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Rezensionen verfasst von
Lena Schüler "schuelchen" (Amöneburg)
(REAL NAME)   

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Sophie Charlotte. Sisis leidenschaftliche Schwester
Sophie Charlotte. Sisis leidenschaftliche Schwester
von Christian Sepp
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein kleines Juwel!!!, 16. Januar 2015
Ich kann mich den anderen Rezensionen hier nur anschließen, dem bisher unbekannten Autor Christian Sepp ist Meisterwerk mit seiner Biographie über Sophie Charlotte in Bayern gelungen! Trotz teilweise sehr schlechter Quellenlage gelingt es dem Autor ein mehr als nur perfekt abgerundetes Buch über die "verschmähte Braut" des Märchenkönigs Ludwig II. von Bayern zu verfassen. Sein Schreibstil ist locker, geht aber nie ins Banale, Spekulative oder Seichte über. Von der ersten bis zu letzten Seite überaus fesselnd! Neue bisher wenig genutzte oder gar unbekannte Quellen hat Herr Sepp sehr gekonnt eingeflochten in sein Buch. Allein schon die Gestaltung des Buches lohnt schon fast den Kaufpreis. Ein fadengeheftetes Buch mit Farbschnitt, ist nicht gerade alltäglich. Zwar ist die bevorzugte Farbe des Einbandes pink, aber darüber lässt sich leicht hinwegsehen. Auch mit dem "Zusatzmaterial" im Anhang hat sich Christian Sepp große Mühe gegeben.Personenregister, Quellenangaben, Kurzbiographien von allen wichtigen Personen des Buches und 7 Stammtafeln! Dazu noch viele zum Teil unbekannte schwarzweiß Bilder, die einem Sophie Charlotte und ihre Familie noch näher bringen. Danke, danke Herr Sepp für dieses kleine Juwel der Frauen-Biographien! Machen sie weiter so!


Napoleon nannte sie Josephine: Über den außergewöhnlichen Lebensweg einer faszinierenden Frau [Restposten]
Napoleon nannte sie Josephine: Über den außergewöhnlichen Lebensweg einer faszinierenden Frau [Restposten]
von Marco Pieper-Schmidt
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Das soll ein Sachbuch sein??, 16. November 2014
Das Buch wird im Klappentext als informatives Sachbuch mit romanhaften Zügen angepriesen. Dazu kann ich nach Lektüre des Buchs nur sagen, dass der Autor, der seine Forschungen anscheinend auch nur als Hobby betreibt, sich anscheinend nicht entscheiden konnte, ob er eine ernsthafte Biographie oder einen tagebuchartigen Roman über Joséphine de Beauharnais Leben schreiben wollte! Als Biographie taugt das Buch nichts, da zu viele Ungenauigkeiten auftauchen, etwa schreibt Pieper-Schmidt schon auf S.11 in einer Kurzbiographie über Joséphines Sohn Eugene. Dabei gleitet er total ab in das Leben von Eugenes Joséphine jr und es wird am Ende nicht ganz klar, über wen er den nun eigentlich schreibt. Des weiteren heißt Napoleons zweite Frau auf einmal Marie und nicht Marie Louise und viele weitere kleine Ungereimtheiten. Allgemein ist der Schreibstil gewöhnungsbedürftigt. Ein Zitat von S. 46: "Am Morgen teilte mir Alexandre mit, dass er zu seinem Regiment zurückkehren werde. Was das bedeutete war Rose klar." Wem hat er es denn mitgeteilt? Es wird ständig von der Ich-Perspektive in die Erzählerperspektive gewächselt, das nervt ungemein. Und dann diese Tagebuchauszüge, ganz furchtbar. Joséphine hat nie Tagebuch geführt und die Idee aus einem fiktiven Tagebuch einen Roman zu machen hat Sandra Gulland schon und das war wenigstens lesenswert!
Trotz 15 Euro für gerade mal 198 Seiten war das Buch kein totaler Reinfall, da gerade der Anfang des Buchs recht einnehmend war, aber wie oben beschrieben, lies das schnell nach.


Englands Königinnen aus dem Hause Hannover (1714-1901)
Englands Königinnen aus dem Hause Hannover (1714-1901)
von Karin Feuerstein-Praßer
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht viel Neues, 18. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr erfreut war ich kürzlich als ich feststellte, dass endlich eine Biographie über die „deutschen“ Königinnen auf Englands Thron erschienen ist. Wobei der Titel schon irreführend ist, nur zwei der sechs Damen, Sophie Dorothea von Celle und Queen Victoria waren ein gebürtig aus dem Haus Hannover, die anderen vier heirateten lediglich Fürsten aus diesem. Die Frauen lebten in einem äußerst interessanten Zeitalter (1714-1901), das von Revolutionen, Neuerungen und Kriegen geprägt war. So ist es sehr anregend zu erfahren, in wie weit diese Königinnen ihre Zeit auf dem Thron genutzt haben. Sechs Damen werden vorgestellt, wobei gleich die erste Sophie Dorothea von Celle nur die geschiedene Gemahlin von Georg I, war und auch Karoline von Braunschweig, war nur de jure Königin von England, da ihr Ehemann Georg IV. sie so sehr hasste, dass er sie von der Krönung ausschloss, nach dem sie schon über 20 Jahre getrennt lebten. So bleiben noch Caroline von Brandenburg- Ansbach, Sophie Charlotte von Mecklenburg – Strelitz, Adelheid von Sachen – Meiningen und Queen Victoria.
Was hätte man alles schreiben können und der geneigte Leser erfahren können, aber die Autorin hat sich dazu entscheiden nicht viel Neues zu präsentieren. Es sind eher allgemein gehaltene Kurzbiographien, keine länger als 20 Seiten, da kann man viel Tiefgang nicht erwarten. Man kommt keiner der Frauen wirklich nahe, was mich sehr enttäuschte. Viel geforscht hat die Autorin jedenfalls nicht zu den Damen, über die sie schreibt, da wenig zitiert wird, das Meiste habe ich wo anders schon einmal gelesen. Wer andere Bücher von Karin Feuerstein – Praßer kennt wird feststellen, dass sie recht ungeniert von ihren ein oder anderen früheren Werken abgeschrieben hat. So ist die Einleitung im Sophie Dorothea Kapitel fast wörtlich identisch mit dem aus „Sophie Dorothea von Preußen Das Leben der Mutter Friedrichs des Großen“ (Tochter der Ersten). Gelegentliche Formulierungen der Historikerin Feuerstein – Praßer wie „vermutlich und möglicherweise“ so wie als scheinbare Tatsachen hingestellte Vermutungen, machen gewisse Teile des Buches nicht seriöser.
Trotz allem das Buch ist nett aufgebaut, bebildert und verfügt im Anhang über acht Stammtafeln um diverse Verwandtschaftsverhältnisse besser zu verstehen.
Ich habe dem Buch letztlich 3 Sterne gegeben, weil es 2,5 ja nicht gibt. Einen für die Idee eine Biographie über diese eher unbekannten Frauen zu schreiben. Einen weiteren Stern für die Stammtafeln und die Bilder und einen halben für das wenige Neue, was ich erfahren konnte. Einsteiger, die sich noch nicht weiter mit dem Thema befasst haben, werden vermutlich milder urteilen und 4 Punkte vergeben. Der Preis von 14,95 Euro für ein 150 Seiten starkes Taschenbuch ist zu dem auch ein wenig übertrieben.


Lola Montez: Ein Leben als Bühne
Lola Montez: Ein Leben als Bühne
von Marita A. Panzer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Oberflächliche Biographie ohne Tiefgang, 31. März 2014
Zu aller erst: ich habe die sorgfältige recherchierte Biographie von Bruce Seymour gelesen und wusste daher, man kann, sehr viel und gut über Lola Montez schreiben. Leider ist das Frau Panzer in keinster Weise gelungen. Sie kratzt nur oberflächlich und ohne Tiefgang an dem Mythos der Femme fatale und zumindest ich wurde nicht mit Lola warm. Das es der Autorin möglicherweise ebenso erging, erklärt auch, warum sie sehr distanziert über die skandalöse Tänzerin berichtet. Dies tut Frau Panter auch nur recht knapp auf gerade mal 180 Seiten! Das bei einem stolzen Preis von 22 Euro einfach zu wenig! Was mir aber gefallen hat an diesem Buch, das sonst nicht viel her gibt, war die Unterteilung der Kapitel in verschiedene Rollen, die Lola Montez während ihres Lebens gespielt hat, wie etwa: Hauptrolle, Nebenrolle, Vorhang fällt. Das war eine schlau, amüsante Kleinigkeit, die in Ansätzen zeigt, dass Marita A. Panzer es eigentlich viel besser kann! Nur deswegen gab es 2 Sterne von mir.
Ich kann diese Biographie über Lola Montez nicht weiter empfehlen, dafür liefert sie viel zu wenig Neues und ist zu teuer. Wer aber an das leider vergriffene Buch von Bruce Seymour nicht heran kommt und sich einen äußerst groben Überblick über das abenteuerliche Leben er späteren geadelten Gräfin Landsfeld machen möchte, sollte bis zu Taschenbuchausgabe warten.


Grossfürstin Anna: Flucht vom Zarenhof in die Elfenau
Grossfürstin Anna: Flucht vom Zarenhof in die Elfenau
von Therese Bichsel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 30,00

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mittelmässiger Roman und auf keinen Fall eine Biographie!, 24. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was hat mich da bloß geritten, als ich dieses Buch ohne es vorher genauer in Augenschein zu nehmen gekauft habe! Ich bin davon ausgegangen, dass es sich endlich um eine Biographie über Juliane von Sachen-Coburg, die ihrer Familie den Aufstieg in die Liga der ersten Familien Europas ermöglicht hat, handelt. Das ist dieses Buch definitv NICHT! Es ist ein mittelmässiger Roman in dem es zwar einen Stammbaum gibt und gelegentlich Zitate aus dem Tagebuch der Auguste von Reuss zu Ebersdorf eingepflochten sind. Das Leben von Großfürstin Anna wie Juliane nach ihrer Hochzeit hieß ist tragisch und bietet sicher Stoff für Romane ( und eine gute Biographie), aber das ist dieses Buch bei weitem nicht! Ständig jammert die Roman-Anna herum, dass sie sich nur mit den falschen Männern einlässt, ihre unehelichen kinder nicht sehen darf und nie Geld hat. Es findet keine Entwicklung statt und das Buch plätschert so vor sich hin. Und für so einen Schrott, um es mal zu sagen, habe ich 30 Euro bezahlt! Keine Kaufentfehlung, wirklich nicht!!!


Vom Zarenpalast zu Coco Chanel: Das Leben der Großfürstin Maria Pawlowna Romanowa (insel taschenbuch)
Vom Zarenpalast zu Coco Chanel: Das Leben der Großfürstin Maria Pawlowna Romanowa (insel taschenbuch)
von Gunna Wendt
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurzer Anriss, 1. Mai 2013
Die Autorin Gunna Wendt hat sich an eine Biographie über die Großfürstin Maria Pawlowna heran gewagt und herausgekommen ist ein hübsches, kleines Buch über eine eigensinnige, freiheitsliebende Prinzessin. Geboren in die glanzvolle Welt der zaristischen Russland, früh in eine arrangierte Ehe gedrängt, streifte sie die Fesseln dieses steifen, zeremoniellen Lebens noch vor dem ersten Weltkrieg ab und verließ Mann und ihren kleinen Sohn um ihr Leben frei und selbst zu gestalten. Dabei arbeitete sie eine Zeit lang mit Coco Chanel als Modedesignerin zusammen, bevor sie als Journalistin und Fotografin ihr Glück versuchte. Gleich vorne weg muss ich sagen, dass das Buch nicht sehr tief gehend ist, was bei 183 Seiten auch kaum möglich ist, aber man bekommt einen groben Überblick über das wechselhafte Leben der Großfürstin, die ich bis her nur als Randnotiz wahrgenommen hatte. Auffällig ist, dass von den 17 Kapiteln 14 von der Zeit bis 1918 handeln, da war Maria Pawlowna gerade 28, und der Rest ihres sehr ereignisreichen Leben in die restlichen 3 Kapitel gepresst wurde. Das führt dazu,das man nur grob darüber unterrichtet wird , was in ihren weiteren 40 Jahren währenden Leben geschah. Hier und da wird mal eine Firmengründung erwähnt und wie es ihr in den USA ergangen ist, selbst die titelgebende Zusammenarbeit mit Coco Chanel wird in 20 Seiten durchgehasstet. Das ist sehr schade, gerade weil der Anfang über ihre Kindheit und Jugend sehr gut gelungen ist und man auf mehr hofft. Die zweite Ehe und die darauffolgende Mutterschaft wird nur am Rande erwähnt, ebenso das Scheitern dieser neuen Verbindung. Maria Pawlownas Verhältnis zu ihren Halbschwestern wird gar nicht erwähnt, das zu den späteren Enkeln nur im Prolog gestreift. Des weiteren kreide ich an, dass es kein Personenregister gibt.
Trotz allem kann ich das Buch dennoch empfehlen, es gibt immerhin einen ersten kurzen Überblick über das Leben der Großfürstin. Des weiteren ist es sehr gut und leicht zu lesen und knapp 11 Euro sind okay für das Taschenbuch.


Die Romanows und die Mecklenburger Fürsten: Verwandtschaftliche Verflechtungen und Schicksale
Die Romanows und die Mecklenburger Fürsten: Verwandtschaftliche Verflechtungen und Schicksale
von Valentina Grigorian
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Rausgeschmissenes Geld!, 29. April 2013
Nach dem Besuch des mecklenburgischen Schloss Ludwigslust stieß ich im Museeumsshop auf dieses Buch. Ich war sehr erfreut darüber, dass sich eine Autorin sich des Themas angenommen hatte. Nach der Lektüre des Buches kann ich mich allerdings nur den negativen Bewertungen meiner Vorgänger anschließen, denn ich bin maßlos enttäuscht von diesem Buch. 19,95Euro kostet es, was schon viel ist, für ein Taschenbuch von knapp 200 Seiten. Wenn dann der Inhalt so schlecht ist wie in diesem Fall, ist es allerdings rausgeworfenes Geld. Im Grunde werden keine neuen Fakten erwähnt und der Schreibstill ist so unterirdisch schlecht, dass ich kaum glauben kann, dass so etwas in deinem dt. Verlag veröffentlicht wurde! Da es sich um eine Übersetzung aus dem russischen handelt, kann man nur hoffen, dass das Original besser ist. Ständig werden Fakten, die ein Absatz vorher schon erwähnt wurden, wiederholt, als wäre der Leser zu dumm sich so etwas zu merken. In diesem Still kommt das Buch auf seine Seitenzahl, was ausgesprochen lästig ist. Die Abbildung teils in Farbe teils Schwarzweiß sehen aus wie mit einem schlechten Drucker gedruckt. Ich kann den Kauf dieses Buches niemanden empfehlen!


Madame de Maintenon
Madame de Maintenon
von Veronica Buckley
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,95

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Biographie über das ungekrönte Aschenputtel auf Frankreichs Thron, 18. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Madame de Maintenon (Gebundene Ausgabe)
Es ist schon eine bemerkenswerte Karriere auf die Francoise d'Aubigné am Ende ihres Lebens zurück blicken kann. Geboren in einem Gefängnis als Tochter eines glücklosen Abenteures scheint ihr ein trostloses, ärmliches Leben bevor zu stehen. Doch durch Glück kann sie nach einer entbehrungsreichen Jugend den Skandalautor Paul Scarron heiraten, was für beide Partner eine Zweckverbindung ist. Er bekommt eine Pflegerin und sie Zugang in die Salons und besseren Gesellschaftsschichten Paris. Dort lernt sie Athénais de Montespan kennen die Geliebte des Königs und wird nach dem Tod Scarron die Pflegemutter der unehelichen Kinder des Paares. So wurde Francoise zunächst die Vertraute, dann die Mätresse Ludwig XIV. Als die Königin unerwartet stirbt ist es Francoise mittlerweile Madame de Maintenon, die der König, bemüht um sein Seelenheil, als heimliche Ehefrau auserwählt.
Veronica Buckley hat eine gut zu lesende Biographie über die geheime Frau Ludwigs XIV. geschrieben. Mit allerlei Anekdoten gesprickt, führt sie ihre Leser in die aufregende Welt am Hofe des Sonnenkönigs. Hinreichend belegt durch Briefe und Aufzeichnungen, denkt man vorallem am Anfang des Buches, wenn Francoise mit ihrer Familie in den französischen Koloniene ihr Glück sucht, eher an einen Roman, als an eine wahre Geschichte. Im Mittelteil des Buches befinden sich einge Farbbilder von Francoise und den bedeutenden Personen, die ihre Leben kreuzen. Ebenfals enthalten sind diverse Stammtafel von Francoises Familie und den Bourbonen. Eigentlich wollte ich dem Buch 4 1/2 Punkte geben, weil mich der Preis von fast 35 Euro am Anfang etwas abgeschreckt hat. Wer sich letztlich für den Kauf des Buches entscheidet, wird aber nicht enttäuscht sein.


Eleonore von Aquitanien: Königin des Mittelalters
Eleonore von Aquitanien: Königin des Mittelalters
von Ralph V. Turner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderbar ausgereifte Biographie, 6. Juni 2012
Wer hat nicht schon von der berühmt und berüchtigten Eleonore von Aquitanien gehört, die es Einzige schaffte sowohl Königin von Frankreich und später von England zu werden, die den zweiten Kreuzzug mitmachte und später nach einem Aufstand gegen ihren zweiten Ehemann von diesem für 15 Jahre eingesperrt zu werden, um dann nach seinem Tod als Königinmutter erfolgreich die Herrschaft für ihre Söhne Richard Löwenherz und Johann Ohneland zu rettete. In Romanen wird sie immer als leidenschaftliche Frau dagestellt, doch in Wirklichkeit war sie eine kluge Machtpolitikerin, die ihren Platz in der Welt der Männer zu behaupten wusste!
Eine gute, ausführliche Biographie über sie war bis jetzt Mangelware. Der amerikanische Professor Ralph V. Turner hat sich dem angenommen und eine ganz hervorragende und zu gleich wunderbar lesbare Biographie über "Die Königin des Mittelalters" geschrieben. Er zitiert ausgiebig die wenigen Quellen der mittelalterlichen Chronisten und liest dabei geschickt zwischen den Zeilen. Außerdem schafft er es, ein herrliches Sitten- und Gesellschaftsbild des Hochmittelalters zu zeichnen. Er geht den unzähligen Legenden, die Eleonore als ehebrecherische Nymphomanien und tollkühne Amazone während des 2ten Kreuzzug bezeichnen ebenso auf den Grund, wie der ungewöhnlichen Hassliebe innerhalb der Familie Plantagenet. Das Buch lässt sich, obwohl es eine wissenschaftliche Biographie ist, sehr gut lesen und ist daher auch für Laien und Einsteiger gut verständlich. Im Laufe des Buches sieht man einige schwarzweiß Bilder von Bauwerken aus der Zeit Eleonores und im Anhang befindet sich neben Karten und Stammbäumen ein ausgiebiges Quellenverzeichnis, was diese Biographie abrundet. Eigentlich hätte ich bei einer so guten Biographie 6 Sterne vergeben müssen, den das Buch ist das Beste was ich seitlangem in diesem Bereich gelesen habe! Klare Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 11, 2013 1:49 PM CET


Catalina: Roman
Catalina: Roman
von Chufo Lloréns
  Gebundene Ausgabe

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurze Geschichte lang erzählt, 12. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Catalina: Roman (Gebundene Ausgabe)
Catalina wird als Baby mit einem Jungen vertauscht, da sich ihr Vater sehnlichst einen Sohn und Erben wünscht. Sie wächst im Kloster auf und soll Nonne werden, aber Intrigen innerhalb der Klostermauen zwingen sie aus dem Kloster zu flüchten und sich im Spanien des frühen 17. Jahrhunderts als Junge durch zu schlagen . Sie trifft den jungen Adeligen Diego wieder und verliebt sich rettungslos in ihn. Doch als Diego ohne sie nach Madrid geht und Catalina ihm folgt, weis sie nicht, dass die Inquisition ihr schon auf der Spur ist.
Der Autor hat seinen farbenprächtigen Roman im goldenen Zeitalter Spaniens spielen lassen und führt uns mit Catalina aus dem stillen Klosterleben in das bunte, lebhafte Treiben Madrids. Fast wird die Handlung Nebensache, so sehr ist man von den Beschreibungen des Autors auch auf Kleinigkeiten geblendet. Die Charaktere sind immer gut und ehrenhaft, während die Bösen skrupellose Finstermänner sind. Vor allem die Heldin Catalina war mir schon fast zu brav. Natürlich verliebt sich jeder vom Priester bis zum Adeligen in sie, wenn sie als Mädchen auftritt und als verkleidetet junger Mann ist jeder von ihrem Können mit dem Degen beeindruckt und will ihr Freund sein. Ich muss zu geben die ersten 250 Seiten zogen sich für mich wie Kaugummi und ich war mehrmals drauf und dran das Buch zur Seite zu legen. Aber der blumige Schreibstil des Autors gefiel mir und ich hielt bis zum Ende durch. Nachdem die Handlung nach der Flucht aus dem Kloster endlich in Gang kommt, wird es spannender und letztlich bekommt man eine mitreisende Geschichte von Liebe, Glauben und Verrat erzählt. Andere Autoren hätten es vielleicht Geschäft, den Roman in 400 anstatt den vorliegenden700 Seiten spielen zu lassen, aber da Chufo Llorens auf Ausführlichkeit steht, kann das Lesen dieses Buches durch aus eine Herausforderung sein. Allein die Unzahl von handelten Personen verwirrt oft und es dem Autor zu gute zu halten, dass er im Anhang ein Personenverzeichnis angelegt hat.
Ich schwankte bei meiner Bewertung anfänglich zwischen 3 und4 Sternen. Letztlich habe ich mich für 3 entschieden, da man sich erst mal durch die ersten 200 bis 300 Seiten quälen muss, ehe es spannend wird. Zudem zieht sich die Handlung ab und zu sehr. Wer bis zum Schluß durchhält, wird sich wundern das der Autor 700 Seiten für diese Geschichte gebraucht hat. Außerdem war ich enttäuscht, das nach dem ganzen Hin und Her um Diego, dieser letztlich stirbt!


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