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Rezensionen verfasst von
Creature SH "creaturesh"

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Happenstance
Happenstance
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 24,86

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Album, das in keiner Metal-Sammlung fehlen sollte, 12. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Happenstance (Audio CD)
Hier ist er also, der zweite Streich der selbsternannten Götter des Metal.
Nachdem sich mit der Veröffentlichung des nur als US-Import erhältlichen Debutalbums "Fozzy" bereits eine kleine, aber fanatische Fangemeinde bildete, ging die einstmals als Hobby gegründete Formation nun einen Schritt weiter auf dem Weg zum ernsthaften Bandprojekt.
Das Hauptaugen(und Ohren-)merk legte die Band dieses Mal klar auf die Weiterentwicklung und Erweiterung des eigenen Stils. Dass dieser nicht statisch bleiben konnte, war nach dem Weggang von Bassist "Sean 'Sports' Pop" ohnehin klar. Überraschenderweise involvierte man gleich mehrere neue Elemente, von denen die weichen, harmonischen Gitarreneinlagen am meisten herausstechen. Umso überraschender, dass dieses Element teilweise nahtlos mit den stählernen Riffs und Solos, die Fozzy sonst so prägend ausmachen, zu verschmelzen scheint. Ohne Frage das Resultat einer beeindruckenden Kooperation des schon fast legendären Andy Sneap (hier als "Lord Edgar Gayden Powell" unterwegs) und des leicht zu unterschätzenden jungen Talents Rich Ward (alias Duke LaRüe)
Leicht zu unterschätzen ist ohne Frage auch Leadsänger Moongoose McQueen (alias Wrestlingstar Chris Jericho alias Privatmann Chris Irvine). Anfangs als "singender Wrestler" noch mitleidig belächelt, strafte der charismatische Kanadier seine Kritiker schnell Lügen. Scheinbar mühelos wechselt er zwischen den völlig unterschiedlichen Anforderungen der zahlreichen Coverversionen und drückt ihnen ganz nebenbei noch seine ganz persönliche Note auf, ohne jedoch den gebührenden Respekt vor dem Original zu verlieren. Als einzigen Kritikpunkt kann man hier einen vereinzelt auftretenden Hang zum Rufen (anstelle des Singens) einzelner Töne feststellen. Ein Manko, über das man allerdings gerne hinwegsieht.
Doch auch bei der Zusammensetzung des Albums insgesamt ist Bewegung zu erkennen; enthielt der Erstling noch zwei Eigenkreationen, sind es nun derer gleich Fünf. Lässt man das gregorianisch anmutende Intro ausser acht, bleiben vier hochinteressante Titel, die durch ihre Vermischung von Elementen der Jetztzeit mit dem musikalischen Grundmotiv des klassischen Metal und Hardrock der Definition eines neuen Genres bzw. Untergenres gefährlich nahe kommen.
Obgleich das Vorgängeralbum in seinem traditionellen Stil insgesamt stimmiger und harmonischer erscheint, sollte "Happenstance" also in keiner guten Musiksammlung fehlen. Es könnte nämlich in der Tat sein, dass man sonst den Beginn einer grossen Erfolgsgeschichte verpasst. Apropos Geschichte: Auch das Booklet ist durchaus einen Blick wert. Ist man nämlich der englischen Sprache mächtig, vermögen die umfangreiche Einleitung sowie die teils äusserst bizzaren Danksagungen durchaus den ein- oder anderen Lacher zu entlocken...


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