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TheGame2493 (Deutschland)

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American Hustle [Blu-ray]
American Hustle [Blu-ray]
DVD ~ Christian Bale
Wird angeboten von media-store
Preis: EUR 14,45

4.0 von 5 Sternen sehr unterhaltsames, locker präsentiertes Drama mit sehr guten Darstellern, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: American Hustle [Blu-ray] (Blu-ray)
American Hustle hat aufgrund des Cast schnell meine Aufmerksam erregt und wurde auch bei den Oscars mit einigen Nominierungen bedacht. Und das auch zurecht.

Irving Rosenfeld und seine Geliebte Sydney Prosser verdienen mit Betrügereien ihr Geld. Der FBI Agent Richie DiMaso entlarvt die beiden, gibt ihnen aber noch eine Chance auf Freispruch, wenn sie ihm helfen, den Bürgermeister von New Jersey des Betrugs zu überführen. Die beiden sind kooperativ, die Mission erweist sich aber trotzdem als schwierig, weil Rosenfelds Frau sich immer wieder einmischt und Egos aufeinander prallen.

American Hustle wollte ich eigentlich sehr gerne sehen, habe ihn dann aber im Kino verpasst und ihn erst jetzt gesehen, war aber trotzdem sehr gut unterhalten.
Regisseur ist hier David O. Russel, der mich schon mit Silver Linings sehr positiv überrascht hat. Er geht mit American Hustle auch den selben Weg, den er mit Silver Linings gegangen ist, bezüglich der Präsentation.
Bei der Inszenierung ist mir schnell aufgefallen, dass Russel hier wieder eine eigentlich ernste und komplexe Geschichte auf sehr leichte Art und Weise präsentiert, aber trotzdem Spannung schafft. Er inszeniert diese Geschichte mit seiner gewohnten Leichtigkeit, was er auch viel seinen Darstellern zu verdanken hat, allen voran Christian Bale (American Psycho). Diese im Grunde ernste Geschichte, die man auch als typischen, harten Thriller hätte inszenieren können, gewinnt durch die Regie nur noch dazu. Die Bilder sind stark und sehr wirkungsvoll und zeigen wirklich sehr gut, worum es in den jeweiligen Momenten in der Tat geht. Auch wenn der gesamte Film von Dialogen getragen wird, bleibt er dennoch spannend, weil die Charaktere sehr aussergewöhnlich und vielschichtig sind.
Jeder Charakter hat seinen berechtigten Platz und eine ganz bestimmte Rolle in dem Ganzen zu spielen, die vielleicht anfangs nicht immer ganz klar ist, aber jeder trägt zum Gesamtbild bei. Noch dazu sind die Charaktere auch noch super gespielt. Christian Bale spielt hier den Hauptcharakter und hat sich für diese Rolle wieder körperlich in, oder besser gesagt, ausser Form gebracht und spielt diesen Mann, der immer entspannt wirkt und anderen ständig widersprechen muss einfach klasse. Sein weiblicher Gegenpart ist hier Amy Adams (The Master) und die ist wirklich absolut großartig. Sie ist hier eine sehr starke und selbstbewusste Frau und kann sich gegen jeden männlichen Part bravourös zur Wehr setzen. Sie ist oft sehr stark und zwiegespalten, was wiederum ihre verletzlichen Seiten zeigt. Adams spielt hier wirklich klasse und sticht unter diesem hochklassigen Leistungen sogar heraus. Bradley Cooper (Silver Linings) spielt hier den FBI Agent, der denkt, dass er weiß, wie man betrügt, sich dann aber von Bale immer wieder vorführen lassen muss. Coopers Charakter macht ebenfalls eine sehr schöne Wandlung durch und wird vom etwas tolpatschigen zum harten Agenten. Neben Adams hat mir aber am meisten Jennifer Lawrence (Die Tribute von Panem) gefallen. Lawrence mimt hier Bale's unberechenbare, heruntergekommene Frau, die weiß, dass ihr Leben schlecht ist, aber keinerlei Ambitionen zeigt, etwas zu ändern. Lawrence spielt diese Frau wieder mit viel Hingabe, wodurch man sie zwar hasst, aber auch Sympathien zu ihr aufbaut. Diese vier Darsteller sind die Dreh- und Angelpunkte des gesamten Films und spielen wirklich super.
Zusammen mit der komplexen Geschichte, der ich nicht immer ganz 100% folgen konnte, entsteht ein interessantes und spannendes Gesamtbild, dass sich immer wieder verändert. Die Geschichte hat einige Twists mit denen man so nicht rechnen konnte, die den Film aber aufwerten und nicht wie Alibis wirken.

Fazit:
American Hustle ist ein unterhaltsames Drama, dass sehr leicht und locker präsentiert wird, aber dennoch kraftvoll ist und mit fantastischen Darstellern aufwartet. Regisseur David O. Russel zeigt hier wieder sein sehr gutes Gespür dafür, ein eigentlich ernstes Thema mit Leichtigkeit und Humor zu präsentieren.


Mary Shelley's Frankenstein [Blu-ray]
Mary Shelley's Frankenstein [Blu-ray]
DVD ~ Kenneth Branagh
Preis: EUR 8,97

3.0 von 5 Sternen visuell sehr stark, aber zu theaterhaft, 21. August 2014
Mary Shelley's Frankenstein ist ein Film, den ich wirklich nur durch Zufall entdeckt habe und auf den ich eigentlich sehr gespannt war, der aber meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.

Victor Frankenstein studiert in Ingolstadt Medizin und ist fest davon überzeugt, dass man einen Menschen immer vor dem Tod bewahren bzw. ihn sogar von den Toten wieder auferstehen lassen kann. So erschafft er im Geheimen ein Monster aus Leichenteilen und es gelingt ihm sogar, dieses Monster zum Leben zu erwecken. Bald schon bereut er dies allerdings, weil das Monster jagt auf ihn macht.

Frankenstein ist eines der berühmtesten Monster der Welt, welches Mary Shelley 1818 erfand. Legendär ist die Verfilmung aus dem Jahre 1931, die ich leider genauso wenig kenne wie die Buchvorlage. Ich kenne aber natürlich die Figur des Frankenstein und habe mit diesem Film zum ersten Mal eine traditionelle Interpretation des Monsters gesehen und war nicht ganz überzeugt.
Was mir sofort aufgefallen ist, ist das theaterhafte Spiel. Regisseur war hier Kenneth Branagh (Thor) und dem merkt man es bei diesem Film noch deutlich an, dass er vom Theater kommt. Es ist nicht nur er allein, sondern fast alle Schauspieler, die hier oft wirken, als würden sie auf einer Theaterbühne stehen. Sie machen alles so über euphorisch dramatisch bzw. glücklich. Ich fühlte mich dadurch etwas belästigt, wenn man das so sagen kann, weil ich immer das Gefühl hatte, sie klatschen mir ihre Gefühle förmlich ins Gesicht und wollen auch wirklich jeden überdeutlich zeigen in welcher Gefühlslage sie jetzt sind. Diese Spiel hat mich wirklich genervt, weil an den paar ruhigen Stellen, in denen sie echt spielen, das Potential der Charaktere durchscheint. Hätten sich die Darsteller etwas zurückgehalten und echt gespielt, wie sie es heutzutage meisterhaft machen, hätte der Film deutlich gewonnen. Schauspielerisch hat mich hier wirklich nur Robert De Niro (Taxi Driver) als Frankenstein's Monster überzeugt. Er ist zwar unter einer sehr guten, dicken Maske versteckt, aber ich habe deutlich erkannt, dass er es ist (und das nicht nur anhand der Stimme), spielt aber überzeugend. De Niro ist der einzige, der nicht so überbordend spielt und der dem Monster Gefühle und einen eigenen Charakter gibt. Er verkörpert das Monster sehr menschlich und sorgt für die Highlights in jeglicher Hinsicht.
Abgesehen vom Schauspiel kann ich dem Film aber ansonsten nichts ankreiden. Kenneth Branagh erschafft hier einige visuell beeindruckende Bilder, die einen so schnell nicht wieder loslassen. Wie er das Monster erschafft bzw. es dann zum ersten Mal zeigt ist meisterhaft und sehr effektiv gemacht. Er scheut sich auch nicht, die eigentlich gute und interessante Geschichte schonungslos zu präsentieren. Gerade in der zweiten Hälfte passieren einige Dinge, womit man so sicher nicht gerechnet hat und bei denen mit der Kamera einfach drauf gehalten wurde. Visuell ist der Film einfach nur schick und effektiv.

Fazit:
Mary Shelley's Frankenstein ist ein visuell starker Film mit einigen imposanten Szenen, dessen Darsteller aber zu sehr spielen, als würden sie auf einer Theaterbühne stehen. Das Spiel ist zu konträr zum visuellen Stil des Films und verdirbt dadurch den Gesamteindruck. Nichtsdestotrotz ist der Film aber schaubar und prägt sich mit einigen Szenen ein.


Der unsichtbare Dritte [Blu-ray]
Der unsichtbare Dritte [Blu-ray]
DVD ~ Cary Grant
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen ein klassiker des Master of Suspense!, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der unsichtbare Dritte [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe noch nicht viele Filme von Alfred Hitchcock gesehen, kenne aber viele davon beim Namen. Der Unsichtbare Dritte ist einer von Hitchcocks berühmtesten Filmen und ich kann jetzt sehr gut nachvollziehen warum.

Roger Thornhill ist ein Werbefachmann und lebt ein entspanntes Leben. Plötzlich wird er aber entführt und für einen gewissen George Kaplan gehalten. Es gelingt ihm zu flüchten. Auf der Flucht, versucht er zu ergründen, wer dieser Kaplan ist und gerät dabei in einen Auftrag des Geheimdienstes.

Der unsichtbare Dritte ist der dritte Hitchcock-Film den ich gesehen habe. Ich kann deswegen keine Rückschlüsse oder Vergleiche zu anderen Werken ziehen. Vielleicht bin ich auch gerade deswegen so begeistert von dem Film.
Was mir als erstes auffiel, war tatsächlich die Geschichte. Das Drehbuch schrieb hier Ernest Lehman (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?) und der beweist ein wirklich gutes Gespür dafür, eine eigentlich komplexe Geschichte leicht, interessant und verständlich voranzubringen. Fängt der Film schon interessant an, entwickelt er sich stetig immer weiter und spinnt ein großes Netz aus Intrigen und Verrat. Lehman versteht es wirklich gut, die Geschichte interessant und vor allem spannend voranzubringen, ohne sich dabei zu sehr auf die CIA oder ähnliches zu konzentrieren. Er bleibt (fast) immer bei seinem Hauptcharakter und treibt diesen immer weiter in diesen Auftrag der Geheimdienste. Dabei gibt er bestimmten Charakteren immer interessantere Facetten und fügt ein neues Element nach dem nächsten hinzu. Die Geschichte ist also wirklich klasse geschrieben und würde heutzutage immer noch genauso gut funktionieren.
Der einzige Mann, der diese spannende Geschichte umsetzen konnte, konnte nur Alfred Hitchcock sein. Mir wurde nämlich schnell klar, warum man ihn als Master of Suspense bezeichnet.
Hitchcock weiß den Film wirklich perfekt zu präsentieren. Er setzt das Drehbuch mit starken Bildern um und gibt dem Film sowohl Spannung, als auch eine gewisse Leichtigkeit und Humor. Er trifft die emotionalen Szenen zwischen Cary Grant (Über den Dächern von Nizza) und Eva Marie Saint (Exodus) sehr gut und zeigt hier sein Feingefühl, erzeugt dann aber im nächsten Moment wieder eine unglaubliche Spannung. Die besten Beispiele dafür sind die berühmte Maisfeldszene, in der Grant von einem Flugzeug verfolgt wird und eine Szene gegen Ende des Films, in der Grant den Plan der Antagonisten erfährt. Diese Szenen fangen harmlos an, bauen sich aber immer weiter auf und lassen schließlich das Fass überlaufen. Diese Szenen überbrückt Hitchcock mit einigen sehr leichten Momenten, was er viel Cary Grant's unbeschwerter Art zu spielen zu verdanken hat, und einigen interessanten Offenbarungen und Entwicklungen.
Handwerklich gibt Hitchcock hier wirklich alles, was den Film auch gut hat altern lassen. Natürlich sieht man noch die Leinwände im Hintergrund und man erkennt auch einige der Sets relativ deutlich, aber dies stört den Film nicht, weil er ansonsten eben sehr gut und mit Liebe zum Detail gemacht wurde.

Fazit:
Der unsichtbare Dritte ist immer noch ein sehr spannender, aber dennoch leichter und interessanter Thriller, der mehr als deutlich zeigt, warum Hitchcock der einzig wahre Master of Suspense ist. Der Film erzählt eine interessante und spannende Geschichte auf leichte Art und Weise und reißt immer noch mit.
Wirklich ein Klassiker!


Planet der Affen - Revolution [Blu-ray]
Planet der Affen - Revolution [Blu-ray]
Preis: EUR 19,99

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wuchtiges Meisterstück!, 10. August 2014
Planet der Affen: Prevolution hat mich seiner Zeit wirklich sehr positiv überrascht, weswegen ich auch sehr gespannt auf seinen Nachfolger war. Und ich bin wirklich verdammt froh, dass der Nachfolger all meinen Erwartungen mindestens erfüllt hat.

Nach einem Virus wurde die Menschheit fast komplett ausgerottet. In San Francisco haben die Überlebenden eine Kolonie gegründet, treffen aber plötzlich auf eine Horde Affen, angeführt von Caesar. Unter den Affen macht sich aber Unmut über die Menschen breit, was bald schon zu einigen schwerwiegenden Missverständnissen beider Arten führt und einen möglichen Krieg auslösen könnte.

Ich war von Prevolution absolut begeistert. Rupert Wyatt hat einen in sich sehr stimmigen Film geschaffen, der die Geschichte wirklich ernst nahm und fantastisch präsentierte. Für die Fortsetzung wurde Matt Reeves (Cloverfield) das Regiezepter in die Hand gegeben und der steht seinem Vorgänger in absolut nichts nach.
Bei Reeves' Film kommen so viele fantastische Dinge zusammen, dass es mir schwer fällt, einen Anfang zu finden. Ich werde gar nicht erst damit anfangen, das Beste des Films zu ermitteln, weil der Film nichts Bestes hat, weil er ein absolut in sich stimmiges Gesamtwerk ist, bei dem sich viele Dinge auf hohem Niveau bewegen.
Mir fielen als erstes natürlich die Affen auf. Dies mag zwar lächerlich klingen, aber ich war wirklich erstaunt, wie verdammt gut sämtliche Affen aussehen. Die Affen sind natürlich wieder gemotion captured, wirken aber noch ausdrucksstärker als im Vorgänger. Vor allem Caesar, der hier fast jede mögliche Emotion einmal durchmacht, wirkt immer absolut authentisch und echt. Wut, Hass, Trauer, Mitleid, Verständnis, all dies kann man perfekt in seinem Gesicht ablesen. Hier muss man nicht nur den Special-Effects-Leuten Tribut zollen, sondern auch Andy Serkis. Wenn man sich mit dem Film und dem Aufnahmeverfahren einmal vertraut gemacht hat, weiß man, wie viel des Gesichtsausdrucks wirklich vom Darsteller übernommen wird. Seine gesamte Mimik wird übernommen und „nur“ auf sein Affen-Alter Ego übertragen. Und Serkis spielt diesen Caesar wirklich absolut grandios. Er ist weiß Gott nicht der einzige gute Darsteller hier, sticht aber am meisten heraus. Die Darsteller sind allesamt klasse, egal ob Mensch oder Affe. Serkis zeigt hier aber wieder mal, dass er ein viel zu unterschätzter Schauspieler ist. Er kann die vielen Emotionen nachvollziehbar und sehr authentisch transportieren und hat mich oft noch überrascht.
Das ihm dies gelungen ist, ist aber auch vor allem dem fantastischen Drehbuch zu verdanken. Rick Jaffa und Amanda Silver haben sich noch Verstärkung in Form von Mark Bomback geholt und das Trio erweist sich als sehr kreativ. Sie spinnen hier eine sehr vielseitige Geschichte, die sich verschiedensten Themen annimmt und dabei noch spannend bleibt. Anfangs geht es noch um das Leben der Affen, was mitunter sehr emotional ist, und das Leben der übrigen Menschen. Dann geht es bis zum Ende um die Beziehung beider Rassen, allerdings wird dies immer wieder aufgebrochen und durch verschiedenste unvorhergesehene Ereignisse spannend gehalten. Die Beziehung beider wird immer wieder auf eine harte Probe gestellt und dies oft nur durch Missverständnisse und Vorurteile. Wenn man das so liest, klingt es vielleicht etwas komisch, zu viel des Guten oder wie aneinander gewürfelt, aber ganz im Gegenteil. All diese Elemente wurden sehr organisch und nachvollziehbar in den Film verbaut. Wenn man nach einer vielschichtigen Geschichte mit Emotionen, Spannung, Action und Charakterentwicklung sucht, wird man hier fündig. Hinzukommt, dass die Affen und die Menschen als gleichwertig dargestellt werden. Natürlich geht es zu einem großen Teil um die Affen, die Menschen werden dabei aber nie vergessen oder als minderwertig dargestellt. Affen und Menschen sind auf Augenhöhe.
Was mir auch noch zunehmend auffiel, war die fantastische Kameraarbeit von Michael Seresin (Die Asche meiner Mutter). Seresin ist immer sehr nach an den Akteuren dran, vor allem den Affen und vermittelt so ein gutes Mittendringefühl. So werden die Emotionen und Gefühle nochmal besser betont. Er versteht sich aber auch sehr gut darin, wichtige Momente mit der entsprechenden Wucht zu zeigen. Wenn etwas wichtiges passiert, weiß er ganz genau, wie er die Kamera zu positionieren hat, um den größtmöglichen Effekt daraus zu ziehen. Vor allem gegen Ende hin, bei den Actionsequenzen, war ich absolut geflasht von den Bildern, nicht nur von den Effekten an sich, sondern eben auch den Kamerawinkeln. Er findet einige sehr interessante Kamerawinkel und -perspektiven und erschafft so wirklich denkwürdige Bilder. Ein fettes Grinsen konnte ich mir bei seiner rundum Fahrt über das Schlachtfeld einfach nicht verkneifen. Ich will nichts verraten, aber ich denke, man weiß, welche Szene ich meine.
All diese Dinge kommen unter Reeves' Regie perfekt zusammen und bilden ein in sich fehlerfreies Gesamtbild.

Fazit:
Planet der Affen Revolution ist eine wahrlich wuchtige Revolution! Unter Matt Reeves' Regie finden die vielschichtige Geschichte, die wahnsinnigen Effekte und die fantastische Kameraarbeit zu einem makellosen Gesamtbild zusammen. Hier wird man als Zuschauer von Anfang bis Ende verwöhnt.
Definitiv einer der besten Filme des Jahres und auch einer der besten Filme dieses Jahrzehntes!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 12, 2014 12:08 PM MEST


Das erstaunliche Leben des Walter Mitty [Blu-ray]
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty [Blu-ray]
DVD ~ Ben Stiller
Preis: EUR 11,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Inbegriff eines Feel-Good-Movies!, 1. August 2014
Ich habe mich sehr auf Walter Mitty gefreut, weil der Trailer wirklich super aussah und diese Feel-Good-Stimmung einfach super transportiert hat. Und der Film hat dann auch nicht enttäuscht.

Walter Mitty arbeitet in der Negativabteilung und dem Archiv des Life!-Magazins und ist ein eher zurückgezogener Mann. Da er sich oft nicht traut, bestimmte Dinge zu sagen oder zu tun, flüchtet er in seine Tagträume. Eines Tages muss er aber ein sehr wichtiges Foto ausfindig machen und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.

Walter Mitty ist einer dieser Filme, der schon von Anfang an, dem Zuschauer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ben Stiller (Nachts im Museum 1+2) ist hier nicht nur der Hauptdarsteller sondern auch wieder Regisseur und versteht sich in beidem wirklich gut.
Er spielt diesen tolpatschigen Mann wirklich super und sehr, sehr sympathisch. Man fühlt mit ihm mit, wünscht ihm Erfolg und das er endlich das bekommt, was er verdient. Dann macht er sich plötzlich auf ins Unbekannte und sieht sich unzähligen neuen Problemen gegenüber. Diese werden aber schnell zu Herausforderungen, denen sich Mitty bereit ist zu stellen. Plötzlich erkennt er nicht nur, wie viel Freude dieses Abenteuer macht, sondern auch wie schön die Welt ist.
Ben Stiller entführt den Zuschauer hier auf ein Abenteuer, das zeigt, dass das Leben und die Erde doch jede Menge zu bieten haben, schön sind und das jeder über sich hinauswachsen kann, wenn er es nur versucht.
Es wird eine sehr schöne, lebensbejahende Geschichte erzählt und Stiller macht dies nicht nur mit sympathischen Darstellern (allen voran er selbst) sondern auch mit wirklich schönen Bildern.
Man hat hier atemberaubende Panoramen, von z.B Grönland und dem Himalaya super in den Film verbaut. Zudem sind die Tagträume wirklich super. Sie sind oft absolut surreal und verdeutlichen so noch einmal, wie viel Fantasie in Walter steckt.
Und dann noch zusammen mit der wirklich fantastischen Musik, unter anderem von José González, wird hier eine durchweg positive Stimmung erzeugt. Stiller vermeidet es aber gekonnt, nicht ins Kitschige abzudriften und den Film zu blumig zu machen. Er hält sich hier gut die Waage und vermeidet es, wenn auch teilweise nur knapp, ins rein Positive abzugleiten. Es gibt auch einige negative Erfahrungen, die werden zwar sehr oberflächlich dargestellt, helfen dem Film aber und machen ihn nur noch besser.

Fazit:
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty ist der Feel-Good-Movie des Jahres und definitiv einer der schönsten Filme 2014.
Ben Stiller beweist hier sein Talent und inszeniert gekonnt einen fast makellosen Wohlfühlfilm, der den Zuschauer mit sympathischen Darstellern, einer wunderschönen Geschichte und noch schöneren Bildern verwöhnt.
Unbedingt einmal angucken!


American Beauty [Blu-ray]
American Beauty [Blu-ray]
DVD ~ Kevin Spacey
Preis: EUR 6,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein absolut unvergängliches, einmaliges Meisterstück!, 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: American Beauty [Blu-ray] (Blu-ray)
American Beauty ist einer dieser zeitlosen Klassiker, der in fast jeder Bestenliste auftaucht und einige sehr ikonische Bilder hat. Jetzt habe ich den Film endlich auch gesehen und kann gar nicht anders, als mich dem überschwänglichen Lob anzuschließen.

Lester Burnham und seine Frau Carolyn führen ein ganz normales Leben mit ihrer Tochter Jane. Allerdings ist Lester mit diesem Leben gar nicht zufrieden, traut sich aber nicht, etwas zu sagen. Als er sich dann noch ganz offensichtlich in die beste Freundin seine Tochter, Angela, verliebt, gerät seine Ehe langsam aus den Fugen. Er wird wieder selbstbewusst, seine Tochter gestalkt und seine Frau immer unzufriedener: das Chaos ist perfekt! Und Lester weiß das.

American Beauty ist wirklich einer dieser All-Time-Classics. Jeder hat schon einmal von diesem Film gehört und/oder kennt eine ganz bestimmte Szene. Ich war dennoch skeptisch, was den Film angeht, weswegen ich ihn auch jetzt erst gesehen habe. Meine Skepsis war aber unangebracht, denn ich habe wirklich ein Meisterwerk gesehen!
Deswegen war ich auch sehr überrascht, als ich gelesen habe, dass Sam Mendes (Skyfall) hier sein Regiedebüt gegeben hat, denn er beweist hier schon sein wahnsinniges Können.
Als erstes fiel mir nämlich die starke Bildsprache des Films auf. Man versteht sich hier wirklich gut darin, mit Licht zu spielen und bestimmte Situationen durch unorthodoxe Präsentation aussergewöhnlich wirken zu lassen. Öfters im Film fällt z.B. auf, dass nur das Gesicht besonders beleuchtet wird und man somit in den Augen ablesen kann, was die jeweilige Person gerade denkt oder fühlt. Ein weiteres fantastisches Stilmittel war die Kamera innerhalb des Films. Einer der Charaktere hat eine Filmkamera und nimmt alles auf, was er erlebt. Diese Kamera wird wirklich super eingesetzt, um Dinge zu zeigen, ohne mit der Kamera direkt draufzuhalten. Es wirkt zwar anfangs simpel, ist aber wirklich klasse in den Film verbaut und sorgt auch für einige wirklich schöne Momente. Was mir aber am besten gefallen hat, waren die unwirklichen Tagträume des Lester Burnham. Immer wenn er träumt, versetzt er sich in Momente, wie er sie sich wünscht oder stellt sich Dinge vor, die der Realität widersprechen. Dies klingt zwar kompliziert, allerdings werden diese Momente nur benutzt, um die Gefühlswelt und das Verlangen des Lester Burnham zu verdeutlichen; sie verkomplizieren hier gar nichts. Und diese Momente sind einfach nur fantastisch, weil sie so unglaublich stark und ikonisch sind. Der berühmteste Tagtraum Lesters ist wohl der, in dem man seine Angebetete nackt in einem Bett aus Rosenblättern liegen sieht. Es gibt nicht so viele dieser Träume, was auch gut so ist, wodurch sie noch fantastischer und brillanter wirken. So effektiv wurden Rosenblätter nie wieder eingesetzt. Ich habe diese Szenen einfach wirklich besonders genossen, weil sie nicht nur bildgewaltig sind, sondern auch ganz klare Nachrichten bezüglich der Charaktere vermitteln.
Zusammen mit der Optik, sind es nämlich jene Charaktere, die den Film so legendär machen. Allen voran muss man hier natürlich Kevin Spacey (House of Cards) erwähnen. Spacey spielt diesen Mann mit einer so sympathischen Aura, dass man ihn eigentlich nur mögen kann, obwohl er im Grunde genommen ein mieses Schwein ist. Er kümmert sich nicht um seine Familie, verliebt sich in die beste Freundin seiner Tochter und wird überheblich. Und obwohl er eigentlich vor Selbstbewusstsein zu sprühen beginnt und sogar Leute erpresst und sie beleidigt, fiel es mir sehr schwer, ihn als arrogant anzusehen, weil er eigentlich nur sich und seiner Familie helfen will. Spacey spielt diesen Mann wirklich super und macht eine unglaubliche Wandlung durch. Er hat seinen Oscar hierfür definitiv zu Recht gewonnen. Neben ihn gibt es aber auch noch andere starke Charaktere, die das Gesamtbild mit gestalten. Annette Bening (The Kids Are All Right) spielt hier seine verzweifelte Frau, die denkt, sie hätte ihr Leben im Griff. Ihr Mann reißt aber ihr Leben ein und konfrontiert sie mit völlig neuen Situationen. Bening spielt diese Frau sehr sympathisch und sorgt für einige emotionale und auch lustige Momente. Besonders sind mir dann noch Wes Bentley (Die Tribute von Panem) und Mena Suvari (American Pie) aufgefallen. Bentley spielt hier den etwas mysteriösen Stalker, der sehr selbstbewusst, aber niemals arrogant wirkt und ebenfalls mit seiner schwer einzuschätzenden Art Akzente setzt. Auch Mena Suvari setzt hier Akzente und das nicht nur in den Tagträumen. Jene Szenen gehören eindeutig ihr, aber auch ansonsten spielt sie die überhebliche Zicke, der jeder Mann verfällt sehr überzeugend und wird gegen Ende hin sogar noch einmal richtig emotional und hat eine sehr schöne Szene mit Spacey.
All diese Charaktere sind in eine wunderbare Geschichte eingeflochten, die harmlos beginnt und sich immer weiter zuspitzt. Die Charaktere machen langsam eine nachvollziehbare Wandlung durch, sodass am Ende niemand so ist, wie zu Beginn. Die Geschichte ist wirklich interessant und behandelt einige sehr gewöhnliche Dinge auf ungewöhnliche Art und Weise. Nach vielen schönen und auch noch emotionalen und lustigen Momenten bekommt man dann ein grandioses Finale, das ich so schnell sicher nicht vergessen werde.

Fazit:
American Beauty ist ein Meisterwerk!
Sam Mendes erzählt hier eine sehr vielschichtige, interessante, emotionale und stellenweise auch lustige Geschichte mit ungewöhnlichen Mitteln. Die unfassbar starken Bilder sind in dieser Hinsicht immer noch einmalig und wurden nie wieder in der Form erreicht. Zudem sind die Charaktere auch noch unglaublich stark und glaubwürdig und machen sinnvolle Wandlungen durch.
All dies macht den Film zu einem absoluten Unikat und wirklich zeitlos. Diesen Film sollte man mal gesehen haben.


Kon-Tiki [Blu-ray]
Kon-Tiki [Blu-ray]
DVD ~ Anders Baasmo Christiansen
Preis: EUR 8,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen spannend, wunderschön, mitreißend - ein fantastisches Abenteuer!!, 6. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Kon-Tiki [Blu-ray] (Blu-ray)
Kon-Tiki ist einer dieser kleinen eher unbekannten Filme, der trotz einer Oscar-Nominierung nur bei Kritikern bekannt und der Allgemeinheit eher unbekannt isr. Dies ist wirklich sehr sehr schade, weil man hier einen absolut fantastischen Film verpasst.

Thor Heyerdahl ist Forscher und Abenteurer und will beweisen, dass Polynesien nicht durch Asien sondern durch Peru besiedelt wurde. Um dies zu beweisen unternimmt er zusammen mit einigen Freunden eine Reise: auf einem Floss, wie vor 1500 Jahren, wollen sie 5000 Meilen den Pazifik überqueren. Die See ist aber kein ungefährlicher Gefährte.

Kon-Tiki basiert auf der wahren Reise des Thor Heyerdahl. Ich habe aber weder die Oscar prämierte Dokumentation gesehen, noch das Buch gelesen, kann also keine Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt des Films ziehen. Dies will ich aber auch gar nicht, weil ich hier eine wunderbare Reise miterlebt habe.
Die beiden Regisseure Joachim Ronning und Espen Sandberg beweisen hier ihr unbestreitbares Talent. Sie inszenieren diesen Film augenscheinlich als einen typischen Seefahrer-Abenteuer-Film, zeigen aber ihr Können Spannung zu erzeugen, Schönheit zu zeigen und ein Mittendringefühl zu vermitteln.
Man kann den Film wohl am besten mit Life of Pi - Schiffbruch mit Tiger vergleichen, nur gibt es hier weniger fantastische Elemente. Es geht viel mehr um eine authentische Darstellung dieser unglaublichen Reise. Dies bedeutet aber nicht, dass der Film weniger schön anzusehen ist. Es werden hier einige wirklich schöne Bilder gezeigt. Es wird verdeutlicht, wie schön die See und deren Bewohner sein können, aber auch wie gefährlich.
In den lebensbedrohlichen Situationen wird hier durch eine sehr gute Kameraführung Spannung und Bedrohung einwandfrei dargestellt. Man ist immer sehr nah an den Gefahren dran, wird aber nicht hektisch und man verliert nie den Überblick. Dadurch hat man wirklich das Gefühl mittendrin zu sein. Neben den Haien oder mit dem riesigen Wal zu schwimmen.
Mit dieser sehr guten Kameraarbeit und Regie erschafft man einfach eine wunderbare und greifbare Atmosphäre, die dieses Mittendringefühl besser vermittelt, als in fast jeden anderen Film den ich kenne.
Neben der Natur und den Gefahren braucht man aber natürlich auch Menschen, die jenes durchstehen. Da hat man mit Pál Sverre Hagen (Max Manus) einen sehr guten Thor Heyerdahl gefunden. Er kann sowohl die arrogante, aber auch liebenswerte Seite dieses Mannes gut darstellen und wirkt manchmal sogar fast schon manisch. Seine Kumpanen spielen hier auch gut, aber mir ist vor allem Anders Baasmo Christiansen als Herman Watzinger aufgefallen. Er spielt diesen etwas dickligen, tolpatschigen Mann mit viel Feingefühl und sorgt für einige traurige und sehr schöne Momente.

Fazit:
Kon-Tiki ist ein wunderschöner, spannender und mitreißender Abenteuerfilm, der sich vor großen Produktionen keinesfalls verstecken braucht und sogar manche übertrifft. Er sieht wirklich toll aus und vermittelt ein sehr angenehmes Mittendringefühl, dass man so nur selten erlebt.
Diesen Film sollte man sich auf jeden Fall einmal angucken, auch wenn man solche Filme vielleicht nicht mag. Nicht umsonst haben sie die Regisseure damit für den 5. Teil der Fluch der Karibik-Filme verdingt.


The Iceman [Blu-ray]
The Iceman [Blu-ray]
DVD ~ Michael Shannon
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen ein spannender und sehr interessanter Thriller, 28. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: The Iceman [Blu-ray] (Blu-ray)
The Iceman ist einer dieser kleinen Filme, die schnell durch den Radar fallen. Nach dem Schauen finde ich es aber etwas schade, dass er so wenig Aufmerksamkeit erregt hat, kann es aber gut nachvollziehen.

Richard Kuklinski verdient sein Geld mit illegalen Pornofilmen. Dieses Geschäft gehört einem Gangster, der bald das Potential von Richard entdeckt und ihn als Auftragskiller anheuert. Für die nächsten 2 Jahrzehnte verdient er als Auftragskiller sein Geld, und lebt nebenbei noch ein ganz normales Leben als Vater und Ehemann. Plötzlich gerät Richard aber immer mehr ausser Kontrolle.

The Iceman ist ein kleiner Thriller, der wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, obwohl er doch einiges zu bieten hat. Der Film basiert auf wahren Begebenheiten, denn Richard Kuklinski gab es wirklich.
Der Film behandelt, wie Kuklinski zum Hitman wird und die nächsten 20 Jahre Menschen getötet hat. Die Geschichte des Film ist natürlich interessant, nicht nur aufgrund der wahren Begebenheiten, und hat auch einige sehr interessante Ereignisse. Die Geschichte entwickelt sich wirklich interessant und vermeidet etwaige Längen durch immer neue, spannende Ereignisse. Geht es anfangs eigentlich nur um den Killer und dessen Morde, geht es immer mehr aber auch um die Psycho und das kaputte Nervenkostüm Kuklinskis. Diese Wandlung geht wirklich auf sehr gute Art und Weise von statten.
Sein Dr. Jekyll und Mr. Hyde-Leben (wie es Kuklinski in einer Dokumentation selber nennt) ist einfach unfassbar zu glauben. Er trennt über Jahrzehnte beide Seiten seiner Persönlichkeit und seines Lebens perfekt voneinander, bis beides immer mehr ineinander verschwimmt. Die Geschichte ist wirklich sehr interessant und wird ihr auch mit der guten Inszenierung und den guten Darstellern gerecht.
Regisseur Ariel Vromen inszeniert hier einen kalten Gangsterfilm mit sehr natürlichen Bildern und einer guten Filmmusik, wodurch sich der Film von anderen des Genres, wie ein Der Pate klar distanziert. Er will gar nicht so düster und sehr atmosphärisch, sondern viel mehr echt und authentisch sein. Die Killerszenen haben ganz klar ihre Wirkung und die emotionalen Momente auch Stärke. Rein inszenatorisch wird man dieser unglaublichen Geschichte nur gerecht.
Seine Stärke verdankt der Film aber auch seinen starken Darstellern. Michael Shannon (Man of Steel) ist hier als Kuklinski der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte und macht dies, nach anfänglicher Skepsis, auch sehr gut. Ich hatte eine ganze Weile die Befürchtung, dass Shannon mit dem Charakter überfordert ist, weil er anfangs einen sehr kalten, unberechenbaren Mann spielt, der keine Miene verzieht. In diesem Zustand ist er noch relativ unspannend, wenn sich dann aber sein Umfeld anfängt zu verändern, schafft er es wirklich gut, emotional zu sein. Er kann den Familienmensch und den Hitman gut voneinander trennen und sorgt für einige starke Momente. Neben ihm sehen wir hier noch Winona Ryder (Alien - Die Wiedergeburt) als seine Ehefrau und Captain America Chris Evans als einen seiner Komplizen. Ryder spielt die verzweifelte Ehefrau und Mutter hier gut und Evans den durchgeknallten Mittäter sehr unterhaltsam. Evans hat hier eine vergleichsweise kleine Rolle, setzt aber Akzente und sorgt mit Ryder und Shannon für ein stimmiges Gesamtbild.

Fazit:
The Iceman erzählt gekonnt eine interessante wahre Gangster-Geschichte. Dieser Thriller unterhält mit seiner Geschichte, seinen wirkungsvollen Bildern und den guten Darstellern.
Wer auf stimmige Thriller und Gangster-Filme, abseits von Der Pate, steht, sollte hier mal reingucken.


I, Frankenstein - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
I, Frankenstein - Steelbook [Blu-ray] [Limited Edition]
DVD ~ Aaron Eckhart
Preis: EUR 16,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr unterhaltsamer, kurzweiliger Fantasy-Action-Film, 26. Juni 2014
I, Frankenstein ist einer dieser Filme, von dem ich eigentlich nicht viel erwartet habe und bei dem meine Erwartungen eher klein waren. Im Endeffekt hat mich der Film aber wirklich gut unterhalten... für das was er ist.

Victor Frankenstein hat ein Monster geschaffen und wird von diesem getötet. Dieses Monster wird von 2 Gargoyles vor Dämonen gerettet. Frankenstein will aber nichts mit diesen Wesen zu tun haben und zieht Jahrhunderte durch die Welt. Plötzlich wird er aber wieder in diesen Konflikt zwischen Dämonen und Gargoyles hineingezogen.

Bei I, Frankenstein habe ich schon anhand des Trailers sofort gesehen, dass hier die Produzenten der Underworld - Filme dran sind. Deswegen hatte ich eigentlich keine großen Erwartungen an den Film, weil ich nicht gerade ein Fan jener Filme bin. Und dieser niedrigen Erwartungshaltung ist es dann wohl auch zu verdanken, dass mir der Film wirklich Spaß gemacht hat.
Was mir hier als erstes auffiel, war natürlich die Optik. Der Film sieht wirklich genau so aus wie die Underworld-Filme, was ich aber nicht schlecht finde, da es zu dieser Geschichte auch sehr gut passt.
Und apropos Geschichte, die ist natürlich das Einfachste vom Einfachen, was für diese Art Film aber auch absolut Sinn macht, weil die Stärken einfach woanders liegen. Man versucht hier nicht, dem Klassiker mit Boris Karloff neues Leben einzuhauchen, sondern macht eine absolut freie Neuinterpretation, die sich lediglich der Figur des Frankenstein bedient.
Dieser wird hier von Aaron Eckhart (The Dark Knight) sehr stoisch und mürrisch verkörpert, was wirklich gut zum Film passt. Neben ihm gibt es noch ein paar andere namenhafte Leute, aber die sind nicht der Rede wert.
Die größte Stärke es Films liegt aber auch nicht in der Geschichte und den Charakteren, sondern in den Actionszenen und der Musik.
In diesem Film gibt es natürlich viele Kämpfe und viele CGI-Effekte, die sind aber wirklich allesamt gut geworden. Die Effekte sehen ganz schick aus und wirken nie irgendwie billig. Die Kämpfe sind sehr gut gefilmt, gut choreographiert und mit einer sehr guten Musik untermalt, die dem Ganzen erst Wucht und Tempo verleiht. Man könnte sich an den pseudocoolen Kampfposen der Charaktere stören, muss aber in so einem Film einfach damit rechnen.

Fazit:
I, Frankenstein will ein unterhaltsamer Fantasy-Action-Film sein... und genau das ist er!
Man wird hier für gut 90 Minuten mit einer schönen Optik und gut gemachten Kämpfen super unterhalten, sofern man keine Ansprüche an den Film stellt. Hier will man nicht den Klassiker nachbilden, sondern nutzt einfach nur die Figur für eigene Zwecke.
Wer auf kurzweilige Fantasy-Action-Filme steht, sollte auf jeden Fall zugreifen!


Die Faust im Nacken [Blu-ray]
Die Faust im Nacken [Blu-ray]
DVD ~ Marlon Brando
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen ein zeitloser Klassiker!, 21. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Faust im Nacken [Blu-ray] (Blu-ray)
Diesen Film habe ich nur aus Zufall entdeckt, und ich war sehr überrascht, dass heutzutage kaum noch über den Film gesprochen wird.

Terry Malloy ist ein Dockarbeiter, der zwangsweise der korrupten Gewerkschaft des Docks angehört und dessen Bruder die rechte Hand des Dockleiters Johnny Friendly ist. Als ein Mord die Arbeiter, angeführt von Father Berry, aber langsam zum Umdenken anregt, steht Terry zwischen den Stühlen. Er muss sich für die Arbeiter oder die Gewerkschaft entscheiden und dabei seine Zuneigung für Edie in den Griff kriegen.

Ich bin auf diesen Film nur aufmerksam geworden, weil ich mir eine Biographie von Filmlegende Marlon Brando angesehen habe und dabei diesen Film sah. Also habe ich mir den Film bestellt, und ich war sehr überrascht, wie gut sich dieser Film, trotz seiner 50 Jahre, gehalten hat.
Regisseur ist Elia Kazan, der hier schon nach Endstation Sehnsucht und Viva Zapata! das dritte Mal mit Brando zusammenarbeitet. Ich kenne die beiden vorherigen Projekte leider nicht, kann also daher keine Vergleiche zu ihnen ziehen.
In erster Linie war ich gespannt darauf, Brando zu sehen, weil er hier seinen ersten Oscar gewann. Brando spielt hier einen eher zurückhaltenden, gescheiterten Boxer, der nur in Gegenwart der jungen Edie aus sich herauskommt und ansonsten innerlich zerrissen ist. Er weiß um die korrupte Gewerkschaft, tut aber nichts dagegen, weil er die Konsequenzen fürchtet. Brando spielt diesen Mann auch echt gut. Er kann zwischen seiner harten unverwundbaren Schale, und dem weichen, herzlichen Inneren sehr gut hin und her schalten. Er kann nicht nur beide Seiten gut verkörpern, sondern wechselt auch nachvollziehbar und organisch von einer zur anderen. Brando ist hier eindeutig der Mittelpunkt, wird aber von fantastischen Nebendarstellern unterstützt. Vor allem zwei Männer sind mir hier im Gedächtnis geblieben. Zum einen wäre das Karl Malden (Baby Doll) als Father Berry, einen Priester, der versucht, die Arbeiter gegen die Gewerkschaft aufzulehnen und dabei Brando als wichtigen Bestandteil sieht. Malden spielt diesen Mann wirklich sehr energisch und immer überzeugend und setzt einige Akzente. Neben ihm fiel mir auch noch Lee J. Cobb (Die 12 Geschworenen) als Gewerkschaftsleiter Johnny Friendly auf. Cobb spielt diesen absolut skrupellosen Mann ebenfalls sehr überzeugend. Man hasst ihn und verflucht ihn wegen seiner Machenschaften, aber er sorgt zusammen mit Brando für ein würdiges Highlight am Ende des Films.
Als eine Art Highlight würde ich auch die gesamte Inszenierung betrachten. Rein inszenatorisch ist Die Faust im Nacken so gut wie nicht gealtert. Der Film ist toll gefilmt, hat einige sehr schöne und effektive Kameraperspektiven und verzichtet auf eine überdramatische Inszenierung. Manchmal ist die Musik zwar zu laut und überbordend, typisch für diese Zeit, aber dies stört den Film aufgrund der guten Darsteller und Kameraarbeit eigentlich nicht.
Die Darsteller wirken sehr natürlich und verzichten auf eine übertriebene Mimik und Gestik, genauso wie die Inszenierung eben. Alles wirkt sehr natürlich und trägt zur Bodenständigkeit des Films bei. Noch dazu wird hier auch noch eine sehr gute Geschichte erzählt, die keine Längen hat und einen würdigen Abschluss findet, dem man eigentlich mal gesehen haben muss.

Fazit:
Die Faust im Nacken ist ein zeitloser Klassiker!
Hier wird eine interessante Geschichte mit fabelhaften Darstellern und einer immer noch sehr guten Inszenierung erzählt. Der Film wirkt heute immer noch sehr gut und bietet ein fantastisches Ende, dass viel zu wenige da draussen kennen.


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