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Rezensionen verfasst von
Ulrich Bettermann "Ichbins44"

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Mirror's Edge
Mirror's Edge
Wird angeboten von Music-Shop
Preis: EUR 18,80

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Optisch genial, aber Steuerung mäßig, 7. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Mirror's Edge (CD-ROM)
"Mirror's Edge" ist das Gegenteil eines gewalttätigen Spiels, trotzdem macht es einen aggressiv. Nicht in dem Sinne, dass man selbst um sich schlagen möchte, sondern vielmehr, indem man sich versucht fühlt, seinen Controller durchs Wohnzimmer zu pfeffern. Tja, es sei hat ein Geschicklichkeitsspiel und ein solches verlange von einem halt etwas Geduld ab, hört man. Aber ich bleibe dabei: Es ist frustrierend, nämlich weil die Steuerung unnötig hakelig und komplex ist.

Aber von Anfang an: "Mirror's Edge" sieht unglaublich aus. Es spielt in einer klar, sauber und steril gezeichneten Stadt der nahen Zukunft und als Spieler bewegt man sich über Dächer, durch Industriekomplexe, Anlagen und Bürotürme. Das sieht beeindruckend aus, läuft vollkommen flüssig und zieht einen durch die Ego-Perspektive sofort ins Spiel.

Von der Runnerin Faith, der Hauptfigur, sieht man meist nur Hände und Füße. Das HUD (also das auf dem Bildschirm sichtbare Display) besteht aus einem mittig gelegenen Punkt. Das war's. Zur Orientierung darf man eine Taste drücken, wonach Faith in die Richtung blickt, in welche es weiter geht. Hilfreiche Wegweiser wie zuletzt in Fable 2 oder Prince of Persia fehlen aber leider. Lediglich die "Runner's Vision", die per roter Einfärbung wichtige Gebäudeteile, die es zu überwinden oder zu benutzen gilt, anzeigt, dient noch der Orientierung. So richtig einfach wird die Wegfindung hierdurch dennoch nicht.

Oft weiss man nämlich nicht, was man konkret machen soll - und noch öfter ist man auch noch unter Zeitdruck ahnungslos, weil man nämlich von bewaffneten Polizisten verfolgt wird. Man muss nicht nur schnell einen Weg finden, sondern auch noch geschickt Hindernisse überwinden. Und dies ist nicht so leicht. Denn das Springen ist nicht, wie sonst in 98 % aller Spiele auf die X (PS3) oder A-Taste (XBox 360) gelegt worden, sondern auf die obere linke Bumpertaste. Kann man sich angeblich ganz leicht merken: Springen = Füße = obere Taste. Derselben Unlogik folgt das Ducken, dafür ist dann der linke untere Trigger zuständig.
Somit gehen die grundlegenden Bewegungen sehr ungemütlich von der Hand, insbesondere für Rechtshänder.

Neben der grundlegenden Steuerung, die zusätzlich darauf aufbaut, das man "das Momentum", also die Geschwindigkeit, nicht verlieren sollte, sind freilich sämtliche anderen Tasten und Knöpfe der Controler ebenfalls belegt. So kann man kämpfen (recher unterer Trigger), Leute entwaffnen (Dreieckstaste bzw. Y) und vieles mehr.

Die Belegung der Knöpfe ist willkürlich und offenbar zufällig entstanden und verlagt einige Einarbeitungszeit. Sie entspricht von allem keiner der über die Jahre entwickleten Standards (Springen ist ja beinahne überall und immer auf X bzw. A und da gehört es auch hin!).

Gleichzeitig verlangt das Spiel komplexe Manöver von einem. So muss man diverse Arten des "Wallruns" beherrschen, also des Laufens an der Wand entlang. Bei Prince of Persia gibt es das auch, ist dort aber gelungen, da man sehr schnell raus hat, wie lange und wie weit der Prinz die Wände entlang rennt. In "Mirror's Edge" ist dies völlig unklar und hängt von der Position des kleinen weissen Punktes, der Geschwindigkeit, des Winkels und der Dauer des Drückens der entsprechenden Taste ab. Dadurch wird die Steuerung schwammig und unklar, man entwickelt kein Gefühl dafür.

Bei Prince of Persia kann und muss man ebenfalls aus dem Wallrun in eine andere Richtung abspringen, was intuitiv von der Hand geht. Hier muss man jedoch im eh schon komplexen Wallrun im richtigen Moment die "Umdrehen-Taste" drücken und Millisekunden später wieder die Sprungtaste. Dadurch, dass beim "Umdrehen" auch das Bild umspringt und man aber sofort wieder springen muss, ist man völlig schließlich orientierungslos. Man schafft diese Passagen somit rein zufällig und kann nie genau sagen, woran es nun lag, dass man versagte oder es schaffte.

So bin ich dann auch in Kapitel 3 hängengeblieben. Ich sollte aus einem Büro fliehen, kam aber ums Verrecken nicht in den dritten Stock, weil kein Sprung und keine Technik klappen wollte. Das hat dann nach dem 20sten Versuch nichts mit Geschicklichkeit zu tun, sondern mit schlechtem Spieldesign.

Fazit: Tolle Optik, frustrierende Steuerung - unspielbar, aber schön.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 8, 2009 2:58 PM MEST


Accelerate
Accelerate
Wird angeboten von schnuppie83
Preis: EUR 6,18

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Rockig" ist kein Qualitätsmerkmal, 30. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Accelerate (Audio CD)
Mal abgesehen von den beinharten Fans, die sowieso alles gut finden, was R.E.M. so auf den Markt wirft, wird diese CD beim breiten Publikum eher wenige Freunde finden.

Es erweist sich allerdings als Glücksfall, dass die 11 Titel dieses Albums schon nach knapp 35 Minuten (was ansonsten eine Frechheit wäre!) vorbei sind: So hat man das Geschrammmel schneller hinter sich.

Dabei bin ich durchaus ein Fan harter und lauter Musik, allerdings nicht, wenn sie derart nervig produziert ist. Anstatt Headbangen sorgt dieses Album eher für Kopfschütteln in die andere Richtung. Die Instrumente sind einfach zu lärmig in den Vordergrund gemischt, vieles tut im Ohr weh und ist eben nicht "rockig", sondern einfach nur zu laut.

Nach dem noch passablen "Living Well" schrapelt schon Track 2 im Gehörgang. Hört sich das denn keiner an, bevor er die CD ins Presswerk gibt?! Ein Titel wird nicht dadurch rockiger, dass man nur einfach die Gitarren mehr in den Vordergrund mixt und diverse Quietschtöne erklingen lässt.
Die Single "Supernatural Superserious" geht auch noch als typisch R.E.M. durch, auch wenn die Gitarren auch hier eher unangenehm in den Vordergrund gemischt sind.
"Hollow Man" fängt nett an, wird dann aber einfach zu lärmig.
"Houston" - we habe a problem: Der hübsche Titel wurde mit nervenden Keyboardsounds unhörbar gemacht. Wo ist die Skip-Taste?! Wer bis hier keine Migräne hatte, bekommt sie sicherlich jetzt.
"Accelerate" - Geräusche auf der Gitarre, dazu weitgehend melodiebefreiter Gesang - der Titeltrack zeigt, wo es bei dem Album langgeht. Mein Anspieltipp: Wer so was gut findet, ist hier richtig!
"Until the Day is Gone": Der beste Track des Albums. Hübsch. Eine Erholung.
"Mr. Richards": Ganz nett, die Produktion ist allerdings nicht mein Geschmack. Keine Dynamik, der Titel ist nicht mitreißend rockig, sondern nur einfach zu laut.
"Sing for the Submarine": Immerhin sind in diesem Stück mehrere musikalische Ideen miteinander verwoben. Geht eher in Richtung Prog-Rock.
"Horse to Water": R.E.M. goes Punk. Dieses Stück ist ganz spaßig geworden, es geht wenigstens mal richtig ab.
"I'm Gonna Dj": Immer ganz dicht an einem guten Uptempo-Rocker vorbei.Die richtigen Ramones konnten sowas besser.


Sehnsucht (Ltd.Super Deluxe Edt.)
Sehnsucht (Ltd.Super Deluxe Edt.)

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die anderen Fassungen des Albums lohnen nicht, 1. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sehnsucht (Ltd.Super Deluxe Edt.) (Audio CD)
Achtung SCHILLER-Fans: Es gibt derzeit nichts Besseres als diese "Super ltd. Deluxe Edition" mit 2 CDs und einer DVD. Auf der sind nämlich ganze 31 CD-Titel, darunter einige echte Perlen, die auf anderen Fassungen fehlen. Kostet zwar deutlich mehr, lohnt sich meiner Meinung nach aber wirklich. Weil nämlich die Extratitel nicht nur belanglose Dudeleien sind, sondern wirklich gute Songs. Auch die DVD der "Super"-Fassung enthält mehr Bonusmaterial als die sogenannte "Ltd. Deluxe Edition"

Ansonsten bleibt von Deylen seinem Stil treu: Ein nach mehrmaligem Anhören wirklich schönes Album mit hypnotischen Klängen, genialen Melodien - und trotzdem "typisch Schiller". Fans können "blind" zuschlagen ...

Das Material der DVD ist musikalisch zwar sehr gelungen, von der Bildqualität aber sehr unterschiedlich. Einige Filme haben bessere youtube-Qualität. Jede bessere Spielezeitschrift hat heutzutage HD-DVDs beiliegen, Wende-DVDs, die man auch hochauflösend abspielen kann. Warum verzichtet die Musikbranche darauf?

Herausragend ist die Live-Version des Stückes "Schiller" aus Kiew mit Bläsern und feinem Gitarrensolo: genial!


Sehnsucht (CD / DVD)
Sehnsucht (CD / DVD)

3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es gibt noch was Besseres, 29. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sehnsucht (CD / DVD) (Audio CD)
Achtung SCHILLER-Fans: Es gibt noch was Besseres als diese "Ltd. Deluxe-Version", nämlich die "Super ltd. Deluxe Version" mit 2 CDs und einer DVD. Auf der sind nämlich ganze 31 CD-Titel, darunter einige echte Perlen, die auf dieser Fassung hier fehlen. Kostet zwar deutlich mehr, lohnt sich meiner Meinung nach aber wirklich. Auch die DVD der "Super"-Fassung enthält mehr Bonusmaterial.
Ansonsten bleibt Christopher von Deyen seinem Stil treu: Ein nach mehrmaligem Anhören wirklich schönes Album mit hypnotischen Klängen, genialen Melodien - und trotzdem "typisch Schiller". Fans können "blind" zuschlagen ...

Der Klang ist angenehm klar, die Produktion wieder ausgezeichnet. Natürlich kommt von Deyen an die ausgefeilten Rythmen von Elektronik-Gruppen wie Tangerine Dream nicht heran, bei ihm herrscht zu oft noch der übliche Bums-Klatsch-Rythmus vor, aber auch hier ist Besserung in Sicht, wie "Zenith" (mit Klaus Schulze) beweist.

Das Material der DVD ist musikalisch zwar insgesamt sehr gelungen, von der Bildqualität aber sehr unterschiedlich. Einige Filme haben bessere youtube-Qualität. Jede bessere Spielezeitschrift hat heutzutage HD-DVDs beiliegen, Wende-DVDs, die man auch hochauflösend abspielen kann. Warum verzichtet die Musikbranche darauf?

Herausragend auf der DVD ist die Live-Version des Stückes "Schiller" aus Kiew mit Bläsern und feinem Gitarrensolo: genial!


Need for Speed: Carbon
Need for Speed: Carbon
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 38,89

8 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Schatten und ein wenig Licht: Need for Sunshine!, 9. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Need for Speed: Carbon (Computerspiel)
Nachdem der Vorgänger "Most Wanted" am Tage spielte und systemübergreifend ruckelte, verlegte man die Rennen dieses Mal wieder in die Nacht - und sieh einer an: (fast) alles läuft deutlich geschmeidiger.

Wie aber schon erwartet, erfindet "Need for Speed: Carbon" das Genre des Action-Raserspiels nicht neu, bleibt aber ein gutes Spiel.

Nervig sind jedoch ein paar Dingep: zum Beispiel das sogenannte Driftrennen (welches zum Weiterkommen in der Karriere jedoch bislang - ich habe ca. 75% gechafft - nicht notwendig war). Bei der "Drift" muss man möglichst schnell um die Kurven jagen und darf die Straßenbegrenzung nicht berühren. Klingt spaßig, ist aber genau das Gegenteil, zumal die Steuerung gegenüber den sonstigen Rennen drastisch verändert wurde. Was soll denn der Unsinn?

Die "Drift" klappt somit fast nie und nervt schon nach wenigen Minuten extrem. Zudem sind die zu erfüllenden Vorgaben auch mit Übung kaum zu erreichen. Dieser Modus ist, und das sollte sich EA in sein Tagebuch schreiben: MIST. Bitte verschont mich mit diesem Murks beim nächsten Mal.

Um es ganz deutlich zu sagen: kommt das nächste NfS wieder mit Driftrennen, bleibt es halt im Laden stehen.

Geringfügig weniger nervig, aber immer noch stark störend, sind die Polizeiverfolgungen. Sie bremsen den Spielfluss, bauen nur Frust auf (das sollten Spiele nicht tun, Freunde!) und sind spielerisch einfach überflüssig: bitte auch NICHT mehr verwenden, EA.

Mal im Ernst: Wenn ein Spiel "Need for Speed" heisst, dann erwarte ich als Käufer einfach schnelle Autorennen. Und nicht die Verhinderung schneller Autorennen. Ich habe bei einem Rennspiel keine Lust, mich in finsteren Ecken zu verstecken und die Zeit abzuwarten. Ich habe auch keine Lust, die nervigen Streifen abzuhängen, das nützt meist eh nix, weil das Spiel sich überall neue Polizisten hincheatet.

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Polizeiverfolgung = Kaufverweigerung beim nächsten Mal.

Das meiste andere ist aber gut und macht durchaus Spaß - jedenfalls, wenn man am Anfang die für einen selbst "passende" Autoklasse wählt. Die Fahrzeuge steuern sich nämlich durchaus gut, man muss nur das für den eigenen Geschmack passende Auto finden. Wenn die völlig verunglückte Anleitung hier etwas näher ins Detail ginge (und auch Bilder zeigen würde, auf denen man etwas erkennen könnte!), wäre der Einstieg einfacher. Stattdessen muss man sich zu Beginn endlose Videosequenzen ansehen, die einem aber im Spiel auch nicht weiter helfen.

Die "künstliche Intelligenz" der Gegenspieler cheatet übrigens - bis hin zum "roten" Bezirk von Dairus ist dies aber nicht weiter schlimm, da alle Rennen zu schaffen sind - danach steigt der Schwierigkeitsgrad sprunghaft an. Wer "zurückcheaten" will, findet im Internet jedoch zwar ein paar Kniffe, aber selbst auf "Dauerturbo" bleiben die Gegner dennoch immer an einem dran.

Die Hintergrundgeschichte ist freilich genauso albern, wie das ganze Tuning-Getue. "Burnout" ist diesbezüglich deutlich besser, da hat man sich den Quatsch nämlich vollständig gespart.

Der Soundtrack des Spiels widerspricht für mein Empfinden über weite Strecken der Genfer Menschrechtskonvention. Folter ist doch verboten, oder habe ich da etwas verpasst? Da lobe ich mir die XBox 360-Version, da kann man nämlich eigene Musik als Hintergrund-Lala einsetzen.

Also, na gut: 5 Sterne für das Spiel! Ein Stern Abzug für die Driftrennen und einen für die ätzende Polizeiverfolgung = macht 3 Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 5, 2008 3:14 AM MEST


Gothic 3
Gothic 3
Wird angeboten von pb ReCommerce GmbH
Preis: EUR 12,11

36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Für Freunde von Ruckelfilmen, 29. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Gothic 3 (Computerspiel)
Gothic 3 sieht klasse aus! Bestimmt. Leider konnte ich das nicht nachprüfen, da mein hochwertiger Rechner leider nicht hochwertig genug war. Aber in 5 Jahren wird man über die Hardwareanforderungen des Games sicher lachen... bis dahin werden sich die ersten Spieler sicher auch bis zum Ende geruckelt haben und alle Quests gelöst haben. Naja, vielleicht mal abgesehen von den Quests, die aufgrund der diversen "Bugs" im Spiel einfach nicht lösbar sind oder die partout nicht aus dem Logbuch ausgetragen werden, obgleich man sie geschafft hat.

Mittlerweile hat der Entwickler diverse Fehler aber schon gepatcht - wer jetzt keine Internetverbindung hat oder nur mit einem Modem läd, ist jedoch nicht so gut dran.

Was bleibt also? Die frei begehbare Welt ist genau das nicht: Versuche mal einer, ungeübt in Nordmar herumzulaufen! Alle drei Schritte wird man von unzähligen Tieren und Goblins zu Tode gebracht. Und dann starrt man minutenlang auf den Ladebalken ... Eigentlich ist Gothic nämlich sehr linear: man grast eine Ortschaft nach der Nächsten ab, erfüllt möglichst viele Quests und zieht dann weiter. Die Hintergrundgeschichte plätschert ohne Höhepunkte vor sich hin und meist treibt einen nur die ewiggleiche Hintergrundmusik dazu, weiterzuziehen, damit man auch mal was anderes hört.

Und wer nicht mitbekommen hat, dass man fast alle wichtigen Werte, also auch seine Lebensenergie, an "Schreinen" erhöhen muss (was für ein Quatsch!!), läuft stundenlang mit einem zu schwachen Charakter herum. Ich dachte nämlich auch zunächst, "Erhöhe die Lebensenergie" bezöge sich auf den roten Balken: Da der dank Heilkräutern bei 100% war, sah ich keine Notwendigkeit, diesen Punkt überhaupt mal anzuklicken. Die sehr dürftige Anleitung lässt einen über solche wichtigen Fragen zudem völlig im Unklaren.

Viele Quests im Spiel machen durchaus Spaß. Probleme, etwas nicht zu finden, hatte ich kaum (für Nordmar braucht man aber unendlich viel Geduld, da jede Ecke gleich aussieht). Wer sich schon auf dem Weg ins eigene Badezimmer verläuft, ist hier sicher falsch. Ansonsten helfen einem sehr gute Fanseiten im Internet aus fast jeder verzwickten Lage. Die eingebaute "Kartenfunktion" ist dagegen vollständig misslungen - ein Witz, nur ohne Lacher. Schlimmer ist nur mein Geschreibsel hier ;-)

Vollkommen daneben sind ebenfalls die Kämpfe: der eigene Recke hat ewiglich damit zu tun, Animationen abzuspulen (Pfeil nehmen, Bogen aufziehen, Schwert ziehen, Schwert wegstecken, umdrehen, Gigant-Heilwurzeln hervorzaubern, daran knabbern usw...) während die Angreifer meist munter weiter auf einen eindreschen. Da kann man nur hoffen, dass die Gegner an einem Kieselstein "hängenbleiben" oder sich ineinander "verhaken". Meist bleibt man beim obligatirischen Rückwärtslaufen selbst an einer Wurzel kleben und schaut sich bis zum virtuellen Ableben die "Aufstehversuch-Animation" an.

Dass der Held keinen Namen hat, stört die Atmosphere ebenfalls stark. Wie soll man sich mit dem Kerl denn identifizieren!? Außerdem sieht selbst Spongebob nicht so klobig aus, wie dieses Noname-Produkt.

In den Städten sabbeln einen die NPCs (Sklaven, Händler usw.) um den Verstand, weil sie im Sekundenabstand dieselben drei Sprüche aufsagen. Da zettelt man ja schon deshalb eine Revolution an, damit endlich Ruhe herrscht!

Wunderbar gelungen ist jedoch, dass das Inventar nicht beschränkt ist: man schleppt stets einen vollständigen mittelalterlichen Flohmarkt mit sich herum, den man mühsam zu Geld machen muss. Dass es bei Händlern im Spiel nichts vernünftiges zu Kaufen gibt, ist ja schon beinahe genreüblich - die haben genauso viel überflüssigen Tand, wie man selbst und die zwei bis drei vernünftigen Artikel sind stets zu teuer.

Dass es das Spiel nicht auch für Konsolen gibt, zeigt deutlich, dass es technisch einfach nicht auf dem Stand ist, den man heutzutage erwarten muss. Was selbst auf der XBox 360 oder PS3 nicht umsetzbar scheint, ist einfach nicht zeitgemäß und hat zu hohe Hardewareanforderungen. Mit Müh und Not und mit etlichen Einschränkungen bekommt man das Game gerade mal auf hochgerüsteten PCs zum Laufen - DAS ist die eigentliche Kritik, nicht die "paar" Bugs, die sich sicher beheben lassen. Die Spielengine, die möglichtst die ganze "große Welt" auf einmal laden will, ist einfach nicht ausgereift. Da stimmt etwas im Konzept nicht: Die Rechenpower wird offenbar für viele nicht sichtbare Elemente verpulvert und fehlt bei den Grundlagen.


Need for Speed: Carbon
Need for Speed: Carbon
Wird angeboten von maximus2014
Preis: EUR 34,00

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Über weite Strecken unterhaltsam: macht mich rasend ;-), 29. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Need for Speed: Carbon (Videospiel)
Wie schon erwartet, erfindet "Need for Speed: Carbon" das Genre des Action-Raserspiels nicht neu, bleibt aber ein gutes Spiel. Wer die Demo gespielt hat, kennt beinahe schon alle nervigen Dinge: zum Beispiel das sogenannte Driftrennen (welches zum Weiterkommen in der Karriere jedoch bislang - ich habe ca. 75% gechafft - nicht notwendig war). Bei der "Drift" muss man möglichst mit quietschenden Reifen um die Kurven jagen, dabei extrem schnell sein und man darf die Straßenbegrenzung nicht berühren. Das klappt fast nie und nervt schon nach wenigen Minuten extrem. Zudem sind die zu erfüllenden Vorgaben auch mit Übung kaum zu erreichen. Dieser Modus ist, und das sollte sich EA in sein Tagebuch schreiben, MIST. Bitte verschont mich mit diesem Murks beim nächsten Mal!

Geringfügig weniger nervig, aber immer noch stark störend, sind die Polizeiverfolgungen. Sie stören den Spielfluss, bauen nur Frust auf (das sollten Spiele nicht tun, Freunde!) und sind spielerisch einfach überflüssig: bitte auch NICHT mehr verwenden, EA.

Alles andere ist aber toll und macht durchaus Spaß - jedenfalls, wenn man am Anfang die für einen selbst "passende" Autoklasse wählt. Die Fahrzeuge steuern sich nämlich durchaus gut, man muss nur das für den eigenen Geschmack Passende finden. Wenn die völlig verunglückte Anleitung hier etwas näher ins Detail ginge (und auch Bilder zeigen würde, auf denen man etwas erkennen könnte!), wäre der Einstieg einfacher. Stattdessen muss man sich zu Beginn endlose Videosequenzen ansehen, die einem aber im Spiel auch nicht weiter helfen.

Die Grafik auf der XBox 360 ist durchaus gut, wenngleich alles Nachts spielt. Das spart offenbar Rechenpower, weswegen das Game im Vergleich zum Vorgänger fast gar nicht "ruckelt" (lediglich bei den Massenrennen ist das der Fall). Der "Blur"-Effekt (Unschärfe bei hoher Geschwindigkeit) ist übrigens auch stark übertrieben. Bei anderen Spielen kann man den abschalten, EA, also: wenn ihr schon Ideen "ausborgt", dann wäre hier die Gelegenheit!

Die "künstliche Intelligenz" der Gegenspieler cheatet übrigens - bis hin zum "roten" Bezirk ist dies aber nicht weiter schlimm, da alle Rennen zu schaffen sind - danach steigt der Schwierigkeitsgrad sprunghaft an. Wer "zurückcheaten" will, findet im Internet jedoch ein paar Kniffe ...

Vollkommen misslungen sind auf der XBOx 360 die Gamerscore-Belohnungen: Lediglich einige obskure oder kaum schaffbare Aktionen geben hier Punkte.

Und reichlich Online-Aktivitäten, die allerdings nur für Freaks schaffbar sind. Gelegenheitsspieler gehen beim Gamerscore vollkommen leer aus - und DAS ist eine Frechheit! Nicht mal die "Eroberung" eines Stadteils gibt einen lausigen Gamerscore-Punkt! So frustriert man die breite Mehrheit zahlender Kunden, liebe Entwicker!

Also: 5 Sterne für das Spiel! Ein Stern Abzug für die Driftrennen und die ätzende Polizeiverfolgung und ein Stern Abzug für den praktisch nicht vorhandenen Gamerscore = macht 3 Sterne.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 18, 2012 11:33 PM MEST


Changes
Changes
Wird angeboten von all my music
Preis: EUR 49,95

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhaft schöne Melodien vom nächsten schwedische Superstar, 12. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Changes (Audio CD)
Das Vorgängeralbum "Fallingwater" war für mich eine Besonderheit: Ich dachte, es wäre eine Best-OF-CD, weil kein einziger schwacher Titel drauf war.

"Changes" setzt nun diese Tradition fort, ist stilistisch aber vielfältiger.

Lisa Miskovskys angenehme Stimme wirkt nie schrill und nervig (wie bei manchen ihrer Singer-Songwriter Kolleginnen). Passend dazu ist auch die Musik stets luftig arrangiert. Zwei von den flotteren Titeln sind für mich absolute Hits, nämlich "Acceptable Losses" (das mich im positiven Sinne an "Midnight Sun" erinnert) und das geniale "California Heart".

Einige ruhige Pianotitel ("Ballade" klingt zu schmalzig für diese Musik) sind auch enthalten - wunderschön finde ich hier zum Beispiel die letzten beiden Stücke, besonders "Once Gone, Always Missing".

Mit dieser CD kann man nichts falsch machen - unbedingt anhören und kaufen!


ANKH - Herz des Osiris
ANKH - Herz des Osiris
Wird angeboten von gameshop_fuerth - Alle Preise inkl. MwSt
Preis: EUR 4,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spaß für die ganze Familie, 11. November 2006
Rezension bezieht sich auf: ANKH - Herz des Osiris (Computerspiel)
Wenn Sie mal ein Spiel suchen, bei dem Sie wirklich Spaß haben, sind Sie hier genau richtig. Das klingt zwar, als würden die Entwickler hinter mir stehen und mich mit Waffengewalt zwingen, sowas niederzuschreiben, aber ich tue dies ganz und gar freiwillig.

"ANKH - Herz des Osiris" ist auch eines der Spiele, das ich mit viel Freude komplett durchgespielt habe. Nicht, weil es zu kurz war, oder zu einfach, sondern weil es immer fair und lustig war.

Man übernimmt in diesem Abenteuerspiel die Rolle von Assil, dem Träger und Hüter des geheimnisvollen ANKH (so ne Art Flaschenöffner). Dummerweise ist Assil zu Anfang des Spiel dieses ANKH abhanden gekommen. Das hat sich nämlich der finstere Osiris unter den Nagel gerissen, der versuchen will, mit diesem Amulett in die Welt zurückzugelangen. Klingt gruselig, ist es aber nicht. Osiris ist nämlich auch etwas verlustig gegangen, nämlich sein Herz, um welches sich nun alle Beteiligten zanken.

Naja, egal. Die Hintergrundgeschichte ist abgedreht - ein großartiger Spaß. Flapsige Sprüche, lustige Zitate und meist ausgezeichnte Sprecher machen das Ganze zu einem wirklichen Vergnügen. Das erwähnte ich, glaube ich schon.

Später darf man auch andere Figuren, Thara und den Pharao, spielen - manchmal sogar mehrere parallel.

Grafisch sieht das Ganze ähnlich aus wie in Teil 1 - es spielt ja auch zum Teil in denselben "Kulissen". Gleichwohl sind alle Rätsel und Dialoge neu. Wer Teil 1 nicht kennt, kommt hier trotzdem problemlos weiter - noch mehr Spaß hat freilich, wer auch den Vorgänger schon spielte.

Die Rätsel sind nicht zu schwer - im 5. und letzten Kapitel latscht man mit seiner Spielfigur allerdings schon ziemlich hin und her. Wer sich also zu Hause schon auf dem Weg in sein Badezimmer verläuft, ist hier falsch.

Wie auch immer: mit dem Kauf dieses Spiels kann man nichts falsch machen.

Und da der Publisher sogar auf einen lästigen Kopierschutz verzichtete und stattdessen ein (aus Lucasarts-Tagen bekanntes) "Codewheel" beilegte, muss so viel Initiative belohnt werden: kaufen!


SSX 3 [Platinum]
SSX 3 [Platinum]

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der perfektesten Spiele aller Zeiten für die PS2, 28. April 2005
Rezension bezieht sich auf: SSX 3 [Platinum] (Videospiel)
Diese Spiel sieht nicht nur gradios aus, es macht auch jeder Altersklasse eine Menge Spaß - und das völlig ohne Kampf und Gewalt! Besser kann man ein Sportspiel kaum machen - wahrscheinlich warten wir deshalb bislang vergebens auf eine Fortsetzung.
Als absoluter Anfänger kann man seinen Snowboarder nur durch Verwendung des linken Steuerknopfs den Hang hinunterrutschen lassen. Dabei darf man schon über das absolut geniale Leveldesign staunen: scheinbar endlose Hügel mit vielen vielen versteckten "Ecken", wunderschön anzusehen und vor allem teilweise rattenschnell.
Wenn man später mal in einem Rennen einen besseren Platz herausholen will, muss man die eine oder andere Taste zur Hilfe nehmen. Mit X springt man, mit dem Quadrat ruft man z.B. den Boost ab. Den muss man sich durch Tricks aufbauen - und hier wird es auch für den Profi interessant. Denn alle Tasten sind belegt und kombinierbar, das einzige, was fehlt, sind genügend Finger, sie alle gleichzeitig zu bedienen.
Doch es ist egal, ob man nun bei den Tricks geschickt ist oder lieber schnell fährt, mit ein wenig Übung kommt man mit jeder Methode weiter. Zwar muss man sich weitere Strecken und Gipfel "erarbeiten", doch hat man hierzu vier verschiedene Möglichkeiten. Niemand muss daher verzweifeln. Der Schwierigkeitsgrad ist genau richtig.
Absolut genial sind die bis zu halbstündigen (!) Rennen.
So gut das Spiel ist, so unausgegoren ist die Menüführung. Hier kann man sich leicht verirren. Und wer seinen Boarder ausrüsten will, muss mühsam eine "Hütte" suchen. Der Gipfel ist das Speichermenü - eine völlig unnötige, endlose Klickorgie (bei der die Menü-Voreinstellung jeweils auch noch "nein" ist, obwohl man im Menü vorher schon gesagt hat, das man ja speichern will).
Auch das Handbuch (welches ja eh keiner liest ...) beschreibt ausführlich allerhand Nebensächliches, schweigt sich aber zu den wichtigen Themen aus. Wann man welche Tasten drücken und wann drücken und festhalten muss und wie die Tricks nun genau funktionieren muss man selbst herausfinden. Viele "Herausforderungen" (das sind Minispiele im Spiel) sind einfach nicht zu schaffen, weil man gar nicht weiß, was die von einem wollen.
Aber egal, trotzdem macht dieses Spiel süchtig. Es gibt auch nach langer Spielzeit ständig etwas zu entdecken. Die Grafik sieht super aus und die Musik passt wie die Faust aufs Auge (und ist dabei abschalt- und editierbar).
Mein Tipp: sofort probespielen (und sich danach nichts weiter vornehmen, denn dann muss man das Game haben).


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