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derruckersfelder
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The Very Best of Elvis Costello
The Very Best of Elvis Costello

5.0 von 5 Sternen Compilation der Jahre 1977-1999, 28. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Very Best of Elvis Costello (Audio CD)
Die Compilation The Very Best Of Elvis Costello aus dem Jahr 1999 ist die bisher umfangreichste Werkschau bezüglich seiner Schaffenszeit von 1977 bis 1999. Von Alison bis She aus dem Notting Hill Soundtrack sind hier so ziemlich alle bekannten Songs aus dieser Zeit vertreten und das labelübergreifend, was bei seinen anderen Compilations zumeist nicht der Fall ist. Von daher finden sich hier auch Songs aus seiner Zeit bei Warner, die zumindest mit Veronica (zusammen mit McCartney komponiert) und The Other Side Of Summer zwei sehr bekannte Songs abwarf, die sogar im Radio gespielt werden, was bei Elvis Costello ja eher selten der Fall ist. Sein Name ist eigentlich ein Begriff, obwohl er in unseren Breiten weniger Erfolg hatte.
Begann er Ende der 70er noch mit kurzen flotten New Wave und Post Punk Songs, so ließ er sich spätestens ab Beginn der 80er stilistisch nicht mehr festlegen. So gab es die schon angesprochenen New Wave Songs, Country (Album Almost Blue), R & B, Ska, Soul (Get Happy), Americana (King Of America), Klassik (The Juliet Letters), Cover-Versionen (Kojack Variety) oder seine Zusammenarbet mit Songwriterlegende Burt Bacharach (Painted From Memory). Die Musik war dabei von einfach bis filigran, sowie von künstlerisch bis künstlich, von rabiat bis überambitioniert. Nicht alle Experimente sind ihm gelungen, dafür wurde es aber auch selten langweilig.
Der Klang der Aufnahmen ist ziemlich unterschiedlich. Die Songs aus der Warner Zeit scheinen im Vergleich zu den Songs davor nicht remastered zu sein. Das Booklet gibt dazu leider keine Hinweise. Linernotes bietet das Booklet auch nicht, sondern nur Songwritercredits, Album-Hinweise, Angaben zu den Musikern etc.. Das Booklet gefällt sich lieber darin, dass Covermotiv in zig verschiedenen Farben ähnlich wie die Warhol Bilder von Marilyn Monroe zu variieren.
Etwas unglücklich ist für mich die Anordnung der Songs, die ein ziemlich wildes Durcheinander ist. Chronoligisch geordnet hätte mir das besser gefallen. Aber egal, das kann heutzutage selbst erledigt werden. Mit 42 Songs und über 2,5 Stunden Spieldauer ist diese Doppel-CD eine qualitativ sehr hochwertige Zusammenstellung. Es gibt fast von jedem Studioalbum etwas zu hören. Musikalisch prallt fast schon zu viel auf einen ein.

Fazit:
Wenn man sich nicht durch alle Alben aus dieser Zeit hören und kaufen will (es sind eine ganze Menge, Costello veröffentlichte teilweise mehrere Alben pro Jahr) ist The Very Best Of ein sehr guter Einstieg in das Werk dieses außergewöhnlichen Songwriters.


This Is It
This Is It
Preis: EUR 32,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Compilation der ersten 10 Jahre, 23. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: This Is It (Audio CD)
Irgendwie passt Joe Jackson in keine Schublade. Da gibt es einige Parallelen mit seinem Kollegen Elvis Costello, der fast zeitgleich mit kurzen New Wave Pop Songs begann. Beiden wurde dieses Korsett zu eng und sie versuchten sich danach nach in den unterschiedlichsten Genres.
Auf This Is It (die neuere Compilation Gold bietet dieselben Songs) bekommt man mit 37 Songs und über 2,5 Stunden Spielzeit einen exzellenten Überblick auf die Karriere von Joe Jackson bezüglich seiner Schaffenszeit von 1979 bis 1989. In dieser Zeit stand er voll im Saft und wiederholte sich musikalisch relativ selten. Die Erwartungen seines Publikums bediente er fast nie, da war und ist er ein Querkopf, weswegen ihm außer zu Beginn seiner Karriere und mit Night And Day größere Erfolge verwehrt blieben. Alle seine Hits und großen Songs aus dieser Zeit sind vertreten. Vermisst habe ich nichts. Es gibt den Wave Pop der frühen Tage (Is She Really Going Out With Him, Sunday Papers, It's Different For Girls, On Your Radio), Swing (Jumpin' Jive) die eleganten angejazzten Songs von Night And Day (Steppin' Out, Chinatown, Breaking Us In Two), Latin (Another World), Big Band Sound (You Can't Get What You Want), Pop (Happy Ending), Soul (Down To London erinnert sehr an Style Council), Piano-Balladen (Be My Number Two) etc.. Dazu hatte Jackson oft noch bissige, zynische und sarkastische Texte. Die Gewichtung stimmt auch, Joe Jackson hat die Songs selbst ausgewählt. So gibt es allein je 5 Songs von Look Sharp und I'm The Man sowie 6 Songs von Night And Day. Raritäten sind hier bis auf Tilt von der 1980er E.P. nicht zu finden. Alle Songs wurden 1997 remastered. Das Booklet beinhaltet längere Linernotes.
This Is It hat bei meiner Version auf CD 2 ein paar Masteringfehler. Vielleicht liegt es auch an der Pressung. Zumindest knackst es an einigen Stellen. Betroffen sind die Songs vom Album Body & Soul (1984), bei dessen Remaster-Ausgabe es laut einer anderen Rezension auch Probleme geben soll. Keine Ahnung ob das mittlerweile behoben wurde. Von daher vielleicht besser zur oben angesprochenen neueren Gold Doppel-CD greifen.

Fazit:
Großartige Compilation eines der vielschichtigsten Songwriters Englands. Dazu noch die CD Laughter And Lust und man hat dann mit Obvious Song und Stranger Than Fiction alle Hits zusammen. Ähnlich empfehlenswert ist die Doppel-CD The Very Best Of Elvis Costello (grüner Hintergrund, gelbes Gesicht).
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 24, 2015 9:06 PM CET


Substance
Substance
Preis: EUR 17,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Compilation, immer noch mit Song-Kürzungen etc., 18. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Substance (Audio CD)
Auf Substance versammelte New Order 1987 ihre bisherigen Maxis. Das Album wurde einer der größten Erfolge in der Karriere der Band, was auch damit zusammenhing, dass viele dieser Songs vorher nicht auf den Alben erschienen waren und die Compilation mit True Faith einen neuen großen Hit abwarf. Bis dahin war New Order eher eine Independent-Kultband, die zwar 1983 mit Blue Monday einen Riesenhit hatte, danach aber bis True Faith diesen Erfolg nicht wiederholen konnte.
Die zweite CD von Substance bietet dazu noch viele B-Seiten der Singles und Maxis, darunter auch einige Instrumentalversionen. Außerdem sind hier auch mit Procession und Murder zwei A-Seiten zu finden. Die True Faith B-Seite 1963 ist auch nicht zu verachten und sollte später sogar in einer neuen Version als Single veröffentlicht werden.
Beide CDs zeigen die erstaunliche Entwicklung einer im Post Punk entstandenen Band vom Indie-Rock zu Vorreitern der elektronischen Popmusik. Gerade auf den Maxis leistete die Band Erstaunliches. Sehr spannend war dabei immer gerade die Mischung aus Elektronik/Rock/Pop. Peter Hooks Bassmelodien waren auch immer etwas sehr Spezielles was den Band-Sound ausmachte.

Substance bietet ein paar Unregelmäßigkeiten auf die hingewiesen werden muss, weil die CD und das Booklet es in den meisten Fällen nicht tun:
Der damaligen Höchstspieldauer einer CD mit um die 74 Minuten fielen leider ein paar Songs zum Opfer, d.h. sie wurden geschnitten. Darunter fallen The Perfect Kiss (auf Vinyl dagegen lange Version), Sub-Culture, Hurt und Shellshock. Die ersten drei wurden mittlerweile auf den Collector's Editions von Low-Life und Movement nachgereicht. Shellshock soll in seiner ungekürzten Version auf Blank & Jones SO80S Vol. 6 drauf sein.
Weiterhin beinhaltet CD 1 Neueinspielungen von Temptation und Confusion und nicht die Originale. Von Ceremony befindet sich hier auch nicht die ursprünglich als Trio eingespielte erste Version, sondern die spätere Version mit Gillian Gilbert.
Obwohl der Song Mesh gelistet ist, befindet sich dort Cries And Whispers.

Leider gibt es diese Doppel-CD immer noch nicht als Remaster mit korrigierten Songtiteln (Cries And Whispers) und Laufzeiten, obwohl fast alle Songs davon mittlerweile remastered auf den Collector's Editions der einzelnen Alben vorliegen. Auf ein paar Kürzungen könnte heutzutage wegen der längeren Spielzeit einer CD verzichtet werden. Eigentlich gehört das Teil als 3 CD-Set wiederveröffentlicht, inkl. der Original-Versionen von Temptation und Confusion sowie anderer fehlender B-Seiten. Viel Arbeit wäre das auch nicht.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 19, 2015 12:26 PM CET


1981 - 1982 (Rsd Vinyl) [Vinyl LP]
1981 - 1982 (Rsd Vinyl) [Vinyl LP]
Preis: EUR 17,73

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EP mit 5 Songs der Maxis von 1981/82, 17. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1981 - 1982 (Rsd Vinyl) [Vinyl LP] (Vinyl)
War das Album-Debüt Movement etwas unsicher und dem Sound von Joy Division noch eng verbunden ausgefallen, konnte New Order auf ihren Singles Everything's Gone Green, Procession und Temptation mehr eigenes Profil entwickeln. Bernard Sumner fand so langsam auch seinen eigenen Gesangsstil. Die Band leistet auf diesen Singles/Maxis Pionierarbeit in Sachen Crossover Indie-Pop-Rock-Dance. Schon seltsam, dass ausgerechnet eine Band aus Manchester den Indie-Rock, Post-Punk tanzbar machte. Auf Everything's Gone Green kommen vermehrt Drummachines und Sequencer zum Einsatz ohne dass auf Bass und Gitarren verzichtet wird. Temptation sollte einer der absoluten frühen Klassiker von New Order werden. Procession ist ein gitarrenlastiger Wave-Kracher. Hurt klingt wie eine Mischung aus Everything's Gone Green und Temptation, sehr hypnotisch vom Groove/Beat und ist auch tanzbar. Der Song wirkt von der Produktion sehr roh, ungeschliffen und wie live im Studio eingespielt. Mesh fällt etwas gegen diese 4 anderen Songs ab. Ein kurzer typischer Joy Division/New Order Gitarren/Bass-Song mit ein paar Keyboardflächen. Everything's Gone Green und Temptation (Original und nicht das Re-Recording von Substance 1987) befinden sich hier beide in ihren langen 12 Inch Versionen.
Zum Record Store Day 2014 gibt es 5 Songs der 3 Maxis/Singles von Everything's Gone Green, Procession und Temptation zusammengefasst. Diese EP erschien schon einmal 1982 für den US-Markt. Leider hat man sich damals und heute nicht dazu entschieden Cries And Whispers draufzupacken, dann hätte man alle Songs der 3 Singles/Maxis komplett gehabt. Die EP hat eine Laufzeit von etwas unter 30 Minuten.
Soundtechnisch sind das hier keine Hochglanzproduktionen. Temptation und Hurt klingen ziemlich dumpf. Vieles klingt noch nicht ganz ausgereift und etwas schludrig aufgenommen. Man kann auch den einen oder anderen Fehler und Verspieler deutlich hören. Für Hifi- und Soundfetischisten ist das nichts. Waren das erste Album und die frühen Singles noch mit Joy Division Produzent Martin Hannett entstanden, übernahm die Band auf Temptation und Hurt erstmals die Produktion im Alleingang. Der Großteil der Songs hört sich vielleicht auch gerade deswegen wie nichts anderes zu dieser Zeit an.
Die Neuausgabe kommt im "klaren" etwas milchigen Vinyl daher. Die saubere Pressung ist dick und schwer. Die Innenhülle ist weiß, ungefüttert und aus Papier. Barcode und Aufkleber befinden sich auf der Verpackungsfolie.
Auf Vinyl sind die frühen New Order Maxis mittlerweile sehr rar bzw. unbezahlbar geworden. Außerdem erschienen fast alle Songs der frühen New Order Singles/Maxis nicht auf den eigentlichen Alben. Von daher eine tolle Veröffentlichung. Diese klare Vinyl-Version ist in Europa laut Bandhomepage auf 2.500 Exemplare limitiert. Schwarzes Vinyl soll folgen.
Alle Songs dieser EP und die restlichen Songs der Singles/Maxis der Jahre 1981/82 gibt es für diejenigen die nicht zum Vinyl greifen wollen auch auf der Bonus-Disc der Collector's Edition von Movement.
Der Preis bei den Amazon-Warehouse-Deals von noch nicht einmal 15 Euro war auch fair. Von daher volle Sternezahl.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 18, 2015 10:03 AM CET


Be Yourself Tonight
Be Yourself Tonight

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mix aus Rock, Soul und Pop, 9. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Be Yourself Tonight (Audio CD)
Nach den sehr kühlen synthetischen New Wave Pop Vorgängern Sweet Dreams und Touch (beide 1983) wurde es bei den Eurythmics auf den Album Be Yourself Tonight (1985) rockiger und souliger. Laut Booklet des CD-Remasters von 2005 wollte das Duo dort Rock und Motown verschmelzen, was man der Mischung aus Soul, Rock und Pop deutlich anhört. Damit kamen auch mehr Wärme in die Musik und echte Instrumente zum Einsatz, die zudem gitarrenlastiger wurde. Ein Retro-Album wurde es aber nicht.
Den größten Hit der Platte, das leicht kitschige There Must Be An Angel (ihr einziger Nr. 1 Hit im UK) mit Stevie Wonder an der Mundharmonika, habe ich zwar mittlerweile durch die vielen Radioeinsätze etwas über, den Rest höre ich bis auf den einzigen Schwachpunkt des Albums Conditioned Soul immer noch gern.
Would I Lie To You ist ein perfekter flotter Album-Opener mit einem guten rockigen Riff und Bläsersätzen. Der Song zeigt neben Sisters Are Doing It For Themselves noch am besten die perfekte Mischung aus Soul und Rock. Letzteres ist mittlerweile eine Emanzipationshymne geworden bei der sich Annie Lennox nicht hinter Duettpartnerin Aretha Franklin verstecken muss. Adrian mit Elvis Costello ist ein wunderbarer Popsong. I Love You Like A Ball And Chain wurde auf den Konzerten zum Publikumsfavoriten, in seiner Studioversion nervt er gegen Ende wegen seiner Produktions-Gimmicks aber etwas. Here Comes That Sinking Feeling und Better To Have Lost In Love beenden das Album rockig und mit Tempo.
Über allem steht für mich aber It's Alright (Baby's Coming Back). Eine perfekte Soul-Pop-Ballade mit einem ruhigen Groove, die zwar irgendwie synthetisch klingt, aber mit echten Instrumenten (auch Bläser) eingespielt wurde. Seltsamerweise war das gar kein so großer Hit.
Die LP klingt nach wie vor gut und warm. Neben der normalen Innenhülle wird da noch ein extra Textblatt geboten. Das Remastering der CD von 2005 ist leider etwas zu laut geraten und leidet unter Dynamikkompression. Die Digipack-Hülle bietet ein Booklet mit mehrseitigen Linernotes über die Zeit des Albums. Songtexte gibt es leider in dieser Serie überhaupt nicht. Dazu gibt es noch 6 Bonus-Tracks mit B-Seiten, Maxis und zwei unveröffentlichten Tracks, darunter eine Cover-Version des The Doors Songs Hello I Love You.

Fazit:
Eines der musikalisch abwechslungsreichsten Alben des Duos. Neben Sweet Dreams und Revenge mein Favorit.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 10, 2015 1:20 PM CET


Justified - Die komplette fünfte Season [3 DVDs]
Justified - Die komplette fünfte Season [3 DVDs]
DVD ~ Timothy Olyphant
Preis: EUR 24,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deputy Givens kämpft an mehreren Fronten, 7. Februar 2015
Nachdem Staffel 4 von Justified sich mehr um die Lösung eines einzelnen Falles und den Konflikt mit Deputy Givens Vater drehte, kommen in der fünften und vorletzten Staffel neue Probleme auf Harlan County in Kentucky zu.

Zur groben Handlung (Spoiler):
Hier hat es Givens wieder mehr mit Rednecks zu tun. Er muss an mehreren Fronten kämpfen die alle irgendwie zusammenhängen. So kommen alte Bekannte aus der Crowe Familie aus Florida nach Harlan. Diese sind um einiges schlauer und gerissener als die Deweys & Co.. Es geht um Drogenschmuggel, der Frauenknast ist ein Thema, Boyd wird auch eine immer größere Nummer und die Stimmung auf der Arbeit zwischen Raylan und seinem Boss befindet auf einem Tiefpunkt.

Der Bodycount in dieser Staffel ist mal wieder sehr hoch. Dabei ist es schon teilweise sehr lustig auf welch dämliche Art und Weise so mancher aus dem Leben scheidet. Die Gewalt wird wieder explizit dargestellt. Von daher ist es schon seltsam, dass Staffel 5 ein FSK 16 abbekommen hat, weniger brutal als die vorangegangenen Staffeln ist sie aus meiner Sicht nicht.
Der schwarze, trockene und teilweise sarkastische Humor sowie die geschliffenen Dialoge und die Lässigkeit mit der Givens den Gangstern begegnet sind aber das was die Serie so einzigartig macht. Diesbezüglich hat sie ihr Niveau gehalten.
Mit Michael Rappaport, Alicia Witt, Eric Roberts und Amy Smart kommen ein paar bekannte Gastdarsteller zum Cast. Die Darsteller agieren weiterhin sehr gut, allen voran Olyphant, Goggins, Carter und Rappaport als Oberfiesling.
Die DVD bietet als Bonus u.a. ein längeres Special über Autor Elmore Leonard auf dessen Krimi Justified beruht.

Fazit:
Die Serie bleibt konstant gut. Der Hillbilly-Deppen-Faktor ist dieses Mal wieder deutlich höher. Für spannende Unterhaltung ist gesorgt. Ich bin auf die sechste und leider letzte Staffel gespannt.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 9, 2015 3:15 PM CET


Rick's Road
Rick's Road
Preis: EUR 5,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als TEXAS noch eine Gitarren-Rock-Band war, 6. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Rick's Road (Audio CD)
Ende der 80er hatte die schottische Band Texas mit I Don't Want A Lover einen Riesenhit. So richtig durchschlagenden Erfolg sollte die Band aber erst für ein paar Jahre mit den Alben White On Blonde und The Hush in 90ern haben, als sie vermehrt Soul und zeitgenössischen Pop machten. Ricks Road war ihr drittes Album und stammt aus dem Jahr 1993. Zu dieser Zeit war Texas noch eine echte Gitarrenband, tief verwurzelt im amerikanischen Rock, Blues, Country, Folk und mit leichtem Souleinschlag, der sich vor allem im Gesang von Sängerin Sharleen Spiteri zeigte.

Zur Zeit seiner Veröffentlichung war Ricks Road kein großer Erfolg beschieden. Das Album schaffte es im UK so gerade unter die Top 20 und So In Love With You gelangte als erfolgreichste Single davon nur unter die Top 30. Dabei ist das Album wie aus einem Guss, produktionstechnisch absolut zeitlos ausgefallen und bietet dazu durchweg gutes Songswriting.
Fade Away ist ein ähnlicher Kracher wie Always On The Run von Lenny Kravitz. Listen To Me eine Ballade in bester Wild Horses Tradition. Weitere Höhepunkte sind die rockigeren You Owe It All To Me und Hear Me Now sowie das an R.E.M. erinnernde So Called Friend, das ab Staffel 3 Titelsong der Fernsehserie ELLEN wurde. You've Got To Live A Little ist ein wunderbarer Blues, Fearing These Days ein sehr entspannter Lagerfeuersong mit akustischer Gitarre und Wurlitzer, I've Been Missing You ein akustischer bluesiger Piano-Song. Abgeschlossen wird das Album mit einer weiteren stonesmäßigen Ballade Winters End.

Fazit:
Beim Ausmisten meiner CD-Sammlung bin ich auf diese CD gestoßen, die ich schon ewig nicht mehr gehört hatte. Ich war sehr positiv überrascht. Ein absolut zeitloses Album das in meiner Sammlung dauerhaft verweilen wird. Selten eine britische Band aus dieser Zeit gehört die amerikanischer klang. Meines Erachtens das beste Album der Band. Danach wurde es mir zu sehr Mainstream-Pop.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 9, 2015 8:30 AM CET


Low Spark Of High Heeled Boys
Low Spark Of High Heeled Boys
Preis: EUR 5,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jazz-Rock-Folk-Fusion-Album von 1971, 6. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Low Spark Of High Heeled Boys (Audio CD)
Die zweite Karrierehälfte von Traffic war eine komplett andere Baustelle als der erste Teil in den 60ern. Nach Winwoods kurzem und zumindest kommerziell erfolgreichem Zwischenspiel mit Blind Faith wollte er eigentlich seine Solokarriere starten. Aus dem geplanten Album Mad Shadows wurde dann durch Hilfe von Capaldi und Wood das Traffic Album John Barleycorn Must Die. Die Musik wurde experimenteller. Es wurde teilweise rockiger und jazziger. Die Songs wurden auch länger.
Auf The Low Spark Of High-Heeled Boys von 1971 wurde das noch extremer. Mit dem Titelsong und Rainmaker beinhaltet das Album zwei überlange Jazz-Rock-Folk-Fusion-Songs mit teils gejammten Passagen.
Hidden Treasure und Many A Mile To Freedom sind sehr ruhige Songs, sehr akustisch und englisch-folkig angelegt. Mit Woods Flöte erinnert das eher an Jethro Tull und frühe Genesis.
Die Songs die noch am ehesten als Rocksongs im klassischen Songformat durchgehen sind Rock & Roll Stew und Light Up Or Leave Me Alone. Beide von Capaldi gesungen. Rock & Roll Stew ist dabei sehr groovig und funky geraten.
Alle Songs wurden zusammen von Winwood/Capaldi verfasst. Ausnahme hiervon war Light Up Or Leave Me Alone das allein von Capaldi stammte.
Die Band war zu diesem Zeitpunkt zu einem Sextett angewachsen. Der kreative und soundprägende Mittelpunkt war weiterhin das Trio Winwood/Capaldi/Wood. Am Bass war Rick Grech zu hören, der auch schon mit Winwood bei Blind Faith dabei war. An den Drums fungierte Top-Drummer Jim Gordon, da sich Capaldi zu dieser Zeit (zu Unrecht) bezüglich seiner Fähigkeiten unsicher fühlte. Außerdem war noch Reebop Kwaku Baah an den Percussions dabei.
Der Großteil des Albums ist sehr entspannt und klingt sehr warm. Insgesamt ein sehr homogenes Werk mit dem Traffic vor allem in den USA große Erfolge feiern konnte.
Das Remastering von 2002 ist auch sehr gelungen. Das Album hat weiterhin eine sehr gute Dynamik. Die Songs klingen hier besser als auf Winwoods Revolutions Boxset. Außerdem enthält die CD zusätzlich die lange Version von Rock & Roll Stew. Insgesamt hat die CD eine Spieldauer von ca. 46 Minuten.
Das Booklet beinhaltet ausführliche Linernotes zu diesem Kapitel der Bandgeschichte.

Fazit:
Neben dem Debüt Mr. Fantasy und John Barleycorn Must Die bleibt The Low Spark Of High-Heeled Boys mein Favorit unter den Traffic-Alben. Remastering, Bonusmaterial und Ausstattung des Booklets sind auch gelungen. Von daher volle Sternezahl.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2015 3:24 PM CET


Far from Home
Far from Home
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verkapptes Winwood-Solo-Album von 1994, 4. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Far from Home (Audio CD)
Steve Winwoods Zeit bei der Plattenfirma Virgin war nicht unbedingt von den besten Entscheidungen geprägt. Nach seiner langen Zeit bei Island konnte er bei Virgin zwar einen hochdotierten Vertrag ergattern und mit Roll With It gelang ihm 1988 auch noch ein sehr erfolgreiches Album. Der 1990er Nachfolger Refugees Of The Heart klang aber wie ein Schnellschuss mit halbgarem Material und geriet nicht besonders erfolgreich.
Etwas verwunderlich war danach die nostalgische Zusammenarbeit mit Jim Capaldi unter dem alten Bandnamen Traffic. Andere alte Bandmitglieder wie Chris Wood (war schon tot) oder Dave Mason waren nicht an Bord. Das Album wäre besser als Solo-Album von Winwood erschienen. Wer konnte sich im Jahr 1994 schon noch an Traffic erinnern? Das letzte Traffic Album When The Eagle Flies lag da schon 20 Jahre zurück. So richtig erfolgreich war die Band nur Ende der 60er in Großbritannien und bis Mitte der 70er dann mit ihren Alben in den USA. Außerdem klang das Album nicht viel anders als Winwoods letzte Solo-Alben. Im Endeffekt sprangen nur enttäuschende Platzierungen unter den Top 30 und 40 im UK, Deutschland und den USA heraus.
Here Comes A Man, Nowhere Is There Freedom, Some Kinda Woman, This Train Won't Stop und Every Night Every Day bieten genau den R & B wie schon auf Roll With It und Refugees Of The Heart, wobei die Songs teilweise etwas länger (10 Songs bei insgesamt 62 Minuten) mit ein paar Soloeinlagen und imitierten Flöten in Erinnerung an Wood geraten sind.
Auf Riding High und dem an Santana erinnerden Instrumental Mozambique hat das Album noch ein paar Latin-Einflüsse.
Mit Holy Ground und State Of Grace finden sich hier außerdem noch zwei von Winwoods und Capaldis schönsten und beseeltesten Balladen. Holy Ground wird dabei mit einem wunderbaren Dudelsack-Spiel (ja so etwas gibt es) von Davy Spillane eingeleitet.
Der über 8,5-minütige Titelsong ist für mich kompositorisch der einzige Schwachpunkt auf dem Album. Irgendwie blubbert der Song ohne Höhepunkt an mir vorbei. Alle Songs wurden von Winwood und Capaldi zusammen geschrieben. Die Songs sind aber insgesamt weniger auf Hit gebürstet als auf Talking Back To The Night, Back In The High Life oder Roll With It.
Sehr hervorzuheben ist am Album, dass Winwood bis auf die Drums, Dudelsack, wenigen Gitarren und einen Teil der Percussions fast die ganzen Instrumente eingespielt hat. Das war zuvor das letzte Mal bei Talking Back To The Night der Fall. Dort klang das Ergebnis mit den ganzen Keyboards, programmierten Drums und Bass vom Keyboard aus heutiger Sicht aber ziemlich billig und zeitgeistig. Auf Far From Home hört sich der Großteil der Instrumente echt an und das Album hat einen sehr warmen Sound. Nur bei Riding High wünsche ich mir jedes Mal, dass dort keine Keyboards sondern Bläser benutzt worden wären. Insgesamt ist das Album auch sehr perkussiv geraten (Drummer Capaldis Einfluss?). Die Produktion übernahmen Winwood/Capaldi auch in Eigenregie. Far From Home ist dabei besser gealtert als alle Winwood-Alben der 80er-Jahre.

Fazit:
Far From Home bleibt für mich Winwoods letztes großes Album. Es hat fast keine Aussetzer und Winwood konnte musikalisch glänzen wie schon lange nicht mehr. Mit dem glattgebügelten und auf Kommerz getrimmten Junction Seven wurde es danach ganz schlimm. Seine letzten beiden Alben zeigen wieder einen Aufwärtstrend, wobei deutlich ist, dass Winwood es nicht mehr auf die Charts abgesehen hat.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 6, 2015 11:24 AM CET


Uptown Special
Uptown Special
Preis: EUR 14,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Retro-Funk-Soul, 1. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Uptown Special (Audio CD)
Tausendsassa Mark Ronson muss man attestieren, dass er weiß was er tut und dabei zumeist sehr konsequent, stil- und geschmackssicher ist. Egal ob er Amy Winehouse produziert und damit den Soul der 60er modernisiert und wieder salonfähig macht, eigene Platten aufnimmt und dabei Songs zu Chartehren führt die vorher vielleicht nur Insidern bekannt waren (Valerie von The Zutons) oder Duran Duran wieder auf Kurs bringt.

Auf seinem neuen Album hat Mark Ronson es sich zur Aufgabe gemacht diverse Stile des Funk und Soul aus der Zeit der späten 60er bis frühen 80er zusammenzubringen, ohne dass es wie billige Plagiate klingt. Ronson beweist dabei ein gutes Händchen für Songwriting, Arrangements und die Auswahl seiner Gastsänger(in). Die Songs sind aber bei weitem nicht so hitverdächtig geraten wie der Megahit Uptown Funk (zusammen mit Bruno Mars), bei dem er wunderbar James Brown, frühen Prince, The Time, Michael Jackson, Oops Up und vielleicht noch Kool & The Gang vermischt.
Ähnlich funky ist das nicht jugendfreie Feel Right mit Mystikal geraten, ein weiterer James Bown mäßiger Funkkracher. Erinnerungen an Sexy MF von Prince werden auch wach.
Im Großen und Ganzen ist das Album sehr entspannt gehalten. Das beginnt schon mit dem Intro Uptown's First Finale mit Stevie Wonder an der Mundharmonika und dem sehr relaxten, jazzigen Summer Breaking mit verzerrter Gitarre.
I Can't Lose (evtl. Single-Anwärter) mit Keyone Starr ist der erste Song der moderner klingt. Ein wenig klingen Jamiroquai (Deeper Underground), die Pointer Sisters, der Minneapolis Funk der frühen 80er und vor allem Chaka Khan durch.
Daffodils mit Kevin Parker ist ein weiterer Höhepunkt mit Bass a la Sly Stone (Thank You) zwischen Soul und Space-Funk. Sehr abgedreht ab Minute 3. Leaving Los Feliz ist genauso wie Daffodils etwas, dass man sich heute gerne so von Lenny Kravitz wünschen würde.
Die Ballade Crack In The Pearl hätte dagegen auch gut auf Innervisions oder Talking Book von Stevie Wonder gepasst.
Bei In Case Of Fire wird es wieder flotter, entspannt bleibt es trotzdem. Erinnert ein wenig an Steely Dan, Level 42 und überrascht mit einem verzerrten Glam-Rock-Gitarrenriff.
In Heavy And Rolling lassen Marvin Gaye und Curtis Mayfield gleichzeitig grüßen.
Crack In The Pearl II ist ein Outro, welches das Intro/Crack In The Pearl I noch einmal aufleben lässt und einen schönen Rahmen bildet.
Was am Album auffällt ist, dass bei der Einspielung trotz aller Nutzung moderner Technik größtenteils auf Handarbeit gesetzt wurde. Speziell die Bläsersätze kann man am Computer schlecht so hinbekommen.

Fazit:
Insgesamt ein sehr warm klingendes Retro-Funk-Soul-Album, mit knapp 39 Minuten auf klassischer Vinyl-Album-Länge, von Ronson auch makellos produziert. Vielleicht gibt es hierdurch ein kleines Revival dieser Musik, ähnlich wie bei Daft Punk mit Disco/Chic. Größtenteils (Ausnahmen Songs 3-5) ist das Album sehr entspannt und vielleicht etwas zu unaufgeregt geraten. Einen zweiten Megahit wie Uptown Funk kann ich zwar nicht ausmachen, aber egal, dafür gibt es keinen Ausfall zu hören. Auf alle Fälle bekommt man Lust sich die Werke der erwähnten Vorbilder wieder vorzunehmen oder zu entdecken. Gute 4 Sterne sind drin.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 2, 2015 1:54 PM CET


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