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Rezensionen verfasst von
Maggy Gray

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What Are You Waiting for? (Karaoke Version with Backing Vocals) (Originally Performed By Nickelback)
What Are You Waiting for? (Karaoke Version with Backing Vocals) (Originally Performed By Nickelback)
Preis: EUR 0,99

5.0 von 5 Sternen Total cool!, 24. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mir vor diesem Lied noch nie eine Karaoke-Version von irgendwas besorgt (ich singe schrecklich! ;-)). Aber weil ich es nicht erwarten konnte, bis das Original von Nickelback rauskam, habe ich es mir gekauft - und bin begeistert! Gefällt mir fast besser als das Original, und wenn ich im Auto sitze und mich niemand hört, singe ich mit, hehe.


Ich bin da noch mal hin: Mit Gott und Hape auf dem Jakobsweg
Ich bin da noch mal hin: Mit Gott und Hape auf dem Jakobsweg
von Anne Butterfield
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wäre ein tolles Buch, wenn die Autorin nicht gar so unsympathisch wäre..., 24. November 2014
Puuuh, was soll ich zu diesem Buch schreiben?
Ich habe ganz schön lange gebraucht, um es mir zuzulegen, obwohl ich durch das Buch von H. Kerkeling (das ich nach wie vor SUPER finde!!) darauf neugierig gemacht worden bin. Und da ich eh ein Fan von Reiseberichten bin, habe ich es mir letztendlich vor ein paar Monaten gekauft.

Das Buch an sich ist toll aufgebaut, mit einer Karte ganz am Anfang und einem Vokabular-Teil am Ende (Spanisch, Französisch, Italienisch und Latein), um die gängigsten Ausdrücke rund ums Pilgern parat zu haben. Es wird deshalb auch als offizieller Reiseführer gehandelt, glaube ich mich zu erinnern...

Zum Inhalt: Anne Butterfield, die Pilgerbekanntschaft von H. Kerkeling und dadurch eine enge Freundin von ihm, macht sich erneut auf den Weg nach Santiago de Compostela, allerdings dieses Mal mit dem Rad, weil, so ihre Überlegung, sie den Weg auf diese Weise hin und zurück radeln kann, und dadurch auch gleich noch ein bisschen mehr Zeit hat, mit den Wanderern auf dem Weg ins Gespräch zu kommen. Das gelingt aber nicht, weil die Wege nach Santiago für Radfahrer ganz andere sind, und Anne letztendlich diesen Plan aufgibt und zu Fuß wandert.

Leider muss ich zugeben, dass mich Anne mit jeder Seite mehr genervt hat. Sie ist eine ewig mäkelnde, kritische Person, die ständig rumzweifelt und griesgrämig einherstapft. Das ist an sich ja nicht total verkehrt, aber sie übertreibt es einfach. Ausserdem kam sie mir durchweg überheblich und etwas zu sehr von sich überzeugt vor, was mich irgendwann so genervt hat, dass ich mir die Seiten aufgeschrieben habe, auf denen sie (auf mich) so wirkt. Alles aufzuzählen wäre etwas zu viel, aber ein paar gehen schon:

- sie fragt sich, wie Hans OHNE SIE einen steilen Hang hinaufgekommen ist, wo doch weit und breit keine Bushaltestelle oder Bahnlinie zu sehen ist (S. 162 und S. 295)

- sie trifft auf Hape, der Kaffee trinkt und somit "in seinem Element ist" (klar, Anne war natürlich die einzige, die gepilgert hat) und will ihn subtil darauf hinweisen, dass er ihr zwei zusätzliche Kilo im Rucksack aufgehalst hat, weil er ihr seine Isomatte geschenkt hat (S. 228) - genommen hat sie sie aber schon, war ja geschenkt...

- auf S. 262 stellt Anne im Rückblick Hape einige persönliche Fragen, die sie am Ende, als es um den Oskar geht, ganz schön unverschämt kommentiert und sich ebenfalls ganz schön überheblich ihre Gedanken dazu macht ("Träum weiter, Junge)

- sie unterstellt Hans, dass ihm der Glaube fehlt (S. 288), dabei ist sie diejenige, die überhaupt nicht glauben kann. Im Gegenteil, als sie Gott bittet, ihren Opa (oder wars der Onkel?) nicht sterben zu lassen, er dann aber doch stirbt, ist für sie Religion und der Glaube gestorben. Sie hat nicht bedacht, dass Gott kein Flaschengeist ist...

- ihre "Menschenfeindlichkeit" kommt durch, als sie die ganzen Quereinsteiger sieht, die erst auf der Hälfte der Strecke den Camino beginnen zu pilgern, weil sie sich um ihre "Leistung" betrogen fühlt (S. 309 u. S. 315 u. S. 325) Hallo?? Geht's noch?

- und so ganz allgemein: ihre andauernde Lobeshymnen auf den Fußball und ihre Beschreibungen der Spiele, während des Caminos. Das fand ich nicht nur überflüssig - ja, es gibt Leute, denen es herzlich egal ist, wenn irgendwelche Typen in kurzen Hosen Ball spielen - sondern regelrecht lästig. Sowas hat in einem "Pilgerführer" nichts verloren.

Nun ja, vielleicht bin ich da ein bisschen zu mäkelig mit dem Buch, denn im Großen und Ganzen ist es ein sehr unterhaltsames und flüssig zu lesen. Aber wenn ich nochmal vom Camino lesen möchte, dann lese ich Hape Kerkelings Buch noch einmal.


No More the Fool
No More the Fool
Preis: EUR 1,29

4.0 von 5 Sternen Supertolle Stimme!, 14. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: No More the Fool (MP3-Download)
Elkie Brooks fand ich schon als Jugendliche toll, ich liebe ihre rauchige, absolut fantastische Stimme. "No more the fool" kannte ich vorher nur als Live-Version und obwohl ich Live-Musik nicht so mag, fand ich das schon so cool. Muss mal nach ihren Alben kramen und sie mir mal wieder anhören!


Die Seiten der Welt: Roman
Die Seiten der Welt: Roman
von Kai Meyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel zu viele Ungereimtheiten und viel zu viel Gewalt!, 14. November 2014
Nachdem über dieses Buch wahre Begeisterungstsunamis hereingebrochen sind, habe ich mir das Buch selbst besorgt, in drei Abendlesestunden gelesen - und war enttäuscht. Aber wie!

Zum Inhalt muss ich, glaube ich, nichts mehr großartig schreiben, das wurde hier schon genug gemacht, um sich ein Bild machen zu können.
Zunächst muss ich sagen, dass ich die Geschichte an sich sehr toll fand, auch teilweise die Umsetzung war nicht schlecht: die magischen / fantastischen Elemente wie z. B. die sprechende Leselampe und der sprechende Lesesessel sind völlig unaufgeregt in die Geschichte eingebaut, als wäre es das Natürlichste der Welt. Das ist sehr angenehm. Auch, dass zwar Bücher und Literatur erwähnt, aber ebenfalls nicht bis zum Erbrechen bejubelt werden, wie es etwa in Tintenherz passiert (Jaaa, Meggie, du liest gern, wir haben 's alle kapiert!). Die Verschachtelung, die letztendlich zu den vier Häusern und zur Akademie geführt hat und die daraus resultierenden Konflikte waren intelligent und haben viel Potenzial. Das wurde aber ziemlich verschenkt.

Bis zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass die ganze Geschichte einfach nicht stimmig und ausgereift ist, und damit meine ich keine Flüchtigkeitsfehler wie bei Isis Nimmernis, die in einer Szene auf die Knie fällt und ihr Gesicht in den Händen vergräbt, obwohl ihre Arme auf dem Rücken gefesselt sind. Es sind so ganz allgemeine Dinge, die mir aufgefallen sind:

Um Literatur geht es in der ganzen Geschichte eigentlich überhaupt nicht, ausser dass Bücher benutzt werden, um "Sprünge" zu machen, und natürlich, wenn es sich um ein Seelenbuch handelt, das einen Bibliomant quasi "zum Leben zu erweckt". Welche Bücher das aber genau sind, warum gerade diese Geschichte/dieses Genre usw. geht völlig unter, sogar bei den Hauptpersonen, die eins haben - anscheinend ist das völlig unwichtig. (Das ist natürlich subjektiv, aber mich hätte schon interessiert, warum das Seelenbuch von Nimmernis ausgerechnet ein Gebetbuch ist.) Auch die Bücherstadt Libropolis ist einfach zu düster, um einen Bücherfreund hinlocken zu können und es wird ja auch ganz passend beschrieben: diese Menge an Büchern kann keiner Lesen, die Läden dort sind vor allem für gierige Sammler, die sich die Bücher aus reinen Prestigegründen ins Regal stellen, sie aber nicht lesen.

Dass die Akademie Furias Familie als Feinde ansieht und sie auslöschen will, ist ja okay, aber die "Durchführung" ist einfach viel zu brutal. Das passt nicht zum Rest. Es wirkt, als hätte der Autor mit aller Gewalt (!) versucht, die Geschichte "erwachsenentauglich" zu machen. Auch im weiteren Verlauf wird geschlitzt, erschossen, zu Tode getreten, zerrissen, was das Zeug hält. Dass Furia (und auch Cat) mit einer Skrupellosigkeit ihre "Gegner" ausschalten, die man sonst nur bei Auftragskillern sieht, finde ich etwas befremdlich.

Furia flieht vor dem Angriff der "Umgarnten" aus der Residenz nach Libropolis, prügelt sich dort und durch den "Rebellenwald" durch, kehrt zurück, um ihrem Bruder zu helfen, und in der ganzen Zeit isst sie vier Schokoriegel und das wars; einmal schläft sie ein, das wars - kein Hunger, keine Erschöpfung - sehr unrealistisch.

Viele Sachen verlaufen total im Sand:

als die Umgarnte hat, was sie wollte (ein bestimmtes Buch), meint sie zu ihren Untergebenen, dass man jetzt den Bruder von Furia nicht mehr brauchen würde (er war ja das Druckmittel) und man wartet gespannt auf die Folgen für den armen Pip, aber er bleibt in seinem Zimmer festgesetzt, und mit ihm passiert (wie überhaupt in der ganzen Geschichte) eigentlich gar nichts, bis der Chaffeur versucht, ihn zu retten. Und weil wir schon beim Chaffeur sind: seine tolle Zauberdarbietung gleich am Anfang fand ich sehr toll, aber leider verschwindet auch das im ewigen Nirvana. Ist der Chaffeur ein Zauberer? Wenn ja, woher, wie, warum? Und warum nutzt er dann nicht seine Kräfte, um Pip zu befreien? Wie alle anderen aus der Residenz wird auch er abgeschlachtet und das wars.

Auch der Bombenanschlag des "Rebellen" Finnian, ausgeführt mit einem Sprenggürtel, den er sich um den Körper geschnallt hatte, erfolgr zwar, aber am Schluss ist Finnian ohne weitere Erklärung wieder da, unverletzt, um sein Spatzl Cat in die Arme zu schließen. Hä? Wie ging das denn vor sich?

So könnte ich noch eine Zeitlang weitermachen, aber allzuviel ist bekanntlich ungesund. ;-)

Alles in allem war mir die Geschichte einfach viel zu hastig hingeschrieben, sodass vieles einfach unlogisch und ärgerlich wirkt, und das hat mir die Lesefreude doch recht verhagelt. Auch Furia fand ich ab der Hälfte des Buches einfach nur noch unsympathisch und lästig. Mit ihrer ewigen "Kampfhaltung" und vorlauten Klappe hätte ich sie irgendwann gerne einfach nur an die Wand geklatscht.

Vielleicht muss ich einfach mal andere Bücher vom selben Autor lesen, vielleicht gefallen mir diese besser.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 4, 2014 7:39 PM CET


Department 19 - Die Mission: Thriller
Department 19 - Die Mission: Thriller
von Will Hill
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,99

2.0 von 5 Sternen Super Geschichte, grauenhafte Umsetzung!!, 2. November 2014
Ich habe schon lange mit diesem Buch geliebäugelt und es mir deshalb vor ein paar Tagen zugelegt. Normalerweise bin ich überhaupt kein Fan von Vampirgeschichten (ausser Stokers Original), denn zur Zeit wird ja alles überschwemmt von Vampir- und Werwolfschmonzetten.

In "Department 19" geht es um den 16-jährigen Jamie, der zwei Jahre zuvor seinen Vater hat sterben sehen und dessen Mutter von einem mächtigen und gefährlichen Vampir entführt wird. Auf diese Weise gelangt er zum Department 19, einer streng geheimen Militäreinrichtung zur Bekämpfung von Vampiren und anderen gefährlichen übernatürlichen Wesen. Den Grundgedanken dazu fand ich toll, auch, dass die Vampire als das dargestellt werden, was sie sind: grausame, Instinktgeleitete Wesen, keine verhuschten Säuselromantiker a la "Biss zum... ". Der Schreibstil ist flüssig, der Ablauf spannend.

Aber dann...

Zunächst einmal ist Jamie Carpenter ein absolut lästiges Balg! Bis zu dem Zeitpunkt, als seine Mutter entführt wird, ist er ein geprügelter Hund, ständig der Aussenseiter, immer am Abhauen und Ärger machen, eklig zu seiner Mutter etc. Doch kaum kommt er ins Department 19 verwandelt er sich innerhalb von 24 Stunden in einen perfekten Kämpfer, der mit Waffen umgeht, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Geht's noch ein bisschen unglaubwürdiger? Ja, geht es: er, ein absoluter Grünschnabel, pöbelt und pflaumt die Leute um ihn herum ständig an, bekommt einen absurden Wutanfall nach dem anderen und benimmt sich an sich wie ein kompletter Arsch. Trotzdem klar, dass er in den Kampf zieht und natürlich erledigt er den mächtigsten Vampir am Schluss auf eine regelrecht grotesk absurde Weise - ach geh!
Und dann die Gewalt: eine Geschichte wird nicht automatisch deshalb besser, weil man möglichst viel Blut und Gemetzel unterbringt. Das hätte nicht sein müssen und war irgendwann einfach nur noch Übelkeit erregend.

Ebenfalls sehr unangenehm: die ewigen Hinweise des Autors wie hübsch und gutaussehend irgendwelche männlichen Personen aussehen, und auch die ganze Rettungsaktion für die Mutter wirkt irgendwie ein bisschen peinlich. Als 16jähriger auf Kampfeszug für die Mutter wirkt einfach nicht sehr... ich weiß auch nicht. Es wirkt irgendwie peinlich. Zumindest in dieser Version.

Natürlich darf eine schnulzige Liebesanbandelei zwischen Jamie und einer Vampirin (was sonst) nicht fehlen, und ich weiß jetzt schon: den zweiten und dritten Teil werde ich mir nicht antun.


Der Fall Moriarty: Eine Geschichte von Sherlock Holmes' großem Gegenspieler
Der Fall Moriarty: Eine Geschichte von Sherlock Holmes' großem Gegenspieler
von Anthony Horowitz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absolut lesenswert, muss aber trotzdem ein bissl kritisieren..., 31. Oktober 2014
Gleich zu Beginn: dieses Buch hat mich mit einem traurigen Bauchgefühl zurückgelassen, und normalerweise mag ich so etwas gar nicht. Zwar kann man das auch positiv sehen, weil es zeigt, dass einen ein Buch nicht kaltlässt, aber trotzdem hätte ich mir persönlich einen anderen Schluss gewünscht.

Kurz vorher habe ich "Das Geheimnis des weißen Bandes" gelesen und war begeistert - ein toller Roman ganz im Stil von A. C. Doyle, deshalb war ich mehr als gespannt, als ich "Der Fall Moriarty" in Händen gehalten habe.
Zunächst war ich ein bisschen verwirrt: möchte Horowitz die Ermittler - Holmes und sein "Nachfolger" Jones - abwechselnd Verbrechen aufklären lassen? Das nächste Buch mit den drei Königinnen scheint wieder ein "neuer" Sherlock Holmes Roman zu sein. Nach dem Lesen des aktuellen Bandes aber wohl eher nicht. Warum aber dann überhaupt diese Geschichte? Um zu erklären, ob und warum Moriarty den Kampf mit Holmes bei den Reichenbachfällen doch überlebt hat? Man wird sehen.

"Der Fall Moriarty" ist ein toll geschriebenes Buch, spannend und flüssig zu lesen, mit einem Schluss, der mich wirklich überrascht hat. Horowitz beweist, dass er ein höchst talentierter Schriftsteller ist und in der Lage, um tausend Ecken zu denken und immer neue Wendungen in seine Geschichten einzubauen. Ich finde, er kann sich durchaus mit Doyle vergleichen - er muss ihn ja nicht kopieren. Ausserdem bin ich der Meinung, dass die Personen bei Horowitz - ich meine die "Guten" - immer ein bisschen menschlicher erscheinen, als bei Doyle. Dafür ist "Der Fall M." für meinen Geschmack ein bisschen zu blutrünstig für einen guten alten englischen Krimi; die Guten wie die Bösen scheinen scharenweise vom Leben zum Tod befördert zu werden, und in vielen Fällen passiert das auf recht drastische Weise. Das muss wohl so sein, um den Leser zu verdeutlichen, wie grausam und sadistisch C. Deveraux ist - und das ist er wirklich! So gesehen verläuft diese Geschichte nach dem klassischen Muster: ein zunächst mysteriöser Verbrecher verübt - nun ja - Verbrechen, wird schließlich enttarnt und bekämpft. Die Schauplätze der Verbrechen sind dabei gut in der Krimitradition verhaftet: ein düsteres Anwesen, ein Amtsgebäude, eine Lagerhalle am Hafen, die Katakomben unter den Schlachthöfen von London. Es wird geschossen, vergiftet, aufgeschlitzt und gefoltert, es ist also für jeden etwas dabei.

Was mich an diesem Buch aber etwas gestört hat, waren die Personen und teilweise die Dialoge. Beides wirkte teilweise etwas flach und gestelzt. Vor allem von Chase, dem Pinkerton Detektiv, war ich enttäuscht, weil er so überhaupt keine Eigeninitiative gezeigt hat, sondern mehr oder weniger hinter Jones hergelaufen ist, und ihn allein hat machen lassen. Warum das so ist, erschließt sich dann zwar am Schluss, aber auch Jones war eine unbefriedigende Figur: er wird als ein würdiger Nachfolger von Sherlock Holmes angepriesen und schlägt sich nicht schlecht, aber am Schluss... Dieser hat mich doch sehr berührt und traurig zurückgelassen.

Alles in allem aber ein absolut lesenswertes Buch, das aber an den Vorgänger nicht ganz heranreichen kann. Wahrscheinlich spielt da aber auch die Figur des Sherlock Holmes eine Rolle.


Das Ungeheuer: Roman
Das Ungeheuer: Roman
von Terézia Mora
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Deutscher Buchpreis - wofür?, 10. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Ungeheuer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch - die einen lieben es, die anderen hassen es. Und ich? Ich fand es schrecklich! Der Inhalt ist schnell zusammengefasst: die depressive Frau bringt sich um, der ahnungslose Ehemann fällt aus allen Wolken und tiefer, und begibt sich auf einen "Roadtrip", um Antworten und zu sich selbst zu finden.

Das Buch ist in zwei Hälften geteilt, oben die Geschichte vom Ehemann, unten die der Ehefrau. Und hier fängt es an: an sich eine tolle Idee, doch leider laufen beide Stränge unabhängig voneinander her, es gibt irgendwie keine Parallelen, bei denen man innehält. Der Schreibstil beim Teil des Ehemannes hat mich zudem ständig an E. Jelinek erinnert, die ebenfalls Wörter und Sätze aneinaderreiht, die eigentlich keinen Sinn ergeben und sehr anstrengend zu lesen sind; man versteht den Gesamtzusammenhang, aber die meisten der Wörter ist nur füllendes Beiwerk, die dem Leser überhaupt nichts sagen. Die Aufzeichnungen der Ehefrau im unteren Teil sind einfach nur abgeschriebene Texte aus Gesundheitsbüchern oder Beipackzettel, und kryptische Verweise auf Leute, die sie kennenlernt, von denen sie aber immer nur die Anfangsbuchstaben notiert. Also ebenfalls sehr nervig zu lesen und wieder hatte ich den Eindruck, dass hier vor allem aufgefüllt und gepolstert werden sollte.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass ich diesen Schreibstil nicht grundsätzlich nicht mag, manchmal ist so ein "sich treiben lassen", bei dem man einfach den Text einsaugt und schlussendlich satt und zufrieden ist, weil man eben nicht jeden Satz hinterfragen muss, ganz angenehm. Aber hier läuft das auf fast 700 Seiten so, und am Schluss hätte man die Kerngeschichte auch auf, sagen wir 150 bis 200 Seiten, knackig wiedergeben können. Den Buchpreis für dieses Buch ist mir auch ein Rätsel - aber ich habe mir vorgenommen, noch was anderes von Mora zu lesen - vielleicht ist "Das Ungeheuer" einfach nur zu viel des Guten.


Die irgendwie richtige Richtung: eine Pilgerreise
Die irgendwie richtige Richtung: eine Pilgerreise
von Gideon Lewis-Kraus
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Heulsuse hoch drei, 4. November 2013
Ich habe dieses Buch geliehenerweise gelesen, weil ich den Klappentext so interessant fand. Tja, das Buch an sich war dann eine große Enttäuschung.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Lewis-Kraus ist ein junger Mann ohne Plan, was er mit seinem Leben anfangen soll, und deshalb beschließt, auf Pilgerfahrt zu gehen. Nach Spanien mit einem Kumpel, nach Japan allein, in die Ukraine mit Vater und Bruder. Zuerst wird aber erst ausführlich geschildert, wie Kraus mit einem Stipendium nach Berlin kommt und dort eigentlich nichts macht ausser saufen, rauschausschlafen und rumhuren - bis er sich dann irgendwann denkt: das ist nicht das Richtige für ihn. Nun ja. Muss man halt pilgern.
Das ist das erste Problem: drei an sich sehr individuelle Pilgerwege in ein Buch zu quetschen, ist nicht besonders clever, demenstprechend flach geraten auch sämtliche Beschreibungen. Vor allem der Camino wird gefühlt im Sauseschritt durchwandert, so als wäre da überhaupt keine Schwierigkeit dabei. Auch der Pilgerweg in Japan kommt nicht allzugut weg.
Das ist nämlich das zweite Problem: wenn Lewis-Kraus nicht rumheult, weil er ja so eine schlechte Kindheit hatte, ist alles, was mit dem Pilgern zusammenhängt, in seinen Augen dumm, blöd, lächerlich - vor allem die religiösen Bräuche, die dahinterstecken. Das kommt dermaßen unsymphatisch rüber, dass ich mir die ganze Zeit gedacht habe, warum er das eigentlich macht. Es ist respeklos, wenn man sich über sowas so auslässt, und dabei vergisst, dass bei allem Kommerz das Religiöse eben immer noch etwas "Heiliges" ist, das für viele Menschen existenziell ist. Der Autor hat keinen Anstand und anscheinend auch kein Hirn im Kopf, wenn er Harpe Kerkelin als "bekloppten Fernsehmoderator" oder sonstwie nennt. Klar, sein Plan, den Camino deshalb zu gehen, weil er so hackedicht war, dass er sich an nichts mehr erinnern kann, ist ja auch gar nicht bekloppt.
Zwei Sterne habe ich vergeben, weil die deutsche Übersetzung wirklich gut gelungen ist (großes Lob an Thomas Pletzinger), sprachlich also nicht viel falsch gemacht wurde. Ob das aber reicht, sich dieses Buch zu leisten, muss jeder für sich entscheiden.


1001 Bücher
1001 Bücher
von Peter Boxall
  Broschiert

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Bibel für alle, die Bücher lieben!, 27. April 2013
Rezension bezieht sich auf: 1001 Bücher (Broschiert)
Ich konnte es kaum abwarten, dieses Buch in der Hand zu halten - und als es endlich so weit war, konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen.
Ein richtiger Wälzer, dessen wahnsinns Qualität und Aufmachung wirklich mehr als erfreuten, also, für DEN Preis ist dieses Nachschlagewerk einfach nur super! Auf knappen 960 Hochglanzseiten werden 1001 Bücher vorgestellt, die man lesen sollte, bevor das Leben vorbei ist; eingeteilt sind diese Bücher nach der Zeit ihrer Entstehung, was das Buch in vier Kapitel gliedert: Vor 1800, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert und 21. Jahrhundert. Abgerundet wird alles mit einem Index der Buchtitel und einem der Autoren.
Der Autor und der Herausgeber sagen schon gleich zu Anfang, dass diese Auswahl nur eine kleine darstellt und auch nicht die Romane, die in diesem Buch nicht behandelt werden, schlecht sind. Es sind einfach nur Anregungen für Literatur, die einem das Leben bereichern können, wenn man sie sich zu Gemüte führt.
Einige Rezensenten der vorherigen Auflagen haben bemängelt, dass dieses Werk sehr amerika- und großbritannienlastig ist, und dass die einzelnen Romane nur sehr kurz beschrieben werden, und dass überhaupt nur Romane beschrieben werden, also keine Biographien, Gedichte und Ähnliches. Dazu kann ich nur sagen: es gibt genug Werke von Schriftstellern, die nicht aus dem amerikanisch-englischen Raum stammen, und im Vorwort wird extra darauf hingewiesen, dass in diesem Schmöker v. a. Romane behandelt werden und keine Literatur im Allgemeinen. Vielleicht hätte es diesem Buch gut getan, schlecht macht es es aber auf keinen Fall! Und was die Beschreibung der Romane angeht: diese sind absolut ausreichen! Es geht ja gerade darum, die einzelnen Bücher nur kurz vorzustellen, lesen muss man sie schon selbst!
Also alles in allem: ein Traumwälzer, den man nicht mehr aus der Hand legen kann, tolle Verarbeitung, tolle Aufmachung, tolle Gestaltung! Das einzig Negative: man will sofort alle Bücher, die man noch nicht kennt, kaufen bzw. lesen bzw. beides.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 4, 2013 5:13 PM MEST


One Day/Reckoning Song (Wankelmut Remix)
One Day/Reckoning Song (Wankelmut Remix)

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grauenhaft!, 23. Februar 2013
Ich weiß ja nicht, ob der Sänger/die Sängerin (ist das ein Mann oder eine Frau???) sich immer so anhört, aber jedesmal, wenn ich dieses Lied im Radio höre, muss ich das Gerät abschalten. Warum singt er/sie so seltsam? Als würde ihm/ihr ständig jemand auf den Füßen rumtrampeln. Vor allem am Schluß wird das Gejodel echt unerträglich!


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