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Rezensionen verfasst von
Drummerboy

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Open Mind (Vinyl Replika)
Open Mind (Vinyl Replika)
Preis: EUR 17,89

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 3bis4 Sterne..., 28. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Open Mind (Vinyl Replika) (Audio CD)
Erstaunlich, dass die Platte hier noch nicht besprochen wurde, nun denn:
OPEN MIND waren eine Beat/Pop-mit bissl Psych - Band aus London, deren einzige Scheibe im Original so dermaßen selten und teuer ist, dass man dafür einen ganzen Stall voller Sparschweine schlachten muß.
Die Vinyl-Replika hier macht das nun überflüssig, denn nicht nur das Original Cover (grauenhaft kitschig,find ich), sondern auch ein schönes Booklett mit einigen raren Photos und ner ausführlichen Band-Bio sind hier am Start.
Zu hören gibts hier typischen Sixties - Beat, der einige ordentliche Ideen bringt (Dear Louise, Try another day, Thor, the Thunder God und paar mehr), nebst einigen Füllern, die irgendwie net so zünden.
Wenn man bedenkt, was 1969 schon für grandiose Sachen erschienen sind, wirkt das hier fast ein bisschen zu brav auf mich.
Trotzdem bestimmt keine schlechte Scheibe, denn dieser Ur-Brit-Pop kommt ganz gut melodiös rüber und in den guten Momenten scheint der Aufstieg von der zwoten in die erste Liga fast zum Greifen nahe. Aber halt nur fast.
Gesang ist ziemlich gut; der Lead-Gitarrist versucht sich an einigen zaghaften Soli, die aber eher unbeholfen bleiben.
Klare Highlights sind die Single-Bonustrax "Magic Potion" und "Cast a Spell". Intensität UND Songwriting funktionieren hier perfekt = Ohrwurm !
Wäre die ganze Platte so, wärs ein totaler Überflieger geworden, so aber fliegt halt nur die Single über und der Rest fliegt normal oder flattert.
Fazit: Durchaus empfehlenswert für Sixties-Liebhaber, aber auch die sollten vorher mal reinhören.
Ich hab die Scheibe vor längerer Zeit mal nem Freund von mir vorgespielt und selbiger war total begeistert, ich dagegen nur zum Teil. Tja...daher halt die dreieinhalb Sterne.


Speech
Speech
Preis: EUR 10,35

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwierig...aber klasse !, 25. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Speech (Audio CD)
Obwohl es hier schon einige Rezensionen gibt, möchte ich auch gerne was zu dieser Scheibe loswerden.
Es gibt immer wieder Platten, die stark polarisieren. Diese hier zum Beispiel. Ich finde sowas grundsätzlich interessant und durchaus akzeptabel.
SPEECH, die letzte der zum Trio geschrumpften STEAMHAMMER, ist wahrlich keine leichte Kost und mit den vorherigen Werken der Band tatsächlich kaum vergleichbar. Ein Monolith, ein düsteres, pulsierendes und m.E. sehr psychedelisches Ding. Ich finde sie grandios, obwohl ich sie nicht sehr oft spiele.
Na gut, das ausgedehnte Drumsolo ist auch mir etwas zu lang und Mick Bradley war sicherlich ein begnadeter Schlagzeuger, aber weniger wäre hier vermutlich mehr gewesen. Dass der arme Mensch kurz nach den Aufnahmen an Leukämie verstarb, lässt, so makaber das auch klingen mag, diese Veröffentlichung wie eine Art Vorahnung erscheinen ("Mortal Thought" !!)
Ein faszinierendes Werk, aber mit Vorsicht zu genießen.
Das Stück "Battlements" wurde übrigens auf der ARMAGEDDON - Scheibe wieder aufgegriffen und neu arrangiert ("Buzzard") mit dem göttlichen Bobby Caldwell (ex CAPTAIN BEYOND) am Drumset.
Tja...einfach so empfehlen kann man SPEECH wohl nicht, also bloß nicht blind kaufen, empfohlen sei aber auf jeden Fall sie mal anzutesten. Und dann heißt es: Wow !! Oder Au Weia !! Polarisierend halt...


Trapped in Time (Remastered Edition)
Trapped in Time (Remastered Edition)
Preis: EUR 19,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen starke Demo-Compilation, 14. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer die beiden regulären Scheiben der CRESSIDA kennt und schätzt, der sollte hier mal ein Ohr riskieren:
Diese Band gehörte ohne den Hauch eines Zweifels zu den allerbesten Vertretern jener frühen und wenig bekannten Prog-Liga. Mal wieder so ein Fall: zwei starke Veröffentlichungen auf dem Vertigo-Swirl (das hier seinem, meiner Ansicht nach, öfters überzogenen Legendenstatus nachkommt) und dann: Ende, Aus, Obskurität = Sammlerstücke.
Nun gibt es hier also eine Sammlung äußerst rarer Demoversionen und unveröffentlicher Stücke (lediglich "Lights in my Mind" und "Depression" kenn ich von nem total obskuren Sampler namens "Mynde the Gap").
Natürlich ist der Sound nix für Soundfetischisten, was aber angesichts der damals schon überragenden Kompositionen mir zumindest völlig Wurscht ist. Denn die Rohfassungen der meisten hier versammelten Tracks entwickeln so ihren ganz eigenen Charme. Besonders das griffige "Lights in my Mind" kriegt so ne Art fast tanzbaren Beat-Charakter und beispielsweise der Song "Let them come when they will", der später auf "Asylum" im langen Epos "Munich" intergriert wurde, ist hier aüßerst eigenständig und hörenswert.
So bekommt man hier also einen Einblick in die "Keimzelle" der Stücke, welche später auf den beiden regulären Platten drauf waren, plus noch etwas unveröffentlichtes Material, und auch das weiß zu überzeugen. Dazu ein informatives Booklett, was fein ist, denn bislang gabs auch über diese Band kaum Infos.
Traurig dabei die Info, das Originalgitarrist John Heyworth es leider nicht mehr erleben durfte.
Die übrige Band hat jetzt sogar ne eigene Homepage mit noch viel mehr Infos und man hat sich sogar für EINEN gemeinsamen Reunion-Gig, der leider nicht hier, sondern in London stattfand, zusammengefunden. Na immerhin...Scheiße, dass ich da grad nicht in London war.
Aber vielleicht wirds ja nochmal was, he ?
Fazit: Soundfanatiker Finger weg ! Ansonsten: Tipp !!


Cherry Choke
Cherry Choke
Wird angeboten von kaleidoscope-music
Preis: EUR 14,30

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen raues debut, 14. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Cherry Choke (Audio CD)
CHERRY CHOKE sind ein recht angenehmes Power-Trio aus UK. Live konnte ich sie kürzlich als Opener auf nem sehr schönen Festival u.a. mit den grandiosen BABY WOODROSE, den mega-grandiosen KADAVAR und den leider für mich gar nicht grandiosen ORCUS CHYLDE (langweilig...) bewundern.
Dort machten sie ihre Sache gut und lieferten ein kraftvolles Set ab, was mich zum Kauf dieser CD veranlasste.
Nun, bereut hab ichs nicht, allerdings kommts mir beim Hören so vor, als suchte die Band da noch nach ihrem Stil und deshalb fehlt dem teilweise ziemlich wilden Mix aus Powerrock mit langen Jams noch der gewisse Wiedererkennungswert.
Brauchbares Debut einer Band, würd ich sagen, die live schon zu überzeugen weiß, aber auf Platte noch nicht so recht zu sich selbst gefunden hat.
Die zweite CD von denen kenn ich nicht, womöglich ist das da schon anders....
Live auf jeden Fall sehenswert, CD, wenn möglich, vorher antesten.
PS: Das Debut von KADAVAR hab ich mir dort auch zugelegt und da kommts mir beim Hören so vor, das ich mir am liebsten gleich die nächste CD von denen holen würde, nur die Scheiße bei der Sache ist, das es die leider noch gar nicht gibt!
Überhaupt ist ja seit einiger Zeit eine ordentliche Retro-Heavy-Psych-Welle am laufen, was- für mich zumindest- mehr als wohltuend ist, nach dem ganzen unerträglichen Hip-Hop/RnB/Rap Mist, der einem ständig um die Löffel gehauen wurde.


Inexactness
Inexactness
Wird angeboten von schoenhausermusic
Preis: EUR 16,90

3.0 von 5 Sternen Der "High Tide" Gitarrist, 22. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Inexactness (Audio CD)
Tony Hill war der Gitarrist der britischen Underground Band HIGH TIDE, die 1969/70 zwei legendäre Alben rausbrachten. Diese gänzlich unkommerziellen Teile zählen heute zu den vergessenen Perlen des frühen englischen Prog.
In späteren Jahren erschienen dann noch diverse mehr oder weniger obskure HIGH TIDE Sachen (obwohl sich die Original-Band längst aufgelöst hatte ) unter eben diesem Namen und in anderen Besetzungen, bei denen aber Tony Hill überall federführend war.
Hier nun also das wohl bis dato letzte Lebenszeichen (ca 2001?) dieses vergessenen Songwriters.
Stilistisch kommt es den High Tide Stücken recht nahe, insbesondere die Duelle zwischen Violine und Gitarre.
Lange, psychedelische Passagen und rockige Teile wechseln sich ab und es finden sich etliche gute Momente, die den alten "Geist" wieder aufblitzen lassen.
Vollständig überzeugen konnte es mich allerdings nicht, denn manches wirkt dann doch etwas zu unausgegoren oder sperrig.
Mit von der Partie sind übrigens Nick Saloman und Adrian Shaw (BEVIS FROND) sowie bei 3 Stücken Peter Pavli, der original HIGH TIDE Basser.
Leute, die eben diesen schrägen britischen Psych mögen (so wie ich) sollen ruhig mal reinhören, wenn sie denn das Teil in die Finger bekommen.


Turn on Or Turn Me Down
Turn on Or Turn Me Down
Wird angeboten von music-network
Preis: EUR 6,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Psych-Blues-Rock, 19. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Turn on Or Turn Me Down (Audio CD)
Nomen est Omen...benannt nach einem CREAM-Titel, haut das schottisch-kanadische Quartett ziemlich in dieselbe Kerbe.
Das tun sie gar nicht mal schlecht und auch eigene Ideen fließen mit ein, wie besonders das riffige Titelstück beweist. Na ja 1969 - dem Erscheinungsjahr dieser Platte - war der Blues-Rock-Boom auf der Insel ja auch in vollem Gange, was auf zahlreichen anderen Veröffentlichungen dieser Zeit auch mehr oder weniger originell umgesetzt wurde.
Diese hier gehört jedenfalls zu den besseren Scheiben und die Band hebt sich zumindest teilweise erfolgreich über ein bloßes Plagiat der "großen Drei" (CREAM) hinaus. Ernest Rea lieferte dabei ne ziemlich gute Gitarrrenarbeit ab und am Schluß knallt der Mann an der Schießbude auch mal solomäßig kurz in Richtung Ginger Baker los, allerdings ohne dem alten Rotschopf ernsthaft das Wasser reichen zu können.
Insgesamt geht das Teil in Ordnung, zumindest für den, der halt auf so alten Blues-Rock steht.
Nicht in Ordnung gingen anscheinend damals die Verkaufszahlen der Scheibe, denn sie blieb die einzige der Band, die danach von der Bildfläche verschwand.


Stonehouse Creek 1971
Stonehouse Creek 1971
Wird angeboten von HURRICANE RECORDS BERLIN
Preis: EUR 12,54

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen kaum bekannte Hardrock-Scheibe, 4. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Stonehouse Creek 1971 (Audio CD)
Und wieder ne Hyperrarität vom Anfang der Siebziger....
STONEHOUSE boten auf ihrer einzigen Scheibe von 1971 ein stellenweise recht fettes Brett blues-orientierten Hardrocks, wie er damals halt oft gespielt wurde.
Reiht sich somit mühelos ein bei Bands wie LEAF HOUND, TRAPEZE, INCREDIBLE HOG etc..
Eigenständigkeit beweist das britische Quartett immer dort, wo es sich etwas vom Blues-Rock-Schema löst und riffbetonten, melodiösen Hardrock serviert. Dies ist besonders in der zweiten Hälfte der Platte der Fall, weshalb man der Scheibe sozusagen etwas "Zeit zum Warmlaufen" geben sollte.
Spieltechnisch durchaus kompetent und überzeugend, läßt auch diese Gruppe einiges an Potential erkennen, was aber offensichtlich nix genutzt hat, denn nach der Scheibe war Finito mit STONEHOUSE. Der Drummer tauchte danach noch bei der (leider ebenfalls erfolglosen) Prog-Formation ASGARD auf,die 72 ne tolle Scheibe auf Threshold (Moody Blues-Label)herausbrachten. Was aus dem Rest der Bande wurde - keine Ahnung.
Für Liebhaber von altem, furztrockenem Früh-Siebziger Hardrock jedenfalls eine recht interessante Ergänzung.


Grannie
Grannie
Wird angeboten von Fulfillment Express
Preis: EUR 29,06

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen superrar und exzellent !, 13. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Grannie (Audio CD)
Wiederveröffentlichung eines der seltensten Exemplare des frühen britischen Progressive-Rock. Im Original nur 99 mal gepresst, handelt es sich hier um das Studio-Demo einer Band, deren Identität bislang unbekannt war.
Umso löblicher ist daher die CD-Reissiue, deren Booklett nun einige Infos enthält; es kommt sogar der ehemalige Drummer zu Wort.
Das Londoner Quartett bietet hier sechs melodiöse Stücke voller Ideenvielfalt und Intensität, die, teilweise mit Flöte und Keyboard unterstützt, etwa mit frühen Wishbone Ash vergleichbar sind (steht so im Booklett und ist auch tatsächlich so).
Arrangement und Umsetzung gelingen nahezu perfekt und deshalb stört die Tatsache, dass es halt "nur" ein Demo mit entsprechendem Sound ist nicht sonderlich. Wer natürlich einen Sound a la Porcupine Tree erwartet, der wird enttäuscht, immerhin ist das Ding hier von 1971 und dafür ist das doch sehr gelungen.
Musiziert wurde hier jedenfalls auf höchstem Niveau und das gilt auch für das Songwriting, dessen Qualität vor allem bei den letzten drei Stücken zur Höchstform aufläuft: "Saga of the Sad Jester", ein fulminantes, riffbetontes Werk, "Dawn" eine ganz ausgezeichnete Akkustik-Ballade mit betörender Gitarrenarbeit und schließlich das leidenschaftliche "Coloured Armageddon" ein Tour-de-Force Ritt, bei dem sämtliche Register gezogen werden.
Man kann in der Tat froh sein, dieses Teil überhaupt mal hören zu können, da von den ohnehin wenigen Originalen anscheinend nur ein paar in Umlauf kamen. Leader und Songschreiber bzw. Gitarrist Phil Newton hatte nämlich, lt Booklett, fast alle behalten (warum auch immer...) und ist leider schon vor längerer Zeit verstorben. Deshalb sind die Originalscheiben bis auf wenige Einzelstücke auch nicht mehr auffindbar und es existiert lediglich eine Mini-Nachpressung auf Vinyl (Bootleg ?) Anfang der 90er.
Was bleibt ist diese CD-Reissue mit einer guten halben Stunde feiner Mucke.
Hohe Empfehlungsstufe für Leute, die qualitativ hochwertige Musik auch mit (durchaus akzeptablem !)Demosound schätzen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 26, 2013 9:03 PM MEST


Malombra
Malombra
Wird angeboten von HURRICANE RECORDS BERLIN
Preis: EUR 13,99

2.0 von 5 Sternen Langweiliger Bombast, 28. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Malombra (Audio CD)
Dieses Werk erschien ca 1992 auf dem recht interessanten italienischen Black Widow-label, dessen bekannteste Vertreter wohl die famosen STANDARTE sein dürften.
Stilistisch hauten MALOMBRA etwa in dieselbe Kerbe: Prog/Symphonic-Rock mit viel Keyboards und Synthie.
Leider hatten sie dabei - im Gegensatz zu STANDARTE - kaum überzeugende Ideen in Sachen in Sachen Songstruktur. Laaangatmige, sich oft wiederholende Motive, die man schon tausendmal besser gehört hat, ohne Wiedererkennungswert und Originalität.
Da nützt es leider nicht viel, daß die Band ihre Instrumente beherrscht und auch die Produktion ganz ordentlich ist.
Haufenweise billiges Pathos, pseudo-mysthische Texte und ziemlich schwächlicher Gesang machen dieses Debut zu einer Geduldsprobe, die letztlich nur unausgegoren und ermüdend wirkt.
Die wenigen vorhandenen interessanten Ansätze verpuffen schnell im endlosen Düster-Bombast-Symphonic-Brei.
Ergebnis: Langeweile.


Made in England (Expanded)
Made in England (Expanded)
Preis: EUR 21,87

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sammelsurium...., 17. Juli 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Made in England (Expanded) (Audio CD)
Was für ein unpassender Name ! BULLDOG BREED - Made in England ! Man könnte glatt meinen hier sei ne Brachial-Combo oder sowas am Start... Nix da, das hier ist was völlig anderes:

Die Scheibe selbst ist recht interessant und die "nur" drei Sterne gibts deshalb, weil das Ganze dermaßen uneinheitlich wirkt, daß ich mich nicht recht entscheiden kann...
Man hat den Eindruck, daß die Band alles, aber auch wirklich alles an Ideen in ihr Werk reingepackt hat, was grad so greifbar war. Das führt teilweise zu wirklich tollen Psych-Beat Nummern "Reborn", "Austin Osman Spare"), feinem Baroque-Pop ("Eileen`s Haberdashery Store", "Dougal") oder auch zu melanchlolischen Momenten ("Friday Hill")
Ansonsten wechseln Licht und Schatten ziemlich rasant und wenn die Band gar (ein-zweimal) jazzige Töne anchlägt wirds eng, denn das funktioniert nicht so überzeugend.
Erinnert mich irgendwie an so ne Art Wundertüte oder an ein BonBon-Glas mit buntem Tutti-Frutti-Inhalt.
Das Original erschien 1970 und klingt aber eigentlich nach 1966, soll heißen, zu dieser Zeit dominierte bereits der Hardrock a la FREE oder PURPLE und man konzentrierte sich andererseits auf immer komplexere Prog-Strukturen (GENESIS, FLOYD, CRIMSON etc...) was BULLDOG BREED und ihr Opus eindeutig "dated" wirken läßt.
Trotzdem lohnt sichs zumindest mal reinzuhören, denn wer für großenteils sypathischen Krims-Krams was übrig hat, der wird auf diesem Teil hier doch einiges entdecken.


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