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Toast_T (Hannover)

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Master of Magic PC SPiel
Master of Magic PC SPiel
Wird angeboten von KoSmik
Preis: EUR 99,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verzaubert, 31. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Master of Magic PC SPiel (Computerspiel)
1993 wurde Master of Magic von Microprose auf den Markt gebracht, konzipiert als ein rundenbasiertes Einzelspieler-Strategiespiel. Zwei Jahre später saß ein kleiner Junge auf dem Schoß seines Vaters und erlebte die wunderbare Welt der Magie.
Und auch bald 2 Jahrzehnte später ist dieses verstaube Spiel noch ganz weit oben in meinen Favouriten der Strategiespiele (vielleicht auch ein kleiner Schuss Nostalgie).

In Master of Magic schlüpft der Spieler in die Rolle eines die Weltherrschaft anstrebenden Zauberers. Dieser Zauberer lässt sich individuell erstellen. Zur Verfügung stehen anfangs 11 "Picks", die man in besondere Fähigkeiten oder Zauberbücher investieren kann. So lassen sich beispielsweise die eigenen Truppen mit der Fähigkeit "Alchemy" mit magischen Waffen ausstatten oder mit "Archmage" die Zauberkraft erhöhen. Zauberbücher definieren die magische Ausrichtung des Avatars, entscheiden kann man sich für Life oder Death (schließen einander aus), Chaos, Nature und Sorcery. Die Anzahl der jeweils gewählten Bücher bestimmt die Menge der Sprüche, die sich im jeweiligen Bereich erforschen lassen.
Nachdem der Charakter des Magiers festgelegt ist, kann man sich für eine von 14 Startrasse entscheiden. Hierbei wird von Elfen, Dunkelelfen, Tiermenschen bis zu hin zu Menschen alles abgedeckt.

Wie schon erwähnt ist MoM ein rundenbasiertes Strategiespiel, sowohl Aufbau der Städte und bewegen von Truppen, als auch die Kämpfe laufen rundenbasiert ab, ähnlich wie beim Genre-Vetter Heroes of Might and Magic. Was Master of Magic so einzigartig macht ist die riesige Vielfalt an Zaubersprüchen und Truppentypen. Es lassen sich Angriffszauber im Kampf sprechen, eigene Truppen lassen sich mit einer Vielzahl von Verzauberungen verstärken, globale Verzauberungen können gesprochen werden usw usw. Ziel des Ganzen ist es dann, entweder alle gegnerischen Zauberer ins Nirvana zu befördern oder den "Spell of Mastery" zu vollenden, was dann auf's gleiche hinaus kommt.

Aus heutiger Sicht negativ zu bewerten ist wohl sicherlich die Grafik, die auch schon für damalige Verhältnisse nicht die allerbeste war, und die teilweise sehr lausige KI der gegnerischen Zauberer. Und wenn man wirklich den Highscore knacken will (liege zur Zeit bei 116%), bleibt einem bei der Erstellung des Zauberers und der Rassenwahl nicht viel Freiraum. Nach Wählen der "Pflichtskills" am Anfang bleibt gerade mal ein lausiger Pick über, der sich variabel verteilen lässt.
Dennoch hat das Spiel ein enormes Suchtpotential, wenn man erstmal über die gammelige Grafik hinweg ist. Um Master of Magic unter WindowsXP/Vista/7 zu spielen empfehle ich eine Emulation in der Dos-BoX. Natürlich mit Original-CD, bzw. Disketten ;).

Fazit: Wenn das Spiel günstig zu bekommen ist, zuschlagen und zumindest einmal ausprobieren! Für alle Freunde von Heroes of Might and Magic, die nicht übermäßig viel Wert auf eine gute Grafik legen, eine absolute Empfehlung!


Across the Dark (Ltd.Edition Incl.Dvd)
Across the Dark (Ltd.Edition Incl.Dvd)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Across the Dark - und wieder zurück, 26. Januar 2010
Nun ist mittlerweile das vierte Studioalbum von Insomnium auf dem Markt, und soundtechnisch hat sich nicht viel geändert. Die Band mit und um Frontman und Bassist Niilo Sevänen liefert auch mit Across the Dark melodischen, leicht progressiven Death Metal ab, wie man es von Insomnium kennt. Zum ersten Mal finden sich aber clean gesungene Passagen auf dem Album, für die allerdings nicht Sevänen, sondern Gastsänger Jules Näveri verantwortlich ist. Der Gesang stört zwar nicht, wertet die Songs aber auch nicht auf. Ich halte es eher für ein Expiriment, um sich weiterzuentwickeln. Und das hat im Gegensatz zu den vorherigen Alben auf "Across the Deark" auch ziemlich gut geklappt. Die Grundstimmung auf der Scheibe ist zwar noch eindeutig Insomnium, allerdings ist eine Weiterentwicklung zu den Vorgängern zu bemerken. Insgesamt ist "Across the Dark" etwas poppiger als das schwerere "Above the weeping World", wird dadurch aber nicht abgewertet. Wie gewohnt gibt es harte Gitarrenwände und Geknüppel, vermischt mit ruhigen, etwas progressiven melodischen Passagen. Und wie ebenfalls gewohnt sind die Titel recht lang, bis auf den Ohrwurm "Down with the Sun" und das Intro "Equivalence" haben alle Tracks eine Spielzeit von mindestens 5 Minuten. Dies erlaubt einen sehr angenehmen Aufbau innerhalb der Songs, sodass die für Insomnium typische etwas melancholische Stimmung sehr gut entwickelt werden kann. Die Gesamtstimmung des Albums passt besser als bei "In the Halls of Awaiting" und "Since the Day it all came down", allerdings nicht so gut wie das meisterhaft konzipierte "Above the weeping World". Die Lyrics sind aber gewohnt überdurchschnittlich genial und brechen das normale Strophe - Bridge - Refrain-Konzept ein wenig auf. Das Artwork ist wie immer gelungen und stimmt einen gut auf den Inhalt ein.

Insomnium - Across the Dark (insgesamt 8/10)

1. Equivalence (-)
Ähnlich wie "The Gale" ist "Equivalence" ein Intro, das die CD eröffnet und nahtlos in den zweiten Song übergeht. Daher sei für die Bewertung des Songs auf "Down with the Sun" verwiesen, da beide Tracks meiner Meinung nach zusammengehören. Erst sehr melodisch und ruhig steigert "Equivalence" sich langsam und gewinnt an Fahrt, um überzugehen in
2. Down with the Sun (10/10),
mit dem Insomnium das gleiche Prinzip verfolgen wie mit "The Gale" + "Mortal Share": Ein Intro + einen Ohrwurm. Denn dies ist Down with the Sun auf jeden Fall. Nach der kurzen Übergangsphase von "Equivalence" legt er sofort los mit einer getragenen Melodie und etwas Gebretter. Wunderbare Riffs und eine tolle Bridge lassen keinen Kopf oder Fuß still halten, der Song sorgt dafür, dass man sich sofort in das neue Album verliebt. Nach reichlichem Hören ist "Down with the Sun" mein Highlight auf der CD.
3. Where the last Wave broke (7/10)
legt sofort los, etwas poppiger als die vorangegangenen Songs. Dies stört allerdings erst im Refrain, der Cleangesang will einfach nicht so richtig passen. Die Richtung ist in Ordnung, aber am Feinschliff hapert es etwas. Ungewollte und unangenehme Parallelen zu In Flames tauchen kurzzeitig im Kopf auf, bis der nächste Track
4. The harrowing Years (8/10)
kommt und es vergessen macht. Ein schöner epischer Song, etwas langsamer als "Drawn to Black", aber diesem zumindest ein bisschen ähnlich. Hier passt sich der Cleangesang schön ein und ergänzt die Shouts. Der Song steigert sich zum Ende hin noch ein wenig und geht damit wunderbar in das schnelle
5. Against the Stream (8/10)
über, welches ordentlich loslegt, aber wieder einen Tick zu poppig geraten ist, um mich wirklich tief zu ergreifen. Der Refrain ist die Stärke dieses Songs und sorgt auch nach mehrmaligem Hören noch für Gänsehaut.
6. Lay of the Autumn (9/10)
Mit über 9 Minuten Spielzeit der längste Track des Albums. Ein geniales, leicht folkiges, ruhiges Intro schafft die Grundlage für episch/melancholische Passagen, unterbrochen von Cleangesang, welcher sehr gut in das Konzept des Songs passt. Der einzige Song auf dem Album, bei dem der Gesang zu 100% passt. In Zukunft bitte weiter so! Positive Assoziationen zu Opeth bilden sich. Ein sehr tiefgründiger Song, der sich erst nach häufigem Hören wirklich erschließen lässt, sich dann aber als eine der besten Arbeiten Insomniums zeigt.
7. Into the Woods (8/10)
fängt erst relativ unscheinbar an, offenbart dann aber einige tolle Riffs und eine der größten Stärken von Insomnium: Den progressiven Anteil. Denn durch diesen wechselt die Stimmung im Song mehrfach, was für einen hohen Spannungslevel sorgt. Es wird nie langweilig.
8. Weighed down with Sorrow (6/10)
Ist der letzte Track auf dem Album und schafft es nicht ganz das Niveau der restlichen Scheibe zu halten. Dafür ist er zu schwer (was eigentlich zum Titel und Thema passt) und hinterlässt nicht so ein befriedigenes Gefühl wie "Into the Woods". Geschickter wäre es gewesen die beiden Songs zu tauschen.

9. The new Beginning [Bonustrack](8/10)
ist der erste der beiden Bonustracks auf der Limited Edition. Stimmungstechnisch würde er auch auf "Above the weeping World" passen. Geniales Drumming und Stimmungswechsel machen den 7-minütigen Track zu einem echten Bonus, der sich nicht hinter den anderen Songs verstecken muss.
10. Into the Evernight [Bonustrack] (6/10)
Im Prinzip ist "Into the Evernight" eine neue Interpretation von "At the Gates of Sleep". Grundsätzlich nicht schlecht, reicht es aber nicht an das Original heran und bekommt dadurch schon Minuspunkte. Die besten Passagen sind die, die fast 1 zu 1 übernommen wurden. Recht unnötig, da hätte ich mir lieber einen etwas kürzeren und dafür unabhängigen Song gewünscht.

Mit fast einer Stunde Spielzeit ist die Limited Edition definitiv ihr Geld wert, auf der DVD befindet sich allerdings kein Material, das sich nicht einfach über das Internet beziehen ließe. Da hätte ich mir eine gründlichere Vorstellung der Bandmitglieder und Geschichte von Insomnium gewünscht.

Mein Fazit: Ein würdiger Nachfolger für das trotzdem etwas stärkere "Above the weeping World". "Down with the Sun" und "Lay of the Autumn" gehören nun definitiv zu meinen Lieblingstiteln und sind auch meine Anspieltipps. Nach solch einer Leistung werde ich kein schlechtes Gewissen haben, auch das nächste Album wieder im Voraus zu bestellen. Insomnium bleiben sich treu und gewinnen trotzdem an Facetten hinzu. Es wird Zeit, dass ich die Band einmal live zu Gesicht bekomme, vielleicht beim Summer Breeze.
Kaufempfehlung an alle Insomniumfans, sowie Fans von Opeth und (den alten) In Flames. Auch Kalmah-Freunde mögen zumindest einmal reinhören.


The Unborn
The Unborn

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Harmony Remains!, 11. April 2008
Rezension bezieht sich auf: The Unborn (Audio CD)
Auch auf dem zweiten Album "The Unborn" zeigen die 6 Finnen von MPE was guten Melodic Death Metal ausmacht und was Bands wie CoB und In Flames mittlerweile fehlt. Unbeirrt bleibt die Band dem Melodeath treu, was man von zB In Flames lange nicht mehr behaupten kann. Und doch ist eine Entwicklung in Hinsicht zum Vorgängeralbum zu bemerken. Die Scheibe klingt runder und auch brutaler als "Inhumanity", die Titel passen besser zueinander und erzeugen schon nach wenigen Minuten eine düstere Atmosphäre, die sowohl zum einfachen Hören, als auch zum Abrocken geeignet ist. Der rote Faden, der sich sauber durchs Album zieht, verheddert sich nur einmal fast beim Megadeath-Cover "Blood of Heroes", das einfach nicht so recht ins Konzept der Platte passen möchte.
Was Mors Principium Est so interessant macht ist der Anteil der Musiker am Gesamtbild. Es kommt keiner zu kurz, jedes Instrument gibt volle Power und hat seine eigenen Einsätze. Es gibt keine "Streitereien" zwischen Keyboard und Gitarren, obwohl beide nebeneinander im Vordergrund stehen. Unterstützt von solider Bass-Arbeit und Drums, die mit der hohen Geschwindigkeit der anderen Instrumente mühelos mithalten können, ja sogar mit brachialer Doublebass und gut getimten Blastbeats noch einen draufsetzen! Akzentuiert wird dieses Feuerwerk von abwechselungsreichen BlackMetal-Screams und Death Metal-Shouts und Growls des Frontmans Ville Viljanen. Die Soli sind schon fast Kalmah würdig und meist sehr verspielt.

1. Pure (8/10)
Ohne Verzögerung legt der Opener mit kräftiger Doublebass und harten Riffs los. Dann Stille, unerlegt von etwas Synthi-Begleitung erklingt eine helle Frauenstimme. Doch nicht für lange, denn schon nach wenigen Sekunden gesellt sich der Rest der Band inklusive Shouter dazu und erzeugt einen Klangteppich der den Hörer bis zum Ende des Tracks aus den Socken haut.

2. The Harmony Remains (9/10)
Folgt direkt im Anschluss an Pure, ohne Pause. Man hört eine Funkverzerrte Stimme, gefolgt von Blastbeat unterlegten Shouts. Eine Headbang-Bride leitet über zum epischen Refrain, der einfach zum mitschreien einläd. Ein Fadeout lässt den Hörer von den ersten beiden Nummern etwas benommen zurück...

3. Parasites of Paradise (7/10)
... doch nicht für lange. Bevor sich der Herzschlag wieder normalisieren kann setzt "Parasits of Paradise" mit einem brutalen Snare-Intro ein, gefolgt von einem Blasbeat der auch aus dem Black Metal stammen könnte. Tiefes Growling begleitet das Drumfeuerwerk. Erst ab dem Refrain gibt das Schlagzeug seine Dominanz wieder ab. In der Mitte des Tracks spielen die Drums das genaue Gegenteil des Intros und begleiten fast schon sanft das Gitarren-Solo. Doch nicht lange, und es wird wieder gebrettert.

4. Two Steps Away (6/10)
Ein Experiment. Two Steps Away ist ein Experiment. Ein stark dominates Keyboard lässt stellenweise fast an verschiedene Richtungen elektronischer Musik denken. Und doch passt es wunderbar in den brachialen Stil von MPE, da eine Düsternis erzeugt wird, die ohne Synthi kaum möglich wäre. Das Ende des Tracks leitet weiter in den

5. Altered State of Consciousness (10/10)
Kurze Bass-Gitarre-Feuerstöße. Dann legt ein trotz schnellen Drums eher midtempo-orientiertes Lied los. Doch schon in der ersten Strophe merkt man, dass dies einer der Höhepunkte des Albums ist. Die bis jetzt auf dem Album unerreichte Brutalität der beiden Strophen wird durch den melidiösen Refrain wunderbar ergänzt, die Verzweifelung des lyrischen Ichs im Songtext wird sehr deutlich. Eine schnelle Ballade, eines meiner Lieblingslieder von MPE.

6. Spirit-Conception (-)
Spirit-Conception ist kein wirklich eigenständiger Song. Es handelt sich vielmehr um eine sehr ruhige, melidiöse Instrumental-Einleitung für den Titeltrack

7. The Unborn (10/10)
Leise, aggressive Synthi-Geigen leiten "The Unborn" ein gefolgt von Blastbeats. Dann fängt Ville an zu shouten. Und hört nicht mehr auf. Weit über eine Minute lang rotzt er ins Mic, die Brutalität übersteigt sogar das ein wenig zu melancholische "Altered State of Consciousness". Dannach ein saftiges Gitarren-Solo, anschließend wieder die Geigen, und "The Unborn" legt noch einmal los wie am Anfang. Wenn es sich bis jetzt noch nicht in die Gehirnwindungen gebrannt hat, dann spätestens jetzt. "The Unborn" ist mein absoluter Höhepunkt auf dem Album. Nach 4 Sekunden stille geht es weiter mit

8. Fragile Flesh (8/10)
"Fragile Flesh" setzt den Tenor von "The Unborn" anfangs fort, wird dann aber deutlich melodischer und gibt einem Gelegenheit runterzukommen. Nunja, "runterkommen" ist relativ, denn auch in diesem Track wird geballert dass die Trommelfelle beben.

9. Pressure (5+/10)
Pressure ist meiner Ansicht nach das langsamste und auch schwächste Lied des Albums. Die düstere Atmosphäre des Songs passt zwar ins Konzept des Albums, will mich aber nicht richtig überzeugen. Brettern können die Finnen deutlich besser.

10. The Glass Womb (7/10)
Wieder ein Instrumental, in dem man an ein-zwei Stellen die weibliche Stimme wiederentdecken kann. Nachdenklich und melancholisch bereitet "The Glass Womb" auf den Finisher der Platte vor, der mit

11. Blood of Heroes (7/10)
noch NICHT kommt. Diese sehr rockige Nummer passt irgendwie nicht zum Rest. Technisch durchaus nicht schlecht reicht es fast an das Original von Megadeath heran, hat aber auf "The Unborn" eigentlich nichts verloren. Nunja, aus meiner MPE-Playlist ist es entfernt, im Shuffle ist es drin.

12. No More (8/10)
"No More" legt gleich mit melancholischer Melodie los, unterlegt von bretternder Doublebass. In der Bridge zur ersten Strophe (welche absichtlich bassverzerrt beginnt und so drückenden Bass simuliert) hört der Drummer in mir besonders auf das genial gespielte Ride-Becken. Das Ende hört sich an als ob dem CD-Player der Saft ausgehen würde, und das wars dann.

Nach einigen Sekunden landet mein Finger auf der "Repeat"-Taste und das Album läuft nochmal durch. Und dann nochmal. Und nochmal. Und nochmal...

Insgesamt bekommt das Album 5 Sterne von mir, jeder, der auf brachialen und dennoch melodischen Metal steht sollte bei Mors Principium Est zugreifen. Und wenn er gleich dabei ist, die anderen Alben "Inhumanity" und "Liberation = Termination" mitbestellen, es ist definitiv keine Geldverschwendung.


A Sense of Purpose
A Sense of Purpose
Preis: EUR 16,03

6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Voll in die Fresse..., 11. April 2008
Rezension bezieht sich auf: A Sense of Purpose (Audio CD)
... des Melodic Death Metal-Fans. Mit "A Sense of Purpose" entfernen sich die 5 Göteborger Schweden weiter vom ursprünglichen Melodeath in Richtung des "moderneren" Göteborger Metal. Dieser Progress war bis jetzt bei jedem Album nach Colony deutlich zu merken und sorgte für eine hohe Varianz der Musik. Es blieb Platz für Experimente, auch wenn einige davon deutlich in die Hose gingen. Was am Ende rauskommen soll, und OB am Ende etwas rauskommen soll, wissen nur die Jungs von In Flames, sicher ist, dass die Band mittlerweile steil in Richtung Mainstream strebt.
Dies hat auf der einen Seite positive Effekte, denn mit einer musikalisch wirklich guten Band wie In Flames öffnet sich das Metal-Genre einer neuen Sparte Hörer, die sich so in den Metal "reinhören" können.
Doch wer In Flames noch aus den ersten Tagen her kennt wird schon etwas entäuscht sein, wenn er "A Sense of Purpose" das erste mal in seine CD-Anlage legt. Es ist nicht so, dass keine Stimmung aufkommen will. Fast jedes Lied legt mit einem Hammer-Intro los, dass oft sofort Lust auf heftige Kopfbewegungen macht. Erst jetzt kommt die Entäuschung: Nach einer halben Minute ist der Drang zum Headbangen weg, man hört die Musik, aber fühlt sie nicht mehr. Harte Riffs und hämmernde Drums verabschieden sich urplötzlich, was übrig bleibt ist eine zähe Suppe Melodie, gewürzt mit eher mitleidserregenden Screams von Frontman Anders Fridén und den Gesangseinlagen, die man schon von den Vorgängeralben "Reroute to Remain", "Soundtrack to Your Escape" und "Come Clarity" gewohnt ist.
"Vielleicht," dachte ich mir,"vielleicht ist es nur schwere Kost." Wie die 3 Alben davor auch. Vielleicht werde ich die Faszination mancher Lieder erst später entdecken. Ich weiss es nicht. Ich rechne auch nicht damit. Während auf den früheren Werken Höhepunkte wie "Cloud Connected", "Minus", "The Quiet Place", "Borders and Shading" und "Crawl through Knives" (letzteres ein klein wenig emo, aber trotzdem gut) zu finden waren, die einen über etwas schwerere Sachen ersteinmal hinwegtrösteten bis man sich dem ganzen Album öffnen konnte, ist auf "A Sense of Purpose" nicht ein einziger Track dabei, der mich beim ersten Hören zum rocken bewegen konnte.
Normal gehe ich noch auf die einzelnen Tracks ein und vergebe Wertungen, dies lohnt aber nicht, da die Lieder zu auswechselbar und ähnlich klingen.

Mein Fazit: Technisch gute Musik ohne Herz und Metal-Seele. Wer mit jedem Album unzufriedener wurde, wird dies auch bei "A Sense of Purpose" werden. Für alle, die mit den letzten Alben zufrieden oder sogar begeistert waren, ist "A Sense of Purpose" eine klare Kaufempfehlung.


Mit Leib & Seele
Mit Leib & Seele
Preis: EUR 7,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Meinungen gehen auseinander..., 19. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Mit Leib & Seele (Audio CD)
Bei "Mit Leib und Seele" gehen die Meinungen der Hörer stark auseinander, der Punkt ist das nun mehr vertretende Rockelement, und das ein wenig in den Hintergrund getretende Mittelalter-Folkelement.

Ich werde Schandmaul nie mit In Extreme und Subway to Sally vergleichen, da ich beide Bands nicht mag und kaum Parallelen zu Schandmaul sehe, ausser der allgemeinen Thematik der Texte, die jedoch ebenfalls imho stark unterschiedlich sind.

Das größte Problem der CD ist, dass für den eingefleischten Mittelalter-Fan nur ein Teil der Lieder ansprechend ist. Für den "Allrounder" jedoch (für den ich mich halte) ist die CD die beste der bisher erschienenen, sogar etwas besser als meine frühere Nr.1 "Narrenkönig".

Die Texte sind nicht gänzlich aus einer anderen Welt, was einem das Abtauchen in selbige erschwert. Da ich aber gar nicht abtauchen will, kommt mir das sehr gelegen. Für Lieder wie "Der letzte Tanz", "Gebt Acht" oder "Walpurgisnacht" konnte ich mich textlich noch nie begeistern, ich finde die Texte, welche sich problemlos auf die heutige Zeit anwenden lassen schöner.

Beim ersten Hören der CD sind meine Highlights "Lichtblick", "Kein Weg zu weit" und "Wolkenberge". Lieder, die mir nicht gefallen sind keine auf der CD, wobei ich "Vor der Schlacht" manchmal überspringe :).

5 Sterne für mein neues Lieblingsalbum von Schandmaul, ich werde sie mir jetzt auf jeden Fall nocheinmal live angucken^^. Ich kann allerdings jeden entäuschten Mittelalter-Fan verstehen, dem dieses Album nur 3 oder weniger Sterne wert ist.


4 Original Alben Ltd.
4 Original Alben Ltd.
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 93,95

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bester Kopierschutz, 18. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: 4 Original Alben Ltd. (Audio CD)
Diese Schandmaul-Box ist wohl der beste Kopierschutz, den Musik-CDs überhaupt haben können. Für nur 26€ bekommt man legal fast alle wichtigen Werke, die die Band veröffentlicht hat. Warum illegal downloaden, wenn man es so günstig kaufen kann?

Und unglaublich ist es ja auch nicht, da man im Falle von Schandmaul bei einer "Best Of"-CD nicht alle "besten" Titel auf eine CD quetschen könnte :).

5 Sterne für eine der sympathischsten Bands Deutschlands.


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