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derruckersfelder
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Nobody's diary/State farm (1983) / Vinyl Maxi Single [Vinyl 12'']
Nobody's diary/State farm (1983) / Vinyl Maxi Single [Vinyl 12'']

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pop-Klassiker mit interessanter B-Seite, 17. April 2015
Nobody's Diary war die einzige Single von Yazoo-Album Nr. 2 You And Me Both (1983) das zugleich der Abschied sein sollte. Yazoo war ein kurzlebiges (1982/83) Pop-Duo um Ex-Depeche Mode Songwriter Vince Clarke und Sängerin Alison Moyet. Der Midtempo-Song wurde von Alison Moyet geschrieben und ist mittlerweile ein Elektropop-Klassiker der 80er-Jahre, wunderbar gesungen und mit einer tollen Keyboardmelodie.
Eine ganz andere Baustelle war dagegen die von Vince Clarke und Alison Moyet gemeinsam geschriebene B-Seite State Farm. Der Song schaffte es in Amerika auch auf das zweite Album (in Europa dagegen Happy People). Für europäische Ohren wurde der Song damals als weniger geeignet von der Plattenfirma eingestuft. Im Jahre 1983 muss das auch ziemlich fremdartig geklungen haben. Das war fast schon Hip Hop mit gesprochenem Text, Gestöhne, Geschrei, Hupen und Scratching. Das Beste am Song ist aber sein unfassbarer Groove. Irgendwie war der Song seiner Zeit um Jahre voraus.
Die Maxi bringt beide Songs in verlängerten Versionen. Meine Maxi läuft dazu noch wie eine LP mit 33 statt wie sonst üblich 45 Upm.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 18, 2015 11:08 AM MEST


The Miracle (2011 Remastered) Deluxe Version - 2 CD
The Miracle (2011 Remastered) Deluxe Version - 2 CD
Preis: EUR 16,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abwechslungsreiches Album von 1989, 13. April 2015
The Miracle war Queens vorletztes Studioalbum zu Lebzeiten von Freddie Mercury und stammt von 1989. Es fiel sehr abwechslungsreich aus und zeigt noch einmal die große Bandbreite der Band, vielleicht sogar etwas mehr als der Abschied mit Innuendo.
Produktionstechnisch hängt die Band auf dem Album aber noch ziemlich in den 80ern fest und da war sie über das komplette Jahrzehnt selten geschmackssicher. Das zeigen vor allem Rain Must Fall und My Baby Does Me, die nicht so richtig aufs Album passen wollen. Das sonnige gute Laune verbreitende Rain Must Fall hört sich an als wäre es vom 1982er Album Hot Space oder Freddie Mercurys Solo-Debüt Mr. Bad Guy übriggeblieben. Da wünsche ich mir die Band hätte den Song frei vom ganzen Produktionskitsch etwas akustisch swingend mit ein paar Latineinflüssen aufgenommen. My Baby Does Me wäre ein guter Prince-Song auf einem seiner Alben der späten 80er gewesen. Zu einem programmierten Beat liefert Brian May eine sehr ordentliche Gitarrenarbeit ab. Irgendwie wirkt das Ganze aber etwas unfertig.
Trotzdem bietet das Album mit dem Rocker I Want It All, dem tanzbaren Rocksong Breakthru und dem Titeltrack mindestens 3 überragende Songs. Das der Sensationspresse gewidmete Scandal, die schon damals über Freddies Gesundheit spekulierte, ist so etwas wie eine Ausnahme in Queens Songkatalog, da die Band in ihren Texten sonst eher wenig Stellung zu Themen bezog. Invisible Man ist sehr funky und tanzbar. Davon auch ganz interessant zu hören die Demo-Version mit Roger Taylors Gesang auf CD 2. Da hat der Song noch weniger Hall auf den Drums und Bass und kommt kompakter bzw. rockiger rüber.
Was mir am Album nie gefallen hat, ist der Beginn mit den ineinander übergehenden Party und Kashoggi's Ship. Letzteres klingt wie von ihren ersten Alben und kommt nicht so richtig auf den Punkt. Party ist eine simple Spaßnummer.
Mit Was It All Worth It bietet The Miracle aber noch einen grandiosen Abschlusssong. Hätten Queen hier aufgehört, wäre das ein sehr gutes Finale gewesen. Der Song hat ein Brett von einem Gitarrenriff, eine überlebensgroße Produktion mit Orchester, Chören etc. Dazu gibt es noch einen sehr versöhnlichen Text über die Karriere, ein wunderbares Resüme. Yes it was a worthwhile experience" singt Freddie am Schluss und lacht dann noch. Es kommt einem vor als habe die Band geahnt, dass es vielleicht das letzte Album sein könnte. Dem folgte aber noch Innuendo das mit The Show Must Go On und The Days Of Our Lives zwei weitere bewegende Songs bot.
Sehr ungewöhnlich am Album sind die Songwritercredits, die für jeden Song auf das Konto der gesamten Band gehen. Das sollte wohl die Geschlossenheit innerhalb der Band zu diesem Zeitpunkt zeigen, wie auch das Album-Cover mit den ineinander verschmolzenen Köpfen. Trotzdem ist teilweise herauszuhören wer federführend hinter den einzelnen Songs stand.
Die Deluxe Edition bietet mit 7 Bonustracks einige B-Seiten, wovon Hang On In There herausragt, eine Maxi von The Invisible Man, die Single-Version von I Want It All und das Demo von The Invisible Man. Leider hat man hier nicht das Original von My Life Has Been Saved draufgepackt, das die B-Seite von Scandal war. Den Song findet man auf der Deluxe Edition von Made In Heaven.
Das Remaster lohnt im Falle von The Miracle, da bei der Remaster-Serie der Queen-Alben in den 90ern nur die Alben bis einschließlich The Works von 1984 überarbeitet wurden.

Fazit:
Als Album ist The Miracle zwar nicht als Ganzes zu ertragen, es hat aber einige herausragende Songs. The Game und The Works sind vom 80er-Output eine rundere Sache und der Nachfolger Innuendo wirkt im Vergleich zu The Miracle wie aus einem Guss. 4 Sterne sind aber für The Miracle in der Bewertung drin.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 24, 2015 10:31 AM MEST


Coogans großer Bluff [Blu-ray]
Coogans großer Bluff [Blu-ray]
DVD ~ Clint Eastwood
Preis: EUR 12,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blu-ray deutlicher Fortschritt zur DVD, 3. April 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Coogans großer Bluff [Blu-ray] (Blu-ray)
Coogans Großer Bluff war Clint Eastwoods erste von insgesamt 5 Zusammenarbeiten (u.a. Dirty Harry, Flucht Von Alcatraz) mit Regisseur Don Siegel und stammt aus dem Jahr 1968.
Der Film lebt größtenteils vom Kulturclash. Auf der einen Seite ist Eastwoods Charakter Coogan, ein konservativer Deputy Sheriff aus dem beschaulich ländlichen Arizona (herrlich die deutsche Aussprache im Film) und das New York der späten 60er Jahre mit Clubs, Hippies und Drogen auf der anderen Seite.
Von der Handlung (Spoiler) geht es darum, dass Deputy Coogan eine Person zurück nach Arizona überführen soll. Dabei macht er sich bei der Polizei in New York und den dortigen Behörden nicht gerade viele Freunde, was aber viel an seiner Sturheit und Dickköpfigkeit liegt. Mit Cowboyhut und Westernstiefeln ist er in New York natürlich auch ein Exot. Bei den Frauen hat er dagegen einen Schlag. Vom Charakter ist Coogan nicht weit weg von Dirty Harry. Er hat seine eigenen Moralvorstellungen und will mit dem Kopf schon einmal durch die Wand.
Der Film wurde recht günstig inszeniert. Er hat 3 größere Actionsequenzen (Wüste, Schlägerei in Kneipe, Verfolgung am Schluss). Außerdem bietet er viel trockenen Humor, dazu noch ein paar Machosprüche und einen Running Gag über Coogans Herkunft. Weiterhin zeigt er ein paar wunderbare Aufnahmen vom New York der damaligen Zeit, dessen Partyleben, ein paar herrlich dekorierte Wohnungen etc..

Zur Blu-ray/Bild/Ton/Ausstattung:
Das Bild kommt oft sehr grobkörnig daher, speziell die Außenaufnahmen und der Beginn. Die Innenaufnahmen sehen besser aus. Die Bildschärfe und die Farben sind in Ordnung. Das Schwarz und der Kontrast könnten aber besser sein. In dunklen Passagen flackert das Schwarz des Öfteren. Das Filmmaterial hat nur wenige Fehler und Abnutzungserscheinungen. Am Schluss gibt es ein paar Kratzer zu sehen, die blau wirken. Das Bild ist aber trotzdem ein deutlicher Fortschritt zur alten DVD. Der deutsche Monoton ist laut, rauscharm und klar verständlich.
Die Blu-ray befindet sich in einer schwarzen Amaray-Hülle und bietet ein Wendecover mit gleichem Motiv ohne FSK-Zeichen. Als Bonus ist ein altes Interview mit Eastwood erwähnenswert, das ihn in seinem Haus Ende der 60er zeigt. Bild und Ton sind hart an der Schmerzgrenze.

Fazit:
Nicht unbedingt mein Lieblingsfilm des Duos Siegel/Eastwood. Es fehlt irgendwie die Spannung. Das Bild der Blu-ray ist im Vergleich zur alten DVD aber deutlich besser und von daher empfehlenswert. 4 Sterne sind in der Bewertung drin.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 8, 2015 4:56 PM MEST


Garden Party
Garden Party

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen One Hit Wonder, bekanntes Instrumental aus den 80ern, 3. April 2015
Rezension bezieht sich auf: Garden Party (Vinyl)
Es gibt Songs die eigentlich jeder kennt, aber so gut wie niemand weiß von wem sie stammen. Garden Party von Mezzoforte ist so ein Fall. Da muss man nur in die MP3-Version hier bei Amazon hineinhören. Der Song dient(e) als Hintergrundberieselung für so ziemlich alles im TV und sonstwo.
Die Band Mezzoforte gründete sich Ende der 70er in Island. Die Musik die sie machten klang aber sehr international. Garden Party ist ein sehr melodiös funkiges Instrumental (größtenteils, mit ein paar gesungenen Lalalas). Hervorstechend sind die Bläsersätze, die die Melodie des Songs ausmachen und der geslappte Bass. Produktionstechnisch ist der Song ein typisches Ding der 80er. Auf der Maxi ist der Song in seiner Album-Länge von etwas über 6 Minuten zu finden. Der Song sollte 1983 der einzige Hit der Band bleiben und ist heute auch noch gut für jede Sommerparty zu empfehlen. Ein echter gute Laune Garant.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 12, 2015 11:03 AM MEST


Original Musiquarium
Original Musiquarium
Preis: EUR 22,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Compilation von 1982, lautes Rauschen beim 2000er Remaster, 31. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Original Musiquarium (Audio CD)
Stevie Wonder's Original Musiquarium I (ein zweiter Teil blieb bisher aus) erschien 1982. Die damalige Doppel-LP war eine Zwischenbilanz und fasste seine Arbeit der Jahre 1972-1980 ganz gut mit 12 Songs zusammen. Dazu gab es noch 4 hierfür eingespielte neue Songs, also ca. eine Stunde altes Material und mit 26 Minuten ein halbes neues Album.
Die Songauswahl der Greatest Hits aus dieser Zeit geht in Ordnung. Mit 60 Minuten stand da nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung. So fehlen ein paar Klassiker wie Ain't Gonna Stand For It, As und Lately.
Die neuen Songs stehen den Klassikern aber in nichts nach. Do I Do ist ein 10-minütiges funky Epos, das sich auch gut auf Michael Jacksons Off The Wall gemacht hätte. Das Ding hat einen sensationellen Basslauf von Nathan Watts, Bläsersätze die an Earth Wind & Fire erinnern, ein Trompetensolo von Jazz-Legende Dizzy Gillespie und am Ende rappt Wonder sogar noch. Teilweise erinnert der Song an vieles was Jamiroquai Jahre später so berühmt machte. Front Line ist rockig/funky und handelt von einem Kriegsveteranen, der mit der Welt nicht zurecht kommt. That Girl kann fast schon als moderner R&B bezeichnet werden. Mit Ribbon In The Sky bietet diese Zusammenstellung eine von Wonders gelungensten Balladen. Bis auf die Akustikgitarre hat Wonder den Song allein eingespielt. Besonders bemerkenswert ist das jazzige Pianooutro.
Wie auf vielen seiner Alben sind einige der Songs ohne Pausen ineinander gemischt, was mir persönlich nicht so gefällt.
Hätte Wonder hier aufgehört neue Musik zu veröffentlichen, dann wäre seine künstlerische Bilanz nahezu makellos gewesen. Als nächstes stellte er aber seine Heimorgel auf Autopilot, wobei dann I Just Called To Say I Love You herauskam, ein Song der jeden Stevie Wonder Fan der 70er wegen seiner Banalität (Text und vor allem Musik) fassungslos machen sollte. Die restlichen 80er waren dann auch nicht wesentlich besser.

Zum Remaster von 2000:
Hier ist einiges daneben gegangen. Das ist umso unverständlicher, da die anderen Remasters der Alben von 1972-1976 und Hotter Than July eigentlich ziemlich gut geworden sind. Bei Original Musiquarium ist bei vielen Songs aber ein deutliches sehr lautes Grundrauschen zu vernehmen, was mich ziemlich stört und ärgert. Dabei wurden für diese Compilation vielfach die Album-Versionen genommen, bei denen auf den Original-Alben dieses Problem nicht zu hören ist. Anscheinend wollte man das Album aus diesen Aufnahmen nicht noch einmal neu abmischen, zusammenstellen und mastern. Da hat man irgendwo gespart und sich die Sache zu einfach gemacht.
Insgesamt stellt sich die Frage, ob diese Zusammenstellung heute überhaupt noch gebraucht wird. Mit At The Close Of A Century gibt es mittlerweile ein preislich oft sehr günstigs 4 CD-Set (auch als Ear-Book im Großformat) um die 15 Euro, das seine Karriere bis in die 90er sehr gut zusammenfasst und bis auf Front Line alle Songs von Original Musiquarium ohne Rauschen bietet.

Fazit:
Von der Songauswahl der alten Hits bis von 1972-1980 und vor allem wegen der 4 Songs von 1982 ist Original Musiquarium sehr zu empfehlen. Front Line ist der rarste Song hiervon. Wegen des zum Teil schlechten Masterings (Rauschen) muss ich aber 2 Sterne abziehen. Ich habe leider keinen Vergleich wie sich die alten Vinyl- und CD-Versionen anhören.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 31, 2015 11:43 AM MEST


Moon Landing (Apollo Edition)
Moon Landing (Apollo Edition)
Preis: EUR 13,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Album + 8 Bonustracks + Konzert-DVD, 30. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Moon Landing (Apollo Edition) (Audio CD)
Bei James Blunt ist es mittlerweile fast schon eine Tradition, dass seine CDs irgendwann mit Bonustracks und DVD erscheinen. Im Falle seines Albums Moon Landing hat sich das Warten auf die Apollo Edition gelohnt, da es jetzt auf insgesamt 19 Songs (samt der Single When I Find Love Again) und fast 70 Minuten aufgestockt wurde und dazu noch eine DVD vom kompletten Konzert beim Paleo Festival enthält, die gut zeigt, was James Blunt samt Band bei seiner Sommer-Tour 2014 gemacht haben. Die Apollo Edition ist dabei mindestens die vierte Version dieses Albums (Original, Deluxe, Edition 2014). Das Marketing seitens der Plattenfirma ist dabei natürlich diskussionswürdig, aber irgendwie müssen sie ja Geld verdienen, wenn der Künstler nur alle 3 oder 4 Jahre etwas Neues veröffentlicht.
Das Album selbst halte ich für sein bestes und abwechslungsreichstes seit seinem Debüt. Das Ganze ist natürlich sehr auf Kommerz gebügelt und bedient sich bei vielem was in den letzten Jahren populär war. Das hat vor allem mit seinen Co-Autoren und Produzenten zu tun, die viel für One Republic oder auch Olly Murs geschrieben haben. Da kann man Coldplay (Face The Sun, Heart To Heart) genauso wie Mumford & Sons (Bonfire Heart) oder auch One Republic durchhören. Von Folk (Bonfire Heart, Satellites), Reggae (Postcards), Balladen (das Whitney Houston Tribute Miss America, Sun On Sunday) oder aktuellem Rock-Pop (The Only One, Bones) bietet das Album eine ziemliche Bandbreite. Dabei ist die Musik auch nicht mehr ganz so melancholisch wie auf seinen ersten beiden Alben. Der Trauerklos für den ihn viele Dank seines zu Tode gespielten Hits You're Beautiful halten ist er nicht, was auch der beiliegende 1,5-stündige Konzertmitschnitt auf DVD zeigt. Das war ein Festival-Auftritt vor großer Kulisse. Blunt und Band entsprechend des Albumtitels in Astronautenoveralls, Raumschiffkulissen auf der Bühne und Weltraumfilmen auf der Leinwand im Hintergrund. Die 4-köpfige Band und Blunt spielen sich gutgelaunt durch so ziemlich alle Hits und guten Songs seiner bisherigen 4 Alben. Da fehlt fast nichts. Dazu spielt er noch eine Cover-Version von Slades Coz I Luv You. Die Balladen sind deutlich in der Minderheit. Goodbye My Lover, Carry You Home und Same Mistake sind vielleicht deswegen umso bewegender. Wirken viele seiner jüngeren Studioproduktionen etwas überproduziert und glatt, kommen die Songs live etwas rauer und kompakter rüber. Blunt parliert mit viel Selbstironie (z.B. über seine geringe Körpergröße) größtenteils auf Französisch.
Der Ton der DVD liegt in PCM Stereo, DD 5.1 und Dts 5.1 vor. Der Stereoton ist gut abgemischt. Seine Stimme steht klar im Vordergrund. Die Surroundmixes bedienen vorwiegend die 3 Frontspeaker mit der Stimme und Akustikgitarre laut und deutlich auf dem Center. Aus den hinteren Lautsprechern kommt nicht viel. Der Bass könnte etwas druckvoller sein. Der Dts-Ton ist etwas wuchtiger und lauter als der DD 5.1 Ton. Das Bild lässt teilweise etwas Schärfe vermissen und wackelt hier und da. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass als Film größtenteils das Bild und die Bildregie verwendet wurden, die auch die Zuschauer beim Konzert auf den seitlichen Leinwänden zu sehen bekamen.
Das CD-Booklet beinhaltet u.a. alle 19 Songtexte.

Fazit:
Ein wenig schade ist, dass nicht wie beim Vorgänger Trouble Revisited auch die Videoclips (scheinen beim MP3-Download dabei zu sein) zu den Singles draufgepackt wurden. Die 3 Tracks von der Bonfire Heart EP hätte ich auch noch gerne gehabt. Insgesamt also nicht ganz perfekt, aber auch so ist das wegen der DVD und Bonustracks ein gutes Gesamtpaket.


Deepest Purple (30th Anniversary Edition)
Deepest Purple (30th Anniversary Edition)
Wird angeboten von ZeitGeistErleben
Preis: EUR 10,89

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Compilation von 1980 + 4 Bonustracks + DVD, 28. März 2015
Von Deep Purple gibt es mittlerweile einige Compilations. Für die Beste halte ich da immer noch die Doppel-CD 30:Very Best Of. Vorliegende Zusammenstellung Deepest Purple genießt aber einen gewissen Kultstatus und war bei Erscheinen 1980 im UK sogar ein Nr. 1 Erfolg in den Albumcharts. Das ursprüngliche Album bot nur 12 Songs der sog. Mark II und III Besetzungen. Für die Ausgabe zum 30jährigen Jubiläum wurde das Ganze um 4 Songs ergänzt. So gibt es jetzt auch noch Hush von der Mark I Besetzung und You Keep On Moving von der Mark IV Besetzung sowie When A Blind Man Cries (damals B-Seite von Never Before) und den Stormbringer-Track Soldier Of Fortune zu hören. Spätere Songs seit dem Comeback in den 80ern die bei anderen Plattenfirmen erschienen wurden nicht berücksichtigt und hätten vom Sound auch nicht hierhergepasst.
Die Trackauswahl ist sehr gelungen. Diskussionswürdig ist vielleicht die Entscheidung für die B-Seite When A Blind Man Cries. Man bekommt so ziemlich die bekanntesten Songs aus den 70ern. Von Hits kann man bei Deep Purple aber kaum sprechen, da sich die Band als Album-Band verstand und gerade einmal mit Hush, Black Night und Strange Kind Of Woman 3 größere Single-Hits verbuchen konnte. Smoke On The Water wurde im UK noch nicht einmal als Single veröffentlicht, da die Band Never Before (leider hier nicht vertreten) größere Hitchancen zutraute. Eigentlich gehören mindestens die Deep Purple Alben In Rock, Fireball, Machine Head, Burn, Stormbringer und das Live-Album Made In Japan sowieso in jede ordentliche Rockmusiksammlung. Alle Songs bis auf Black Night und You Keep On Moving liegen in ihren Langfassungen vor. Das Remaster für Speed King scheint neu zu sein. Die CD hat eine Spieldauer von über 79 Minuten.
Das Jewelcase befindet sich in einem Pappschuber. Das 8seitige Booklet enthält einen längeren Text vom Rockjournalisten Geoff Barton. Der FSK-Aufkleber befindet sich auf der Verpackungsfolie.
Hauptkaufargument war für mich aber die beiliegende DVD. Dort sind 15 Clips der Band enthalten. Hauptsächlich stammen diese von Fernsehauftritten. So gibt es auch Ausschnitte aus dem deutschen Beat Club und Disco zu sehen. Schön ist auch einmal die Mark IV Version in Aktion zu sehen. Außerdem kommentiert der selige Jon Lord zwischen den Clips die Songs und die damalige Zeit. Deutsche Untertitel sind vorhanden. Die DVD läuft fast 100 Minuten. Die Qualität des Bildmaterials und Tons sind eher im historischen Zusammenhang zu sehen. Da darf nicht zu viel erwartet werden.
Zu kritisieren ist vielleicht noch, dass die Bonustracks nicht angehängt sondern integriert wurden und so der Ablauf des Original-Albums etwas verändert wurde. Das dürfte aber höchstens Kenner und Liebhaber der Original-LP stören.

Fazit:
Eine gute Zusammenstellung der 70er Jahre plus Hush, dazu noch eine informative DVD.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 15, 2015 11:27 AM MEST


Private Life - The Compass Point Sessions
Private Life - The Compass Point Sessions
Preis: EUR 13,88

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele lange und rare Versionen aus der Zeit 1980-1985, 18. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bis Ende der 70er hatte Grace Jones ein paar Disco-Alben produziert. Unter der Regie von Island-Boss Chris Blackwell und Produzent Alex Sadkin nahm sie zu Beginn der 80er auf den Bahamas in den Compass Point Studios die 3 Alben Warm Leatherette (1980), Nightclubbing (1981) und Living My Life (1982) auf. Musikalisch war das ein Neuanfang für sie. Auf diesen Alben verschmolz sie Reggae, Dub, Funk und Soul. Diese Musik klingt größtenteils heute immer noch sehr zeitlos. Zum musikalischen Gelingen trugen vor allem die sogenannten Compass Point Allstars bei, ein Kollektiv von Musikern das noch einige Platten für andere Künstler einspielte. Für Grace Jones kamen diese aber zum ersten Mal zusammen. Besonders zu erwähnen sind davon das Rhythmus-Fundament Sly & Robbie (man höre hier nur die Dub Versionen von Private Life und She's Lost Control) sowie Keyboarder Wally Badarou.
Nicht zu vergessen ist außerdem Designer Jean Paul Goude der ihr noch optisch ein neues androgynes Image verpasste. Das Cover von Nightclubbing ist diesbezüglich eine Ikone.

Auf Warm Leatherette und Nightclubbing waren es speziell die Cover-Versionen, denen Grace Jones und ihre Mitstreiter ihren Stempel aufdrückten. Darunter Roxy Musics Love Is The Drug, Chrissie Hyndes Private Life, Nightclubbing von Iggy Pop und David Bowie, Breakdown von Tom Petty, Use Me von Bill Withers, Walking In The Rain (Flash & The Pan), She's Lost Control (Joy Division) oder das laut Booklet speziell für sie von Sting geschriebene Demolition Man (The Police nahmen ihre Version erst später auf). Mit Pull Up To The Bumper und I've Seen That Face Before (Libertango) sind hier außerdem zwei ihrer größten Standards zu finden. Am Verblüffendsten ist für mich ihre Version von Marianne Faithfulls I've Done It Again, das sie wunderbar weich und mit Gefühl singt. Da ist sie einmal nicht der kratzbürstige Vamp, sondern das hört sich fast an wie eine verloren geglaubte Aufnahme von Dusty Springfield. Auf Living My Life gab es dann vermehrt Eigenkompositionen. Mit diesen drei Alben wurde Grace Jones zwar zum Kritikerliebling, große Verkaufserfolge waren sie damals aber nicht.

Private Life - The Compass Point Sessions bietet insgesamt 25 Songs aus dieser Zeit und Slave To The Rhythm von 1985 bei einer Spieldauer von über 2,5 Stunden. Letzteres gehört hier aber eigentlich nicht hin und ist eher ein netter Bonus. Dieser Song entstand zusammen mit Trevor Horn und zeigt dessen Talent als Produzent. Viele Songs sind hier in ihren Langfassungen vertreten, die es früher nur auf den Maxis oder Kassetten-Versionen der Alben gab. Das sind in der Regel aber keine nervigen Remixes sondern einfach längere Versionen mit weiteren Strophen oder Instrumentalteilen. Vieles davon wurde nur hier auf CD veröffentlicht. Schon allein Love Is The Drug von über 8,5 Minuten ist den Kauf wert. Dazu gibt es einige sonst bisher unveröffentlichte Versionen und mit Ring Of Fire (Johnny Cash) und Man Around The House zwei bisher unveröffentlichte Songs aus den Living My Life Sessions.
Sehr lobenswert ist das ausführliche Booklet mit einem Essay von Brian Chin, das auch einige Zitate der Beteiligten beinhaltet.
Das Remastering ist gut. Auf der ebenfalls sehr empfehlenswerten Deluxe Edition von Nightclubbing kommen die Songs aber etwas dynamischer daher.

Fazit:
Die wichtigsten Songs der 3 Alben liegen hier vor, dazu ein paar B-Seiten, Unveröffentlichtes und vor allem viele lange Versionen machen diese Doppel-CD sehr empfehlenswert. Zeitlosere und coolere Musik hat Grace Jones bis zu ihrem Comeback Hurricane nicht mehr veröfffentlicht. Derzeit (Stand März 2015) zum Schnäppchenpreis in der "3 CDs für 15 Euro" Aktion erhätlich.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 19, 2015 3:51 PM CET


Neither Fish Nor Flesh
Neither Fish Nor Flesh
Preis: EUR 11,27

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr hörenswerter Album-Flop von 1989, 12. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Neither Fish Nor Flesh (Audio CD)
Neither Fish Nor Flesh von 1989 war D'Arbys zweites Solo-Album. Es wird oft als kommerzieller Selbstmord angesehen. Im Vergleich zum Debüt war es verkaufstechnisch ein Flop und seine Karriere geriet danach erst einmal ins Stocken. D'Arby war damals aber nicht der einzige der einem enorm kommerziell erfolgreichen Album einen Nachfolger bot, der den Erwartungen entgegentrat und nicht auf Sicherheit produziert war (Prince Around The World In A Day nach Purple Rain, Springsteen Tunnel Of Love nach Born In The USA, George Michael Listen Without Prejudice nach Faith).
Hört man das Album losgelöst vom Debüt und ohne Erwartungen ist es doch ein ziemlich gutes Stück Musik. Es ist aber anders. Der teils gelackte Soulpop des Vorgängers ist fast vollkommen verschwunden. Das Album hat vielmehr Ecken und Kanten, es klingt rauer und teilweise sehr retro, aber dafür auch zeitloser. Man merkt der Platte an, wie sehr D'Arby seiner musikalischen Vision folgte. Die Musik entstand größtenteils in Eigenregie (Produktion, Songwriting, Mix) und er spielte viele Instrumente selbst. Irgendwie ist die Platte ein Egotrip, Größenwahn und exzentrisch, aber so muss Kunst sein. Die meisten Prince-Alben der 80er waren genauso exzentrisch, mit dem Unterschied, dass das von Prince so auch etwartet wurde.
Der Beginn des Albums ist etwas abschreckend. Auf ein Intro folgt erst einmal Acapella-Gesang, dann kommen Bongos. Der dritte Song wirkt dann ziemlich psychedelisch mit Sitar. Ab Song 4 nimmt das Album aber Fahrt auf. Mit To Know Someone Deeply folgt die zweite Single und auch der so ziemlich bekannteste Song des Albums. Als erste Single wäre das bestimmt ein verkaufsförderndere Wahl gewesen, eine Ballade die auch Marvin Gaye gut gestanden hätte. I'll Be Alright geht danach swingend mit Big Band Sound zur Sache. Billy Don't Fall ist ein Soulsong. Die erste Single This Side Of Love rockt etwas trocken und monoton, sehr untypisch für D'Arby zu diesem Zeitpunkt. Das Ding hätte gut auf Lenny Kravitz' erstes Solo-Album vom gleichen Jahr gepasst. Auf Attracted To You geht es funky zu. Roly Poly mit seiner rückwärtslaufenden Musik finde ich etwas nervend. Der Höhepunkt des Albums ist für mich You Will Pay Tomorrow bei dem er den James Brown gibt. Das Album endet dann wunderbar warm soulig mit I Don't Want To Bring Your God's Down und dem reinen Gesangstrack And I Need To Be With Someone Tonight.
Beim Hören dieses Albums musste ich wieder feststellen, was für ein unfassbares Gesangstalent eigentlich von der größeren Bildfläche verschwunden ist. D'Arby hatte eine unglaublich Bandbreite drauf. Obwohl er immer noch Alben veröffentlicht, muss man danach mittlerweile unter seinem neuen Namen Sananda Maitreya suchen, wie er sich seit geraumer Zeit nennt.

Fazit:
Nicht alle Experimente sind auf Neither Fish Nor Flesh gelungen. Das Album hat einen etwas schwierigen Einstieg, danach wird es aber besser. Insgesamt ein mutiges und spannendes Album, bei dem ich mich trotzdem immer frage, wie er damit damals bei seiner Plattenfirma durchkommen konnte. Mit einem Abstand von über 25 Jahren gehört das Abum wiederentdeckt. Seine schlechte Reputation ist völlig unbegründet.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 13, 2015 1:35 PM CET


Blutiges Blei [Blu-ray]
Blutiges Blei [Blu-ray]
DVD ~ Giuliano Gemma
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Politischer Italo-Western, 11. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Blutiges Blei [Blu-ray] (Blu-ray)
Blutiges Blei von Regisseur Tonino Valerii aus dem Jahr 1969 ist ein sehr ungewöhnlicher Italo-Western. Thematisch nimmt er das JFK-Atentat auf und übersetzt es in den wilden Westen. Es geht um politische Seilschaften, falsche Verdächtigungen, Rassismus etc.. Dabei ist der Film sehr dialoglastig. Die Action ist dagegen dosierter, kommt aber auch nicht zu kurz. Zu kritisieren ist vielleicht, dass der Spannungsbogen nicht so gelungen ist.
Auf Blu-ray liegt der Film ungeschnitten vor und läuft jetzt über 111 Minuten. Die wieder eingefügten ziemlich wichtigen Szenen (u.a. eine Gerichtsverhandlung) sind deutsch untertitelt. Das Bild ist recht ordentlich geraten. Es liegt in seinem Originalformat vor (2.35:1) und ist ziemlich sauber und nahezu frei von Fehlern. Das Techniscope fällt wie fast immer etwas grobkörniger aus und lässt auch etwas Schärfe vermissen. Die Farben wirken auch etwas blass.
Der Film wurde in Almeria gedreht. Teilweise fallen auch Sets von Spiel Mir Das Lied Vom Tod auf. So ist z.B. die Sweet Water Ranch zu sehen.
Mit Giuliano Gemma und Fernando Rey sind dazu zwei sehr bekannte Schauspieler beteiligt. Gemma hat eine ernste Rolle und kann auch wieder in einigen Stunts sein Können beweisen. Seine Synchronstimme ist Klaus Kindler, der viele Filme für Clint Eastwoods Rollen synchronisiert hat.
Im Vergleich zu anderen Werken dieses Genres kommt der Film von der Ausstattung, den Sets, Kostümen etc. aufwändiger daher. Etwas unrealistisch kommt allerdings der Ort des Geschehens Dallas rüber, das hier als Dorf dargestellt wird.
Ein Lob muss man auch dem Kameramann aussprechen, der Film ist nämlich größtenteils sehr gut mit ansprechenden Kamerabewegungen, Zooms und Perspektiven fotografiert. Auch die dunklen Szenen nachts oder in Räumen sind gut und effektiv beleuchtet.
Der Score von Luis Bacalov kommt auch gut rüber. Teilweise werden dort Geräusche eingesetzt.
Wieso der Film FSK 18 eingestuft ist, kann ich mir nicht ganz erklären.
Die Blu-ray bietet ein Wendecover mit einem anderen Motiv und ohne FSK-Hinweis auf einer Seite. Dazu gibt es noch zwei Trailer und eine kurze Bildergalerie.

Fazit:
Ein Italo-Western weit über dem Schnitt. Über Bild und Ton kann man nicht viel meckern. Der Preis von unter 10 € (Stand März 2015) ist auch sehr lobenswert. Eine erfreuliche Veröffentlichung. Gute 4 Sterne sind drin.


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