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Rezensionen verfasst von
Falk Müller
(TOP 50 REZENSENT)   

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Nur einen Horizont entfernt: Roman
Nur einen Horizont entfernt: Roman
von Lori Nelson Spielman
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergebung ist nie nur eine Einbahnstraße, 23. Mai 2015
Schade, dass man den englischen Titel des Buches nicht einfach direkt ins Deutsche übersetzt hat. Aber wahrscheinlich hätte "Süße Vergebung" für deutsche Ohren zu kitschig, zu banal geklungen. Dabei hat der Roman wirklich Tiefgang, weil er nicht etwa eine Liebesromanze ist, sondern sich mit dem Thema Schuld und Vergebung auseinandersetzt - und damit schon sehr in Psychologische hineingeht.

Die Idee mit den "Vergebungssteinen" mag auf den ersten Blick vielleicht wirklich etwas einfach gestrickt daherkommen. Also dass man einen Beutel mit zwei Steinen bekommt von jemanden, der einem, für ein in der Vergangenheit begangenes Fehlverhalten um Verzeihung bittet - und dass man den ersten Stein an diesen zurücksendet, wenn man dazu bereit ist. Und andererseits den zweiten Stein an jemanden sendet, dem man seinerseits für ein eigenes Fehlverhalten um Verzeihung bittet. Aber diese Vergebungssteine sind ja im Roman nur eine Art "Aufhänger".

Die den Steinen zugrunde liegende Wechselbeziehung aus Entschuldigung und Vergebung ist das eigentliche Thema, das im Grunde den ganzen Roman durchzieht, und vor allem an dessen Hauptfigur, der Talkshow-Gastgeberin Hannah demonstriert wird. Diese lädt nämlich ihre ehemalige Mitschülerin Fiona in ihre Show ein. Fiona hatte sie damals ziemlich gepeinigt, bittet nun öffentlichskeitswirksam bei Hannah um Verzeihung dafür. Und zwar, indem sie Hannah die erwähnten Vergebungssteine geschickt hat, dessen Prinzip sie erdacht, und worüber sie sogar ein Buch geschrieben hat. Alles klar, könnte man meinen - die eine bekommt positive Publicity für ihre Show, die andere für ihr Buch - sozusagen für beide eine "Win-Win-Situation".

Aber so einfach ist es eben gerade nicht. Da ist nämlich noch der zweite Stein - also den, den jetzt Hannah an jemanden senden soll, den sie ihrerseits um Verzeihung bitten möchte. Und der wiegt im wahrsten Sinne schwer, weil sie hierfür tief in ihre Vergangenheit eintauchen muss. Ohne zuviel vom Inhalt verraten zu wollen, geht es dann im Roman um tiefgehende Fragen wie eigene Schuld, Wahrheiten die man feststehend glaubte, und die man nach vielen Jahren dann hinterfragen, teilweise gar korrigieren muss, weil man vielleicht anderen eine falsche Schuld unterstellt hat, die Scham hierüber, aber auch die Erleichterung, mit seiner Vergangenheit endlich ins Reine zu kommen.

Fazit
Es sind solche Fragen, die dem Roman Tiefgang verleihen, die auch zeigen, dass Vergebung und Entschuldigung zwei Seiten einer Medaille sind, und die den Leser inspirieren, über eigene Fehler, falsche Wahrnehmungen und Konsequenzen daraus, nachzudenken.


Die High-Carb-Diät: Abnehmen mit den richtigen Kohlenhydraten
Die High-Carb-Diät: Abnehmen mit den richtigen Kohlenhydraten
von John McDougall
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht - man muss nur die richtigen essen, 16. Mai 2015
Kohlenhydrate sind ja in der letzten Zeit etwas als Dickmacher in Verruf geraten. Es wurde ihnen bisher immer unterstellt, dass die vielen sofort verfügbaren Kalorien, die sie zweifelsohne enthalten, zwangsläufig zu Gewichtsproblemen führen müssen. Aber Kohlenhydrate sind eben nicht nur Zucker, wo das vielleicht zutrifft. Die Autoren beschäftigen sich nämlich im Buch mit einer Art von Kohlenhydraten, die sehr gesund und überhaupt nicht dickmachend sind: der Stärke.

Stärkereiche Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Reis oder Mais enthalten sauber beim Stoffwechsel verbrennbare Energie, weil nur 1-8 % der enthaltenen Kalorien vom Fett stammen. Selbst wenn wir zu viel Stärke zu uns nehmen, verbrennt sie der Körper sehr gut, statt sie in Körperfett umzuwandeln. Solche Kohlenhydrate machen also nicht nur NICHT dick, sondern liefern Energie und versorgen den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen. Die Kartoffel enthält z.B. alle für den Menschen erforderlichen Nährstoffe (mit Ausnahme von Vitamin B12), und ist damit ein Vollnahrungsmittel.

Um ihre These zu untermauern, zeigen die Autoren, dass zu allen Zeiten und überall auf der Welt gesunde Gesellschaften einen Großteil ihrer Kalorien aus stärkehaltiger Nahrung bezogen und beziehen. Eine Schüssel Reis ist in Japan, China oder anderen asiatischen Ländern Grundbestandteil jeder traditionellen Mahlzeit. Und wie jeder weiß, gibt es dort weniger übergewichtige Menschen, als etwa in Europa. Die Inkas in Südamerika ernährten sich vorrangig von Kartoffeln, die Mayas und Azteken in Mittelamerika waren für ihren Maisverzehr bekannt - und Mais bildet dort noch heute den Grundbestandteil einer gesunden Ernährung.

Und um diese Erkenntnis zu nutzen, dass Kohlenhydrate in Form von Stärke uns fit und gesund machen, geben die Autoren dann auch noch praktische Tipps in Form von schmackhaften Rezepten. Hier werden also Speisen empfohlen, die aus solchen Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Mais oder Reis gemacht werden können: etwa Maistortillas, Kartoffel-Enchiladas, Tex-Mex-Kartoffeln, karibisches Reis, um nur mal ein paar zu nennen. Und für die, die nicht selbst kochen wollen, haben die Autoren auch gleich einen praktischen Tipp: öfter mal in ein mexikanisches oder thailändisches Restaurant gehen - weil in diesen Ländern ein Großteil der Ernährung auf Stärke basiert. Insgesamt ist es also ein nützliches Buch.


Englisch Lernen mit Paralleltext - Einfache, unterhaltsame Geschichten (Deutsch - Englisch) Bilingual
Englisch Lernen mit Paralleltext - Einfache, unterhaltsame Geschichten (Deutsch - Englisch) Bilingual
Preis: EUR 2,99

3.0 von 5 Sternen Übersetzungen sind manchmal leider etwas eigenwillig, 10. Mai 2015
Eigentlich sind die Geschichten gut ausgewählt und die Texte verständlich. Das Problem ist aber nach meiner Meinung folgendes: die Übersetzungen sind meist nicht wortwörtlich, und damit oft nicht gerade naheliegend. In der Buchbeschreibung (siehe oben) steht ja auch der Hinweis, dass "für den maximalen Lernerfolg die sinnliche Übersetzung gewählt wurde, nicht die wörtliche."

Wenn man vom Englischen ins Deutsche übersetzt, ist das sicher kein großes Problem, weil man ja doch die Bedeutung der einzelnen Wörter im Kontext versteht. Ich wollte aber eigentlich den Paralleltext mal nutzen, um die Sätze vom Deutschen ins Englische zu übersetzen - was ja doch etwas schwieriger ist, als anders herum. Und hier wird es etwas "anstrengend", weil im Text oft nicht das Wort gewählt wurde, was eigentlich am
naheliegensten ist, sondern eben ein anderes.

Hier mal ein Beispielsatz:

- In dem Moment musste ich lachen. (deutsch)
- At that moment, I started to laugh. (englisch)

Eigentlich hätte ich mit "I had" statt mit "I started" übersetzt, weil "I started" heißt ja eher "ich begann". Und so gibt es eben einige Wörter, wo nicht das naheliegenste Wort gewählt wurde, sondern ein anderes. Im Effekt führt das bei mir leider dazu, dass ich etwas frustriert war, weil meine Übersetzung vom Deutschen in Englische selten mit der im Buch übereinstimmte.


Um Leben und Tod: Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern - Ein SPIEGEL-Buch
Um Leben und Tod: Ein Hirnchirurg erzählt vom Heilen, Hoffen und Scheitern - Ein SPIEGEL-Buch
von Henry Marsh
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Schilderung des Arztberufes, 28. April 2015
Das Besondere an diesem Buch ist für mich, dass diesmal nicht nur die Ängste und Sorgen von schwer kranken Patienten im Mittelpunkt stehen, sondern auch die Perspektive des behandelnden Arztes gezeigt wird, sein Lampenfieber vor schweren Operationen, sein Glücksgefühl, wenn sie gelungen sind, seine Niedergeschlagenheit wenn Sie scheitern.

Marsh beschreibt eindrucksvoll, wie im Bereich Neurochirurgie Erfolg oder Misserfolg einer OP oft engstens beieinander liegen - manchmal nur Millimeter. So berichtet er etwa, dass er Tumor-Patienten oft im Wachzustand (mit örtlicher Betäubung operiert) Dies ist möglich,weil das Gehirn selbst keinen Schmerz empfindet. So spricht er während der OP ständig mit dem Patienten, um zu sehen, bis wohin er schneiden kann, ohne das Sprachzentrum zu verletzen. Die Beschreibungen seiner OP wirken wie in "Realtime" - man spürt beim Lesen praktisch, wie sich das Messer seinen Weg zu der kritischen Stelle im Gehirn bahnt - das Buch ist also nichts für ganz schwache Nerven!

Das Sympathische an seinen Schilderungen aber ist, dass er nicht nur seine Erfolge preist, sondern auch berichtet, wenn bei einer OP etwas schief läuft, er auf unerwartete Schwierigkeiten trifft, er Fehler macht, die dann den Versicherungen manchmal schon Millionen Kosten verursacht haben. Besonders nahe gingen mir aber Fälle, wo er nichts mehr für den Patienten tun konnte. Marsh beschreibt, wie hart es ist, diesen und ihren Angehörigen mitteilen zu müssen, dass es manchmal besser ist, der Natur ihren Lauf zu lassen, weil bloßes Dahinvegetieren gegenüber dem Tod oft die schlechtere Variante ist.

Fazit: Das Buch ist sehr lesenswert, weil Marsh nicht nur spannende medizinische Fälle beschreibt. Er lässt einem genauso teilhaben an seinen eigenen Hoffnungen und Ängsten, und wendet dabei auch den Blick vom eigenen Scheitern nicht ab. So dass man als Leser und potentieller Patient den wohltuenden Eindruck bekommt, dass auch Chirurgen nicht nur Knochen, Blut oder Gewebe vor sich sehen, sondern mitfühlende, mitleidende Menschen sein können.


Herbstblond: Die Autobiographie
Herbstblond: Die Autobiographie
von Thomas Gottschalk
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich schreibe, Sie lesen", 27. April 2015
Schon in der Einleitung macht Gottschalk klar, dass jedes Wort im Buch von ihm stammt, denn das ist ihm wichtig: "ich schreibe, Sie lesen" Und dies ist für mich auch der große Vorzug : das Buch ist wirklich authentisch. Das merkt man daran, dass es echte Ecken und Kanten von Gottschalk offenbart, die ihn zwar nicht direkt negativ erscheinen lassen, die aber zeigen, dass er in vielen Dingen ganz gewöhnlich denkt, dass er genauso wie jeder Normalsterbliche solche Gefühle wie Angst, Reue oder Neid kennt. Hier nur zwei Beispiele aus dem Buch:

Als er dem Ost-Moderator Wolfgang Lippert "Wetten das..." übergab, dachte er eigentlich, dass die Sendung ihren Zenit schon hinter sich hatte - sonst hätte er es sicher nicht gemacht. Dass das ein Fehler war, hat er dann recht schnell gemerkt. Zitat: "ich knirschte schon mit den Zähnen, als ich auf Wolfgangs Couch Paul McCartney sehen musste. Das gönnte ich ihm dann doch nicht." Und Gottschalk gibt auch offen zu, dass er er die Ablösung von Lippert mit betrieben hat, welcher dann "genauso sauer gewesen sei, wie jeder Fußballer, der vom Platz genommen wird." Deshalb schickt Gottschalk im Buch nochmal einen ehrlichen Dank an Lippert für dessen Verhalten: "Wolfgang zeigte Größe und verzichtete darauf, mich madig zu machen, obwohl ich das durchaus verstanden hätte."

Es gibt so einige Beispiele im Buch die zeigen, dass auch ein sogenannter "Show-Titan" wie Gottschalk ganz normale, nicht immer vorteilhafte Verhaltensweisen, wie eben Neid, an den Tag legt. Oft offenbart er aber im Buch auch sehr einnehmende Eigenschaften wie späte Reue. Als der Unfall mit Samuel Koch passierte, erzählt Gottschalk, wie er Koch am Vorabend noch beschwor, statt über große Limousinen nur über Kleinwagen zu springen, weil die Wette auch so spektakulär genug war. Zitat : "ich hätte mich durchsetzen müssen". Und wie er dann am Tag nach dem Unfall die ganze Familie auf sein Hotelzimmer eingeladen hat, und mit ihr zusammen gebetet hat. Auch das ist Gottschalk.

Fazit: Es sind solche authentischen Geschichten, die das Buch wirklich lesenswert machen, weil sie den Menschen Thomas Gottschalk zeigen - und nicht das Bild, das sich die meisten von ihm gemacht haben.


Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung: Die neue vegane Ernährung
Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung: Die neue vegane Ernährung
von Ruediger Dahlke
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ragt aus der Masse der Ernährungsratgeber heraus, 23. April 2015
Rüdiger Dahlke beschäftigt sich im Buch mit der Frage wie eine Ernährung aussieht, die uns wirklich stärkt, unser Wohlbefinden steigert und uns vor Krankheiten schützt. Und hier setzt er vor allem bei der Frische und Ursprünglichkeit der Lebensmittel an.

Der Autor rät zu einfacher Kost, die der Organismus am besten verarbeiten kann, weil er Jahrmillionen Zeit hatte, sich evolutionär darauf einzustellen. Er verweist auf Untersuchungen die nachweisen, dass es immer besser ist, vom Anfang der Nahrungskette zu essen - auch wegen der Giftanreicherung, die zum Ende der Nahrungskette immer größer wird. Und so rät er vor allem zu Genuss von in natürlicher Umgebung gewachsenen Wildpflanzen mit entsprechenden Rezepten.

Fazit: Die Präferenz des Autors geht klar in Richtung vegane Ernährung und hier vor allem frische, natürliche Vollwertnahrung. Er will dem Leser seinen Standpunkt aber keinesfalls aufdrängen, sondern zeigt stattdessen, was die Manipulation der Konservierung, der Farbe, des Aussehens, des Geschmacks oder des Geruchs mit Lebensmittel machen kann. So dass man ganz von selbst über bisherige Essgewohnheiten nachzudenken beginnt.


Der Biophilia-Effekt - Heilung aus dem Wald
Der Biophilia-Effekt - Heilung aus dem Wald
von Clemens G. Arvay
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,90

29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Natürliche Heilung statt Hochleistungsmedizin, 22. April 2015
Dass ein Spaziergang im Wald eine gesunde Abwechslung zu unserem stressigen Alltagsleben ist, und Geist und Seele stärkt, ist sicher nicht neu. Dass er aber auch direkte positive Auswirkungen auf unser Immunsystem hat, zeigen die Autoren in diesem Buch.

Der Grund für den Effekt auf das Immunsystem liegt im Stoffwechsel der Natur, an dem wir teilhaben, wenn wir uns im Wald aufhalten. Überall im Wald kommunizieren Bäume untereinander und tauschen chemische Substanzen, sogenannte "Terpene" aus. Und unser Immunsystem kann diese Terpene auf ähnliche Weise wie die Pflanzen entschlüsseln und reagiert mit einer Aktivierung und Vermehrung der weißen Blutkörperchen . Diese Zellen bekämpfen dann nicht nur körperfremde Viren, sondern auch körpereigene Krebszellen. Um diesen positiven Effekt auf das Immunsystem nachzuweisen, bedienen sich die Autoren verschiedener Wissenschaftsgebiete, etwa der Immunologie, der Humanökologie oder der Evolutionsbiologie.

Aber das Buch geht noch einen Schritt weiter. Es beinhaltet nämlich auch zahlreiche Ratschläge, wie sich die heilenden Effekte der Naturerfahrung im Wald oder auf der Wiese verstärken lassen. Wer etwa einen Garten hat, kann nach dem Vorbild der Natur solche Bäume und Sträucher pflanzen, die besonders viele von den Substanzen abgeben, die das Immunsystem stärken. So gibt es im Buch also etwa auch Anleitungen für heilende Gärten und vieles andere mehr.

Fazit: Ein nützliches Buch, das wieder einmal zeigt, dass die Natur immer noch genauso gut heilen kann wie unsere heutige, technisch aufgerüstete Hochleistungsmedizin.


Der Elefant, der das Glück vergaß: Buddhistische Geschichten, um Freude in jedem Moment zu finden
Der Elefant, der das Glück vergaß: Buddhistische Geschichten, um Freude in jedem Moment zu finden
von Ajahn Brahm
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,99

42 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Inspiration zur Gewinnung neuer Einsichten, 14. April 2015
Brahms Ansatz im Buch könnte man nach meiner Meinung kurz so umschreiben: Trenne den Geist von den Schwierigkeiten, die ihn umgeben. Man soll also Abstand gewinnen von den schlechten Gedanken der Vergangenheit sowie auch von dem Stress, der einem aktuell gerade umgibt. Hört sich natürlich erstmal gut an, aber wie soll es konkret erfolgen? Brahm empfiehlt z.B., dass wir uns einen halbstündigen Break in der Mitte des Tages nehmen, um unseren Geist zu erfrischen, zu erneuern und zu inspirieren.

Und hier kommen jetzt die 108 Kurzgeschichten ins Spiel, die er im Buch erzählt. Die sollen nämlich inspirieren und uns über unsere Wahrnehmung der alltäglichen Dinge nachdenken lassen. Und das tun sie auch. Die Geschichten sind immer nur 2-3 Seiten lang, so dass man auch mal zwischendurch eine lesen kann. Einige sind adoptiert von traditionellen Tierfabeln, aber bei vielen schöpft Brahm auch einfach aus den Erfahrungen, die er bei seinen buddhistischen Studiun in Thailand gemacht hat, oder als Berater in buddhistischen Klöstern. Manchmal gibt er auch einfach Geschichten weiter, die er dabei von anderen gehört hat.

Die Geschichten sind oft erheiternd und verblüffend, etwa wenn es um verschwundene Motorräder oder glückliche Lottoläden geht. Oft sind sie aber auch nachdenklicherer Natur. So handelt ein Kapitel von negativen Gedanken und Erinnerungen, und wie man sie verbannt und durch positive ersetzt. Eine andere Geschichte handelt von von geringer Selbstschätzung und wie man sie erhöhen kann. Insgesamt hat der Autor bei der Auswahl seiner Geschichten nach meiner Meinung eine gute Mischung aus Erheiterung und Nachdenklichkeit gefunden.

Fazit: Sicher werden einem nicht alle 108 Kurgeschichten im Buch gleich gut gefallen. (ich fand einige etwas zu verworren) Aber das hängt ja auch immer vom persönlichen Geschmack ab. Und man kann auch nicht erwarten, dass man nach dem Buch ein völlig anderer (erleuchteter) Mensch ist. Gleichwohl sind aber sicher für jeden Leser genug Geschichten dabei, um durch Humor, geistige Tiefe und Inspiration Abstand zu eingefahrenen Denkschemata zu gewinnen und Positives für den eigenen Lebensalltag aus dem Buch herauszuziehen.


The devil lies in the detail: Lustiges und Lehrreiches über unsere Lieblingsfremdsprache
The devil lies in the detail: Lustiges und Lehrreiches über unsere Lieblingsfremdsprache
von Peter Littger
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch macht Lust, seinen Englischwortschatz zu erweitern, 12. April 2015
Englisch gilt ja als relativ leicht zu lernende Sprache. Das gilt aber wohl nur bis zu eine bestimmten Stufe - ab da kann es ganz schön schwierig werden. Es sind die Momente, in denen uns bestimmte Vokabeln partout nicht einfallen wollen und sich auch nicht andersweilig umschreiben lassen, so wie es uns früher der Englischlehrer immer geraten hat. So dass wir dann aus Verzweiflung zu irgendeiner sprachlichen Notlösung greifen, die dann unfreiwillig lustig bis peinlich werden kann. Vor genau solchen "Sprachpannen" will uns der Autor in seinem schönen Buch schützen.

Hier nur ein Beispiel daraus: "cover up" heißt im Deutschen keinesfalls aufdecken, wie man bei wörtlicher Übersetzung vielleicht vermuten kann - sondern es bedeutet genau das Gegenteil, nämlich zudecken, bzw. verschleiern. Für aufdecken gibt es natürlich auch die richtige englische Vokabel: nämlich "uncover". Wer hätte das schon auf Anhieb gewusst?

Der Autor will den Leser keinesfalls vorführen in Bezug auf dessen englische Sprachdefizite. Nein, das Buch hat vielmehr den positiven Ansatz, dem Leser, der schon einen soliden Englischwortschatz besitzt, die Feinheiten der englischen Sprache zu vermitteln, und ihm die Vielfalt und Schönheit dieser Sprache nahezubringen. Und das alles mit einem Schuss Humor. So dass man wirklich Lust bekommt, seinen englischen Sprachschatz zu erweitern. Deshalb empfand ich das Buch als sehr nützlich.


Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima
Die Entscheidung: Kapitalismus vs. Klima
Preis: EUR 23,99

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Im Kampf gegen den Klimawandel ist jeder gefragt, 29. März 2015
Der erste Teil des Buches ist eine brillante Analyse darüber, wie ernst es wirklich um den Klimawandel und damit die Bedrohung unserer Lebensqualität in den nächsten Jahrzehnten bestellt ist. Klein beschreibt anhand vieler Beispiele, wie der rücksichtslose Abbau von Rohstoffen unser, auf bedingungsloses Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem dominiert. Etwa in der USA, wo die Energiewirtschaft täglich 400 000 Dollar für Lobbyarbeit ausgibt und Mitglieder der ultra-konservativen Tea-Party schon harmlose Nachhaltigkeitsprogramme als von der UNO finanzierte Weltverschwörung bekämpfen. Oder auch Deutschland, wo Naomi Klein zwar den Atomausstieg lobt, die schwarz-rote Regierung aber wegen deren Einknicken vor der "Kohle-Lobby" tadelt. Also wirklich eine schonungslose Analyse.

Nicht ganz so überzeugend war für mich aber die Schlussfolgerung, die sie daraus zieht. "Kapitalismus vs Klima" - Klein teilt die Welt in die "Schlechten" ein, also die Öl-, und Kohlefirmen, und in die "Guten", also die normale Bevölkerung. Das ist mir zu grobschlächtig, denn es gibt sicher auch umweltbewusste Energiefirmen ebenso wie auf der anderen Seite Verbraucher, denen die Umwelt egal ist. Und daraus ergibt sich ein weiterer problematischer Punkt. Klein ruft zu einer Art Weltrevolution für das Klima auf, ebenso wie die Abschaffung der Sklaverei oder der Kolonialisierung eine solche war. Das Problem dürfte hierbei sein, dass es momentan dafür wohl nicht genug überzeugte Revolutionäre gibt. Sie unterschätzt aus meiner Sicht, wie schwer es ist, die Masse der normalen Menschen von der Dringlichkeit des Klimaproblems zu überzeugen, dass sich für viele nach wie vor als zu diffus und zu wage in Bezug auf ihr tägliches Leben darstellt.

Fazit: Klein bringt eine faktenreiche Analyse darüber, wie dringlich der Handlungsbedarf bezüglich des Klimaschutz inzwischen wirklich ist. Ihr Aufruf für eine Klima-Weltrevolution scheint mir aber zu idealistisch, weil es derzeit weder die dafür notwendige kritische Masse an Revolutionären gibt, noch die ebenso notwendigen charismatischen Führer.


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