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Bücher Welten

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Tatort Antike: Berühmte Kriminalfälle des Altertums
Tatort Antike: Berühmte Kriminalfälle des Altertums
von Cornelius Hartz
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für jeden Antike- oder Römer-Fan, der zufällig noch gerne Krimis liest!, 24. August 2012
Dass wir Menschen zu Gewalt und Verbrechen neigen, ist kein Geheimnis. Darum benötigen wir auch ein funktionierendes Machtorgang, welches ein zivilisiertes Miteinander ermöglicht. Doch was passiert, wenn der Staat einen solchen Ordnungshelfer nicht stellt?

Cornelius Hartz „Tatort Antike“ gibt eine verheerende Antwort auf diese Frage. Die klassische Antike konnte mit einem derartigen Polizeiapparat nämlich nicht aufwarten, weshalb es gewissermaßen jedermann möglich war, gegen das Gesetz zu verstoßen und dabei unerkannt zu bleiben. Wer würde schon Richter spielen wollen, wenn Nero seine eigene Mutter tötet? So wurde eben immer wieder gemordet, geraubt, verraten, entführt und missbraucht.

Der Autor stellt in diesem Band äußerst anschaulich 19 Verbrechen vor, deren Protagonisten wohl jedem bekannt oder zumindest schon einmal zu Ohren gekommen sind. Von Spartacus über Sokrates und Caesar bis hin zu Jesus beginnt er bei dem Kenntnisstand des Lesers und füllt diesen mit historischen Fakten, Zitaten, filmischen Adaptionen und spannenden Theorien auf. So liest sich jede Episode – wie der Titel schon verraten mag – beinahe wie ein Detektivroman.

Doch nicht nur das; anhand der Einbindung antiker Gesetze oder Verteidigungsreden lernt man als Leser den Alltag der Römer sowie deren Umgang mit Regelverstößen kennen und nähert sich dadurch auf völlig neue Weise einer mittlerweile doch recht fernen Epoche an. Wo würde man heute noch Verbrecher mit Schlangen in einen Sack sperren und ins Meer werfen? Wo würde Gleiches mit Gleichem vergolten werden? Die Zeit der bestechlichen Gerichte mag noch nicht vorbei sein, aber nie wieder hat sie solch eine Blütezeit erlebt wie in der Antike. Mit ein Grund dafür, dass die Geschichte - die in diesem Buch lebendig gemacht wird - so außergewöhnlich und fesselnd ist.

Auf jeden Fall empfehlenswert!


Apulien- Der archäologische Führer
Apulien- Der archäologische Führer
von Nadin Burkhardt
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar praxisorientiert und sehr hilfreich!, 24. August 2012
Der archäologische Führer über „Apulien“ von Nadine Burkhardt (2012 bei Zabern erschienen) liefert einen umfangreichen Einblick in die archäologischen und historischen Sehenswürdigkeiten und Stätten der Region.

Der Reise- und Kulturführer ist wie folgt aufgebaut:
Zu Beginn steht eine Einleitung, in der die geographischen und topographischen Besonderheiten Apuliens beschrieben werden. Danach geht Burkhardt auf die Geschichte der Region ein und befasst sich mit der Besiedlung und den Bewohnern Apuliens sowie den griechischen und römischen Einflüssen. Den Hauptteil des Führers stellen der Katalog antiker Stätten und Monumente sowie der Ortskatalog dar. Den Abschluss des Buches bilden ein Verzeichnis der archäologischen Stätten und Museen, eine Zusammenstellung von Literatur sowie das Orts- und Personenregister.

Neben der Beschreibung der einzelnen archäologisch bedeutsamen Plätze und Monumente enthält der Reiseführer viele interessante Nebeninformationen zu Geschichte, Personen und Erzählungen aus der Region. In der Mitte des Bandes befinden sich zahlreiche Farbfotos, die einen ausdrucksstarken Eindruck von Apulien und seinen antiken Sehenswürdigkeiten vermitteln.

Der archäologische Führer ist vor allem aufgrund der praktischen Anwendbarkeit zu empfehlen. So werden themenbezogene Touren vorgeschlagen, die weniger erfahrenen Apulienreisenden eine angenehme und unbeschwerte Erkundungstour ermöglichen. Genauso hilfreich sind die vielen praxisrelevanten Tipps zu Öffnungszeiten und Kontaktdaten sowie Pläne und Grafiken zu den einzelnen Stätten.

Nadine Burkhardt schreibt sehr bildreich und detailliert, so wie es bei einem archäologischen Führer sein sollte. Damit ist dieser nicht nur für Fachleute und Archäologiestudenten, sondern auch für interessierte Laien, Touristen und Italienfreunde geeignet. Durch die gegliederte Struktur erhält der Leser einen schnellen Überblick über die archäologisch interessanten Gegenden Apuliens.

Als archäologischer Reise- und Kulturführer auf jeden Fall zu empfehlen!


Athen- Der archäologische Führer
Athen- Der archäologische Führer
von Wolfram Letzner
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Detaillierte Informationen und nützliche Tipps praktisch und bündig zusammengefasst, 24. August 2012
Wolfram Letzners Reise- und Kulturführer „Athen“ (2012 in der Zabern-Reihe „Der archäologische Führer“ erschienen) bietet einen umfassenden Überblick zu allen wichtigen antiken Orten und archäologischen Zielen der Stadt. Herausgegeben wurde der Band von Holger Sonnabend und Christian Winkle.

Gerade weil Athen nicht als großflächige Ausgrabungsstätte gilt und aufgrund von Zerstörungen nur aus vielen kleinen Fund- und Grabungsorten -abgesehen von der Akropolis oder dem Olympieion- besteht ist ein archäologischer Wegweiser wie er mit diesem Titel vorliegt äußerst nützlich.

Nach einem kurzen einleitenden Abschnitt mit Vorwort, einer Einführung, Angaben zur geografischen Lage und dem Überblick zur Geschichte der Stadt werden die einzelnen Baudenkmäler und Funde Athens vorgestellt. Dazu gehören Informationen über die Infrastruktur, bedeutende Orte und Denkmäler wie die Akropolis oder die Bibliothek Hadrians, die Aarchäologischen Zone am Olympieion sowie zum Kerameikos und vielen weiteren Stätten. Auch ein kleiner Teil, der in Athen zahlreich vertretenen Museen wird vorgestellt. Zusätzlich enthält der Führer praktische Angaben zu Öffnungszeiten, Anreisemöglichkeiten, Verkehrssituation und viele weitere Tipps, die für Athen-Reisende eine gute Hilfestellung sind. Farbfotos der antiken Orte in der Mitte des Bandes, sowie Pläne und Rekonstruktionszeichnungen ergänzen die schriftlichen Ausführungen.

Letzner informiert mit seinem archäologischen Führer nicht nur über antike Stätten und Ausgrabungsorte sondern bezieht auch historische Hintergründe mit ein. Besonders nützlich sind seine Tourenvorschläge sowie die tourismusrelevanten Tipps zu Öffnungszeiten, Museen und Ausflugszielen. Sehr gut gefällt mir auch die abwechslungsreiche Gestaltung, sowohl inhaltlich als auch grafisch. Der Autor verbindet Informationen und Angaben zu den archäologischen Stätten mit Exkursen aus Geschichte, Mythologie und Literatur der Antike, so dass dem Leser ein umfassendes Bild Athens präsentiert wird. Diese Exkurse, sowie die praktischen Tipps sind auch gestaltungstechnisch vom Fließtext abgesetzt und bilden ein angenehmes Bild.

Der Stil Letzners ist gut lesbar. Er verwendet kaum Begriffe aus der Fachsprache, so dass sich auch Laien schnell in die Thematik einfinden. Zusätzlich liefert ein Glossar am Ende des Führers Erklärungen zu den Fachbegriffen, falls doch mal etwas nachgeschlagen werden muss.

Der archäologische Führer bietet umfangreiche und detaillierte Berichte zu den archäologischen Stätten, Monumenten und Bauten Athens und ist damit für jeden archäologieinteressierten Athen-Reisenden sehr zu empfehlen.


Grabungsleitfaden
Grabungsleitfaden
von Johanna Sigl
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute, praxisorientierte Einführung in das Arbeitsfeld Archäologie, 24. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Grabungsleitfaden (Taschenbuch)
Der Grabungsleitfaden, von Johanna Sigl und Claus Vetterling herausgeben und 2012 bei dem für Archäologie und Antike renommierten Verlag Philipp von Zabern erschienen, leistet einen praxisorientierten Überblick zur Ausgrabungsarbeit und dem Umgang mit archäologischen Funden. Neben den Herausgebern waren die Wissenschaftler Pieter Collet, Dr. Peer Kröger, Martin Sählhof, Meike Weber und Prof. Dr. Albert Zink als Autoren tätig.

Der Grabungsleitfaden bezieht sich in erster Linie auf die praktische Anwendung, führt in die Grundlagen ein und gibt zusätzliche Tipps und Tricks zu den verschiedenen Aufgabenbereichen der archäologischen Tätigkeit. Er liefert damit wichtige Informationen zur Durchführung von Grabungsarbeiten und der Dokumentation der Funde. Die Auswertung und Interpretation der gesammelten Daten wird in dem Band jedoch nicht thematisiert.

In den ersten vier Kapiteln (Einleitung: (Feld-) Archäologie, Grabungsleitung: Aufgaben und Verantwortung, Arbeitssicherheit, Vorarbeiten der archäologischen Ausgrabungen) wird das Verständnis und die Bedeutung des Archäologie-Begriffs geklärt und die Autoren erläutern essenzielle Aspekte der archäologischen Arbeit.

Das Kapitel „Ausgrabungsarbeit am Schnitt“ legt dann die Grundlagen der Grabungsarbeit dar und beschreibt die ersten Schritte am Grabungsort, die einzelnen Grabungswerkzeuge und -techniken sowie Vorgehensweisen zur Arbeits- und Befunddokumentation. Darauf folgt ein Abschnitt zum Thema Bauforschung. Besonders informativ ist das Kapitel „Kleinfunde“. Hier liefert der Band Angaben zum Umgang mit Keramik, Stein, Metallen und Glas sowie tierischen und menschlichen Überresten. Des Weiteren gehen die Autoren auf die einzelnen Berufsbilder und Tätigkeitsfelder ein. Abschließend wird die Bedeutung von Datenbanken im Bezug zur Archäologie behandelt. Im Anhang befinden sich dann hilfreiche Zusatzinformationen wie eine Umrechnungs- und Zahlentabelle, die Übersicht zu den Plansignaturen, ein Packzettel oder Detailangaben zum Fundzettel. Die schriftlichen Erläuterungen werden durch eine Vielzahl von Grafiken, Tabellen, Zeichnungen und Fotografien veranschaulicht.

Der Grabungsleitfaden ist gut lesbar, leicht verständlich und sehr informativ. Knapp und präzise werden alle wichtigen Aspekte der Grabungsarbeit zusammengetragen. Die praxisorientierte Darstellung klärt viele Fragen rund um den Grabungsablauf und ermöglicht es weniger erfahrenen oder auch Nicht-Archäologen sich eigeninitiativ in den Grabungsalltag zu integrieren.

Daher kann ich den Titel jedem empfehlen, der ein Einführungs- und Nachschlagewerk zur Grabungsarbeit sucht. Sowohl als Hilfestellung während einer Grabung als auch für Archäologie-Interessierte, die Einblicke in die Aufgabengebiete erhalten wollen, ist der Grabungsleitfaden aus dem Zabern Verlag das richtige Werk.
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Sardinien und Korsika in römischer Zeit (Zaberns Bildbände zur Archäologie)
Sardinien und Korsika in römischer Zeit (Zaberns Bildbände zur Archäologie)
von Cinzia Vismara
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informativer Reise- und Kulturführer mit beeindruckenden Aufnahmen von Landschaft und Monumenten, 22. August 2012
Der Bildband „Sardinien und Korsika in römischer Zeit“, 2011 in der Reihe Zaberns Bildbände zur Archäologie veröffentlicht, ist meines Erachtens der beste Band der Reihe. Wunderschöne Landschaftsaufnahmen, viele Informationen zur Geschichte der beiden Inseln sowie die gelungene Verbindung von Fakten und Legenden lassen den Titel zu einem informativen Reise- und Kulturführer werden.

Der Band ist ursprünglich in französischer und italienischer Sprache erschienen und wurde von Andrea Rottloff ins Deutsche übersetzt. Als Autoren waren Cinzia Vismara, Philippe Pergola, Daniel Istria und Rossana Martorelli tätig.

Nach einem kurzen Vorwort werden die geografischen Aspekte der beiden Inseln beschrieben. Darauf folgt mit den Kapiteln „Sardinien und Korsika vor den Römern“ und „Die Beziehung zu Rom - Von den ersten Kontakten bis zur Eroberung“ der geschichtliche Einstieg in das Titelthema. Im Hauptteil (Die römische Provinz Sardinia et Corsica, Das römische Sardinien, Das römische Korsika und Sardinien und Korsika am Ende der Antike und während des Frühmittelalters) werden dann in chronologischer Reihenfolge die historischen Entwicklungen zur Zeit der Römer thematisiert. Hier beschäftigt man sich vor allem mit den Themengebieten: Geschichte, Verwaltung. Wirtschaft, Infrastruktur, Städtebildung, die Besiedlung des Landes, Militärwesen, Gesellschaft, Kultur und Religion sowie Kunst, Architektur und Handwerk. Den Schluss des Bandes bildet eine Zeittafel, die alle wichtigen Daten der Geschichte Sardiniens und Korsikas übersichtlich zusammenfasst.

Der Bildband zeichnet sich durch eindrucksvolle Fotos verschiedener, antiker Bauwerke und Monumente sowie wunderschöne Küsten- und Landschaftsaufnahmen aus. Ergänzt werden diese durch Kartenmaterial, Tabellen und Zeichnungen.

Mit „Sardinien und Korsika in römischer Zeit“ gelingt den Autoren eine sehr gute Darstellung des römischen Einflusses auf die Entwicklung der beiden Inseln. Fotos, Zeichnungen und Informationen zu verschieden Orten Sardiniens und Korsikas liefern einen aussagekräftigen Eindruck von der Schönheit des Mittelmeerraums und geben Anregungen für Reisen, Ausflüge und Besuche. Die Verbindung von Geschichte, Kultur, Fakten und Mythen ist sehr gut gelungen, so dass ich den Band jedem empfehlen kann, der eine Reise nach Sardinien oder Korsika plant. Auch für all diejenigen, die gerne etwas über Geschichte und Antike lesen, ist der Bildband sehr zu empfehlen.


Jahrtausendworte in die Gegenwart gesprochen
Jahrtausendworte in die Gegenwart gesprochen
von Klaus Bartels
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Zitatsammlung, die interessante Einblicke in die Welt der Antike liefert und dennoch einen Bezug zur Gegenwart erlaubt, 22. August 2012
Klaus Bartels Zitatsammlung „Jahrtausendworte in die Gegenwart gesprochen“ stellt 124 Sätze und Redewendungen vor, die ihren Ursprung in der Antike haben und bis in die Gegenwart hinein präsent sind. Dabei verbindet Bartels die Themengebiete Literatur, Antike, Mythos und Geschichte miteinander, so dass der Leser einen umfassenden Eindruck von der Bedeutung und Wirkung der einzelnen Zitate erhält.

In einem Vorwort beschreibt der Philologe warum es so faszinierend ist Herkunft und Geschichte der Jahrtausendworte zu verfolgen: Die Tatsache, dass Sätze bereits vor mehr als 2000 Jahren ausgesprochen wurden und dennoch bis heute zutreffend sind, sozusagen „in die Gegenwart dieser jüngsten Jahrtausendwende hineingesprochen“ werden können und auf eine Reaktion treffen, dürfte im Grunde jeden Philosophie- und Literaturinteressierten beeindrucken.

Die Auswahl der Zitate ist bewusst subjektiv und überrascht in dem Sinne, dass nicht die typischen antiken Sätze wie „Veni, vidi, vici…“ und viele andere zum wiederholten Male besprochen, sondern gerade unbekanntere, aber dennoch bedeutende und aussagekräftige Worte vorgestellt und behandelt werden.

Auf knapp 180 Seiten und zwölf Kapiteln, die nach Sachgruppen gegliedert sind, analysiert Bartels die einzelnen Zitate. Als Überschrift steht das Zitat an sich. In einer kurzen Erläuterung werden der historische Hintergrund, die Herkunftsgeschichte, der ursprüngliche Sprecher sowie der Bezug zur Gegenwart dargestellt. Im nächsten Absatz folgt dann ein längerer Ausschnitt aus dem jeweiligen Gespräch oder dem Quellmaterial, dem das Zitat entstammt.

Die informationsreiche Sammlung bedeutender Worte aus der Antike erhält ihren Reiz -wie Bartels im Vorwort anmerkt- durch die Übertragung der Zitate in die heutige Zeit. So stellt er Sätze und Gespräche vor, die auch für heutige Problemsituationen und Fragestellungen durchaus passend erscheinen. „Zwischen Reich und Arm: Die Mitte“ und „Global Village“ sind nur zwei der 12 Themengebiete, die Zitate präsentieren, welche auf die aktuellen Begebenheiten übertragen werden können.

Jahrtausendworte in die Gegenwart gesprochen empfehle ich allen an Geistes- und Kulturwissenschaft interessierten Lesern. Das Werk bietet eine abwechslungsreiche, aktuelle und informative Zusammenstellung bedeutender Zitate und leistet durch viele zusätzliche Informationen zu Wirkung und Geschichte der Worte eine exzellente Einführung in die Philologie der Antike.


Helden, ihre Frauen und Troia: 36 kleine Portraits
Helden, ihre Frauen und Troia: 36 kleine Portraits
von Angelika Dierichs
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Helden, ihre Frauen und Troia - unterhaltsam, informativ und viele zusätzliche Informationen, 22. August 2012
Angelika Dierichs „Die Helden, ihre Frauen und Troia“ (2012 bei Zabern erschienen) stellt eine unterhaltsame, informative und detaillierte Abhandlung über Troia und seine Helden dar.
Nach einer recht ausführlichen Einleitung, in der wesentliche Hintergrundinformationen zum Thema geliefert werden, widmet sich Dierichs auf rund 120 Seiten 15 bedeutenden Helden aus der Welt troianischer Mythen und Legenden. Die Darstellung der Portraits von Achilleus, Agamemnon, Aineias/Aeneas, Diomedes, Großer Aias, Hektor, Menelaos, Neoptolemos/Pyrrhos, Nestor, Odysseus, Paris, Patroklos, Philoktetes, Priamos und Protesilaos/Iolaos erfolgt lexikonartig und immer nach dem gleichen Schema: Ein charakterisierender Satz leitet den jeweiligen Helden ein und ein kurzer Steckbrief informiert über Geburtsort und Familiensituation. Näher betrachtet werden dann im Fließtext Kindheit und Jugend, Wesenszüge und Erscheinungsbild sowie die Todesumstände des Helden. Besonders interessant sind die Kategorien „Das machte ihn berühmt“ und „Vorprogrammiertes Heldenschicksal“. Eher neuzeitlich orientiert sind die Abschnitte „Nachantike Seitenblicke“ und „Museumswelten – Standorte“.

Zusätzlich zu den 15 Heldenbiografien beschäftigt sich Angelika Dierichs mit dem Leben und Schicksal der Frauen Troias. Diese beeinflussen „den Handlungsverlauf vor, in und nach dem Troianischen Krieg bisweilen so erheblich, dass es ihn ohne sie gar nicht gegeben hätte“ (S.155). Aufgeführt werden hier: Deidameia, Briseis, Diomede, Hermione, Andromache, Laodameia, Tekmessa, Anaxibia, Arisbe, Hekabe, Chryseis, Klytaimnestra, Kassandra, Aigialeia, Euippe, Kreousa/Creusa, Lavinia, und Dido. Das Ende des Werkes bildet eine kurze Schlussbetrachtung, in der Nachträge zu den einzelnen Persönlichkeiten erfolgen sowie einige Überlegungen zur Idee des Buches präsentiert werden.

Meines Erachtens gelingt Angelika Dierichs mit Die Helden, ihre Frauen und Troia ein spannender und informativer Überblick zu den am Troianischen Krieg beteiligten Helden. Durch die Einleitung, die neben Informationen über Troia im Allgemeinen auch eine Zusammenfassung des Quellenmaterials enthält und damit die Literaturgeschichte der Antike darstellt, ist der Titel sowohl für Laien, als auch für Kenner der Thematik geeignet. Besonders gut gelungen finde ich die Gestaltung des Buches. So wird der Text durch hervorgehobene Zitate, Bildmaterial und weitere grafische Kennzeichnungen ergänzt, wodurch ein leichtes, angenehmes Leseempfinden entsteht. Insgesamt zeichnet sich der Band durch viel Liebe zum Detail aus, was sich schon beim Durchblättern und den Blick in das Inhaltsverzeichnis erkennen lässt.

Weiter möchte ich positiv anmerken, dass die Autorin ihre persönlichen Forschungsinteressen zum Ausdruck bringt, indem sie sich nicht nur auf die Helden und deren Leben bezieht, sondern auch menschliche Aspekte behandelt und die Bedeutung der Frauen Troias sowie deren Biographien mit in ihr Werk aufnimmt.

Zusammengefasst bietet das Buch eine gelungene Übersicht zur Mythologie Troias, die durch viele informative und unterhaltende Details ergänzt wird. Durch die Angaben zu Ausstellungen und Quellenmaterial in verschiedenen Museen sowie die Betrachtung der Heldengeschichten in den nachantiken Epochen ist auch der Bezug zur Gegenwart geboten, so dass dem Leser die Möglichkeit eingeräumt wird, sich selbst näher mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich für die Geschichte Troias und antike Helden interessiert, einfach noch einmal nachlesen möchte, wofür welcher Held überhaupt berühmt wurde und welche Rolle die einzelnen Personen im Troianischen Krieg gespielt haben.


Die Berühmten: Schauspieler. Vom Barock bis zur Gegenwart
Die Berühmten: Schauspieler. Vom Barock bis zur Gegenwart
von Andrea Rottloff
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Auf jeden Fall empfehlenswert!, 15. August 2012
Im aktuellen Band der Publikationsreihe Die Berühmten aus dem Zabern Verlag beschäftigt sich Andrea Rottloff mit den bedeutendsten Schauspielern vom Barock bis in die Gegenwart. Der Titel bildet so zusammen mit dem Vorgängerband „Schauspieler. Von der Antike bis zur Renaissance“ eine interessante und übersichtliche Einführung in die Welt des Schauspiels.

In einer kurzen Einleitung geht Rottloff auf die Veränderungen in der Theater- und Filmbranche ein, die durch die Möglichkeit zur Datenspeicherung auch Auswirkungen auf die Bekanntheit der Schauspielerinnen und Schauspieler haben. Ebenfalls thematisiert wird der Aspekt, dass ein Schauspieler, egal aus welcher Epoche er stammt, erst durch die Darstellung einer bestimmten Rolle an Bekanntheit gewinnt und in den Kreis der Berühmten aufgenommen wird.

Im darauffolgenden Hauptteil werden dann 39 Persönlichkeiten der Branche vorgestellt:

María Inés Calderón, Molière, Edward „Ned“ Kynaston, Adrienne Lecouvreur, Friederike Caroline Neuber, David Garrick, Conrad Ekhof, Sarah Siddons, Charlotte Ackermann, Lucia Elizabeth Vestris, Ira Aldridge, John Wilkes Booth, Henry Irving, Ellen Terry, Sarah Bernhardt, Josef Kainz, Eleonora Duse, Elizabeth Robins, Charlie Chaplin, Therese Giehse, Gustav Gründgens, Humphrey Bogart, Marlene Dietrich, Greta Gabo, John Wayne, Laurene Olivier, Vivien Leigh, Katharine Hepburn, Orson Welles, Ingrid Bergman, Sir Peter Ustinov, Marylin Monroe, Sean Connery, James Dean, Romy Schneider, Götz George, Meryl Streep, Viggo Mortensen, und Heath Ledger.

Bei der Auswahl der Akteure geht die Autorin bewusst subjektiv vor und fügt an, dass Schauspieler. Vom Barock bis zur Gegenwart weder ein umfassendes Schauspielerlexikon sein soll, noch, dass ihre Auswahl eine Wertung enthält. Der Band „stellt einfach diejenigen Menschen vor, die am meisten zu sagen haben‘“ (S.7).

Gegliedert ist der lexikonartige Hauptteil des Buches wie folgt:

Die Kapitelüberschriften enthalten jeweils einen charakterisierenden Titel und den Namen der Schauspielerin, beziehungsweise des Schauspielers. Darauf folgt ein kurzer Steckbrief mit Angaben zum vollständigen Namen der Person, den Lebensdaten, dem Tätigkeitsfeld oder Genre und der Besonderheit, die sie oder ihn auszeichnet. Nach einem kurzen Leitartikel zur Person werden Leben und Wirken noch einmal genauer betrachtet. Auch hier geht Rottloff sehr strukturiert vor und arbeitet mit den Leitfragen Wer war das?, Was hat sie/ihn berühmt gemacht? und Was bleibt?. Ergänzt wird diese Struktur durch zusätzliche Informationen zum Leben oder einzelnen Rollen und Auftritten sowie anschaulichem Bildmaterial und Zitaten.

Der chronologische Aufbau sowie die gleichmäßig strukturierte Beschreibung von Leben und Werk der Schauspieler tragen dazu bei, einen schnellen Einstieg in ein doch recht komplexes Thema zu finden. Auch die Gestaltung ist äußerst ansprechend und durch verschiedene Hervorhebungen sowie Zeichnungen und Fotografien aufgelockert. Der Stil der Autorin ist sowohl unterhaltsam als auch informativ. Die Auswahl der vorgestellten Schauspieler mag dem einen oder anderen eventuell nicht gerechtfertigt erscheinen, bietet jedoch eine gute Übersicht zur Geschichte des Schauspiels. Besonders interessant finde ich, dass Andrea Rottloff auch Schauspieler der Gegenwart aufgenommen hat. Gerade für jüngere Leser dürfte dieser Aspekt wichtig sein, da sie die Person sozusagen „persönlich“ -wenn auch nur von der Leinwand- kennen und somit an deren weiterem Werdegang beteiligt sind.

„Schauspieler. Vom Barock bis zur Gegenwart“ ist demzufolge ein Buch, das ich jedem empfehlen kann, der sich für das Metier interessiert. Sowohl als Einstieg in die Geschichte der Schauspielkunst, als auch zur Unterhaltung oder einfach zum Nachschlagen ist Rottloffs Band sehr gut geeignet. Der Zeitraum vom 17. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart bietet einen umfassenden Überblick und eine Vielzahl interessanter Lebensgeschichten, so dass sich die Anschaffung des Titels durchaus lohnt.


Lysias. Historischer Spionageroman
Lysias. Historischer Spionageroman
von Jochen Fornasier
  Gebundene Ausgabe

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extrem vielseitiger Roman, gut recherchiert und sehr schön geschrieben, 15. August 2012
Jochen Fornasiers Debütroman „Lysias“ (2011 bei Philipp von Zabern erschienen) verbindet die charakteristischen Merkmale eines Spionageromans mit der Welt der Antike. Das Buch führt den Leser in die Mentalitätsgeschichte, Kultur, Wirtschaft und Handelswelt Griechenlands um 440 v. Chr. ein und ist dabei so spannend wie ein guter Krimi.

Lysias, ein junger Offizier aus Athen, bekommt einen Geheimauftrag, bei dem es darum geht die Bedrohung der Stadt -die als Ursprung der Demokratie gilt und damit von äußerster Wichtigkeit für das Schicksal Griechenlands ist- durch die Machthaber Spartas abzuwenden. Für Lysias beginnt damit eine Reise ans Schwarze Meer, die verschiedene Gefahren, schwierige Spionageaufträge und politische Intrigen mit sich bringt, ihn aber auch eine neue Welt entdecken, Freundschaften schließen und eine Liebesbeziehung entstehen lässt.

Das Besondere an Fornasiers Spionagegeschichte ist der geografische und historische Hintergrund. Beim Lesen merkt man, dass der Autor über umfassende Kenntnisse zu Land und Kultur der Umgebung verfügt. Auch die geschichtlichen Aspekte, wie der drohende Krieg Athens mit Sparta oder der Kontakt zwischen den Griechen und den Skythen an der Nordküste des Schwarzen Meeres sind sehr gut recherchiert und in die fiktive Handlung eingearbeitet.

Der Stil Jochen Fornasiers -hauptberuflich Archäologe und Privatdozent- ist sehr lebendig und spannend. Die bildreiche Erzählung, bis ins Detail ausgearbeitete Figuren, die Beschreibung von Landschaft und Umgebung sowie der Bezug zur Historie bieten ein abwechslungsreiches Lesevergnügen, bei dem man ganz nebenbei viel über Geschichte, Politik und Wirtschaft des antiken Griechenlands aufnimmt. Wie es sich für einen kurzweiligen Roman gehört, arbeitet der Autor mit dem Wechselspiel von Gesprächen, Erzählungen sowie Beschreibungen und ermöglicht damit die Verbindung von unterhaltendem und informellem Lesen. Im Vorwort des Romans skizziert Fornasier einen historischen Abriss und liefert viele Hintergrundinformationen, so dass auch Neueinsteiger schnell in die behandelten Themen einfinden.

„Lysias“ ist ein extrem vielseitiges Werk und vereint Abenteuerroman, Spionagegeschichte, historischen Roman, Liebesgeschichte und mythische Erzählung. Jedem, der gerne historische Romane liest oder einfach mal „etwas anderes“ sucht als den klassischen Krimi, kann ich dieses spannende und informationsreiche Buch empfehlen.


Das Königreich Aksum. Geschichte und Archäologie Abessiniens in der Spätantike. (Zaberns Bildbände der Archäologie) (Zaberns Bildbände zur Archäologie)
Das Königreich Aksum. Geschichte und Archäologie Abessiniens in der Spätantike. (Zaberns Bildbände der Archäologie) (Zaberns Bildbände zur Archäologie)
von Francis Breyer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schöner Bildband, der sowohl für Archäologie- und Geschichtsinteressierte als auch für Touristen geeignet ist!, 14. August 2012
Über das Königreich Aksum, das vom 1. bis ins 7. Jh. n. Chr. bestand und Teile des heutigen Äthiopiens, Eritreas sowie des Jemens und des Sudans umfasste, wurde in der neueren Forschung bisher eher wenig geschrieben. Breyer liefert mit seinem Werk einen umfassenden und aktuellen Überblick, der die verschiedenen Ansätze zur Periodisierung und Chronologie des Staates aufführt. Leicht verständlich und trotzdem sehr gewissenhaft stellt er die Geschichte und Kultur des fast vergessenen Staates dar. „Königreich Aksum. Geschichte und Archäologie Abessiniens in der Spätantike“ ist im Frühjahr 2012 in der Reihe Zaberns Bildbände zur Archäologie erschienen und verspricht damit schon ein hohes Maß an Qualität.

Der Band beginnt mit einem Vorwort, in dem der Autor seinen persönlichen Bezug zum Titelthema darlegt. Darauf folgt das einleitende Kapitel „Zur Einstimmung“, indem Breyer zuerst äußerst unterhaltsame Anekdoten verschiedener Aksum-Expeditionen zusammenträgt und dann unter der Überschrift „Rundgang durch die Stadt“ die topografischen Begebenheiten schildert. Im Hauptteil werden die Geschichte und Erforschung des Reiches näher betrachtet. Dabei geht der Autor vor allem auf Ausgrabungen, Funde und Quellen, religiöse Einflüsse und das Münzwesen ein. In den beiden nächsten Kapiteln „Die Monumente Aksums“ und „Die wichtigsten Fundstätten Abessiniens“ werden bedeutende Bauwerke, Fundorte, Denkmäler und Heiligtümer vorgestellt. Den Abschluss des Bandes bildet ein Ausblick, der mit dem Motto „Zurück zu den Anfängen“ darauf anspielt, dass durch einige kürzlich entdeckte Funde, der gesamte Forschungsstand neu beleuchtet und die Debatte um die Anfänge der aksumitischen Kultur neu entfacht wurde.

Ergänzt wird der Text durch zahlreiche Anschauungsobjekte wie Kartenmaterial, Tabellen und Chronologien, Expeditionsdaten und Zeichnungen. Fotos der Aksum-Expeditionen, von Monumenten, Grabungsorten, Statuen und Stelen sowie wundervolle Landschaftsaufnahmen vervollständigen den Bildband und vermitteln einen Eindruck von der Vielfalt und der Geschichte des Landes.

Breyer präsentiert das Fachwissen in abwechslungsreicher, aufgelockerter Form, so dass der Leser sowohl unterhalten als auch informiert wird. Trotz dieses bunten und mitreißenden Stils wurde die Quellenlage fachgerecht und gewissenhaft zusammengetragen und interpretiert. Die Informationen zu den Monumenten und Fundstätten sind ausgezeichnet recherchiert und liefern präzise Angaben zur Umgebung und Beschaffenheit der Objekte.

Touristen kann ich den Bildband empfehlen, wenn sie einen gut lesbaren, ausführlichen Reiseführer vorziehen, der abgesehen von Kultur- und Freizeitbeschäftigungen auch etwas von der Geschichte des Landes vermittelt. Für Forscher und Archäologie-Interessierte dürfte „Königreich Aksum“ als Standardwerk zur Geschichte und Archäologie der aksumitischen Kultur gelten, da es einen Überblick zu archäologischen, epigrafischen und numismatischen Quellen, zum Münzwesen und zur Chronologie des Reiches liefert, den es bisher in deutscher Sprache nicht gibt.


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