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Rezensionen verfasst von
Falk Müller
(TOP 50 REZENSENT)   

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Mein Leben ohne mich - Wie ich fünf Jahre im Koma erlebte
Mein Leben ohne mich - Wie ich fünf Jahre im Koma erlebte
von Carola Thimm
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es lohnt sich immer zu leben - das Leben hat so viele schöne Dinge zu bieten, 27. Juni 2015
Eigentlich klingt es wie aus einem Science-Fiktion-Roman. Also dass man quasi für fünf Jahre aus dieser Welt fällt und dann plötzlich und unerwartet wieder aufwacht um dann nach und nach festzustellen, dass fast nichts mehr so ist wie vorher - also im vorigen Leben. Aber Carola Thimm hat genau das erlebt und erzählt darüber in diesem spannenden Buch.

Was die medizinischen Details angeht wird man als Laie wohl gar nicht alles hundertprozentig verstehen können. Denn man fragt sich: Wie kann es sein, dass eine Frau Mitte 30 beim Spazierengehen einfach so zusammenbricht, weil eine Arterie im Gehirn platzt? Könnte mir das vielleicht auch passieren? Und für das eigentliche Wunder, dass sie nach 5 Jahren plötzlich wieder aus dem Wachkoma aufwacht, hatten ja nicht mal die Ärzte eine richtige Erklärung.

Was man aber durch das Buch sehr gut nachvollziehen kann ist der Einschnitt, den dieses Erlebnis im Leben von Carola Thimm gebracht hat. Es gibt so viele Dinge, die sie in ihrem "alten Leben" zurücklassen musste: Trompete spielen geht nicht mehr - zu viel Druck auf den Kopf. Reisen um die Welt - Fliegen geht nicht mehr, genauso wenig wie Autofahren oder Motorradfahren. Auch die Ehe hat nicht gehalten. Ihr Man verliebte sich irgendwann neu, konnte oder wollte nicht warten auf sie. Hat es sich also überhaupt gelohnt, ein "zweites Leben" geschenkt zu bekommen?

Ja es hat sich gelohnt - und das möchte Frau Thimm mit diesem Buch auch deutlich machen. Denn selbst wenn sie auch im Vergleich zu ihrem "früheren Leben" manches verloren hat, so hat doch an anderer Stelle sogar Lebensqualität hinzu gewonnen. Sie schreibt sie hat in ihrem Unglück auch ganz viel Glück gehabt: "Ich kann wieder kochen, Fahhradfahren, Blockflöte spielen, schreiben, vorlesen." Alles Dinge, die sie jetzt viel intensiver genießt als vor ihrem 5-jährigem Koma, als all dies für sie so selbstverständlich war.

FAZIT
Ein Buch das Mut macht und zeigt, dass es sich fast immer lohnt zu leben, dass es so viele Dinge gibt, an denen man Freude haben kann - Dinge die man vor so einer Lebenskrise wie bei Frau Thimm oftmals gar nicht genug wertgeschätzt hatte.


Tim lebt!: Wie uns ein Junge, den es nicht geben sollte, die Augen geöffnet hat.
Tim lebt!: Wie uns ein Junge, den es nicht geben sollte, die Augen geöffnet hat.
von Simone Guido
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 18,99

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wann ist ein Leben lebenswert ?, 21. Juni 2015
Das Buch beschreibt unheimlich emotional, unter welchem Entscheidungsdruck alle Beteiligten stehen, wenn während einer Schwangerschaft ein Gendefekt wie das Down-Syndrom festgestellt wird.

Da ist an erster Stelle natürlich die werdende Mutter. Ihr bleiben nach der Diagnose nur wenige Tage zu entscheiden, ob sie das behinderte Kind behalten oder abtreiben will. Laut den Autoren entscheiden sich inzwischen über 90 % für die Abtreibung. Soll man dies als hartherzig oder egoistisch bezeichnen? Die emotionale Ausnahmesituation der Mütter, die oftmals schon die Bewegungen des Kindes in ihrem Bauch spüren, kann man wohl als Unbeteiligter kaum nachvollziehen. Bei der leiblichen Mutter von Tim kam noch hinzu, dass eine herkömmliche Abtreibung, also eine Ausschabung, nicht mehr möglich war, so dass Timm auf dem natürlichen Weg auf diese Welt kam - um sie dann sofort wieder zu verlassen. Normalerweise kommen solche Kinder durch die verabreichten Medikamente tot zur Welt oder sterben kurz nach der Geburt. Aber Tim lebte und überlebte. Dass die Mutter emotional völlig überfordert war, als aus der Abtreibung eine fast normale Geburt wurde, und sie jeglichen Kontakt mit dem Kind hysterisch ablehnte, kann man wohl auch nachvollziehen.

Aber da sind auch die Ärzte. Im Buch wird deutlich, dass die Medizin sich in solchen Grenzfällen in einem moralischen Dilemma befindet, das Leben der werdenden Mutter gegen das Leben des ungeborenen Kindes aufzuwiegen. Gemäß § 218 StGB ist ein Abbruch der Schwangerschaft straffrei, wenn ein medizinisches Gutachten einer schwangeren Frau bescheinigt, dass sie ihr Kind aus persönlichen Gründen nicht austragen kann. Kann man es den Ärzten verdenken, dass sie eher zu einem Schwangerschaftsabbruch drängen, wenn sie mit einer Klage rechnen müssen, falls die von ihnen prognostizierte Krankheit sich schlimmer entwickelt, als vorausgesagt? (was auch die Abtreibungsquote von über 90 Prozent erklärt) Ärzte stehen also unter ähnlichem emotionalen Druck wie die Mutter. Im Falle von Timms leiblicher Mutter war es z.B. so, dass sie die Ärzte verklagte, weil die Abtreibung aus ihrer Sicht misslungen war - und sie auch 13 000 Euro Schmerzensgeld erhielt.

Mit solche drastischen und emotionalen Fragen beschäftigt sich das Buch unter besonderer Bezugnahme auf den Fall von Tim. Im Endeffekt waren die Ärzte mit der Situation genauso überfordert wie die Mutter. Das Buch beschäftigt sich auch mit der generellen Frage, wann ein Leben als lebenswert gelten kann. In Deutschland herrscht die Meinung, dass man mit einem behinderten Kind kein glückliches Leben mehr führen kann. Und auch die Pflegemutter musste sich Sätze anhören wie "Ich könnte das nicht". Aber trotzdem hat sie ihre Entscheidung nie bereut, Tim aufzunehmen. Lassen wir sie deshalb das Schlusswort halten, dem nichts mehr hinzu zu fügen ist: "Tim ist ein lebensfroher Mensch - auch wenn er nicht sprechen kann. Er bejaht das Leben hundert Prozent. Selbst wenn es ihm schlechtgeht, sieht man ihm an, dass es ihm gefällt zu leben. Punkt aus, so ist es."


Die Unruhe der Welt
Die Unruhe der Welt
von Ralf Konersmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unruhe als historische, kulturelle Erscheinung, 18. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Unruhe der Welt (Gebundene Ausgabe)
Im Gegensatz zu Hunger und Not wie in früheren Jahrhunderten scheinen in unserer heutigen westlichen Welt Stress und Unruhe die neuen Menschheitsgeiseln zu sein. Oft suchen wir die Schuld bei uns, und nehmen dann Zuflucht zu sogenannter "Entschleunigungsratgebern". Aber ist die immerfort zunehmende Unruhe überhaupt therapierbar oder ist es eine unveränderbare historische-kulturelle Erscheinung die sich durch die Jahrhunderte zieht? Genau dieser Frage geht der Autor in seinem Buch nach.

Das Buch ist keinesfalls eine chronologische Kulturgeschichte. Denn Konersmann springt kreuz und quer durch die Jahrhunderte, analysiert dabei Gemälde, Geschichten und Worte darauf, ob und in welcher Form die Unruhe darin auftaucht. So unterschiedlich also die jeweiligen Betrachtungsobjekte sind, so sucht Konersman doch jeweils das für ihn Wesentliche dabei herauszuziehen. Er fragt sich jeweils, warum Menschen Ruhe und Frieden aufgeben, um ihr Glück im tätigen Leben, in der Arbeit, der beständigen Veränderung suchen und die mögliche Welt mehr schätzen als die bestehende.

Und dabei filtriert er ein Grundgefühl der Unruhe heraus, welches sich durch die Jahrhunderte zieht und alle Lebensbereiche umfasst: sei es der Zwang zu Wachstum in der Wirtschaft, der Aktivismus in der Politik oder der Optimierungswahn im Privaten. Die für mich wichtigste Erkenntnis aus dem Buch ist zu zeigen, dass Unruhe eine historische, kulturelle Erscheinung ist, während sie heutzutage meist ins erschöpfte Selbst verlegt wird, als therapierbar, also als überwindbar betrachtet wird. Ein durchaus hilfreiches Buch also.


Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren - die Entdeckung einer verborgenen Welt
Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren - die Entdeckung einer verborgenen Welt
von Peter Wohlleben
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch hat meine Sichtweise auf Bäume geändert, 16. Juni 2015
Zunächst fand ich die Idee schon etwas weit hergeholt - also dass Bäume soziale Wesen sind, die so etwas wie Gefühle haben und ähnlich wie Tiere miteinander kommunizieren können. Wie soll das gehen - schließlich haben Bäume ja kein Gehirn, kein Nervensystem - und bewusste Laute können sie auch nicht erzeugen. Aber nach der Lektüre des Buches denke ich anders darüber. Peter Wohlleben zeigt nämlich in diesem eindrucksvollen Buch, dass Bäume genau wie Tiere ausdrücken können, ob es ihnen gut oder schlecht geht, dass sie miteinander kommunizieren und sich sogar gegenseitig helfen können, dass sie auch ein Gedächtnis haben - dass sie also im Prinzip menschliche Züge besitzen.

Hier nur ein paar Beispiele aus dem Buch:

- Bäume können durchaus aufeinander Rücksicht nehmen. Wenn etwa zwei Bäume eng nebeneinander stehen, sieht man oft, dass nur dünne Äste in Richtung des anderen Baumes zeigen. Während nach allen anderen Seiten dicke Äste raumgreifend wachsen, um möglichst viele Blätter zum Einfangen des Sonnenlichts zu haben, tasten sich nur zarte Ästchen vorsichtig in Richtung des benachbarten Baumes vor. Keiner der Bäume will mit dem anderen in Konkurrenz treten, sondern beide achten rücksichtsvoll darauf, dass jeder genug Licht erhält, um gesund zu bleiben.

- bei Unwetter und Sturm bilden Bäume oft eine Art Solidargemeinschaft. Wo ein einzelner Baum umfallen würde, stützen sich die Mitglieder eines intakten Buchenwaldes gegenseitig. Und zwar, indem sie durch ihre unterschiedlichen Kronen und Stämme auch unterschiedlich hin und her pendeln, gegeneinander schwanken, ihre Bewegungen damit abbremsen und somit ein Aufschaukeln und Umfallen verhindern.

- Bäume können sich gegenseitig vor Schädlingen warnen und tun dies oft auch. Wenn z.B. eine Buche von Insekten befallen wird, warnt sie ihre Kollegen über Duftbotschaften. Diese können dann in Abwehrstellung gehen und Abwehrstoffe in der Rinde einlagern. In der afrikanischen Savanne gibt es eine Akazienart, die das Gas Ethylen ausstößt, wenn eine Gazelle ihre Blätter abfrißt. Damit warnt die Akazie ihre Nachbarn, die einen Stoff in ihre Blätter einlagern, der diese ungenießbar macht.

- Bäume leiden oft unter einer für sie ungünstigen Umgebung - genau wie wir Menschen. So ergeht es etwa Straßenbäumen, die neben einer Laterne stehen. So wie wir Menschen brauchen auch Bäume ihren Schlaf, um sich zu regenerieren. Das können sie aber nicht, wenn sie nachts unter Dauerbelichtung stehen. Sie leiden unter dem Schlafentzug - genau wie wir Menschen dies tun würden.

FAZIT
Das Buch hat meine Sichtweise auf Bäume und Pflanzen generell verändert und wird sicher auch viele andere Leser zum Nachdenken anregen. Während bei Tieren inzwischen ein Bewusstsein dafür vorhanden ist, dass diese oft leiden und unsere menschliche Rücksichtnahme benötigen, werden Bäume oft noch als reine Rohstoffliferanten angesehen - schließlich können sie ja nicht so fühlen wie Tiere. Aber was gibt uns das Recht, Bäume deshalb als Lebewesen unterer Art einzustufen? Oder wollen wir mit dieser scharfen Trennung zwischen Tier und Pflanze nur unser Gewissen manipulieren? Bäume können schließlich auch kommunizieren, genauso leiden wie Mensch oder Tier. Also verdienen sie auch genauso unsere Beachtung und Rücksichtnahme. Hierfür ein Bewusstsein zu erzeugen, ist das wichtige Verdienst des Buches.


Bargeldverbot: Alles, was Sie über die kommende Bargeldabschaffung wissen müssen
Bargeldverbot: Alles, was Sie über die kommende Bargeldabschaffung wissen müssen
Preis: EUR 6,49

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abgeschafft werden soll nicht nur das Bargeld, sondern auch unsere Freiheit und unsere Mentalität, 10. Juni 2015
Die, die das Bargeld abschaffen wollen, behaupten immer wieder, dass mit Buchgeld alles viel besser und schneller gehen würde. Dass die vermeintlichen Vorzüge des Buchgeldes nur vorgeschoben sind, und mit dem Bargeld nicht unsere Freiheit abgeschafft werden, sondern wir auch vom Sparer zu Konsumfetischisten umerzogen werden sollen, zeigen die Autoren in diesem wichtigen Buch.

Hier nur 2 Argumente der selbsternannten Bargeldabschaffer, die die Autoren in ihrem Buch "zerflücken".

So wird etwa behauptet, die Wege von "schmutzigem" Geld lassen sich so besser verfolgen und die Kriminalität sich dadurch besser bekämpfen. Dass sich auch die Geldbewegungen von "normalen" Geld von normalen Bürgern durch Buchgeld lückenlos verfolgen lassen, wird dabei gern verschwiegen. Die Autoren stellen ein paar interessante Überlegungen an, was ein fürsorglicher Staat alles machen kann, wenn alle Zahlungsvorgänge digital und zentral steuerbar werden: Alkoholikern kann der Kauf von Alkohol mit ihren Kartengeld unmöglich gemacht werden, bei Hartz-IV-Empfängern kann auf der Karte eingestellt werden, was sie kaufen dürfen und was nicht. Wollen wir wirklich so eine Uberwachungsgesellschaft werden?

Ein weiteres Argument der Bargeldabschaffer ist, dass mit Buchgeld die Bezahlung und überhaupt der ganze Geldverkehr viel einfacher, schneller und bequemer werden würde. Das treibt den Konsum und damit die Konjunktur an. Hiermit dürften sie vielleicht sogar Recht haben. Aber die Autoren fragen zu Recht: Wollen wir das überhaupt? Wollen wir ein Volk von Konsumfetischisten werden - oder sollen wir? Wenn Negativzinsen vom Kartengeld durch die Banken einfach abgezogen werden können, wird Sparen unattraktiv. Die Autoren nennen es "Konsumverweigerungssteuer". Und darum geht es vor allem: uns soll das Sparen aberzogen werden. Aber wollen wir wirklich eine Nation werden, wo jeder zweite Haushalt überschuldet ist?

Fazit
Die Autoren zeigen im Buch eindrucksvoll, dass viele Argumente derjenigen, die das Bargeld abschaffen wollen, vorgeschoben sind und worum es ihnen wirklich geht: um Beschneidung der persönlichen Freiheit und um Umerziehung.


Mekka Deutschland: Die stille Islamisierung
Mekka Deutschland: Die stille Islamisierung
von Udo Ulfkotte
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

51 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welches Land wollen wir unseren Kindern hinterlassen?, 3. Juni 2015
Das zukünftige Deutschland, das Udo Ulfkotte in seinem Buch beschreibt, ist eigentlich keines mehr, in dem man gern alt werden möchte. Denn wer heute geboren wird, stirbt nach den von Ulfkotte beschriebenen Szenarien wahrscheinlich in einem weitgehend islamisierten Land.

Die Anzeichen für diese Entwicklung sind schon heute nicht mehr zu übersehen. Ulfkotte beschreibt etwa, dass die meisten Fleischprodukte, die man heute in den Supermärkten zu kaufen bekommt, schon längst "halal" sind - also von Tieren, die nach islamischen Riten betäubungslos geschlachtet wurden. Diese Fleischprdukte liegen wohlgemerkt ohne entsprechende Kennzeichnung in den Tiefkühltruhen - als wäre dies selbstverständlich.

Zu dieser faktischen Unterwerfung unter den Islam kommt noch die geistig-ideologische. Aus Angst davor, die religiösen Gefühle einer zugewanderten Minderheit zu verletzen, hängen wir überall die einstigen Symbole unseres Wertesystems wie christliche Kreuze ab und fragen uns ständig, welche Verhaltensweisen und Produkte möglicherweise den Islam beleidigen könnten.

Und das ist das Hauptverdienst des Buches. Es zeigt, dass wir als Gesellschaft gerade dabei sein, die Grundpfeiler unserer Demokratie wie das Recht auf freie Meinungsäußerung aufzugeben zugunsten einer ideologischen Unterwerfung unter den Islam - aus Angst vor Kritik an ihm. Wer nicht möchte, dass unsere Kinder irgendwann sich wie Fremde im eigenen Land fühlen müssen, die nur noch arbeiten und Steuern zahlen sollen, aber kaum noch etwas zu sagen haben, der sollte dieses Buch lesen und daraus Schlüsse ziehen.


Im Namen der Menschlichkeit: Rettet die Flüchtlinge!
Im Namen der Menschlichkeit: Rettet die Flüchtlinge!
von Heribert Prantl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 3,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ursachen richtig benannt, aber Schluzßfolgerungen nicht immer nachvollziehbar, 31. Mai 2015
Zunächst muss man einräumen, dass Heribert Prantl in manchem Recht hat, vor allem wenn er die Ursachen benennt, warum so viele Menschen aus Afrika nach Europa fliehen wollen. So schreibt er z.B. "Solange europäische Butter in Marokko billiger ist, als die einheimische, solange französisches Geflügel in Niger weniger kostet, als das dortige, solange schwimmende Fischfabriken vor der Küste Afrikas alles wegfangen was zappelt, solange muss man sich über den Exodus aus Afrika nicht wundern." Die EU-Subventionspolitik schafft Fluchtursachen, weil der Westen damit die Wirtschaft der Entwicklungsländer kaputt macht - darin muss man ihm sicher Recht geben.

Ein Problem in seiner Argumentation ist, dass er pauschal von den Flüchtlingen spricht, also keine Differenzierungen macht. Das Wort "Wirtschaftsflüchtling" taucht in seinem Buch nach meiner Erinnerung nur an einer einzigen Stelle auf und zwar wie folgt: "Menschen, die einfach ein besseres Leben suchen, verhöhnt man als Wirtschaftsflüchtlinge und behandelt sie wie Verbrecher." Dazu sind aus meiner Sicht zwei Dinge zu sagen: Erstens, wenn wie bei Menschen aus dem Kosovo die Anerkennungsquote bei einem Prozent liegt, kann man durchaus von Wirtschaftsflüchtlingen sprechen, zweitens werden sie nicht wie Verbrecher behandelt, sondern ihre Asylanträge werden nach geltenden Recht geprüft und in den allermeisten Fällen abgelehnt. Wo ist hier das Verbrechen?

Überhaupt hat Heribert Prantl aus meiner Sicht stellenweise ein etwas ungewöhnliches" Rechtsverständnis. An einer Stelle im Buch schreibt er etwa: Wer es trotzdem schafft (nach Deutschland zu fliehen) hat seine gesetzlich angeordnete Illegalisierung faktisch durchbrochen und hätte eine Belohnung verdient, seine Legalisierung." Meine Meinung dazu: Man kann ja über die derzeitige Asylgesetzgebung streiten. Aber es ist derzeit geltendes Recht, das einzuhalten ist. Einfach zu fordern, dass ein Rechtsverstoß (illegale Einwanderung) im Nachhinein als Recht anerkannt wird, oder mit Legalisierung belohnt wird, um es mit Prantls Worten auszudrücken, würde der Anarchie Vorschub leisten, dann würde sich irgendwann keiner mehr an Gesetze halten, wenn er diese als falsch erachtet.

Wenig hilfreich fand ich auch seinen Vorschlag zur Lösung der Flüchtlingskrise. Er plädiert nämlich für das Prinzip der einmaligen freien Wahl. Jeder Flüchtling, der nach Europa flieht, kann danach selbst entscheiden, in welchem Land er Asyl beantragt. Im Aufnahmeland wird dann für den Flüchtling und seine Familie umfassend gesorgt. Unrealistisch aus meiner Sicht, weil dann Flüchtlinge vor allem in Länder wie Schweden oder Deutschland kommen, wo sie sich die beste Behandlung erhoffen, während andere Länder dafür belohnt werden, Flüchtlinge möglichst schlecht zu behandeln. (wobei natürlich selbst in Deutschland die Behandlung oft nicht optimal ist, auch weil die Kommunen immer mehr überlastet werden)

Dass sein Vorschlag nicht ganz funktionieren könnte, schwand Prantl dann auch irgendwie selbst. Deshalb plädiert er für einen finanziellen Ausgleich zwischen den Aufnahmeländern auf Basis eines rechnerischen Quotenmodells. (Bevölkerungszahl, Wirtschaftskraft usw.) Wer also mehr Flüchtlinge aufnimmt, wie derzeit ja Deutschland, muss weniger Geld nach Brüssel überweisen. Schöne Idee - aber glaubt wirklich jemand daran, dass so ein finanzieller Ausgleich funktioniert? Offenbar nicht mal der Autor selbst! An einer Stelle im Buch schreibt er nämlich: "Es gibt keine solidarische Kooperation innerhalb von Europa." AHA!

Fazit: Das Buch ist sehr lesenswert, in Bezug auf die Ursachen der derzeitigen Flüchtlingskrise. Die Lösungsvorschläge von Heribert Prantl konnten mich aber leider nicht überzeugen.


Der 6-Minuten-Coach: Wahres Selbstvertrauen finden
Der 6-Minuten-Coach: Wahres Selbstvertrauen finden
von Pierre Franckh
  Broschiert
Preis: EUR 12,00

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Einführung in das Thema, aber zur Vertiefung nur begrenzt geeignet, 30. Mai 2015
Das Buch ist keine keine wissenschaftliche Abhandlung zum Thema Positives Denken, sondern eher eine aufgelockerte Einführung dazu mit der Möglichkeit, anhand von Übungsteilen sich selbst zu testen.

Obwohl man vieles wohl schon mal gehört haben dürfte, gab es doch für mich Aussagen, die mich angesprochen und inspiriert haben. Hier nur ein Beispiel dazu: Ein Kapitel heißt: "Das habe ich schon immer so gemacht" Der Autor möchte uns dazu animieren, von Zeit zu Zeit etwas Neues, Ungewohntes zu tun. Obwohl es erstmal Überwindung kostet, fühlen wir uns hinterher freier, unabhängiger. Wir vertrauen plötzlich wieder darauf, ungewohnten Situationen gewachsen zu sein, und so entsteht Selbstvertrauen - was ja das Anliegen des Buches ist. Besonders einprägsam sind passende Zwei- oder Vierzeiler, die die Aussagen nochmal auf den Punkt bringen. Zum obigen Thema lautet dieser etwa:

Wenn wir weiterhin nur das tun,
Was wir bisher gemacht haben,
Werden wir weiterhin nur das erleben,
Was wir bisher erlebt haben.

Wie oben aber bereits erwähnt, haben mich nicht alle Aussagen im Buch so stark angesprochen. Das lag keinesfalls daran, dass sie unrichtig oder unlogisch wären, sondern einfach daran, dass man sie in ähnlicher Form in Bezug auf Positives Denken bereits schon öfter gehört hat. Für mich waren das solche Aussagen wie: "Jeder Mensch ist wertvoll und einzigartig", "Besinne dich auf deine Stärken" oder "Überlege, was du in Deinem Leben schon alles richtig gemacht hast, und beziehe daraus eigenes Selbstbewusstsein" Obwohl sicher alles zutrifft, hielt sich der Neuigkeitswert hier für mich persönlich in Grenzen.

Fazit
Wer eine Einführung in das Thema Selbstvertrauen und Positives Denken sucht, für den ist die Lektüre durchaus empfehlenswert. Wer aber schon mehrere Bücher zu dem Thema gelesen hat, und eine Vertiefung sucht, könnte mit dem kleinen Büchlein vielleicht nicht ganz auf seine Kosten kommen.


Nur einen Horizont entfernt: Roman
Nur einen Horizont entfernt: Roman
von Lori Nelson Spielman
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergebung ist nie nur eine Einbahnstraße, 23. Mai 2015
Schade, dass man den englischen Titel des Buches nicht einfach direkt ins Deutsche übersetzt hat. Aber wahrscheinlich hätte "Süße Vergebung" für deutsche Ohren zu kitschig, zu banal geklungen. Dabei hat der Roman wirklich Tiefgang, weil er nicht etwa eine Liebesromanze ist, sondern sich mit dem Thema Schuld und Vergebung auseinandersetzt - und damit schon sehr in Psychologische hineingeht.

Die Idee mit den "Vergebungssteinen" mag auf den ersten Blick vielleicht wirklich etwas einfach gestrickt daherkommen. Also dass man einen Beutel mit zwei Steinen bekommt von jemanden, der einem, für ein in der Vergangenheit begangenes Fehlverhalten um Verzeihung bittet - und dass man den ersten Stein an diesen zurücksendet, wenn man dazu bereit ist. Und andererseits den zweiten Stein an jemanden sendet, dem man seinerseits für ein eigenes Fehlverhalten um Verzeihung bittet. Aber diese Vergebungssteine sind ja im Roman nur eine Art "Aufhänger".

Die den Steinen zugrunde liegende Wechselbeziehung aus Entschuldigung und Vergebung ist das eigentliche Thema, das im Grunde den ganzen Roman durchzieht, und vor allem an dessen Hauptfigur, der Talkshow-Gastgeberin Hannah demonstriert wird. Diese lädt nämlich ihre ehemalige Mitschülerin Fiona in ihre Show ein. Fiona hatte sie damals ziemlich gepeinigt, bittet nun öffentlichskeitswirksam bei Hannah um Verzeihung dafür. Und zwar, indem sie Hannah die erwähnten Vergebungssteine geschickt hat, dessen Prinzip sie erdacht, und worüber sie sogar ein Buch geschrieben hat. Alles klar, könnte man meinen - die eine bekommt positive Publicity für ihre Show, die andere für ihr Buch - sozusagen für beide eine "Win-Win-Situation".

Aber so einfach ist es eben gerade nicht. Da ist nämlich noch der zweite Stein - also den, den jetzt Hannah an jemanden senden soll, den sie ihrerseits um Verzeihung bitten möchte. Und der wiegt im wahrsten Sinne schwer, weil sie hierfür tief in ihre Vergangenheit eintauchen muss. Ohne zuviel vom Inhalt verraten zu wollen, geht es dann im Roman um tiefgehende Fragen wie eigene Schuld, Wahrheiten die man feststehend glaubte, und die man nach vielen Jahren dann hinterfragen, teilweise gar korrigieren muss, weil man vielleicht anderen eine falsche Schuld unterstellt hat, die Scham hierüber, aber auch die Erleichterung, mit seiner Vergangenheit endlich ins Reine zu kommen.

Fazit
Es sind solche Fragen, die dem Roman Tiefgang verleihen, die auch zeigen, dass Vergebung und Entschuldigung zwei Seiten einer Medaille sind, und die den Leser inspirieren, über eigene Fehler, falsche Wahrnehmungen und Konsequenzen daraus, nachzudenken.


Die High-Carb-Diät: Abnehmen mit den richtigen Kohlenhydraten
Die High-Carb-Diät: Abnehmen mit den richtigen Kohlenhydraten
von John McDougall
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht alle Kohlenhydrate sind schlecht - man muss nur die richtigen essen, 16. Mai 2015
Kohlenhydrate sind ja in der letzten Zeit etwas als Dickmacher in Verruf geraten. Es wurde ihnen bisher immer unterstellt, dass die vielen sofort verfügbaren Kalorien, die sie zweifelsohne enthalten, zwangsläufig zu Gewichtsproblemen führen müssen. Aber Kohlenhydrate sind eben nicht nur Zucker, wo das vielleicht zutrifft. Die Autoren beschäftigen sich nämlich im Buch mit einer Art von Kohlenhydraten, die sehr gesund und überhaupt nicht dickmachend sind: der Stärke.

Stärkereiche Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Reis oder Mais enthalten sauber beim Stoffwechsel verbrennbare Energie, weil nur 1-8 % der enthaltenen Kalorien vom Fett stammen. Selbst wenn wir zu viel Stärke zu uns nehmen, verbrennt sie der Körper sehr gut, statt sie in Körperfett umzuwandeln. Solche Kohlenhydrate machen also nicht nur NICHT dick, sondern liefern Energie und versorgen den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen. Die Kartoffel enthält z.B. alle für den Menschen erforderlichen Nährstoffe (mit Ausnahme von Vitamin B12), und ist damit ein Vollnahrungsmittel.

Um ihre These zu untermauern, zeigen die Autoren, dass zu allen Zeiten und überall auf der Welt gesunde Gesellschaften einen Großteil ihrer Kalorien aus stärkehaltiger Nahrung bezogen und beziehen. Eine Schüssel Reis ist in Japan, China oder anderen asiatischen Ländern Grundbestandteil jeder traditionellen Mahlzeit. Und wie jeder weiß, gibt es dort weniger übergewichtige Menschen, als etwa in Europa. Die Inkas in Südamerika ernährten sich vorrangig von Kartoffeln, die Mayas und Azteken in Mittelamerika waren für ihren Maisverzehr bekannt - und Mais bildet dort noch heute den Grundbestandteil einer gesunden Ernährung.

Und um diese Erkenntnis zu nutzen, dass Kohlenhydrate in Form von Stärke uns fit und gesund machen, geben die Autoren dann auch noch praktische Tipps in Form von schmackhaften Rezepten. Hier werden also Speisen empfohlen, die aus solchen Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln, Mais oder Reis gemacht werden können: etwa Maistortillas, Kartoffel-Enchiladas, Tex-Mex-Kartoffeln, karibisches Reis, um nur mal ein paar zu nennen. Und für die, die nicht selbst kochen wollen, haben die Autoren auch gleich einen praktischen Tipp: öfter mal in ein mexikanisches oder thailändisches Restaurant gehen - weil in diesen Ländern ein Großteil der Ernährung auf Stärke basiert. Insgesamt ist es also ein nützliches Buch.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 31, 2015 7:06 PM MEST


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