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TheGame2493 (Deutschland)

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Dark City [Blu-ray]
Dark City [Blu-ray]
DVD ~ Rufus Sewell
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen ein einzigartiger, zeitlos düsterer Trip!, 22. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark City [Blu-ray] (Blu-ray)
Alex Proyas ist meiner Meinung nach ein sehr unterschätzter Regisseur, denn obwohl seine Filme sehr erfolgreich waren, kennen die meisten Leute seinen Namen nicht. Und nachdem ich jetzt Dark City gesehen habe, finde ich dies umso trauriger.

John Mudoch wacht in einer Wanne auf und weiß nicht wer oder wo er ist. Als er aber anfängt in der Dark City nach seiner Vergangenheit zu suchen, sind ihm plötzlich finstere Gestalten auf den Fersen, die ihn töten wollen. Er kommt der Wahrheit hinter der dunklen Stadt immer näher und muss mehr und mehr sein gesamtes Leben hinterfragen.

Die meisten Leute wissen mit dem Namen Alex Proyas nichts anzufangen. Wenn man dann aber anfängt, Filme wie „The Crow“ und „I, Robot“ zu nennen, macht es plötzlich klick. Von diesen Filmen hat jeder schon einmal gehört, auch weil sie über die Jahre zu Kultfilmen herangewachsen sind, vor allem ersteres, und sich eine treue Fanbase darum gescharrt hat. Dark City zählt auch zu diesen Filmen, ist aber leider nur einer eher kleinen Zuschauerschaft bekannt, weil er eben sehr speziell ist.
Proyas hat den ersten Drehbuchentwurf selbst geschrieben, der dann von Lem Dobbs (Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten) und einem noch unbekannten David S. Goyer (The Dark Knight-Trilogie) verfeinert wurde. Es war seiner zeit schwer, ein Studio für das Drehbuch zu begeistern, was ich aber auch gut nachvollziehen kann.
Proyas wirft den Zuschauer anfangs in eine noch fremde Welt, die nichts mehr als eine gewöhnliche Stadt in ständiger Dunkelheit zu sein scheint. Als dann aber plötzlich Punkt 12 die komplette Stadt stillsteht und alle Menschen in eine Art Trance verfallen und nur John Murdoch und ein wirrer Doktor wach sind, wird das Leitmotiv schnell klar. Wer ist John Murdoch? Was hat es mit dieser Stadt auf sich? Warum gibt es kein Tageslicht? Wer sind diese Fremden? All diese Fragen werden offensiv gestellt. Auf dem Weg zu den Antworten wird man als Zuschauer aber auf einen morbiden, dunklen Psychotrip geschickt.
Es könnte alles eine Art Traum sein, ein Albtraum, der einfach nicht enden will. Und obwohl einen immer wieder gezeigt wird, dass es keiner ist, wird man dieses surreale Gefühl einfach nicht los. Proyas und seine beiden Jungs wissen die Geschichte wirklich interessant und spannend voranzubringen. Immer wieder konfrontieren sie den Zuschauer mit neuen Dingen, obwohl sie ihm sowieso schon mehr gezeigt haben, als der Hauptcharakter weiß. Sie halten es immer wieder mystisch und bringen plötzlich Dinge in diese Welt mit denen man nicht gerechnet hat. Die Fremden sind die perfekten Gegenspieler, weil sie mystisch und geheimnisvoll bleiben und einen immer wieder überraschen.
Alles in allem ist die Geschichte einfach nur super. Abwechslungsreich und interessant.
Noch dazu bekommt man hier mit Rufus Sewell (Ritter aus Leidenschaft) einen starken Hauptdarsteller, der überraschenderweise heutzutage eher Nebenrollen spielt. Dann sind da auch noch Jennifer Connelly (A Beuatiful Mind) und William Hurt (Lost in Space) in kleinen Nebenrollen und Kiefer Sutherland (24) in seiner wohl aussergewöhnlichsten Rolle. Sutherland spielt den wirren, undurchsichtigen Doktor, der der einzige ist, der weiß, was wirklich vor sich geht. Verwirrt und durcheinander spielt er diesen Mann sehr einprägsam für den Zuschauer und den Film. Er bereichert ihn wirklich sehr.
Den Film sehr bereichern tut auch die visuelle Kraft des Films.
Proyas gestaltet den Film natürlich bewusst düster, aber auch sehr morbide und irgendwie surreal. Es ist eine fast normale Stadt, die aber immer mehr wie ein Traum anmutet. Die generelle Stimmung hat mir wirklich sehr gefallen und trägt auch maßgeblich zum zeitlosen Look des Films bei.
Überraschend viel fand ich gegen Ende hin die CGI-Effekte, was keinesfalls negativ zu verstehen ist. Die Effekte sehen ebenfalls immer noch sehr gut aus, was auch daran liegt, wie Proyas sie einsetzt. Er zeigt hier einige fantastische und verdammt starke Bilder, die den Zuschauer staunen lassen. Wie er die Stadt verändert, erinnerte mich etwas an Inception. Man kann diese Effekte nur mit offenem Mund bestaunen. Was Alex Proyas für eine wahnsinniges Finale aufbaut, ist einfach unglaublich und lässt die wenigen Längen schnell vergessen.

Fazit:
Dark City ist Kult und das nachvollziehbarer weise!
Eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte wird mit sehr guten Charakteren und in einer zeitlos düsteren Optik erzählt. Mit seinem Look ist Dark City immer noch einzigartig und weiß den Zuschauer sowohl inhaltlich als auch mit seinen kraftvollen Bildern in seinen Bann zu ziehen.


Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray]
Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray]
DVD ~ Chris Pine
Preis: EUR 17,99

2.0 von 5 Sternen einfach nur langweilig! wirklich sehr schade!, 16. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray] (Blu-ray)
Tom Clancy's Figur des Jack Ryan wurde schon mehrmals als Film umgesetzt mit verschiedenen Hauptdarstellern. Mit diesem Teil wollte man die Figur des Jack Ryan etablieren, um mehrere Filme folgen zu lassen, was leider kläglich gescheitert ist.

Jack Ryan ist Analyst bei der CIA. Er wird allerdings schnell auf ein krummes Spiel der Russen aufmerksam, was dazu führt, dass er selber auf eine Mission geschickt wird. So kommt er einem Komplott auf die Schliche, welches er beenden soll.

Tom Clancy hat zwar vor allem im Videospielbereich seine Marke mit etwaigen Spielen hinterlassen, aber auch mit der Figur des Jack Ryan für einige sehr gute Filme gesorgt. „Jagd auf Roter Oktober“ mit Alec Baldwin und Harrison Ford in „Die Stunde der Patrioten“ und „Das Kartell“ als jeweiliger titelgebender Held sind wohl die berühmtesten Werke. Ben Affleck übernahm Anfang der 2000er in „Der Anschlag“ dann ebenfalls erfolgreich diese Rolle. Dieses Jahr hatte dann Chris Pine in der Hauptrolle die Ehre, dieser Serie frischen Wind einzuhauchen, was leider überhaupt nicht gelungen ist.
Ich war anfangs eigentlich guter Dinge.
Mit Kenneth Branagh (Thor) hat man einen fähigen Regisseur und Darsteller, mit Kevin Costner (Der mit dem Wolf tanzt) einen bekannten, schmückenden Namen und mit Chris Pine (Star Trek) einen charismatischen Helden. Leider kann aber keiner dieser drei dem Film irgendetwas Positives geben.
Die Geschichte an sich ist typisch für einen Undercover-Thriller und passt auch ganz gut zu Jack Ryan, ist aber viel zu oberflächlich und höhepunktlos. Man kommt schnell zum Thema, was ich nicht schlecht finde, verpasst es dann aber für Abwechslung zu sorgen. Man rechnet bzw. hofft immer wieder, dass gleich etwas Unvorhergesehenes passiert, aber es passiert nichts. Alles wird zu schnell geklärt und vorangetrieben, wodurch der Film versäumt, seine Charaktere auszubauen.
Kenneth Branagh als Bösewicht kann eigentlich nur gut werden, habe ich gedacht. Selten habe ich ihn dann aber so langweilig und unmotiviert gesehen. Er hat schon mit „Mary Shelley's Frankenstein“ bewiesen, dass er durchaus Regisseur und Hauptdarsteller zugleich sein kann. Deswegen kann ich mir nicht erklären, warum er hier unglaublich flach und langweilig daherkommt. Costner und Pine liefern dann auch noch eine Standard-Vorstellung, wodurch der Film nichts Packendes auf die Leinwand bringt.
Man probiert zwar manchmal, spannend sein, ist aber nur hektisch und schnell. Zudem sind die Actionsequenzen kaum als solche zu bezeichnen.
Durch all diese Dinge wird der Film zu einem langweiligen Thriller, der durchaus Potential gehabt hat, aber absolut zurecht untergegangen ist. Einige Thriller der letzten Jahre, wie Unknown Identity und Non-Stop haben meisterlich gezeigt, wie man Spannung aufbaut und den Zuschauer bei Laune hält. Deswegen kann ich es umso schwerer nachvollziehen, wie man bei solchen Vorlagen so einen Film machen kann.

Fazit:
Jack Ryan ist leider ein langweiliger, öde inszenierter, uninspirierter Thriller, der eine langweilige Geschichte mit unmotivierten Darstellern präsentiert. In dieser Form sehen wir Jack Ryan hoffentlich nicht noch einmal.


Frühstück bei Tiffany [Blu-ray]
Frühstück bei Tiffany [Blu-ray]
DVD ~ Audrey Hepburn
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen zurecht ein Klassiker mit der charmantesten Frau der Filmgeschichte, 12. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany [Blu-ray] (Blu-ray)
Frühstück bei Tiffany ist einer der bekanntesten Filme aller Zeiten. Jeder hat schon einmal von diesem Film gehört oder kennt das berühmte Bild mit Audrey Hepburn. Jetzt habe ich den Film endlich gesehen und kann seinen Ruhm sehr gut nachvollziehen.

Holly Golightly führt ein unbeschwertes Leben voller Affären mit reichen und einflussreichen Männern, bis eines Tages der Autor Paul Varjak ihr neuer Nachbar wird. Varjak verfällt der Schönheit und will sie dazu bringen, ihren riskanten Lebensstil zu ändern. Die Schönheit hat aber einige alte Dämonen versteckt, die langsam zum Vorschein kommen.

Audrey Hepburn hat mich schon so oft in ihrem schwarzen Kleid angelächelt, dass ich einfach nicht anders konnte: ich musste diesen Film einfach einmal sehen!
Regisseur Blake Edwards (Pink-Panther-Reihe) inszenierte hier eine Komödie, die voll und ganz mit ihrer Hauptdarstellerin steht oder fällt. Und Edwards hat mit Audrey Hepburn (My Fair Lady) die perfekte Besetzung für diese Rolle gelandet.
Hepburn hat sich mit dieser Rolle unsterblich gemacht, weil sie ihren eigentlich zweifelhaften Charakter einfach unwiderstehlich spielt. Hepburn ist meiner Meinung nach eine der schönsten Frauen, die jemals in einem Film aufgetaucht ist, und genau dies nutzt sie hier aus. Sie sieht super aus und verdreht damit jedem Mann den Kopf, man kann ihr aber nicht böse sein, weil sie einfach so grundsympathisch ist, unwiderstehlich charmant. Hepburn spielt diese Frau wirklich sehr gut und erschuf den Prototypen solcher eigentlich zweifelhaften, aber sympathischen Frauen, ist aber kaum erreicht wurden. Nur sehr wenige Frauen können da mit ihr mithalten. Selbst George Peppard (Hannibal in Das A-Team), der zusammen mit dem Zuschauer dieser Frau immer näher kommt und ihre Geheimnisse offenbart, ist nur schmückendes Beiwerk. Audrey Hepburn ist das Herz und die Seele des Films.
Dadurch macht sie es Blake Edwards natürlich relativ einfach. Ich will hier aber seine Arbeit nicht schmälern, denn er inszeniert wirklich sehr gekonnt seine Darsteller und schafft einige sehr schöne und starke Bilder, von denen das Schlussbild nur eines ist.
Er weiß die gute Geschichte unterhaltsam zu inszenieren, hält die Stimmung bewusst locker und flapsig und verzichtet auf unnötige Gags. Die Charaktere benehmen sich immer noch nachvollziehbar und machen keine ulkige Situationskomik aus den Begebenheiten.
Das ganze garniert Henry Mancini (Der rosarote Panther) mit einer tollen Musik, für die er sogar mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.

Fazit:
Frühstück bei Tiffany ist immer noch ein sehr unterhaltsamer, lockerer Film mit der charmantesten Frau der Filmgeschichte. Der Film hat einige schöne Momente, eine unwiderstehliche Hauptdarstellerin und eine tolle Musik.
Zu recht ein Klassiker!


Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod [Blu-ray]
Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod [Blu-ray]
DVD ~ Antonio de la Torre
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen bizarr, grotesk, verrückt! - ein wahrlich einzigartiger Film, 2. November 2014
Mad Circus hat mich mit seinen grotesken Bildern im Trailer schon in seinen Bann gezogen. Was ich dann aber letztendlich hier gesehen habe, ist nur schwer in Worte zu fassen.

Javier ist der traurige Clown in einem neuen Zirkus. Zusammen mit dem brutalen, kaltblütigen Clown Sergio bringt er die Kinder zum Lachen ist damit sehr erfolgreich. Als Javier sich aber in Sergios Freundin Natalia verliebt, die immer wieder misshandelt wird, sich aber nicht traut, ihren Freund zu verlassen, ist das Chaos perfekt. Javier dreht durch, wird zum Mörder und fristet sein trauriges Dasein allein und verlassen, aber stets voller Liebe zu Natalia.

Mad Circus ist einer dieser Filme, der bei Festivals unglaublich gut ankommt, Bestnoten aller Art einkassiert und von Kritikern mit Lob überschüttet wird, der breiten Masse aber aufgrund seiner Machart, sehr expliziten Art und Weise und des Wahnsinns einfach nicht bekannt nicht. Dies ist wirklich sehr schade, denn er ist einfach nur sehr gut gemacht und vermischt verschiedene Genre sehr gekonnt miteinander.
Regisseur Àlex de la Iglesia (Perdita Durango) behandelt in diesem Film verschiedenste Themen. Anfangs wirkt der Film noch wie ein Drama, in dem es um unerfüllbare Liebe und Missbrauch geht. Javier verliebt sich in das falsche Mädchen und traut sich aus Angst nicht, ihr zu helfen. Die Furcht vor dem brutalen Sergio ist zu groß und Javier zu feige. In diesem ersten Drittel offenbart der Film auch schon seine rohe, ungefilterte, explizite Gewalt. Iglesia hält drauf, wenn Sergio Natalia misshandelt und den unschuldigen Javier fast tot schlägt.
Wenn Javier dann aber ausrastet und nur noch von Trieben gelenkt wird, explodiert der Film förmlich vor visueller Kraft. Ab diesem Teil wird dann natürlich die Sehnsucht nach Gegenliebe zum Motiv, was aber schon nicht mehr so stark im Vordergrund steht, wie die Anfangsthemen.
Durch die Gewaltorgie, die Iglesia vom Zaun bricht, gehen die Themen etwas unter, was auch am rapiden Tempo liegt. Man hat kaum noch Zeit, einmal durchzuatmen, den Charakter zu studieren, weil er seinen Weg klar und ohne Abzweigungen bestreitet. Was sich hier entspinnt, könnte fast schon ein Horror-Film sein. Aus einem harten Drama wird ein brutaler Rachefeldzug.
Jene Vendetta gewinnt durch den Einsatz der beiden Clowns auch noch an Wahnsinn. Beide sind auf ihre Art wahnsinnig und zeigen dies auch auf ihre eigene unberechenbare Art und Weise. Es folgt ein bizarres, groteskes Bild nach dem anderen, was zartbesaitete Zuschauer sicherlich nur schwer verkraften können. Trotz der Gewalt, zieht der Film den Zuschauer aber absolut in seinen Bann, da er auch immer wieder unvergessliche Momente hat, die man so in keinem anderen Film erlebt.
Die gute Regie wird aber auch durch die drei Hauptakteure wahnsinnig bereichert.
Carlos Areces als Javier und Antonio de la Torre als Sergio versorgen den Film mit Wahnsinn und geben ihn erst seinen eigenen Charakter. Beide spielen ihre Rollen wirklich grandios und sollten einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden, weil sie in ihren Rollen versinken und die Leinwand für sich einnehmen. Ebenso einnehmend ist aber auch Carolina Bang als Natalia. Sie sieht nicht nur wunderschön aus, sondern spielt ihren Charakter sehr glaubwürdig. Sie ist unentschlossen, verängstigt, aber auch leider abhängig. Fast immer hat man das Gefühl, dass sie ein falsches Spiel mit beiden Clowns treibt. Diese drei Charaktere machen sich den Film zu eigen und sind ein unschlagbares Trio, das man so einmal erlebt haben muss.

Fazit:
Mad Circus ist genau das, was der Name vermuten lässt: bizarr, grotesk, verrückt!
Àlex de la Iglesia inszeniert hier ein packendes Werk, voller ungefilterter Gewalt und Emotionen mit grandiosen Darstellern.
Dies ist wirklich ein einzigartiges Filmwerk, dass man nicht noch einmal haben wird. Ob es gefällt oder nicht, muss jeder für sich entscheiden, aber man kann ihm seine Einzigartigkeit nicht absprechen.


Space Pirate Captain Harlock [Blu-ray]
Space Pirate Captain Harlock [Blu-ray]
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen inhaltlich interessant und visuell sehr beeindruckender Sci-Fi-Abenteuer-Film, 31. Oktober 2014
Diesen 3D-Animationsfilm habe ich nur durch Zufall entdeckt und war wirklich überrascht, wie gut er ist.

In ferner Zukunft sind die Menschen von der Erde geflüchtet und haben sich in Kolonien breitgemacht. Da ihre Zahl aber auf über 500 Milliarden anstieg konnten sie nicht zurück zur Erde, was eine Religiöse Gruppe namens Gaia Sanction nutzte, und allen Menschen verbot zur Erde zurückzukommen. Der Space Pirate Harlock, der der Sanction schon seit 100 Jahren über mitspielt, tut aber alles dafür, dass die Menschen wieder zu ihrer Heimat kommen. Obwohl er es fast zu schaffen scheint, stehen ihm immer wieder neue Hindernisse und seine Vergangenheit im Weg.

Captain Harlock basiert auf dem gleichnamigen Manga und Anime aus den 70er Jahren, die ich leider nicht kenne. Ich bin mir aber sicher, dass mir der Anime als Kind gefallen hätte.
In allererster Linie wollte ich diesen 3D-Animationsfilm nur sehen, weil mich die Optik und das Design sehr angesprochen haben. Der Film ist komplett animiert, genauso wie die Pixar-Filme z.B., hat aber eine erwachsene Atmosphäre und kein kindliches Design, wodurch er eher mit Filmen wie Appleseed Alpha zu vergleichen ist.
Das Design wirkt sehr erwachsen, hat aber einen deutlich japanischen Stil. Das Space-Design ist wirklich sehr gelungen, kreativ und in seiner Form einzigartig. Gerade das Schiff Harlock's, die Arcadia, ist super designt und verbindet Technik gekonnt mit etwas Traditionellem. Auch die Charaktere überzeugen mit ihrem Design, allem voran der mysteriöse titelgebende Captain.
Das Design gewinnt auch deutlich durch die grandiose technische Umsetzung. Man könnte zwar meckern, dass die Gesichter zu steif, die Haare zu unecht und die Augen zu leer wirken, aber dies bemäkeln nur wirkliche Puristen. Mich hat es überhaupt nicht gestört, weil der Detailgrad immer noch sehr hoch ist und gerade in den sehr guten, spannenden und explosiven Schiffsschlachten super zur Geltung kommt. In jenen Schlachten überrascht einen der Film immer wieder mit seinen kreativen Ideen und der visuellen Opulenz. Die Schlachten sind sehr gut gemacht und die Effekte wirken sehr detailliert und beeindruckend. Hier wird man mit wirklich schönen Bildern verwöhnt.
So visuell genial ich den Film fand, so inhaltlich überraschend fand ich ihn. Schnell hat sich bei mir der Eindruck eingestellt, dass der Film eine flache Story erzählt und den Zuschauer nur von einer Actionsequenz zur nächsten schickt. Und obwohl der Film wirklich viele und lange Actionsequenzen hat, weiß er zwischen ihnen aber eine interessante Geschichte mit einigen nachvollziehbaren Twists zu erzählen und gibt seinen anfangs noch flachen Charakteren langsam etwas Profil. Mir hat die Story immer mehr gefallen, obwohl an manchen Stellen zwar etwas dick aufgetragen wird und man vergeblich versucht, richtig emotional zu sein. Dennoch hatte ich auch mit den ruhigen Momenten meinen Spaß.

Fazit:
In Space Pirate Captain Harlock wird eine interessante Geschichte visuell sehr stark erzählt. Die Charaktere gewinnen immer mehr Profil, genauso wie die Geschichte, und die Bilder beeindrucken mit einem hohen Detailgrad, sehr gutem Design und kreativen Ideen.
Hier bekommt man einen sehr unterhaltsamen und schönen Sci-Fi-Animationsfilm, den ich nur empfehlen kann.


Teenage Mutant Ninja Turtles [Blu-ray]
Teenage Mutant Ninja Turtles [Blu-ray]
Preis: EUR 21,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen so muss ein Turtles-Film sein!!, 27. Oktober 2014
Nach dem ersten Trailer war ich von den neuen TMNT nicht gerade begeistert. Es sah einfach zu sehr nach Michael Bay aus, von dem ich absolut kein Fan bin. Der Film hat mich aber wirklich fantastisch unterhalten!

April O'Neil ist Reporterin bei einem New Yorker Fernsehsender, muss sich aber immer nur mit kleinen Reportagen herumschlagen, weil man ihr den großen Bericht nicht zutraut. Als sie aber alleine einer Sache nachgeht, begegnet sie plötzlich vier mutierten, sprechenden und kämpfenden Schildkröten. Sie schließt sich diesen Turtles an und kämpft mit ihnen gegen den ehemaligen Partner ihres Vaters und den Foot Clan.

Ich bin mit den Turtles aufgewachsen. Ich habe damals die Trickserie sehr gerne geguckt und obwohl ich die Turtles immer mehr aus dem Auge verloren habe, habe ich mich dennoch sehr gerne an sie erinnert. Deswegen würde ich mich zwar als Turtles Fan, aber niemals als Experte bezeichnen. Trotz meiner Liebe zu den Schildkröten war ich aber von den ersten News und Trailern nicht gerade angetan, weil sie zu sehr die Handschrift ihres Produzenten trugen. Ich kann mit den Michael Bay Filmen der letzten 10 Jahre nicht viel anfangen, allen voran mit seinen Transformers. Diese Filme sind mir einfach zu effektbeladen und unübersichtlich. Nichtsdestotrotz habe ich mir den Film aber im Kino angesehen und war sehr erleichtert, dass Regisseur Jonathan Liebesman (World Invasion: Battle Los Angeles) sich nicht von Bay hat ins Handwerk fuschen lassen.
Auf die Story brauche ich gar nicht eingehen, weil sie natürlich sehr oberflächlich und bekannt ist. Worauf ich aber eingehen muss, sind natürlich die Turtles.
Ungewohnter weise sehen die Turtles hier doch sehr unterschiedlich aus. Was anfangs befremdlich wirkte, machte den Film aber schnell aus. Die Schildkröten sehen nicht nur anders aus, sondern haben auch eigene Persönlichkeiten, was sie viel individueller und einzigartiger macht. Michelangelo ist der kleine Wirbelwind mit seinen ganzen Popkulturreferenzen und den Nunchuks. Donatello ist der Nerd und Technickfreak der Truppe mit seinem Kampfstab und einer riesigen Hornbrille. Raphael ist der ungestüme Muskelberg, der sich nichts sagen lässt und alle Probleme einfach mit seinen Sais lösen will. Und Leonardo ist der Katana schwingende, besonnene Anführer der Truppe. Jeder Turtle hat wirklich einen eigenen Charakter und hebt sich von seinen Brüdern ab. Hier unterscheiden sich die Turtles nicht nur durch ihre Bandanas. Die vier sind natürlich das Zentrum des Films und das auch zurecht. Sie sorgen immer für gute Laune und zeigen, dass sie selbst nach fast 30 Jahren immer noch relevant und verdammt lustig sind.
Neben coolen Sprüchen und Gags gehören zu den Turtles aber natürlich auch Gegner und Kämpfe und gerade letztere haben mich absolut begeistert.
Jonathan Liebesman bricht hier einige lange Actionszenen vom Zaun, von denen sich Bay mal gehörig was abschneiden kann. Liebesman lässt oft einfach mal mit der Kamera draufhalten, wodurch die gut choreographierten Kämpfe sehr übersichtlich und noch effektiver zur Geltung kommen. Die sehr guten CGI-Effekte tragen natürlich ihren Teil dazu bei, aber die setze ich bei einem Bay-Film voraus. Durch die sehr gute Kameraführung ist man auch öfters sehr nahe an den Charakteren dran, was aber nie unübersichtlich wird, sondern den Aktionen einfach nur mehr Wucht verleiht. Liebesman's Können zeigt sich auch in einer ganz besonderen Actionsequenz mit einem LKW, die zwar lang, aber kreativ, gut gefilmt und super inszeniert ist. Diese Actionszene ist einer meiner liebsten Actionsequenzen in diesem Jahr.
All diese Dinge, die personalisierten Turtles und die großartige Action, mischt Liebesman zu einem rundum gelungenen Film, dessen verschiedene Elemente einfach sehr gut ineinandergreifen. Zudem sind die Gags und flapsigen Sprüche auch noch sinnig in den Film verbaut und sorgen für einiges Grinsen während des Films, nicht wie bei Bay.

Fazit:
Teenage Mutant Ninja Turtles ist ein Turtles Film, genauso wie ein Turtles-Film sein muss.
Die Turtles sind allesamt individuelle Persönlichkeiten und sorgen für einige lustige und sehr unterhaltsame Momente, die Action ist super gefilmt und inszeniert und bietet eine der besten Actionsequenzen 2014.
So muss ein Turtles-Film sein und jetzt freue ich mich erst mal auf den zweiten Teil 2016.


Monuments Men - Ungewöhnliche Helden [Blu-ray]
Monuments Men - Ungewöhnliche Helden [Blu-ray]
DVD ~ George Clooney
Wird angeboten von media4world
Preis: EUR 14,49

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einfach nur langweilig, trotz eines hochkarätigen Casts und einer guten Geschichte, 25. Oktober 2014
Wenn jemand wie George Clooney (Syriana) einen Film macht, horchen erst einmal alle auf. Wenn er dann auch noch einen Cast aus anderen Hollywood-Größen zusammenstellt, sollte der Film doch eigentlich gut werden. Monuments Men ist aber wieder ein Musterbeispiel dafür, dass ein guter Cast allein nicht reicht, um einen Film gut werden zu lassen.

Der Zweite Weltkrieg ist im vollen Gange. Lt. Frank Stokes will aber nicht an die Front, um gegen Nazis zu kämpfen, sondern ruft ein Spezialkommando zusammen, um die von den Nazis gestohlenen Kunstwerke wiederzubeschaffen. Zusammen mit seinen wenigen Männern macht er sich auf die Suche nach jenen Werken, was natürlich nicht gerade einfach ist.

Monuments Men hatte mich mit dem ersten Trailer eigentlich gefangen. Ich bin absolut kein Fan von Kriegsfilmen, ich kann mit ihnen einfach nicht viel anfangen, obwohl ich anerkenne, dass Filme wie „Der Soldat James Ryan“ oder „Full Metal Jacket wirklich gut gemacht sind und auch zurecht hohes Ansehen genießen. Monuments Men stellt aber mal eben nicht den Krieg dar, sondern beschäftigt sich mit einem Spezialkommando, das leider in Vergessenheit geraten ist, nur weil es nicht an der Front war.
Nichtsdestotrotz haben wir diesen Monuments Men aber viel zu verdanken. Sie haben unzählige, unschätzbare Werke der Kunst gerettet und dafür gesorgt, dass man sie heute immer noch bestaunen kann. Diese Geschichte finde ich einfach großartig. Ich verstehe nicht ganz, warum diese Männer in den Geschichtsbüchern größtenteils unerwähnt bleiben, weil auch sie ihr Leben riskiert und Großes geleistet haben. Wenn man sich die Dokumentation auf der Blu-Ray auch einmal anschaut, in der die echten Monuments Men zu Wort kommen und ihre Geschichte erzählen, wirkt das Ganze noch viel unglaublicher. Ich bin jetzt absoluter Fan dieser Männer, die während des Krieges auch noch an die Vergangenheit gedacht und sie erhalten haben. Dies liegt aber auf keinem Fall an dem Film, denn er wird dieser Geschichte in keinster weise gerecht.
Dies ist umso trauriger, weil ich mir hier einen wirklich guten Film erhofft habe, dessen Geschichte allein schon fesselnd ist. Abgesehen von der eigentlich guten Geschichte hat der Film aber nichts Denkwürdiges.
Clooney versammelt hier Kollegen wie Bill Murray (Ghostbusters), Matt Damon (Bourne-Trilogie), Jean Dujardin (The Artist) und John Goodman (The Big Lebowski). Dieser Cast lässt eigentlich viel Humor und Witz, sowie einfach sympathische Charaktere und gute Leistungen vermuten, hat aber nichts davon.
Clooney hält den Ton des Films mit Absicht flapsig und unbeschwert, versäumt dadurch aber, den Momenten eine gewisse Wucht zu geben. Es gibt eigentlich einige im Grunde wirklich gute Momente, allerdings werden diese so unspektakulär und langweilig inszeniert, das man sie sofort wieder vergisst. Mit unspektakulär meine ich auch nicht, dass es keine Actionszenen oder ähnliches gibt, die braucht dieser Film auch gar nicht, aber dass alles so langweilig und gewollt wirkt. Der Film ist zwar solide aufgenommen, aber die Bilder lösen einfach nichts beim Zuschauer aus. Obwohl sich Dujardin und Goodman Mühe geben, aber selbst diese beiden Top-Schauspieler können im Film keine Marke hinterlassen.
Zudem sind auch die vermeintlich lustigen Momente alles andere als lustig. Sie wirken halt eben gewollt, als würde Clooney neben einem stehen und krampfhaft versuchen lustig zu sein. Zusammen mit den ach so traurigen Momenten und den stellenweise verdammt nervigen patriotischen Soundtrack hat mich der Film manchmal echt auf die Palme gebracht. Mit Nachrichten von Zuhause und einer traurigen Vinylplatte soll auch noch Emotionalität erzeugt werden, die einfach nicht da ist. Ich scherte mich einen Dreck um die Charaktere selbst, was mich aufgrund der Schauspieler dahinter traurig machte.
All diese Punkte zogen den Film in die Länge und machten ihn einfach nur langweilig. Dennoch würde ich gerne eine gute Verfilmung dieser Monuments Men sehen, weil sie Stoff für einen verdammt guten Film bietet.

Fazit:
Monuments Men ging absolut zurecht an den Kinokassen baden.
Ich will den Film nicht verteufeln, aber er hat einfach eklatante Schwächen. Der hochkarätige Cast hat nichts zutun, wodurch einem die Charaktere egal sind und die emotionalen und patriotischen Momente einfach nur nervig wirken. Alles in allem ist dieser Film einfach nur langweilig und zieht sich unnötigerweise.
Ich hoffe aber immer noch auf eine gute Verfilmung dieser vergessenen Kriegshelden.


Gimme Shelter
Gimme Shelter
DVD ~ Vanessa Hudgens
Preis: EUR 9,97

4.0 von 5 Sternen ein kleines, grundsolides Drama, das mich gepackt hat, 19. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Gimme Shelter (DVD)
Gimme Shelter hat nur durch Vanessa Hudgens' ungewöhnliche Performance mein Interesse geweckt. Ich war aber wirklich etwas überrascht, wie gut der Film an sich ist.

Apple lebt bei ihrer drogenabhängigen Mutter in katastrophalen Umständen. Eines Tages entschließt sie sich, zu ihrem Vater zu gehen. Der nimmt sie auch widerwillig auf, allerdings läuft alles aus dem Ruder, als Apple merkt, dass sie schwanger ist. Sie rennt davon und versucht, ihr Leben irgendwie in den Griff zu bekommen.

Ich wurde auf diesen kleinen Film nur aufmerksam, weil Vanessa Hudgens hier wirklich mal eine für sie untypische Rolle tiefgründig zu spielen scheint. Nach ihrer High School Musical-Trilogie hat sie zwar schon mit anderen Rollen in Filmen wie Sucker Punch und Frozen Ground versucht, ihr Teenie-Image los zu werden, was aufgrund der letztendlich aber doch flachen Performances nie richtig gelungen ist. Hier taucht sie mal tiefer in ihre Rolle ein und hat mich tatsächlich überrascht.
Ich habe es ihr, ehrlich gesagt, nicht zugetraut, so eine dramatische Rolle überzeugend spielen zu können, denn dazu gehört mehr, als gutes Make-Up und Gefühlsausbrüche.
Ich nehme auch gleich vorneweg, dass dies hier keine Leistung ist, die irgendwelche Preise verdient hätte, im Gesamtbild aber gut und für Hudgens aussergewöhnlich ist. Sie spielt dieses verzweifelte Mädchen, dass einfach nur ein Zuhause und Geborgenheit sucht, gut und überzeugend, auch wenn sie sich nie 100% der Rolle hingibt. Ihre Kollegen unterstützen sie sehr gut und Leute wie Brendan Fraser (Die Mumie) und James Earl Jones (Jagd auf roter Oktober) halten sich etwas zurück, um ihr mehr Spielraum zu geben. Sie versucht auch, dass Beste daraus zu machen und zeigt hier deutlich, dass sie mehr kann, als nur das hübsche Teenie-Idol zu sein.
Regisseur und Writer Ron Krauss hat hier eine tolle Geschichte geschrieben, die auf wahren Begebenheiten basiert und deren Vorbilder auch nochmal in den Credits gezeigt werden. Er erzählt hier eine sehr sensible Geschichte, die man nicht zum ersten Mal erlebt, aber dennoch fasziniert und erschreckt. Er zeigt die Narben seiner Hauptfigur auf, die ihr verweigern, anderen Menschen zu trauen und sie maßgeblich prägen, weil sie Menschenverachtendes erlebt hat. Der Film verfällt dabei nicht total in Depressionen und liegt auch nicht so schwer im Magen, wie z.B. Precious, hat mich aber dennoch emotional mitgenommen.
Krauss weiß den Film einfach stimmig zu inszenieren und mischt seine effektiven Bilder mit guter, abwechslungsreicher Musik. Für mich hat der Film genau richtig funktioniert und die Emotionen ausgelöst, die er wollte.

Fazit:
Gimme Shelter ist ein kleines Drama, das keine neue, aber dennoch bewegende Geschichte erzählt. Es ist sehr solide inszeniert, hat gute Darsteller und abwechslungsreiche Musik. Wer sich darauf einlässt, bekommt hier ein grundsolides, bewegendes Drama.
Vanessa Hudgens beweist hier, dass sie mehr kann, als nur hübsch auszusehen.


Dracula Untold [Blu-ray]
Dracula Untold [Blu-ray]
DVD ~ Luke Evans
Preis: EUR 19,99

6 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen visuell schick, inhaltlich zu öde, 5. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Dracula Untold [Blu-ray] (Blu-ray)
Mit Dracula Untold will man der Legende um Dracula mit seiner Ursprungsgeschichte mal neues Leben einhauchen. Leider ist dies nicht ganz gelungen.

Fürst Vlad wird von den Türken bedroht. Da er aber nicht willens ist, sich ihnen zu beugen, geht er einen Bund mit einem uralten Monster ein. Mit seinen neuen, übermenschlichen Fähigkeiten stellt er sich schließlich den Türken allein und scheint auch unbesiegbar. Er zahlt aber einen hohen Preis für seine Kräfte.

Dracula Untold habe ich in erster Linie nur wahrgenommen, weil Luke Evans (Fast & Furious 6) die Hauptrolle spielt und ich ihn ganz gerne sehe. Nach dem ersten Trailer hatte ich auch durchaus Lust auf den Film, war mir aber sicher, dass er nicht super herausragend sein würde und dies hat sich leider bestätigt.
Regisseur ist hier Gary Shore, der vorher nur Werbespots für einige bekannte Marken gemacht hatte und somit hier sein Spielfilmdebüt gibt. Was relativ schnell klar wird, ist, dass er ein gutes Auge für effektive Effekte hat. Der Film beinhaltet natürlich wieder relativ viele CGI-Effekte, aber die sind auch wirklich gut und nicht nur rein technisch gesehen. Wenn man sieht, wie sich die Haut abschält, wenn Dracula der Sonne ausgesetzt ist, sieht einfach sehr beeindruckend aus; sehr detailliert und einfach mal anders. Auch die Kämpfe, in denen sich Dracula in Fledermäuse verwandelt oder mit welchen zusammen kämpft, sind super gefilmt, übersichtlich und mit einigen sehr schönen Ideen umgesetzt. Ich als Gamer fühlte mich öfters an die Castlevania-Spiele erinnert, vor allem Lords of Shadow 2, weil der Film visuell sehr daran erinnert.
Leider sind die Kämpfe aber nur kurzweilig, was zusammen mit der eher unaufregenden Story zu einigen öden Momenten führt.
Der Ansatz der Geschichte, den Ursprung Draculas zu zeigen, ist an sich nicht schlecht und bietet genug Freiraum für einige wirklich gute Ideen, leider hat man sich hier aber auf eine typisch flache Geschichte verlassen. Die Grundideen sind zwar gut, lassen aber Eigene vermissen. Es ist schon schnell absehbar, was passieren wird, was im Grunde nicht schlecht ist, weil dies auf viele Filme zutrifft, aber hier wirkt es einfach so uninspiriert. Und obwohl der Film in gewisser Hinsicht sehr konsequent ist, ist er aber auch nie wirklich emotional.
Dies ist wirklich schade, denn mit Luke Evans hat man einen sehr fähigen Darsteller, der super in diese Rolle passt und auch Game of Thrones-Star Charles Dance hat eine kleine, aber feine Rolle, aber sie werden null gefordert und schaffen es nicht, obwohl sich Evans Mühe gibt, irgendwie im Gedächtnis zu bleiben.
Durch diese Schwächen weiß der Film dann auch nur kurzweilig zu unterhalten, weil er visuell eben sehr gut ist.

Fazit:
Dracula Untold hat einige sehr schöne visuelle Effekte und einige ganz gute Kampfszenen, mehr aber leider nicht. Die Geschichte ist Standardkost und klammert sich uninspiriert an bekannte Schemata, was trotz eines Luke Evans und Charles Dance für einige langweilige Momente sorgt.
Eine Fortsetzung wird hier angedeutet, allerdings sehe ich schwarz für sie. Es wird sich zeigen, wie sich der Film in Amerika schlägt, wo er erst noch anläuft.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2014 1:55 PM MEST


Snowpiercer [Blu-ray]
Snowpiercer [Blu-ray]
DVD ~ Chris Evans
Preis: EUR 14,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein rundum gelungener Sci-Fi-Film, den man gesehen haben muss, 4. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
Snowpiercer hat mir schon mit dem ersten Trailer gefallen, dann habe ich es aber etwas aus den Augen verloren. Als sich dann plötzlich die Kritiker überschlugen wegen dem Film hatte ich wieder richtig Lust auf ihn und ich wurde nicht enttäuscht.

In der Zukunft ist die Welt durch eine selber hervorgerufene Eiszeit untergegangen. Lediglich einige Hunderte leben noch in einem Zug. Wie auch vorher, gibt es hier ganz klar abgegrenzte soziale Schichten, was beim hinteren Armenabteil für Unmut sorgt. Eines Tages führt Curtis aber seine Mannen an und will sich bis zum Zuganfang durchkämpfen. Allerdings fordert dieser Wege große Opfer.

Snowpiercer ist in den Kinos leider untergegangen, weswegen sicherlich viele Leute diesen fantastischen Film nicht kennen. Für Regisseur Bong Joon Ho war dieser Film die erste große Produktion, nachdem er mit The Host weltberühmt wurde, den ich aber leider noch nicht gesehen habe. Nach Snowpiercer werde ich diese aber schnell nachholen, weil Joon Ho einfach ein sehr begabter Filmemacher ist.
Dies merkt man schon an dem ungewöhnlichen Konzept des Films, welches auf einem Comic basiert. Joon Ho stellt sich der schweren Aufgabe, den Film nur in einem Zug spielen zu lassen, was seine Möglichkeiten eigentlich etwas einschränken müsste. Allerdings beweist er hier meisterhaft, dass man aus einer einfachen Prämisse, sowohl inhaltlich als auch visuell sehr überzeugend wirken kann.
Visuell erschafft er hier eine düstere und deprimierende Stimmung, füllt diese aber durch seine Darstellung und Darsteller mit Leben. Das Abteil der Armen sieht wirklich aus wie das schlimmste Ghetto und ist einfach nur ekelhaft. Die Menschen müssen dort unter unmenschlichen Verhältnissen leben. Nach und nach gelangt aber immer weiter nach vorne und kommt von einem interessanten Wagon zum nächsten, von denen jeder unterschiedlich ist und die ganz genau zeigen, dass, egal wo wir Menschen uns befinden, es immer einen Herrscher und Beherrschte, Reiche und Arme gibt. Joon Ho weiß dies einfach klasse zu präsentieren, weil es nachvollziehbar wirkt. Kein Abteil oder Set-Piece, wenn man so will, wirkt deplatziert. Zudem überrascht er den Zuschauer immer wieder mit großartig gefilmten, langen Kampfszenen. Hier merkt man, finde ich, den asiatischen Ursprung des Regisseurs, weil die Kämpfe eben lang und eher unorthodox von der Kamera präsentiert werden, verglichen mit Filmen aus Hollywood. Aber gerade dadurch und durch die schonungslose Darstellung der Gewalt, wirken diese Szenen sehr stark und stellen wirkliche Highlights dar.
Die erste Hälfte des Films dominiert noch alleine die visuelle Kraft, bis dann in der zweiten Hälfte die Geschichte immer mehr von sich preis gibt. Der Film bleibt immer noch visuell stark, nur kommt dann noch eine sehr ausgefeilte Geschichte dazu, die einem immer wieder überrascht, emotional und kompromisslos ist. Gerade hier kommen dann die Darsteller nochmal richtig in Fahrt.
Bong Joon Ho hat hier wirklich einen All-Star-Cast zusammengestellt, der rundum zu überzeugen weiß. Allen voran sind hier natürlich „Captain America“ Chris Evans, John Hurt (Der Elefantenmensch) und Tilda Swinton (Constantine) zu nennen, weil sie einfach die bekanntesten Namen sind und gut spielen. Chris Evans beweist hier, dass er viel mehr kann, als nur den unzerstörbaren Supersoldaten zu spielen. Er spielt Curtis innerlich zerrissen und sorgt gegen Ende für einige emotionale Szenen, wodurch er zwischen den anderen Hochkarätern nicht untergeht. John Hurt spielt hier seine mittlerweile typische Rolle als weiser alter Mann, schafft es aber trotzdem irgendwie im Gedächtnis zu bleiben. Am meisten überrascht hat mich aber Tilda Swinton als Ministerin. Sie spielt diese hässliche, abartige Frau, die nur nach Code lebt und auf die Armen herabsieht, einfach hassenswert gut. Sie liefert hier wirklich eine grandiose Performance und bleibt auf jeden Fall in Erinnerung. Sehr gut gefallen hat mir aber auch Song Kang-Ho (Sympathy for Mister Vengeance) als verwirrter Namgoong, der Evans durch den Zug führt. Kang-Ho spielt diesen Junkie wirklich super und setzt genauso Akzente wie Swinton, obwohl er nur koreanisch spricht.
Die anderen neben Darsteller wissen ebenfalls zu überzeugen und fügen sich nahtlos ins Gesamtbild mit ein.
Dieser hochkarätige Cast setzt die Geschichte wirklich super um und Bong Joon Ho setzt sie wiederum grandios in Szene.

Fazit:
Snowpiercer ist spannend, emotional, überraschend und atmosphärisch. Ein wunderbarer Cast, erzählt eine abwechslungsreiche Geschichte und Regisseur Bong Joon Ho schafft eine sehr stimmige Atmosphäre und großartige Kampfszenen, die sich von üblichen Hollywood-Produktionen abheben.
Snowpiercer ist ein wirklich großartiger Science-Fiction-Film bei dem so gut wie alles stimmt. Unbedingt gucken!


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