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raumvektor (NRW)

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Mini-Verlag: Selbst ist der Verlag! E-Book, Book on Demand, Verlagsgründung, Buchherstellung, Buchmarketing, Buchhandel, Direktvertrieb
Mini-Verlag: Selbst ist der Verlag! E-Book, Book on Demand, Verlagsgründung, Buchherstellung, Buchmarketing, Buchhandel, Direktvertrieb
von Manfred Plinke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 22. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr gutes Buch. Das beste, was man zu dem Thema im Moment bekommt. Interessant auch die Fallbeispiele. Das Thema E-Book hätte mehr Gewicht haben können.


Ich - Chef: Leitfaden für Existenzgründer
Ich - Chef: Leitfaden für Existenzgründer
Preis: EUR 4,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht so schlecht..., 22. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Schlecht ist es nicht, aber in die Tiefe geht es jetzt auch nicht. Eher was für Leute, die sich mit dem Thema Existenzgründung noch GAR NICHT beschäftigt haben.

Und: Ich habe gemerkt, ich habe echt ein Problem damit, wenn mich Bücher mit DU anreden.


Die Monster Uni
Die Monster Uni
DVD ~ Elyas M'Barek
Preis: EUR 7,89

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Drollig, 7. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Monster Uni (DVD)
Die Monster Uni: Ursprünglich konnte ich mit diesen ganzen Animationsfilmen gar nichts anfangen. Für mich war es eben die moderne Variante der Zeichentrickfilme wie Micky Maus oder Tom und Jerry. Naja, für Kinder eben. Vor einigen Jahren überredete mich meine Frau allerdings, mit ihr zusammen die Monster-AG auf DVD anzuschauen. Ich befürchtete zunächst zwei vertane Stunden, war dann aber doch recht beeindruckt, und das wiederholte sich bei einigen anderen Pixar-Filmen, die ich danach noch gesehen habe, wie z.B. Ratatouille oder Wall-E.

Die Macher von Die Monster Uni schaffen es, und das ist das Großartige daran, den Film auf zwei Ebenen ansprechend zu machen, eben für Kinder und Erwachsene. Kinder mögen die drolligen Figuren und ihre kuriosen Abenteuer. Die Filme sind aber auch für Erwachsene ansprechend, weil die Figuren eine Charakterentwicklung mitmachen, die Probleme der Figuren nachvollziehbar sind und der Humor nicht zu albern ist. Nach dem Rezept funktioniert auch die Monster Uni.

Die Handlung von Die Monster Uni: Zwei Monster wollen unbedingt hauptberufliche „Erschrecker“ werden. Die Monster-Welt gewinnt durch das Erschrecken von Kindern ihre Energie, allerdings ist das für die –eher drolligen als bösartigen – Monster nicht ohne Gefahr, weil die Berührung von Menschen für sie tödlich ist. Die beiden Monster Sulley und Mike Glotzkowski gehen also auf die Uni, um das „Erschrecken“ zu lernen, werden aber bald rausgeschmissen, weil sie in der Vorlesung Mist gebaut haben. Ihre letzte Chance ist, einen Wettbewerb im „Erschrecken“ zu gewinnen und das ausgerechnet mit einer Truppe von scheinbaren Vollpfosten, die eher peinlich als furchterregend sind.

Wie diese Jungs dann im Film trotzdem die Kurve kriegen ist wirklich witzig anzuschauen und zu sehen, wie es Loser den arroganten Champions zeigen frei nach dem Motto „David gegen Goliath“, macht immer Laune und das ist auch das Prinzip des Films. Vielleicht ist der Film nicht mehr so frisch wie sein Vorgänger, aber Spass macht er auf jeden Fall. Ich finds auch immer schön, wenn ein Film „nur“ knapp hundert Minuten dauert und man sich nicht jedesmal den DreiStundenMarathon geben muss, wie bei vielen Blockbustern in der jüngeren Vergangenheit. Toll find ich auch den Abspann bzw. Schluss mit der Botschaft, dass es für ein Ziel auch alternative Wege gibt, um es zu erreichen.


Lachsfischen im Jemen
Lachsfischen im Jemen
DVD ~ Ewan McGregor
Wird angeboten von audiovideostar_2
Preis: EUR 16,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ungewöhnlicher Film mit Top-Schauspielern, 7. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Lachsfischen im Jemen (DVD)
Der Filmtitel ”Lachsfischen im Jemen” lässt erst mal wenig Begeisterung aufkommen. Fischen bzw. Angeln interessiert mich so was von überhaupt nicht. Im Gegenteil, der Begriff verkörpert für mich die Urform der quälenden Langeweile. Für den Jemen konnte ich mich bislang ebenfalls nicht wirklich begeistern - kennt man aus den Nachrichten bestenfalls von Entführungen und Stammesfehden. Vom Filmtitel allein sehe ich vor meinem geistigen Auge Al-Qaida-Mitglieder mit umhängenden Sprengstoffgürteln und einer Angel in der Hand an einem sumpfigen Loch stehen, die sich nach neunzig Minuten aus Langeweile selber in die Luft sprengen.

Da ich aber ein Fan von Ewan McGregor (Trainspotting, The Ghostwriter) bin und auch die Filme von Lasse Hallström (Schiffsmeldungen) mag, gab ich dem Film im Kino eine Chance und das habe ich nicht bereut. McGregor soll als kleiner Fischereiministeriumsmitarbeiter wiederwillig den Wunsch eines stinkreichen Scheichs verwirklichen, in einem Fluss im Jemen Lachse anzusiedeln, damit der Typ dort angeln kann. Ihm zur Seite steht eine international erfahrene Anwältin (Emily Blunt), was selbstverständlich gegen Ende des Films zu einer Romanze führt. Vordergründig ist Lachsfischen im Jemen aber keine Liebesgeschichte, sondern eine glaubhafte, von seinen Schauspielern lebende Komödie, die sich um eine absurde Idee dreht.

Wer Schenkelklopfer erwartet wird aber sicher enttäuscht sein. Der Humor ist nämlich sehr britisch und trocken. Vor allem Ewan McGregor brilliert als leicht autistisch angehauchter, langweiliger und spießiger Behördenmitarbeiter, dessen tristes Leben durch dieses bizarre Unterfangen doch noch etwas Farbe gewinnt. Bei allem Humor schlägt Lachsfischen im Jemen immer wieder auch mal ernstere Töne an. Es ist sicher das Verdienst von Lasse Hallström, dass beide Zutaten zu einem leichten, aber anspruchsvollen und dabei noch sehenswerten Film intelligent vermischt wurden.

Das Ende wirkt wegen der Romanze zwar dann doch noch leicht kitschig, aber da kann man auch mal getrost drüber hinweg sehen.


The Futurist: The Life and Films of James Cameron
The Futurist: The Life and Films of James Cameron
von Rebecca Keegan
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,56

5.0 von 5 Sternen Hochinteressant, 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Selten so ein interessantes Buch gelesen. “The Futurist: The Life and Films of James Cameron” von Rebecca Keegan ist – wie der Name schon sagt – eine Biographie des bekannten Regisseurs und ein Querschnitt durch ein schillerndes und abwechslungsreiches Leben, das gut und gerne als eigener Hollywoodstreifen verfilmt werden könnte.

Vom LkW-Fahrer zu einem der Top-Regisseure, der zuletzt mit Avatar das Kino nachhaltig in seine 3D-Phase geführt hat. Die Autorin hatte einen recht tiefen Einblick in das Leben des Mannes und zeigt die Entstehungsgeschichte der Filme Camerons in vielen Details. Auch die Motive hinter den Entscheidungen des Regisseurs werden beleuchtet und man erhält Einblick in Persönlichkeit und Charakter des Mannes, der von vielen am Set als Perfektionist und Tyrann verschrien ist.

Mein persönliches Highlight sind die zahllosen Anekdoten. So wäre Cameron bei Unterwasseraufnahmen von Abyss beinahe ertrunken, als ihm ein Rettungstaucher einen nicht funktionierenden Regulator in den Mund steckte und den Regisseur gleichzeitig am Auftauchen hinderte. Cameron konnte sich nur retten, indem er den Ex-Marine-Taucher K.O.-schlug. Der Schreibstil der Autorin ist hervorragend. Das Buch liest sich spannend wie ein Roman. Von mir eine klare Empfehlung. Leider nur auf englisch…


Der mit dem Wolf tanzt [2 DVDs]
Der mit dem Wolf tanzt [2 DVDs]
DVD ~ Mary McDonnell
Wird angeboten von kingdomMedia
Preis: EUR 39,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein moderner Klassiker, 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der mit dem Wolf tanzt [2 DVDs] (DVD)
Bei manchen Filmen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat, fragt man sich dann doch, was zum Teufel man damals so toll daran gefunden hat. Aber “Der mit dem Wolf tanzt” hat in der Zwischenzeit nichts von seinem Reiz verloren und ist meiner Meinung nach dabei, zu einem Klassiker zu werden.

Die Geschichte von dem einsamen Wildwestsoldaten John Dunbar auf seinem Aussenposten, der sich mit einem in der Nähe beheimateten Indianerstamm anfreundet, ist von Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller Kevin Costner ganz hervorragend in Szene gesetzt worden. Man merkt dem Film deutlich an, daß er Costner eine Herzensangelegenheit war. Das fantastische ist hier meiner Meinung nach, daß sich der Film sehr, wirklich seeehr viel Zeit mit dem Erzählen seiner Geschichte nimmt. Viel Raum nehmen auch die tollen Landschaftsaufnahmen ein und zusammen mit der ganz hervorragend komponierten Musik von John Barry sorgen sie dafür, daß es dem Zuschauer trotz der Länge (im Extended Cut immerhin 236 Minuten) nicht langweilig wird.

Das ganz besondere Verdienst von Costner ist aber sicherlich die realistische Darstellung des Indianerstammes der Lakota, die größtenteils ohne irgendwelche Klischees auskommt. Mutig war die Entscheidung, die Indianer in ihrer Sprache (mit Untertiteln) sprechen zu lassen. Ich habe gelesen, die indianischen Darsteller mussten die Sprache für den Film teilweise lernen, weil die meisten ihre alte Sprache eben nicht mehr sprechen konnten. Im letzten Drittel des Films tauchen wieder die “Weissen” auf. Zusammen mit Dunbar hat sich auch der Zuschauer von deren Kultur in der Zwischenzeit entfremdet und umso verwerflicher kommt einem schließlich der Einbruch der westlichen Kultur in das ureigenste Land der Indianer vor.

Es macht traurig zu erfahren, daß die Kultur der Indianer schon wenige Jahre nach der Zeit, in der der Film spielte, zu Ende ging. Umso mehr ist es das Verdienst von Kevin Costner, im Kino zumindest, die Kultur ein Stück weit wieder ins Leben zu rufen. Ein mutiger, engagierter, anspruchsvoller – aber dennoch romantischer, spannender und vor allem sehenswerter Film. Ein moderner Klassiker und Meilenstein des Genres, in dem die Indianer eben nicht nur eine Nebenrolle spielen.


Ein gutes Jahr
Ein gutes Jahr
DVD ~ Russell Crowe
Preis: EUR 5,97

5.0 von 5 Sternen Danke für den tollen Urlaub im Luberon, 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein gutes Jahr (DVD)
Als Fan von Russell Crowe und besonders Ridley Scott war “Ein Gutes Jahr” bzw. “A Good Year” damals einfach Pflicht. Ich befürchtete zunächst eine seichte romantische Komödie, wie man sie in der letzten Zeit in Hollywood allzu oft gedreht hat und mich regelmäßig vor dem Fernseher zum Einschlafen bringt. Bei dieser Art Film gibt es meist eine leicht verpeilte Frau, die wie ein Wasserfall redet und an einen Typen gerät, der meist noch verpeilter ist und die sich nach allerhand Problemen am Ende des Films endlich finden. Streng nach Rezept von einem Auftragsdrehbuchautor geschrieben.

Aber „Ein Gutes Jahr“ ist anders. Klar gibt es auch hier ein Paar, das sich am Ende des Films findet, aber das Hauptthema des Films ist eher die Frage, was ist ein gutes Leben und worauf kommt es an. Im Prinzip geht es um den Londoner Banker Max (Crowe), der eigentlich ein fieses Arschloch ist und seine Untergebenen als Laborratten bezeichnet. Jedenfalls erbt Max ein nettes, kleines Haus mit nettem, kleinem Weinberg in der französischen Provence und eilt dorthin, um es möglichst schnell zu verkaufen. Das klappt leider nicht auf Anhieb. Max muss länger in der Provence bleiben und lernt dabei, daß es noch andere Dinge gibt, als Geld zu scheffeln. Ich hatte anfangs Zweifel an der Fähigkeit Russell Crowes in der Hauptrolle einer Komödie, aber er spielt den Charakter auf eine erfrischende, lockere Art und Weise, daß es einfach Spass macht.

Insgesamt hat man den Eindruck, daß das Filmteam viel Spass mit Ein Gutes Jahr hatte und das merkt man dem Film auch an. Die Handlung vieler moderner Komödien scheint oft an den Haaren herbeigezogen, unlogisch agierende Charaktere versauen dann den Rest – meist krankt es einfach am Drehbuch. Hier nicht. Die Romanvorlage hat der Brite Peter Mayle geschrieben, der seit langem in der Provence wohnt und mit „Ein Jahr in der Provence“ einen Boom britischer Touristen in Südfrankreich ausgelöst hat. Ridley Scott – der ebenfalls ein Haus bei Oppede-le-vieux in der Provence besitzt – und Mayle beschlossen nach einem Besuch, einen Film in der Gegend des Luberon zu drehen. Mayle schrieb die Vorlage und Scott verfilmte sie mit „Ein Gutes Jahr“.

Der Film wirkt jedenfalls wie ein leichter Sommerwein und am Ende geht man beschwipst nach Hause. Die tollen Aufnahmen der Landschaft haben schließlich meine Frau und mich dazu gebracht, unseren letzten Urlaub im Luberon zu verbringen und es war der schönste Urlaub, den wir seit langem hatten. Allein dafür bekommt der Film von mir eine tolle Note!


TRIUMPH OF NERDS 1-3 / SUB
TRIUMPH OF NERDS 1-3 / SUB
Wird angeboten von Tolle Unterhaltung
Preis: EUR 15,86

5.0 von 5 Sternen Klasse Doku..., 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: TRIUMPH OF NERDS 1-3 / SUB (DVD)
Triumph of the Nerds war eine dreiteilige amerikanische Doku-Serie von 1996. Triumph of the Nerds beleuchtet dieselben Themen wie “Die Silicon Valley Story”, nur eben als Dokumentation. Schwerpunkt sind auch wieder Steve Jobs, Steve Wozniak, Bill Gates und Paul Allen, die alle auch selber zu Wort kommen. Sie lässt sich sehr viel Zeit und man merkt, daß die Serie dem Macher eine Herzensangelegenheit war. Unbedingt empfehlenswert. Leider nur auf englisch.


Die Silicon Valley Story
Die Silicon Valley Story
DVD ~ Noah Wyle
Preis: EUR 8,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Film mit schlechter Synchro, 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Silicon Valley Story (DVD)
Die Silicon Valley Story beschäftigt sich mit den Anfängen von Microsoft und Apple und ganz besonders Steve Jobs, Bill Gates und Steve Wozniak. Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als mein erster Heimcomputer auf meinem Schreibtisch stand. Das war Mitte der Achtziger, also gut ein Jahrzehnt, nachdem der Apple II die Branche aufgemischt hat. Der Amiga hatte bereits eine graphische Benutzeroberfläche, aber das grundlegende Betriebssystem war ein DOS, so daß man noch viel mit der Steuerung des Computers über Tastatur zu tun hatte und einen Großteil seiner Zeit am Computer mit BASIC verbrachte. Heute blicke ich ein bischen mit Wehmut auf diese Zeit zurück und lese und schaue alles, was sich mit den Anfängen der Homecomputerzeit beschäftigt und dann ist dieser Film geradezu Pflicht.

Die Silicon Valley Story beschreibt den Aufstieg von Apple von einer Garagenklitsche zu einem der größten Computerkonzerne und beschäftigt sich dabei hauptsächlich mit den schillernden Applegründern. Steve Jobs verwandlung von einem rastlosen, getriebenen Stundenten zu einem Firmenlenker mit diktatorischen Zügen wird genial dargestellt von Noah Wyle, der den Apple-Chef absolut glaubwürdig rüberbringt. Steve Wozniak, dessen technische Genialität und Begeisterungsfähigkeit überhaupt erst den Apple-Computer hervorbrachte wirkt am Ende eher ernüchtert von den Reibereien in der Firma. Wozniak wird sehr sympathisch und glaubwürdig von Joey Slotnick gespielt. In einem anderen Handlungsstrang geht es um den Aufstieg der Firma Microsoft von einer Hinterhofklitsche zum Weltkonzern. Bill Gates wird als Chefnerd sehr gut von Anthony Michael Hall dargestellt.

Auch die Nebenrollen sind hervorragend besetzt, so daß wir die Gelegenheit haben, auch Paul Allen, Steve Ballmer (herrlich exzentrisch) und Ed Roberts kennen zu lernen, deren Namen sicher allen ein Begriff ist, die sich für die Geschichte des Computers interessieren. Der Film selbst ist eigentlich ein Fernsehfilm. Das geringere Budget merkt man dem Film auch an, wenn man ihn mit “The Social Network” vergleicht, aber die Produzenten haben ohne Zweifel das beste draus gemacht. Die Machart des Films ist ein bischen verspielt und naiv, aber das fängt den Geist der damaligen Zeit eigentlich sehr gut ein und Humor kommt auch nicht zu kurz.

In einer Szene von Die Silicon Valley Story wird eine Vorstandssitzung beim Computerkonzern Xerox gezeigt, die von ihren Ingenieuren die erste Computermaus gezeigt bekommen, die sie gerade entwickelt haben. Die Anzugträger reichen die Maus herum wie eine tote Ratte bis der Konzernchef seine Entwickler bösartig fragt: “Glauben sie allen ernstes, unser Konzern verkauft ein Gerät namens Maus?” Die wurde dann von Apple rausgebracht.

Ein wenig verwirrend wirkt der Film in den ersten Minuten, wo drei Zeitsprünge, von 1984 nach 1997 und dann nach 1971 stattfinden. Dann läuft die Handlung linear weiter, so daß man sich davon nicht verunsichern lassen sollte. Toll ist auch die Hintergrundmusik, die den Geist der damaligen Zeit gut einfängt. Für Leute, die sich für die Thematik interessieren absolute Pflicht, für alle anderen aber auch sehenswert.

Eine Sache noch: Die deutsche Sychronisation von Die Silicon Valley Story ist absolut grottenschlecht und kann den Film regelrecht versauen. Darum am besten in der englischen Originalfassung mit Untertitel anschauen. Demnächst soll ein neuer Film über das Leben von Steve Jobs mit Ashton Kutcher rauskommen. Die ersten Szenen fand ich ziemlich schlecht. Ich kann mir auch nicht vorstellen, wie Noah Wyles Darstellung von Steve Jobs von Ashton Kutcher übertroffen werden soll. Lieber Die Silicon Valley Story anschauen, als auf den neuen Film zu warten.


Die Einsteiger
Die Einsteiger
DVD ~ Mike Krüger
Preis: EUR 4,99

4.0 von 5 Sternen für 80er Nostalgiker..., 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Einsteiger (DVD)
Die Einsteiger – Ich muss es ja zugeben: Ich bin ein 80er Nostalgiker. In den zehn Jahren zwischen 1980 und 1990 sind einige wirklich ganz hervorragende Filme gedreht worden. Das fängt bei “Wie ein wilder Stier” an und hört bei “Club der toten Dichter” auf. Auch Blockbuster wie die Indiana Jones Filme, Teil zwei und drei der ersten Star Wars Trilogie, E.T., Ghostbusters, Police Academy, Zurück in die Zukunft, Gremlins, Rambo, Top Gun, Aliens, Beverly Hills Cop, Lethal Weapon, Stirb Langsam und so viele andere bleiben untrennbar mit diesem schillernden Jahrzehnt verbunden.

Am größten ist das “Heimweh” aber bei kleineren Filmen, die man damals mal gesehen hat und seitdem aber nicht mehr. Das war dann mehr oder weniger auch der Grund, warum ich “Die Einsteiger” nicht auf dem Wühltisch liegen lassen konnte. Thomas Gottschalk verbindet man heute am ehesten mit “Wetten Dass..?”. Die Show weckt wiederum ganz eigene nostalgische Gefühle. Der Tiefpunkt, den diese ehemals grosse Sendung unter Markus Lanz in jüngster Vergangenheit erfahren hat, ist darum ganz besonders traurig; aber ich schweife ab.

Man vergisst gerne, daß Thomas Gottschalk zusammen mit Mike Krüger in der ersten Hälfte der 80er ein paar deutsche Kinokomödien unter dem Stichwort “Die Supernasen” gedreht hat. “Die Einsteiger” ist der letzte Film aus dieser Reihe und wurde 1985 gedreht – zwei Jahre, bevor Gottschalk Wetten Dass von Frank Elstner übernommen hat. Die Grundidee des Films ist recht kurios: Mike Krüger als Hobby-Erfinder hat ein Gerät entwickelt, mit dem man in jeden beliebigen Film “einsteigen” kann, der auf dem Videorecorder läuft. Und so gibt es auch jede Menge kleiner Abenteuer in “Indiana Jones”, Western, Horrorfilmen und ein Wiedersehen mit Humphrey Bogart.

Die Filmmusik von Die Einsteiger stammt übrigens von den Oliver Onions, die vor allem für ihre Filmmusik für die Bud Spencer und Terence Hill Filme bekannt waren. Nun kennt man deutsche Komödien, die sich zu einem Großteil aus Kalauern zusammensetzen und das ist hier keine Ausnahme. Aber es gibt auch einige wirklich lustige Momente und gute Ideen, so daß der Film zwar im Kern eher belanglos und vor allem harmlos bleibt, aber wenn man damals ein wenig über die Otto-Filme oder die Filme von Dieter Hallervordern lachen konnte, kann man hier nicht viel verkehrt machen. Die Einsteiger ist ein kurzweiliges Vergnügen mit nostalgischen Gefühlen, für das man sich nicht zu schämen braucht.


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