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Rezensionen verfasst von
andfri80 "Andrea" (Bayern)

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Spirituelle Empfängnisverhütung - Der Freiraum einer bewussten Entscheidung
Spirituelle Empfängnisverhütung - Der Freiraum einer bewussten Entscheidung
von Sennekamp
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

135 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Astrale Quantelung im Tunnel der Engelsenergie, 24. Februar 2013
Ich bin begeistert. Dass Fruchtbarkeit keinem körperlichen Zyklus unterworfen ist, sondern sich wild nach meinen geistig-mentalen Fähigkeiten richtet, hatte ich schon immer im Urin und habe deswegen vernünftigerweise auf jegliche Verhütung verzichtet. Leider hat sich dann doch mehrmals Nachwuchs angekündigt, das lag allerdings nicht an der Methode, sondern dass ich meinen Fokus nicht gut genug kanalisiert habe. Meine unzähligen Schwangerschaften sind daher nur die Bestätigung der im Buch niedergelegten Erkenntnisse.

Die nächsten erscheinenden Bücher möchte ich Ihnen auch sehr ans Herz legen:
1. Schwanger ohne Sex: Wandeln auf den Pfaden der Jungfrau Maria.
2. HIV und Syphilis: Symptome einer unausgewogenen kosmischen Energie.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 10, 2013 7:20 PM MEST


Piazza 830105, Damen, Pumps, Schwarz (schwarz1), EU 39
Piazza 830105, Damen, Pumps, Schwarz (schwarz1), EU 39

5.0 von 5 Sternen Ungewöhnliche Form, gute Verarbeitung, 15. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Piazza 830105 830105 Damen Pumps (Schuhe)
Ich trage normalerweise Größe 39 (Fußlänge 24,5 cm und 25 cm), hier sind die Schuhe mir aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form jedoch minimal zu klein. Ich bin nicht mit dem großen Zeh, sondern mit den äußeren Zehen beim Laufen vorne angestoßen.
Der Stand ist trotz des dreieckigen Absatzes sehr stabil.

Vom Material her gefallen mir die Pumps sehr gut, das Leder ist nicht so hart, dass es an den Kanten einschneidet und das Fußbett ist sehr bequem und lässt bei mir auch längeres Stehen zu.

Wegen meines sehr hohen Rists habe ich die Schuhe an der Oberkante leicht geweitet, dies funktionierte ohne Probleme, ich musste dafür nicht einmal zum Schuster.

Meiner Einschätzung nach sind die Pumps auch für breitere Füße gut geeignet, da sie vorne nicht schmal zulaufen, eine Bekannte, die damit in anderen Modellen immer Probleme hat, war nach dem Testen sehr angetan.

Da ich sie nicht sehr oft trage, kann ich keine Angaben über die Haltbarkeit machen.


Paradies: Liebe
Paradies: Liebe
DVD ~ Margarethe Tiesel
Preis: EUR 12,99

43 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Suche nach Liebe: keine Spur, 27. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Paradies: Liebe (DVD)
Eine Frau sucht nach Liebe. Angeblich. Zumindest ist es das, was sie behaupten würde, um ihr Verhalten vor sich selbst und der Umwelt zu rechtfertigen. Allerdings kann ich diese Einschätzung entgegen sehr vieler Kritiken, die ich bisher gelesen habe, überhaupt nicht teilen.

Teresa, eine alleinerziehende Österreicherin mittleren Alters und mittleren Bildungsstands, fährt in den Urlaub nach Afrika und sucht dort vor allem eins: Entschädigung. Entschädigung dafür, dass die Männer in ihrer Heimat sie nicht (mehr?) umschwärmen, da sie nach gängigem Schönheitsideal weder jung, noch schlank, noch besonders schön ist. Sie möchte sich nicht mehr für jemanden verbiegen müssen, sie möchte jemanden, der ihr "in die Augen", in die Seele schaut. Dieser so tiefgründig klingende Wunsch hält sie nicht davon ab, sich nach anfänglichem Zögern der Reihe nach mit mehreren Beachboys einzulassen, die jung, schlank und schön sind, ohne Interesse daran zu zeigen, deren Seele zu erkunden. Ihre Ansprüche an die Geliebten erschöpfen sich in rudimentär gehaltenen Konversationen, die sich aus beliebigen Kombinationen von "love has no end", "i'm old – no, you're not old" und "hakuna matata" zusammensetzen.

Die Selbstverständlichkeit, mit der Teresa ihre schwarzen Beachboys "unterrichtet", macht die Demütigung durch die postkoloniale Attitüde der weißen Sextouristinnen nur komplett. Ob junge Afrikaner vor ihren Geldgeberinnen wie Affen Kunststücke vollführen, eine Musikcombo in grotesken Zebrakostümen "La Paloma" zum Besten gibt oder eine Runde kreischender Österreicherinnen einem Schwarzen ein Schleifchen um sein bestes Stück bindet: Uli Seidl erspart uns kein Fremdschämen. Dass eine Begegnung auf Augenhöhe gar nicht gewollt ist, wird gleich zu Anfang klargestellt, als Teresa sich mit einer weiteren Frau über einen Barkeeper lustig macht, indem beide ihn idiotische Worte nachsprechen lassen.
Nachdem Tereas merkt, dass die kritiklose Hofierung, die sie von ihren Beachboys erhält, genauso einen Preis hat wie alles andere, lässt sie die letzten Reste respektvollen Verhaltens fallen, ohne sich mit ihrer eigenen Verantwortlichkeit auseinanderzusetzen. So ist es unvermeidlich, dass das Finale der Demütigungen auch zu ihrer eigenen wird.

Die Kamera verzichtet auf Nahaufnahmen, Schwenks oder schnelle Schnitte, sie geht in die Totale und erzwingt den Blick des Beobachters durch das voyeuristische Guckloch.

Der Film hat tatsächlich einige Längen und ich hätte gerne noch mehr über die Charaktere, ihr Wünsche und Hoffnungen erfahren. Die Geschichte wird aus der Perspektive der weiblichen Hauptfigur erzählt, die Beachboys bleiben weitestgehend im Dunkeln. Alleine das Aufgreifen des Themas, die schonungslose Darstellung und die grandiose schauspielerische Leistung von Margarete Tiesel sind mir jedoch vier Sterne wert.
Wer es allerdings als Zumutung empfindet, sich nicht-perfekte, nackte Körper ansehen zu müssen, der sollte zu einem weniger realistischen Film greifen.


Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen
Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen
DVD ~ Kristen Stewart
Preis: EUR 7,99

53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das Grauen am Morgen, 3. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen (DVD)
Wer schlechte Kritiken nicht ertragen kann, klickt jetzt am besten weg und sucht sich eine Plattform, auf der nur 5 Sterne vergeben werden dürfen und sich alle gegenseitig zu ihrem hervorragenden Geschmack gratulieren.

Edward, der verföhnte Vampir, fristet sein Dasein neben seinen Adoptivgeschwistern an einer Highschool im verregneten Städtchen Forks. Einer Tages kreuzt dort Bella auf, eine freudlose, humorlose, ungesellige, an den Menschen in ihrer Umgebung uninteressierte, unsportliche, ungeschickte, kommunikationsgehemmte, unternehmungsunlustige, aber dafür sehr gut aussehende Mitschülerin. Man muss nicht groß raten, dass Eward während seiner vergangenen 108 Jahre genau auf so eine außergewöhnliche Frau gewartet hat und sich sogleich gegen seinen Willen unsterblich in sie verliebt. Auch die restlichen Einwohner Forks zeigen grenzenlosen Optimismus bei dem Versuch, der unter einem geheimen Leidensdruck stehenden Bella wenigstens ab und zu ein gezwungenes Lächeln zu entreißen. Alle Mitschüler, Mitvampire und Mitmenschen sind aus unerfindlichen Gründen begeistert von ihrer abweisenden Art und freuen sich jedesmal wie Bolle, wenn sie irgendwo aufkreuzt.

Eigentlich fängt der Film gar nicht schlecht an. Bella trifft in Forks ein und reagiert auf die freundliche Aufnahme der Mitschüler sehr reserviert. Was zunächst noch als anfängliche Unsicherheit angesehen werden kann und durchaus charmant wirkt, stellt sich alsbald als Bellas Normalzustand heraus. Edward, der Gebleichte, lässt sich von Misanthropie und Gezwinker nicht abschrecken und tauscht nach ein paar kurzen Smalltalks zwischen Mitose und Komposthaufen seinen künstlich-finsteren Blick gegen dramatisch-düstere Warnungen vor der eigenen Schrecklichkeit aus.
Während Bella auf der Jagd nach Edwards Geheimnis ihre Umgebung zu Statisten verkommen lässt, hat Edward, der Ritterliche, alle Hände voll zu tun, um Bella auf diesem Weg nicht sterben zu lassen, da bedrohliche Situationen ihr zufliegen wie Vampiren die Puderdosen. Seine Familie nimmt die neue Freundin voller Begeisterung auf und plaudert bedenkenlos aus dem Nähkästchen, nur die garstige Rosalie zeigt geradezu empörenden Sinn für Realität, indem sie Angst vor dem Auffliegen bekundet.
Damit Edward, der Gechlorte, weiterhin genug zu tun hat, tauchen auf einem fröhlichen Familienausflug ein paar von MTV gecastete Reisevampire auf und küren Bella zum Opfer, das es bis zum Lebensende (also ihrem) zu jagen gilt. Bis zum Ende des Films dreht sich folgerichtig alles um die Rettung, die natürlich in einem dramatischen Showdown gelingt.

Fazit:
Der Film ist Rosamunde Pilcher für Teenager. Eine von pubertären Allüren durchsetzte Teenagerin wird zur großen Heldin hochstilisiert, obwohl sie nichts ist, nichts kann und nichts Nachahmenswertes an sich hat als ihr wirklich hübsches Äußeres. Trotzdem ist angeblich die ganze Schule hinter ihr her und buhlt um ihre Gunst. Und auch für den bösen Tracker-Vampir ist Bella natürlich das "aufregendste Spiel aller Zeiten", welch Zufall, die dieser plätschernden Geschichte die richtige Würze geben soll.
Die achso große Liebe stellt sich als eine Aneinanderreihung gnadenlos überkitschter Liebesbeteuerungen dar, bei denen ich mich frage, worauf diese Liebe eigentlich beruht. Bei Bella wahrscheinlich auf der Hoffnung, dass ihr reicher, geheimnisvoller, unsterblicher Freund sie aus ihrem langweiligen Pubertätsleben befreien könnte, in dem es neben Schulbank und Autofahren keine Interessen zu geben scheint. Und dann diese Dramatik, mit der er sich als Killer bemitleidet und währenddessen durch die Tannen hüpft, welches 16-jährige Herz würde da nicht vor Verzückung schmelzen... Man kann auch so toll mit ihm auf dem Schulhof angeben und braucht dann seine alten Freunde nicht mehr grüßen, denn es gucken einen ja sowieso alle ganz neidisch an.
Warum Edward, die Mischung aus Prinz Valium und John Kimble mit Lippenstift, allerdings auf ein neunzig Jahre jüngeres Mädchen fliegt, das außer heruntergezogenen Mundwinkeln nichts zu bieten hat, bleibt im Dunkeln.
Anstatt sich einen Freund zuzulegen, würde es Bella gut tun, öfters über's Knie gelegt zu werden und den Hosenboden versohlt zu bekommen, um ihr wenigstens ein Mindestmaß an höflichem Benehmen einzutrichtern.
Achso, nochwas habe ich gelernt: Vegetarier sind mit ihrem Essen nie zufrieden, denn die müssen alle Tofu knabbern und das ist schrecklich unbefriedigend. Ich bin sicher, S. Meyer ist Veganerin.

Mein Lieblingssatz: "Ich sterbe, schon jetzt, jede Sekunde komme ich dem näher, werde älter." Das ist schon grausam, mit 16 noch älter zu werden, da spürt man das nahende Gebrechen bereits in allen Falten und Gelenken.

Die ganze Geschichte ist so künstlich aufgepusht und ergeht sich in oberflächlichen Schwarz-Weiß-Bildern, dass sie zum Gähnen langweilig ist. Schmächtige Bürschchen mit stylish gegelten Haaren anzusehen ist mir einfach zu wenig, aus dem Alter bin ich schon lange raus. Die wenigen großartigen Naturaufnahmen sind nicht genug, um den Eindruck zu verbessern.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 21, 2014 6:55 PM MEST


Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2 (Fan Edition) [2 DVDs]
Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2 (Fan Edition) [2 DVDs]
DVD ~ Kristen Stewart
Preis: EUR 9,99

114 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Jungfrauendämmerung, 29. November 2012
Da sind sie wieder, in altbekannter Gestalt: Kirsten Stewarts mimische Bandbreite reduziert sich erneut auf die einer Tomate, Taylor Lautner darf den rührenden Babyliebhaber mimen und der bleiche Robert Pattinson sanftmütelt nach 110 Jahren potentieller Reifung weiterhin auf dem Stand eines Teenagers durch die Gegend. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass der Maske die Puderquasten ausgegangen waren und sie den Vampiren stattdessen einen bestäubten Pfannkuchen ins Gesicht geklatscht haben, damit der Hals auch ja nicht mit eingetönt wird.

Zur Handlung:
Die sterbende Schwänin erwacht gesund und munter aus ihrem kurzen Dornröschenschlaf und ist, oh Wunder, ganz die alte: der gleiche offene Fliegenfang, der gleiche muffige Ausdruck, die gleiche konsequente Abwesenheit von Humor, das gleiche sparsam dosierte Fletschen der Zähne (= Lächeln). Nachdem sie ihr Mütchen kurz an Haus- und Hofhund Jakob gekühlt hat, findet sie es vollkommen in Ordnung, dass dieser zum Zwangsstalker ihrer Tochter aufgestiegen ist.
Um das Bild der trauten Kleinfamilie zu vervollkommnen, hat der arbeitslose Highschool-Clan dem schönen Paar flugs ein todschickes Haus zusammengezimmert, das sie wohl von ihrem sauer ersparten Kindergeld bezahlt haben (die phlegmatische Prinzessin verzieht gnädig die Lippen vor überbordender Freude). Und dort kommt es endlich zu dem, worauf Millionen schmachtender Zuschauerinnen gewartet haben: DER ultimative Vampir-Sex. Das ist nach genauer Analyse einer, bei dem Männer nach kurzer Zeit Migräne vortäuschen und sich eine Geliebte suchen. Trotzdem ist es an der Zeit, das Image des pappig-weichen Edward etwas aufzupeppen und ihm einen Trieb anzudichten, den er in den ersten Folgen standhaft vermissen ließ: Die nächsten 10 Jahre wird laut Ansage gepoppt, dass der Wolf jault.
Danach lernen wir, was Menschen von Vampiren unterscheidet: Menschen heben beim Atmen schnaufend die Schultern und sitzen grundsätzlich krumm.
Nach einem erfrischenden Strip von Jakob vor Bellas Vater eilt dieser ohne großartige Irritation zu seiner Tochter und freut sich ungemein, dass sein gerade den Windeln entwachsener Sprössling nahtlos in eine Wickeltisch-Karriere übergeht.
Das ungetrübte Glück ist von kurzer Dauer, es brechen dramatische Zeiten in Form der Volturi an. Wir lernen, dass Vampire kein Telefon besitzen und daher nicht miteinander kommunizieren können, als Ersatz gibt's Spontan-Kriege. Das ganze dudelt die restliche Stunde vor sich hin, der arme Michael Sheen darf mehrmals theatralisch die Augen aufreißen (hat der Mann seit Frost/Nixon keine besseren Rollen mehr angeboten bekommen?), es werden heroische Reden geschwungen, großartige Gesten der Loyalität ausgetauscht und bedeutsame Blicke gewechselt, bis die beiden sich ewig Liebenden ihr Stelldichaus auf einer Blumenwiese geben können. Das Kinopublikum schluchzt vor Rührung, ich vor Erleichterung.

Fazit nach den fünf Filmteilen: Man kann bei fast allem mit Geschmack argumentieren, aber hier kann ich beim besten Willen nur Müll entdecken. Argumente gefällig?
Luxus, Müßiggang und Top-Aussehen (inkl. Jugend) sind allgegenwärtig, nur dieses Biotop aus perfekter Oberfläche ist gerade gut genug für den Rahmen der großen, wahrhaft tiefen Liebe (man bringe mir schnell einen parfümierten Kübel).
Sämtliche Vampirpärchen hängen wie die Kletten aneinander, Verschmelzungsfantasien in Reinform.
Geld muss offensichtlich nicht verdient werden, es liegt sowieso bündelweise daheim rum.
Wer es tatsächlich als Vorbild ansieht, dass ein Mädchen sich kritiklos an einen Mann hängt, sich einen Dreck um Ausbildung und Selbstständigkeit schert, Selbstaufgabe zum Dogma erhebt, heiratet ohne einen sichtbaren Grad an Reife erlangt zu haben (natürlich jungfräulich) und sich kaum aus der Schule entlassen ein Kind zulegt, der wird seine helle Freude an der sich im Leidenssumpf hingebungsvoll suhlenden Bella haben.
Frau Meyer erspart ihren Figuren konsequent, sich weiter zu entwickeln und hält für jede Unwegbarkeit eine Begabung parat. Bella leidet natürlich nicht unter ihren neuen Einschränkungen (Blutdurst, Glitzern, Verlust der Eltern). Sie wird natürlich schwanger, obwohl das eigentlich gar nicht gehen sollte. Sie "überlebt" natürlich die Geburt. Und sie treibt natürlich nicht ab, sowas tun makellose Heldinnen nicht. Sie sieht natürlich nach der Verwandlung auch nicht so aus wie in ihrem letzten Zustand als Mensch (also krank), sondern wunderschön (das wäre eine zu große Belastung für die große Liebe). Ihre Tochter wird, welch Wunder, nicht rasend schnell alt, sondern die Alterung stoppt just in dem Moment, in dem sie zwar gerade erwachsen, aber noch frisch und knackig aussieht. Halleluja! Renesmee hat auch ganz zufällig eine Begabung, die sie ihre Herkunft beweisen lässt. Jakob wird mit einem Weibchen versorgt, damit die arme Bella kein schlechtes Gewissen mehr haben muss. Und beim Kampf besitzen die Cullen-Günstlinge natürlich genau die Gaben, die sie den Volturis überlegen machen. Hipp hipp hurra! Mit Schicksalsschlägen umzugehen, die durch Dickköpfigkeit nicht abwendbar sind, scheint für Zuschauer und Helden eine unzumutbare Herausforderung zu sein, die rosa-Wölkchen-Welt bleibt genauso unangetastet wie eine homöopathische Dosis geistigen Anspruchs.

Seichte Literatur bzw. Filme, die über die emotionale Schiene der großen ersten Liebe die puritanische Moral der christlich-konservativen, amerikanischen Hausfrau an den Mann bringen, scheinen gerade in Mode zu sein (siehe Twilight oder Shades of Grey), das finde ich bedenklich.
Kommentar Kommentare (107) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 21, 2014 1:42 AM CET


Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman
Shades of Grey - Geheimes Verlangen: Band 1 - Roman
von E L James
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Prüde Leichtkost mit SM-Elementen, 21. Juli 2012
Die Geschichte ist schnell zusammengefasst: Junge, jungfräuliche, in Selbstbefriedigung vollkommen unbewanderte Studentin trifft auf 26-jährigen, natürlich rasend gut aussehenden, ungeheuer reichen und erfahrenen Selfmade-Milliardär(!). Die junge Studentin verfällt ihm selbstverständlich.

Was an vielen Stellen als Softporno beworben wird, ist in meinen Augen nichts anderes als ein konservatives, reaktionäres und prüdes Stück Teenie-Fantasie, das nicht einmal an der Oberfläche von BDSM kratzt. Sie ist Jungfrau und lässt sich von ihm auch sonst gerne führen bzw. aushalten, er ist der große Unternehmer, der fürsorglich darauf achtet, dass seine Gespielin auch ja brav Sport macht, regelmäßig isst, acht Stunden schläft, usw. Der Monogamie wird zudem Genüge getan, Kondome werden peinlich genau verwendet und jedes Duschen und Waschen extra erwähnt. Für seine SM-Neigung muss eine Jugendbeziehung mit einer viel älteren Frau herhalten, da es anscheinend nicht angemessen ist, aus eigener Veranlagung so zu empfinden. Erlösung gibt es nur in Form von weiblicher Liebe, die den armen Mann aus seinem Schatten herausholen kann.
In diesem hübsch-amerikanisch-korrekten Kokon findet der kleine Reigen der vermeintlich unanständigen Begegnungen statt, sodass jede konservative Leserin sich beruhigt zurücklehnen kann. Wohl aufgrund dieser purtanischen Hülle spricht das Buch auch Käuferschichten an, die sonst keine Erotik-Prosa in die Hand nehmen würden.

Die erwarteten Sexzsenen sind erstaunlich schnell vorbei (ca. 20 Seiten insgesamt), der angeblich so potente Liebhaber (der selbstverständlich über ein überdurchschnittliches Instrument verfügt) ist nach ein paar Bewegungen fertig, dennoch bekommt die Protagonistin einen Orgasmus nach dem anderen. Ihre Begeisterung kann ich nur ihrem nicht-Wissen zuschreiben. Trotz ihrer komplett fehlenden Vorerfahrung führt sie schon beim ersten Verkehr aus eigenem Antrieb einen Deep Throat durch. Spätestens an der Stelle wird es albern.
Es geht flott mit weiteren Punkten weiter, die in der Vorstellung der Autorin abgearbeitet werden müssen: Der Sklavenvertrag darf nicht fehlen, unverständliche Ausdrücke werden ergoogelt, wie könnte es anders sein. Irgendwann kommt der obligatorische Gürtel zum Einsatz, der ohne großes Vorspiel über die Dame drübergezogen wird.

Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit der Autorin bewegt sich auf Cora-Niveau, vermutlich hat sie sich dort ihre literarische Ausbildung geholt, sie liebt auf jeden Fall durchgehend knackig-kurze Sätze. Wie oft die Protagonistin erblasst, erstammelt, erbebt oder errötet, ist nicht zu zählen, genauso wie die ennervierende Flut an Ausrufen (Holy Cow. Holy crap. Holy shit. Holy Moses. Holy hell. Ah. Umph. Err. Oh no. Oh yes.).

Nein, mit BDSM hat das ganze leider nichts zu tun, nur mit der Vorstellung derjenigen, die einen wohligen Schauer bei dem Gedanken an eine dunkle Parallelwelt voller dominanter, gefährlicher Männer empfinden.
Wäre das Buch ansprechend geschrieben, könnte ich es noch als Teenie-Softporno durchgehen lassen, aber auch so ist das Konglomerat aus Kurzsätzen und ennervierend banalen Gesprächen eine Zumutung.
Warum gerade dieses Buch so viele Fans findet, obwohl es sich in nichts von den schlüpfrigen Kiosk-Schinken unterscheidet, ist wohl der Marketing-Maschinerie geschuldet, frau kommt sich nicht so dumm vor, wenn sie "Literatur" in der Hand hält anstatt eines kleinen Heftchens.
Kommentar Kommentare (8) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 10, 2013 12:35 AM MEST


Bosch PSB 500 RE HomeSeries Schlagbohrmaschine + Koffer (500 W, max. Bohr-Ø Beton 10 mm, 1,6 kg)
Bosch PSB 500 RE HomeSeries Schlagbohrmaschine + Koffer (500 W, max. Bohr-Ø Beton 10 mm, 1,6 kg)
Preis: EUR 44,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut innerhalb seines Einsatzbereichs, 5. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich stand beim Einzug in meine neue Wohnung vor der Frage, ob ich mir einen möglichst starken Schlagbohrer oder einen "schwachen" Schlagbohrer und bei Bedarf noch einen Bohrhammer zulegen sollte. Da ich von All-in-One-Lösungen aufgrund der geringeren Bandbreite eher wenig halte, fiel meine Entscheidung auf die PSB 500 RE. Ein Akkubohrer war mir im Vergleich zu teuer, für meine kleine Wohnung ohne Garten und mit ständiger Steckdosenverfügbarkeit schien mir ein kabelgebundenes Gerät vollkommen ausreichend.

Beim Bohren mit einer älteren Bosch-Maschine brachen die Bohreinsätze in den Wänden ab, zu meiner großen Überraschung war dies mit der PSB 500 RE nicht der Fall. Allerdings könnte das mit daran liegen, dass ich seit dem Kauf ausschließlich Bohrer der RobustLine-Serie verwendet habe, was ich jedem empfehlen würde! Auch den Stahlbeton in der Decke hat sie ohne große Probleme überstanden (ich taste mich immer mit kleinen Einsätzen vor). Ein Eiern konnte ich nicht feststellen und das Bohrfutter lässt sich durch bloßes Drehen mit der Hand angenehm unkompliziert spannen. Die Probleme, die einige damit haben, kann ich (noch) nicht nachvollziehen.
Bis jetzt musste ich mir nicht einmal einen Bohrhammer zulegen, womit ich eigentlich fest gerechnet hatte, da meine 500 Watt mir angesichts der 1000 Watt des leistungsstärksten Bosch-Geräts doch arg mickrig vorkamen.

Bisher habe ich nur Bohrer der Stärken 4 bis 8 verwendet, über andere kann ich daher keine Aussage treffen.

Aufgrund des geringen Gewichts kann man mit ihr gut an der Decke (vor-)bohren, bei störrischen Schrauben dient sie mir zudem als Akkuschrauberersatz (dafür verwende ich sonst eine IXO).

Ich kann die PSB 500 RE empfehlen. Wer nicht meint, sie als einzige Maschine für jedes noch so widerspenstige Material hernehmen zu müssen, und sie eher gelegentlich und nicht täglich benutzt, ist mit ihr bestens bedient.


Kreuz des Südens: Roman
Kreuz des Südens: Roman
von Patricia Cornwell
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Inhalt in falscher Verpackung, 15. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Kreuz des Südens: Roman (Taschenbuch)
Wie schon der Vorgänger-Roman "Die Hornisse" ist dieser Krimi weniger ein Krimi als eine skurrile Komödie, der von den drei Hauptpersonen ein Rahmen gegeben wird.
Was Cornwell bei der Hornisse noch angedeutet hat, führt sie hier ganz aus: Sie zieht eine teilweise aberwitzige Geschichte auf, die aus anfangs unzusammenhängenden Episoden besteht, deren handelnde Personen sich immer mehr vernetzen und zum Schluss auf einen gemeinsamen Plot zusteuern. Die auftretenden Charaktere haben mich oft an Filme der Coen-Brüder erinnert, ziemlich schräg, eigenwillig, unberechenbar und sicher nicht immer realitätsnah, genauso wie die mitdenkenden Haustiere.

Ich habe mich sehr amüsiert, ABER..... ein Thriller ist es nicht. Wer einen Fall erwartet, bei dem man an der Aufklärung "mitarbeiten" kann und das Verbrechen im Mittelpunkt steht, wird sicher enttäuscht, alles ist im Grunde wichtiger als der sehr spät stattfindende Mord. Wer unkorrekten, bisweilen bösartigen Humor mag, der ist wahrscheinlich an der richtigen Stelle.

Daher gibt's einen Punkt Abzug für die falsche Auszeichnung.


Das andere Kind: Roman
Das andere Kind: Roman
von Charlotte Link
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

28 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gewohnte 08/15-Kost, 30. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Das andere Kind: Roman (Taschenbuch)
Nachdem mir mein Nachbar letzte Woche fünf Bücher von Charlotte Link geschenkt hat, bleibt nach dem Lesen ein Gesamteindruck übrig: Sie bietet schnelle, leicht verdauliche, oberflächliche Kost, die weder zum Nachdenken, noch zu Kontroversen einlädt.

Auch in "Das andere Kind" bedient sich CL wieder aus ihrer üblichen Kiste der stereotypen Charaktere: verhuschte graue Mäuschen; "starke" Frauen mit schrecklicher Kindheit, die ihre schlechten/gescheiterten Beziehungen nur allzu gern dem Mann zuschieben; männliche Weicheier, die sich die Allüren ihrer Frauen kommentarlos gefallen lassen; ruchlose, charmante Verführer, bei denen sonst abweisende Ehefrauen schwach werden und bereitwillig das Höschen lüften; Ermittler, die immer einen Schritt hinter den übrigen Protagonisten hertapsen.

Insgesamt ist der Handlungsverlauf unlogisch und nicht nachvollziehbar: Obwohl fast alle Mitwirkenden über die alte Geschichte der ermordeten Fiona Barnes Bescheid wissen, fällt jedem ein an den Haaren herbeigezogener Grund ein, nicht zur Polizei zu gehen und den Mörder lieber ungestraft davonkommen zu lassen. Die Polizei wiederum ist nicht in der Lage, die Namen der Beteiligten an der Verlobungsfeier in ihren Rechner einzutippen, um sie auf frühere Fälle hin zu untersuchen. Zu all dem passt auch die Präsentation des Täters: Um seine Identität möglichst lange geheim zu halten, entpuppt er sich hinterher als irrer Psychopath, der alle anderen erfolgreich jahrelang getäuscht hat, sodass niemand ihm die Tat überhaupt zutrauen konnte.

Nein, intelligente Krimis sehen für mich anders aus, der einzige Stern gebührt Links sprachlichen Fähigkeiten, denn auszudrücken weiß sie sich in jedem Fall sehr gut.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 15, 2013 12:13 PM CET


Mia. Ein Leben im Versteck.
Mia. Ein Leben im Versteck.
von Liza Marklund
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,90

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die immergleiche Geschichte auf einfachem Niveau, 14. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Mia. Ein Leben im Versteck. (Taschenbuch)
"Kennt man eins, kennt man sie alle" könnte man über viele (alle?) Bücher schreiben, die von westlichen Frauen handeln, die sich auf Männer aus einem anderen Kulturkreis einlassen und alle deutlichen Anzeichen über deren Gesinnung gegenüber Frauen ignorieren.

Dieses Buch gehört auf jeden Fall dazu. Es handelt von Gewalt, Unterdrückung, Verantwortungslosigkeit, fehlender Konsequenz, Behördenversagen und (so leid es mir tut) Dummheit.
Sowohl von Sprachstil als auch Inhalt her ist es unter "Hausfrauen-Kost" anzusiedeln, einfache Sätze, keine tiefergehenden Gedanken, keine Anzeichen von Selbstreflexion und der Beschäftigung mit den Hintergründen.
Dass die Schuld für Gewalt beim Ausübenden liegt, dürfte klar sein, aber Frau Eriksson scheint sich nicht im mindesten mit ihrer eigenen Verantwortung auseinanderzusetzen, die spätestens dann einsetzen müsste, wenn ein Kind betroffen ist. Das Wohl ihrer Tochter liegt ihr nicht genug am Herzen, um frühzeitig ihre Heimatstadt zu verlassen, erst als das Mädchen durch die permanente (jahrelange!) Bedrohung schon schwere psychische Beeinträchtigungen zeigt, lässt sie sich zu einer Flucht überreden. Ich hätte erwartet, dass sie wenigstens am Ende des Buchs ihre Geschichte Revue passieren lässt, sich mit ihren eigenen Motiven und Denkmustern auseinandersetzt, die zu ihrer Situation geführt haben, ihr eigenes Verhalten hinterfragt. Leider bleibt sie jedoch jede Art von tiefergehender Betrachtung schuldig und beschränkt sich auf die Beschreibung der Opferrolle in den immer wieder gleichen Szenarien.

Fazit: Wer sich über böse Männer entrüsten und unschuldige Frauen bedauern will, ohne großartig nachdenken zu müssen, der möge das Buch kaufen, wer Wert auf eine mehr als oberflächliche Auseinandersetzung mit dem Thema legt, der kann mit seinem Geld und seiner Zeit besseres anfangen.
Für mich war's das letzte Buch dieser Art, mein Verständnis für Frauen wie Mia hat allzu sehr gelitten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 16, 2012 12:49 AM MEST


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