Profil für Horus W. Odenthal > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Horus W. Odenthal
Top-Rezensenten Rang: 1.387.225
Hilfreiche Bewertungen: 55

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Horus W. Odenthal

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen
Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen
Preis: EUR 1,49

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolutes Muss ' klar und umfassend, 6. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An diesem Buch kommt niemand, der ein eBook erstellen will, vorbei.
Klar und Schritt für Schritt stellt der Autor dar, wie vorzugehen ist, will man aus seinem Text ein eBook herstellen. Er geht dabei nicht nur auf das mobi-Format ein, das für den Kindle und damit einen Vertrieb über Amazon notwendig ist, sondern streift auch die anderen Formate und Optionen. Anhand dieses Leitfadens und ergänzend den Hinweisen die bei Amazon zu finden sind und auf die der Autor an den jeweiligen Stellen hinweist, ist man in der Lage das eigene eBook zu veröffentlichen, zu vermarkten und promoten. Der große Vorzug dieses Leitfadens ist dabei seine Strukturiertheit und Klarheit. So geht es, so wird's gemacht.
Natürlich gibt es immer noch einige Klippen zu umschiffen. So hält zum Beispiel Word (das wie jeder Schriftsteller weiß, für seine Zwecke wahrhaftig nicht das ideale und entgegenkommendste Programm ist) in dem laut dieses Buches eine saubere Quelldatei erstellen soll, einige Schwierigkeiten bereit, was Formatierungen betrifft. Wer es allerdings ernst meint, beißt sich durch oder holt sich Hilfe, falls es nicht auf Anhieb klappt. Oder weicht auf ein anderes Schreibprogramm aus wie das geniale Scrivener, das für denjenigen, der eBooks veröffentlichen will, das ideale Tool ist, wirft es doch am Schluss das Manuskript in dem gewünschten eBook-Format aus. Die Grundbegriffe der Textverarbeitung können allerdings nicht Thema dieses Buches sein.
Es beschreibt auf gute, nicht ausschweifende Weise, wie man das bewerkstelligt, was der Titel verspricht: Eigene E-Books erstellen und verkaufen. Als solches ist es das ideale Handbuch, das man ständig bei seinem Vorhaben greifbar haben sollte. Am besten auf den Kindle laden und so ständig greifbar haben.
Mir hat dieses Buch enorm geholfen.
Herzlichen Dank an den Autor.


Der Iril-Konflikt: Erster Roman des Trickser-Zyklus
Der Iril-Konflikt: Erster Roman des Trickser-Zyklus

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielversprechender Einblick in einen neuen Erzählkosmos, 5. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was eine Inhaltsangabe betrifft, möchte ich der oben angeführten Kurzbeschreibung nichts hinzufügen, da ich mich selber über die mit nassforscher Unbedarftheit vorgetragenen General-Spoiler in Besprechungen oder auch in Klappentexten immer wieder ärgere ("Als er erfährt, dass er selber zu den Toten gehört, findet seine Suche eine dramatische", "Nur dass sich am Schluss der Gärtner als Mörder herausstellt, fand ich wenig schlüssig, weil, das hab ich nicht verstanden"). Diese Zusammenfassung des "Iril-Konflikts" ist durchaus treffend und sie enthält alles, was man als potentieller Leser inhaltlich über diese Geschichte wissen müsste ? und sollte.

Was erwartet den Leser von "Der Iril-Konflikt"?

Die spontane Antwort wäre wahrscheinlich: eine Space Opera. Mit dem Wiederaufflammen dieses Genres wurde der Begriff so sehr geweitet, dass ein Großteil der derzeitigen SF-Produktion in diese Kategorie eingeordnet werden kann. Bei dem vorliegenden Buch fehlt hierfür die "kosmische" Komponente. Hier steht nicht das Schicksal des gesamten von Menschen besiedelten Kosmos auf der Kippe und es muss auch kein vom Schicksal erwählter Erbe des Universums herbeieilen, den Tag und alle denkenden und fühlenden Wesen der Galaxis vor Kreaturen zu retten, die im Inneren von Sonnen wohnen, die sich aus dem Hyperraum gesehen zu ungeheuren Clustern zusammenballen, die unfassbare Weiten umfassen, und somit eine gigantische mehrere Galaxien große lodernde 37-dimensionale Ultrasonnen bilden, die als Artefakt einer Rasse vor 259 Milliarden Jahren zurückgelassen wurden, als die das Multiversum verließen, um heute im siebten Band des Zyklus als Deus ex Machina zurückzukehren. Hier geht es um überschaubarere Dimensionen, und das meine ich durchaus positiv, denn hier heißt überschaubar, dass wir uns mit den Konflikten identifizieren können und diese nicht rettungslos unserer Lebenswirklichkeit entzogen sind. Sie sind eben nur auf ein anderes Spielbrett projiziert - ein exotischeres und interessanteres, wenn wir dieses Genre lieben - und verfremdet, nicht zu didaktischen Zwecken sondern zu unserer Unterhaltung.

Ich würde ganz einfach sagen, "Der Iril-Konflikt" ist ein Zukunftsroman, denn da spielt er: in der Zukunft. Er ist SF, und damit ist in diesem Fall Space Fiction gemeint und nicht Science Fiction.

Und dies ist für mich ein weiterer Aspekt, der diesen Romans charakterisiert und ihm mein Wohlwollen einbringt. Technik steht hier nicht im Vordergrund. Der Begriff "SCIENCE Fiction" ist eine Erblast, die genauso überkommen und irreführend ist, wie der des "COMIC Book". Ein Roman, der in der Zukunft spielt, muss nicht von Technik handeln, genauso wenig wie eine Text-Bild-Geschichte komisch sein muss. Die Welt unserer Zeit wird in dominierendem Maße von der Technik bestimmt, doch niemand käme auf die Idee zu fordern, dass ein Roman, der in der Gegenwart spielt, notwendigerweise die Technik zum Thema haben müsste. Das (anzweifelbare) Argument, dass die Dominanz der Technik in der Zukunft eklatant und allumfassend zunehmen wird, erscheint fragwürdig, könnte man doch mit Blick auf dieselbe (oder noch eklatantere) Dominanzsteigerung zwischen Mittelalter und Gegenwart vom in der heutigen Zeit angesiedelten Roman, wenn man ihn in Relation zum historischen Roman sieht, erneut fordern, dass er essentiell die Technik zum Thema habe. Dennoch lesen wir in einem solchen Roman "Er machte das Licht an." und nicht "Er beleuchtete den Raum, indem er durch Betätigen eines Knopfes einen Stromkreis schloss, der Elektrizität durch einen Metallwendel fließen ließ.". Mit dem gleichen Selbstverständnis spielt dieser Roman in der Zukunft, in der Staaten sich über sich über mehrer Sonnensysteme und nicht über einen Teil der Fläche eines Kontinents ausdehnen, und setzt zukünftige Techniken mit eleganter Beiläufigkeit voraus.

Worum es geht sind die alten Konflikte, die uns Menschen seit eh und je betreffen, besonders seit wir in der Moderne leben mit den uns bekannten Konflikten zwischen Staatsgebilden, vulgo: "Der Iril-Konflikt" ist eine spannende Geschichte, die in der Zukunft spielt. Nicht zufällig in der Zukunft, sondern weil der Autor offenbar die Welt der SF mag - das lässt die Widmung erkennen, die solche Leute erwähnt, die ihn inspiriert haben, und das sind einige der üblichen Verdächtigen aus der SF.

Kommen wir zu den Schwachpunkten der Geschichte.

Sie fängt konventionell an, mit typischen Szenen, die uns als SF-Lesern schon oft begegnet sind. Und sie enthält einige Slapstick-Elemente, die mir als ein Bruch im Fluss der Geschichte erschienen. Aber da mögen andere Leute - Lucas sei gescholten - unterschiedlicher Meinung sein.

Aber mit dem Voranschreiten des Buches baut der Autor eine zunehmend komplexe und interessante Welt und Figurenkonstellation auf, die mir - und hier liegt der stärkste Grund für meine positive Wertung - wie das Bereiten eines Spielfeldes vorkommt. Die Figuren werden in Position gebracht.

Es spricht entscheidend für den Roman, welche Perspektiven er aufbaut.

Die kurzfristige Perspektive: Wäre der Verfasser kein Deutscher - wie ich aus dem Namen und dem Fehlen eines Übersetzers schließe - würde ich annehmen, dass der Verlag wieder einmal der verbreiteten deutschen Praxis gefolgt ist, einen Originalroman in zwei deutsche Bände aufzuteilen. Dieses Buch erscheint wie eine erste Hälfte und gibt mir den starken Eindruck, dass das Beste erst noch kommt. Wie gesagt, der Autor stellt seine Figuren auf. Auf die Züge, die sich andeuten und die noch kommen mögen, bin ich nach diesem Roman sehr gespannt. Im Untertitel heißt es folgerichtig auch: "Erster Roman des Trickser-Zyklus". Dies bringt uns zum nächsten Punkt.

Die langfristige Perspektive: Der Roman macht den Eindruck, als hätte man aus diesem Kosmos noch viel mehr zu erwarten und als würde hier nur vorsichtig eine erste Seite geöffnet. Als würden hier die ersten tastenden Schritte unternommen, eine komplexe und faszinierende Welt aufzubauen.

Fazit: Ich denke hier hat ein deutscher Autor seinen Debütroman veröffentlich (auf meine Recherche hin habe ich unter dem Autorennamen keine weiteren Veröffentlichungen gefunden), der spannend und stringent erzählt ist, der ohne Zweifel einige kleinere Mängel aufweist, wie sie eben Schriftstellern am Beginn ihrer Karriere unterlaufen, die aber zum Lernen und Reifen notwendig sind. Dass er diesen Prozess erfolgreich durchlaufen wird, und das von ihm im Laufe der Zeit - und im Laufe dieses Trickser-Zyklus - noch viel Interessantes zu erwarten ist, und das Beste erst noch auf uns zukommt, darauf weckt dieser Roman Hoffnungen.

Wer die Firefly-Serie und auch den folgenden Kinofilm Serenity mag und wer sich mehr Geschichten dieser Art wünscht - ebenso wer Fan von Star Wars oder ähnlichen Space Operas ist - dem wird dieser Roman gefallen. Er ist Teil einer Tradition dieses Genres, das den Weltraum als eine Bühne nimmt - so wie Autoren wie Melville das Meer als Bühne wählten -, auf der die Handlung, losgelöst vom Koordinatengitter der Faktizität unserer Welt und enthoben von festlegender, einengender, kleinlicher Konkretisierbarkeit der Interpretation, ablaufen kann. Schön zu sehen, dass sich ein weiterer deutscher Autor aufmacht, dem Ruf, es gäbe in diesem Land keine guten Erzähler, die Stirn zu bieten, einfach indem er gut erzählt.

Ich zumindest freue mich auf die Fortsetzung dieses Buches und bin gespannt, was mich noch an Überraschendem und Faszinierenden im Trickser-Universum erwarten wird. Hoffentlich müssen wir auf den nächsten Band nicht allzu lange warten.

Ein unterhaltsamer, spannender, viel versprechender Debütroman. Wo bleibt der Nächste?!!


Der Wüstenplanet. Roman
Der Wüstenplanet. Roman
von Frank Herbert
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warnung: Dies ist nicht Dune!, 19. November 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Wüstenplanet. Roman (Taschenbuch)
Über die Qualität dieses Buches braucht eigentlich kaum mehr etwas gesagt zu werden. Es ist ein von der allgemeinen (also, bis auf den Krimi, genre-ignoranten) Literaturkritik übersehener Klassiker des 20. Jahrhunderts.

Worüber man allerdings dringend reden muss, ist die Übersetzung.

Im Klartext: Wer die deutsche Übersetzung "Der Wüstenplanet" gelesen hat, kennt nicht "Dune", sondern nur eine sehr ausführliche Nacherzählung des englischen Originals. In der deutschen Fassung werden – auch schon ganz zu Anfang – aus drei kunstvoll komponierten Sätze durch die Bank zwei schlichte. Ganze Satzteile und Informationsbrocken fehlen. Schilderungen und Metaphern fallen durch das Rost des Übersetzers und verschwinden im Orkus. Zurück bleibt banale Handlungsaufzählung. Vom Übersetzer unverstandene Absätze werden einfach zu irgendetwas plattgeklopft, was eher weniger als mehr Sinn gibt, aber die Mindestanforderung eines vollständigen deutschen Satzes erfüllt, auch wenn der mit dem Inhalt des ursprünglichen englischen Satzes nur noch wenig zu zun hat.

Bei Übersetzungen kann man immer wieder kritteln, und die Entscheidung zwischen der Beibehaltung einer Satzmelodie, dem Retten einer Metapher und dem Erstellen eines Textes der hakenloses, schlichtes, glattgebügeltes Standarddeutsch liefert ist bestimmt oft ein Gang auf schmalem Grat. Ich habe auch größtes Verständnis für die Lage der Übersetzer, die, um auf einen einigermaßen anständigen Stundenlohn zu kommen, ihre Arbeit zügiger erledigen müssen als es eigentlich die Sorgfaltspflicht und wahrscheinlich auch in den meisten Fällen ihre eigene Liebe zur Literatur erfordern. Das führt oft dazu, dass ein aus dem Englischen übersetztes Buch für den Leser, der des Englischen mächtig, die ursprüngliche Formulierung erraten kann, eine zusätzliche humoristische Ebene erhält (ein Beispiel unter zahllosen: Der Übersetzer eines Iain Banks Romans übersetzte den Namen des Raumschiffes "In One Ear" in Unkenntnis des englischen Sprichworts "In one ear, out the other – Zum einen Ohr rein, zum anderen raus" mit "In einem Ohr")

In diese Klasse fällt jedoch der Wüstenplanet nicht.

Er kann schlicht nicht als Übersetzung gelten, sondern als eine misslungene Neudichtung in deutscher Sprache.

Die Arbeitsbedingungen der Übersetzer im Blick: Der Übersetzer ist für diesen Band bezahlt worden, und ich wünsche ihm, dass er auch noch viele Aufträge erhält, bei denen er unter besseren Bedingungen gelungenere Übersetzungen abliefern kann. Der Verlag hat auch bestimmt schon genug an diesem Buch verdient, so dass ihm – einem Verlag, der sich wirklich auf lobenswerte Art um die Veröffentlichung qualitativ hochstehender SF im deutschen Bereich verdient gemacht hat – auch mein kleiner Kommentar an dieser Stelle am Ende des Rückgrats vorbeigehen kann.

Das alles im Blick dennoch am Schluss noch einmal die Feststellung: Wer die tatsächlichen Qualitäten dieses Buches erfahren will, muss "Dune", das englische Original lesen. "Der Wüstenplanet" ist höchstens eine Inhaltsangabe, die den Leser schon einmal auf die Lektüre des wirklichen Buches von Frank Herbert vorbereiten kann.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 14, 2014 9:34 PM MEST


Seite: 1