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Rezensionen verfasst von
Niceman

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Detroit Ain't Dead Yet
Detroit Ain't Dead Yet
Preis: EUR 16,68

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brandneue US-Produktion by Don Was, 16. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Detroit Ain't Dead Yet (Audio CD)
Laßt Euch nicht von dem Cover abschrecken, dies sind keine alten Hüte in neuem unnützen Gewand !
Im November 2008 in Los Angeles von Don Was (Produzent von Rolling Stones, Bob Dylan u.v.a.)mit großartigen Studiomusikern produziert. Somit erste US-Produktion seit 1983.
Drei Titel hat Mitch Ryder auf der letzten Tour im Feb/März 2009 schon live gespielt.
Jetzt habe ich doch tatsächlich die Chance gehabt das Gesamtwerk vorab zu hören.
Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Konnte zwar die Cd nur einmal hören; Titel wie "The Promise" und "One Hair from desaster" bleiben sofort haften.
Sicher ein neuer Meilenstein.
Wer wissen möchte wer die Studiomusker sind: Gitarrist: Randy Jacobs (Iggy Pop, Bonnie Raitt, Seal und Kris Kristofferson); Bassist: Reggie Mcbride (Willy DeVille, Keb Mo u.a.); Drummer: James Gadson (QuincyJones, Herbie Hancock, BB King); Keyboarder: Jamie Muhoberac (Rolling Stones, Chris Cornell, Seal, Rod Stewart); Perkussionist: Michito Sanchez (CSN&Y, Elton John) sowie den Backingsängern: Hillard 'Sweet Pea' Atkinson (Bob Dylan, Solomon Burke, Elton John, Iggy Pop) und Arnold McCuller (Beck, Phil Collins, James Taylor).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 5, 2009 12:25 AM MEST


Air Harmonie.Live in Bonn
Air Harmonie.Live in Bonn
Preis: EUR 13,60

24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entspannter Haudegen mit viel Power, 28. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Air Harmonie.Live in Bonn (Audio CD)
Der Auftritt vom 24. Februar 2008 in der Bonner "Harmonie" wurde vom Deutschlandfunk aufgezeichnet und liegt jetzt als CD vor. Ganz klar, der Sound ist natürlich toll, die Band in teuflischer Spiellaune und Mitch Ryder in denkbar bester Form. Wie gesagt, der Nährboden für Rockmusik ist nicht dekadente Protzigkeit.
Einen besseren Einstieg als das dampfende Moondog House vom letztjährigen "You Deserve My Art" hat Ryder derzeit nicht auf Lager. Heiner Witte und Piatkowski an den Gitarren und der Meister zünden das Haus ohne Umschweife direkt an und lassen keinen Zweifel: Hier wird geschuftet und geschwitzt, Weicheier können sich verziehen. Deutlich älter, aber so energetisch lange nicht gehört kommt gleich anschließend Long Hard Road. Druck-Rock aus einer Welt, die nicht rosarot ist. Gebt dem alten Mann eine Verschnaufpause und lasst ihn All The Fools It Sees zelebrieren! Dafür kommt der Minihit When You Were Mine so positiv wie eigentlich noch nie - außer vom Urheber, ein gewisser Herr Prince. Rau und frisch und wunderschön gesungen. Wo nimmt Ryder nur diese Kraft her? Lou Reeds Rock'n'Roll lässt es weiter knacken, die Band ist im Rausch, der Hörer sollte es ebenfalls sein, nur das anwesende Publikum reagiert verblüffend wenig euphorisch. Verschnaufpause. Das so traurigschöne Heaven Takes You Back geht wie schon auf der letzten Studio-CD unter die Haut.
Den Groove der "Blues"-Scheibe "A Dark Caucasian Blue" von 2004 nimmt Yeah, You Right auf und verführt zum Fingerschnippen. "Boddi" Bodag führt ein famoses Tastentänzchen vor und gibt auch in The 21st Century nicht auf. Mitch Ryder und diese Band ist Testosteron für die Ohren, da ändert auch das Kirchenorgelintro zu The Testament nichts.

Anfang der Achtziger hätte Mitch Ryder vielleicht eine Chance gehabt, einen ähnlichen Bekanntheitsgrad wie beispielsweise John Mellencamp zu erlangen, schließlich produzierte der das Album "Never Kick A Sleeping Dog". Daraus ist nichts geworden, die Gründe sind vielschichtig, aber wenigstens sind Songs wie The Thrill Of It All erhalten geblieben. Durch ENGERLING & Co. kommen solche Nummern heute deutlich weniger roots-rockig und breitwandig, dafür aber kerniger. Man muss sich das vergegenwärtigen: Mitch Ryders zweite Karriere begann im Jahr 1979, da hatte er bereits mehr als eineinhalb Jahrzehnte Rock'n'Roll-Pein auf dem Buckel. Heute sind noch mal 30 Jahre mehr vergangen - und er ist immer noch da. Herrschaften, so etwas nennt man Kontinuität und Überlebenswillen. Sogar einen zigtausendmal gespielten Hit wie Jenny Take A Ride bringt Ryder bis heute saftig und mit Freude an sein Publikum. Von Take Me To The River gar nicht gesprochen, das Ding ist ein riesiger Groovebrocken. Nur folgerichtig, dass zum Schluss auch noch Gimme Shelter kommt. Man mag das von den STONES wirklich nicht mehr hören, aber mit einer echten Rockband entfaltet auch dieser Oldie wieder seinen Charakter. Fieber!
"Air Harmonie" ist ein unverzichtbares Dokument und die logische Ergänzung von "Live Talkies" (1981) und "The Old Man Springs A Boner" (2002). Vielleicht sogar ein wenig imposanter.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 1, 2013 2:55 PM MEST


You Deserve My Art
You Deserve My Art
Preis: EUR 14,06

12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mitch Ryder, 18. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: You Deserve My Art (Audio CD)
Mitch Ryder hat die songwriterische Leichtigkeit von z.B. "How I Spent My Vacation" aus dem Jahr 1979 wieder gefunden. "You Deserve My Art" ist kein Blues-Album, keine Abrechnung, keine Aufarbeitung und keine Ton gewordene Geschichte eines Schmerzensmannes. "You Deserve My Art" ist eine Liedersammlung mit ganz unterschiedlichen Emotionen, aber in erster Linie eine Ausstellung positiver Schwingungen, die am Ende sogar zu einem fröhlichen, beinahe albernen Rock'n'Roll-Liedchen mit einem überhaupt nicht albernen Double-Lead-Gitarrensolo über seinen Computer geführt haben (Strollin' With My Mouse). Es kommt nicht oft vor, dass Ryder seinen sonst eher hintersinnigen Humor so offensiv demonstriert.
Man stellt fest, dass es Ryder im Herbst 2007 gut ging. Seine Stimme klingt entspannt, beißen kann sie natürlich noch immer wie kaum eine zweite. Dankbar muss man ihm sein, dass er zwei Songs eines gewissen Joziah Longo covert und diesen damit hoffentlich ein klein wenig bekannter macht. Longo firmiert als GANDALF MURPHY AND THE SLAMBOVIAN CIRCUS OF DREAMS und macht ganz außergewöhnlich schöne Roots-Musik, die in manchen Momenten an eine folkige Version von PINK FLOYD oder einen psychedelischen Bob Dylan erinnert. Bitte dringend bei MySpace antesten. Rocket und Moondog House gehören mit zum besten von Ryder je interpretierten Fremdmaterial und rocken herrlich sumpfig daher, was nicht zuletzt an Heiner Wittes Slidegitarre und Bodags Wurlitzer bzw. Orgel liegt.
Seine Kritik an der amerikanischen Jetztzeit liefert unser Mann mit The 21st Century ab. Wie könnte man das besser, als mit einem astreinen Rock & Roll, auch wenn der von jazzigen Tönen gebrochen wird - vielleicht war früher doch alles besser. Herausragendes Saxophon und wieder ein glänzendes Gitarrensolo. Im Anschluss gibt es im Blues All The Fools It Sees ein Cello zu bestaunen, Mitch Ryder hat eine neue Stufe erreicht und singt diesmal sogar mit der höchsten ihm möglichen Kopfstimme zu einer bewundernswerten Akustikgitarre von Gisbert Piatkowski. Den Vogel auf der ersten CD-Hälfte schießt aber eindeutig The Naked Truth ab. Auf die Eingebung eines solchen Songs wartet ein gewisser Herr Santana seit Jahren und "Carlos" Piatkowski bietet auch gleich noch die passende Gitarrenschau. Unerhört, wie der alte Recke Ryder seinen Altersgenossen die Grenzen aufzeigt.
Der zweite Teil von "You Deserve My Art" startet mit einem waschechten Cajun-Akkordeon und besticht einmal mehr mit der einfühlsamen Brillanz der Engerlinge.
Es gibt auch eher besinnliche Momente auf dieser CD, aber spätestens beim bereits erwähnten Moondog House bricht Ryders Wille zum saftigen Swamp-Rock wieder durch und es entsteht sogar am helllichten Tag ein Gefühl von Mitternacht in einem rauchigen Club. Dem widerspricht sogleich The Night The Devil Died mit relativ trocken gehaltenen Drums und einem sehr offen und hart gespieltem Gitarrensound, wenn da nicht auch die Orgel und des Meisters sensible Stimme wäre. Der Übergang zu Strollin' With My Mouse ist nahtlos und schlägt den letzten Nagel ins beste Ryder-Album seit vielen Jahren. Dabei waren die letzten auch schon ganz hervorragend.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 2, 2013 11:49 AM MEST


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