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Rezensionen verfasst von
Nicole Krenzer
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Skippy stirbt. Roman
Skippy stirbt. Roman
von Paul Murray
  Broschiert
Preis: EUR 26,00

20 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Fänger im Roggen..., 16. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Skippy stirbt. Roman (Broschiert)
..., daran erinnert mich diese Trilogie. Vielleicht bin ich nicht feinfühlig genug, um die "message" nicht nur zu verstehen, sondern mich auch begeistert von ihr zu zeigen. Ich finde Murrays Geschichte einfach furchtbar! Die Handlung! Eiert um sich selbst. Die Charaktere (in Auswahl)! Skippy und Ruprecht sind OK, aber Carl und Barry, brrrr... Und immer wieder derbes Vokabular und derbe Phantasien von pubertierenden Jüngelchen, ich weiß nicht, wozu das gut sein soll.
"Die Schönheit des Alltags" oder so ähnlich heißt es in einer Rezension, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Wo ist bei Drogendealern wie Carl und Barry, einem Kostümfest, das in eine Orgie entartet, einem Junglehrer, der seine Freundin betrügt, Mädchen, die von Carl und Barry vercheckte Diätpillen fressen, Jungs, die sich das Ritalin durch die Nase ziehen, das vorher von den Kids aus der Unterstufe erpresst oder abgekauft wurde, und etlichen anderen geschundenen Kreaturen bitteschön die Schönheit des Alltags? Ich finde das eher deprimierend.
Und selbst wenn es gerade um diese Depressivität des Jugendalters bzw. des Menschseins geht, die der Autor uns zeigen will, die "die Erwachsenenwelt entlarvt", so ist es eben doch viel zu sehr der Fänger im Roggen für mich, nur eben in Neuauflage, und da ich in meinem Leben kein so schlechtes Buch gelesen habe, hat Skippy schlechte Chancen. Hab mich von der Beschreibung auf der Buchrückseite und den überschwenglichen Rezensionen täuschen lassen...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 27, 2011 9:57 AM MEST


Little People in the City: The Street Art of Slinkachu
Little People in the City: The Street Art of Slinkachu
von Slinkachu
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fein, fein, fein!, 4. Oktober 2008
Vor allem den Witz der Darstellung mag ich an Slinkachus sog. tiny street art project. Es sind kleine, meistens völlig normale Alltagssituationen, die er im Mikroformat inszeniert (z.B. der Gang zum Geldautomaten), zuweilen aber auch Anstößiges (z.B. die Darstellung eines Exhibitionisten), das er abbildet, manchmal auch Absurdes (z.B. eine Fliege, die ganz offensichtlich eines seiner kleinen Männchen getötet hat und sich über die Leiche hermacht), das er konstruiert, oder auch alles in einem. Zusammen eine geniale Idee, die toll umgesetzt ist. Besonders eindrücklich wird das Ganze, weil stets die Mikroaufnahme der Szenerie der Makroaufnahme des Ortes gegenübergestellt wird und man bemerkt, wie "little" diese "people" tatsächlich auf den Straßen der "city" sind. Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen will über dieses Projekt, der möge auf [...] fündig werden!


Das Stachelschwein
Das Stachelschwein
von Julian Barnes
  Broschiert

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes Thema, sehr gut ge- und beschrieben..., 22. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Stachelschwein (Broschiert)
Julian Barnes hat, wie der Klappentext verrät, gut für sein Buch recherchiert. Herausgekommen ist ein unbedingt lesenswertes Werk. Die Thematik spricht für sich alleine: Einem (fiktiven) kommunistischen Ex-Diktator wird in seinem (fiktiven) postkommunistischen Staat von der neu zu installierenden Demokratie und ihren neuen alten Vertretern der Prozess gemacht. Barnes beschreibt das im Grunde sachlich-distanziert, nur, wenn seine Pro- und Antagonisten plus einige Nebendarsteller zu Worte kommen, wird es emotional und zuweilen sogar derb im Ausdruck. Was aber dem Inhalt keinen Abbruch tut, im Gegenteil. Gerade diese Stellen machen das Buch aus, denn sie versuchen begreiflich zu machen, was in einer jeden der handelnden Personen vor sich geht. Im Ex-Diktator als Symbol des abgesetzten Kollektivs der Parteibonzen genauso wie im Generalstaatsanwalt als Vertreter der neuen Ordnung und ebenso in den Zuschauern, den eigentlich Leidtragenden, die, weil sie zur Passivität verdammt sind und schon immer waren, lediglich gebannt auf den Fernseher starren können, wenn ein neuer Prozesstag live im TV übertragen wird. Ungeheuer interessant ist an Barnes' Roman auch, wie er die Merkmale eines kommunistischen Staates in Einzelheiten mit deren spezifischen Ausprägungen in den ehemaligen Ostblock-Staaten verwebt. Was er schreibt, ist also fiktiv, aber zugleich sehr der Realität verpflichtet. Das Ende mag auf den, der klare Entscheidungen liebt, im ersten Moment enttäuschend wirken, ist aber im Grunde doch die einzige erstzunehmende Möglichkeit, die Handlung zu beschließen. Alles in allem sowohl für den historisch Interessierten als auch für den Literaturfan zu empfehlen! Hier verbindet sich eines Autors Wissen mit seinem Können!


Briefe
Briefe
von Horaz
  Broschiert

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Ausgabe, freie Übersetzung..., 16. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Briefe (Broschiert)
... allzu frei für denjenigen, der sich am Originaltext entlanghangeln und parallel lesen will. Jeder, der vergleichend lesen möchte, sei also gewarnt, wenn ihm nicht gar von dieser Ausgabe abgeraten. Allerdings ist gerade diese freie Übersetzung auch eine Stärke, zumal sie von Horaz selbst legitimiert wird (vgl. de arte poetica, 131-135), denn sie lässt angenehme, ansprechende Formulierungen zu und entwickelt zugleich ihren ganz eigenen Witz, der somit wiederum dem des Horaz entsprechen kann. Die ergänzenden Erläuterungen im Anhang sind ebenso amüsant wie hilf- und lehrreich. Alles in allem eine gelungene Ausgabe!


Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch: Roman
Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch: Roman
von Marina Lewycka
  Taschenbuch

8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mitreißend..., 6. August 2006
... ist Lewyckas Roman allemal, da kann ich mich meinem Vorgänger bzw. meiner Vorgängerin nur anschließen! Auch ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und hatte es in zwei Tagen durch. Abgesehen davon, dass es unglaublich witzig ist, wie "Pappa" sein und das Leben seiner Töchter Nadezhda und Vera auf den Kopf stellt, indem er Valentina, eine 36jährige Ex-Sozialistin, die nun ihren Anteil am West-Kapitalismus fordert - natürlich nur ihrem Sohn Stanislav zuliebe, wie sie behauptet - heiratet, steckt dahinter jedoch noch viel mehr: Das Leben der Familie Mayevsky, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges aus der Ukraine nach England eingewandert ist. Da liegt Einiges im Argen, besonders zwischen den beiden Schwestern Nadezhda und Vera. Aber die beiden schaffen es, sich zusammenzureißen - schließlich haben sie in Valentina einen gemeinsamen Feind, den es gilt mit Hilfe von Einwanderungsbehörde, Polizei und Scheidungsanwalt aus dem Haus der Eltern und besser noch aus England zu bringen - und arbeiten nebenbei ihre und die Geschichte ihrer Familie auf. Das ist nie deprimierend geschrieben, sondern wundervoll in eine tolle Geschichte verpackt, bei der man viel lachen, aber eben auch viel nachdenken kann. Der Spectator hat ganz recht beurteilt "delightful, funny, touching".


Ianua Nova - Neubearbeitung (INN 2). Lehrgang für Latein als 1. oder 2. Fremdsprache: Ianua Nova, 2. Auflage, Tl.1, Lehrbuch, m. Beiheft
Ianua Nova - Neubearbeitung (INN 2). Lehrgang für Latein als 1. oder 2. Fremdsprache: Ianua Nova, 2. Auflage, Tl.1, Lehrbuch, m. Beiheft
von Horst Holtermann
  Gebundene Ausgabe

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Lehrbuch, 17. März 2003
Das erste Buch der Ianua Nova-Ausgabe ist ein exzellentes Werk für den Lateinunterricht als erste oder zweite Fremdsprache. Ich hatte bereits in der Schule damit gelernt, mittlerweile verwende ich es zum eigenen Unterricht - mit guten Erfolgen. Die Lektionen sind übersichtlich in mehrere Abschnitte gegliedert, eine Vielzahl an Übungen erlaubt die Vertiefung des zu Erlernenden. Deutsche Zusatztexte bieten interessante Informationen zum römischen Alltag, zum Staats- und Kulturwesen, zur römischen Geschichte, etc. Auch sind am Ende des Buches weitere lateinische Texte außerhalb des Pflichtstoffes zu finden, mit denen man noch einmal gut üben kann.
Alles in allem also verdienen die Autoren großes Lob; mit Hilfe des dazugehörigen Buches (das "Rote") kann man die Grammatik auch gut alleine vor- oder nachbereiten, doch bietet sich - wie bei allem - an, mit jemandem zu lernen, der in Latein schon Erfahrung hat.


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