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Rezensionen verfasst von
derruckersfelder

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Chronicles
Chronicles
Preis: EUR 10,28

3.0 von 5 Sternen Seltsame Compilation der Solojahre bis 1987, 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Chronicles (Audio CD)
Das Album Chronicles von 1987 bietet mit gerade einmal 10 Songs eine etwas seltsame Auswahl von Songs der ersten 4 Soloplatten von Steve Winwood.
Schlecht sind die Songs nicht, aber die Hits werden hier auch nicht unbedingt geboten.

Mit Wake Me Up On Judgment Day, Vacant Chair, Spanish Dancer und My Love Is Leavin' gibt es mindestens 4 Songs die nie als Single erschienen sind.
Auf der anderen Seite fehlen viele gute Songs und Singles wie Hold On, Time Is Running Out, Still In The Game, Back In The High Life Again oder The Finer Things.

Der einzige Kaufanreiz für diese CD sind die drei Remixes von Songs des Talking Back To The Night Albums (Valerie, der Titelsong und Help Me Angel). Diese Songs wurden mit zusätzlichen Instrumenten etwas aufgemotzt, was ihnen meines Erachtens auch gut getan hat. Valerie wurde 1987 in diesem Remix als Single veröffentlicht und sogar in den USA ein Top Ten Hit, was es in seiner Originalversion nicht geschafft hatte.

Die CD hat eine Laufzeit von etwas über 55 Minuten.
Das Vinyl-Album ist deutlich kürzer, da hier einige Songs in der Single-Version (While You See A Chance, Higher Love) oder gekürzt (Talking Back To The Night, Vacant Chair) vertreten sind.

Das Booklet der CD und die Innenhülle der LP bieten dann noch einen Text über die Karriere Winwoods bis zum damaligen Zeitpunkt. Darin wird auch gesagt, dass dies seine letzte Veröffentlichung bei dieser Plattenfirma sei, womit sich auch der Zweck dieser Veröffentlichung erklärt. Die Plattenfirma wollte also noch einmal mit einem Künstler abkassieren, der damals auf dem kommerziellen Höhepunkt seiner Karriere war.

Fazit:
Diese CD bietet eine etwas sinnlose Zusammenstellung von Songs. Schlüssig ist das nicht. An der Qualität der Songs gibt es keine Zweifel. Interessant ist die Zusammenstellung für denjenigen der schon alle Alben Winwoods besitzt nur wegen der 3 Remixes.
Darum kann ich nur 3 Sterne vergeben.


Real Life
Real Life

4.0 von 5 Sternen Solides Album mit ein paar Geschmacksverirrungen, 27. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Real Life (Audio CD)
Real Life ist das 1991er Album der Simple Minds.

Das neue Jahrzehnt begann für die Band mit Veränderungen, da Keyboarder MacNeil ausgestiegen war. Die Band war damit zum Trio geschrumpft und das Songwriting lag allein bei Kerr/Burchill. Wenn man das Album hört, kommt es einem so vor als hätten die beiden ihre Vielseitigkeit unter Beweis stellen müssen. Es gibt hier Rock, Bombast, Rap, afrikanische Rhythmen, Balladen, Drumloops und Falsettgesang der Prince ähnelt.
Der größte Teil des Albums hält sich aber im Rahmen des für die Band typischen Sounds.

Mit dem Titelsong, Stand By Love, Let There Be Love und See The Lights gab es sehr eingängige Singles aus dem Album.
Ghostrider und Travelling Man kommen rockiger daher.
Let The Children Speak kommt auch sehr eingängig und bombastisch daher.
Mit Banging On The Door und Rivers Of Ice bietet das Album zwei Balladen, wovon ich die Letztere nicht so besonders mag.
African Skies mit seinen afrikanischen Rhythmen ist zwar musikalisch halbwegs interessant. Ein guter Song ist das aber nicht.
Mit Woman und When Two World Collide hat das Album aber für mich die zwei größten Geschmacksverirrungen. Letzteres wollte thematisch anscheinend so etwas wie Sign O' The Times von Prince werden. Das etwas groovige Woman funktioniert auch nicht so wirklich. Vom Rhythmus erinnert das auch an Sign O' The Times.

Unterm Strich geht für mich das Album zu 2/3 in Ordnung. Ein geschlossenes Werk ist es aber nicht. Trotzdem funktioniert das Songwriting meines Erachtens hier besser als auf Street Fighting Years. Alle Songs haben klaren Strukturen. Die Weltverbesserungstexte finden auch weniger statt. Etwas Sozialkritik gibt es im Titelsong, Let The Children Speak und When Two World Collide.

Die Produktion von Trevor Horn Spezi Stephen Lipson ist auch gelungen. Die CD hört sich auch ohne Remastering gut an.

Das Album hat eine Länge von etwas über 52 Minuten. Für mich ist das Album mit Woman und When Two Worlds Collide mindestens 2 Songs zu lang geraten.

Mittlerweile hat die CD ein anderes Cover. Ich besitze noch die Erstausgabe mit dem blauen Frontcover und dem Bandfoto auf der Rückseite.

Fazit:
Real Life ist immer noch ein sehr solides Album der Band. Es bietet aber einige Experimente die nicht so ganz funktionieren. Für mich ist es das letzte halbwegs hörbare Album der Band bis zum Black & White Album.


Sparkle in the Rain (Remastered)
Sparkle in the Rain (Remastered)
Preis: EUR 7,97

4.0 von 5 Sternen Die Hinwendung zum Rock, 26. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Sparkle in the Rain (Remastered) (Audio CD)
Sparkle In The Rain ist das 1984er Album der Simple Minds.

Im Vergleich zum Vorgänger und New Wave Klassiker New Gold Dream geht die Reise auf diesem Album mehr in Richtung Rock.
Die Auswahl von U2 Produzent Steve Lillywhite (Boy, October, War) zeigt da auch schon die Richtung. Es geht hier etwas härter zur Sache. Das liegt auch an Drummer Mel Gaynor, der endlich vollkommen in die Band integriert war. Auf New Gold Dream durfte er nur bei ein paar Songs ran, da die Band während der Albumproduktion noch auf der Suche nach dem geeigneten Schlagzeuger war.

Mit Waterfront, Speed Your Love To Me und Up On The Catwalk geht es für Simple Minds-Verältnisse ungewohnt rockig zu.
Speziell in der ersten Hälfte des Albums folgt ein Band-Klassiker dem nächsten.
Mit Book Of Brilliant Things und East At Easter gibt es dort neben den 3 Singles weitere Konzertstandards zu hören.

Die zweite Hälfte des Albums ist dagegen die unbekannte Seite der damaligen LP. Viel schlechter als die erste Hälfte ist sie auch nicht.
Sie beginnt mit Street Hassle, eine Cover-Version eines Lou Reed Songs. Der Song beginnt langsam mit Streichern und explodiert dann gegen Schluss. Fast noch besser als das viel zu lange Original.
White Hot Day hätte auch gut auf New Gold Dream gepasst.
C Moon Cry Like A Baby ist der vielleicht unauffälligste Song des Albums, aber auch hörbar.
The Kick Inside Of Me könnte der härteste und rockigste Song der Band sein. Das ist fast schon Punk.
Abgerundet wird das Album mit dem Instrumental Shake Off The Ghosts. Das hat auch eine gute Melodie und zählt zu meinen Lieblings-Instrumentals der Band.

Das Remastering ist gelungen. Die CD-Erstausgabe hörte sich schrecklich dagegen an. Besonders die Drums kommen sehr wuchtig rüber. Eine wohlklingende Platte war das Album aber noch nie.

Ich habe die Vinyl-Replica-Ausgabe in der Papphülle. Dazu kann ich nur sagen, dass der Karton und das Inlay der Vinyl-Hülle ähneln. Die goldene Farbe der Vinyl-Hülle wird bei der CD aber nur imitiert. Lyrics hatte die LP nicht zu bieten. Von der Größe ist die quadratische Hülle etwa 1 cm höher als eine normale CD-Hülle.

Fazit:
Ein weiteres gutes Album der Band, aber nicht ganz so genial wie New Gold Dream oder so eingängig wie Once Upon A Time. Sparkle In The Rain hat noch Ecken und Kanten.


Measure For Measure (Expanded/Remastered
Measure For Measure (Expanded/Remastered
Wird angeboten von thebookcommunity
Preis: EUR 35,14

4.0 von 5 Sternen 86er Album mit vielen Highlights + ein paar Gurken, 26. Januar 2014
Measure For Measure ist das 1986er Album der australischen Band Icehouse um Mastermind Iva Davis.

Mit No Promises gibt es darauf einen der bekanntesten Songs der Band zu hören. Musikalisch ist das eher eine Ballade. Mit Paradise, The Flame und Angel Street gibt es noch 3 weitere Songs in dieser Richtung auf dem Album, wovon vor allem Angel Street ziemlich lahm vor sich hinplätschert.
Weitere Highlights sind noch die fiese Abrechnung mit Mr. Big (Davis singt hier richtig gehässig), Cross The Border und Spanish Gold.
Weniger gelungen und schräg kommen Regular Boys, Lucky Me und Baby You're So Strange daher. Ausgerechnet letzterer Song war eine Single.
Mit The Flame gibt es sogar einen ziemlich ernsten Song über schwarze Gefangene in einem Arbeitslager in Südafrika zur Zeit der Apartheid.

Etwas mehr als die Hälfte der 10 Songs des Originalalbums finde ich gelungen.
Im Vergleich zum Vorgänger Sidewalk bietet das Album eine bessere Produktion. Der technische Fortschritt hatte auch vor Icehouse Mitte der 80er nicht Halt gemacht. Das Album wurde komplett digital aufgenommen. Auch kam der Fairlight Computer ordentlich zum Einsatz. Das hört man besonders deutlich bei Mr. Big und Cross The Border. Die Gitarren stehen auf dem Album weniger im Mittelpunkt.

Das Remastering ist gut gelungen. Die Songs haben immer noch ihre Dynamik. Speziell der Bass bei Mr. Big kommt sehr gut rüber.

Die Remastered Edition von 2002 bietet im Vergleich zum Vinyl-Album 7 Bonus-Tracks.
Too Late Now, Just A Word und das nahezu akustische The Perfect Crime sind davon gelungen und hätten es eher als manch anderer Song auf das eigentliche Album verdient gehabt.
Dazu gibt es noch mit The Flame, No Promises und Sister drei Live-Songs. Ein paar Maxi-Versionen wären mir da lieber gewesen.
Die CD bietet eine Spieldauer von etwas über 75 Minuten und ist damit fast voll.
Das 8-seitige Booklet enthält lediglich die Albumcredits und Songtexte.

Die Reihenfolge der Songs auf der Remasterd Edition ist eine andere als auf der europäischen Vinyl-Fassung. Sie entspricht der australischen LP. Auf der europäischen Fassung waren fast alle kommerziellen Songs auf Seite 1 und die schrägeren Songs auf Seite 2.

Fazit:
Ein nicht ganz gelungenes Album von Icehouse. Dafür gibt es hier ein ordentliches Remastering und einige gute Bonus-Tracks. Knappe vier Sterne ist es aber wert.


Sidewalk (Expanded/Remastered) Aust Excl
Sidewalk (Expanded/Remastered) Aust Excl
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 34,95

3.0 von 5 Sternen Schlechte Produktion, mittelmäßige Songs, 26. Januar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Das 1984er Album Sidewalk der australischen Band Icehouse ist ein eher unbekanntes Werk in ihrem Oeuvre. Große Hits gab es nicht hieraus. Ich wusste auch lange nicht, dass es diese Platte überhaupt gibt, bis ich sie in einem Secondhandladen fand und verwundert feststellen musste, dass ich fast nichts davon kannte. Von allen anderen Icehouse-Platten der 80er kannte ich immer ein paar Songs.

Mit Taking The Town, Dusty Pages und I Don't Believe Anymore gab es 3 Singles davon. I Don't Believe Anymore ist der vielleicht bekannteste Song vom Album. Ein über 5-minütiges Epos, das sich langsam aufbaut, markante Saxophonsoli inklusive.
Taking The Town ist ein schnellerer New Wave Song, erinnert ein wenig musikalisch an The Kick Inside Of Me der Simple Minds aus derselben Zeit. Mit dem Titelsong und Shot Down gibt es noch zwei weitere Songs die an die Simple Minds der frühen 80er erinnern.
Mit den Songs Someone Like You und Stay Close Tonight kommt Iva Davis stimmlich und musikalisch Bryan Ferry/Roxy Music sehr nahe.

Dusty Pages liegt hier auch noch in seiner Single-Version als Bonustrack vor, die die Album-Version überragt. Diese Version zeigt auch das eigentliche Problem des Albums, nämlich seine schlechte Produktion. Vieles klingt hier unfertig, billig, dumpf und muffig. Nach dem frischen ungestümen Debüt Flowers hatte Keith Forsey dem Nachfolger Primitive Man einen moderneren klaren Sound verpasst. Sidewalk klang danach sehr enttäuschend. Für Hi-Fi-Fetischisten ist das Album nichts. Sidewalk klingt ziemlich altbacken.

Dazu kommt auch noch dieser schlimme elektronische Schlagzeugsound, bei dem alles gleich klingt und der fast das halbe Album ruiniert.
Was am Album auch noch auffällt ist der Bass-Sound. Die Basslinien (von einem bundlosen Bass) klingen hier teilweise sehr weich und melodiös.
Auf Sidewalk war Icehouse auch wieder eine richtige Band, nachdem Primitive Man von Iva Davis fast im Alleingang eingespielt wurde. Mit dem Bassisten Guy Pratt (später Aushilfsmusiker bei Pink Floyd und David Gilmour) und dem Gitarristen Bob Kretschmer fand Davis zwei Wegbegleiter für die nächsten Jahre.

Insgesamt bietet das Album wenige Highlights. Neben dem letzten Studioalbum Big Wheel ist es das am wenigsten typische Album für den Sound der Band. Als Einstieg empfehle ich es nicht. Das nächste Album Measure For Measure gelang schon wieder besser.

Die Remastered Edition von 2002 bietet noch 4 Bonus Tracks:
Die schon erwähnte Single-Version von Dusty Pages.
Die Extended Version von Taking The Town.
Hang On, ein eher uninteressanter Track.
Das Instrumental Java, ein Highlight, klingt sehr asiatisch.

Das 8-seitige Booklet bietet außer den Songtexten und den Albumcredits wenig.
Die 14 Tracks der CD haben eine Laufzeit von etwas über 63 Minuten.

Fazit:
Ein wenig überzeugendes Album mit schlechter Produktion. Nur für Fans der Band zur Komplettierung zu empfehlen. Es hat den Anschein, dass es die CD nur noch als teuren Import gibt.
Wegen der Bonustracks und des gelungenen Remasterings (im Vergleich zur fast unhörbaren Original-CD) kann ich mich zu knapp 3 Sternen in der Bewertung durchringen.


Top of the Lake [3 DVDs]
Top of the Lake [3 DVDs]
DVD ~ Elisabeth Moss
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schöne Landschaft, krude Story, langweilig, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Top of the Lake [3 DVDs] (DVD)
Ich habe die Serie auch auf ARTE gesehen. Die zweite Hälfte habe ich mir nur angesehen, um des Rätsels Lösung zu sehen. Im Nachhinein war es Zeitverschwendung.

Insgesamt bietet die Serie sehr schöne Landschaftsaufnahmen von Neuseeland. Das hat auch eine gewisse Atmosphäre.

Vielfach wurde die Serie mit Twin Peaks verglichen, was ich nicht wirklich verstehen kann.
Twin Peaks hatte etwas Mysteriöses und Düsteres. Düster ist Top Of The Lake auch, was aber hauptsächlich am Thema liegt (verschwundenes, schwangeres Mädchen aus übler krimineller Familie, Vergewaltigung, Kinderschändung, etc.) und an den wirklich unsympathischen Charakteren. Selbst für die Hauptperson, die Polizisten, entwickelt man keine Sympathie.
Bei Twin Peaks gab es zumindest ein paar durchgeknallte Sympathieträger. Bei Top Of The Lake hat man nicht wirklich viel Mitgefühl mit den Personen.
Twin Peaks hatte außerdem Humor, der Top Of The Lake vollkommen abgeht.
Die Auflösung am Schluss finde ich auch sehr unbefriedigend. Zumindest nimmt die Serie gegen Ende etwas Fahrt auf und auch etwas spannend.

Was ich überhaupt nicht verstehe ist, wieso eine Polizistin aus Australien in Neuseeland ermitteln darf. Gibt es da gemeinsame Behörden oder habe ich nicht richtig aufgepasst?
Was auch nervt ist diese seltsame Frauenkommune am See um Holly Hunter. Außer ein paar skurriler Personen bringt diese Gruppe die Handlung nicht wirklich weiter.

Das ganze Thema der Serie hätte man auch in 2 Stunden abhandeln können.

Elisabeth Moss (bekannt aus Mad Men) spielt zwar großartig und wurde auch dafür preisgekrönt (Golden Globe). So richtig mitgerissen hat mich die Serie aber nicht. Hier gibt es nur deprimierte Gesichter.


Private Eyes +2 [Remastered]
Private Eyes +2 [Remastered]
Preis: EUR 15,37

5.0 von 5 Sternen Eines der besten Alben des Duos, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Private Eyes +2 [Remastered] (Audio CD)
Private Eyes ist das 1981er Album von Daryl Hall und John Oates.

Mit dem Titelsong und I Can Go For That (no Can Do) gab es zwei USA-Nr. 1 Hits daraus. Mit Did It In A Minute hatten sie dort auch noch einen weiteren Top Ten Erfolg vom Album. Mehr Hits bietet keines ihrer anderen Alben.
Mit der vierten Single Your Imagination vergriffen sie sich. Das war der einzige Single-Flop vom Album und ist für mich auch dessen schlechtester Song.

Der Rest des Albums ist durchweg gelungen.
Looking For A Good Sign ist eine Art Motown-Song, der sehr eingängig ist.
Das von John Oates gesungene Mano A Mano ist ein toller Pop-Song.
Head Above Water ist einer der besten Songs des Duos überhaupt.
Diese drei Stücke wären sehr gute Single-Anwärter gewesen, besser als Your Imagination sind sie allemal.
Mit Tell Me What You Want gibt es einen Song der auch z.B. auf dem dritten Album von The Police keine schlechte Figur gemacht hätte.
Unguarded Minute mit seinen dominanten Piano-Akkorden erinnert am ehesten an Kiss On My List, Totos Hold The Line oder Cold As Ice von Foreigner.
Friday Let Me Down ist ein etwas wehmütiger und melancholischer Pop-Song und der zweite hier von Oates gesungene Song.
Zum Schluss geht es mit Some Men noch etwas rockiger zur Sache.

Insgesamt ist das Album überhaupt gitarrenlastiger und rockiger als die Vorgänger Voices und X-Static oder der Nachfolger H2O. Musikalisch passt das Album gut in diese Reihe. Neben Abandoned Luncheonette sind das für mich die klassischen Alben des Duos.
Die Arrangements sind bis auf wenige Ausnahmen sehr zeitlos gehalten. Es ist hier nichts überproduziert wie z.B. auf ihrem 1984er Album Big Bam Boom. Vom Sound ist Private Eyes kein typisches Album der 80er.

Der Hit I Can Go For (No Can Do) ist der Übersong vom Album. Sehr minimalistisch mit einem durchgehenden programmierten Drumrhythmus instrumentiert groovt der Song unglaublich. Der Rhythmus wurde vielfach gesampelt oder kopiert, so z.B. von Simply Red bei deren Hit Sunrise.

Die Remastered Edition bietet noch zwei 12 Inch Versions von I Can Go For That und Your Imagination.
Insgesamt kommt die CD auf eine Länge von etwas über 55 Minuten. Da hätten also noch ein paar Raritäten mehr Platz finden können, wie z.B. die Single-Version von I Can Go For That.
Das 12-seitige Booklet bietet ausführliche Linernotes und die Songtexte.

Fazit:
Eines der besten Alben von Hall & Oates, gut remastered, 2 Bonustracks und schönes Booklet. Von daher volle Sternezahl.


The Annie Lennox Collection
The Annie Lennox Collection
Preis: EUR 5,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unvollständige Bilanz einer versandeten Solokarriere, 25. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Annie Lennox Collection (Audio CD)
Nach der Trennung der Eurythmics startete Annie Lennox' Solokarriere mit dem Album Diva sehr erfolgsversprechend.
5 Singles (Why, Precious, Walking On Broken Glass, Little Bird, Cold) gab es daraus. Fast alle waren Hits. Diese sind auf The Collection alle vertreten.
Mit Love Song For A Vampire gab es dann noch einen sehr guten Song vom Dracula Soundtrack, der auch zusammen mit der Single Little Bird erschien.

Danach flaute die Solokarriere doch mächtig ab. Mit Medusa erschien ein uninspiriertes aber dennoch sehr erfolgreiches Album mit Coverversionen. Davon sind hier No More I Love Yous und A Whiter Shade Of Pale vertreten.

Dann kam es zur Reunion der Eurythmics mit dem etwas zahmen Album Peace. Zumindest war die Tour unterhaltsam.

Die nachfolgenden Soloalben Bare und Songs Of Mass Destruction konnten an die alten Erfolge nicht mehr anknüpfen. Hits gab es daraus keine. Die 5 davon hier enthaltenen Songs sind für mich die schlechtesten der CD.

The Collection bietet dann noch zwei verzichtbare neue Songs, u.a. mit Shining Light eine laue Coverversion von Ash. Das zeigt auch, dass Frau Lennox musikalisch nicht mehr viel einfällt. Irgendwie ist ihr ohne Dave Stewart der Biss abhanden gekommen.

Mit 14 Songs und etwas über 60 Minuten Spielzeit ist die Standard-Version der CD ziemlich mager ausgefallen.
Zwei Höhepunkte gibt es nur auf der zweiten CD der Deluxe-Version zu hören. Da ist zum einen Into The West aus dem Herr Der Ringe Soundtrack und zum anderen Hush Hush Hush, ein Song von Paula Cole aus dem Album Possibilities von Herbie Hancock.
Unverständlicherweise gibt es auch nirgendwo Put A Little Love In Your Heart mit Al Green zu hören, was ihr erster Hit ohne die Eurythmics war.
Das Duett mit David Bowie vom Freddie Mercury Tribut hätte auch noch Platz gehabt.
Schade. Schade. Schade. Da hätte man mehr draus machen können.

Fazit:
Eine enttäuschende unvollständige Zusammenstellung. Auf dem Album Diva hat man eigentlich fast alle Hits der Dame versammelt.


Gold
Gold
Preis: EUR 14,69

4.0 von 5 Sternen Gute Best Of, ein paar wichtige Songs fehlen, 24. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Gold (Audio CD)
Die CD Gold von The Beautiful South ist eine weitere gelungene Zusammenstellung aus dieser Serie. Fast alle CDs aus dieser Serie sind zu empfehlen.

The Beautiful South wurden Ende der 80er von zwei Mitgliedern der Housemartins gegründet. Bis zum Beginn des neuen Jahrtausends hatte sie speziell in Großbritannien eine ziemlich erfolgreiche Zeit. Auch bei uns wurden einige Songs oft im Radio gespielt.

Musikalisch ist das klassisch britischer Pop. Alles sehr zeitlos und in 2,5 bis 4 Minuten auf den Punkt gebracht. Die verschiedenen Sänger/innen bringen auch viel Abwechslung.

Einige Songs wie Song For Whoever, Don't Marry Her, Perfect 10, Rotterdam, We Are Each Other, A Little Time, Good As Gold oder ihre Coverversion von Everybody's Talking müsste eigentlich jeder schon einmal im Radio gehört haben.

Fast alle großen Hits sind unter den 36 Songs auf dieser Doppel-CD auch vertreten. Dazu gibt es noch ein paar weniger bekannte Singles und Album-Tracks.

Zeitlich deckt die CD die Zeit 1989-2003 ab. Danach erschienen bei einer anderen Plattenfirma noch ein Album mit Coverversionen und das Album Superbi, denen aber kein großer Erfolg mehr beschieden war. 2007 löste sich die Band auf. Die Hochphase der Band wird also mit dieser CD abgedeckt.

Die Songs sind leider nicht chronologisch geordnet. Die CDs haben eine Gesamtspieldauer von ca. 134 Minuten, d.h. es hätten noch über 20 Minuten Spielzeit zur Verfügung gestanden.
Diese hätte auch gut genutzt werden können, da doch m.E. drei gute Songs fehlen. Da ist zunächst die Cover-Version Dream A Little Dream aus dem Film French Kiss, die auch auf den beiden anderen Best Ofs der Band zu finden ist. Mit How Long's A Tear Take To Dry und Pretenders To Throne fehlen noch zwei weitere bekannte Songs, die auch auf den anderen Best Ofs zu finden waren.

Das Booklet bietet noch informative Linernotes über die Geschichte der Band.
Soweit nötig wurden die Songs auch remastered.

Fazit:
Das ist die bisher umfangreichste Zusammenstellung von Songs der Band. Der Preis (ca. 8 Euro, Stand Januar 2014) war auch sehr fair. Wegen der fehlenden 3 Songs muss ich aber einen Stern abziehen.


The Best of Flash and the Pan
The Best of Flash and the Pan
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Walking In The Rain fehlt, also keine gute Best Of, 24. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: The Best of Flash and the Pan (Audio CD)
Vorliegende CD bietet eigentlich eine hervorragende Auswahl an Songs von Flash And The Pan.
Hinter diesem Namen versteckten sich Harry Vanda & George Young, die schon in den 60ern und 70ern für Hits wie Friday On My Mind und Love Is In The Air verantwortlich waren. Weiterhin hatten sie auch bis Powerage alle frühen AC/DC-Alben produziert.
Den Karrierehöhepunkt hatten Flash And The Pan von Ende der 70er bis Ende der 80er.

Mit 19 Songs bekommt man schon eine Menge geboten.
Mit Hey St. Peter, Waiting For A Train, Midnight Man und Ayla sind auch mindestens 4 große Klassiker dabei.

Aber:
Wie kann man eine CD Best Of nennen und dann mit Walking In The Rain einen ihrer bekanntesten Songs vergessen?
Das ist wie eine Best Of der Rolling Stones ohne Satisfaction.
Walking In The Rain wurde auch sehr gut von Grace Jones auf ihrem Album Nightclubbing interpretiert.

So gut die Auswahl auch sonst ist. Das Ziel einer Best Of ist damit etwas verfehlt.

Deswegen:
2 Sterne Abzug.


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