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Rezensionen verfasst von
TheGame2493 (Deutschland)

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Automata [Blu-ray]
Automata [Blu-ray]
DVD ~ Antonio Banderas
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eher unspektakulärer Sci-Fi-Thriller, der aber einen Blick lohnt, 13. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Automata [Blu-ray] (Blu-ray)
Automata machte mit einer interessanten Idee auf sich aufmerksam, blieb dann aber hinter meinen Erwartungen zurück.

Im Jahre 2044 ist die Erde eine verseuchte Wüstenlandschaft. In einigen großen Städten leben die letzten Menschen mit Robotern zusammen. Jacq Vaucan ist ein Versicherungsagent für eben jene Roboter. Bei der Untersuchung eines beschädigten Roboters stellt er fest, dass er wohl eine eigene Persönlichkeit entwickelt hat. Er geht dem nach und kommt dem Geheimnis dahinter immer mehr auf die Spur.

Automata ging trotz eines bekannten Namens eher unter, was auch durchaus nachvollziehbar ist. In den letzten 2 bis 3 Jahren sind einige Filme mit dem Thema eines menschlichen Roboters herausgekommen. Seien es eher unbekanntere, kleinere Filme wie Ex Machina und The Machine - They Rise. We Fall. , die das Thema sehr gut aufarbeiteten oder ein größerer Titel wie Chappie, der aber weniger überzeugen konnte. Bei Automata hoffte ich auf einen Film, der eher Ex Machina und The Machine glich, bekam aber leider einen eher durchwachsenen Streifen wie Chappie.
Gemeinsam mit diesen Filmen hat Automata aber die gute Optik. Es wird hier eine schön dreckige Version der Zukunft gezeichnet. Die Roboter sehen zwar aus, wie in jedem anderen Film, wirken aber auch gerade zu Anfang noch interessant. Die Optik haut einen zwar nicht um, wirkt aber sehr authentisch.
Storytechnisch greift Automata ebenfalls das allseits bekannte Thema eines Roboters auf, der anfängt selbstständig zu handeln, was natürlich unerwünscht ist. Anfangs wirkt der Film durch seine Optik und Idee noch interessant. Zudem spielt Hauptdarsteller Antonio Banderas (El Mariachi) einen verzweifelten Mann, der sein Leben satt hat und seiner schwangeren Frau versucht alles recht zu machen, wirklich gut. Umso mehr Banderas aber herausfindet, umso länger wird der Film.
Man gewöhnt sich schnell an die Optik, wodurch auch sie ihren Reiz verliert, und die Geschichte bietet nur Standardkost. Ich hatte das Gefühl, als hätte man nicht gewusst, wo der Weg hingehen soll. Es wird nicht unnachvollziehbar, aber immer gewöhnlicher und dadurch sehr zäh. Sehr schade, denn hier wurde durchaus viel Potential liegen gelassen. Die Geschichte ist nie so interessant wie Ex Machina und die Optik nie so stark wie bei The Machine.

Fazit:
Automata hat eine schöne Optik, leidet aber sehr unter der immer gewöhnlicher werdenden Story. Die anfangs noch interessanten Ideen, werden nicht weiter verfolgt und man bietet eher gewöhnliche Standardkost, wodurch einige Längen entstehen.
Automata ist inhaltlich nicht so stark wie Ex Machina und optisch schwächer als The Machine, hat aber dennoch seine Schauwerte und lohnt einen Blick.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 30, 2015 1:11 AM CET


Crimson Peak [Blu-ray]
Crimson Peak [Blu-ray]
DVD ~ Tom Hiddlestone
Preis: EUR 20,49

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein schaurig und vor allem schönes Grusel-Märchen, 14. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Crimson Peak [Blu-ray] (Blu-ray)
Crimson Peak wurde mit eher gemischten Gefühlen aufgenommen. Und auch ich, als Nicht-Horror-Film-Gucker habe so meine Probleme mit dem Film.

Edith Cushing begegnet als Kind dem Geist ihrer Mutter, der sie vor Crimson Peak warnt. 14 Jahre später lernt sie den jungen Erfinder Sir Thomas Sharpe kennen und verfällt ihm. Sie heiraten und ziehen nach London in Sharpe's Villa. Edith spürt schnell, dass mit dem Anwesen etwas nicht stimmt und das Thomas und seine Schwester Lucille etwas verbergen.

Ich gucke eigentlich alles, komme aber an Horror-Film nicht heran. Ich habe wirklich nur eine Hand voll gesehen, die ich auch überwiegend gut fand, kann aber ansonsten mit dem Genre nicht viel anfangen. Crimson Peak zu gucken habe ich nur geschafft, weil ich sehen wollte, welche Gruselgeschichte Guillermo del Toro (Pacific Rim, The Devils's Backbone) hier auf die Leinwand zaubert.
Das positivste zuerst, es ist eine sehr schöne Geschichte. Optisch zumindest!
Del Toro orientiert sich visuell sehr an seinem Pan's Labyrinth und pflegt einen gewissen Gothik-Stil. Dies macht er sehr selbstbewusst und gekonnt und vor allem detailliert. Man bekommt hier einige wirklich unglaublich detaillierte und wunderschöne Sets geboten, die die Darsteller mit ebenso schönen Kostümen durchschreiten. Ausserdem nutzt er hier die CGI-Effekte auch noch verdammt gut. Nicht nur um künstlich atmosphärische Lichtstimmungen zu schaffen, sondern auch bei den komplett animierten Geistern. Sie sehen angsteinflößend und ekelhaft aus und sind technisch wirklich super umgesetzt.
Also rein visuell ist Crimson Peak definitiv einer der schönsten Filme des Jahres!
Leider ist es die Geschichte, die das Erlebnis etwas dämpft.
Die Darsteller sind allesamt super gewählt: Mia Wasikowska (Alice im Wunderland) als Hauptperson Edith spielt sehr zurückhaltend und jungfräulich, hat aber gerade am Anfang noch etwas angenehm rebellisches. Tom Hiddleston (Thor) und Jessica Chastain (Zero Dark Thirty) als mysteriöses Geschwisterpaar passen auch gut zusammen, wobei vor allem Chastain immer mehr Profil gewinnt. In einer kleinen Rolle ergänzt noch Charlie Hunnam (Pacific Rim) das Ensemble. Sie spielen ihre Rollen alle gut, bleiben aber keinesfalls im Gedächtnis.
Dies liegt vor allem an der etwas trägen Geschichte. Guillermo del Toro nimmt sich relativ viel Zeit, um die Charaktere vorzustellen, was auch gar nicht schlimm ist, verzettelt sich aber im letzten Drittel des Films. Er erzählt hier eine fast schon typische Grusel-Geschichte und weiß den Zuschauer mit einigen Szenen schon gut zu gruseln, vor allem in der ersten Hälfte im Anwesen. Leider verlässt er sich gegen Ende immer mehr auf die Liebesgeschichte, wodurch gerade die Erscheinungen ein gutes Stück ins Hintertreffen geraten und nur noch bedingt eine wichtige Rolle spielen. Das der Film dann immer vorhersehbarer wird, hilft der Spannung auch nicht.
Dennoch unterhält del Toro in den ersten zwei Dritteln wirklich gut und sorgt für einige schaurisch schöne Gruselmomente.
Zudem kann man sich über einige kleine Anspielungen auf bekannte Autoren freuen, vorausgesetzt man achtet darauf (Sir Arthur Conan Doyle; "Ich wäre lieber Mary Shelley!").

Fazit:
Crimson Peak ist einer der visuell ansehnlichsten Filme des Jahres. Die liebevollen Köstume, die detailreichen Sets und die wirkungsvoll eingesetzten CGI-Effekte sorgen für einige tolle Schauwerte. Leider zerfasert die anfänglich noch interessante Geschichte mit der Zeit, wodurch einge unschöne Längen entstehen.
Nichtsdestotrotz ist Crimson Peak ein schaurig schönes Grusel-Märchen.


Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis [Blu-ray]
Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis [Blu-ray]
DVD ~ Jake Gyllenhaal
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Nightcrawler ist ein intensiver KULT-Thriller mit einem meisterhaften Jake Gyllenhaal!, 4. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nightcrawler wurde von jedem mit Lob überschüttet. Absolut zurecht!

Lou Bloom schlägt sich mit Gelegenheitsjob durch. Eines Abends beobachtet er einige Nightcrawler, die Unfälle filmen, um sie dann an Nachrichtenstationen zu verkaufen. Er hat seine Berufung gefunden. Wild entschlossen, will er von nun an als Nightcrawler sein Geld verdienen und der Beste darin werden... um jeden Preis.

Nightcrawler war ein überraschender Erfolg, vor allem bei Kritikern. Umso erstaunlicher ist es, dass dies Dan Gilroy's Regiedebüt ist.
Gilroy beleuchtet hier die eher unbekannte Welt der Nightcrawler. Diese hören nachts den Polizeifunk ab, umso schnell wie möglich an etwaigen Unfallorten zu sein, damit sie so schnell wie möglich den Tatort filmen können. Diese Aufnahmen werden dann an Nachrichtenstationen verkauft, damit sie in den Nachrichten zu sehen sind.
Dieses Leben mag etwas makaber klingen, aber diese Menschen gibt es wirklich und deren Leben stellt Gilroy ungeschönt dar.
Durch die düstere Atmosphäre wird schnell klar, dass dieses Leben seinen Preis hat. Es werden hier einige tolle Bilder präsentiert, die sowohl Spannung als auch Faszination erzeugen.
Und obwohl sich die Bilder einbrennen, waren es doch die Story und Jake Gyllenhaal, die mich an den Bildschirm gebannt haben.
Gilroy führt den Zuschauer an diese Welt heran und lässt ihn glaubwürdig daran teilhaben. Dabei beleuchtet er nicht nur, wie dieser Job ausgeführt wird, sondern vor allem, welch Grauen man dabei erlebt. Mit jeder Tour, durch die Stadt, in jeder neuen Nacht, werden die Verbrechen krasser, brutaler und unerträglicher.
Noch krasser wird aber vor allem das Handeln von Lou Bloom. Anfangs noch ein ungewöhnlich kluger, junger Mann, der vom Internet erzogen wurde, sich viel Wissen angeeignet hat und mit sehr gewählten Worten ausdrückt, stumpft ihn das Nightcrawler-dasein immer mehr ab. Sein Handeln wird immer unberechenbarer, er ist aber während des Filmens absolut kalkulierend. Alles ist bei ihm durchdacht, jedes Handeln, jeder Satz. Jake Gyllenhaal vermittelt dies beängstigend gut. Dies ist eine jener seltenen Performances, bei der jede Bewegung, jeder Blick, jeder Satz absolut authentisch ist und dem Charakter entspringt und nicht dem Schauspieler. Gyllenhaal versinkt in dieser Rolle, wie kaum zuvor. Wie er langsam in den Wahnsinn abgleitet, es aber ganz subtil zeigt, ist einfach meisterhaft. Es sind die kleinen Dinge, die seinen Verfall offenbaren, die aber auch für jeder Mann sichtbar sind. Gyllenhaal erschuf hier einen Charakter, der ohne Zweifel Kult-Status erreichen wird, weil sein subtiles Spiel fast schon zu gut ist.
Mit Jake Gyllenhaal erlebt man aber nicht nur die Nacht, sondern auch die Seite der Nachrichtenstationen. Wenn es um den Verkauf geht, man sieht, wie sich Redakteure solch gräulige Bilder ganz analytisch angucken, kann man eigentlich nur kritisch sein. Es sind wirklich erschreckende Szenen, wenn man sieht, dass die Verbrechen für die Nachrichten daran ausgewählt werden, wie hoch die Einschaltquoten warscheinlicherweise sein werden. Diese Kritik wird ganz offen laut, passt aber auch perfekt in den Film.
Es sind auch diese Szenen, die die stärksten Dialoge haben. Wie Jake Gyllenhaal als Lou Bloom um seine Vergütung verhandelt muss man mal gesehen haben.

Fazit:
Nightcrawler ist Kult!
Mit intensiven Bildern, spannenden Begebenheiten, starken Dialogen und einem wahnsinnig guten Jake Gyllenhaal wird man hier in eine dunkle Ecke der Nachrichtenwelt gesaugt, die einen nicht wieder loslässt.


The Last Witch Hunter [Blu-ray]
The Last Witch Hunter [Blu-ray]
DVD ~ Vin Diesel
Preis: EUR 17,99

10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen lieblos zusammengeschusterte 0815-Fantasy!, 25. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: The Last Witch Hunter [Blu-ray] (Blu-ray)
The Last Witch Hunter machte im Trailer noch einen guten Eindruck, leider aber nur da.

Kaulder wurde von einer Hexenkönigin zu ewigem Leben verurteilt, nachdem er sie tötete. 800 Jahre später greift eine Hexe seinen Freund an. Kaulder geht dem auf den Grund und findet schnell heraus, dass jemand die Hexenkönigin wiederbeleben will. Kaulder versucht mit der Hexe Cloe alles, um dies zu verhindern.

Als ich das erste Mal von der Grundidee gelesen habe, war ich schon sehr skeptisch. Magie in der Moderne funktioniert in den seltesten Fällen. Dann machte mich aber der Trailer wieder aufmerksam. Leider war er aber besser als der Film.
Erstmal das Gute: der Film sieht gut aus.
So ein Fantasy-Film ist natürlich gespickt mit vielen CGI-Effekten, und die sind hier auch wie gewohnt gut. Einige Designs sind wirklich klasse und auch manche Bilder sind einfach nur schön anzusehen.
Leider hört das Gute aber hier schon auf.
So gut die Effekte auch sein mögen, ist der gesamte Rest umso schwächer.
Die Geschichte ist relativ einfach gehalten, was prinzipiell überhaupt nicht schlimm ist, nur ist sie sehr lieblos zusammengeschustert. Die Geschichte nimmt das Bekannteste vom Bekannten und serviert es lieblos dem Zuschauer. Manche Ideen sind auch generell wirklich gut und haben jede Menge Potential für beeindruckende Momente, aber jenes Potential wird nur angekratzt. Ein Punkt nach dem anderen wird lieblos abgehakt. Selbst die Charaktere.
Mit Vin Diesel (The Fast and The Furious) hat man die Rolle des Kaulder gut besetzt. Ihm zur Seite stehen noch Rose Leslie (Game of Thrones), Michael Caine (The Dark Knight-Trilogie) und Elijah Wood. Umso erschreckender fand ich es, dass all diese Darsteller so unglaublich langweilig sind. Man bekommt zu niemanden eine richtige Beziehung, wozu die nicht vorhandene Charakterzeichung und die stellenweise echt dummen und langweiligen Dialoge beitragen.
Selbst diese schwache Story und Charaktere hätte ich noch verschmerzen können, wäre die Action gut. Aber man bekommt hier nur kurzweilige Kampfszenen, die man kaum so nennen kann und ein Finale, das keines ist.

Fazit:
The Last Witch Hunter ist ein lieblos zusammengeschusterter Fantasy-Film, der einige schöne Ideen hat, deren Potential aber nicht erkennt und stattdessen Standard-0815-Kost serviert. Selbst die stellenweise schönen Bilder können darüber nicht hinwegtrösten.


Königreich der Himmel (Director's Cut) [Blu-ray]
Königreich der Himmel (Director's Cut) [Blu-ray]
DVD ~ Orlando Bloom
Preis: EUR 8,97

5.0 von 5 Sternen ein moderner Monumental-Film in bester Manier!!, 18. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Königreich der Himmel zählte anfangs zu den eher umstrittenen Ridley Scott Filmen. Hat sich aber mittlerweile zu einem seiner Meistgelobten entwickelt. Absolut zurecht.

Balian, ein Schmied, verliert Frau und Kind. Eines Tages reiten Kreuzritter durch seine Stadt und er erfährt, dass er der Bastard Sohn ihres Anführers ist. Nach etwas Zögern schließt er sich ihnen an und begleitet sie ins Heilige Land. Sein Vater stirbt dabei und Balian nimmt seinen Platz ein. Schnell wird er in die kriegerischen Machenschaften des heiligen Landes verstrickt und zu dessen Verteidiger.

Königreich der Himmel kam seiner Zeit nur mäßig bei Kritik und Publikum an. Nachdem allerdings ein Director's Cut veröffentlicht wurde, der den Film nochmal um über 45 Minuten verlängerte, gewann er zusätzlich an Anerkennung und Lob und reiht sich seit dem unter Scotts besten Filmen ein.
Monumental, ist das beste Wort um Königreich der Himmel zu beschreiben.
Scott gelingt hier etwas, was ihm in dieser Form nur selten gelungen ist: er verleiht dem Film etwas majestätisch schönes und eine epische Größe. Er fängt die Schauplätze auf die bestmögliche Art und Weise ein, zeigt wunderschöne Landschaften und vermittelt mit Harry Gregson-Williams' Soundtrack eine enorme Große. Er wird den weiten Landschaften in ihrer Größe und Schönheit nur gerecht. Und obwohl er auch nicht mit expliziter Gewalt geizt, zählt dieser zu einem seiner schönsten Filme.
Aber nicht nur visuell besticht der Film, sondern auch inhaltlich.
William Monahan (Departed – Unter Feinden) strickt eine anfangs simple Geschichte zu einem Netz aus Intrigen, Verrat und Gier. Immer mehr Charaktere werden eingeführt und entwickeln sich, ohne das jemand in Vergessenheit gerät. Immer neue Plots werden geschmiedet, die wiederum zu interessanten Wendungen führen. Monahan entwickelt die Geschichte wirklich interessant weiter und schafft es tatsächlich mögliche Längen zu vermeiden und alles übersichtlich zu gestalten. Schnell hätte man sich zwischen den Charakteren, der schieren Größe des Films und den brutalen Schlachten verlieren können. Stattdessen wird man in eine authentische Geschichte mit authentischen Charakteren hineingesogen.
Ridley Scott verdankt dies vor allem seinem hochkarätigen Cast.
Orlando Bloom (Fluch der Karibik-Trilogie) als besonnener Schmied, der sich tapfer seiner Rolle als Beschützer der Heiligen Stadt annimmt, liefert gerade durch sein eher zurückhaltendes Spiel seine bisher wohl beste Performance ab. Ihm zur Seite steht Eva Green (Casino Royale) als selbstsichere Geliebte Blooms, aber auch besorgte Mutter und Schwester, die um das Leben ihres Bruders fürchtet. Der wird grandios von Edward Norton (Fight Club) unter einer Maske verkörpert. Norton zeigt seine schiere Aussagekraft nur durch seine Augen und seine Stimme. Er spielt den schwerkranken Herrscher den gesamten Film über unter einer Maske, schafft es aber dennoch sämtliche Emotionen und Ausdrücke durch jene Maske hindurch klar zu vermitteln. Eine absolute Glanzleistung! Ihnen gegenüber stehen Marton Csokas (The Equalizer) als intriganter Feldherr und Brendan Gleeson (Troja) als dessen unberechenbarer Schosshund. Beide spielen ihre Rollen wirklich klasse und sind mehr als glaubwürdige Gegenspieler, wobei vor allem Csokas ungewohnt intensiv spielt.
In kleineren, aber dennoch wichtigen Nebenrollen, finden sich unter anderem noch Liam Neeson (Taken), Jeremy Irons (Der Kaufmann von Venedig) und David Thewlis (Sieben Jahre in Tibet).

Fazit:
Ridley Scott hat mit Königreich der Himmel einen modernen Monumental-Film geschaffen, wie er kaum besser sein kann!
Eine spannende Geschichte wird mit großartigen Charakteren erzählt und mit wunderschönen Bildern, untermalt von epischen Kompositionen, präsentiert. Gekrönt wird das Ganze von massiven Schlachten und einem würdigen Finale!
Hier passt einfach alles fast schon zugut zusammen! Ridley Scott auf der absoluten Höhe seines Schaffens!


Maze Runner 2: Die Auserwählten in der Brandwüste [Blu-ray]
Maze Runner 2: Die Auserwählten in der Brandwüste [Blu-ray]
DVD ~ Dylan O'Brien
Preis: EUR 16,90

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Auserwählten haben sich verloren! Leider!, 11. Oktober 2015
Maze Runner ist der beste Panem-Klon, den ich bisher gesehen habe, weswegen ich sehr gespannt auf die Fortsetzung war. Leider wurde ich enttäuscht.

Thomas und seine Freunde finden sich in einer Einrichtung wieder. Schnell merkt Thomas aber, dass etwas nicht stimmt. Nachdem er herausfindet, wer ihn wirklich gerettet hat, flüchten er und seine Freunde. Nun müssen sie sich aber durch die Brandwüsten kämpfen.

Viel mehr darf man zur Story eigentlich gar nicht sagen, weil man dann zu viel verraten würde.
Maze Runner hat mich mit dem ersten Teil sehr überrascht, positiv. Seine Fortsetzung hat mich auch überrascht, aber leider negativ.
Die Geschichte an sich ist eigentlich ganz gut, kommt immer wieder mit neuen Wendungen bzw. Offenbarungen daher, schafft es aber nicht, diese angenehm und organisch zu verpacken. Immer wieder wirkten einige Sorywendungen unpassend und unnötig. Auch die Situationen an sich haben mir nicht fallen, zumal ich immer wieder das Gefühl hatte, etwas zu verpassen.
Zudem führt der Film auch neue Charaktere ein, die aber weder Interessant, noch besonders sind. Eigentlich mit guten Darstellern wie Aidan Gillan (Game of Thrones) und Giancarlo Esposito (Breaking Bad) besetzt, bleibt keiner von ihnen in Erinnerung. Die Story hat immer wieder Längen, wodurch der gesamte Film stellenweise ziemlich öde und langweilig wird.
Leider gelingt es Regisseur Wes Ball nicht, diese Schwächen wenigstens visuell zu kaschieren. Ganz im Gegenteil. Punktete Maze Runner noch mit einer tollen, dichten Atmosphäre, hat die Brandwüste leider nichts mehr davon. Er sieht aus wieder jeder andere Film. Zwar gibt es einige atmosphärisch dichte Stellen und 2 bis 3 schöne Bilder, aber das war's leider auch schon. Auch visuell hat der Film sein gewisses Etwas verloren.
Über die Actionszenen braucht man gar nicht viel sagen. Solide Inszenierte Fluchtszenen mit viel Rennerei.

Fazit:
Die Maze Runner Fortsetzung verliert sich leider in einer mit Offenbarungen vollgestopften und mit langweiligen Charakteren bestückten Story. Noch dazu hat man auch visuell sein Besonderes verloren. So wird Die Auserwählten in der Brandwüste zu einer stellenweise wirklich langweiligen Fortsetzung, die zwar noch einiges an Potential birgt, aber bis jetzt kaum ankratzte.


The Abyss
The Abyss
DVD ~ Ed Harris
Preis: EUR 6,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein einmaliges Tiefsee-Abenteuer!, 5. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Abyss (DVD)
The Abyss gehört zu den größen Klassikern von James Cameron. Und obwohl er schon 26 Jahre auf dem Buckel hat, ist er vor allem visuell immer noch verdammt gut.

Eine Grupper Taucher soll mit einer Sondereinheit ein gesunkenen russisches Atom-U-Boot nach Überlebenden absuchen. Nach und nach stellen sie aber fest, dass sie nicht allein in der Tiefe sind.

Die Geschichte von Abyss klingt relativ einfach, hat aber einiges zu bieten.
James Cameron (Avatar; Terminator) nimmt sich Zeit für seine Charaktere und steigert die Spannungen zwischen ihnen immer weiter hoch und verlangt ihnen einiges ab. Die Charaktere werden zudem auch noch von Ed Harris (Die Truman Show), Mary Elizabeth Mastrantonio (Die Farbe des Geldes) und Michael Biehn (Aliens – Die Rückkehr) von überaus fähigen Darstellern hervorragend gespielt.
Diese werden in eine interessante und abwechslungsreiche Geschichte eingebettet. Immer wieder wird man von etwas neuem überrascht. Zwar gibt es die ein oder andere Länge, die aber durch die Spannung und die inhaltlich tollen Ideen schnell wieder vergessen sind.
Die größte Stärke des Films sind aber nicht die Darsteller und die Geschichte, sondern die Bilder.
Cameron weiß das Hauptmedium, in diesem Fall Wasser, meisterhaft für sich zu nutzen. Immer wieder werden Sets geflutet, die Darsteller dem kühlen Nass ausgeliefert. Anders als in anderen Filmen bleiben die Momente aber immer spannend und verlieren nichts von ihrer Wirkung. Er präsentiert das Meer, beziehungsweise die Tiefsee, von seiner schönsten und gefährlichsten Seite. Die Kameraperspektiven, die Effekte, die Lichtstimmungen – alles wirkt immer noch absolut fesselnd und hat nichts von seiner Wirkung verloren.

Fazit:
The Abyss ist ein visuell zeitloser Klassiker, der mit hervorragenden Darstellern und einer interessanten Geschichte punktet und das Medium Wasser so gut für sich nutzt, wie kaum ein anderer Film.


Ex Machina [Blu-ray]
Ex Machina [Blu-ray]
DVD ~ Domhnall Gleeson
Preis: EUR 12,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen superb aufgebautes Psychospiel in tollem Sci-Fi-Gewand!, 4. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Ex Machina [Blu-ray] (Blu-ray)
Ex Machina zählt wohl zu den größten filmischen Überraschungen des Jahres. Es hat große Wellen geschlagen und das auch absolut zu recht.

Caleb, ein junger Programmierer, gewinnt unerwartet einen internen Wettbewerb und wird zu seinem Chef eingeladen. In der Abgeschiedenheit der Berge, muss er sich einem Test unterziehen. Er soll eine künstliche Intelligenz testen: Ava. Der schöne Roboter verdreht Caleb schnell den Kopf und fasziniert ihn. Dadurch wird dieser einfache Test aber schnell zu einem Katz-und-Maus Spiel, bei dem sich Caleb für den Roboter oder den Menschen entscheiden muss.

Ex Machina hat Publikum und Kritiker schnell überzeugt, und mich auch.
Regisseur Alex Garland (Drehbuch zu 28 Days Later und Sunshine) verfrachtet Domhnall Gleeson (Dredd), stellvertretend für den Zuschauer, in eine eigentlich wunderschöne Berglandschaft, sperrt ihn aber in ein kühles, steriles Haus ein. Durch die tristen Bilder der Umgebung erschafft er so eine stellenweise unangenehme, fast schon beklemmende Stimmung. Erzeugt aber durch die technischen Innovationen eine gewisse Faszination und Neugierde.
Jene Faszintion und Neugierde konzentriert sich vor allem auf Alicia Vikander (Codename: U.N.C.L.E.) als Ava. Sie sieht nicht nur als Roboter immer noch wunderschön aus, sondern schafft es nur mit ihrer Mimik glaubhafte Emotionen zu transportieren. Sie sagt mit ihrem Gesicht, dass sie nur in Nuancen ändert, oder einer einfachen leichten Kopfbewegung alles aus. Man erkennt, wie sie sich fühlt und fast schon, was sie denkt, vergisst aber nie, dass sie nur eine künstliche Intelligenz ist. Alicia Vikander spielt sie wirklich absolut großartig und hat gerade zusammen mit Domhnall Gleeson einige fantastische Szenen. Der spielt ebenfalls gut und muss sich nicht nur gegen sie behaupten, sondern auch gegen einen wieder einmal großartigen Oscar Isaac (Inside Llewyn Davis). Isaac hat mit seinem facettenreichen Spiel eher gegensetztliche Gefühle bei mir ausgelöst. Einerseits ist er ein Säufer und Schwein, andererseits aber auch ein Genie, der mit vielen Dingen leider recht hat. Durch ihn und Alicia Vikander wird der Film immer spannender.
Beide bringen in ihren Gesprächen wichtige Punkte und sprechen interessante Dinge an. Aber da sie sich gegenseitig ausspielen, entsteht schnell Paranoia und Ungewissheit, auf wessen Seite man sich denn nun schlägt. Alex Garland baut die Spannung mit immer mehr Dialogen gekonnt auf, bis dann alles zum Höhepunkt kommt und sich entlädt.
Jener Höhepunkt ist dann nicht nur visueller Natur, sondern auch Inhaltlicher. Es werden einige beeindruckende Bilder gezeigt, die die Visualität ebenfalls auf einen Höhenpunkt treibt. Er bringt alles zu einem schönen Ende.

Fazit:
Ex Machina besticht mit einer tollen Optik und einer facettenreichen Geschichte. Aus einem einfachen Test entwickelt sich ein superb aufgebautes Psychospiel, dass sowohl inhaltlich als auch optisch einen grandiosen Höhepunkt findet.


The Equalizer [Blu-ray]
The Equalizer [Blu-ray]
DVD ~ Denzel Washington
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen überraschend intensiver Thriller mit Denzel Washington in Bestform!!, 27. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Equalizer [Blu-ray] (Blu-ray)
The Equalizer. Ich habe Anfangs gar nicht viel von dem Film erwartet, war dann aber doch überrascht, ob seiner Qualitäten.

Der ehemalige Geheimagent Robert McCall lebt ein ruhiges, einsames Leben. In einem Diner trifft er auf die junge Alina, mit der er sich anfreundet. Kurz darauf wird sie krankenhausreif geschlagen. Daraufhin entschließt er sich, die Täter zu finden und unschädlich zu machen. So, nimmt er es mit der russischen Unterwelt auf.

The Equalizer basiert auf der 80er Jahre Serie, die ich leider nicht kenne.
Wie gesagt, von diesem Film habe ich gar nicht viel erwartet, obwohl hier Regisseur Antoine Fuqua und Denzel Washington nach Training Day wieder zusammenarbeiten. Ich war sehr schnell sehr positiv überrascht, wie gut der Film tatsächlich ist.
Entgegen meiner Erwartungen konzentriert sich der Film sehr auf die Charaktere, vor allem auf Washington, was auch seine größte Stärke ist. Denzel Washington spielt sowohl den alten Mann von nebenan absolut glaubwürdig, als auch den methodischen, ruhigen Killer. Er strahlt hier eine unglaubliche Intensität aus, die ich so nocht nicht bei ihm bemerkt habe. Durch seine bloße Mimik sagt er mehr, als seine Gegenparts mit ihren Dialogen. Dennoch ist die stärkste Szene im Film ein Dialog mit dem Antagonisten, ebenfalls super gespielt von Marton Csokas (xXx – Triple X), weil er hier durch sein Selbstbewusstsein und seine Intensität die Szenerie komplett für sich einnimmt. Washington gibt diesem Charakter einfach eine überraschende Tiefe, die dem Film mehr als gut tut.
Dies liegt vor allem daran, dass es auch wenig Action gibt. Immer mal gibt es eine Schlägerei, aber die ist immer sehr methodisch und kurz, wirkt aber durch die Inszenierung umso mehr. Auch das vergleichsweise ruhige Finale, überzeugt durch seine Ideen und die tolle Inszenierung und hebt sich so angenehm vom ganzen übertriebenen Action-Einheitsbrei ab.
Hier wird sich auf die Geschichte konzentriert und nich auf die Action.

Fazit:
The Equalizer ist ein toll inszenierter Thriller mit einer interessanten Geschichte und einem fabelhaften Denzel Washington, der sich angenehm vom bekannten, übertriebenen Actionkino abhebt.


Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth [Blu-ray]
Maze Runner - Die Auserwählten im Labyrinth [Blu-ray]
DVD ~ Dylan O'Brien
Preis: EUR 9,90

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einer der besten Panem-Klone!, 6. September 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Maze Runner hatte ich immer als einfacherere Version von Die Tribute von Panem angesehen. Der Film hat aber auch seine eigenen Qualitäten.

Thomas wacht in einem kleinen Lift, umgeben von Jungs auf. Er erfährt, dass er in einem Labyrinth gefangen ist, aus dem es kein Entkommen gibt. Thomas lebt vortan unter den Jungs und nach deren Regeln, ist aber nicht gewillt einfach still dazusitzen. Spätestens als ein Mädchen auftaucht, ist er wild entschlossen aus dem Labyrinth auszubrechen.

Maze Runner schlägt natürlich in die selbe Kerbe wie Die Tribute von Panem, gehört aber wie Divergent zu den besseren Klonen.
Maze Runner ähnelt storytechnisch fast schon komplett Panem. Jugendliche müssen, eingesperrt in einem Labyrinth, um ihr Überleben kämpfen. Klingt einfach und ist es im Grund auch, dennoch weiß man einiges aus dieser Prämisse zu machen.
Zum einen wird das Labyrinth immer weiter erforscht und schön dem Zuschauer näher gebracht. Es ist nicht nur mit guten Effekten umgesetzt, sondern sorgt auch für einige schön atmosphärische Momente. Sowieso ist die generelle Stimmung des Films wirklich gut.
Die Geschichte ist sichtlich einfach, enthält aber dennoch einige schöne Momente.
Anders als bei Panem hat man hier aber insgesamt nicht so starke Charaktere. Dylan O`Brien (Teen Wolf) als Thomas macht seinen Job schon wirklich gut und kann seinem Charakter einiges abgewinnen. Auch Will Poulter (Wir sind die Millers) ist als Bully mal angenehm anders. Am meisten hat mir aber wieder Game of Thrones-Darsteller Thomas Sangster als zukünftiger Anführer der Jungs gefallen. Er hat wie schon in GoT eine faszinierende Aura an sich und bereichert den Film auf jeden Fall. Insgesamt ist mir auch sofort aufgefallen, dass man hier nicht die typisch durchtrainierten, blonden Sunny Boys vom Strand gecastet hat, sondern eher glaubwürdige, junge Darsteller. Diese sind auch größtenteils alle gut und sorgen für ein koherentes Gesamtbild.

Fazit:
Maze Runner schlägt in die selbe Kerbe wie Die Tribute von Panem, weiß aber durch eine schön dichte Atmosphäre und eine eigene Idee zu überzeugen. Definitive eines der besten Panem Derivate.
Teil 2 kann kommen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 18, 2015 1:15 AM CET


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