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Rezensionen verfasst von
TheGame2493 (Deutschland)

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Southpaw [Blu-ray]
Southpaw [Blu-ray]
DVD ~ Jake Gyllenhaal
Preis: EUR 9,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Box-Drama!, 15. Mai 2016
Rezension bezieht sich auf: Southpaw [Blu-ray] (Blu-ray)
Southpaw ging trotz prominenter Besetzung ziemlich unter. Deswegen war ich umso positiver Überrascht, wie gut der Film tatsachlich ist.

Billy Hope ist erfolgreicher Boxer mit viel Geld, einer schönen Frau und Tochter. Er lebt ein sehr ausschweifendes Leben. Als seine Frau aber bei einer Rangelei erschossen wird, verliert er alles. Er verliert das Sorgerecht für seine Tochter und seinen ganzen Besitz. Nun versicht er verzweifelt, seine Tochter wiederzubekommen.

Antoine Fuqua mag ich als Regisseur durch Filme wie The Equalizer und Training Day ganz gerne. Mit Southpaw begibt er sich erstmals ins Boxermilieu und macht dies auf sehr beeindruckende Art und Weise.
Erstmal hat er hier einen beeindruckenden Cast zusammengestellt, der durchweg zu überzeugen weiß. Jake Gyllenhaal (Nightcrawler) brilliert hier als aggressiver Boxer, der immer härter im Ring wird, je öfter er getroffen wird. Gyllenhaal spielt diesen Mann gerade in der ersten Hälfte absolut fantastisch und authentisch. Später verliert er etwas an Faszination, was aber eher an der Story liegt, als an ihm. Er ist wirklich klasse und hätte einige Awards durchaus verdient. Genau wie seine Tochter im Film. Oona Laurence spielt seine kleine Tochter, die damit klarkommen muss, dass ihr Vater in Verzweiflung und Trauer untergeht, wirklich überragend gut. Wirkt sie Anfangs noch eher gewöhnlich, zeigt sie schnell ihr schauspielerisches Können. Wut, Verzweiflung, Zuversicht – trotz ihres jungen Alters (12 Jahre bei der Premiere des Films) kann sie all dies sehr authentisch und überzeugend vermitteln. Hier hat Fuqua ein wahres Talent entdeckt. Der restliche Cast ist mit Rachel McAdams (Spotlight) als Ehefrau und einem Forest Whitaker (Der letzte König von Schottland) in Bestform als Trainer sehr gut besetzt.
Jede kleine Nebenrolle weiß zu überzeugen und bereichert den Film.
Inszenatorisch macht Fuqua nichts neues, aber das, was er macht, macht er sehr gut. Der Film sieht super aus und vermittelt gerade in den Kämpfen ein schönes Mittendringefühl.
Die größte Stärke des Films, neben den Darstellern, ist aber sowieso die Geschichte. Bei einem Boxfilm mag das komisch klingen, aber man konzentriert sich hier viel mehr auf das Leben ausserhalb des Rings und das Schicksal des Protagonisten. Das ganze Drama wird wirklich super präsentiert und zieht einen regelrecht in diese Welt. Also ich konnte gar nicht anders, als mit Gyllenhaal und seiner Tochter mitzufühlen. Die emotionalen Szenen sind auch wirklich emotional und haben mich berührt. Und genau durch dieses Mitgefühl für die Charaktere war dann auch der Endkampf umso spannender. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten.

Fazit:
Southpaw ist ein super inszeniertes Drama, das sich nicht nur auf die Boxkämpfe im Ring verlässt, sondern viel mehr die Kämpfe ausserhalb des Rings beleuchtet. Diese Geschichte eines verzweifelten Mannes und Vaters ist wirklich klasse gespielt und sehr emotional. Man kann gar nicht anders, als mit den Charakteren mitzufühlen.
Ein tolles Box-Drama!


The Huntsman & the Ice Queen
The Huntsman & the Ice Queen
DVD ~ Chris Hemsworth
Preis: EUR 17,99

3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eine tolle Idee geht in komischen Momenten und merkwürdigen Charakteren unter, 25. April 2016
Rezension bezieht sich auf: The Huntsman & the Ice Queen (DVD)
Huntsman & The Ice Queen hatte einen guten Trailer und weckte schnell aus verschiedensten Gründen meine Neugier. So habe ich also einiges erwartet, von dem leider nur das wenigste abgeliefert wurde.

Der Huntsman hat mit Snow White Ravenna besiegt und das Königreich zu neuem Frieden geführt. Schnell wird er aber wieder mit Ravenna's Spiegel konfrontiert, der entführt wurde und den Jäger in den Norden treibt. Dort muss er sich seiner Vergangenheit und der Ice Queen stellen.

Snow White and the Huntsman hat mir seiner Zeit wirklich gut gefallen. Ein klassisches Märchen wurde auf moderne, düstere Art und Weise, mit einer schönen Brise Fantasy und einer herrlich düsteren Hexe erzählt. Dies weckte einige Erwartungen und Vorfreude auf den Nachfolger. Dieser steckte leider einige Jahre in einigen Produktionsproblemen fest, wurde verschoben, hatte mehrere Regisseure und Drehbuchautoren. Trotz dieser Probleme war ich aber guter Dinge.
Und der Film fängt auch schon wirklich gut an.
Zuerst führt man die wichtigste neue Figur ein: die Ice Queen.
Das Intro ist quasi die Vorgeschichte zu diesem Charakter, was schonmal einen schönen Grundton setzt und ihn würdig und interessant einführt. Mit Emily Blunt (Sicario) hat man auch noch eine überaus fähige Darstellerin, die einer Charlize Theron als Ravenna in nichts nachsteht. Zudem erfährt man auch die Vorgeschichte von Eric, dem Huntsman, und seiner Frau.
Nach der Einführung wechselt man zu Eric und setzt die Handlung in Bewegung. Man sagt worum es geht und geht mit Eric zusammen auf sein Abenteuer. Schnell merkt man aber das etwas nicht stimmt. Der Film sieht optisch leicht anders aus, was grundsätzlich erstmal nicht schlimm ist. Umso mehr Dialoge aber entstehen und umso weiter die Geschichte vorangetrieben wird, umso verwirrender und unfokusierter wird der Film.
Cedric Nicolas-Troyan weiß in seinem Regiedebut keine klare Linie zu finden. Es gibt einen merkwürdigen Dialog nach dem anderen. Schlechte, fast schon peinliche, Momente, die wohl als lustig gedacht waren und Elemente, die ich so nicht unbedingt mit dem ersten Snow White in Verbindung bringen würde.
Warum wird aus dem harten Jäger jetzt ein dauergrinsender, mit schlechten Witzen um sich werfender Schönling? Chris Hemworth war fast schon langweilig; seine Frau im Film fast nervend. Jessica Chastain (Zero Dark Thirty) als seine Frau Sara ergänzt das Triumvirat der Frauen, um einen eigentlich starken Charakter, der aber mit den sich immer wieder wiederholenden Vorwürfen fast schon nervig wirkt. Einzig Emily Blunt und viel zu kurz Charlize Theron spielen ihre Rollen wieder gut und haben mir beide auf ihre ganz eigene Art und Weise gut gefallen. Man hätte lieber mehr Ravenna in den Film schreiben, oder die Charaktere konsequent gestalten sollen, charakterlich. Durch die schlimmen Dialoge und die merkwürdigen Momente büßt der Film viel an Momentum ein,... denn er hat auch einiges gutes zu bieten.
Das Design des ersten Teil hat mir wirklich sehr gut gefallen, weil es nicht unbedingt typischen Hollywood-Fantasy-Designs glich, sondern eher einem Guillermo del Toro (Pan's Labyrinth) oder Alex Proyas (The Crow) hätte entspringen können. So ist es auch dieses Mal.
Emily Blunt und Charlize Theron glänzen in wirklich fantastisch designten Köstümen. Gerade Theron geht wieder diese Gratwanderung zwischen wunderschön und ekelhaft häßlich. Auch einige wenige neue Monster sind super Designt und machen optisch einiges her. Zudem hat der Film auch an sich einige gute optische Ideen.
Da der Film wirklich klasse aussieht, ist es umso schader, dass er inhaltlich so schwach und stellenweise peinlich ist. Das macht den ganzen Film kaputt.

Fazit:
Huntsman & The Ice Queen ist ein visuell immer noch ansehnlicher Film, der mit einigen schönen Designs und Ideen aufwartet, inhaltlich aber das Gegenteil darstellt. Sehr fähige Darsteller werden hier mit einigen wirklich peinlichen Dialogen und nervigen Charaktereigenschaften ihrer Faszination beraubt und schaden dadurch dem Film immens.
Sehr schade, dass aus dem guten Cast und der super Grundidee nichts gemacht wurde.


Batman v Superman: Dawn of Justice - Ultimate Edition [Blu-ray]
Batman v Superman: Dawn of Justice - Ultimate Edition [Blu-ray]
DVD ~ Henry Cavill
Preis: EUR 19,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Superman vs Batman ist trotz einiger Makel ein bombastisches Aufeinandertreffen!, 27. März 2016
Kaum ein Superhelden-Film wurde wohl mit so viel Spannung erwartet, wie dieser.

Die Welt weiß von Superman. Nach seinem zerstörerischen Kampf mit General Zod ist die Welt gespalten bezüglich ihres Helden. Dies nutzt Lex Luthor für sich und setzt alles daran, eine Waffe gegen den Übermenschen zu erschaffen. Dabei schreckt er nicht davor zurück, einen dunklen Ritter zu manipulieren.

Superman gegen Batman. Der letzte Sohn Kryptons gegen den dunklen Ritter Gothams.
Bei der Ankündigung zu diesem Film konnte ich mich nur freuen. Endlich treffen diese beiden Helden auch auf der Leinwand aufeinander. Damit ich nicht zu viel des Filmes schon im vorherein sehe, kenne ich keinen Trailer oder irgendwelche Bilder, und genau deswegen hat mir der Film dann auch gut gefallen.
Die Geschichte ist eine Mischung aus mehreren Comicvorlagen. Man hat sich das Beste aus einigen der besten Geschichten der beiden namensgebenden Helden genommen, mit einigen eigenen Ideen gemischt und das Ganze zu etwas neuem gemacht. Dies geht letztendlich auch nur mehr oder weniger auf. Man hat hier mehr Geschichte als in Man of Steel, was nicht viel zu sagen hat, dem Film aber einen größeren Rahmen gibt. Die Welt kommt einem großer und vielfältiger vor. Leider hat die viele Geschichte aber auch zur Folge, dass der Film die ersten beiden Drittel etwas zäh und gestreckt wirkt. Dafür lernt man aber die Charaktere und deren Motive kennen.
Neue Charaktere wie Ben Affleck als Batman, Gal Gadot als Wonder Woman und Jesse Eisenberg als Lex Luthor werden gut und umfangreich eingeführt und erweitern das Film-Universum von DC Comics auf sehr angenehme Weise. Ben Affleck (Argo) ist ein älterer und etwas mürrischer Bruce Wayne und verkörpert den Charakter sehr gut. Er wird den Ansprüchen absolut gerecht. Gal Gadot (Fast and Furious 5) wirkt auch erstmal passend, hat aber wenig im Film zu tun. Sie wird sich erst in ihrem eigenen Film richtig beweisen können. Und Jesse Eisenberg (The Social Network) hat mich etwas gespalten. Er spielt seine Rolle an sich gut, ähnelt aber sogut wie gar nicht dem Lex Luthor, den man kennt. Er ist zu sehr ein Verrückter, als ein kühl kalkulierender Antagonist.
Alles in allem sorgen aber die Charaktere und die Geschichte für einige interessante und wirklich gute Momente.
Inszeniert wurde der Film wieder von Zack Snyder (Man of Steel; 300), wieder auf typische Snyder Art und Weise. Viel künstliches Licht, viel Zeitlupe, viele Close-Ups. Der Film sieht wie ein typischer Snyder-Film, was mir wirklich gut gefällt, da er dadurch einen sehr individuellen visuellen Stil hat und sich angenehm von den Filmen des Konkurrenten Marvel abhebt.
Snyder zeigt sehr beeindruckende und schöne Bilder, wie nur er sie inszeniert. Vor allem das Finale kann nur Snyder auf diese Art und Weise präsentieren.
Er hält sich mit großer Action eigentlich bis zum Finale zurück, dafür ist dieses einfach unfassbar.
Die letzten 30 Minuten zaubert Snyder ein Finale auf die Beine, dass nur so vor Ideen (und CGI) strotzt und einfach nicht zu glauben ist. Snyder wird den Charakteren nur gerecht und kennt absolut keine Grenzen. Superman ist nunmal ein übermenschliches Wesen ohne Limits und genau dies wird hier bravourös gezeigt. Der Kampf gegen den "Endgeger" ist, wie er selbst, nicht von dieser Welt. So ein Finale hat man einfach noch nicht gesehen, weil Snyder wieder Grenzen überschreitet wie kein anderer. Dieses Finale muss man mal gesehen haben, zudem es auch noch auf einer sehr emotionalen Note endet (selbst wenn man die Vorlage kennt).

Fazit:
Batman v Superman braucht einige Zeit um in Fahrt zukommen und hat auch Längen, die aber total zu verschmerzen sind, wenn einmal das Finale startet. Snyder inszeniert ein Finale, das man mal gesehen haben muss und alles vorherige vergessen lässt.
Ausserdem wird hier auf angenehme Art und Weise der Grundstein für das DC Gegenstück von Marvel's Avengers gelegt.
DC wird auch im Kino zum ernsthaften Konkurrenten.


Lolita [Blu-ray]
Lolita [Blu-ray]
DVD ~ Melanie Griffith
Preis: EUR 7,99

4.0 von 5 Sternen nicht so gut wie das Original, aber dennoch ein sehr guter Film, 9. März 2016
Rezension bezieht sich auf: Lolita [Blu-ray] (Blu-ray)
Diese Lolita-Verfilmung hatte einen schweren Stand bei mir. Letztendlich war es aber ein guter Film.

Professor Humbert mietet ein Zimmer bei einer Witwe mit ihrer Tochter. Humbert verliebt sich in die 12 jährige Tochter Lolita. Humbert heiratet sogar ihre Mutter, um bei ihr zu sein. Schnell stellt sich Lolita aber als gar nicht so unschuldig heraus.

Adrian Lyne's Lolita hatte einen schweren Stand bei mir, da ich ein großer Fan von Stanley Kubrick's Lolita Film bin. Kubrick's Lolita funktioniert selbst heute, über 50 Jahre später, immer noch sehr gut. Ein brisantes Thema wurde mit einfachen, aber verdammt effektiven Bildern inszeniert und eine interessante Geschichte mit flotten Dialogen von tollen Darstellern getragen.
Deswegen war ich sehr gespannt auf die Interpretation von Adrian Lyne (9 1/2 Wochen). Und obwohl er einen guten Film ablieferte, erreicht er nicht das Kubrick original.
Eine kleine Anmerkung: Ich habe die Buchvorlage von Vladimir Nabokov noch nicht gelesen und kann nur die beiden Filme miteinander vergleichen.
Als erstes fiel mir die Geschichte auf. Drehbuchautor Stephen Schiff und Regisseur Adrian Lyne erzählen natürlich im Prinzip die selbe Geschichte, aber auf etwas andere Weise. Es gibt viele Momente, die man aus dem Original wiedererkennt. Zwischen diesen Szenen wird die Geschichte aber viel weiter ausgebaut und die Reise der beiden zum Beispiel viel mehr thematisiert und gezeigt. Sind in Kubrick's Film eher wenige Sets und umso mehr ausgefeilte Dialoge, gibt es hier mehr Situationen und eher kürzere Dialoge der Darsteller miteinander. Dadurch wird die Beziehung der beiden Hauptdarsteller zwar deutlicher ausgearbeitet, dafür sind aber die Dialoge schwach.
Dies liegt keinesfalls an Jeremy Irons (Die Borgias) als Humbert Humbert oder an Dominique Swain als Lolita. Beide spielen ihre Rollen gut und orientieren sich sehr an den Vorbildern James Mason und Sue Lyon. Gerade Swain spielt eine angenehm verspieltere und dramatischere Lolita. Eine wirklich tolle Leistung (schade, dass nicht mehr aus ihr wurde). Die Dialoge sind aber einfach zu gewöhnlich und nehmen sich nicht so viel Zeit, wie im Original.
Die Ausarbeitung der Geschichte gefällt mir wirklich sehr gut, weil dies dem Ganzen mehr Tiefe gibt, leider leiden die Dialoge darunter und wirken zu gewöhnlich.
Am meisten hat mich aber die Inszenierung gestört.
An sich ist Adrian Lyne's Inszenierung gut. Er weiß ganz genau, wie er die Vorzüge dieser noch jungen Darstellerin hervorheben kann. Es gibt einige wirklich gute Kameraeinstellungen, die Humberts Gelüste schön darstellen und verbildlichen. Er geht dabei offensiver zu Werke als Kubrick seiner Zeit, was auch an der Era des Entstehens liegt. Er zeigt viel expliziter bestimmte Szenen und Körper, was dem ganzen den Reiz nahm. Es gibt einige schöne Einstellungen, bei denen ich mich fast schon geschämt habe, so ein junges Mädchen so "anzugucken". Oft war es mir aber zu viel. Der Reiz des Originals liegt gerade in den Andeutungen und den nicht expliziten Szenen. Zudem gibt es auch zwei, drei Momente, die einfach nur wild, durcheinander und nicht nachvollziehbar sind. Wirklich überflüssige Szenen.
So wirkt die Inszenierung einfach nicht so rund, wie im Original.
Als letztes hat mich auch die Musik gestört. Obwohl hier mit Ennio Morricone (Zwei glorreiche Halunken) ein Meister seines Fachs am Werk ist, war ich enttäuscht. Nelson Riddle schuf für Kubrick's Lolita eine herrlich freche und verspielte Melodie, die einfach im Kopf bleibt. Morricone's Soundtrack hat man sofort wieder vergessen.

Fazit:
Adrian Lyne's Lolita reicht nicht an das Original heran, ist aber dennoch ein wirklich guter Film. Das Thema ist immer noch brisant, wird trotz einiger inszenatorischer Makel mit eindringlichen Bildern präsentiert und super gespielt. Leider ist der Film zu explizit und lässt dem Zuschauer weniger Raum, um seine Fantasie spielen zu lassen.
Nichtsdestotrotz macht der Film dennoch Spaß.


Automata [Blu-ray]
Automata [Blu-ray]
DVD ~ Antonio Banderas
Preis: EUR 9,86

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen eher unspektakulärer Sci-Fi-Thriller, der aber einen Blick lohnt, 13. Dezember 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Automata [Blu-ray] (Blu-ray)
Automata machte mit einer interessanten Idee auf sich aufmerksam, blieb dann aber hinter meinen Erwartungen zurück.

Im Jahre 2044 ist die Erde eine verseuchte Wüstenlandschaft. In einigen großen Städten leben die letzten Menschen mit Robotern zusammen. Jacq Vaucan ist ein Versicherungsagent für eben jene Roboter. Bei der Untersuchung eines beschädigten Roboters stellt er fest, dass er wohl eine eigene Persönlichkeit entwickelt hat. Er geht dem nach und kommt dem Geheimnis dahinter immer mehr auf die Spur.

Automata ging trotz eines bekannten Namens eher unter, was auch durchaus nachvollziehbar ist. In den letzten 2 bis 3 Jahren sind einige Filme mit dem Thema eines menschlichen Roboters herausgekommen. Seien es eher unbekanntere, kleinere Filme wie Ex Machina und The Machine - They Rise. We Fall. , die das Thema sehr gut aufarbeiteten oder ein größerer Titel wie Chappie, der aber weniger überzeugen konnte. Bei Automata hoffte ich auf einen Film, der eher Ex Machina und The Machine glich, bekam aber leider einen eher durchwachsenen Streifen wie Chappie.
Gemeinsam mit diesen Filmen hat Automata aber die gute Optik. Es wird hier eine schön dreckige Version der Zukunft gezeichnet. Die Roboter sehen zwar aus, wie in jedem anderen Film, wirken aber auch gerade zu Anfang noch interessant. Die Optik haut einen zwar nicht um, wirkt aber sehr authentisch.
Storytechnisch greift Automata ebenfalls das allseits bekannte Thema eines Roboters auf, der anfängt selbstständig zu handeln, was natürlich unerwünscht ist. Anfangs wirkt der Film durch seine Optik und Idee noch interessant. Zudem spielt Hauptdarsteller Antonio Banderas (El Mariachi) einen verzweifelten Mann, der sein Leben satt hat und seiner schwangeren Frau versucht alles recht zu machen, wirklich gut. Umso mehr Banderas aber herausfindet, umso länger wird der Film.
Man gewöhnt sich schnell an die Optik, wodurch auch sie ihren Reiz verliert, und die Geschichte bietet nur Standardkost. Ich hatte das Gefühl, als hätte man nicht gewusst, wo der Weg hingehen soll. Es wird nicht unnachvollziehbar, aber immer gewöhnlicher und dadurch sehr zäh. Sehr schade, denn hier wurde durchaus viel Potential liegen gelassen. Die Geschichte ist nie so interessant wie Ex Machina und die Optik nie so stark wie bei The Machine.

Fazit:
Automata hat eine schöne Optik, leidet aber sehr unter der immer gewöhnlicher werdenden Story. Die anfangs noch interessanten Ideen, werden nicht weiter verfolgt und man bietet eher gewöhnliche Standardkost, wodurch einige Längen entstehen.
Automata ist inhaltlich nicht so stark wie Ex Machina und optisch schwächer als The Machine, hat aber dennoch seine Schauwerte und lohnt einen Blick.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 30, 2015 1:11 AM CET


Crimson Peak [Blu-ray]
Crimson Peak [Blu-ray]
DVD ~ Charlie Hunnam
Preis: EUR 12,97

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein schaurig und vor allem schönes Grusel-Märchen, 14. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Crimson Peak [Blu-ray] (Blu-ray)
Crimson Peak wurde mit eher gemischten Gefühlen aufgenommen. Und auch ich, als Nicht-Horror-Film-Gucker habe so meine Probleme mit dem Film.

Edith Cushing begegnet als Kind dem Geist ihrer Mutter, der sie vor Crimson Peak warnt. 14 Jahre später lernt sie den jungen Erfinder Sir Thomas Sharpe kennen und verfällt ihm. Sie heiraten und ziehen nach London in Sharpe's Villa. Edith spürt schnell, dass mit dem Anwesen etwas nicht stimmt und das Thomas und seine Schwester Lucille etwas verbergen.

Ich gucke eigentlich alles, komme aber an Horror-Film nicht heran. Ich habe wirklich nur eine Hand voll gesehen, die ich auch überwiegend gut fand, kann aber ansonsten mit dem Genre nicht viel anfangen. Crimson Peak zu gucken habe ich nur geschafft, weil ich sehen wollte, welche Gruselgeschichte Guillermo del Toro (Pacific Rim, The Devils's Backbone) hier auf die Leinwand zaubert.
Das positivste zuerst, es ist eine sehr schöne Geschichte. Optisch zumindest!
Del Toro orientiert sich visuell sehr an seinem Pan's Labyrinth und pflegt einen gewissen Gothik-Stil. Dies macht er sehr selbstbewusst und gekonnt und vor allem detailliert. Man bekommt hier einige wirklich unglaublich detaillierte und wunderschöne Sets geboten, die die Darsteller mit ebenso schönen Kostümen durchschreiten. Ausserdem nutzt er hier die CGI-Effekte auch noch verdammt gut. Nicht nur um künstlich atmosphärische Lichtstimmungen zu schaffen, sondern auch bei den komplett animierten Geistern. Sie sehen angsteinflößend und ekelhaft aus und sind technisch wirklich super umgesetzt.
Also rein visuell ist Crimson Peak definitiv einer der schönsten Filme des Jahres!
Leider ist es die Geschichte, die das Erlebnis etwas dämpft.
Die Darsteller sind allesamt super gewählt: Mia Wasikowska (Alice im Wunderland) als Hauptperson Edith spielt sehr zurückhaltend und jungfräulich, hat aber gerade am Anfang noch etwas angenehm rebellisches. Tom Hiddleston (Thor) und Jessica Chastain (Zero Dark Thirty) als mysteriöses Geschwisterpaar passen auch gut zusammen, wobei vor allem Chastain immer mehr Profil gewinnt. In einer kleinen Rolle ergänzt noch Charlie Hunnam (Pacific Rim) das Ensemble. Sie spielen ihre Rollen alle gut, bleiben aber keinesfalls im Gedächtnis.
Dies liegt vor allem an der etwas trägen Geschichte. Guillermo del Toro nimmt sich relativ viel Zeit, um die Charaktere vorzustellen, was auch gar nicht schlimm ist, verzettelt sich aber im letzten Drittel des Films. Er erzählt hier eine fast schon typische Grusel-Geschichte und weiß den Zuschauer mit einigen Szenen schon gut zu gruseln, vor allem in der ersten Hälfte im Anwesen. Leider verlässt er sich gegen Ende immer mehr auf die Liebesgeschichte, wodurch gerade die Erscheinungen ein gutes Stück ins Hintertreffen geraten und nur noch bedingt eine wichtige Rolle spielen. Das der Film dann immer vorhersehbarer wird, hilft der Spannung auch nicht.
Dennoch unterhält del Toro in den ersten zwei Dritteln wirklich gut und sorgt für einige schaurisch schöne Gruselmomente.
Zudem kann man sich über einige kleine Anspielungen auf bekannte Autoren freuen, vorausgesetzt man achtet darauf (Sir Arthur Conan Doyle; "Ich wäre lieber Mary Shelley!").

Fazit:
Crimson Peak ist einer der visuell ansehnlichsten Filme des Jahres. Die liebevollen Köstume, die detailreichen Sets und die wirkungsvoll eingesetzten CGI-Effekte sorgen für einige tolle Schauwerte. Leider zerfasert die anfänglich noch interessante Geschichte mit der Zeit, wodurch einge unschöne Längen entstehen.
Nichtsdestotrotz ist Crimson Peak ein schaurig schönes Grusel-Märchen.


Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis [Blu-ray]
Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis [Blu-ray]
DVD ~ Jake Gyllenhaal
Preis: EUR 5,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nightcrawler ist ein intensiver KULT-Thriller mit einem meisterhaften Jake Gyllenhaal!, 4. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nightcrawler wurde von jedem mit Lob überschüttet. Absolut zurecht!

Lou Bloom schlägt sich mit Gelegenheitsjob durch. Eines Abends beobachtet er einige Nightcrawler, die Unfälle filmen, um sie dann an Nachrichtenstationen zu verkaufen. Er hat seine Berufung gefunden. Wild entschlossen, will er von nun an als Nightcrawler sein Geld verdienen und der Beste darin werden... um jeden Preis.

Nightcrawler war ein überraschender Erfolg, vor allem bei Kritikern. Umso erstaunlicher ist es, dass dies Dan Gilroy's Regiedebüt ist.
Gilroy beleuchtet hier die eher unbekannte Welt der Nightcrawler. Diese hören nachts den Polizeifunk ab, umso schnell wie möglich an etwaigen Unfallorten zu sein, damit sie so schnell wie möglich den Tatort filmen können. Diese Aufnahmen werden dann an Nachrichtenstationen verkauft, damit sie in den Nachrichten zu sehen sind.
Dieses Leben mag etwas makaber klingen, aber diese Menschen gibt es wirklich und deren Leben stellt Gilroy ungeschönt dar.
Durch die düstere Atmosphäre wird schnell klar, dass dieses Leben seinen Preis hat. Es werden hier einige tolle Bilder präsentiert, die sowohl Spannung als auch Faszination erzeugen.
Und obwohl sich die Bilder einbrennen, waren es doch die Story und Jake Gyllenhaal, die mich an den Bildschirm gebannt haben.
Gilroy führt den Zuschauer an diese Welt heran und lässt ihn glaubwürdig daran teilhaben. Dabei beleuchtet er nicht nur, wie dieser Job ausgeführt wird, sondern vor allem, welch Grauen man dabei erlebt. Mit jeder Tour, durch die Stadt, in jeder neuen Nacht, werden die Verbrechen krasser, brutaler und unerträglicher.
Noch krasser wird aber vor allem das Handeln von Lou Bloom. Anfangs noch ein ungewöhnlich kluger, junger Mann, der vom Internet erzogen wurde, sich viel Wissen angeeignet hat und mit sehr gewählten Worten ausdrückt, stumpft ihn das Nightcrawler-dasein immer mehr ab. Sein Handeln wird immer unberechenbarer, er ist aber während des Filmens absolut kalkulierend. Alles ist bei ihm durchdacht, jedes Handeln, jeder Satz. Jake Gyllenhaal vermittelt dies beängstigend gut. Dies ist eine jener seltenen Performances, bei der jede Bewegung, jeder Blick, jeder Satz absolut authentisch ist und dem Charakter entspringt und nicht dem Schauspieler. Gyllenhaal versinkt in dieser Rolle, wie kaum zuvor. Wie er langsam in den Wahnsinn abgleitet, es aber ganz subtil zeigt, ist einfach meisterhaft. Es sind die kleinen Dinge, die seinen Verfall offenbaren, die aber auch für jeder Mann sichtbar sind. Gyllenhaal erschuf hier einen Charakter, der ohne Zweifel Kult-Status erreichen wird, weil sein subtiles Spiel fast schon zu gut ist.
Mit Jake Gyllenhaal erlebt man aber nicht nur die Nacht, sondern auch die Seite der Nachrichtenstationen. Wenn es um den Verkauf geht, man sieht, wie sich Redakteure solch gräulige Bilder ganz analytisch angucken, kann man eigentlich nur kritisch sein. Es sind wirklich erschreckende Szenen, wenn man sieht, dass die Verbrechen für die Nachrichten daran ausgewählt werden, wie hoch die Einschaltquoten warscheinlicherweise sein werden. Diese Kritik wird ganz offen laut, passt aber auch perfekt in den Film.
Es sind auch diese Szenen, die die stärksten Dialoge haben. Wie Jake Gyllenhaal als Lou Bloom um seine Vergütung verhandelt muss man mal gesehen haben.

Fazit:
Nightcrawler ist Kult!
Mit intensiven Bildern, spannenden Begebenheiten, starken Dialogen und einem wahnsinnig guten Jake Gyllenhaal wird man hier in eine dunkle Ecke der Nachrichtenwelt gesaugt, die einen nicht wieder loslässt.


The Last Witch Hunter [Blu-ray]
The Last Witch Hunter [Blu-ray]
DVD ~ Vin Diesel
Preis: EUR 14,49

11 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen lieblos zusammengeschusterte 0815-Fantasy!, 25. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: The Last Witch Hunter [Blu-ray] (Blu-ray)
The Last Witch Hunter machte im Trailer noch einen guten Eindruck, leider aber nur da.

Kaulder wurde von einer Hexenkönigin zu ewigem Leben verurteilt, nachdem er sie tötete. 800 Jahre später greift eine Hexe seinen Freund an. Kaulder geht dem auf den Grund und findet schnell heraus, dass jemand die Hexenkönigin wiederbeleben will. Kaulder versucht mit der Hexe Cloe alles, um dies zu verhindern.

Als ich das erste Mal von der Grundidee gelesen habe, war ich schon sehr skeptisch. Magie in der Moderne funktioniert in den seltesten Fällen. Dann machte mich aber der Trailer wieder aufmerksam. Leider war er aber besser als der Film.
Erstmal das Gute: der Film sieht gut aus.
So ein Fantasy-Film ist natürlich gespickt mit vielen CGI-Effekten, und die sind hier auch wie gewohnt gut. Einige Designs sind wirklich klasse und auch manche Bilder sind einfach nur schön anzusehen.
Leider hört das Gute aber hier schon auf.
So gut die Effekte auch sein mögen, ist der gesamte Rest umso schwächer.
Die Geschichte ist relativ einfach gehalten, was prinzipiell überhaupt nicht schlimm ist, nur ist sie sehr lieblos zusammengeschustert. Die Geschichte nimmt das Bekannteste vom Bekannten und serviert es lieblos dem Zuschauer. Manche Ideen sind auch generell wirklich gut und haben jede Menge Potential für beeindruckende Momente, aber jenes Potential wird nur angekratzt. Ein Punkt nach dem anderen wird lieblos abgehakt. Selbst die Charaktere.
Mit Vin Diesel (The Fast and The Furious) hat man die Rolle des Kaulder gut besetzt. Ihm zur Seite stehen noch Rose Leslie (Game of Thrones), Michael Caine (The Dark Knight-Trilogie) und Elijah Wood. Umso erschreckender fand ich es, dass all diese Darsteller so unglaublich langweilig sind. Man bekommt zu niemanden eine richtige Beziehung, wozu die nicht vorhandene Charakterzeichung und die stellenweise echt dummen und langweiligen Dialoge beitragen.
Selbst diese schwache Story und Charaktere hätte ich noch verschmerzen können, wäre die Action gut. Aber man bekommt hier nur kurzweilige Kampfszenen, die man kaum so nennen kann und ein Finale, das keines ist.

Fazit:
The Last Witch Hunter ist ein lieblos zusammengeschusterter Fantasy-Film, der einige schöne Ideen hat, deren Potential aber nicht erkennt und stattdessen Standard-0815-Kost serviert. Selbst die stellenweise schönen Bilder können darüber nicht hinwegtrösten.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 1, 2016 6:08 PM CET


Königreich der Himmel (Director's Cut) [Blu-ray]
Königreich der Himmel (Director's Cut) [Blu-ray]
DVD ~ Orlando Bloom
Preis: EUR 7,97

5.0 von 5 Sternen ein moderner Monumental-Film in bester Manier!!, 18. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Königreich der Himmel zählte anfangs zu den eher umstrittenen Ridley Scott Filmen. Hat sich aber mittlerweile zu einem seiner Meistgelobten entwickelt. Absolut zurecht.

Balian, ein Schmied, verliert Frau und Kind. Eines Tages reiten Kreuzritter durch seine Stadt und er erfährt, dass er der Bastard Sohn ihres Anführers ist. Nach etwas Zögern schließt er sich ihnen an und begleitet sie ins Heilige Land. Sein Vater stirbt dabei und Balian nimmt seinen Platz ein. Schnell wird er in die kriegerischen Machenschaften des heiligen Landes verstrickt und zu dessen Verteidiger.

Königreich der Himmel kam seiner Zeit nur mäßig bei Kritik und Publikum an. Nachdem allerdings ein Director's Cut veröffentlicht wurde, der den Film nochmal um über 45 Minuten verlängerte, gewann er zusätzlich an Anerkennung und Lob und reiht sich seit dem unter Scotts besten Filmen ein.
Monumental, ist das beste Wort um Königreich der Himmel zu beschreiben.
Scott gelingt hier etwas, was ihm in dieser Form nur selten gelungen ist: er verleiht dem Film etwas majestätisch schönes und eine epische Größe. Er fängt die Schauplätze auf die bestmögliche Art und Weise ein, zeigt wunderschöne Landschaften und vermittelt mit Harry Gregson-Williams' Soundtrack eine enorme Große. Er wird den weiten Landschaften in ihrer Größe und Schönheit nur gerecht. Und obwohl er auch nicht mit expliziter Gewalt geizt, zählt dieser zu einem seiner schönsten Filme.
Aber nicht nur visuell besticht der Film, sondern auch inhaltlich.
William Monahan (Departed – Unter Feinden) strickt eine anfangs simple Geschichte zu einem Netz aus Intrigen, Verrat und Gier. Immer mehr Charaktere werden eingeführt und entwickeln sich, ohne das jemand in Vergessenheit gerät. Immer neue Plots werden geschmiedet, die wiederum zu interessanten Wendungen führen. Monahan entwickelt die Geschichte wirklich interessant weiter und schafft es tatsächlich mögliche Längen zu vermeiden und alles übersichtlich zu gestalten. Schnell hätte man sich zwischen den Charakteren, der schieren Größe des Films und den brutalen Schlachten verlieren können. Stattdessen wird man in eine authentische Geschichte mit authentischen Charakteren hineingesogen.
Ridley Scott verdankt dies vor allem seinem hochkarätigen Cast.
Orlando Bloom (Fluch der Karibik-Trilogie) als besonnener Schmied, der sich tapfer seiner Rolle als Beschützer der Heiligen Stadt annimmt, liefert gerade durch sein eher zurückhaltendes Spiel seine bisher wohl beste Performance ab. Ihm zur Seite steht Eva Green (Casino Royale) als selbstsichere Geliebte Blooms, aber auch besorgte Mutter und Schwester, die um das Leben ihres Bruders fürchtet. Der wird grandios von Edward Norton (Fight Club) unter einer Maske verkörpert. Norton zeigt seine schiere Aussagekraft nur durch seine Augen und seine Stimme. Er spielt den schwerkranken Herrscher den gesamten Film über unter einer Maske, schafft es aber dennoch sämtliche Emotionen und Ausdrücke durch jene Maske hindurch klar zu vermitteln. Eine absolute Glanzleistung! Ihnen gegenüber stehen Marton Csokas (The Equalizer) als intriganter Feldherr und Brendan Gleeson (Troja) als dessen unberechenbarer Schosshund. Beide spielen ihre Rollen wirklich klasse und sind mehr als glaubwürdige Gegenspieler, wobei vor allem Csokas ungewohnt intensiv spielt.
In kleineren, aber dennoch wichtigen Nebenrollen, finden sich unter anderem noch Liam Neeson (Taken), Jeremy Irons (Der Kaufmann von Venedig) und David Thewlis (Sieben Jahre in Tibet).

Fazit:
Ridley Scott hat mit Königreich der Himmel einen modernen Monumental-Film geschaffen, wie er kaum besser sein kann!
Eine spannende Geschichte wird mit großartigen Charakteren erzählt und mit wunderschönen Bildern, untermalt von epischen Kompositionen, präsentiert. Gekrönt wird das Ganze von massiven Schlachten und einem würdigen Finale!
Hier passt einfach alles fast schon zugut zusammen! Ridley Scott auf der absoluten Höhe seines Schaffens!


Maze Runner 2 - Die Auserwählten in der Brandwüste  (inkl. Digital HD Ulraviolet) [Blu-ray]
Maze Runner 2 - Die Auserwählten in der Brandwüste (inkl. Digital HD Ulraviolet) [Blu-ray]
DVD ~ Dylan O'Brien
Preis: EUR 11,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Auserwählten haben sich verloren! Leider!, 11. Oktober 2015
Maze Runner ist der beste Panem-Klon, den ich bisher gesehen habe, weswegen ich sehr gespannt auf die Fortsetzung war. Leider wurde ich enttäuscht.

Thomas und seine Freunde finden sich in einer Einrichtung wieder. Schnell merkt Thomas aber, dass etwas nicht stimmt. Nachdem er herausfindet, wer ihn wirklich gerettet hat, flüchten er und seine Freunde. Nun müssen sie sich aber durch die Brandwüsten kämpfen.

Viel mehr darf man zur Story eigentlich gar nicht sagen, weil man dann zu viel verraten würde.
Maze Runner hat mich mit dem ersten Teil sehr überrascht, positiv. Seine Fortsetzung hat mich auch überrascht, aber leider negativ.
Die Geschichte an sich ist eigentlich ganz gut, kommt immer wieder mit neuen Wendungen bzw. Offenbarungen daher, schafft es aber nicht, diese angenehm und organisch zu verpacken. Immer wieder wirkten einige Sorywendungen unpassend und unnötig. Auch die Situationen an sich haben mir nicht fallen, zumal ich immer wieder das Gefühl hatte, etwas zu verpassen.
Zudem führt der Film auch neue Charaktere ein, die aber weder Interessant, noch besonders sind. Eigentlich mit guten Darstellern wie Aidan Gillan (Game of Thrones) und Giancarlo Esposito (Breaking Bad) besetzt, bleibt keiner von ihnen in Erinnerung. Die Story hat immer wieder Längen, wodurch der gesamte Film stellenweise ziemlich öde und langweilig wird.
Leider gelingt es Regisseur Wes Ball nicht, diese Schwächen wenigstens visuell zu kaschieren. Ganz im Gegenteil. Punktete Maze Runner noch mit einer tollen, dichten Atmosphäre, hat die Brandwüste leider nichts mehr davon. Er sieht aus wieder jeder andere Film. Zwar gibt es einige atmosphärisch dichte Stellen und 2 bis 3 schöne Bilder, aber das war's leider auch schon. Auch visuell hat der Film sein gewisses Etwas verloren.
Über die Actionszenen braucht man gar nicht viel sagen. Solide Inszenierte Fluchtszenen mit viel Rennerei.

Fazit:
Die Maze Runner Fortsetzung verliert sich leider in einer mit Offenbarungen vollgestopften und mit langweiligen Charakteren bestückten Story. Noch dazu hat man auch visuell sein Besonderes verloren. So wird Die Auserwählten in der Brandwüste zu einer stellenweise wirklich langweiligen Fortsetzung, die zwar noch einiges an Potential birgt, aber bis jetzt kaum ankratzte.


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