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Ichbins44 "Ichbins44"

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Final Fantasy XIII - Lightning Returns - Standard Edition (Lösungsbuch)
Final Fantasy XIII - Lightning Returns - Standard Edition (Lösungsbuch)
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unentbehrlich, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt Spiele, da rennt man auch ohne Lösung durch und hat trotzdem nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Final Fantasy 13-3 ist da anders. Ohne diese detaillierte Lösung und die genauen Karten ist man zwar nicht aufgeschmissen, aber sie stellen eine unglaubliche Hilfe dar, ohne das das Game dadurch langweiliger werden würde.

Im Spiel steht man bei vielen Aufgaben vor dem Rätsel, was man wann und wo machen soll. Hier gibt das Buch wertvolle Hinweise, ohne die man nur sinn- und spaßlos durch die Welt irren würde ohne eine Lösung zu finden. Dass manche Aufgaben zum Beispiel mehrere Spieltage Zeit erfordern und die auch noch zu bestimmten Uhrzeiten erfährt man z.B, aus dem Spiel nicht.
Auch sind manche Gegenstände so gut versteckt, dann man sie ohne die Karten aus dem Buch kaum findet. Ein Spiel soll ja auch Spaß machen und nicht nur in Arbeit ausarten. Das durchgehend farbige Losungsbuch macht die Sache jedenfalls leichter, ohne den Spielspaß zu nehmen,


Lightning Returns - Final Fantasy XIII - [PlayStation 3]
Lightning Returns - Final Fantasy XIII - [PlayStation 3]
Preis: EUR 29,99

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überschätzer Zeitdruck: kurzweiliges Spiel, ohne Lösungshinweise allerdings kaum zu schaffen., 7. März 2014
Nach über 30 Stunden tatsächlicher Spielzeit und allen beendeten Hauptaufgaben habe ich im ersten Versuch jetzt immer noch 6 Tage der "In-Game-Zeit" vor mir, um zum "letzten Tag" und damit zum Finale zu kommen.
Der von mir befürchtete Zeitdruck wird also überbewertet. Daneben habe ich auch schon rund 30 Nebenaufgaben abgeschlossen und etliche Wunschtafel-Quests. Damit will ich sagen: Zeit ist NICHT das Problem dieses Spiels.
Notwendig ist lediglich, die EP-Fähigkeit "Chronostasis" einzusetzen, während man Aufgaben löst. Außer in der Startstadt Luxerion trifft man überall auf reichlich Gegner, den hierfür nötigen "EP-Vorrat "wieder auffüllen, um die Chronostasis wieder fortsetzen zu können.
Dieser Effekt tritt so richtig erst nach 2-3 Tagen In-Game-Zeit ein.

Um die (meisten) Hauptaufgaben zu bestehen benötigt man eine gewisse Stärke, also sollte man vorher genügend Nebenaufgaben gelöst haben, nur durch die gewinnt man Power dazu. Monster verkloppen allein reicht nicht, damit füllt man nur seinen EP-Vorrat (für bestimmte Sonderzauber wie Chronostasis, Teleportation oder Vitaga), levelt aber seine Figur nicht auf.

Etliche Quests erfordern eine genaue Kenntnis, was man wo wann findet. Ohne jegliche Hilfe aus Internet oder dem ausgezeichneten Lösungsbuch verrennt man sich hier unnötig und verplempert sinnlos und spaßlos Zeit. Wer sich also von der offenen Welt überfordert fühlt und planlos umherirrt, sollte Hilfe in Anspruch nehmen. Wer auch so gut klar kommt, kann sich das sparen.

Für den ersten Durchgang empfehle ich den Schwierigkeitsgrad "einfach" (außer natürlich denen, die, wie sagt man so schön, "eine Herausforderung lieben"). Es wird auch auf "einfach" schwierig genug. Denn der Schwierigkeitsgrad ist mal wieder extrem schwankend. Unzählige Monster haut man mit zwei Hieben um, mit anderen ringt man ewiglich und schraubt an seinen Einstellungen und Kampf(aus)rüstungen.

Grafisch hat mich der Titel eher enttäuscht, flimmernde Kanten, lieblose Umgebungen, triste Farben - da wäre mehr möglich. Die Kämpfe sind optisch zu effektgeladen, Vor lauter Bitzen und Lichtern verliert man den Gegner aus dem Auge und das ist leider spielerisch Murks.

Das Fehlen der deutschen Sprachausgabe ist eine herbe Enttäuschung, ständig muss man Textwüsten durchlesen. Das ist bei dem vielen unnötig umfangreichen Gequassel ganz schön mühsam!

Fazit: 13-2 gefiel mir deutlich besser, aber schlecht ist Lightning Returns daher nicht.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 8, 2014 1:55 AM CET


Perry Rhodan 2704: Die Rückkehr des JULES VERNE (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2704: Die Rückkehr des JULES VERNE (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Starker Zyklusbeginn - fesselnde Charaktere, spannende Handlung, 25. Juni 2013
Einen derart interessanten und spannenden Zyklusbeginn hat es bei Perry Rhodan lange nicht gegeben.
Zunächst einmal muß ich loben, dass man sich endlich dazu durchgerungen hat, Arndt Drechsler in die Titelbildkünstler-Riege aufzunehmen. Seine ersten Werke sind famos gelungen. Allein schon die Idee, nur den halben Bully zu zeigen und die JULES VERNE mit Wucht und Lens-Flare-Effekten in den Hintergrund zu knallen ist genial. Die Farbkomposition ist ebenfalls gelungen - dass Bulls Auge dieselbe Farbe hat wie das Schiff im Hintergrund, hat was!
Doch nun zum Roman: Michael Marcus Thurner kann die Qualität der Vorgängerromane halten. Er würzt seinen Mix aus Mysterien und Abenteuer mit vielen hübschen alienesken Details. Der Robot Quick Silver und der Agent Khosrau kommen geheimnisvoll und schwer durchschaubar herüber - die Ansage, mehr Wert auf ausgefeilte Charaktere zu legen, trägt offenbar erste Früchte.
Kurzum: Einsteigen lohnt sich, zumal des die ersten vier Bände des neuen Zyklus auch als erweiterte E-Book-Version gibt.


Perry Rhodan 2700: Der Techno-Mond (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2700: Der Techno-Mond (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Das Atopische Tribunal" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein neuer Zyklus beginnt - selbst für Neueinsteiger spannend., 17. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für Leute, die die Serie nicht oder nur wenig kennen, hole ich mal etwas aus:
Die Perry Rhodan-Serie startet in ein neues Zeitalter. Mit Band 2700, der gerade am Kiosk ausliegt und von nun an jederzeit als EBook zu haben ist, beginnt ein neuer Zyklus. Man kann in die Fortsetzungsserie einsteigen, ohne die anderen 2699 Bände zu kennen oder gelesen zu haben. Ein wenig Neugier und Spaß an Science Fiction gehören natürlich dazu, ebenso wie die Bereitschaft, in der Woche durchschnittlich 64 Seiten zu lesen. Ich lasse gern mal 10 Hefte liegen und lese die dann am Stück, was den Vorteil hat, dass ich an den spannenden Stellen (und davon gibt es reichlich) gleich weiterlesen kann.
Der neue Zyklus beginnt wie fast jeder andere: Perry sitzt zu Hause und kommt seinen Hausmannspflichten nach. Doch der Frieden trügt freilich: immerhin taucht plötzlich der Mond auf. Der war zwischenzeitlich verschwunden (fragt nicht!), aber nun ist er wieder da. Allerdings ist er nicht mehr ganz der Alte, denn er ist von einer umfassenden Schicht voller Geräte überzogen. Die Techno-Kuste läßt zudem keinen an sich heran. Wer sich dem Mond nähert, bleibt in einem Energiefeld stecken. Natürlich hat Perry, wie fast immer in neuen Zyklen, ein Experimentalraumschiff in der Hinterhand.
Daneben beschäftigen ihn aber noch andere Dinge. So ist ein Milliardär einem Dunkelplaneten auf der Spur, aber nicht irgendeinem, sondern einem, der vor langer Zeit mal zum heimischen Sonnensystem gehört haben soll.
Außerdem entdeckt Perry noch neue Verwandte, von denen er bislang nichts ahnte. Einer seine Söhne hat eine Tochter, vergaß aber, Papa davon zu informieren.
Band 2700 ist von Bestsellerautor Andreas Eschbach ("Das Jesus-Video") locker flockig geschrieben. Hier kommt tatsächlich jeder Neuleser mit, ohne dass er allzu viel rätseln müsste.
Ausgedacht haben sich die Geschichte (und die Ideen des kommenden Zyklus) die Exposéautoren Wim Vandemaan und Christian Montillion, die mit diesem Band die Regie übernehmen. Ich persönlich halte Vandemaan ja für den Walter Moers der Science Fiction, er verbindet abgedrehte Ideen mit einer sehr menschlichen, nachfühlbaren Beschreibung. Montillion hat ein Gespür für einen guten Spannungsaufbau und überrascht immer wieder mit bewegenden Geschichten. Beide wissen, dass man einen guten Zyklus wie eine moderne Fernsehserie aufbauen sollte und dass Charaktere und Ereignisse sich entwickeln müssen.
Insgesamt schreiben elf deutschsprachige Autoren an der Reihe mit, die natürlich ihre speziellen Talente auch noch einbringen (das ist jetzt nett formuliert, natürlich gefallen mir manche mehr als andere).
So, nun weiss jeder Bescheid.
Als "Altleser" bin ich von dem Roman wirklich angetan, wer also reinschnuppern möchte: das EBook ist nicht teuer. Aber Vorsicht: Suchtgefahr!


Crysis 3 - Hunter Edition (uncut) - [PlayStation 3]
Crysis 3 - Hunter Edition (uncut) - [PlayStation 3]
Wird angeboten von Gameland GmbH
Preis: EUR 17,06

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lieblose Kosolen-Umsetzung: tötet mehr Spielspaß als Gegner, 17. März 2013
Na gut, CRYSIS 1 und 2 habe ich verpasst und der dritte Teil läßt einen das auch spüren. Gleich vom ersten Level an werden alle Extras des "Nanosuits" aktiviert. Hacken, Tarnen, Schutzschild, Visor, Nanovision, Flitzebogen ... ein langsamer Anstieg und eine Eingewöhnung werden dem Spieler nicht gegönnt.
Dazu kommt eine verwirrende Bedienung, bei der z.B. "Visor schließen" nicht etwa bedeutet, den Visor vors Auge zu klappen, sondern abzuschalten. "Visor ein" - "Visor aus" war wohl zu einfach, oder?

In den Menüs funktioniert auf Konsolen der Analogstick nicht mehr: mal muss man zum Scrollen das Steuerkreuz benutzen, mal die R1,R2-Tasten. Völlig unverständlich,warum. Auch dass man zum Einblenden des Waffenkonfigurations-Menüs die SELECT-Taste FESTHALTEN muss ist überflüssig und umständlich. Zum Durchscrollen der Möglichkeiten sind hier übrigens die Aktionstasten zu benutzen. Eine sinnvolle Steuerung sieht anders aus. Auch dass man in Visoransicht keine Munition einsacken kann und Türen in dem Modus nicht zu öffnen sind (ja nicht mal angezeigt werden, wobei einem sonst jeder %#}^* angezeigt wird) ist ja wohl ein Bug.

Kurzum: die Konsolenumsetzung ist unter aller Sau konfiguriert. Man versucht, alles neu zu erfinden. Nichts davon ist besser geworden. Zudem kann man unzählige überflüssige Gegenstände "halten", also greifen und wegwerfen, erschreckenderweise mit der "Nachladen"-Taste, so dass man anstatt neuer Munition im Eifer des Gefechts gern mal Koffer oder Kisten in der Hand hält.

Das Spiel selbst beginnt grafisch langweilig mit Lagerhallen voller Treppen und Kisten. Langweiliger geht es ja kaum! Später, im Dschungel, wird es dann durchaus schöner.

Zwischenfazit: das Spiel läßt kaum einen Fehler aus, es ist mit Funktionen überladen, die elend viel Einarbeitung bedürfen. Und alles was mit Arbeit zu tun hat, macht ja keinen Spaß. Ein Spiel soll mich unterhalten und nicht nerven.
Die Menüs sind vollkommen überladen, genau wie das HUD. Moderne Spiele kommen heutzutage fast ohne aus. Hier ist das andere extrem zu sehen, darunter überflüssiger Schnickschnack wie die Gefahrenanzeige.

Eine Konzentration aufs Wesentliche täte dem Spiel gut, es verzettelt sich jedoch in Details und tötet dabei mehr Spielspaß als Bildschirmgegner.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 18, 2013 5:16 PM CET


Perry Rhodan 2687: Alles gerettet auf ewig (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Neuroversum" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Perry Rhodan 2687: Alles gerettet auf ewig (Heftroman): Perry Rhodan-Zyklus "Neuroversum" (Perry Rhodan-Erstauflage)
Preis: EUR 1,49

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartige Erzählung und ein Schlüsselroman des Zyklus, 18. Februar 2013
Zunächst habe ich von dem Roman immer nur ein paar Seiten gelesen und dann eine Pause gemacht. Auf fast jeder Seite fand ich erstaunliche Erkenntnisse, lesenswerte Weisheiten und gelungene Formulierungen. Das in einem Rutsch runterzulesen, wäre der Sache nicht angemessen, dachte ich.
Aber nach der Hälfte konnte ich dann nicht mehr anders und las ihn doch am Stück zu Ende. Einmal abgesehen davon, dass der Roman ein zentrales Geheimnis des ganzen Zyklus auflöst und die Handlung mehr als ein nur ein wenig vorantreibt, war dieses Heft eines besten der letzten Jahre.
Wim Vandemaan zeigt eindrucksvoll, wie seine Geschichten um die Charaktere kreisen und diese mit ihren Gefühlen, Gedanken, Beobachtungen und Überlegungen im Mittelpunkt stehen. Dadurch werden auch sehr bizarre SF-Elemente nacherlebbar, ja, realistischer. Toufecs Reise in ein Wunderland, seine Zweifel, seine Entscheidungen und Empfindungen - all das ist großartig dargestellt.
Dazu gibt es noch einen Reginald Bull, der in nur wenigen Sätzen mehr von sich enthüllt, als in vielen Romanen zuvor.
Wenn die Bände nach 2700 so weitergehen, ist mir um PERRY RHODAN nicht bange. Dann ist alles gerettet, auf ewig.


Fringe - Die komplette vierte Staffel [Blu-ray]
Fringe - Die komplette vierte Staffel [Blu-ray]
DVD ~ Anna Torv
Preis: EUR 14,99

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Da fehlt doch was!, 4. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Gab es bei den ersten drei Staffeln noch einen extra Schuber, in welchem die Blu-Rays dekorativ standen, fehlt dieser nun. Das macht sich im Regal nicht mehr so schön. Ansonsten gibt es inhaltlich nichts zu meckern: die Serie selbst ist spannend und wirklich empfehlenswert. Die Extras finde ich persönlich nicht sehr interessant, aber das ist ja Geschmackssache.


Achgute Geschichten - Jahrbuch Nr. 1
Achgute Geschichten - Jahrbuch Nr. 1
Preis: EUR 5,85

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klare Meinungen - verwirrende Zusammenstellung, 28. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Na gut, man kann all diese Artikel auch im Internet lesen - aber komprimiert zusammengefasst in einem E-Book, welches man mit eigenen Anmerkungen und Markierungen versehen kann, sind sie dann doch schöner.
Ein wenig mehr Arbeit hätten sich die Autoren mit dem Buch dann aber doch geben dürfen. Gerade in einem E-Book darf man nach jedem Beitrag ruhig mal eine neue Seite anfangen und nicht "ohne Punkt und Komma" eine Zeile weiter den nächsten Artikel drunterklatschen. Auch waren einige Passagen innerhalb der Beiträge doppelt - da hat Copy und Paste versagt.
Inhaltlich geht es kunterbunt durcheinander, die einzelnen Kapitelüberschriften helfen da wenig und geben dem Buch kaum Struktur. Besser wäre es gewesen, nach Autoren zu ordnen.
Inhaltlich findet sich die von der "Achse des Guten" bekannte Mischung aus klarer Meinung und bissiger Formulierung.


Ein Schwabinger Monolog
Ein Schwabinger Monolog
Preis: EUR 3,45

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend und bedrückend zugleich, 28. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Schwabinger Monolog (Kindle Edition)
Wenn man aus Schwafeln Energie gewinnen könnte, würde Deutschland noch Strom exportieren können. Was der Autor hier an Stimmungsbildern und Meinungen von deutschen Prosecco-Stehtischen zusammenfasst ist in der Tat typisch, treffend und derart geballt erschreckend. Ein Kaleidoskop des Weltbildes, welches sich "der Deutsche" in den letzten Jahren zugelegt hat.
Wie weltfremd und bizarr das alles ist, wird dabei allerdings den meisten Leuten verborgen bleiben - weil die das wirklich alles glauben, was Michael Miersch in den Monologen zusammengefasst hat.


Sonne (Limited Super Deluxe Edition)
Sonne (Limited Super Deluxe Edition)
Preis: EUR 37,99

18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Positive Energie: Klare Sounds, treibende Rhythmen, 8. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Popmusik erweckt ja immer den Verdacht, minderwertiger, einfacher und vor allem gefälliger zu sein als Rock. Rock darf alles sein: schmutzig, laut, gleichförmig, frickelig, verschwitzt. Pop, sein kleiner, eleganterer Bruder, findet in den Charts statt, ist also angeblich Kommerz und wird, wie alles, was Erfolg hat, misstrauisch angesehen.
Nun legt also Christopher von Deylen als "Schiller" seine neue Doppel-CD vor, und wer mag, darf eine Doppel-Live-DVD in einer Box gleich mit erwerben. Und das sollte man auch tun, denn die beiden Livekonzerte sind nicht etwas mehr vom schon bekannten, sondern durchaus eigenständige Produktionen: Einmal instrumental in einem Theater, eher entspannt gehalten, dann in einem Club, energiereich und mitreißend.

Als Fan mag ich die Reinheit und Klarheit von Schiller, die luftige Weite, die sich durch seine Klänge auftut. Der entspannende elektronische Klangteppich, der unter all den Kompostionen liegt, ist dabei weit (genug) entfernt von esoterischer Entspannungsmusik, obwohl die Stücke alle mit einer gewissen Einfachheit daherkommen.

Natürlich hat alles einen hohen Wiedererkennungswert, eine Vertrautheit, die ab und an als Gleichförmigkeit wahrgenommen wird, aber in Wirklichkeit einfach Stil ist. Schiller hat seine musikalische Nische gefunden. Die Musik hat ihre Wurzeln in der Chillout- und der elektronischen Musik. Gern werden hier Jean-Michel Jarre und Tangerine Dream genannt - musikalische Parallelen drängen sich dennoch tatsächlich nicht so sehr auf. Tangerine Dream entwickelt die meisten Stücke aus Loops, Musikphrasen, die sich wiederholen und auf die (und aus denen) stets etwas neues aufgebaut wird. Bei Schiller steht eher die Melodie im Vordergrund, das klassische Songformat. Rhythmisch ähneln sich beide auch nicht, gerade weil Tangerine Dream sich den üblichen Bums-Klatsch-Takten völlig verweigern. Schiller fehlt zudem trotz zweier Drummer die Percussion, wodurch ein etwas sterilerer Eindruck entsteht.

Schiller steht für sofortige Eingängigkeit und Einfachkeit, aber nicht Ideenlosigkeit.

"Sonne" hat durch seine immense Länge auch Längen, zumidest, wenn man die CDs in einem durchhört. Es fällt gar nicht leicht, sich für (weit) über zwei Stunden ausreichend zu entspannen, um sich auf das ganze Werk einzulassen. Man muss auch mal loslassen können, vom Alltag, von der Wirklichkeit und dem Wunsch, neben der Musik auch noch etwas anderes machen zu wollen. Sicher ist das Musik zum Autofahren, Musik, die man beim Lesen laufen lassen kann, aber im Grunde wurde diese Musik geschrieben, um dem Alltag zu entfliehen und nicht, ihn zu begleiten.

Gleichwohl ist nicht alles pure Ruhe und Besinnlichkeit, im Gegenteil: das Werk strotzt von Leben und Energie. Besonders die gesungenen Titel ragen hier heraus. "Epic Shores" ist ein Knaller, der einen mitreißt. "Energy" verspricht auch nicht zu viel. Bei den Instrumentalstücken ragt "Lichtermeer" heraus. Gleichwohl finde ich diesmal keinen wirklichen Ausreißer nach unten. zu loben sind zudem die wunderbaren Stimmen, die von Deylen wieder aufgetan hat.

Die neuen Schiller-CDs sind wie ein Ozean, der bekannt, mal beruhigend, mal lebendig und dabei stets vertraut wirkt, aus dem immer wieder neue Inseln auftauchen: einzigartig und schön. Rockmusik ist dagegen ein Wildwasser und wird primär nicht für die Schönheit geliebt, sondern seine rabaukenhafte Lebendigkeit.

Man kann beides lieben, die Berge und die See, Rock und Pop. "Im Mond sind die Träume, in den Sternen die Hoffnung, in der Sonne das Leben", sagt von Deylen. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 18, 2012 10:44 AM MEST


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