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Rezensionen verfasst von
TheGame2493 (Deutschland)

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The Machine - They Rise. We Fall. [Blu-ray]
The Machine - They Rise. We Fall. [Blu-ray]
DVD ~ Caity Lotz
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen leider nur ein Geheimtipp - stimmig, gut erzählt und klasse präsentiert, 28. September 2014
The Machine habe ich nur durch Zufall entdeckt, war aber schnell angetan vom Thema und Look des Films.

In der nahen Zukunft befinden sich China und England im Krieg. Der Wissenschaftler Vincent McCarthy versucht schon seit Jahren, Maschinen für den Kampfeinsatz zu bauen. Dazu benutzte er bis jetzt Menschen mit Implantaten. Dann gelingt ihm aber eine Maschine, die wie ein Mensch aussieht und auch so fühlt. Genau dies macht sie aber zur Gefahr.

Bei The Machine hat mich tatsächlich das Cover als erstes angesprochen. Dann sah ich den Trailer und wollte den Film unbedingt sehen. Und was Regisseur Caradog W. James hier mit weniger als einer Million Pfund geschaffen hat, ist absolut sehenswert.
Er hat nicht nur Regie geführt, sondern auch das Drehbuch geschrieben und beweist in beiden Gebieten enormes Talent.
Er thematisiert hier das bekannte Thema Mensch-Maschine und fokussiert den gesamten Film darum. Sind es anfangs noch Menschen mit Implantaten, die sie retten sollten, aber viel mehr zu Maschinen machen, wird später mit dem Charakter der Ava bzw. der Maschine der bekannte Android eingeführt. Diesen Wechsel von den Menschen zur Maschine weiß James gut und organisch zu präsentieren. Ganz flüssig wechselt er von einem Thema zum nächsten.
Die erste Hälfte ist so schon ganz interessant und stellt die ersten unterschwelligen ethischen Fragen und weiß auch mit seiner Atmosphäre zu überzeugen, sobald dann aber Die Maschine ins Spiel kommt, wird der Film immer interessanter, spannender und emotionaler.
In der zweiten Hälfte werden die ganzen Fragen offen ausgesprochen, dem Zuschauer aber nicht irgendwie nervig ins Gesicht geklatscht, sondern logisch und sinnig verbaut. Sowieso fängt man als Zuschauer an, dass gesamte Projekt zu hinterfragen und stellt sich selber die gleichen Fragen. Durch Caity Lotz (Arrow) gewinnt der Film auch noch an Emotionalität, ohne kitschig zu wirken. Sie spielt ihren Charakter überdeutlich als Maschine, gewinnt ihr aber ironischerweise mehr Emotionen ab, als ihren Schöpfern. Sehr filigran spielt sie diese Maschine und weiß auf ganzer Länge zu überzeugen. Sie ist das Gesicht des Films und dominiert ihn komplett.
Sie macht eine sehr interessante, zwar vorhersehbare, aber super dargestellte Wandlung durch. Die letzten paar Minuten dreht der Film nochmal richtig auf und entfaltet sein ganzes Potential.
So inhaltlich gut ich den Film fand, so visuell stark war er auch. Mir war schon vorher klar, dass dieser Film für einen schmalen Taler gemacht wurde, aber man sieht ihm zu keinster Zeit das unfassbar geringe Budget an. Mir ist es schleierhaft, wie man für so wenig Geld einen Film machen kann, der mindestens genauso gut aussieht, wie etwaige Hollywood Produktionen.
Die Atmosphäre ist dicht und stimmig und die Darstellung der Maschine mal etwas anderes. Es werden hier einige sehr wirkungsvolle Bilder geschaffen, die einen als Zuschauer packen. Auch vor Blut und expliziter Gewalt macht man in 2-3 Szenen keinen halt und verstärkt dadurch nur die starke Atmosphäre.
Die wird auch zu einem großen Teil von der mittlerweile ungewöhnlichen Musik geschaffen. Sie erinnert sehr an 80er Jahre Soundtracks mit viel Synthesizerklängen. Dies unterstreicht noch einmal die gute Stimmung und konsequente Herangehensweise seines Regisseurs.
Sowieso hoffe ich, dass irgendjemand in Hollywood diesen Film gesehen und Caradog W. James entdeckt hat und ihm eine Chance gibt, sein enormes Talent mal in größeren Produktionen einzusetzen. So könnte er bestimmte Dinge einfach mal anders darstellen und mehr machen, sofern er das natürlich anstrebt. Bei einem neuen Film von ihm würde ich auf jeden Fall ins Kino gehen.

Fazit:
The Machine ist leider nur ein Geheimtipp, denn hier erwartet einem ein sehr stimmiger, gut erzählter und atmosphärisch starker Science-Fiction-Film. Regisseur Caradog W. James beweist hier sein enormes Talent und wurde hoffentlich entdeckt, denn er verdient es wirklich, Anerkennung für seine Filme zu erhalten.


The Expendables 3 - A Man's Job (Ungeschnittene Kinofassung)
The Expendables 3 - A Man's Job (Ungeschnittene Kinofassung)
DVD ~ Sylvester Stallone
Preis: EUR 15,52

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen zwar ohne Referenzen, aber dafür mit fantastischer Action, 27. September 2014
Sylvester Stallone hat jetzt zum dritten Mal seine Action-Kollegen und Freunde versammelt, um gemeinsam für wuchtige Action zu sorgen und genau das machen sie auch.

Barney's Expendables treffen auf einer Mission auf Conrad Stonebanks, der zusammen mit Barney die Expendables gründete, sich aber anderen Idealen verschrieb und deswegen gegen die Expendables kämpfe und von Barney für tot gehalten wurde. Nun will Barney ein letztes Mal auf einen Rachefeldzug gehen, stellt sich zwar dafür ein neues Team zusammen, kommt aber nicht ohne seine alten Weggefährten aus.

Stallone hat damals schnell mein Interesse geweckt, als er zum ersten Mal die Actionikonen der vergangenen Jahrzehnte zusammentrommelte. Leider wurde der erste Film dann aber in keinster Weise den Erwartungen gerecht. Erst der zweite Teil wurde dann zu einem sehr unterhaltsamen, traditionellen Action-Film mit markanten Sprüchen, trockenem Humor und jeder Menge Anspielungen auf die Rollen der Protagonisten. Jetzt legt Stallone noch mal einen drauf und präsentiert einen Action-Kracher, der seinem Vorgänger in nur einer Sache nachsteht.
Zu dieser Sache komme ich auch gleich: es fehlen die Referenzen der Darsteller auf bekannte Rollen. Dies ist, zusammen mit den CGI-Effekten, der einzige Makel den ich sagen kann. Stallone, Schwarzenegger & Co. beziehen sich hier nicht mehr auf bekannte Rollen. Dies bedeutet aber nicht, dass der Film keinen Humor hat. Hier wird sich viel mehr auf das Alter der meisten Akteure bezogen, was auch für einige großartige Gags sorgt. Der Film ist also lustig, aber ich hätte mir mehr Anspielungen gewünscht.
Der zweite Negativpunkt sind die Computereffekte. Bei einem solchen Film kann ich es nur schwer nachvollziehen, warum man bei bestimmten Explosionen auf Computertechnik zurückgreift. Es macht richtig Spaß, mal wieder einen Film zu sehen, der nicht von CGI-Effekten dominiert ist, sondern echte Explosionen beinhaltet, weil die einfach wuchtiger wirken. Eine echte Explosion wirkt halt eben echt und ist nicht so plump reißerisch. Hinzukommt, dass die CGI-Effekte hier auch noch schlampig gemacht sind.
Ansonsten kann ich dem Film nichts ankreiden.
Die Geschichte ist gewohnt einfach, und das ist auch gut so für so eine Art Film, aber die Charaktere sind stark und die Action ist sehr unterhaltsam.
Neben den alten Expendables-Hasen Stallone, Statham, Crews, Lundgren, Couture, Schwarzenegger und Li sind hier „Indiana Jones“ Harrison Ford, „El Mariachi“ Antonio Banderas und „Blade“ Wesley Snipes hinzugestoßen. Ford übernimmt hier die Rolle des hartgesottenen CIA Agenten, während Banderas der unaufhörlich redende Akrobat ist und Snipes als Messer-Spezialist sehr seiner Rolle des Simon Phoenix ähnelt (meiner Meinung nach seine beste Rolle).
Die neue Generation bilden hier die MMA Fighter Ronda Rousey und Victor Ortiz, unterstützt von Glen Powell und Kellan Lutz (Die Legende von Hercules). Die vier Neulinge machen ihre Aufgabe gut und fügen sich ganz gut ins Gesamtbild mit ein, können aber keine Akzente setzen
Der Gegenspieler ist dieses Mal „Mad Max“ Mel Gibson. Ich bin Stallone sehr dankbar, dass er Mel Gibson mal wieder eine Chance gibt, in einer großen Filmproduktion mitzuspielen. Gibson spielt hier den entspannten Bösen, der immer alles im Griff hat und sich seiner Fähigkeiten und Stärken überdeutlich bewusst ist sehr überzeugend und gut. Er ist der mit Abstand beste Bösewicht dieser Filmreihe und bereichert den Film auf jeden Fall. Bitte mehr davon.
Neben den ganzen Sprüchen ist es natürlich die Action, weswegen man diesen Film guckt und die ist auch wieder großartig gelungen. Nach den typischen „kleineren“ Geplänkeln am Anfang des Films, wird am Ende ein wahnsinniges Finale geboten. Die letzte halbe Stunde fährt man hier nochmal alle Geschütze auf: jeder bekommt seinen Moment, es wird ununterbrochen geschossen, Panzer tauchen auf, Explosionen, Motorräder, einfach alles. Die finale Schlacht ist die mit Abstand Beste der gesamten Serie und stellt für jeden der Darsteller ein Highlight dar. So macht man handfeste Action!

Fazit:
The Expendables 3 geht leider zu Unrecht etwas unter.
Dieser Teil lässt zwar die Referenzen der Darsteller aufeinander vermissen, bietet aber dennoch einige lustige Momente und Action, wie sie nach alter Schule kaum besser geht. Das Finale alleine ist schon sehenswürdig genug, aber man bekommt auch noch einen Mel Gibson in Topform, der überdeutlich zeigt, dass er es immer noch kann.
Action-Fans kommen um diesen Film nicht drumherum!


Endstation Sehnsucht [Blu-ray]
Endstation Sehnsucht [Blu-ray]
DVD ~ Marlon Brando
Preis: EUR 7,97

4.0 von 5 Sternen der erste Klassiker vom unschlagbaren Duo Kazan/Brando, 27. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Endstation Sehnsucht [Blu-ray] (Blu-ray)
Seit einiger Zeit bin ich auf einem Marlon Brando Trip und muss mir seine Filme einfach mal angucken. Endstation Sehnsucht war einer der Filme von ihm, den ich mit am meisten sehen wollte und trotz seines Alters und einiger Makel funktioniert er trotzdem noch sehr gut.

Blanche DuBois kommt nach Amerika zu ihrer Schwester, die mit ihrem Mann Stanley Kowalski zusammen lebt. Stanley erweist sich aber als unberechenbar und schlau und kommt bald schon hinter einige dunkle Geheimnisse von Blanche, was die ganze Situation der Familie verschärft.

Nachdem ich mir eine sehr gute Dokumentation über Marlon Brando angesehen habe, wollte ich einfach mal sehen, was diesen Darsteller, abseits seiner Rolle als Pate, so legendär macht. Mein erster Film den ich daraufhin sah, war „Die Faust im Nacken“ und von da an wurde ich zum Fan Brandos. Jetzt habe ich mir den Film geholt, der Brando 1951 berühmt und über Nacht zum Star machte. Und obwohl mir der Film nicht ganz so gut gefällt wie „Die Faust im Nacken“, habe ich dennoch einen immer noch wirkungsvollen Film gesehen.
Die Geschichte des Films stammt von Tennessee Williams und funktioniert heute noch einwandfrei. Langsam lernt man die Charaktere und ihre Neigungen bzw. Persönlichkeiten kennen. Nach der anfänglichen Idylle entstehen aber schnell Spannungen, die bald ununterdrückbar werden und zur Eskalation führen.
Williams beschränkt den Film auf 3 oder 4 Schauplätze und konzentriert sich absolut auf seine Charaktere. Er macht schnell klar, worum und um wen es geht, sorgt aber dennoch für einige sehr gute und lange Dialoge, wie sie heutzutage eher ungewöhnlich sind. Nicht selten bewegen sich die Charaktere etliche Minuten in ein und demselben Raum hin und her und diskutieren miteinander. Dies mag vielleicht merkwürdig und langweilig klingen, aber Williams hat die Dialoge so gut und nachvollziehbar geschrieben, dass es einfach Spaß macht, dem ganzen zu folgen.
Es geht hier nämlich nicht um eine Liebesgeschichte im klassischen Sinne, sondern um jemanden, der sich hinter einer Fassade versteckt. Und genau dies benutzt Tennessee meisterhaft. Er lässt die Fassade nämlich nicht nur langsam bröckeln, sondern von Stanley Kowalski förmlich einreißen. Er schafft hier eine interessante Geschichte mit noch interessanteren Charakteren.
Diese Charaktere werden dann auch von Marlon Brando und Vivien Leigh (Vom Winde verweht) sehr gut gespielt. Am meisten bleibt hier aber natürlich Brando in Erinnerung. Er liefert hier eine sehr gute Performance, die wesentlich echter wirkt, als die seiner Kollegen. Hier offenbarte Brando, was Method Acting bedeutet und trennte sich vom bekannten theaterhaften Spiel aus der Zeit. Seine Darstellung des unberechenbaren und aggressiven Mannes ist eine absolute Tour de Force in diesem Film, obwohl er gar nicht so häufig zu sehen ist wie Leigh. Dies liegt vor allem an der Wucht seiner emotionalen Darstellung. Gerade neben Leigh, die hier ebenfalls eine tolle Darbietung leistet, aber immer noch theaterhaft wirkt, ist Brando eine Gewalt und somit unterdrückt nicht nur sein Charakter seinen weiblichen Gegenpart, sondern auch sein Spiel das von Leigh. Aber wie gesagt, sie spielt hier ebenfalls gut und hat einige gute Momente, ging mir aber ehrlich gesagt öfters auf die Nerven. Ihre geschwollene, übertriebene Art zu reden nervt einfach nur und sorgte für einige Längen. Bei solch langen Dialogen müssen die Darsteller auf irgendeine Art und Weise den Zuschauer packen, aber durch ihr Spiel hat sie bei mir öfters mal Langeweile aufkommen lassen. Wen ich auch auf keinen Fall unerwähnt lassen will, ist Karl Malden. Malden hat mich schon in „Die Faust im Nacken“ sehr positiv überrascht und spielt hier den Liebhaber von Leigh sehr energisch und entschlossen, gibt ihm aber auch eine große Verletzlichkeit.
Diese Geschichte und die Darsteller werden dann auch von Elia Kazan (Jenseits von Eden) würdig in Szene gesetzt. Er beschränkt sich hier auf wenige Sets, ringt ihnen aber alles ab und weiß mit der Kamera sehr gute Bilder einzufangen. Anders als bei „Die Faust im Nacken“ hat dieser Film aber einige unschöne Längen, die so nicht hätten sein müssen. Deswegen wirkt der Film nicht ganz so zeitlos wie „Die Faust im Nacken“, ist aber wirklich kaum gealtert.

Fazit:
Endstation Sehnsucht erzählt eine interessante Geschichte mit noch interessanteren Charakteren. Gepaart mit Marlon Brandos Tour de Force und die kaum gealterte Regie, wirkt Endstation Sehnsucht als Drama immer noch sehr gut und hat die Zeit famos überstanden.
Ebenfalls ein Klassiker vom Duo Kazan/Brando.


Die Farbe des Geldes [Blu-ray]
Die Farbe des Geldes [Blu-ray]
DVD ~ Paul Newman
Preis: EUR 10,99

5.0 von 5 Sternen eine vergesse Perle mit Tom Cruise und einem großartigen Paul Newman, 21. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Farbe des Geldes [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Farbe des Geldes wurde mir zugeschickt und ich war anfangs etwas skeptisch. Ich wollte eigentlich nur mal sehen, wie sich Tom Cruise in seinen frühen Jahren einen Namen gemacht hat, wurde dann aber von Paul Newman und dem Film überrascht.

Fast Eddie Felson ist ein alter Billardprofi und entdeckt den jungen Vincent. Durch ihn entdeckt er seine Leidenschaft am Spiel wieder und geht mit Vincent auf Tour, welche in einem Turnier enden soll. Der ungestüme Vincent erweist sich aber als schwieriger Partner und will sein eigenes Ding machen.

Ich mag Tom Cruise und seine Filme, wie etwa Last Samurai, Collateral und Mission Impossible. Ich blende diesen ganzen Scientology-Kram aus, weil viele seiner Filme einfach gut sind. Deswegen wollte ich mir mal seine ersten Werke anschauen und dieser ist einer jener Filme, der komischerweise etwas untergeht, obwohl er wirklich gut ist. Dies ist der erste Film bei dem Cruise schon leicht in Richtung Oscar schielte, was ihm zwar verwehrt blieb, aber seinem Kollegen zum Glück nicht.
Paul Newman (Haie der Großstadt) spielt hier den alten, ehemaligen Billardprofi mit viel Herz, sehr verschlagen und selbstbewusst, aber auch mit einer deutlich sichtbaren Verletzlichkeit. Newman ist mir hier sofort aufgefallen. Er nimmt die Leinwand komplett für sich ein und liefert hier eine wirklich tolle Performance, gegen die seine Kollegen überhaupt nicht ankommen. Dies soll nicht heißen, dass Tom Cruise und seine Filmpartnerin Mary Elizabeth Mastrantonio (Scarface) total untergehen. Auch sie machen den Film aus und tragen sehr zu seiner Stimmung bei, aber Cruise als überheblicher Heißsporn und Mastrantonio als seine selbstsichere Freundin kommen gegen eine Hollywoodlegende wie Paul Newman einfach nicht an. Dennoch liefern sie schöne Performances und vor allem Mastrantonio setzt einige deutliche Akzente. Sie und Newman wurden ja auch Oscar nominiert, wobei letzterer zu recht gewonnen hat.
Altmeister Martin Scorsese (Departed) weiß seine guten Darsteller auch würdig in Szene zu setzen. Er vermittelt das Gefühl dieser Billardhallen sehr stimmungsvoll und weiß auch die Spiele interessant darzustellen. Er zeigt nicht zu viele von ihnen und stellt sie nicht zu aufdringlich in den Vordergrund. Er konzentriert sich lieber auf seine Charaktere, hat aber einige sehr gute Kameraperspektiven und Schnitte eingebaut, die den Film deutlich aufwerten.
Apropos aufwerten, da muss ich auch die Musik erwähnen. Scorsese mischt hier Lieder mit fantastischen Kompositionen und erzeugt so eine leichte Stimmung, die den ganzen Film ausmacht.

Fazit:
Die Farbe des Geldes funktioniert auch 2014 noch tadellos.
Die Stimmung der Billardhallen wird super transportiert, die Darsteller sind allesamt gut, vor allem der fantastische Paul Newman, und auch die Musik weiß zu überzeugen.
Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, hat wirklich etwas verpasst.


Pompeii [Blu-ray]
Pompeii [Blu-ray]
DVD ~ Kit Harington
Preis: EUR 15,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kein klasse Film, aber für Zwischendurch super, 20. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Pompeii [Blu-ray] (Blu-ray)
Pompeii ist einer dieser Filme, der groß beworben wurde, dann aber sang und klanglos unterging. Dies kann ich auch gut nachvollziehen, dennoch hatte ich einen gewissen Spaß mit dem Film.

Milo ist Kelte, muss mit ansehen, wie sein Stamm massakriert wird und wird auch noch gefangen genommen und lebt fortan ein Leben als Gladiator. Eines Tages soll er in Pompeii kämpfen, wo er plötzlich den Mörder seines Stammes begegnet. Wild entschlossen, diesen zu töten, kämpft er in der Arena um Leben und Tod, doch plötzlich bricht ein Vulkan aus und ganz Pompeii steht kurz vor der Zerstörung.

Ich war vom ersten Teaser Pompeiis eigentlich recht angetan. Man sah nur die versteinerten Menschen und Asche auf sie herab regnen. Dieser Teaser hatte einfach eine klasse Stimmung und hat mich hoffen lassen, aber als ich dann den Namen des Regisseurs las und den richtigen Trailer sah, war mir schon klar, dass dieser Film alles andere als bombastisch sein wird.
Ich bin absolut kein Fan von Regisseur Paul W. S. Anderson, weil ich seine Resident Evil-Filme gar nicht mag. Ich schaue dann schon eher seine ersten Filme, wie sein bestes Werk Event Horizon, Soldier oder auch Mortal Kombat. Auch diese Filme haben ihre Fehler und können auch legitim als schlecht und furchtbar plump bezeichnet werden, vor allem Mortal Kombat, dennoch haben sie einen gewissen Charme, den ich mich nicht entziehen kann. Deswegen bin ich ganz froh, dass Pompeii sich zwischen diesen Filmen und nicht den Resident Evil Teilen einreiht.
Schon von Anfang an wird klar, dass einem hier eine billigere Version von Gladiator erwartet. Hier sind die Charaktere nicht so ausgearbeitet wie in Ridley Scott's Werk und auch die Geschichte ist hier nur Mittel zum Zweck, um den Vulkan ausbrechen zu lassen. Womöglich hat man den Film deswegen mit einigen eher bekannten Gesichtern, wie Game of Thrones-Star Kit Harington, Sucker Punch Kämpferin Emily Browning und 24-Ikone Kiefer Sutherland, besetzt. Natürlich werden diese Darsteller hier in keinster Weise gefordert und liefern lediglich Standard-Darbietungen, was für so einen Film aber auch in Ordnung ist.
Schließlich geht es hier um die Kämpfe und den Vulkanausbruch.
Die wenigen Gladiatorenkämpfe sind ganz gut gemacht und haben einige schöne Ideen. Das Highlight des Films ist aber definitiv der Vulkanausbruch. Es wird immer wieder gezeigt, dass es im Vesuv brodelt, bis er dann schließlich ausbricht. Dieser Ausbruch wird natürlich lange zelebriert und erinnert an den Weltuntergang. Hier erreicht Anderson zwar nicht die Klasse eines Roland Emmerich (2012), weiß dennoch einige schöne Momente zu kreieren. Einige Szenen sind schon auf eine gewisse Art und Weise beeindruckend, dass die Zuschauer aber nicht die Kinosäle gestürmt haben, liegt zu einem großen Teil sicherlich auch an den Effekten.
Man hat schon im Trailer gesehen, dass die Effekte nicht auf dem höchsten Standard sind. An manchen Stellen sehen sie wirklich gut aus und sorgen halt eben so für einige gute Szenen, an anderen Stellen wiederum sehen die CGI-Effekte einfach nur furchtbar. Nicht nur das man den Bluescreen förmlich sehen kann, sondern auch die Effekte an sich, also Rauchwolken, einstürzende Gebäude usw., wirken sehr billig gemacht, was nochmal deutlich am Gesamteindruck des Films nagt.
Nichtsdestotrotz hatte ich dennoch einen gewissen Spaß mit dem Film, weil er schnell zur Sache kommt und für seine 100 Minuten ganz gut unterhält.

Fazit:
Pompeii ist kein klasse Film, funktioniert aber für Zwischendurch sehr gut.
Die Geschichte und Charaktere sind flach, die Action ist solide und der Vulkanausbruch, trotz teilweise schlampiger Effekte, ganz gut gemacht.
Wenn man an einem Samstagabend einfach mal abschalten will, dann macht man mit Pompeii nichts falsch.


Non-Stop [Blu-ray]
Non-Stop [Blu-ray]
DVD ~ Liam Neeson
Preis: EUR 14,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wieder ein spannender und atmosphärischer Thriller mit Neeson, 15. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Non-Stop [Blu-ray] (Blu-ray)
Liam Neeson ist in den letzten paar Jahren zu dem Actionhelden schlechthin geworden und hat einige wirklich gute Filme des Genres abgeliefert und Non-Stop reiht sich da perfekt ein.

Bill Marks ist ein US Air Marshall und auch Alkoholiker. Auf einem Flug von New York nach London bekommt er Nachrichten von einem Unbekannten, der droht, alle 20 Minuten einen Passagier zu töten. Marks versucht den Unbekannten an Bord des Flugzeugs auszumachen, allerdings fangen die Passagiere an, Fragen zu stellen und Marks wird als Terrorist angesehen.

Liam Neeson und Regisseur Jaume Collet-Serra haben schon mit Unknown Identity einen spannenden Thriller abgeliefert und machen dies auch hier wieder.
Dieses Mal haben sie sich zwar nur auf ein Flugzeug beschränkt, gestalten den Film aber keineswegs weniger spannend. Auch hier kommt Serra schnell zum Punkt und konfrontiert den Zuschauer und Liam's Charakter nach nur wenigen Minuten mit einem unbekannten Attentäter. Ähnlich wie in Unknown Identity baut sich der Film von da an auch immer weiter kontinuierlich auf und führt immer neue Charaktere ein. Die Geschichte ist natürlich zwangsweise nicht so verschachtelt wie Identity, sondern setzt viel mehr auf die Menschen an sich.
Schnell wird einem klar gemacht, dass Neeson hier Alkoholiker ist und einige Probleme hat, wodurch man ganz gut verstehen kann, dass die Luftfahrtbehörde ihn als Terroristen sieht. Damit baut man dann auch die Spannung immer weiter auf, weil Paranoia und Angst anfangen um sich zu greifen. Dies ist wirklich gut in die Geschichte verbaut, die immer neue Erkenntnisse bringt und plausibel ist.
Diese gute Geschichte kann Serra dann auch noch spannend in Szene setzen. Er zieht die Spannung förmlich und bringt zusammen mit Neeson die immer größer werdende Verzweiflung sehr gut zur Geltung.
Sehr gut hat mir auch noch das Stilmittel gefallen, alles zu zeigen, was der Unbekannte Neeson schreibt. Wenn er eine Nachricht bekommt wird sie immer wieder eingeblendet und nicht erst vorgelesen, was deutlich zur gesamten Atmosphäre beiträgt.
Einziger Wermutstropfen war die Auflösung des Unbekannten. Ich werde natürlich nichts verraten, aber als dann die finale Auflösung kam, war ich ziemlich enttäuscht davon, weil es einfach zu plump und nicht nachvollziehbar war. Ansonsten hatte ich aber bis zu diesem Punkt großen Spaß mit dem Film.

Fazit:
Jaume Collet-Serra und Liam Neeson beweisen sich hier wieder als sehr gutes Team und schaffen zusammen einen sehr spannenden und stimmungsvollen Thriller den man sich nicht entgehen lassen sollte.


Die Unfassbaren - Now You See Me [Blu-ray]
Die Unfassbaren - Now You See Me [Blu-ray]
DVD ~ Jesse Eisenberg
Preis: EUR 8,97

5.0 von 5 Sternen sehr unterhaltsamer, intelligenter Thriller mit einer frischen Idee, 14. September 2014
Die Unfassbaren wurde ein Überraschungshit und hat auch eigentlich gleich mein Interesse geweckt. Dennoch hat es einige Zeit gedauert, bis ich den Film gesehen habe, was eigentlich schade ist.

4 „Magier“ werden an einen Ort gerufen und tun sich von da an zusammen und werden die Four Horsemen. Bei einer Show rauben sie allerdings mit einem Zaubertrick eine französische Bank aus, woraufhin das FBI und Interpol sie untersuchen und dingfest machen wollen. Dies erweist sich allerdings als schwer, weil die 4 immer zwei Schritte voraus sind.

Die Unfassbaren war überraschenderweise super erfolgreich, was natürlich gleich zur Ankündigung einer Fortsetzung führte. Jetzt habe ich den Film endlich gesehen und wurde wirklich sehr gut unterhalten.
Am meisten gefallen hat mir die Mischung aus Cast und Story.
Hier benutzt man Magie von Heutzutage, um einige Raubzüge mal anders zu präsentieren. Dadurch entsteht eine wirklich interessante Geschichte, die einige sehr schöne Momente hat und den Zuschauer zum Mitdenken animiert. Die Drehbuchautoren erzählen hier eine herrlich verschachtelte Geschichte, die einen als Zuschauer immer wieder neu überrascht und dabei auch noch plausibel bleibt. Es wird zwar immer gesagt, dass die Charaktere nur Betrüger sind, dennoch hat man immer wieder das Gefühl, als könnten sie mehr. Es wird immer wieder die Illusion echter Magie aufgebaut. Umso überraschter ist man dann auch von den Auflösungen ihrer Tricks, weil man hier sieht, dass die Schreiber wirklich sehr genau darüber nachgedacht haben, was und wie sie hier erzählen.
Ihre Charaktere werden dann auch noch von fantastischen Darstellern verkörpert.
Jesse Eisenberg (The Social Network) ist hier wieder der arrogante, selbstsichere Trickbetrüger der Truppe und spielt wieder seinen Charme aus. Obwohl er eigentlich furchtbar arrogant ist, empfindet man doch eine gewisse Sympathie für ihn. Apropos Sympathie, die hat auch Woody Harrelson (Die Tribute von Panem) wieder vollkommen. Er spielt hier seine typische Rolle des verschlagenen und entspannten Mannes, hier ein Hypnotiseur, aber wieder super sympathisch. Er setzt wieder Akzente.
Die anderen beiden der 4 Horsemen Isla Fischer (Die Hochzeits-Crasher) und Dave Franco (Scrubs – Med School) fallen zwar weniger auf, gehen aber auch nicht komplett verloren. Auf der Gegenseite machte auch Mark Ruffalo (The Avengers) als FBI-Agent eine sehr gute Figur und prägt den Film mit seiner entschlossenen Art. Mit am meisten haben mir aber auch Morgan Freeman (Die Verurteilten) und Sir Michael Caine (The Dark Knight-Trilogie) gefallen. Vor allem wenn die beiden Herren zusammen zu sehen sind, macht es einfach einen Riesenspaß, ihnen zuzuschauen.
Diese Charaktere erwecken den Film zum Leben und bilden zusammen mit der Geschichte und der guten Inszenierung von Louis Leterrier (Kampf der Titanen) ein sehr stimmiges Gesamtwerk, bei dem viel Gutes zusammenkommt.

Fazit:
Die Unfassbaren ist ein sehr unterhaltsamer Thriller, der Magie mal auf andere Art und Weise benutzt und mit ihr einen interessanten, spannenden und abwechslungsreichen Film schafft, der den Zuschauer immer wieder überrascht.
Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!


Hercules [Blu-ray]
Hercules [Blu-ray]
Preis: EUR 20,99

3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen trotz noblen Ansatzes leider nur Durchschnitt, 13. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Hercules [Blu-ray] (Blu-ray)
Herkules hat es schon seit vielen Jahren nicht mehr im großen Stil im Kino gegeben. Deswegen war ich umso glücklicher, jetzt endlich mal wieder einen zu sehen und dann auch noch mit The Rock. Allerdings hat der Film die eh schon niedrigen Erwartungen nicht ganz erfüllen können.

Hercules führt ein Leben als Söldner. Zusammen mit seinen wenigen Verbündeten nimmt er Aufträge an und spart für ein besseres Leben. Dann bekommen sie den Auftrag vom König von Thrakien, Cotys, den Krieg zu beenden, der das Land heimsucht. Hercules zieht daraufhin in die finale Schlacht, merkt aber, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Endlich wieder ein Hercules-Film! Dies war meine erste Reaktion als ich von diesem Film gelesen habe und als auch noch das erste Bild mit Dwayne „The Rock“ Johnson auftauchte, habe ich mich sogar auf den Film gefreut. Nachdem ich ihn jetzt aber gesehen habe, bin ich enttäuscht.
Noch ein kleiner Einschub: den ersten Hercules-Film dieses Jahr habe ich nicht gesehen, weil mich schon der Trailer zum Einschlafen brachte und er an sich total unterging. Ich kann also keine Vergleiche der beiden Filme machen.
Als der Film anfing, war ich noch guter Dinge, weil erstmal erzählt wird, wie Hercules gegen die Hydra oder den erymanthischen Eber kämpft. Mit Voranschreiten des Films wurde mir aber schnell das größte Problem des Films bewusst.
Hercules verbinde ich immer auch mit fantastischen Dingen, wie eben besagte Hydra oder Eber. Regisseur Brett Ratner (X-Men: Der letzte Widerstand) gestaltet den Film aber mit sehr viel Realismus und lässt dadurch diese Elemente weg. Dies ist dann auch der größte Schwachpunkt, weil man immer wieder darauf vorbereitet wird, etwas Fantastisches zu sehen, man dann aber mit Realistischem konfrontiert wird. Der Ansatz des Realismus ist sicherlich nobel, weil man auch so eine sehr interessante Geschichte um den Halbgott stricken kann, aber in diesem Fall ist das Drehbuch einfach zu schwach. Die Geschichte ist viel zu einfach und oberflächlich, was zusammen mit dem Realismus für einige Längen sorgt.
Hinzukommt, dass Ratner den realistischen Weg nicht komplett geht und es immer wieder Momente gibt, die so einfach nicht geschehen können, selbst wenn man gebaut ist wie ein Fels. Hätte man die Geschichte so gelassen, aber mit einigen mythischen Kreaturen verfeinert, hätte das dem gesamten Film gut getan.
Am herausstechensten sind hier natürlich die Kämpfe. Meistens sind es groß angelegte Schlachten, die auch durchaus gut gemacht sind, aber weder episch noch irgendwie erinnerungswürdig sind. Für die Dauer des Films wissen sie aber zu unterhalten und machen beim ersten Mal Gucken Spaß, wenn man sich mit der Natur des Films abgefunden hat.

Fazit:
Hercules ist trotz noblen Ansatzes ein höchstens durchschnittlicher Film.
Hätte man sich auf eine der bekannten Sagen um den Halbgott konzentriert, wäre der Film deutlich interessanter. Das Drehbuch ist nämlich Schwach und der realistische Ansatz tut dieser Figur nicht gut. Für seine fast 100 Minuten weiß Hercules aber zumindest in den Schlachten eine ganz gute Figur zu machen, ist aber ansonsten leider schnell wieder vergessen.


Guardians of the Galaxy [Blu-ray]
Guardians of the Galaxy [Blu-ray]
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der unterhaltsamste Film des Jahres!, 3. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Guardians of the Galaxy [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich habe mich schon seit der ersten Ankündigung auf Guardians of the Galaxy gefreut. Dann baute sich plötzlich ein riesiger Hype auf und der Film ist einer der erfolgreichsten der Marvel Studios und des gesamten Jahres 2014 geworden. Dann habe ich ihn endlich gesehen und wurde perfekt unterhalten.

Peter Quill aka Star Lord wird als Kind von der Erde entführt und treibt sich die nächsten 26 Jahre in der Galaxie als Dieb und Schmuggler herum. Als er bei einem Auftrag aber einen Orb findet und plötzlich gejagt und sogar gefangengenommen wird, muss er sich mit 4 unterschiedlichen Insassen zusammentun, um zu flüchten. Die 5 ungleichen Individuen flüchten gemeinsam und werden unfreiwillig zu den Rettern einer Welt.

Hierzulande sind die Guardians of the Galaxy-Comics wirklich nur den Comic-Kennern ein Begriff.
Seit der ersten Ankündigung war ich aber Feuer und Flamme für den Film, weil mir das Konzept und die Charaktere sofort sehr gut gefallen haben. Deswegen habe ich mich dann sehr gefreut, dass der erste Trailer und dann auch der Film bei Publikum und Kritikern sehr gut ankam und zu einem der Filme des Jahres wurde.
Ich war am meisten gespannt darauf, wie das Verhältnis der Charaktere zueinander ist und wie groß der Film erscheint, spielt er ja in einer Galaxis. Beide Punkte wurden auch zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Regisseur James Gunn (Slither) hat hier auch am Drehbuch mitgeschrieben und seinen ganz eigenen Humor in den Film gebracht, der zu dieser Truppe auch sehr gut passt. Ein rachsüchtiger Muskelprotz, ein grüne Kämpferamazone, ein von sich überzeugter Schmuggler und ein schießwütiger Waschbär mit seinem Baummensch bieten nun mal Potential für jede Menge lustige Momente und dieses Potential nutzt Gunn auch voll aus. Die gute Geschichte bestückt er immer wieder mit Gags, die schnell unpassend hätten wirken können, aber durch die Charaktere und Situationen an sich sehr passend und teilweise wirklich lustig sind. Durch diese Komik hebt sich der Film auch merklich von den anderen Filmen des Marvel Cinematic-Universe ab, man spürt aber auch, dass sie zusammengehören. Die Charaktere sind auch noch gut ausgearbeitet und haben alle eine eigene und individuelle Persönlichkeit, was den Film auch sehr zugute kommt.
Neben den Gags an sich, ist aber auch die Geschichte an sich interessant und zeigt endlich Charaktere, die in anderen Filmen immer nur angedeutet wurden. Lee Pace (Der Hobbit: Smaugs Einöde) ist zudem als Kree-Anführer Ronan ein guter Antagonist. Alles in allem wird hier eine interessante Geschichte erzählt, die eindeutig von ihren starken Charakteren lebt und sehr gut zu unterhalten weiß.
Der Film gefiel mir aber nicht nur inhaltlich, sondern vor allem auch visuell. Guardians ist der visuell schönste Film der Marvel Studios. Hier wird man auf verschiedene Planeten geschickt, mit super designten Wesen konfrontiert und bekommt hochwertige CGI-Effekte. Bei dem Design des Films, egal ob Raumschiffe oder Wesen war man mit Herzblut und Kreativität dabei.
Die CGI-Effekte sind auf dem höchsten Stand und kommen gerade zum furiosen Finale großartig zur Geltung. Apropos Finale, hier feuert Gunn alles ab, was geht. Raumschiffschlachten, Ballereien und Schlägereien. Alles ist drin. Wirklich ein super Finale, das sich vor den anderen Marvel-Filmen weiß Gott nicht zu verstecken braucht. Ich bin mal gespannt, wie Gunn dies toppen will.
Sehr originell fand ich auch die Idee, Quill einen Walkman mit alten Hits der 80er Jahre zu geben und diese Musik dann auch immer wieder in den Film zu verbauen.

Fazit:
Guardians of the Galaxy ist der unterhaltsamste Film des Jahres!
Sympathische Charaktere, coole Gags, eine interessante Story und super gemachte Action mit CGI-Effekten auf dem höchsten Stand machen diesen Film zu einem der Unterhaltsamsten der letzten paar Jahre.
Das Marvel Cinematic-Universe wurde um eine coole und sehr unterhaltsame Heldentruppe bereichert.


Mandela - Der lange Weg zur Freiheit [Blu-ray]
Mandela - Der lange Weg zur Freiheit [Blu-ray]
DVD ~ Idris Elba
Preis: EUR 14,92

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einer der am meisten unterschätzten Filme 2014, 3. September 2014
Mandela – Der lange Weg zur Freiheit hat mich schon nach dem ersten Trailer für sich gewinnen können. Ich war dann auch sehr überrascht, dass der Film total unterging, obwohl er wirklich gut ist.

Eine Zusammenfassung der Handlung ist bei diesem Film wohl nicht nötig, weil jeder die Grundgeschichte um den Freiheitskämpfer Südafrikas kennt.
Regisseur Justin Chadwick (die Schwester der Königin) beleuchtet hier das Leben Mandelas von seinen Tagen als Anwalt bis hin zu seiner Freilassung Anfang der 1990er Jahre. Ich habe die Biografie, auf der dieser Film beruht, nicht gelesen und kann deshalb nicht beurteilen, wie akkurat das Leben dieses großen Mannes hier dargestellt wird.
Der Film hat mich schnell an Gandhi erinnert, weil auch hier der Fokus eindeutig auf dem Hauptcharakter liegt und er alle anderen überschattet. Dies könnte man als negativ ansehen, aber ich empfinde es als gar nicht so schlimm. Wenn ein Mann so eine Präsenz hat, dass er nur durch seine Anwesenheit die Blicke auf sich zieht, dann ist das eben so. Und Idris Elba (Luther) verkörpert diesen Mann wirklich glaubwürdig und macht genau das. Er nimmt den Film komplett für sich ein, obwohl er hier nicht die makellose Leistung eines Ben Kingsley als Gandhi oder Daniel Day-Lewis als Lincoln erreicht. Dennoch zeigt er hier wieder sein Charisma und unbestreitbares Können. Mir fiel es sehr leicht, zu verstehen, warum eine ganze Nation hinter diesem Mann stand. Die restlichen Darsteller sind allesamt solide und niemand fällt aus der Rolle, sie ergänzen den Film gut.
Trotz der tollen Leistung Elbas war es aber die Inszenierung, die mich wirklich fasziniert hat. Chadwick erzählt hier eine wahre Geschichte, wie sie inspirierender und gleichzeitig grausamer kaum sein kann. Diese Tatsache weiß er auch in sehr starken Bildern zu verdeutlichen. Oft genug zeigt er, auch mit Archivmaterial, durch welche Hölle Südafrika und Mandela gegangen sind, um sich Gleichberechtigung zu verschaffen. Manche Szenen sind hart und kalt, wohingegen andere einfach nur schön sind. Mehr als einmal durchfuhr mich eine Gänsehaut, als die afrikanischen Gesänge und Hoffnungsrufe erschallten. Diese Szenen sind einfach nur beeindruckend und tiefgehend und verdeutlichen Hoffnung in ihrer reinsten Form. Noch dazu bekommt man einige schöne Bilder Südafrikas, die den Film nur noch trauriger machen, weil sie einen so starken Kontrast zu der Situation der Menschen darstellen.
Abgerundet wird die Inszenierung aber von einem großartigen Soundtrack. Neben den gespielten Melodien gibt es auch viele gesungene Lieder von z.B. Bob Marley und U2, die hier sogar eine Oscar-Nominierung für Ordinary Love erhielten. Die Melodien, aber vor allem auch die gesungenen Lieder tragen so immens zur Stimmung und zu einigen sehr beeindruckenden Bildern bei. Einer der besten Soundtracks, die ich dieses Jahr gehört habe.

Fazit:
Mandela – Ein langer Weg zur Freiheit ist einer der am meisten unterschätzten Filme 2014.
Nicht nur liefert Idris Elba hier ein fantastisches Portrait des Nelson Mandela, sondern man bekommt auch noch eine super inszenierte, inspirierende Geschichte. Der tolle Hauptdarsteller, die 1A Inszenierung und der tolle Soundtrack machen diesen Film absolut sehenswert.


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