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TheGame2493 (Deutschland)

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Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere [Blu-ray]
Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere [Blu-ray]
Preis: EUR 17,99

3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein krönender Abschluss einer fantastischen Trilogie!!, 13. Dezember 2014
Peter Jackson beendet mit der Schlacht der Fünf Heere seine zweite Trilogie in J. R. R. Tolkien's Mittelerde und verabschiedet sich damit aus dieser Welt. Wie sollte es aber anders sein, geht ein Peter Jackson natürlich wieder auf eine einmalig epische Art und Weise.

Nachdem der Drache Smaug erlegt ist, wird Thorin Eichenschild endlich zum König unter dem Berge. Leider verfällt er aber schnell der selben Krankheit, die auch schon seinen Vater und Großvater in den Wahnsinn trieb. Bilbo versucht zwischen Thorin und den eingerittenen Elben zu vermitteln, weil die Orkscharen bald eintreffen werden.

Peter Jackson hat sich mit der „Herr der Ringe“-Trilogie schon verewigt. Als er dann mit den Hobbit-Filmen anfing, war ich Feuer und Flamme dafür und von den ersten beiden Teilen total begeistert. Jackson versteht sich einfach sehr gut darin, diese Geschichte so zu erzählen, dass sie sehr groß und einfach episch wirkt. Deswegen war ich nach der Einführung und dem Drachen jetzt sehr gespannt darauf, die heißersehnte Schlacht zu sehen und Jackson hat nicht enttäuscht.
Der Film kommt natürlich schnell zur Sache und führt nur wenige neue Charaktere ein, was aber auch nicht schlimm ist, da man schon genug Charaktere kennengelernt hat. Man wird auch nicht an so viele neue Schauplätze geführt, wie in den ersten beiden Teilen, da es hier fast ausschließlich nur um besagte Schlacht geht. Nichtsdestotrotz werden die etablierten Charaktere aber sehr gut eingesetzt und haben einige sehr schöne Szenen abseits der Schlacht. Vor allem Hugo Weaving, Cate Blanchett und Sir Christopher Lee sorgen für eine der besten Szenen im ganzen Film abseits des Schlachtfeldes.
Bevor diese dann anfängt, konzentriert man sich auf die Charaktere. Diese sind natürlich mittlerweile deutlich definiert und machen keine nennenswerten Wandlungen durch, ausser Thorin, spielen aber gut zusammen und haben mächtiges Konfliktpotential. Am besten gefallen hat mir aber natürlich wieder Thorin Eichenschild gespielt von Richard Armitage. Armitage zeigt hier wieder, dass er über viel Charisma und Präsenz verfügt und den Screen komplett für sich beanspruchen kann.
Den Screen komplett für sich beanspruchen kann aber auch zu Beginn Smaug. Diesen Drachen möchte ich natürlich nicht unerwähnt lassen. Der Film startet sofort mit Smaugs Angriff auf die Seestadt. Wie dieser endet möchte ich nicht verraten, aber es ging mir ein bisschen zu schnell. Ich habe einen längeren und krasseren Kampf mit ihm erwartet. Dennoch hatte ich meinen Spaß mit dem Anfang.
Nun aber zur Schlacht!
Jackson baut sie langsam auf, deutet immer wieder an, dass sie riesig wird und lässt die Parteien schließlich aufeinander los. Dabei inszeniert er eine wirklich großartige Schlacht voller kreativer Ideen, neuer Geschöpfe und visueller Pracht. Sie ist wirklich super inszeniert und verdeutlicht stets ihre Größe. Zudem sind die Effekte wieder super, zwar nicht mehr so beeindruckend und sauber wie in den Vorgängern aber immer noch einige der Besten die es gibt.
Jackson wechselt immer wieder auf die verschiedenen Fronten der Schlacht und bringt so nochmal mehr Abwechslung in den Film. Zu meiner Überraschung ist er dabei auch sehr konsequent, bezüglich der Charaktere. Der finale Kampf gegen Azog den Schänder ist dann auch hart und dieser Figur würdig.
Was ich aber auch nochmal betonen muss, ist, dass die Epik in diesem Film anders ist, als in HdR. HdR ist deutlich erwachsener und weniger fantastisch als Der Hobbit, wodurch die epischen Kämpfe im zweiten und dritten Teil viel realistischer und bodenständiger wirken. Hier wiederum nimmt man sich nicht so ernst und lässt die Schlacht nicht zu kompromisslos wirken und spikt sie mit Dingen und Kreaturen, die man in HdR so nie gesehen hätte. Ich will damit nur sagen, dass die Schlacht denen in HdR nicht unbedingt ähnelt und einfach ganz anders ist.

Fazit:
Peter Jackson krönt seine zweite Mittelerde-Trilogie mit einem fantastischen, epischen Finale! Sowohl visuell als auch inhaltlich hat diese Schlacht wahnsinnig viel zu bieten und ist dieser Trilogie nur würdig. Obwohl man dem Film einiges ankreiden und anlasten könnte, war ich einfach zu tief in dieser so vielfältigen, detaillierten und liebevoll geschaffenen Welt drin, als dass ich hier meckern könnte.


Im August in Osage County [Blu-ray]
Im August in Osage County [Blu-ray]
DVD ~ Meryl Streep
Preis: EUR 15,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die gebeutelste Familie der Filmgeschichte sorgt für einen denkwürdigen Film!, 3. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Im August in Osage County [Blu-ray] (Blu-ray)
Im August in Osage County ist ein kleiner Film, den leider wieder nur sehr wenige Leute kennen, obwohl hier einige sehr namenhafte Schauspieler sehr emotional aufeinandertreffen.

Violet leidet an unheilbarem Zungenkrebs. Sie ist eine alte, verbitterte, tablettensüchtige Frau, die den letzten Halt im Leben verliert, als ihr Mann stirbt. Sie ruft daraufhin ihre 3 Töchter und deren Familien zu sich, um dem Vater die letzte Ehre zu erweisen. Das Familientreffen verläuft allerdings alles andere als ruhig und selig und verwandelt das Familienhaus in ein Irrenhaus.

Im August in Osage County hat nur aufgrund des Casts mein Interesse geweckt. Ich habe aber schnell gemerkt, dass es wesentlich mehr zu bieten hat, als nur gute Darsteller.
Hier erzählt Regisseur John Wells eigentlich nur, wie eine Familie nach mehreren Jahren durch einen Todesfall wieder zusammenkommt. Ich benutze mit Absicht nicht die Worte „wieder zusammenfindet“, weil das ja andeuten könnte, dass die Familie sich im Guten trifft. Dies ist hier aber auf keinem Fall so!
Von Anfang an wird klar, dass alle Charaktere, ausnahmslos alle, ihre Probleme und Macken haben und gar nicht daran denken, diese irgendwie aus irgendeinem Grund zu verstecken. Und den Anfang macht natürlich Meryl Streep (Der Teufel trägt Prada)!
Streep ist die tablettensüchtige, alte, verbitterte, unglückliche Frau, die jede negative Emotion in diesem Film einmal durchmacht, ohne dabei schwach zu wirken. Sie hat natürlich gegen Ende ihre Momente, in denen sie trauert, ist aber ansonsten den gesamten Film über eine starke Frau. Stark ist hier auch Julia Roberts (Erin Brockovich) in ihrer wohl aggressivsten Rolle. Sie spielt Streep's älteste, sehr dominante und harte Tochter, die mit jedem in der Familie ein Problem hat, auch mit ihrer Tochter und ihrem Mann. Roberts spielt diese Frau äusserst aggressiv und unberechenbar. Ihre beiden Filmschwestern, Julianne Nicholson (Boardwalk Empire) und Juliette Lewis (Kap der Angst), spielen ihren Rollen zwar auch gut, gehen aber im Vergleich unter. Stärker sind da schon Chris Cooper (American Beauty) und Margo Martindale (Million Dollatr Baby) als Schwester bzw. Schwager von Streep. Während Cooper anfangs noch der schüchterne Ehemann ist und unter der Fuchtel seiner über selbstbewussten Frau steht, entsteht auch hier schnell Konfliktpotential. Benedict Cumberbatch (Sherlock) und Abigail Breslin (Zombieland) spielen hier nur vergleichsweise kleine Rollen, tragen aber auch ihren Teil zum Film bei und gehen keinesfalls unter.
Dies liegt auch sehr stark daran, dass John Wells und Drehbuchautor Tracy Letts (der die Pulitzer-Preis gewinnende Bühnenvorlage ebenfalls verfasste) das gesamte Konfliktpotential der Charaktere vollkommen auszuschöpfen wissen. Hier entstehen zwischen so vielen verschiedenen Charakteren so viele echte Konflikte, wie in manch anderen Filmen zusammen nicht. Noch dazu werden die Charaktere hier auch noch allesamt wirklich großartig gespielt, vor allem Meryl Streep und Julia Roberts liefern hier denkwürdige Performances, für die sie auch zurecht für den Oscar nominiert wurden.
Es ist aber nicht nur das reine Ausschöpfen der Konflikte, sondern wie sie ausgeschöpft werden. Ehrlichkeit spielt dabei eine große Rolle. Selten habe ich Charaktere in einem Film so ehrlich und direkt erlebt wie Roberts und Streep. Sie sprechen einfach aus, was sie wollen und scheren sich dabei einen Dreck um die Auswirkungen auf andere. Die Charaktere haben einfach zu viel erlebt und ihr Leben ist so schon schlimm genug, dass es einfach egal ist, ob sie jetzt noch jemanden verletzen oder nicht. Diese Ehrlichkeit und der damit verbundene Hang zur Wahrheit sorgt für einige tief bewegende Momente.
Mehr als einmal habe ich mich ob der Ehrlichkeit und schonungslosen Art und Aggression erschrocken und war einfach nur überwältigt von dem, was ich da sah. Letztendlich ist der Film nämlich nicht nur schonungslos ehrlich, sondern auch gefühlvoll. Die Gefühle stehen hier an erster Stelle und ziehen einem in ihren Bann. Die Emotionen sind einfach so unglaublich stark.

Fazit:
Im August in Osage County ist ein tief bewegendes Drama, das seine Konflikte voll und ganz ausschöpft, dabei schonungslos und erschreckend ehrlich ist. Durch die fantastischen Darsteller wird man einfach in einen Bann geschlagen, der einen bis zum Schluss nicht wieder loslässt.
Dieses Drama sollte man unbedingt einmal gesehen haben!


Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1 [Blu-ray]
Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1 [Blu-ray]
Preis: EUR 19,99

2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein sehr emotionaler Anfang eines ohne Zweifel bewegenden Finales, 25. November 2014
Suzanne Collins hat mit ihren Hungerspielen einen wahnsinnigen Boom solcher Young-Adult-Verfilmungen ausgelöst. Mit Mockingjay Teil 1 kommt der Anfang des Finales der Trilogie und der hat es in sich.

Katniss ist in District 13. Sie versucht noch die Erfahrungen der Hungerspiele zu verarbeiten, wird aber schnell unter Druck gesetzt. Sie muss sich als Spottölpel, als Zeichen der Rebellion, ihren Leuten und dem Kapitol zeigen. Sie besucht District 8 und macht aus einem Funken ein Lauffeuer, dass sich langsam bis ins Kapitol ausbreitet.

Den ersten Teil der Trilogie habe ich nur durch einen Freund gesehen und war absolut begeistert. Der Ansatz, mit Jugendlichen auf eine erwachsene Art und Weise eine dystopische Geschichte zu erzählen, fand ich einfach klasse. Der zweite Teil hat das Konzept nochmal übernommen, sich aber noch mehr um die Charaktere bemüht, was dem Film wirklich tut tat. Jetzt im dritten Teil verzichtet man auf die Hungerspiele und konzentriert sich auf die Rebellion, wodurch der Film noch erwachsener wirkt.
Jetzt geht es nur noch um die Charaktere und deren Geschichten, vor allem Katniss ihre. Sie ist hier noch zerbrechlicher, unsicherer und geschwächter als jemals zuvor. Sie muss sich langsam der Verantwortung stellen, die einzige Hoffnung für tausende von Menschen zu sein. Sie muss ihren Mut zusammen nehmen und die Rebellion anführen. Noch dazu hat sie mit ungewissen Gefühlen bezüglich allem und unter der ständigen Angst, jemanden zu verlieren, zu kämpfen. Jennifer Lawrence zeigt hier die vielschichtigste Katniss und noch mehr echt wirkende Emotionen als in den Teilen zuvor. Es geht wirklich einzig und allein nur um sie. Alle anderen sind nur noch schmückendes Beiwerk und treten nur noch sporadisch auf, was aber keinesfalls negativ auffällt. Ganz im Gegenteil, es war sehr schön Woody Harrelson als Haymitch und den leider viel zu früh verstorbenen Philip Seymour Hofman als Plutarch Havensbee wieder zu sehen. Negativ aufgefallen ist mir nur Liam Hemsworth als Gale. Hemsworth wird dieser Rolle einfach nicht gerecht. Er schafft es zu keinster Zeit, dieser Figur etwas Emotionalität zu geben, wodurch er neben einer wieder mal fabelhaften Jennifer Lawrence sang und klanglos untergeht. Ich hoffe, dass Josh Hutcherson dies als Peeta im nächsten Teil besser macht.
Wieder nur loben, kann ich Francis Lawrence' Regie. Lawrence erzeugt hier mit kalten, grauen, sterilen Sets eine unangenehme Atmosphäre, die das Thema des Films sehr passend widerspiegelt. Manchmal hatte ich sogar das Gefühl in einem Endzeitfilm zu sein. Er weiß seine Sets einfach super zu nutzen und nutzt auch die CGI-Effekte nicht nur zum Selbstzweck. Wo andere bombastische, rasante Action inszenieren, bleibt er lieber bei den Darstellern und bodenständig. Er zeigt keine unnötigen Explosionen, sondern konzentriert sich lieber darauf, die Atmosphäre beizubehalten. Er zeigt wirklich einige fantastische Bilder, die allesamt wuchtiger sind als jede Explosion. Wieder ein paar Mal habe ich hier Gänsehaut bekommen.
Dazu trägt auch wieder sehr der fantastische Soundtrack von James Newton Howard, der auch schon die ersten beiden Teile musikalisch untermalte, bei. Er erzeugt mit seiner Musik immer genau die passende Stimmung und untermalt die Bilder wirklich sehr gut, ohne sie dabei zu untergraben. Er trägt einfach zum fantastischen Gesamtbild bei.

Fazit:
Mockingjay Teil 1 ist ein sehr emotionaler Anfang eines ohne Zweifel bewegenden Finales. Der Film ist sehr emotional und konzentriert sich voll und ganz auf seine Hauptfigur, ihre Gefühlswelt und Konflikte. Gerade dadurch entstehen einige Gänsehautmomente.
Hier zeigt man überdeutlich, dass Panem mehr als ein Kinderfilm ist.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 25, 2014 9:21 PM CET


Dark City [Blu-ray]
Dark City [Blu-ray]
DVD ~ Rufus Sewell
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen ein einzigartiger, zeitlos düsterer Trip!, 22. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark City [Blu-ray] (Blu-ray)
Alex Proyas ist meiner Meinung nach ein sehr unterschätzter Regisseur, denn obwohl seine Filme sehr erfolgreich waren, kennen die meisten Leute seinen Namen nicht. Und nachdem ich jetzt Dark City gesehen habe, finde ich dies umso trauriger.

John Mudoch wacht in einer Wanne auf und weiß nicht wer oder wo er ist. Als er aber anfängt in der Dark City nach seiner Vergangenheit zu suchen, sind ihm plötzlich finstere Gestalten auf den Fersen, die ihn töten wollen. Er kommt der Wahrheit hinter der dunklen Stadt immer näher und muss mehr und mehr sein gesamtes Leben hinterfragen.

Die meisten Leute wissen mit dem Namen Alex Proyas nichts anzufangen. Wenn man dann aber anfängt, Filme wie „The Crow“ und „I, Robot“ zu nennen, macht es plötzlich klick. Von diesen Filmen hat jeder schon einmal gehört, auch weil sie über die Jahre zu Kultfilmen herangewachsen sind, vor allem ersteres, und sich eine treue Fanbase darum gescharrt hat. Dark City zählt auch zu diesen Filmen, ist aber leider nur einer eher kleinen Zuschauerschaft bekannt, weil er eben sehr speziell ist.
Proyas hat den ersten Drehbuchentwurf selbst geschrieben, der dann von Lem Dobbs (Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten) und einem noch unbekannten David S. Goyer (The Dark Knight-Trilogie) verfeinert wurde. Es war seiner zeit schwer, ein Studio für das Drehbuch zu begeistern, was ich aber auch gut nachvollziehen kann.
Proyas wirft den Zuschauer anfangs in eine noch fremde Welt, die nichts mehr als eine gewöhnliche Stadt in ständiger Dunkelheit zu sein scheint. Als dann aber plötzlich Punkt 12 die komplette Stadt stillsteht und alle Menschen in eine Art Trance verfallen und nur John Murdoch und ein wirrer Doktor wach sind, wird das Leitmotiv schnell klar. Wer ist John Murdoch? Was hat es mit dieser Stadt auf sich? Warum gibt es kein Tageslicht? Wer sind diese Fremden? All diese Fragen werden offensiv gestellt. Auf dem Weg zu den Antworten wird man als Zuschauer aber auf einen morbiden, dunklen Psychotrip geschickt.
Es könnte alles eine Art Traum sein, ein Albtraum, der einfach nicht enden will. Und obwohl einen immer wieder gezeigt wird, dass es keiner ist, wird man dieses surreale Gefühl einfach nicht los. Proyas und seine beiden Jungs wissen die Geschichte wirklich interessant und spannend voranzubringen. Immer wieder konfrontieren sie den Zuschauer mit neuen Dingen, obwohl sie ihm sowieso schon mehr gezeigt haben, als der Hauptcharakter weiß. Sie halten es immer wieder mystisch und bringen plötzlich Dinge in diese Welt mit denen man nicht gerechnet hat. Die Fremden sind die perfekten Gegenspieler, weil sie mystisch und geheimnisvoll bleiben und einen immer wieder überraschen.
Alles in allem ist die Geschichte einfach nur super. Abwechslungsreich und interessant.
Noch dazu bekommt man hier mit Rufus Sewell (Ritter aus Leidenschaft) einen starken Hauptdarsteller, der überraschenderweise heutzutage eher Nebenrollen spielt. Dann sind da auch noch Jennifer Connelly (A Beuatiful Mind) und William Hurt (Lost in Space) in kleinen Nebenrollen und Kiefer Sutherland (24) in seiner wohl aussergewöhnlichsten Rolle. Sutherland spielt den wirren, undurchsichtigen Doktor, der der einzige ist, der weiß, was wirklich vor sich geht. Verwirrt und durcheinander spielt er diesen Mann sehr einprägsam für den Zuschauer und den Film. Er bereichert ihn wirklich sehr.
Den Film sehr bereichern tut auch die visuelle Kraft des Films.
Proyas gestaltet den Film natürlich bewusst düster, aber auch sehr morbide und irgendwie surreal. Es ist eine fast normale Stadt, die aber immer mehr wie ein Traum anmutet. Die generelle Stimmung hat mir wirklich sehr gefallen und trägt auch maßgeblich zum zeitlosen Look des Films bei.
Überraschend viel fand ich gegen Ende hin die CGI-Effekte, was keinesfalls negativ zu verstehen ist. Die Effekte sehen ebenfalls immer noch sehr gut aus, was auch daran liegt, wie Proyas sie einsetzt. Er zeigt hier einige fantastische und verdammt starke Bilder, die den Zuschauer staunen lassen. Wie er die Stadt verändert, erinnerte mich etwas an Inception. Man kann diese Effekte nur mit offenem Mund bestaunen. Was Alex Proyas für eine wahnsinniges Finale aufbaut, ist einfach unglaublich und lässt die wenigen Längen schnell vergessen.

Fazit:
Dark City ist Kult und das nachvollziehbarer weise!
Eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte wird mit sehr guten Charakteren und in einer zeitlos düsteren Optik erzählt. Mit seinem Look ist Dark City immer noch einzigartig und weiß den Zuschauer sowohl inhaltlich als auch mit seinen kraftvollen Bildern in seinen Bann zu ziehen.


Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray]
Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray]
DVD ~ Chris Pine
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einfach nur langweilig! wirklich sehr schade!, 16. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Jack Ryan: Shadow Recruit [Blu-ray] (Blu-ray)
Tom Clancy's Figur des Jack Ryan wurde schon mehrmals als Film umgesetzt mit verschiedenen Hauptdarstellern. Mit diesem Teil wollte man die Figur des Jack Ryan etablieren, um mehrere Filme folgen zu lassen, was leider kläglich gescheitert ist.

Jack Ryan ist Analyst bei der CIA. Er wird allerdings schnell auf ein krummes Spiel der Russen aufmerksam, was dazu führt, dass er selber auf eine Mission geschickt wird. So kommt er einem Komplott auf die Schliche, welches er beenden soll.

Tom Clancy hat zwar vor allem im Videospielbereich seine Marke mit etwaigen Spielen hinterlassen, aber auch mit der Figur des Jack Ryan für einige sehr gute Filme gesorgt. „Jagd auf Roter Oktober“ mit Alec Baldwin und Harrison Ford in „Die Stunde der Patrioten“ und „Das Kartell“ als jeweiliger titelgebender Held sind wohl die berühmtesten Werke. Ben Affleck übernahm Anfang der 2000er in „Der Anschlag“ dann ebenfalls erfolgreich diese Rolle. Dieses Jahr hatte dann Chris Pine in der Hauptrolle die Ehre, dieser Serie frischen Wind einzuhauchen, was leider überhaupt nicht gelungen ist.
Ich war anfangs eigentlich guter Dinge.
Mit Kenneth Branagh (Thor) hat man einen fähigen Regisseur und Darsteller, mit Kevin Costner (Der mit dem Wolf tanzt) einen bekannten, schmückenden Namen und mit Chris Pine (Star Trek) einen charismatischen Helden. Leider kann aber keiner dieser drei dem Film irgendetwas Positives geben.
Die Geschichte an sich ist typisch für einen Undercover-Thriller und passt auch ganz gut zu Jack Ryan, ist aber viel zu oberflächlich und höhepunktlos. Man kommt schnell zum Thema, was ich nicht schlecht finde, verpasst es dann aber für Abwechslung zu sorgen. Man rechnet bzw. hofft immer wieder, dass gleich etwas Unvorhergesehenes passiert, aber es passiert nichts. Alles wird zu schnell geklärt und vorangetrieben, wodurch der Film versäumt, seine Charaktere auszubauen.
Kenneth Branagh als Bösewicht kann eigentlich nur gut werden, habe ich gedacht. Selten habe ich ihn dann aber so langweilig und unmotiviert gesehen. Er hat schon mit „Mary Shelley's Frankenstein“ bewiesen, dass er durchaus Regisseur und Hauptdarsteller zugleich sein kann. Deswegen kann ich mir nicht erklären, warum er hier unglaublich flach und langweilig daherkommt. Costner und Pine liefern dann auch noch eine Standard-Vorstellung, wodurch der Film nichts Packendes auf die Leinwand bringt.
Man probiert zwar manchmal, spannend sein, ist aber nur hektisch und schnell. Zudem sind die Actionsequenzen kaum als solche zu bezeichnen.
Durch all diese Dinge wird der Film zu einem langweiligen Thriller, der durchaus Potential gehabt hat, aber absolut zurecht untergegangen ist. Einige Thriller der letzten Jahre, wie Unknown Identity und Non-Stop haben meisterlich gezeigt, wie man Spannung aufbaut und den Zuschauer bei Laune hält. Deswegen kann ich es umso schwerer nachvollziehen, wie man bei solchen Vorlagen so einen Film machen kann.

Fazit:
Jack Ryan ist leider ein langweiliger, öde inszenierter, uninspirierter Thriller, der eine langweilige Geschichte mit unmotivierten Darstellern präsentiert. In dieser Form sehen wir Jack Ryan hoffentlich nicht noch einmal.


Frühstück bei Tiffany [Blu-ray]
Frühstück bei Tiffany [Blu-ray]
DVD ~ Audrey Hepburn
Preis: EUR 8,97

5.0 von 5 Sternen zurecht ein Klassiker mit der charmantesten Frau der Filmgeschichte, 12. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Frühstück bei Tiffany [Blu-ray] (Blu-ray)
Frühstück bei Tiffany ist einer der bekanntesten Filme aller Zeiten. Jeder hat schon einmal von diesem Film gehört oder kennt das berühmte Bild mit Audrey Hepburn. Jetzt habe ich den Film endlich gesehen und kann seinen Ruhm sehr gut nachvollziehen.

Holly Golightly führt ein unbeschwertes Leben voller Affären mit reichen und einflussreichen Männern, bis eines Tages der Autor Paul Varjak ihr neuer Nachbar wird. Varjak verfällt der Schönheit und will sie dazu bringen, ihren riskanten Lebensstil zu ändern. Die Schönheit hat aber einige alte Dämonen versteckt, die langsam zum Vorschein kommen.

Audrey Hepburn hat mich schon so oft in ihrem schwarzen Kleid angelächelt, dass ich einfach nicht anders konnte: ich musste diesen Film einfach einmal sehen!
Regisseur Blake Edwards (Pink-Panther-Reihe) inszenierte hier eine Komödie, die voll und ganz mit ihrer Hauptdarstellerin steht oder fällt. Und Edwards hat mit Audrey Hepburn (My Fair Lady) die perfekte Besetzung für diese Rolle gelandet.
Hepburn hat sich mit dieser Rolle unsterblich gemacht, weil sie ihren eigentlich zweifelhaften Charakter einfach unwiderstehlich spielt. Hepburn ist meiner Meinung nach eine der schönsten Frauen, die jemals in einem Film aufgetaucht ist, und genau dies nutzt sie hier aus. Sie sieht super aus und verdreht damit jedem Mann den Kopf, man kann ihr aber nicht böse sein, weil sie einfach so grundsympathisch ist, unwiderstehlich charmant. Hepburn spielt diese Frau wirklich sehr gut und erschuf den Prototypen solcher eigentlich zweifelhaften, aber sympathischen Frauen, ist aber kaum erreicht wurden. Nur sehr wenige Frauen können da mit ihr mithalten. Selbst George Peppard (Hannibal in Das A-Team), der zusammen mit dem Zuschauer dieser Frau immer näher kommt und ihre Geheimnisse offenbart, ist nur schmückendes Beiwerk. Audrey Hepburn ist das Herz und die Seele des Films.
Dadurch macht sie es Blake Edwards natürlich relativ einfach. Ich will hier aber seine Arbeit nicht schmälern, denn er inszeniert wirklich sehr gekonnt seine Darsteller und schafft einige sehr schöne und starke Bilder, von denen das Schlussbild nur eines ist.
Er weiß die gute Geschichte unterhaltsam zu inszenieren, hält die Stimmung bewusst locker und flapsig und verzichtet auf unnötige Gags. Die Charaktere benehmen sich immer noch nachvollziehbar und machen keine ulkige Situationskomik aus den Begebenheiten.
Das ganze garniert Henry Mancini (Der rosarote Panther) mit einer tollen Musik, für die er sogar mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.

Fazit:
Frühstück bei Tiffany ist immer noch ein sehr unterhaltsamer, lockerer Film mit der charmantesten Frau der Filmgeschichte. Der Film hat einige schöne Momente, eine unwiderstehliche Hauptdarstellerin und eine tolle Musik.
Zu recht ein Klassiker!


Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod [Blu-ray]
Mad Circus - Eine Ballade von Liebe und Tod [Blu-ray]
DVD ~ Antonio de la Torre
Wird angeboten von brandsseller
Preis: EUR 9,65

5.0 von 5 Sternen bizarr, grotesk, verrückt! - ein wahrlich einzigartiger Film, 2. November 2014
Mad Circus hat mich mit seinen grotesken Bildern im Trailer schon in seinen Bann gezogen. Was ich dann aber letztendlich hier gesehen habe, ist nur schwer in Worte zu fassen.

Javier ist der traurige Clown in einem neuen Zirkus. Zusammen mit dem brutalen, kaltblütigen Clown Sergio bringt er die Kinder zum Lachen ist damit sehr erfolgreich. Als Javier sich aber in Sergios Freundin Natalia verliebt, die immer wieder misshandelt wird, sich aber nicht traut, ihren Freund zu verlassen, ist das Chaos perfekt. Javier dreht durch, wird zum Mörder und fristet sein trauriges Dasein allein und verlassen, aber stets voller Liebe zu Natalia.

Mad Circus ist einer dieser Filme, der bei Festivals unglaublich gut ankommt, Bestnoten aller Art einkassiert und von Kritikern mit Lob überschüttet wird, der breiten Masse aber aufgrund seiner Machart, sehr expliziten Art und Weise und des Wahnsinns einfach nicht bekannt nicht. Dies ist wirklich sehr schade, denn er ist einfach nur sehr gut gemacht und vermischt verschiedene Genre sehr gekonnt miteinander.
Regisseur Àlex de la Iglesia (Perdita Durango) behandelt in diesem Film verschiedenste Themen. Anfangs wirkt der Film noch wie ein Drama, in dem es um unerfüllbare Liebe und Missbrauch geht. Javier verliebt sich in das falsche Mädchen und traut sich aus Angst nicht, ihr zu helfen. Die Furcht vor dem brutalen Sergio ist zu groß und Javier zu feige. In diesem ersten Drittel offenbart der Film auch schon seine rohe, ungefilterte, explizite Gewalt. Iglesia hält drauf, wenn Sergio Natalia misshandelt und den unschuldigen Javier fast tot schlägt.
Wenn Javier dann aber ausrastet und nur noch von Trieben gelenkt wird, explodiert der Film förmlich vor visueller Kraft. Ab diesem Teil wird dann natürlich die Sehnsucht nach Gegenliebe zum Motiv, was aber schon nicht mehr so stark im Vordergrund steht, wie die Anfangsthemen.
Durch die Gewaltorgie, die Iglesia vom Zaun bricht, gehen die Themen etwas unter, was auch am rapiden Tempo liegt. Man hat kaum noch Zeit, einmal durchzuatmen, den Charakter zu studieren, weil er seinen Weg klar und ohne Abzweigungen bestreitet. Was sich hier entspinnt, könnte fast schon ein Horror-Film sein. Aus einem harten Drama wird ein brutaler Rachefeldzug.
Jene Vendetta gewinnt durch den Einsatz der beiden Clowns auch noch an Wahnsinn. Beide sind auf ihre Art wahnsinnig und zeigen dies auch auf ihre eigene unberechenbare Art und Weise. Es folgt ein bizarres, groteskes Bild nach dem anderen, was zartbesaitete Zuschauer sicherlich nur schwer verkraften können. Trotz der Gewalt, zieht der Film den Zuschauer aber absolut in seinen Bann, da er auch immer wieder unvergessliche Momente hat, die man so in keinem anderen Film erlebt.
Die gute Regie wird aber auch durch die drei Hauptakteure wahnsinnig bereichert.
Carlos Areces als Javier und Antonio de la Torre als Sergio versorgen den Film mit Wahnsinn und geben ihn erst seinen eigenen Charakter. Beide spielen ihre Rollen wirklich grandios und sollten einem breiteren Publikum bekannt gemacht werden, weil sie in ihren Rollen versinken und die Leinwand für sich einnehmen. Ebenso einnehmend ist aber auch Carolina Bang als Natalia. Sie sieht nicht nur wunderschön aus, sondern spielt ihren Charakter sehr glaubwürdig. Sie ist unentschlossen, verängstigt, aber auch leider abhängig. Fast immer hat man das Gefühl, dass sie ein falsches Spiel mit beiden Clowns treibt. Diese drei Charaktere machen sich den Film zu eigen und sind ein unschlagbares Trio, das man so einmal erlebt haben muss.

Fazit:
Mad Circus ist genau das, was der Name vermuten lässt: bizarr, grotesk, verrückt!
Àlex de la Iglesia inszeniert hier ein packendes Werk, voller ungefilterter Gewalt und Emotionen mit grandiosen Darstellern.
Dies ist wirklich ein einzigartiges Filmwerk, dass man nicht noch einmal haben wird. Ob es gefällt oder nicht, muss jeder für sich entscheiden, aber man kann ihm seine Einzigartigkeit nicht absprechen.


Space Pirate Captain Harlock [Blu-ray]
Space Pirate Captain Harlock [Blu-ray]
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen inhaltlich interessant und visuell sehr beeindruckender Sci-Fi-Abenteuer-Film, 31. Oktober 2014
Diesen 3D-Animationsfilm habe ich nur durch Zufall entdeckt und war wirklich überrascht, wie gut er ist.

In ferner Zukunft sind die Menschen von der Erde geflüchtet und haben sich in Kolonien breitgemacht. Da ihre Zahl aber auf über 500 Milliarden anstieg konnten sie nicht zurück zur Erde, was eine Religiöse Gruppe namens Gaia Sanction nutzte, und allen Menschen verbot zur Erde zurückzukommen. Der Space Pirate Harlock, der der Sanction schon seit 100 Jahren über mitspielt, tut aber alles dafür, dass die Menschen wieder zu ihrer Heimat kommen. Obwohl er es fast zu schaffen scheint, stehen ihm immer wieder neue Hindernisse und seine Vergangenheit im Weg.

Captain Harlock basiert auf dem gleichnamigen Manga und Anime aus den 70er Jahren, die ich leider nicht kenne. Ich bin mir aber sicher, dass mir der Anime als Kind gefallen hätte.
In allererster Linie wollte ich diesen 3D-Animationsfilm nur sehen, weil mich die Optik und das Design sehr angesprochen haben. Der Film ist komplett animiert, genauso wie die Pixar-Filme z.B., hat aber eine erwachsene Atmosphäre und kein kindliches Design, wodurch er eher mit Filmen wie Appleseed Alpha zu vergleichen ist.
Das Design wirkt sehr erwachsen, hat aber einen deutlich japanischen Stil. Das Space-Design ist wirklich sehr gelungen, kreativ und in seiner Form einzigartig. Gerade das Schiff Harlock's, die Arcadia, ist super designt und verbindet Technik gekonnt mit etwas Traditionellem. Auch die Charaktere überzeugen mit ihrem Design, allem voran der mysteriöse titelgebende Captain.
Das Design gewinnt auch deutlich durch die grandiose technische Umsetzung. Man könnte zwar meckern, dass die Gesichter zu steif, die Haare zu unecht und die Augen zu leer wirken, aber dies bemäkeln nur wirkliche Puristen. Mich hat es überhaupt nicht gestört, weil der Detailgrad immer noch sehr hoch ist und gerade in den sehr guten, spannenden und explosiven Schiffsschlachten super zur Geltung kommt. In jenen Schlachten überrascht einen der Film immer wieder mit seinen kreativen Ideen und der visuellen Opulenz. Die Schlachten sind sehr gut gemacht und die Effekte wirken sehr detailliert und beeindruckend. Hier wird man mit wirklich schönen Bildern verwöhnt.
So visuell genial ich den Film fand, so inhaltlich überraschend fand ich ihn. Schnell hat sich bei mir der Eindruck eingestellt, dass der Film eine flache Story erzählt und den Zuschauer nur von einer Actionsequenz zur nächsten schickt. Und obwohl der Film wirklich viele und lange Actionsequenzen hat, weiß er zwischen ihnen aber eine interessante Geschichte mit einigen nachvollziehbaren Twists zu erzählen und gibt seinen anfangs noch flachen Charakteren langsam etwas Profil. Mir hat die Story immer mehr gefallen, obwohl an manchen Stellen zwar etwas dick aufgetragen wird und man vergeblich versucht, richtig emotional zu sein. Dennoch hatte ich auch mit den ruhigen Momenten meinen Spaß.

Fazit:
In Space Pirate Captain Harlock wird eine interessante Geschichte visuell sehr stark erzählt. Die Charaktere gewinnen immer mehr Profil, genauso wie die Geschichte, und die Bilder beeindrucken mit einem hohen Detailgrad, sehr gutem Design und kreativen Ideen.
Hier bekommt man einen sehr unterhaltsamen und schönen Sci-Fi-Animationsfilm, den ich nur empfehlen kann.


Teenage Mutant Ninja Turtles [Blu-ray]
Teenage Mutant Ninja Turtles [Blu-ray]
Preis: EUR 21,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen so muss ein Turtles-Film sein!!, 27. Oktober 2014
Nach dem ersten Trailer war ich von den neuen TMNT nicht gerade begeistert. Es sah einfach zu sehr nach Michael Bay aus, von dem ich absolut kein Fan bin. Der Film hat mich aber wirklich fantastisch unterhalten!

April O'Neil ist Reporterin bei einem New Yorker Fernsehsender, muss sich aber immer nur mit kleinen Reportagen herumschlagen, weil man ihr den großen Bericht nicht zutraut. Als sie aber alleine einer Sache nachgeht, begegnet sie plötzlich vier mutierten, sprechenden und kämpfenden Schildkröten. Sie schließt sich diesen Turtles an und kämpft mit ihnen gegen den ehemaligen Partner ihres Vaters und den Foot Clan.

Ich bin mit den Turtles aufgewachsen. Ich habe damals die Trickserie sehr gerne geguckt und obwohl ich die Turtles immer mehr aus dem Auge verloren habe, habe ich mich dennoch sehr gerne an sie erinnert. Deswegen würde ich mich zwar als Turtles Fan, aber niemals als Experte bezeichnen. Trotz meiner Liebe zu den Schildkröten war ich aber von den ersten News und Trailern nicht gerade angetan, weil sie zu sehr die Handschrift ihres Produzenten trugen. Ich kann mit den Michael Bay Filmen der letzten 10 Jahre nicht viel anfangen, allen voran mit seinen Transformers. Diese Filme sind mir einfach zu effektbeladen und unübersichtlich. Nichtsdestotrotz habe ich mir den Film aber im Kino angesehen und war sehr erleichtert, dass Regisseur Jonathan Liebesman (World Invasion: Battle Los Angeles) sich nicht von Bay hat ins Handwerk fuschen lassen.
Auf die Story brauche ich gar nicht eingehen, weil sie natürlich sehr oberflächlich und bekannt ist. Worauf ich aber eingehen muss, sind natürlich die Turtles.
Ungewohnter weise sehen die Turtles hier doch sehr unterschiedlich aus. Was anfangs befremdlich wirkte, machte den Film aber schnell aus. Die Schildkröten sehen nicht nur anders aus, sondern haben auch eigene Persönlichkeiten, was sie viel individueller und einzigartiger macht. Michelangelo ist der kleine Wirbelwind mit seinen ganzen Popkulturreferenzen und den Nunchuks. Donatello ist der Nerd und Technickfreak der Truppe mit seinem Kampfstab und einer riesigen Hornbrille. Raphael ist der ungestüme Muskelberg, der sich nichts sagen lässt und alle Probleme einfach mit seinen Sais lösen will. Und Leonardo ist der Katana schwingende, besonnene Anführer der Truppe. Jeder Turtle hat wirklich einen eigenen Charakter und hebt sich von seinen Brüdern ab. Hier unterscheiden sich die Turtles nicht nur durch ihre Bandanas. Die vier sind natürlich das Zentrum des Films und das auch zurecht. Sie sorgen immer für gute Laune und zeigen, dass sie selbst nach fast 30 Jahren immer noch relevant und verdammt lustig sind.
Neben coolen Sprüchen und Gags gehören zu den Turtles aber natürlich auch Gegner und Kämpfe und gerade letztere haben mich absolut begeistert.
Jonathan Liebesman bricht hier einige lange Actionszenen vom Zaun, von denen sich Bay mal gehörig was abschneiden kann. Liebesman lässt oft einfach mal mit der Kamera draufhalten, wodurch die gut choreographierten Kämpfe sehr übersichtlich und noch effektiver zur Geltung kommen. Die sehr guten CGI-Effekte tragen natürlich ihren Teil dazu bei, aber die setze ich bei einem Bay-Film voraus. Durch die sehr gute Kameraführung ist man auch öfters sehr nahe an den Charakteren dran, was aber nie unübersichtlich wird, sondern den Aktionen einfach nur mehr Wucht verleiht. Liebesman's Können zeigt sich auch in einer ganz besonderen Actionsequenz mit einem LKW, die zwar lang, aber kreativ, gut gefilmt und super inszeniert ist. Diese Actionszene ist einer meiner liebsten Actionsequenzen in diesem Jahr.
All diese Dinge, die personalisierten Turtles und die großartige Action, mischt Liebesman zu einem rundum gelungenen Film, dessen verschiedene Elemente einfach sehr gut ineinandergreifen. Zudem sind die Gags und flapsigen Sprüche auch noch sinnig in den Film verbaut und sorgen für einiges Grinsen während des Films, nicht wie bei Bay.

Fazit:
Teenage Mutant Ninja Turtles ist ein Turtles Film, genauso wie ein Turtles-Film sein muss.
Die Turtles sind allesamt individuelle Persönlichkeiten und sorgen für einige lustige und sehr unterhaltsame Momente, die Action ist super gefilmt und inszeniert und bietet eine der besten Actionsequenzen 2014.
So muss ein Turtles-Film sein und jetzt freue ich mich erst mal auf den zweiten Teil 2016.


Monuments Men - Ungewöhnliche Helden [Blu-ray]
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einfach nur langweilig, trotz eines hochkarätigen Casts und einer guten Geschichte, 25. Oktober 2014
Wenn jemand wie George Clooney (Syriana) einen Film macht, horchen erst einmal alle auf. Wenn er dann auch noch einen Cast aus anderen Hollywood-Größen zusammenstellt, sollte der Film doch eigentlich gut werden. Monuments Men ist aber wieder ein Musterbeispiel dafür, dass ein guter Cast allein nicht reicht, um einen Film gut werden zu lassen.

Der Zweite Weltkrieg ist im vollen Gange. Lt. Frank Stokes will aber nicht an die Front, um gegen Nazis zu kämpfen, sondern ruft ein Spezialkommando zusammen, um die von den Nazis gestohlenen Kunstwerke wiederzubeschaffen. Zusammen mit seinen wenigen Männern macht er sich auf die Suche nach jenen Werken, was natürlich nicht gerade einfach ist.

Monuments Men hatte mich mit dem ersten Trailer eigentlich gefangen. Ich bin absolut kein Fan von Kriegsfilmen, ich kann mit ihnen einfach nicht viel anfangen, obwohl ich anerkenne, dass Filme wie „Der Soldat James Ryan“ oder „Full Metal Jacket wirklich gut gemacht sind und auch zurecht hohes Ansehen genießen. Monuments Men stellt aber mal eben nicht den Krieg dar, sondern beschäftigt sich mit einem Spezialkommando, das leider in Vergessenheit geraten ist, nur weil es nicht an der Front war.
Nichtsdestotrotz haben wir diesen Monuments Men aber viel zu verdanken. Sie haben unzählige, unschätzbare Werke der Kunst gerettet und dafür gesorgt, dass man sie heute immer noch bestaunen kann. Diese Geschichte finde ich einfach großartig. Ich verstehe nicht ganz, warum diese Männer in den Geschichtsbüchern größtenteils unerwähnt bleiben, weil auch sie ihr Leben riskiert und Großes geleistet haben. Wenn man sich die Dokumentation auf der Blu-Ray auch einmal anschaut, in der die echten Monuments Men zu Wort kommen und ihre Geschichte erzählen, wirkt das Ganze noch viel unglaublicher. Ich bin jetzt absoluter Fan dieser Männer, die während des Krieges auch noch an die Vergangenheit gedacht und sie erhalten haben. Dies liegt aber auf keinem Fall an dem Film, denn er wird dieser Geschichte in keinster weise gerecht.
Dies ist umso trauriger, weil ich mir hier einen wirklich guten Film erhofft habe, dessen Geschichte allein schon fesselnd ist. Abgesehen von der eigentlich guten Geschichte hat der Film aber nichts Denkwürdiges.
Clooney versammelt hier Kollegen wie Bill Murray (Ghostbusters), Matt Damon (Bourne-Trilogie), Jean Dujardin (The Artist) und John Goodman (The Big Lebowski). Dieser Cast lässt eigentlich viel Humor und Witz, sowie einfach sympathische Charaktere und gute Leistungen vermuten, hat aber nichts davon.
Clooney hält den Ton des Films mit Absicht flapsig und unbeschwert, versäumt dadurch aber, den Momenten eine gewisse Wucht zu geben. Es gibt eigentlich einige im Grunde wirklich gute Momente, allerdings werden diese so unspektakulär und langweilig inszeniert, das man sie sofort wieder vergisst. Mit unspektakulär meine ich auch nicht, dass es keine Actionszenen oder ähnliches gibt, die braucht dieser Film auch gar nicht, aber dass alles so langweilig und gewollt wirkt. Der Film ist zwar solide aufgenommen, aber die Bilder lösen einfach nichts beim Zuschauer aus. Obwohl sich Dujardin und Goodman Mühe geben, aber selbst diese beiden Top-Schauspieler können im Film keine Marke hinterlassen.
Zudem sind auch die vermeintlich lustigen Momente alles andere als lustig. Sie wirken halt eben gewollt, als würde Clooney neben einem stehen und krampfhaft versuchen lustig zu sein. Zusammen mit den ach so traurigen Momenten und den stellenweise verdammt nervigen patriotischen Soundtrack hat mich der Film manchmal echt auf die Palme gebracht. Mit Nachrichten von Zuhause und einer traurigen Vinylplatte soll auch noch Emotionalität erzeugt werden, die einfach nicht da ist. Ich scherte mich einen Dreck um die Charaktere selbst, was mich aufgrund der Schauspieler dahinter traurig machte.
All diese Punkte zogen den Film in die Länge und machten ihn einfach nur langweilig. Dennoch würde ich gerne eine gute Verfilmung dieser Monuments Men sehen, weil sie Stoff für einen verdammt guten Film bietet.

Fazit:
Monuments Men ging absolut zurecht an den Kinokassen baden.
Ich will den Film nicht verteufeln, aber er hat einfach eklatante Schwächen. Der hochkarätige Cast hat nichts zutun, wodurch einem die Charaktere egal sind und die emotionalen und patriotischen Momente einfach nur nervig wirken. Alles in allem ist dieser Film einfach nur langweilig und zieht sich unnötigerweise.
Ich hoffe aber immer noch auf eine gute Verfilmung dieser vergessenen Kriegshelden.


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