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Rezensionen verfasst von
TheGame2493 (Deutschland)

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Non-Stop [Blu-ray]
Non-Stop [Blu-ray]
DVD ~ Liam Neeson
Preis: EUR 14,99

4.0 von 5 Sternen wieder ein spannender und atmosphärischer Thriller mit Neeson, 15. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Non-Stop [Blu-ray] (Blu-ray)
Liam Neeson ist in den letzten paar Jahren zu dem Actionhelden schlechthin geworden und hat einige wirklich gute Filme des Genres abgeliefert und Non-Stop reiht sich da perfekt ein.

Bill Marks ist ein US Air Marshall und auch Alkoholiker. Auf einem Flug von New York nach London bekommt er Nachrichten von einem Unbekannten, der droht, alle 20 Minuten einen Passagier zu töten. Marks versucht den Unbekannten an Bord des Flugzeugs auszumachen, allerdings fangen die Passagiere an, Fragen zu stellen und Marks wird als Terrorist angesehen.

Liam Neeson und Regisseur Jaume Collet-Serra haben schon mit Unknown Identity einen spannenden Thriller abgeliefert und machen dies auch hier wieder.
Dieses Mal haben sie sich zwar nur auf ein Flugzeug beschränkt, gestalten den Film aber keineswegs weniger spannend. Auch hier kommt Serra schnell zum Punkt und konfrontiert den Zuschauer und Liam's Charakter nach nur wenigen Minuten mit einem unbekannten Attentäter. Ähnlich wie in Unknown Identity baut sich der Film von da an auch immer weiter kontinuierlich auf und führt immer neue Charaktere ein. Die Geschichte ist natürlich zwangsweise nicht so verschachtelt wie Identity, sondern setzt viel mehr auf die Menschen an sich.
Schnell wird einem klar gemacht, dass Neeson hier Alkoholiker ist und einige Probleme hat, wodurch man ganz gut verstehen kann, dass die Luftfahrtbehörde ihn als Terroristen sieht. Damit baut man dann auch die Spannung immer weiter auf, weil Paranoia und Angst anfangen um sich zu greifen. Dies ist wirklich gut in die Geschichte verbaut, die immer neue Erkenntnisse bringt und plausibel ist.
Diese gute Geschichte kann Serra dann auch noch spannend in Szene setzen. Er zieht die Spannung förmlich und bringt zusammen mit Neeson die immer größer werdende Verzweiflung sehr gut zur Geltung.
Sehr gut hat mir auch noch das Stilmittel gefallen, alles zu zeigen, was der Unbekannte Neeson schreibt. Wenn er eine Nachricht bekommt wird sie immer wieder eingeblendet und nicht erst vorgelesen, was deutlich zur gesamten Atmosphäre beiträgt.
Einziger Wermutstropfen war die Auflösung des Unbekannten. Ich werde natürlich nichts verraten, aber als dann die finale Auflösung kam, war ich ziemlich enttäuscht davon, weil es einfach zu plump und nicht nachvollziehbar war. Ansonsten hatte ich aber bis zu diesem Punkt großen Spaß mit dem Film.

Fazit:
Jaume Collet-Serra und Liam Neeson beweisen sich hier wieder als sehr gutes Team und schaffen zusammen einen sehr spannenden und stimmungsvollen Thriller den man sich nicht entgehen lassen sollte.


Hercules [Blu-ray]
Hercules [Blu-ray]
Preis: EUR 20,99

1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen trotz noblen Ansatzes leider nur Durchschnitt, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Hercules [Blu-ray] (Blu-ray)
Herkules hat es schon seit vielen Jahren nicht mehr im großen Stil im Kino gegeben. Deswegen war ich umso glücklicher, jetzt endlich mal wieder einen zu sehen und dann auch noch mit The Rock. Allerdings hat der Film die eh schon niedrigen Erwartungen nicht ganz erfüllen können.

Hercules führt ein Leben als Söldner. Zusammen mit seinen wenigen Verbündeten nimmt er Aufträge an und spart für ein besseres Leben. Dann bekommen sie den Auftrag vom König von Thrakien, Cotys, den Krieg zu beenden, der das Land heimsucht. Hercules zieht daraufhin in die finale Schlacht, merkt aber, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Endlich wieder ein Hercules-Film! Dies war meine erste Reaktion als ich von diesem Film gelesen habe und als auch noch das erste Bild mit Dwayne „The Rock“ Johnson auftauchte, habe ich mich sogar auf den Film gefreut. Nachdem ich ihn jetzt aber gesehen habe, bin ich enttäuscht.
Noch ein kleiner Einschub: den ersten Hercules-Film dieses Jahr habe ich nicht gesehen, weil mich schon der Trailer zum Einschlafen brachte und er an sich total unterging. Ich kann also keine Vergleiche der beiden Filme machen.
Als der Film anfing, war ich noch guter Dinge, weil erstmal erzählt wird, wie Hercules gegen die Hydra oder den erymanthischen Eber kämpft. Mit Voranschreiten des Films wurde mir aber schnell das größte Problem des Films bewusst.
Hercules verbinde ich immer auch mit fantastischen Dingen, wie eben besagte Hydra oder Eber. Regisseur Brett Ratner (X-Men: Der letzte Widerstand) gestaltet den Film aber mit sehr viel Realismus und lässt dadurch diese Elemente weg. Dies ist dann auch der größte Schwachpunkt, weil man immer wieder darauf vorbereitet wird, etwas Fantastisches zu sehen, man dann aber mit Realistischem konfrontiert wird. Der Ansatz des Realismus ist sicherlich nobel, weil man auch so eine sehr interessante Geschichte um den Halbgott stricken kann, aber in diesem Fall ist das Drehbuch einfach zu schwach. Die Geschichte ist viel zu einfach und oberflächlich, was zusammen mit dem Realismus für einige Längen sorgt.
Hinzukommt, dass Ratner den realistischen Weg nicht komplett geht und es immer wieder Momente gibt, die so einfach nicht geschehen können, selbst wenn man gebaut ist wie ein Fels. Hätte man die Geschichte so gelassen, aber mit einigen mythischen Kreaturen verfeinert, hätte das dem gesamten Film gut getan.
Am herausstechensten sind hier natürlich die Kämpfe. Meistens sind es groß angelegte Schlachten, die auch durchaus gut gemacht sind, aber weder episch noch irgendwie erinnerungswürdig sind. Für die Dauer des Films wissen sie aber zu unterhalten und machen beim ersten Mal Gucken Spaß, wenn man sich mit der Natur des Films abgefunden hat.

Fazit:
Hercules ist trotz noblen Ansatzes ein höchstens durchschnittlicher Film.
Hätte man sich auf eine der bekannten Sagen um den Halbgott konzentriert, wäre der Film deutlich interessanter. Das Drehbuch ist nämlich Schwach und der realistische Ansatz tut dieser Figur nicht gut. Für seine fast 100 Minuten weiß Hercules aber zumindest in den Schlachten eine ganz gute Figur zu machen, ist aber ansonsten leider schnell wieder vergessen.


Guardians of the Galaxy [Blu-ray]
Guardians of the Galaxy [Blu-ray]
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der unterhaltsamste Film des Jahres!, 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Guardians of the Galaxy [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe mich schon seit der ersten Ankündigung auf Guardians of the Galaxy gefreut. Dann baute sich plötzlich ein riesiger Hype auf und der Film ist einer der erfolgreichsten der Marvel Studios und des gesamten Jahres 2014 geworden. Dann habe ich ihn endlich gesehen und wurde perfekt unterhalten.

Peter Quill aka Star Lord wird als Kind von der Erde entführt und treibt sich die nächsten 26 Jahre in der Galaxie als Dieb und Schmuggler herum. Als er bei einem Auftrag aber einen Orb findet und plötzlich gejagt und sogar gefangengenommen wird, muss er sich mit 4 unterschiedlichen Insassen zusammentun, um zu flüchten. Die 5 ungleichen Individuen flüchten gemeinsam und werden unfreiwillig zu den Rettern einer Welt.

Hierzulande sind die Guardians of the Galaxy-Comics wirklich nur den Comic-Kennern ein Begriff.
Seit der ersten Ankündigung war ich aber Feuer und Flamme für den Film, weil mir das Konzept und die Charaktere sofort sehr gut gefallen haben. Deswegen habe ich mich dann sehr gefreut, dass der erste Trailer und dann auch der Film bei Publikum und Kritikern sehr gut ankam und zu einem der Filme des Jahres wurde.
Ich war am meisten gespannt darauf, wie das Verhältnis der Charaktere zueinander ist und wie groß der Film erscheint, spielt er ja in einer Galaxis. Beide Punkte wurden auch zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Regisseur James Gunn (Slither) hat hier auch am Drehbuch mitgeschrieben und seinen ganz eigenen Humor in den Film gebracht, der zu dieser Truppe auch sehr gut passt. Ein rachsüchtiger Muskelprotz, ein grüne Kämpferamazone, ein von sich überzeugter Schmuggler und ein schießwütiger Waschbär mit seinem Baummensch bieten nun mal Potential für jede Menge lustige Momente und dieses Potential nutzt Gunn auch voll aus. Die gute Geschichte bestückt er immer wieder mit Gags, die schnell unpassend hätten wirken können, aber durch die Charaktere und Situationen an sich sehr passend und teilweise wirklich lustig sind. Durch diese Komik hebt sich der Film auch merklich von den anderen Filmen des Marvel Cinematic-Universe ab, man spürt aber auch, dass sie zusammengehören. Die Charaktere sind auch noch gut ausgearbeitet und haben alle eine eigene und individuelle Persönlichkeit, was den Film auch sehr zugute kommt.
Neben den Gags an sich, ist aber auch die Geschichte an sich interessant und zeigt endlich Charaktere, die in anderen Filmen immer nur angedeutet wurden. Lee Pace (Der Hobbit: Smaugs Einöde) ist zudem als Kree-Anführer Ronan ein guter Antagonist. Alles in allem wird hier eine interessante Geschichte erzählt, die eindeutig von ihren starken Charakteren lebt und sehr gut zu unterhalten weiß.
Der Film gefiel mir aber nicht nur inhaltlich, sondern vor allem auch visuell. Guardians ist der visuell schönste Film der Marvel Studios. Hier wird man auf verschiedene Planeten geschickt, mit super designten Wesen konfrontiert und bekommt hochwertige CGI-Effekte. Bei dem Design des Films, egal ob Raumschiffe oder Wesen war man mit Herzblut und Kreativität dabei.
Die CGI-Effekte sind auf dem höchsten Stand und kommen gerade zum furiosen Finale großartig zur Geltung. Apropos Finale, hier feuert Gunn alles ab, was geht. Raumschiffschlachten, Ballereien und Schlägereien. Alles ist drin. Wirklich ein super Finale, das sich vor den anderen Marvel-Filmen weiß Gott nicht zu verstecken braucht. Ich bin mal gespannt, wie Gunn dies toppen will.
Sehr originell fand ich auch die Idee, Quill einen Walkman mit alten Hits der 80er Jahre zu geben und diese Musik dann auch immer wieder in den Film zu verbauen.

Fazit:
Guardians of the Galaxy ist der unterhaltsamste Film des Jahres!
Sympathische Charaktere, coole Gags, eine interessante Story und super gemachte Action mit CGI-Effekten auf dem höchsten Stand machen diesen Film zu einem der Unterhaltsamsten der letzten paar Jahre.
Das Marvel Cinematic-Universe wurde um eine coole und sehr unterhaltsame Heldentruppe bereichert.


Mandela - Der lange Weg zur Freiheit [Blu-ray]
Mandela - Der lange Weg zur Freiheit [Blu-ray]
DVD ~ Idris Elba
Wird angeboten von tvhits
Preis: EUR 14,68

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einer der am meisten unterschätzten Filme 2014, 3. September 2014
Mandela – Der lange Weg zur Freiheit hat mich schon nach dem ersten Trailer für sich gewinnen können. Ich war dann auch sehr überrascht, dass der Film total unterging, obwohl er wirklich gut ist.

Eine Zusammenfassung der Handlung ist bei diesem Film wohl nicht nötig, weil jeder die Grundgeschichte um den Freiheitskämpfer Südafrikas kennt.
Regisseur Justin Chadwick (die Schwester der Königin) beleuchtet hier das Leben Mandelas von seinen Tagen als Anwalt bis hin zu seiner Freilassung Anfang der 1990er Jahre. Ich habe die Biografie, auf der dieser Film beruht, nicht gelesen und kann deshalb nicht beurteilen, wie akkurat das Leben dieses großen Mannes hier dargestellt wird.
Der Film hat mich schnell an Gandhi erinnert, weil auch hier der Fokus eindeutig auf dem Hauptcharakter liegt und er alle anderen überschattet. Dies könnte man als negativ ansehen, aber ich empfinde es als gar nicht so schlimm. Wenn ein Mann so eine Präsenz hat, dass er nur durch seine Anwesenheit die Blicke auf sich zieht, dann ist das eben so. Und Idris Elba (Luther) verkörpert diesen Mann wirklich glaubwürdig und macht genau das. Er nimmt den Film komplett für sich ein, obwohl er hier nicht die makellose Leistung eines Ben Kingsley als Gandhi oder Daniel Day-Lewis als Lincoln erreicht. Dennoch zeigt er hier wieder sein Charisma und unbestreitbares Können. Mir fiel es sehr leicht, zu verstehen, warum eine ganze Nation hinter diesem Mann stand. Die restlichen Darsteller sind allesamt solide und niemand fällt aus der Rolle, sie ergänzen den Film gut.
Trotz der tollen Leistung Elbas war es aber die Inszenierung, die mich wirklich fasziniert hat. Chadwick erzählt hier eine wahre Geschichte, wie sie inspirierender und gleichzeitig grausamer kaum sein kann. Diese Tatsache weiß er auch in sehr starken Bildern zu verdeutlichen. Oft genug zeigt er, auch mit Archivmaterial, durch welche Hölle Südafrika und Mandela gegangen sind, um sich Gleichberechtigung zu verschaffen. Manche Szenen sind hart und kalt, wohingegen andere einfach nur schön sind. Mehr als einmal durchfuhr mich eine Gänsehaut, als die afrikanischen Gesänge und Hoffnungsrufe erschallten. Diese Szenen sind einfach nur beeindruckend und tiefgehend und verdeutlichen Hoffnung in ihrer reinsten Form. Noch dazu bekommt man einige schöne Bilder Südafrikas, die den Film nur noch trauriger machen, weil sie einen so starken Kontrast zu der Situation der Menschen darstellen.
Abgerundet wird die Inszenierung aber von einem großartigen Soundtrack. Neben den gespielten Melodien gibt es auch viele gesungene Lieder von z.B. Bob Marley und U2, die hier sogar eine Oscar-Nominierung für Ordinary Love erhielten. Die Melodien, aber vor allem auch die gesungenen Lieder tragen so immens zur Stimmung und zu einigen sehr beeindruckenden Bildern bei. Einer der besten Soundtracks, die ich dieses Jahr gehört habe.

Fazit:
Mandela – Ein langer Weg zur Freiheit ist einer der am meisten unterschätzten Filme 2014.
Nicht nur liefert Idris Elba hier ein fantastisches Portrait des Nelson Mandela, sondern man bekommt auch noch eine super inszenierte, inspirierende Geschichte. Der tolle Hauptdarsteller, die 1A Inszenierung und der tolle Soundtrack machen diesen Film absolut sehenswert.


The Da Vinci Code - Sakrileg (Extended Version) [Blu-ray]
The Da Vinci Code - Sakrileg (Extended Version) [Blu-ray]
DVD ~ Tom Hanks
Preis: EUR 9,72

5.0 von 5 Sternen spannender und interessanter Abenteuer-Film, trotz religiösen Motiven, 29. August 2014
The Da Vinci Code habe ich immer vor mir hergeschoben, weil ich aufgrund des Themas nicht ganz sicher war, ob mich der Film wirklich würde überzeugen können. Ich wurde aber wirklich äußerst positiv überrascht.

Der Kurator des Louvre wird ermordet und hinterlässt eine Nachricht für den Symbologen Robert Langdon. Langdon untersucht diese Nachricht und wird plötzlich zusammen mit der Nichte des Kurators verfolgt. Die beiden kommen einer Verschwörung auf die Spur und stellen dabei noch die biblische Geschichte auf den Kopf.

The Da Vinci Code habe ich immer skeptisch gesehen, weil ich kein gläubiger Mensch bin und die Geschichte der Bibel in Filmform eher trocken erlebt habe. Deswegen hat mich der Film umso mehr überrascht mit seinen Wendungen, Offenbarungen und seinem unerwartet schnellem Tempo.
Ich kenne die enorm erfolgreiche Buchvorlage von Dan Brown nicht und kann deswegen nicht beurteilen, wie akkurat Akiva Goldsman das Buch umgesetzt hat.
Als erstes fiel mir natürlich der hochklassige Cast auf. Tom Hanks (Forrest Gump), Audrey Tautou (Die fabelhafte Welt der Amélie), Jean Reno (Leon - Der Profi), Alfred Molina (Duell der Magier), Paul Bettany (Master and Commander) und Ian McKellen (Der Herr der Ringe) bilden das Herzstück des Films. Allesamt spielen interessante Charaktere und tragen maßgeblich zum Gesamtbild des Films bei. Dennoch ragen einige heraus. Bettany als fanatisch gläubiger, tötender Albinomönch Silas sorgt für einige schaurige Momente und liefert hier eine seiner einprägsamsten Leistungen. Auch Ian McKellen als alter Professor, der bekannte biblische Geschehnisse, z.B. das Abendmahl, mit schlüssigen Theorien einfach mal eben widerlegt hat mich mit offenem Mund dasitzen lassen. Er vertritt so einleuchtend und überzeugend seine Meinung und widerlegt so vieles, was ich kenne, dass er mich einfach nur fasziniert. Er sorgt in dem Moment, als er seine Theorien erklärt, für das Highlight des Films. Es spielen aber, wie gesagt, alle gut, nur stechen diese beiden noch heraus.
Neben dem Cast war ich auch schnell von der Handlung fasziniert. Im Grunde ist dies ein klassischer Abenteuer-Film nur mit biblischen bzw. religiösen Hintergründen. Anstatt nach goldenen Schätzen sucht man hier nach Wahrheiten und macht den Weg zum Ziel. Hanks und Tautou geraten von einer spannenden Situation in die nächste und entdecken immer neue Geheimnisse und werden mit immer interessanteren Figuren und Wendungen überrascht. Die Geschichte ist wirklich interessant gestaltet und wird auch von Ron Howard (A Beautiful Mind) spannend inszeniert.
Howard macht hier nichts aussergewöhnliches, aber das muss er auch nicht. Sehr gekonnt setzt er seine Darsteller in Szene und weiß mit einfachen, aber effektiven Methoden Spannung und Atmosphäre zu erzeugen.

Fazit:
The Da Vinci Code ist ein spannender Abenteuer-Film, der seine biblischen Motive deutlich ausarbeitet und sie auf sehr interessante Art und Weise umsetzt. Der fast makellose Cast und die stilsichere Inszenierung machen diesen Film zu einem Muss und einem der spannendsten Filme mit einem biblischen Thema.


American Hustle [Blu-ray]
American Hustle [Blu-ray]
DVD ~ Christian Bale
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sehr unterhaltsames, locker präsentiertes Drama mit sehr guten Darstellern, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: American Hustle [Blu-ray] (Blu-ray)
American Hustle hat aufgrund des Cast schnell meine Aufmerksam erregt und wurde auch bei den Oscars mit einigen Nominierungen bedacht. Und das auch zurecht.

Irving Rosenfeld und seine Geliebte Sydney Prosser verdienen mit Betrügereien ihr Geld. Der FBI Agent Richie DiMaso entlarvt die beiden, gibt ihnen aber noch eine Chance auf Freispruch, wenn sie ihm helfen, den Bürgermeister von New Jersey des Betrugs zu überführen. Die beiden sind kooperativ, die Mission erweist sich aber trotzdem als schwierig, weil Rosenfelds Frau sich immer wieder einmischt und Egos aufeinander prallen.

American Hustle wollte ich eigentlich sehr gerne sehen, habe ihn dann aber im Kino verpasst und ihn erst jetzt gesehen, war aber trotzdem sehr gut unterhalten.
Regisseur ist hier David O. Russel, der mich schon mit Silver Linings sehr positiv überrascht hat. Er geht mit American Hustle auch den selben Weg, den er mit Silver Linings gegangen ist, bezüglich der Präsentation.
Bei der Inszenierung ist mir schnell aufgefallen, dass Russel hier wieder eine eigentlich ernste und komplexe Geschichte auf sehr leichte Art und Weise präsentiert, aber trotzdem Spannung schafft. Er inszeniert diese Geschichte mit seiner gewohnten Leichtigkeit, was er auch viel seinen Darstellern zu verdanken hat, allen voran Christian Bale (American Psycho). Diese im Grunde ernste Geschichte, die man auch als typischen, harten Thriller hätte inszenieren können, gewinnt durch die Regie nur noch dazu. Die Bilder sind stark und sehr wirkungsvoll und zeigen wirklich sehr gut, worum es in den jeweiligen Momenten in der Tat geht. Auch wenn der gesamte Film von Dialogen getragen wird, bleibt er dennoch spannend, weil die Charaktere sehr aussergewöhnlich und vielschichtig sind.
Jeder Charakter hat seinen berechtigten Platz und eine ganz bestimmte Rolle in dem Ganzen zu spielen, die vielleicht anfangs nicht immer ganz klar ist, aber jeder trägt zum Gesamtbild bei. Noch dazu sind die Charaktere auch noch super gespielt. Christian Bale spielt hier den Hauptcharakter und hat sich für diese Rolle wieder körperlich in, oder besser gesagt, ausser Form gebracht und spielt diesen Mann, der immer entspannt wirkt und anderen ständig widersprechen muss einfach klasse. Sein weiblicher Gegenpart ist hier Amy Adams (The Master) und die ist wirklich absolut großartig. Sie ist hier eine sehr starke und selbstbewusste Frau und kann sich gegen jeden männlichen Part bravourös zur Wehr setzen. Sie ist oft sehr stark und zwiegespalten, was wiederum ihre verletzlichen Seiten zeigt. Adams spielt hier wirklich klasse und sticht unter diesem hochklassigen Leistungen sogar heraus. Bradley Cooper (Silver Linings) spielt hier den FBI Agent, der denkt, dass er weiß, wie man betrügt, sich dann aber von Bale immer wieder vorführen lassen muss. Coopers Charakter macht ebenfalls eine sehr schöne Wandlung durch und wird vom etwas tolpatschigen zum harten Agenten. Neben Adams hat mir aber am meisten Jennifer Lawrence (Die Tribute von Panem) gefallen. Lawrence mimt hier Bale's unberechenbare, heruntergekommene Frau, die weiß, dass ihr Leben schlecht ist, aber keinerlei Ambitionen zeigt, etwas zu ändern. Lawrence spielt diese Frau wieder mit viel Hingabe, wodurch man sie zwar hasst, aber auch Sympathien zu ihr aufbaut. Diese vier Darsteller sind die Dreh- und Angelpunkte des gesamten Films und spielen wirklich super.
Zusammen mit der komplexen Geschichte, der ich nicht immer ganz 100% folgen konnte, entsteht ein interessantes und spannendes Gesamtbild, dass sich immer wieder verändert. Die Geschichte hat einige Twists mit denen man so nicht rechnen konnte, die den Film aber aufwerten und nicht wie Alibis wirken.

Fazit:
American Hustle ist ein unterhaltsames Drama, dass sehr leicht und locker präsentiert wird, aber dennoch kraftvoll ist und mit fantastischen Darstellern aufwartet. Regisseur David O. Russel zeigt hier wieder sein sehr gutes Gespür dafür, ein eigentlich ernstes Thema mit Leichtigkeit und Humor zu präsentieren.


Mary Shelley's Frankenstein [Blu-ray]
Mary Shelley's Frankenstein [Blu-ray]
DVD ~ Kenneth Branagh
Preis: EUR 11,49

3.0 von 5 Sternen visuell sehr stark, aber zu theaterhaft, 21. August 2014
Mary Shelley's Frankenstein ist ein Film, den ich wirklich nur durch Zufall entdeckt habe und auf den ich eigentlich sehr gespannt war, der aber meine Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte.

Victor Frankenstein studiert in Ingolstadt Medizin und ist fest davon überzeugt, dass man einen Menschen immer vor dem Tod bewahren bzw. ihn sogar von den Toten wieder auferstehen lassen kann. So erschafft er im Geheimen ein Monster aus Leichenteilen und es gelingt ihm sogar, dieses Monster zum Leben zu erwecken. Bald schon bereut er dies allerdings, weil das Monster jagt auf ihn macht.

Frankenstein ist eines der berühmtesten Monster der Welt, welches Mary Shelley 1818 erfand. Legendär ist die Verfilmung aus dem Jahre 1931, die ich leider genauso wenig kenne wie die Buchvorlage. Ich kenne aber natürlich die Figur des Frankenstein und habe mit diesem Film zum ersten Mal eine traditionelle Interpretation des Monsters gesehen und war nicht ganz überzeugt.
Was mir sofort aufgefallen ist, ist das theaterhafte Spiel. Regisseur war hier Kenneth Branagh (Thor) und dem merkt man es bei diesem Film noch deutlich an, dass er vom Theater kommt. Es ist nicht nur er allein, sondern fast alle Schauspieler, die hier oft wirken, als würden sie auf einer Theaterbühne stehen. Sie machen alles so über euphorisch dramatisch bzw. glücklich. Ich fühlte mich dadurch etwas belästigt, wenn man das so sagen kann, weil ich immer das Gefühl hatte, sie klatschen mir ihre Gefühle förmlich ins Gesicht und wollen auch wirklich jeden überdeutlich zeigen in welcher Gefühlslage sie jetzt sind. Diese Spiel hat mich wirklich genervt, weil an den paar ruhigen Stellen, in denen sie echt spielen, das Potential der Charaktere durchscheint. Hätten sich die Darsteller etwas zurückgehalten und echt gespielt, wie sie es heutzutage meisterhaft machen, hätte der Film deutlich gewonnen. Schauspielerisch hat mich hier wirklich nur Robert De Niro (Taxi Driver) als Frankenstein's Monster überzeugt. Er ist zwar unter einer sehr guten, dicken Maske versteckt, aber ich habe deutlich erkannt, dass er es ist (und das nicht nur anhand der Stimme), spielt aber überzeugend. De Niro ist der einzige, der nicht so überbordend spielt und der dem Monster Gefühle und einen eigenen Charakter gibt. Er verkörpert das Monster sehr menschlich und sorgt für die Highlights in jeglicher Hinsicht.
Abgesehen vom Schauspiel kann ich dem Film aber ansonsten nichts ankreiden. Kenneth Branagh erschafft hier einige visuell beeindruckende Bilder, die einen so schnell nicht wieder loslassen. Wie er das Monster erschafft bzw. es dann zum ersten Mal zeigt ist meisterhaft und sehr effektiv gemacht. Er scheut sich auch nicht, die eigentlich gute und interessante Geschichte schonungslos zu präsentieren. Gerade in der zweiten Hälfte passieren einige Dinge, womit man so sicher nicht gerechnet hat und bei denen mit der Kamera einfach drauf gehalten wurde. Visuell ist der Film einfach nur schick und effektiv.

Fazit:
Mary Shelley's Frankenstein ist ein visuell starker Film mit einigen imposanten Szenen, dessen Darsteller aber zu sehr spielen, als würden sie auf einer Theaterbühne stehen. Das Spiel ist zu konträr zum visuellen Stil des Films und verdirbt dadurch den Gesamteindruck. Nichtsdestotrotz ist der Film aber schaubar und prägt sich mit einigen Szenen ein.


Der unsichtbare Dritte [Blu-ray]
Der unsichtbare Dritte [Blu-ray]
DVD ~ Cary Grant
Preis: EUR 7,97

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein klassiker des Master of Suspense!, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der unsichtbare Dritte [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe noch nicht viele Filme von Alfred Hitchcock gesehen, kenne aber viele davon beim Namen. Der Unsichtbare Dritte ist einer von Hitchcocks berühmtesten Filmen und ich kann jetzt sehr gut nachvollziehen warum.

Roger Thornhill ist ein Werbefachmann und lebt ein entspanntes Leben. Plötzlich wird er aber entführt und für einen gewissen George Kaplan gehalten. Es gelingt ihm zu flüchten. Auf der Flucht, versucht er zu ergründen, wer dieser Kaplan ist und gerät dabei in einen Auftrag des Geheimdienstes.

Der unsichtbare Dritte ist der dritte Hitchcock-Film den ich gesehen habe. Ich kann deswegen keine Rückschlüsse oder Vergleiche zu anderen Werken ziehen. Vielleicht bin ich auch gerade deswegen so begeistert von dem Film.
Was mir als erstes auffiel, war tatsächlich die Geschichte. Das Drehbuch schrieb hier Ernest Lehman (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?) und der beweist ein wirklich gutes Gespür dafür, eine eigentlich komplexe Geschichte leicht, interessant und verständlich voranzubringen. Fängt der Film schon interessant an, entwickelt er sich stetig immer weiter und spinnt ein großes Netz aus Intrigen und Verrat. Lehman versteht es wirklich gut, die Geschichte interessant und vor allem spannend voranzubringen, ohne sich dabei zu sehr auf die CIA oder ähnliches zu konzentrieren. Er bleibt (fast) immer bei seinem Hauptcharakter und treibt diesen immer weiter in diesen Auftrag der Geheimdienste. Dabei gibt er bestimmten Charakteren immer interessantere Facetten und fügt ein neues Element nach dem nächsten hinzu. Die Geschichte ist also wirklich klasse geschrieben und würde heutzutage immer noch genauso gut funktionieren.
Der einzige Mann, der diese spannende Geschichte umsetzen konnte, konnte nur Alfred Hitchcock sein. Mir wurde nämlich schnell klar, warum man ihn als Master of Suspense bezeichnet.
Hitchcock weiß den Film wirklich perfekt zu präsentieren. Er setzt das Drehbuch mit starken Bildern um und gibt dem Film sowohl Spannung, als auch eine gewisse Leichtigkeit und Humor. Er trifft die emotionalen Szenen zwischen Cary Grant (Über den Dächern von Nizza) und Eva Marie Saint (Exodus) sehr gut und zeigt hier sein Feingefühl, erzeugt dann aber im nächsten Moment wieder eine unglaubliche Spannung. Die besten Beispiele dafür sind die berühmte Maisfeldszene, in der Grant von einem Flugzeug verfolgt wird und eine Szene gegen Ende des Films, in der Grant den Plan der Antagonisten erfährt. Diese Szenen fangen harmlos an, bauen sich aber immer weiter auf und lassen schließlich das Fass überlaufen. Diese Szenen überbrückt Hitchcock mit einigen sehr leichten Momenten, was er viel Cary Grant's unbeschwerter Art zu spielen zu verdanken hat, und einigen interessanten Offenbarungen und Entwicklungen.
Handwerklich gibt Hitchcock hier wirklich alles, was den Film auch gut hat altern lassen. Natürlich sieht man noch die Leinwände im Hintergrund und man erkennt auch einige der Sets relativ deutlich, aber dies stört den Film nicht, weil er ansonsten eben sehr gut und mit Liebe zum Detail gemacht wurde.

Fazit:
Der unsichtbare Dritte ist immer noch ein sehr spannender, aber dennoch leichter und interessanter Thriller, der mehr als deutlich zeigt, warum Hitchcock der einzig wahre Master of Suspense ist. Der Film erzählt eine interessante und spannende Geschichte auf leichte Art und Weise und reißt immer noch mit.
Wirklich ein Klassiker!


Planet der Affen - Revolution [Blu-ray]
Planet der Affen - Revolution [Blu-ray]
Preis: EUR 17,99

17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wuchtiges Meisterstück!, 10. August 2014
Planet der Affen: Prevolution hat mich seiner Zeit wirklich sehr positiv überrascht, weswegen ich auch sehr gespannt auf seinen Nachfolger war. Und ich bin wirklich verdammt froh, dass der Nachfolger all meinen Erwartungen mindestens erfüllt hat.

Nach einem Virus wurde die Menschheit fast komplett ausgerottet. In San Francisco haben die Überlebenden eine Kolonie gegründet, treffen aber plötzlich auf eine Horde Affen, angeführt von Caesar. Unter den Affen macht sich aber Unmut über die Menschen breit, was bald schon zu einigen schwerwiegenden Missverständnissen beider Arten führt und einen möglichen Krieg auslösen könnte.

Ich war von Prevolution absolut begeistert. Rupert Wyatt hat einen in sich sehr stimmigen Film geschaffen, der die Geschichte wirklich ernst nahm und fantastisch präsentierte. Für die Fortsetzung wurde Matt Reeves (Cloverfield) das Regiezepter in die Hand gegeben und der steht seinem Vorgänger in absolut nichts nach.
Bei Reeves' Film kommen so viele fantastische Dinge zusammen, dass es mir schwer fällt, einen Anfang zu finden. Ich werde gar nicht erst damit anfangen, das Beste des Films zu ermitteln, weil der Film nichts Bestes hat, weil er ein absolut in sich stimmiges Gesamtwerk ist, bei dem sich viele Dinge auf hohem Niveau bewegen.
Mir fielen als erstes natürlich die Affen auf. Dies mag zwar lächerlich klingen, aber ich war wirklich erstaunt, wie verdammt gut sämtliche Affen aussehen. Die Affen sind natürlich wieder gemotion captured, wirken aber noch ausdrucksstärker als im Vorgänger. Vor allem Caesar, der hier fast jede mögliche Emotion einmal durchmacht, wirkt immer absolut authentisch und echt. Wut, Hass, Trauer, Mitleid, Verständnis, all dies kann man perfekt in seinem Gesicht ablesen. Hier muss man nicht nur den Special-Effects-Leuten Tribut zollen, sondern auch Andy Serkis. Wenn man sich mit dem Film und dem Aufnahmeverfahren einmal vertraut gemacht hat, weiß man, wie viel des Gesichtsausdrucks wirklich vom Darsteller übernommen wird. Seine gesamte Mimik wird übernommen und „nur“ auf sein Affen-Alter Ego übertragen. Und Serkis spielt diesen Caesar wirklich absolut grandios. Er ist weiß Gott nicht der einzige gute Darsteller hier, sticht aber am meisten heraus. Die Darsteller sind allesamt klasse, egal ob Mensch oder Affe. Serkis zeigt hier aber wieder mal, dass er ein viel zu unterschätzter Schauspieler ist. Er kann die vielen Emotionen nachvollziehbar und sehr authentisch transportieren und hat mich oft noch überrascht.
Das ihm dies gelungen ist, ist aber auch vor allem dem fantastischen Drehbuch zu verdanken. Rick Jaffa und Amanda Silver haben sich noch Verstärkung in Form von Mark Bomback geholt und das Trio erweist sich als sehr kreativ. Sie spinnen hier eine sehr vielseitige Geschichte, die sich verschiedensten Themen annimmt und dabei noch spannend bleibt. Anfangs geht es noch um das Leben der Affen, was mitunter sehr emotional ist, und das Leben der übrigen Menschen. Dann geht es bis zum Ende um die Beziehung beider Rassen, allerdings wird dies immer wieder aufgebrochen und durch verschiedenste unvorhergesehene Ereignisse spannend gehalten. Die Beziehung beider wird immer wieder auf eine harte Probe gestellt und dies oft nur durch Missverständnisse und Vorurteile. Wenn man das so liest, klingt es vielleicht etwas komisch, zu viel des Guten oder wie aneinander gewürfelt, aber ganz im Gegenteil. All diese Elemente wurden sehr organisch und nachvollziehbar in den Film verbaut. Wenn man nach einer vielschichtigen Geschichte mit Emotionen, Spannung, Action und Charakterentwicklung sucht, wird man hier fündig. Hinzukommt, dass die Affen und die Menschen als gleichwertig dargestellt werden. Natürlich geht es zu einem großen Teil um die Affen, die Menschen werden dabei aber nie vergessen oder als minderwertig dargestellt. Affen und Menschen sind auf Augenhöhe.
Was mir auch noch zunehmend auffiel, war die fantastische Kameraarbeit von Michael Seresin (Die Asche meiner Mutter). Seresin ist immer sehr nach an den Akteuren dran, vor allem den Affen und vermittelt so ein gutes Mittendringefühl. So werden die Emotionen und Gefühle nochmal besser betont. Er versteht sich aber auch sehr gut darin, wichtige Momente mit der entsprechenden Wucht zu zeigen. Wenn etwas wichtiges passiert, weiß er ganz genau, wie er die Kamera zu positionieren hat, um den größtmöglichen Effekt daraus zu ziehen. Vor allem gegen Ende hin, bei den Actionsequenzen, war ich absolut geflasht von den Bildern, nicht nur von den Effekten an sich, sondern eben auch den Kamerawinkeln. Er findet einige sehr interessante Kamerawinkel und -perspektiven und erschafft so wirklich denkwürdige Bilder. Ein fettes Grinsen konnte ich mir bei seiner rundum Fahrt über das Schlachtfeld einfach nicht verkneifen. Ich will nichts verraten, aber ich denke, man weiß, welche Szene ich meine.
All diese Dinge kommen unter Reeves' Regie perfekt zusammen und bilden ein in sich fehlerfreies Gesamtbild.

Fazit:
Planet der Affen Revolution ist eine wahrlich wuchtige Revolution! Unter Matt Reeves' Regie finden die vielschichtige Geschichte, die wahnsinnigen Effekte und die fantastische Kameraarbeit zu einem makellosen Gesamtbild zusammen. Hier wird man als Zuschauer von Anfang bis Ende verwöhnt.
Definitiv einer der besten Filme des Jahres und auch einer der besten Filme dieses Jahrzehntes!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 12, 2014 12:08 PM MEST


Das erstaunliche Leben des Walter Mitty [Blu-ray]
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty [Blu-ray]
DVD ~ Ben Stiller
Wird angeboten von media4world
Preis: EUR 14,65

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der Inbegriff eines Feel-Good-Movies!, 1. August 2014
Ich habe mich sehr auf Walter Mitty gefreut, weil der Trailer wirklich super aussah und diese Feel-Good-Stimmung einfach super transportiert hat. Und der Film hat dann auch nicht enttäuscht.

Walter Mitty arbeitet in der Negativabteilung und dem Archiv des Life!-Magazins und ist ein eher zurückgezogener Mann. Da er sich oft nicht traut, bestimmte Dinge zu sagen oder zu tun, flüchtet er in seine Tagträume. Eines Tages muss er aber ein sehr wichtiges Foto ausfindig machen und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise.

Walter Mitty ist einer dieser Filme, der schon von Anfang an, dem Zuschauer ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Ben Stiller (Nachts im Museum 1+2) ist hier nicht nur der Hauptdarsteller sondern auch wieder Regisseur und versteht sich in beidem wirklich gut.
Er spielt diesen tolpatschigen Mann wirklich super und sehr, sehr sympathisch. Man fühlt mit ihm mit, wünscht ihm Erfolg und das er endlich das bekommt, was er verdient. Dann macht er sich plötzlich auf ins Unbekannte und sieht sich unzähligen neuen Problemen gegenüber. Diese werden aber schnell zu Herausforderungen, denen sich Mitty bereit ist zu stellen. Plötzlich erkennt er nicht nur, wie viel Freude dieses Abenteuer macht, sondern auch wie schön die Welt ist.
Ben Stiller entführt den Zuschauer hier auf ein Abenteuer, das zeigt, dass das Leben und die Erde doch jede Menge zu bieten haben, schön sind und das jeder über sich hinauswachsen kann, wenn er es nur versucht.
Es wird eine sehr schöne, lebensbejahende Geschichte erzählt und Stiller macht dies nicht nur mit sympathischen Darstellern (allen voran er selbst) sondern auch mit wirklich schönen Bildern.
Man hat hier atemberaubende Panoramen, von z.B Grönland und dem Himalaya super in den Film verbaut. Zudem sind die Tagträume wirklich super. Sie sind oft absolut surreal und verdeutlichen so noch einmal, wie viel Fantasie in Walter steckt.
Und dann noch zusammen mit der wirklich fantastischen Musik, unter anderem von José González, wird hier eine durchweg positive Stimmung erzeugt. Stiller vermeidet es aber gekonnt, nicht ins Kitschige abzudriften und den Film zu blumig zu machen. Er hält sich hier gut die Waage und vermeidet es, wenn auch teilweise nur knapp, ins rein Positive abzugleiten. Es gibt auch einige negative Erfahrungen, die werden zwar sehr oberflächlich dargestellt, helfen dem Film aber und machen ihn nur noch besser.

Fazit:
Das erstaunliche Leben des Walter Mitty ist der Feel-Good-Movie des Jahres und definitiv einer der schönsten Filme 2014.
Ben Stiller beweist hier sein Talent und inszeniert gekonnt einen fast makellosen Wohlfühlfilm, der den Zuschauer mit sympathischen Darstellern, einer wunderschönen Geschichte und noch schöneren Bildern verwöhnt.
Unbedingt einmal angucken!


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