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Rezensionen verfasst von
M. Spieth "atahualpa_jones"
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Roccat Kone+ Max Customization Gaming Maus
Roccat Kone+ Max Customization Gaming Maus
Wird angeboten von DS Trading
Preis: EUR 64,90

4.0 von 5 Sternen Unnötige Fehler trüben den Gesamteindruck, 22. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Vor dem Kauf habe ich viele der hier verfassten Rezensionen gelesen. Ich bin das Risiko bewusst eingegangen, weil mich Treiberdesign und Aussehen überzeugten und ich zudem guter Dinge war, das spätere Produktionschargen die mechanischen Anfälligkeiten inzwischen behoben hätten. Leider hat sich das als sehr naiv herausgestellt.

Zunächst die positven Aspekte:
+ Die Treiber gehören zum Allerfeinsten. Die Einstellungsmöglichkeiten sind vielfältig und extrem gut strukturiert. DPI-Presets, Oberflächenerkennung, Tastenbelegung, Makros - alles da und noch viel mehr.
+ In punkto Ergonomie ist die Kone ebenfalls wunderbar. Ich hatte jahrelang eine Razer Copperhead und musste mich somit von claw- auf palmgrip umstellen. Das gelang überraschend schnell. Es macht Spaß und fühlt sich intuitiv gut an, diese Maus zu bedienen. Die mattierte Oberfläche ist ideal, sämtliche Tasten sind einfach zu erreichen und haben gute Druckpunkte.
+ Optik ist Geschmackssache, aber das Design finde ich gelungen. Nicht zu flashy, nicht zu unscheinbar.
+ Soweit ich das beurteilen kann, ist der Sensor sehr hochwertig. Ich habe absolut keine Sprünge oder Aussetzer beobachtet, die Präzision bei hohen DPI ist makellos. Da hatte ich mit meiner alten Razer deutölich mehr Probleme.

Leider sind zwei eklatante Mäkel festzustellen:
- Seltsamerweise scheint es sonst niemanden zu stören, aber mit einem Steelseries QcK Mauspad (sehr verbreitet, aus Stoff) tritt ein heftiger slip/stick-Effekt auf. Heißt: Die Maus gleitet in Bewegung mit geringem Reibungswiderstand, einmal im Stillstand benötigt man aber recht viel Kraft, um sie wieder ins Rutschen zu bekommen; sie "klebt". Gelegentlich verkanten sich die im übrigen viel zu dünnen Mausfüße sogar im Stoffgewebe. Das ist kleinlich und fällt 8 von 10 Nutzern womöglich gar nicht auf. Leidenschaftliche FPS-Spieler werden es aber merken. Ich hab die Standardfüße mit Corepad Skates getauscht, was den Reibungswiderstand minimal verbessert hat. Trotzdem bin ich nicht zufrieden, die dicken Teflonfüße der Copperhead waren um Welten besser. Also Vorsicht, entweder liegt es an der Kombi aus QcK Pad und Kone, oder es ist ein allgemeines Problem der Maus (oder ich bin einfach zu pingelig). Nein, ich habe keinen Sirup über die Maus gegossen.
- Der größere Mangel - und hier schon vielfach beschrieben - ist in der Tat das Mausrad. Die Voraussagen der meisten Nutzer hier sind mit solcher Präzision eingetroffen, dass ich mich für meine eigene Naivität schäme. Nach gerade 4 Wochen Betrieb fing das Mausrad tatsächlich an zu mucken, vor allem beim Abwärtsscrollen häuften sich Aussetzer. Zunächst nur kurz, dann länger, inzwischen geht auf der Achse gar nichts mehr. Das wäre ja für ein Erstlingswerk noch verzeihlich. Aber diese Probleme gab es ja schon mit dem letzten Kone-Modell en masse. Auch da fielen die Bewertungen verheerend aus. Es ist peinlich für Roccat, dieses deutliche Signal an die Verarbeitungsqualität ihrer Produkte derart ignoriert zu haben. Bedenkt man, dass diese Edel-Maus anfangs für den Edel-Preis von 80€ verkauft wurde, wird klar: Roccat will die totale Gewinnmaximierung und spart am falschen Ende.

Lange Rede, kurzes Fazit: Die Verarbeitungsschwächen lassen keine Top-Bewertung zu. Das ist besonders ärgerlich, weil die Maus ansonsten vieles richtig macht und locker zur Marktreferenz gehören könnte. Treten die mechanischen Fehler nach der Instandsetzung erneut auf, wechsle ich den Hersteller.


Creative GigaWorks T40 II Lautsprecher 2.0
Creative GigaWorks T40 II Lautsprecher 2.0
Preis: EUR 96,52

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grundsolides, hervorragend verarbeitetes 2.0 System..., 21. September 2009
... mit ausgewogener Performance in allen Tonlagen. Gemessen an der Größe von Membran und Klangkörpern kommen die T40 v.a. im Tieftonbereich sehr ordentlich rüber, der Bass ist präzise und knackig und überrascht mit viel Volumen, Mitten und Höhen sind sehr gut. Das ausdifferenzierte Klangbild finde ich gerade deshalb bemerkenswert, weil Tief- und Mitteltöner nicht voneinander getrennt sind.
Die Handhabung ist grundsätzlich unproblematisch, fummelig ist nur der kleine An/Aus-Schalter auf der Rückseite. Optisch sind die beiden auch ein Leckerbissen, vor allem mit entfernter Frontblende.
Alles in allem erste Wahl beim Hörgenuss in leiser bis mittlerer Lautstärke, wer seinen Partyraum beschallen will sollte eine Kategorie höher zugreifen.
Ein besseres Argument als die T40, sich statt einem billigen 5.1 System ein hochwertiges Stereosystem ins Zimmer zu stellen, gibt es in meinen Augen nicht!
Das einzige Manko hier ist ganz klar der überzogene Preis. Da ich aber ausschließlich die Qualität des Produkts bewerten möchte - kein Abzug.


Doom III
Doom III
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 42,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was gut ist, muss nicht neu sein, 14. Januar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Doom III (Computerspiel)
... denn auch gute vier Jahre nach Release setzt der Genrekönig technisch noch ein paar Maßstäbe. Wesentlich trägt hierzu die Engine bei, deren Stärken ganz klar im Bereich Lichteffekte und Shadowmapping liegen. Dazu haben die Leveldesigner bei id exzellente Arbeit geleistet - nicht etwa, weil die starr linearen Laufwege zum experimentieren einladen - sondern aufgrund der unglaublich reichhaltigen und detaillierten Darstellung aller Innenräume. Von der ersten bis zu letzten Minute wird der Eindruck, sich durch einen planetaren Forschungskompkex zu kämpfen, glaubwürdig augrecht erhalten. Hier stampfende Gasturbinen, da eine Steuerkonsole, dort ein Generator. Nichts sieht billig aus. Während aber manch anderer Titel mit ultrahochaufgelösten Texturen VideoRam wie russisches Öl verheizt, ohne eigentlich gut auszusehen, legt man hier ganz augenscheinlich mehr Wert auf den richtigen Stil. Mit Erfolg, denn triste Umgebungen sind Fehlanzeige. Im Allgemeinen kann sich so mancher Titel noch eine dicke Scheibe von dem Abschneiden, was Doom 3 fürs Auge bietet. Wer z.B. im Anschluss F.E.A.R. spielt, stirbt den visuellen Hungertod - alles grau in grau und bei bedeutend geringerer Framerate!

Auch in Sachen Vertonung gibt sich Doom 3 keine Blöße: Bei der Charaktersynchronisation waren Profis am Werk. Das muss auch so sein, denn da man im späteren Verlauf kaum einer Menschenseele leibhaftig begegnet, lebt die Story allein von den Stimmaufzeichnungen (Audiologs) der eingesammelten PDA bzw. Funkübertragungen. Nebenbei legt id noch 5.1-Unterstützung obendrauf.

Manko und Pluspunkt zugleich ist die implementierte Physikengine. Seinerzeit gerade im Kommen und ein echter Hingucker, muss man sich doch fragen, warum Doom 3 davon wenig bis gar keinen Gebrauch macht. Bis auf wenige Ausnahmen spielt es keine Rolle, dass Gegenstände korrekt umfallen, herumrollen oder durch die Luft fliegen könnten (wenn man sie denn ließe). Schade, hier wurde richtig Potential verschenkt.

Ist Doom 3 also ein Technikblender? Glücklicherweise nicht. Die mulmig-klaustrophobische Stimmung zieht magisch an und dramaturgische Elemente sind überwiegend gut gesetzt, auch wenn die Story im Ganzen sicher keinen Kreativitätspreis gewinnt. Nicht, dass ein Doom-Spiel jemals dazu gedacht wäre, erzählerische Meilensteine zu setzen. In der Tradition seiner Vorgänger zeigt es das, was ein guter Horror-Shooter einfach drauf haben muss, und das reicht hier auch völlig.

Am Gameplay scheiden sich freilich die Geister. Zurecht von vielen kritisiert, reduziert sich das eigene Handeln auf immer gleiche Verhaltensmuster. Sicher, das in Doom pausenlos geballert wird, darf niemanden überraschen. Aber: Sämtliche Gegner sind komplett geskriptet und besitzen die künstliche Intelligenz eines Taschenrechners. Schon früh im Spiel trainiert man sich so automatische Reaktionsmuster an, weil man weiß, wie sich dieser oder jener Gegner verhalten wird. Das sieht dann in etwa so aus: Monster taucht auf, wirft Feuerball, Spieler weicht aus, Schuss, links, Schuss, rechts, fertig. Monster taucht auf, wirft Feuerball... und so weiter. Schwer ins Gewicht fällt außerdem, dass Spawnpunkte nicht dynamisch sind, sprich Gegner stets an derselben Stelle zum selben Zeitpunkt auf die selbe Art erscheinen. Irgendwann wird alles zum Automatismus. In der Summe muss Doom 3 spielerisch also hinter solche Titel zurückstecken, die unberechenbare Kämpfe mit richtiger KI bieten. Dass die trotz allem durchaus fordernd sein können, hat mehrere Gründe. Erstens macht Doom 3 sein Manko an intelligenten Gegnern mit schierer Masse wett. Auch das dümmste Monster wird gefährlich, wenn es ein gutes Dutzend Freunde mitgebracht hat. Zweitens sind viele Spawns so fies platziert, dass man gar keine Chance hat, dem Treiben schadlos zu entfliehen. Immerhin treibt das den Adrenalinspiegel schonmal deutlich in die Höhe. Nicht weiter erwähnenswert scheint mir die Tatsache, zwischen Taschenlampe und Waffe wechseln zu müssen. Für viele ein bloßes Ärgernis, macht sie imo doch eines der wichtigen Stilelemente von Doom aus, nämlich die Konfrontation mit Dunkelheit und Schatten. Wer dennoch mehr sehen möchte, kannn schließlich den Gammawert nach oben regeln.

Was bleibt übrig? Eine recht aktive Fangemeinde, viele gute Mods wie etwa einen Koop-Modus und der obligatorische Multiplayer ohne echte Highlights, aber auch ohne große Schwächen. Eine Hand voll aktiver Server gibt es nach wie vor.

Grafik *****
Sound *****
Design *****
Handling *****
Atmosphäre *****
Physik ***

Story **
Gameplay ***
Multiplayer ***

Durchnittswertung 4,00 Punkte


S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl
S.T.A.L.K.E.R. - Shadow of Chernobyl
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 5,39

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Licht - viel Schatten, 14. Januar 2009
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
S.t.a.l.k.e.r. - Shadow of Chernobyl zählt mit Titeln wie Bioshock und sicherlich auch Crysis zu den FPS-Hightlights des Jahres 2007, das auch nach knapp 2 Jahren noch schwer zu schlagen ist. GSC setzten neue Maßstäbe in Sachen Atmosphäre (dicht und beklemmend wie nichts bisher dagewesenes), Grafik (Texturen, Lighting, Bump Mapping auf allerhöchstem Niveau) und Realismus. Über die Stärken ist bereits genug gesagt worden, was einen Kauf rechtfertigt. Stalker ist ein gutes Spiel, ein sehr gutes sogar, dass auf hohem Niveau zu faszinieren vermag, doch einige Klarstellungen sind dringend angebracht.

Da war beispielsweise im Vorfeld immer mal wieder von Schlüsselbegriffen wie "A-Life", "Fraktionssystem" und vielem mehr die Rede. Vieles davon entpuppt sich in der Praxis als bestenfalls unspektakulär, wie etwa der Beitritt zu einer Interessensgruppe: Die Möglichkeit dazu besteht im Spiel genau ein mal, hat geringfügige Auswirkungen auf den Spielverlauf und erlaubt es kaum, wirklich parteiisch sein zu dürfen (wer schon das gute alte Gothic 2 gespielt hat, weiß, wie motivierend und vielseitig so ein Fraktionssystem sein kann).

Viel schlimmer aber: Der selbständige, ungeskriptete Tagesablauf von Nichtspielercharakteren/ sonstigen Lebewesen, als "A-Life" groß angepriesen, existiert dagegen überhaupt nicht. Schaut man auf die Verpackung, steht da folgendes: "In einer frei begehbaren Welt begegnen Sie grausam mutierten Kreaturen, die einem komplexen Lebenssimulations-System unterliegen." Eine glatte Lüge! "Lebensimulation" gibt es nicht. NPCs haben keine Tagesabläufe, schon gar keine, die nicht nach einem Script ablaufen würden. Kreaturen laufen festgelegte Territorien nach Wegpunkten ab. Umweltreaktionen und Gegnerverhalten sind völlig vorhersehbar, die KI ist bestenfalls Durchschnitt. Selbstständige Interaktion findet überhaupt nicht statt. Statik statt propagierter Dynamik allenthalben. Worin also besteht diese "Lebenssimulation"? Darin, dass dann und wann mal einer der ums Lagerfeuer sitzenden Stalker die Gitarre rausholt und ein paar Akkorde zum Besten gibt? Das ging schon vor fünf, sechs Jahren besser. Bitter, dass Spielemagazine und auch ein Großteil der Käufer dieses Feature sklavisch nachbeten, obwohl es de facto garnicht im Produkt enhalten ist.

Kleine Abzüge gibt es auch in der B-Note. So hat man es bei GSC versäumt, der wunderschönen X-Ray-Engine zeitgemäße Explosionseffekte beizusteuern. Ebenso verbesserungsbedürftig sind die schmerzhaft flachen Soundeffekte bei Schusswechsel o.ä. Das wäre nach der langen Entwicklungszeit und dem Realismus, den das Spiel beim Waffenhandling an den Tag legt, nicht nötig gewesen. Das Inventar ist suboptimal, andere technische Schwächen hat die Community in Eigenarbeit nachgepatcht (!).

Ärgerlich auch der Schluss. Zwar gibt es 7 verschiedene mögliche Spielenden, was positiv ins Gewicht fällt, doch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, den Entwicklern sei schließlich wohl die Zeit ausgegangen. Die Endsequenzen sind recht lieblos, die Auflösung des Plots wenig überzeugend und reichlich abprubt. Über den in meinen Augen grotesken Multiplayermodus verliert man besser kein Wort.

Soviel Kritik, so wenig Lob? Nein, Stalker macht vieles um Längen besser als seine Konkurrenten; sieht fantastisch aus, hat ein gutes Handling und ist atmosphärisch aufgeladen, dass sich die Nackenhaare aufrichten. Nur manches - manches macht Stalker eben auch wirklich gar nicht gut. Wenn der Mausfinger also von Zeit zu Zeit nervös gen "Einkaufswagen" zuckt... einen Moment innehalten ;)

Grafik *****
Sound ***
Design *****
Handling *****
Atmosphäre *****
Physik ***

Story *****
Gameplay ****
Multiplayer **

Durchnittswertung 4,11 Punkte.


Nexus - The Jupiter Incident
Nexus - The Jupiter Incident

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Geheimtipp schlechthin, 14. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: Nexus - The Jupiter Incident (Computerspiel)
In die Phalanx der Weltraumsimulationen reiht sich ein längst Totgeglaubter ein: "Nexus - The Jupiter Incident" kam für mich jedenfalls völlig unerwartet, nachdem den vielversprechenden Previews zu Imperium Galaktica 3 der Entwicklungsabbruch folgte. Doch Mithis sei Dank, mit neuem Namen kratzt das Spiel die Kurve und landet doch noch in den Verkaufsregalen, und nanu: Anstatt des halbfertigen, aufgewärmten Randproduktes, das man nach so vielen Anlaufschwierigkeiten hätte erwarten können, punktet Nexus gnadenlos und zieht dabei locker gleich mit Genregrößen wie Homeworld, Haegemonia und Konsorten. Eine wirklich spannende, professionell entworfene und überraschende Storyline, ausgreiftes Missionshandling, eine Spitzengrafik bei mageren Hardwareanforderungen und ein spaßiger Multiplayermodus - was willst du mehr? Die wenigen vorhandenen Bugs sind zu verschmerzen und trüben den Gesamteindruck nur geringfügig. Das Spiel hätte deutlich mehr Lorbeeren verdient, als es erhalten hat - aber sei's drum, man mache sich doch am besten selbst ein Bild davon, ein Kauf lohnt sich meines Erachtens längst nicht nur für abgbrühte Weltraumstrategen.


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