Profil für James J. Getz > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von James J. Getz
Top-Rezensenten Rang: 3.267.929
Hilfreiche Bewertungen: 18

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
James J. Getz "jamesjgetz"

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
When Genius Failed: The Rise and Fall of Long Term Capital Management
When Genius Failed: The Rise and Fall of Long Term Capital Management
von Roger Lowenstein
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,00

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anatomie einer Finanzkrise, 14. Januar 2010
Long Term Capital Management oder LTCM sagt dem unbedarften Laien zumeist nichts, obgleich es eine der größeren Krisen der Geschichte der Finanzmärkte war. Eine die man auch in der langen Aufzählung bei Galbraith (A Short History of Financial Euphoria) findet, eine die erst ein gutes Jahrzehnt her ist und eine aus der die meisten offensichtlich wieder wenig gelernt haben - wie die im Jahr 2007 begonnene und 2008 erst breit wahrgenommene Subprime- und Kreditkrise. Und eine, die zeigt, dass das was man aus dem zum Bestseller avancierten Black Swan von Taleb lernen kann, auch schon aus der Geschichte erlernbar ist.

Meines Erachtens ist das Buch fachlich für einen Laien durchaus verständlich geschrieben, Lowenstein erklärt eigentlich alles sehr anschaulich - für mich als Nichtlaien meist zu anschaulich, da langweilig und den Lesefluss bremsend. Der gehörte Vorwurf mangelnder Verständlichkeit mag eher darauf beruhen, dass der Autor sprachlich durchaus anspruchsvoll schreibt und mäßige Englischkenntnisse hier wahrscheinlich ein deutlich größeres Verständnisproblem bereiten werden, als fehlendes Fachwissen.

Lowenstein hat sehr gut aufbreitet, was seinerzeit eigentlich passiert ist und zurückblickend fragt man sich, wie die Beteiligten das eigentlich alles passieren lassen konnten und hinterher klüger fragt man sich, warum eigentlich niemand vorher klüger war. Für denjenigen, der die Finanzkrise und Finanzkrisen verstehen lernen will, ist es eine sehr lohnende Lektüre, die eine einzelne Krise sehr schön seziert und auch hier erkennt man wieder was die Wurzel allen Übels ist: Zu hoher Leverage (Wer nicht weiß was das ist, keine Angst, nach Lektüre des Buchs hat man es erklärt bekommen und verstanden) und in diesem Fall auch blinder Glaube an die Finanzmathematik. Und das schöne gegenüber dem, was man derzeit so in der Presse über die aktuelle Krise lesen kann, mit wirklich viel Sachverstand geschrieben!


Golf by Design: How to Lower Your Score by Reading the Features of a Course
Golf by Design: How to Lower Your Score by Reading the Features of a Course
von Robert Trent Jones
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Kein schlechtes Buch, aber eher blass gegen seine Konkurrenz, 14. Januar 2010
Dem Klappentext nach dachte ich an eine Art Mischform von Anleitung zur Spielverbesserung und Einführung in die Golfplatzarchitektur. Inhaltlich ist es wohl ein bisschen mehr letzteres. Eigentlich ist es aber eher eine nette Erzählung über den eigenen Werdegang als Golfplatzarchitekt, den großen Vater (Achtung das Buch ist von Robert Trent Jones jr. und nicht von Robert Trent Jones) und die eigenen Ansichten zum Design. Das ist alles durchaus lesenswert und vor allem auch sehr schön bebildert - dem Titel "How to lower your score ..." wird es aber nicht gerecht.

Als Einführung in die Platzarchitektur sind Tom Doaks Anatomy of a Golf Course oder Geoff Shackelfords Grounds for Golf eher zu empfehlen und ich würde behaupten, dass man aus denen ebensoviel Anregung zur besseren Platztaktik bzw. Course Management ziehen kann wie aus diesem Buch.

Fazit: Durchaus lesens- und betrachtenswert für den, der schon einiges durch hat. Wer in das Thema einsteigen will, fängt besser woanders an.


The Anatomy of a Golf Course: The Art of Golf Architecture
The Anatomy of a Golf Course: The Art of Golf Architecture
von Tom Doak
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 27,64

5.0 von 5 Sternen Das derzeitige Nonplusultra für den interesssierten Laien, 14. Januar 2010
Ich habe inzwischen alles mögliche über Golfplatzarchitektur gelesen und wenn ich nur ein Buch dazu auf eine einsame Insel mitnehmen könnte, wäre es ohne jedes Zögern dieses hier. Wer mehr wissen will, muss noch mehr Bücher lesen, aber wer dieses nicht gelesen hat, dem fehlt etwas!

Tom Doak ist nicht nur ein anerkannt erstklassiger Architekt, er versteht es auch diese Profession dem interessierten Laien mit der richtigen Gewichtung darzubringen - er konzentriert sich auf die Spielelemente und deren Platzierung. Es gibt viel ausführlichere Bücher (z.B. Hurzdan oder Richardson), auf die man angewiesen ist, wenn einen mehr Details zu Drainage und Bewässerung interessieren, aber für das was den architekturinteressierten Spieler angeht, hat Tom Doak den perfekten Mix gefunden. Er ist dabei wiederum viel interessanter und ausführlicher als der für die gleiche Zielgruppe gedachte Shackelford. Und was die Klassiker angeht: McKenzie und Hunter sollte man als fanatischer Architekturfan sicher auch mal lesen, die sind aber ein Blick in die Historie.

Golf ist das Spiel das mehr als alle anderen dadurch geprägt ist, dass seine Sportstätten alle Unikate sind. Deswegen ist es für das eigene Spiel und Verständnis des Sports ein großer Gewinn, etwas über Golfplatzarchitektur zu lernen. Dieses Buch ist das perfekte Werk für den Einstieg in die Materie für den, der verstehen will, warum St. Andrews so toll ist, wie alle sagen (obwohl es eigentlich so langweilig aussieht), ob das topmoderne Par 3-Inselgrün á la Sawgrass wirklich auf jedem Platz sein sollte und ob der eigene Heimatplatz ein verstecktes Juwel ist oder ein Spielplatz für mannigfaltige Verbesserungen sein könnte.


Grounds for Golf: The History and Fundamentals of Golf Course Design
Grounds for Golf: The History and Fundamentals of Golf Course Design
von Geoff Shackelford
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen Gute Einführung, aber ..., 4. September 2008
Das Buch ist eine gute Einführung in die Materie, Shackelford erklärt die Gestaltungselemente von Golfplätzen - vor allem auch dank der hervorragenden Illustrationen von Hanse - sehr anschaulich. Selbst wenn man die Ansichten Shackelfords zum Design teilt - ich tue es - wird es irgendwann ziemlich lästig, immer wieder Boshaftigkeiten über Leute zu lesen, die gute Plätze - aus Sicht der Strategic School - kaputtmodifiziert haben. Ist in der Sache ja richtig, aber statt ständig darauf herumzuhacken, hätte er den Platz besser genutzt, um auf der positiven Seite mehr über gelungende Löcher und Plätze zu schreiben. Gleiches gilt für den Schluß: Irgendwie war er beseelt, seine 18 Löcher (so heißen die Kapitel) zusammenzukriegen, das wurde zum Schluss aber schwierig: Wenn man nach Loch 15 zuklappt, verpasst man daher keineswegs irgendwas. Ich möchte nicht wissen, was er über einen Architekten schriebe, bei dem Loch 16-18 nur noch 350m lange, brettebene und gerade Par4s wären.

Sehr lesenswert sind aber seine Besprechungen von 4 besonders guten Löchern und 4 besonders gelungenen Plätzen. Mehr davon wäre gut gewesen. Vielleicht auch zu Plätzen außerhalb der USA - außer dem Old Course in St. Andrews verliert er kein Wort zu irgendwas außerhalb der USA und das gerade obwohl er die echten britischen Links so lobt.


Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich?
Generation Doof: Wie blöd sind wir eigentlich?
von Stefan Bonner
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Getretner Quark wird breit, nicht stark ..., 5. Juni 2008
... wusste schon Goethe, der gehörte aber nicht zur Generation Doof. Nach der Altersdefinition der Autoren gehöre ich dazu, im Gegensatz zu diesen bin ich allerdings in der Lage die als Test gestellten Fragen (mit einer Ausnahme) zu beantworten. Die Autoren können aber nicht nur das nicht, sondern stellen - ohne dass man eine gedankliche Struktur erkennen könnte - einzelne persönliche Erlebnisse (mutmaßlich auch ein paar erfundene), oberflächlich recherchierte Tatsachen und unreflektierte Schlussfolgerungen, deren Quintessenz auch auf 30 Seiten gepasst hätte, auf der zehnfachen Anzahl dar. Das wäre ja gar nicht so schlimm, wenn der Schreibstil nicht an ambitionierte Gymnasiasten in der Schülerzeitung erinnern würde - das muss zwar nicht schlecht sein: Wenn man aber den schwachen Inhalt anders kompensieren muss, dann sollte zumindest schriftstellerisch etwas mehr drin sein! Der Verlag - der ja nicht gerade im Ruf steht, das beste Haus für Gesellschaftskritik zu sein - hätte mich stutzig machen sollen, aber es mag natürlich sein, dass dessen Stammkundschaft dank Soaps ausstirbt und er sich so eine neue Nische suchen will?


Ein Bär will nach oben
Ein Bär will nach oben
von William Kotzwinkle
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gut, aber aus dem Thema hätte man noch mehr machen können, 5. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Ein Bär will nach oben (Taschenbuch)
Ein Bär findet ein Manuskript, das er als sein eigenes Werk ausgibt und wird so als ein Teil der menschlichen Gesellschaft akzeptiert. Der eigentliche Autor des Manuskripts mutiert hingegen zum Bären.

Während die Erzählung der Geschichte der Menschwerdung des Bären gut geschrieben ist und eine sehr amüsante, aber auch durchaus kritische Betrachtung unserer Gesellschaft beinhaltet, so ist die Bärwerdung des Menschen zwar eine sehr nette Idee des Autors, auf die er jedoch unverhältnismäßig viel Zeit verwendet hat. Diese Passagen sind eher langweilig und es fehlt ihnen der Charme, mit dem der naive Bärenblick die Seltsamkeiten unserer Menschenwelt karikiert. Auch wenn dieser Teil der Geschichte beim "Showdown" zwischen wirklichem Autor und dem Finder des Manuskripts nochmal eine Rolle spielt, hätte Kotzwinkle sich hier kürzer fassen und in der dem Buch eigenen, leicht ironischen Art mehr über menschliche Seltsamkeiten schreiben sollen, wie z.B. den rechten Prediger, den irren Bombenattentäter oder den von Micky Mouse besessenen Verleger.

Nichtsdestotrotz bleibt es ein absolut lesenswertes und unterhaltsames Buch, aus dem Stoff hätte man aber noch mehr herausholen können.


Seite: 1