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Rezensionen verfasst von
napoleonwilson

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Downfall [Blu-ray] [UK Import]
Downfall [Blu-ray] [UK Import]
DVD ~ Bruno Ganz
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 6,94

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ausstattung der englischen Blu-ray, 25. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Downfall [Blu-ray] [UK Import] (Blu-ray)
Da in inhaltlicher Hinsicht bereits alles zu diesem Film geschrieben und gesagt worden ist, möchte ich mich hier auf technische Details beschränken.
Der Film liegt auf dieser Blu-ray in seiner Kinofassung und nicht in der verlängerten TV-Fassung vor, die von Amazon weiter oben zitierte Rezension bezieht sich jedoch auf diese, so dass hier ein falscher Eindruck entstehen kann. Bei dem zugrunde liegenden Master handelt es sich um originäres HDTV-Material, dennoch muss man hier eindeutige Abstriche machen, weil das Bild insbesondere in dunklen Bereichen extrem körnig ist. Dies fällt hauptsächlich dann auf, wenn man den Film in Full HD wiedergibt. Die Wiedergabe auf einem HD-ready Bildschirm in 720p deckt hier einiges gnädig zu.
Der Ton liegt in Dolby Digital 5.1 in deutscher Sprache vor, wobei die Dynamik und der Raumklang bereits technisch bedingt die TV-Fassung, die nur in Dolby digital 2.0 veröffentlicht wurde, übertreffen. Jedoch kommt diese 5.1 Tonspur nicht an die DTS-Version der deutschen Standard DVD heran, die hier deutlich wuchtiger klingt.
Größter Kritikpunkt aus deutscher Sicht ist für mich aber die Tatsache, dass die englischen Untertitel, über die diese Blu-ray-Version verfügt, fest in das Master integriert sind und daher NICHT ausgeblendet werden können. Einem deutschen Interessenten an einer HD-Version des Films möchte ich daher raten, auf eine hiesige Veröffentlichung zu warten.


Das Königreich der Schatten. Diablo 03.
Das Königreich der Schatten. Diablo 03.
von Richard A. Knaak
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr gut konstruiert, 22. März 2008
Ein Magier heuert eine Söldnertruppe an, mit deren Hilfe er das Königreich Ureh von einem uralten Fluch befreien will, um den Rest seines Lebens in unermesslichem Reichtum verbringen zu können.
Für mich war das eigentlich eine eher konventionelle, wenn nicht altbackene Annäherung an eine Fantasy-Geschichte, so dass ich mich gefragt habe, weshalb so viele Leser diesen Roman als den besten der Diablo-Reihe bezeichnen. Um es vorwegzunehmen, ich schließe mich diesem Urteil ohne Einschränkung an.
Für mich liegt der Grund dafür allerdings nicht nur im Inhalt der Geschichte, sondern in erster Linie in der Art, in der Knaak sie vermittelt. Er vermag es meisterhaft, Spannung aufzubauen, sie zu halten und zu steigern, und einen roten Faden zu konstruieren, der an keiner Stelle des Buches durch überflüssiges Geschwafel unterbrochen wird. An den Stellen, wo es darauf ankommt, teilt er dem Leser Charakterzüge und Motivationen seiner Hauptfiguren mit und läßt ihn hinsichtlich der im Verlauf des Buches vorkommenden Wendungen manchmal gezielt im Unklaren. Zuallererst kommt mir hier die Figur des Lord Khan in den Sinn, dessen Darstellung bei mir von Anfang an die Frage aufkommen ließ, ob seine Persönlichkeit im Lauf der Handlung nicht noch weitere Eigenschaften offenbaren würde. Schon lange nicht mehr habe ich mich auf jeder Seite gefragt, wie es wohl weitergehen wird, und wie das Ganze letztendlich ausgehen soll. Auch hier versteht es Knaak meisterhaft, beim Leser Erwartungen zu schüren, die er dann geschickt unerfüllt läßt, jedoch nicht so, dass man sich veralbert fühlt.
So fand ich insbesondere das Ende durchaus überraschend, weil ich etwas ganz anderes erwartet hatte.
Darüber hinaus war es zumindest für mich sehr erfrischend, mal wieder eine Fantasy-Geschichte zu lesen, die sich nicht um Figuren dreht, die wirkten, als seien sie von Tolkien abgekupfert. Hier gibt es keine Elben/Elfen, hobbitähnliche Wesen, Zwerge oder Orks, sondern reißende Bestien, Zombies, dämonische Kreaturen und einen sehr klassisch gezeichneten wiederbelebten Totenschädel, der der Geschichte in pointierten Dialogen mit seinem Nekromanten an verschiedenen Stellen den i-Punkt aufsetzt.
Knaaks Beschreibungen und sein Erzählstil erinnern, wie ich glaube absichtlich, nicht an die augenblicklich so moderne und beliebte High-Fantasy, sondern eher an die gute alte goldene Ära der amerikanischen Pulp-Storys, die von solchen Autoren wie Robert E. Howard oder C.L. Moore gekennzeichnet war. Meiner Ansicht nach ist dieses Buch eine absolute Kaufempfehlung für Leser, die auf der Suche nach Spannung sind, und wäre wunderbar geeignet, um im Rahmen eines Schreibkurses aufzuzeigen, wie man konsequent eine gute Geschichte konstruiert.


Plague of the Dead (the Morningstar Strain)
Plague of the Dead (the Morningstar Strain)
von Z. A. Recht
  Taschenbuch

8 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen modernes Buch, 16. November 2007
Bereits der Titel möchte den geneigten Leser in Verzückung versetzen, "Plague of the Dead" klingt wie die Mischung eines Death-Metal-Songs mit dem Titel eines klassischen Zombie-Films der Achtziger Jahre. Dazu kommen überwiegend positive Rezensionen auf der Amazon.com-Seite, die mich dazu gebracht haben, dieses Buch gut finden zu wollen.
Leider ist es bei dem Wunsch geblieben, trotz größter Anstrengung wollte der Funke nicht überspringen. Z.A. Recht hat mit seinem Erstlingswerk ein überaus modernes Buch geschrieben, das wahrscheinlich nach dem Durchlaufen eines jeden deutschen Lektorats als "kommender Klassiker" angepriesen werden würde, jedoch bei mir einmal mehr einen faden Nachgeschmack hinterließ.
Erinnert man sich einmal an die guten alten Tage, als die Romanschriftstellerei noch eine ausgewogene Mischung aus Kunst und Handwerk darstellte, beschleicht einen so etwas wie Wehmut. Damals gab es noch Geschichten, die sich entfalteten, Charaktere, die sich entwickelten, einen Höhepunkt, auf den alles zulief und vor allem einen roten Faden, der die einzelnen Abschnitte der Geschichte miteinander verband.
Demgegenüber gibt es heute mit gerdazu inflationärem Aufkommen Romane, die all das vermissen lassen, als komme es nur noch darauf an, ein Pensum zu erfüllen und 'Seiten vollzukriegen'. 'Plague of the Dead' schlägt genau in diese Kerbe.
Recht schreibt keine Geschichte, sondern schildert lediglich eine Grundsituation, auf deren Basis mehrere Episoden lose aneinander gereiht werden, die teilweise an Blödsinnigkeit nicht zu überbieten sind.
Es geht um den Ausbruch eines neuen Erregers, des sogenannten 'Morningstar Strains', oder des 'Morgenstern (Viren-)Stamms', der befallene Opfer in blutgierige Raserei versetzt und selbst tote Menschen in tollwütige Irre verwandelt, die nichts anderes im Sinn haben als Mord und Totschlag. Recht verzichtet dabei weitgehend darauf, die Verbreitung der Seuche zum Gegenstand seines Werks zu machen, sondern schildert die Erlebnisse verschiedener Menschen vor diesem Hintergrund, ohne diese miteinander hinreichend zu verknüpfen. Dabei verliert er sich meiner Ansicht nach z.T. in uralten Klischees, es geht um Soldaten, Sanitäter, Ärzte und Agenten einer geheimen US-Behörde, und besonders Letztere werden mal wieder als die "böse fünfte Kolonne" dargestellt, die Amerika heimlich regiert. Was mir hier gefehlt hat, ist die Identifikationsfigur in Gestalt eines halbwegs normalen Alltagsmenschen.
Recht erweckt überdies den Eindruck, er habe bereits mit dem Schreiben des Buches angefangen, bevor er sich darüber im Klaren war, wie die Geschichte enden soll. Und immer dann, wenn ihm einmal mehr die Ideen ausgegangen sind, baut er deplaziert und uninspiriert wirkende Actionszenen in die Abläufe ein, die mit überlang dargestellten Planungsphasen eingeleitet werden. Hier gilt das Motto: "'Wir haben 12 Beretta-Pistolen und 2 MP-5-Maschinenpistolen, leider ist für die M-16-Gewehre keine Munition mehr da. Wir könnten die Pistolen verteilen und die MPs an versierte Schützen vergeben, und dann müßten wir uns überlegen, wo wir Munition für die M-16 herbekommen. Ich gehe jetzt mal zum General und bespreche die Situation mit ihm."
Und dann wird alles nochmal wiederholt, über mehrere Seiten. Schließlich wird die Frage gestellt, an wen denn nun die Waffen verteilt werden sollen, und dann führt Recht noch auf den letzten paar Seiten neue Charaktere ein, von denen vorher nicht die Rede war. Besonders diese Passagen sind es, die mir den Eindruck vermittelt haben, hier sei ein Laienschriftsteller am Werk gewesen.
Mir hat dazu mal jemand gesagt: 'Das Buch hat über 300 Seiten, ist auf gutem Papier gedruckt und kostet nichtmal 15 Euro. Ist doch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.'
Der Mann könnte sich als Lektor in einem der großen deutschen Verlage bewerben.
Auch die Tatsache, daß es sich hier um den ersten Teil einer Trilogie handelt, kann nicht darüber hinwegtäuschen, daß hier Flickschusterei an die Stelle eines Romankonzepts gesetzt wurde, denn eine Einleitung sollte Appetit auf mehr erzeugen. Bei mir ist demgegenüber sehr schnell eine Sättigung eingetreten.
Für das Buch spricht lediglich, daß es wie bereits gesagt, auf gutem Papier gedruckt wurde...


Abrechnung in San Franzisco
Abrechnung in San Franzisco
DVD ~ Sir Roger Moore
Wird angeboten von svalv
Preis: EUR 99,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen längere Stellen ohne deutschen Ton ..?, 19. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Abrechnung in San Franzisco (DVD)
Mit "Abrechnung in San Francisco" liegt hier ein stellenweise ungewöhnlich harter Actionfilm der Siebziger "erstmals ungeschnitten" vor. Roger Moore als Anwalt im feinen Zwirn und Stacy Keach als sprücheklopfender Bollerkopp mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wenn es ums Autofahren geht, legen sich mit einem abtrünnigen Paten der sizilianischen Mafia an, der obendrein Moores Stiefvater ist. Da kommt es natürlich zu Problemen, leider auch in Bezug auf die hier vorliegende DVD.

Mit einer FSK-16 Freigabe ausgestattet, weist das Cover der DVD darauf hin, daß der Film erstmals in ungeschnittener Fassung vorliegt, "für deren längere Stellen keine deutsche Synchronfassung existiert".

Bei diesen "längeren Stellen" handelt es sich um zwei Szenen, einen Dialog zwischen Moore und einer Prostituierten in einer Bar, und um einen Besuch Keachs in einem Supermarkt auf der Suche nach Milchpulver, die diese DVD nur im (schlechten) englischen Originalton mit deutschen Untertiteln zeigt.

Äußerst seltsam mutet dabei an, daß beide Szenen vollständig deutsch synchronisiert in bisher *jeder* deutschen TV-Ausstrahlung enthalten waren, etwa im ZDF oder auch auf RTL 2, wenn dort auch immer einiges im Bereich der blutigen Schießereien gekürzt war, die in dieser Fassung enthalten sind.

Es handelt sich hierbei offensichtlich nicht um nachträglich für das Fernsehen synchronisierte Stellen, da die Synchronsprecher Erik Schumann und Harald Juhnke auch die "nicht existierende" deutsche Synchronfassung eingesprochen haben, ohne daß in den TV-Ausstrahlungen Abweichungen in der Tonqualität oder -lautstärke festzustellen sind.

Da stellt man sich natürlich die Frage, welchen Hintergrund der Hinweis auf dem Cover hat. Will man hier dem Kunden mitteilen, er halte eine der derzeit den Markt überschwemmenden "Extended Versions" in der Hand, um eine größere Anzahl von Abverkäufen zu erzielen? Oder stand Koch Media nur eine fehlerhafte Filmkopie zur Verfügung? Die durchaus akzeptable Bildqualität inklusive anamorpher Neuabtastung spricht eigentlich dagegen. Sollte hier die erstgenannte Vermutung zutreffen, hätte meiner Ansicht nach der Hinweis "ungeschnittene Fassung" bei vollständiger Synchronspur ausgereicht, um die Fans dieses Films anzusprechen, statt zu einem alles andere als seriösen Marketingmittel zu greifen.


Fahrenheit 451
Fahrenheit 451
von Ray Bradbury
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,00

27 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen deutsche Übersetzung, 18. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Fahrenheit 451 (Taschenbuch)
Daß Bradburys Roman ein Klassiker unter den dystopischen SF-Romanen ist, der in einem Atemzug mit Büchern wie Orwells "1984" oder Huxleys "Schöne neue Welt" genannt werden kann, ist wohl unbestritten, leider teilt sich das Buch eine unzureichende deutsche Übersetzung mit dem letztgenannten Werk.

Mein Stern bezieht sich daher nicht auf die Geschichte, die fünf Sterne verdient hat, sondern ausschließlich auf ihre deutschsprachige Version. Der Heyne-Verlag bezeichnet diese Version zwar als "überarbeitete Neuauflage", jedoch liegt ihr immer noch die (bisher einzige) deutsche Übersetzung von Fritz Güttinger aus dem Jahr 1955 zugrunde, die für mich den Klang eines Textes aus dem neunzehnten Jahrhundert hat.

Einige Beispiele:

- die Hauptfigur, Feuerwehrmann Montag, verläßt nicht etwa einfach das Haus, sondern "kommt zum Haus heraus"

- seine Frau, die sich mit Schlaftabletten das Leben nehmen will, hat nach seiner Vermutung etwa "30 bis 40 Pillen im Leibe"

- die Frau, die lieber mit ihren Büchern verbrennt, als sie zurückzulassen, fordert ihn auf, sich in Sicherheit zu bringen, indem sie zu ihm sagt: "Gehen Sie zu."

- simple Ortsangaben wie "oben" und "unten" werden zu "droben" und "drunten".

Eine derartig altbackene Ausdrucksweise in einem in der Zukunft spielenden Roman zu verwenden, läßt die darin enthaltene Aussage heute als altmodisch, geradezu überholt, erscheinen. Dies bedeutet für mich den größten Kritikpunkt, ist diese Aussage meiner Ansicht nach doch heute aktueller als im Zeitpunkt des Erscheinens des Buches.

Kingsley Amis schrieb einmal: "Von allen Höllen des Konformismus, die in der Science Fiction vorkommen, ist keine mit soviel Können beschrieben wie in diesem Roman."

Wer das für sich feststellen möchte, ist mit der Originalversion besser beraten.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 9, 2009 5:40 PM MEST


Killing Peace
Killing Peace
Preis: EUR 15,20

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Intensiv!, 27. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Killing Peace (Audio CD)
Im Gegensatz zu meinem Vorredner kannte ich als Zeitzeuge der Achtziger und heutiger Metal-Opa die alten Scheiben dieser genialen Thrashband aus England, hatte aber keine Ahnung, daß sie eine Comebackscheibe veröffentlicht haben. Als ich dann zufällig drüber gestolpert bin, habe ich sie in gespannter Erwartung in den Player geschoben, die Daumen gedrückt und gehofft, daß hier keine alten Hasen auf irgendwelche überflüssigen Nu-Metal-Züge aufgesprungen sind (von der Sorte gibt es meiner Meinung nach bereits mehr als genug).
Nach ein paar Sekunden wurden alle Befürchtungen zerstreut, bereits der Opener "Burn" brennt sich titelgemäß ins Nervensystem und bläst einen geradezu weg. Und was dann folgt, ist für mich nichts Geringeres als DIE Comeback-CD im Thrashbereich schlechthin. Selbst damals habe ich keinen einzigen Track irgendeiner Metalband gehört, der derartig aggressiv und hart rüberkommt, wie hier die komplette CD. Es ist nicht ein Ausfall oder Füllsong drauf, es reiht sich ein Hammerriff an das nächste, hier und da von den geilsten Breaks eingeleitet, die mir bisher auf die Trommelfelle geprügelt haben. Jedes einzelne Bandmitglied beherrscht seinen Job hier in Perfektion, Gitarren, die wie ganze Schwärme wütender Insekten klingen werden von Frontmann Keelers wütendem Brutalogesang zu einer unglaublich schroffen Gewaltorgie vereint, die ihresgleichen sucht.
Interessant fand ich hierbei, daß Sy Keeler bereits auf dem '86er Klassiker "The Force" als Shouter aufgetreten ist, jedoch stellt er seine damalige Performance auf diesem Silberling selbst in den Schatten, ganz so, als hätte er in den letzten siebzehn (!) Jahren seit der Auflösung der Band nichts anderes gemacht, als sich Testaments "C.O.T.L.O.D." unausgesetzt reinzuziehen. Das soll nicht heißen, daß er wie eine Chuck-Billy-Kopie klingt, sondern vielmehr, daß er mit einem gewissen Maß an Feintuning gute alte Traditionen aufleben läßt und damit alle anderen aktuellen Shouter mal eben auf die Plätze verweist. Kein Gekrächze am Rand der Belastungsgrenze der Stimmbänder, kein Eunuchengejodel, sondern unkontrollierte Überschallwut legt hier jeden an den Haaren unfähiger Produzenten und Marketingfachleute herbeigezogenen modernen Trend in Schutt und Asche.
Die Produktion ist zeitgemäß, sehr differenziert, doch alles andere als steril, und kann nur mit dem Wort "brachial" beschrieben werden.
Hätten alle alten Thrashplatten bereits damals so geklungen, hätte diese Musikrichtung bestimmt keine viel zu lange Pause eingelegt.
Jedem, der auch nur einen Funken Interesse am guten alten Oldschool-Thrashmetal hat, sei dieser Knaller wärmstens ans Herz gelegt.


Macabros 1-der Monstermacher
Macabros 1-der Monstermacher
Wird angeboten von Music-Finder
Preis: EUR 32,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sprecherauswahl, 23. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Macabros 1-der Monstermacher (Audio CD)
Als altem Macabros-Fan, sowohl was die alten Europa-Hörspiele als auch die Romane betraf, lag mir "Der Monstermacher" am Herzen, dennoch wollte ich erstmal einige Rezensionen abwarten, da bereits der Roman, quasi als Einleitung, nicht zu Jürgen Grasmücks besten Werken gehört.

Nachdem ich das gute Stück nun gehört habe, macht sich in einigen Bereichen Ernüchterung breit, zu denen die Umsetzung im Vergleich zum Roman allerdings nicht gehört. Das Hörspiel hält sich so sehr an das Original, daß selbst der Durchhänger in der Mitte ohne Abstriche übernommen wurde (ich meine die ausgewalzte Szene in dem japanischen P**f), und der Handlungszeitpunkt, das Jahr 1972, ausdrücklich genannt wird. Im Gegensatz dazu hat man ja die neuen Sinclair-Hörspiele ins 21. Jahrhundert verfrachtet, auch wenn die Vorlagen aus den Siebzigern stammen.

Ein Problem sehe ich hier hauptsächlich in der Besetzung. Einerseits besetzt man eine Nebenrolle wie die der Chantalle Durimand mit einem Talent wie Iris Rohmann. Sie hat einen derart echten französischen Akzent, daß ich überrascht war, als ich festgestellt habe, daß sie offensichtlich eine Deutsche ist, und andererseits vergibt man die wichtigsten Rollen, nämlich Hellmark und den Erzähler, an Leute, die auf mich... sagen wir unpassend gewirkt haben.

Die Frage war für mich, woher dieser Eindruck kommt. Als der Erzähler Karrenbrock seinen ersten Satz gesprochen hatte, kam mir bereits der Ausdruck "Overacting" in den Sinn. Er spricht viel zu langsam, dabei überartikuliert und betont aus meiner Sicht häufig die unbedeutenden Satzpassagen, so daß sein Beitrag auf mich in erster Linie gekünstelt und gestelzt wirkt. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, daß er Josef Tratnik als Erzähler in den Rhodan-Hörspielen der Eins-A-Medien imitieren wollte, ohne das Vorbild jemals zu erreichen. Und als dann Gosejohann als Hellmark ins Spiel kam, reichte auch ein Satz, um mir den Eindruck zu vermitteln, daß da jemand mit einem Zettel in der Hand vor einem Mikrofon steht. Daß er eine jugendliche Stimme hat, ist dabei nicht das Problem, da der Hellmark der Vorlage ja auch ein Mittzwanziger ist. Vielmehr klingt er für mich in jedem einzelnen seiner Beiträge wie ein Laiensprecher, was in seinem Dialog mit dem Profi Helmut Krauss besonders hervortritt.

Als dann der "alte Hase" Michael von Rospatt einen breiteren Rahmen in der Story bekam, kam das Gefühl auf, daß die Ursache für die geschilderten Eindrücke woanders liegt als in fehlendem Talent: sein Part wirkte auf mich nicht wie der diabolische Bösewicht der Vorlage, sondern eher wie ein krakehlender Irrer, so als habe von Rospatt keine Zeit gehabt, seiner Rolle den nötigen Feinschliff zu geben.

Das Hörspiel läßt mich mit dem komischen Gefühl zurück, als habe die Zeit für einen "zweiten Take" gefehlt, oder als habe der Regisseur nicht richtig hingehört, und hat bei mir obendrein den größten Lacher erzeugt, an dem ich mich jemals bei einem Hörspiel verschluckt habe. Ohne näher darauf einzugehen, ich meine die letzten 50 Sekunden... ich glaube nur nicht, daß dieser Teil lustig gemeint war.

Ich hoffe, meine Einschätzung ist richtig, denn ohne Konzeptänderungen kann ich mir nur schwer vorstellen, daß die Macher bis Folge 125 durchhalten, und gerade das möchte ich ihnen und natürlich den Hörern wünschen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 9, 2013 12:45 PM MEST


Operation Elite
Operation Elite
von Matthew Reilly
  Taschenbuch

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kawumm., 22. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Operation Elite (Taschenbuch)
Nachdem ich mit "Eisstation" und "Die Offensive" nach langer Suche zwei Romane gefunden hatte, die ohne ausufernde Einleitungen, überflüssige Füllszenen und häufige Wiederholungen auskommen, mußte selbstverständlich auch Scarecrows dritter Auftritt her. Und ich muß leider sagen, daß ich ein wenig enttäuscht bin. Während sich maßlos unrealistische Passagen (für Reillys Verhältnisse) in den ersten beiden Teilen fast noch in Grenzen hielten, trägt der Autor hier meiner Ansicht nach unausgesetzt viel zu dick auf, was sich unter anderem an dem viel zu oft verwendeten (in der Realität nicht existierenden) "Maghook" festmachen läßt. Fällt Scarecrow oder jemand aus seinem Team mal in unausgelotete Tiefen oder gleich aus einem Flugzeug, wird der Maghook gezückt, und - peng, bumm, wuuusch - hängt er sich mit dem Ding einfach irgendwo fest und die Situation ist gerettet. Das war mir dann doch ein wenig zu comichaft, was von den hier zitierten lautmalerischen Ausdrücken noch deutlich verstärkt wird. Während Reilly seine Stärke in "Eisstation" noch wohldosiert einsetzt und sich größtenteils auf die gelungene Beschreibung von Feuergefechten und Kampfsituationen beschränkt, gibt es hier Verfolgungsjagden zu Wasser, zu Lande und in der Luft, die die Grenze zum Absurden häufig derartig überschreiten, daß sich jedes Videogame dahinter verstecken kann. Hierfür spricht auch, daß das vom Team im Einsatz mitgeschleppte Waffenarsenal in der Realität jeden Bodybuilder zum Zusammenbrechen bringen würde. Und falls sie mal gebraucht werden, hat man auch noch feuerfeste Leichensäcke dabei oder in der entsprechenden Situation zufällig einen Fallschirm auf dem Rücken.

Außerdem hatte ich den Eindruck, daß die deutsche Übersetzung deutlich zu wünschen übrig läßt. So werden Scarecrows Gegenspieler beispielsweise sehr häufig als "Bad Guys" bezeichnet, im englischen Sprachraum eine gängige Bezeichnung, aber im Zusammenhang mit einem ansonsten deutschsprachigen Text wirkt dies eher gekünstelt und möchtegern cool.

Reilly ist noch nie ein Meister der auf den Punkt gebrachten Charakterisierung gewesen, aber hier tauchen einige Figuren auf, die besser in ein Batman-Heft gepasst hätten, oder noch besser zu den Simpsons. Allen voran fällt mir hier der "Schwarze Ritter" Aloysius Knight ein, allein die Beschreibung seiner äußeren Erscheinung ist dermaßen überzogen, daß Reilly hier die Grenze zum Trash für mich überschritten hat.

All dies hätte gut funktioniert, wäre aus dem Text eine gewisse augenzwinkernde Sicht auf die Figuren und das Geschehen zu erkennen gewesen, aber Reilly nimmt sich und seine Story ernst. Für mich entstand der Eindruck, Reilly habe sich selbst übertreffen wollen, leider ist ihm dies nur in Bezug auf die völlig ausufernde Action gelungen, denn in einem solchen Maß wie hier gab es sie noch nirgendwo.

Dennoch spricht für das Buch, daß es zu Beginn losgeht und bis zum Schluß nicht aufhört, ohne in Geschwafel zu verfallen. Aussagen wie "nachdem man sich durch die ersten 200 Seiten gekämpft hat, wird es interessant..." oder "50 Seiten vor Schluß ist der Autor dann an den Punkt gekommen, an dem die Inhaltsangabe auf der Rückseite beginnt" braucht man hier nicht zu machen.

Trotzdem: hier wäre weniger mehr gewesen.


Gefallene Engel: Roman
Gefallene Engel: Roman
von Richard Morgan
  Taschenbuch

25 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Broken Angels, 14. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Gefallene Engel: Roman (Taschenbuch)
Morgan hat es in eindrucksvoller - wenn auch nicht unbedingt erfreulicher - Weise geschafft, mit seinem zweiten Kovacs-Roman zwei moderne "Stilmittel" miteinander zu verbinden, die den Leser mit einem faden Nachgeschmack zurücklassen.
Zum einen ist er wie kaum ein anderer der Meister der pointierten Dialoge, während er zum anderen wie die meisten anderen zeitgenössischen Autoren leider den Eindruck erweckt, er sei für die Anzahl der Worte und nicht für die Konstruktion einer Story bezahlt worden. Er versteht es unzweifelhaft, Charaktere durch Dialoge darzustellen, in erster Linie wird hier die zynische Weltsicht des Ich-Erzählers Takeshi Kovacs transportiert, jedoch deutet sich in den Gesprächen zwischen den Figuren, die oftmals eher wie ein Schlagabtausch wirken, bereits die Struktur des ganzen Romans an. So verwendet Morgan die Zeit, die die Söldner warten müssen, bis die Archäologin Wardani die Funktionsweise des Stargates entschlüsselt hat, hier Gespräche über den Sinn und Unsinn der Welt führen zu lassen, in denen alle paar Seiten betont werden muß, daß Kovacs am "Innenin-Massaker" teilgenommen hat, bis man es nicht mehr hören kann. Die Langeweile, die die Figuren hier offensichtlich spüren, ist dabei leider auch auf mich übergesprungen, benötigt Morgan für diese Phase seiner Story doch die kompletten ersten zwei Drittel. Was zu Beginn noch halbwegs interessant wirkte, brachte mich nach einer Weile dazu, eine Ungeduld des Inhalts "hör mit dem endlosen Gelaber auf und komm zum Punkt" zu empfinden.
Besonders problematisch finde ich, daß der Klappentext sowohl der Originalfassung als auch der deutschen Version den Eindruck erweckt, der Leser bekomme hier actionhaltige Space Opera präsentiert, aus meiner Sicht handelt es sich dabei um ein falsches Versprechen, denn zumindest über weite Passagen vermitteln die "Gefallenen Engel" lediglich einen zähen Brei sich ständig wiederholender verbitterter Weltsichten.
Aber wie gesagt: Morgan ist hier in zahlreicher Gesellschaft, denn scheinbar gehört es heutzutage schlicht zum Geschäft der Romanschriftstellerei, mit der eigentlichen Geschichte erst kurz vor Schluß zu beginnen. Wer sich demgegenüber für die versprochene Action interessiert, dem seien die Bücher des Australiers Matthew Reilly empfohlen. Seine Geschichten sind zwar alles andere als realistisch, jedoch beginnen sie bereits an den Anfängen seiner Romane.


Turok Evolution (englische Version)
Turok Evolution (englische Version)
Wird angeboten von Movie-Star
Preis: EUR 22,00

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen zwiespältig, 22. September 2002
Tja, wie fängt man an? Nachdem ich die langerwartete Fortsetzung der Turok-Serie angespielt hatte, stellte sich zunächst so etwas wie freudige Erwartung ein. Schöne, wenn auch nicht überwältigende Grafik, realistischer Sound, der im Falle der Verwendung eines Dolby-Digital-Systems aus allen Ecken kracht, feinste Ansprache des Subwoofers, und, zumindest in der englischen Version, heftigste Splatter-Effekte im Bild. Alles in allem schien sich bei Turok Evolution schnell die charakteristische Handschrift der Vorläufer zu zeigen. Doch im Bereich Gameplay machen sich im weiteren Verlauf des Spiels gewisse "Eigenheiten" bemerkbar. Gleich zu Beginn sei gesagt, daß TE absolut kein Spiel für Anfänger ist, denn der Schwierigkeitsgrad, der nicht einstellbar ist, dürfte selbst Fortgeschrittene auf eine harte Geduldsprobe stellen. Wer kein absoluter Ego-Shooter-Profi ist, sollte das Spiel testen, bevor er es kauft. Dies liegt nicht zuletzt an der zumindest für mich eigenwilligen Steuerung. Man kann lediglich zwischen zwei vorgegebenen Controller-Layouts wählen, eine freie Belegung der Buttons ist nicht möglich. Darüber hinaus hat man sich vom nicht-linearen Verlauf der Vorgänger komplett getrennt und läuft nun praktisch einen vorgegebenen Weg entlang, der an manchen Stellen wegen des Gestrüpps, in dem man sich ständig bewegt, den Blick auf die weitläufig versteckten Gegner verstellt, die natürlich keine Schwierigkeiten haben, den Spieler frühzeitig zu entdecken und zu erledigen. Hinzu kommt natürlich die fehlende Speicherfunktion. Die im Spiel verteilten Auto-Speicherpunkte scheinen sehr willkürlich gewählt, denn manchmal liegen gerade 5 - 10 Minuten zwischen zwei Punkten, während man an anderen Stellen über eine Stunde durch die Landschaft kraxeln muß, bis wieder gespeichert wird. In letzterem steckt für mich der Hauptkritikpunkt des Spiels: gerade in den langen Bereichen sind die extrem unfairen Stellen des Spielverlaufs zu finden. Da rennt man eine geschlagene Stunde durch die Gegend, kann das vermeintliche Ziel bereits sehen, nur damit kurz davor eine ganze Horde Gegner hinter einem Felsen hervorspringt und einen in zwei Sekunden fertigmacht. Außerdem gibt es verschiedene Stellen, an denen die Gegner endlos respawnen. Bis man dies bemerkt, sind die Munitionsvorräte oft gegen Null geschrumpft, und meiner Ansicht nach hat man hier eine der schwächsten, weil nervigsten, Gameplaycharakteristika aus den alten Turok-Spielen nahtlos übernommen.
Es sei darauf hingewiesen, daß es sich bei meinen Beispielen nur um einige der auffälligsten Punkte handelt, die Liste ließe sich noch fortführen. Ich gebe jedem den Tip, daß Spiel mindestens 2 - 3 Stunden auszuprobieren, bevor er es kauft, auch wenn einen der Name "Turok" verleiten möchte, blind zuzugreifen. Nur diejenigen, die eine echte Herausforderung suchen, sind hier richtig aufgehoben. Unter dem Strich bleibt mir zu sagen, daß Turok Evolution sich meiner Ansicht nach in keinem Punkt mit dem XBox-Genre-Vorläufer Halo messen kann, aber das muß jeder selbst entscheiden.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2007 11:45 AM CET


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