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Rezensionen verfasst von
manuel auer "ma" (salzburg, graz)

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Debussy, Claude - Pelleas et Melisande [2 DVDs]
Debussy, Claude - Pelleas et Melisande [2 DVDs]
DVD ~ Neil Archer
Preis: EUR 37,90

3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen toll inszeniert, 8. August 2006
Musik: perfekt einstudiert, gibt eindrucksvolle Impressionen. Debussy schläfert auf die Dauer ein, ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht einer im Publikum das Gefühl hatte, die Handlung vollzöge sich in Zeitlupe. Sängerisch z.T. eindrucksvoll (Hagley als Melisande). Dieses drame lyrique fehlt es an der Potenz mitzureißen und so wankte wohl auch das Publikum gähnend heimwärts.

(Manuel Auer)


Giuseppe Verdi - Don Carlo (2 DVDs, NTSC)
Giuseppe Verdi - Don Carlo (2 DVDs, NTSC)
DVD ~ Plácido Domingo
Preis: EUR 16,97

29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einsame spitze, 8. August 2006
Die Inszenierung kann sich sehen lassen, das aufwändige und wahrlich teuer wirkende Bühnenbild mitsamt Requisiten und glanzvollen Kostümen schaffen eine wahnsinnig authentische Atmosphäre, der man sich auch nach dem Operngenuss nur schwer zu entziehen im Stande ist. Die gesamte Produktion ist so mitreißend gestaltet wie man es heutzutage selten erleben kann.

Der Abend gehörte zweifellos einem Mann, Placido Domingo als Don Carlo. Schon bei seinem erstem Erscheinen, wenn er von Elisabeth in seiner Romanze schwärmt, reißt er durch unverwechselbaren Schmelz und Verve hin. Elisabeth bietet einen soliden Sopran, der auch in den hohen Lagen zu strahlen vermag, jedoch zeitweilig etwas gepresst wirkt. James Levine führt die New Yorker Philharmonics gewohnt sicher und setzt das Orchester klug ein, womit die fein ziselierten, filigranen Orchesterphrasen aufgehen können und leidenschaftlich vorwärts drängen. Der Chor meistert seine Aufgabe einwandfrei.

Vor allem der Dramaturgie gebührt besonderes Lob, in dieser Inszenierung schneidet sich nichts an der Handlung und das darstellerische Potential der Akteure ist grandios.

(Manuel Auer, 15. Juli 2006)


Boito, Arrigo - Mefistofele
Boito, Arrigo - Mefistofele
DVD ~ Samuel Ramey

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen selten gespielte oper respektabel gemacht, 8. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Boito, Arrigo - Mefistofele (DVD)
(Manuel Auer)

Teures, Teils buntes, und immer stimmiges Bühnenbild. Auch so die Kostümerie. Lichtregie: Durch Anbringung verschiedener Lichtquellen werden große mächtige schwarze Schatten, Silhouetten auf den Vorhang der San Francisco Opera geworfen. Sehr guter dramaturgischer Effekt!

Regie: ein paar Mängel in der Personenführung: Faust schmeißt" Rose zu Füßen Helenas.

Groteske Momente im Epilog: Mefistofeles Socken-Riecher, wozu ?

Große Schatten werden auf den Vorhang geworfen, aber manchmal ist die Größenrelation dieser unsinnig bzw. die Richtung der Anstrahlung nichtssagend. Chor wirkt eher gespensisch als die Himmelsschar verkörpernd.

Witzige, gaghafte Elemente sind auch zu finden. Beim Ballett zu Hofe der Helena, setzt sich Mefisto in eine Loge, bekommt Wein angeboten, liest ein Buch, und verfolgt - herzhaft gespielt - dem Tanz durch seine Operngläser schauend. Das beschwingte Ballett besticht, wie auch Helenas glanzvolles Kostüm und ihre schönen Koloraturen.

Dirigent: solide Leistung, mitunter Orchesterphrasen schön ausdifferenziert. Dynamikunterschiede gut ausgearbeitet. Bravo!

Die Darstellung des Mefistofele ist dämonisch gut. So spielt er in der Sabbatnacht mit einem Luftballon (dieser soll die Erdkugel darstellen) und zersticht diese kurz danach. Die Analogie zu Chaplins Great Dictator ist unverkennbar.

Die sabbatnächtliche Partygesellschaft gibt sich geschminkt mit Partyhüten. Sie gleicht im Hexentanz einer Sekte" (s. Eyes Wide Shut von Kubrick). Die Gesellschaft sind Mefistos Marionetten, die er - im wahrsten Sinne des Wortes - ,dirigiert'. Auch Faust ist bis zum Ende unter seiner Macht. Margarete verschwindet auf Mefistos Wort mit einem Knall und hinterlassenden Rauchschwaden.

Faust ist in dieser Inszenierung zu unherrisch, gleichwohl solide und gut gesungen und geschauspielert. In der Szene Faust-Helena macht er zuviel Augenrollen, was wohl von Nervosität zeugt. Sein Tenor ist nicht schlecht

Margerete: solider Sopran, zuviel Gestik in der Kerkerszene. Weniger wäre hier mehr gewesen. Z.B. hie und da die Augen zu schließen wäre dramaturgisch einwandfrei gewesen.

(Manuel Auer)


Händel, Georg Friedrich - Xerxes
Händel, Georg Friedrich - Xerxes
DVD ~ Ann Murray
Preis: EUR 26,20

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen grossartig, 8. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Händel, Georg Friedrich - Xerxes (DVD)
Das Bühnenbild und die Inszenierung versucht den schwierigen Stoff mit dem banalen Inhalt schmackhaft zu machen und reüssiert in vielen Szenen. Das Bühnenbild bleibt dem Barock verhaftet, d.h. es besteht zu einem Großteil aus einem gemalten Hintergrund. Die Kostüme unterliegen dieser Konvention ebenso wie die üblichen Requisiten, z.B. antike Büsten. Auf recht geistreiche Weise werden kleine Gags aufgebaut, die sich großer Beliebtheit erfreuten, so etwa, dass bei einem Szenen- und somit auch Bühnenbildwechsel der grüne Vorhang, nicht ganz ausgefahren, als Hecke fungiert, die sogleich von einem Gärtner beschnitten wird. Bei psychologisch dunklen Momenten, wird auch das Bühnenbild, natürlich unter Zuhilfenahme der Lichtregie dunkler, und verdeutlicht die Gefühlsdimensionen der Akteure.

Charles Mackerras leistet Beachtliches mit dem Orchestra of the English National Opera, die Orchesterphrasen sowie Begleitungen und Cembalo-Recitative können sich hören lassen.

Ebenso außerordentlich gewandt mit der Barockoper und mitreißend im Spiel sind die Darsteller. Allen voran der Xerxes von Ann Murray, sie brilliert in den Koloraturarien, verziert klug und gibt ihrer geschmeidigen Stimme zur richtigen Zeit die richtigen Impulse. Bravo! Dies ist besonders in den Arien When I see her" und If you'd worship the man" zu sehen. Valerie Masterson gibt die Romilda. In No stain can blemish" und That ruthless tyrant jealousy racks me" setzt sie ihren Sopran wohlgemut ein, scheint doch in manchen Szenen zu starr. Der Bariton von Elviro (Christopher Booth-Jones) erheitert die eigentlich ernste Geschichte. In der ,Trinkarie' If my dearest wish were granted" offenbart er sein wohlausgeprägtes Timbre.

Eine so gut gemachte Barockoper (Mackerras!) könnte öfter auf heimischen Spielplänen stehen.

(Manuel Auer)


Verdi - Il Trovatore (NTSC)
Verdi - Il Trovatore (NTSC)
DVD ~ Sherrill Milnes
Preis: EUR 13,97

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gut, 8. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Verdi - Il Trovatore (NTSC) (DVD)
Verdis Il trovatore" in der Inszenierung von Fabrizio Melano aus dem Jahre 1988. Die fast zum Standard gewordene Inszenierung besticht durch teils effektvolle Bilder und Requisiten wie es an der Met allgemein üblich ist. Melano tat sein Bestes, aber der Inhalt der Oper ist schlichtweg zu undurchschaubar. Da passieren Affektänderungen von einem Moment auf den anderen, die Reizwechseldramaturgie mag durch die Librettisten Cammarano und Bardare durchaus gewollt sein, wiewohl sie die Zuschauer an manchen Stellen - namentlich vor allem am Schluss, wenn Azucena enthüllt, er habe gerade seinen Bruder hinrichten lassen - verwirrt sitzen lassen.

James Levine führt die New York Philharmonics gewohnt sicher und verleiht ihnen an den richtigen Stellen die nötige Strahlkraft.

In prächtiger Form erweist sich Luciano Pavarotti in der Hauptrolle. In den Nummern mit Dolora Zajick (Azucena) und Eva Marton (Leonora) vermag er es, in seiner Rolle voll aufzugehen und mitzureißen. Eva Marton hält die ihrer Rolle gestellten Koloraturen mit Routine, so dass sie den anspruchsvollen Part an des Troubadours Seite mehr als gewachsen ist. Dolora Zajick gibt eine perfide, undurchschaubare Azucena, und verleiht so ihrem Charakter auch im gesanglichen Duktus die erforderte Charakteristik. Zu erwähnen sei noch Sherrill Millnes, der einen manchmal viel zu wenig herrischen Conte abgibt, in seiner stimmlichen Ausprägung dessen ungeachtet den übrigen Sängern in nichts hinterher steht.

Rechter Applaus für die Sänger und Orchester.

(Manuel Auer)


Donizetti, Gaetano - Lucia di Lammermoor
Donizetti, Gaetano - Lucia di Lammermoor
DVD ~ Joan Sutherland
Preis: EUR 13,97

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr gut, 8. August 2006
Donizettis tragisches Drama Lucia di Lammermoor" bot Anlass zum Jubel. Die New Yorker Philharmonics, geführt von Maestro Beninge, entführten die Zuseher in den leidenschaftlichen Lebensbereich des spätmittelalterlichen schottischen Landes.

Die beiden Glanzpunkte der Aufführung waren - wie zu erwarten - Joan Sutherland (Lucia) und Alfred Kraus (Edgardo). Die beiden eingespielten kongenialen Sänger/Schauspieler ergänzen sich auf bemerkenswerte Weise. Dies wurde gewissermaßen vom Publikum vorausgesehen, sodass beide beim ersten Auftritt, ohne schon ein Wort gesungen zu haben, vorgefeiert wurden. Joan Sutherland schmückt die Koloraturen mit Leichtigkeit und weiß auch sonst zu begeistern. Alfred Kraus steht ihr in nichts nach. Mit Aplomb erobert er die Bühne und lenkt die Blicke auf sich, in schauspielerischer Hinsicht, was Mimik und Gestik anlangt, weiß er ob der Innigkeit der Darstellung zu begeistern. So gehen beide im Duett Qui di sposa..." voll auf, sodass es eine Wonne ist, dies wahrzunehmen. Die Darstellung des Raimondo ist souverän. Wenngleich Herr Beninge in Nr. 12 die Streicher-Pizzicati zu schnell vorantreibt, entsteht doch leidenschaftlich-lebendige Lustbarkeit.

(Manuel Auer)


Mozart, Wolfgang Amadeus - Mitridate, re di ponto (Concentus Musicus Wien)
Mozart, Wolfgang Amadeus - Mitridate, re di ponto (Concentus Musicus Wien)
DVD ~ Gösta Winbergh
Preis: EUR 37,35

4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen top empfehlung, 8. August 2006
Ann Murray - gut

Concentus 1A

Aspasia verführerisch anmutig - Samtene Stimme

Ismene äquivalent Lustbarkeit

Ästhetische Bilder von Ponelle

Wohl timbriert Sifare- m gediegener Begleitung

(Manuel Auer)


Tschaikowsky, Peter - Pique Dame
Tschaikowsky, Peter - Pique Dame
DVD ~ Maria Guleghina
Preis: EUR 13,97

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wenige inszenierungsfehler, sonst gut, 8. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Tschaikowsky, Peter - Pique Dame (DVD)
Pique Dame von Tschaikowsky

Gergievs feine Orchesterbegleitung ist mal behutsam gefühlvoll, mal ernst verspielt. Sein umsichtiges Dirigat erweckt den Stoff zum Leben.

Das stimmig-schöne Bühnenbild, schreckenhaft prächtig zugleich ist immer detailliert ausgearbeitet - in diesem Maße ebenfalls: Die Kostüme. Toll! Das jeher große Aufgebot an Chorteilnehmern und Statisten am Mariinsky Theater verstärkt den eindrucksvollen Charakter des Bühnenbildes

Die erste Begegnung zwischen Lisa und Hermann entwickelt sich in ein bloßes an der Rampe stehen. Hier hätten ein paar Ideen von Seiten der Regie helfen können!

Die Darstellerin der Lisa hat leidenschaftlichen, kräftig-schönen Sopran. Hermann ist vom gesanglichen Aspekt her solide und versprüht bisweilen schön timbrierte Höhen, schauspielerisch liefert er eine sehr gute, standfeste Leistung. Die Obsessionen bringt er mit bemerkenswerter schauspielerischer Affinität.

Die Contessa ist verbittert, gut charaktervoll gespielt.

Jeletzky hat einen geschmeidigen Bariton.

(Manuel Auer)


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