlebt da drüben), einem Waffenwahn, der gerade in diesen Tagen wieder zu Ausverkäufen bei Schnellfeuergewehren geführt hat und einem militärischen Selbstverständis der Beherrschung der Welt. Das Rechtssystem ist unberechenbar und es gibt genügend Untersuchungen über Fehlurteile und die Schadensersatzurteile, die teilweise hier in der Presse veröffentlicht werden, liegen zwischen Irrsinn und Abartigkeit. Der Fall des zu heißen Kaffees, den eine Autofahrerin verschüttet hatte (3 Millionen Dollar Schadensersatz) ist mir besonders nahe, denn ich hatte geschäftlich mit einem Anwalt drüben zu tun, der in den Fall involviert war. Ferner sitzen in den USA pro 1000 EInwohner weltweit die meisten Personen im Gefängnis. Überall im arabischen Einflussbereich fliegen amerikansiche Drohnen herum und töten Leute nach Belieben. Das ist selbstverständlich für den Friedens-Nobelpreisträger Obama, der mal Dozent für Verwaltungsrecht war. In unserer Kultur wird dieses Land unterschwellig als Vorbild hingestellt; das ist es beileibe nicht. Die USA streb(t)en mit allen Mitteln die Weltherrschaft an. Als Folge hat das Land zerrüttete Staatsfinanzen, eine innere Zerrissenheit und eine schleichende Unregierbarkeit im Innern zu verkraften. Eine Verwandte von mir, die in Los Angeles lebt, wunderte sich bei einem Besuch, dass man in Berlin so ohne weiteres über die Straßen gehen, ungestört auf Parkbänken sitzen und dann Schaufenster ansehen kann, bei ihr ist das nicht ganz so problemlos.
Es wurde hier bei verschiedenen Rezensenten die Kritik geäußert, dass der Autor zu viele persönliche Gefühle von sich gegeben habe. Man muss da wohl mal die subjektive Situation sehen: Es steigt jemand aus einer hoch kriminellen staatlichen Organsiation aus, weil er sich u.a. Gedanken über die Situation der betroffenen Länder und Völker macht. Was ist daran negativ oder verwerflich? Es ist gerade der subjektive Eindruck eines Insiders, der die Spannung erhöht. Sachlich-wissenschaftliche Abhandlungen sind eine andere Angelegenheit. Das Buch ist absolut lesenswert, ebenso der Dokumentarfilm ist es wert angesehen zu werden, der mal vor kurzem auf Arte oder 3sat gesendet wurde. Ich denke, dass es auch in einem Leistungskurs Politik oder auch in den ersten Semestern an der Uni als Lektüre dienen könnte.
Zum Schluss stellt sich mir die Frage, weshalb in der neuen US-amerikansichen Botschaft in Berlin das oberste Stockwerk (es ist das vierte) keine Fenster hat. Ein Schelm, der sich Böses dabei denkt ...


Canon Fernglas 15x50 IS AW
Canon Fernglas 15x50 IS AW
Preis: EUR 929,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Fernglas mit Bildstabilisator und kleinen Ausstattungsmankos, 9. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Canon Fernglas 15x50 IS AW (Elektronik)
Wir haben uns das Fernglas angeschafft, weil eine längere Segeltour ansteht. Das Weltmarktangebot an stabilisierten Gläsern ist sehr übersichtlich. Nach dem Studium der Käuferbewertungen und der technischen Daten haben wir uns für diesen Typ entschieden.
Die Haptik ist sehr gut, das Material fasst sich angenehm an und das Glas liegt gut in der Hand. Es lässt sich auch leicht auf die jeweils benötigten DIoptrien einstellen. Das Hauptmerkmal dieses Glases, nämlich die Bildstabilisierung, funktioniert auf zwei mögliche Arten: Einerseits kann man eine griffgünstig (für Rechtshänder) plazierte tast für die Stabilisierung drücken, so lange man diese feature benötigt, oder man tippt die Taste nur kurz an, dann wird die Funktion für ca. 5 Minuten zugeschaltet. Zum Betrieb benötigt man 2 weit verbreitete Batterien (oder Akkus) vom Typ AA, die gut abgedichtet in einem gummierten Verschlussdeckel an der Unterseite zu erreichen sind.
Eine 15-fache Vergrößerung ist viel Holz. Ohne Stabilisierung wackelt das Fernglas hin und her, neben dem Puls machen sich dann auch die körperliche Anstrengung beim Laufen und das Gewackel z. B. des Schiffes so bemerkbar, dass man kaum verwertbare Ergebnisse erhält.
Der erste versuch fand nachts auf der abgeschlossenen terrasse (kein WInd!) statt, bei sternklarem Himmel. Der Jupiter wurde aufgesucht und durch das Fernglas mit Stabi angepeilt. Seine 4 inneren Monde waren gut zu erkennen. Bei zugeschalteter Stabilisierung tanzte das Bild ein klein wenig, bei dieser vergrößerung kein Wunder. Bei tageslicht in der gegend herumgeschaut, ergeben sich völlig neue Perspektiven: was kocht denn da Frau Müller in der Küche aus 200 m Entfernung, etwa Knödel?
Als Linsen verwendet Canon welche aus UD-Glas, das bei Nikon und Pentax ED heißt. Das sind optische Gläser mit einem hohen Brechungsindex und niedriger Dispersion. Auf Fotobrennweiten übertragen, hätten wir hier eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera mit 750 mm Brennweite. Jeder Fotobegeisterte weiß, was so ein Objektiv kostet. Ohne UD- bzw. ED- Gläser würde das sekundäre Spektrum auswandern und zu Farbsäumen und Unschärfen führen. Davon ist hier nichts zu sehen. Großes Lob.
Weniger gut haben folgende Punkte gefallen, die dazu beigetragen haben, dass "nur" 4 Sterne vergeben wurden: Die Lieferung erfolgt in einer relativ weichen und engen Kunststoff-Textiltasche. Eine Hartschalentasche fände ich praktischer, vor allem bei der Jagd und auf einem Segelboot. Dann gibt es keine Linsenabdeckung! Die vorderen Linsen lächeln einen völlig ungeschützt an. Die hintere Okularabdeckungen sind schlecht zu befestigen, sie fallen schon beim Herausziehen des Glases ab und purzeln in der Landschaft herum. Der Befestigungsriemen ist reichlich dünn und könnte durchaus von einem Exemplar à la Kamerariemen ersetzt werden. Angesichts des Preises sind das schon verbesserungsfähige Punkte.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 5, 2014 10:34 PM MEST


Hafenhandbuch Nordsee
Hafenhandbuch Nordsee
Preis: EUR 45,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solides Werk für den Skipper für die Küsten Westeuropas, 9. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hafenhandbuch Nordsee (Ringeinband)
Das Hafenhandbuch ist ein überaus solides Werk, das jeder Freizeitkapitän (und -kapitänin, wie auf unserem Schiff) an Bord haben sollte. Ich schreibe diese Rezension im Vergleich zu Reeds "Nautical Almanac", was an sich unfair ist, da es sich bei letzterem um einen "Almanach", also vom Inhalt her ein umfänglicheres Werk handelt. Unsere Bewertung für den Reeds möge der geneigte Leser (die geneigte Leserin) bei Interesse dort nachsehen.
Zurück zum Hafenhandbuch. Geliefert wird es als Loseblattsammlung in einem sehr soliden Pappordner im handlichen Format A5. Als herausgeber zeichnen das BSH (Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrografie), der Deutsche Segler-Verband und der Deutsche Motoryachtverband verantwortlich.
Beigegeben sind einige Postkarten am Anfang des Werkes, mit denen man z. B. Nachträge bestellen kann, was durchaus sinnvoll ist. Die einzelnen Seegebiete sind mit einer farbigen Kopfzeile versehen, die sich mit der im Inhaltsverzeichnis deckt. Farbige Seitenränder wie beim "Reeds" fehlen. Diese würden beim schnellen Auffinden bestimmter Teile des Werkes durchaus helfen. Beigegeben ist auch eine doppelseitig bedruckte Übersichtskarte der Seegebiete im Format von ca. 40 x 70 cm.
Hinweise zum Gebrauch des Hafenhandbuches finden sich am Anfang ab Seite 17. Danach geht es los: Es folgt als erstes Gebiet die deutsche Nordseeküste. In einer knappen Einleitung werden die Besonderheiten beschrieben mit Angabe der weiterführenden Literatur dazu. Die Hafenpläne sind hinreichend genau gezeichnet, im üblichen Farbschema und mit den nötigen Angaben versehen, u. a. wo man im Hafenbecken als Gastlieger Paltz findet. Die üblichen Piktogramme verschaffen auf einen Blick eine Übersicht über die möglichen Serviceleistungen. In der Kopfzeile finden sich Angaben zu den betreffenden Seekarten des BSH (im Ausland die Nummern der betreffenden Länder-herausgeber) , des MSpTH und MnpTH. Die Rubriken der Häfen sind unterteilt in Ansteuerung, Liegeplätze, Service und Versorgung, Kommunikation, Allgemeines und Hafenplätze in der Nähe. Dieses Schema wird konsequent bis zum Ende durchgehalten. Ergänzt wird das Ganze durch hochwertige Fotos, meist Luftaufnahmen in sehr guter Qualität.
Es sind leider nicht alle für Segler interessanten Häfen aufgelistet; gerade mein Lieblingsstädtchen Honfleur in der Nähe von Le Havre, das einen sehr schönen Binnenhafen mitten in der Altstadt besitzt, wird mit nur vier Zeilen abgehandelt.
Insgesamt stellt das Hafenhandbuch eine Pflichtlektüre dar. Man mag sich fragen, warum gibt es dann hier nur 4 Sterne? Man möge dann die Besprechung zum "Reeds" lesen, dann weiß man warum.


Windows 8 Pro OEM 64 Bit Vollversion
Windows 8 Pro OEM 64 Bit Vollversion
Wird angeboten von ComRepSchnaeppchen
Preis: EUR 118,00

5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unausgereiftes BS, 19. Dezember 2012
Ich habe mich nach einigem Zögern für das neue Win 8 (64-bit) entschieden, wohl vermutend, dass es einige Stolpersteine geben könnte. Ich arbeite hauptsächlich mit längeren, komplexen Texten (viele Fußnoten, Grafiken), sowie Fotos und Video in HD. Ein Betriebssystem ist dazu da, wie der Name sagt, die Grundlage der Arbeit am Computer zu legen, mit allen Schnittstellen etc. und das möglichst unauffällig und störungsfrei.
Die Installation mit Formatierung der HD klappte problemlos und in beeindruckend schöner Weise tauchten nach dem ersten Start die vielen kleinen Bildchen - auf Neudeutsch wohl Icons genannt - auf meinem 24-Zoll Monitor auf. Toll. Nur: nach etlichen Minuten erschien eine Meldung, dass ein unerwarteter Zahlenwert aufgetreten sei und daher das System heruntergefahren werde. Grübel, grübel. Nachdem das System wieder startklar war, ging es eine Weile gut und vorsichtig installierte ich die ersten beiden Programme: Word nur als kommpatibles Programm für die Word-Schreiber, ansonsten Libre Office, da damit längere Texte besser zu handhaben sind. Beide Programme liefen zunächst problemlos. Dann wollte ich eine Internet-Verbindung herstellen, mit einem Netgear-Router und drahtloser Übertragung ins Arbeitszimmer. Bei Win XP eine Sache von vielleicht 10 Minuten, hier dauerte es, das Wochenende ausgeklammert, eine Woche. Die Hotline in Polen (äußerst nette Dame da, sehr kompetent und perfekt Deutsch sprechend) gab sich alle erdenkliche Mühe, passende neue Treiber zu besorgen, irgendwie klappte es dann nach dem x-ten Versuch. Als Ausgleich dafür fuhr das System nach der Falschberechnung eines Zahlenwertes wieder herunter, und das immer öfter. Dann durfte ich feststellen, dass bei der versuchten Installation das Brennprogramm Nero 7 nicht kompatibel ist. Warum eigentlich? Soll ich bei einem neuen Betriebssystem auch neue Programme kaufen? Das ist nicht einzusehen, denn meine Programme erfüllen ihren Zweck und Neuanschaffungen nur wegen Win 8 kommen für mich nicht in Betracht. Ähnliches gilt wohl auch für etliche Grafikprogramme, wie man den entsprechenden Foren entnehmen kann.
Die auftretenden Fehlermeldungen mit dem Herunterfahren des Systems und Neustart gaben immer andere Gründe hierfür aus, alles nicht reproduzierbar. Nach einigen Tagen war es kaum mehr möglich, einen einseitigen Brief ohne Absturz zu schreiben.
Fazit hier: ein reichlich instabiles System, zumindest auf meinem Athlon64- System.
Zur Ergonomie: Die Bedienung mit den vielen Bildchen von WIN 8 ist sehr, sehr gewöhnungsbedürftig. Für einen Desktop-Computer mit einem 24-Zoll-Bildschirm wie bei mir, dessen Bilddiagonale etwa 60 cm beträgt, ist das Ganze eine Zumutung. Selbst für unseren Laptop ist das eine grenzwertige Sache. Wie eingangs dargelegt, soll das Betriebssystem die Basis für vernünftiges Arbeiten legen, und das störungsfrei. Zusätzlich snd elementare Dinge wie z.B. zur Steuerung einer Bildschau anfänglich sehr gut versteckt, was die Frage nach dem Warum aufwirft.
Ein weiteres dickes Minus gibt es für die Kompatibilität mit bestehenden Programmen. Ich denke, dass zumindest meine das in weiten Bereichen nicht sind; ich habe das Gefühl, dass anfänglich Libre Office recht gut lief, aber nach einigen Tagen (höchstens vier) zunehmend Probleme auftraten, Erklärung s. o.
Das sind nur einige Eindrücke, die ich in der kurzen Zeit mit WIN 8 gewonnen habe.
Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass hier mit Gewalt ein neues Erscheinungsbild geschaffen werden sollte, ohne sich dessen bewusst zu werden, was das für den Endverbraucher an Folgen nach sich ziehen kann. Nicht jeder ist ein Spiele-Freak oder Systemfachmann, sondern jemand, der den Computer für produktive Arbeit einsetzen will. Dafür scheint mir der Sprung von bisherigen Systemen recht groß zu sein, und vor allem unausgereift. Es scheint auch so zu sein, dass WIN 8 sehr empfindlich auf Hardware reagiert, die nicht so ganz kompatibel ist.
Ich habe nach den immer häufiger auftretenden Systemabstürzen und Programinkompatibilitäten WIN 8 wieder gelöscht und das alte Betriebssystem wieder aufgespielt. Alles läuft seither wie gewohnt, nur ohne Systemabstürze.


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