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Rezensionen verfasst von
TheGame2493 (Deutschland)

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Space Pirate Captain Harlock [Blu-ray]
Space Pirate Captain Harlock [Blu-ray]
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen inhaltlich interessant und visuell sehr beeindruckender Sci-Fi-Abenteuer-Film, 31. Oktober 2014
Diesen 3D-Animationsfilm habe ich nur durch Zufall entdeckt und war wirklich überrascht, wie gut er ist.

In ferner Zukunft sind die Menschen von der Erde geflüchtet und haben sich in Kolonien breitgemacht. Da ihre Zahl aber auf über 500 Milliarden anstieg konnten sie nicht zurück zur Erde, was eine Religiöse Gruppe namens Gaia Sanction nutzte, und allen Menschen verbot zur Erde zurückzukommen. Der Space Pirate Harlock, der der Sanction schon seit 100 Jahren über mitspielt, tut aber alles dafür, dass die Menschen wieder zu ihrer Heimat kommen. Obwohl er es fast zu schaffen scheint, stehen ihm immer wieder neue Hindernisse und seine Vergangenheit im Weg.

Captain Harlock basiert auf dem gleichnamigen Manga und Anime aus den 70er Jahren, die ich leider nicht kenne. Ich bin mir aber sicher, dass mir der Anime als Kind gefallen hätte.
In allererster Linie wollte ich diesen 3D-Animationsfilm nur sehen, weil mich die Optik und das Design sehr angesprochen haben. Der Film ist komplett animiert, genauso wie die Pixar-Filme z.B., hat aber eine erwachsene Atmosphäre und kein kindliches Design, wodurch er eher mit Filmen wie Appleseed Alpha zu vergleichen ist.
Das Design wirkt sehr erwachsen, hat aber einen deutlich japanischen Stil. Das Space-Design ist wirklich sehr gelungen, kreativ und in seiner Form einzigartig. Gerade das Schiff Harlock's, die Arcadia, ist super designt und verbindet Technik gekonnt mit etwas Traditionellem. Auch die Charaktere überzeugen mit ihrem Design, allem voran der mysteriöse titelgebende Captain.
Das Design gewinnt auch deutlich durch die grandiose technische Umsetzung. Man könnte zwar meckern, dass die Gesichter zu steif, die Haare zu unecht und die Augen zu leer wirken, aber dies bemäkeln nur wirkliche Puristen. Mich hat es überhaupt nicht gestört, weil der Detailgrad immer noch sehr hoch ist und gerade in den sehr guten, spannenden und explosiven Schiffsschlachten super zur Geltung kommt. In jenen Schlachten überrascht einen der Film immer wieder mit seinen kreativen Ideen und der visuellen Opulenz. Die Schlachten sind sehr gut gemacht und die Effekte wirken sehr detailliert und beeindruckend. Hier wird man mit wirklich schönen Bildern verwöhnt.
So visuell genial ich den Film fand, so inhaltlich überraschend fand ich ihn. Schnell hat sich bei mir der Eindruck eingestellt, dass der Film eine flache Story erzählt und den Zuschauer nur von einer Actionsequenz zur nächsten schickt. Und obwohl der Film wirklich viele und lange Actionsequenzen hat, weiß er zwischen ihnen aber eine interessante Geschichte mit einigen nachvollziehbaren Twists zu erzählen und gibt seinen anfangs noch flachen Charakteren langsam etwas Profil. Mir hat die Story immer mehr gefallen, obwohl an manchen Stellen zwar etwas dick aufgetragen wird und man vergeblich versucht, richtig emotional zu sein. Dennoch hatte ich auch mit den ruhigen Momenten meinen Spaß.

Fazit:
In Space Pirate Captain Harlock wird eine interessante Geschichte visuell sehr stark erzählt. Die Charaktere gewinnen immer mehr Profil, genauso wie die Geschichte, und die Bilder beeindrucken mit einem hohen Detailgrad, sehr gutem Design und kreativen Ideen.
Hier bekommt man einen sehr unterhaltsamen und schönen Sci-Fi-Animationsfilm, den ich nur empfehlen kann.


Teenage Mutant Ninja Turtles [Blu-ray]
Teenage Mutant Ninja Turtles [Blu-ray]
Preis: EUR 21,99

5.0 von 5 Sternen so muss ein Turtles-Film sein!!, 27. Oktober 2014
Nach dem ersten Trailer war ich von den neuen TMNT nicht gerade begeistert. Es sah einfach zu sehr nach Michael Bay aus, von dem ich absolut kein Fan bin. Der Film hat mich aber wirklich fantastisch unterhalten!

April O'Neil ist Reporterin bei einem New Yorker Fernsehsender, muss sich aber immer nur mit kleinen Reportagen herumschlagen, weil man ihr den großen Bericht nicht zutraut. Als sie aber alleine einer Sache nachgeht, begegnet sie plötzlich vier mutierten, sprechenden und kämpfenden Schildkröten. Sie schließt sich diesen Turtles an und kämpft mit ihnen gegen den ehemaligen Partner ihres Vaters und den Foot Clan.

Ich bin mit den Turtles aufgewachsen. Ich habe damals die Trickserie sehr gerne geguckt und obwohl ich die Turtles immer mehr aus dem Auge verloren habe, habe ich mich dennoch sehr gerne an sie erinnert. Deswegen würde ich mich zwar als Turtles Fan, aber niemals als Experte bezeichnen. Trotz meiner Liebe zu den Schildkröten war ich aber von den ersten News und Trailern nicht gerade angetan, weil sie zu sehr die Handschrift ihres Produzenten trugen. Ich kann mit den Michael Bay Filmen der letzten 10 Jahre nicht viel anfangen, allen voran mit seinen Transformers. Diese Filme sind mir einfach zu effektbeladen und unübersichtlich. Nichtsdestotrotz habe ich mir den Film aber im Kino angesehen und war sehr erleichtert, dass Regisseur Jonathan Liebesman (World Invasion: Battle Los Angeles) sich nicht von Bay hat ins Handwerk fuschen lassen.
Auf die Story brauche ich gar nicht eingehen, weil sie natürlich sehr oberflächlich und bekannt ist. Worauf ich aber eingehen muss, sind natürlich die Turtles.
Ungewohnter weise sehen die Turtles hier doch sehr unterschiedlich aus. Was anfangs befremdlich wirkte, machte den Film aber schnell aus. Die Schildkröten sehen nicht nur anders aus, sondern haben auch eigene Persönlichkeiten, was sie viel individueller und einzigartiger macht. Michelangelo ist der kleine Wirbelwind mit seinen ganzen Popkulturreferenzen und den Nunchuks. Donatello ist der Nerd und Technickfreak der Truppe mit seinem Kampfstab und einer riesigen Hornbrille. Raphael ist der ungestüme Muskelberg, der sich nichts sagen lässt und alle Probleme einfach mit seinen Sais lösen will. Und Leonardo ist der Katana schwingende, besonnene Anführer der Truppe. Jeder Turtle hat wirklich einen eigenen Charakter und hebt sich von seinen Brüdern ab. Hier unterscheiden sich die Turtles nicht nur durch ihre Bandanas. Die vier sind natürlich das Zentrum des Films und das auch zurecht. Sie sorgen immer für gute Laune und zeigen, dass sie selbst nach fast 30 Jahren immer noch relevant und verdammt lustig sind.
Neben coolen Sprüchen und Gags gehören zu den Turtles aber natürlich auch Gegner und Kämpfe und gerade letztere haben mich absolut begeistert.
Jonathan Liebesman bricht hier einige lange Actionszenen vom Zaun, von denen sich Bay mal gehörig was abschneiden kann. Liebesman lässt oft einfach mal mit der Kamera draufhalten, wodurch die gut choreographierten Kämpfe sehr übersichtlich und noch effektiver zur Geltung kommen. Die sehr guten CGI-Effekte tragen natürlich ihren Teil dazu bei, aber die setze ich bei einem Bay-Film voraus. Durch die sehr gute Kameraführung ist man auch öfters sehr nahe an den Charakteren dran, was aber nie unübersichtlich wird, sondern den Aktionen einfach nur mehr Wucht verleiht. Liebesman's Können zeigt sich auch in einer ganz besonderen Actionsequenz mit einem LKW, die zwar lang, aber kreativ, gut gefilmt und super inszeniert ist. Diese Actionszene ist einer meiner liebsten Actionsequenzen in diesem Jahr.
All diese Dinge, die personalisierten Turtles und die großartige Action, mischt Liebesman zu einem rundum gelungenen Film, dessen verschiedene Elemente einfach sehr gut ineinandergreifen. Zudem sind die Gags und flapsigen Sprüche auch noch sinnig in den Film verbaut und sorgen für einiges Grinsen während des Films, nicht wie bei Bay.

Fazit:
Teenage Mutant Ninja Turtles ist ein Turtles Film, genauso wie ein Turtles-Film sein muss.
Die Turtles sind allesamt individuelle Persönlichkeiten und sorgen für einige lustige und sehr unterhaltsame Momente, die Action ist super gefilmt und inszeniert und bietet eine der besten Actionsequenzen 2014.
So muss ein Turtles-Film sein und jetzt freue ich mich erst mal auf den zweiten Teil 2016.


Monuments Men - Ungewöhnliche Helden [Blu-ray]
Monuments Men - Ungewöhnliche Helden [Blu-ray]
DVD ~ George Clooney
Preis: EUR 12,93

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen einfach nur langweilig, trotz eines hochkarätigen Casts und einer guten Geschichte, 25. Oktober 2014
Wenn jemand wie George Clooney (Syriana) einen Film macht, horchen erst einmal alle auf. Wenn er dann auch noch einen Cast aus anderen Hollywood-Größen zusammenstellt, sollte der Film doch eigentlich gut werden. Monuments Men ist aber wieder ein Musterbeispiel dafür, dass ein guter Cast allein nicht reicht, um einen Film gut werden zu lassen.

Der Zweite Weltkrieg ist im vollen Gange. Lt. Frank Stokes will aber nicht an die Front, um gegen Nazis zu kämpfen, sondern ruft ein Spezialkommando zusammen, um die von den Nazis gestohlenen Kunstwerke wiederzubeschaffen. Zusammen mit seinen wenigen Männern macht er sich auf die Suche nach jenen Werken, was natürlich nicht gerade einfach ist.

Monuments Men hatte mich mit dem ersten Trailer eigentlich gefangen. Ich bin absolut kein Fan von Kriegsfilmen, ich kann mit ihnen einfach nicht viel anfangen, obwohl ich anerkenne, dass Filme wie „Der Soldat James Ryan“ oder „Full Metal Jacket wirklich gut gemacht sind und auch zurecht hohes Ansehen genießen. Monuments Men stellt aber mal eben nicht den Krieg dar, sondern beschäftigt sich mit einem Spezialkommando, das leider in Vergessenheit geraten ist, nur weil es nicht an der Front war.
Nichtsdestotrotz haben wir diesen Monuments Men aber viel zu verdanken. Sie haben unzählige, unschätzbare Werke der Kunst gerettet und dafür gesorgt, dass man sie heute immer noch bestaunen kann. Diese Geschichte finde ich einfach großartig. Ich verstehe nicht ganz, warum diese Männer in den Geschichtsbüchern größtenteils unerwähnt bleiben, weil auch sie ihr Leben riskiert und Großes geleistet haben. Wenn man sich die Dokumentation auf der Blu-Ray auch einmal anschaut, in der die echten Monuments Men zu Wort kommen und ihre Geschichte erzählen, wirkt das Ganze noch viel unglaublicher. Ich bin jetzt absoluter Fan dieser Männer, die während des Krieges auch noch an die Vergangenheit gedacht und sie erhalten haben. Dies liegt aber auf keinem Fall an dem Film, denn er wird dieser Geschichte in keinster weise gerecht.
Dies ist umso trauriger, weil ich mir hier einen wirklich guten Film erhofft habe, dessen Geschichte allein schon fesselnd ist. Abgesehen von der eigentlich guten Geschichte hat der Film aber nichts Denkwürdiges.
Clooney versammelt hier Kollegen wie Bill Murray (Ghostbusters), Matt Damon (Bourne-Trilogie), Jean Dujardin (The Artist) und John Goodman (The Big Lebowski). Dieser Cast lässt eigentlich viel Humor und Witz, sowie einfach sympathische Charaktere und gute Leistungen vermuten, hat aber nichts davon.
Clooney hält den Ton des Films mit Absicht flapsig und unbeschwert, versäumt dadurch aber, den Momenten eine gewisse Wucht zu geben. Es gibt eigentlich einige im Grunde wirklich gute Momente, allerdings werden diese so unspektakulär und langweilig inszeniert, das man sie sofort wieder vergisst. Mit unspektakulär meine ich auch nicht, dass es keine Actionszenen oder ähnliches gibt, die braucht dieser Film auch gar nicht, aber dass alles so langweilig und gewollt wirkt. Der Film ist zwar solide aufgenommen, aber die Bilder lösen einfach nichts beim Zuschauer aus. Obwohl sich Dujardin und Goodman Mühe geben, aber selbst diese beiden Top-Schauspieler können im Film keine Marke hinterlassen.
Zudem sind auch die vermeintlich lustigen Momente alles andere als lustig. Sie wirken halt eben gewollt, als würde Clooney neben einem stehen und krampfhaft versuchen lustig zu sein. Zusammen mit den ach so traurigen Momenten und den stellenweise verdammt nervigen patriotischen Soundtrack hat mich der Film manchmal echt auf die Palme gebracht. Mit Nachrichten von Zuhause und einer traurigen Vinylplatte soll auch noch Emotionalität erzeugt werden, die einfach nicht da ist. Ich scherte mich einen Dreck um die Charaktere selbst, was mich aufgrund der Schauspieler dahinter traurig machte.
All diese Punkte zogen den Film in die Länge und machten ihn einfach nur langweilig. Dennoch würde ich gerne eine gute Verfilmung dieser Monuments Men sehen, weil sie Stoff für einen verdammt guten Film bietet.

Fazit:
Monuments Men ging absolut zurecht an den Kinokassen baden.
Ich will den Film nicht verteufeln, aber er hat einfach eklatante Schwächen. Der hochkarätige Cast hat nichts zutun, wodurch einem die Charaktere egal sind und die emotionalen und patriotischen Momente einfach nur nervig wirken. Alles in allem ist dieser Film einfach nur langweilig und zieht sich unnötigerweise.
Ich hoffe aber immer noch auf eine gute Verfilmung dieser vergessenen Kriegshelden.


Gimme Shelter
Gimme Shelter
DVD ~ Vanessa Hudgens
Preis: EUR 9,97

4.0 von 5 Sternen ein kleines, grundsolides Drama, das mich gepackt hat, 19. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Gimme Shelter (DVD)
Gimme Shelter hat nur durch Vanessa Hudgens' ungewöhnliche Performance mein Interesse geweckt. Ich war aber wirklich etwas überrascht, wie gut der Film an sich ist.

Apple lebt bei ihrer drogenabhängigen Mutter in katastrophalen Umständen. Eines Tages entschließt sie sich, zu ihrem Vater zu gehen. Der nimmt sie auch widerwillig auf, allerdings läuft alles aus dem Ruder, als Apple merkt, dass sie schwanger ist. Sie rennt davon und versucht, ihr Leben irgendwie in den Griff zu bekommen.

Ich wurde auf diesen kleinen Film nur aufmerksam, weil Vanessa Hudgens hier wirklich mal eine für sie untypische Rolle tiefgründig zu spielen scheint. Nach ihrer High School Musical-Trilogie hat sie zwar schon mit anderen Rollen in Filmen wie Sucker Punch und Frozen Ground versucht, ihr Teenie-Image los zu werden, was aufgrund der letztendlich aber doch flachen Performances nie richtig gelungen ist. Hier taucht sie mal tiefer in ihre Rolle ein und hat mich tatsächlich überrascht.
Ich habe es ihr, ehrlich gesagt, nicht zugetraut, so eine dramatische Rolle überzeugend spielen zu können, denn dazu gehört mehr, als gutes Make-Up und Gefühlsausbrüche.
Ich nehme auch gleich vorneweg, dass dies hier keine Leistung ist, die irgendwelche Preise verdient hätte, im Gesamtbild aber gut und für Hudgens aussergewöhnlich ist. Sie spielt dieses verzweifelte Mädchen, dass einfach nur ein Zuhause und Geborgenheit sucht, gut und überzeugend, auch wenn sie sich nie 100% der Rolle hingibt. Ihre Kollegen unterstützen sie sehr gut und Leute wie Brendan Fraser (Die Mumie) und James Earl Jones (Jagd auf roter Oktober) halten sich etwas zurück, um ihr mehr Spielraum zu geben. Sie versucht auch, dass Beste daraus zu machen und zeigt hier deutlich, dass sie mehr kann, als nur das hübsche Teenie-Idol zu sein.
Regisseur und Writer Ron Krauss hat hier eine tolle Geschichte geschrieben, die auf wahren Begebenheiten basiert und deren Vorbilder auch nochmal in den Credits gezeigt werden. Er erzählt hier eine sehr sensible Geschichte, die man nicht zum ersten Mal erlebt, aber dennoch fasziniert und erschreckt. Er zeigt die Narben seiner Hauptfigur auf, die ihr verweigern, anderen Menschen zu trauen und sie maßgeblich prägen, weil sie Menschenverachtendes erlebt hat. Der Film verfällt dabei nicht total in Depressionen und liegt auch nicht so schwer im Magen, wie z.B. Precious, hat mich aber dennoch emotional mitgenommen.
Krauss weiß den Film einfach stimmig zu inszenieren und mischt seine effektiven Bilder mit guter, abwechslungsreicher Musik. Für mich hat der Film genau richtig funktioniert und die Emotionen ausgelöst, die er wollte.

Fazit:
Gimme Shelter ist ein kleines Drama, das keine neue, aber dennoch bewegende Geschichte erzählt. Es ist sehr solide inszeniert, hat gute Darsteller und abwechslungsreiche Musik. Wer sich darauf einlässt, bekommt hier ein grundsolides, bewegendes Drama.
Vanessa Hudgens beweist hier, dass sie mehr kann, als nur hübsch auszusehen.


Dracula Untold [Blu-ray]
Dracula Untold [Blu-ray]
DVD ~ Luke Evans
Preis: EUR 19,99

5 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen visuell schick, inhaltlich zu öde, 5. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Dracula Untold [Blu-ray] (Blu-ray)
Mit Dracula Untold will man der Legende um Dracula mit seiner Ursprungsgeschichte mal neues Leben einhauchen. Leider ist dies nicht ganz gelungen.

Fürst Vlad wird von den Türken bedroht. Da er aber nicht willens ist, sich ihnen zu beugen, geht er einen Bund mit einem uralten Monster ein. Mit seinen neuen, übermenschlichen Fähigkeiten stellt er sich schließlich den Türken allein und scheint auch unbesiegbar. Er zahlt aber einen hohen Preis für seine Kräfte.

Dracula Untold habe ich in erster Linie nur wahrgenommen, weil Luke Evans (Fast & Furious 6) die Hauptrolle spielt und ich ihn ganz gerne sehe. Nach dem ersten Trailer hatte ich auch durchaus Lust auf den Film, war mir aber sicher, dass er nicht super herausragend sein würde und dies hat sich leider bestätigt.
Regisseur ist hier Gary Shore, der vorher nur Werbespots für einige bekannte Marken gemacht hatte und somit hier sein Spielfilmdebüt gibt. Was relativ schnell klar wird, ist, dass er ein gutes Auge für effektive Effekte hat. Der Film beinhaltet natürlich wieder relativ viele CGI-Effekte, aber die sind auch wirklich gut und nicht nur rein technisch gesehen. Wenn man sieht, wie sich die Haut abschält, wenn Dracula der Sonne ausgesetzt ist, sieht einfach sehr beeindruckend aus; sehr detailliert und einfach mal anders. Auch die Kämpfe, in denen sich Dracula in Fledermäuse verwandelt oder mit welchen zusammen kämpft, sind super gefilmt, übersichtlich und mit einigen sehr schönen Ideen umgesetzt. Ich als Gamer fühlte mich öfters an die Castlevania-Spiele erinnert, vor allem Lords of Shadow 2, weil der Film visuell sehr daran erinnert.
Leider sind die Kämpfe aber nur kurzweilig, was zusammen mit der eher unaufregenden Story zu einigen öden Momenten führt.
Der Ansatz der Geschichte, den Ursprung Draculas zu zeigen, ist an sich nicht schlecht und bietet genug Freiraum für einige wirklich gute Ideen, leider hat man sich hier aber auf eine typisch flache Geschichte verlassen. Die Grundideen sind zwar gut, lassen aber Eigene vermissen. Es ist schon schnell absehbar, was passieren wird, was im Grunde nicht schlecht ist, weil dies auf viele Filme zutrifft, aber hier wirkt es einfach so uninspiriert. Und obwohl der Film in gewisser Hinsicht sehr konsequent ist, ist er aber auch nie wirklich emotional.
Dies ist wirklich schade, denn mit Luke Evans hat man einen sehr fähigen Darsteller, der super in diese Rolle passt und auch Game of Thrones-Star Charles Dance hat eine kleine, aber feine Rolle, aber sie werden null gefordert und schaffen es nicht, obwohl sich Evans Mühe gibt, irgendwie im Gedächtnis zu bleiben.
Durch diese Schwächen weiß der Film dann auch nur kurzweilig zu unterhalten, weil er visuell eben sehr gut ist.

Fazit:
Dracula Untold hat einige sehr schöne visuelle Effekte und einige ganz gute Kampfszenen, mehr aber leider nicht. Die Geschichte ist Standardkost und klammert sich uninspiriert an bekannte Schemata, was trotz eines Luke Evans und Charles Dance für einige langweilige Momente sorgt.
Eine Fortsetzung wird hier angedeutet, allerdings sehe ich schwarz für sie. Es wird sich zeigen, wie sich der Film in Amerika schlägt, wo er erst noch anläuft.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 13, 2014 1:55 PM MEST


Snowpiercer [Blu-ray]
Snowpiercer [Blu-ray]
DVD ~ Chris Evans
Preis: EUR 14,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein rundum gelungener Sci-Fi-Film, den man gesehen haben muss, 4. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Snowpiercer [Blu-ray] (Blu-ray)
Snowpiercer hat mir schon mit dem ersten Trailer gefallen, dann habe ich es aber etwas aus den Augen verloren. Als sich dann plötzlich die Kritiker überschlugen wegen dem Film hatte ich wieder richtig Lust auf ihn und ich wurde nicht enttäuscht.

In der Zukunft ist die Welt durch eine selber hervorgerufene Eiszeit untergegangen. Lediglich einige Hunderte leben noch in einem Zug. Wie auch vorher, gibt es hier ganz klar abgegrenzte soziale Schichten, was beim hinteren Armenabteil für Unmut sorgt. Eines Tages führt Curtis aber seine Mannen an und will sich bis zum Zuganfang durchkämpfen. Allerdings fordert dieser Wege große Opfer.

Snowpiercer ist in den Kinos leider untergegangen, weswegen sicherlich viele Leute diesen fantastischen Film nicht kennen. Für Regisseur Bong Joon Ho war dieser Film die erste große Produktion, nachdem er mit The Host weltberühmt wurde, den ich aber leider noch nicht gesehen habe. Nach Snowpiercer werde ich diese aber schnell nachholen, weil Joon Ho einfach ein sehr begabter Filmemacher ist.
Dies merkt man schon an dem ungewöhnlichen Konzept des Films, welches auf einem Comic basiert. Joon Ho stellt sich der schweren Aufgabe, den Film nur in einem Zug spielen zu lassen, was seine Möglichkeiten eigentlich etwas einschränken müsste. Allerdings beweist er hier meisterhaft, dass man aus einer einfachen Prämisse, sowohl inhaltlich als auch visuell sehr überzeugend wirken kann.
Visuell erschafft er hier eine düstere und deprimierende Stimmung, füllt diese aber durch seine Darstellung und Darsteller mit Leben. Das Abteil der Armen sieht wirklich aus wie das schlimmste Ghetto und ist einfach nur ekelhaft. Die Menschen müssen dort unter unmenschlichen Verhältnissen leben. Nach und nach gelangt aber immer weiter nach vorne und kommt von einem interessanten Wagon zum nächsten, von denen jeder unterschiedlich ist und die ganz genau zeigen, dass, egal wo wir Menschen uns befinden, es immer einen Herrscher und Beherrschte, Reiche und Arme gibt. Joon Ho weiß dies einfach klasse zu präsentieren, weil es nachvollziehbar wirkt. Kein Abteil oder Set-Piece, wenn man so will, wirkt deplatziert. Zudem überrascht er den Zuschauer immer wieder mit großartig gefilmten, langen Kampfszenen. Hier merkt man, finde ich, den asiatischen Ursprung des Regisseurs, weil die Kämpfe eben lang und eher unorthodox von der Kamera präsentiert werden, verglichen mit Filmen aus Hollywood. Aber gerade dadurch und durch die schonungslose Darstellung der Gewalt, wirken diese Szenen sehr stark und stellen wirkliche Highlights dar.
Die erste Hälfte des Films dominiert noch alleine die visuelle Kraft, bis dann in der zweiten Hälfte die Geschichte immer mehr von sich preis gibt. Der Film bleibt immer noch visuell stark, nur kommt dann noch eine sehr ausgefeilte Geschichte dazu, die einem immer wieder überrascht, emotional und kompromisslos ist. Gerade hier kommen dann die Darsteller nochmal richtig in Fahrt.
Bong Joon Ho hat hier wirklich einen All-Star-Cast zusammengestellt, der rundum zu überzeugen weiß. Allen voran sind hier natürlich „Captain America“ Chris Evans, John Hurt (Der Elefantenmensch) und Tilda Swinton (Constantine) zu nennen, weil sie einfach die bekanntesten Namen sind und gut spielen. Chris Evans beweist hier, dass er viel mehr kann, als nur den unzerstörbaren Supersoldaten zu spielen. Er spielt Curtis innerlich zerrissen und sorgt gegen Ende für einige emotionale Szenen, wodurch er zwischen den anderen Hochkarätern nicht untergeht. John Hurt spielt hier seine mittlerweile typische Rolle als weiser alter Mann, schafft es aber trotzdem irgendwie im Gedächtnis zu bleiben. Am meisten überrascht hat mich aber Tilda Swinton als Ministerin. Sie spielt diese hässliche, abartige Frau, die nur nach Code lebt und auf die Armen herabsieht, einfach hassenswert gut. Sie liefert hier wirklich eine grandiose Performance und bleibt auf jeden Fall in Erinnerung. Sehr gut gefallen hat mir aber auch Song Kang-Ho (Sympathy for Mister Vengeance) als verwirrter Namgoong, der Evans durch den Zug führt. Kang-Ho spielt diesen Junkie wirklich super und setzt genauso Akzente wie Swinton, obwohl er nur koreanisch spricht.
Die anderen neben Darsteller wissen ebenfalls zu überzeugen und fügen sich nahtlos ins Gesamtbild mit ein.
Dieser hochkarätige Cast setzt die Geschichte wirklich super um und Bong Joon Ho setzt sie wiederum grandios in Szene.

Fazit:
Snowpiercer ist spannend, emotional, überraschend und atmosphärisch. Ein wunderbarer Cast, erzählt eine abwechslungsreiche Geschichte und Regisseur Bong Joon Ho schafft eine sehr stimmige Atmosphäre und großartige Kampfszenen, die sich von üblichen Hollywood-Produktionen abheben.
Snowpiercer ist ein wirklich großartiger Science-Fiction-Film bei dem so gut wie alles stimmt. Unbedingt gucken!


The Machine - They Rise. We Fall. [Blu-ray]
The Machine - They Rise. We Fall. [Blu-ray]
DVD ~ Caity Lotz
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen leider nur ein Geheimtipp - stimmig, gut erzählt und klasse präsentiert, 28. September 2014
The Machine habe ich nur durch Zufall entdeckt, war aber schnell angetan vom Thema und Look des Films.

In der nahen Zukunft befinden sich China und England im Krieg. Der Wissenschaftler Vincent McCarthy versucht schon seit Jahren, Maschinen für den Kampfeinsatz zu bauen. Dazu benutzte er bis jetzt Menschen mit Implantaten. Dann gelingt ihm aber eine Maschine, die wie ein Mensch aussieht und auch so fühlt. Genau dies macht sie aber zur Gefahr.

Bei The Machine hat mich tatsächlich das Cover als erstes angesprochen. Dann sah ich den Trailer und wollte den Film unbedingt sehen. Und was Regisseur Caradog W. James hier mit weniger als einer Million Pfund geschaffen hat, ist absolut sehenswert.
Er hat nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben und beweist in beiden Gebieten enormes Talent.
Er thematisiert hier das bekannte Thema Mensch-Maschine und fokussiert den gesamten Film darum. Sind es anfangs noch Menschen mit Implantaten, die sie retten sollten, aber viel mehr zu Maschinen machen, wird später mit dem Charakter der Ava bzw. der Maschine der bekannte Android eingeführt. Diesen Wechsel von den Menschen zur Maschine weiß James gut und organisch zu präsentieren. Ganz flüssig wechselt er von einem Thema zum nächsten.
Die erste Hälfte ist so schon ganz interessant und stellt die ersten unterschwelligen ethischen Fragen und weiß auch mit seiner Atmosphäre zu überzeugen, sobald dann aber Die Maschine ins Spiel kommt, wird der Film immer interessanter, spannender und emotionaler.
In der zweiten Hälfte werden die ganzen Fragen offen ausgesprochen, dem Zuschauer aber nicht irgendwie nervig ins Gesicht geklatscht, sondern logisch und sinnig verbaut. Sowieso fängt man als Zuschauer an, dass gesamte Projekt zu hinterfragen und stellt sich selber die gleichen Fragen. Durch Caity Lotz (Arrow) gewinnt der Film auch noch an Emotionalität, ohne kitschig zu wirken. Sie spielt ihren Charakter überdeutlich als Maschine, gewinnt ihr aber ironischerweise mehr Emotionen ab, als ihren Schöpfern. Sehr filigran spielt sie diese Maschine und weiß auf ganzer Länge zu überzeugen. Sie ist das Gesicht des Films und dominiert ihn komplett.
Sie macht eine sehr interessante, zwar vorhersehbare, aber super dargestellte Wandlung durch. Die letzten paar Minuten dreht der Film nochmal richtig auf und entfaltet sein ganzes Potential.
So inhaltlich gut ich den Film fand, so visuell stark war er auch. Mir war schon vorher klar, dass dieser Film für einen schmalen Taler gemacht wurde, aber man sieht ihm zu keinster Zeit das unfassbar geringe Budget an. Mir ist es schleierhaft, wie man für so wenig Geld einen Film machen kann, der mindestens genauso gut aussieht, wie etwaige Hollywood Produktionen.
Die Atmosphäre ist dicht und stimmig und die Darstellung der Maschine mal etwas anderes. Es werden hier einige sehr wirkungsvolle Bilder geschaffen, die einen als Zuschauer packen. Auch vor Blut und expliziter Gewalt macht man in 2-3 Szenen keinen halt und verstärkt dadurch nur die starke Atmosphäre.
Die wird auch zu einem großen Teil von der mittlerweile ungewöhnlichen Musik geschaffen. Sie erinnert sehr an 80er Jahre Soundtracks mit viel Synthesizerklängen. Dies unterstreicht noch einmal die gute Stimmung und konsequente Herangehensweise seines Regisseurs.
Sowieso hoffe ich, dass irgendjemand in Hollywood diesen Film gesehen und Caradog W. James entdeckt hat und ihm eine Chance gibt, sein enormes Talent mal in größeren Produktionen einzusetzen. So könnte er bestimmte Dinge einfach mal anders darstellen und mehr machen, sofern er das natürlich anstrebt. Bei einem neuen Film von ihm würde ich auf jeden Fall ins Kino gehen.

Fazit:
The Machine ist leider nur ein Geheimtipp, denn hier erwartet einem ein sehr stimmiger, gut erzählter und atmosphärisch starker Science-Fiction-Film. Regisseur Caradog W. James beweist hier sein enormes Talent und wurde hoffentlich entdeckt, denn er verdient es wirklich, Anerkennung für seine Filme zu erhalten.


The Expendables 3 - A Man's Job (Ungeschnittene Kinofassung)
The Expendables 3 - A Man's Job (Ungeschnittene Kinofassung)
DVD ~ Sylvester Stallone
Preis: EUR 13,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zwar ohne Referenzen, aber dafür mit fantastischer Action, 27. September 2014
Sylvester Stallone hat jetzt zum dritten Mal seine Action-Kollegen und Freunde versammelt, um gemeinsam für wuchtige Action zu sorgen und genau das machen sie auch.

Barney's Expendables treffen auf einer Mission auf Conrad Stonebanks, der zusammen mit Barney die Expendables gründete, sich aber anderen Idealen verschrieb und deswegen gegen die Expendables kämpfe und von Barney für tot gehalten wurde. Nun will Barney ein letztes Mal auf einen Rachefeldzug gehen, stellt sich zwar dafür ein neues Team zusammen, kommt aber nicht ohne seine alten Weggefährten aus.

Stallone hat damals schnell mein Interesse geweckt, als er zum ersten Mal die Actionikonen der vergangenen Jahrzehnte zusammentrommelte. Leider wurde der erste Film dann aber in keinster Weise den Erwartungen gerecht. Erst der zweite Teil wurde dann zu einem sehr unterhaltsamen, traditionellen Action-Film mit markanten Sprüchen, trockenem Humor und jeder Menge Anspielungen auf die Rollen der Protagonisten. Jetzt legt Stallone noch mal einen drauf und präsentiert einen Action-Kracher, der seinem Vorgänger in nur einer Sache nachsteht.
Zu dieser Sache komme ich auch gleich: es fehlen die Referenzen der Darsteller auf bekannte Rollen. Dies ist, zusammen mit den CGI-Effekten, der einzige Makel den ich sagen kann. Stallone, Schwarzenegger & Co. beziehen sich hier nicht mehr auf bekannte Rollen. Dies bedeutet aber nicht, dass der Film keinen Humor hat. Hier wird sich viel mehr auf das Alter der meisten Akteure bezogen, was auch für einige großartige Gags sorgt. Der Film ist also lustig, aber ich hätte mir mehr Anspielungen gewünscht.
Der zweite Negativpunkt sind die Computereffekte. Bei einem solchen Film kann ich es nur schwer nachvollziehen, warum man bei bestimmten Explosionen auf Computertechnik zurückgreift. Es macht richtig Spaß, mal wieder einen Film zu sehen, der nicht von CGI-Effekten dominiert ist, sondern echte Explosionen beinhaltet, weil die einfach wuchtiger wirken. Eine echte Explosion wirkt halt eben echt und ist nicht so plump reißerisch. Hinzukommt, dass die CGI-Effekte hier auch noch schlampig gemacht sind.
Ansonsten kann ich dem Film nichts ankreiden.
Die Geschichte ist gewohnt einfach, und das ist auch gut so für so eine Art Film, aber die Charaktere sind stark und die Action ist sehr unterhaltsam.
Neben den alten Expendables-Hasen Stallone, Statham, Crews, Lundgren, Couture, Schwarzenegger und Li sind hier „Indiana Jones“ Harrison Ford, „El Mariachi“ Antonio Banderas und „Blade“ Wesley Snipes hinzugestoßen. Ford übernimmt hier die Rolle des hartgesottenen CIA Agenten, während Banderas der unaufhörlich redende Akrobat ist und Snipes als Messer-Spezialist sehr seiner Rolle des Simon Phoenix ähnelt (meiner Meinung nach seine beste Rolle).
Die neue Generation bilden hier die MMA Fighter Ronda Rousey und Victor Ortiz, unterstützt von Glen Powell und Kellan Lutz (Die Legende von Hercules). Die vier Neulinge machen ihre Aufgabe gut und fügen sich ganz gut ins Gesamtbild mit ein, können aber keine Akzente setzen
Der Gegenspieler ist dieses Mal „Mad Max“ Mel Gibson. Ich bin Stallone sehr dankbar, dass er Mel Gibson mal wieder eine Chance gibt, in einer großen Filmproduktion mitzuspielen. Gibson spielt hier den entspannten Bösen, der immer alles im Griff hat und sich seiner Fähigkeiten und Stärken überdeutlich bewusst ist sehr überzeugend und gut. Er ist der mit Abstand beste Bösewicht dieser Filmreihe und bereichert den Film auf jeden Fall. Bitte mehr davon.
Neben den ganzen Sprüchen ist es natürlich die Action, weswegen man diesen Film guckt und die ist auch wieder großartig gelungen. Nach den typischen „kleineren“ Geplänkeln am Anfang des Films, wird am Ende ein wahnsinniges Finale geboten. Die letzte halbe Stunde fährt man hier nochmal alle Geschütze auf: jeder bekommt seinen Moment, es wird ununterbrochen geschossen, Panzer tauchen auf, Explosionen, Motorräder, einfach alles. Die finale Schlacht ist die mit Abstand Beste der gesamten Serie und stellt für jeden der Darsteller ein Highlight dar. So macht man handfeste Action!

Fazit:
The Expendables 3 geht leider zu Unrecht etwas unter.
Dieser Teil lässt zwar die Referenzen der Darsteller aufeinander vermissen, bietet aber dennoch einige lustige Momente und Action, wie sie nach alter Schule kaum besser geht. Das Finale alleine ist schon sehenswürdig genug, aber man bekommt auch noch einen Mel Gibson in Topform, der überdeutlich zeigt, dass er es immer noch kann.
Action-Fans kommen um diesen Film nicht drumherum!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2014 4:36 PM MEST


Endstation Sehnsucht [Blu-ray]
Endstation Sehnsucht [Blu-ray]
DVD ~ Marlon Brando
Preis: EUR 11,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen der erste Klassiker vom unschlagbaren Duo Kazan/Brando, 27. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endstation Sehnsucht [Blu-ray] (Blu-ray)
Seit einiger Zeit bin ich auf einem Marlon Brando Trip und muss mir seine Filme einfach mal angucken. Endstation Sehnsucht war einer der Filme von ihm, den ich mit am meisten sehen wollte und trotz seines Alters und einiger Makel funktioniert er trotzdem noch sehr gut.

Blanche DuBois kommt nach Amerika zu ihrer Schwester, die mit ihrem Mann Stanley Kowalski zusammen lebt. Stanley erweist sich aber als unberechenbar und schlau und kommt bald schon hinter einige dunkle Geheimnisse von Blanche, was die ganze Situation der Familie verschärft.

Nachdem ich mir eine sehr gute Dokumentation über Marlon Brando angesehen habe, wollte ich einfach mal sehen, was diesen Darsteller, abseits seiner Rolle als Pate, so legendär macht. Mein erster Film den ich daraufhin sah, war „Die Faust im Nacken“ und von da an wurde ich zum Fan Brandos. Jetzt habe ich mir den Film geholt, der Brando 1951 berühmt und über Nacht zum Star machte. Und obwohl mir der Film nicht ganz so gut gefällt wie „Die Faust im Nacken“, habe ich dennoch einen immer noch wirkungsvollen Film gesehen.
Die Geschichte des Films stammt von Tennessee Williams und funktioniert heute noch einwandfrei. Langsam lernt man die Charaktere und ihre Neigungen bzw. Persönlichkeiten kennen. Nach der anfänglichen Idylle entstehen aber schnell Spannungen, die bald ununterdrückbar werden und zur Eskalation führen.
Williams beschränkt den Film auf 3 oder 4 Schauplätze und konzentriert sich absolut auf seine Charaktere. Er macht schnell klar, worum und um wen es geht, sorgt aber dennoch für einige sehr gute und lange Dialoge, wie sie heutzutage eher ungewöhnlich sind. Nicht selten bewegen sich die Charaktere etliche Minuten in ein und demselben Raum hin und her und diskutieren miteinander. Dies mag vielleicht merkwürdig und langweilig klingen, aber Williams hat die Dialoge so gut und nachvollziehbar geschrieben, dass es einfach Spaß macht, dem ganzen zu folgen.
Es geht hier nämlich nicht um eine Liebesgeschichte im klassischen Sinne, sondern um jemanden, der sich hinter einer Fassade versteckt. Und genau dies benutzt Tennessee meisterhaft. Er lässt die Fassade nämlich nicht nur langsam bröckeln, sondern von Stanley Kowalski förmlich einreißen. Er schafft hier eine interessante Geschichte mit noch interessanteren Charakteren.
Diese Charaktere werden dann auch von Marlon Brando und Vivien Leigh (Vom Winde verweht) sehr gut gespielt. Am meisten bleibt hier aber natürlich Brando in Erinnerung. Er liefert hier eine sehr gute Performance, die wesentlich echter wirkt, als die seiner Kollegen. Hier offenbarte Brando, was Method Acting bedeutet und trennte sich vom bekannten theaterhaften Spiel aus der Zeit. Seine Darstellung des unberechenbaren und aggressiven Mannes ist eine absolute Tour de Force in diesem Film, obwohl er gar nicht so häufig zu sehen ist wie Leigh. Dies liegt vor allem an der Wucht seiner emotionalen Darstellung. Gerade neben Leigh, die hier ebenfalls eine tolle Darbietung leistet, aber immer noch theaterhaft wirkt, ist Brando eine Gewalt und somit unterdrückt nicht nur sein Charakter seinen weiblichen Gegenpart, sondern auch sein Spiel das von Leigh. Aber wie gesagt, sie spielt hier ebenfalls gut und hat einige gute Momente, ging mir aber ehrlich gesagt öfters auf die Nerven. Ihre geschwollene, übertriebene Art zu reden nervt einfach nur und sorgte für einige Längen. Bei solch langen Dialogen müssen die Darsteller auf irgendeine Art und Weise den Zuschauer packen, aber durch ihr Spiel hat sie bei mir öfters mal Langeweile aufkommen lassen. Wen ich auch auf keinen Fall unerwähnt lassen will, ist Karl Malden. Malden hat mich schon in „Die Faust im Nacken“ sehr positiv überrascht und spielt hier den Liebhaber von Leigh sehr energisch und entschlossen, gibt ihm aber auch eine große Verletzlichkeit.
Diese Geschichte und die Darsteller werden dann auch von Elia Kazan (Jenseits von Eden) würdig in Szene gesetzt. Er beschränkt sich hier auf wenige Sets, ringt ihnen aber alles ab und weiß mit der Kamera sehr gute Bilder einzufangen. Anders als bei „Die Faust im Nacken“ hat dieser Film aber einige unschöne Längen, die so nicht hätten sein müssen. Deswegen wirkt der Film nicht ganz so zeitlos wie „Die Faust im Nacken“, ist aber wirklich kaum gealtert.

Fazit:
Endstation Sehnsucht erzählt eine interessante Geschichte mit noch interessanteren Charakteren. Gepaart mit Marlon Brandos Tour de Force und die kaum gealterte Regie, wirkt Endstation Sehnsucht als Drama immer noch sehr gut und hat die Zeit famos überstanden.
Ebenfalls ein Klassiker vom Duo Kazan/Brando.


Die Farbe des Geldes [Blu-ray]
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DVD ~ Paul Newman
Preis: EUR 10,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine vergesse Perle mit Tom Cruise und einem großartigen Paul Newman, 21. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe des Geldes [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Farbe des Geldes wurde mir zugeschickt und ich war anfangs etwas skeptisch. Ich wollte eigentlich nur mal sehen, wie sich Tom Cruise in seinen frühen Jahren einen Namen gemacht hat, wurde dann aber von Paul Newman und dem Film überrascht.

Fast Eddie Felson ist ein alter Billardprofi und entdeckt den jungen Vincent. Durch ihn entdeckt er seine Leidenschaft am Spiel wieder und geht mit Vincent auf Tour, welche in einem Turnier enden soll. Der ungestüme Vincent erweist sich aber als schwieriger Partner und will sein eigenes Ding machen.

Ich mag Tom Cruise und seine Filme, wie etwa Last Samurai, Collateral und Mission Impossible. Ich blende diesen ganzen Scientology-Kram aus, weil viele seiner Filme einfach gut sind. Deswegen wollte ich mir mal seine ersten Werke anschauen und dieser ist einer jener Filme, der komischerweise etwas untergeht, obwohl er wirklich gut ist. Dies ist der erste Film bei dem Cruise schon leicht in Richtung Oscar schielte, was ihm zwar verwehrt blieb, aber seinem Kollegen zum Glück nicht.
Paul Newman (Haie der Großstadt) spielt hier den alten, ehemaligen Billardprofi mit viel Herz, sehr verschlagen und selbstbewusst, aber auch mit einer deutlich sichtbaren Verletzlichkeit. Newman ist mir hier sofort aufgefallen. Er nimmt die Leinwand komplett für sich ein und liefert hier eine wirklich tolle Performance, gegen die seine Kollegen überhaupt nicht ankommen. Dies soll nicht heißen, dass Tom Cruise und seine Filmpartnerin Mary Elizabeth Mastrantonio (Scarface) total untergehen. Auch sie machen den Film aus und tragen sehr zu seiner Stimmung bei, aber Cruise als überheblicher Heißsporn und Mastrantonio als seine selbstsichere Freundin kommen gegen eine Hollywoodlegende wie Paul Newman einfach nicht an. Dennoch liefern sie schöne Performances und vor allem Mastrantonio setzt einige deutliche Akzente. Sie und Newman wurden ja auch Oscar nominiert, wobei letzterer zu recht gewonnen hat.
Altmeister Martin Scorsese (Departed) weiß seine guten Darsteller auch würdig in Szene zu setzen. Er vermittelt das Gefühl dieser Billardhallen sehr stimmungsvoll und weiß auch die Spiele interessant darzustellen. Er zeigt nicht zu viele von ihnen und stellt sie nicht zu aufdringlich in den Vordergrund. Er konzentriert sich lieber auf seine Charaktere, hat aber einige sehr gute Kameraperspektiven und Schnitte eingebaut, die den Film deutlich aufwerten.
Apropos aufwerten, da muss ich auch die Musik erwähnen. Scorsese mischt hier Lieder mit fantastischen Kompositionen und erzeugt so eine leichte Stimmung, die den ganzen Film ausmacht.

Fazit:
Die Farbe des Geldes funktioniert auch 2014 noch tadellos.
Die Stimmung der Billardhallen wird super transportiert, die Darsteller sind allesamt gut, vor allem der fantastische Paul Newman, und auch die Musik weiß zu überzeugen.
Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, hat wirklich etwas verpasst.


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