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Rezensionen verfasst von
Sarah Bloome

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Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn
Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn
von Birgit Kelle
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,99

29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Und sie bewegt sich doch...", 7. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Manchmal erinnert Birgit Kelle tatsächlich an Galileo Galilei, der eine einfache Wahrheit aussprach, die aber von der herrschenden Meinung nicht toleriert wurde. Wenn sie nämlich deutlich sagt: " Mann und Frau unterscheiden sich doch!", dann riskiert sie den gesellschaftlichen Bann...

Warum? Damit niemand diskriminiert wird.
So wertvoll wie es ist, andere Menschen nicht zu diskriminieren, so sind dennoch heute die Maßstäbe in der öffentlichen Wahrnehmung verschoben.
So wird es beispielsweise in den Feuilletons bejubelt, das Intersexuelle nun nicht gleich bei der Geburt, einem Geschlecht zugewiesen werden, sondern damit abwarten können (was gut ist), aber es wird dabei übersehen, dass hier schlicht ein altes Recht wieder belebt wird, denn schon in Preussen, war es möglich in einem solchen Fall bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres zu warten.
Die Dualität der Geschlechter wurde damals keinesfalls in Frage gestellt.

Nun aber zurück zum Buch, bevor genau das passiert, was Kelle beklagt: Die klassische Familie gerät aus dem Fokus der Aufmerksamkeit.
Und das hat inzwischen spürbare politische Folgen: Familien, die sich entscheiden zumindest in der Kleinkindphase viel Zeit mit den Kindern zu verbringen, werden mittlerweile politisch benachteiligt.
Und die Mütter, die immer noch in der Mehrheit beruflich zurückstecken, gehen durch das geänderte Unterhaltsrecht und mangelnde Rentenansprüche ein hohes finanzielles Risiko ein.

Hinzu kommt die inzwischen allgemein übliche gesellschaftliche Abwertung traditioneller Familien als Patriarchen und Heimchen am Herd, dabei sind viele Frauen dankbar, wenn ihnen ein Mann vor allem in der Kleinkindphase den Rücken auch finanziell stärkt. Also: Solche Männer werden gesucht!

Birgit Kelle gilt als politisch inkorrekt und wird immer wieder politisch diffamiert, dabei habe ich in dem Buch keinen Satz gelesen, der einer anderen Gruppe abspricht, so zu leben wie sie will, diese beleidigt oder abwertet.
Sie setzt sich für die Familie aus Vater-Mutter-Kind(ern) ein, aber nicht, weil sie gleichgeschlechtliche Paare abwertet, sondern, weil sie vom Optimalen für das Kind ausgeht.
Wer etwa behauptet beispielsweise für ein kleines Mädchen wäre es irrelevant, ob es von 2 Vätern aufgezogen wird oder von Mutter und Vater, der verkennt die Realität.
Ich jedenfalls möchte diese Nähe und Vertrautheit zu meiner Mutter, besonders auch in bestimmten Phasen der Jugend nicht missen, auch wenn man zugleich einen wirklich tollen Vater hat. Das auszusprechen hat nichts mit Diskrimierung zu tun, sondern mit verantwortlichen Überlegungen zum Kindeswohl.
Schade, dass das politische Klima in diesem Bereich derzeit so aggressiv ist!

Kurzum: Dieses Buch ist wirklich wertvoll. Es ist schlau und unterhaltsam geschrieben und ein wohltuender und notwendiger Kontrapunkt in der aktuellen Geschlechterdebatte.


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