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Rezensionen verfasst von
Bernd Zoellner "bzoe" (Berlin)
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Olympische Spiele London 2012
Olympische Spiele London 2012
von Sven Simon
  Gebundene Ausgabe

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grell-bunt, aber schwer zu lesen, 30. August 2012
Der Band über die Sommerspiele 2012 ist informativ und mit spektakulären Fotos gespickt. Aber er ist nur zum Teil etwas fürs Auge. Die grell-bunte Aufmachung geht deutlich zu Lasten der Lesbarkeit. Die Texte und die Statistiken sind meist von Fotos überlagert und stellenweise nur mühsam zu entschlüsseln. Es gibt kaum Text schwarz auf weiß, dafür aber viel weiß auf blau oder grau auf braun, sogar weiß auf gelb, so dass man kaum ohne Lupe auskommt. Ein weiteres Manko: Bei den Teamsportarten werden keine Mannschaftsaufstellungen angegeben, nicht einmal für die Medaillengewinner. Das gleiche gilt auch für einen Teil der Ruder- und Kanuwettbewerbe usw. Eine ausführliche Statistik sollte sämtliche Medaillengewinner mit vollem Namen aufführen. Bei der grafischen Gestaltung wäre etwas weniger mehr gewesen. Also nur bedingt zu empfehlen.


Josef Traxel - Dokumente einer Sängerkarriere Aufnahmen: 1954-1958
Josef Traxel - Dokumente einer Sängerkarriere Aufnahmen: 1954-1958
Preis: EUR 19,61

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrucksvolles Zeugnis der Gesangskunst, 17. September 2009
Diese Zusammenstellung vermittelt eine eindrucksvolle Vorstellung von der Kunst eines Sängers, um den sich wohl heute alle Opernbühnen reißen würden. Für mich war Traxel neben Wunderlich der beste deutsche Tenor der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine mühelose Höhe, gepaart mit einem samtenen, leicht verhangenen Timbre, machte ihn zu einem idealen Interpreten lyrischer, aber auch jugendlich-dramatischer Opernrollen. Die Breite seines Repertoires - von der französischen Spieloper bis zu Wagner - ist staunenswert. Dass weder Jürgen Kesting noch Jens Malte Fischer ihn in ihren Abhandlungen zu großen Sängern berücksichtigen, ist nicht nachvollziehbar. Leider ist auch der Begleittext der CD wenig schmeichelhaft, denn Einhard Luther bescheinigt dem Sänger zwar eine virtuose Stimmbehandlung, aber eine "eher weiße Tongebung". Auch meint er, Traxel sei nicht "eigentlich vielseitig" gewesen und habe sich mehr für das Konzertpodium als für die Opernbühne geeignet. Glücklicherweise gibt es Live-Mitschnitte, die das Gegenteil belegen.


Der Duden in 12 Bänden. Das Standardwerk zur deutschen Sprache / Die deutsche Rechtschreibung: Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der neuen amtlichen Regeln
Der Duden in 12 Bänden. Das Standardwerk zur deutschen Sprache / Die deutsche Rechtschreibung: Das umfassende Standardwerk auf der Grundlage der neuen amtlichen Regeln
von Dudenredaktion
  Gebundene Ausgabe

63 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Neues Armutszeugnis für den Duden, 22. Juli 2006
Das Warten auf den neuen Duden hat sich nicht gelohnt. Das Rechtschreibchaos, wie es schon in der Schreibweise "Orthografie" zum Ausdruck kommt, hält an. Die Duden-Reaktion hat sich mit ihren "Empfehlungen" ein neues Armutszeugnis ausgestellt. Anstatt für eine klare Orientierung und Übersichtlichkeit zu sorgen, geht sie bei der Auswahl völlig willkürlich vor ("blutsaugend", aber "Eisen verarbeitend", "Not leidend", aber "äußerst notleitend", "gewinnbringend", aber "Unheil bringend"). Dabei fällt auf, dass viele unsinnige Getrenntschreibungen beibehalten werden. Der Rat für Rechtschreibung hatte festgestellt: "Zusammenschreibung korreliert mit einem zusammenfassenden Wortakzent." Das hat die Duden-Redaktion bis heute nicht begriffen. Sie empfiehlt allen Ernstes die Schreibweise "allein selig machend". Sie entscheidet sich auch für "Brokkoli", "Paragraf", "anglofon" und so manche andere Schreibweise, die man wohl kaum als verbreitet ansehen kann. Der Duden hat die Chance vertan, seinen Ruf aufzubessern.

Ich glaube, dass vom Duden in puncto Rechtschreibung nichts Nutzbringendes mehr zu erwarten ist. Vor den "Empfehlungen" kann man nur eindringlich warnen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2011 8:30 AM MEST


Opera-Recital (CD + DVD)
Opera-Recital (CD + DVD)
Wird angeboten von cdgirl666
Preis: EUR 8,06

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gesanglich überragend, klangtechnisch antiquiert, 29. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Opera-Recital (CD + DVD) (Audio CD)
Rolando Villazón beweist mit diesem sehr gut zusammengestellten Arienprogramm, dass er heute der wohl beste Vertreter seines Faches im italienischen und französischen Repertoire ist. Er singt mit einer Sicherheit und Inbrunst, dass man nur staunen kann. Wie scheinbar mühelos er etwa in "Spirito gentil" aus Donizettis "Favoritin" die Spitzentöne produziert, macht ihm so leicht keiner nach. Mit der deutschen Sprache und dem Mezza-voce-Gesang (in der Romanze aus den "Perlenfischern") hat er leichte Schwierigkeiten, aber er zieht sich insgesamt sehr gut aus der Affäre. Einziger Wermutstropfen: die klangtechnische Qualität. Da klingen alte Recitals aus den 60er-Jahren wesentlich besser und transparenter. Warum man eine solche Aufnahme nicht auf Super Audio CD oder wenigstens DVD-Audio herausbringt, ist für mich ein Rätsel. Vergleichbare Tenorporträts auf SACD - Florez oder Calleja - geben die Stimme wesentlich realistischer wieder und lassen alle klanglichen Feinheiten zutage treten. Die beiliegende DVD nimmt man als Bonus gern mit, aber sie ist kein Ersatz für eine dem heutigen Stand entsprechende Aufnahmetechnik.


Sinfonie 9 [DVD-AUDIO]
Sinfonie 9 [DVD-AUDIO]

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugend in Interpretation und Klang, 12. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 9 [DVD-AUDIO] (DVD-Audio)
Endlich wieder eine Aufnahme von Beethovens Neunter, die sich dem allgemeinen Trend zum Metronom-Fetischismus entzieht. Barenboim verlässt sich ganz auf sein eigenes Tempogefühl und erreicht damit ein wesentlich überzeugenderes Ergebnis als so manche seiner Zeitgenossen. Er spult den 3. Satz nicht seelenlos herunter wie Zinman oder Norrington, sondern lässt Beethovens humanistischen Traum von einer besseren Welt in seiner ganzen erhabenen Schönheit erklingen. Das mag einigen altmodisch erscheinen, die sich an die hektische Betriebsamkeit "moderner" Beethoven-Interpreten oder an die nichtssagende Glätte eines Karajan gewöhnt haben. Auch die übrigen Sätze werden von Barenboim, der Staatskapelle und dem Solistenquartett überzeugend und spannungsvoll dargeboten.
Bei einer hoch auflösenden Aufnahmetechnik ist es natürlich unvermeidbar, dass auch Nebengeräusche wie das Umblättern der Noten hörbar werden, die auf einer normalen CD nicht zu hören wären. Wen so etwas stört, der wird wohl auch nicht ins Konzert gehen, sondern die Digitalaufnahmen aus den frühen 80er-Jahren bevorzugen, bei denen alles keimfrei und steril war und die Musik faktisch im luftleeren Raum stattfand.
Inzwischen haben wir Live-Aufnahmen ohne Husten und ohne Beifall, aber kommt das wirklich einem "Live-Erlebnis" gleich?


Carmina Burana - Silvesterkonzert
Carmina Burana - Silvesterkonzert
Preis: EUR 17,88

9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Orchester tadellos, Solisten eher farblos, 21. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Carmina Burana - Silvesterkonzert (Audio CD)
Eine gute Aufnahme, aber nicht mehr. Die Berliner Philharmoniker spielen tadellos, aber die ziemlich farblosen Solisten können sich mit denen älterer Einspielungen nicht messen. Wer auch einen optischen Genuss dazu haben möchte, sollte sich die Ponnelle-Inszenierung auf DVD (mit dem Dirigenten Kurt Eichhorn) besorgen. Mit Solisten wie Hermann Prey und Lucia Popp einfach unschlagbar.
Aus dem "Städtezweikampf" ging eindeutig Wien als Sieger hervor. Denn das Neujahrskonzert lag schon kurze Zeit später auf SACD vor, also in einer Klangqualität, die man bei EMI vergeblich sucht. Da war man im Geschehen mitten drin. Auch bot das Wiener Programm viel Neues. Sir Simon hingegen setzt auf Anbiederung an die Popkultur (Überbetonung des Rhythmus), um die Zuschauerbasis zu verbreitern. Ein untaugliches Rezept.


Living Stereo: Arias
Living Stereo: Arias
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 16,25

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungetrübter Hörgenuss für Opernfreunde, 12. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Living Stereo: Arias (Audio CD)
Leontyne Price, die große amerikanische Sopranistin, die in Italien als "leonessa" (die Löwin) gefeiert wurde, war eine der großen Verdi- und Puccini-Interpretinnen des 20. Jahrhunderts. Hier ist sie in einigen ihrer Glanzrollen zu hören, zumeist in Dreikanal-Aufnahmen, die ein deutlich verbessertes und räumlicheres Klangbild ergeben. Vor allem die Ausschnitte aus "Madame Butterfly" zeichnen sich durch eine Fülle und Wärme des Klangs aus, wie man sie wohl von Opernaufnahmen aus dieser Zeit (Anfang der 60er-Jahre) kaum kennt. Da Leontyne Price hier auf dem absoluten Höhepunkt ihrer stimmlichen Leistungsfähigkeit war, bietet diese SACD einen ungetrübten Hörgenuss. Ob als Aida, Leonore oder Butterfly, Leontyne Price hat Maßstäbe gesetzt, die für jede Sängerin eine Herausforderung darstellen. Ich kann diese Aufnahme trotz der relativ bescheidenen Spielzeit nur empfehlen.


Living Stereo: Also Sprach Zarathustra
Living Stereo: Also Sprach Zarathustra
Wird angeboten von Hausmusik
Preis: EUR 16,79

29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phänomenale Aufnahme in jeder Hinsicht, 12. November 2004
Wenn man bedenkt, dass diese Aufnahmen aus dem Jahre 1954 stammen, ist das Ergebnis der klanglichen Wiederaufarbeitung einfach erstaunlich. Zur Herstellung dieser SACDs wurden die Originalbänder herangezogen und mit dem DSD-Verfahren direkt digitalisiert. Das Ergebnis ist phänomenal. Schon auf der CD beeindruckte Reiner mit seiner spannungsvollen und transparenten Dirigierweise, die sich nicht in Klangschwelgerei ergeht. Die SACD ergibt einen wärmeren, natürlicheren Klang und bringt viele bisher kaum hörbare Details hervor. Natürlich sind neuere Aufnahmen noch üppiger und voluminöser, was man besonders am Anfang von "Zarathustra" bemerkt, der in späteren Aufnahmen effektvoller zur Geltung kommt. Aber das kann man den damaligen Toningenieuren kaum zum Vorwurf machen. Sie haben Erstaunliches geleistet. Gut, dass in der Reihe "Living Stereo" wie auch in der Serie "Mercury Living Presence" viele große Künstler nun in einer Klangqualität zu erleben sind, die ihrer Leistung wenigstens annähernd gerecht wird.


Great Tenor Arias
Great Tenor Arias
Preis: EUR 14,86

4 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brillanter Gesang, fade Begleitung, enttäuschender Klang, 10. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Great Tenor Arias (Audio CD)
Leider hält diese SACD nicht, was sie verspricht. Die Leistung des Tenors ist phänomenal, aber das ausgewählte Repertoire mit einigen Ausnahmen wenig reizvoll und die Orchesterbegleitung zum Einschlafen. Wer erwartet hatte, hier ein Klangvergnügen pur zu erleben, sieht sich enttäuscht. Leider klingt die Stimme Florez in der Höhenlage und insbesondere in den lauten Passagen metallisch und bisweile geradezu schrill. Von einem warmen, runden Ton habe ich nichts bemerkt. Dies ist sehr bedauerlich, denn wann hat man in letzter Zeit schon einen Sänger gehört, der mit solcher Leichtigkeit und Eleganz die schwierigsten Passagen meistert?
Ich dachte zunächst, mein negativer Klangeindruck sei auf meine Anlage oder mein Gehör zurückzuführen. Dann legte ich die Vorgänger-SACD "Una furtiva lagrima" auf, und da gab es diese Probleme nicht. Sollte die CD besser klingen als die SACD, wäre dies ein Witz. Die beste Qualität bietet natürlich eine echte DSD-Aufnahme, aber leider hat man hier darauf verzichtet.


Sinfonie 6 [DVD-AUDIO]
Sinfonie 6 [DVD-AUDIO]
Preis: EUR 18,44

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich eine echte Pastorale, 28. September 2004
Rezension bezieht sich auf: Sinfonie 6 [DVD-AUDIO] (DVD-Audio)
Seit längerem will man uns weismachen, dass zu Mozarts und Beethovens Lebzeiten alle Werke in rasantem Tempo heruntergespielt wurden. Da wagt es endlich wieder ein Dirigent, die Musik atmen zu lassen, damit sie sich frei entfalten kann. Endlich erleben wir wieder das "Erwachen" heiterer Gefühle, so wie Furtwängler, Klemperer, Wand oder Celibidache es empfanden. Barenboim lotet die wunderbare Klangwelt dieser Symphonie voll aus, was durch die hervorragende Surround-Technik voll zum Tragen kommt. Die DVD-Audio bietet ein natürliches Klangbild - ganz anders als z.B. die grauenhafte Telarc-Aufnahme mit Tschaikowskis Ouvertüre 1812, deren ganzer Sinn und Zweck in der authentischen Wiedergabe von Kanonenschüssen besteht.
Trotz kleiner Intonationsschwächen kann man diese Pastorale nur wärmstens empfehlen. Wer danach Zinman oder Norrington hört, wird vielleicht merken, was deren Interpretationen fehlt: Wärme, Ausgewogenheit des Klangs und Ehrfurcht vor der Größe des Komponisten.


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