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TheGame2493 (Deutschland)

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American Beauty [Blu-ray]
American Beauty [Blu-ray]
DVD ~ Kevin Spacey
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein absolut unvergängliches, einmaliges Meisterstück!, 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: American Beauty [Blu-ray] (Blu-ray)
American Beauty ist einer dieser zeitlosen Klassiker, der in fast jeder Bestenliste auftaucht und einige sehr ikonische Bilder hat. Jetzt habe ich den Film endlich auch gesehen und kann gar nicht anders, als mich dem überschwänglichen Lob anzuschließen.

Lester Burnham und seine Frau Carolyn führen ein ganz normales Leben mit ihrer Tochter Jane. Allerdings ist Lester mit diesem Leben gar nicht zufrieden, traut sich aber nicht, etwas zu sagen. Als er sich dann noch ganz offensichtlich in die beste Freundin seine Tochter, Angela, verliebt, gerät seine Ehe langsam aus den Fugen. Er wird wieder selbstbewusst, seine Tochter gestalkt und seine Frau immer unzufriedener: das Chaos ist perfekt! Und Lester weiß das.

American Beauty ist wirklich einer dieser All-Time-Classics. Jeder hat schon einmal von diesem Film gehört und/oder kennt eine ganz bestimmte Szene. Ich war dennoch skeptisch, was den Film angeht, weswegen ich ihn auch jetzt erst gesehen habe. Meine Skepsis war aber unangebracht, denn ich habe wirklich ein Meisterwerk gesehen!
Deswegen war ich auch sehr überrascht, als ich gelesen habe, dass Sam Mendes (Skyfall) hier sein Regiedebüt gegeben hat, denn er beweist hier schon sein wahnsinniges Können.
Als erstes fiel mir nämlich die starke Bildsprache des Films auf. Man versteht sich hier wirklich gut darin, mit Licht zu spielen und bestimmte Situationen durch unorthodoxe Präsentation aussergewöhnlich wirken zu lassen. Öfters im Film fällt z.B. auf, dass nur das Gesicht besonders beleuchtet wird und man somit in den Augen ablesen kann, was die jeweilige Person gerade denkt oder fühlt. Ein weiteres fantastisches Stilmittel war die Kamera innerhalb des Films. Einer der Charaktere hat eine Filmkamera und nimmt alles auf, was er erlebt. Diese Kamera wird wirklich super eingesetzt, um Dinge zu zeigen, ohne mit der Kamera direkt draufzuhalten. Es wirkt zwar anfangs simpel, ist aber wirklich klasse in den Film verbaut und sorgt auch für einige wirklich schöne Momente. Was mir aber am besten gefallen hat, waren die unwirklichen Tagträume des Lester Burnham. Immer wenn er träumt, versetzt er sich in Momente, wie er sie sich wünscht oder stellt sich Dinge vor, die der Realität widersprechen. Dies klingt zwar kompliziert, allerdings werden diese Momente nur benutzt, um die Gefühlswelt und das Verlangen des Lester Burnham zu verdeutlichen; sie verkomplizieren hier gar nichts. Und diese Momente sind einfach nur fantastisch, weil sie so unglaublich stark und ikonisch sind. Der berühmteste Tagtraum Lesters ist wohl der, in dem man seine Angebetete nackt in einem Bett aus Rosenblättern liegen sieht. Es gibt nicht so viele dieser Träume, was auch gut so ist, wodurch sie noch fantastischer und brillanter wirken. So effektiv wurden Rosenblätter nie wieder eingesetzt. Ich habe diese Szenen einfach wirklich besonders genossen, weil sie nicht nur bildgewaltig sind, sondern auch ganz klare Nachrichten bezüglich der Charaktere vermitteln.
Zusammen mit der Optik, sind es nämlich jene Charaktere, die den Film so legendär machen. Allen voran muss man hier natürlich Kevin Spacey (House of Cards) erwähnen. Spacey spielt diesen Mann mit einer so sympathischen Aura, dass man ihn eigentlich nur mögen kann, obwohl er im Grunde genommen ein mieses Schwein ist. Er kümmert sich nicht um seine Familie, verliebt sich in die beste Freundin seiner Tochter und wird überheblich. Und obwohl er eigentlich vor Selbstbewusstsein zu sprühen beginnt und sogar Leute erpresst und sie beleidigt, fiel es mir sehr schwer, ihn als arrogant anzusehen, weil er eigentlich nur sich und seiner Familie helfen will. Spacey spielt diesen Mann wirklich super und macht eine unglaubliche Wandlung durch. Er hat seinen Oscar hierfür definitiv zu Recht gewonnen. Neben ihn gibt es aber auch noch andere starke Charaktere, die das Gesamtbild mit gestalten. Annette Bening (The Kids Are All Right) spielt hier seine verzweifelte Frau, die denkt, sie hätte ihr Leben im Griff. Ihr Mann reißt aber ihr Leben ein und konfrontiert sie mit völlig neuen Situationen. Bening spielt diese Frau sehr sympathisch und sorgt für einige emotionale und auch lustige Momente. Besonders sind mir dann noch Wes Bentley (Die Tribute von Panem) und Mena Suvari (American Pie) aufgefallen. Bentley spielt hier den etwas mysteriösen Stalker, der sehr selbstbewusst, aber niemals arrogant wirkt und ebenfalls mit seiner schwer einzuschätzenden Art Akzente setzt. Auch Mena Suvari setzt hier Akzente und das nicht nur in den Tagträumen. Jene Szenen gehören eindeutig ihr, aber auch ansonsten spielt sie die überhebliche Zicke, der jeder Mann verfällt sehr überzeugend und wird gegen Ende hin sogar noch einmal richtig emotional und hat eine sehr schöne Szene mit Spacey.
All diese Charaktere sind in eine wunderbare Geschichte eingeflochten, die harmlos beginnt und sich immer weiter zuspitzt. Die Charaktere machen langsam eine nachvollziehbare Wandlung durch, sodass am Ende niemand so ist, wie zu Beginn. Die Geschichte ist wirklich interessant und behandelt einige sehr gewöhnliche Dinge auf ungewöhnliche Art und Weise. Nach vielen schönen und auch noch emotionalen und lustigen Momenten bekommt man dann ein grandioses Finale, das ich so schnell sicher nicht vergessen werde.

Fazit:
American Beauty ist ein Meisterwerk!
Sam Mendes erzählt hier eine sehr vielschichtige, interessante, emotionale und stellenweise auch lustige Geschichte mit ungewöhnlichen Mitteln. Die unfassbar starken Bilder sind in dieser Hinsicht immer noch einmalig und wurden nie wieder in der Form erreicht. Zudem sind die Charaktere auch noch unglaublich stark und glaubwürdig und machen sinnvolle Wandlungen durch.
All dies macht den Film zu einem absoluten Unikat und wirklich zeitlos. Diesen Film sollte man mal gesehen haben.


Kon-Tiki [Blu-ray]
Kon-Tiki [Blu-ray]
DVD ~ Anders Baasmo Christiansen
Preis: EUR 15,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend, wunderschön, mitreißend - ein fantastisches Abenteuer!!, 6. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Kon-Tiki [Blu-ray] (Blu-ray)
Kon-Tiki ist einer dieser kleinen eher unbekannten Filme, der trotz einer Oscar-Nominierung nur bei Kritikern bekannt und der Allgemeinheit eher unbekannt isr. Dies ist wirklich sehr sehr schade, weil man hier einen absolut fantastischen Film verpasst.

Thor Heyerdahl ist Forscher und Abenteurer und will beweisen, dass Polynesien nicht durch Asien sondern durch Peru besiedelt wurde. Um dies zu beweisen unternimmt er zusammen mit einigen Freunden eine Reise: auf einem Floss, wie vor 1500 Jahren, wollen sie 5000 Meilen den Pazifik überqueren. Die See ist aber kein ungefährlicher Gefährte.

Kon-Tiki basiert auf der wahren Reise des Thor Heyerdahl. Ich habe aber weder die Oscar prämierte Dokumentation gesehen, noch das Buch gelesen, kann also keine Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt des Films ziehen. Dies will ich aber auch gar nicht, weil ich hier eine wunderbare Reise miterlebt habe.
Die beiden Regisseure Joachim Ronning und Espen Sandberg beweisen hier ihr unbestreitbares Talent. Sie inszenieren diesen Film augenscheinlich als einen typischen Seefahrer-Abenteuer-Film, zeigen aber ihr Können Spannung zu erzeugen, Schönheit zu zeigen und ein Mittendringefühl zu vermitteln.
Man kann den Film wohl am besten mit Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger vergleichen, nur gibt es hier weniger fantastische Elemente. Es geht viel mehr um eine authentische Darstellung dieser unglaublichen Reise. Dies bedeutet aber nicht, dass der Film weniger schön anzusehen ist. Es werden hier einige wirklich schöne Bilder gezeigt. Es wird verdeutlicht, wie schön die See und deren Bewohner sein können, aber auch wie gefährlich.
In den lebensbedrohlichen Situationen wird hier durch eine sehr gute Kameraführung Spannung und Bedrohung einwandfrei dargestellt. Man ist immer sehr nah an den Gefahren dran, wird aber nicht hektisch und man verliert nie den Überblick. Dadurch hat man wirklich das Gefühl mittendrin zu sein. Neben den Haien oder mit dem riesigen Wal zu schwimmen.
Mit dieser sehr guten Kameraarbeit und Regie erschafft man einfach eine wunderbare und greifbare Atmosphäre, die dieses Mittendringefühl besser vermittelt, als in fast jeden anderen Film den ich kenne.
Neben der Natur und den Gefahren braucht man aber natürlich auch Menschen, die jenes durchstehen. Da hat man mit Pál Sverre Hagen (Max Manus) einen sehr guten Thor Heyerdahl gefunden. Er kann sowohl die arrogante, aber auch liebenswerte Seite dieses Mannes gut darstellen und wirkt manchmal sogar fast schon manisch. Seine Kumpanen spielen hier auch gut, aber mir ist vor allem Anders Baasmo Christiansen als Herman Watzinger aufgefallen. Er spielt diesen etwas dickligen, tolpatschigen Mann mit viel Feingefühl und sorgt für einige traurige und sehr schöne Momente.

Fazit:
Kon-Tiki ist ein wunderschöner, spannender und mitreißender Abenteuerfilm, der sich vor großen Produktionen keinesfalls verstecken braucht und sogar manche übertrifft. Er sieht wirklich toll aus und vermittelt ein sehr angenehmes Mittendringefühl, dass man so nur selten erlebt.
Diesen Film sollte man sich auf jeden Fall einmal angucken, auch wenn man solche Filme vielleicht nicht mag. Nicht umsonst haben sie die Regisseure damit für den 5. Teil der Fluch der Karibik-Filme verdingt.


The Iceman [Blu-ray]
The Iceman [Blu-ray]
DVD ~ Michael Shannon
Preis: EUR 7,97

4.0 von 5 Sternen ein spannender und sehr interessanter Thriller, 28. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: The Iceman [Blu-ray] (Blu-ray)
The Iceman ist einer dieser kleinen Filme, die schnell durch den Radar fallen. Nach dem Schauen finde ich es aber etwas schade, dass er so wenig Aufmerksamkeit erregt hat, kann es aber gut nachvollziehen.

Richard Kuklinski verdient sein Geld mit illegalen Pornofilmen. Dieses Geschäft gehört einem Gangster, der bald das Potential von Richard entdeckt und ihn als Auftragskiller anheuert. Für die nächsten 2 Jahrzehnte verdient er als Auftragskiller sein Geld, und lebt nebenbei noch ein ganz normales Leben als Vater und Ehemann. Plötzlich gerät Richard aber immer mehr ausser Kontrolle.

The Iceman ist ein kleiner Thriller, der wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, obwohl er doch einiges zu bieten hat. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten, denn Richard Kuklinski gab es wirklich.
Der Film behandelt, wie Kuklinski zum Hitman wird und die nächsten 20 Jahre Menschen getötet hat. Die Geschichte des Film ist natürlich interessant, nicht nur aufgrund der wahren Begebenheiten, und hat auch einige sehr interessante Ereignisse. Die Geschichte entwickelt sich wirklich interessant und vermeidet etwaige Längen durch immer neue, spannende Ereignisse. Geht es anfangs eigentlich nur um den Killer und dessen Morde, geht es immer mehr aber auch um die Psycho und das kaputte Nervenkostüm Kuklinskis. Diese Wandlung geht wirklich auf sehr gute Art und Weise von statten.
Sein Dr. Jekyll und Mr. Hyde-Leben (wie es Kuklinski in einer Dokumentation selber nennt) ist einfach unfassbar zu glauben. Er trennt über Jahrzehnte beide Seiten seiner Persönlichkeit und seines Lebens perfekt voneinander, bis beides immer mehr ineinander verschwimmt. Die Geschichte ist wirklich sehr interessant und wird ihr auch mit der guten Inszenierung und den guten Darstellern gerecht.
Regisseur Ariel Vromen inszeniert hier einen kalten Gangsterfilm mit sehr natürlichen Bildern und einer guten Filmmusik, wodurch sich der Film von anderen des Genres, wie ein Der Pate klar distanziert. Er will gar nicht so düster und sehr atmosphärisch, sondern viel mehr echt und authentisch sein. Die Killerszenen haben ganz klar ihre Wirkung und die emotionalen Momente auch Stärke. Rein inszenatorisch wird man dieser unglaublichen Geschichte nur gerecht.
Seine Stärke verdankt der Film aber auch seinen starken Darstellern. Michael Shannon (Man of Steel) ist hier als Kuklinski der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte und macht dies, nach anfänglicher Skepsis, auch sehr gut. Ich hatte eine ganze Weile die Befürchtung, dass Shannon mit dem Charakter überfordert ist, weil er anfangs einen sehr kalten, unberechenbaren Mann spielt, der keine Miene verzieht. In diesem Zustand ist er noch relativ unspannend, wenn sich dann aber sein Umfeld anfängt zu verändern, schafft er es wirklich gut, emotional zu sein. Er kann den Familienmensch und den Hitman gut voneinander trennen und sorgt für einige starke Momente. Neben ihm sehen wir hier noch Winona Ryder (Alien - Die Wiedergeburt) als seine Ehefrau und Captain America Chris Evans als einen seiner Komplizen. Ryder spielt die verzweifelte Ehefrau und Mutter hier gut und Evans den durchgeknallten Mittäter sehr unterhaltsam. Evans hat hier eine vergleichsweise kleine Rolle, setzt aber Akzente und sorgt mit Ryder und Shannon für ein stimmiges Gesamtbild.

Fazit:
The Iceman erzählt gekonnt eine interessante wahre Gangster-Geschichte. Dieser Thriller unterhält mit seiner Geschichte, seinen wirkungsvollen Bildern und den guten Darstellern.
Wer auf stimmige Thriller und Gangster-Filme, abseits von Der Pate, steht, sollte hier mal reingucken.


I, Frankenstein - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
I, Frankenstein - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Aaron Eckhart
Preis: EUR 16,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr unterhaltsamer, kurzweiliger Fantasy-Action-Film, 26. Juni 2014
I, Frankenstein ist einer dieser Filme, von dem ich eigentlich nicht viel erwartet habe und bei dem meine Erwartungen eher klein waren. Im Endeffekt hat mich der Film aber wirklich gut unterhalten... für das was er ist.

Victor Frankenstein hat ein Monster geschaffen und wird von diesem getötet. Dieses Monster wird von 2 Gargoyles vor Dämonen gerettet. Frankenstein will aber nichts mit diesen Wesen zu tun haben und zieht Jahrhunderte durch die Welt. Plötzlich wird er aber wieder in diesen Konflikt zwischen Dämonen und Gargoyles hineingezogen.

Bei I, Frankenstein habe ich schon anhand des Trailers sofort gesehen, dass hier die Produzenten der Underworld - Filme dran sind. Deswegen hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen an den Film, weil ich nicht gerade ein Fan jener Filme bin. Und dieser niedrigen Erwartungshaltung ist es dann wohl auch zu verdanken, dass mir der Film wirklich Spaß gemacht hat.
Was mir hier als erstes auffiel, war natürlich die Optik. Der Film sieht wirklich genau so aus wie die Underworld-Filme, was ich aber nicht schlecht finde, da es zu dieser Geschichte auch sehr gut passt.
Und apropos Geschichte, die ist natürlich das Einfachste vom Einfachen, was für diese Art Film aber auch absolut Sinn macht, weil die Stärken einfach woanders liegen. Man versucht hier nicht, dem Klassiker mit Boris Karloff neues Leben einzuhauchen, sondern macht eine absolut freie Neuinterpretation, die sich lediglich der Figur des Frankenstein bedient.
Dieser wird hier von Aaron Eckhart (The Dark Knight) sehr stoisch und mürrisch verkörpert, was wirklich gut zum Film passt. Neben ihm gibt es noch ein paar andere namenhafte Leute, aber die sind nicht der Rede wert.
Die größte Stärke es Films liegt aber auch nicht in der Geschichte und den Charakteren, sondern in den Actionszenen und der Musik.
In diesem Film gibt es natürlich viele Kämpfe und viele CGI-Effekte, die sind aber wirklich allesamt gut geworden. Die Effekte sehen ganz schick aus und wirken nie irgendwie billig. Die Kämpfe sind sehr gut gefilmt, gut choreographiert und mit einer sehr guten Musik untermalt, die dem Ganzen erst Wucht und Tempo verleiht. Man könnte sich an den pseudocoolen Kampfposen der Charaktere stören, muss aber in so einem Film einfach damit rechnen.

Fazit:
I, Frankenstein will ein unterhaltsamer Fantasy-Action-Film sein... und genau das ist er!
Man wird hier für gut 90 Minuten mit einer schönen Optik und gut gemachten Kämpfen super unterhalten, sofern man keine Ansprüche an den Film stellt. Hier will man nicht den Klassiker nachbilden, sondern nutzt einfach nur die Figur für eigene Zwecke.
Wer auf kurzweilige Fantasy-Action-Filme steht, sollte auf jeden Fall zugreifen!


Die Faust im Nacken [Blu-ray]
Die Faust im Nacken [Blu-ray]
DVD ~ Marlon Brando
Preis: EUR 15,27

5.0 von 5 Sternen ein zeitloser Klassiker!, 21. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Faust im Nacken [Blu-ray] (Blu-ray)
Diesen Film habe ich nur aus Zufall entdeckt, und ich war sehr überrascht, dass heutzutage kaum noch über den Film gesprochen wird.

Terry Malloy ist ein Dockarbeiter, der zwangsweise der korrupten Gewerkschaft des Docks angehört und dessen Bruder die rechte Hand des Dockleiters Johnny Friendly ist. Als ein Mord die Arbeiter, angeführt von Father Berry, aber langsam zum Umdenken anregt, steht Terry zwischen den Stühlen. Er muss sich für die Arbeiter oder die Gewerkschaft entscheiden und dabei seine Zuneigung für Edie in den Griff kriegen.

Ich bin auf diesen Film nur aufmerksam geworden, weil ich mir eine Biographie von Filmlegende Marlon Brando angesehen habe und dabei diesen Film sah. Also habe ich mir den Film bestellt, und ich war sehr überrascht, wie gut sich dieser Film, trotz seiner 50 Jahre, gehalten hat.
Regisseur ist Elia Kazan, der hier schon nach Endstation Sehnsucht und Viva Zapata! das dritte Mal mit Brando zusammenarbeitet. Ich kenne die beiden vorherigen Projekte leider nicht, kann also daher keine Vergleiche zu ihnen ziehen.
In erster Linie war ich gespannt darauf, Brando zu sehen, weil er hier seinen ersten Oscar gewann. Brando spielt hier einen eher zurückhaltenden, gescheiterten Boxer, der nur in Gegenwart der jungen Edie aus sich herauskommt und ansonsten innerlich zerrissen ist. Er weiß um die korrupte Gewerkschaft, tut aber nichts dagegen, weil er die Konsequenzen fürchtet. Brando spielt diesen Mann auch echt gut. Er kann zwischen seiner harten unverwundbaren Schale, und dem weichen, herzlichen Inneren sehr gut hin und her schalten. Er kann nicht nur beide Seiten gut verkörpern, sondern wechselt auch nachvollziehbar und organisch von einer zur anderen. Brando ist hier eindeutig der Mittelpunkt, wird aber von fantastischen Nebendarstellern unterstützt. Vor allem zwei Männer sind mir hier im Gedächtnis geblieben. Zum einen wäre das Karl Malden (Baby Doll) als Father Berry, einen Priester, der versucht, die Arbeiter gegen die Gewerkschaft aufzulehnen und dabei Brando als wichtigen Bestandteil sieht. Malden spielt diesen Mann wirklich sehr energisch und immer überzeugend und setzt einige Akzente. Neben ihm fiel mir auch noch Lee J. Cobb (Die 12 Geschworenen) als Gewerkschaftsleiter Johnny Friendly auf. Cobb spielt diesen absolut skrupellosen Mann ebenfalls sehr überzeugend. Man hasst ihn und verflucht ihn wegen seiner Machenschaften, aber er sorgt zusammen mit Brando für ein würdiges Highlight am Ende des Films.
Als eine Art Highlight würde ich auch die gesamte Inszenierung betrachten. Rein inszenatorisch ist Die Faust im Nacken so gut wie nicht gealtert. Der Film ist toll gefilmt, hat einige sehr schöne und effektive Kameraperspektiven und verzichtet auf eine überdramatische Inszenierung. Manchmal ist die Musik zwar zu laut und überbordend, typisch für diese Zeit, aber dies stört den Film aufgrund der guten Darsteller und Kameraarbeit eigentlich nicht.
Die Darsteller wirken sehr natürlich und verzichten auf eine übertriebene Mimik und Gestik, genauso wie die Inszenierung eben. Alles wirkt sehr natürlich und trägt zur Bodenständigkeit des Films bei. Noch dazu wird hier auch noch eine sehr gute Geschichte erzählt, die keine Längen hat und einen würdigen Abschluss findet, dem man eigentlich mal gesehen haben muss.

Fazit:
Die Faust im Nacken ist ein zeitloser Klassiker!
Hier wird eine interessante Geschichte mit fabelhaften Darstellern und einer immer noch sehr guten Inszenierung erzählt. Der Film wirkt heute immer noch sehr gut und bietet ein fantastisches Ende, dass viel zu wenige da draussen kennen.


The Impossible [Blu-ray]
The Impossible [Blu-ray]
DVD ~ Naomi Watts
Preis: EUR 7,40

5.0 von 5 Sternen Ein wirklich bewegendes und mitreißendes Drama!, 15. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: The Impossible [Blu-ray] (Blu-ray)
The Impossible ist meiner Wahrnehmung nach etwas untergegangen. Auch ich habe etwas gebraucht, bis ich ihn gesehen habe, war aber sehr positiv überrascht.

2004 ereignete sich in Thailand ein verheerender Tsunami, der nicht nur Chaos und Zerstörung hinterließ, sondern auch vielen Menschen das Leben kostete. Maria und Henry Bennett sind mit ihren 3 Söhnen gerade auf einer Urlaubsreise in Thailand, als das Unglück passiert. Maria, schwer verletzt, versucht, mit ihrem ältesten Sohn ihre Familie zu finden.

Dieser Tsunami aus dem Jahre 2004 sorgte wieder für traurige Bilder, die um die ganze Welt gingen. Deswegen habe ich sehr gehofft, dass sich hier fähige Leute zusammenfinden, um diesem Unglück auch gerecht zu werden und es nicht zur einer filmischen Farce verkommen lassen. Und zum Glück hat sich mit Juan Antonio Bayona (Das Waisenhaus) ein mehr als fähiger Regisseur gefunden, der ein sehr gutes Team um sich gescharrt hat.
Er beleuchtet in diesem Film das Trauma einer Familie und teilt den Film in zwei Hälften. In der ersten Hälfte geht es um die Mutter und ihren ältesten Sohn, die beide einfach versuchen zu überleben und ihre Familie finden wollen. In der zweiten Hälfte geht es um den Vater, der den Glauben an seine Frau und seinen Sohn nicht aufgibt.
Bayona verbindet diese beiden Hälften organisch miteinander und erzählt eine mitreißende und gleichzeitig ehrfurchtgebietende Geschichte. Er scheut dabei nicht vor expliziter Gewalt zurück und inszeniert das Unglück mit einer würdigen Kraft, die dieser Naturgewalt nur gerecht wird. Er zeigt ganz offen und direkt die Wunden, die vor allem die Mutter erleidet und saugt einen dadurch richtig in das Geschehen hinein. Er kann die Trauer und Verzweiflung sehr gut mit seinen Bildern transportieren und sorgt somit für harte, als auch sehr emotionale Momente. Bayona beweist hier wirklich eindrucksvoll, dass er sehr gute Regie machen kann.
Die gute Bildsprache hat er aber nicht nur seinem Können und Kamerateam zu verdanken, sondern auch seinem Cast.
Naomi Watts (King Kong) spielt hier die schwer verletzte und verzweifelte Mutter, die für ihren Sohn stark sein muss und macht dies absolut fantastisch. Sie hat mit dieser Performance ihre zweite Oscar-Nominierung erhalten und auch absolut zu recht. Sie spielt diese Frau wirklich absolut authentisch und echt und kann sowohl die Qualen, als auch die Herzlichkeit wunderbar transportieren. Wirklich eine tolle Leistung! Der zweite bekannte Name ist hier Ewan McGregor (Trainspotting), der den Familienvater mimt, der alleine seine Familie sucht. McGregor spielt hier ebenfalls gut und authentisch und sorgt auch für einige emotionale Szenen. Sehr positiv überrascht hat mich hier Tom Holland als ältester Sohn, der mit seiner Mutter seine Familie sucht und sich dabei um sie kümmern muss. Holland spielt, trotz seines jungen Alters, sehr authentisch und echt. Er hat mir hier wirklich gut gefallen, weil er sowohl stark, als auch verletzlich und traurig sein kann und dabei nie gekünstelt wirkt. Diesen jungen Mann sollte man im Auge behalten.

Fazit:
The Impossible ist ein bildgewaltig inszeniertes und super gespieltes Drama, das dem Schrecken, der Zerstörung und der Verzweiflung dieser Naturkatastrophe nur gerecht wird. Der Film ist super inszeniert, scheut sich vor nichts und die Darsteller sind allesamt super. Ein wirklich bewegendes und mitreißendes Drama!


Black Hawk Down [Blu-ray]
Black Hawk Down [Blu-ray]
DVD ~ Josh Hartnett
Preis: EUR 9,97

4.0 von 5 Sternen realistische und echte Kriegssituation, mit wuchtigen Feuergefechten, 15. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Black Hawk Down [Blu-ray] (Blu-ray)
Black Hawk Down ist einer dieser Filme über den ich schon eine Menge gehört habe, der mich aber auf Grund der Thematik abgeschreckt hat. Jetzt habe ich ihn gesehen und kann auch nachvollziehen, warum so viele Leute ihn so gut finden.

Ein Trupp der USArmy wird nach Mogadishu geschickt, um dort Gefangene aus der Hand der Miliz zu befreien. Allerdings stürzt einer der Black Hawks ab und der Trupp verstreut sich in der Stadt. Die Absturzstelle wird von da an zum hart erkämpften Gebiet.

Ridley Scott (Blade Runner, Gladiator) ist ein sehr variabler Regisseur und hat fast jedes Genre schon einmal abgedeckt, und oft erfolgreich. Mit Black Hawk Down nahm er sich dem Kriegsfilm an und machte dies ebenfalls erfolgreich.
Ich bin Kriegsfilmen in der Regel abgeneigt, weil sie mich nie packen, egal wie gut sie gemacht sind, was vor allem aber an dem Hauptthema liegt. Bei mir stellt sich immer eine gewisse Abwehrhaltung gegenüber Krieg ein. Deswegen habe ich diesen Film auch lange gemieden, bis ich ihn einmal ausgeliehen bekommen habe und ihn gut fand.
Scott beleuchtet hier einen realen Konflikt, dessen Charaktere echte Menschen waren und die wirklich in diesem Gefecht in Mogadischu gefallen sind bzw. überlebt haben. Ich dachte anfangs, dass man sich hier sehr auf die Folgen des Kampfes bezieht und die Schicksale der Soldaten beleuchtet. Es geht aber viel mehr um das Gefecht an sich und was die Soldaten währenddessen durchmachen und welche Entscheidungen sie treffen müssen.
Am Anfang des Films werden die Soldaten noch in ihrem Lager eingeführt und allesamt vorgestellt. Sobald dann aber der Kampf in Mogadischu beginnt, wird man von einem Feuergefecht ins nächste gehetzt. Ich war wirklich überrascht, wie lang die Feuergefechte waren. Sie dauern wirklich etliche Minuten und machen eigentlich den gesamten Film aus. Scott schafft es aber trotzdem, ohne große Effekte, den Gefechten Gewicht zu geben. Sie wirken echt, genauso wie die Soldaten und die Ereignisse. Scott ging hier einen sehr realistischen Weg und diesen auch zu Ende. Die Gefechte sind wirklich bis zum Ende wuchtig und verlieren nie an Dramatik.
In den kurzen Pausen werden dann die Soldaten beleuchtet, die fast ausschließlich von bekannten Gesichtern dargestellt werden. Josh Hartnett (Pearl Harbor), Eric Bana (Star Trek), Jason Isaacs (Der Patriot), Tom Sizemore (Der Soldat James Ryan), Ewan McGregor (The Impossible) und William Fichtner (Drive Angry) sind nur ein paar davon. Alle spielen hier ihre Rollen glaubwürdig und wirken authentisch.
Ich bin auch ganz froh, dass Scott hier nicht so sehr auf die Patrioten-Drüse drückt. Ich hatte beim Schauen nicht das Gefühl von Patriotismus überschwemmt zu werden, was dem Film auf jeden Fall zugute kommt. Zugute kommt dem Film auch der gewohnt gute Soundtrack von Hans Zimmer (The Dark Knight Trilogy).

Fazit:
Mit Black Hawk Down inszenierte Ridley Scott eine realistische und echte Kriegssituation, die den Zuschauer von einem wuchtigen Feuergefecht ins nächste schickt. Der Film verzichtet dabei auf viel Patriotismus und zeigt den Konflikt, wie er ist.


Vielleicht lieber morgen [Blu-ray]
Vielleicht lieber morgen [Blu-ray]
DVD ~ Emma Watson
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen „Und sie ist so wunderschön!“, 9. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Vielleicht lieber morgen [Blu-ray] (Blu-ray)
Vielleicht lieber morgen wollte ich eigentlich nur wegen der Hauptdarstellerin sehen, war dann aber ganz schön überrascht, wie gut der gesamte Film ist.

Charlie ist ein zurückhaltender Junge, der als Kind traumatisiert wurde und deswegen Halluzination hatte. Als er auf der Highschool ankommt, schafft er es dann aber in Sam und Patrick beste Freunde zu finden. So bekommt er seine Halluzinationen in den Griff, merkt aber schnell, dass das Leben selbst mit Freunden nicht immer einfach ist.

Ich wurde auf diesen Film nur aufmerksam, weil ich als Harry Potter Fan natürlich nicht drumherum kam einen Film mit Emma Watson zu sehen. Ich habe von diesem kleinen Indy-Film eigentlich auch nicht viel erwartet, aber er hat mich wirklich gepackt.
In aller erster Linie liegt dies an der Geschichte und den Charakteren. Stephen Chbosky hat hier seinen eigenen Roman verfilmt, den ich nicht kenne, und hat dies wirklich super gemacht. Er erzählt hier eine Geschichte die einfach aus dem Leben gegriffen ist. Was Charlie hier durchmacht, könnte jeden von uns passieren. Viele Zuschauer kennen sicherlich auch viele der Situationen, weil sie ähnliches selber erlebt haben. Chbosky verzichtet hier auch auf unnötige, überdramatische Stellen. Der Film ist zwar ein Drama, allerdings ist er zu schön gemacht um den Zuschauer runter zu ziehen und schwer im Magen zu liegen. Er hat seine dramatischen Stellen, aber an diesen ist man nicht vollkommen geschockt oder überwältigt, sondern fühlt mit den Charakteren mit, weil es so vertraut wirkt. Es ist wirklich eine wunderschöne Geschichte, die sowohl emotional, als auch lustig ist.
Den ganzen Charme des Films machen aber vor allem die Darsteller aus. Es sind vor allem 3 Leute, die dem Film ihren Stempel aufdrücken.
Natürlich ist da zuallererst Hauptdarsteller Logan Lerman (Percy Jackson) als Charlie. Lerman spielt diesen Jungen, dieses Mauerblümchen, zurückhaltend, kann aber auch aus sich heraus kommen und emotional sein. Er spielt diesen zerbrechlichen Jungen einfach klasse und hat zusammen mit seinen Kollegen eine fantastische Chemie. Es ist vor allem Emma Watson mit der er aufblüht. Watson spielt die verrückte Sam, die in der Vergangenheit schlimme Fehler begangen hat und versucht, diese zu verstecken. Sie spielt sie wirklich mit viel Feingefühl und tut der Figur des Charlie spürbar gut und das auch auf nachvollziehbare Art. Sehr überrascht hat mich auch Ezra Miller (We need to talk about Kevin) als durchgeknallter Patrick, der auch unter seiner immer strahlenden Fassade etwas verbirgt. Er ist einfach nur crazy und bereichert den Film mit seiner unbeschwerten Art. Alle spielen hier wirklich gut vor allem authentisch. Sie wirken alle super natürlich und echt und schienen viel Spaß beim Drehen gehabt zu haben.

Fazit:
Vielleicht lieber morgen ist ein wunderschöner Film, der eine schöne, alltägliche Geschichte mit sehr authentischen und sympathischen Darstellern erzählt. Diesen Film kann ich wirklich nur empfehlen.


City of Ember - Flucht aus der Dunkelheit [Blu-ray]
City of Ember - Flucht aus der Dunkelheit [Blu-ray]
DVD ~ Saoirse Ronan
Preis: EUR 10,92

3.0 von 5 Sternen kleiner, unterhaltsamer Film, 8. Juni 2014
City of Ember habe ich immer wieder mal nebenbei gesehen und fand es vom Look her ganz interessant. Jetzt habe ich den gesamten Film gesehen und wurde auch solide unterhalten.

Die Menschheit musste sich unter die Erde zurückziehen und wohnt schon seit 200 Jahren in der Stadt Ember. Plötzlich gibt es aber immer wieder Stromfälle, die immer länger dauern. Die beiden Teenager Lina und Doon sind die einzigen, die dem ganzen auf den Grund gehen und versuchen, ihre Stadt zu retten.

Ich hatte gedacht, dass City of Ember auf einer Buchvorlage basiert, dies ist allerdings nicht der Fall, was man durchaus merkt.
Regisseur Gil Kenan (Monster House) erschafft hier aber erstmal eine sympathische kleine Stadt. Der eigentlich dystopische Film wird hier natürlich sehr einfach und kindgerecht präsentiert und macht dies auch gut. Die Stadt und die Charaktere sind durchaus sympathisch, leider wusste man nicht so recht, was man mit der Stadt alles machen soll. Es sind viele schöne Ansätze da, leider werden diese aber nicht zu Ende gebracht. Man hofft immer wieder, dass etwas besonderes, aussergewöhnliches passiert, wird dann aber enttäuscht.
Die Geschichte und die Welt sind einfach nicht ausgefeilt genug, was schade ist, denn man könnte hier wirklich viel machen. Die Geschichte ist sehr einfach gestrickt, was nicht schlimm ist, lässt halt aber gewisse Highlights vermissen. Nichtsdestotrotz sieht die Welt aber schön aus.

Fazit:
City of Ember ist ein kleiner, sympathischer Sci-Fiction Film, der eher für das jüngere Publikum gemacht ist. Er sieht ganz schick ist und hat auch einige gute Ideen, ist aber nicht so ausgefeilt, wie vergleichbare Filme. Nichtsdestotrotz bekommen Fantasy-Fans einen kleinen, unterhaltsamen Film.
Hier würde ich mir wünschen, dass jemand die Grundidee aufgreift, weiter ausbaut und einige Bücher daraus macht.


Fight Club [Blu-ray]
Fight Club [Blu-ray]
DVD ~ Brad Pitt
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein absolut unvergängliches Werk!!!, 7. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Fight Club [Blu-ray] (Blu-ray)
David Fincher (Sieben) hat schon im Laufe seiner Karriere als Regisseur einige Kultfilme abgeliefert und Fight Club ist wohl der Bekannteste und absolut zu recht.

Bei diesem Film eine Inhaltsangabe zu machen, erspare ich mir, weil ich dann wohl ins Spoiler-Territorium abdriften würde und dies will ich vermeiden. Trotzdem komme ich aber natürlich nicht drumherum, zu sagen, wie fantastisch die Geschichte ist.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Chuck Palahniuk, den ich leider nicht kenne, deswegen kann ich mich nur auf die Geschichte von Drehbuchautor Jim Uhls beziehen.
Anfangs habe ich gedacht, eine Art Kampffilm zu sehen, der schön und ungewöhnlich Inszeniert wird und als Thriller einzuordnen ist, der sich komplett um den Fight Club dreht. Umso länger der Film aber lief umso mehr wurde mir die Genialität der gesamten Geschichte bewusst.

Anfangs wird man noch in diese düstere Welt geworfen, die von einem Erzähler erläutert wird und unzählige skurrile und bizarre Momente und Eigenheiten hat. Man lernt die Charaktere kennen: Edward Norton (American History X) als verzweifelter Kerl der sein Leben leid ist, Brad Pitt (12 Monkeys) als Tyler Durden, der Norton aus seiner Misere hilft und mit ihm den Fight Club gründet und Helena Bonham Carter (The King's Speech) als eine Art Love-Interest. Nachdem man die Charaktere kennt, geht es um den Fight Club. Bis hierhin ist der Film schon interessant, aber die Geschichte keinesfalls aussergewöhnlich. Dies ändert sich aber nach der ersten Stunde.
Plötzlich wird ein neues Leitmotiv eingeführt, dass die vorangegangenen Momente aber keinesfalls nichtig macht, sondern perfekt mit ihnen verwoben wird. Plötzlich sind einige skurrile Szenen schlüssig, es fallen bestimmte Dinge auf, an die man vorher keinen Gedanken verschwendet hat. Es wird ein Twist eingebaut, der absolut organisch und auch sinnig ist, den Film aber auf den Kopf stellt. Mit jenem Twist hatte ich absolut nicht gerechnet, aber er machte vollkommen Sinn. Es wird zudem auch noch ein fantastisches Ende gezeigt, dass sehr untypisch ist und den Zuschauer mit einem Staunen zurück lässt.
Während der Film läuft stellt man sich plötzlich Fragen, ist aber von der Bildgewalt überwältigt. Wenn der Film vorbei ist, möchte man ihn gleich nochmal sehen, um auch ja alle kleinen Details zu erkennen.
David Fincher überrollt einen aber jedes Mal mit den wirklich sehr starken Bildern. Er erschafft hier nicht nur eine sehr düstere Atmosphäre, sondern scheut sich auch nicht vor expliziter Gewaltdarstellung und Absurdität. Es wird schonungslos gezeigt, was die Männer bereit sind zu tun und welche Verletzungen sie davontragen. Mir bleibt aber weniger die Gewaltdarstellung im Gedächtnis als die sehr ungewöhnlichen Tricks mit dem Bild.
Im Film wird erklärt, wie man Filmrollen zusammenschneidet zu einem kompletten Film und welche Fehler dabei auftreten können. Später im Film wird genau dieses Mittel wieder aufgegriffen und der Film damit präsentiert. Dazu kommen noch einige andere Kameraspielchen, die den Film bis heute immer noch einzigartig machen. Ich habe kaum einen Film gesehen, indem so viel erfolgreich probiert wurde, damit der Film unvergesslich bleibt.

Fazit:
Fight Club ist immer noch, und wird es auch immer bleiben, ein inhaltlich perfekt durchkomponierter Film, der eine unglaublich interessante und auch clevere Geschichte mit einer einmaligen Inszenierung voller Experimente erzählt.
Kann man bei manchen Kultfilmen diskutieren, bezüglich ihrer Qualitäten, entfällt dies bei Fight Club. Fight Club ist unbestritten ein einmaliges Werk, das die Zeit besser überdauern wird als viele andere Filme.


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