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alpha_lupus

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Framing Armageddon (Something Wicked Part I)
Framing Armageddon (Something Wicked Part I)
Preis: EUR 11,99

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Mindcrime" a la Schaffer, 14. September 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Wie man's macht, macht man's falsch." Getreu diesem Motto beobachtet man bei den meisten neuen Alben alteingesessener und verdienter Bands gespaltene Publikumsreaktionen (z.B. Judas Priest, Iron Maiden): Am häufigsten hört man: Alles schon mal dagewesen, nur mindestens 1000mal besser. Konsequenterweise wird natürlich auch gemault, wenn die neue Platte ganz anders klingt -- dann heißt's "Stilbruch, Verrat an den Fans" etc. pp.

Ich muss auch nach mehrmaligem Hören der neuen Iced Earth-Scheibe ganz ehrlich sagen: Ich kann keinen einzigen Punkt der Maulerei über "Framing Armageddon" so richtig nachvollziehen. Wenn man Matt Barlow (sehr guter Mann) nachtrauert und Tim Owens (auch sehr guter Mann) partout nicht in Iced Earth hören will, gut, dann hat's keinen Zweck, aber deswegen ist doch die Musik nicht schlechter.

Was haben die Leute denn erwartet?
Wo Iced Earth draufsteht, ist Jon Schaffer drin und genauso klingt die neue Scheibe auch. Was einige Meckerer als "schon hundertmal gehört" abtun, sind eigentlich die Trademarks von Iced Earth (und das schon seit Jahren): So spielt der Mann Gitarre, so konzipiert er seine Alben und so schreibt er halt seine Songs. Ständig über "The Night of the Stormrider" oder "Burnt Offerings" zu philosophieren, ist ungefähr so, als würde man bei jeder neuen Maiden ein Referat über die Paul DiAnno-Ära halten.
Die Musik von Iced Earth kann nicht jede Platte komplett anders oder neu klingen, ohne einen Stilbruch zu riskieren, dafür ist der musikalische Rahmen einfach zu eng gefasst. Auf dieser CD hat er allerdings, vor allem in den Zwischenspielen, für diese Metal-Spielart ungewohnte Instrumentierungen gewählt, die das Klangspektrum deutlich erweitern.

Und was wird denn nun sonst im ersten Teil der "Something Wicked"-Story geboten? Der Musik angemessen produzierter, energiegeladener Metal mit satten Riffs, interessant instrumentierten atmosphärischen Zwischenspielen, melodischen Refrains mit einer gewissen Neigung zum Bombast (die Zusammenarbeit mit Hansi Kürsch im Demons & Wizards - Projekt hat auch ein wenig auf Iced Earth abgefärbt) und eine SciFi-Fantasy-Story, die womöglich nicht jedermanns Sache ist. Das Spektrum der Songs reicht von

Mit gewohnter Präzision bearbeitet Jon Schaffer -- bis auf ein paar Gitarrensoli -- alles, was Saiten hat und Sänger Owens präsentiert die Story gesanglich in absoluter Topform. Richtig ist, dass die Musik nicht mehr so breaklastig, sondern homogener und geradliniger geworden ist. Dafür sind die Rhythmen und Drumparts jetzt etwas ausgefeilter in den Details. Meister Schaffer zitiert hier und da sich selbst, wobei es sich aber größtenteils um die o.g. Markenzeichen der Band handelt. Und natürlich finden sich Zitate der Trilogie vom "Something Wicked"-Album (z.B. bei "Something Wicked Pt. 1"), was wohl definitiv so beabsichtigt war ;-)

Das Songspektrum umfasst die üblichen Maiden-artigen Galopp-Riff-Verdächtigen ("Setian Massacre", "Framing Armageddon"), fette Halbballaden ("Charge to keep", "The clouding") und straightere Nummern ("Ten thousand strong", "Order of the rose"). Interessante Nummern sind auch "The domino decree" und das bombastisch angelegte "Born is HE".

Man sollte an dieser Stelle vielleicht auch erwähnen, dass Schaffers Texte jetzt etwas "singbarer" geworden sind. Vorher kam es öfters vor, dass sich die Sänger mit Zeilen herumplagen mussten, die sie hinsichtlich der Silbenbetonung vor unlösbare Aufgaben stellten und das klang manchmal arg gestelzt. Zwar muss Tim Owens immer noch so manche Silbe etwas künstlich in die Länge ziehen, aber es ist deutlich besser als früher.

Nach meiner Meinung hat Jon Schaffer hiermit sein eigenes "Operation: Mindcrime" erschaffen, wobei Iced Earth freilich erdiger und songorientierter zu Werke gehen und nicht so dramtaturgisch-psychologisch ansetzen wie seinerzeit Queensryche.

Ginge es nur um die eigentlichen Songs, so hätte ich eher 4 Sterne vergeben. Aber ein Konzeptalbum sollte man meiner Meinung nach "ganzheitlicher" sehen. Die Story wird gut erzählt und kommt in Verbindung mit den Songs wie aus einem Guss daher, zusätzlich schaffen die Zwischenspiele eine gewisse "setianische" Atmosphäre. Das Gesamtpaket stimmt also.

Unter'm Strich sehe ich daher wirklich keinen Grund, Sterne abzuziehen. Das sind die Iced Earth anno 2007 und sie haben ihre Sache gut gemacht. Bleibt zu hoffen, dass "Part II" ähnlich gelingt (und qualitativ nicht so absäuft wie "Mindcrime 2").
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 26, 2012 12:16 AM CET


Metal (Ltd.Ed.)
Metal (Ltd.Ed.)
Preis: EUR 11,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Da ist drin, was drauf steht, 13. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Metal (Ltd.Ed.) (Audio CD)
In Kompaniestärke sind die Gastmusikanten angerückt, um Gitarrenmeister Waters und seinen Mannen beim neusten Werk ihre Dienste anzubieten. Die Mission steht unter der schlichten Parole "METAL" -- und den bekommt man dann auch um die Ohren gefegt.

Auf dieser Scheibe sind alle Annihilator-Markenzeichen vorhanden: Spektakuläre Riffs, überraschende Breaks und (nicht zuletzt dank der vielen Gastmusiker) viele geniale Gitarrensoli. Schön ist auch, dass Annihilator mit Dave Padden einen passenden Sänger gefunden haben, der hoffentlich länger dabei bleibt. Noch schöner ist fast, dass Jeff Waters mit "Couple Suicide" den "jungen Wilden" a la 'Bullet for my Valentine' überzeugend in Erinnerung ruft, wer den melodischen Thrash mit erfunden und über Jahrzehnte kultiviert hat (Nach dem Motto: "Was Ihr könnt, kann ich schon lange!").

"Metal" ist ein gelungenes Album und bietet wirklich einen repräsentativen Ausschnitt aus dem musikalischen Annihilator-Universum. Große Überraschungen oder gewagte Experimente sind dieses Mal keine dabei, aber das ist ja nicht unbedingt schlecht und ist bei diesem CD-Titel auch nicht zu erwarten. Die Fans der Band (wie ich) werden's sicher mögen und wer Annihilator noch nicht kennen sollte: Reinhören!

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Produktion: Stellenweise etwas trocken und ein wenig dumpf (Gesang) für heutige Verhältnisse, vor allem im direkten Hörvergleich mit anderen aktuellen Produktionen aus diesem Genre. Vielleicht sollte Jeff Waters das nächste Mal einem Produzenten oder Sound Engineer eine Chance geben.

In jedem Fall aber eine "Dicke-Vier-Sterne"-CD.


Sacred Heart
Sacred Heart
Preis: EUR 5,99

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kontrovers diskutiert, aber dennoch sehr gut, 15. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sacred Heart (Audio CD)
Man kann es an den anderen Rezensionen erkennen, wie sehr "Sacred Heart" die Fangemeinde aufspaltet. Für die einen ist das Album "enttäuschend" und "langweilig", für die anderen ein weiteres Meisterwerk. Als die Platte erschien, waren die Reaktionen ähnlich geartet, eigentlich eher noch negativer, denn nach "Holy Diver" und "The Last in Line" erwartete man sich von Dio einen weiteren Meilenstein der Hard&Heavy-Geschichte.

Rückblickend ist man ja bekanntlich immer schlauer, aber es lag wohl wirklich an der überspannten Erwartungshaltung, dass "Sacred Heart" so gemischt aufgenommen wurde. Man kann sich vorstellen, dass die Scheibe einmütig gefeiert worden wäre, wenn sie das Debütalbum gewesen wäre. Andererseits haben die Kritiker schon recht: Mit den beiden ersten Dio-Werken kann sie nicht mithalten -- wobei man bedenken sollte, dass jede Serie mal endet.

Was also hat "Sacred Heart" nicht, was die beiden Alben davor hatten? Meiner Meinung nach fehlt die Atmosphäre, diese magisch-düster-melancholische Hintergrundstimmung, die viele der Songs vorher zu etwas Besonderem gemacht haben. Wahrscheinlich hat sich die zwischenmenschlich etwas angespannte Situation in der Band bereits bei den Aufnahmen bemerkbar gemacht (lt. Aussage des damaligen Gitarristen Vivian Campbell) und gerade beim Saitenzauberer meint man hier und da ein wenig Interessenlosigkeit und schwächelnde Inspiration im Spiel zu hören. Das ist natürlich nur im direkten Vergleich zu "Holy Diver" und "The Last in Line" zu verstehen und überhaupt: Selbst ein durchschnittlich motivierter Campbell konnte seinerzeit spielerisch die meisten anderen Gitarristen dumm aussehen lassen -- egal, wie engagiert die bei der Sache waren.

Auch beim Songwriting des Meisters selbst haperte es ein wenig, denn Geschichten wie z.B. "Shoot Shoot" wären vorher allenfalls auf einer Single-B-Seite gelandet (bzw. heutzutage einer der entbehrlichen Bonus-Tracks auf der CD). Schließlich schien sich das bewährte Abfolgemuster "1. Flotte Rocknummer, 2. Titelsong (getragen) ....." allmählich abzunutzen, denn weder kann "King of Rock'n'Roll" mit "Stand Up and Shout" (Holy Diver) bzw. "We Rock" (TLIL) mithalten, noch kommt "Sacred Heart" so richtig an die jeweiligen Titelsongs der beiden vorherigen Alben an, obwohl es ganz bestimmt ein guter Song ist. Ebenfalls nicht ganz so gelungen ist "Hungry for Heaven", schön melodisch zwar, aber etwas zu brav im Refrain.

Es gibt aber auch Sachen, die zu loben und zu preisen sind: Mit "Rock'n'Roll Children" hat Dio definitiv einen amtlichen Hammersong abgeliefert, bei dem fast alles stimmt: 1-A-Refrain, super Strophe, abwechslungsreich arrangiert und vor allem grandios gesungen. Auch "Another Lie", "Like the Beat of a Heart" sowie "Fallen Angels" sind solide und gut dargebotene Dio-Qualität. Schließlich zeigt sich bei "Just another day", dass den guten Herrn Campbell zwischendurch doch noch überragende Spielfreude gepackt hat.

Sich noch ausschweifend über Dios Gesangsqualitäten auszulassen, ist reine Zeitverschwendung: Er war damals grandios und ist es auch heute noch -- live fast noch mehr als im Studio. Punkt.

Also: Soooo schlecht, wie manche Rezensionen es vermuten lassen könnten, ist "Sacred Heart" ganz sicher nicht (da kamen in späteren Jahren ganz andere Klopfer auf uns Fans zu!). Nur ist es halt eben nicht Dio's bestes Album. Was soll's, reinhören und eigene Meinung bilden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 27, 2010 11:02 PM MEST


Permanent Vacation
Permanent Vacation
Preis: EUR 7,81

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit dieser Scheibe ging's wieder aufwärts ..., 14. Mai 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Permanent Vacation (Audio CD)
... für Aerosmith, nachdem die von Drogen, Streit und Besetzungswechseln geprägten Jahre davor nicht immer einfach waren (Zitat: "Am Anfang des Tages waren wir eine Rock'n'Roll-Band die Drogen missbrauchte und am Ende des Tages eine Drogen-Band, die den Rock'n'Rolll missbrauchte.")

Die Zusammenarbeit mit Desmond Child (u.a. Bon Jovi, Alice Cooper, neuerdings auch Meat Loaf) wirkte sich durchaus positiv auf das Album aus: Musikalisch sorgte sie für eine gewisse Abwechslung im Stil -- und in kommerzieller Hinsich waren die Single-Hits ("Dude Looks like a Lady", "Angel") sicher auch nicht zu verachten.

Aber bereits die Eröffnungsnummer "Heart's done time" ist ein richtig gelungener und für die Band standesgemäßer Einstieg, gefolgt vom eingängigen Rocker "Magic Touch". Aber Aerosmith wären nicht Aerosmith, wenn nicht ein gehöriger Schuss bluesgewürzter Rock'n'Roll die Platte einfärben würde (z.B. "St. John", "Permanent vacation", "I'm down") und "Hangman Jury" klingt eher nach waschechten Südstaatlern als nach einer Band aus New Hampshire.

Fazit: Ein sehr, sehr gelungenes Album, das auch nach 20 Jahren beim Anhören Spaß macht!


Resurrection
Resurrection
Preis: EUR 22,10

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein mächtiger Fingerzeig, 18. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Resurrection (Audio CD)
Auauau, wer hätte damals vom Ex-Oberpriester ein solches Kracheralbum erwartet, nachdem er lange Zeit nicht müde wurde, Metal für langweilig und so gut wie tot zu erklären?

Wohl nur die optimistischsten Fans.

Nach diversen Experimenten mit moderneren (für die 90er Jahre jedenfalls) Sounds meldete sich Rob Halford mit "Resurrection" mehr als amtlich zurück. Schon der schnell und geradlinig drauflos bolzende Titelsong ließ so manch einen von uns Fans wehmütig seufzen, so nach dem Motto "Warum macht er so was nicht mit Priest? *snüff*".

Stilistisch geht es auf "Resurrection" recht abwechslungreich zur Sache: Von Painkiller-artig schnell und hart wie der z.B. der Titelsong, über eher traditionsbewusstere Heavy-Rocker (Locked and Loaded) und Balladen bis hin zu etwas extravaganteren Songs (Twist) ist alles vertreten was man von diesem Ausnahmesänger erwarten kann. Das Material wird absolut überzeugend dargeboten und ist dem Härtegrad entsprechend sehr ordentlich produziert.

Ein kleines Highlight ist das Duett mit Bruce Dickinson (The One You Love To Hate), der bereits vorgemacht hatte, wie ein Sänger auf Solopfaden Alben herausbringen kann, die seine Ex-Band ziemlich alt aussehen lassen.

Rückblickend lässt sich sagen: Vergleicht man "Resurrection" mit dem solide gemachten und gelungenen Priest-Reunion -Album "Angel of Retribution", so weiß man dieses Solo-Album eigentlich erst richtig zu schätzen und es wird endgültig klar, dass Halford bei Priest auch für das Songwriting bedeutsam ist.

Fazit: Die CD kann jedem Fan dieser Spielart nur dringend empfohlen werden.


Für die Freiheit sterben. Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges
Für die Freiheit sterben. Geschichte des amerikanischen Bürgerkrieges
von James M. McPherson
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassend, fundiert und sehr gut zu lesen, 16. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer sich im Zusammenhang mit dem "Amerikanischen Bürgerkrieg" für mehr interessiert als die detaillierte Darstellung vom Kampfgeschehen, den beteiligten Truppen und ihren Generälen, kommt an diesem Standardwerk eigentlich gar nicht vorbei.

Dabei sollte man sich nicht von der Seitenzahl einschüchtern lassen, Autor und Übersetzer haben sich mit Erfolg um eine flüssige und schlüssige Darstellung bemüht, so dass die Lesezeit wie im Flug vergeht (dies gilt zumindest für die LIST-Ausgabe). Was das Buch besonders wertvoll macht, ist die Herausarbeitung gesellschaftlicher, innen- und außenpolitischer sowie wirtschaftlicher Umstände, die den Konflikt mit herbeiführten und begleiteten. Der Autor stellt akribisch dar, in welchem Umfang und auf welche Weise die Sklavenfrage in Wahrheit zur Verschärfung der Gegensätze zwischen Nord und Süd geführt hat und dass noch viele andere Faktoren zur Sezession führten.
Bei der Darstellung des Kriegsverlaufs wird wie gesagt der Schwerpunkt nicht auf die minutiöse Beschreibung einzelner Schlachten oder Kampagnen gelegt, vielmehr wird die "Kriegsberichterstattung" immer wieder durch interessante Schilderungen der logistischen und politischen Lage der jeweiligen Kriegspartei augelockert und -gewertet. Ebenfalls positiv zu erwähnen sind die Anhänge, die weitere Informationen in Form von Anmerkungen, Quellenhinweisen und Zitaten bereitstellen.

Kurz: Das Buch ist jedem, der sich umfassend mit der Thematik auseinandersetzen möchte, uneingeschränkt zu empfehlen.


Screaming for Vengeance
Screaming for Vengeance
Preis: EUR 7,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach ein Meilenstein der Metal-Geschichte, 16. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Screaming for Vengeance (Audio CD)
Mit "Screaming for Vengeance" haben Priest endgültig das definiert, was man gemeinhin unter "Heavy Metal" verstand (und z.T. auch heute noch damit verbindet). Outfit, Texte und natürlich der Sound!

Man sollte einfach mal versuchen, sich in das Jahr 1982 zu versetzen: Bands der härteren Gangart a la Metallica, Megadeth, Slayer etc. (von den extremeren ganz abgesehen) waren damals albenmäßig so gut wie nicht präsent oder bekannt. Man kann sich vorstellen, welchen Effekt der Titelsong mit seiner Geschwindigkeit, Rob Halford's Ultraschall-Schreien usw. auf die nicht vorgewarnten Ohren jener Zeit gehabt hat!

Überhaupt enthält das Album mit "The Hellion/Electric Eye", "You've got another thing coming" und dem Titelsong überdurchschnittlich viele Bestandteile eines "Best Of Priest"-Samplers. Rauh und -- für die damaligen Verhältnisse -- brachial produziert, hämmern dem Zuhörer "Riding on the Wind", "Bloodstone" oder "Devil's Child" sehr eindringlich in die Gehörgänge.
Mit gemäßigteren Rock-Nummern ("Take these Chains", "Fever") und schwerem Riff-Gedonner ("Pain and Pleasure") ist auf dem Album für beste Abwechslung gesorgt, Langeweile kommt beim Durchhören nicht auf.

Fazit: Nach meiner persönlichen Meinung (und ich glaube, viele andere Priest-Fans denken da ähnlich) ist es Judas Priest in der Folgezeit nur noch zweimal gelungen, diesen Meilenstein der Metal-Geschichte qualitativ einzuholen (Defenders of the Faith) bzw. zu übertreffen (Painkiller). Daher: Ein absolutes Muss für jeden, der seine Metal-Sammlung ernst genommen haben möchte.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 26, 2011 9:11 AM MEST


Das Jahrhundert der Kriege
Das Jahrhundert der Kriege
von Luciano Garibaldi
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Reich bebildert, aber mit leichten Schwächen im Text, 13. März 2007
Die Darstellung der wichtigsten militärischen Konflikte des 20.Jahrhunderts in nur einem einzigen Band ist eine Herkulesaufgabe und naturgemäß mit Kompromissen verbunden. Schließlich muss man zugunsten der Vollständigkeit einige Abstriche bei der Detailtreue machen, um das Werk im Umfang überschaubar zu halten. Der von Garibaldis Buch angesprochene Leserkreis ist m.E. nicht bei den (passionierten) Militärhistorikern zu suchen. Vielmehr spricht es jene an, de sich (im wahrsten Sinne des Wortes) ein Bild über die bedeutsamsten Auseinandersetzungen des letzten Jahrhunderts machen wollen.

Dies ist Luciano Garibaldi mit dem vorliegenden Buch "Das Jahrhundert der Kriege" in recht überzeugender Weise gelungen, vor allem das reichhaltige und aussagekräftige Bildmaterial illustriert die Schrecken des Krieges auf sehr eindringliche Art und Weise.

Die textliche Darstellung allerdings ist stellenweise zu sprunghaft und lässt sich nur mit entsprechendem historischen Hintergrundwissen richtig nachvollziehen. Starken Überarbeitungsbedarf hat die teilweise unglückliche Übersetzung ins Deutsche, die an einigen Stellen zu Doppeldeutigkeiten im Inhalt führt und an anderen Stellen merkwürdig anmutende Anglismen produziert. Für einen kurzen Überblick über die Hintergründe und Auswirkungen der jeweiligen Konflikte sind die Texte jedoch durchaus geeignet und hilfreich.

Daher 4 Sterne.


The Inner Sanctum (Ltd.Ed. CD + DVD)
The Inner Sanctum (Ltd.Ed. CD + DVD)
Preis: EUR 10,49

26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... und sie rocken ... und rocken .... und rocken ..., 13. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... Saxon sind schon irgendwie der "VW Käfer" des britischen Heavy Metal.

Das ist schon ganz großes Kino, was uns die unerschütterlichen NWOBHM-Veteranen da in die CD-Schublade gelegt haben! Seit dem letzten Oberkracher "Unleash the Beast" haben sich Saxon sicherlich keine größeren Schwachheiten geleistet, aber hier und da gab's doch ein paar Längen und ein paar Füllmaterial-Songs.

Doch damit ist es auf "The Inner Sanctum" vorbei: Abwechslungs- und facettenreich gehen die Briten an's Werk und die amtliche Bauerfeind-Produktion bringt das erstklassige Songmaterial standesgemäß zur Geltung. Besonders erfreulich: Nigel Glockler (nix gegen die Herren Randow und Michaels, aber er ist für mich DER Saxon-Drummer) ist wieder dabei und das hört und spürt man. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch Trommler wichtig für das Songwriting sind.

Passend zum (atmosphärisch sehr gelungenen) Cover-Artwork startet das Intro mit gregorianischen Chorälen und geht nahtlos in "State of Grace" über. Man sollte das Urteil der Fachpresse ("schwächster Opener einer Saxon-Scheibe seit langem") nicht so ernst nehmen: Der Song ist gelungen und verbindet traditionelle Saxon-Tugenden (Melodie und Groove) mit ihren neu erworbenen Stärken (brettharte Gitarren im entscheidenden Moment, in diesem Fall der Chorus).

Was dann kommt - wie soll man das bloß sagen? Ich versuch's mal etwas uncharmant: Hütet Euch vor zornigen alten Männern!!! (--nix für ungut ;-) ) Eigentlich klingt Biff in den folgenden beiden Songs sogar stinkesauer!

Bei "Need for Speed" geht's schon recht flott und heftig zur Sache, aber "Let me feel your power" ist vielleicht das Brachialste, was man von Saxon je gehört hat. Der Songtitel ist hier Programm: Schnell, hart, präzise.

So soll Eishockey sein und so soll auch Metal sein, Einzelwertung 6 Sterne, mehr brauche ich nicht zu sagen.

Hat Biff sich heiser geschrieen? Gott sei Dank nicht, denn in "Red Star Falling" zieht er gesanglich (fast) alle seine Register. Der Song ist ein weiteres Juwel in der Saxon-Paradedisziplin der Halbballaden und ist mindestens so gut wie die anderen Meilensteinen dieser Kategorie ("Refugee (Solid Ball of Rock-Album)", Sea of Life (Metalhead-Album)").

Zugegeben, wenn man Titel wie "I've Got To Rock (To Stay Alive)" auf dem Cover liest, hat man so seine Befürchtungen, klingt schon ein wenig arg klischeehaft. Aber gut, die Musik zählt und nach 30 Jahren im Geschäft muss es Biff schließlich wissen. Hier ist jedenfalls Biker-Treff angesagt, ungefähr im Stil von "Wheels of Steel" oder "Get Down and Dirty" (Forever Free-Album). An ersteren Titel kommt auch "I've got to rock.." nicht heran (so einen Klassiker schreibt man auch nur einmal im Leben!), den letzteren übertrifft der aktuelle Song allerdings deutlich.

Ähnlich wie der Opener verbindet auch die Single-Auskopplung "If I was you" die verschiedenen Saxon-Tugenden sehr harmonisch miteinander. Herausgekommen ist eine kraftvoll-melodische Nummer, die live bestimmt Spaß machen wird.

Sowohl das hymnenhafte "Ashes to Ashes" als auch das traditionsverbundene "Going Nowhere Fast" (gewürzt mit einer Prise Accept-Riffing) können auf der ganzen Linie

überzeugen, bevor es mit dem Midtro "Empire Rising" zum 'finale grande', dem epischen "Attila the Hun" geht. Mit lupenreinem, abwechslungsreich dargebotenem Metal wird die Reise durch das musikalische Saxon-Universum beschlossen, wobei die beinharten Gitarrenriffs sich z.T. an "Witchfinder General (Lionheart-Album)" orientieren.

An dieser Stelle sollte man vielleicht ganz allgemein mal die ausgezeichnete, solide Gitarrenarbeit auf "The Inner Sanctum" erwähnen. Die Soli wirken inspiriert, sind nicht aufgesetzt oder erzwungen, es wird nicht zwanghaft in die Strophe hineingefiedelt, nichts dergleichen, straightes Riffing, straighte Leads -- schön so!

Fazit: So klingt eine Band, die nach Höhen und Tiefen und (teilweise misslungenen) Stilwechseln weiß, was sie kann und -- genauso wichtig -- was sie nicht kann. Nicht jedem Saxon-Fan wird jeder Song gefallen (siehe andere Rezensionen), aber was auf "The Inner Sanctum" drauf ist, steht für die Saxon anno 2007 -- und das ist 1 A.

Zur Bonus-DVD kann ich mich größtenteils den anderen Rezensionen anschließen. Für Fans fast ein Muss, für andere auf jeden Fall interessant, da man Live-Mitschnitte von alten Klassikern in voller Länge zu sehen bekommt, die die Atmosphäre eines Saxon-Tournee-Konzerts recht gut rüberbringen. Gewürzt ist das ganze mit (kurzen!) Interviews. Die DVD hebt sich positiv von der leider häufigen Geldmacherei (Band beim Frühstück, Band im Tourbus, Band beim Radio-Interview, Band beim aus-dem-Fenster-gucken *gähn*) ab.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 22, 2014 10:14 AM MEST


Bat Out of Hell III: The Monster Is Loose
Bat Out of Hell III: The Monster Is Loose
Wird angeboten von Music-Finder
Preis: EUR 20,93

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und er kann es immer noch!, 23. Januar 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Ui, was hat denn der gute alte Meat Loaf vor?"

Dieser Gedanke schoss mir durch den Kopf, als ich die ersten Takte des Titelsongs hörte.

Ungewohnt heftig startet "Bat out of Hell" in die dritte Runde, aber auch das beherrscht der unverwüstliche Ausnahmesänger. Überhaupt bietet das neue Album nicht nur einen Querschnitt durch das bekannte und bewährte Meat Loaf/Steinman-Spektrum, durch die Zusammenarbeit mit Desmond Child (u.a. Alice Cooper, Bon Jovi) kommen auch ein paar neue Farbtupfer hinzu. Man kann die Desmond-Child-Songs ganz klar von den Steinman-Liedern unterscheiden, aber Meat Loaf bringt beides glaubhaft und souverän rüber. Es ist gut denkbar, dass mancher Skeptiker sich mit den neuen Songs gut anfreunden kann -- die Fans kommen mit dem Album in jedem Fall auf ihre Kosten.

Musikalisch gibt es hie und da ein paar Längen, aber wie sollen die auch vermieden werden: Meat Loaf steht halt für emotionalen Bombast in Überlänge und XXL-Format. Und das beherrscht er wie kein anderer.

Eigentlich ist "Bat out of Hell III" für mich 4 Sterne wert.

Den Zusatzstern vergebe ich aber gerne, denn der Mann ist immer noch bei bester Stimme, und die ist eine Wucht.


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