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derruckersfelder
(TOP 1000 REZENSENT)   

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II (Like a hurricane.., 4 tracks) / Vinyl Maxi Single [Vinyl 12'']
II (Like a hurricane.., 4 tracks) / Vinyl Maxi Single [Vinyl 12'']

5.0 von 5 Sternen Kultige zweite EP von The Mission mit 4 Band-Klassikern, 25. August 2014
Nachdem Gitarrist Wayne Hussey und Bassist Craig Adams die Band The Sisters Of Mercy 1985 verlassen hatten, machten sie sich zusammen mit Drummer Mick Brown und Gitarrist Simon Hinkler unter dem Namen The Mission selbständig.
Häufig werden The Mission als Wave-Band oder Düsterband bezeichnet. Viele fröhliche Songs haben sie in ihren Anfangstagen nicht gerade gemacht. Musikalisch sind sie für mich eine klassische Rockband mit keltischen und 70er-Jahre-Einflüssen, die experimentellen Led Zeppelin hört man hier und da auch raus. Dazu gesellt sich noch das prägnante Bass-Spiel von Adams. Auf ihren späteren Alben hat sich die Band auch bei U2 einiges abgeschaut (z.B. Butterfly On A Wheel ist vom Songaufbau und der Musik aber nicht der Melodie bei With Or Without You abgekupfert), das Pathos sowieso.

Vor ihrem ersten Album God's Own Medicine erschienen 1986 zwei E.P.s deren Songs unter Fans der Band Kultstatus haben und die später als Album First Chapter zusammengefasst erschienen. Auf der ersten E.P. befand sich der Bandklassiker Serpent Kiss. Die zweite EP geriet mit den 4 Songs Like A Hurricane, Garden Of Delight, Over The Hills And Far Away und The Crystal Ocean besonders beachtlich. Alle 4 Songs gehören eigentlich zu den Greatest Hits der Band.

Neil Youngs Like A Hurricane macht sich die Band mit ihrem Sound völlig zu eigen. Die 3 anderen Songs sind aber Eigenkompositionen.
Garden Of Delight ist hier im Gegensatz zum späteren Album in einer rockigen Bandversion zu hören.
Over The Hills And Far Away und The Crystal Ocean sind 2 schnellere Songs im typischen Bandsound.
Dazu gibt es noch 3 kurze Intermissions, die man musikalisch nicht allzu ernst nehmen darf.

Fazit:
Diese E.P. ist quasi ein halbes Album mit 4 klassischen Songs der Band. Die ersten beiden E.P.s bekommt man auch als Album First Chapter zusammengefasst. Da muss man entscheiden was günstiger ist bzw. was einem besser gefällt. Für mich waren aber schon die Cover-Motive der E.P.s für den Einzelkauf entscheidend.


Ayla (The Mixes, 1987) [Vinyl Single]
Ayla (The Mixes, 1987) [Vinyl Single]

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Coole Maxi von 1987, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ayla (The Mixes, 1987) [Vinyl Single] (Vinyl)
Hinter dem Projekt Flash And The Pan versteckten sich Ende der 70er bis Anfang der 90er Harry Vanda & George Young, die schon in den 60ern und 70ern für Hits wie Friday On My Mind und Love Is In The Air mitverantwortlich waren. Weiterhin hatten sie auch bis Powerage alle frühen AC/DC-Alben produziert.
So richtig viele Songs hatten sie in Europa nicht in den Charts. Da sind vielleicht noch Midnight Man, Hey St. Peter, Waiting For A Train und Grace Jones' Version ihres Songs Walking In The Rain bekannt.

Bei Flash And The Pan freue ich mich immer, wenn ich irgendwo eine Maxi-Single von ihnen finde.
Ayla stammt vom ihrem 1987er Album Nights In France und zählt auch zu ihren bekannteren Songs. Das dürfte auch ihr letzter Hit gewesen sein.
Die Maxi bietet 2 Remixes, den Disco Mix (7:43 min) und den Outta Town Mix (7:14 min). Vor allem der Disco Mix ist sehr gelungen. Er hat ein längeres Intro bis der Gesang einsetzt und einen verlängerten stampfenden Mittelteil.
Der Outta Town Mix ist auf den gesungen Titel eine Instrumentalversion. Da kommt die musikalische Komposition gut rüber.
Was mir an Ayla immer so gefallen hat ist sein Bass-Groove und dieses unglaubliche rockige aber auch sehr funkige Gitarrenriff. Der Song hat dazu einen ähnlich harten Beat wie Addicted To Love von Robert Palmer.

Fazit:
Die Maxi-Singles von Flash And The Pan lohnen eigentlich immer (z.B. auch Midnight Man oder Early Morning Wake Up Call). Von daher zuschlagen, wenn man die Maxis irgendwo sieht.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 27, 2014 12:17 PM MEST


Zeit der Geier
Zeit der Geier
DVD ~ Frank Wolff
Preis: EUR 12,99

3.0 von 5 Sternen Brutaler Italo-Western, mäßig inszeniert und maue Story, 22. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Zeit der Geier (DVD)
Von den 7 Filmen die ich bisher aus der Western Unchained Reihe gesehen habe (die beiden Ringos und Der Tod Zählt keine Dollar fehlen noch), kann ich mit Die Zeit Der Geier von Regisseur Nando Cicero aus dem Jahr 1967 am Wenigsten anfangen.

Die Story:
Viehhüter Kitosh (Hilton) vergreift sich öfters an den Frauen anderer. Er wird daraufhin ausgepeitscht, gedemütigt, gefoltert und gebrandmarkt. Im Knast lernt er den brutalen Black Stacy (Wolff) kennen, mit dem er ausbrechen kann. Stacy hilft Kitosh nicht uneigennützig. Auf ihrem gemeinsamen Weg sieht Kitosh das brutale Vorgehen von Stacy immer kritischer, der alles und so ziemlich jeden niederballert, -schlägt oder -brennt .

Der Film ist äußerst brutal. Die FSK 18 Einstufung kommt nicht von ungefähr. Stacy dürfte neben Sentenza in Zwei Glorreiche Halunken und Kinski in Leichen Plastern Seinen Weg mit der übelste und brutalste Schurke im Italo-Western sein. Sein Motto ist dabei immer, dass er keine Zeugen hinterlassen wolle. Dabei macht ihm noch ein Handicap zu schaffen, das man so im Italo-Western auch noch nicht gesehen haben dürfte. Die Brutalität stört mich aber weniger, schließlich handelt es sich um einen Italo-Western.

Problematisch ist vielmehr, dass man den Personen irgendwie ziemlich gleichgültig gegenüber steht. Mitgefühl entsteht wenig. Dazu spielt Hilton in diesem Film so dilettantisch, dass es eine Qual ist ihm dabei 1,5 Stunden zuzusehen. Wolff macht aber seine Sache gut.
Hat der Film zu Beginn noch ein paar komödiantische Szenen, so wird er im weiteren Verlauf immer ernster und brutaler. Der Showdown ist auch mäßig spannend.

Die Ausstattung des Films sieht ziemlich billig aus. Inszenierung, Schnitt und Fotografie sind auch wenig originell. Die bekannten staubigen und sandigen Berge von Almeria werden aber wieder gut in Szene gesetzt. Die Filmmusik hat mich nicht sehr angesprochen.

Das 16:9 Bild ist größtenteils ziemlich scharf. Es gibt aber ein paar Wackler, Unreinheiten und Kratzer. Teilweise wirken die Farben etwas blass. Größtenteils kommt das Bild aber gut rüber.
Der deutsche Monoton ist klar verständlich.
Beim Bonusmaterial ist das Interview mit Hilton interessant, der viel von seiner Karriere in Italien erzählt.

Fazit:
So richtig verstehen kann ich Tarantino bei der Wahl dieses Films nicht. Vielleicht mochte er die Art des Bösewichts.
Trotz meiner Vorliebe für das Genre konnte mich Die Zeit Der Geier nicht so richtig überzeugen. Trotzdem muss man dankbar sein, dass er in der Western Unchained Reihe veröffentlicht wurde. Ich kann den Film höchstens ausgewiesenen Genre-Fans empfehlen. Mehr als knappe 3 Sterne sind in der Bewertung nicht drin.


Mörder des Klans - Western Unchained No. 10
Mörder des Klans - Western Unchained No. 10
DVD ~ Klaus Kinski
Preis: EUR 8,97

4.0 von 5 Sternen Guter Italo-Western mit einem wunderbar fiesen Kinski, 18. August 2014
Dank Tarantinos Western Unchained Reihe ist dieser Film endlich in seinem ursprünglichen Bildformat erschienen, dazu gibt es jetzt auch noch zwei Featurettes, Trailer und eine Bildergalerie.

Der Italo-Western "Der Mörder Des Klans" ist schon ein späterer Vertreter seines Genres und stammt aus dem Jahr 1971. Regisseur war Giuseppi Vari.

Zur Handlung (Spoiler!!):
Der Film handelt von einer Bande die nach einem Raubzug in einer abgelegenen Telegrafenstation und Kneipe auf ihr erbeutetes Gold wartet. Dazu gesellt sich dann ein Fremder, der Misstrauen in der Bande untereinander sät und seine Hilfe beim Ritt nach Mexiko anbietet. Seine wirklichen Motive stellen sich erst später heraus.
Die Handlung des Films ist zweigeteilt. Im ersten Teil findet alles in und um die Station statt. Das ist fast ein Kammerspiel. Die Spannung zieht dieser Teil aus dem bösartigen und sadistischen Handeln des Bandenchefs (Kinski) gegenüber den Geiseln und wie sich langsam das Misstrauen der Bandenmitglieder untereinander aufbaut. Dazu findet noch alles auf engstem Raum statt. Da muss Tarantino für seinen Film Reservoir Dogs genauer hingesehen haben. Kein Wunder also dass er den Film für diese Reihe ausgesucht hat.
Teil 2 besteht dann aus dem Ritt der Bande Richtung Mexiko durch die Wüste mit zwei weiblichen Geiseln unter Führung des Fremden. Neben dem Misstrauen stellt dabei auch die Hitze Mensch und Tier auf die Probe. Dabei wurde die sandige Wüste wunderbar fotografiert.
Die zweite Hälfte empfand ich spannungstechnisch etwas schwächer als die erste Hälfte. Sehr schwach vor allem wie so nebenbei die Motivation des Fremden aufgeklärt wird. Der Showdown ist aber überzeugend.

Der Soundtrack ist eher minimalistisch. Sehr schön ist aber der englische Titelsong, der ein wenig dem Titelsong von "Der Gehetzte Der Sierra Madre" ähnelt.

Das Bild geht von der Schärfe in Ordnung. Ab und zu sind ein paar Wackler zu sehen. Speziell die Aufnahmen in der Wüste sehen gut aus.
Der deutsche Ton ist klar verständlich.

Beim Bonusmaterial ist vor allem das Featurette mit den beiden Kameramännern interessant. Diese gehen vor allem auf die Arbeit mit Kinski ein.

Fazit:
Ein spannender teilweise auch brutaler Film. Insgesamt zwar kein großer Klassiker des Genres, aber über dem Durchschnitt vieler Italo-Western. Vier Sterne sind in der Bewertung drin.


Marvin Gaye. The Master - Buch + 4 CDs (earBOOK)
Marvin Gaye. The Master - Buch + 4 CDs (earBOOK)
von Marvin Gaye
  Audio CD

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umfassende Werkschau auf 4 CDs + tolles Buch, 16. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Boxset The Master 1961-1984 von Marvin Gaye erschien schon 1995 in etwas anderer Form. Mit dem Earbook wurde das Boxset jetzt fast auf LP-Größe veröffentlicht, die Musik auf den 4 CDs ist dabei gleich geblieben. Durch das größere Format ist die Neuedition aber fast unschlagbar.

Das Set ist ähnlich gestaltet wie das genauso empfehlenswerte Earbook des anderen großen Motown-Stars der 60er und 70er Jahre Stevie Wonder - At The Close Of The Century.
The Master bietet 89 Songs. CDs 1 und 2 beinhalten typischen Soul der Motown-Fabrik von den damaligen Hitschreibern (u.a. Smokey Robinson, Ashford & Simpson, Norman Whitfield und Barret Strong). Gaye war zu dieser Zeit als Songwriter noch nicht etabliert. Darunter sind auch einige Duette mit Mary Wells, Kim Weston und Tammi Terrell zu finden.
Seine musikalische Emanzipation geschah dann Anfang der 70er (etwa zeitgleich mit Stevie Wonder und Curtis Mayfield) mit dem Album What's Going On. Seine Duett-Partnerin Tammi Terrel war gestorben und Gaye hatte auf einmal etwas zu sagen (Vietnam, Ökologie, Religion etc.). Das Album What's Going On wurde trotz Vorbehalten von Motown-Chef Gordy zum Hit und Gaye sicherte sich die Kontrolle über die nächsten Alben. Es entstanden dann noch u.a. die beiden Meisterwerke Let's Get It On und I Want You.
Ende der 70er geriet seine Karriere in Turbulenzen, Drogenprobleme kamen hinzu, Ehen scheiterten. Das Album Here My Dear ist sozusagen sein Scheidungssalbum. Die Beziehung zu seinem Vater war auch immer schwierig. Nach der Trennung von Motown geriet das Album Midnight Love Anfang der 80er Dank der Single Sexual Healing wieder zum Erfolg, der dann durch seinen tragischen Tod 1984 beendet wurde.

Die Songauswahl und das Mastering von The Master sind gelungen. Der Sound ist warm, druckvoll und dynamisch. Viel vermisst habe ich nicht. Von Got To Give It Up ist nur Part 1 enthalten. Alle bekannten Hits sind sonst vertreten. Das Set bietet speziell aus den 70ern einige damals unveröffentlichte Songs. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass auf CDs 1 und 2 die Aufnahmen fast alle in Mono vorliegen. Ob diese den teilweise existierenden Stereo-Versionen vorzuziehen waren, ist natürlich Geschmackssache.
Mit etwas über 5 Stunden Musik sind die 4 CDs gut gefüllt.
Man könnte evtl. kritisieren, dass sich die Plattenfirma nicht noch mehr Rechte für die Songs von seinem Comeback-Album für diese Box gesichert hat. So sind hiervon lediglich Sexual Healing und Rockin' After Midnight vertreten.

Das umfangreiche Buch enthält viele großformatige Fotos, Huldigungen von Kollegen, einen längeren englischen Text über Gayes Karriere, eine Diskographie, Produktionsnotizen der Songs und eine Auflistung der Musiker. Das Buch enthält einen Schutzumschlag. Das ist alles sehr vorbildlich und macht optisch etwas her. Leider sind bisher nur sehr wenige Werkschauen als Earbooks erschienen.

Fazit:
Eine vorbildliche Werkschau eines der größten Soulkünstler aller Zeiten. Als Einstieg ist dieses Set perfekt. Der Preis bei Amazon mit knapp 15 Euro inkl. Porto (Stand August 2014) war auch unschlagbar. Von daher voller Sternezahl in der Bewertung. Wem 4 CDs von Marvin Gaye zu viel sind, der sei auf die Compilation GOLD mit 2 CDs von Universal hingwiesen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 18, 2014 11:00 AM MEST


Celebrate-Live at the Sse Hydro Glasgow
Celebrate-Live at the Sse Hydro Glasgow
Preis: EUR 20,98

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konzert nicht komplett, kein 5.1 auf DVD, keine Extras, 16. August 2014
Bisher haben die Simple Minds trotz ihrer 35 Jahre im Geschäft die Welt nicht gerade mit Bildträgern ihrer Konzerte überschüttet. Da gab es gerade einmal Live In Verona und das ist fast schon ein Vierteljahrhundert her. Aus Anlass ihres 35jährigen Jubiläums begab sich die Band 2013/14 auf Celebrate-Tour und ließ ein Konzert in ihrer Heimatstadt Glasgow in der dort nagelneuen Halle The Hydro filmen.
Über die Bandhomepage konnte man schon länger das Konzert als Special-Edition auf Vorbestellung erwerben. Nun ist es auch allgemein zugänglich erschienen. Da fängt der Ärger schon etwas an, da für den normalen Kunden das ursprünglich ca. zweistündige Konzert nur gekürzt auf 93 Minuten auf DVD-CD/Blu-ray erscheint. So muss man bei dieser Ausgabe auf Once Upon A Time, Hunter And The Hunted, This Fear Of Gods, Let It All Come Down und die Instrumental-Version von Speed Your Love To Me verzichten. Ich habe selbst 2 Konzerte der hervorragenden Celebrate Tour besucht. 90 Minuten können da nicht wirklich den Eindruck eines Simple Minds Konzertes widerspiegeln. Ich kann ja verstehen, dass man den Fans über die Homepage bezüglich Verpackung der Special-Edition etwas Besonderes bieten wollte, aber dass man der Allgemeinheit einen Teil des Konzertes unterschlägt, ist dann nicht so richtig nachvollziehbar. Die Deluxe Edition bot auf einer weiteren DVD dann noch Extras. Für das gekürzte Konzert und die fehlenden Extras gibt es einen Stern Abzug in der Bewertung. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich das Teil frühzeitig über die Bandhomepage bestellt, was jetzt aber nicht mehr geht. Weiterhin ist es ärgerlich, dass nur die DVD mit CDs erscheint und es die Blu-ray nur einzeln zu kaufen gibt.

Zum Konzert:
Am Konzert selbst ist bis auf die herausgeschnittenen Songs wenig auszusetzen. Bei den Songs folgt Knaller auf Knaller. Durch die eher sperrigen Albumtracks die jetzt fehlen, gibt es kaum Pause zum Durchschnaufen. Speziell der Mittelteil von Theme For Great Cities bis Love Song kommt gut rüber. Sehr empfehlenswert ist in diesem Teil die Version von Mandela Day mit toller Gitarrenarbeit von Charlie Burchill. Insgesamt war die Band und das Publikum an dem Abend in guter Form. Endlich hat man nach Jahren wieder das Gefühl, dass hier eine richtige Band spielt und nicht nur Kerr, Burchill und ein paar ersetzbare Mietmusiker. Die Stabilität der letzten Jahre hat dem Bandgefüge gut getan. Auch habe ich Jim Kerr in den letzten Jahren selten so aufgedreht gesehen. Beim neuen Song Big Music drängt sich aber der Verdacht des Playbacks oder der Nachbearbeitung auf. Da stimmen Bild und Ton von Jim Kerrs Gesang nicht immer überein.
Die Setlist des Konzertes ist wegen des Greatest Hits Charakters ziemlich auf Sicherheit und der Großteil der Songs stammt aus den 80ern. Die etwas ausgefalleneren Stücke wurden für diese Ausgabe geschnitten. Bis auf Broken Glass Park, den neuen Song Big Music und See The Lights finden die letzten 25 Jahre nicht statt, obwohl die Band mit den letzten beiden Alben wieder halbwegs zu alter Form aufgelaufen ist und Songs wie Home, Rockets und Stars Will Lead The Way im Konzert und beim Publikum auch prächtig funktionieren.

Bild:
Das Konzert wurde gut mit den Kameras eingefangen. Die Bühne bietet eine stimmungsvolle Lightshow. Der Schnitt ist nicht zu hektisch und bei der Nacharbeitung des Bildes wurde nicht zu groß in die Trickkiste gegriffen. So etwas kann einem schon mal eine DVD versauen, wenn das Bild zu sehr mit Effekten nachbearbeitet wird. Das Bild ist für eine DVD gut. Leider ist das Bild so gut wie auf jeder Konzert-DVD in letzter Zeit in NTSC, da für den weltweiten Markt einheitlich produziert wurde.

Ton:
Wenn man in das Menü der DVD gelangt kommt der erste Schock. Da kann man nur zwischen "Konzert abspielen" und "Trackliste" wählen. Eine Ton-Einstellung gibt es nicht. Für eine etablierte Band ist das armselig. Der Ton liegt nur in Dolby Digital Stereo vor. Da hätte man zumindest PCM Stereo anbieten können. Ob die Blu-ray Ton-Alternativen bietet kann ich leider nicht sagen. Die Abmischung ist ok, obwohl sie etwas differenzierter klingen könnte. Manchmal sind mir Bass und Gesang zu leise. Meinen Verstärker musste ich auf "Digital" einstellen, sonst klingt es ziemlich dumpf und schwach.
Die Abmischung der CDs klingt ähnlich wie auf der DVD. Die CDs haben zusammen eine Spieldauer von etwas unter 90 Minuten.

Hülle/Booklet:
Die DVD und die CDs befinden sich in einem nach beiden Seiten aufklappbaren Digipack mit Grußwort von Jim Kerr. CDs und DVD sind dabei fest im Plastik verankert und werden nicht in einen Pappschlitz gesteckt. Kratzern wird also vorgebeugt. Das 16-seitige Booklet enthält Fotos vom Konzert und Produktionsnotizen. Der FSK-Aufkleber befindet sich auf der Verpackungsfolie.

Fazit:
Der Konzertfilm macht schon Spaß beim Schauen. Trotzdem hatte ich mir mehr von der Veröffentlichung erhofft. Die Voraussetzungen für eine gute Konzert-DVD-Veröffentlichung waren eigentlich da und es wurde an anderer Stelle auch in angemessener Form veröffentlicht. Diese DVD ist leider nur die Sparversion, da das Konzert hier nicht komplett ist. Außerdem könnte der Ton etwas besser sein, ein Surroundmix existiert auf DVD nicht (unfassbar!) und an Bonusmaterial wurde auch gespart. Nach so langer Wartezeit auf eine DVD der Band ein schwaches Ergebnis, 3 Sterne sind in der Bewertung aber drin. Den derzeitigen Preis von knapp 21 Euro (August 2014) halte ich zu hoch für das Gebotene.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 25, 2014 11:49 AM MEST


Voices of Babylon (1989)
Voices of Babylon (1989)
Wird angeboten von music_fun
Preis: EUR 45,00

4.0 von 5 Sternen Gutes drittes Album von The Outfield, 15. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Voices of Babylon (1989) (Audio CD)
Von der englischen Band The Outfield sind vor allem das Debüt Play Deep von 1985 (Hits Your Love, All The Love) und das vorliegende dritte Album Voices Of Babylon aus dem Jahr 1989 empfehlenswert.

The Outfield ist als Band mittlerweile fast vergessen, dabei hatte die Band in den 80ern und frühen 90ern hauptsächlich in den USA einige Erfolge. Das ist kaum verwunderlich, hört sich der Sound der Band doch ziemlich auf den dortigen Markt zugeschnitten an. Die Musik ist im AOR angesiedelt, gitarrenorientierter Rock, obwohl es auch teilweise poppig klingt. Eine gewisse Ähnlichkeit mit The Police beim Hall auf den Gitarren und der hohen Stimme von Tony Lewis (ähnelt Sting und Jon Anderson von Yes) ist auch nicht zu verleugnen. Eine Portion Kitsch kann man der Musik auch nicht absprechen.

Mit 10 Songs und etwas über 35 Minuten Spielzeit ist Voices Of Babylon nicht gerade üppig geraten. Dafür ist es bis auf die lahme Ballade Inside Your Skin am Schluss sehr gut durchhörbar. Die Singles des Albums waren der Titelsong und My Paradise. Part Of Your Life, No Point und Taken By Surprise sind aber auch nicht schlechter.

Fazit:
Die Band gehört wiederentdeckt zu werden. Diesbezüglich ist man mit der Best Of Big Innings auch gut bedient, aber gerade Play Deep und Voices Of Babylon funktionieren als Alben gut. 4 Sterne sind daher in der Bewertung drin.


The Ultimate Collection
The Ultimate Collection

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Werkschau auf 2 CDs, 38 Songs, guter Klang., 12. August 2014
Rezension bezieht sich auf: The Ultimate Collection (Audio CD)
Von E.L.O. gibt es mittlerweile so einige Best Of Veröffentlichungen. Da verliert man leicht den Überblick. Auf Einzel-CD-Compilations fehlt immer irgendetwas, so dass es schon eine Doppel-CD diesbezüglich sein muss.
Als Doppel-CDs gibt es Light Years aus den 90ern, The Essential und The Ultimate Collection. Auf Light Years lässt das Mastering zu wünschen übrig. The Essential bietet chronologisch 37 remasterte Tracks. The Ultimate Collection bietet sogar 38 remasterte Tracks (alle sind auch in anderer Reihenfolge auf Lights Years). Insgesamt unterscheiden sich Ultimate und Essential von der Songauswahl nur gering.
Mir persönlich gefällt da qualitativ und quantitativ The Ultimate Collection am Besten. Insgesamt bieten die CDs fast 148 Minuten Musik.

Das Electric Light Orchestra um Mastermind Jeff Lynne bot ab Anfang der 70er musikalisch eine wilde Mischung aus Rock, Klassik und Verneigungen vor den Beatles. Dabei warf jedes Album bis zum 1986er Balance Of Power mindestens einen Hit ab. Ab den 80ern wurde die Musik immer poppiger und der Klassikanteil tendierte gegen Null.

The Ultimate Collection bietet alle Hits von 10538 Overture von Anfang der 70er bis Calling America und So Serious von 1986. Ich habe auf den CDs nichts vermisst. Es ist schon unglaublich wieviele Hits die Band in den 15 Jahren geschaffen hat und die man kennt, auch wenn man sich nicht intensiv mit der Band beschäftigt hat. Die CDs bieten darunter auch die 3 bekannten Singles vom Xanadu-Soundtrack. Einige Songs liegen hier in ihren Single-Versionen vor. Leider gibt es keine chronologische Ordnung.
Nach seiner Zeit mit E.L.O. wurde Jeff Lynne ein bekannter Produzent (u.a. Traveling Wilburys, Roy Orbison, George Harrison, Tom Petty, McCartney), dessen Stil von ELO den Platten teilweise (leider) auch anzuhören ist.

Das Booklet meiner CD bietet einen deutschen Text über die Karriere der Band. Leider gibt es keine Produktionsnotizen zu den Songs.
Alle Tracks wurden - obwohl ein Hinweis darauf fehlt - remastered, dabei wurde auch im Vergleich zu vielen sog. Remasterings der jüngeren Zeit gut auf die Erhaltung der Dynamik geachtet.

Fazit:
Eine gelungene Compilation. Songauswahl und Klang stimmen. Ich könnte höchstens das magere Booklet ohne Produktionsnotizen kritisieren. Aber was soll's. Wenn man kein ausgewiesener Fan der Band ist braucht man eigentlich außer dieser Doppel-CD und dem Album Out Of The Blue nicht mehr. Von daher volle Sternezahl.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2014 6:40 PM MEST


Journey - Live In Houston 1981
Journey - Live In Houston 1981
DVD ~ Journey

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich auf DVD: Journey rockt mit Steve Perry 1981!, 6. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Journey - Live In Houston 1981 (DVD)
Live In Houston zeigt Journey auf dem Höhepunkt der Popularität im Jahr 1981. Kurz zuvor war das Album Escape erschienen, das es in den USA als einziges Album der Band auf die Spitzenposition schaffte. Dafür dankt Sänger Steve Perry während des Konzertes auch dem Publikum.

Die Band spielt in dem von MTV (damals gerade auf Sendung gegangen) auf 77 Minuten zusammengeschnittenen Konzert sehr viel von Escape und ein paar Songs von den Alben zuvor. Dazu gibt es noch je 3 Soli von Drums, Keyboards und Gitarre. Die Band ist in bester Spiellaune, Sänger Steve Perry stürmt dabei über die Bühne und animiert das Publikum. Gesanglich ist das alles Hochleistungssport. Perry trifft fast jeden noch so hohen Ton.

Von der Show und Bühne ist das wie fast alles zu dieser Zeit noch sehr minimalistisch. Die Bühne in der Halle ist nach allen Seiten offen.
Das Konzert rockt bis auf die paar Balladen bestens. Besonders Where Were You und Stone In Love gehen ziemlich nach Vorne.
Die Klamotten und Frisuren der Bandmitglieder wirken heutzutage eher belustigend, besonders Perrys Leopardenshirt.

Von der Tour gibt es mit Live At Budokan zwar noch eine längere (wirkt wie Bootleg-)DVD, diese kommt aber in Sachen Bild und Ton nicht an Houston heran.
Das Bild ist 4:3 PAL und für ein Konzert aus dieser Zeit ganz ordentlich, HD ist aber etwas anderes und kann man hier auch nicht erwarten.
Der Ton wurde von Bob Ludwig gemastert und liegt in PCM und 5.1 DD vor. Der Stereoton von DVD und CD klingt gut. 5.1 habe ich noch nicht getestet.
Leider gibt es nicht mehr Bildmaterial vom Konzert. Die der Collector's Edition beiliegende CD bietet mit Hopelessly In Love noch einen weiteren Track.
Die DVD bietet neben dem Konzert noch Interviews von 1981/82, eine Slideshow und das Journey Escape TV Promo Video von 1981.
Das Booklet des Digipacks bietet viele Fotos von der Tour. Das Gesamtpaket stimmt also.

Fazit:
Von der Tracklist gefällt mir Live In Houston besser als das ein Jahr zuvor erschienene Live-Album Captured, da es dort natürlich noch keine Songs von Escape gab. Da Konzertfilmmaterial aus der Zeit mit Steve Perry selten ist, war das Paket ein Pflichtkauf. Die Bildqualität ist für das Alter ok. Der Ton und das Bonusmaterial stimmen, von daher volle Sternezahl.
Die Collector's Edition im Digipack mit CD und DVD ist mittlerweile rar. DVD und CD sind aber auch einzeln erhältlich.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 13, 2014 6:34 PM MEST


Captured
Captured
Preis: EUR 13,56

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packendes Live-Album von der Departure Tour 1980, 3. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Captured (Audio CD)
Sehr viel gibt es nicht gerade an Live-Veröffentlichungen von Journey aus der klassischen Zeit mit Sänger Steve Perry. Während dieser Zeit erschien nur das Live-Doppelalbum Captured von 1981. Später als Perry die Band schon verlassen hatte erschienen dann noch Greatest Hits Live mit Material bis 1983 und Live In Houston von der Escape Tour.

Captured bietet 15 Live-Enspielungen (Majestic ist nur ein Intro) und mit The Party's Over (Hopelessly In Love) eine neue Studioeinspielung. Die Songs stammen hauptsächlich von den Alben Infinity, Evolution und Departure. Mit Dixie Highway gibt es noch einen Song der sonst nirgendwo auf einem anderen Journey-Album zu finden ist. Die Songauswahl ist gelungen. Die Band ist in guter Form und das Publikum teilweise sehr ekstatisch. Die Stimmung kommt gut rüber.

Die Songs wurden auf verschiedenen Konzerten aufgenommen. Das merkt man teilweise auch, da es einige Aus- und Einblendungen gibt. Das hat aber nur teilweise mit den damaligen 4 Album-Seiten zu tun. Trotzdem hätte man das für CD besser lösen können. Die Unterbrechungen stören etwas den Hörfluss.

Die 2006er Ausgabe im Digi-Pack wurde genauso wie die Escape Neuveröffentlichung von Bob Ludwig und Brian Lee remastered.
Das 16-seitige Booklet kommt mit vielen Fotos aus dieser Zeit, Auszügen aus dem Tourprogramm, den Tourdaten (nur ein paar Länder: USA, England, Japan und -man staune- Deutschland und Schweiz). Dazu widmet die Band das Album dem damals kürzlich verstorbenen Bon Scott ("a friend from the highway").

Was man vielleicht kritisieren könnte ist, dass das Live-Album 1 oder 2 Studio-Alben zu früh kam. Es fehlen doch viele bekannte Songs von Escape und Frontiers die ich gerne gehört hätte. Ihren kommerziellen und kreativen Höhepunkt hatte die Band zur Zeit von Departure m.E. noch nicht erreicht. Für die anderen Songs kann man sich aber auch Greatest Hits Live und Live In Houston (mit DVD) kaufen.
Mit 70 Minuten Spielzeit ist die CD von Captured nicht gerade voll. Da hätte man noch 1 oder 2 Live-Songs aus den Archiven als Bonustracks kramen oder auch das Album auf 2 CDs veröffentlichen können, schließlich war die Setlist der Tour wesentlich länger als die 15 Live-Songs vom Album.

Fazit:
Ein immer noch packendes Live-Album. Die Aus- und Einblendungen stören etwas. Leider stammt die Platte noch nicht aus der Hochphase der Band. Von den Songs gefällt mir daher nicht alles. Auch hätte man noch ein oder zwei Bonustracks spendieren können. Gute 4 Sterne sind aber in der Bewertung drin.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 14, 2014 9:11 AM MEST


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