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Rezensionen verfasst von
Thorti

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Kick-Ass
Kick-Ass
DVD ~ Aaron Taylor-Johnson
Preis: EUR 5,55

75 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich bin Kick Ass - Googlet mich mal, 30. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Kick-Ass (DVD)
Es gibt inzwischen zwei Namen, die für stilistisches und cooles Kino außerhalb der Mainstream Welle stehen. Denn neben Quentin Tarantino hat sich Matthew Vaughn mit "Kick Ass" einen Namen gemacht.

Denn bisher hat kein Film mich so geflasht, wie dieses Movie. "Kick Ass" ist einfach erfrischend anders. Vor allem spricht der Film so viele Zielgruppen an: Liebhaber und Hasser von Comicverfilmungen; Männer und Frauen, die wie Männer sein wollen; Männer die wie Frauen sind, aber männlich sein wollen, Fans von Independent Streifen etc. pp. Und warum?

Das Drehbuch von Regisseur Matthew Vaughn und Jane Goldman sprudelt über vor Zitaten, satirischen Anspielungen, rotzigen Dialogen, coolen Onlinern und nimmt alle bisherigen Comicverfilmungen mit abgefahrenen und sehr ungewöhnlichen Ideen auf die Schippe, dass man einfach aus dem Lachen nicht wieder herauskommt. Natürlich darf auch die Abrechnung mit unzähligen Klischees nicht fehlen. Dagegen stehen die recht blutigen Schlüsselsequenzen im Kontrast und manchmal folgt auf einem Lachen ein abrupter Ekelschauer. Eine wohltuende Zusammensetzung, die den Film wirklich zur Spitze treibt. Da ich leider die Comicvorlage von Mark Millar ("Wanted") nicht kenne, kann ich leider nicht beurteilen, wie viele dieser grandiosen Filmideen aus dem Comic stammt oder von Goldman und Vaughn selbst kamen. Doch hinter jedem lustigen Film steckt auch hier eine gesellschaftliche Abrechnung, diesmal mit dem World Wide Web und dem Drang vieler Menschen irgendwie damit berühmt zu werden.

Hinzu kommen die, bis in die Nebenrolle, fantastisch besetzten Schauspieler. Man leidet und lacht mit Aaron Johnson den gesamten Film durch, fiebert mit ihm. Die Entwicklung von dem unscheinbaren Schülern Dave zum "Superheld" Kick Ass ist einfach durchweg gelungen und verkommt nicht zu einem typischen "Judd-Apatow-Film-Fremdschäm-Humor".
Wenn es Zeit für rassig coole Oneliner gibt, dann kann nur ein 12-jähriges Mädchen den Tag retten. Chloe Moretz stiehlt als Hit-Girl in den Schlüsselszenen "Kick Ass" die Show und ist auch für den hohen Blutzoll zusammen mit ihrem Big Daddy (fantastisch dargestellt von Nicholas Cage) verantwortlich. Mark Strong ("Sherlock Holmes") spielt wieder den typischen Antagonisten und ist sich für kein Klischee zu schade.

Doch neben dem Drehbuch und die gut gecasteten Schauspieler überzeugt vor allem der Inszenierungsstil von Matthew Vaughn, der sogar Michael Bay und Jerry Bruckheimer locker in die Tasche steckt. Wie Drehbuch und Darsteller ist die Inzenierung ein Sammelsurium von Anspielungen. So rasant und so frisch habe ich noch keinen Regisseur in Hollywood arbeiten sehen. Grandiose Kamersequenzen, fantastische Stilmittel in den Schlüsselsequenzen. Aber das beste ist der gesamte Filmsountrack. Der Score entpuppt sich als ein gesammeltes Werk von Main Themes anderer Filme. Von John Murphy (Theme von "28...later") über Ennio Morricone bis Danny Elfman zitiert der Sountrack fast alles passend zu den Szenen. Den letzten Schliff verpassten Stammkomponist Ilan Eshkeri ("Der Sternwanderer" "Ninja Assassin") und Henry Jackman ("Monster vs. Aliens").

Fazit: Diesen Film kann ich jeden guten Filmfan wärmstens an Herz legen. Es ist ein Insider, den man noch lange in Erinnerung behalten wird und der sicher einen weiteren Besuch im Kino wert ist. Lange ist es her, doch ich vergebe für diesen Film stolze

5/5 Sterne
Kommentar Kommentare (11) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 14, 2013 7:43 PM MEST


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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen David Yates rückt das Franchise in ein gutes Licht, 18. Juli 2009
Yates setzte im "Orden des Phönix" neue Maßstäbe und führt sie in "Der Halbblutprinz" erfolgreich fort

Die Welt ist im Wandel. Dunkelheit und Zerstörung stehen an der Tagesordnung. Beide Welten sowohl die der Zauberer und die der Muggel leiden unter der Tyrannei der Todesser. In dieser schweren Zeit bereitet Albus Dumbledore (Michael Gambon) Harry Potter (Daniel Radcliffe) auf eine Mission ohne Wiederkehr vor. Er durchleuchtet mit ihm gemeinsam die Vergangenheit Voldemorts. Dabei schürfen sie so tief, dass sie ihre Umwelt für einige Zeit vergessen. Ein verhängnisvoller Fehler. Denn wenn Bellatrix Lestrange (Helena Bonham Carter) und Narzissa Malfoy (Helen McCroy) Severus Snape treffen und Draco Malfoy (Tom Felton) eine geheimnissvolle Aufgabe zu erfüllen hat, bleibt nur wenig Zeit das Schicksal zu verändern. Doch auch alltägliche Sorgen plagen Harry und seine Freunde Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson), doch als das Unvermeidliche eintritt, entdecken sie ihre wahre Freundschaft aneinander.

Die Kreativpause scheint Drehbuchautor Steve Kloves mehr als gut getan zu haben. Nach einem etwas sehr schwachem Drehbuch in Film 4 glänzt er mit einem Niveau das mit dem Michael Goldenbergs (Drehbuchautor "Der Orden des Phönix") zu vergleichen ist. Der erste wichtige Aspekt ist es, die Grundstimmung aus der Romanvorlage in den Film zu adaptieren und das ist Kloves im gesamten Film gelungen. Die Dialoge sind ein wenig ernster und reifer geworden und sein pubertäre Humor aus Film 4 ist einem subtilen und pointierten Humor gewichen, der im Film ein wunderbares Gleichgewicht herstellt. Der zweite wichtige Punkt ist die Eigenständigkeit und die Unabhängigkeit des Drehbuches und da sind ihm mit den beiden neuen Schlüsselszenen eine spannende Mischung gelungen, welche die Filmadaption als ein reifes und eigenständiges Werk präsentiert. Auch die Kürzungen sind sehr angenehm. Kloves beschränkt sich nur auf die Kindheit Voldemorts und die wichtigen Eckpunkte und hier ist der rote Faden, der nicht durch die getreue Detailverliebtheit reißt. Hier spürt man den Plot. Doch manchmal übertreibt es Kloves in einigen Szenen (Lavender-Ron Szenen) und verfällt wieder in seine alten Strickmuster, doch das nur für wenige Sekunden und schon fängt er sich wieder. Alles in allem kann ich in Ruhe Kloves das Harry Potter Franchise wieder anvertrauen.

Neben einem Drehbuch ist die Inszenierung ein sehr wichtiger Aspekt und hier zeigen sich wieder die Qualitäten des Regisseurs David Yates. Er sieht das Franchise als ganze und das präsentiert er gleich in der Eröffnungssequenz, die wirklich Gänsehaut bei dem Zuschauer verursacht. Gefolgt von einer ersten Actionsequenz, die dem Zuschauer zeigt, was die nächsten 150 Minuten auf ihn zu kommt. Doch dabei empfand ich den ersten Akt der Actionszene als zu lasch und hätte wirklich mehr erwartet, doch der zweite Akt entschädigt alles und im Nachhinein halte ich das für eine sehr gute Entscheidung diese Sequenz in den Film einzubringen.
Yates hat dem Film wieder einen Zacken dunkler gestaltet, auch wiederum ein guter Schritt. Und doch schafft er es mit humoristischen Elementen eine gewisse Hoffnung in den Film einzubringen. Die große Stärke des ersten Aktes ist die Situationskomik (Begegnung Snape & McLaggen auf Slughorns Party), im zweiten und dritten Akt dominiert die Spannung und da hat Yates ja auch schon gezeigt, was für ein Genie er auf diesem Gebiet ist. Großartige Quidditch Szenen inklusive. Der entscheidene Kuss hat mich ein wenig enttäuscht und auch die Beziehung zwischen Ginny und Harry war doch sehr zurückhaltend inszeniert. Dafür punktet Yates' Interpretation von Ron und Hermine. Im Finale zieht Yates alle Register und treibt sein Team und die Darsteller zu einer nie erahnten Höchstleistung an und wartet mit einer kleinen aber effektiven Schocksequenz auf. Das Ende des Filmes beurteile ich mit gemischten Gefühlen, denn es war weder aufregend gut noch furchterregend schlecht.

Und schon wieder gerate ich ins Schwärmen und ziehe sie deshalb den Hauptdarstellern vor. Helena Bonham Carter ist eine der besten Schauspielerinnen überhaupt, ihre Szenen mit Bellatrix sind einfach genial und unerreicht. Sie besitzt eine sehr starke Aura, zieht jeden mit ihrer Darstellung in den Bann. Der personifizierte Wahnsinn durch und durch.
Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson gehen natürlich in ihren Paraderollen auf und zeigen was sie können. Auch Jim Broadbent ("Tintenherz" "Chroniken von Narnia") weiß zu begeistern. Tom Felton mimt einen sehr zerbrechlichen Draco Malfoy. Und Hero Fiennes Tiffin sollte nicht unerwähnt bleiben. Großes Lob geht an Michael Gambon. Das ist wirklich sein Film. Er spielt seinen Dumbledore von der ersten bis zur letzten Minute überragend und wärmer als im "Orden des Phönix".

Hinter David Yates steht ein großartiges Team, keine Frage. Das neuste Mitglied Kameramann Bruno Delbonnel ("Die fabelhafte Welt der Amelie") liefert uns düstere und dynamische Bilder und fängt das Geschehen gekonnt ein.
Dass Nicholas Hooper ein Mann der leisen Töne ist, stand schon in "Der Orden des Phönix" außer Frage. Sein Score hat endlich die kindlichen Klänge verloren und verfällt nicht in das "Over the Top - Pompöse" eines John Williams (dessen bessere Zeiten auch endgültig vorbei sind), sondern untermalt angenehm leise und doch intensiv die Bilder von Delbonnel. Es ist nur konsequent, dass Hooper auch für "Die Heilligtümer des Todes" angagiert wird.
Das Team um Mastermind Stuart Craig, dem Produktionsdesigner, setzt immer wieder neue Maßstäbe und präsentiert wundervolle Welten mit sehr viel Liebe zum Detail.
Die visuellen Effekte haben nichts an ihrer Stärke verloren und versetzen die Zuschauer in Erstaunen. Kostüme und Make-Up sind hochwertig.

Fazit: Seit David Yates am Ruder sitzt, ist vieles anders im Harry Potter Universum. Es ist vor allem vieles besser als in den Vorgänger Filmen. "Der Halbblutprinz" ist erst der Anfang und Yates wird es zu Ende bringen und das in einer erfrischenden und neuen Art. Einer Art, die ich mir schon lange von einer solchen Adaption erwünscht habe. Yates hält eine konstante Linie in seiner Inszenierung und übertrifft sich in einigen Sequenzen selbst. Noch nie habe ich so eine konsequente Arbeitsweise gesehen. Das ganze Team wächst sehr eng zusammen und jeder hat dafür gesorgt, dass der Film seinen eingeschlagenen Kurs behält.


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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen John Conner is back, 4. Juni 2009
Vergiss die Vergangenheit. Die Zukunft beginnt. Die Geschichte um John Connor und die Terminatoren geht in die nächste Runde. Eine neue Trilogie erwartet uns.

Lange haben die Vorbereitungen gedauert, bis endlich ein Drehbuch von den Autoren John D. Brancato und Michael Ferris, die schon für "Terminator 3" verantwortlich waren und den dank der WGA nicht erwähnten Autoren Jonathan Nolan ("The Dark Knight") und Paul Haggis ("007 - Casino Royale" "Ein Quantum Trost"), die das Skript während des Drehs gründlich überarbeitet haben, fest stand. Herausgekommen ist eine Story, die zu einem die erste Trilogie fortsetzt und zum anderen den ersten Stein für die neue Trilogie legt. Doch im Grunde gibt es überhaupt nichts neues an dem Plot, er wurde nur in ein Endzeit Szenario angelegt und führt das bekannte Schema "Mensch vs. Maschine" "John Conner vs. Skynet" fort. Lobenswert sind die Dialoge, die von Paul Haggis überarbeitet worden sind, sie versprühen ein wenig Frische und verlieren sich nicht total im Phatos.

Christian Bale spielt John Connor. Leider zeigen sich in seiner Darstellung gewisse Paralellen zu seinem Alter Ego der Fledermaus auf, vor allem in seiner Körpersprache. Das totale Gegenteil und an dieser Stelle erwähnenswert das Acting von Helena Bonham Carter, die nächsten Monat wieder in ihrer Paraderolle zu sehen sein wird. In der wenigen Screentime, schafft sie eine unglaubliche Präsens zu zeigen und damit den Hauptdarsteller an die Wand spielt. Sam Worthington interpretiert seine "zwiespältige" Figur über weite Strecken gut. Das "Cameo" von Arnold Schwarzenegger sollte auch nicht unerwähnt bleiben.

Großes Lob geht aber an die Crew um Regisseur McG, der es in meinen Augen geschafft hat, seine Kritiker in Sachen Inszenierung zu überzeugen, denn viele haben ihn ja vollkommen unterschätzt und zu schnell über ihn geurteilt. Die Action ist wirklich rasant und setzt in vielen Szenen in Sachen Kameraarbeit visuelle Maßstäbe (Stichwort: Hubschrauberabsturz). Imposante Explosionen und wilde Verfolgungsjagden in einer druckvollen Klangkulisse. Was will man(n) mehr?
Ebenfalls sehr beeindruckend ist die apokalyptische Endzeit Welt, die wirklich bis ins kleinste Detail grandios umgesetzt und damit für eine beunruhige Stimmung sorgt.
Diese wird von dem Score von Mastermind Danny Elfman ("Hellboy - Die Goldene Armee" "Wanted") verstärkt.

Fazit: Ein inszenatorisch sehr gelungener Film mit einem guten Drehbuch, guten Darstellungen der Figuren, atemberaubener Action und grandioser Endzeitwelt, die von dem Soundtrack gut untermalt wird.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 8, 2009 5:12 AM MEST


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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Faszinierend, 1. Juni 2009
Eigentlich hatte ich vorher mit Star Trek überhaupt nichts am Hut gehabt, bis ich die ersten Trailer des neuen Streifens unter der Regie von J.J. Abrams gesehen habe.

Denn J.J. Abrams ist im gewissen Maße kein typischer Regisseur, der sich in eine Schublade schieben lässt. Somit wagte sich der Virtuose der schon für Filme wie "Mission Impossible 3" und "Cloverfield" zuständig war und demnächst den "Dunklen Turm" Zyklus von Stephen King realisieren wird, an einen Stoff, den er zuvor auch noch nicht kannte.
Doch dafür hatte er sich hilfreiche Verstärkung geholt. Seine beiden Hausautoren Roberto Orci und Alex Kurtzman ("Die Insel" "Transformers" "Mission Impossible III") sind ewige Trekkie Fans und schufen ein Drehbuch, dass sowohl für Neueinsteiger geeignet und für Fans eine gelungene Reunion ist. Ich zähle mich zu den ersteren und der Film hat mich wahnsinnig gut unterhalten.
Dabei griffen Orci und Kurtzman auf ihr funktionierendes Rezept aus "Transformers" zurück und gestalteten die Geschichte um die Enterprise aus einem Sci-Fi Genremix aus Drama, Komödie und Action. Dabei lassen sie es sich nehmen, Insider für die treuen Fans einzubauen Der Plot vermag zu fesseln, die Figuren sind bis auf wenige Ausnahmen sehr gut gezeichnet. Das Autorenduo hat bewiesen, dass man Filme von solchen Kaliber in ihre Hände legen sollte.

Ist die Figurenzeichnung durchweg gelungen, so haben es die Schauspieler leichter zu agieren. Erwähnenswert sind vor allem Chris Pine und Zachary Quinto in ihren Rollen als Kirk bzw. Spock. Denn jeder hat dort sein eigenes Steckenpferd. Pine ist der Draufgänger und Quinto beweist wie in seiner Paraderolle in der Serie "Heroes", dass er vielschichtige und komplexe Figuren wie auch Spock einer ist, spielen zu können. Karl Urban spielt bravurös den Buddy von Kirk. Ein Wiedersehen gibt es mit "Fluch der Karibik" Amazone Zoe Saldana. Für den humoristischen Part sorgt Simon Pegg. Eric Bana als Antagonist Nero ist leider ein wenig zu blass geworden.

Was zeichnet einen guten Science Fiction Film aus? Natürlich seine Inszenierung. Und da zieht J.J. Alle Register und präsentiert uns mit wunderbaren Effekten, einer über weite Strecken gelunge Kameraarbeit und einem lobenswerten Produktionsdesign eine Schlacht, die beinahe Referenzniveau erreicht.
Passend dazu ist die Musik von J.J.s Hofkomponisten Michael Giacchino, die sehr klassich angelegt ist und weites gehend auf den Computer verzichtet.

Fazit: Ein für einen Nicht Trekkie Fan gelungener Sci Fi Actioner mit einem abwechslungsreichen Drehbuch, gelungenen Darstellern und grundsolider Inszenierung.


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als Sakrileg, 14. Mai 2009
Eine Romanverfilmung ist meistens gleichwertig oder schlechter als ihre Romanvorlage. Selten sind Verfilmungen besser. So verhielt es sich wahrscheinlich auch mit "The Da Vinci Code", wo die Filmemacher besonders mit den Dialogszenen zu kämpfen hatten und wirklich alles mit in den Film transportieren wollten. Bei "Illuminati" haben sie dann doch einen besseren Weg gewählt.

Das fängt schon damit an, dass sich das Team neben Drehbuchautor Akiva Goldsman, der auch das Drehbuch für "Sakrileg" verfasste, auch den herausragenden David Koepp ("Krieg der Welten" "Spider-Man" "Echoes") mit ins Boot holten, der Goldsmans Version erneut überarbeitete. Und zu anderen war Dan Browns "Illuminati" von der Spannung her, besser konzipiert als "Sakrileg". Das Drehbuch steht für sich, nimmt sich gelungene Freiheiten und ist kein bloßer Abklatsch eines Romans. Doch haben sich hier und da einige kleine Mankos eingeschlichen. Im ersten Akt steigt der Spannungsbogen, aber um dann wieder im zweiten Akt zu fallen. Nur die Angriffe auf die Heilligen besitzen eine ausgeklügelte Dynamik. Im letzten Akt jedoch werden mächtig viele Hebel in Bewegung gesetzt. Und das nicht nur beim Drehbuch sondern auch bei der Inszenierung.

Das Team um Regisseur Ron Howard hat aus seinen Fehlern gelernt. Zwar hat auch dieser Film inszenatorische Schwächen, aber die werden durch das furiose und atemberaubend spannende Finale auf und über dem Petersplatz wieder wett gemacht. Diese Sequenz gehört zu den besten im ganzen Film. Gelungen sind die Angriffe auf die Papstanwärter, der "Besuch" in Cern und die Szene in der Bibliothek.

Besonders erwähnenswert ist auch der Score von Hans Zimmer. Er verwendet als Hauptthema das Motiv aus "Chevaliers de Sangreal" und fügt den Illumati Theme, der bereits im Teaser Trailer zu hören war. Besonders das Opening verursacht Gänsehaut. Auch das Gesamtpaket hat sich im Vergleich zu "Sakrileg" verändert. Zimmer brilliert mit seinen typischen Elementen des Action Soundtracks, das aber sehr angenehm. Im großen und ganzen ist die Musik dem Score aus "Sakrileg" qualitativ gleichgestellt.

Tom Hanks ist Robert Langdom. Eben ein Routinier. Ein hoher Wiedererkennungswert. Erwähnenswert ist die Performance von Ewan McGregor. Die anderen Schauspieler fügen sich angenehm in den Film ein.

Fazit: Der Film adaptiert die Vorlage in einer sehr straffen und somit angenehmen Erzählweise. S ist nicht ganz so viele unnötige Längen. Das Drehbuch ist über weite Strecken gelungen, die Inszenierung in den Schlüsselszenen gewagt und der Score ist herausragend.


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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fahr deine Krallen aus..., 6. Mai 2009
Das X-Men Universum ist wieder da. Diesmal sollen Spin Offs das Franchise wieder aufleben lassen. Mit "Wolverine" soll die neue Welle losgelöst werden.

Wolverine avancierte sich in der Trilogie zu einer beliebten Figur und es war nur eine Frage der Zeit, bis er seine eigene Geschichte erfährt. Nun kamen die Drehbuchautoren David Benioff ("Troja") und Skip Woods ("Hitman") zu dieser Ehre und leider holten sie nicht alles aus der Geschichte und der Figur. Sie verschenken viel Potenzial und die Ideen sind nicht neu (Ausnahme der Endkampf beim Kraftwerk). Einzig der Härtegrad der Dialoge wären eine Erwähnung, die aber nur einen Tropfen auf dem heißen Stein wäre. Auch die Geschichte selbst wurde zu sehr auf die Verbindung Logan-Stryker gelegt und ist eine Beinahe Kopie des Konfliktes aus "X-Men 2" und entmystifiziert den Antagonisten vollkommen.

Mit Regisseur Gavin Hood ist der Regie Posten vollkommen fehl besetzt. Er schafft es nicht wie sein Kollege Marc Forster in "James Bond - Ein Quantum Trost" sich in das Action Genre zu integrieren. Er konzentriert sich mehr auf die Charakterisierung der Figuren, doch da diesen der letzte Feinschliff fehlt, führen seine Bemühungen ins Leere.
Es fehltihm auch einfach die Fähigkeit, die Bryan Singer auszeichnete: Die Balance zwischen Action und Story zu schaffen.

Hugh Jackman ist Wolverine. Keine Frage. Mehr aber auch nicht. Jedenfalls wird das Drehbuch der Figur nicht gerecht und das kann auch einen Hugh Jackman nicht unbeeindruckt lassen. Der restliche Cast ist wirklich lesenswert. Über Liev Schreiber ("Defiance"), Will I Am (Black Eyed Peas Sänger), Dominic Monaghan ("Lost" "Herr der Ringe") bis hin zu Ryan Reynolds ("Blade Trinity"). Aber ihre Figuren bleiben blass und rücken in den Hintergrund.

Enttäuschend war ebenfalls die Arbeit von Harry Gregson Williams, denn von dem Komponisten ist man besseres gewöhnt, wie die Beispiele von "Königreich der Himmel" und "Chroniken von Narnia" belegen. Einfallslose und typische Scores. Vieles wird einfach nur recycelt.

Fazit: Hier wurde einfach zu viel Potenzial nicht ausgenutzt. Vom Drehbuch angefangen über den Regisseur bis hin zum Soundtrack und macht das Spin Off zum schlechtesten Film des Franchise.


The International
The International
DVD ~ Clive Owen
Preis: EUR 5,49

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein packender Thriller, 14. April 2009
Rezension bezieht sich auf: The International (DVD)
Zurück zu den Wurzeln. Das ausgerechnet ein deutscher Regisseur, das Flair des guten alten und soliden Thrillers zurück nach Hollywood bringt und dieses noch ein hochaktuelles und brisantes Thema integriert, zeugt von einem gewissen Können. Doch Tom Tykwer hat schon mit "Das Parfum" gezeigt, dass er nicht zu unterschätzen ist und so können wir uns hoffentlich auf einen weiteren deutschen Export verlassen.

Vorlage dieses Films ist das Drehbuch von Eric Singer, dass ein bis dato noch nie brisantes Thema übermittelt: Die Banken und ihre Selbstüberschätzung. Die Geschichte erzählt von einer Gruppe Agenten, die sich gegen die Machenschaften einer fiktiven Weltbank stellen und dabei Höhen und Tiefen durchlaufen. Und das ist auch der Knackpunkt des Drehbuches. Die Geschichte ist nicht neu und doch "rettet" die momentane Weltsituation ein bisschen über den Schnitzer hinweg. Dialoge dominieren über weite Strecken des Filmes, es gibt wenige Actionsequenzen. In der Mitte geht der Story ein wenig die Puste aus, wird aber von einer im Film sehr dominanten Actionszene im Museum angeheizt.

Gedreht wurde u.a. wieder in den Studio Babelsberg, die sich nach einer Krise großer Beliebtheit der Filmemacher erfreuen. Namen wie Quentin Tarantino und Bryan Singer werden häufiger in Verbindung gebracht. Auch Tom Tykwer wusste das Studio zu schätzen.
Die Inszenierung selbst erweist sich als Stärke des Films. Zum einen sind es die Actionsequenzen, sehr blutig, erbarmungslos und laut, zum anderen eine schöne und vor allem ruhig dynamische Arbeit von dem deutschen Kameramann Frank Griebe, ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Intensität und Dynamik eines Thrillers nicht allein von einer Wackelkamera abhängig ist. In diesem Fall hat "The International" vor allem dem letzten Jason Bourne Film etwas voraus. Das dritte Argument ist der stimmige Soundtrack von dem bekannten Dreamteam Tom Tykwer, Johnny Klimek und Reinhold Heil ("Das Parfum").

Neben der Inszenierung können auch die Schauspieler glänzen. Clive Owen ("Children of Men") hat eindeutig die führende Hand, Hollywood Schönheit Naomi Watts ("King Kong") wirkt in ihrer Rolle viel zu blass und rückt mehr und mehr in den Hintergrund. Armin Mueller-Stahl ("Illuminati") zeigt Charisma. Ulrich Thomson ("Hitman") mimt den Antagonisten ohne große Höhepunkte.

Fazit: Schauspieler und vor allem die wunderbare Inszenierung helfen über das schwache Drehbuch hinweg. Jedenfalls hat sich Tom Tykwer mit dem Film nun einen Namen gemacht.


Kein Titel verfügbar

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Inszenierung top, 12. April 2009
Der alleinerziehende Vater John (Nicholas Cage) lebt mit seinem Sohn Caleb (Chandler Chanterbury) abseits von Boston. Während der Jübiläumsfeier von Calebs Schule wird eine Zeitkapsel gehoben, die vor 50 Jahren mit Bildern von den damaligen Schülern gehoben. Auf Calebs Zettel befinden sich jedoch Zahlenreihen. Der Astrophysikprofessor John analysiert die Zahlen und kommt zu einem erschreckenden Ergebnis: Die Zahlen offenbaren alle Katastrophen des letzten halben Jahrhunderts und prophezeit in 2009 noch weitere drei Katastrophen, die sich noch ereignen werden. John versucht alles, um diese Ereignisse zu verhindern und nimmt Kontakt mit der Tochter (Rose Byrne) der Schülern auf, die diese Zahlenreihe vor fünfzig Jahren aufschrieb. Zu allem Überfluss haben es auch noch Fremde auf Caleb abgesehen.

Regisseur Alex Proyas meldet sich nach fünfjähriger Pause zurück. Sein damaliger Film "I, Robot" mit Will Smith war erfolgreich. Der Regisseur von "The Crow" verbindet in seinem neuen Film Science Fiction mit Mystery und präsentiert dies in einer düsteren Atmosphäre.
Das Drehbuch von Ryne Douglas Pearson, Juliet Snowden und Stiles White kann aber nur in den Schlüsselszenen punkten. Von der Charakterzeichnung her, greift man vorallem auf Altbewährtes zurück und jongliert mit vielen Klischees. Und selbst zum Ende hin, offenbart die Story nichts neues.

Spannender ist das schon die Inszenierung. Besonders in den Schlüsselszenen (Flugzeugabsturz / U-Bahn Unglück) kann Proyas auftrumpfen. Einziger Wermutstropfen sind die zu deutlich abzeichnenden CGI Effekte, die das Bild ein wenig trüben. Aber von der Intensität her, punktet der Film mit einer ungeheuren Spannung. Der Kameramann Simon Duggan kann über weite Strecken mit seiner Bildkomposition überzeugen. Die Musik von Proyas' Hofkomponist Marco Beltrami ("I, Robot" "Hellboy") unterstützt die schaurigen Bilder mit einem nicht minder schaurig klassischen Score.

Nach Will Smith ist Nicholas Cage das neue Zugpferd im Film. Er spielt seine Rolle gewohnt routiniert und ohne bemerkenswerte Momente. Gleiches gilt für Rose Byrne ("Troja" "28 Weeks later"). Erwähnenswert sind die Jungdarsteller.

Fazit: Das ein kleines Studio wie Summit Entertainment einen Alex Proyas Film vermarktet, war schon eine Überraschung. Inszenatorisch ist der Film sehr gut und überdeckt, das doch schwache Drehbuch und die durchschnittliche Schauspielleistung.


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man muss Wagner verstehen können..., 11. März 2009
Schon während der Dreharbeiten sorgte "Operation Walküre" für Aufsehen in der Presse. Sei es der Unfall von Statisten oder die Tatsache, dass ein Scientology Anhänger eine Figur wie Oberst Graf Stauffenberg spielt. Doch das hat alles nichts mit der Qualität des Films selbst zu tun und viele vergessen einfach, dass es nicht der Film von Tom Cruise ist, sondern immer noch Bryan Singer ("X-Men" "Superman Returns") auf den Regiestuhl Platz genommen hat.

Dementsprechend kann man sich auf einen neutralen und unterhaltenden Film einlassen, denn die Stärke dieses Dramas liegt eindeutig in dem Drehbuch von dem Autorenteam Christopher McQuarrie und Nathan Alexander. Noch nie war ein dialoglastiges Drama so spannend und nervenaufreibend wie "Das Stauffenberg Attentat". Die wenigen Action Szenen tun ihr selbiges. Zwar kann das Drehbuch nicht ohne Pathos, aber diese kleine Prise ist natürlich zu verschmerzen. Jedoch empfand ich die letzte Einstellung des Films vor dem Abspann als vollkommen unnötig und unpassend für die gesamte Szenerie des Films. Aber das ist eben Hollywood. Was erwartet den Zuschauer? Natürlich einen reinrassigen Unterhaltungsfilm, der sich auch erlauben kann, kleine geschichtliche Fehler zu machen. Diese fallen aber nicht so sehr ins Gewicht.

Regisseur Bryan Singer, der sich mehr mit Comicverfilmungen ("X-Men 1-2" "Superman Returns") beschäftigte und weniger mit Filmen aus dem Thriller Genre ("Die Üblichen Verdächtigen") arbeitete, liefert eine gelungene Inszenierung ab und bringt viel von der Spannung des Drehbuches ein.

Tom Cruise spielt Oberst Graf von Stauffenberg zum großen Teil authentisch, rutscht aber in manchen Szenen zu sehr ins Superheldenhafte ab. Erwähnenswerter ist aber der restliche Cast. Bill Nighy ("Fluch der Karibik 2"), Kenneth Branagh ("Harry Potter und die Kammer des Schreckens"), Thomas Kretschmann ("Wanted" "King Kong"), der eigentlich erst Stauffenberg spielen sollte, Kevin McNally ("Fluch der Karibik"), Christian Berkel ("Der Untergang") und andere. Clarice van Houtens Rolle als Love Interest fällt etwas spärlich aus.

Newton Thomas Sigel, Bryan Singers Stammkameramann, fängt die dramatische Zeit um 1944 mit stimmigen Bildern ein. Komponist John Ottman zaubert einen zurückhaltenden und doch eindringlichen Score.

Fazit: Mit "Operation Walküre" beginnt ein vielversprechendes Kinojahr 2009. Tolles Drehbuch, ein guter Tom Cruise, fabelhafte Nebendarsteller und eine hervorragende Regie.


96 Hours (Stunden) / Taken [Blu-Ray]
96 Hours (Stunden) / Taken [Blu-Ray]
DVD ~ Katie Cassidy, Holly Valan Famke Janssen
Wird angeboten von WholeFilmsMarket
Preis: EUR 50,15

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Action-Kost aus Europa, 11. März 2009
Die Europäer zeigen den Amis, das auch bei ihnen actionmäßig etwas läuft. So einfach könnte man das Konzept von Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Luc Besson bezeichnen. Der Franzose, der schon für Highlights wie "Das Fünfte Element", "Leon - Der Profi", "Nikita", die "Transporter" Trilogie, "Kiss of the Dragon" gesorgt hatte, demonstrierte immer wieder, dass er es mit Hollywood Actionregisseuren aufnehmen kann. Die aktuelle Waffe des Franzosen "96 Hours", zeigt es mal wieder allen.

Zwar war er nur, zusammen mit Robert Mark Kamen ("Transporter" Trilogie), für das Drehbuch zuständig, doch spätestens, wenn das Logo seiner Filmfirma Europa Corp. über die Leinwand flimmert und die ersten Minuten des Films verstreifen, bemerkt man sofort seine Handschrift und die ist wirklich nicht von schlechten Eltern.
Die Story ist schnell erzählt, da sie auch nicht das Zentrum des Films bildet, aber trotzdem nehmen sich Besson und Kamen sehr viel Zeit für die Charaktere und ihre Probleme. Erst mit der Entführung dreht der Film so richtig auf und spätestens dann bemerkt man das Hauptaugenmerk der Autoren. Die Ästhetik der Action. Und da ist der Film mehr als gnadenlos und vor allem realistisch. Und das ist etwas, worin er Quentins Tarantinos Racheepos "Kill Bill" überlegen ist. Keine übertriebenen Blutfontänen (auch wenn das als Stilmittel zu verstehen ist). Die Art und Weisen, wie die Antagonisten von Liam Neeson umkommen, lässt in vielen Sequenzen das Blut in den Adern gefrieren. Und das ganz ohne übertriebene Gewaltdarstellungen.

Regisseur Pierre Morel hält sich sehr an Bessons Stil und bringt viel der Dynamik aus dem Drehbuch in den Film.

Ganz klar, "96 Hours" ist eine One Man Show. Und Liam Neeson is the man. Der Schauspieler aus "Batman Begins" und "Königreich der Himmel" ist wirklich einen Segen für den Film. Er spielt einen sehr realitätsnahen Charakter. Neeson schafft es mit Bravour die vielen Facetten seiner Figur dem Zuschauer gut zu vermitteln. Von dem besorgten Vater zum eiskalten Racheengel. Man nimmt es ihn ab. Famke Janssen ("X-Men" Trilogie) ergänzt den Cast nur als schmuckes Beiwerk.

Fazit: Ein genialer und sehenswerter Actionfilm, allein durch die bodenständige Inszenierung des Drehbuches und einem hervorragend schauspielernden Liam Neeson.


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