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Beiträge von derruckersfelder
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Rezensionen verfasst von
derruckersfelder
(TOP 500 REZENSENT)   

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In Your Mind (Remastered)
In Your Mind (Remastered)
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Früher Ferry mal weniger anstrengend, 12. November 2015
Rezension bezieht sich auf: In Your Mind (Remastered) (Audio CD)
Das 1977er Album In Your Mind von Bryan Ferry sollte sein erstes Solo-Album ohne Fremdkompositionen sein. Zu dieser Zeit brauchte er sich auch nichts für Roxy Music aufsparen, da die Band auf Eis lag.
Mit 8 Songs und einer Spieldauer von gerade einmal 36 Minuten ist In Your Mind nicht sehr üppig ausgefallen. Das macht aber nichts. Gerade in der Kurzweiligkeit liegt seine Stärke. Dazu ist das Album im Vergleich zu späteren Werken (egal ob mit Roxy oder solo) für Ferry-Verhältnisse größtenteils rockig, flott und geradlinig ausgefallen. Trotz der üppigen Arrangements mit Chören, Bläsern, Glocken und Streichern klingt das Ganze auch weniger kitschig als man vom Papier vermuten könnte.
Vom Album-Cover (Ferry mit Sonnenbrille, dazu Neonfarben), das eher auf Disco und New Wave hindeutet, sollte man sich nicht abschrecken lassen. Da geht höchstens der Hit Tokyo Joe in Richtung Disco.
Etwas aus dem Rahmen fallen eigentlich nur der Walzerschunkler One Kiss und der von seinem Arrangement teilweise an ein Weihnachtslied erinnernde Titelsong.
Der Rest ist aus einem Guss und hat viel gemein mit Bowie in seiner Young Americans Phase. Ferry versucht sich hier oft ähnlich wie Bowie an souligeren Songs und die Produktion klingt amerikanischer. Höhepunkte sind das tanzbare Tokyo Joe und vor allem Love Me Madly Again mit seinen fast 7,5 Minuten und ausgeprägten Instrumentalpassagen. Der Song hat vor allem tolle Keyboard- und Bassmelodien.

Fazit:
Insgesamt ein durchweg gut hörbares Album, das von der Produktion gut gealtert ist. Ferry erfindet auf In Your Mind zwar nichts neu, dafür ist er auch weniger anstrengend als auf seinen früheren Alben, was eine angenehme Abwechslung ist.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 12, 2015 3:56 PM CET


Other side of the mirror (1989) [Vinyl LP]
Other side of the mirror (1989) [Vinyl LP]
Wird angeboten von plattenguru, Preise incl. Mwst.
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Stevies Märchenplatte, 9. November 2015
The Other Side Of The Mirror erschien 1989 und war Stevie Nicks' viertes Solo-Album. Nachdem auf dem 1985er Vorgänger Rock A Little mehrere Produzenten ihre Finger im Spiel hatten und das Album dadurch etwas zerfahren klang, vertraute sie dieses Album dem damaligen Top-Produzenten Rupert Hine alleine an. Dadurch wirkt The Other Side Of The Mirror homogener, obwohl die späten 80er produktionstechnisch sehr durchklingen.

Mit der Single Rooms On Fire hat das Album einen ihrer großen Klassiker zu bieten, der auch in den Charts recht erfolgreich war. Long Way To Go und Whole Lotta A Trouble rocken ordentlich. Der Rest ist eher im Midtempo- und Balladenbereich angesiedelt.
Als Highlights sind noch das sehr eingängige an Tom Petty erinnernde Fire Burning, Juliet (Co-Writer war bei beiden Heartbreaker Mike Campbell), Cry Wolf (ursprünglich 1987 von Laura Branigan veröffentlicht) und die sehr persönliche Bombastnummer Doing The Best I Can zu nennen. Mit der Cover-Version von Johnny Cashs I Still Miss Someone (Blue Eyes) endet das Album sehr untypisch und entspannt mit einer Art Reggae.
Wirkliche Totalausfälle gibt es nicht, aber trotzdem lassen mich das Duett mit Bruce Hornsby Two Kinds Of Love und Alice irgendwie kalt.
Vom Thema ist das Album die “Märchenplatte“ von Stevie. Das fängt schon beim Album-Titel an und zieht sich mit Alice, Juliet und den ganzen Ghosts, Angels, Castles etc. durch viele Texte. Ein paar persönlichere Texte gibt es natürlich auch. Die etwas kitschige Produktion passt dazu ganz gut. Gesanglich ist Stevie auch noch voll auf der Höhe.

Mit 12 Songs und einer Spieldauer von 56 Minuten merkt man deutlich, dass 1989 das CD-Zeitalter bereits angebrochen war. Das Album ist mir etwas zu lang geraten.

An ihre ersten beiden Solo-Alben Bella Donna und The Wild Heart sowie 24 Karat Gold von 2014 kommt The Other Side Of The Mirror zwar nicht heran. Insgesamt ist es für mich trotzdem eines ihrer besseren Alben.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 3, 2015 8:07 AM CET


Perfectamundo
Perfectamundo
Preis: EUR 15,99

15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Billy lässt es mit einigen Latin-Einflüssen grooven, 7. November 2015
Rezension bezieht sich auf: Perfectamundo (Audio CD)
Nach fast 5 Jahrzehnten mit ZZ Top legt Billy Gibbons nun sein erstes Solo-Album vor. Die vielen spanischen Song-Titel geben die musikalische Richtung schon irgendwie vor. Da gibt es einige latin- bzw. kubanische Elemente. Das hört man vor allem bei den Percussions und den Pianoläufen. Die Orgel erinnert teilweise auch an Santana und Booker T. & The MG's. Ein wenig Hiphop gibt es zudem auch noch zu hören. Die Texte der Songs bestehen meist nur aus ein paar Zeilen. Billys Stimme und Gitarrenspiel sind dabei unverkennbar, obwohl die Stimme teilweise auch mit modernem Produktionsfirlefanz unnötigerweise verändert wird. Die anderen Elemente in der Musik zeigen auf diesem Album aber auch, dass das aus (mehr oder weniger) drei Instrumenten bestehende musikalische Korsett bei ZZ Top für den Mann teilweise beengend sein muss.
Sal Y Pimiento ist jetzt schon ein Bewerber für den nächsten Kuba-Lounge-Sampler und so funky wie auf Pickin' Up Sticks On Dowling Street habe ich Billy auch schon lange nicht mehr gehört. Den Klassiker Baby, Please Don't Go gibt Billy in einer im Vergleich zu den meisten Versionen eher relaxt zum Besten.
Nicht alles funktioniert. You're What's Happenin', Baby kommt ziemlich bräsig rüber. Die teilweise veränderte Stimme nervt auch. Produktionsmäßig wäre es mir auch lieber gewesen, wenn die Sache etwas weniger technisch (z.B. ohne elektronische Beats) daherkäme.
Aber egal, zum Großteil groovt das Album und kommt ziemlich locker rüber. Neu erfunden wird dabei nichts. Der Stilmix aus Rock, Blues, Latin, Cuban, Hiphop, Funk, Texmex und ein wenig Funk macht Laune. Man hört dem Album auch den Spaß bei der Entstehung an. Bleibt zu hoffen, dass sich von dieser Lockerheit etwas auf das (hoffentlich) nächste ZZ Top Album rettet.
Insgesamt klingt das Album etwas untypisch für Gibbons, aber dafür sind Solo-Alben schließlich da und die alte Leier kann er im Anschluss wieder mit ZZ Top produzieren.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 12, 2015 12:00 PM CET


Grimms Märchen. Vollständige Ausgabe
Grimms Märchen. Vollständige Ausgabe
von Jacob Grimm
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Standardwerk, 5. November 2015
Grimms Märchen gehören für mich genauso wie der Duden und die Lutherische Bibelübersetzung (egal ob man Christ ist oder nicht) zu den Standardwerken für alle die sich mit der deutschen Sprache beschäftigen. Die Geschichten von Grimms Märchen sind außerdem allgemeines Kulturgut und viele Redewendungen befinden sich ähnlich wie aus der Bibel (zumeist unbewusst) immer noch im Sprachgebrauch.

Die von den Brüdern Grimm gesammelten und niedergeschriebenen Kinder- und Hausmärchen erschienen erstmalig 1812 und dann noch weitere Märchen 1815. Zu Lebzeiten der Brüder wurden diese dann immer wieder erweitert, andere wurden entfernt (da sie teilweise anderen Ursprungs waren, z.B. ist Der Gestiefelte Kater nur in der ersten Ausgabe und heute noch in manchen Anhängen zu finden) und es gab viele Überarbeitungen.
Obwohl die Sprache teilweise etwas veraltet und umständlich klingt, ist sie doch zumeist gut verständlich. Ein paar Märchen sind auch in den den Brüdern überlieferten Dialekten abgedruckt, was ich spannend finde.

Die meisten Märchen sind nur ein paar Seiten lang. Nicht alle sind für Kinder geeignet.

Die Schrift der vollständigen Ausgabe aus dem Anaconda Verlag hat eine gut lesbare Größe. Dazu gibt es noch die erstmalig 1906 mit den Märchen erschienen 444 Illustrationen von Otto Ubbelohde. Das alphabetisch geordnete Inhaltsverzeichnis erleichtert das Auffinden der einzelnen Märchen auch immens.

Als sehr gelungen empfinde ich es auch, dass den Märchen ein Brief, eine Vorrede und Anmerkungen der Brüder zu einzelnen Auflagen vorangestellt wurden, aus denen sich u.a. ergibt wie es zu dieser Sammlung, den Erweiterungen und Veränderungen sowie den Märchen in Dialekten kam. Wer es diesbezüglich noch ausführlicher haben will, sei auf die Ausgabe letzter Hand in 3 Bänden mit Anmerkungen der Brüder verwiesen.
Am besten noch Andersens Märchen (u.a. Die Schneekönigin, Die Prinzessin Auf Der Erbse, Die Kleine Meerjungfrau) und Weils Übersetzung der Märchen aus 1001 Nacht dazukaufen und man hat den Großteil der bekanntesten Märchen zusammen.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2015 6:46 PM CET


Die Klassiker - Der Struwwelpeter, Max und Moritz und die Struwwelliese mit Hör - CD
Die Klassiker - Der Struwwelpeter, Max und Moritz und die Struwwelliese mit Hör - CD
von Heinrich Hoffmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 4,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 3 Buchklassiker mit Zeichnungen+ CD, 3. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Drei Klassiker in einem Buch zusammengefasst und das alles für nur knapp 5 Euro. Alle drei Bücher enthalten auch die bekannten Zeichnungen.
Zur Struwwelliese sei angemerkt, dass das nicht das Buch von Cilly Schmitt-Teichmann aus dem Jahr 1950 ist, sondern das ältere Buch von Dr. Julius Lüthje von 1890 in der Neubearbeitung von Matthias Färber.

Für kleinere Kinder sind die Bücher meines Erachtens zur alleinigen Lektüre völlig ungeeignet. Speziell die Folgen des “Fehlverhaltens“ und die Bestrafungen (z.B. Abschneiden des Daumens, brennendes Kind, Schläge etc.) im Struwwelpeter und in der Struwwelliese könnten verschreckend wirken, wozu noch die drastischen Darstellungen der Bilder beitragen. Max und Moritz (Achtung Spoiler) erleben auch nicht gerade ein Happy-End.

Trotzdem sind alle drei Bücher Klassiker der deutschen Literatur, wobei “Max und Moritz“ auch noch als Vorläufer des Comics gilt. Die Bücher müssen aber alle in Bezug auf ihren Entstehungszeitpunkt gesehen werden. Mit heutigen Maßstäben der Erziehung hat das wenig zu tun. Daher bedarf es doch einigen Erklärungen gegenüber Kindern bei der hoffentlich gemeinsamen Lektüre mit Erwachsenen. Aber insofern ist auch der Großteil von Grimms Märchen für kleine Kinder ungeeignet. Andererseits kann auch nicht alles glücklich wie in einer Disney-Adaption enden.

Auf der beiliegenden CD wird in einer Stunde alles vorgelesen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 13, 2016 10:52 AM CET


In My Lifetime
In My Lifetime

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Prächtig ausgestattetes Boxset bis zum Jahr 1996, 1. November 2015
Rezension bezieht sich auf: In My Lifetime (Audio CD)
Seit den 90ern hat das Werk von Neil Diamond eine gewisse Renaissance erfahren, nachdem man ihn in den 80ern eigentlich nicht cool finden durfte. Dazu trugen vor allem einige Cover-Versionen und die Verwendung einiger seiner Songs in Soundtracks (z.B. Girl You'll Be A Woman Soon in Pulp Fiction) bei. Außerdem hat der Mann sich seit dem neuen Jahrtausend wieder mehr auf seine Wurzeln besonnen und mit 12 Songs, Home Before Dark und Melody Road ordentliche Alben veröffentlicht.

Das 3-CD-Boxset In My Lifetime erschien 1996 und fasst die Zeit von den späten 50ern bis in die mittleren 90er größtenteils chronologisch zusammen. So gibt es hier klanglich gut aufgearbeitet seine bekanntesten Hits und Songs zusammengefasst. Insgesamt 71 Songs, wovon damals 16 Songs unveröffentlicht waren, bei einer Laufzeit von 229 Minuten. Auf Live-Versionen wurde bis auf Dry Your Eyes von The Bands Last Waltz verzichtet. CD 1 bietet größtenteils Mono-Aufnahmen.

In My Lifetime ist zudem eine labelübergreifende Compilation mit den Originalversionen seiner Songs. Auf vielen anderen Zusammenstellungen von bestimmten Labels vermisste man dagegen immer den einen oder anderen bekannten Song oder es wurde wegen fehlender Rechte auf aktuellere Live-Versionen zurückgegriffen.

Seinen Durchbruch feierte Diamond 1966 mit Songs wie Solitary Man und Cherry Cherry. Als Songwriter lieferte er fast zeitgleich mit I'm A Believer (hier in seiner eigenen Version) auch einen der größten Hits der Monkees und wer kennt nicht UB 40s Version von Red Red Wine aus den 80ern. Bis Anfang der 80er folgte Hit auf Hit. Das fängt hier mit Solitary Man an und hört mit Heartlight von 1982 (sein letzter Top 10 Hit) auf. Dazwischen hatte er über 30 Hits wie Kentucky Woman (auch von Deep Purple gecovert), Sweet Caroline, Cracklin' Rosie, I Am ... I Said, Song Sung Blue, Beautiful Noise oder Forever In Blue Jeans, um nur ein paar zu nennen.

Diamonds Musik ist ziemlich zeitlos geraten. Produktionstechnisch fallen da eigentlich nur die 80er etwas negativ auf. Sonst hat er sich selten musikalischen Modeströmungen unterworfen und zumeist sein eigenes Ding durchgezogen. So richtig reingepasst hat er nirgendwo.

In My Lifetime enthält mit Schnulzen wie z.B. You Don't Bring Me Flowers mit Barbara Streisand auch einige Songs die nicht ganz nach meinem Geschmack sind. Darüber kann ich aber wegen der ganzen Gassenhauer sowie persönlichen Highlights wie Shilo und den produktionstechnisch total abgefahrenen und spannend aufgebauten Soolaimon und Crunchy Granola Suite hinwegsehen.

Von der Ausstattung und der Optik ist das Boxset auch sehr gelungen. Das Booklet der Longbox (es gibt auch kleinere Versionen des Sets) bietet neben vielen Fotos auch einen langen Text über Diamonds Karriere, Produktionsnotizen, eine Album-Diskographie, Chart-Platzierungen der Singles sowie persönliche Anmerkungen Diamonds zu jedem Song. Viel besser geht es eigentlich nicht.

Fazit:
Ein sehr empfehlenswertes Boxset mit vielen Hits, insgesamt sehr gut ausgestattet und vom Klang top. Seine wesentlichen Songs bis in die 90er gibt es sonst nirgendwo besser zusammengefasst. Die zeitlich umfassendste Zusammenstellung ist derzeit die Doppel-CD All-Time Greatest Hits mit 42 Tracks von 2014 die auch ein paar der jüngeren Titel bringt.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 3, 2015 10:07 AM CET


Peel Slowly and See
Peel Slowly and See
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 37,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über 6 Stunden Musik, die 4 Alben inkl. + viele Bonustracks, 31. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Peel Slowly and See (Audio CD)
Als dieses Boxset 1995 erschien, war das Teil eine kleine Sensation, da es die 4 regulären Alben der Band mit vielen Bonustracks und noch eine CD mit frühen Demos bot. Insgesamt 74 Tracks, wovon 25 Songs bis dahin unveröffentlicht waren. Dazu war die Musik von The Velvet Underground auch zum ersten Mal vernünftig remastert worden. Vom dritten selbstbetitelten Album bietet das Boxset aber nicht den bekannten Mix von Val Valentin, sondern den Closet Mix von Reed. Letzterer bietet eine andere Raumverteilung der Instrumente und teilweise auch kürzere Laufzeiten der Songs. Von daher ist es vielleicht ratsam, auch wenn man dieses Boxset sein Eigen nennen sollte, sich noch zusätzlich das normale CD-Remaster dieses Albums zu besorgen.

Mittlerweile gibt es diese 4 Alben bei Bedarf auch alle in teuren Super-Duper-Multi-CD-Deluxe-Ausgaben, die für den Fan bestimmt der heilige Gral sein mögen. Für mich als VU-Gelegenheitshörer ist dieses Boxset mit seinem schon ziemlich üppigen Bonusmaterial und über 6 Stunden Laufzeit fast zu viel.

Die 4 Alben sind musikalisch recht unterschiedlich. Das Debüt mit Nico ist der Klassiker und bietet die meisten bekannten Songs. White Light/White Heat ist dagegen rockiger, Velvet Underground ziemlich ruhig, melancholisch, reduziert und eher meditativ. Der Abschluss Loaded (mit Doug Yule und ohne John Cale) ist mit seiner Mischung aus Rock, Folk und etwas Country im Vergleich zu seinen Vorgängern fast schon kommerziell geraten.

Vom Klang wurde von Bob Ludwig für das Jahr 1995 das Maximale aus den eher primitiven Aufnahmen herausgeholt. Speziell das zweite Album White Light/White Heat klingt sehr roh und so als habe man die Band mit einem Mikro aus dem Nachbarraum aufgenommen. Aber das ist egal, schließlich ist der Einfluss der Band für nachkommende Musiker aus den unterschiedlichsten Genres immer noch ungebrochen und selbst dieser Garagensound wurde später von vielen Alternativ-Bands nachgeahmt.

Optisch ist die große Box mit 5 Jewelcases und einem dicken 88-seitigen herausnehmbaren Buch mit vielen Fotos und einem langen informativen Text über die Karriere der Band auch ein Hingucker. Das Sahnehäubchen ist dabei noch der an das erste Album angelehnte abziehbare Bananen-Sticker.

Fazit:
Wenn man alle 4 regulären Alben dieser wegweisenden Band mit viel Bonus und einem Buch in einem schönen Set zusammen haben will, dann ist Peel Slowly And See eine Anschaffung wert. Häufig gibt es das Boxset bei verschiedenen Anbietern neu für um die 30 Euro und damit nicht viel teurer als die 4 einzelnen Alben, die ohne jeglichen Bonus daherkommen. Wem das alles zu viel oder zu teuer ist, dem bietet die günstige Compilation Gold auf 2 CDs auch einen guten Einstieg in das Werk der Band.


You'Re Gonna Get It (Rmst)
You'Re Gonna Get It (Rmst)
Wird angeboten von marvelio-germany
Preis: EUR 4,17

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zweites Album mit ein paar New Wave Anleihen, 31. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: You'Re Gonna Get It (Rmst) (Audio CD)
You're Gonna Get It ist das zweite Album von Tom Petty & The Heartbreakers und stammt aus dem Jahr 1978.

You're Gonna Get klingt im Vergleich zum Debüt weniger nach amerikanischen Roots-Rock. Hier gibt es dafür ein paar New Wave Anleihen die teilweise ein wenig wie frühe Cars (z.B. der Titelsong) klingen. Die Arrangements und Produktion sind größtenteils sehr reduziert. Das ist alles sehr durchschaubar und klingt sehr warm.
Mit I Need To Know bietet das Album einen guten Rocker mit Tendenz zum New Wave. Too Much Ain't Enough ist das schnellste Stück des Albums mit einem Shuffle-Beat. Hervorzuheben sind noch das akustische an späte 60er angelehnte No Second Thoughts, bei dem eigentlich nur noch der Einsatz einer Sitar fehlt. Der Opener When The Time Comes ist auch sehr melodisch und mit Listen To Your Heart gibt es nach American Girl die zweite große Verbeugung vor The Byrds mit Rickenbacker Sound. Zum Abschluss kommt dann mit Baby's A Rock 'N Roller eine Art Glam Rock mit Unruhe im Hintergrund zum Vortrag.

Das Remaster von Joe Gastwirt aus dem Jahr 2002 klingt in meinen Ohren gut. Das Booklet bietet eine 3-seitige Einleitung zum Album von Bill Flanagan, die Songtexte und Produktionsnotizen. Die CD ist eine HDCD, die auch auf jedem normalen Player abgespielt werden kann.

Fazit:
Insgesamt ist das Songwriting noch nicht ganz so ausgereift wie auf den Alben ab Damn The Torpedoes. Die Musik ist etwas ruppiger als später und die Band noch musikalisch in ihrer Selbstfindungsphase. Mit knapp unter 30 Minuten ist das Ganze ähnlich wie das Debüt sehr kurz ausgefallen und die Songs bewegen alle um die 3 Minuten oder sogar darunter. Viele Füller gibt es nicht. 4 Sterne sind in der Bewertung drin.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 2, 2015 11:24 AM CET


Duke (Remastered / Hybrid-SACD + DVD)
Duke (Remastered / Hybrid-SACD + DVD)

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Album des Umbruchs von 1980, 31. Oktober 2015
Duke aus dem Jahr 1980 ist das zweite Genesis-Album in der Trio-Besetzung Banks/Collins/Rutherford. Es war ihr erstes Nr. 1-Album in ihrer Heimat.

Das Album schlägt eine Brücke zwischen den 70ern und 80ern. So richtig poppig ist Duke noch nicht geraten. Da kann man höchstens Collins Solo-Komposition Misunderstanding anführen, die sich auch gut in den amerikanischen Singles-Charts behaupten konnte. Mit Please Don't Ask und Alone Again gibt es dazu noch zwei ruhigere Songs. Ersterer hätte besser auf Collins' Solo-Album Face Value gepasst. Mit den Banks-Songs Heathaze und Cul-De-Sac konnte ich noch nie etwas anfangen. Beide klingen so als wären sie noch von den 3 Vorgängeralben übrig geblieben.

Der Rest ist gut gelungen und es ist sehr bedauerlich, dass die Band die Duke-Suite auf dem Album nicht so präsentiert hat wie später in ihren Live-Shows. Diese bietet nämlich einen tollen Spannungsbogen, bei der sich Instrumental-Passagen, Arrangements und Melodien wiederholen. Dazu muss man sich Behind The Lines, Duchess, Guide Vocal, Turn It On Again, Duke's Travels und Duke's End hintereinander programmieren. Höhepunkt des Albums ist, wenn Duke's Travels die Melodie von Guide Vocal aufnimmt.
Sehr gut gefällt mir auch noch das mit wuchtigen Drums aufgepeppte Man Of Our Times von Rutherford.

Auffällig an Duke ist der deutlich verschlankte Sound. Das Album hat schon leichte New Wave Anklänge und bis auf Duke's Travels gibt es kaum ausgeprägte Soloexkursionen. Dafür gibt es erste Experimente mit Drum-Machines.

Mit dem Stereo-Remix/Remaster von 2007 kann ich mich wegen der Dynamikkompression und der teilweise anderen Betonung der Instrumente bis heute nicht anfreunden. Diesbezüglich bevorzuge ich das Original auf Vinyl oder das Definitive Edition Remaster aus den 90ern. Der Surround-Mix der DVD kommt dafür aber gut rüber. Neben Interviews und Videoclips gibt es dort noch einen Auszug vom Lyceum Konzert 1980 in guter Tonqualität und (im Vergleich zur DVD Live In London) verbesserter Bildqualität.

Fazit:
Ähnlich wie Abacab, aber noch nicht so extrem, ist Duke ein Album des Umbruchs. Es gibt noch einige Verweise auf die 70er, die 80er machen sich aber schon bemerkbar. Nicht alles funktioniert, aber die Duke-Suite, Man Of Our Times und das kommerzielle Misunderstanding gefallen mir immer noch gut, der Remix und das Remastering von 2007 dagegen weniger. 4 Sterne sind drin.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 11, 2015 4:23 PM CET


Get Up
Get Up
Wird angeboten von Acfun Store
Preis: EUR 6,88

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Typische Jeff Lynne Produktion, eigentlich eine EP, 25. Oktober 2015
Rezension bezieht sich auf: Get Up (Audio CD)
Nachdem ich mit Bryan Adams' Output in diesem Jahrtausend nicht mehr viel anfangen konnte, war ich doch sehr gespannt auf sein neues Album, da er hier wieder mit seinem alten Songwritingpartner Jim Vallance (Cuts Like A Knife, Reckless, Into The Fire) zusammengearbeitet hat und Jeff Lynne die Produktion übernahm.

Vor allem Lynne hat dem Album maßgeblich seinen Stempel aufgedrückt. Um auch diesem Album etwas abzugewinnen, ist es daher von Vorteil, wenn man dessen Arbeit zu schätzen weiß. Hier hört sich vieles nach E.L.O. und noch mehr nach seinen Produktionen für andere Künstler Ende der 80er bis Anfang der 90er an. Speziell fallen mir da die Traveling Wilburys, Tom Pettys Alben Full Moon Fever und Into The Great Wide Open, George Harrisons Cloud Nine und Roy Orbison ein. Das ist einerseits alles wunderbar altmodisch mit den typischen Mitteln Lynnes produziert, andererseits wirkt das dadurch aber auch sehr klischeehaft bzw. vertraut und man wartet die ganze Zeit vergeblich darauf, dass Tom Petty (Yesterday Was Just A Dream), Roy Orbison (We Did It All) oder Lynne (Do What You Gotta Do) etc. selbst singen. Bryan Adams wirkt ein wenig wie ein Gast auf seinem eigenen Album. Der typischste Adams Song ist noch Go Down Rockin'.

Trotzdem macht das Album auch irgendwie Spaß. Langeweile kommt bei den 9 zwischen etwas über 2 und 3,5 Minuten kurzen Songs (plus 4 Akustik-Versionen) zumindest kaum auf. Mancher Song hätte trotzdem etwas länger ausfallen können. Immerhin rockt das Album wieder mehr, aber nicht unbedingt hart. Die sonst so zuckrigen Balladen sind hier nicht ganz so süß und deutlich in der Minderheit. Dazu ist die Produktion nicht auf modern getrimmt und ein jüngeres Publikum wird anscheinend auch nicht mehr umgarnt.
Nur von Kreativität ist hier weit und breit nichts zu spüren. Da war eher Recycling angesagt. Von daher bin ich etwas zwiegespalten, ob ich das gut oder schlecht finden soll.

Fazit:
Zum Glück mag ich Jeff Lynne und seine Produktionen. Hier gibt es diesbezüglich einige Deja-Vus und auch manche Klischees. Für kurzweilige Unterhaltung ist das Album gut. Trotzdem hätten Musik und Produktion etwas origineller ausfallen können. Zwei Songs mehr hätten es gerne sein dürfen. Als Experiment lasse ich das Album durchgehen. Aber mit 25 Minuten neuer Musik und nur 9 Tracks (ohne Bonus-Tracks) ist das Album eigentlich eine EP und hätte als solche auch deklariert und preislich günstiger eingestuft werden müssen. Durch die 4 Bonus-Tracks mit alternativen Akustik-Versionen wird die Sache nur künstlich zu einem Album aufgeblasen. Mehr als 9 neue Songs werden es dadurch auch nicht. Von daher nur 3 Sterne.
Kommentar Kommentare (7) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 31, 2015 6:36 PM CET


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